Ich war am Nachmittag im NDR-Studio und habe mich für die Sendung “Politikum” interviewen lassen, zum Thema “Das Mantra des Wachstums”. Aufhänger war Merkels Regierungserkärung, in der sie sich für Wachstum, Wachstum, Wachstum ausgesprochen hat, und deshalb ja dieses merkwürdige “Wachstumsbeschleunigungsgesetz” auf den Weg bringen will. Und “Wohlstand für Alle” plakatiert – klar, was sonst?
Und was soll ich sagen: Es kommt selten vor, so gut wie nie – aber auf die Frage, ob Merkel damit recht habe, wenn sie sagt: “Ohne Wachstum läuft gar nichts”, mußte ich natürlich – mit großen Bauchschmerzen und nach oben gebogenen Fingernägeln – antworten: Jaaa!
Ich bemühte mich natürlich umgehend hinzuzufügen, dass daraus aber noch lange kein “Wohlstand für alle” folge, dass die Kapitalintensität der deutschen Industrie eher dagegen spräche, dass die gnadenlose Fixierung auf den Weltmarkt den Geringqualifizierten keine Chance ließe, dass die Reallohnstagnation seit 10 Jahren das traurige Ergebnis sei, dass Deutschland damit in der EU die Rote Laterne trage, dass die Wirtschaftspolitik endlich auf Kleingewerbe und Mittelstand fokussieren müsse usw usw
Aber trotzdem: Seit’ an Seit’ mit Frau Bundeskanzlerin – eine ungewohnte, ja fast schon unheimliche Erfahrung.




















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Boah, auf die Diskussion hier bin ich ja schon gespannt
Ist aber auch ne glatteisige Frage. Das funktioniert ja immer so,
ob Herr Kohl, Frau Merkel oder die INSM.
Den Grundpfeiler WACHSTUM reinrammen und dann hat man schon nix
mehr zu diskutieren, weil ham ja alle recht hahaha.
Da der Krugman ja z.Z. demselben Irrglauben aufgesessen ist und
tatsächlich glaubt mit 5% Wachstum über 12 Quartale wäre die
Krise zu beheben und nichts aber auch gar nichts ihn von diesem
Wahn abzubringen vermag vermute ich, daß das jetzt zunmindest
für die akademischen Kreise ganz erhellend werden könnte.
Nix für ungut
… und der Klein und Mittelstand, die Bürger – der Staat fahren so nach ihre “Schulden” (Kredite) zurück und es beginnt die Sonne zu scheinen für immerdar ……
Neoliberales Gesäusel von wgnx und merkbefreiter Kanzlerin.
Dt. hatte Wachstum in wie vielen von 60 Jahren?
Und das Ergebnis ist welches?
Erkenntnisresistenz – so meine Diagnose.
Ja, ist das so? Ohne Wachstum läuft gar nix? Weil Wachstum Fortschritt ist und Fortschritt Wachstum? So wie bei Viren oder Krebs? Na gut…
Wer kein Brot hat, soll doch Kuchen essen
… ist Wissenschaft mit Tunnelblick Wissenschaft?
(lacht noch irgend jemand über die “Heiligen Kühe” in Indien? – Jedenfalls sind sie im Umgang damit um einiges weiter als wir. Sie füttern sie nicht mal mehr – unsere “Heiligen Kühe” werden mit “Futter” zugeschüttet)
Wann kann man das Gespräch anhöen?
Wird es hier nachher verlinkt.Nicht dass wir was verpassen.
Gruß
Die Sendung läuft übrigens gleich ab 19:05 auf WDR 5, liebes WGN-Publikum.
@Mash:
http://www.wdr5.de/nachhoeren/politikum.html
… ja ja, erst kam der große niederholzer, umreisser und der zerstören. Dann kam wiedereinmal der/die mit der großen Büchse in der Händen undd goßen den Kredit/Schuld reichlich ins Land. Da der große niederholzer gute Arbeit geleistet hatte gab es viel aufzuforsten. Wirtschaftswunder!!! ( sagten und sagen die Narren, denn mit “Wunder hatte die “Aufforstung” nicht das geringste zu tun – Fragen sie die mit der großen Büchse in ihren Händen)
Nun der Wälder mächtig wie Einst, die Felder voll mit reifem Getreide. Das Haus gebaut, der Hof bestellt …. Erntezeit! …. Winter die Felder und Wälder bereit machen für die nächste Aussaat.
“Ohne Wachstum läuft gar nichts”
Ohne werden wir mit auch es ist aber auch verzwickt.
http://www.youtube.com/watch?v=U7-60tyLQhA
Aber warum leicht machen wenn es auch schwer geht.Meine ieben Normophathen…
@It’s traurig
Lernresistenz. Was haben wir früher richtig gemacht ? Das machen wir heute falsch. Und zwar immer und immer wieder.
Nein Wgn, Wachstum, das ausschließlich und nur in der Finanzwirtschaft wirklich stattfindet, brauchen wir eben nicht. Globalisierung heißt Abbau des Sozialstaates, insgesamt des Staates, meinte wohl ein gewisser Friedman. Funktioniert nur ohne Protektionismus, zu dem gehören dann auch und besonders Fehlbewertungen von Währungen.
Keynes hieße, der Staat hat lenkend einzugreifen. An der Zügelung des Finanzmonsters und zwar sofort, führt dann kein Weg vorbei. Neue Goodbank für Kreditvergabe und gleichzeitig Filettieren des Finanzmonsters. Keine “Fonds” a la Bruder Joe, die Party ist vorbei.
Was macht Frau Kanzlerin ? Sie verordnet dem Monster eine Transfusion aus Steuergeldern nach der anderen. Da stehen wir. Die Regierung macht die schlimmstmöglichen Fehler und Wgn, Anhänger von österreichischer Schule, Keynes und Friedman gleichzeitig ?
