1000 und 1 Nacht, da hat es Zoom gemacht

by Gastautor: eFlation on 1. Dezember 2009

Es ist gerade ein paar Tage her, dass Dubai meldet Kredite in Höhe von 80 Mrd. EUR nicht mehr bedienen zu können. Die Börsen allerdings zünden heute ein Feuerwerk und man hat das Gefühl, dass nächste Jahreshoch wird noch im Dezember erreicht.

Jahrelang wurde in Dubai immer höher gebaut, immer mehr qualifizierte Facharbeiter wanderten ein, auf der Suche nach dem großen Geld. Zweistellige Wachstumsraten waren lange Zeit kein Problem und jeder glaubte im Paradies auf Erden zu wohnen bzw. zu investieren.  Doch seit Donnerstag ist die Ernüchterung eingetreten.

Die Aktienmärkte schwimmen zurzeit in Geld und während sich der Markt von Jahreshoch zu Jahreshoch hangelt, wird nach Negativmeldungen gesucht um ein wenig an dem Gebäude zu rütteln. Das hat man mit Dubai versucht, doch muss man sich vor Augen führen, dass diese 80 Mrd. EUR nicht sofort morgen fällig werden und dass in Europa und in den USA teilweise einzelne Banken mit mehr Geld gerettet werden. Allerdings zeigt uns der Fall Dubai was anderes.

Stellen wir uns ein Truthahn vor, welcher jeden Tag auf ein Neues gefüttert wird. Der Truthahn ist voller Überzeugung ein gutes Leben zu haben und der Mensch nur das Wohl des Truthahns im Auge hat. Eines Tages vor Thanksgiving widerfährt dem Truthahn etwas Unerwartetes und er muss seine Überzeugung revidieren. Das Problem lässt sich auf Dubai verallgemeinern, wo die Hand, die uns füttert, auch die sein kann, die uns den Hals umdreht. Alle Kreditgeschäfte weltweit beruhen auf Vertrauen, darum werden die meisten Investoren nun einen großen Bogen um Dubai machen, doch die nächsten Länder mit Kreditausfall werden schon bald folgen.  Dann auch im größeren Stil mit einem Dominoeffekt, allen voran sind hier Osteuropa, Italien, Griechenland und Spanien betroffen. Je mehr Länder Zahlungsunfähig werden, desto mehr schwindet das Vertrauen und führt in schlimmster Konsequenz zum Bank Run. Der Goldpreis hat heute Abend ein neues Hoch von 1200 USD erreicht, ein erstes Anzeichen das Investoren weiter den sicheren Hafen suchen und auch müssen.

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Ruhrpilot » ruhrbarone
2. Dezember 2009 um 07:33

{ 79 comments… read them below or add one }

1 unwissender 1. Dezember 2009 um 23:59
2 unwissender 2. Dezember 2009 um 00:04
3 lemming 2. Dezember 2009 um 00:07

Es gibt keine “sicheren Häfen” für ein sinkendes Schiff.

4 J.Kramer 2. Dezember 2009 um 00:53

Was schreiben da die “Goldseiten” sinngemäss:
Ganze Gesellschaften (G7-Staaten) haben über Generationen hinweg mehr konsumiert als produziert.

Das muss man sich mal reinziehen: Da erntet der Bauer über Generationen hinweg eine bestimmte Menge Kartoffeln und eine wundersame Mehrung macht daraus ein Mehr für den Konsumenten. Eine Kartoffen geerntet, zwei verputzt.

Die Goldies waren schon immer etwas merkwürdige Gestalten.

5 topi 2. Dezember 2009 um 01:15

Was heißt “die Goldies”?

Diese “Erkenntnis” liest man doch allenthalben. :roll:

6 joergtokyo 2. Dezember 2009 um 08:15

Könnte es sein, dass hier jede Menge Truthähne mit Gold gemästet werden und Thanksgiving vor der Tür steht? Zumindest werden jede Menge professionelle Mäster gesucht wie folgendes Stellenangebot zeigt. Halt nein stimmt…alles ehrenamtlich tätige Menschen die die Mitbürger vor der grauenhaften Inflation schützen wollen….

cheers

Jörg

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7 joergtokyo 2. Dezember 2009 um 08:19

hier noch der link, dass niemand glaubt das wäre bullshit…

http://jobs.meinestadt.de/x/job.php/jobid=5895888?xtmc=edelmetalle&xtcr=07103

8 Goldenes Kalb 2. Dezember 2009 um 08:25

@J. Kramer
So ist das nicht Falsch, die G7-Staaten können mehr konsumieren als produzieren, wenn man den Rest importiert aus Nicht-G7-Staaten.

Dennoch ist die Summe aller Produktion und Konsums bzw. Investitionen/Vorratshaltung immer gleich Null. Der Unterschied liegt einfach darin, wie das, was produziert wurde, verteilt wird.

Deshalb wird sich, wenn die Produktion läuft und die Ressourcenverteilung einigermassen gleichmässig funktioniert unter keinem wirtschaftlichen oder politischen System allzusehr etwas an der Bevölkerungsversorgung ändern. (Manche Systeme machen allerdings die Produktion kaputt oder versagen bei der Verteilung.) Weder werden wir alle verhungern, noch werden wir alle reich werden, wenn sich das System ändert.

Derzeit ist das Problem in meinen Augen, dass sich viele Leute für reich halten, weil sie mit ihrem Geld potentiell sehr viel konsumieren könnten, dies aber nicht tun. In Zukunft wird dies auch nur gehen, wenn die Produktion entsprechend vorhanden ist. Deshalb müssen wir als Gesellschaft (und damit meine ich jene, die können) in zukunftsweisende Produktionsanlagen inklusive Personal investieren. Das ist dann zwar finanziell schwer zu bewerten, aber man isst Brot und nicht Geld.

Die Alternative ist ein Rattenrennen, bei dem es viele (vormals reiche) Verlierer geben wird. Je weiter sich das Finanzkasino von der Realität entfernt, jedoch trotzdem einen sehr realen finanziellen Einfluss ausübt, desto härter wird es.

9 mylli 2. Dezember 2009 um 08:36

@ joergtokyo

Nana, so viel Ironie gehört aber nicht in den Beitrag. Die suchen wirklich altruistische Lebensberater, die uneigennützig dem Wohl der Menschheit dienen.

