Röpke war gut

by weissgarnix on 22. November 2009

Ich schreibe und schreibe und schreibe, und stehe in meinem Buch jetzt ungefähr auf Seite 200. Und das wirklich Witzige ist: Obwohl ich eigentlich auf Minsky, Keynes und Schumpeter fokussieren wollte, stelle ich gerade fest, dass ich Röpke mindestens genauso häufig zitiere. Ich glaube sogar, an wortwörtlichen Zitaten liegt er noch vor dem alten John Maynard. Aber was soll man sagen: Zu Sinn und Unsinn der “Sozialen Marktwirtschaft” sowie zu Teilaspekten der Weltwirtschaftskrise gibt es kaum einen anderen Autor, der ähnlich geschliffen formuliert wie Röpke.

Ein Zitat, das ich gerade eben verwendet habe, könnte man dabei als seine ganz eigene Version von Schillers legendärem “Wir können die Pferde zur Tränke führen, aber saufen müssen sie selber” bezeichnen:

„Es taucht ein ganz neues Problem auf, nicht das Problem: Wie machen wir das Banksystem eines Landes zur Kreditgabe bereit?, sondern das Problem: Wie machen wir die Unternehmer eines Landes bereit, Kredite zu nehmen? Zu jedem Kredit gehören zwei Parteien. Das Seltsame ist, dass in solchen Zeiten äußerster Zuspitzung der Vertrauenskrisis die Frage auftaucht, ob man für produktive Kreditverwendung noch unternehmungslustige Unternehmern findet. Und man findet sie nicht.“

Wenn man sich einmal vergegenwärtigt, wie heute wieder  die wirtschaftspolitische Diskussion alleine um die Frage kreist, ob die Banken eine “Kreditklemme” verursacht haben, ohne näher zu betrachten, wieweit die Unternehmen überhaupt verschuldungswillig bzw -fähig sind, dann kommt man einmal mehr zum Urteil, dass die Ökonomen der Zwischenkriegszeit ihren heutigen Kollegen um kaum was nachstanden bzw streckenweise sogar die Nase vorn hatten.

Die Kapitelüberschrift, unter der das Ganze stattfindet, lautet übrigens: “Das Dope der Ökonomie” – nur für den Fall, dass sich einige fragen, in welchem Stil das Traktat wohl abgefasst sein wird.

Ich bin halt ein Kind des Boulevards – ich kann’s nicht abstreiten.

{ 34 comments… read them below or add one }

1 Sven 22. November 2009 um 18:55

In einer November2008-Ausgabe der FTD waren allerdings Aussagen der Vorstandschefs von MAN und BASF zu lesen, daß sie Probleme bei der Kreditbeschafffung hätten und BASF im Ergebnis eine der Hausbanken gewechselt hätte.
Das wäre jetzt aber nur ein Gegenbeispiel und kein Bestreiten der Tatsache, daß in unübersichtlichen Zeiten manch Unternehmer sich erst einmal bedeckt hält.

2 Stefan L. Eichner 22. November 2009 um 18:55

Dass einige Ökonomen damals schon weiter waren als viele heute, das ist wohl wahr, wird aber leider zu selten hervorgehoben. Wer alte Schinken liest und sie zitiert, der wird ausgelacht.

Die Kreditproblematik muss man vielleicht noch etwas differenzierter sehen. Banken fokussieren Großunternehmen. Basel II legt dies auch nahe oder umgekehrt, Basel II behindert Innovationen stark. Es ist vielleicht schlicht falsch davon auszugehen, Innovationen und damit verbundene Investititionsschübe müssten von Großunternehmen ausgehen. So gesehen sind gegenwärtig aber die Voraussetzungen dafür ausgesprochen ungünstig. (siehe z. B. http://www.handelsblatt.com/umfrage-mittelstand-misstraut-den-banken;2487656 ) Zudem muss man fragen, inwieweit die Banken die Bewertung von unternehmerischen Risiken noch wirklich beherrschen (http://www.handelsblatt.com/kredite-fehlendes-wissen-bremst-finanzierung;2462687 ). Ich glaube, da liegt auf jeden Fall auch ein Hase im Pfeffer begraben.

