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Export

In dieser Woche erreichte der Euro Wechselkurs sein Vierjahrestief bei 1,2112 Dollar. Grund war angeblich die Sorge um eine Rating-Herabstufung Frankreichs. Weiter verunsicherte die Anleger die Lage der Banken. Die mußten von 2007 bis 2010 faule Kredite in Höhe von 238 Milliarden Euro abschreiben.  Dieses Jahr kommen noch mal 123 Milliarden Euro dazu und in 2011 noch mal 105 Milliarden Euro. Die Aussichten sind also nicht gerade rosig. [Weiterlesen →]

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Heiner Flassbeck, UNCTAD-Chefökonom und Co-Autor von “Zukunft des Kapitalismus”, wunderte sich vor ein paar Tagen per Email: Wie könne es sein, dass deutsche Minister in Brüssel beschliessen, dass zur Überwindung der EWU-Krise Fragen der Wettbewerbsfähigkeit und der Löhne angegangen werden müssen; es den gleichen Politikern aber gelingt, solche Fragen aus der Diskussion in Deutschland vollkommen auszuschliessen? Ja, dass die Kanzlerin sogar behaupten kann, solche Fragen seien absurd. Und praktisch keiner in der deutschen Presselandschaft widerspricht – unter Erwähnung der deutschen Position in Brüssel.

Ja, das ist in der Tat verwunderlich. Ich meine: Nicht, dass die deutsche Presse nicht widerspricht – das ist kein Wunder. Weil die hört bekanntermaßen lieber den Sinns und Issings bei dem zu, was wir Ösis liebevoll als “Dampfplaudern” bezeichnen. Aber das weiß Flassbeck auch selber.

Nein: Was verwundert, ist die Inkonsistenz, die zwischen der deutschen Position in Brüssel und dem politischen Diskurs zu Hause besteht. Flassbeck bezieht sich auf den Quartalsbericht der Europäischen Kommission zur EURO-Zone. Dort heißt es gleich auf Seite 5:

“In some surplus countries, the report identifies persistent weakness in domestic demand – with corporate saving and investment decisions playing a central role – as a source of concern for the euro area as whole as well as the wellbeing of surplus countries themselves. We do not argue that surplus countries are too competitive. On the contrary, Member States should strive to be as competitive as possible in an increasingly competitive global economy. For growth to be balanced, however, export successes should translate into stronger domestic demand, thus boosting imports, too. The structural weaknesses of domestic demand need to be identified and tackled.”

Und dann am Schluss bei den “Conclusions”:

“Action is also needed in Member States that have accumulated large current account surpluses. In these countries, policies should aim to identify and implement structural reforms that help in strengthening domestic demand.”

Man braucht nicht lange zu rätseln, wer da gemeint ist. Mit anderen Worten: Auf Ebene der EU wird nicht nur diskutiert, sondern sogar verabschiedet, was Merkel in Reaktion auf u.a. die französischen Vorwürfe als Unsinn verworfen hat. Unter Mitwirkung deutscher Minister. In der Tat merkwürdig.

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Und die USA deutscher?

von weissgarnix 11.03.2010

In Ergänzung zum jüngsten Beitrag aus der FT ist dieser Artikel des SPIEGEL natürlich der Super-Brüller: Ausgerechnet die USA wollen also auf Deutschlands Spuren wandeln und zur Export-Nation werden. Schön.
Warum halte ich das – ohne Ansehen des ökonomischen Gehalts – für absolut respektabel? Weil hier eine Regierung tatsächlich die Schneid hat, einen wirtschaftspolitischen Kurs zu [...]

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Mich trifft der Schlag

von weissgarnix 14.02.2010

Ich wollte gerade bei destatis nachsehen, wie sich der Außenhandelssaldo 2009 nun konkret entwickelt hat. Aus den unterjährigen Schätzungen hatte ich immer so eine Größe um -20% im Kopf, bei der Verkündung der finalen BIP-Zahlen vor ein paar Tagen hatte ich -18% aufgeschnappt, ohne allerdings richtig hinzuhören.
Jetzt lese ich gerade, der deutsche Außenhandel ist 2009 [...]

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Der interaktive Export-Atlas

von weissgarnix 25.11.2009

Es ist mal wieder an der Zeit, ein wenig Werbung für unsere lieben Freunde vom Statistischen Bundesamt zu machen. Ich tu das gerne, denn die Jungs und Mädels dort geben sich richtig Mühe, das dröge Datenmaterial ansprechend aufzubereiten, da sollte man ihnen durchaus ein wenig Applaus spendieren.
Das interaktive Inflations-Kaleidoskop habe ich ja kürzlich schon vorgestellt, [...]

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Einmal mehr: Jobs statt Exportweltmeisterschaft!

von weissgarnix 17.06.2009

Treue Leser dieses Blogs werden sich erinnern, wie kontrovers wir hier diskutiert haben, als ich vor etwa einem Jahr anfing, die Exportfokussierung der deutschen Wirtschaft als problematisch hervorzuheben. Dieser Beitrag hier war glaube ich der erste zum Thema, er stammt aus dem März des Vorjahres.
Mittlerweile scheint das ein Allgemeinplatz geworden zu sein, selbst die Talkshow-Ökonomen [...]

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