Außerdem: So wie Anfang 2000 vollkommen klar war, dass Fonds auf 10-jahres Sicht immer gewinnen, so ist jetzt klar, ja sogar durch die Vergangenheit bewiesen, dass Gold immer steigt, Jahr für Jahr.
(Wenn die Kugel 8 Mal auf Rot fällt, dann tut sie das in Zukunft nämlich auch)

10 joergtokyo 2. Dezember 2009 um 09:10

@mylli

ich hatte neulich sogar eine richtig verbissene diskussion mit einem “rouletteprofi” der mir beweisen wollte dass die wahrscheinlichkeit auf schwarz anwächst je öfter rot vorher in serie kam. am schluss habe ich ihn nur noch gesagt dass ich im wünsche die kugel wisse dies auch…

11 holger 2. Dezember 2009 um 09:12

Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, ist vom renommierten Fachmagazin “Foreign Policy” zum einflussreichsten Denker des Jahres 2009 gekürt worden…

… Das US-Magazin begründete Bernankes Kür damit, dass er eine neue große Depression der Weltwirtschaft wie in den 1930er Jahren verhindert habe. Bernanke habe “die Rolle einer Zentralbank neu definiert” und dabei den Zusammenbruch der US-Wirtschaft abgewendet. “Dies war zweifelsohne eine der größten intellektuellen Leistungen der vergangenen Jahre”, schreibt “Foreign Policy”.

Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Grosse-Ehre-fuer-Bernanke-article620916.html

“Dies war zweifelsohne eine der größten intellektuellen Leistungen der vergangenen Jahre”

Was soll man denn noch Denken?

Steht irgendwo in irgendeiner Verfassung drin, dass es ein Recht auf Beklopptheit gibt?

Es wir vermutlich weiter gehen, wenn man dem Tagesanzeiger aus CH glauben darf.

Aber schon jetzt beanspruchen die staatlichen Schuldner die Kapitalmärkte massiv. Nach Bankenschätzungen wird das US-Finanzministerium im laufenden Fiskaljahr (per Ende September 2010) Staatsanleihen über 1500 bis 2000 Milliarden Dollar auf den Markt werfen. In der Euro-Zone dürften 2010 öffentliche Anleihen im Rekordvolumen von 1000 Milliarden Euro herausgegeben werden, und auch Japan wird Staatspapiere in einem bisher nicht gesehenen Umfang von umgerechnet über 1600 Milliarden Dollar emittieren…

… Burkhard Varnholt, oberster Anlagechef der Bank Sarasin, hat indes schon vor dem Fall Dubai die Konsequenzen gezogen: Man habe britische und US-Staatsanleihen aus den Sarasin-Portefeuilles verbannt, sagte er vor Wochenfrist der «Financial Times», weil man das Fiskalgebaren dieser Staaten als nicht sehr nachhaltig erachte.

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Das-heimtueckischste-Erbe-der-Krise/story/31540330

Da ziehen die ersten Banken aber schon die Reißleine, und das schon vor Dubai.

” weil man das Fiskalgebaren dieser Staaten als nicht sehr nachhaltig erachte.”

Wo wird der Weg wohl hinführen?

Warten wir es ab, wer nächstes Jahr zum einflussreichsten Denker gekürt wird.

“Dies war zweifelsohne eine der größten intellektuellen Leistungen der vergangenen Jahre”

12 topi 2. Dezember 2009 um 09:24

@ mylli

so leicht ist das nicht mit der Gleichsetzung.

Bei den Aktienhaussen brauchts schon äußerst “interessante” Indikatoren, um noch weitere Kurssteigerungen zu prognostizieren (mein Liebling ist bis jetzt noch die Cash-burn-rate :roll: ).

Man kann die Goldmenge in bezug zu anderen Größen setzen und daraus fiktive Preise ableiten. Unter der Voraussetzung, dass das Papierwährungssystem absehbar kollabiert, ist das sogar nicht völlig von der Hand zu weisen.

Und für die Debitisten mit ihrer Deflationsweissagung:

HELIKOPTER-BEN ist am Ruder!!!

Wie siehts eigentlich mit Hubschraubergold aus? Hat das schon mal jemand durchdekliniert?

13 Werner 2. Dezember 2009 um 09:47

Da können die Aktiengesellschaften Geld an den Börsen durch Ausgabe zusätzlicher Aktien einsammeln.
Und müssten gar keine Kredite aufnehmen.
Investitionen sind immer gut, da dass durch diese I. zusätzlich geschaffene Angebot auch ihre Nachfrage findet.
Und dann tun es die Aktiengesellschaften nicht.
Die Vorstände der A. kaufen selber Gold.

14 goodnight 2. Dezember 2009 um 10:07

Yep, Goldrun….der Beweiss, dass man heute aus Sch…e Gold machen kann, weil; Gold ist die Sch..e des 21. Jhd. Gold ist nix…verglichen mit allen anderen Dingen dieser unserer Finanzwelt. Was haben wir uns damals noch für mühe gemacht, bei den ganzen IPO´s , yep, ganze Bücher haben wir geschrieben über das Zukunfspotential all dieser neuen Unternehmen, yep und dann, nach 2001, da haben wir ganz wilde Grafiken und Powerpoints und am Fließband ganze Nächte durchproduziert, damit jedes Quarter ein doller Bericht für die Anleger vorliegt. Yep, auch wenn alles Lüg und Trug war, es war wenigstens eine Story, es war Kommunikation, es war etwas, was man glauben konnte oder nicht.
Und yep, selbst der ganze Ölrausch, yep, der hatte ne Story, da schrieben dann nicht mehr Ökonomen, sondern Geologen Gute-nacht- Romane….yep, alles echte harte Arbeit, schwitzende Männer und Frauen, yep….und jetzt: Gold. Was soll das? Wo ist die Story von Gold, wo sind da Charts, wo die Kurven, wo die Zukunft, wo? Da ist nix, da sind einige Doomer in Foren und sonst? Wo ist die Kommunikation, wo ist SINN? Wieso solle ich in Gold investieren? Wird Gold natürlich knapp, hat Gold ne wichtige Rolle in der Zukunft, hat sich die Produktivität von Gold vervielfacht, gabs nen neuen CEO bei Gold? Nope, nada, da ist nix. Gold läuft einfach, weil es Gold ist, eine Referenz für Doom. Wenn nix anderes mehr geht, yep, dann gehen wir Gold…obwohl alles andere geht doch ganz gut….was will ich also in Gold? Hedgen? Devisen bunkern? nur wer, außer China? Nope, da ist keine Rationalität.
Whatever, der Witz von Gold ist, dass jede Invstition in dieses Ding völlig losgeköst von the real thing, d.h. der Realwirtschaft erfolgt. Gold falsifiziert folglich die ihm zugrundeliegende Doom-These, wonach gerade Gold the “real-thing” wäre und die Sicherheit zurückbringt. Gold zieht gerade das Geld aus der Realwirtschaft, welches für einen Aufschwung so wichtig wäre. Gold ist völlig sinn-frei, Gold ist Finanzwelt par excellence, Gold ist die absolute Selbstreferentialität der Wirtschaft…obwohl, nope, das wäre Forex, also die Investiton von Geld in Geld. Puh, Glück gehabt, Gold ist noch ne Vorstufe…..

