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	<title>Kommentare zu: Taugt I=S zu irgendwas?</title>
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	<description>Wirtschaft, Politik und alles andere auch</description>
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		<title>Von: Henry Kaspar</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2009/11/14/taugt-is-zu-irgendwas/#comment-66877</link>
		<dc:creator>Henry Kaspar</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:25:16 +0000</pubDate>
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		<description>Was in dem &quot;Modell&quot; offensichtlich fehlt ist ein Kapitalmarkt, der dafuer sorgt dass die Ersaprnis der Arbeiter in Investitionsgueter investiert wird. 

Wer ein Modell des Kapitalismus ohne Kapitalmarkt baut, findet natuerlich notwendig dass Ersparnis nur durch Lagerhaltung befriedert werden kann. 

Oder auch: wer Marktversagen voraussetzt findet Mangel an Marktraeumung. 

Oder auch: wer Katzen wegdefiniert leitet eine Welt mit Maeuseueberschuss her.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was in dem &#8220;Modell&#8221; offensichtlich fehlt ist ein Kapitalmarkt, der dafuer sorgt dass die Ersaprnis der Arbeiter in Investitionsgueter investiert wird. </p>
<p>Wer ein Modell des Kapitalismus ohne Kapitalmarkt baut, findet natuerlich notwendig dass Ersparnis nur durch Lagerhaltung befriedert werden kann. </p>
<p>Oder auch: wer Marktversagen voraussetzt findet Mangel an Marktraeumung. </p>
<p>Oder auch: wer Katzen wegdefiniert leitet eine Welt mit Maeuseueberschuss her.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: MoTheG</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2009/11/14/taugt-is-zu-irgendwas/#comment-46024</link>
		<dc:creator>MoTheG</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 14:24:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.weissgarnix.de/?p=3753#comment-46024</guid>
		<description>@Logik-Ratio, 15. November 2009 um 12:23, no.32
wenn sie das schon so auseinanderklamüsern hätten sie das I auch noch weiter in: 
I =
F wie Forschung
+
B wie Bildung
+
R wie Rationalisierung (automatisierung)
+
A wie aufbau o. ausbau (produktionskapazität)

zerlegen können.
Da die Banke nur geld verleihen o. investieren dürfen, was sie bekommen haben abzüglich einer kleinen mindestreserve müste es doch S&gt;I heißen? Außer die Zentralbank gibt geld aus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Logik-Ratio, 15. November 2009 um 12:23, no.32<br />
wenn sie das schon so auseinanderklamüsern hätten sie das I auch noch weiter in:<br />
I =<br />
F wie Forschung<br />
+<br />
B wie Bildung<br />
+<br />
R wie Rationalisierung (automatisierung)<br />
+<br />
A wie aufbau o. ausbau (produktionskapazität)</p>
<p>zerlegen können.<br />
Da die Banke nur geld verleihen o. investieren dürfen, was sie bekommen haben abzüglich einer kleinen mindestreserve müste es doch S&gt;I heißen? Außer die Zentralbank gibt geld aus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: topi</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2009/11/14/taugt-is-zu-irgendwas/#comment-45454</link>
		<dc:creator>topi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 12:32:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.weissgarnix.de/?p=3753#comment-45454</guid>
		<description>hmmpf. Fortsetzung.

Wie sagte eine junge Psychaterin zu mir: nach einem halben Jahr mItarbeit war mir klar, was ich auf keinen Fall will: In einer Kassenpraxis arbeiten.
Mein Schwippschwager behilft sich mit einer deutlichen Stundenreduktion (und kann sich trotzdem sein Häuschen in Hamburg leisten).