@It’s traurig
>Dt. hatte Wachstum in wie vielen von 60 Jahren?
In allen bis auf 5: 1967, 1975, 1982, 1993, 2003
>Und das Ergebnis ist welches?
Na “Wohlstand für Alle” – traust du deiner Bundeskanzlerin etwa nicht?
@Hal 9002
>So wie bei Viren oder Krebs?
Wenn ich mir letztes Jahr selber die Haare geschnitten habe, und dieses Jahr 1x im Monat zum Frisör gehe und damit das BIP steigere – Was hätte das nochmal gleich mit “Viren oder Krebs” zu tun?
@weissgarnix
http://www.wdr5.de/sendungen/funkhausgespraeche/s/d/03.12.2009-20.05.html
das wird sehr Spannend mal ein Radio tip…
@ WGN 14
–>Wenn ich mir letztes Jahr selber die Haare geschnitten habe, und dieses Jahr 1x im Monat zum Frisör gehe und damit das BIP steigere”
jetzt verstehe ich dieses Wort erst:
“Wachstumsbeschleunigungsgesetz”
interessant, ein Beispiel klarer Kürzung für Wachstum.
weissgarnix 14
… Wenn ich mir letztes Jahr selber die Haare geschnitten habe, und dieses Jahr 1x im Monat zum Frisör gehe und damit das BIP steigere – Was hätte das nochmal gleich mit “Viren oder Krebs” zu tun? …
Endlich die Wirtschaftskrise ist dank WGN entschlüsselt …. die Haare der Menschen wachsen zu langsam. Ein Monatlicher Besuch beim „Haarschneider“ reicht für Wirtschaftswachstum nicht aus – ganz gemeine machen auch diesen Haircut“ noch selbst.
Die Wirtschaft braucht nicht nur wachsende Haare, sie braucht schnell wachsende Haare. Damit es für mindestens 52 Haicuts jährlich reicht. Im Jahr darauf müssen es dann schon mindestens 70 Haircuts sein. Ordentlich Rendite muss ja auch noch drin sein nich … (Endlich Aufwind für die Haarwuchsmittelverkäufer im Werbe TV – die Beschleunigung muss zunehmen, G-Kräfte halten die Wirtschaftswelt zusammen. )
Wieviel „G“ hält den der Mensch so aus ….
Jetzt habe ich endlich den richtigen Begriff dafür, dass ich in den letzten 10 Jahren keine Gehaltserhöhung hatte – negatives Lohnwachstum. Mein Chef hat es nur gut mit mir gemeint, damit ich nicht so leide, wenn das Kapital dann implodiert.
Wie ich an anderer Stelle schon schrub: Ohne Wachstum kann Schlecker Opel nicht übernehmen.
das stimmt doch gar nicht, @ aifran.
wenn der Haarschnitt nächstes Jahr mehr kostet, ist das doch auch ein nominales Wachstum.
Und wenn die Statistik-Meister das hedonistisch bearbeiten (Frisör mit noch lauterer Musik bspw.), dann sogar reales.
so, als nächstes kommt das “Dauerwellenerneuerungsgesetzt”
Minipli per Dekeret
Das bringt nämlich mehr Ocken in die Tasche. Als so eine Rasur oder Tensur. Dann bin ich mal auf Herrn Strobls Gesicht gespannt. Und was der Ökonom im Herzen dann so fühlen wird. Wenn er wie Atze Schröder rumlaufen muss.
Und wenn er nicht will, ab zum Aderlass. § 4967 der Haartrageverordnung des Bundes. Da gibts kein wenn und aber mehr.
Weissgarnix enttarnt
http://www.youtube.com/watch?v=HD5lBbfv_xc&feature=related
Wachstum, wat isn dat?
Der Anstieg einer Messgröße im Zeitverlauf….so Wikipedia, was natürlich so nicht sein kann, weil der Begriff “Anstieg” ja schon die Zeit mitführt, es müsste also lauten: Die Bezeichnung von Mehr einer Messgröße im Zeitverlauf.
Whatever, wir haben also ein Mehr von Etwas zu einer bestimmten Zeit. Yep, Zeit ist natürlich immer die Differenz von Vergangenheit und Zukunft, d.h. die Einheit dieser beiden, wobei wir eigentlich als Beobachter immer in der Gegenwart, also außerhalb der Zeit sind
Yep, alles garnicht so einfach, whatever, die Messgröße bei Wirtschaftswachstum ist das BIP, yep, das ist die Summe aller Dienstleistungen und Waren und so. Yep, das bedeutet per definitionem auch Finanzdienstleistungen, und d.h. auch ein Derivate und so nen Gedöns. Yep, natürlich zählen die da nicht alle Wertpapiere, sondern die schauen nur auf die Zahlen, d.h. die Preise und damit aufs Geld. Yep und d.h.: Je mehr Geld, desto mehr Wachstum.
Lustige Sache, das ganze….Yep, man könnte dann fragen warum mehr besser als weniger ist….weil weniger ist manchmal auch mehr, z.B. bei Autoabgasen, Banküberfälle, Bombenanschlägen und so, aber egal, obwohl, warum ist eigentlich mehr in der Zukunft besser als mehr in der Vergangenheit? Mag die Vergangenheit nicht das Mehr…oder mögen wir nicht die Vergangenheit? Fragen über Fragen….und was ist eigentlich, wenn ich einfach die Geldmenge erhöhe, yep, habe ich dann mehr Wachstum? Yep, denke ich mal so…obwohl, ich muss ja konsumieren und investieren und so…wenn ich und alle anderen das Geld einfach sparen…yep, dann wird das nix mit dem Wachstum. Yep, Sparen ist somit der größte Feind des Wachstums. Yep, vielleicht zwingt uns unsere Defintion von Wachstum dazu, uns zu verschulden….yep, wir sind die Opfer unserer Kommunikation….yep, lustige Sache, das alles und so….