15 Aufschwund 2010 ff 2. Dezember 2009 um 10:16

@ joergtokyo
Aus deinem Beitrag habe ich herausgefiltert:

…Standortsuche…Standortanalyse…Wir bieten -Die entsprechenden Grundlagen und Werkzeuge zum erfolgreichen Einstieg…

Ich präzisiere und biete meinerseits den speziellen Rucksack sowie Strickleitern mit Wurfanker zum Einstieg über den Balkon. Zahlung: bevorzugt Westfälischer Linsentopf in Weißblech ( frei Haus).

16 aifran 2. Dezember 2009 um 10:34

… Wachstum – Gold – Währung .. und sicher nocch einiges mehr

http://www.youtube.com/watch?v=WpTGWrZFGuE&feature=player_embedded

aber keine Sorge – Morgen ist auch noch ein Tag …

http://www.youtube.com/watch?v=rE-wNvvDQIo&feature=player_embedded

17 beta 2. Dezember 2009 um 11:45

Zur Kurzweil an Abenden ohne Strom…

http://www.youtube.com/watch?v=dRSt6ebsqh8&feature=related

18 unwissender 2. Dezember 2009 um 12:09

@J.Kramer

Goldies?

War der “Goldie” nicht ein Skispringer aus Ösiland, so in den 90-ern – das weis der wgx bestimmt besser! ;-)

Ich nix Goldies!

Ich bin nur ein unwissender kleiner Investor welcher versucht, sein bescheidenes Vermögen zu erhalten und ein wenig zu vermehren – mehr nicht. Und Edelmetalle sind für mich ein Asset wie Rohstoffe, Aktien oder Anleihen. Nur sind sie derzeit eben auf der nach oben offenen Richterskala “sicherer” – weil weniger heiße Luft!

Und wenn Polleit

http://www.lvmf.de/thorsten-polleit-das-papiergeldsystem-ist-ein-groses-experiment/

recht hat, dürften wir alle noch ordentlich Achterbahn fahren!

19 keiner 2. Dezember 2009 um 12:37

30. November 1989… kam das 20 Jahre zu früh? …

20 niemand 2. Dezember 2009 um 12:52

keiner 2. Dezember 2009 um 12:37
30. November 1989… kam das 20 Jahre zu früh? …

keiner – was meinst du damit?

21 topi 2. Dezember 2009 um 12:54

@ keiner

arbeite dich doch mal in die einschlägigen Verschwörungstheorien zu Herrhausen/Rohwedder ein.
Unter Berücksichtigung des 400-Milliarden-DDR-Altschulden-Deals.

22 holger 2. Dezember 2009 um 12:56

@ unwissender # 18

das hat mich gefreut:

„Der Preis von Parmesan schwankt deutlich weniger als etwa der von Gold“, nennt Bizzari die Vorteile dieser Finanzierung, „ich gehe nicht das Risiko ein, dass die Sicherheiten heute 100 wert sind und in zwei Jahren nur noch 50“. Und so liegen statt Goldbarren eben Käseräder im Regal.

Ich habs aus dieser Quelle genommen gibt ja noch andere: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/italienische-banken-parmesan-im-tresor;2470950

Obwohl das Dingen mit Polleit und Schumacher, ein wenig nur Pro & Contra ist. So widersprüchlich ist es auch.

Der “Sinn” des Goldes will sich mir nicht erschließen, und die “Geldpolitik” auch nicht.

23 topi 2. Dezember 2009 um 12:57

@ unwissender

wie sollte Polleit nicht Recht haben?

Interessant der Link: “….groses Experiment…”
Da muss doch was dahinterstecken. :)

24 holger 2. Dezember 2009 um 12:59

@ topi #21

das sind alles nur reine Zufälle. Ansonsten ist die Dissertation von der Constanze Paffrath, empfehlenswert. Daraufhin durfte sich sogar den Dr. Titel anheften. Außerhalb der “VT”.

25 niemand 2. Dezember 2009 um 13:03

@topi #21

Die DDR hatte 30 Mrd. Auslandsschulden.
Inlandsschulden gleich NULL, da Binnenwährung.

Was soll ich da aufarbeiten?

26 niemand 2. Dezember 2009 um 13:06

Ist ja nich mal eine halbe HRE…

27 froZ 2. Dezember 2009 um 13:13

Na, mir scheint, gerade Gold hat einen Wert, der ausschließlich durch Kommunikation begründet ist. Das ist auch ein schönes Paradoxon. Viele der Goldkäfer scheinen zu glauben, daß sie mit der Flucht in Gold in so etwas wie einen “objektiven Wert” fliehen würden, dabei ist Gold völlig davon abhängig, daß die große Erzählung vom Gold immer weiter erzählt wird. Bräche die Kommunikation über das Gold ab, wäre es faktisch wertlos, denn außerhalb der Kommunikation darüber ist nichts, was dem Gold irgendeine Bedeutung verleihen würde. (Natürlich wünsche ich @unwissendem trotzdem viel Freude mit den Philharmonikern.)

Ansonsten: Fürchtet Euch nicht, Rettung naht.

http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBEE5B009Z20091201

“[...] Bundesregierung [...] will mit umfassender Übernahme von Kreditrisiken der Banken den Markt für die Verbriefung von Kreditausfallrisiken wieder in Schwung bringen.”

Und Anfang nächsten Jahres wird dann wieder über Bad Banks diskutiert. Wir sind in einer Zeitschleife. Nur die Assetpreise und die Haushaltsdefizite steigen und steigen…

28 topi 2. Dezember 2009 um 13:20

@ niemand

du doch nicht, niemand, , ich sprach mit keinem. :roll:

30 Milliarden?
Laut Leske+Budrich 1996 betrug sie 32,3 MRD bei 17,9 MRD Guthaben. Aber wurscht.

Keiner sollte auch nichts aufarbeiten, sondern sich in die Verschwörungstheorien Herrhausen/Rohwedder/DDR-Altschulden-Milliardenbetrug einarbeiten.

So als Ursache-Wirkung-Idee.

29 topi 2. Dezember 2009 um 13:22

Ist ja nich mal eine halbe HRE…

es geht doch um den Kunstgriff, aus den 15 rund 400 richtig echte Milliarden zu machen.