In &quot;meinem&quot; Gebiet ist der Hochschulmedizinische state of the art jedenfalls zu erheblichem Teil Schrott.
Beim Robodoc wurde es mal allgemein erkennbar.
Wenn du mal etwas am Bewegungsapparat hast, komm doch einfach mal vorbei, dann kannst du dich überzeugen. ;)
Die Hochschulmedizin blendete Jahrhundertelang Faszien fast Komplett aus der Betrachtung aus (sogar größtenteils aus den Atlanten); erst ganz langsam gibt es ein Umdenken, in den letzten Jahren erste Faszienkongresse. 
Vielleicht gibt es mal irgendwann eine theoretisch anerkannte Erklärung für &quot;meine&quot; Methode; die wird dadurchallerdings nicht besser , vor Jahrzehnten war sie eben so wirkksam.

Ein weiteres Problem: vieles, was im Gesundheitssystem auch als Kassenleistung angeboten wird, ist in der Hand von Ärzten deutlich schlechter angesiedelt als bei wirklichen Akupunkteuren, Osteopathen, Homöopathen (wobei letztere Bezeichnungen groteskerweise nuir Ärzte führen dürfen).
Ich würde keinen Deut besser, wenn ich jetzt noch ein Medizinstudium absolviere.
Dagegen hat ein Arzt keine Chance, in einer Wochenendausbildung wirklich fundierte Kenntnisse zu erzielen.
Meine Erfahrung mit Osteopathie und Akupunktur bei Orthopäden jedenfalls sind erschreckend.



Zu den anderen Verfahren (Homöopathie kannst du meinetwegen mit einbeziehen);
Ich regte den Vergleich mit  schulmedizinischen Placebo-Verfahren. Diese sind mittlerweile auch bei Operationen belegt.
Da sieht eine Abwägung dann anders aus, auch zu reinem Hokuspokus. Jedenfalls soll die Medizin nicht die Evidenz-Keule schwingen, wenn sie unevidierte (oder gar schon als Placebo enttarnte) teure und gefährliche Verfahren ´durchführt.

Wenn  Schüssler-Salze  Scharlatanerie sind, dann eben auch bestimmte Knie-OP. 
Wirklich gefährlich in deinem Sinn ist eine wirklich verschwindende Minderheit; die natürlich zu kritisieren und ggf. zu verfolgen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hmmpf. Fortsetzung.</p>
<p>Wie sagte eine junge Psychaterin zu mir: nach einem halben Jahr mItarbeit war mir klar, was ich auf keinen Fall will: In einer Kassenpraxis arbeiten.<br />
Mein Schwippschwager behilft sich mit einer deutlichen Stundenreduktion (und kann sich trotzdem sein Häuschen in Hamburg leisten).</p>
<p>In &#8220;meinem&#8221; Gebiet ist der Hochschulmedizinische state of the art jedenfalls zu erheblichem Teil Schrott.<br />
Beim Robodoc wurde es mal allgemein erkennbar.<br />
Wenn du mal etwas am Bewegungsapparat hast, komm doch einfach mal vorbei, dann kannst du dich überzeugen. <img src='http://www.weissgarnix.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Die Hochschulmedizin blendete Jahrhundertelang Faszien fast Komplett aus der Betrachtung aus (sogar größtenteils aus den Atlanten); erst ganz langsam gibt es ein Umdenken, in den letzten Jahren erste Faszienkongresse.<br />
Vielleicht gibt es mal irgendwann eine theoretisch anerkannte Erklärung für &#8220;meine&#8221; Methode; die wird dadurchallerdings nicht besser , vor Jahrzehnten war sie eben so wirkksam.</p>
<p>Ein weiteres Problem: vieles, was im Gesundheitssystem auch als Kassenleistung angeboten wird, ist in der Hand von Ärzten deutlich schlechter angesiedelt als bei wirklichen Akupunkteuren, Osteopathen, Homöopathen (wobei letztere Bezeichnungen groteskerweise nuir Ärzte führen dürfen).<br />
Ich würde keinen Deut besser, wenn ich jetzt noch ein Medizinstudium absolviere.<br />
Dagegen hat ein Arzt keine Chance, in einer Wochenendausbildung wirklich fundierte Kenntnisse zu erzielen.<br />
Meine Erfahrung mit Osteopathie und Akupunktur bei Orthopäden jedenfalls sind erschreckend.</p>
<p>Zu den anderen Verfahren (Homöopathie kannst du meinetwegen mit einbeziehen);<br />
Ich regte den Vergleich mit  schulmedizinischen Placebo-Verfahren. Diese sind mittlerweile auch bei Operationen belegt.<br />
Da sieht eine Abwägung dann anders aus, auch zu reinem Hokuspokus. Jedenfalls soll die Medizin nicht die Evidenz-Keule schwingen, wenn sie unevidierte (oder gar schon als Placebo enttarnte) teure und gefährliche Verfahren ´durchführt.</p>
<p>Wenn  Schüssler-Salze  Scharlatanerie sind, dann eben auch bestimmte Knie-OP.<br />
Wirklich gefährlich in deinem Sinn ist eine wirklich verschwindende Minderheit; die natürlich zu kritisieren und ggf. zu verfolgen ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: topi</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2009/11/14/taugt-is-zu-irgendwas/#comment-45452</link>
		<dc:creator>topi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 12:10:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.weissgarnix.de/?p=3753#comment-45452</guid>
		<description>@ HAM 367, 368