Topi 21
… Tja wenn das so ist muss ich mich wohl geschlagen geben … aber warum dann die ganze Aufregung? Streiken die Statistikkünstler?
Ist wahrscheinlich nur eine “gefühlte Krise – ein Gefühl fernab jeder Realität. Wahrscheinlich so wie bei dem Hungergefühl welches ich seit Tagen verspüre. Aber bis jetzt habe ich diesem, mit der Realität nichts zu tun habenden Gefühl nicht nachgegeben. Ich werde ihm auch nicht nachgeben, Gefühlen nachgeben, als “Homo Oeconomicus” – niemals!
@ Topi
selbst die Haare zu schneiden, oder rasieren, ist Schwarzarbeit. Stell dir mal vor, der gleitet mit dem Gilette ab und fügt sich solche Schnittwunden zu, das Herr Doktor einschreiten muss. Wer bezahlt denn das alles?
Wieder mal die Versicherten, die ordentlich zum Koiffeuer gehen. denn da ist HWK die Berufsgenossenschaft, siehste…
Den Worst Case immer im Auge behalten bitte.
@ Michael 23
Wachstumsbeschleunigunggesetz mit blauen Pillen
@ holger # 26
Siehste, weil ich gegen Schwarzarbeit bin, selbst so und so arbeitscheu, lasse ich die ‘Zottel’ wachsen, wachsen, wachsen…
Und das ist nun kein Wachstum, so ein Ärger – braucht man doch nur in’n BIP aufnehmen. Sie wachsen zumindest real
Seit’ an Seit’ mit Frau Bundeskanzlerin
Und immer der österreichische Kavalier.
Kein einziges kritisches Wort zur Politik dieser Dame.
@ Wat.
noch nicht mal Spliss?
@ HAM
ich sage nur Cyborgs unter sich.
@HAm
>Kein einziges kritisches Wort zur Politik dieser Dame.
Eine Menge kritischer Worte – aber die fielen offenbar der Schere zum Opfer.
@Susanne
>dass ich in den letzten 10 Jahren keine Gehaltserhöhung hatte – negatives Lohnwachstum.
Ja, ein ziemlich bescheuerter Begriff. Der Improvisation geschuldet, denn meine Standardansage lautet fast immer auf “Reallohnstagnation”; aber ich hatte mir heute kurz vor der Sendung die Zahlen nochmal genau angesehen, die negativen 0,8% notiert und im Studio dann auf die Schnelle keinen passenden Ausdruck parat.
@ weissgarnix # 31
Sind ganz Ohr, besser Auge – hier schneidest höchstens Du und wir vergeben Zensuren…. Naja, vielleicht nicht Zensuren, aber wenigstens Kommentare.
@ holger # 30
Wieder was gegen Wachstum – ich hab’s heute aber auch.
Man reinigt mit Wasser, mit Chemie verdirbt man – Umweltschutz am Kopf oder so.
Bappste da vorher kaum/keine Chemie rauf, brauchste die hinterher nicht runterwaschen. (Spliss wird sich wohl bei Haaren ohne Dauerwelle, Tünche und morgendlichen Dauergrill immer in Grenzen halten, denke ich)
Ich weiß, ansonsten gilt: Gut geklebt ist halb gewonnen
Sorry für OT.
Yep, da hat die Radiomoderatorin doch wirklich ne interessante Aussage getroffen: “Braucht der Kapitalismus den Crash?”.
Yep, wenn wir uns also mochmals das Wachstum anschauen, yep, dann ist Crah die Bezeichnung von weniger einer Messgröße im Zeitverlauf…. yep, wenn Kapitalismus jetzt beides ist, also mehr und weniger, yep, dann können wir die zeit einfach rausstreichen, weil dann ist ja egal ob mehr in der Zukunft oder in der Vergangenheit….vielmehr reicht ein mehr oder weniger einer messgröße….das ist natürlich dann nicht mehr Wachstum sondern nur Kapitalismus, aber wenn Kapitalismus die Einheit von Wachstum und Crash ist, yep, dann steht der Kapitalismus über dem Wachstum….yep, und dann kommt dann vielleicht doch die Zeit zurück, weil wir ja doch unterscheiden müssen in der Einheit, also zwischen Wachstum und Crash, d.h. wir brauchen entweder Raum oder Zeit, d.h. entweder gibts gerade in den USA Crash während in Asien Wachstum ist, oder es ist gestern crash und morgen Wachstum.
Whatever, der Kapitalismus als Einheit einer Differenz…yep, das ist mal ne interessante Idee.
WGN im Radio
…. dieses Kapital will bedient werden ….
ja der brennende Wunsch/Zwang des Geldes Kapital zu werden …. Renditeträchtiges Kapital, um sich so die klaglose Rückkehr (Kreditrückzahlung) zu verdienen. Zurück ins unendliche Nichts, schwebend zwischen den Sternen, wieder Zuhause.
Aber vielleicht findet sich ja gleich der Nächste Schuldner – der nächste Geburtshelfer – damit ein neues Geld voll mit brennender Sehnsucht Kapital zu werden, Geboren werden kann. Wo ist das Inwestment, wo ist das Inwestment ……
Wachstumszwang immer weiter Beschleunigengen … Wieviel ” G”
verkraftet der Mensch – die Welt?
http://www.youtube.com/watch?v=zXUItK1NVcU&feature=player_embedded
@Holger
für Flieger haben wir doch auch was …..
http://www.youtube.com/watch?v=shvoEcPSgoU
blaue Pillen, in meinem Alter ……….
@WGN
Bei 7:10 sagt die Moderatorin:
„D.H, sie (Merkel) wandelt auf den Spuren von Ludwig Erhard.“
Strobl:
„So könnte man dies sagen …“
Kann man das wirklich so sagen?