Grüße

3 apo 22. November 2009 um 19:06

Ein exclusiver Vorabdruck des Buches in der BILD bleibt uns also auch nicht erspart…

Aber als Extrakt deines Beitrages :
Die Unternehmen sind schuld!

Nicht die armen, systemtragenden Banken…

Das ist Dogmatismus in voller Blüte. Weiter so!

4 ConstisundHenrysPapa 22. November 2009 um 19:09

Netter Artikel,
…die schillersche Vraiante mit den “Pferden…” lässt sich durch ein
noch-schärfer- ins-Gericht-gehen seitens Goethe steigern:

“Daß Glück ihm günstig sei, was hilft’s dem Stöffel? Denn regnet’s Brei, fehlt ihm der Löffel.”

Es stellt sich jedoch in der Tat immer mehr die Frage wer ist heute der Stöffel und was ist der Löffel?!

Gruß

ConstisundHenrysPapa

5 aifran 22. November 2009 um 19:17

Das Goldeselchen/Goldpferdchen oder die Kunst Wasser zu Wein … äääh Gold machen

… warum müssen die Pferdchen und Eselchen mehr saufen als ihnen guttut?

http://www.youtube.com/watch?v=n4AkgyadCAw&feature=player_embedded

6 weissgarnix 22. November 2009 um 19:28

@Sven

Ganz klar: Beides trifft zu. Dass auch die Banken mitunter den Sack zu machen – um nichts anderes ging es in den jüngsten Beiträgen zu Minsky und Schumpeter.

7 weissgarnix 22. November 2009 um 19:31

@apo

Das mit dem Vorabdruck ist Sache meines Verlags. Und was die Banken betrifft, an dich das Gleiche wie eben an Sven: Natürlich stimmt die These von der restriktiven Kreditvergabe in Einzelfällen genauso. Aber eben nicht nur.

8 DrHo 22. November 2009 um 20:35

Die Argumentation ist zu einseitig bzw. zu wenig reflektiert. Sog. Risikobranchen bekommen z.Z. gar keinen Kredit (wohl aber die Risikobranche Bank) und das unabhängig davon, welche Kennziffern vorgelegt werden. Die Gründe sind bekannt. Wenn Sie Kontakte in der Gastronomie, Zulieferindustrie (Egal welcher couleur) , Softwareindustrie etc. haben, wissen Sie, was ich meine

Je länger der Kreditnehmer am Markt aktiv ist (existiert) und je größer er ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit der Krediterhaltung oder Gewährung. Der Erwartungswert des Kreditausfalls sinkt mit der Dauer der Marktpräsenz. Hinzu kommen Machtmechanismen (ein Blick zu Naish lohnt).

Ich lese (las) hier oft gerne, vermute aber, dass die in der letzten Vergangenheit oft verkürzten, unausgegorenen, pointierten Darstellungen zunehmend als Altar der Anbiederung an die Öffentlichkeit genutzt werden?

Der Blog war gut, aber so kurz und so einseitig das, was oben zu lesen war, abzuhandeln ist peinlich. Dann sollte man lieber die Klappe halten. Unausgegorenes gibt es zuhauf.

Besinnen Sie sich bitte wieder auf das, was den Blog mal ausmachte und wessen ich jenen mal empfahl.

9 Dietmar Tischer 22. November 2009 um 20:36

@ wsgn

Ist doch klar:

Wenn sich Unternehmen und Konsumenten entschulden MÜSSEN, nehmen sie doch keine NEUEN Kredite auf.

Röpke war gut, weil er geschrieben hat: ein neues Problem, aber nicht DAS Problem.

10 13 22. November 2009 um 20:42

“Das Dope der Ökonomie” ist schlechter Stil. Da kannst Du auch gleich “Das Rauschgift der Economy” schreiben. Boring geschliffen formuliert. Wir Kinder vom Bahnhof Entreprise. Überleg….ach sink about it!