Soll ich mich zum Anwalt der geknechteten Ärzteschaft machen? 
Fällt mir nicht ein. ;--)
Allerdings: Dass nur wenige an den Apparaten verdienen, heißt nicht, dass die anderen etwas dagegen tun, man sehe sich an, wer wider eigene Interessen welche vw Theorien, sorry, Ideologien vertritt.
Und welche Macht die wichtigsten Leistungserbringer im Verbund haben  &lt;i&gt;könnten &lt;/i&gt;, kann man sich ausmalen.
Aber s.o.

&lt;i&gt;Zur Alternativ-Medizin:
Da haben wir unterschiedliche Definitionen.

“Alternativmedizin” ist für mich der Bereich der nicht wissenschaftlich fundierten Therapieangebote.

Wenn Ärzte, psychologische Psychotherapeuten etc. sich vom Kassensystem abkoppeln, um mit Privatliquidationen mehr Geld zu verdienen, dann ist das für mich „Privat-Medizin“ und keine Alternativmedizin, halt Medizin für eine Kundschaft, die es sich leisten kann, für diese Privat-Medizin (zusätzlich) zu zahlen.&lt;/i&gt;

Das stimmt nicht allgemei.
Als Psychotherapeut brauchst du schon eine sehr gut gehende Privatpraxis (in entsprechender Lage), um die Kassenüberweisungen samt sicheren Patientenzufluss zu übertreffen. 
Die Motivation liegt in der Abkehr vom System, für viel Geld eine Kassenzulassung (und ggf nochmal für die Approbation) zu erlangen, obwohl man das gelernte schon großteils im Studium hatte (war bei meiner Praxispartnerin so), und das erlernte Verfahren wegen weitgehender Untauglichkeit gar nicht einsetzen will. 
Die Verfahren haben natürlich den Charme langfristiger Klienten bindung :roll:
 also mit Hypnotherapie ist man eh finanziell der Depp.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ HAM 367, 368</p>
<p>Soll ich mich zum Anwalt der geknechteten Ärzteschaft machen?<br />
Fällt mir nicht ein. ;&#8211;)<br />
Allerdings: Dass nur wenige an den Apparaten verdienen, heißt nicht, dass die anderen etwas dagegen tun, man sehe sich an, wer wider eigene Interessen welche vw Theorien, sorry, Ideologien vertritt.<br />
Und welche Macht die wichtigsten Leistungserbringer im Verbund haben  <i>könnten </i>, kann man sich ausmalen.<br />
Aber s.o.</p>
<p><i>Zur Alternativ-Medizin:<br />
Da haben wir unterschiedliche Definitionen.</p>
<p>“Alternativmedizin” ist für mich der Bereich der nicht wissenschaftlich fundierten Therapieangebote.</p>
<p>Wenn Ärzte, psychologische Psychotherapeuten etc. sich vom Kassensystem abkoppeln, um mit Privatliquidationen mehr Geld zu verdienen, dann ist das für mich „Privat-Medizin“ und keine Alternativmedizin, halt Medizin für eine Kundschaft, die es sich leisten kann, für diese Privat-Medizin (zusätzlich) zu zahlen.</i></p>
<p>Das stimmt nicht allgemei.<br />
Als Psychotherapeut brauchst du schon eine sehr gut gehende Privatpraxis (in entsprechender Lage), um die Kassenüberweisungen samt sicheren Patientenzufluss zu übertreffen.<br />
Die Motivation liegt in der Abkehr vom System, für viel Geld eine Kassenzulassung (und ggf nochmal für die Approbation) zu erlangen, obwohl man das gelernte schon großteils im Studium hatte (war bei meiner Praxispartnerin so), und das erlernte Verfahren wegen weitgehender Untauglichkeit gar nicht einsetzen will.<br />
Die Verfahren haben natürlich den Charme langfristiger Klienten bindung <img src='http://www.weissgarnix.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /><br />
 also mit Hypnotherapie ist man eh finanziell der Depp.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: massenmensch</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2009/11/14/taugt-is-zu-irgendwas/#comment-45413</link>
		<dc:creator>massenmensch</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 08:08:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.weissgarnix.de/?p=3753#comment-45413</guid>
		<description>&lt;b&gt;Kritik berechtigt - falsch argumentiert.&lt;/b&gt;