M.E. wandelt sie nicht “auf den Spuren von Ludwig Erhard”, denn die heutige „neoliberale“ Wirtschaftspolitik mit ihrer Deregulierung etc. stellt einen Kontinuitätsbruch dar.
@ HAM 38
das kann doch gar nicht schlüssig sein. Was hat Ludwig vorgefunden, und was die Angela?
Das sind doch zwei komplett verschieden paar Schuhe, die bis in das kleinste ausdifferenziert werden können. Dieser Ludwig, diese Huldigung, das ist doch nicht mehr normal, the Time is gone. Gong
Da hör ich mir lieber den Heinz an. Wo Mutti sonst nur saugen kann. Wenn dann heißt der Helmüts Mutti.
@HAM
>M.E. wandelt sie nicht “auf den Spuren von Ludwig Erhard”, denn die heutige „neoliberale“ Wirtschaftspolitik mit ihrer Deregulierung etc. stellt einen Kontinuitätsbruch dar.
Tut sie nicht. Ludwig Erhard war ein glühender Hayek-Verehrer. Die Essenz der “Sozialen Marktwirtschaft” liegt ganz woanders, als viele glauben – in der Deregulierung und im Aufbrechen von Kartellen und Machtballungen. Das “Soziale” hätte sich den Deutschen daher auch völlig anders präsentiert, wenn die Wachstumsraten zwischen 1950 und 1960 nicht zwischen 5 und 12 Prozent gelegen hätten und besonders ab 1950 mehrere Jahre hintereinander bei rund 9%. Verbinde das mit einem deutlich geringeren Arbeitskräfteangebot und gut aufgestellten Gewerkschaften, dann sind dramatische Reallohnzuwächse, wie sie unter Erhard verzeichnet wurden, keine Hexerei. Bei zwischen -4 und +2 Prozent BIP-Wachstum wird es Merkel sehr viel schwerer haben, ihre Versprechen wahr zu machen.
… Ja “Wirtschaftwunderzeiten” brauchen zu ihrer Realisierung, den vorausgehenden großen “Alles Flachmacher” …. dann klappt es auch wieder mit dem Aufschwung. (und der Böse, Böse Wolf hinter er Mauer ist für die Lohnhöhe des kleinen Mannes sehr förderlich)
Was macht Bob der Baumeisterund seine vielen Helfer wenn alle Häuser – die finanzierbar waren – gebaut sind?
@ Wachstum, Frisur
Mann oh Mann, ich hab schon vor Monaten die Wachstumsformel rausgeschrieen: Haircut und Intimrasur bei allen Gläubigern inclusive Omi mit ihren Sparbüchern, das ist die Lösung. Danke für die indirekte Bestätigung, wgnx.!
@ goodnight
Schon mal einen Berg (oder Busen) angeschaut? Der steigt bei der einen Seite an, bei der anderen fällt er wieder ab. Anstieg gibt es also auch im Raum, nicht nur in der Zeit.
@ wgn
“Ohne Wachstum geht gar nichts, sagt die Kanzlerin. Hat sie Recht?”
“Sie hat Recht, aber sie sagt nichts neues oder originelles”
Was für ein Start.
Wie wärs mit: “Kommt darauf an, welches Wachstum; Wachstum der Bankenbailoutbilliarden, Wachstum der Goldpreise, der Arbeitslosenzahlen, der Raubüberfälle oder der Vulkanausbrüche? (die in Schneeballsystemen “angelegte” Überschußgeldmenge will ich dir gar nicht in den Mund legen)
Wenn wir uns das BIP anschauen, sehen wir Komponenten, namentlich im Finanzsektor, deren Wachstum nicht förderllich ist, sondern negativ wirken. Bzw. ein paar Jahre “wachsen”, aber dann zusammenbrechen.”
Oder so was. Oder ist das gar kein Punkt?
“Der Kapitalismus braucht den Crash”
“Die Crashs ergeben sich aus Fehlentscheidungen, Überoptimismen, zu hoher Risikobereitschaft”
Wie, jetzt? Der Kapitalismus produziert den Crash, wie du dann sagst, aber der Crash ergibt sich aus Fehlentscheidungen? Doch nur die aktuelle Materialisierung oder der Zeitpunkt des Crashs.
Oder wie?
Die Moderatorin ziemlich kompetent.
@weissgarnix #40
Die Essenz der “Sozialen Marktwirtschaft” liegt ganz woanders, als viele glauben – in der Deregulierung und im Aufbrechen von Kartellen und Machtballungen.
Aber wo bricht Merkel „Kartelle und Machtballungen“ auf, wo schafft sie einen „ordoliberalen“ Ordnungsrahmen?
Das Gegenteil ist der Fall. Die Wirtschaft wird der Plutokratie und den Oligopolen zur ungehemmten Ausbeutung und Ausplünderung offeriert.
Die Stimme in dem WDR-Spot ist souverän. Aber das ist den Kaiserlichen angeboren.
Ich vermisse die dezent durchschimmernde Ungehaltenheit wie sie Hans Moser glänzend darstellen konnte.
Summa summarum ein gelungener Auftritt.
Aus dir wird noch ein großer öffentlicher Oekonom;-)
@HAM
>Aber wo bricht Merkel „Kartelle und Machtballungen“ auf, wo schafft sie einen „ordoliberalen“ Ordnungsrahmen?
Das ist ja der Witz an der Sache: Den zentralen Punkt der SM haben weder sie noch Ludwig Erhard je in Angriff genommen, ganz im Gegenteil: Die ausdrücklich und in ellenlanger Prosa von allen drei “Vätern” der SM – Müller-Armack, Röpke und Eucken – vorgetragene Forderung nach einer Fokussierung auf Kleingewerbe und Mittelstand hat keinen der Beiden, noch irgendeinen anderen Nachkriegs-Regierungschef je interessiert.
