Extremistan – mit aktuellen Daten

von weissgarnix am 15. Mai 2010

Hier der gleiche Chart von neulich, mit aktualisierten Daten bis heute (Quelle: yahoo.com). Darunter die gleichen Daten noch mal, aber jetzt mit allen Bewegungen eines Tages als %-Satz des Closings vom Vortag. Meiner Meinung nach haben beide Charts ihre Berechtigung: der eine zeigt, wie sich der Markt insgesamt verhält, wenn ich ihn als kontinuierlichen Fluss von Transaktionen betrachte; der andere zeigt mir, wie sich das Geschehen für einen Investor darstellt, der zu bestimmten Zeitpunkten ein- und wieder aussteigt.

Quelle: yahoo.com, Grafik: wgn

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1 holger Mai 15, 2010 um 10:37

Danke

genau das , was ich schon vermutet habe. Interessant, ist im zweiten Chart, 1987? Die scharfen Linie, von oben nach unten. Quasi eine Abtrennung von links und rechts. Ein Jahr nach Greenspan.

2 holger Mai 15, 2010 um 11:09

insbesondere, die Ausschläge bis 1945. Das sagt alles aus. Monetärhistorisch und Militärhistorisch gesehen. Man könnte fast meinen, Hitler und WK II hätten die Märkte beruhigt. :D

3 Zecke Mai 15, 2010 um 11:44

Aha.
http://www.econinfo.de/2010/05/14/683/
(Mit Dank an Owe Jessen)

4 staph.aureus Mai 15, 2010 um 11:52

Meine Vermutung war, daß mit der Vielzahl von Optionsscheinen, Derivaten, Zertifikaten usw… eine Menge Stoßdämpfer in “die Märkte” eingebaut wurden. Die Charts können das nicht bestätigen. Die Schwingungen bleiben heftig.

Aber obwohl die Baumaschinen ständig besser werden, haben wir trotzdem immer mehr Schlaglöcher auf den Strassen.

( Vielleicht muß man Öl auf das Wasser giessen, um die Wellen zu beruhigen :-( ? )

5 staph.aureus Mai 15, 2010 um 11:55

…charts wie Finanz-Bungee, Adrenalin- und Testosterongesteuert…
http://public.rz.fh-wolfenbuettel.de/~turk/witziges/bilder/bungee.jpg

6 Systemfrager Mai 15, 2010 um 12:02

@ holger 2

>Man könnte fast meinen, Hitler und WK II hätten die Märkte beruhigt

Beruhigt? Nein! Nein! Nein!

Ihnen wurden Ketten auferlegt. Das ist was völlig anderes!

Nach wenigen Jahrzehnten haben sich aber die Märkte befreit und seitdem betreiben sie unbeirrt und fleißig das, was ihrer wahren nAtur entspricht: den sozialen Genozid

7 goodnight Mai 15, 2010 um 12:28

“Someone reminded me I once said “Greed is good”. Now it seems it’s legal. Because everyone is drinking the same Kool Aid. ”
(G.G., Wall Street: Money never sleeps)
;-)

8 Nanuk Mai 15, 2010 um 12:42

@holger
Panzer sind teuer kein Geld mehr da fürs Zocken…

9 Nanuk Mai 15, 2010 um 12:53
10 Wat. Mai 15, 2010 um 13:06

Nee @Nanuk – wenn ‘Du’ kräftig und beinahe ‘garantiert’ Gewinn mit Panzern einfahren kannst, dann ‘brauchste nicht zocken.

Ich denke, so herum wird ein Schuh ‘draus.

11 Nanuk Mai 15, 2010 um 13:20

@Wat
Na die Garantien sind dann am 8 Mai 1945 abgelaufen… da halfen auch keine CDOs :)

12 Nanuk Mai 15, 2010 um 13:24

Aber das brauchen wir nicht mehr wir führen jetzt Krieg mit Geld.