30 niemand 2. Dezember 2009 um 13:25

@topi
niemand ist auch keiner ;-)

600 Mrd. DM Volksvermögen waren auch da, bis die Treuhand…

Übrigens stieg die Zahl der Millionäre in der BRD um 40 % von
1990-1993.

Alles nur Zufälle.

31 topi 2. Dezember 2009 um 13:27

@ Holger 24

“Ansonsten ist die Dissertation von der Constanze Paffrath, empfehlenswert. Daraufhin durfte sich sogar den Dr. Titel anheften. Außerhalb der “VT”.”

Das einzig interessante dabei fände ich die Höhe, mit der die Frau von den Junkern gekauft wurde. :roll:

32 topi 2. Dezember 2009 um 13:30

niemand ist auch keiner

:roll:

Aber: die Frage, ob das 20 Jahre zu früh kam, ist doch hinfällig; danach (zumindesten nach Rohwedder) war doch klar, in welche Richtung es gehen muss.

33 niemand 2. Dezember 2009 um 13:31

Der Tagesspiegel von 2005 zur Rolle H.Köhlers bei der Schacherei..

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/art141,1883768

34 aifran 2. Dezember 2009 um 13:42

… den Leuten ist es Egal, solange sie ihren “Gutschein” bekommen den sie Geld nennen. (Wissen ohnehin nicht was die “Gutscheinmacher so treiben, lassen sich von Gaucklern Unterhalten ….)
… die Frage ist nur: Werde ich, wenn ich mit allen anderen an der Rampe der “Gutscheinverteilung” zur Selektion anstehe ein Ja oder Nein hören ….. (… darf ich bleiben wo ich bin, schicken sie mich in die Caritasabeilung, oder hinüber zu den ganz wenigen Auserwählten ins Schlaraffenland.)

Regeln – Gesetze – Bilanzen – ? Egal! Heute so Morgen so – Papier ist gedultig, noch geduldiger Exeltabellen. Regelmacherwerk an der Rampe (ganz ohne Eisenbahnanschluss, dafür aber mit vielen Zierpflanzen und Kieselsteinchen, ganz Feng Shui)

35 topi 2. Dezember 2009 um 13:42

@ goodnight

Gold. Was soll das? Wo ist die Story von Gold, wo sind da Charts, wo die Kurven, wo die Zukunft, wo? Da ist nix, da sind einige Doomer in Foren und sonst? Wo ist die Kommunikation, wo ist SINN? Wieso solle ich in Gold investieren? Wird Gold natürlich knapp, hat Gold ne wichtige Rolle in der Zukunft, hat sich die Produktivität von Gold vervielfacht, gabs nen neuen CEO bei Gold? Nope, nada, da ist nix. Gold läuft einfach, weil es Gold ist

Ja.

Wie sagt der Blogobherr so schön: Analysen…Geldfunktionen… nicht berücksichtigt.

Und eine Geldfunktion, die Wertaufbewahrung, funktioniert eben für den, der sich keine Fabriken und Häuser und Eisenbahnlinien kaufen kann, am besten glänzend.

Natürlich nur, so lange die Erzählung stimmt; allerdings stimmt sie seit jahrtausenden, was haben die Papiergelder dagegen anzubieten?

Anti-Gresham (ohne fixen WK) ist wahrlich keine Neuentdeckung.

36 hacedeca 2. Dezember 2009 um 13:44

Der Wert von Gold beruht darauf, dass demokratische Politiker nicht – wie adlige Herrscher – bei den von ihnen angerichteten wirtschaftlichen Verwerfungen namens Massenarbeitslosigkeit, Superinflation, Ruinierung der Renten, name it, den Kopf verlieren, sondern für ein paar Jahre in die Opposition wechseln.

Die Revolution findet also (demnächst) nur in den Portemonnaies der Bürger statt – als Devaluation.

Würde die Demokratie funktionieren, würde man Politiker mal verantwortlich machen, bräuchte man tatsächlich kein Geld.

37 hacedeca 2. Dezember 2009 um 13:44

Äh, Gold natürlich! Man bräuchte kein Gold!

38 topi 2. Dezember 2009 um 13:45

@ niemand
“Der Tagesspiegel von 2005 zur Rolle H.Köhlers bei der Schacherei..”

aber der wird doch jetzt nicht den Detlev Karsten…

39 keiner 2. Dezember 2009 um 13:48

Wikipedia zu AH:

“Ein dadurch abgesprengtes Teil der Türverkleidung trat in den Oberschenkel von Herrhausen ein und verletzte die Schlagader. Seine in dem unbeschädigten Begleitfahrzeug folgenden Personenschützer ergriffen keine Maßnahmen zur Ersten Hilfe. Herrhausen blieb bewusstlos in dem Autowrack liegen und starb innerhalb weniger Minuten an starkem Blutverlust. Es ist möglich, dass sofort eingeleitete Maßnahmen sein Leben hätten retten können….
Das Verhalten der Personenschützer blieb nicht ohne Kritik. Als Begründung für die unterbliebenen Hilfsmaßnahmen wurde später auf die Möglichkeit einer Attacke der Attentäter oder einer zweiten Bombe verwiesen. ….

Diesem Argument wurde allerdings entgegen gehalten, dass es ihre Aufgabe war, für den Schutz Herrhausens zu sorgen, und sie daher hätten eingreifen müssen.”

Unglaublich…

40 keiner 2. Dezember 2009 um 13:50

“Zu den Ungereimtheiten des Falles zählt auch, dass das normalerweise eingesetzte vorausfahrende zweite Begleitfahrzeug laut dem ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Richard Meier kurz vor dem Attentat abgezogen worden war.”

41 sage ich nich 2. Dezember 2009 um 16:41

Eigentlich habt ihr recht, ich lese oft diesen Blog da er der Einzige ist der wirklich Plan von Wirtschaft hat. Aber die Arabaer haben Geld. 80 mrd sind nichts für die.

Vor 50 Jahren waren die Jungs noch in der Wüste auf Kamelen am reiten, dann kam das Öl, und der Westen hatte Interesse, so in den letzten Jahren haben die Araber die Westliche Welt bestimmt. Nur der Westen interessiert sich nur für Geld, aber Arabern ist Geld egal, es ist nur Papier. Diese Leute haben andere Lebensansichten und das schreibt niemand. Alle schreiben nur was an den Börsen Passiert, aber niemand kennt sich mit dem Arabern an sich aus. Die lachen sich kaputt das die halbe Welt Zusammenbricht nur weil man mal sagt wir Zahlen später.

Für die Araber ist das alles nur ein Spiel. Wenn die Klug waren, dann haben sie Optionsscheine gekauft auf Fallende Kurse, und schwups hat man dabei noch ne menge Cash gemacht. Für die Araber ist die Westliche Welt wie Monopoly, einfach nur ein spiel.