Ach, der ewige Erhard, wie dröge. War zu seiner Zeit ein Grosser (war auch in der unausprechlichen Zeit davor kein Kleiner, aber bitte… nihil nisi …), aber hilft heute gar nicht mehr weiter.
Letztlich konnte er nur Stunde null und Aufschwung, Krise konnte der nicht, in der ersten Minikrise 1967 hats ihn zerrissen, den Helden von Bern.
Ein Fritz Walter hätte heute in der Champions League wohl auch nur wenig Durchschlagskraft, und wenns Bindfäden regnete.
@topi
>Der Kapitalismus produziert den Crash, wie du dann sagst, aber der Crash ergibt sich aus Fehlentscheidungen?
Woraus sonst?
@ WGN 40
–>Das “Soziale” hätte sich den Deutschen daher auch völlig anders präsentiert, wenn die Wachstumsraten zwischen 1950 und 1960 nicht zwischen 5 und 12 Prozent gelegen hätten und besonders ab 1950 mehrere Jahre hintereinander bei rund 9%.”
nicht den Deitschen, da war Ost und West. Wenn du vom Piefke schon redest, bitte um Differenzierung. Woher kam denn das Money für die Wachstumsraten in der BRD? Hat das Ludwig aus der Hose gezogen?
War das einfach so da? oder wie? Ludwig konnte nur so wachsen, weil er der Klassenfeind war. Nix anderes. Und weil man die IG Farben abgeben musste. Les dir doch mal die SHAEF Statuten durch, was mit dem Money after 45 gemacht worden ist.
@wgnx
“…Forderung nach einer Fokussierung auf Kleingewerbe und Mittelstand hat keinen der Beiden, noch irgendeinen anderen Nachkriegs-Regierungschef je interessiert.”
Ja, dann macht doch endlich mal einen von der FDP zum Regierungschef, weil die tun was für den Mittelstand:
http://www.fdp-bundespartei.de/webcom/show_article.php?wc_c=1412&wc_id=15
Der Brüderle , der Niebel und der Westerwelle sind ja auch schon richtig mittelmässig! Also, wird schon.
@zefix #45
“Die Stimme in dem WDR-Spot ist souverän. Aber das ist den Kaiserlichen angeboren.”
Ja, aber am Anfang vom Interview hat er noch mehr geösterreichelt, ist Dir das nicht aufgefallen?
Im Laufe des Gesprächs hat er dann doch der preussischen WDR-Frau den fälligen alldeutschen Tribut gezollt, sprachfarbenmässig. Recht so.
Ein Nachtrag zum Moser:-)
Ab heute sind sie Millionaer
http://www.youtube.com/watch?v=aPojFNS17FE
Was muss ich mir denn unter Focusierung auf Kleinbetriebe und den Mittelstand vorstellen?
Was heisst das konkret?
Soll der Staat dem Mittelstand noch mehr Steuervermeidungsmöglichkeiten eröffnen?
@zefix#45
“Aus dir wird noch ein großer öffentlicher Oekonom;-)”
Ein großer massenmedialer Ökonom, gut möglich, gibt ja wenig wirklich interessante moderne Stimmen. Die ganzen Henkels, Hickels, Hunds sind ja längst allzu durchgenudelt und die ‘neue’ Krise braucht neue Stimmen der Kommentierung, Einordnung, Normalisierung. Damit die Medien durch Weltbewältigung ihre Dasein rechtfertigen können. Jede Tagesschau und jede Talkshow vermittelt die immer gleiche Botschaft: Es ist noch nicht so schlimm, als das wir nicht berichten könnten, also schlaft weiter!
‘Öffentlichkeit’ ist eine operative Fiktion, die nie in der Weise wirksam, wie die normativen Demokratietheorien sich das phantasierten. Genau wie der ‘Markt’ eine operative Fiktion ist, die nie in der Weise wirksam ist, wie sich die normativen Wirtschaftstheorien das phantasieren.
@ wgn
Aus sich selbst.
Die Fehlentscheidung lässt sich doch im System gar nicht vermeiden.
weissgarnix # 46
Ihre Antworten enttäuschen mich. Ich schreibe mir hier die Finger wund, um den 2%Wachstumszwang-Mechanismus steuerungssystemisch vorstellbar zu machen und erläutere, dass Angela Merkel von ‘neuem Wachstum’ spricht – und alles dafür spricht, dass sie aus dem Wachstumzwang-Regime aussteigen will und meine Steuerungssystem-Revolutionskonzept (= EPIKUR-Projekt-Inhalte) kennt, aber nur Zeit braucht, bis sie es erfolgreich tun kann, … aber das war alles vergebens.
Rede und schreibe ich hier an allen vorbei. Ist die EPIKUR-Projekt-Innovation derart unverständlich?
@ topi – und damit sind es keine ‘Fehlentscheidungen’ im System sondern es ist das System.
Es ist nicht mal eben heute so und morgen anders zu ’steuern’.
Es steuert in Richtung Kapitalvergrößerung, muß es ja auch – Wachstum, Wachstum, Wachstum. Und das meint das des Kapitals.
Sonst nichts – gar nichts.
Das ‘verdient’ auch noch am Crash, dem Krieg und kann hinterher ‘wunderbar (aber nur wie neu) wachsen’.
Aufschwung!
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/12/friedensengel.html
@ Wat.
Das ‘verdient’ auch noch am Crash, dem Krieg und kann hinterher ‘wunderbar (aber nur wie neu) wachsen’.
“Das System” kann ja nichts verdienen, nur dessen Träger.
Und absolut verdienen nicht viele an der Krise. In der richtigen Krise verdienen natürlich die Systemträger auch selten absolut, dafür relativ viel.
Aufschwung!