Na wenn das kein Zivilisatorischer Fortschritt ist… ;) Tischer würde jetzt sagen du Idiot glaubst wir befinden uns noch im Naturzustand…
:)

13 Nanuk Mai 15, 2010 um 13:34

So leid es mir tut… für die Bewohner des Ostens.
http://de.wikipedia.org/wiki/Im_Westen_nichts_Neues

14 Owe Jessen Mai 15, 2010 um 13:41

Nur noch einen Verbesserungsvorschlag: Eine inflationsbereinigte Darstellung der absoluten Veränderungen, dann betrachtet man die Veränderung des Buchwertes eines Investors, der am Anfang der Aufzeichnung den Index gekauft hat und bis heute hält – s. hier.

15 Susanne Mai 15, 2010 um 14:00

Für mich sieht das so aus, als ob man mit Schwankungen das meiste Geld verdient.

16 Linus Mai 15, 2010 um 14:15

@Owe Jessen #14:

Hast du’s mal mit dem nicht inflationsbereinigten Plot verglichen?
;-)

@Susanne #15:

Aber ja doch :-) Einen ‘carry trade’ gibt es auch in der Zeit-Dimension.
Jetzt könnte man natürlich hergehen und mal ausrechnen, wieviel Rendite man an den Schwankungen hätte verdienen können. Da geht dann die ‘Sampling’-Breite ein. Di Summe aller Schwankungen im Minuten-Takt ist natürlich viel größer als die Monatsrhythmus.

17 Susanne Mai 15, 2010 um 14:43

Für mich ist die einzige Aussage des oberen Charts, das die starken Schwankungen mit der Einführung elektronischer Handelssysteme begonnen haben.

18 Owe Jessen Mai 15, 2010 um 14:44

@ Linus: Ja, klar, und jetzt wird auch der Punkt klarer, weshalb die ursprüngliche Darstellung beeindruckend ist, nämlich, dass die Börse den Bezug zur Realwirtschaft verloren hat. Dies wird noch deutlicher, wenn man den Dow Jones in Relation zur Industrieproduktion (als Proxy für das BIP) betrachtet.

19 Owe Jessen Mai 15, 2010 um 15:28

Falls es jemanden interessiert – R hat mir noch mal die Strukturbrüche in der Relation von Dow Jones und IP ausgerechnet. http://www.econinfo.de/wp-content/uploads/2010/05/strukbruch.png

20 dors venabili Mai 15, 2010 um 16:40

@19

Interessanter Chart. Alle Strukturbruchperioden dauern roundabout 15 Jahre . Nächster Bruch steht dann 2015 bevor :-)
Haben wir also noch Zeit für business as merkelmess… das heisst nun wieder abgekürzt : BAM —-?!

21 Owe Jessen Mai 15, 2010 um 16:58

Der letzte Strukturbruch war eher so 1995 ;)

22 Joachim Schlütjerdeijk Mai 15, 2010 um 17:20

Strukturbruch ist täglich. ;)

23 holger Mai 15, 2010 um 17:59

@ Systemfrager

–>Ihnen wurden Ketten auferlegt. Das ist was völlig anderes!”

Na klar Kumpel, den DOW oder der NYSE hat Hitler… ach hör doch auf mit deinem Gefasele.

–>Nach wenigen Jahrzehnten haben sich aber die Märkte befreit”

Du hast doch echt einen an der Murmel. Na klar haben die sich befreit. Mann mann mann, 1.1.11 geh nach draußen. Es wird wird helfen. Da schmeisst der Herr wieder Hirn vom Himmel.

24 keiner Mai 15, 2010 um 18:05

Holger, kleiner Anfall von postpubertärem Zwangsvulgarismus?

25 holger Mai 15, 2010 um 19:57

@ keiner

kann sein, ich weiss eh nix… :D wenn du das so auffasst, bitteschön. Ob das Postpubertäer ist, weiss ich auch nicht. Bin erst knapp 41 leck mich doch. ;)

26 Systemfrager Mai 15, 2010 um 20:32

@ Holger

Nein Holger, das hat mit der Pubertät nichts zu tun. Das ist einfach dein Niveau … na und … der Wille Gottes … nehmen wir an ;-)

27 Wat. Mai 15, 2010 um 20:43

@holger

Ich habe es aufgegeben dagegen zu argumentieren. Die kapieren das nie.

28 Wat. Mai 15, 2010 um 20:55

Interessant was ich hier so schreibe…
Nur, daß ich das eben nicht bin!!!

