Weil es in den Kommentaren zum Vorbeitrag angesprochen wurde: Ich konnte mit der Gleichung “Investitionen = Sparen” noch nie wirklich was anfangen. Natürlich ist sie ex post immer richtig – das haben Tautologien so an sich. Aber darüberhinaus? Insbesondere die häufig gehörte Kausalität, wonach das Sparen die Höhe der Investitionen bestimme, halte ich für ein weiteres Märchen aus dem dicken Gute-Nacht-Geschichtenbuch der Neoklassik wie auch der Wicksellianer, inkl. aller Ösis von Menger bis Hayek.
Überlegen wir mal: Wer entscheidet über Investitionsprojekte, der Sparer vielleicht? Nein: Im Vorbeitrag habe ich gerade geschrieben, die Unternehmer und – sofern erforderlich – ihre Financiers. Indem Sparer sparen, d.h. ihr Einkommen nicht zur Gänze konsumieren, verschieben sie deshalb mitnichten Ressourcen in die Zukunft. Eher im Gegenteil: Sie machen sie in der Gegenwart höchstens arbeitslos, weil Nachfrage für Produkte fehlt, deren Faktorlöhne bereits vorgeschossen wurden. Wer das etwas ausführlicher nachvollziehen will, kann es hier in meinen Wirtschaftsmodell-Beiträgen nochmal nachlesen.
Das Sparen wird also in Wahrheit durch die Investitionen bestimmt. Und zwar dergestalt, dass die Investitionsnachfrage das gesamte Volkseinkommen auf ein Niveau bringt, auf dem die Höhe der gewollten Ersparnis genau der Höhe der Investitionen entspricht. Dass der Konsument mittels seiner Spartätigkeit irgendetwas “bestimmen” könne, sollte man daher am besten als “Illusion” bezeichnen.
Sehen wir uns das mal an einem simplifizierten Beispiel an, der Art, wie ich es auch in den Wirtschaftsmodell-Beiträgen benutzt habe:
Wir haben eine Konsumgüter- (KG) und eine Investitionsgüterindustrie (IG). Die Beschäftigten von KG erhalten 50 an Löhnen, die von IG ebenfalls 50. Beträgt die Sparquote null, dann ist der Umsatz von KG 100, der Gewinn von KG 50. Wenn die KG-Unternehmer ihren Gewinn ebenfalls sofort konsumieren, dann steigt ihr Umsatz in einer ersten Iterationsstufe auf 150 und ihr Gewinn auf 100. Was ist mit IG? Die haben in diesem Fall Pech gehabt: 50 den Arbeitern bezahlt, nichts abgesetzt, macht deshalb einen Verlust von 50. Wie hoch ist das gesamte Volkseinkommen? Da wären: Löhne KG 50, Löhne IG 50, Gewinn KG 100, Verlust IG -50, macht zusammen: 150. Ersparnis? null. Investitionen? null. Und natürlich gilt somit: I=S bzw S=I.
Jetzt das Gleiche nochmal. Aber diesmal verkonsumieren die KG-Unternehmer ihren Gewinn nicht, sondern investieren ihn zur Gänze. Was passiert? Ihnen selbst fehlen natürlich die zusätzlichen 50 an Umsatz, entsprechend niedriger fällt auch der Gewinn aus. Dafür machen aber jetzt die IG-Unternehmer einen Umsatz von 50 und ein Ergebnis von null. Wie sieht das Volkseinkommen aus? Rechnen wir mal nach: Löhne KG 50, Löhne IG 50, Gewinn KG 50, Verlust IG null, macht zusammen: wieder 150 – na sowas aber auch. Ersparnis aber diesmal? 50. Investitionen? ebenfalls 50. Und deshalb selbstverständlich auch hier: I=S bzw S=I. (Hinweis an Nicht-Ökonomen: Warum ist die Ersparnis in dieser Variante 50? Weil VWLer darunter jegliches Einkommen verstehen, das nicht konsumiert wird- der Gewinn der KG-Unternehmer gilt daher zur Gänze als Ersparnis.)
Und jetzt machen wir noch schnell einen 3. Fall: Die KG-Unternehmer haben keinen Bock auf Investitionen, wollen lieber konsumieren, dafür verfallen aber ihre Workers auf die glorreiche Idee, mal 10% fürs Alter zurückzulegen, statt umgehend auf den Kopf zu hauen. Was passiert jetzt? Löhne KG 50, Löhne IG 50, Umsatz KG aber nur (50-5) + 50 +50 = 145, Gewinn KG deshalb nur 95, Verlust IG -50. Zusammen: 145. Ersparnis? 5 Investitionen? …….???? Tja, watt nu? Wie hoch sind die vermaledeiten Investitionen in diesem Fall? Oben haben wir ja geschrieben, dass sie ex post immer gültig ist, die Gleichung I=S, also? OK, des Rätsels Lösung: sie sind 5. Und damit gilt erneut: I=S. Wie ist das möglich? Ganz einfach: So wie das Beispiel aufgebaut ist, müssen sich die 5 an nicht abgesetzten KG-Gütern noch im Lager befinden – und Lagererhöhungen gelten in der VWL Gottseidank ja auch als “Investitionen”, damit also alles im Lot. Und produziert wurden die 5 ja, aber halt lediglich nicht gekauft. In dieser Periode. In der nächsten werden sie vielleicht wieder nicht verkauft, und zusätzlich stellen sich die KG-Unternehmer auf einen erneuten Minderabsatz ein und produzieren daher gleich von Anfang an weniger. Was bedeutet: Die Arbeiter hinter den fehlenden 5 werden deswegen entlassen, woraufhin deren Kaufkraft endgültig aus dem Spiel ist – und eine ökonomische Tragödie nimmt ihren Lauf…
Jetzt allen klar, warum I=S ein ziemlicher Kokolores ist? Und hohe Sparquoten alles andere als nützlich?














{ 372 comments… read them below or add one }
Schönes Thema. :- )
Hast du das auch mal für eine Tauschwirtschaft durchexerziert?
Und unterschiedliche Geldmengen?
Gleich mal dem Link folgen.
Mir fehlt natürlich etwas, iII. Ich denke nicht, dass es egal ist, was mit den zurückgelegten 5 passiert. Werden neue Aktien oder Anleihen von KG oder IG gekauft, werden gebrauchte Aktien gekauft, oder werden Zertifikate auf die Aktien [abgesichert durch was auch immer] gekauft?
Dann sind wir wieder unmittelbar bei der Geldmenge; die Überschussliquidität muss zu Einkommen führen, das gar nicht mehr real angelegt werden kann (bzw. nur über Preissteigerung).
@topi
>Hast du das auch mal für eine Tauschwirtschaft durchexerziert?
Kenne keine. Du etwa?
Lange Formeln hin oder her die Bank gewinnt immer
Wann findet das alles denn statt? In einer juristischen Sekunde? Eben! Ist doch unzulässig!
Qualitätsverbesserungen, Effizienzsteigerungen, höherer Output – all das, eben nur möglich durch Investitionen, die auf Sparen beruhen sollten, werden doch nicht berücksichtigt.
Sparen die Arbeiter, kann ihr Geld für bessere Fertigungsmethoden verwendet werden, sie bekommen für ihre 50 nicht mehr 10 Güter, sondern von mir aus 12 in besserer Qualität. Die Wohlfahrt der Arbeiter steigt.
Im übrigen, wenn das Geld nicht vom Sparen kommt:
http://www.weissgarnix.de/2009/11/14/der-10-sekunden-minsky/#comment-44399
@hacedeca
Danke für die schöne Gute-Nacht-Geschichte. Dann geh ich jetzt mal schlafen …
@ wgn
>>>Hast du das auch mal für eine Tauschwirtschaft durchexerziert?
Kenne keine. Du etwa?<
Noch nicht.
Aber auch aus theoretischer Sicht; schärft i.A. auch den Blick.
Gute Nacht.
>>Gleich mal dem Link folgen.<<
Die Spannung hat gesiegt, und dann das:
"Das Wort “Geldmenge” wird in den nächsten paar Beiträgen nicht ein einziges Mal vorkommen, Gründe vermutlich bekannt. "
so eine Enttäuschung. ,(
Danke für die Erläuterungen! Diese Gedankengänge sind mir auch immer gekommen, wenn die Neoklassiker einem I=S schildern wollen, konnte es aber nie so gut und so anschaulich ausdrücken.
Es ist noch recht früh, also verzeiht mir, wenn mein Gedanke Unsinn ist. Wenn wir uns von dem Schleier des Geldes für eine Sekunde trennen, hängt die Validität von S=I dann nicht von dem Auslastungsgrad der Produktionsfaktoren und der Organisation des Geldsystems (fixe Geldmenge vs. flexibel erweiterbare Geldmenge) ab?
Hätte die VWL in der Annahme einen Auslastungsgrad von 100% und eine feste Geldmenge, so könnte doch tatsächlich nur investiert werden, wenn Sparen im Sinne von Konsumverschiebung in eine spätere Periode stattfindet. Dieser Gedanke liegt vermutlich der Neoklassik zu Grunde.
Wenn die VWL aber nicht voll ausgelastet ist und (Geld-)Investitionen letztlich, wie WGN sagte, stark von den Entscheidungen der Banken abhängen, dann kann es in t0 ein S von Null geben, das I “aus dem Nichts” finanziert seien (also gerade durch Geldschöpfung) und in einer späteren Periode wieder zum Ausgleich kommen.
In der heutigen Situation gibt es offensichtlich keine vollständige Auslastung der Produktionsfaktoren, weder bei der Arbeit, noch bisher bei den Rohstoffen (“Kapital” ist das Ergebnis einer späteren Periode der Komposition von Arbeit und Rohstoffen und zählt daher nicht). Ebenfalls haben wir ein Fiat-Money-System. Ergo: Brauchen wir das Sparen für die realen Investitionen oder ist es nur eine Folgerung unserer Ordnung? Meiner Meinung nach letzteres, anders als in der Robinson-Crusoe-Wirtschaft, für die die Hypothese Gültigkeit besitzt.
Eine Frage noch: Hat nicht innerhalb unserer Ordnung das Sparen doch einen Einfluss auf den Investitionsspielraum (so er denn genutzt wird) der Banken? Wenn nur lediglich ein größerer Teil der Einlagen als langfristige Spareinlagen umgebucht werden könnten, so wäre der Handlungsspielraum der Banken schon erweitert. Ob daraus Investitionen folgen, ich weiß es nicht. Aber die Möglichkeit ist eher gegeben, isn’t it?
Man kann die Frage so stellen:
Reicht das Gleichgewicht zwischen S und I für ein allgemeines makroökonomisches Gleichgewicht?
Die Neolbieralen: JA (ohne wenn und aber)
Die Keynesianer (die klassische oder monetäre Nachfragetheorie): JA (aber das Geldhorten sorgt für große Probleme, so dass die Antwort de facto NEIN ist)
Gibt es eine andere, logisch schlüssige (mathematisch modellierbare und streng nachweisbare) Antwort?
Ich mache einen Vorschlag. Das Gleichgewicht S = I reicht nicht aus. Die Wirtschaft kann nur im Gleichgewicht sein/bleiben, wenn diese Größen gleich Yk sind
Yk = I = S
Diese quantitative makroökonomische Gleichgewichtsbedingung nenne ich allgemeine Gleichung des Sparens
Auf meinen Webseiten habe ich gerade begonnen, dies zu präsentieren und zu erklären. Die bereits vorhandenen Aufsätze (und es wird weiter gehen):
§ Ein illustratives Musterbeispiel zum Einsteigen
§ Das „reale Sparen“ als Sparen im echten Sinne
§ a – Schlüsselbegriffe und Grundannahmen der realen Nachfragentheorie
§ b – Das Sparen und das allgemeine Gleichgewicht der Marktwirtschaft
§ c – Die methodischen Fragen der Kreislauftheorie und das Modell 3.0
http://www.forum-systemfrage.de/Aufbau/steuerung.php?tbch=ca&schp=rnachfrE
Eine wütende und jede andere Kritik sehr erwünscht
@ Systemfrager (und andere auch)
Eine keinesfalls wütende Kritik: Es kann sehr befriedigend und gleichgewichtsfördernd sein, wenn man etwas unverständliches nicht zu begreifen versucht.
S=I, natürlich ist es so, und nicht anders. Entweder das Ersparte fließt in die “Realwirtschaft” oder es kommt der “Finanzwirtschaft” zu Gute und erzeugt Blasen. Bei “Investition” in die Finanzwirtschaft dürfte die Anzahl derer, die ihre Ersparnisse vermehren, ziemlich übersichtlich bleiben. Das erleben wir doch seit dem Platzen der “New-Economy-Blase”, die heutigen Bewertungsniveaus sind kaum weniger abenteuerlich.
Die Unternehmen haben ca. 30 % Überkapazität. Da wird trotz allen Sparens nicht in die Realwirtschaft investiert. Das Gegenteil war das “Wirtschaftswunder”, trotz sensationeller Konjunktur fand kein Pfennig den Weg in die Aktien, weil die realen Investitionen sämtliches Geld S = I, ansogen. Mit dem heutigen System können wir sowas allerdings als Ulk abbuchen.
Die Frage der “Überkapazität” kann man allerdings als Frage der Wechselkurse betrachten. Dabei gäbe es im globalen System keine Alternative zur Aufwertung des Yuan gegen den Dollar und zur Realbewertung des Dollar gegen den Euro. Nach heutigem Stand hat sich die Globalisierung erledigt. Das Problem ist also unschwer lösbar. Alle derzeitigen Ansätze sind untauglich.
Ich hielte in Anbetracht der zu erwartenden Ergebnisse diese Krise als Typ Japan Krise die Abschottung Chinas durch marktübliche Zölle für das Mindeste. Alle zahlen 20 % und das Entwicklungsland China 4 %, wir lassen uns ja gerne mit Krisen und Rezessionen und sonst welchem Hafer verarschen. Ich brauche Staatseinnahmen und marktübliche Zölle können das Bild erheblich aufhellen.
@WGN
Guthaben ensteht aus Kredit – deshalb entspricht die Geldmenge
der Kreditmenge.
Will das Publikum mehr Guthaben/Geld halten, erzwingt es Kredite durch die realwirtschaftliche Nachfragelücke.
(Unternehmer gehen in den Dispo –
Staat macht zur Vermeidung crash Defizit Spending)
S = I stimmt also immer
aber
S ist heute ungleich solvent/freiwillig I
Deshalb müßt die Guthabenhaltung, durch einen beliebig niedrigen Gleichgewichtszins, auf den solventen(Sicherheiten,reichlich Eigenkapital,Kapitaldienstfähigkeit) und freiwilligen (ohne Deficit Spending) Kreditbedarf begrenzt werden können.
einfache Prinzipumkehr
heute – Geldhaltung bestimmt Kreditmenge
besser – “gute” Kreditmöglichkeiten bestimmen Geldhaltung.
Der überschüssige Konsumverzicht macht dann eine schöne Asset-Preisinflation und Senkung realwirtschaftlicher Renditen wie hier beschrieben.
http://www.weissgarnix.de/2009/11/14/der-10-sekunden-minsky/
Der stille Tod der Rendite
@ Michael 12
>Entweder fließt das Ersparte in die “Realwirtschaft” oder es kommt der “Finanzwirtschaft” zu Gute und erzeugt Blasen.
Ja, so starb der Keynesianismus. Wo bleibt das Geld begraben? Liegen diese gewaltigen Geldmengen in den Kellern der Börsen? Wenn nicht, dann wo ?????????????
@ 9 Antoine Roquentin
“Wenn die VWL aber nicht voll ausgelastet ist und (Geld-)Investitionen letztlich, wie WGN sagte, stark von den Entscheidungen der Banken abhängen, dann kann es in t0 ein S von Null geben, das I “aus dem Nichts” finanziert seien (also gerade durch Geldschöpfung) und in einer späteren Periode wieder zum Ausgleich kommen.”
Warum jetzt wieder ohne explizit genannte Geldmenge?
Die scheint mir der wichtigere Faktor zu sein ggü. der Auslastung.
Wenn man strikt Y=M/rr durchsetzen würde (rr als die reale Umschlagshäufigkeit des echt gebrauchten Geldes, nicht die tautologisch errechnete), könnte auch bei Unterauslastung nichts anderes gelten.
Natürlich mit der oben von WGN angeführten “Sinn”haftigkeit.
..
Natürlich hat das Sparen auch die von ihnen angesprochene Wirkung , allerdings c.p.
1) Ein Maschinenproduzent produziert für 1.000.000€ Maschinen
2) Er weiß nicht was damit
3) Eine Bank produziert 1.000.000€ Buchgeld
4) Ein mittelloser innovativer Garagenunternehmer bekommt 1.000.000€ und kauft die Maschinen
5) Der Maschinenproduzent verdient 1.000.000€
6) Die Bank bekommt 1.000.000€
7) …
Wo ist die Blase?
Waren werden mit Waren gekauft!
S=I
ja, so hätten es einige gern.
S= 1/1 in Riester Rürup und anderen Top Produkten
möglichst über 30 Jahre fix, damit S zu I fließt.
Aber es gibt ja noch die goldene Regel für S
S1 = 1/3 Bares kurzfristig verfügbar
S2 = 1/3 Aktien kurz und langfristig
S3 = 1/3 EM physisch unterm Kopfkissen
S3 fällt zu 100% aus I heraus.
S2 ist zu 100% in I drin
S1 kann in S2 oder S3 gesteckt werden. muss aber nicht.
@Alle
Mir scheint, einige von Euch schmeißen hier Flow und Stock munter durcheinander. “S = I” hat mit Geldhaltung, Kreditaufnahme und dergleichen nichts zu tun, damit greift die Argumentation schon aus in den Stock. Wir reden hier rein über Stromgrößen, i.e. den Anteil des Einkommens einer Periode, der konsumiert oder gespart wird. “I” bezeichnet Investitionen im Sinne der VGR, ergo sind der Finanzmarkt und seine Bubbles ex definitione schon außen vor. Aber immerhin zeigt dieser Hinweis schon in die richtige Richtung, i.e. gespartes Einkommen muß eben nicht im Flow bleiben, sondern kann sich auch im Stock vergnügen (wofür die VGR dann diese Hilfslösung mit den Lagerveränderungen vorsieht, um I=S aufrechterhalten zu können).
Wenn man den Stock aber miteinbezieht, dann ist das fundamentale Gegenargument zu “I=S” das, dass gespartes Geld vor allem zur Schuldentilgung, und damit seiner eigenen Vernichtung eingesetzt werden kann. Die Geldmenge, um dem Wort mal die Ehre zu geben, würde radikal schrumpfen, eine massive Deflation wäre die Folge. Und dennoch würden sich die Klassiker noch immer I=S ans Revers heften, weil sie die auf Halde produzierten Waren non-chalant als Lagererhöhungen und damit als “I” etikettieren würden.
Mit oder ohne Geldschleier: I=S ist als Ausdruck eines kausalen Zusammenhangs reinster Humbug.
@Systemfrager
>Waren werden mit Waren gekauft!
Habe es gestern mal ausprobiert: Ging zum Edeka und wollte 10 Eier und 2 Liter Milch mit einem Bündel frischer Kräuter aus meinem Garten und einer hübschen Holzschnitzerei aus Original Schwarzwälder-Manufaktur bezahlen. Da haben die mich doch glatt ausgelacht.
Was habe ich falsch gemacht?
Literaturtipp für einen, der nach eigener Darstellung schon alles gelesen hat: Simmel, Philosophie des Geldes – da steht’s.
PS: Das fehlende Element in deinem Beispiel heißt “ZEIT”. Zeit ist der große Möglichmacher und der große Killer in einem; nota bene: verstreichende, historische Zeit.
@ WGNX 19
–>”Was habe ich falsch gemacht?”
Du kennst den Einkäufer nicht. Warst mit ihm nicht Golfspielen, hast ihm keine Reise oder Flachbildschirm geschenkt
ansonsten wärst du mit deinen Kräuter schon angekommen. Und hättest dafür Eier mitnehmen können.
@weissgarnix, #5
“Danke für die schöne Gute-Nacht-Geschichte.”
Wie jetzt? War meine Kritik zu substanzlos, um mal etwas ausführlicher darauf einzugehen?
Auch hier keine Antwort: http://www.weissgarnix.de/2009/11/14/der-10-sekunden-minsky/#comments
Läßt mich ganz schön verwirrt zurück!
@ wgnx
Wenn jemand nicht einfache – mein Beispiel oben etwa -, sondern angeblich nur komplizierte Zusammenhänge erklären kann, hat er ein großes Problem.
Also, wo bleibt das Geld begraben?
PS
Simmel habe ich schon längst gelesen – wenn ich bemerken darf, er war kein Ökonom. (Ein Märchenerzähler etwa?)
@hacedeca
Das Gegenteil ist der Fall: Deine Einwürfe sind viel zu ausgefeilt, als dass ich auf die Schnelle darauf antworten könnte. Aber für was Intensives fehlt mir momentan echt die Zeit.
@ holger
Ja, die Finanzkrise hat mit der privaten Rente was zu tun. Was ist die kapitalfinanzierte Rente:
1) Die SPD zwingt mich, jährlich 10.000€ einzusparen und zu investieren
…
2) Die Ackermann-Bank bekommt 10.000€ von mir und wenn es noch 100 dasselbe tun müssen (um für ihr Alter vorzusorgen) bekommt sie 1.000.000€
3) 100.000€ von diesen Ersparnisse bekommt Ackermann&Co und 900.000€ wird einer USA-Bank geliefert, damit diese investiert.
4) Die USA-Bank zahlt ihrem Ackermann&Co 100.000€ und 800.000€ bekommt eine Australien-Bank
5) Die Australien-Bank zahlt ihrem Ackermann&Co 100.000€ und 700.000€ bekommt eine Irish-Bank
6) Die Irish-Bank zahlt ihrem Ackermann&Co 100.000€ und 600.000€ bekommt eine Chile-Bank
7) …
…
Zum Schluss haben all die Ackermans&Co 1.000.000€ “hart” verdient und die Ackermann-Bank-1, Ackermann-Bank-2, Ackermann-Bank-3, … Ackermann-Bank-10 zusammen genommen haben NIX.
Und das ist das, was aus unserer Rente bleiben wird.
Also wo ist das Geld?
“Endogenes Geld” – How-To
Hallo liebe WeissgarniX-Leser,
nachdem ich wgnX’ens kongenialen, nobelpreiswürdigen Beitrag zur Existenz von „Endogenem Geld“ gelesen habe (“10 Sek. Minsky”), kam mir die Idee, eine How-To-Anleitung zu schreiben, wie man sich „Endogenes Geld“ selber basteln kann. Ich kann darüber hinaus verkünden, dass ich den bekannten Do-it-yourself-Superstar Jean Pütz für das Projekt gewinnen konnte. Er hat sich bereit erklärt, mit mir zusammen demnächst eine TV-Doku zum selbstgemachten „Endogenen Geld“ zu produzieren, die dann in der beliebten Sendereihe „Hobbythek“ ausgestrahlt werden wird (@weissgarnix, du kommst in’s Fernsehen … und wirst endlich berühmt!). Denn schließlich, seien wir doch mal ehrlich, so ein paar fette Bündel selbstgemachtes „Endogenes Geld“ in der Tasche kann doch eigentlich jeder gut gebrauchen, oder ? Nicht nur die Bänkstär ! Ich meine gerade auch jetzt, in der Kriiieesäh …
Also, los geht’s !
Zunächst stellen wir uns mal blöd und fragen janz doof: „Wat’ ’iss denn dat überhaupt, ‚Endogenes Geld’?“ . Nun die Antwort fällt hier im Blog natürlich allen leicht, die wgnX’ens obigen Beitrag sorgfältig gelesen und verstanden haben. „Endogenes Geld“, das ist das Geld, das sich die Wirtschaftssubjekte im Kapitalismus selbst nach Bedarf erstellen, um damit im jeweils gewünschten Umfang am Wirtschaftskreislauf teilzunehmen. Einfach, oder ?
Was brauchen wir ?
Wir brauchen einen Kompjutär, einen Scännär, einen guten Farbläysärdruckär. Und wir brauchen einen 500,- Euro-Schein aus eurer Portokasse.
Als erstes scännen wir jetzt den 500-ter-Schein beidseitig ein mit 669 dpi. Anschließend startet ihr bitte eure Fotobearbeitungssoftwäre. An dieser Stelle dürft ihr jetzt gerne euren Spieltrieb ein wenig ausleben – Endo-Geld bietet nämlich durchaus erheblichen Platz für künstlerische Freiheiten auf der Rückseite eures Scheines. Hier könnt ihr also z.B. eine Micky Maus mittig platzieren. Auf die Vorderseite muss allerdings unbedingt ein Porträt-Bild von Thomas Strobl, dem berühmten Erfinder des Endo-Geldes – sonst wird euer Endo-Geld nicht als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert. Kopiert also jetzt bitte alle das Bild vom Thomas – das ist der nicht-blonde von den beiden gutaussehenden, oben rechts auf http://www.weissgagarnix.de abgebildeten Alpha-Ökonomen – mittig auf die Vorderseite. So. Was fehlt ? Genau ! Es fehlt noch ein zünftiges, vertraueneinflössendes Glaubensbekenntnis auf euren Fiat-Endo-Geldscheinen: schreibt bitte kreisförmig um das Porträt vom Thomas den Text „In WeissgarniX and Micky Maus we trust!“. So ist euer Endo-Geld gleich doppelt wertgedeckt !
Als letztes – ein Geheimtip vom erfahrenen „Endogenes-Geld“-Profi
– ändert ihr bitte noch den aufgedruckten Nominalwert von 500,- auf 1.069,- ! Durch diesen raffinierten Kniff können wir nämlich die Produktionskosten unseres Endo-Geldes mehr als halbieren
Die weiteren Schritte dürften klar sein. Endo-Geld ausdrucken, ausschneiden, stapeln und je 50 Scheine mit einem Gummiband fixieren –FäRTISCH !
Was nun machen mit dem tollen selbstgebastelten Endo-Geld ? Nun, am besten gleich ausprobieren ! Für die Herren der Schöpfung bietet es sich an, das Geld – genau wie die richtigen Bänkstär es machen – schnurstracks in’s örtliche Edelbordell zu tragen und dort standesgemäß die Puppen tanzen zu lassen. Und was machen die Damen hier mit ihrem druckfrischen Endo-Geld ? Weiss ich nich’ ! Vielleicht in’s erste Schuh-Haus am Platz gehen und dort in Umlauf bringen ?