WGN will in seinem Artikel Mängel des I-S-Gleichgewichtmodells aufzeigen, darlegen weshalb Sparen von Seiten der Arbeitnehmer - entgegen den Behauptuungen der Neoklassiker - nicht die treibende Kraft ist, die zu Investitionen führt und weshalb die Vereinfachungen des Modells zu realitätsfern sind, da Investitionen in Inventories auch als reguläre Investitionen gewertet und so nicht dem Kreislauf entzogen werden.

Obwohl die Schlussfolgerungen, die WGN zieht, zutreffen, weist seine Argumentation an mehreren Stellen grundlegende Fehler auf.

Ziel der folgenden Abschnitte ist es, aufzuzeigen, wie sich die Beziehungen der Flussgrößen im IS-Modell tatsächlich verhalten, was daraus folgt und wo die Mängel des Modells liegen.

Folgende Beziehungen gelten im IS-Modell:
&lt;code&gt;
Y (Einkommen) -&gt; C (Konsum) + S (Sparen) [1]

C (Konsum) + I (Investitionen) -&gt; Z (Nachfrage) -&gt; Y (Produktion) -&gt; Y (Einkommen) [2]

Z (Nachfrage) = Y (Angebot) [3]

S (Sparen) = I (Investitionen) [4]
&lt;/code&gt;

Unterscheidet man nun zwischen unterschiedlichen Marktteilnehmern, so müssen wir einige der obigen Zusammenhänge für die unterschiedlichen Teilnehmer gesondert reproduzieren.

&lt;i&gt;&lt;b&gt;Marktteilnehmer:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;
* KGU = Konsumgutproduktions-Unternehmer
* KGA = Konsumgutproduktions-Arbeitnehmer
* IGU = Investitionsgutproduktion-Unternehmer
* IGA = Investitionsgutproduktion-Arbeitnehmer

Formel F.2 modifizieren wir nun zu:

&lt;code&gt;
C (Konsum) -&gt; Z(KG) (KG-Nachfrage) -&gt; Y(KG) (KG-Produktion) -&gt; Y(KGA) (A-Einkommen) + Y(KGU) (U-Gewinn) [5]

I (Investitionen) -&gt; Z(IG) (IG-Nachfrage) -&gt; Y(IG) (IG-Produktion) -&gt; Y(IGA) (A-Einkommen) + Y(IGU) (U-Gewinn) [6]
&lt;/code&gt;

F.1 bleibt hingegen für alle gleich, d.h. jeder Marktteilnehmer muss sein Einkommen zwischen Sparen und Konsum verteilen.