11 Rüdiger Kalupner 22. November 2009 um 20:49

Wann begreifen die Fachleute in Sachen Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, dass auf diesem Gebiet nur jene Wissenschaftler-Texte in Wissenschaftlerkreisen und medial und politisch verwertet und diskutiert werden, die den Wachstums- und Machtinteressen des Clan-/Rumpelstilzchen-Systems in den Kram passen. Dieses Rumpelstilzchen-System besteht aus den Spitzen von Kapital (= Hightech-Kapitalstock-, Energie-, Chemie- und Banken-/Versicherungs-Unternehmen) u n d Gewerkschaftsorganisationen, unter Führung des IGMetall-Vorstand. Dieses Rumpelstilzchen hat ein steuerungssystemisches Geheimwissen, das nur der Verfasser öffentlich macht – und nur Angela Merkel bedient sich dieses Enthüllungswissens zur Vorbereitung der Umsteuerung aus der Rumpelstilzchen-Tyrannei der Kapitalstockmaximierer und der Crash-folgt-Crash-Ordnung. Ihre Aussage, dass wir Steuerungsstrukturen schaffen müssen, die eine Wiederholung der Erpressung der Politik durch die globalen Finanzblasen-Manager verhidnert, ist eine Revolutionsansage !!!!

Aber Angela Merkels EXODUSWISSEN reicht, um die fast-geheime Rumpelstilzchen-Herrschaft zu stürzen – am Tag X der öffentlichen Bekanntwerdens des trivialen Herrschaftsgeheimnisses, dessen Spitze die stetige Steigerung der Bruttoarbeitskosten via Flächentariflohnerhöhungen ist.

12 ignatius 22. November 2009 um 21:04

Wie machen wir die Unternehmer eines Landes bereit, Kredite zu nehmen?

Das kommt Lösung zwar näher, bleibt aber doch auf halber Strecke stecken, denn die Frage muss lauten

Wie machen wir die Bürger eines Landes bereit, zu konsumieren?

Das liegt der Hase im Pfeffer: Zuviele Leute wollen sparen und zuweniger können oder wollen konsumieren. Da woll kaum einer behaupten wird, dass es nicht genug Leute mit offenen Konsumbedürfnissen gäbe, ist die eigentliche Frage:

Wie kriegen wir das Geld von den Leuten die es haben aber nicht brauchen zu denen die es brauchen aber nicht haben?

Wenn die Leute genug Geld ausgeben, dann klappt’s auch wieder mit den Renditen, und dann klappt’s auch wieder mit den Investitionen und dann werden auch die Banken mit Wonne die nötigen Kredite bereitstellen und es wird ihnen egal sein, ob sie sich dabei mit 1% oder 5% bei der EZB refinanzieren können. In der öffentlichen Debatte wird eigentlich immer nur über die Symptome (“Kreditklemme”) und nie über die Ursache (jahrzehntelange systematische Ausdünnung der Massenkaufkraft) diskutiert. Konsumerkredite sind nunmal kein gleichwertiger Ersatz für echtes Erwerbseinkommen.

Die Lösung: Ersatz der Mehrwertsteuer durch eine allgemeine Transaktionssteuer, steuerliche Gleichstellung von Arbeits- und Kapitalerträgen und Substanzsteuern auf Nominalvermögen. Und das ganze aufkommensneutral also bei gleichbleibender Staatsquote. Damit wären wir unsere Probleme schnell los.

13 wisi 22. November 2009 um 21:05

so ein Buch ohne Impfaspekte ist nur eine Selbstgefälligkeit.
und dürfte als Ladenhüter enden

daß die Finanzkrise kein zufällig
über uns hereingebrochenes Ereignis, sondern ein sorgfältig eingefädelter und abgestimmter, hochkrimineller Terrorakt einiger Hauptakteure und ihrer Handlanger gegen die ganze Welt ist, kann als hinreichend bewiesen gelten.

Eine Pandemie-Inszenierung als zweite Raketenstufe zu zünden, paßt
durchaus ins Bild und ist dem Finanzverbrechen an Menschenverachtung ebenbürtig.