Egal. In jedem Fall, ihr werdet mir alle zustimmen, dass Endo-Geld eine wirklich supi Sache ist ! Auch und gerade in volkswirtschaftlicher Sicht ! Denn durch das neo-austro-keynesianische, post-apokalyptische WeissgarniX’sche Endo-Geld gehören hässliche Nachfrage-Gaps endgültig der neoklassischen Liberalllallala-Gechichte an !
Retroliberale Grüße,
herzlichst euer
~ Halbgott ~
PS: http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Pütz
@Jörg Buschbeck
Nein, die Geldmenge entspricht nicht der Kreditmenge. In D gibt es 7 Bill. Kredite und knapp 3,4 Bill. “Geld”. Aber von dem “Geld” sind 2 Bill. Forderungen an die “Finanzwirtschaft”. Der Rest sind Bargeld, Tages- und Termingeld. 1,4 Bill. sind also “Geld” i.e.S., wenn man nicht knallhart sagt nur Bargeld ist wirklich Geld, während 5,6 Bill. “Buchgeld” wären, gern Girageld genannt, keiner kann verständlich erklären, was das wirklich ist. Sicher ist, dass für alle 7 Bill. Schulden Zinsen gezahlt werden sollen, davon 3,4 Bill. an “Sparer” und 3,6 Bill. an die Banken.
@Systemfrager
Das Geld liegt in mehr oder weniger guten Zinspapieren begraben, im schlechteren Fall in den “Bad-Bank-Papieren”, die es schon 2003 gab, es waren 300 Mrd. uneinbringbare Forderungen. Dazu kamen jetzt tolle US-Hypothekenpapiere. Zusätzlich werden wohl oder übel einige Unternehmenskredite ausfallen. Verluste durch Totalausfall der Zinszahlungen, oft der dahinter stehenden Sachwerte, in Höhe von in der Summe um 10 % bei Zinspapieren darf man schon als sehr nennenswert bezeichnen. Egal, ob die Schrottpapiere mit 100 % bilanzieren oder nicht, Zinsausfall ist Totalausfall = Abschreibung, das vermisse ich. Das sind mehr als die Spareinlagen als Geld 559 Mrd. €, die bei Privatpersonen seit 11/08 kontinuierlich steigen und das Niveau von 04/07 wieder erreicht haben. In D gehen also realistisch wohl um 700 Mrd. € “Geld” bevorzugt “Buch- oder Girageld” der Banken auf den Steuerzahler über, der die Zinsausfälle durch höhere Steuern ausgleichen soll.
Die Aktien sind aus meiner Sicht aufgeblasene Kettenbriefe, wenn die Unternehmen sich gut entwickeln halte ich das sogar für berechtigt. Aber die heutigen Kurse reflektieren nicht die realen Käufe und schon überhaupt keine Unternehmensergebnisse oder -aussichten. Danach würde ein DAX bei ziemlich genau 4000 stehen. Und es ist höchst unlogisch bei schwächerem $ DAX gehebelt zu kaufen. Ein Anstieg des S&P wäre als “Abwertungsralleye” logisch. Nur dazu müßte Inflation herrschen, ohne nennenswerte Inflation wertet eine Währung eigentlich nicht ab, umgekehrt würde ein Schuh daraus. Sinkende Einkommen und sinkende Preise lassen sich selbst im Sinne der Zahlen verbiegenden Ökonomen nicht mehr als Inflation vermarkten. Und die Inflationserwartung Sicht Ende 2010 ist 0,8 %. Anfang 2010 gibt es den statistischen Ölpreiseffekt. Das war es dann wieder.
@Systemfrager
>wenn ich bemerken darf, er war kein Ökonom.
Was ja eher für ihn spricht.
>Also, wo bleibt das Geld begraben?
Das Geld ist nicht begraben, sondern es war im Sinne von “Waren kaufen Waren” überhaupt nie da. Die Transaktion A von heute und die Transaktion B von morgen sind zwei ganz und gar getrennte Veranstaltungen, die weder einen quantitativen noch einen qualitativen Nexus aufweisen. Und erst recht keinen kausalen, in dem Sinne, dass Transaktion A zu Transaktion B führen oder Transaktion B Transaktion A voraussetzen würde.
Vor diesem Hintergrund ist “Waren kaufen Waren” zwar eine Weisheit, allerdings eine Binsenweisheit. “Geld” führt tatsächlich eine völlig neue Dimension ein, weil es a) zeitlos b) universell und c) zweckbestimmt ist, wie das Luhmann so schön ausgedrückt hat. Geld kann zwar immer nur eins, und das ist “Zahlen”, aber das kann es immer und überall, und in jeglichem erdenklichen Kontext. Geld kann zB das komplette Warenuniversum von heute völlig links liegen lassen, und sich erst wieder dem Warenuniversum von morgen zuwenden. Oder dem von übermorgen, oder von in 100 Jahren. Welchen Gehalt hätte da die Rede von den “Waren die Waren kaufen” noch? Ja, irgendwann tun sie das vielleicht, aber in der Zwischenzeit hat sich womöglich alles verändert, sind Anbieter reihenweise pleite gegangen und ganze Staaten dem Erdboden gleichgemacht worden.
Wer ernsthaft an “Waren kaufen Waren” glaubt, in mehr als bloß metaphysischem Sinne, hat meines Erachtens noch immer nicht begriffen, worum es beim Wirtschaften überhaupt geht. Zumal er der Klassik/Neoklassik voll auf den Leim gekrochen ist.
@ System
nur für dich zum Nachlesen
Eine Systemrelevante Bank, erhält von einem Systemrelevanten Kunden eine Anzeige, diese sagt aus, dass der Kunde eine +Ein-Jahres- Obligation+ kaufen möchte. Diese ist nicht durch Vermögenswerte gedeckt. Das brauchen die Systemrelevanten nicht.
Die Systemrelevante Bank, nimmt nun ein blankes Stück Papier im Wert von ca. 2 Cent, und bedruckt dieses. Dieser Vorgang wird auch gern als Ausstellen eines Dokuments bezeichnet.
Nun steht auf diesem Dokument, sagen wir mal, 10 Millionen US Dollar Nominalwert. Bedenken Sie, dieses Dokument ist nicht abgesichert. Es ist lediglich von einem Bankbeamten signiert und bestätigt, es besteht nur auf der Vertrauens und Kreditwürdigkeit der Bank.
Dieses Papier hat eine Laufzeit von 366 Tagen, warum? Damit es erst in der nächsten Bilanz auftaucht, und somit +außerbilanziell+ verbucht werden kann.
Hast Du schon mal von den +außerbilanziellen+ Verpflichtungen der HRE gehört?
Jetzt kauft der Systemrelevante Kunde das Papier und gibt der Bank, dafür in Bar 8 Millionen US Dollar, gegen eine Verbindlichkeit von 10 Millionen. Die Bank hat nun die 8 Millionen.
Unter normale Bankregeln (Hebel), kann diese nun 10 bis 20mal soviel verleihen also Minimum 80 Millionen.
Durch den Erhalt des Bargeldes, können nun in der Bilanz 80 Millionen ausgewiesen werden, die verliehen werden können, gegen normale Sicherheiten wie z.B. Immobilien. Auf diese Kredite bekommt die Bank Zinsen, z.B. 6% pro Jahr. Das macht bei 80 Millionen, Zinsen in Höhe von, 6,4 Millionen aus.
Am Ende des Jahres plus ein Tag, werden die 10 Millionen fällig und werden mit dem vorhandenen Bargeld 8 Millionen sowie den 6,4 Millionen Zinsen verrechnet. Zusammen sind das 14,4 Millionen auf der Haben Seite und 10 Millionen auf der Soll Seite. Dieses macht einen Bruttogewinn von 4,4 Millionen aus. Eine Rendite von 44% plus den Wert der Kapitalerhöhung.
Solche Bankinstrumente sind absolut legal, werden nur von Systemrelevanten Banken ausgestellt, sind international handelbar, übertragbar, sofort verkäuflich und beleihbar.
Diese Menge muss im Markt platziert werden. Es muss sich irgendwer, irgendwann verschulden können. Ob das nun Länder, Firmen oder Privatpersonen sind, ist egal.
@Halbgott
Ich wußte, die jüngsten Beiträge würden dich wieder auf Trab bringen
Sehr lustig. Aber nein: das, was du da beschreibst, ist kein “endogenes” sondern ganz und gar “exogenes” Geld – noch dazu eines, das vermutlich nicht akzeptiert werden wird. Was aber bei den anderen exogenenen Geldern unserer Zeit, den ZB-Noten mit Aufdruck “Dollar” und “Euro” drauf, ja vielleicht demnächst auch schon der Fall sein wird. Insoferne hast du tatsächlich ein sehr praxisnahes Beispiel beschrieben, allerdings unter der falschen Rubrik.
I=S hat unsere Wirtschaftskompetenzmonopolpartei FDP auch nie kapiert. Privates Sparen zB für die Altersvorsorge geht nicht, wenn niemand investieren möchte. Allenfalls indem ich mir ein Haus baue und eiserne Bundeswehrrationen in den Keller lege, also Lagerhaltung betreibe.
Das Umlagesystem für die Rente hat dieses Problem nicht, weil das Zwangssparen der Jungen in den Konsum der Alten umgeleitet wird. Außerdem ist dieses System inflationsgesichert.
Das private Spar-Vorsorgesystem zwingt uns, einen Teil unseres Einkommens der Versicherungswirtschaft zu übereignen und es im Ausland, vorzugsweise in den Defizitländern USA und in Spanien anzulegen. Wie erfolgreich diese Taktik für uns ist, kann man an der NIIPA der USA ablesen. Der Amerikaner würde in Deutschland FDP wählen.
@Systemfrager
Von den 7 Billionen sind 2 Billionen Kredite an die “Realwirtschaft”. Das “Geld” fließt keineswegs via Anleihen in Unternehmen.
@ WGN
Ich schreibe Dir in der Hoffnung, dass wir beide und auch andere von dem Diskurs etwas lernen können. Sicherlich ist dieser Ansatz von meiner Seite ein wenig verwegen, da ich mich in der klassischen Literatur bei weitem nicht so gut auskenne, wie Du. Aber ich halte dieses Wissen nicht nur für vorteilhaft, sondern es versperrt i.m. Augen auch oftmals den Blick auf wichtige Aspekte.
Die Argumentationen ähneln sich, wenn man mit Ökonomen redet, nur die Modelle und Annahmen varieren – tritt man in die Wirtschaftsgeschichte über, werden dort viele Modelle und Annahmen vollständig anders gehandhabt. Ich glaube dieser Blick in die Geschichte fehlt vielen WiWi Modellen – wie auch Deinen Überlegungen.
Kommen wir zum Kern meiner Gedanken: I=S habe ich im vorherigen Beitrag eingeworfen um eines deutlich zu zeigen:
S wird von I bestimt – also die Entscheidung des Sparers Geld nicht für den Konsumvon nutzlosem Plunder zu verwenden, sondern für die Zukunft zurückzulegen ist nicht Entscheidend für die Ersparnisbildung. Sondern die MITTELVERWENDUNG mittels Investitionen.
Geld kann nicht von einer Periode in die nächste Transferiert werden, sondern trifft höchstens als zusätzliche Geldmenge auf zukünftige Märkte und treibt die Preise. Es gibt auch einen fundamentalen Unterschied zwischen Sparen und Investieren:
Sparen ist die Einlagerung von Lebensmitteln in einen Vorratsraum – verzicht heute für einen Konsum morgen. D.h. wenn wir für die Rente “sparen” müssten wir alle einen solchen Lagerraum einrichten, von dem wir später dann leben können.
Investitionen verändern / verbessern die Möglichkeit Güter zu produzieren und sollen helfen, dass (plump formuliert) mit weniger menschlicher Arbeit mehr Güter produziert werden können.
Jetzt zurück zu I=S – uns wurde immer vorgegaukelt, dass wir die Welt verbessern, und uns moralisch richtig verhalten, wenn wir unser Geld für die Rente sparen, damit wir dann niemandem auf der Tasche liegen oder auf Sozialleistungen angewiesen sind. Den Menschen wurde vorgegaukelt, dass diese Rücklagen für spätere Generationen – also entweder Vorratsbildung oder Investitionen – mit der Entscheidung das Geld auf die Bank zu bringen sicher sind.
Das ist der Fehler – nicht die Entscheidung nicht zu konsumieren ist das zentrale Element, sondern die Frage was wir Menschen mit den Ressourcen anstellen um die Welt von Morgen zu verändern. Und dieses zentrale Problem möchte ich mit I=S ansprechen – wenn die Bank in den Bau von Swimmingpools investiert, gelten diese ehemaligen Ersparnisse der Bundesbürger volkswirtschaftlich gesehen nicht als Ersparnisse, sondern als Konsumausgaben. D.h. nicht die Bundesbürger, sondern ein anderer hat ihr Geld verkonsumiert.
Folglich hätten es die Menschen auch selbst verkonsumieren können – denn eines ist doch klar – wenn solche Prozesse auf der Makroebene ablaufen, werden keine Ersparnisse gebildet, sondern nur Zahlungsverpflichtungen von Unvernünftige an Vernünftige Menschen, deren Einhaltung in den Sternen steht.
Bei allen Modellen und auch Deinen Überlegungen gibt es keine Unterscheidung zwischen “guten” und “schlechten” Mittelverwendungen. Ich halte die Ersparnisbildung als absolut wichtig, um die Welt von Morgen zu verändern. Dafür müssen die Ersparnisse allerdings auch sinnvoll eingesetzt werden – es ist doch unbestreitbar das es für uns als Menschheit sinnvoller wäre das Geld, die Arbeitszeit und Ressourcen, anstatt in den Aufbau von Yachtflotten, Bugattis, 2.,3. Häuser und die 8. Villa, in die Forschung, Aufbau von Infrastruktur, Gebäudesanierung und Dämmung, alternative Energien, Fusionsforschung usw. investieren würden.
Das Kernproblem ist die mangelnde Verantwortung für die Verwendung der eigenen Ersparnisse. Banken sind nicht zuverlässig. Es gibt genügend Beisiele von Milliardären, die mit ihren Investitionen und Forschungen, die Welt verändert haben. Für den Ottonormalverbraucher ist dies ebenfalls möglich, natürlich nur wenn mehrere kooperieren.
Diese Strukturen des strategischen Investments fehlen heute – es ist also bei weitem nicht so, wie Du schreibst, dass Sparen per se schlecht ist – im Gegenteil. Sparen ist gut, wenn die Mittel richtig verwendet werden, wenn wir Sparen als Gestaltungskraft begreifen, mit der wir die Zukunft gestalten können. Sparen gibt uns die Möglichkeit unsere heutige Welt zu verbessern.
Dieser Prozess muss gesteuert werden, von jedem einzelnen Sparer, jeder ist verantwortlich für die Mittelverwendung seiner Rücklagen – diese Verantwortung fehlt, diese Überzeugung fehlt.
Abschließend: Eig. müsste es S= I + V + C + L sein , wobei V für Verschwendung, C für zusätzlichen Consum und L für Lagerbildung stehen müsste und nur I als wirkliche Investition sinnvoll und erwünscht ist.
@ System hast du # 28 verstanden?
woher bekommt der Systemrelevante die 8 Millionen?
durch ein langfristiges “S” über 366 Tage.
und dann wird das langfristige “S” gehebelt.
gehebelt, gehebelt, gehebelt, das ist der Kunstgriff.
Der Gleichzeitig der Strick ist.
Weil “I” limitiert ist.
@ Logik Ratio # 32
–>Sparen ist die Einlagerung von Lebensmitteln in einen Vorratsraum – verzicht heute für einen Konsum morgen. D.h. wenn wir für die Rente “sparen” müssten wir alle einen solchen Lagerraum einrichten, von dem wir später dann leben können.”
Hier kommt es auf die Konservierung drauf an. Wie lange sind denn die Vorräte haltbar?
Die Zeit spielt eine Rolle. Selbst in der Gefriertruhe, ist nicht alles ewig haltbar. Und die Gefriertruhe investiert nicht.
Deswegen wird so etwas in Gold oder Silber am besten haltbar. Die verrotten nicht.
Und entfalten erst ihre Energie, wenn ich diese wieder einsetzen muss.
@wgn
Du schreibst das Geld ist eine neue Dimension – zustimmung.
Auch das Geld sich zwischen den Warenuniversen bewegen kann – zustimmung.
Aber ist eben nicht dieser Ansatz an sich fehlerhaft? Die Werterhaltungsfunktion des Geldes? Müssten wir nicht damit leben können, dass Geld pro Jahr um 10% entwertet, damit wir eben nicht unsere Kaufkraft übertragen können, in dem wir das Geld unter das Kopfkissen legen?
@nixda
absolute Zustimmung – wobei die kap. Rente auch nichts weiter ist als ein Umlagesystem – nur anders verpackt. Die arbeitende Bevölkerung muss immer (wenn keine Vorratslager angelegt wurden) die nicht arbeitende Bevölkerung mitversorgen.
Die entscheidende Frage ist jedoch, in welchem “Produktionsuniversum” befindet wir uns? Dieses Universum wird von den ehem. Investitionen der Renter bestimmt – diese Entscheiden daher ob ein Auto in 10 Arbeitsstunden montiert wird, oder in 5, ob wir mit Magnetschwebebahnen in 2 Stunden von Hamburn nach München fahren können, oder mit dem ICE in 6 usw.
Die einzige Möglichkeit Arbeitskraft über den Zeithorizont zu transferieren sind – Kinder. Eig. sollte man das Nachwuchsverhalten bei dem Homo Oeconomicus ebenfalls als Investitionsentscheidung betrachten.
Die Produtkions und Wissensverhältnisse verbessern sich allerdings nicht einfach durch “Ersparnisbildung” sondern die Mittelverwendung durch Investitionen ist entscheidend.
Historisch betrachtet: Einige Länder in Europa haben sich für einen Modernisierungskurs entschieden und begonnen immer bessere Maschinen zu bauen – dafür mussten Sie aber erst einmal mehr proudzieren, als zum überleben notwendig war und diese Ersparnisse sinnvoll verwendet. Andere Länder, wie z.B. China, haben einen anderen Weg eingeschlagen und Ersparnisse als Edelmetall gehortet – China betrieb den Außenhandel nur gegen Bezahlung in Edelmetallen (Daher auch die Opiumkriege). Wenn man den Kaiserpalast betrachtet – eine gewaltiges Gebäude, aber auch eine Investition in die Zukunft, in ein besseres Produktionsuniversum?.
Das ist der Kern meiner Kritik – die Bond und Finanzmärkte können nicht durch die unsichtbare Hand gesteuert richtige Investitonsentscheidungen treffen. Der Mensch ist das einzig bekannte Wesen, dass diese Entscheidung treffen kann und daher muss. Diese Verantwortung geben wir alle ab, wenn wir das Geld zu einer x – beliebigen Bank geben, oder stumpf in ein Unternehmen “investieren” (Wobei hier oft nur Vermögenswerte gehandelt und Neubewertet werden).
Die Börse hat ihre Bedeutung, teure Projekte gemeinschaftlich zu finanzieren, doch weitgehend verloren. Wir Bürger müssen wieder selbst bestimmen wie unsere Ersparnisse unsere Welt verändern.
@Systemfrager:
Keine wütende, sondern belustigte “Kritik”:
Hat Nassau W. Senior das Senioritätsprinzip soweit getrieben, dass er mit dem Sterben 174 Jahre wartete? “(Nassau W. Senior, 1790-1964)”
@holger
zustimmung. natürlich ist nicht alles ewig lagerbar. Im übrigen hat Napoleon noch vor 200 Jahren einen Preis ausgeschrieben für die Erfindung von Lagerungstechniken, die Lebensmittel lagerbar und haltbar machen. Dieses Lagerungsproblem war vor nicht all zu langer Zeit ein zentrales Problem der Menschheit.
Lebensmittel u.a. können heute, denke ich, über 30-40 Jahre gelagert werden – wahrscheinlich mit mehr Aufwand auch länger. Andere Produkte sogar länger – z.B. Plastik zerfällt nur langsam, wenn überhaupt, usw.
Natürlich ist es auch unmöglich z.B. medizinische Produkte oder Dienstleistungen “einzulagern”. Aber ich denke das Bild ist auch ohnehin schon deutlich genug – “reines Sparen” geht einfach nicht (gut).
@Logik-Ratio
Die Antwort auf deine Frage liegt in Keynes’ Euthanasie des Rentiers. Wenn der “gute” Konsument sich richtig verhalten will, dann soll er moralisch einwandfreie Produkte kaufen, damit finanziert er eine “bessere” Welt quasi automatisch, und noch dazu auf deutlich stabilere Art (interne Cash Flows) als das über Schulden und EK-Investments je möglich wäre.
Solange der Sparer aber so renditegeil ist wie heute, kannst du dir derartige Szenarien abschminken, befürchte ich.
@ WGNX # 38
–>”Solange der Sparer aber so renditegeil ist wie heute, kannst du dir derartige Szenarien abschminken, befürchte ich.”
Durch die Renditegeilheit, wird nur noch in Cashcows investiert wenn überhaupt notwendig.
Produktlebenszyklus. “Trikot der Fussball Profi Klubs, wird deswegen immer geändert” nur als Beispiel.
Das führt bei S ungleich I zur Stagnation. Der weiteren Entwicklung.
Die Abschöpfung, ist momentan oberstes Gebot.
@wgn
Zustimmung – natürlich ist das Konsumverhalten ebenfalls wichtig. Aber schauen wir uns doch einmal unseren Wohlstand heute einmal an – vieles von den gekauften Konsumgütern ist einfach überflüssig. Wir alle kaufen des Kaufens Willen. Wir ersticken in unnötigen Produkten. Ob wir diese nun ökologisch Einwandfrei gekauft haben, oder nicht – unnötig bleibt unnötig.
Aber auch bei meinen Kaufentscheidungen habe ich oft nur die Wahl zwischen Pest und Cholera – Einerseits ist für mich der Lean-Gedanke wichtig, also auch der Preis, andererseits möchte ich ökologische Produkte kaufen, von Verantwortungsvollen Unternehmen – oftmals bekomme ich das eine, allerdings nur im preislichen Spitzensegment, wo bereits ausgeschlossen ist, dass damit eine breite Bevölkerung versorgt werden kann, andererseits ist das Unternehmen oft eine Black-Box von der ich nicht weis, ob Sie wirklich das hält, was sie verspricht.
Wir können die Welt daher nicht alleine durch unsere Konsumentscheidungen beeinflussen – obwohl ich Dir zustimme, dass dies eine wichtige Steuerungsvariable ist.
Eine andere Steuerungsvariable ist unser Verhalten generell – weniger Konsum bedeutet auch weniger Ressourcenverbrauch. Dann besteht allerdings das Problem der nicht geräumten Märkte – d.h. wenn ich auf Konsum verzichte muss ich das gesparte Geld auch investieren.
Der 2. Stellhebel ist in meinen Augen die Mittelverwendung, z.B. das Spenden von Geld an NGOs (wobei auch hier einige das Geld nicht sinnvoll einsetzen) oder die Investition in bestimmte Projekte, z.B. Gebäudesanierungen/Wäremdämmungen usw.
Insgesamt kommen wir hier, alledings nicht an der Rolle des Staates und der int. Staatengemeinschaft vorbei – manche von ihr gesetzten Regeln können einfach kaum durch Engagement auf der Mikroebene ausgeglichen werden. Nehmen wir z.B. das Engagement von Hilfsorganisationen – die Wirtschaft des Helfens verdrängt die lokale Wirtschaft und ist abhängig von Hilfsbedürftigen – ohne diese keine NGO und ohne Elend keine Spenden…..
Was hilft es z.B. in landwirtschaftliche Projekte in Afrika zu investierne, wenn die EU wieder Agrarexportsubventionen beschließt? Manche aktuelle Probleme, wie z.B. auch das fehlerhafte Geld und Finanzsystem können nur auf einer übergelagerten politischen Ebene gelöst werden – meine Konsumentscheidung hilft hier nicht weiter.
Denkbar wäre hier eine 3. Stellschraube, mein gespartes Geld für Aufklärungskampagnen zu verwenden, oder für unabhängige Medien, usw.
Insgesamt kommen wir nicht um die einfache Tatsache herum, dass wir mit Ersparnis/Eigentum Verantwortung übernehmen müssen. Die Klasse der Eigentümer und Besitzer – meist auch ältere und reifere Mitbürger – gestaltet mit dieser Mittelverwendung unsere Gesellschaft von heute und morgen.
Es liegt in ihrer Hand das Geld für die Bildung des eigenen oder anderen Nachwuchses zu investieren, Forschungsprojekte zu unterstützen usw. Eventuell kann es sogar im Interesse sein, das Geld nicht zu sparen, sondern zu Spenden – sozusagen ein Investment ohne die Chance auf Rückzahlung. (Wobei ich das nicht als “Consum ansehe) z.B. die Einrichtung von Stipendien für Kinder aus sozialschwachen Elternhäusern, Nachhilfeprogramme etc.
@ Peter Lehmann 36
Es ist ihm aber nicht gelungen. Aber WGNX kennt sich mit der Zeit blendend aus, da bin ich mir nicht so sicher
Natürlich ist S=I oder umgekehrt I=S zu etwas tauglich:
Diese Weisheit löst regelmässig endlose Nonsensdiskussionen aus, die aber immerhin die ganze Schönheit wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsergebnisse ans Licht bringt.
Jedenfalls für die, die heillose Verwirrung für ein ästhetisches Ereignis halten.
So kann ich auch ein bisschen beitragen: Die meisten Investitionen sind auch nur Konsum. Die Verwirrung fängt schon mit den Vokabeln an.
@ holger 33
> Weil “I” limitiert ist …wird das langfristige “S” gehebelt, gehebelt, gehebelt, gehebelt, das ist der Kunstgriff. Der Gleichzeitig der Strick ist.