&gt; WGN BEISPIEL 1

Gehen wir nun das erst Beispiel von WGN durch, müssen wir zwischen den einzelnen Interationen in diesem Kreislauf sorgfältig unterscheiden:

&lt;code&gt;
[Iteration 1]
  Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)
= 50     + 50     + 0      + 0
  C      + S
= 100    + 0
[Iteration 2]
  Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)
= 50     + 0      + 50     + 0
  C      + S
= 100    + 0
&lt;/code&gt;

Das BIP des Modells ist also 100, nicht 150 wie bei WGN. 100 folgt auch daraus, dass wir am Anfang 100 hineinstecken und es sich um einen geschlossenen Kreislauf handelt.

&gt; WGN BEISPIEL 3

&lt;code&gt;
[Iteration 1]
  Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)
= 50     + 50     + 0      + 0
  C      + S
= 100    + 0
[Iteration 2]
  Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)
= 50     + 0      + 50     + 0
  C      + S
= 95     + 5
[Iteration 3]
  Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)
= 50     + 5      + 45     + 0
bzw.
= 50     + 0      + 45     + 5
oder irgendwas dazwischen.
&lt;/code&gt;

D.h. die Savings (S) sind nicht weg, sondern gehen - neben dem Konsum (C) in die Nachfrage (Z) ein (siehe F.4 &amp; dann F.2).

D.h. das BIP gemessen am Gesamteinkommen ist die ganze Zeit konstant. 

Die gleiche Rechnung gilt auch für WGNs Beispiel 2, da es ja im Modell nur einmal Konsum und einmal Savings gibt, d.h. es egal ist wer von den Akteuren da was &quot;reinzahlt&quot;.

D.h. die Aussage, dass 5 Savings in Inventories verschwinden ist falsch. Dass die Inventories auch als Investments gezählt werden, gilt für das IS-Modell auch nicht.

&gt; FALSCHE KRITIK

WGN sagt, dass die Neoklassik sagt, dass Savings die Investitionen bestimmen. Es kann gut sein, dass das von der Neoklassik gesagt wird. Bzgl. des Modells trifft dies aber nicht zu. Keynes hat das S=I Gleichgewicht aufgestellt. Dies kann man aus dem Z=Y (Angebot=Nachfrage) Gleichgewicht herleiten:

&lt;code&gt;
I + C -&gt; Z -&gt; Y -&gt; C + S [7]
&lt;/code&gt;

Wenn man diese Übergänge annimmt, dann kann man vorne und hinten C wegkürzen und I = S folgt. D.h. von der Kausalität, dass I S bestimmt und nicht umgekehrt!

&gt; RICHTIGE KRITIK

Das IS-Modell hat mit der Realität herzlich wenig zu tun. Folgende sehr vereinfachende Annahmen werden bei dem Modell gemacht:

1) Es gibt keinen Außenhandel, d.h. die Handelsbilanz ist immer 0.

2) Es gibt keine Inventare (inventory investments).

Gerade der letzte Punkt (2) ist wichtig. Sobald nämlich nicht alle Produktion Absatz findet, d.h. der Markt in jedem Zeitschritt dank Angebot=Nachfrage leergeräumt wird, gilt die dem Modell zugrundeliegende Annahme Angebot=Nachfrage nicht mehr. Im Gegensatz zu allen anderen Größen des Modells sind nämlich die Inventories keine Fluss, sondern eine Bestandsgröße. Dann gilt aber auch F.7 nicht mehr, d.h. I ungleich S. Dies müsste also der Inhalt von WGN Bespiel 3 sein!