Immer mal wieder gut zu sehen, wie billig der erste Golfkrieg für die Amis war.
@Nanuk #15 – eine kleine Nachtmusik, nee mp3 ist richtig, aber keine Musik. Hier der Link zum Funkhaus-Downloaden (Wir sind keine Nordrhein-Westfriesen oder so):
http://medien.wdr.de/download/1259871397/radio/fhgespraeche/wdr5_funkhausgespraeche_20091203_2100.mp3
@weissgarnic #48 ( und @topi ): Fehlentscheide. Fehlen da nicht zwei entscheidende Adjektive, die zu einem Mehr an Sinn (inhaltlich, nicht professoral) führen – es müßte dann fortwährende und systematische Fehlentscheidungen heißen. Die Krise ist eben kein Gewächs der letzten fünf Jahre, wie manche Schlaumeier meinen, sondern hat sich länger entwickelt. Das Zauberwort “Verteilung…” … Feierabend.
Schönen Tagesbeginn.
Gruß
B.
@ Bernhard
“Das Zauberwort “Verteilung…” … Feierabend.”
Die ergibt sich aus dem unreguliertem System. Deshalb ja meine Frage an wgn, ob sich Crashs wirklich aus Fehlentscheidungen oder aus dem System ergeben.
Man kann natürlich auch die Unregulierung und mangelnde Rückverteilung “Fehlentscheidungen” nennen. Die sind selbstverständlich fortwährend und systematisch.
@ Wat. 3. Dezember 2009 um 23:25 # 57
“…. und damit sind es keine ‘Fehlentscheidungen’ im System sondern es ist das System. Es ist nicht mal eben heute so und morgen anders zu ’steuern’.
Es steuert in Richtung Kapitalvergrößerung, muß es ja auch – Wachstum, Wachstum, Wachstum. Und das meint das des Kapitals.
Sonst nichts – gar nichts.”
Sie haben den Punkt fast genau getroffen. Es fehlt die Erkenntnis, dass das System als 2%WachstumsZWANG-Steuerungssystem intalliert ist – und mit welchen steuerungsinstrumentellen Tricks es funktioniert. Diese Details sind in der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft völlig unbekannt.
Meine Trickerkenntnis ist: die stetige Steigerung der Bruttoarbeitskosten sind der isntallierte Trick. Er programmiert die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland auf Investitionssteigerung als operationale Steuerungszielvorgabe für die Stabilisierung des gesamten Wirtschafts-, Sozial- und Machtsystems. Wir haben demzufolge keine soziale, sondern eine ‘kapitalstockmaximierende Marktwirtschaft’, die aber eigentlich eine Tyrannei der Kapitalstockmaximierer ist und sich Finanzierung der Sozialleistungssysteme über die Arbeitsstunden zu seinen Kapitalstock-Wachstumszwecken bedient. Ich weiß, dass der Siemens-Vorstand (plus IGM-Vorstände als Massenbasis, ich selbst kann mich als der erfolgreichste IGMetaller der Nachkriegszeit bezeichnen; weiteres auf meiner Webseite unter ‘Zeitzeugen’ oder ‘Parsifal’) die Geschäftsführung dieser Tyrannei innehat. Der Erlanger Siemens-Clan war und ist noch das fastgeheime Rumpelstilzchen, das zur Herrschaft gekommen ist. Er wird enden wie das Rumpellstilzchen im Märchen durch das öffentliche Bekanntwerden seiner Tricks und der evolutionprozess-logischen Steuerungssystemalternative des KREATIVEN Akzelerationswegs.
@mylli
“Schon mal einen Berg (oder Busen) angeschaut? Der steigt bei der einen Seite an, bei der anderen fällt er wieder ab. Anstieg gibt es also auch im Raum, nicht nur in der Zeit”
=>Nope, denn ein Anstieg erfordert eine Bewegung, d.h. eine Überbrückung von weniger zu mehr, d.h. ich muss mich im Raum bewegen, ansonsten käme ich ja nicht auf den Gipfel…und wüsste somit nicht, dass es auf- oder abwärts geht…d.h. ich brauche ein Vorher und ein Nacher und damit…..whatever: Bewegung ist immer auch ZEIT.
Zum Gejammer wg. Reallohnstagnation: Wie kann es auch anders sein, wenn die meisten Menschen in der Realwirtschaft arbeiten, die großen Steigerungen aber in der Finanzwirtschaft passieren? Der durchschnittliche Einkommensempfänger muss sein Einkommen eben durch Finanzprodukte aufbessern, und sich so dem Trend der Zeit anpassen.
Wg, wie wäre es mit einer Finanzinnovation (Zertifikat, Discount-, Bonus-, oder so), die aus einem stagnierenden oder sinkenden Reallohneinkommen einen Gewinn generiert? Da kann dann Michael Mustermann seine Ersparnisse anlegen, vielleicht sogar große Fonds und Versicherungen. Sei mal kreativ.
@weissgarnix #48
@topi:
„Der Kapitalismus produziert den Crash, wie du dann sagst, aber der Crash ergibt sich aus Fehlentscheidungen?“
WGN:
„Woraus sonst?“
Der Crash ergibt sich aus den Fehlentscheidung, die Systemfehler des Kapitalismus zu ignorieren.
@ Kalupner, ich weiß nicht, ob Sie an jemandem vorbei schreiben. Was mich betrifft, so schreiben Sie eher unter mir durch.
@goodnight u.a.
>> Der Anstieg einer Messgröße im Zeitverlauf….so Wikipedia, was natürlich so nicht sein kann, weil der Begriff “Anstieg” ja schon die Zeit mitführt, es müsste also lauten: Die Bezeichnung von Mehr einer Messgröße im Zeitverlauf.