So nett von, dir ich mag Keynesianer so sehr …
Warum aber nicht genug investiert wird (so dass Ackermanns immer mehr zu ihrem Gehalt umschichten müssen – was nur Konsum bedeutet):
a) Weil die Menschen einfach nicht verbrauchen wollen (Bedürfnisssätigung)?
b) Weill die Löhne so hoch sind, dass dies risikoreich ist
c) Weil es Nachfragemangel gibt[1]
- – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - -
[1] Eine Erklärung hätte ich: Den Nachfragemangel entsteht immer wenn dies NICHT stimmt: Yk = I = S
“Sparen die Arbeiter, kann ihr Geld für bessere Fertigungsmethoden verwendet werden, sie bekommen für ihre 50 nicht mehr 10 Güter, sondern von mir aus 12 in besserer Qualität. Die Wohlfahrt der Arbeiter steigt.”
Dieser einzelne Satz offenbart die neoliberale Grundeinstellung. Wenn die ARBEITER sparen, wird diese Ersparnis in bessere Fertigungsmethoden investiert… whoops, aber das bedeutet ja den Arbeitern gehört die Fabrik?
Natürlich nicht. Gemeint ist vielmehr: wenn die Arbeiter sich etwas mehr einschränken und auch mit weniger Lohn auskommen, steigt der Wohlstand für alle, weil der Unternehmer oder die Aktionäre mit dem eingesparten Geld gleich wieder was gutes für die Menschheit tun.
Und somit bedeutet weniger Geld mehr Wohlstand.
Als logische Konsequenz müsste man eigentlich den verbindlichen, niedrigen Einheitslohn für alle einführen – Ärzte, Bauarbeiter, Fabrikarbeiter und Bankmanager.
Herrjeh, wie unser aller Wohlstand doch steigen könnte, wenn sich nur jeder mit einem Appel und nem Ei zufriedenstellen liesse.
@CCA, #44
“Wenn die ARBEITER sparen, wird diese Ersparnis in bessere Fertigungsmethoden investiert… whoops, aber das bedeutet ja den Arbeitern gehört die Fabrik?
Natürlich nicht. Gemeint ist vielmehr: wenn die Arbeiter sich etwas mehr einschränken und auch mit weniger Lohn auskommen”
Du lügst!
Das Beispiel ist fehlerhaft.
Woher stammen die?
Der Gewinn verschwindet wo ins Nirvana oder was willst du uns hier verkaufen? Einen Endloskreislauf, bei der das Geld nie bei irgendjemanden verbleibt? Das ist Unsinn.
Sprich negativer Finanzierungssaldo von 50.
Irgendwo muss der positive Finanzierungssaldo von 50 hin = Sparen. Das fehlt bei dir völlig. Sorry, aber daher ist dein Beispiel Kokolores.
Es sollte darauf hinauslaufen:
- Einkommen Haushalte 50+50=100,
- Einkommen Unternehmen 100-50 = 50
- Finanzierungssaldo Haushalte: 50 = Sparen
Mach die Rechnung doch gleich mit dem Wirtschaftskreislauf. Dieser einfache ohne Ausland reicht mir da völlig aus:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/9/9e/Wirtschaftskreislauf_Staat.PNG
Gruß!
“Mir scheint, einige von Euch schmeißen hier Flow und Stock munter durcheinander.”
Und ich dachte, das muß man machen, das gehört zum guten Ton und ist allgemeiner Konsens, wenn man hier mitspielen will!
@ wgnx
>Geld kann zB das komplette Warenuniversum von heute völlig links liegen lassen, und sich erst wieder dem Warenuniversum von morgen zuwenden. Oder dem von übermorgen, oder von in 100 Jahren.
Wenn das Geld nicht die Waren von heute kauft, sondern irgendwann irgendwelche Waren in der Zukunft, dann
Wo liegt das Geld (heute) begraben?
@tar
>Das Beispiel ist fehlerhaft.
Glaub ich nicht.
>Woher stammen die?
Nicht aus dem Flow – und alles andere ist für diese Debatte nebensächlich. Aus Adam Smiths Lohnfonds, Marxens ursprgl. Akkumulation, einem im Wald gefundenen Goldschatz, einem Kredit von der Postbank ….. your choice.
>Einen Endloskreislauf, bei der das Geld nie bei irgendjemanden verbleibt?
Keineswegs. Aber es dürfte doch wohl unstreitig sein, dass innerhalb des KG-Sektors realisierte Gewinne noch innerhalb ein- und derselben Periode wieder verausgabt werden können. Das wirkt auf den KG-Sektor gewinnerhöhend. Das ist lupenreine Mainstream-VWL, mein Lieber – zwar nicht erstes aber auch nicht viel höher als drittes Semester.
>Sprich negativer Finanzierungssaldo von 50.
Stimmt ja nicht, weil finanziert sind die 50 ja durchaus, siehe oben. Das ist ein negativer Einkommenssaldo, landläufig auch “Verlust” genannt.
>Irgendwo muss der positive Finanzierungssaldo von 50 hin = Sparen
Du verwechselts Flow mit Stock. “Sparen” als Einkommensverwendundung ist nicht identisch mit “Erspartem” als Geldsumme auf dem Sparbuch, Fondsanteilen usw.
Kennst du keine Vermögensänderungskonten?
Stell die bitte mal auf. Danke.
Gruß!
@enigma
>Und ich dachte, das muß man machen, das gehört zum guten Ton
Normalerweise läßt es mich auch relaxed, aber in dem Thread geht’s da ja wirklich drunter und drüber. Wenigstens weiß ich jetzt, dass das VWL-Studium doch für irgendwas gut war …
@tar
>Kennst du keine Vermögensänderungskonten?
Um die geht es hier nicht.
@wgnx
“Solange der Sparer aber so renditegeil ist wie heute, kannst du dir derartige Szenarien abschminken, befürchte ich.”
Siehste und jetzt sind wir wieder da wo wir ganz am anfang waren warum schreiben wir den Banken nicht vor wo sie investieren dürfen und wo nicht zb keineWaffen oder was wir noch alles so moralisch verwerflich finden…
Weil wir nicht die Macht dazu haben.
Ende der Geschichte jetzt kannste das Blog zumachen und darauf warten das die Menschen das kapieren in 100000 Jahren wenn wir bis dahin nicht abgesoffen sind oder uns gegenseitig umgebracht haben.
Wenn man jetzt ein Liberaler ist sagt man einfach die Menschen wollen das so und drun bin ich Konservativ und sage Werte gehören in Gesetze gegossen.
Ende der Durchsage
@Nanuk
>Weil wir nicht die Macht dazu haben.
Ich glaube eher: weil wir das gar nicht wollen.
>Ende der Geschichte jetzt kannste das Blog zumachen
Wo würdest du dann deine ganzen Youtube-Clips posten, hä?
@weissgarnix
“Ich glaube eher: weil wir das gar nicht wollen. ”
Ja damit lebt es sich einfacher das stimmt schon…
Mal kurz ne andere Frage: gibt’s hier irgendein Geheimnis mit Trackbacks?
@Markus
Wir nehmen nur Kickbacks, brauchst du ne Kontonummer?
Nee, im Ernst: Was ist dein Problem?
…WGN bastelt ja fleißig (?) an einen “Ding” herum – vielleicht sogar an der dringend nötigen “Positiven Vision” die die Mühen der Ebene lohnt …
“Depression, so argumentieren einige Sozialpsychologen, ist die Folge einer tiefen Ernüchterung, eines besonders klaren Blicks auf das Getriebe der Welt um uns herum. Depressive Verzagtheit entsteht durch die Erkenntnis, dass die Welt unverbesserlich und auch durch noch so große Anstrengung nicht zum Guten zu verändern ist. Depressive sind im Grunde Hyperrealisten, sie sind nicht mehr fähig zu jenen lebensnotwendigen positiven Illusionen, die uns – entgegen der Wahrscheinlichkeit – immer wieder neu beginnen und auch das unmöglich Erscheinende versuchen lassen. Depressive haben die rosarote Brille abgelegt, sie sind „sadder but wiser“ – aber ihre Klugheit macht sie krank. In der Depression liegt die Anerkennung der eigenen Machtlosigkeit: Es hat doch alles keinen Zweck! Positive Illusionen, das zeigt die psychologische Forschung, sind die permanenten und systematischen Selbstüberschätzungen, die wir brauchen, um morgens überhaupt aufzustehen. Nur wenn wir uns mehr zutrauen, als es unseren Möglichkeiten und Fähigkeiten entspricht, fassen wir Lebensmut und riskieren etwas. Zum gesunden Menschsein gehört offenbar ein Mindestmaß an Verkennung von Realitäten und fast mutwilliger Unterschätzung der Schwierigkeiten. Die Passivität, die mit einer Depression häufig einhergeht, ist nach den Erkenntnissen der neueren Forschung in erster Linie ein Selbstschutzmechanismus der überforderten Psyche. Das erschöpfte Selbst zieht sich in eine Schonhaltung zurück.” – Heiko Ernst, “Wie uns der Teufel reitet” -
http://ad-sinistram.blogspot.com/2009/11/sit-venia-verbo.html
Zitat Logik-Ratio
“Die arbeitende Bevölkerung muss immer (wenn keine Vorratslager angelegt wurden) die nicht arbeitende Bevölkerung mitversorgen.”
Na da stimme mal eben zu. Da es keine relevanten Vorratslager in Naturalien gibt also immer und umfassend richtig.
“Die entscheidende Frage ist jedoch, in welchem “Produktionsuniversum” befindet wir uns? Dieses Universum wird von den ehem. Investitionen der Renter bestimmt ”
Nur *was* haben die Rentner “Investiert”? Die Formulierung impliziert, das es (ausschließlich) das jew. selbst gesparte war. Das sollte in Zeiten der Geldschöpfung und des Fiat-Money jedoch so nicht der Fall sein. Und damit ist die Frage auch nicht ganz so entscheidend wie dargestellt.
Grüße
ALOA
@aifran
Das man dieses Irrenhaus nur mit ner Rosa Brille ertragen kann ist mir schon klar…
http://tinyurl.com/ygsn3gl
http://www.youtube.com/watch?v=t76uTpxZwfE
@aloa5
Eigentlich sind die Arbeitszeit und die verfügbaren Ressourcen / Ressourcenverbrauch die entscheidenden Variablen in einer VWL. Wir brauchen immer einen bestimmten Zeiteinsatz um unser Überleben zu sichern, den Bestand aufrecht zu erhalten – mit der restlichen Zeit / Ressourcen können wir uns dann entweder einen schönen Tag gestalten, oder wir investieren Sie in den Afubau einer besseren Infrastruktur usw.
Alles andere sind Schleier, Verrechnungsinstrumente usw. – wie auch immer, die Rentner haben die politische und wirtschaftliche Welt durch ihre Handlungen mitgestaltet, wie auch ihre Väter vor Ihnen.
In dieser langen Kette haben die Entscheidungen (der Investitionen) dazu geführt, dass wir heute unsere Felder mit Traktoren bestellen und nicht mit Pferden, aber vielleicht könnten wir bereits einen Schritt weiter sein, und unseren Treibstoff für die Traktoren selbst herstellen, den Dünger selbst durch Recycling herstellen?
Am Ende ist es immer die Entscheidung von irgendwem oder eines Kollektivs.
@Systemfrager
“Wo liegt das Geld (heute) begraben?”
in der Tat nirgends anders als unter dem modernen Kopfkissen, genannt “Finanzwirtschaft”, welche sich neben der Realwirtschaft etabliert hat. Solange diese Tatsache nicht akzeptiert wird, können die netten VWL-Diskussionen wie hier vorgeführt end- und sinnlos fortgesetzt werden.
Aus dem Kreislauf der Realwirtschaft wird beständig Geld abgezweigt, welches nicht in den Kreislauf zurückgeht sondern unter das Kopfkissen wandert und dort gehortet wird. ( aus dem flow in stocks and related derivatives
)Da Omas Kopfkissen aber keine Rendite abwirft haben sich smarte Banker nette Äquivalente einfallen lassen, die man gegen Provisionen im Sinne von Wetten hin und herschieben kann. Das Ganze ist ein Nullsummenspiel bei dem einer gewinnt, was ein anderer verliert. Damit der Schwindel nicht gleich auffliegt, muss ständig neues Geld aus der Realwirtschaft nachgeschoben werden, sonst ließe sich die Illusion “Geld arbeitet” nicht aufrecht erhalten. Andernfalls gäbe es keine Rechtfertigung mehr für kapitalgedeckte Renten und Versicherungen. Erst wenn auch unsere Politiker realisieren, dass “Geld nicht arbeitet” werden sie umsteuern und die steuerlichen Rahmen so setzen können, dass es sich wieder lohnt, in der Realwirtschaft zu investieren, statt in der Finanzwirtschaft Monopoly zu spielen.
@ 58 weissgarnix:
Hatte diesen Beitrag und “ecce homo oeconomicus” in einem Blogpost von mir verlinkt (http://guardianoftheblind.wordpress.com/2009/11/15/die-neoklassik-und-ihre-mythen/) und Trackback gesendet, erscheint aber nicht …
@ Geronimo
Ja, ei ist aber eine Sache, wie die Banken in den letzten Jahrzehnten das Volk ausgeraubt haben. Dies bedeutet aber nichts mehr, als dass unsere Einkünfte in den Taschen der Reichen liegen (was dann weiter zur Zinsknechschaft führt). Aber woher kommt die reale Krise?
Sismondi und Keynes (Einkommen-Ausgaben-Modell) würden sagen, die Reichen verbrauchen weniger, so dass dies – über den Nachfragemangel – zur realen Krise geführt hat. Ist dies eine glaubwürdige Erklärung? Wer daran Glaubt, muss erklären wo das Geld geblieben ist. Man merkt aber, keiner hat eine Ahnung.
Mal eine ganz und gar gesponnene Idee…natürlich völlig unmöglich!
Was hindert die heutigen Bänker eigentlich daran sich gegenseitig
( ich meine wirklich persönlich!) Geld zu” leihen” ( Möglichkeiten und Kanäle werden leicht zu realisieren sein..) und diese “Forderungen” wegen nicht eintreibbaren Ausfällen in Bad Banks
zu verlagern oder in schönen bunten Paketchen an gierige
Dumpfbacken zu verhökern?
Ich hoffe nicht dass ich unsere Bankelite da auf einen Gedanken
gebracht habe:))
Aber die lesen ja hier Gott sei Dank eh nicht mit…tralala…
Systemfrager
“Sismondi und Keynes (Einkommen-Ausgaben-Modell) würden sagen, die Reichen verbrauchen weniger, so dass dies – über den Nachfragemangel – zur realen Krise geführt hat. Ist dies eine glaubwürdige Erklärung?”
Wenn das keine ist dann gibt es keine! Wenn du im Monat 1 Million
Euro verdienst ( ich wollte jetzt nicht so hoch greifen, über diese
Summe lachen in der Welt mittlerweile eine erkleckliche Zahl von
Superreichen, schau dir nicht nur die Einkommensentwicklung
sondern auch die Besitzverhältnisse an!) dann wirst du natürlich
alles verkonsumieren, oder? So jeden Monat ein neues Haus, einen
neuen Daimler, einen neuen Diamantring und der Gattin jeden
Monat ein neues Collier,dass muss schon sein. Und dann muss
dieser Mist ja auch irgendwohin, es sei denn man gibt das ” Alte”
immer wieder in Zahlung…
Es gibt real nur ein einziges Problem! Und dieses Problem IST der
Sand im Getriebe der Volkswirtschaft. Die Verteilung ist scheiße!
Aber wem erzähle ich das? Hier in diesem Profiblog der Ökonomen.
Geronimo #63
Unterschreibe ich!
Im Grunde ist es schwer zu sagen. Die japanischen Sparweltmeister haben sich ebenso in die Krise hineingewurschtelt wie die amerikanischen Konsumweltmeister, von den deutschen und chinesischen Exportweltmeistern gar nicht erst zu reden. Am Sparen liegt’s also offensichtlich nicht.
Alles hängt vielmehr davon ab, was die Banken mit dem Geld anfangen. Sie erhalten neues Geld praktisch umsonst von den Zentralbanken und sollen es gegen Zinsen ausleihen. Von der Differenz, dem Spread, sollen sie leben — so lautet die Theorie. Da ihnen dieser Profit aber nicht ausreicht, spekulieren sie lieber mit dem Geld. So entgehen der Wirtschaft die Kredite, und die Banken verursachen Blasen mit ihren Spekulationen.
@wgn
“Wenigstens weiß ich jetzt, dass das VWL-Studium doch für irgendwas gut war …”
So, dann hilf mir mal bitte.
Sparen ist also laut offizieller Definition also nicht zwangsläufig Konsumverzicht da “Konsum” realer Investitionsgüter auch als Sparen definiert ist.
Für realwirtschaftliches Gleichgewicht kommt es bei angestrebter Preisstabilität und außenwirtschaftlichem Gleichgewicht dank eines funktionierenden Wechselkurssystems also auf folgendes an:
Saldo des Konsumverzichts aus Einkommen =
Saldo des kreditfinanzierten Zusatzkonsums.*
Welche korrekten Begriffe /Agregate bilden diese Salden für einen VWLer verständlich ab?
Danke JB
*Konsum meine ich hier reale Konsumgüter und reale Investitionsgüter – wozu für Nachfragebetrachtungen unterscheiden?
@ Systemfrager
“Aber woher kommt die reale Krise?”
die Krise der Realwirtschaft hatte begonnen, bevor das Kartenhaus der Finanzwirtschaft begann zusammen zu brechen. Die globalen Ungleichgewichte – D und China produzieren, der Rest konsumiert – konnten nicht ungestraft bleiben. Die Finanzkrise hat diesen Zusammenbruch beschleunigt. Dummerweise haben die smarten Banker ja nicht nur mit dem gehorteten Geld gespielt, nein, sie haben sich auch noch mit billigen Krediten der Zentralbanken eingedeckt – leverage ist gut, solange er für Dich arbeitet. Dumm, dass die Sache aufgeflogen ist, nun müssen die ZB-Gelder alle zurückgezahlt werden. Da beim Zocken aber kein Mehrwert generiert worden ist, muss das zurückzuzahlende Geld der Realwirtschaft entnommen werden. Also wird der Realwirtschaft zusätzlich Geld entzogen, ergo weniger Geld für Konsum und Investitionen.
@Jörg Buschbeck
>So, dann hilf mir mal bitte.
Mache ich das nicht andauernd?
>Sparen ist also laut offizieller Definition nicht zwangsläufig Konsumverzicht da “Konsum” realer Investitionsgüter auch als Sparen definiert ist.
Nope. “Sparen” einer Periode umfasst alles, was aus dem Gesamteinkommen dieser Periode nicht konsumiert wurde.
Y=C+S, ergo: S= Y-C
Welche Investitionsgüter jetzt tatsächlich als solche angesehen werden sollten, und welche nicht, ist eher eine philosophische Diskussion. Offiziell wird meines Erachtens der Aspekt der Langlebigkeit überbetont und der der Produktivität etwas vernachlässigt. Aber da gibt es unzählige Meinungen zu.
>Saldo des Konsumverzichts aus Einkommen =
Saldo des kreditfinanzierten Zusatzkonsums.*
Auf extrem vereinfachte Art und Weise und unter den von dir genannten Bedingungen: ja. Wobei letzteres ja einen Namen hat, nämlich “Staatsdefizit”.
63
“Erst wenn auch unsere Politiker realisieren, dass “Geld nicht arbeitet” werden sie umsteuern und die steuerlichen Rahmen so setzen können, dass es sich wieder lohnt, in der Realwirtschaft zu investieren, statt in der Finanzwirtschaft Monopoly zu spielen.”
und da hört ich doch mal unseren Wirtschaftsweisen Bert Rührup tönen: “die Rente unserer Kinder erwirtschaftet das achte Weltwunder-nämlich Zins und Zinseszins”
und da dacht ich, wenn wir sowas ausgeliefert sind, sind wir verloren – es scheint, wir sinds wirklich
Nirgends ein Lichtblick, wenngleich Änschela ja angedeutet hat, dass wir auch scheitern könnten – ich glaub, die weiß, was ich weiß, aber sie sagt es noch vorsichtig
Ohne einen friedlichen totalen Neustart des Finanzsystems – rücksichtslos – gibt es nur einen Neustart über das Schlachtfeld
wahrscheinlich geschieht das, worin die Herrscher des jetzigen ihren Vorteil sehen
@wgn
danke
und nun – wie lautet die Staatsschuldenformel bei Nullinflation?
Staatsschulden = Konsumverzicht – nichtstaatlicher Zusatzkonsum auf Kredit – Exportüberschüsse ?
Grüße JB
@weissgarnix
Buch – Tipp ( etwas off-topic , zugegebenermassen ) .
Du bist doch immer hinter interessanter Literatur her, wie ein Wilder.
Am Wochenende konnte ich im ICE etwas in dem Buch “Fünfzig Jahre im Auftrag des Kapitals.” von Edgar Most schmökern (passenderweise auf der Strecke zwischen Jena und Leipzsch).
Interessant und amüsant! U.a. sagt er, die DDR war am Schluss nicht pleite (na,na!), und er schildert, wie er den Kubanern Nachhilfe über das Wesen der Ware-Geld-Beziehung gab.
Wer ist Edgar Most?
“… Er wechselte später in die Zentrale der DDR-Staatsbank und stieg bis zum Vizepräsidenten auf. In den Wendejahren war er Verhandlungspartner für alle führenden Köpfe vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl bis zum Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper. Im Dezember 1990 wurde er Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank in Berlin. 2004 ging er in den Ruhestand.”
Hat was zu Erzählen der Mann. Sehr gut gefällt mir , wie er dem Kohl die Währungsunion ausreden wollte, weil dann die Ostbetriebe pleite gingen.
Kohl antwortete: Ich bin Politiker und muss politisch entscheiden, Ihr Wirtschaftler werdet die Probleme schon lösen.
@ Geronimo # 71
>die Krise der Realwirtschaft hatte begonnen, bevor das Kartenhaus der Finanzwirtschaft begann zusammen zu brechen. Die globalen Ungleichgewichte – D und China produzieren, der Rest konsumiert – konnten nicht ungestraft bleiben.>
Sehe ich auch so (mit der etwas anderen Formulierung „nicht sichtbare Krise der Realwirtschaft“), würde das Szenario „D, China und der Rest“ aber GENERALISIEREND erweitern:
Produktion und Konsum mussten praktisch überall durch Verschuldung so ausgeweitet werden, dass das Problem der Arbeitslosigkeit noch beherrschbar blieb.
>Da beim Zocken, (das auf leverage beruht), aber kein Mehrwert generiert worden ist, muss das zurückzuzahlende Geld der Realwirtschaft entnommen werden.>
Das ist aus meiner Sicht:
Deleverage der Realwirtschaft, was natürlich jetzt sichtbare Krise der Reawirtschaft heißt.
Gegenrezept:
Verschuldung der Staaten, um die output-Lücke zu schließen.
Also:
Weiter so – mit Führungswechsel bei der Verschuldung.
Es geht hier nicht um Vermögensänderungskonten?
Was soll das bitte?
Die Formel S = I^n + FS ergibt sich nunmal aus den Vermögensänderungskonten der Volkswirtschaft bei der ex post Betrachtung. Sparen ergibt sich dabei eben auch aus einem positiven Finanzierungssaldo. Für die geschlossene Volkswirtschaft gilt dann S = I^n.
Also wenn du mir hier verklickern willst, dass die Unternehmensgewinne von KG entweder reinvestiert, für Lohnzahlungen oder eben nicht verwendet werden – und dies nirgendwo als I_U, Y_H und in der Folge als S_H oder gleich als S_U auftaucht, so zweifel ich ernsthaft deine Schlussfolgerungen an.
Ich verwechsel hier auch nicht Flow mit Stock, denn es handelt sich ja hier immer um Stromgrößen, mein Bester.
Gruß!
sorry – Bestand/Fluss also wieder
Saldo
und nun – wie lautet die Staatsschuldenformel bei Nullinflation?
Saldo Staatsschulden = Saldo Konsumverzicht aus Einkommen – Saldo nichtstaatlicher Zusatzkonsum auf Kredit – Exportsalden?
Grüße JB
Ohne dich ärgern zu wollen – zeige mir doch bitte mal das C_U in der VGR. Das gibt es leider überhaupt nicht, weil Unternehmen können nur investieren. Das ist wohl dein Denkfehler – Konsumgüterunternehmen und Investitionsgüterunternehmen zu trennen. Beides sind und bleiben Unternehmen. Konsum, wie du schön sagst, ist dabei eben eine Investition.
Schau dir doch bitte mal die Konten der VGR an:
http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/vwl2/downloads/makro1/Konten.pdf
Gruß!
@wgn
Wenn wir einmal die Frage näher diskutieren, was Investitionen sind, dann diskutieren wir doch eigentlich was unseren technischen Fortschritt ausmacht. Oder täusche ich mich? Denn Investitionen verändern unsere “Technologie”, zumindest ex Post.
Meine zentrale Frage ist also, was generiert eurer bzw. vor allem Deiner Meinung unseren technischen Fortschritt und können wir diese Variable endogen durch Veränderungen des Systems steuern?
Dietmar Tischer 76
Gegenrezept:
Verschuldung der Staaten, um die output-Lücke zu schließen.
Also:
Weiter so – mit Führungswechsel bei der Verschuldung.
kommt der schwer Drogenabhänge zu seinem Dealer … einen Schuss, einen Schuss – bitte, bitte – he Junge mit dem total zerstochenem Arm hier geht nun wirklich nichts mehr – jetzt machen wir mal mit dem anderen weiter … ja – und was ist mit Cash? Wer Zahlt, wer Bürgt? …. ach ja – wie immer der Staatsbürger – darum heißt er ja auch Staats Bürger – joooooo
@Logik-Ratio
technische Fortschritt
Quelle:
Ein neoliberales Staatswesen folgt eben nicht schwerpunktmäßig den Interessen von Verbrauchern, Arbeitnehmern und Marktschwachen. Im Gegenteil, hier wird der Staat zur Beute der wirtschaftlich Starken und Übermächtigen.
Flatter, es ist m.E. sehr respektabel und nachvollziehbar, wenn Du Zweifel an der üblichen Ökonomenlogik äußerst, welche nahezu jeglichen technischen Fortschritt als Ergebnis von Marktprozessen ansehen.
Ich kenne mich z. B. mit der Medizingeschichte ein wenig aus, und – summa summarum – würde ich sagen, dass hier der Großteil aller Fortschritte (auch: technischen Fortschritte) nicht allzu eng mit dem Marktgeschehen zusammen hingen.