Eine Pandemie bietet durch das Infektionsschutzgesetz IfSG die Möglichkeit, verschiedene Grundrechte massiv einzuschränken. Ausgehverbote zum Beispiel werden eher befolgt, wenn man sie mit
Krankheitsgefahr begründet – zumal sich die Furcht vor Ansteckung durch entsprechende Berichterstattung beliebig hochfahren läßt.

14 Rüdiger Kalupner 22. November 2009 um 21:44

@ ignatius 22. November 2009 um 21:04
Die Antwort auf Ihre Frage “Wie machen wir die Unternehmer eines Landes bereit, Kredite zu nehmen?” hat das Rumpelstilzchen schon gegeben. Sie lautet: Wir zwangen die Unternehmer zur Kreditaufnahme durch die stetige Steigerung der Bruttoarbeitkosten – und in Zukunft werden wir ihn durch steigende Energiepreise zwingen – , denn diese zwangen ihn zum Ersatz von Arbeitsstunden/Energieeinsatz durch Kapitalstock. Kapitalstock wird mit Krediten finanziert. So einfach funktionert der Rumpelstilzchentrick-Nr.1. Er etabliert übrigens auch den 2%-Wachstumszwang, dem alle Teile der Gesellschaft, d.h. auch die Politik, unterworfen ist. Noch Fragen?

15 Michael 22. November 2009 um 22:09

Scheint tatsächlich so, dass die “Finanzkrise” vor allem ein Instrument ist, mit dem vor allem der Staat, der Steuerzahler, gezwungen werden soll “Garantien” für nicht garantierbaren Müll zu übernehmen. Berechnet aus der Differenz 60% BIP zu knapp 80 % BIP Ende 2010 hätte die veranstaltete “Krise” bisher ca. 450 Mrd. bis 550 Mrd. € gekostet. Toll, denn mal fröhliches Steuerzahlen. Sind ja wohl über 20 Mrd. € Zinsen = zukünftige Steuern oder indirekte Abgaben pro Jahr.

Wir wollen weiter auf “Export” bauen. Nur leider sind die “Importeure” etwas klamm. Was gibt es Schöneres als eine “Staatsgarantie”.

Kreditklemme, das hatte die Bundesbank haarklein untersucht, gab es bisher NICHT. Da muß man nicht auf der Grundlage von Medienhetze, anders als Volksverhetzer kann man die bisweilen nicht mehr bezeichnen, sondern die publizierten Daten der Bundesbank ansehen. Und auch ab und an deren sehr umfangreiche Monatsberichte.

Ich würde mir aber auch wünschen, das wir von billiger politischer Meinungsmache wieder zu etwas mehr Fakten zurückkehrten.

16 Frankie Bernankie 22. November 2009 um 22:14

@sven

“In einer November2008-Ausgabe der FTD waren allerdings Aussagen der Vorstandschefs von MAN und BASF zu lesen, daß sie Probleme bei der Kreditbeschafffung hätten und BASF im Ergebnis eine der Hausbanken gewechselt hätte.”

Das kann ich gar nicht glauben.
Dann müssen sie halt selbst eine Bank aufmachen!
Für so Wummer wie MAN und BASF sollte es eigentlich kein Problem sein, den Voraussetzungen aus dem Kreditwesengesetz Genüge zu tun.
Dann können sie an sich selbst verleihen.

17 ~ hg ~ 22. November 2009 um 22:17

Hey ! … @WgnX !!

… *pfeif!!* … Ja, genau, du ! … komm mal her !

… ich hab’ hier was für dich ! … zwei schöne Zitate ! … willst du die kaufen ? … kost’ dich nur … EINEN KRÜGERRAND pro Stück !!

===========

“Es ist offensichtlich, daß der Staat ein Werk der Natur ist und der Mensch von Natur aus ein staatenbildendes Lebewesen

===========

“So ist der Wucher hassenswert, weil er aus dem Geld selbst den Erwerb zieht und nicht aus dem, wofür das Geld da ist. Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden, durch den Zins vermehrt es sich dagegen durch sich selbst. […] Diese Art des Gelderwerbs ist also am meisten gegen die Natur.”

===========

=> … deal ? … or no deal ?