Aber war ja klar, daß ich irgendwann auch mal dran bin.

29 Wat. Mai 15, 2010 um 21:08

‘Früher’ war BAM mal die Baikal-Amur-Magistrale – aber diese ist gewiß genauso wenig gemeint, wie die # 27 von mir ist ;-)

30 Beobachter Mai 15, 2010 um 21:25

@Wat.
Geht’s noch? Unglaublich was hier für ein Unsinn geschrieben wird.

31 Michael Mai 15, 2010 um 21:25

@Holger
Es ist richtig, ihnen wurden Ketten anglegt, zumindest, was die Börsen anbetrifft, gab es Handelsbeschränkungen.
@Susanne
Stimmt, wird aber hier nicht so ersichtlich. Den ersten “Computercrash” gab es 1987. Er kommt in den Abbildungen als deutliches Pik. Erst seit ca. 2000 haben sich die Umsätze brutal vervielfacht, das sind diese neuartigen Superteile, die über Indexderiate absolut marktbeherrschend sind. Die Broker vedienen an Umsätzen, nicht an Gewinnnen oder Verlusten ihrer Klienten.

32 Wat. Mai 15, 2010 um 21:57

Sicher @Beobachter, weshalb sollte ‘es’ nicht gehen.
Ortsübliche Antwort wäre: Gestern ging’s noch…

Ich habe hier heute Mittag schon geschrieben, also sollte es wenigstens für Wgn ein leichtes sein, anhand der (immer noch gleichen) IP das andere zu ‘killen’.

33 keiner Mai 15, 2010 um 22:08

OT: …eigentlich sollte der Nick wenigstens gegen die eMülladresse abgeglichen werden.

34 Demo Mai 16, 2010 um 16:11

Bundesweiter Aufruf zu Demonstrationen am 12. Juni 2010 in Berlin und Stuttgart

Wir zahlen nicht für eure Krise!

Gemeinsam gegen Erwerbslosigkeit,
Kopfpauschale und Bildungsabbau!

Samstag | 12. Juni 2010
Berlin | Rotes Rathaus | 12 Uhr
Stuttgart | Innenstadt | 11 Uhr

http://www.kapitalismuskrise.org/aktuelles/bundesweiter-aufruf-12-06-10/

35 Stephan Mai 16, 2010 um 17:14

@Demo
Keine Ahnung wo du lebst? Aber der Slogan: Eure Krise. Nicht unsere Krise! Ist genauso dumpf wie die faulen Hellenen sind an ihrer Krise selber schuld. Die eigentlich Crux wenn man selbst eher “links” ist, sind die vermeintlichen Brüder im Geiste. Man braucht eigentlich gar keine neo-liberalen Zombies, solange man solche Freunde hat.

36 egal Mai 17, 2010 um 00:23

Solange “wir” über unsere Verhältnisse leben, ist es “eure” Krise. Das Niveau der Debatte kann man sich nicht aussuchen.

37 Demo Mai 17, 2010 um 07:55

Tja, auf die “eher links” – Fraktion in diesem Land war schon immer Verlass. Mitte-Links find ich auch immer toll! :)

38 rapheth Mai 18, 2010 um 21:05

Zitat Susanne:

“Für mich ist die einzige Aussage des oberen Charts, das die starken Schwankungen mit der Einführung elektronischer Handelssysteme begonnen haben.”

Könnte auch mit den Geldmengen zu tun haben.

39 hamster Mai 18, 2010 um 21:50

@Demo
Dies ist hier ein ultra-konservatives Blog. Was willst Du da andere Reaktionen als die von Stephan erwarten? Mitte-Links oder Links ist doch eigentlich auch egal, es geht bei den Oppositionsparteien sowieso nur noch um den Almosensatz für die Klasse der Arbeitslosen. In den anderen Punkten ist man sich mit der Regierung einig. Ein Wirtschaftsprogramm gibt es in der deutschen Politik nicht. Politik reduziert sich hier auf das das Handling der Medien. Es geht um das “Wie sage ich es den Menschen auf der Strasse” und nicht um das Gestalten. Das Gestalten überlässt man den Markt.

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