Aber:
Ganz so einfach ist das nicht. Ich denke, man kann die Gedankenarbeit/Analyse gut struktuieren und einer zumindest plausiblen Antwort annähern, wenn man von vornherein von “multiplen Quellen technischen Fortschritts” ausgeht, und sich dann im nächsten Schritt fragt, welches diese Quellen sind, und welches Gewicht sie jeweils haben.
Flüchtig, eher als Stichpunkte für Flatter zum Weiterüberlegen, fällt mir dabei Folgendes ein:
1. Technischer Fortschritt auf Basis eines intensiven, fairen ökonomischen Wettbewerbsgeschehens.
Dort, wo Märkte besonders gut funktionieren (Beispiel: Markt für Digitalkameras), wo eine hohe Kommunikationsdichte (z.B. Testberichte, gut informierte Konsumenten) herschen inklusive einer guten Signalqualität der Marktsignale (d.h. Preisinformationen, transparente Qualitätsinformationen u.ä.), wo zusätzlich die staatlichen Regularien (z.B. Umtauschrecht der Konsumenten, Garantieansprüche) den Wettbewerbsverlauf systematisch in Richtung einer Leistungssteigerung und Qualitätsverbesserung der Anbieter bewegen – zu Gunsten der Interessen der Nachfrager, dort beschleunigen Marktprozesse den technischen Fortschritt.
Vergleicht man z. B. den “technischen Fortschritt” in ehemaligen realsozialistischen Staaten (die in vielen Bereichen oft nur schlechte Kopierer der kapitalistischen Vorbilder waren), so gewinnt die These, dass ein intensives und faires Wettbewerbsgeschehen den technischen in Richtung Konsumenteninteresse steuert, ein erhebliches Gewicht.
2. Staatliches Handeln als Quelle für technischen Fortschritt
Man kann lang darüber streiten, ob der Staat hier auch hemmend tätit ist, indem er (Beispiel USA) z. B. Wissenschaftler in den militärischen Bereich abzieht – in der Summe leistet der Staat einige Anreize für technischen Fortschritt, auch dadurch, dass er a) allgemeine (!) Bildung, b) Universitätsbildung und c) Forschung finanziert, sowie d) als Auftraggeber für fortschrittliche technische Produkte (Beispiel, allerdings leicht missglückt: Mautsyteme) in Erscheinung tritt.
3. Automatischer Erkenntnisfortschritt und Fortschritt durch Imitation
Ähem, nun: Eine der größten Quellen für technischen Fortschritt ist die Nachahmung…
4. Altruistisches bzw. von Spieltrieb geleitetes Handeln einzelner Individuen
Man sollte das m.E. nicht unterschätzen. Mitunter werden Individuen fern eines Marktgeschehens als Produktentwickler und Produktverbesserer tätig. Ich kenne das beispielsweise für bestimmte Bereiche im Synthesizerbau und auch im Softwarebereich, wo tatsächlich fern ökonomischer Märkte große Leistungen erzielt werden.
5. Technischer Fortschritt durch Arbeitnehmerintelligenz
Wird leider von etablierten Wirtschaftswissenschaftlern entweder ganz unterschlagen oder fehlerhaft analysiert. Tatsächlich finden innerhalb von Firmen viele Dinge statt, die nicht unmittelbar auf eine Marktgeschehen zurück zu führen sind, sondern eher mit Loyalität oder schlichter Erfindungslust zu tun haben.
6. Technischer Fortschritt durch Kohortenprozesse
Hmm – da müsste ich ausholen. Das schaffe ich in der Kürze nicht, aber in etwa: Es gibt einen massiven Effekt (bekannt u.a. aus “Silikon Valley), dass allein schon die räumliche Akkumulation und Spezialisierung bestimmter technischer Richtungen und Firmen erheblich zur Akzelerierung von technischen Fortschritt beiträgt. Ich nenne das: Kohortenprozesse.
Der Witz ist: Diese Prozesse müssen keineswegs rein marktbedingt sein. Japan hat in den 60er und 70er Jahren vorgemacht, dass derartige Prozesse durch staatliche Planungsbehörden strukturiert und geleitet werden können – und dies sehr zum Wohl einer Volkswirtschaft.
Das widerspricht herkömmlicher (v.a. wirtschaftsliberaler) Ökonomenlogik doch erheblich…
7. Technischer Fortschritt durch Schutzbereiche
Das wäre noch einmal eine völlig andere Sichtweise, zumal offen bleibt, was hier als Schutzbereich betrachtet wird.
Das kann sein: Reduzierung zerstörerischer ausländischer Konkurrenz (also: Verminderung (!) des Marktgeschehens) durch Schutz- und Erziehungszölle. Oder das Einräumen exklusiver Verwertungsrechte für Patente – was ggf. auf die Produktion technischer Erfindungen positiv einwirkt.
8. Gesellschaftliches Klima
Auch hier kurz: Eine sich für Technik und Fortschritt interessierende Gesellschaft, und mag dieser öffentliche Interessenfokus reinweg nur Ausdruck einer Mode sein, kann allein schon durch ihren Interessenschwerpunkt (sichtbar u.a. in der Berichterstattung) teschnischen Fortschritt in bestimmten Gebieten beschleunigen – und das sogar sehr deutlich.
Auch das ist imho primär kein Marktprozess.
Genauso interessant wie die (hier immer noch weit unvollständigen) begünstigenden Faktoren für technischen Fortschritt wäre vielleicht auch ein Quergalopp über Hemmfaktoren von technischen Fortschritt.
Mir fallen da ein:
1. Monopolstrukturen
2. Gesetzliche Verbote
3. Übersteigerte Immaterialgüterrechte (welche im Softwarebereich in Gestalt “geistigen Eigentums” in vielen Bereich de fakto fortschrittshemmend wirken)
4. Armut einer Gesellschaft bzw.
5. Allzu starke gesellschaftliche Ungleichheit
Die Punkte 1) und 3) – im internationalen Zusammenhang auch der Punkt 4 – lassen sich ggf. als Ergebnis von Marktzusammenhängen interpretieren, besonders im neoliberalisierten Staat, der bevorzugt mächtigen Wirtschaftsinteressen folgt.
Ein neoliberales Staatswesen folgt eben nicht schwerpunktmäßig den Interessen von Verbrauchern, Arbeitnehmern und Marktschwachen. Im Gegenteil, hier wird der Staat zur Beute der wirtschaftlich Starken und Übermächtigen.
So – ich hoffe, ich habe ein paar nützliche Stichworte geliefert.
Danke – ich halte diese Ausführungen für sehr hilfreich.
Ich habe mich mit technischem Fortschritt innerhalb der Wirtschaftsgeschichte befasst und messe daher der Gesellschaft / dem Staat eine ganz entscheidende Rolle zu. Sobald die Staatsspitze genügend Macht vereint, kann Sie den Fortschritt entweder unterbinden oder beschleunigen. Dabei ist m.E. nach zwischen Aufholender Entwicklung und zwischen wirklichem Fortschritt zu unterscheiden.
Das erste ist das Kopieren von bereits erworbenem Wissen anderer Gesellschaften – z.B. China und Japan, aber auch Preusen und Russland, wie auch die UDSSR usw. konnten hier große Fortschritte in kurzer Zeit realisieren, weil Sie in der Lage sind, Vorlagen zu kopieren.
Innerhalb von Firmen habe ich mir sagen lassen, ist es einfach eine bereits grobe Struktur eines neuen Produktes zu übernehmen, die Fehler zu analysieren und weiterzuentwickeln, als bei 0 anzufangen und selbst zu konstruieren.
Ich denke mir diese Prozesse sind auch innerhalb einer Gesellschaft am Werk. Kopieren ist einfach als neu zu entwicklen – daher erklärt sich m.A. auch die wirtschaftliche Entwicklung in Japan – diese haben fantastische Fortschritte erzielt, als Sie am Aufholen waren – aber sobald Sie in die Spitzenforschung aufgeschlossen haben, wurde in der relativ kollektiven Gesellschaft deutlich, dass Sie ein Problem mit revolutioniären Neuentwicklungen haben.
Technologie beeinflusst die Gesellschaft und die Gesellschaft beeinflusst die Technologie.
Gute Forscher brauchen in der Regel folgende Ausstattungen: Eine gute Ausbildung – d.h. die Möglichkeit und der Wille sich Wissen anzueignen. (z.B. Versorgung mit Lebensmitteln, Büchern, Lehrern usw.)
Sie brauchen überschüssige finanzielle Ressourcen um zu forschen – d.h. je nach Fach unterschiedliche Mengen an Ressourcen. Mathematiker weniger als Physiker oder Maschinenbauer. Dort können Experimente, z.B. einer neuen Kurbelwelle für Autos aus Kohlefaser mehere Millionen Euro verschlingen.
Sie brauchen eine offene Forschungsfreundliche Umgebung, eine Gesellschaft die Fortschritt möchte und ihn finanziell, durch Regeln, belohnt (z.B. Gesetze in Japan die den technologisch Effizeintesten als Standart setzen) – kurz Forschung braucht Forscher, Individuen, die auch Kooperieren können, Ressourcen, Zeit, Anerkennung und auch “Geld”.
–> Wir müssen daher als Gesellschaft die Wahl treffen – Forschung oder Konsum – bzw. die Frage ob wir unsere klugen Köpfe in die Finanzbranche schicken, oder in die Forschung.
Die nächste Frage ist, welche Institutionen für welche Art der Forschung sinnvoll ist. Z.B. Grundlagenforschung durch den Staat intensivieren. Produktentwicklungen subventionieren, usw.
Wir haben momentan viele Arbeitslose Menschen – diese könnten wir teilweise in der Forschung beschäftigen.
Ich denke wir brauchen einen Bewustseinswandel, in dem der technische Fortschritt als zentraler und wichtiger Faktor erkannt wird, denn zu fördern es gilt. Dessen Förderung Aufgabe der Gemeinschaft ist und durch den Staat durch finanzielle Mittel, wie auch Gesetze beeinflusst werden kann. Aber auch durch unser tägliches Verhalten und die Art wie wir unsere Ersparnisse verwenden.
@Dietmar Tischer #76
Wer ist der Staat ? Der Steuerzahler. Er darf in der Folge zwischen Inflation und hohen Steuern wählen ? Nee, zusätzliche Subventionen und Staatshilfen könnten mich nicht begeistern, sie führen nur zu noch mehr Elend. Aber eine weltweite Tobin-Steuer für die Wechselkursspieler fände ich Klasse. Es geht nicht um Ausgeben, es geht um Einnehmen und zwar von der Finanzindustrie profitieren, statt ständig nur Finanzmüll “anzukaufen”. Nicht Ausplündern ganzer Volkswirtschaften über fehlbewertete Währungen, wie dem “schwachen” Dollar, den man eher um 1,3 erwarten dürfte, dito Yuan. Wir werden es mit dem Gesülze auch nicht ändern, aber S = I in die Finanzmärkte ist Scheiße.
@ Michael schau mal hier rein:
http://news.goldseek.com/GoldSeek/1258049769.php
hohoho
@ Michael
deswegen hauen auch die Fibanocci freunde ins leere
Westerwellen halt
@ Michael
nein, Fibonacci war gemeint Das sind keine Elliotwellen sondern Westerwellen
@ Michael # 84
Ich habe versucht meine Sicht der Krisenursache darzustellen, was die Folge ist und wie darauf reagiert wird von Seiten der Staaten.
Das ist bei Ihnen offensichtlich so nicht angekommen.
Vielleicht habe ich mich nicht genau genug ausgedrückt.
@Holger
Von Hysterie an den Finanzmärkten sollte man sich nicht anstecken lassen. Wenn aggressiv für Gold in jeder Postille geworben wird und sogar kleinste Barren bei Discountern rumliegen, würde ich sehr sehr vorsichtig werden.
Wie hoch sind die Papier”gold”- im Vergleich zu den physischen Goldpositionen? Das ist eine Party für Dumme, ganz genauso, wie der hochgejubelte DAX und der “schwache” Dollar. Das wird schon irgendwann geregelt werden müssen, wenn die Amis keine ernsten Probleme wegen ihres schwachen Dollars kriegen wollen. Extrem einfach durch dreimal tägliches Fixing der Wechselkurse oder gleich Festlegung der Wechselkurse durch die Zentralbanken einmal im Monat.
@Dietmar Tischer
Bei den Ursachen stimme ich ja zu. Aber nicht bei der Krisenbewältigung durch Steuerzahlergeld:
“Gegenrezept:
Verschuldung der Staaten, um die output-Lücke zu schließen.
Also:
Weiter so – mit Führungswechsel bei der Verschuldung.”
Da wird einfach eine unzutreffende Hysterie angezettelt. Wenn die Banken belieben keine Kredite vergeben zu wollen, dann hat das die KfW zu machen und die arbeitsunwilligen Banken werden geschlossen und abgewickelt. Sie wollen natürlich an völlig überteuerten Krediten verdienen. Siehe Japan, damals 0 % Leitzins und Kredite an Unternehmen über 10 %, das war ganz genau dieselbe Nummer, die hatten sich verzockt und die Regierung zahlte. Die Staatsverschuldung Japans wird trotz sensationeller Sparquoten, die zu keinen Investitionen außerhalb der Finanzwirtschaft führten, in wenigen Jahren 300 % erreichen. Aber das ist Verschuldung im Inland. Im Gegensatz zu den Amis, die nächstes Jahr der 100 % Staatsverschuldung nahekommen werden, falls sie sich nicht zu einer etwas solideren Geldpolitik entschließen können. Das finden deren Gläubiger garantiert nicht lustig.
http://www.youtube.com/watch?v=iVkmr8wk9N8
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/11/hoffnungslose-us-staatsverschuldung.html
@ Michael
>Bei den Ursachen stimme ich ja zu. Aber nicht bei der Krisenbewältigung durch Steuerzahlergeld:>
Ich sage doch nur: So geschieht es.
Und wenn ich schreibe:
>Also:
Weiter so – mit Führungswechsel bei der Verschuldung.”
dann meine ich lediglich, dass nicht die Krisenursachen beseitigt werden, sondern dass – wiederum durch Verschuldung, dieses mal mit verstärkter Staatsverschuldung – eine weitere Krise generiert wird (die dann zu hoher Arbeitslosigkeit auch noch Inflation hinzufügen kann).
Das ist keine Empfehlung!
“Eigentlich sind die Arbeitszeit und die verfügbaren Ressourcen / Ressourcenverbrauch die entscheidenden Variablen in einer VWL. ”
Logic Ratio #62
Das sehe ich ebenso.
Damit sind wir aber in der Realität und weit, weit weg vom Geld und noch weiter weg vom sparen.
Das Wort mit Bedeutung ist hier nämlich “Eigentlich”. Die Kür der VWL (und im Staate) ist doch einen Zustand herzustellen in welchem Arbeitszeit und Ressourcen möglichst gut (für den Wohlstand) eingesetzt werden.
Doch was haben wir denn derzeit – und schon lange. Wir haben sowohl Arbeitszeit als auch Ressourcen ohne Ende. Was ist hier, in dieser Situation also “sparen”?
Ihre Ausführungen #32ff. sind damit in dieser Beziehung nicht korrekt. Diese wären nur dann richtig, wenn man mit “sparen” eine Wahl getroffen hätte zwischen dem entwickeln einer Maschine und einem Ausflug nach Mallorca oder der verbesserten Altenpflege. Bei 10% Arbeitslosigkeit und mehr als genug Ressourcen stellt sich diese Frage, diese Wahl jedoch nicht. Dann führt der Pfad welcher für das “sparen” spricht nämlich zu Ineffektivität und Untätigkeit.
Grüße
ALOA
@ wgn – 27
>Wer ernsthaft an “Waren kaufen Waren” glaubt, in mehr als bloß metaphysischem Sinne, hat meines Erachtens noch immer nicht begriffen, worum es beim Wirtschaften überhaupt geht. Zumal er der Klassik/Neoklassik voll auf den Leim gekrochen ist.<
vielleicht kann man den glauben durch lesen ersetzen. bspw. hier:
http://www.handelsblatt.com/politik/international/zement-und-fliesen-fuer-ein-neues-auto;2448692
ich empfehle auch dringend das heutige handelsblatt, beilage mittelstandsfinanzierung – A19 – ” Die Tauschwirtschaft kehrt zurück”.
@ soffi
!!!!!!! „Waren werden durch Waren gekauft werden“und “Tauschwirtschaft” – eines hat mit dem anderen gar nichts zu tun. Worum geht es:
In der WiWi, sowie in allen anderen SozialWi gibt es analytisch denkenden Wissenschaftler (in der Minderheit) und Märchenerzähler. (In den NaturWi gibt es seit mehreren Jahrhunderten gar keine Märchenerzähler mehr!!!!!)
Dass „Waren durch Waren gekauft werden“ ist ein analytisches Ergebnis, das alle einigermaßen logisch konsistenten Modelle der Marktwirtschaft bestätigen. (Bei den Märchenerzähler, wo 2+2 alles möglich bedeuten kann, muss dies natürlich nicht gelten.) Weil Marx kein Märchenerzähler war (er hat nur große mathematische Fehler gemacht), wusste auch er schon, dass „Waren durch Waren gekauft werden“. (Folglich hat er alle ausgelacht, die meinten, höhere Löhne würden mehr Nachfrage schaffen.)
Keynes (wie sein Idol Malthus) waren ausgezeichnete Mathematiker, so das auch ihm klar war, dass „Waren durch Waren gekauft werden“. Folglich setzte Keynes alles auf Geldhortung (wie sein zweites Idol Gesell). Das begrabene Geld hat aber keiner gefunden. Aber sogar unabhängig davon, ob dieses Geld etwa unsichtbar wäre oder in einer anderen (fünften, sechsten, …) Dimension der Realität verweilen würde, etwas anderes spricht gegen die Richtigkeit der Hortungstheorie. Würde es nämlich stimmen:
die Gesellschaften werden immer reicher, so dass folglich immer (absolut und relativ) größere Anteile aus dem Gesamteinkommen gehortet werden
dann wäre die Keynesianische Politik, immer ein Bisschen Geld nachdrucken, alle Probleme der Marktwirtschaft lösen. Sie ist aber gescheitert!
Folglich wurde die ganze Nachfragetheorie kompromittiert, weil die Suche nach dem verschollenen Geld anstatt Analytiker verschiedene Märchenerzähler forgesetzt haben.
Gut, so einfach war es mit Keynes auch nicht. Sonst würde ich nicht stolz sagen: ich bin ein überzeugter Keynesianer. Was die Geldhortung betriff, da gibt es in der Tat so etwas wie Angstsparen. Das ist jedoch nicht die Ursache der ökonomischen Zyklen und Depressionen, sondern nur so etwas wie „Brandbeschleuniger“. Für die nächste Nachfragetheorie gilt also:
Der Nachfragemangel muss man auch ohne Geld analytisch streng erklären können.
@unwissender
http://2.bp.blogspot.com/_4bEaRUYaLZ4/SwBvCymM8bI/AAAAAAAAEAw/sbjzX75QdPk/s400/4.jpg
Schöne expotenzial Funktion oder…
http://en.wikipedia.org/wiki/Bacteria
@ Soffi # 94
>Wer ernsthaft an “Waren kaufen Waren” glaubt, in mehr als bloß metaphysischem Sinne, hat meines Erachtens noch immer nicht begriffen, worum es beim Wirtschaften überhaupt geht. Zumal er der Klassik/Neoklassik voll auf den Leim gekrochen ist.<
schön das du das in Erinnerung rufst.
Worum geht es denn beim "Wirtschaften" über die Verrechnungseinheit (VEG) "Geld"?
Über die "gesetzliche" VEG partizipieren die Machthaber, automatisch durch die Besteuerung und oder durch den Transfer der VEG, an den produzierten Dingen.
Ohne auch nur einen Buckel krumm machen zu müssen. Das ist der Sinn und Zweck von Geld. Und da gibt es nun mal eine weltweite VEG den Dollar.
Bei Waren kaufen Waren, wäre es für die Mächtigen schon schwieriger, daran Teil zu haben. Was wollen die machen, wenn z.B. in Arabien, Kamele gegen Frauen getauscht werden?
Auch Russland und China, haben beschlossen, ihre Geschäfte direkt mit den eigenen Währungen, abzuwickeln. Ohne den Umweg Rubel-Dollar-Dollar-Yuan.
Kann man sich ja überlegen welches Volumen da weg fällt.
So, und nun kann man sich auch mal erklären, warum Keynes in den Bretton Woods Verhandlungen gescheitert ist, (der wollte nämlich eine übergeordnete VEG). Gegen den russischen Spion Harry Dexter White, und Creator des Morgenthau Plans.
Nur davor verschließen ja einige die Augen, was ich nicht sehe, ist ja auch nicht da.
Diese ganzen Theorien um die VEG und drum herum, verlieren ihre Gültigkeit, wenn die Tauschwirtschaft Einzug hält. Ob das nun gut oder schlecht ist, beiseite.
Und auch hier haben sich die Knaben was einfallen lassen, "Geldwertervorteil" nennt sich das im Steuerrecht, wenn ein Arbeitgeber, seinen Angestellten, was Gutes zukommen lässt.
Wirtschaften über den Faktor VEG ist nichts anderes, wie freiwillige Machterhaltung, der Papierfetzenbedrucker und in den Verkehrbringer. Darüber wird die Macht im Finanzsektor erhalten, und auch die Macht, der Gesetzgeber.
Das ist "Wirtschaften" nicht mehr und nicht weniger. Für umme, am kaputten Kreuz anderer zu profitieren.
Und wer hats Erfunden?
Aber keine sorge Jungs und Mädels es gibt noch zwischen 5 und 100 Millionen anderes Spezies auf unserem Planeten die es besser machen können als wir…
@ Nanuk
auch der 11.9 ist schon vor Jahren aufgeklärt worden, wie dieses Videodokument beweist.
http://www.youtube.com/watch?v=DVKsbeayihI
Und hier sitzen zwei Steinläuse beisammen.
http://www.youtube.com/watch?v=l5QLziJftAE&feature=related
und der Geist des Geldes, kommt ganz zum Schluss
http://www.youtube.com/watch?v=jTW5_kqZ7BQ&NR=1&feature=fvwp
@ Systemfrager – 95
Hab ich nicht verstanden:
>!!!!!!! „Waren werden durch Waren gekauft werden“und “Tauschwirtschaft” – eines hat mit dem anderen gar nichts zu tun.<
Ich dachte immer, jeder kauf sei ein tausch und umgekehrt. denke ich eigentlich immer noch. und das BGB bestätigt mich in § 515: "Auf den Tausch finden die Vorschriften über den Kauf entsprechende Anwendung."
Ist zwar eine vorschrift aus dem schuldrecht und nicht dem sachenrecht – aber immerhin.
leben wir jetzt in einer tauschwirtschaft oder nicht?
alle wissen bescheid, und keiner sieht es kommen
http://www.youtube.com/watch?v=3oZjF10fMus&feature=related
und hier mal 6 Minuten zum Nachdenken
http://www.youtube.com/watch?v=Dg9kF5r1XIQ&feature=related
Cheffe von Liquid Moly
@ soffi 101
Wollen wir jetzt ein bisschen albern sein, naja gut
Eine Tauschwirtschaft bedeutet: Ware1 gegen Ware2. Es wird angenommen:
Gleichung a: Wert(Ware1) = Wert(Ware2)
Eine Geldwirtschaft bedeutet: Ware1 gegen GeldmengeX und im nächsten Schritt GeldmengeX gegen Ware2. Dh:
Gleichung A: Wert(Ware1) = GeldmengeX
Gleichung B: GeldmengeX = Wert(Ware2)
Woraus folgt:
Gleichung C: Wert(Ware1) = Wert(Ware2)
Waren werden durch Waren gekauft!
Und jetzt nehmen wir an. Die Gleichung A wird realisiert, aber die Gleichung B nicht. Wie das? Nach der Gleichung A hat der böse Unternehmer A das Geld gehortet. Dann fehlt die Nachfrage und der Unternehmer B sitzt auf seinen Waren.
@holger
Geist und Geld in einem Satz halte ich für sehr gewagt.
@ WGN
Du nennst die Betrachtung zur Erkenntnis untaugliche Tautologie, ok.
Allerdings haben Tautologien einen Vorteil: sie sind widerspruchsfrei.
Gilt das auch für deine Aussagen:
Alles, was nicht C ist, ist I
und
Finanz”investitionen” werden gar nicht erfasst in der Betrachtung.
??
Oder zielt darauf dein STock/Flow-Argument ab.
Dann müssen wir uns mal die Geldmenge ansehen (auch wenn es dir widerstrebt ;- )
Wenn wir eine normale Geldmenge (bei enem angenommenem fünffachen Umschlag) voraussetzen, sind die Steigerungen von sagne wir mal 2 Prozent über dem realen Wachstum recht egal, die 10 fallen bei 2.500 nicht groß auf.
Wir sind jedoch bei M= 2.000, und M steigt 10% mehr als Y, also 200 Milliarden Zunahme der Überschussgeldmenge.
Sind diese 200 MRD Stock oder Flow? Wieviel davon steht im Y, als Erträge aus der Überschussgeldmenge ÜM?
@Systemfrager
Tauschwirtschaft ist wenn dir jemand ein X für ein U vormachen will…
@ Nanuk
Tauschhandel ist Zweckgebunden. Ich kann mit 95, viele Kamele besitzen, aber es hat keinen Sinn mehr, die gegen Weibsvolk einzutauschen. “Geld” ist nicht Zweckgebunden. Geld ist ja nichts schlechtes, nur was man daraus gemacht hat, naja, darüber lässt sich trefflich streiten.
Natürlich macht es keinen Sinn 99 Kamele gegen eine Frau zu tauschen aber eine Frau gegen 99 Kamele hat durchaus Scharm…
@ Systemfrager – 104
ich habe jetzt folgendes kapiert:
tauschwirtschaft = geldwirtschaft, wenn keine hortung vorliegt.
also scheint hortung ein problem zu sein. um ehrlich zu sein: ich weiß nicht genau, was man unter hortung versteht.
gibt es einen unterschied zwischen hortung und sparen?
@ soffi 110
Hortung: Ich lasse mir mein Gehalt in Geldscheinen auszahlen, und diese Geldscheine lege ich unter mein Kissen. Spare ich dabei? Ja.
Sparen: Mein Gehalt geht auf ein Sparbuch. Die Bank vermittelt dieses Geld einem Investor weiter. Er kauft Güter dafür. Hier wurd NIX gehortet.