42 Michael 2. Dezember 2009 um 17:39

@goodnight
Für weiter steigende Goldpreise spräche eine absehbar steigende Inflation bei zu niedrigen Leitzinsen. Heute schon. Tendenz steigend. Ungeachtet dessen sieht es so aus, als ob die Zahl derer, die gern mal einen Banker lynchen würde ziemlich zunimmt. Auch hier mehren sich die Indikatoren.
@holger
Heli Ben hat die Welt gerettet ? NOCH NICHT. Er macht gerade den Fehler seines Lebens, wenn er die Zinsen unten läßt. Das führt geradewegs in die galoppierende Inflation. Mit Nebenwirkung.
@sage ich nich
Dubai world wollte Zinsen auf Kredite i.H.v. 86 Mrd. $ GESTUNDET kriegen. War nicht. Also werden sie bei ihren europäischen Aktien Gewinne zuzüglich Wechselkursgewinne mitnehmen und die 3,5 Mrd $ auf den Tisch blättern. Aus die Maus.

43 get it 2. Dezember 2009 um 17:50

“Aus die Maus.”

Und das bedeutet was genau?

44 camel 2. Dezember 2009 um 18:02

#41

Beim Kamele treiben bekommt man schon sonderliche Gedanken.

45 undertaker 2. Dezember 2009 um 18:06

Osteuropa, Italien, Griechenland…?
Think big, Junge! Wir sollten zuerst über die USA und Japan reden:

http://www.zerohedge.com/article/guest-post-primer-central-bank-suicide

Das Szenario ist auch nicht völlig abwegig.

46 holger 2. Dezember 2009 um 18:06

@ Michael 42

–>Heli Ben hat die Welt gerettet ? NOCH NICHT. Er macht gerade den Fehler seines Lebens, wenn er die Zinsen unten läßt. Das führt geradewegs in die galoppierende Inflation. Mit Nebenwirkung.”

Mit der Infla, schreibe ich ja ständig oder habe es, auch beim Frank steht genug darüber, glaube vor einem Jahr war das.

Der heli Ben hat öffentlich kundgetan, dass er eine Infla braucht. Der wird alles gegen einen “starken” Dollar unternehmen. Was in seiner Macht steht. Der will doch gar keine Dollar haben. Die sollen andere nehmen. Und die Kinesen und Japanesen klatschen :D Applaus. ;-)

47 camel 2. Dezember 2009 um 18:09

@holger

Die Kinesen sind bedeutend klüger als das Gesocks aus US.
Du wirst es noch erleben.
Die haben eine Planwirtschaft, die sehr effektiv ist.

48 Hacki 2. Dezember 2009 um 18:34

Wird Zeit für die Einführung der aktivierenden Investitionsabgabe.
Damit diese auch angenommen wird sollte zunächst eine Verkaufssteuer auf Gold von 90% eingeführt werden.
Reine Angebotspolitik ala Sinn.

49 Michael 2. Dezember 2009 um 18:36

@camel
Die “Kinesen” haben vor allem auf Kredit volle Lager produziert und müßten den Trödel irgendwie zu Geld machen. Erinnert mich alles an die Zeit vor der Japan-Krise. Wir sind mit dem “starken” Euro zur Zeit die Angeschmierten.

Planwirtschaft, ja, deren Erfolge sind bestens bekannt. Graue Städte, Mangel an allem, vergiftete Umwelt, na prima. Keine Krankenversicherung, Todesstrafe, Millionen Wanderarbeiter, extremes Dumping, Wechselkursdumping. So unterschiedlich können Auffassungen sein.

50 holger 2. Dezember 2009 um 18:37

@ camel 47

und wenn ihr Plan abgeschlossen ist, schicken sie den Dollar nach Hause. Nicht umsonst, soll ja ein neuer diversifizierter Währungskorb eingeführt werden. Naja, aber erstmal haben wir noch den dicken unrasierten Sack vor uns, der komischer Weise immer nur einmal im Jahr was tut, und tausenden Studenten und ein Euronen Jobbern usw. Aushilfsjobs garantiert. Garantiert.

51 Michael 2. Dezember 2009 um 18:42

@Holger
Ja ich weiß auch nicht, wie Obama seinen Leuten erklären will, dass er keine Alternative zur Anhebung der aufsummierten Steuern um ca. 50 % mehr hat.

52 holger 2. Dezember 2009 um 18:43

@ Michael 49

Die Japanesen, sind doch noch “ärmer” dran, die müssen akkumulieren auf Deibel komm mal raus. Nicht umsonst, haben die eine 200% zu GDP Verschuldung. Und wenns 300 sind oder werden sollten, wo da ist da die Grenze?

53 holger 2. Dezember 2009 um 18:57

@ Michael 51

soweit ich weiß, gibt es in den USA keine Märchensteuer, wär doch mal was, 20% einzuführen :D aber das brauchen die ja garnicht um ihre Stormtroopers zu bezahlen. Und selbst die Police-Angestellten sind ja keine Beamten. So hab ich das vernommen.

Ei, im Land der unbegrenzten Waffen wirds noch abgehen.

54 topi 2. Dezember 2009 um 19:56

Allerdings eine sales tax, je nach Bundesstaat, county und Stadt verschieden.
In der Spitze glaub ich knapp 10%.

Wenn die wirklich dazu eine 10%ige Bundessteuer einführen wollten, wäre bestimmt was los im Land der Steuerfreunde. :D

55 suann 2. Dezember 2009 um 20:15

richtig amuesant zu lesen, das dubai -bashing.
vor allem wie in den mainstream-medien prognostiker, auguren und
dubaikenner sich austoben – ohne sich scheinbar wirklich für die harten fachts zu interessieren.
zunächst mal sei bemerkt, dass, wer die arabische mentalitaet nicht versteht, mit sicherheit kein recht hat, die derzeitige situation in den vae zu beurteilen. schon aus arabischer verbundenheit, vereint mit dem pragmatischen verfolgen ganz eigener interessen, koennt ihr davon ausgehen , dass ein staatsbankrott dubais durch die vae verhindert wird. eine nichte von scheich al-Maktoum ist mit einem engen verwandten des scheichs von abu dhabi verheiratet.
aber nun zu den fakten:
mit zur zeit 1, 7 mio. einwohnern hat dubai ungefaehr die groesse von berlin. berlin hat, nach meinen letzten informationen im juli 2009 60 milliarden schulden! wo bleibt da euer aufschrei. oder der der super wissenschaftler. die foedertion vae hat im verhaeltnis zum bip , weniger schulden als zum beispiel deutschland. die drei staatsfonds von dubai verfuegen zur zeit ueber ein vermoegen von rd. 50 milliarden ( alle zahlen fuer deutschland dargestellt). die letzten aktuellen zahlen ueber die von dubai gehaltenen vermoegenswerte weltweit differieren zwischen 300 und 500 milliarden ( je nach bewertung)

nachfolgend eine aufstellung ueber das vermoegen der regionalen staatsfonds ( die zahlen sind aus august 2009):