Generell macht das Modell keine Aussage über Dynamiken, d.h. darüber, wie sich - wenn in das System ein Ungleichgewicht eingeführt ist - das System wieder ins Gleichgewicht bewegt, insbesondere mit welcher zeitlichen Verzögerung. Das Modell geht also davon aus, das die Ökonomie stets im Gleichgewicht ist. Die Realität sieht so aus, dass diese praktisch nie im Gleichgewicht ist, sondern, wenn man daran glaubt, dass diese Modelle etwas taugen, auf ein Gleichgewicht zubewegen. Die Frage ist also, was macht das System, wenn es also nicht im Gleichgewicht ist, d.h. I=S nicht gilt und investiert werden will, aber nicht genug S da ist. Welche Auswirkungen hat dies wiederum auf die Dynamik?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><b>Kritik berechtigt &#8211; falsch argumentiert.</b></p>
<p>WGN will in seinem Artikel Mängel des I-S-Gleichgewichtmodells aufzeigen, darlegen weshalb Sparen von Seiten der Arbeitnehmer &#8211; entgegen den Behauptuungen der Neoklassiker &#8211; nicht die treibende Kraft ist, die zu Investitionen führt und weshalb die Vereinfachungen des Modells zu realitätsfern sind, da Investitionen in Inventories auch als reguläre Investitionen gewertet und so nicht dem Kreislauf entzogen werden.</p>
<p>Obwohl die Schlussfolgerungen, die WGN zieht, zutreffen, weist seine Argumentation an mehreren Stellen grundlegende Fehler auf.</p>
<p>Ziel der folgenden Abschnitte ist es, aufzuzeigen, wie sich die Beziehungen der Flussgrößen im IS-Modell tatsächlich verhalten, was daraus folgt und wo die Mängel des Modells liegen.</p>
<p>Folgende Beziehungen gelten im IS-Modell:<br />
<code><br />
Y (Einkommen) -&gt; C (Konsum) + S (Sparen) [1]</p>
<p>C (Konsum) + I (Investitionen) -&gt; Z (Nachfrage) -&gt; Y (Produktion) -&gt; Y (Einkommen) [2]</p>
<p>Z (Nachfrage) = Y (Angebot) [3]</p>
<p>S (Sparen) = I (Investitionen) [4]<br />
</code></p>
<p>Unterscheidet man nun zwischen unterschiedlichen Marktteilnehmern, so müssen wir einige der obigen Zusammenhänge für die unterschiedlichen Teilnehmer gesondert reproduzieren.</p>
<p><i><b>Marktteilnehmer:</b></i><br />
* KGU = Konsumgutproduktions-Unternehmer<br />
* KGA = Konsumgutproduktions-Arbeitnehmer<br />
* IGU = Investitionsgutproduktion-Unternehmer<br />
* IGA = Investitionsgutproduktion-Arbeitnehmer</p>
<p>Formel F.2 modifizieren wir nun zu:</p>
<p><code><br />
C (Konsum) -&gt; Z(KG) (KG-Nachfrage) -&gt; Y(KG) (KG-Produktion) -&gt; Y(KGA) (A-Einkommen) + Y(KGU) (U-Gewinn) [5]</p>
<p>I (Investitionen) -&gt; Z(IG) (IG-Nachfrage) -&gt; Y(IG) (IG-Produktion) -&gt; Y(IGA) (A-Einkommen) + Y(IGU) (U-Gewinn) [6]<br />
</code></p>
<p>F.1 bleibt hingegen für alle gleich, d.h. jeder Marktteilnehmer muss sein Einkommen zwischen Sparen und Konsum verteilen.</p>
<p>&gt; WGN BEISPIEL 1</p>
<p>Gehen wir nun das erst Beispiel von WGN durch, müssen wir zwischen den einzelnen Interationen in diesem Kreislauf sorgfältig unterscheiden:</p>
<p><code><br />
[Iteration 1]<br />
  Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)<br />
= 50     + 50     + 0      + 0<br />
  C      + S<br />
= 100    + 0<br />
[Iteration 2]<br />
  Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)<br />
= 50     + 0      + 50     + 0<br />
  C      + S<br />
= 100    + 0<br />
</code></p>
<p>Das BIP des Modells ist also 100, nicht 150 wie bei WGN. 100 folgt auch daraus, dass wir am Anfang 100 hineinstecken und es sich um einen geschlossenen Kreislauf handelt.</p>