Retroliberale Grüsse,
~ HG ~

18 ~ hg ~ 22. November 2009 um 23:19

” dann kommt man einmal mehr zum Urteil, dass die Ökonomen der Zwischenkriegszeit ihren heutigen Kollegen um kaum was nachstanden bzw streckenweise sogar die Nase vorn hatten.”

=> … +++ Blitzmerker-Alarm +++

=> … RÖPKE = RETROLIBERALER.

;-)

19 ~ hg ~ 22. November 2009 um 23:23

=> … in der Tat hatte die Ökonomie in den 20′er und der ersten Hälfte der 30′er Jahre ihren Höhepunkt.

=> … und dann kam … WER ??

20 unwissender 22. November 2009 um 23:41
21 holger 22. November 2009 um 23:41
22 Stephan 22. November 2009 um 23:44

@hg
Is ja gut. Jetzt wissen wir ja alle wie cool der Begriff “Retroliberal” ist. Wer hat’s erfunden? Der HG! Kannst jetzt mal ne Sendepause einlegen? PS: Welche Drogen nimmst du? Die scheinen Spass zu machen.

23 unwissender 22. November 2009 um 23:55
24 ~ hg ~ 23. November 2009 um 00:55

Hi @Stephan !

=> … glaube bloß nich’, ich wäre ein krankhafter Selbstdarsteller, oder so was in der Art !

( … wenn dem so wäre, würde ich einen eigenen Blog aufmachen. Und ein Buch schreiben, oder so … )

=> … auch für meinen Guerilla-Kampfbegriffe “Politclown” gegen die Politclowns und “Retroliberal” gegen die tumben Sheeples und lesser mortals, die nich’ ma’ wissen was “neoliberal” is’, habe ich in den letzten Jahren schon genug Ehrerbietungen erhalten. Nein, darum geht es gar nicht !

=> … der Punkt ist, daß heute GLEICH ZWEI Leute, die man (zumindest im weitesten Sinne) als “Ökonomen” bezeichnen könnte, sich zum Retroliberalen Gedankengut bekennen:

- zuerst der Hans-Olaf H. im Fokus
- und dann auch noch Thomas S. auf wgnx.de (siehe obigen Beitrag).

=> … daß ich das noch erleben darf :-)

( … icke schmeiss mir weg vor lachen … :-) x :-) x :-) … )

Retr…. Grüße,
~ HG ~

PS: … habe inzwischen auch mal wgnx’ens text durchgelesen, was ich ja eigentlich schon lange nicht mehr (oder höchstens noch sehr sporadisch) mache. Wenn er wüßte, wie nah er damit heute dran ist an der nächsten Stufe zur Erkenntnis ! … nur leider kommt er an der Stelle “Kreditnachfrage der Unternehmer” wieder keinen Mikr0meter weiter … es is’ zum Mäusemelken !!

25 ~ hg ~ 23. November 2009 um 01:03

@unwissender

… nein, ich meinte den, renommierten rosa Weltökonomen, der ab 1936 mit seiner „General Theory of the Universe“ die Hochblüte der Nationalökonomie (20′er & 30′er, insbesondere deutsche und österreichische Autoren) jäh beendete und anschliessend Millionen von VWL’ern und fachfremden Hobbyökonomen in die irre leitete …

Gute Nacht.

PS: @unwissender, wo bleibt die Rendite ?? … jetzt steigt Gold um 15% und mein Fonds nur um 7% p.a. ??

26 unwissender 23. November 2009 um 10:38

@HG

Jetzt bin ich aber irritiert – der HG folgt den monetären Gedanken eines unwissenden Anlegers! Ich habe aus rechtlichen Gründen bewusst das Wort “Alage ……..” vermieden. ;-)

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:agenda-die-nicht-an-den-aufschwung-glauben/50038807.html

Sieh den Fonds als eines Deiner risikoarmen langfristigen Basisinvestments, eine gute Beimischung fürs Depot. Die zweite von Dir Erwähnte Anlageform ist selbstverständlich die bessere – lügt nicht und kann auch nicht pleite gehen! :-)

Übrigens:

In Sachen Kapitalanlage solltest Du ausnahmsweise mal dem Rat Deines “Spezis” weissgarnix folgen – der kauft fleißig “Wiener Philharmoniker”, er mag halt wahre Werte und weis warum! :-)

27 topi 23. November 2009 um 11:00

” dann kommt man einmal mehr zum Urteil, dass die Ökonomen der Zwischenkriegszeit ihren heutigen Kollegen um kaum was nachstanden bzw streckenweise sogar die Nase vorn hatten.”