VAE/Abu Dhabi – ADIA Abu Dhabi Investment Authority – 627 o. 800 Mrd. USD
VAE/Abu Dhabi – MDC Mubadala Development Company – 15 Mrd. USD
VAE/Abu Dhabi – IPIC International Petroleum Investment Company – 14 Mrd. USD
VAE/Dubai – ICD Investment Corporation Dubai – 20 Mrd. USD
VAE/Dubai – DIFC Dubai International Financial Centre – 3 Mrd. USD
VAE/Dubai – IWC Istithmar World Capital – 27 Mrd. USD
Bahrain – MHC Mumtalakat Holding Company – 14 Mrd. USD
Kuwait -KIA Kuwait Investment Authority – 202 Mrd. USD
Qatar – QIA Qatar Investment Authority – 65 Mrd. USD
Saudi Arabien – SAMA Foreign Holdings – 431 o. 600 Mrd. USD
IN SUMME – 1.418 o. 1.760 Mrd. USD
solche schuldner wuerde ich gerne oefters in meinem job haben.
warum dubai jetzt aus dubai world aussteigt ist schlicht kaufmaennisches kalkuel. da sich an der holding weltweit einige der ganz grossen spieler im bankensystem beteiligt haben, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der ” schuss ” eine kleine revanche der vae gegen den sinkenden dollar, und damit gegen die usa gerichtet ist. im uebrigen verfuegen die vae ueber ausgezeichnete verbindungen nach china.
die “freude ” ueber die pleite von dubai duerfte, zumindest in den usa ziemlich kurz werden.
die in den mainstream medien kolportierte ” angst” , dass die Souvereign Wealth Funds / Staatsfonds nunmehr ihre weltweiten beteiligungen verkaufen wuerden, zeigt, wie naiv und teilweise schon dumm hier meinungsmache betrieben wird. denn warum sollte ich meine beteiligungen nicht vor bekanntgabe des moratoriums verkaufen? ihr unterschaetzt bei all euren erklaerungen die arabische mentalitaet. und leider nicht nur diese. die diversen meinungsaeusserungen zu china beweisen mir, dass es scheinbar in deutschland wirklich nur um die sensation geht, nicht aber um eine nuechterne betrachtung unter einbeziehung der jeweiligen mentalitaeten.
schade, dass auch dieser blog nur den eigenen tellerrand als die grenze des wirtschaftlichen universums sieht
meint eine sehr amuesierte suann

56 topi 2. Dezember 2009 um 20:30

Dann erhelle uns doch, liebe SuAnn.

Wie wäre es mit einem fundierten Gastbeitrag zu den Einflüssen der regionalen Mentalität auf wirtschaftspolitisches Handeln.

57 Frankie Bernankie 2. Dezember 2009 um 20:46

@suann #55

“aber nun zu den fakten:
mit zur zeit 1, 7 mio. einwohnern hat dubai ungefaehr die groesse von berlin. ”

Ja , genau, suann, zu den Fakten:
Berlin hat 3,4 Mio Einwohner. Dubai hat zwar 1,7 Mio Einwohner, davon aber 85% Arbeitsmigranten , die mehr oder weniger resident sind, bleiben 200.000 Dubaianer.

Über den Rest Deiner Fakten kann ich nichts sagen, aber der Beginn war schon mal scheisse.

58 holger 2. Dezember 2009 um 20:46
59 holger 2. Dezember 2009 um 20:50

@ Frankie 57

–>Berlin hat 3,4 Mio Einwohner.”

Suann meinte Currywurstbuden und Dönershoping, dann kommt das hin mit 1,7 Millionen :D

60 Pique 2. Dezember 2009 um 22:25

@all—- no susann

marketing-tussie is coming from luxus and is next to bankrupt and insolvency and this is like AIDS
feudal- teaser is looking for the next Pussy…. be aware friends

http://www.brasschecktv.com/page/740.html

61 Pique 2. Dezember 2009 um 22:44

Gold $1216 Silber $19,20…. who cares about the future…. only the one which are not invested, and thinking this is bubble. Good bye Dubai and all the fake invested guys and states… sorry for you, but not really ;-)

62 ergo sum 2. Dezember 2009 um 23:04

@ sage ich nich (41):
Vor 50 Jahren ritten sie in Dubai nicht auf Kamelen, sondern fuhren in Booten, denn es war ein Fischerdorf. Aber der Vater des jetzigen Sultans von Dubai tauchte damals n0ch nach Perlen.

@ Michael (49):
Stimmt genau! Die Chinesen anzubetteln, ihren Renminbi zu erhöhen, war das Dümmste, was die Europäer machen konnten. Nun wissen die Chinesen, dass sie mit ihrem niedrigen Kurs genau richtig liegen.

63 unwissender 2. Dezember 2009 um 23:32

Meine Herren,

kaum schreibt man mal kurz was zum Gold und setzt 2 links, da gehts schon wieder los! ;-)

Es ist ganz einfach ….. – Gold steigt nicht – ….. der grüne oder sonstwie farbverzierte kleine papiernene Schuldschein, welchen Ihr mit Euch rumtragt und die digitalen oder per Toner “erscheinenden” kleinen Ziffern auf Bildschirmen und Kontoauszügen, verlieren – nicht nur – in den letzten Jahren stetig an Kaufkraft und somit auch an Wert zum z.B. Gold!

Wirtschaftswoche Nr. 49-2009, Seite 117, rechte Spalte!

http://www.wiwo.de/finanzen/vorsorge-fuer-den-tag-x-415762/

p.s.

Es gibt da ein Schülerheft der Bundesbank für die Sekundarstufe II:

“Geld und Geldpolitik” – Ausgabe Mai 2008.

http://www.bundesbank.de/bildung/bildung_sekundarstufe2.php

Die überwiegende Mehrheit der hier – geistig – anwesenden, sollte der Herausforderung gewachsen sein. ;-)

64 unwissender 2. Dezember 2009 um 23:50
65 staph.aureus 2. Dezember 2009 um 23:53

Überholen, ohne einzuholen, Vers. 2.0
oder:
“Niemand hat die Absicht, eine Insolvenz zu erklären”
http://www.bundestag.de/presse/hib/2009_08/2009_238/03.html

Überschuldete Unternehmen müssen weiterhin nicht Insolvenz anmelden, wenn die Weiterführung des Unternehmens ”überwiegend wahrscheinlich“ ist. Der durch das Finanzmarktstabilisierungsgesetz dahingehend geänderte Überschuldungsbegriff soll bis zum 31. Dezember 2013 weiter gelten. Das sieht ein Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD (16/13927) vor.

