Das “WDR Politikum” interessierte sich für meinen letzten FAZ-Beitrag zum “High Frequency Trading” und brachte am Dienstag dieses Interview (mein Beitrag startet nach ca 7 Minuten). Wer sich etwas tiefer in die Materie einlesen möchte, insbesondere soweit es “räuberische Praktiken” betrifft und wie diese durch Börsen und ECNs gefördert werden, dem empfehle ich die Blogs von “Zerohedge” und “Themis Trading“.
HFT ist übrigens kein rein amerikanisches Thema: Auch europäische Marktbetreiber wie zB die Deutsche Börse mischen in diesem Geschäft mit. Nachzulesen auf der Website der Deutschen Börse selbst, wo die Produktschiene “Proximity Services” mit folgendem Text beworben wird:
“Im Wertpapierhandel kommt es heute zunehmend auf Geschwindigkeit an. Besonders bei algorithmischen und alternativen Handelsstrategien sind schnelle Ausführung von entscheidender Bedeutung. Jede Millisekunden zählt. Der Markt fordert direkte und schnellere Zugänge.
Mit den Proximity Services reagiert die Deutsche Börse Systems auf diese Nachfrage und stellt eine Lösung für „ultra low latency“ Verbindungen zur Verfügung. Durch die Platzierung Ihrer Infrastruktur in der Nähe unserer Handelssysteme erhalten Sie einen extrem latenzarmen Zugang.
Die Proximity Lösung der Deutsche Börse Systems erlaubt Ihnen nicht nur schnellen und direkten Zugang zu den Handelssystemen der Gruppe Deutschen Börse, sondern bietet darüber hinaus auch eine Vielzahl von Services, wie etwa Managed Hosting oder Hardwarebeschaffung, die Ihr Geschäftsmodell ideal unterstützen und Ihnen die Konzentration auf Ihre Kernkompetenzen ermöglicht.”
Alles klar, Freunde?
Wer da als privater Daytrader noch glaubt, dass ihm Realtime-Kurse – von welchem Anbieter auch immer – auch nur irgendeinen Vorteil verschaffen, dem ist nicht mehr zu helfen.
{ 47 Kommentare }