@ Nanuk # 109
–>Natürlich macht es keinen Sinn 99 Kamele gegen eine Frau zu tauschen aber eine Frau gegen 99 Kamele hat durchaus Scharm…
”
Und jetzte stell dir mal vor, keiner will deine Olle haben
, und du schmeißt diese dann auf das Parkett, bloß die Käufer wollen die nicht kaufen oder können nicht. Weil die keine 99 Kamele mehr haben. Oder keine 99 Kamele rausrücken
Das kommt auch noch, du hast Aktien, und keiner kauft sie dir ab. :p
@ Systemfrager
danke, habe ich verstanden.
nochmal zurück zu 104.
heißt das, dass B nur im Fall der hortung durch A auf seiner ware sitzen bleibt, nicht aber im fall des sparens von A (auf der bank), weil ja von dort das geld weiter in umlauf kommt?
@ soffi 113
Heißt das, dass B nur im Fall der hortung durch A auf seiner Ware sitzen bleibt?
Das behaupten Keynesianer, die Neoliberalen wollen von der Hortung (hauptsächlich) nichts wissen. Sie wissen nämlich nicht, wo das Geld begraben ist. Sie wissen es nicht, ich weiß es auch nicht – deshalb frage ich ständig so “dumm”.
Allerdings, meine Auffassung ist, dass auch anders zu erklären ist, warum B auf seiner Ware sitzen bleibt. Eine Erklärung, die nicht direkt mit dem Geld zu tun hat
@WGNX Antwort zur Themenüberschrift
Taugt nur, um Pseudowissenschaften zu betreiben.
Immerhin kann man durch solche Geplänkel das Volk dumm halten und irgendwann auch behaupten, daß
Autos Autos kaufen.
Letzteres nachzulesen beim IFO- Unsinns-Institut.
@ Soffi
tut mir leid das ich mich einmische,
Geld nutz der Bank nur etwas, wenn es langfristig über ein Jahr dort angelegt ist. Punkt. Die Bank arbeitet nicht, mit kurzfristig abziehbaren Geldern. Daher ist der versprochene Zins, bei kurzfristigen Anlagen auch niedriger. (Sparbuch) Kündigungsfrist ca. 3 Monate.
Daher ist Hortung nicht mit dem Kopfkissen zu verwechseln.
Es geht um die Zeitachse. Alles was unter einer Zeitachse ist, ist Hortung und was darüber hinaus geht, Sparen. Immer zu bedenken, dass die Bank damit auch “arbeiten” kann. Und dieses geht nicht, wenn ich morgen oder in 3 Monaten mein Guthaben abrufen kann. Deswegen ist eine langfristige Kundenbindung, immer im Interesse der Bank.
Ergänzung zu #115
ifo Standpunkt Nr. 82
Autos kaufen Autos
von Nationalökonom Sinn
@ Systemfrager, Holger
macht es doch nicht zu akademisch, es bringt nichts, Haarspalterei über die Differenzierung horten und sparen zu treiben. Entscheidend ist, ob der in Geld ausgedrückte Mehrwert (nicht im Sinne von Marx, sondern als neuer, zusätzlich geschaffener Wert im Wirtschaftskreislauf) wieder in den realen Wirtschaftskreislauf zurückfließt (Investition und Konsum) oder aber gehortet/gespart wird, also unter dem Kopfkissen landet und dort für Lottospielen oder Finanzprodukte verwandt wird, also nur zwischen den Spielern neu verteilt wird, nicht aber der Realwirtschaft zur Verfügung steht.
@ Tischer, es sieht in der Tat danach aus, dass weiter Schulden machen angesagt ist, auf die Idee, sich das Geld bei den Vermögenden in Form von Steuern statt in Form von Krediten zu besorgen, werden Merkelanti und Guidolanti nicht kommen
@WGNX
Muss mal was fragen:
Im Fall 1 verwendest Du flexible Preise (die Produktion der KG wird ohne Vorratsveränderungen vollständig abgesetzt), im Fall 3 feste Preise (Lageraufbau), der Lageraufbau von IG scheint bei Dir gar keine Rolle zu spielen. Warum?
Entweder es findet im Fall 1 ein Lagerabbau von –50 bei KG statt, da der zusätzliche Konsum der Unternehmen irgendwo herkommen muss, oder die Preise steigen, dann wird die gleiche Menge an Gütern bei höherem Umsatz abgesetzt. Im Falll 3 findet entweder Lageraufbau von +5 statt oder die Preise sinken. Mal so mal anders ist nicht korrekt.
Feste Preise:
Fall 1
Einkommen: Löhne KG 50, Löhne IG 50
Umsatz KG: 150, Umsatz IG: Null
Gewinn KG: +100 Verlust IG: -50
Konsum: 150
Investitionen: KG –50, IG +50 (beide Vorratsveränderung)
Ersparnis: Null
BIP: 150
I=S=Null
Fall 2
Einkommen: Löhne KG 50, Löhne IG 50
Umsatz: KG 100, IG 50
Gewinn: KG +50, Verlust IG: Null
Konsum: +100
Investitionen: +50 (keine Vorratsveränderung)
Ersparnis: +50
BIP: 150
I=S=+50
Fall 3
Einkommen: Löhne KG 50, Löhne IG 50
Umsatz KG: 145 Umsatz IG: Null
Gewinn KG: 95 , Verlust IG: – 50
Konsum: 145
Investitionen: KG –45 , IG +50 (beide Vorratsveränderung)
Ersparnis: +5
BIP 150
I=S=+5
Wie sähe die Rechnung bei flexiblen Preisen aus?
@Geronimo #118
Selbst die Unterscheidung zwischen Konsum und Investition ist Haarspalterei…
Denn auch die Investitionen zielen auf Konsum ab:
Ohne Konsum ist alles nichts.
@ Geronimo #118
Ja, wenn man sagt,
Das Geld wird nur zwischen den Spielern neu verteilt, das dann nicht der Realwirtschaft zur Verfügung steht
das ist wirklich nicht akademisch, sonder nur ausgesprochen dumm. Dann lassen einfach wir die Börsen und die Banken stürmen, und nehmen wir uns unser Geld zurück, mit dem die da „einfach so spielen“. So ein Schwachsinn!!!!!
Um etwas zu verstehen, braucht man ein bestimmtes analytisches Niveau – eine gewisse Komplexität. Aber – wie oben gesagt – in den Sozial- und WiWi führen leider immer noch das Wort verschiedene Vereinfacher und Scharlatane – Märchenerzähler.
PS
Warum hat mich das so aufgeregt? Nein, man muss sich nicht einig sein, aber auf so einem niedrigen Niveau wurde in diesem Blog doch nicht diskutiert – bis jetzt nicht.
@ Geronimo # 118
(I) hat keinen Hebel
(S) Sparen, hat einen Hebel der dann in (VS) Verschuldung landet.
(I) hat eine Zeitachse im Steuerecht, in die AfA gebrannt
(S) hat eine Zeitachse im Hebel oder im Zins und Zinseszins
Beide Zeitachsen, passen nicht zueinander. Punkt
D.h. (I) läuft zeitlich anders ab, wie (S), und (VS)
“Er kauft Güter dafür. Hier wurde NIX gehortet.”
Das ist so nicht oder nur bedingt richtig. Es macht einen Unterschied der selbstreferenziellen Vermehrung von Geld.
Ich zitiere dazu Schulmeister (aus: “Die neue Weltwirtschaftskrise – Ursachen, Folgen Gegenstrategien”) :
http://stephan.schulmeister.wifo.ac.at/fileadmin/homepage_schulmeister/files/Grosskrise_AK_MuWG_106.pdf
“….Versucht man, Geld „selbstreferentiell“ zu vermehren, also durch Tausch unterschiedlicher „Geldarten“ (Bankguthaben, Devisen, Aktien, Anleihen, Rohstoffderivate, etc.), so ergibt sich die charakteristische Tauschsequenz: Geld – Geld – Geld – Geld.……. – Geld wird Mittel zum
Selbstzweck. Dabei sind zwei „Arbeitsformen“ zu unterschieden:
• Das „schnelle Geld“ vermehrt sich durch das sehr kurzfristige „trading“….”
(dort ein paar Sätze weiterlesen lohnt sich)
Folgerung: wird also Geld (wohl auch: Vermögen) auf diese Weise “vermehrt” ist es ohne einen realwirtschaftlichen Hintergrund. Der Markt schießt über den (Gleichgewichts)Preis hinaus und bricht zusammen. Es wurde sehr wohl “gehortet” – und zwar indem in der SUMME immer größere Anteile(!) an Geld sich in der reinen Tauschsequenz Geld,Geld,Geld befinden weil dieser Teil der Quantitätsgleichung in der Boom-Phase eine höhere Rendite durch Bewertungen verspricht als die Realwirtschaft zu leisten in der Lage ist.
Das ist ein Teufelskreis, denn indem immer mehr Menschen “sparen” und sich das radikale Geld zusammen mit dem aus der Geldschöpfung *Rendite* suchen wird es, einmal im Boom befindlich, der Rendite der Realwirtschaft den Boden (Umsatz) entziehen und dafür Geldderivaten Traumrenditen bescheren. Die Spirale läuft unabwendbar, es sei denn es kommt zu einem Technologieschock wie bei der RBC-Theorie:
http://de.wikipedia.org/wiki/Real-Business-Cycle-Theorie
Ein derartiger Schock löst die Spirale auf. Ob die Spirale jedoch einen Schock auszulösen vermag sei dahingestellt.
Grüße
ALOA
WGNX
Dass der Konsument mittels seiner Spartätigkeit irgendetwas “bestimmen” könne, sollte man daher am besten als “Illusion” bezeichnen.
Verstehe ich nicht.
Der Konsument bestimmt mit seiner Spartätigkeit, bzw. Konsum, den Außenhandelssaldo, bzw. in Ermangelung einer Auslandsnachfrage die Produktion, sein zukünftiges Einkommen und über diesen Weg auch die Investitionen. Es ist nicht so, dass Änderungen in der Sparquote keine Effekte hätten, man darf nur nicht glauben, allein das Sparen löse Investitionen aus. Es geht um ein Gleichgewicht, bei dem die Ersparnis hoch genug ist, um Investitionen tätigen zu können, aber niedrig genug, damit sie auch getätigt werden. Langfristig sollte dann I=S gelten, also ausgeglichene Handelsbilanz.
Als Exportweltmeister haben wir Erfahrung in solchen Dingen…
Soffi 110
Bargeld unterm Kissen ist Hortung – klar
Das Geld ist somit dem Kreislauf der Realwirtschaft entzogen ….
Ich beteilige mich an einer Firma indem ich Anteilsscheine/Aktien kaufe und mich an den Dividendenzahlungen erfreue, mit denen ich mir was schönes aus der Produktpallete der Realwirtschaft kaufe …
… oder ich gehe die Sache so an – ich „Horte“ (aus Sicht der Real-W) mein Geld in einem Paralelluniversum
Ich gehe mit meinem Geld an die Börse/Finanzmarkt – in jene Bereiche in denen es von der Realwirtschaft unabhängige „Virtuelle Wirtschaftskreisläufe“ gibt. Wirtschaftskreisläufe die sich nur aus dem steigen und fallen von Kursen nähren. Die Gewinne werden aus der Volatilität generiert. Mit den Gewinnen wird sofort der nächste „Deal“ gestartet. Das Geld bleibt im Virtuellen Kreislauf. Die klassische „Dividende“ – mein Gott, das interessiert doch kein Schwein mehr … Das Geld hat ein neues Universum gefunden in dem es nun kreist …. dieses Geld liegt zwar nicht unter dem Kissen, ist aber dennoch dem Realwirtschaftlichen Kreislauf entzogen – also aus realwirtschaftlicher Sicht „Gehortet“
Dieser „virtuelle Wirtschaftssektor“, dieses Paralleluniversum verwendet aber ein und dasselbe „Geld“ (was immer Geld auch sein mag) wie das Universum Realwirtschaft.
Obendrein – um die „Virtuellen Gewinne“ zu realisieren muss der Weg zurück in der Welt der Realwirtschaft, zurück in die Welt der „normal Sterblichen“ angetreten werden. Daraus ergibt sich eine gewaltige Kosmische Strahlung, gelegentlich auch enorme Meteoriteneinschläge …
Ich jedenfalls, hier auf meinen Hügels sitzend und ins Gewusel des weiten Ökonomisch/Gesellschaftlichen Tales hinabschauend meine – Hortung findet vor allem unter dem Kissen des Paralelluniversums statt. Details – na da müssen die ran die bessere Ferngläser haben. (oder mit ihrem Fachwissen näher dran sind , aber sich trotzdem den nötigen Abstand bewahrt haben)
… genug vor mich hingebrummelt
@ aloa5 #123
Großer Gott: >Geld „selbstreferentiell“ zu vermehren …
Den werde ich bestimmt nie in meinem Leben lesen. Aber ist egal:
Man mus Buchgeld und reales Geld (Einkommen) unterscheiden. Was machen die Banken durch G – G – G – G – … wirklich?
Sie steuern das reale Geld (Einkommen) in ihre Taschen, wertloses Buchgeld bleibt den Sparern.
Nachtrag zum Thema Geld und Selbstzweck. Es sei dazu noch ein explizites Essay von Schulmerister verlinkt:
http://stephan-schulmeister.priv.at/fileadmin/homepage_schulmeister/files/Lech_Geld_Text_0908_mit_abb_und_tab.pdf
Lesenswert (“nur” 25 Seiten), hatte ich unterschlagen.
Grüße
ALAO
@Systemfrager
Es sei Ihnen unbenommen. Schulmeister ist imho ein eher gefragter Finanzmarktexperte in Österreich. Sicher tendenziös aber deshalb nicht gleich ein DAU. Es lohnt immer andere Sichtweisen in die Betrachtungen einzubeziehen.
Faktisch sieht es doch so aus das auf diese weise imaginär vermehrtes Geld die Preise real anhebt. Das was Sie skizzieren mit Ihren “reales Geld in die eigene Tasche” zu schieben ist jedoch nur die Wirkung. Das aufblähen des Buchgeldes welches in sich zusammenfällt – die selbstreferenzielle Vermehrung – ist jedoch der Vorgang als solches. Mit der Wirkung können Sie den Vorgang welcher durch die Quantitätsgleichung abgedeckt sein sollte jedenfalls nicht als falsch klassifizieren.
Grüße
ALOA
Kleiner Nachtrag zu Fall 1 bei flexiblen Preisen:
Die Preise für Konsumgüter steigen um 50% da die Güternachfrage das Güterangebot übersteigt, so dass die Produktion vollständig abgesetzt wird; die Preise für Investitionsgüter fallen auf Null, weil die keiner haben will und diese werden dann von allen Unternehmern und Arbeitern gemeinsam für Null erworben (oder bleiben wahlweise bei IG im Lager):
Nominale Löhne KG 50, Nominale Löhne IG 50
Reale Löhne KG: 33,3 Reale Löhne IG: 33,3
Nominaler Umsatz KG: 150, Umsatz IG: Null
Realer Umsatz KG: 100
Nominaler Gewinn KG: +100 Verlust IG: -50
Realer Gewinn KG: 66,6 Realer Verlust IG: -33,3
Konsum nom. 150
Konsum real: 100
Investitionen nom: KG Null, IG Null (die Preise für Investitionesgüter sind auf Null gefallen)
Investitionen real: KG Null, IG Null, alle gemeinsam +50 (bzw. bei IG im Lager)
Ersparnis nom: Null
Ersparnis real: 50
Da sowohl BIP nom als auch BIP real 150 sind, wenn der Deflator die Preisänderungen im Investitionsgüterbereich berücksichtigt, ist hier die reale Ersparnis von 50 aus IG zu finden. Die reale Ersparnis ergibt sich aus der reduzierten Gütermenge, die von den Arbeitern für ihre Löhne und vom Unternehmer für seine Gewinne erworben werden. Real konsumieren die Arbeiter 33,3 und der Unternehmer 16,6 Gütereinheiten weniger, als sie vor der Preissteigerung im KG konsumieren hätten können. Dafür sind jetzt alle gemeinsam Eigentümer der Investitionsgüter, die sie für Null erworben haben (wahlweise bleiben sie im Lager der IG, die Ersparnis ist dann dem Unternehmer der IG zuzurechnen).
BIP nom: 150
BIP real: 150
Real: I=S=50
Nom: I=S=Null
Bei steigender Nachfrage nach Konsumgütern, steigenden Konsumgüterpreisen, rückläufigen Investitionen und fallenden Investitionsgüterpreisen entstehen für Unternehmen Investitionsanreize, sofern die Nachfrage nach Konsumgütern nicht über Importe abgedeckt wird. Das Unternehmen wird also seinen Gewinn nicht gänzlich konsumieren, sonderen investieren, was dann zu Fall 2 führt…
@ Zecke
wo ist und bleibt nun der Leverage?
gibt es nun einen monetären Leverage, der auf die Investition einen Einfluss hat oder nicht?
Der ganz Blog voller Experten und mir kommt es vor wie die Jahrestagung der Vereinigung der blinden Seher. Sorry….
@keiner
Das ist es.
Du hast den Durchblick.
nee, eben nicht. Aber hier kommt es einem vor, als sei das alles eher eine Glaubensfrage mit der Wirtschafts”wissenschaft”. Mehr so Wirtschafts”unwissenschaft”.
@ Systemfrager
“Das Geld wird nur zwischen den Spielern neu verteilt, das dann nicht der Realwirtschaft zur Verfügung steht
das ist wirklich nicht akademisch, sonder nur ausgesprochen dumm. Dann lassen einfach wir die Börsen und die Banken stürmen, und nehmen wir uns unser Geld zurück, mit dem die da „einfach so spielen“. So ein Schwachsinn!!!!!”
wertloses Buchgeld? wie ordnest Du Geld ein, welches beim Lottospielen eingesetzt wird? Ein klassischer fall von Nullsummenspiel, bei dem nur das verteilt wird, was eingesetzt wird, kein Mehrwert im Spiel.
Schwachsinn ist es, dass Horten auf kriminelle Art wie Börsen und Banken stürmen lösen zu wollen
Ein paar vernünftige Regelungen wie Transaktionssteuer, adequate Steuersätze auf Finanzgewinne etc. reichen.
Schulmeister hat schon Recht, wenn er schreibt
“Beide “Arbeitsweisen” von Geld stellen daher im Wesentlichen kurz- bzw. längerfristige Null- Summenspiele dar, wobei die Umverteilung in der Regel von den Amateuren zu den professionellen Akteuren stattfinden.”
zum Nachvollziehen hier sehr schön illustriert von einem Naturwissenschaftler
http://geld-arbeitet-nicht.jimdo.com/ergaenzungen.php
Schulmeister ist leider fahrlässig im Umgang mit der Vokabel “Geldvermehrung”, bei einem Nullsummenspiel gibt es keine Geldvermehrung. Er hebt offenbar auf “Wertvermehrung” ab, nur das ist etwas anderes als Geldvermehrung – doch dass könnte für Dich ein zu hohes Niveau sein
Geronimo 135
… nur werden so ab und an die Virtuellen Werte als Sicherheiten im Illusionistensuniversum der Finanzmarkte genutzt um dort Kredite zu schaffen. Auch im Paralelluniversum gibt es “Geldmengenausweitung durch Kredit” ….
erzeugt alles gewaltige Kosmische Strahlungen die schon mal einen ordentlichen “Sonnenbrand” im Universum der Realwirtschaft auslösen können – alles Virtuelle muss in Reale zurück …
(tja, die persönliche Begriffsdeutung, die Mutter alle Missverständnisse – keine/r ist davor gefeit – dauert ewig bis eine klare gemeinsame Sprachregelung gefunden ist …..)
… und noch mehr verkompliziert sich alles durch die zahlreichen Nebelhaften Chimären (Mischwesen aus Virtuellem und Realem Wirtschaftsunisersen) die durch das Wirtschaftsgeschehen geistern …
… aber alle verwenden das selbe “Geld” (was immer auch darunter verstanden wird) …. dieses Konstrukt muss Probleme verursachen!
Hi WGN #27…nachdem ich in meinen letzten Beiträgen eher dazu neigte, mein Geschäft an Deinem Hosenbeine zu verrichten, hier nun wieder ein smaragdenes Kleinod von Dir, nach dem es sich sogar zu Tauchen lohnt…Ein Schatz….
Ja, weil es Zeitlos ist, eignet es sich weit besser zum “Werttransport” einer vorhandenen Kaufkraft in eine noch nicht vorhandene Zukunft…(Wertaufbewahrung als die Zentralfunktion)
Ja, weil es so universell ist, kann es als Tauschbeziehungs-Vermittler fungieren…
Ja, nur weil es ausschließlich zum “Kaufen” bestimmt/geeignet ist, kann es nicht verkonsumiert werden. Wobei diese Zweckbestimmtheit justamente im Moment des Kaufes zu einer vollständigen “Unbestimmtheit” umkippt…(Geld kauft ALLES)
Mir kommt dabei eine kleine Geschichte in den Sinn:
Vor kurzem habe ich einen kleinen Tauchgang im Bermuda-Dreieck vorgenommen. Durch das flache Wasser fielen Sonnenstrahlen auf den von Korallen übersehten Boden. Plötzlich blinkte mich was an…
Ich griff danach, und sah, dass es ein rundes Stück “etwas” war…Schwer…verkrustet.
Wieder an Bord meiner kleinen Schabracke putze ich dieses runde “Etwas” und staunte nicht schlecht, als es sich als ein “Gold-Stück” entpuppte. Mühsam versuchte ich die dort noch vorhandenen Schriftzüge zu entziffern…
B…Banco…Banco de Atlantis…. ???
Als Voll-Ökonom fragte ich mich natürlich sofort: Auf welchen realen Wert kann sich die Teilmenge einer Geldmenge einer nicht mehr vorhandenen Volkswirtschaft beziehen.
Richtig…Auf gar keinen.
Also mußte dieses Stück Metall “wertlos” sein.
Also warf ich das wertlose Stück Gold über Bord und segelte frohgemut gen Heimat….
gruss pansen
@ pansen
Mir kommt dabei eine kleine Geschichte in den Sinn:
Vor kurzem habe ich einen kleine SMS im Bermuda-Dreieck bekommen. Durch das flache Wasser fielen Sonnenstrahlen auf den von Korallen übersäten Boden. Plötzlich blinkte mich was an… es war mein Mobil.
Ich griff nach ihm, und sah, dass es eine SMS war…Heli Ben schrieb…verkrustet.
Wieder an Bord meiner kleinen Schabracke , ohne meine Taucherbrille vor den Augen, staunte ich nicht schlecht, als es sich, um eine “SMS zeitloses Fed Gespenst” entpuppte. Mühsam versuchte ich die dort noch vorhandenen Schriftzüge zu entziffern…
B…Banco…Banco de Dios in God we have to trust/ Save Our Souls….
Als Voll-Ökonom fragte ich mich natürlich sofort: Auf welchen realen Wert kann sich Gott und die Teilmenge einer Geldmenge einer nicht mehr vorhandenen Volkswirtschaft beziehen.
Richtig…Auf gar keinen.
Also mußte diese Telefonnummer samt SMS “ein Fake” sein.
Also löschte ich diese wertlose SMS samt Tel. Nummer und segelte frohgemut gen Heimat….
gruss holger
Hi Holger,
Gold ist Schweigen, Silber wird uns zum Mond führen, was machen wir dann????…. zur Zeit ist alles geil, wie geht es weiter, welche Villa, wo?
HORT
Eine Lanze für den Hort!
Idealerweise geschieht unseren lieben Kleinen dort auch noch etwas positives.
Aber davon abgesehen: die Racker sind jedenfalls relativ gut aufgehoben und können in der Zeit kein Unheil anstiften!
Diesen Aspekt muss man würdigen und sich vorstellen, was die Fantastillionen anrichten könnten, wenn sie frei rumliefen. Insofern ist doch ein kleiner Anreiz für die Hortner ok, oder??
Ist es nun so weit?
@ Geronimo 135
Gut, ich weiß dass du es nicht so „buchstabentreu“ gemeint hast, nur …
Gerade hat unser (Un)Sinn Professor ein Buch Kasino-Kapitalismus geschrieben. Wie man ihn kennt, er wird hier bestimmt den Unsinn erzählen, wie ganz zufällig ganz böse Menschen auf falschen Positionen waren, und natürlich der Staat „hat nicht“, „hat falsch“ und „hat spät“ reagiert, sonst würden paradiesische Zustände herrschen
Man wird jetzt Banker und Börsianer – wie damals Juden …
@ Geronimo 135
Gut, ich weiß dass du es nicht so „buchstabentreu“ gemeint hast, nur …
Gerade hat unser (Un)Sinn Professor ein Buch Kasino-Kapitalismus geschrieben. Wie man ihn kennt, er wird hier bestimmt den Unsinn erzählen, wie ganz zufällig ganz böse Menschen auf falschen Positionen waren, und natürlich der Staat „hat nicht“, „hat falsch“ und „hat spät“ reagiert, sonst würden paradiesische Zustände herrschen
Man wird jetzt Banker und Börsianer – wie damals mit …
Vorweg: Der Zweck des Geldsystems ist die Umverteilung von Waren und Dienstleistungen. Dies ist zu ermöglichen, erleichtern und zu lenken.
—
Sind wir immernoch in der Tauschwirtschaft? Das hatten wir doch schon einmal und ich habe es so verstanden:
Mit Geld kann man sehr wohl Tauschen, und zwar Geld gegen Ware oder sonstwas. Das geht mit Papiergeld oder mit Goldmünzen oder mit Zigarettenschachteln, aber im Gegensatz zu den letztgenannten beschreibt es nicht das Wesen des Geldes. Denn Geld entsteht durch den Kredit und mit dessen Vergabe ist in der Regel eine Abgabe gebunden, sinnigerweise meisstens mehr Geld, das Zins genannt wird. Dadurch wird ein stetiger Mangel an Geld aufrechterhalten, da immer irgendwo jemand seinen Zins von einem anderen bekommen muss. Entweder von einem Kreditgeber, der gern konsumiert und Geld gegen Ware tauscht oder von einem neuen Krediteur, der ebendies macht. Will der Kreditgeber oder ein Geldhorter nun nicht konsumieren und kein Neuschuldner produziert das fehlende Geld, dann ist das Spiel aus. Deshalb springt jetzt der Staat als Neuschuldner ein.
Aber warum sollte jemand Geld horten?