66 Ölbaron 2. Dezember 2009 um 23:55

Gold ist Geil !

:-)

67 staph.aureus 3. Dezember 2009 um 00:37

Klare Ansage der deutschen Politik: “ALTERNATIVEN: KEINE”
“FINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN: KEINE” :-) :-) :-)

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/139/1613927.pdf
A. Problem und Ziel
Der Überschuldungsbegriff der Insolvenzordnung wurde als Reaktion auf die Finanzkrise durch das Finanzmarktstabilisierungsgesetz geändert. Die Änderung hat sich in der Praxis bewährt. Die Befristung und das damit verbundene Inkrafttreten des ursprünglichen Überschuldungsbegriffs der Insolvenzordnung entfalten allerdings Vorwirkungen, die die positiven Wirkungen der Änderung überlagern.

B. Lösung
Die im Finanzmarktstabilisierungsgesetz vorgesehene Befristung des geänderten Überschuldungsbegriffs wird verlängert.

C. Alternativen
Keine

D. Finanzielle Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte
1. Haushaltsausgaben ohne Vollzugsaufwand
Keine
2. Vollzugsaufwand
Durch die Regelung ist kein zusätzlicher Aufwand im Sach- und Personalhaushalt der Amtsgerichte zu erwarten.

E. Sonstige Kosten
Der Gesetzentwurf führt nicht zu zusätzlichen Kosten für die Wirtschaft einschließlich der mittelständischen Unternehmen.Wegen der Vereinfachungen bei der Prüfung der Jahresabschlüsse sind vielmehr Entlastungen der Wirtschaft zu
erwarten. Auswirkungen auf die Einzelpreise, das allgemeine Preisniveau und das Verbraucherpreisniveau sind nicht zu erwarten.

Unbeabsichtigte Nebenwirkungen im Sinne von § 44 Absatz 1 der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) sind nicht bekannt.

EWIGES LEBEN FÜR FINANZ-ZOMBIES ! GELOBT SEI DER HERR

68 aifran 3. Dezember 2009 um 00:46

Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah GELOBT SEI DER HERR – er hat uns die Macht über die “Regeln” gegeben …. DANKE DANKE DANKE (Regelmacher zu sein macht Glücklich, sehr Glücklich)

69 Ahnungsloser 3. Dezember 2009 um 13:29

@staph

Na, dann wird’s nicht lange dauern bis wir ne neue offizielle Economist-Einstufung bekommen: Vom “crony capitalism” zum “cosy capitalism”!

Insolvenzverschleppung, sei’s drum, ist doch jeder ein bisschen Insolvent… oder?

Ausserdem: Bei den Ursachen müsste Angie M. sich ja an die eingene Nase fassen – also bleibt nur Symptompfuscherei. TINA!

70 ignatius 3. Dezember 2009 um 14:23

@Werner, #13

Investitionen sind immer gut, da dass durch diese I. zusätzlich geschaffene Angebot auch ihre Nachfrage findet.

Das ist zwar der Glaubensatz der supply-side economics (aka “Neoliberalismus”), aber warum sollte das so sein? Alles Geld das nicht zu Konsumzwecken ausgegeben wird – ceteris paribus – die Nachfrage erstmal reduzieren und nicht erhöhen. (Unternehmerische) Realinvestition ohne gleichzeitige Erhöhung der Kosumkaufkraft schaffen nur Überkapazitäten, die man dann entweder nur sehr billig oder gar nicht verkaufen kann. (“Investitionen” mit Konsumcharakter wie. die 2000 neuen Spielplätze des “new deal” sind natürlich eine andere Geschichte.)

Die Vorstände der A. kaufen selber Gold.

Ist aber solange die Sparwut bzw. der Konsumverzicht anhält nur unwesentlich dümmer als in neue Unternehmen zu investieren. Das beste, was die mit ihrem Geld machen könnten, wäre es auszugeben (Porsche, Yacht, Buttler, Mätresse, etc). Sich mit Geld nette Sachen zu kaufen die Freude machen ist nur irgendwie aus der Mode gekommen (auch wenn das irgendwann einmal der Sinn der Veranstaltung war).

71 staph.aureus 3. Dezember 2009 um 15:18

“Gold ist Geil ”

Silber auch ? Wieder ne Silberkanne zu Weihnachten ?
Hatten wir doch letztes Jahr schon.
Mit Geld nett Sachen kaufen ? In einer alternden Gesellschaft ?
Ist doch jeder ein bisschen insolvent, ähhm, impotent ?

Da bietet sich als Konsumobjekt doch Viagra. Und der Bundestag möge beschliessen ein Schwanzwachstumsstärkungsgesetz.
Und für die Mädels ne Abwrackprämie für den Alten ;-)

YES, WE CAN. Fragt sich nur, wie oft, und wie lange.

72 unwissender 3. Dezember 2009 um 15:22

@Eflation

Mal was fachliches.
Du arbeitest als Fondsmanager? Welcher Investmentstil, Richtung, Schwerpunkt, usw.?

Hanseatischer Absolut Return! ;-)

http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=15619273&PERIOD=5#chart

Es muß ja nicht immer Carmignac, Pesarini usw. sein!

73 Bobo 3. Dezember 2009 um 15:40

Leider hast du recht, es werden andere “Dubai’s” folgen. Doch an diesem Punkt sollte man sich doch nach dem Grund fragen.
Für mich war es nicht richtig, dass der Staat den Banken Geld gab damit sie ihre eigenen Fehler korrigieren konnten – was sie nicht mal getan haben!
Hier liegt immer noch das Problem. Der Staat sollte Banken die Lizenz entziehen, wenn sie nicht ihre Aufgabe erfüllen. Die lautet, dass sie der Realwirtschaft Kredite zur Verfügung stellen sollten zum Wohle einer Mehrheit und ohne Blasenbildung!
Doch das Problem liegt wohl auch bei der Bevölkerung wie das schöne Beispiel Schweiz kürzlich zeigte. Minaretten nein – aber Waffenexporte ja bitte! Kranke Bevölkerung in einer kranken Umgebung !
Betreffend Gold! Leider wurde den Leuten noch gesagt, dass sie ihr Gold jetzt zu einem guten Preis verkaufen sollen! Zwar kann die ZB aus Papier Noten herstellen, doch daraus Gold, dass hat sie noch nie geschafft…Eine Lösung ist Gold jedoch nicht!

