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	<title>Kommentare zu: Erinnerungen an Schon-Morgen-Pleiteland</title>
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	<description>Wirtschaft, Politik und alles andere auch</description>
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		<title>Von: MAIN-Blog.de</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2009/11/27/erinnerungen-an-schon-morgen-pleiteland/#comment-47091</link>
		<dc:creator>MAIN-Blog.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 13:26:57 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Wir brauchen neue Urlaubsparadise und wenn Euro/Dollar nächstes Jahr auf 1,58 geht, sieht es zumindest nächstes Jahr für uns in der Gegend ziemlich erfreulich aus&quot;

Hehe, sehe ich genau so wie Michael. Und stellt euch doch mal vor, wie schön die Welt dort aussieht, wenn Euro/Dollar mal bei 2,00 stehen. Dann kaufen wir Dubai, juchuuu</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wir brauchen neue Urlaubsparadise und wenn Euro/Dollar nächstes Jahr auf 1,58 geht, sieht es zumindest nächstes Jahr für uns in der Gegend ziemlich erfreulich aus&#8221;</p>
<p>Hehe, sehe ich genau so wie Michael. Und stellt euch doch mal vor, wie schön die Welt dort aussieht, wenn Euro/Dollar mal bei 2,00 stehen. Dann kaufen wir Dubai, juchuuu</p>
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		<title>Von: Goldkind</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2009/11/27/erinnerungen-an-schon-morgen-pleiteland/#comment-47034</link>
		<dc:creator>Goldkind</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 09:52:33 +0000</pubDate>
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		<description>@ HAM Das hört sich sehr gut an und es spricht vielen kleinen Leuten aus dem Herzen, was Sie schreiben. Leider hat die ganze Sache die verschiedensten Haken. Einen davon haben Sie sogar selber angesprochen. Nämlich dass die Mehrheitsentscheidung eben manchmal nicht auf den richtigen Weg führt. So ist es ja jetzt schon! Auch kann man die verschiedensten Leute nicht zu ihrem Glück zwingen, weil jeder seine eigene Vorstellung hat, die wiederum immer auf den Standpunkt ankommt. 

Grüße</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ HAM Das hört sich sehr gut an und es spricht vielen kleinen Leuten aus dem Herzen, was Sie schreiben. Leider hat die ganze Sache die verschiedensten Haken. Einen davon haben Sie sogar selber angesprochen. Nämlich dass die Mehrheitsentscheidung eben manchmal nicht auf den richtigen Weg führt. So ist es ja jetzt schon! Auch kann man die verschiedensten Leute nicht zu ihrem Glück zwingen, weil jeder seine eigene Vorstellung hat, die wiederum immer auf den Standpunkt ankommt. </p>
<p>Grüße</p>
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		<title>Von: HAM</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2009/11/27/erinnerungen-an-schon-morgen-pleiteland/#comment-46737</link>
		<dc:creator>HAM</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 11:27:08 +0000</pubDate>
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		<description>@hacedeca #147

Du sprichst damit ein zentrales Problem an, nämlich die Frage, wie man in einer komplexen Gesellschaft zu sachgerechten bzw. intelligenten Entscheidungen kommen kann.

Die Schweizer Entscheidung für das Minarett-Verbot war dies sicherlich nicht. Sondern hier manifestierte sich „plebiszitäre Diktatur“ in Form einer zentralistischen Mehrheitsentscheidung, die nicht weise war und nur zu Dauerkonflikten führen kann.

Nun kann man sicherlich diskutieren, ob der Grund für diesen Wahlausgang in der Schweiz in einem „Versagen der Elite“ liegt, die nicht genügend über die negativen Konsequenzen einer derartigen Entscheidung aufklärte, oder ob eine geschickte Strategie reaktionärer Kräfte dahinter steckt, welche die SVP instrumentalisieren, um nach dem Prinzip von „divide et impera“ Konflikte zu schüren.

Grundsätzlich ist es natürlich ein Unsinn, zu glauben, man könne alle Probleme über Mehrheitsentscheidungen lösen. Sondern meist ist das Gegenteil der Fall. Denn die meisten Entscheidungen erfordern fachliche Kompetenzen. Insofern sind Fachautoritäten unverzichtbar.

Alle Vorstellungen von „egalitärer Demokratie“ (z.B. „Basisdemokratie“) müssen an der Aufgabe, zu sachgerechten bzw. intelligenten Lösungen zu kommen, scheitern, eben weil diese Lösungen Sachkompetenz und Intelligenz voraussetzen.