Wenn man sein Geld in Finanzprodukte investiert, ist es dann auch gehortet oder “arbeitet” es?
@ Goldenes Kalb
Ich mache aus deinem Kommentar 2 Fragen:
1) Wenn man sein Geld in Finanzprodukte investiert, ist es dann auch gehortet oder “arbeitet” es?
Wenn man ein Finanzprodukt kauft, hat man zu einem Teil Ackermann’s Gehälter bezahlt und den Rest in eine reale Firma-X investiert. (Gehortet wird NIX – das ganze Geld verlässt den Finanzsektor.) Der Sparer hat das Problem, wenn die reale Firma-X abgewirtschaftet hat und noch ein größeres Problem, wenn sie nur eine Scheinfirma war. (Dann war sie de facto gar nicht real – aber in dem Angebot von Banken wurde sie als real gepriesen.)
2) Aber warum sollte jemand Geld horten?
Die Geldhortung ist bisher das einzige Prinzip, wie man erklären kann, warum es in der Marktwirtschaft zyklische Krisen und Depressionen geben kann. Nach der Auffassung von 99% der heutigen WiWi-Experten/professoren/Wissenschaftler ist so etwas theoretisch unmöglich. In ihren Theorein – die sie für richtig halten – sind Krisen unmöglich. Was sollte man dazu sagen?
Man schaue sich einfach die reichste Ente der Welt an.
Das ist Horten, im Geldspeicher. Genau so, sollte man es machen. Geizig bis auf die Knochen (Konsumboykott).
Und hier merkt man, dass (S) nicht = (I) sein muss.
Es ist nur ein Zeitfaktor. Und die persönliche Einstellung.
Wenn Donald endlich erbt, weil Dagobert hin ist, kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber nehmen wir mal an, was wird dann Donald mit (S) machen?
@ Goldenes Kalb
“beschreibt es nicht das Wesen des Geldes. Denn Geld entsteht durch den Kredit ”
Also gab es in vorkreditlicher Zeit kein Geld?
Vielleicht sollte jeder seine Gelddefiniton dazuschreiben.
Ich kann mir jedenfalls sehr gute eine VW ohne kreditgeschöpftes Geld vorstellen. Man kann vermuten, dass es sowas auch schon mal gab.
Natürlich kann man einwenden, dass dadurch die Entwicklung gebremst ist.
Aber das möchte ich mal sauber durchdekliniert sehen, mit Schlußbilanz nach dem Währungscrash.
Natürlich geht es mit wirklich intelligenten Finanzinnovationen(brandneues wie Wechsel oder so), um reale (oder real mögliche) Überschüsse umzuverteilen zu Investoren / Konsumenten, flüssiger, und das wäre ja wieder Kreditgeschöpftes Geld.
Welches, je nach Ausgestaltung, allerdings nicht “frei” ist, sondern gebunden an Reales.
Ansonsten ist HORTEN eben HORTEN; alles weitere definitionsabhängig.
@ holger
Ja, das waren noch tolle Zeiten für die WiWi – man erinnert sich an Silvio Gesell, als noch mit gOld gezahlt wurde. Nun zahlt man aber schon längst nur mit bunten Papierchen. Wird Dinald so dumm werden und und diese horten?
@ Topi
–>Also gab es in vorkreditlicher Zeit kein Geld?
”
Vielleicht sollte jeder seine Gelddefiniton dazuschreiben.
Ich kann mir jedenfalls sehr gute eine VW ohne kreditgeschöpftes Geld vorstellen. Man kann vermuten, dass es sowas auch schon mal gab.
und ganz ohne Hebel, der ja noch beschleunigende Wirkung zeigt.
@ System
diese Frage, ob Gold oder nicht, ist Einstellungssache. Und eine Frage, Gold zu was. Also die Gegenpartei. So lange es akzeptiert wird, und darauf beruht alles, bleibe ich bei der 1/3 Idee.
Ich weiß es nicht. Ich denke Donald würde (S) auflösen. Ob er eine Eisenbahn dafür sich erwirbt (I) oder es in Konsumgüter steckt, bei Fantastilliarden schon ein Ding der Unmöglichkeit, jedenfalls, wenn die Preise niedrig bleiben.
Keine Ahnung. Ich kann nicht in die Köpfe der menschen schauen, bin nicht Hellsichtig, ich weiß es nicht.
@ Goldenes Kalb
>Denn Geld entsteht durch den Kredit…In ihren Theorein – die sie für richtig halten – sind Krisen unmöglich. Was sollte man dazu sagen?<
Humbug natürlich. krisen sind systemimmanent und selbst verschuldet.
[ironie / ON]
aber mein respekt vor der ökonomenschaft ist gestern deutlich gestiegen. währen die vortrefflichsten dieser zunft, die vorgeben, die wirtschaftsentwicklung auf die nachkommastelle genau voraussagen zu können, vor rund drei jahren nicht einmal die richtung der dynamik erkannt haben, so hat sich das doch schon gebessert. dem gestrigen handelsblatt war zu entnehmen, dass sich die handelsbilanz der USA um 18% verschlechtert hat. die kristallkugelbesitzer hatten eine verschlechterung um 2,5% prognostiziert. geht doch! die richtung stimmt. mehr erwarte ich doch gar nicht. [ironie /OFF]
Merkwürdig. das letzte ist ein wenig verstümmelt angekommen. nächster versuch:
@ Goldenes Kalb
“Denn Geld entsteht durch den Kredit…”
Nein.
kredit kommt bekanntlich von ´credere´= ´glauben´. wenn du also gaaanz fest daran glaubst, das geld wirklich durch kredit entsteht, so kann ich dir nicht helfen. und da es die meisten so sehen wie du, haben wir die probleme, die wir haben.
kredit = schuld = leistungsversprechen.
nichts – NICHTS – zumindest nichts materielles – kommt durch ein versprechen in die welt.
man kann also nur daran glauben, dass durch kredit geld entstehen KANN. es entsteht aber nicht. sicher nicht. man hält es nur dafür. aber das ist eine ganz andere geschichte.
@ Sytemfrager
>In ihren Theorein – die sie für richtig halten – sind Krisen unmöglich. Was sollte man dazu sagen?<
Humbug natürlich. krisen sind systemimmanent und selbst verschuldet.
[ironie / ON]
aber mein respekt vor der ökonomenschaft ist gestern deutlich gestiegen. währen die vortrefflichsten dieser zunft, die vorgeben, die wirtschaftsentwicklung auf die nachkommastelle genau voraussagen zu können, vor rund drei jahren nicht einmal die richtung der dynamik erkannt haben, so hat sich das doch schon gebessert. dem gestrigen handelsblatt war zu entnehmen, dass sich die handelsbilanz der USA um 18% verschlechtert hat. die kristallkugelbesitzer hatten eine verschlechterung um 2,5% prognostiziert. geht doch! die richtung stimmt. mehr erwarte ich doch gar nicht. [ironie /OFF]
@topi
> Also gab es in vorkreditlicher Zeit kein Geld?
> Vielleicht sollte jeder seine Gelddefiniton dazuschreiben.
Vielleicht gibt es die Definition von “Geld” allgemein gar nicht. Wikipedia gibt jedenfals keine genaue Definition her. Deshalb ist es wohl fahrlässig, von “Geld” als solchem zu reden…
Mit Goldmünzen kann man Tauschgeschäfte machen. Damit kann man sich eine Wirtschaft vorstellen, aber sie hat nicht die Dynamik der kreditgetriebenen Wirtschaft. Ein richtiger Crash kann nur kommen, wenn man Verpflichtungen eingeht (z.B. Kredite), die man nicht erfüllen kann und der Vollstrecker geht von Haus zu Haus und löst das Wirtschaftssystem auf.
@Systemfrager
Sind diese Scheinfirmen mit Scheinwerten die Ursachen für Scheinkredite, mit denen Scheingeld erzeugt wird, mit dem dann die Vorstände real ausgezahlt werden und reale Güter einkaufen?
Ist dies das Geheimnis der aktuellen Krise, oder ist das nur eine falsche Fatamorgana?
@ Systemfrager
“Wenn man ein Finanzprodukt kauft, hat man zu einem Teil Ackermann’s Gehälter bezahlt und den Rest in eine reale Firma-X investiert. ”
sorry, aber jetzt verbreitest Du in der Tat Schwachsinn! Was hat die Firma-X davon, wenn Spekulanten deren Aktien hin und herschieben? Also rechne noch mal selbst nach
http://geld-arbeitet-nicht.jimdo.com/ergaenzungen.php
Welches Geld wird beim Handel mit Derivaten in Firma-X investiert? Welches Geld kommt bei Firma-X an, wenn auf ihre Kredite mit CDS in vielfacher Höhe der Kredite gewettet wird?
Also schreib es Dir hinter die Ohren: Mit dem Horten riesigen Geldmengen in Form von Finanzprodukten wird im Gegensatz zu Tätigkeiten in der Realwirtschaft kein Mehrwert geschaffen, es wird lediglich Vermögen zwischen den Beteiligten umverteilt. Die eingesetzten Instrumente werden als “Finanzinnovationen” deklariert, im Interbankengeschäft “strukturierte Finanzprodukte” wie ABS, CDO, CDS, für Kleinanleger Dinge wie Zertifikate, Optionen, und Derivate. Gleich wie man diese Produkte benennt, es sind nichts als banale Wetten, mit denen das eingesetzte Geld der Realwirtschaft vorenthalten wird.
@soffi
“man kann also nur daran glauben, dass durch kredit geld entstehen KANN. es entsteht aber nicht. sicher nicht. man hält es nur dafür. aber das ist eine ganz andere geschichte.”
Dann meinst du mit Geld etwas anderes, als Kreditgeld. Sind die Scheine in unseren Geldbeuten also nur Schein?
@ Geronimo
–>Gleich wie man diese Produkte benennt, es sind nichts als banale Wetten, mit denen das eingesetzte Geld der Realwirtschaft vorenthalten wird.”
Wie lange wird das noch gehen? Gut, die Upperclass, ist nicht so durchlässig nach unten. Kann es sein, das die in dem Finale Texas Hold`em sitzen, und der Bigblind schon ziemlich hoch ist?
Eines sagt mir die Gleichung S=I.
Betrachten wir S und I rein “real” wie die Klassiker. Ausland und Vermögensverteilung lassen wir wie das Geld mal weg.
Dann hat die Identität S=I für mich immerhin noch die folgende gaaanz einfache Aussage: Eine Volkswirtschaft kann REAL nur sparen, also für eine (bessere) Zukunft vorsorgen, wenn sie REAL investiert, entweder in Vorräte (Getreidespeicher in der Bibel) oder in Produktionsanlagen, Infrastrukur, Wissen etc.. Das ist ja eigentlich so klar, dass das jeder sieht. Stimmt aber glaub ich trotzdem.
Natürlich kann immer noch ins Falsche investieren, was in der Zukunft keinen Wert mehr hat. Das ist dann eben weg. Es kommt eben immer noch darauf an, in was man investiert und nicht nur wieviel.
Das ist das, worauf Richebächer immer hingewiesen hat. Reine Finanzanlagen, die zu Asset-Blasen führen, bringen dagegen natürlich gar nix, denn wenn man da die Ersparnisse irgendwann verkonsumieren will, stellt man fest, dass sie weg sind, weil die Preise gefallen sind.
Investiert man in ausländische Anlagen, dann hängt eben alles davon ab, was dort mit den Mitteln finanziert wird.
@ Geronimo
So, nachdem du deinen Kaffee getrunken hast, versuchen wir weiter zu kommen
Etwas vorweg: Vergisst deine Casino- Sprache. Du meinst, damit bist du mega-fachlich und mega-seriös, nein, bist du nicht. Also:
Am Anfang steht nicht das Wort sondern eine Investition: Firma-X. Hinhören was soffi gesagt hat: „Denn Geld entsteht nicht durch den Kredit …“ Da hat ein Kommentator spaßig bemerkt, eine Bank verkauft der anderen X€ für 2X€, dann diese 2X€ für 4X€, weiter 4X€ für 8X€, … Und es gibt Geld, wie viel man sich nur wünscht. So geht es eben nicht. Also ich versuche es noch einmal auf meine Art zu erklären:
Wenn man ein Finanzprodukt kauft, hat man zu einem Teil Ackermann’s Gehälter bezahlt und den Rest in eine reale Firma-X investiert. (Gehortet wird NIX – das ganze Geld verlässt den Finanzsektor.) Der Sparer hat das Problem, wenn die reale Firma-X abgewirtschaftet hat und noch ein größeres Problem, wenn sie nur eine Scheinfirma war. (Dann war sie de facto gar nicht real – aber in dem Angebot von Banken wurde sie als real gepriesen.)
Am Anfang steht also keine Wette, sondern die Firma-X. Die Bank hat die Wertpapiere, die den realen Investitionen entsprechen. Jetzt schickt die Bank ihre Finanzberater und sagt ihnen: Die Firma-X war ein Glücksfall, sie ist doppelt so Wert als man es ursprünglich geglaubt hat. Also ihr verkauft die Wertpapiere für einen doppelten Preis – bei denen die das Geld bzw. Einkommen haben. Ist das geschehen, hat die Bank für imaginäre Werte das richtige Geld erworben. Jetzt haben wir Verhältnis:
2 : 1 dh. 2 für die Wertpapiere und 1 für die realen Investitionen
Und dann kann die nächste Runde beginnen. Nach der nächsten Verdoppelung:
4 : 1 dh. 4 für die Wertpapiere und 1 für die realen Investitionen
Und dann kann die nächste Runde beginnen. Nach der weiteren Verdoppelung:
8 : 1 dh. 8 für die Wertpapiere und 1 für die realen Investitionen
Dieser Stand 8:1, so die neusten Untersuchungen, ist der heutige Stand.
@ Systemfrager 148; 158
“Ja, das waren noch tolle Zeiten für die WiWi – man erinnert sich an Silvio Gesell, als noch mit gOld gezahlt wurde. Nun zahlt man aber schon längst nur mit bunten Papierchen. Wird Dinald so dumm werden und und diese horten?”
Donald sicher nicht, denn es lässt sich ja immer noch Gold horten.
Ansonsten: Offenbar ja!
Wenn man vom Individuum übergeht zu “den Sparern” insgesamt, dann ist klar, dass nur ein kleiner Teil des gesparten und von den Banken wieder investierten, sorry, “investierten”, real angelegt ist und der Rest verschwindet im SUPERHORT (die Traumvorstellung jedes Elternteils: ihre Kleinen werden im Hort noch wertvoller) der Investitionsinnovationen.
“Am Anfang steht nicht das Wort sondern eine Investition: Firma-X. ”
Nicht zwingend, und zunehmend nur ausnahmsweise!
Hier ist dringend die Unterscheidung zwischen neuen Aktien/Anleihen, gebrauchten Aktien, Zertifikate auf Aktien zu unterscheiden.
Schon der Kauf von Gebrauchtaktien hat nichts mit einer realen Investition der Firma zu tun, egal ob 1:2 oder 1:8; allerdings kann man von der Wert- (oder auch “Wert”) steigerung der Firma profitieren.
Beim Zertifikat dagegen geht nicht mal das, die Rendite muss neu erschaffen werden durch allerfeinste Derivatoperatioenen; bei denen entgegegen der Behauptung keineswegs ein aktuelles Null-Summen-Spiel vorliegt, sondern ein Schneeballsystem mit vorwärtsgeschobenen Verlusten vorliegt.
@ Goldenes Kalb
“Dann meinst du mit Geld etwas anderes, als Kreditgeld. Sind die Scheine in unseren Geldbeuten also nur Schein?”
ich bin mal unhöflich und antworte mit einer gegenfrage:
nehmen wir an, du hast einen 10 €-schein in der tasche. würdest du den gegen einen 10-soffi-schein tauschen? (ich bin dazu übergegangen, meine eigene währung zu drucken. es funktioniert)
Wenn ja: deal.
wenn nein: warum nicht?
@ Goldenes Kalb
“”Vielleicht gibt es die Definition von “Geld” allgemein gar nicht. Wikipedia gibt jedenfals keine genaue Definition her. Deshalb ist es wohl fahrlässig, von “Geld” als solchem zu reden…”"
Ja, deshalb kommt es auf die Definition an, wennman darüber spricht!
Fakt ist: eine Definition, die NiochtKreditGeld ausschließt, ist sehr unzweckmäßig.
“Mit Goldmünzen kann man Tauschgeschäfte machen. Damit kann man sich eine Wirtschaft vorstellen, aber sie hat nicht die Dynamik der kreditgetriebenen Wirtschaft. Ein richtiger Crash kann nur kommen, wenn man Verpflichtungen eingeht (z.B. Kredite), die man nicht erfüllen kann und der Vollstrecker geht von Haus zu Haus und löst das Wirtschaftssystem auf.”
Dynamik, holla.
Deswegen ja mal der AUfruf zur Durchdeklinierung, bis zum Währungsschnitt.
Der ist übrigens das logische Ende einer Papiergeldphase; theoretisch ableitbar, historisch bewiesen.
Meine Hoffnung: diesmal ohne Krieg!!
Kleines Zahlenspiel: wir sind bei Y= 2500, M=2000.
Y wächst mit, seien wir mal großzügig, 4%, M um 12%.
Jetzt braucht es nur noch ein klitzekleines bischen Mathematik, dann weiß man, wann Schluß sein muss.
Es kann natürlich auch vorher sein.
Der reale PONR ist übrigens noch lange nicht erreicht, das kann man aus den Zahlen auch einfach ablesen.
Der PONR ist deshalb überschritten, weil alle (fast) die letzten Währungsschnitte einfach vergessen oder verdrängen.
@ Soffi
was sind Geschenkgutscheine? Hab hier noch einen für eine Thai Massage.
@ System
Entschuldigung, du hast das Hebeln nicht verstanden. Hast nicht verstanden, was ich nur persönlich für dich ganz alleine, in Sachen Geldmarktprodukte, eingestellt habe.
“Wenn man ein Finanzprodukt kauft, hat man zu einem Teil Ackermann’s Gehälter bezahlt und den Rest in eine reale Firma-X investiert. (Gehortet wird NIX – das ganze Geld verlässt den Finanzsektor.)”
Mal angenommen es gibt nur eine Firma und ein paar Grundstücke. Man IST Ackermann und kauft Firmenanteile und Grundstücke. Deren Wert steigt. Man (Spekulanten) beleihen (andere) Firmenanteile und Grundstücke (oder das Einkommen) und kauft (mit Geld aus der Geldschöpfung) zurück. Der Wert steigt, die dafür verfügbare Geldmenge steigt, Ackermann verdient weiterhin sein Geld. Er beleiht was er hat und kauft Firmenanteile und Grundstücke. M3 steigt weiter. Inzwischen steigen auch die Mieten, die Immobilienpreise steigen, man kann mehr beleihen, es gibt mehr Geld aus der Geldschöpfung, Ackermann verdient weiter.
Die Geschwindigkeit des Geldes welches sich in der Realwirtschaft bewegt ist vielleicht eine andere Geschwindigkeit als diejenige welche die Werte in der Gruppe M3 beeinflusst – also eine asynchrone Quantitätsgleichung?
Wo fällt die anteilige Summe dessen was sich im Finanzsektor befindet *jemals* in die Realwirtschaft zurück wenn sich die Einkommensunterschiede nicht verändern und sich die Gesamtsumme der sich in M3 befindlichen Werte schneller nach oben verabschiedet als die Realwirtschaft. DAS ist das was ich als “horten” bezeichnen würde.
Ich lasse dafür einmal die asynchrone Quantitätsgleichung als Bezeichnung stehen.
Grüße
ALOA
@ System
Relevanter Kunde A, geht zur relevanten Bank B.
A stellt B 10 M zur Verfügung. Und gibt nur 8 zu B. B macht auf Vertrauensbasis min. 80 M daraus. Die versucht B unter das Volk gegen Sicherheiten (Hypotheken etc. pp.) gegen Zins zu bringen.
Man hebelt, und hofft, das sich noch C findet, um sich bei B verschulden zu dürfen. Mit Wert hat das nix zu tun.
Reales Geld (Einkommen) = reale Investitionen[1]
Das ist ein Null-Summen-Spiel
Reales Geld (Einkommen) + „Wertpapiere“ > reale Investitionen[1]
Das ist kein Null-Summen-Spiel, sondern ein Perpetuum mobile
- – - – - – - – -
[1] reale Investitionen kann zB eine Kühlschrankfabrik auf dem Nordpol sein, oder egal was
@ Systemfrager
Du packst es nicht
versuche Dich mal hieran:
“billiges” Geld führt zu Inflation, so die gängige Lehre, die auch lehrt, dass “billiges” Geld zu steigenden Börsenkursen führt, das eine nennt man Entwertung des Geldes (Inflation) das andere Wertsteigerung, also schau mal, ob Du einen Unterschied zwischen “Geld” und “Wert” begreifen kannst
@ Geronimo
Wie Recht du nur hast! Man kann in der Tat alles noch erfolgreicher durcheinander bringen, indem man in ein gedankliches Chaos auch noch die Quantitätstheorie des Geldes (MV = P Y) hineinschmeißt.
Du bist mir immer sympathischer
Hihi. Und so schnell kann man sich um die Beantwortung einer Problemstellung drücken.
Es ist einfach zu behaupten(!) jedes Geld verlasse den Finanzsektor. Wenn die Menge des Geldes welche sich im Finanzsektor befindet jedoch auf einem Zeitstrahl anteilig immer weiter zunimmt ist die Aussage nachweislich (inhaltlich) falsch.
Natürlich entschwindet Wasser auch irgendwo aus einem See. Wenn dessen Wasserspiegel aber immer weiter zunimmt im Verhältnis zur umlaufenden Wassermenge, dann ist eben immer mehr Wasser darin zu finden. Die Erklärung das jedes Wasser den See auch wieder verlässt ist zwar richtig aber qualitativ wertlos für die Betrachtung des Wasserspiegels.
Und so ist die Aussage das “nichts gehortet wird und alles den Finanzsektor wieder verlässt” auch zu sehen. Die Frage ist wie viel sich im Finanzsektor *befindet* wenn wir von Hortung sprechen.
q.e.d
Grüße
ALOA
Hallo Aloah (hohoho)…juristisch, kleinkariert, korinthenkackerisch muss hier ein Worttausch stattfinden:
Wenn die Menge des Geldes welche sich im Finanzsektor befindet jedoch auf einem Zeitstrahl anteilig immer weiter zunimmt ist die Aussage nachweislich (inhaltlich) falsch.
Muss heißen:
Nicht, dass ich das für wichtig erachte…
Nur, Dein WENN bezieht sich auf die Betrachtung eines fortlaufenden Prozesses. Falls Dir also bekannt sein kann, dass dieser Prozess ewig so weitergeht, dann könnte Dein wenn zutreffend sein.
Grüßelchen
@aloa5
Bischen spät – aber ich denke wir haben nicht Ressourcen ohne Ende – im Gegenteil:
http://www.chrismartenson.com/
Einfach mal seine Videos anschauen bezüglich unseren Ressourcenverbrauch. Wir bewegen uns momentan in sehr gefährlichen Gewässern, unsere Energiequellen sind One Way Verbrauchsgüter. Wenn der Tank leer ist, müssen wir entweder bereits zu einem großen Teil auf alternative bzw. Rssourcen mit einer größeren strategischen Reichweite umgestiegen sein, oder wir reiten wieder auf Pferden durch die Stadt.
Die Wirtschaftsweise von 1800 war nahezu bis in alle Ewgikeit vortsetzbar – unsere Erdölbassierte nicht. Daher hat Sparen durchauseine Bedeutung – manche Gegenstände lassen sich wirklich intertemporal verschieben – wie z.B. Gold. Das können Sie wirklich sparen und 50 Jahre einlagern – oder Erdö,etc.
Doch investiert ist damit noch lange nichts – d.h. das Erdöl wird in 50 Jahren nicht Kinder bekommen haben und angewachsen sein.
Bei einer Investition erhoffen wir ja eig. diesen Effekt -wir wollen das aus einem heute Investierten Güterbündel in der Zukunft mehr Güter werden – z.B. ich investiere heute 1 Megawatt an Energie und möchte in 50 Jahren in der Lage sein dieses MW günstiger zu produzieren und vor allem mehr davon zu produzieren.
Das Thema ist einfach komplexer, als in kurzen Sätzen darstellbar.
@ aloa5
)
für manche gibt es nur den Fluß und keinen See, deshalb können sie auch nicht erkennen, wieviele Staumauern in den letzten Jahrzehnten errichtet worden sind und der Stausee immer weiter aufgefüllt wird, während auf den Feldern das Getreide vertrocknet (Dein Bild gefällt mir
@ aloa5 164
Bei deiner Ausführung zur Geldmengenaufblähung beziehst du dich noch auf Reales. Da gilt immer noch, dass das neugeschöpfte Geld direkt in Werte fließt, die natürlich dann spekulativ blasieren.
Es geht aber tatsächlich weit über “gebrauchte Aktien” hinaus.
Ein Zertifikat auf die gebrauchten Aktien oder auch Grundstücke bringt erst richtig Schwung in die Bude! Riesige Hebel etc.pp.
Aber das wirklich schöne daran: Die Blasen bleiben unsichtbar, bzw. der Derinatanteil der Blasen. Diese Innovative Investitonsform war zwingend nötig, um die galoppierende Überschussgeldmenge aufzufangen, ohne extreme Preissignale zu geben.
“”Die Geschwindigkeit des Geldes welches sich in der Realwirtschaft bewegt ist vielleicht eine andere Geschwindigkeit als diejenige welche die Werte in der Gruppe M3 beeinflusst – also eine asynchrone Quantitätsgleichung?”"
Was soll der Erkenntnisgewinn sein?
Natürlich ist es sinnvoll, die real benötigte Geldmenge bM von der Überschussgeldmenge üM zu unterscheiden. Diese notwendige Geldmenge hat vielleicht einen Umschlag von 5, näherungsweise wäre also 500MRD für D.
Zusätzliches Geld verlangsamt das gemessene r selbstverständlich; nur kann man die bM nicht wirklich berechnen, insofern sind keine Erkenntnisse möglich.
Auch in der bM gibt es ja enorme Unterschiede im r, vieles läuft 12 mal um, anderes 1mal, bei Umstellung auf vierteljährliche Zahlungsweise bei Versicherungen dann 4-mal.
Und in üM gibt es die Konservativen, die ihr Geld seriösen Herren (Madows) langfristig anvertrauen , und die intra-day-Zocker.