<p>&gt; WGN BEISPIEL 3</p>
<p><code><br />
[Iteration 1]<br />
  Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)<br />
= 50     + 50     + 0      + 0<br />
  C      + S<br />
= 100    + 0<br />
[Iteration 2]<br />
  Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)<br />
= 50     + 0      + 50     + 0<br />
  C      + S<br />
= 95     + 5<br />
[Iteration 3]<br />
  Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)<br />
= 50     + 5      + 45     + 0<br />
bzw.<br />
= 50     + 0      + 45     + 5<br />
oder irgendwas dazwischen.<br />
</code></p>
<p>D.h. die Savings (S) sind nicht weg, sondern gehen &#8211; neben dem Konsum (C) in die Nachfrage (Z) ein (siehe F.4 &amp; dann F.2).</p>
<p>D.h. das BIP gemessen am Gesamteinkommen ist die ganze Zeit konstant. </p>
<p>Die gleiche Rechnung gilt auch für WGNs Beispiel 2, da es ja im Modell nur einmal Konsum und einmal Savings gibt, d.h. es egal ist wer von den Akteuren da was &#8220;reinzahlt&#8221;.</p>
<p>D.h. die Aussage, dass 5 Savings in Inventories verschwinden ist falsch. Dass die Inventories auch als Investments gezählt werden, gilt für das IS-Modell auch nicht.</p>
<p>&gt; FALSCHE KRITIK</p>
<p>WGN sagt, dass die Neoklassik sagt, dass Savings die Investitionen bestimmen. Es kann gut sein, dass das von der Neoklassik gesagt wird. Bzgl. des Modells trifft dies aber nicht zu. Keynes hat das S=I Gleichgewicht aufgestellt. Dies kann man aus dem Z=Y (Angebot=Nachfrage) Gleichgewicht herleiten:</p>
<p><code><br />
I + C -&gt; Z -&gt; Y -&gt; C + S [7]<br />
</code></p>
<p>Wenn man diese Übergänge annimmt, dann kann man vorne und hinten C wegkürzen und I = S folgt. D.h. von der Kausalität, dass I S bestimmt und nicht umgekehrt!</p>
<p>&gt; RICHTIGE KRITIK</p>
<p>Das IS-Modell hat mit der Realität herzlich wenig zu tun. Folgende sehr vereinfachende Annahmen werden bei dem Modell gemacht:</p>
<p>1) Es gibt keinen Außenhandel, d.h. die Handelsbilanz ist immer 0.</p>
<p>2) Es gibt keine Inventare (inventory investments).</p>
<p>Gerade der letzte Punkt (2) ist wichtig. Sobald nämlich nicht alle Produktion Absatz findet, d.h. der Markt in jedem Zeitschritt dank Angebot=Nachfrage leergeräumt wird, gilt die dem Modell zugrundeliegende Annahme Angebot=Nachfrage nicht mehr. Im Gegensatz zu allen anderen Größen des Modells sind nämlich die Inventories keine Fluss, sondern eine Bestandsgröße. Dann gilt aber auch F.7 nicht mehr, d.h. I ungleich S. Dies müsste also der Inhalt von WGN Bespiel 3 sein!</p>
<p>Generell macht das Modell keine Aussage über Dynamiken, d.h. darüber, wie sich &#8211; wenn in das System ein Ungleichgewicht eingeführt ist &#8211; das System wieder ins Gleichgewicht bewegt, insbesondere mit welcher zeitlichen Verzögerung. Das Modell geht also davon aus, das die Ökonomie stets im Gleichgewicht ist. Die Realität sieht so aus, dass diese praktisch nie im Gleichgewicht ist, sondern, wenn man daran glaubt, dass diese Modelle etwas taugen, auf ein Gleichgewicht zubewegen. Die Frage ist also, was macht das System, wenn es also nicht im Gleichgewicht ist, d.h. I=S nicht gilt und investiert werden will, aber nicht genug S da ist. Welche Auswirkungen hat dies wiederum auf die Dynamik?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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