74 froZ 3. Dezember 2009 um 15:48

@ unwissender #63

Na schön, nicht Gold steigt, sondern institutionelles Geld fällt. Ist ja auch klar, wenn etwas steigt, muß etwas anderes relativ dazu fallen. Im ablaufenden Jahr sind fast alle Assetpreise gestiegen, weshalb man annehmen kann, daß die eigentliche Bewegung eine Entwertung der Fiat-Money-Währungen ist. Da wir diesen Währungen im Alltag stark verhaftet sind, mögen wir deren Bewegung als eine Bewegung von etwas anderem wahrnehmen, ähnlich wie wir die Bewegung der Erde um die Sonne wegen unseres Standpunktes als eine Bewegung der Sonne wahrnehmen.

Soweit, so gut. Es mag also sinnvoll sein, von Geldscheinen und elektronischen Zahlenkolonnen in etwas anderes umzuschichten. Je nach Gusto kann das Gold sein, Palladium, Aktien von unkaputtbaren Konzernen etwa aus dem Rohstoff- und Energiebereich, oder aber – warum nicht? – seltene Briefmarken.

Nun ist aber auffällig, daß nichts von alledem so aggressiv und überspannt beworben wird wie Gold. Mir ist bisher im Netz noch keine Seite begegnet, in der mir wegen bevorstehender Hyperinflation der Kauf von seltenen Industriemetallen, E.on-Aktien oder der Sachsen-Dreier-Marke aufgenötigt werden sollte. Hingegen gibt es ein großes Getöse um’s glänzende Metall, und da entsteht doch der Eindruck, daß diese Anlageklasse in besonderer Weise vom Nicht-Abreißen eines Kommunikationsflusses um sie herum abhängig ist.

Nun, jeder muß nach seiner Facon selig werden. Für mein Teil meide ich auch auf Marktplätzen diejenigen Stände, von denen mir schon aus größerer Entfernung lautes Gebrüll des Verkäufers entgegenschallt.

Keine Anlageklasse ist per se ein “sicherer Hafen”, wie es oben im Artikel formuliert wird. Die Anleger können in der Masse immer in andere Anlageklassen umschichten, und das Gold hat im Gegensatz zu Stromkapazitäten oder Industriemetallen noch nicht mal einen richtigen Gebrauchswert. Man mag ja gute Gründe haben, wenn man annimmt, die Gold-Hausse könne noch eine Weile anhalten, und wenn man entsprechend investiert. Etwas anderes ist es aber anzunehmen, Gold sei sozusagen eine gottgegebene Ersatzwährung, die unter allen Umständen einen “sicheren Hafen” biete. Alles was das Gold ausmacht, ist Herdentrieb und Kommunikation, also eine gesellschaftliche Konvention, die letzten Endes jederzeit aufgekündigt werden könnte.

Übrigens ist meines Wissens in Kriegs- und Krisenzeiten der freie Goldhandel von den Regierungen zumeist außer Kraft gesetzt worden. Mir scheint, wenn man in Erwartung einer großen Katastrophe auf’s Gold setzt, dann wird einem womöglich das gleiche widerfahren wie jenem Spekulanten an der Pariser Börse, von dem Kostolanyi erzählt. Der hatte sich 1939/1940 mit angesichts des bevorstehenden Krieges stark gefallenen französischen Aktien eingedeckt und argumentierte so: Die Nazis werden den Krieg schnell gewinnen, danach wird wieder Stabilität einkehren, und die Aktien werden wieder steigen. Bezüglich des Kriegsverlaufes im Westen behielt er völlig recht, dummerweise haben die Nazis die Pariser Börse dann aber geschlossen, und seine Aktien wurden illiquide.

P.S. – Zum WiWo-Artikel: Die russische Zentralbank hat das Gold m.W. nicht auf dem freien Markt gekauft, sondern von dem dem Finanzministerium unterstehenden Vermögensdepot Gokhran, das neben anderen Assets auch Überschüsse der eigenen (russischen) Goldproduktion verwaltet.

75 Nixda 3. Dezember 2009 um 15:59

Alles Quatsch. Die Banker verballern doch nur anderer Leute Geld, zum Beispiel die Altersersparnis der Deutschen, die ja nicht mehr per Umlageverfahren sondern per Sparen funktionieren soll.

Und was sagen die Schuldner? Wie war das mir Kasachstan vor 3 Monaten?

“Kasachstans Zentralbankchef Grigori Matschenko soll laut einem beteiligten Banker sogar gedroht haben, diese “leer ausgehen zu lassen, wie Russland 1998. Ihr kommt bald darauf ja doch wieder.” 1998 hatte Russland seine Schulden nicht mehr bedient und westliche Institute und Anleger hatten Milliardenverluste zu verbuchen. Ein deutscher Bankmanager nannte das Vorgehen der Kasachen “ziemlich unverschämt”, vor allem da der Petrostaat über 23 Mrd. Dollar Reserven allein in seinem nationalen Ölfonds habe.

http://de.biz.yahoo.com/18092009/299/milliarden-grab-kasachstan.html

76 unwissender 3. Dezember 2009 um 16:20

@froZ

Überwiegende Zustimmung!

Einige Punkte noch:

Gold wird als Versicherung “wahr”genommen, der Preis ist die Prämie, welche sogar zurückerstattet wird, vielleicht mehr, vielleicht weniger – mal sehn.

Kostolani hat einen guten Unterhaltungswert, so als Gutenachtgeschichte für Anleger.

77 staph.aureus 3. Dezember 2009 um 17:43

@froz

erster Leserkommentar zum Handelsblatt-Artikel:
als “beste Inflationswährung haben sich stets Sucht- und Genussmittel wie Zigaretten, Kaffee” erwiesen

Hey, da liege ich mit dem kleinen blauen Gold doch gar nicht schlecht ! Aber: Deflation kommt, Ratiopharm & Co. ab 2013

Jeden Tag Dosenravioli ? Wenn die böse Inflation kommt, sind generell Hamsterkäufe zu empfehlen.
http://www.youtube.com/watch?v=4ld2e7GQgy4 :-)

78 froZ 3. Dezember 2009 um 18:00
79 Ölbaron 3. Dezember 2009 um 20:14

@ staph.aureus

“Silber auch ? Wieder ne Silberkanne zu Weihnachten ?”

Bei mir daheim gibts zu Weihnachten nur Barren – für die Mädels auch.

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