Komplexe Gesellschaften benötigen Elitenbildung und Entscheidungen durch Sachautoritäten.
Auf der anderen Seite gilt es zu verhindern, das es zu einer Form von mafiöser Elitenherrschaft kommt, welche sich gegen die Interessen der Allgemeinheit bzw. des Gemeinwesens richtet.

Eine Gesellschaft, die vom Grundkonzept antagonistisch („sozialdarwinistisch“) konzipiert ist, kann dieses Problem nicht lösen.
Insofern muss das liberalistische Gesellschaftsmodell scheitern.

Genauso wie das marxistisch-leninistische Modell einer Herrschaft durch eine Parteielite, welche zwangsläufig zu einer Diktatur einer Parteibürokratie führt, welche zwar vorgibt, im Interesse des Gemeinwesens zu handeln, in Wahrheit aber nur eine Schein-Demokratie praktiziert und die Allgemeinheit von effektiver politischer Willensbildung ausschließt.

Wobei anzumerken ist, dass eine „sozialistische Demokratie“ niemals unter den Bedingungen einer Mangelökonomie funktionieren kann. Und über den Zustand einer Mangelökonomie ist der Ostblock niemals hinausgekommen. Insofern ist er an seinen eigenen Widersprüchen gescheitert, nämlich eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen in einer unterentwickelten Ökonomie, die noch gar nicht „reif“ für den Sozialismus war.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@hacedeca #147</p>
<p>Du sprichst damit ein zentrales Problem an, nämlich die Frage, wie man in einer komplexen Gesellschaft zu sachgerechten bzw. intelligenten Entscheidungen kommen kann.</p>
<p>Die Schweizer Entscheidung für das Minarett-Verbot war dies sicherlich nicht. Sondern hier manifestierte sich „plebiszitäre Diktatur“ in Form einer zentralistischen Mehrheitsentscheidung, die nicht weise war und nur zu Dauerkonflikten führen kann.</p>
<p>Nun kann man sicherlich diskutieren, ob der Grund für diesen Wahlausgang in der Schweiz in einem „Versagen der Elite“ liegt, die nicht genügend über die negativen Konsequenzen einer derartigen Entscheidung aufklärte, oder ob eine geschickte Strategie reaktionärer Kräfte dahinter steckt, welche die SVP instrumentalisieren, um nach dem Prinzip von „divide et impera“ Konflikte zu schüren.</p>
<p>Grundsätzlich ist es natürlich ein Unsinn, zu glauben, man könne alle Probleme über Mehrheitsentscheidungen lösen. Sondern meist ist das Gegenteil der Fall. Denn die meisten Entscheidungen erfordern fachliche Kompetenzen. Insofern sind Fachautoritäten unverzichtbar.</p>
<p>Alle Vorstellungen von „egalitärer Demokratie“ (z.B. „Basisdemokratie“) müssen an der Aufgabe, zu sachgerechten bzw. intelligenten Lösungen zu kommen, scheitern, eben weil diese Lösungen Sachkompetenz und Intelligenz voraussetzen.</p>
<p>Komplexe Gesellschaften benötigen Elitenbildung und Entscheidungen durch Sachautoritäten.<br />
Auf der anderen Seite gilt es zu verhindern, das es zu einer Form von mafiöser Elitenherrschaft kommt, welche sich gegen die Interessen der Allgemeinheit bzw. des Gemeinwesens richtet.</p>
<p>Eine Gesellschaft, die vom Grundkonzept antagonistisch („sozialdarwinistisch“) konzipiert ist, kann dieses Problem nicht lösen.<br />
Insofern muss das liberalistische Gesellschaftsmodell scheitern.</p>
<p>Genauso wie das marxistisch-leninistische Modell einer Herrschaft durch eine Parteielite, welche zwangsläufig zu einer Diktatur einer Parteibürokratie führt, welche zwar vorgibt, im Interesse des Gemeinwesens zu handeln, in Wahrheit aber nur eine Schein-Demokratie praktiziert und die Allgemeinheit von effektiver politischer Willensbildung ausschließt.</p>
<p>Wobei anzumerken ist, dass eine „sozialistische Demokratie“ niemals unter den Bedingungen einer Mangelökonomie funktionieren kann. Und über den Zustand einer Mangelökonomie ist der Ostblock niemals hinausgekommen. Insofern ist er an seinen eigenen Widersprüchen gescheitert, nämlich eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen in einer unterentwickelten Ökonomie, die noch gar nicht „reif“ für den Sozialismus war.</p>
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	<item>
		<title>Von: hacedeca</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2009/11/27/erinnerungen-an-schon-morgen-pleiteland/#comment-46724</link>
		<dc:creator>hacedeca</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 09:36:40 +0000</pubDate>
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		<description>@Ham