“”Wo fällt die anteilige Summe dessen was sich im Finanzsektor befindet *jemals* in die Realwirtschaft zurück wenn sich die Einkommensunterschiede nicht verändern und sich die Gesamtsumme der sich in M3 befindlichen Werte schneller nach oben verabschiedet als die Realwirtschaft. DAS ist das was ich als “horten” bezeichnen würde.”"
Das ist das, was ich als HORT bezeichnet habe.
Aber: die kleinen Racker können jederzeit aus dem Hort abhauen!
Wenn also echte RohstoffOptionen oder Metalle gehandelt werden statt Zertifikate-Schrott, fällt Geld in die Realwirtschaft zurück.
Jederzeit, im Rahmen, aber jederzeit explodierbar.
@ Logik-Ratio 171
Ressourcen.
So lange die Sonne scheint, ist Energie da.
So lange Energie und Salzwasser da ist, kann man Wasser gewinnen.
Wenn man mit dem Boden verantwortungsvoll umgeht (und Wasser da ist), geht Boden nicht verloren.
Also grundsätzlich kann alles gut werden.
Es wäre natürlich sinnvoll, nicht erst dann Alternativen entwickelt, wenn bspw. das Öl alle ist. Wobei Energie m.E. das leichteste Problem darstellt, wenn der Ölpreis längere Zeit über 200$ ist, wird es rasant losgehen.
Intelligente Bewässerungssysteme und wasserschonende Produktion können auch ohne Entsalzung sehr sehr viel bringen; der Rest dann aus dem Meer.
Boden muss man sehen, ob es nicht irgendwann einen PONR gibt. Aber soweit sind wir von Brust oder Keule (gibts hier eigentlich eine html-Anleitung?) gar nicht mehr weg, die Ernährung werden wir wohl sichern.
Bleiben knappe Rohstoffe.
Aber was davon ist wirklich essentiell? Das meiste lässt sichauch anders machen.
Und klar, geschlossene Kreisläufe und lange Produktlebenszeiten werden ein Thema werden; und unsere Müllkippen noch mal aufgemacht werden.
Die Frage ist der Pfad; und da sind wir nicht auf dem rechten Weg.
Hier kann man übrigens ganz stark fragen: ist der Kapitalismus wirklich am effizientesten???
Wobei der real existierende dingens da natürlich ebenfalls kläglich versagt hat.
@topi
Da sind wir endlich bei dem wirklich wichtigen Thema – natürlich ist die Lage nicht hoffnungslos. Aber so einfach wie Du es beschreibst, ist es eben auch nicht.
Die Erde ist (nahezu) geschlossener Kreislauf -zumindest was die Materia anbelangt – es geht also eig. kein Boden verloren etc. – die Situation sieht allerdings ganz anders aus, sobald wir die nutzbare Energiemenge betrachten und den Energy Return of Investment.
Erdöl bietet hier ideale Voraussetzungen – oder zumindest war es so in der Vergangenheit – manche Quellen sprudelten von selbst aus dem Boden, weil der Druck so hoch war. Heute müssen wir gigantische Offshoreplattformen bauen um an schlechtere Reserven zu gelangen.
Dieses Verhältnis wird sich in den klassischen fossilen Rohstoffen weiter verschlechtern, weil traditionell immer die ergiebigsten Reserven zuerst abgebaut werden, bevor man wenigerergiebe Reserven auszubeuten beginnt.
Nun habe ich als VWL 2 Alternative Pfade – entweder ich investiere das endliche Öl in den Aufbau von “Energieporduktionsanlagen” z.B. Sonnenthermalkraftwerke in der Sahara, wie z.B. Andersol 2 in Spanien, oder ich “investiere” das Öl in meine Privatyacht, den Learjets und den Urlausbflug nach Malle.
Um so später wir von dem einen Pfad in den anderen Überschwenken, um so schwieriger wird es – denn das Öl, welches wir zum Bau der ersten Kraftwerke brauchen, wird knapper. Wenn der Preis bei 200 € (was ist der Dollar noch Wert?) angelangt ist, werden wir Knappheiten und Rationierungen wie in den 70ern erleben. D.h. wir haben die Wahl zwischen einer harten Landung mit erheblichen Einschränkungen, oder wir agieren vorausschauen.
Wenn wir uns klug verhalten, kann die Erde auch 20 Milliarden Menschen erhnähren – ganz ohne Gentechnik. Dafür müssen wir allerdings unsere Arbeitszeit und unsere Ressourcen sinnvoll investieren.
Den Erkenntnisgewinn aus diesem Thread bitte als Chart. (Suche Weihnachtsgeschenk für meinen fünfjährigen Enkel)
@Huuh (rrah)
Den Erkenntnisgewinn aus Deinem Post musst Du mir jetzt aber auch einmal genauer schildern. Du toller Hengst.
@176
Der beste Beitrag hier seit langem.
Hut ab…
@ Logik-Ratio
“Um so später wir von dem einen Pfad in den anderen Überschwenken, um so schwieriger wird es – denn das Öl, welches wir zum Bau der ersten Kraftwerke brauchen, wird knapper. Wenn der Preis bei 200 € (was ist der Dollar noch Wert?) angelangt ist, werden wir Knappheiten und Rationierungen wie in den 70ern erleben. D.h. wir haben die Wahl zwischen einer harten Landung mit erheblichen Einschränkungen, oder wir agieren vorausschauen. ”
Die 200$ sehe ich durchaus kurzfristig. Natürlich auch den Dollar im freien Fall, aber sooo weit weg sind die 200€ auch nicht.
Gerade, wenn dies längere Zeit sichtbar wird, werden große Investitionen angeschoben, worauf der Ölpreis wieder sinkt (back-up-Technologie zu vernünftigem Preis).
Die Ölabhängigkeit ist bei weitem nicht mehr so hoch wie in den siebzigern. Der Sprit ist stark besteuert, dieser Preisanteil bleibt also eher stabil (ich hatte glaub ich mal 10 Cent pro Liter Sprit bei 20 $ je Fass ausgerechnet). Und die Rationierung wird die treffen, die keine 200 pro Fass zahlen können.
Für die mag es auch kurzfristig hart werden.
Wir müssen eben ein paar Jahre warten, bis die Dinosaurier endlich flächendeckende Zweiliterautos auf den Markt bringen (sehr einfach machbar, wenn man umdenkt und ein Tempolimit einführt)
Man muss auch die enorme Kohlemenge berücksichtigen, die ein sehr schnelles Absinken der Energieproduktionsmöglichkeit verhindern wird.
Hier gab es schon mal in sehr großem Maßstab Kohleverflüssigung; wahrscheinlich recht teuer, weshalb der Oberverbrecher wohl unbedingt schnell zum Kaukasus vorstoßen wollte.
Aber bei gestiegenem Ölpreis wird das wieder wirtschaftlich (also nicht der Vorstoß zum Kaukasus, sondern die Kohleverflüssigung)
@ topi # 174
Vorschlag:
Guckst Du hier für (eine) HTML-Anleitung
(Unter dem Kommentar-Eingabefenster hat Wgn gelistet, welche Codes hier ‘zugelassen’ sind)
@180
HTML sollte hier ein nächstes Thema sein, als auch der Umgang mit der deutschen Sprache.
@topi
Die Kohlereserven sind sicherlich noch längere Zeit nutzbar – allerdings wurde auch hier die wertvollere Kohle zuerst abgebaut.
Insgesamt haben wir 2 gegenläufige Bewegungen:
a) Der technologische Fortschritt, der die Kosten senkt
b) Die Abnahme der Konzentration der Rohstoffquellen und damit eine Verteuerung der Produktion
Selbst wenn wir unsere Wirtschaft nachhaltiger – d.h. langfrsitig aufrechterhaltbarer – gestalten, werden wir es schwieriger haben die benötigten Rohstoffe zu prodzieren.
Ein steigender Ölpreis ist viel mehr als nur eine kleine Inconvinience – es verteuert alle Basisprodukte, wie Agrarrohstoffe, Lebensmittel, Transport usw. – Deine Einschätzung ist viel zu leichtfertig – sollte sich die Ölversorgung wirklich massiv verknappen – bzw. die Preise massiv erhöhen, werden wir Hungersnöte und politische Verwerfungen in einem kaum vorstellbaren Ausmaß erleben.
Um so länger wir die Umstellung und Erforschung umstellen, um so härter werden die politischen Verwerfungen. Entweder heute sinnvoll handeln und vielleicht auf ein wenig verzichten, oder morgen mit einer unangenehmen Zukunft konfrontiert sein – das ist die Wahl die wir haben.
@schnupp
Toller Hengst Nr.2
Um so länger wir die Umstellung und Erforschung umstellen, um so härter werden die politischen Verwerfungen.
Nach mehrfachem Lesen ergab es keinen Sinn.
Bitte um Aufklärung.
umstellen ersetzen durch aufschieben – aber ich denke, dass der Sinn selbst bei meiner fehlerhaften Wortwahl bei wirklichem Interesse erkannt hätte werden können.
Entweder heute sinnvoll handeln und vielleicht auf ein wenig verzichten, oder morgen mit einer unangenehmen Zukunft konfrontiert sein – das ist die Wahl die wir haben.
1. Wer ist “wir”?
2. Die meisten verzichten schon seit gestern und vorgestern und vorvorgestern ….
3. Die Zukunft ist schon da – seit mindestens vorgestern.
4. Wahlen sind im September gelaufen.
Um so länger wir die Umstellung und Erforschung aufschieben, um so härter werden die politischen Verwerfungen.
Bzw.
Um so länger wir mit einer mit unseren Forschungen und der Umstellung unserer Wirtschaft auf länger verfügbare Energiequellen warten, um so größer werden die politischen Verwerfungen, insbesondere in Bezug auf die Preise und Versorgung von weiten Teilen der Bevölkerung.
..um so größer werden die politischen Verwerfungen, insbesondere in Bezug auf die Preise und Versorgung von weiten Teilen der Bevölkerung.
Politik macht die Preise?
Versorgung durch die Politik?
Bis eben dachte ich, daß es die Unternehmen sind, die beides bewerkstelligen…
Die Lösung:
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/quer-video-quer-schlaeger-ID1258063225600.xml
@logikratio
Du bist dir sicher, daß dein Nickname der RICHTIGE ist für dich???
… damit es zu keinen Verschnupp … ähhh Verschnupftheiten kommt – hier eine kleine Hilfestellung/Anregung für den erfolgreichen Diskutanten/Blogger
http://boag-online.de/pdf/boagap05.pdf
@ schnupp
Natürlich istder Handlungsspielraum jedes Individuums nicht gleich – aber zu behaupten, dass es wirkliche Armut in Deutschland gibt, ist oftmals so alleine nicht richtig – zumindest verglichen mit anderen Ländern. Ich bin ein großer Gegner unserer jetzigen Verteilungspolitik, aber alleine die Schuld bei der “Politik” zu suchen ist ebenso falsch.
Unser Verhalten hat masgeblich Einfluss auf unsere Welt – das beginnt mit Demonstrationen und Willensäußerungen, strategischemKonsum – oder der Gründung von Unternehmen, die Geld in die Erforschung und den Aufbau erneuerbaren Energiequellen investieren.
Z.B. Gründung einer Bank / Gesellschaft die in Afrika solarthermischeKraftwerke aufbaut. Man darf eben nicht immer nur von einem Zins träumen, sondern muss bei einer solchen Umstellung auch einmal in Kauf nehmen, dass man nur 50% seines Investments zurück erhält, dafür aber einen Wandel der Wirtschaft initiiert hat. Finanzieren lässt sich das z.B. durch den Verzicht auf eine Packung Kippen pro Monat, usw. – Pro Bundesbürger und Monat 5€ wären insgesamt dann ca. 400 Mio € bzw 5 Milliarden im Jahr.
Möglich ist vieles, wenn man gewillt ist sich für die politischen Ziele einzusetzen. Keine Frage, das ganze sollte eigentlich von den wirklich wohlhabenden finanziert werden – aber selbst ein Hartz IV Empfänger kann Einfluss auf unsere gesellschaftliche Entwicklung nehmen. In Indien haben ein Haufen armer Bauern die Kolonialmacht in die Knie gewzwungen – Möglichkeiten gibt es genug, der Wille und die Motivation ist das Problem.
@ schnupp
Wer dumm bleiben möchte, dem kann ich nicht helfen. Und wenn Du glaubst, dass Unternehmen ohne Staat funktionieren können, dann glaubst Du sicherlich auch an den Weihnachtsmann.
@ Logik-Ratio
–>Verzicht auf eine Packung Kippen pro Monat, usw. – Pro Bundesbürger und Monat 5€ wären insgesamt dann ca. 400 Mio € bzw 5 Milliarden im Jahr.
und wenn die Herren Albrecht nur 50% ihrese Vermögens geben würden, wären die immer noch MIlliardäre, und ich könnte weiter saufen und Qualmen
und das wären einige Milliarden. Die auch noch Zinsen bringen.
Und wenn die ersten 3 Seiten der Forbes Liste 1500 Milliarden ihr eigen nennen, sind das jährlich bei 6% Zinsen 90 Milliarden.
aber es gibt ja bald wieder Spendenmarathone
@holger
Klar können die Reichen mehr bewegen, als Arme – aber was sollen die Albrechts tun? Ihre ALDI-Märktev erkaufen? Wer soll Sie kaufen?
Davon abgesehen – auch der kleine Mann kann etwas ändern, wenn er bereit ist dafür Engagement zu zeigen. Aber daran mangelt es doch auch. Zur Ausbeutung gehören immer 2 Seiten – die Ausbeuter und diejenigen die sich ausbeuten lassen.
@ Logik-Ratio
–>Klar können die Reichen mehr bewegen, als Arme – aber was sollen die Albrechts tun? Ihre ALDI-Märktev erkaufen? Wer soll Sie kaufen?
Das Vermögen, wird ohne Aldi gerechnet, das ist Privatvergnügen!!
@topi
nur kann man die bM nicht wirklich berechnen, insofern sind keine Erkenntnisse möglich.
Ich glaube nicht das hier allen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten in Konsequenz klar sind. Insofern besteht der Erkenntnisgewinn (hier im Blog) daraus und aus einer Betrachtung der wahrscheinlichen Entwicklung der Geschwindigkeiten. Also nicht exakte Berechnung ist gefragt sondern “langsamer” und “schneller” sowie die Konsequenz daraus.
…Jederzeit, im Rahmen, aber jederzeit explodierbar
Fällt der Handel mit Immobilien in die Realwirtschaft zurück bzw. befindet es sich immer(!) in der Realwirtschaft (wie Du sagst, denn es ist ein realer Wert; subprime?)?
Das Problem welches ich sehe ist, das ein übermäßiges handeln mit oder durch Geld/Geldderivaten aus der Geldschöpfung oder/und aus laufender Zufuhr aus der Sparquote zu Überbewertungen von Derivaten führt. Gibt es nicht irgendwann ein Investitionsventil (z.B. Technologieschock) baut sich das ganze nach und nach auf.
(was hier im Blog fehlt ist eine Vorschau-Taste)
Grüße
ALOA
oder meinste Bill Gates, hat windows 7 zu Hause
@ Aloa 5
–>(was hier im Blog fehlt ist eine Vorschau-Taste)
das bekommt er nicht hin. schreib auf Word vor, geht einigermaßen
@holger
Privatvergnügen? Naja dann sollten die alten Sparfüchse das in alternative Energien investieren. Natürlich ist unter den jetzigen Rahmenbedingungen die Macht der Reichen immens viel größer als die MAcht des einfachen Mannes – aber Machtlos ist die Masse nicht, was sie z.B. in der DDR 89 bewiesen hat.
kurz nur dazwischen, unter der Erde brennt es, und man bekommt es gar nicht so mit.
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article5187576/Deutsche-Experten-fuer-nahezu-unloeschbare-Feuer.html
@Logik-Ratio # 202
aber Machtlos ist die Masse nicht, was sie z.B. in der DDR 89 bewiesen hat.
Das funktioniert doch nur in Diktaturen – die haben offensichtlich das Wesen, Bürger nicht zu erschießen.
Denen ist das System nicht so wichtig.
In Demokratien bedarf es solcher Ereignisse nicht – dort kann man per Wahlzettel mitsprechen.
Euro, Europa, Kriege – alles wird vom Volke beschlossen.
Selbst die Verfassung…
Merkst Du es noch?
Das es in China der Fall ist war mir bekannt – aber das diese Feuer so verbreitet sind, ist mir neu. Danke.
@Besserwisser
Ich habe nicht das Gefühl, dass die Politik noch wirklich auf die Menschen reagieren. Allerdings stimme ich Dir in sofern zu, dass die Unfreiheit in Diktaturen höher ist, als bei uns.
Trotzdem sind wir weit von einem idealen System entfernt und ich bin durchaus der Meinung, dass bei uns einiges nicht so ist, wie sein sollte. Besondern auch in der Politik. Denn eine wirkliche Wahl habe ich nicht – egal ob CDU, FDP, SPD odersogar die Grünen – ich bekomme fast die selbe Poltitik.
…. um das Volk “den Lümmel” in der gewünschten Spur zu halten ist gutes “Meinungsmanagement” um vieles wirksamer als alle angedrohten Prügel.
Sie dürfen auf der Politischen Autobahn sogar auswählen in welcher Partei/Spur sie dahinbrausen möchten, sogar in regelmäßigen Abstände bekunden welche ihnen davon den nun besser gefällt … aber darüber hinaus? Hinter den Leitblanken gibt es ja keine “Straßen” – jedenfalls haben sie es so gelernt.
@Logik-Ratio #206
Allerdings stimme ich Dir in sofern zu, dass die Unfreiheit in Diktaturen höher ist, als bei uns.
Weißt Du das aus Erfahrung? Oder irgendwo gelesen, gehört?
Im Übrigen habe ich nicht behauptet, was Du mir unterstellst.
Du bist nicht mal in der Lage, Ironie zu erkennen.
@Logik-Ratio #206
Denn eine wirkliche Wahl habe ich nicht – egal ob CDU, FDP, SPD odersogar die Grünen – ich bekomme fast die selbe Poltitik.
Ach ja?
Das ist ja unglaublich. Hört sich an wie SED wählen mit Blockparteien..
Du bekommst die GLEICHE und nicht die SELBE Politik.
Das nur am Rande.
Holger…#194-196
Umverteilung???
Nehmen wir mal an, das liebe Aldi-Kapital dümpelt z.Zt. in Staatsanleihen rum (Vermögensklasse) und wird nach der holgerschen Umverteilung im Bereich Snickers, Pampers, Knoppers (Konsumklasse) gesichtet.
Glaubst Du, dass diese Umschichtung bei sonst gleichen Bedingungen inflationsneutral wirkt?
Ach, und die Geschichte aus dem Bermuda-Dreieck hätte sehr lehrreich werden können.
Nach Heinsohn steht diesem Goldtaler aus Atlantis keinerlei dokumentierte Kredit-/Eigentumsbeziehung gegenüber. (demnach müßte er wertlos sein)
Nehmen wir mal an, ich schmeiss den Dreck nicht weg, weil ich mein ökonomisches Leben nicht nach diesem blauen, bibeldicken Buch ausrichte.
Weil mir klar ist, dass mit dem Aufdruck ein Rest von nominalem Charme versprüht wird, klopfe ich das 62 Gramm schwere Teil platt.
Mit diesem platten Goldnugget latsche ich in ein altehrwürdiges Geschäft für “Herrenausstattung”…
Nehmen wir mal an, der Mann hinter dem Tresen ist “oldfashioned” und tauscht mir das Goldstück im Umtauschverhältnis von 50% des aktuellen Goldpreises gegen eine flotte Tweedrobe ein.
Wie kann das gehen, dass sich offensichtlich in dem Goldstück noch irgend ein “Wert” befindet, obwohl die gesamte VoWi (inklusive Grundstücke) nicht mehr existiert…?
(streng nach Heinsohn/Steiger…es geht hier nicht um Alltagserfahrung)
@ pansen # 210
–>Umverteilung???
Nehmen wir mal an, das liebe Aldi-Kapital dümpelt z.Zt. in Staatsanleihen rum (Vermögensklasse) und wird nach der holgerschen Umverteilung im Bereich Snickers, Pampers, Knoppers (Konsumklasse) gesichtet.
Glaubst Du, dass diese Umschichtung bei sonst gleichen Bedingungen inflationsneutral wirkt?
hi pansen,
erstmal dank für solche Blumen.
Nö, mein Problem ist immer nur, mir wird aufgebürdet, ich soll auf Kippen und sonst was verzichten, damit die Welt besser wird, und andere ziehen sich das teure Koks oder Kaviar rein. Unverschämtheit.
–>Wie kann das gehen, dass sich offensichtlich in dem Goldstück noch irgend ein “Wert” befindet, obwohl die gesamte VoWi (inklusive Grundstücke) nicht mehr existiert…?”
Du bist gut, woher soll ich das denn wissen? Wohn ich in Rom oder habe ich Spanier und Portugiesen losgeschickt, um für dieses Zeug zu Morden? Kann ich mich beim besten Willen daran nicht erinnern.
Ich kann es dir nicht sagen, warum “Gold” einen Wert hat. Ist nun mal so, und ich nehm es so hin, soll ich alle 7 Milliarden jetzt missionieren, das kein Wert im Gold steckt?
Ne ne mein Lieber, da geh ich lieber einen saufen und spiele Doppelkopf. Mir wächst doch kein Gras aus der tasche.
@ Logik Ratio
Deinen Erkenntnisgewinn, wenn nicht als Chart, dann gern auch als Wandmalerei. Du untoller Wallach, sorry.
Ach Holgi…#211
Nein, Du sollst hier niemanden missionieren.
Mein Beitrag mit dem Tweedsacko ist nur als Replik zu Deiner fiatschen Verbiegung meiner (fiktiven) Atlantis-Geschichte gedacht gewesen.
Voraussetzung war meine Vermutung, dass Dich die möglichen Erklärungesmuster zur Funktionsweise unseres Systemes ebenso interessieren, wie meine Wenigkeit…
Das war wohl ein Missverständnis…Daher: Siehe die Vögel, sie sehen nichts…aber ernten tun se trotzdem….
grüßelchen
@ # 212
du bist auch so ein Hecht, änderst du damit etwas?
@Huuh (rrah)
Du hast mich noch immer nicht über den Nutzen Deiner Aussage aufgeklärt.
@Besserwisser
Ich gebe zu Deine Ironie beim Überfliegen nicht richtig erkannt zu haben. Außerdem glaube ich ist die Unterscheidung zwischen gleich (ähnlich) und selbe (identisch) unerheblich – oder kannst Du mir den Unterschied zwischen der gleichen und der selben Politik erklären? Bei einem realen Gegenstand – kein Problem, aber bei einem abstrakten Begriff?
@ soffi, 161
Natürlich würde ich den Schein nicht tauschen, da ihn niemand haben will, aber meinen Schein wollen viele Leute haben. Sie alle haben entweder selbst Schulden oder kennen jemanden, der Schulden hat, dem sie ihn für eine Gegenleistung weitergeben können.
Allerdings sehe ich deinen Punkt in der Argumentation nicht.
@ pansen # 213
–>Voraussetzung war meine Vermutung, dass Dich die möglichen Erklärungesmuster zur Funktionsweise unseres Systemes ebenso interessieren, wie meine Wenigkeit…
klar, verzweifel ich jeden Tag wieder auf ein Neues.
wenn mich einer holgi nennt, dann bin ich das. Comprende
–>Das war wohl ein Missverständnis…Daher: Siehe die Vögel, sie sehen nichts…aber ernten tun se trotzdem….
Vögeln tun die auch noch, die Hunde, aber wenn man nichts sieht, ist fühlen ja keine Schande.
@ Logik Ratio
Schlusswort.
Der Nutzen meiner Aussage ist mir nicht bekannt. Es schien mir nur eine seltene Gelegenheit, höchstselbst etwas gleichweriges beizutragen. Tschuldigung nochmals. Reiten Sie weiter; mein Amüsement ist fortan Ihre Escorte.
@pansen
Wie kann das gehen, dass sich offensichtlich in dem Goldstück noch irgend ein “Wert” befindet, obwohl die gesamte VoWi (inklusive Grundstücke) nicht mehr existiert…?
Na, du hast es doch extra plattgekloppt, um aus Geld Gold zu machen.
Geld IST der Preis, Gold (Ware) HAT einen. Und dafür hast du ein Tweedsakko gekriegt. Wer weiss schon, was du in Atlantis dafür gekriegt hättest? Eine komplette Garderobe plus Wandschrank? Eine Tüte Vogelfutter? Vielleicht wäre das Stück, plattgeklopft, sogar völlig wertlos gewesen, so wie heute ein plattgeklopptes 1€ Stück? Geld hat halt kulturelle Grenzen, es ist weder “universell” noch “zeitlos”. Wäre dem so, wär’ ich Milliardär – steht jedenfalls so auf den Noten von 1923…
Und wieso hast du eigentlich nur 50% gekriegt? Klar, weil der Verkäufer, auch old-fashioned, lieber Geld statt Gold gesehen hätte.
@ wat 180
Danke.
Ich probiere gleich mal aus ob hier der link zu erscheint.
offenbar nicht.
vielleicht so
#221
auch nich. Aber machen wir doch den Block mal kaputt:
Was sagt er hierzu:
Link auf weissgarnix.dealso selber gemacht:
<a href=”hier-die-url-hinschreiben.de” title=”ist-egal”>verlinkter text</a>
qed:
also selber gemacht:
verlinkter text
@ Logik-Ratio 182
Selbst wenn wir unsere Wirtschaft nachhaltiger – d.h. langfrsitig aufrechterhaltbarer – gestalten, werden wir es schwieriger haben die benötigten Rohstoffe zu prodzieren.
Bei der Energie gilt das für fossile, für regenerative gilt das Gegenteil.
Bei Rohstoffen muss man Lösungen finden, kostet einen Teil der Wertschöpfung, aber ob der relativ steigt, ist nicht klar.
Ein steigender Ölpreis ist viel mehr als nur eine kleine Inconvinience – es verteuert alle Basisprodukte, wie Agrarrohstoffe, Lebensmittel, Transport usw. – Deine Einschätzung ist viel zu leichtfertig – sollte sich die Ölversorgung wirklich massiv verknappen – bzw. die Preise massiv erhöhen, werden wir Hungersnöte und politische Verwerfungen in einem kaum vorstellbaren Ausmaß erleben.