Ja und nein. Der Anstieg (Tangente) kann ja in einem Zeitpunkt definiert werden. D.h. er ist von der Zeit nicht unabhängig, führt aber keine mit
Der Zeitpunkt ist vorbei, wo er angefangen hat.
Der Anstieg enthält keine Zeit, ist aber ohne umgebende Zeit (deren Menge aber egal ist) nicht definierbar. Lustiges Teil.
Ergo: Er ist nix ohne vorher und nachher, enthält aber eben keine Zeit und/oder sonstige Dimension. Vorhanden sein müssen die aber trotzdem.
@Ahnungsloser
“Ja und nein. Der Anstieg (Tangente) kann ja in einem Zeitpunkt definiert werden. D.h. er ist von der Zeit nicht unabhängig, führt aber keine mit Der Zeitpunkt ist vorbei, wo er angefangen hat.
Der Anstieg enthält keine Zeit, ist aber ohne umgebende Zeit (deren Menge aber egal ist) nicht definierbar. ”
=>Nope, also NEIN, weil:
Der Anstieg in Form einer Tangente ist ja ohne Zeit ja nur eine gerade im Raum. Um daraus nen Anstieg zu machen muss ich zum einen zwischen Mehr und Weniger, d.h. zwischen Oben und Unten UNTERSCHEIDEN, d.h. den Raum ordnen in seinen Dimensionen.
Dann habe ich mittels der Tangente eine Verbindung von Oben und Unten….aber noch keinen Anstieg…denn es ist ja noch nicht definiert, in welchen Funktionszusammenhang das Oben und Unten mittels Tangente gestellt wurde. So kann ich zwischen Anstieg und Abstieg ja nur unterscheiden, indem ich eine Richtung einer BEWEGUNG vorgebe, ansonsten kann das alles sein. Erst durch die Bewegung von Unten nach Oben habe ich einen Anstieg. Ohne Bewegung habe ich nur eine Verbindung ohne SINN.
Und der Anstieg führt damit die Zeit mit, denn Bewegung ist die Änderung des Ort eines Beobachtungsobjekts mit der ZEIT, und Zeit ist immer Differenz von Vergangenheit und Zukunft, d.h. wer mit der Zeit geht, der bewegt sich innerhalb einer Differenz, d.h. jeder ZEITPUNKT ist immer eine Differenz zwischen Vergangenheit und Zukunft, d.h. er führt immer eine Differenz und folglich Zeit mit sich, denn der Zeitpunkt kann dann nicht zuende sein wenn er anfängt. Wobei der Zweck von Anstieg ja gerade das herausstellen dieser Differenz ist….was zur Folge hat, das eine Tangente nur existieren kann, wenn die ihr zugrundeliegende Funktion differenzierbar ist
Wenn du von der roten Laterne sprichst: Beziehst du das eigentlich auf das Einkommen? Auf das BIP? Oder (eigentlich mein Lieblingsindikator): BIP pro Kopf? Wenn man das BIP pro Kopf nimmt, sieht Deutschland nämlich gar nicht schlecht aus. Das von neoliberaler Seite gerne herbeigeredete Wachstumswunder in den angloamerikanischen, befreiten Volkswirtschaften lässt sich da nämlich nicht nachweise.
@ Rüdiger Kalupner # 64
Wir haben demzufolge keine soziale, sondern eine ‘kapitalstockmaximierende Marktwirtschaft’, die aber eigentlich eine Tyrannei der Kapitalstockmaximierer ist und sich Finanzierung der Sozialleistungssysteme über die Arbeitsstunden zu seinen Kapitalstock-Wachstumszwecken bedient. Ich weiß, dass[...]
Ich weiß – wir haben Kapitalismus, ’stinknormalen Kapitalismus’.
Entschuldigen Sie bitte, wenn Sie können, aber mir ist es sogar völlig ‘wurscht’ ob da nun 2; 10 oder 25 % Prozent Wachstum festgeschrieben sind, mir ist jedes Wachstum für das Kapital ‘gegen den Strich’ und gegen meine persönlichen und gesellschaftlichen Interessen.
Ich bin Lohnarbeiter und wie Sie wohl wissen, kann man das mit Mini-Lohn, aber auch mit Boni-Zahlung auf Gehalt sein. Ein Lohnarbeiter ist es trotzdem.
Ich will aber nicht mehr lohn-arbeiten, daß sich da jemand anders, also der Kapitalgeber, ein duftes Leben macht und mir die Brotkrumen oder Kuchenkrümel (egal wie groß die auch erscheinen mögen) vorwirft.
Der darf es gern mal selbst mit arbeiten versuchen, ich meine damit nicht Lohnarbeit(!).
Er darf gern, wenn er was haben möchte, das auch selbst herstellen/produzieren.
Alleine wohlgemerk(!)
Wenn er das nicht kann, dann muß er das gefälligst lernen.
Wenn die Aufgabe für einen alleine zu groß ist, dann muß er sich ‘Verbündete’ zur Zusammenarbeit suchen, die er eben nicht lohn-bezahlt(!), sondern mit denen er das Arbeitsergebnis zusammen besitzt.
Sie sind dann zusammen Eigentümer des Hergestellten – und fertig. So sähe für mich Fortschritt aus.
Da gibt es dann auch ‘Wachstum’ – aber erstens nur an Dingen, die wirklich gebraucht und gewünscht sind (vom Nachfrager) und zweitens ist die Verteilungsfrage/besser die Eigentumsfrage geklärt.
Er wird enden wie das Rumpellstilzchen im Märchen durch das öffentliche Bekanntwerden seiner Tricks und der evolutionprozess-logischen Steuerungssystemalternative des KREATIVEN Akzelerationswegs.
Bekannt werden scheint gar nichts zu nützen, dafür müßte das Bekannte erstmal durch die Köpfe. Dann müßten diese (Köpfe) realisieren (können), daß das entgegen ihren eigentlichen Interessen läuft.