=> … +++ Blitzmerker-Alarm +++

Ja, einer der Standardsprüche des “Meisters”; natürlich viel schärfer formuliert.
Schon vor Jahrzehnten.

28 HAL9002 23. November 2009 um 11:22

@wgnx
Kann mich #8 nur anschließen. Dennoch möchte ich helfen, wo ich nur kann und Ackermann-mäßig das Gegenteil des o.g. Artikels beweisen und trotzdem mit an der nächsten Buch-Blase verdienen:
Ich bestelle ca. 50.001 Exemplare des Buchs, höhö. Der Wert des Buches möge 20Euronen sein. Bezahlen werde ich, wenn mit den Einnahmen meiner 100.002 Exemplaren – zu 40 Euronen – meines Buches, dass ich noch zu Ende schreiben werde. Liefern brauchst Du das Buch aber nicht, da ich es schon bilanztechnisch bereinigt habe – mir reichen 20% Deines Umsatz als Überweisung.
So geht Buch-Blase! Wenn das mal kein unternehmischerisches Risiko ist!
Also los! Lauf schon los zu Deiner Bank und hol’ Dir das Risikokapital ab; Viel Erfolg :-)
p.s. Will jemand bei mir einsteigen? Bin schon auf Seite 600 von 2.000 der DVD, und soll heißen “Feuchgebiete des liberalen Marxismus”, und wird wohl eher was für’s Auge und Kleinhirn.
p.p.s. Geh’ bloß nicht auf das Krügerrand-Angebot ein!

Nothing for ungood

29 Gedankenpflug 23. November 2009 um 12:42

Der Gedanke des stetigen (qualitativen) Fortschritts der Wissenschaft ist ohnehin ein Mythos.

30 ergo sum 23. November 2009 um 19:23

Es ist tatsächlich ein interessantes Phänomen, das ich beim Schreiben meiner eigenen Bücher und auch in den Dissertationen meiner Studenten immer wieder beobachte. Man sieht sich gelegentlich gezwungen, eine im ersten Kapitel noch verfolgte These im Laufe der Arbeit zu modulieren, weil man beim Schreiben laufend neue Erkenntnisse gewinnt und auf unerwartete Zusammenhänge stößt.

31 aloa5 24. November 2009 um 09:37

Wie machen wir die Unternehmer eines Landes bereit, Kredite zu nehmen?

Und schon hat man doch das Problem umgangen statt beschrieben. Freiwirte würden jubeln. Wir hatten das erst letztens!?

Geld bekommt derjenige der Sicherheiten hat. Das Problem ist nicht wie man Unternehmer dazu bekommt Kredite zu nehmen. Das ist Unfug.

Wie zum Teufel bekommt man Vermögende dazu Unternehmer zu werden und das Risiko zu tragen!!?

Das ist die Frage welche man zu stellen hätte. Nur gefällt die manchem nicht wirklich. Das modellieren damit ist nämlich nicht wirklich das, was so einfach fällt wie etwas monetaristisch herumalbern.

Grüße
ALOA

32 Lucien 24. November 2009 um 11:08

Röpke ist ganz groß.

33 aloa5 24. November 2009 um 13:18

Röpke findet es seltsam das diejenigen die Vermögen haben nicht ausreichend viele (dumme) finden die denn das persönliche Risiko zu tragen bereit sind.

Groß für einen seiner Zunft. Womöglich wäre er es heute auch noch. Ein Außenseiter an einer Uni.

Grüße
ALOA

34 MoTheG 26. November 2009 um 18:51

ignatius 22. November 2009 um 21:04 no.12
> ein guter beitrag
aloa5 24. November 2009 um 09:37 no.31
> ein guter beitrag
danke, so kommen wir dem problem schon näher.

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