Der countdown läuft. Die Bundesversammlung geht ihrem Geschäft nach. Rechtzeitig vorher äußert sich Kandidat Wulff:
„Ich bin ganz zuversichtlich, dass es gelingen wird, der zehnte Bundespräsident zu werden (…) Das ist ein wichtiger Tag, und ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, heute eine faire und eindrucksvolle Wahl in der Bundesversammlung durchzuführen.“
Wem auch immer was auch immer an diesem Tag gelingen wird, steht in den Sternen. Christian Wulff ersetzt Lewis Carrolls Grinsen ohne Katze durch subjektlose Sätze.
Hinter der Leere lauert das Entsetzen. Glück auf!
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Naje, das kommt dabei heraus, wenn sich nicht einmal einer der 1244 Delegierten bereit findet, die Bewerbung Lothar Dombrowskis zu unterstützen. Selbst Konstantin Wecker ist der Aufforderung nicht gefolgt.
Alice “Zu einem verrückten gehe ich auf keinen fall”
Grinsekatze “Danach wirst du garnicht gefragt”
Noch ein paar Beispiele aus dem Setzkasten:
“Wir müssen den demografischen Wandel gestalten”
“Die zentrale Aufgabe wird sein, Mut zu machen”
“Wir brauchen eine große Debatte über Werte”
(aus Spiegel /26)
Der Setzkasten müsste mal abgestaubt werden.
Politik ohne Subjekt – wie schauerlich
Politik ohne Inhalt und Konzept – ist nicht ganz so schlimm, wer interssiert sich schon für so was.
aber ohne Subjekt, WER soll dies objektiv aushalten?
Da bisher alle immer nur darüber nachdenken, ob man den BP direkt wählen sollte oder die Wahl freigeben sollte oder was auch immer, mache ich jetzt einfach mal den neuen, überaus originellen Vorschlag, den ich bisher nirgends sonst vernommen habe, deshalb neu:
“Schafft den Bundespräsidenten ab!”,
denn ich wüsste nicht, dass ein Bundespräsident jemals etwas Wichtiges geleistet hätte und ein Präsident Weizäcker, der vielleicht drei gute Reden gehalten hat, rechtfertigt einfach die Kosten für das Amt nicht.
Seit die Bundespräsidenten nicht mehr auf den Briefmarken abgebildet sind, haben sie ihre letzte Funktion eingebüßt. Trichet kann wenigstens seine Unterschrift auf die Geldscheine setzen.
Durchgefallen Herr Wulf, danke
you made my day !
http://uxmadexmyxday.wordpress.com/
@ H. Huett
Hinter der Leere lauert das Entsetzen.
das war und ist ja schon prophetisch. Respekt. Normalerweise ist das aber mein Job.
Wulff ist eine leere Hülle. Und hat keinen Arsch in seiner Advokaten Hose. Wie viele ! aber nicht alle seiner Zunft. Ein recht überflüssiges Gewächs. Welches an Gesetze glaubt, die in regelmäßigen Abständen gebrochen werden.
ach, es gibt hier auch Propheten? Habe die Ehre!
Ich lege nach: Der zweite Wahlgang wird noch schlimmer ausfallen für Frau Merkel und Herrn Westerwelle. Ihre Basis will einen glaubhaften Neuanfang mit neuen Köpfen. Wem auch immer.
This is gonna be the day of reckoning
(“Nehmen Sie bitte zur Kenntnis..”….blabla…)
http://www.sueddeutsche.de/politik/neue-bundestags-geschaeftsordnung-das-parlament-als-farce-1.96920
–>ach, es gibt hier auch Propheten?”
aber natürlich, mit Hühnerknochen, toten Schamanenfüßen, Runen und Glaskugeln ausgestattet und einer perfekten Technik, die man durchaus bei mir am Wochenende für 500 Euronen erlernen kann
Voraussetzung das beide kleine Zehen noch am Fuß sind, und die rhytmischen Schwingungen des Nudelholzes meiner Frau, in Resonanzträume umsetzen kann. Sofern es direkt auf der Fontanelle aufsetzt. Ist aber echt leicht zu erlernen.
Wulff ist ein Bleichgesicht. Ich hab hier schon mal, wo weiß ich nicht mehr geschrieben, so Spannend wird dann Weihnachten und Sylvester auch nicht mehr.
#9 Propheten? Welche macht hat Euch berufen?
Ich empfehle – mit mindestens gleicher Trefferquote –
das Gummibärchenorakel.
http://www.gummibaerchen-orakel.ch
Du kennst die Grinsekatze? Klasse. Endlich mal ein Blogger, der auch Weltliteratur zitiert. :–))
Schliesslich ist auch der Phyrrussieg ein Sieg. Zumal in einer Zeit thymotischer Umwälzung (habe mich sattelfest gemacht) der Verlust von Kriegselefanten leicht als gewichtige Einsparung verbucht werden kann.
Den Auftritt von Propheten und Wahrsagerinnen aus moldawischen Hinterzimmern betrachte ich aber als direkten Angriff auf meine Wettbewerbsfähigkeit. Und deshalb verkünde ich heute, dass die Reise nach Südafrika nicht zur huldvollen Beklatschung eines Elfmetersieges werden wird, sondern zur Entgegennahme einer echten, deftigen Klatsche.
Mal sehen, wieviel Demokraten dem Appell von Wolfgang Lieb gefolgt sind:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=6041
Dipfele:
Ich vermute, dass die Enthaltungen zwischen 70 und 100 liegen werden. Welche Folgen hätte eine solche inversive Politik? Bekräftigt sie politische Anomie? Delegitimiert sie? Und was träte an die Stelle?
Klaus Baum:
Die Grinsekatze ist ein Liebling – unter vielen.
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