Soweit sind ‘wir’ noch lange nicht.
Ob sie sich dann für Ihre ‘Kreativen’ entscheiden oder einen anderen Weg für richtig und gangbar halten, wird die Zeit zeigen.
Ich hätte da auch einige Ideen, wie man hier schon lesen konnte.
Es kommt aber nicht darauf an, was ein einzelner für Ideen hat – sondern so sieht jedenfalls meine Vorstellung von ‘gemeinsamer Individualität’ aus, wie Menschen zusammen meinen, ihren eigenen für den einzelnen richtigen Weg gehen zu wollen.
@weissgarnix #46
Das ist ja der Witz an der Sache: Den zentralen Punkt der SM haben weder sie noch Ludwig Erhard je in Angriff genommen, ganz im Gegenteil: Die ausdrücklich und in ellenlanger Prosa von allen drei “Vätern” der SM – Müller-Armack, Röpke und Eucken – vorgetragene Forderung nach einer Fokussierung auf Kleingewerbe und Mittelstand hat keinen der Beiden, noch irgendeinen anderen Nachkriegs-Regierungschef je interessiert.
Müller-Armack arbeitete als Leiter der Grundsatzabteilung im Wirtschaftsministerium später als Staatssekretär unter Ludwig Erhard.
Insofern ist es für mich nicht nachvollziehbar, wie Du Erhard als neoliberalen Vorgänger präsentieren willst, in dessen Fußstapfen Merkel jetzt mit ihrer Politik tritt.
Im Übrigen:
Regierungspolitik wird nie von VWL-Theorien oder von Ratschlägen irgendwelcher „Wirtschaftsweiser“ bestimmt.
Die Wirtschaftspolitik bestimmen nicht die Politiker, sondern die Machtverhältnisse.
Die VWL-Profs und –Experten werden so ausgewählt, dass ihre Ausführungen die intendierte oder eingeschlagene Regierungspolitik legitimieren.
Ihre Funktion ist keine andere wie die der Pfaffen zur Zeit des Feudalismus, allerdings begründen diese Ökonomen heute Herrschaft und Ausbeutung nicht mehr mit Gottes Willen, sondern mittels einer Pseudo-Wissenschaft, welche sich als „Volkswirtschaftslehre“ bezeichnet.
… Die Kunst der Sklaven und Nutzmenschenhaltung … mehr ist dazu nicht zu sagen.
99.9 Prozent der Menschen gehören zur Zielgruppe dieser “Kunstgattung”
@aifran:
Man kann nur entweder “Amboss oder Hammer sein”, sagte Goethe. Beides zusammen geht nun mal nicht. Der Unterschied ist lediglich, dass bei uns die junge Generation jetzt offenbar auch die Hoffnung verloren hat, dass sie es eines Tages weiter bringen als ihre Eltern. Diese Verlierermentalität herrscht in den meisten anderen Ländern NICHT. Die Russen hatten sie jedoch bekanntlich schon immer: Nitschewo! Nun haben wir sie auch in unsere Groß-DDR übernommen.
Wachstum Wachstum was ist denn Wachstum ?
Jedes Jahr 3800 neue Handymodelle und 6920 neue Kaffeemaschinen ?
Windows 7, das nur grafisch anders aussieht für 99% aller Leute, aber GARNICHT neues bietet.
5000 tolle Bildbearbeitungsprogramme die alle ungefähr das gleiche können, in einem tollen Karton verpackt sind, damit man sie kauft ?
BluRay Disc, die ein paar Pixel mehr haben, aber dafür den Kunden gängeln, und kopieren erschweren ? Tolles, tolles Wachstum.
Ständig neue Automodell, eine neue Blechkarosserie auf einem Untergestell mit viel “neuem” Elektronikschnickschnack.
Die mit ihrem Wachstumsgeschwätz….Wohin sollen wir denn noch wachsen ? Bis wir platzen ? Sollen wir unsere ganze Wohnung und das ganze Haus mit DISPLAY tapizieren, damit wir auch noch im Klo vom megaschwachsinnige dummen, volkverblödenden Fernsehprogramm zugelallt werden, daß wir ja brav alles kaufen, was “NEU” ist…
Das Wachstum ist zu Ende, man merkt es deutlich. Produkte und alles ist ausgereift. Es sei denn jemand erfindet, den 3 Liter Motor, aber das WOLLEN ja die Ölscheichs nicht.
2010 wird es allen klar werden – das Ende des Wachstums, und somit auch das Ende unseres alten Wachstumsbasierenden und Leute-ausbeutendes System. Da bin ich gespannt wie unserer Politiker-, Banker-, und Managerdeppen in ihren hübschen Anzügen und mit einem IQ von 80 aber einer Gier von 10000 Glotzen werden.
Haare wachsen immer.
Von daher ist Wachstum naturbedingt.
@knackeropa
>Jedes Jahr 3800 neue Handymodelle und 6920 neue Kaffeemaschinen ?
Windows 7, das nur grafisch anders aussieht für 99% aller Leute, aber GARNICHT neues bietet.
Genauso sehe ich das auch. Und dennoch werden alle diese Produkte gekauft – oft sogar von Leuten, die ganz wild darauf sind, sie kaufen zu dürfen, die sogar vor den Shops campieren und übernachten, um die Ersten zu sein, die das neue Produkt in Händen halten. Woran das wohl liegt?
@knackeropa
“”"Das Wachstum ist zu Ende, man merkt es deutlich. Produkte und alles ist ausgereift. “”"
Vor 30 Jahren hätte niemand so etwas wie das Internet oder gar Handys vorhergesehen. Die menschlichen Bedürfnisse sind im Prinzip unbegrenzt. Es ist Aufgabe der Wirtschaft, sie zu erfüllen, nicht über ihren Wert zu entscheiden. Das muß schon jeder selber tun.