&quot;[Direkte Demokratie] Nein, über die Inhalte entscheiden die Bürger (das Volk bzw. ein Rat); und damit entscheiden sie, ob und wie verteilt wird.&quot;

Und wie stellst Du Dir den dazugehörigen Diskurs vor? Bei politischen Diskussionen geht es immer um in die Zukunft, die prinzipiell unbekannte Zukunft, verweisende Handlungen. Eine Aussage über die Wirksamkeit vorgeschlagener Politischer Handlungen ist also ebenso sicher, wie eine Prognose der Börsenkurse, oder die des langfristigen Wetters.

Man muss also eher an Gefühle und Befindlichkeiten appellieren und vor allem Versprechungen machen. Und so beginnt es, das Wettlaufen um die größten Wahlgeschenke, der Steigerungslauf der Wohlfahrtsversprechen. Das ist auch in einer direkten Demokratie nicht anders, Dein Beispiel &quot;Minarette&quot; zeigt dies ja: Man fürchtet hier, oder eben nicht, um die *Zukunft* der Schweiz. Nur geht es hier um eine prognostizierte Verschlechterung der Wohlfahrt - bei den einen ob der Islamisierung, bei den anderen ob der Rache der internationalen Moslems, die z.B. keinen Urlaub mehr in der Schweiz machen und dort kein Geld mehr lassen sollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ham</p>
<p>&#8220;[Direkte Demokratie] Nein, über die Inhalte entscheiden die Bürger (das Volk bzw. ein Rat); und damit entscheiden sie, ob und wie verteilt wird.&#8221;</p>
<p>Und wie stellst Du Dir den dazugehörigen Diskurs vor? Bei politischen Diskussionen geht es immer um in die Zukunft, die prinzipiell unbekannte Zukunft, verweisende Handlungen. Eine Aussage über die Wirksamkeit vorgeschlagener Politischer Handlungen ist also ebenso sicher, wie eine Prognose der Börsenkurse, oder die des langfristigen Wetters.</p>
<p>Man muss also eher an Gefühle und Befindlichkeiten appellieren und vor allem Versprechungen machen. Und so beginnt es, das Wettlaufen um die größten Wahlgeschenke, der Steigerungslauf der Wohlfahrtsversprechen. Das ist auch in einer direkten Demokratie nicht anders, Dein Beispiel &#8220;Minarette&#8221; zeigt dies ja: Man fürchtet hier, oder eben nicht, um die *Zukunft* der Schweiz. Nur geht es hier um eine prognostizierte Verschlechterung der Wohlfahrt &#8211; bei den einen ob der Islamisierung, bei den anderen ob der Rache der internationalen Moslems, die z.B. keinen Urlaub mehr in der Schweiz machen und dort kein Geld mehr lassen sollen.</p>
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		<title>Von: topi</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2009/11/27/erinnerungen-an-schon-morgen-pleiteland/#comment-46709</link>
		<dc:creator>topi</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 00:31:41 +0000</pubDate>
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		<description>@ hacedeca  137
&lt;i&gt;Und hier kommt er dann, der Killer: Staaten, auch Staaten mit Gemeinschaftseigentum, leben von Steuern! Die Mittel für die armen Kinderarbeiter sind Steuern – die Lohnsteuern der Automobilarbeiter, die Umsatzsteuern für die verkauften Autos, name it.

Nur fallen die weniger an, wenn weniger Autos produziert werden – schlechte Nachrichten für die armen, arbeitenden Kinder!&lt;/i&gt;

Das ist allerdings zu sehr im jetzigen System gedacht.
Man kann ja komplett auf der Relgüterebene argumentieren; und da löst sich das Problem auf.

Aber dazu morgen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ hacedeca  137<br />
<i>Und hier kommt er dann, der Killer: Staaten, auch Staaten mit Gemeinschaftseigentum, leben von Steuern! Die Mittel für die armen Kinderarbeiter sind Steuern – die Lohnsteuern der Automobilarbeiter, die Umsatzsteuern für die verkauften Autos, name it.</p>
<p>Nur fallen die weniger an, wenn weniger Autos produziert werden – schlechte Nachrichten für die armen, arbeitenden Kinder!</i></p>
<p>Das ist allerdings zu sehr im jetzigen System gedacht.<br />
Man kann ja komplett auf der Relgüterebene argumentieren; und da löst sich das Problem auf.</p>
<p>Aber dazu morgen.</p>
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