Wir hatten 150 pro Fass und hohe Lebensmittelpreise aus anderen Gründen; hatte das AUswirkung auf den Hunger?
Wenn Transport endlich so teuer wäre, dass wir Europäer unseren hochsubventionierten Agrarindustriemüll nicht mehr in Afrika abkippen, gibt es dort weniger Hunger.
Wobei man befürchten kann, dass idiotisch auf Lobbyanliegen reagiert wird.
Entweder heute sinnvoll handeln und vielleicht auf ein wenig verzichten, oder morgen mit einer unangenehmen Zukunft konfrontiert sein – das ist die Wahl die wir haben.
Das ist richtig, und dazu gibt es ja auch volkswirtschaftliche Berechnungen dazu.
In der jetzigen Welt geht es allerdings ausschließlich über den Preis, und dann könnte es auch sehr schnell gehen.
Welch ein VWL-Block !
Nach kurzen Randbemerkungen zu Wallachen und Hengsten noch kurz ein Blick zu den wichtigen Dingen im “Anleger”-Leben!
Hatten wir ddas Thema heute schon?
http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E9BD22CF6A3B2446684BD9F0B874C86DF~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
Hallo Aloa 199.
Ich glaube nicht das hier allen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten in Konsequenz klar sind. Insofern besteht der Erkenntnisgewinn (hier im Blog) daraus und aus einer Betrachtung der wahrscheinlichen Entwicklung der Geschwindigkeiten. Also nicht exakte Berechnung ist gefragt sondern “langsamer” und “schneller” sowie die Konsequenz daraus.
Sehr viel wäre ja gewonnen, wenn die Existenz einer Überschussgeldmenge flächendeckend akzeptiert wird.
Brauchts denn wirklich die Geschwindigkeit; wenn üM mit der realen Welt (im Schnitt) nichts zu tun hat? Ok, wenn ein erheblicher Anteil im Jahr durch die reale Welt “durchfließt”, dann ist die natürlich wichtig.
Wenn die Finanzer unter sich das Zeug hin und herschieben, scheints mir egal wie oft.
Fällt der Handel mit Immobilien in die Realwirtschaft zurück bzw. befindet es sich immer(!) in der Realwirtschaft (wie Du sagst, denn es ist ein realer Wert; subprime?)?
Immobilien sollten zumindest teilweise auch in den Konsumpreisen auftauchen. Die Abgrenzung ist natürlich nicht trivial. Ich sehe hier eine ähnliche Dreiteilung wie bei Aktien/ Gebrauchtaktien/ Zertifikate auf Aktien, nämlich Neubau, Gebrauchtverkauf, Derivat.
Das Problem welches ich sehe ist, das ein übermäßiges handeln mit oder durch Geld/Geldderivaten aus der Geldschöpfung oder/und aus laufender Zufuhr aus der Sparquote zu Überbewertungen von Derivaten führt. Gibt es nicht irgendwann ein Investitionsventil (z.B. Technologieschock) baut sich das ganze nach und nach auf.
Das Problem sehe ich anders. Der Azfbau ist schon ziemlich weit fortgeschritten, aber nach oben ist noch Luft.
Da der üM nichts Reales gegenübersteht, kann sie auch nicht in einem Investitionsventil abgebaut werden. Als einzige Möglichkeit bleiben steigende Preise, oder der Knall mit Währungsschnitt.
@topi
Ich habe bezüglich der Bewertung vollkommen anderen Einschätzungen wie Du – allerdings nur in den Auswirkungen. Wie gesagt, ich glaube Du unterschätzt die Auswirkungen.
Natürlich wäre es für Afrika gut, wenn die Europäer und die USA aufhören würden ihre Nahrungsmittel, mit Hilfe von Exportsubventionen, in den afrikanischen Markt zudrücken. Keine Frage. Nur darf das Ende der Lieferungen auch nicht schlagratig erfolgen, weil ansonsten die Lebensmittelverosrgung zusammenbrechen würde. Du musst den Bauern in Afrika die Chance geben überhaupt zu produzieren – also auf die Informationsimpulse zu reagieren – ob das so einfach möglich ist stelle ich unter ein großes ? – zumindest vergeht Zeit zwischen der Aussat und Ernte – wenn das Wetter mitspielt und es dann auch – trotz teurer Spritkosten – regional verteilt werden könnte.
Der Unterschied zwischen langjährigen teuren Rohölpreisen aufgrund einer Lücke zwischen Angebot und Nachfrage ist eine vollkommen andere Situation, als ein kurzzeitiger Peak aufgrund von Spekulation. Im ersten Fall wird das Öl physisch knapp – selbst wenn der Preis steigt, kann nicht mehrgeliefert werden, sondern Nachfrage fallen weg.
Aberwo fangen die Nachfragen an zu sparen? Bei den Benzinausgaben für die Traktoren in der dritten Welt, oder bei den Urlaubsflügen in den Industrienationen? Wir haben gesehen, welche Schockwellen die Rohstoffpreispeaks vor wenigen Monaten hatten. Ich glaube kaum, dass die VWL diese Situation eingepreist hat, oder durch reine Preisanpassungen das Problem gelöst werden kann.
Das ist ja gerade der Irrglauben der modernen VWL, dass sich alles schon durch den Preis regeln lassen wird und der Markt die Probleme, alleine über die Preisimpulse regeln wird. Das ist Unsinn.
Die Preise reagieren kurzfristig – auch wenn Experten bereits langfristig erhebliche Probleme sehen. Die Szenarien sind nicht so einfach – entweder heute ein wenigverzichten um es morgen gut zu haben, oder alles weiter so und morgen ein paar Probleme – wenn wir nicht intelligent vorplanen, dann gibt es morgen gewaltige Probleme, obwohl heute kleinere Änderungen der Politik bereits eine Lösung gebracht hätten.
Wenn die Preistheorie funktionieren würde, dann hätte es in der Menschheitsgeschichte niemals untergegangene Zivilisationen gegeben – denn die meisten hatten rel. freie Märkte mit Angebot und Nachfrage. Diese VWL Theorien sind einfach nur bequem, weil Sie uns sugerrieren, dass wir keine schlimme Konsequenzen fürchten müssen, wenn wir heute falsche Entscheidungen treffen.
Ich sehe die Situation keineswegs so entspannt wie Du, auch wenn wir beide der Meinung sind, dass etwas getan werden müsste. Nicht nur die richtige Entscheidung ist wichtig, sondern auch das Tempo mit der Sie umgesetzt wird.
@ Logik-Ratio
Der Unterschied zwischen langjährigen teuren Rohölpreisen aufgrund einer Lücke zwischen Angebot und Nachfrage ist eine vollkommen andere Situation, als ein kurzzeitiger Peak aufgrund von Spekulation. Im ersten Fall wird das Öl physisch knapp – selbst wenn der Preis steigt, kann nicht mehrgeliefert werden, sondern Nachfrage fallen weg.
Na dann ein Hoch auf die Spekulation, die uns schon mal das Preisniveau gezeigt hat.
Natürlich hat die IEA im Verbund mit den Interessenten durch ihre Desinformationspolitik der Menschheit einen Bärendienst erwiesen.
Ansonsten werden wirs erleben, und ein wenig kann man ja tun. (zum Beispiel Ölpreissteigerungserwartungenen verbreiten)
Nur ein kleines Beispiel wie kurzfristig Menschen planen: Mein Onkel plant im Schwarzwald eine Hackschnitzelheizung für sich und einige Abnehmer in der Nähe (z.B. Altenheim) – die waren Beigeistert bei einem Ölpreis von 150$ – Heute haben die kein Interesse mehr – lohnt heute nicht. Die würden sich unter Garantie eher wieder eine Ölheizung in die Garage stellen, obwohl die Hackschnitzel lokal produziert werden und preislich sicher sind…..
Von wegen “Planung ” und Absicherung… die kaufen vorher Lehman Zertifikate von der HRE gegen Ölpreisschwankungen…..
Hallo topi.
Brauchts denn wirklich die Geschwindigkeit; wenn üM mit der realen Welt (im Schnitt) nichts zu tun hat?
Hat es das nicht? Ich sehe als Schnittstellen Kredite und Banken. Da an dem Handel auch mit der üM Kredite und (reale) Zahlungsverpflichtungen hängen fällt man irgend wann unsanft. Die Geschwindigkeit des Kreislaufes bestimmt dabei die Höhe aus welcher man fällt indem es die Höhe der Spekulationsblase (und damit der ausfallenden irrealen Kreditsummen) bestimmt.
Grüße
ALOA
@ Goldenes Kalb – 216
“…aber meinen Schein wollen viele Leute haben…
Allerdings sehe ich deinen Punkt in der Argumentation nicht.”
Ich argumentiere auch nicht. noch nicht. mich interessiert zunächst erst einmal, warum du einen 10 €-schein meinem 10-soffi-schein vorziehst. schließlich sind beide nur bedrucktes papier. deshalb frage ich nach, damit du mir deine beweggründe dafür mitteilen kannst. erst dann kann ich argumentieren.
Deine aussage: “…aber meinen Schein wollen viele Leute haben”, ist sicherlich zutreffend. die kernfrage ist doch: warum ist das so? warum wird der EURO nachgefragt, der SOFFI aber nicht?
Ich hoffe, die antwort darauf fällt dir nicht zu schwer.
@ soffi 232
Ich versuche dir zu helfen. Nur aloa5 kann eine solch schwierige Frage beantworten. Er findet immer ein Märchen, pardon eine Metapher, die alles erklärt:
Auf die Frage, wo die Banken und Börsen unser Geld bunkern (um nicht zu sagen: wo ist das Geld begraben), antwortet er: Man sollte sich dies als einen See vorstellen:
Die Erklärung dass jedes Wasser den See auch wieder verlässt ist zwar richtig aber qualitativ wertlos für die Betrachtung des Wasserspiegels.
Und wer diese tiefen Gedanken verstanden hat, weiß natürlich ganz genau wo die Banken und Börsen unser Geld bunkern.
PS
Hoffen wir jetzt, dass dies nicht die Kriminellen erfahren werden, sonst sind alle Banken und Börsen in der nächsten Nacht ausgeraubt.
hier ist mal ein Artikel, 100 Jahre “gesetzliche” Zahlungsmittel.
obwohl der Autor, etwas unbewusst das Treiben in seiner Heimat ein wenig unterdrückt der Gute. Auch die Queen spart er ein wenig aus. Kruz um: das Angelsächsische.
Ansonsten kommt er der Sache schon recht nah:
http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=12065
tja, und wenn in diesem Artikel auch noch ein Fünkchen Wahrheit steckt, na, dann fragen wir uns mal, wie die USA ihre “Goldreserven” 8.600 Tonnen wo losgeworden sind? Nech wahr?
Oder waren diese Reserven nur eine visuelle Leihgabe?
Fragen über Fragen.
http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=12010
@ holger 234
Dein extrakluger Professor schreibt:
Während die ägyptischen Priester Professionelle waren, die den topaktuellen Wissensstand verkörperten, sind die heutigen Mainstream-Ökonomen Scharlatane und Quacksalber,
Und seine (Mises-Hayek-)Schlussfolgerung:
Der Goldstandard muss … wiederhergestellt werden.
Ist diesem Scharlatan und Quacksalber Prof. Antal E. Fekete entgangen, dass der Kapitalismus seine katastrophalen Krisen und Depression auch früher hatte, als noch der Goldstandard zum Stein der Weisen gehörte.
Und so einen Unsinn schlägst du uns vor zu lesen …
Ach, ich vergas in 235 noch die Deutschen Goldbestände, die ja nur zur “Sicherheit” in Fort Knox liegen sollen, soll ja nicht abhanden kommen das Zeugs, könnte ja abhanden kommen, gute Freunde helfen sich immer Gegenseitig.
@ Systemfrager
nein, ich werde jetzt nur noch deine Bibel empfehlen zu lesen. Bist du jetzt zu frieden? Ferner werde ich dich für den Nobelpreis für angewandte Idiotie vorschlagen.
Verstehts du es nicht? Jeder kann sich sein selbst ein Bildmachen. Sofern er in der Lage ist. Dazu gehört, auch, sich fern ab des Systemfragers Weltbild zu bewegen.
Ob Dir nun das passt oder nicht.
Es hat noch nicht jeder das Universelle Boltzmann Gehirn wie ein Systemfrager.
Finde dich damit ab. Kann nicht jeder so schlau sein wie du.
holger 234
http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=12065
Na das ist doch mal eine deftige Sprache des Professor Fekete, geradezu HalbGöttisch. (Der “Meister” würde sich wohl nicht in diesem Ton äußern)
Wo er recht hat, hat er recht (Details lassen wir mal). Goldstandard ist nicht die einzige Möglichkeit für dauerhaft stabileres Währungssystem, aber eine, und zwar eine recht gute: ein Run auf physisches Gold zeigt unmittelbar auf, wenn zuviel Papier gedruckt wurde.
@ topi 240
es ist ja nicht mein Professor, und Details wirklich mal außen vor. Ob es an den Pyramiden liegt, weiß ich nicht. Und Einäugig ist der Kerl auch ein wenig. Er verhunzt, die ganze Geschichte, aber in der Kernaussage, da hat er Recht.
Deswegen gibt es auch keinen Soffi Taler
http://ftalphaville.ft.com/blog/2009/11/17/83741/its-all-greek-to-the-european-bond-market/
kommt Jungs wir singen lieber…
http://www.youtube.com/watch?v=3amXSFEFxV0
@ Systemfrager 236
Und seine (Mises-Hayek-)Schlussfolgerung:
Der Goldstandard muss … wiederhergestellt werden.
Ist diesem Scharlatan und Quacksalber Prof. Antal E. Fekete entgangen, dass der Kapitalismus seine katastrophalen Krisen und Depression auch früher hatte, als noch der Goldstandard zum Stein der Weisen gehörte.
Das ist unlogisch.
Selbstverständlich gab es auch in der Goldzeit katastrophale Krisen. Es liegt nun mal im Kapitalismus begründet, vor allem, im ungezügelten.
Die Frage ist, ob es mit Goldstandard besser ginge als ohne. Und dafür spricht einiges.
@ Systemfrager + holger
ich denke, die kernaussage dieses artikels ist nicht unbedingt die wiedereinführung des goldstandards sondern die einführung eines wettbewerbs zwischen zahlungsmitteln. das konkurrierende zahlungsmittel sollte dabei durch gold unterlegt sein, wie der autor fordert. das ist etwas anderes. zwang ist das problem.
eine einführung des goldstandards zu fordern, ist sicherlich etwas naiv. sollte sich vorher die mentalität in der bevölkerung nicht ändern, wäre ein solches ansinnen zum scheitern verurteilt. wettbewerb ist immer eine gute lösung. habe nichts dagegen.
@ soffi
Der Weg aus der Krise und Weg zur Verhinderung einer weiteren Großen Depression führt nur über eine Wiederherstellung der Freiheit in Bereich des Geldes: Über eine geschickte und intelligente Widerrufung der rechtlichen Fixierung von gesetzlichen Zahlungsmitteln.
Der Goldstandard muss zusammen mit seinem Verrechungssystem – dem Wechselmarkt – wiederhergestellt werden. Das monopolistische Wesen der Staatsschulden im Anleihemarkt muss beseitigt werden, indem man den Wettbewerb zwischen Goldmünzen und staatlichen Versprechen erneut einführt. Die Besitzer von Anleihen – unzufrieden mit den Zinssätzen, die ihnen durch die Coupons an den Staatsanleihen willkürlich zugestanden werden – müssen wieder ihr altes Recht zurückerhalten: Das Recht, ihre Ersparnisse in Goldmünzen zwischenzuparken, wie noch vor 1909.
Klingt eindeutig, seine Forderung.
Was würde denn bei einer Aufhebung der rechtlichen Fixierung der Banknoten als Zahlungsmittel ohne weitere Maßnahmen aktuell geschehen? Eine Parallelwährung in Goldmünznen entstehen? Möglich, aber nicht sicher und wenn dann nicht sehr effizient, will mir scheinen.
Der Umtausch in Gold an sich ist ja jetzt auch möglich, und hat teilweise begonnen.
@ Soffi
ich denke nicht, das ein “Goldstandart” überhaupt existent in Zukunft sein kann. Allein daher, da zu wenig aus der Erde gepuhlt werden kann. der Aufwand ist ja viel zu groß. Gold hatte mal seine Berechtigung. gar kein Thema. ich nehme an, das es zu irgend einem Mix kommen wird, wo Entwicklung und Wissen, auch wieder eine Art Sicherheit darstellen können. Ich weiß es aber nicht.
Kann keinen Einfluß darauf nehmen, und so laß ich mich einfach überraschen, was die Macht so noch im Schilde führt, führen kann, oder ob diese sich selber ein Bein stellt.
Wieso wäre der Goldstandard eigentlich zum Scheitern verurteilt?
@ Topi 245
–>Über eine geschickte und intelligente Widerrufung der rechtlichen Fixierung von gesetzlichen Zahlungsmitteln.
Dieser Satz hat mich ein wenig stutzig gemacht. Denn in dem anderen Artikel, stand drin, wie der “Staat” USA sein Gold “Offiziel” abgeben musste. Es ist weg.
und wenn er schreibt weg vom “gesetzlichen” hin zum “Gold” dann sind die wieder die Könige, die das nicht “gesetzliche” in der Hand halten. Eben, das Gold.
Unter beiden Artikeln ist Brisanz, einerseits, sind die Goldreserven nicht “mehr” da, und ich nehme an, die waren eh nur eine freundliche Leihgabe, von wem auch immer. Und anderer seits, werden die “gesetzlichen” Papierfetzen, wie soll ich sagen, “aufgelöst”?
@ Topi # 247
–>Wieso wäre der Goldstandard eigentlich zum Scheitern verurteilt?”
von welchem redest DU? Es gibt seit 1971 “offiziell” keinen mehr.
Allein daher, da zu wenig aus der Erde gepuhlt werden kann. der Aufwand ist ja viel zu groß.
Mach dich frei von Deflationsängsten!
Man schaue sich die Deflationsbranchen an, Unterhaltungselektronik, Computer etc. Alles siecht dahin.
Bei einer Einführung ist es nahezu egal, wie groß die Goldmenge ist, käme auf die Deckung an (wobei diese natürlich nicht zu niedrig sein sollte); Änderungen der Prozentsätze wären natürlich Gift in das Vertrauen, also muss man bei Wachstum mit sinkenden Preisen leben; für mich kein Problem, wenn alles billiger wird.
Natürlich gibt es Porbleme, und der Wettbewerb von Währungen auf verschiedener Basis ist sicherlich ein sinnvoller Weg.
@ holger 249
dem nächsten natürlich.
@ 245
Ob das Gold mehrheitlich beim König liegt, ist übrigens kein Problem: Wenn ich meine Zettelchen kriege, die ich in der Bank gegen Gold tatsächlich(!) eintauschen könnte, ist mir wurscht wo das meiste liegt.
Das tatsächlich ist das Problem, und natürlich ist Gold im Keller der Zentralbank sehr hilfreich, sonst ists sehr schwierig mit irgendeinem Goldstandard.
@ holger 238
Verstehts du es nicht? Jeder kann sich sein selbst ein Bildmachen. … Ob Dir nun das passt oder nicht.
Ja, das tue ich, ob Dir nun das passt oder nicht. Ich habe nicht 2 Kinder auf die Welt gebracht, damit sie von den Neoliberalen zum Sklaven der Reichen werden.
PS
Wir können aber nicht so tun, als ob wir manchmal mit gutgläubigen Menschen zu tun haben, die sich nur irren, wenn wir mit den Schurken, Betügern und Ganoven zu tun haben.
Google sagt:
Professor Antal E. Fekete is a renowned mathematician and monetary scientist.
@ topi # 250
ob du es mir glaubst oder nicht, ich betrachte diesen Zeitraum seit 1776 mit allem drum herum. Speziell die Sache mit dem Geld seit 1880. Und wenn man diesen Daten glauben schenken darf, tja, was soll man dazu noch sagen.
Packungsbeilage, verbrennen, eine neue erstellen. Zu Risiken und Nebenwirkungen…
@soffi
Deine Frage ist relativ leicht zu beantworten. Auf einen Euro-Schein gibt es gewissermaßen ein Monopol. Inwiefern dieses “werthaltig” ist, darüber kann man streiten. Eines ist jedoch sicher – das Monopol über soffis ist nicht werthaltig denn darüber entscheidest alleine Du nach gutdünken. Daher sind Währungen aus Ländern wo Diktatoren auf der Presse sitzen und bei Bedarf auf ein Knöpfchen drücken könnten niemals wirklich beliebt. Die Ölscheichs der Welt haben daher auch nicht gegen DDR-Mark oder Slotis getauscht. Die Wahrscheinlichkeit das man einmal besser die Wände mit soffis tapeziert denn versucht damit im Baumarkt noch eine Rolle Tapete zu erhalten ist zu groß. Wären Deine soffis Unikate und Du ein Alien welches erst in 200 Jahren wieder auf die Erde zu kommen verspräche dann wären die soffis über Nacht sehr wertvoll. Es wäre gesichert, das nichts mehr hinzukommen würde, ein Wertzuwachs wäre wesentlich wahrscheinlicher als eine Abnahme.
Grüße
ALOA
@ System 252
–>Ja, das tue ich, ob Dir nun das passt oder nicht. Ich habe nicht 2 Kinder auf die Welt gebracht, damit sie von den Neoliberalen zum Sklaven der Reichen werden.”
da haben wir ja was gemeinsam. Bist du dir sicher, dass du das warst?
@ holger
>Verstehts du es nicht?
Professor Antal E. Fekete kackt ins eigene Nest. Der Dieb ruft jetzt: Halte den deib.
@systemfrager
Ist doch so ein schönes Märchen die Globalisierung…
http://www.youtube.com/watch?v=okd3hLlvvLw
@ System
–>Professor Antal E. Fekete kackt ins eigene Nest. Der Dieb ruft jetzt: Halte den deib.”
Ja, wo passiert das momentan denn nicht? das macht sogar George Soros. Kopf aus der Schlinge usw.
Du liest heute Dinge in “Medien”, die stehen seit 2 Jahren schon in Blogs. Mit fremden federn sich schmücken.
Um dann später sagen und behaupten zu können, “Haben wir doch schon immer gesagt”
Pustekuchen.
Warum unterstellst du am laufenden Band eigentlich, dass alle Blöd außer du? Na, dann lass dich ans Kreuz nageln.
@ Systemfrager
Professor Antal E. Fekete kackt ins eigene Nest. Der Dieb ruft jetzt: Halte den deib.
Mit dieser Argumentation bewegst du dich vielleicht sicher in deinem eigenem System; aber das wars dann auch schon.
Schade eigentlich, du wolltest doch das System hinterfragen, oder zumindest systematisch fragen?
@ Nanuk 257
Ach Nanuk … Ja, das waren noch Zeiten … unsere Welt war so märchenhaft schön …
Wir dachten damals, das hat mit der „sozialen Marktwirtschaft“ zu tun, es hat damit zu tun, dass wir einmal in 4 Jahren (am schönen Nachmittag spazieren gehend) ein Kreuz setzen dürfen, dass es damit zu tun hat, dass wir Politiker öffentlich beschimpfen und beleidigen dürfen, …
So viel Naivität und Dummheit darf man einem Affennachfolger doch verzeihen …
Aber heute haben unsere rrr-Eliten (raffgierig, rücksichtslos, räuberisch) keinen „blutrünstigen roten Bären“ hinter dem „eisernen Vorgang“ …
Unsere sozialen Rechte, unser Standard und individuelle Freiheiten werden nicht mehr hinter dem „eisernen Vorgang“ verteidigt, wir selber müssen Hand anlegen …
Aber dessen haben wir uns schon längst abgewöhnt …
@ holger
>Warum unterstellst du am laufenden Band eigentlich, dass alle Blöd außer du?
Das ist auch eine legitime Option, mit den Andersdenkenden umzugehen, aber ist dies “eigentlich” alles, was dir noch übrig bleibt?
@ System
mir ist es wurscht, was du machst, was du machen willst, oder was auch nicht. Ich kaufe dir keine Zeitschrift ab. So viel steht fest.
Finde deine Jünger, es werden hoffentlich mehr wie 12.
Motze, schrei rum, tu es. Das hilft manchmal. oder treibt dich in den Irrsinn.
Vergiss aber nicht, dein System beim Patentamt anzumelden.
Hallo aloa 231
Brauchts denn wirklich die Geschwindigkeit; wenn üM mit der realen Welt (im Schnitt) nichts zu tun hat?
Hat es das nicht? Ich sehe als Schnittstellen Kredite und Banken. Da an dem Handel auch mit der üM Kredite und (reale) Zahlungsverpflichtungen hängen fällt man irgend wann unsanft. Die Geschwindigkeit des Kreislaufes bestimmt dabei die Höhe aus welcher man fällt indem es die Höhe der Spekulationsblase (und damit der ausfallenden irrealen Kreditsummen) bestimmt.
Das habe ich ja auch gesagt, wenn ein erheblicher Teil von üM durch die reale Welt geht, ist die Erfassung sinnvoll.
Allerdings sehe ich nicht, dass r üM die Fallhöhe bestimmt, sondern nur die Zirkulationsgeschwindigkeit innerhalb der Blase.
Und natürlich die Zu- und Abflüsse zum Realen.
Hier fände ich eine gezielte Betrachtung mal sehr sinnvoll zur Abgrenzung zwischen Real und “Innovativ”. Ich hab ja mal grob Neuaktie, Gebrauchtaktie und Zertifikat unterschieden, bei ersterem und letzterem ist es klar, dazwischen schon schwieriger.
Die Möglichkeit, die die Innovatoren geschaffen haben, sind vielfältigst.
@ aloa5 – 254
“Eines ist jedoch sicher – das Monopol über soffis ist nicht werthaltig denn darüber entscheidest alleine Du nach gutdünken. ”
Einverstanden.
“Auf einen Euro-Schein gibt es gewissermaßen ein Monopol. Inwiefern dieses “werthaltig” ist, darüber kann man streiten.”
Fein. streiten wir. ich fang mal an.
Der EURO ist zweifellos werthaltig. in der praxis. ich kann dafür etwas kaufen. ich sage nun: diese werthaltigkeit beruht allein auf einer illusion, auf einem gewöhnungsprozess, auf massenpsychologischen vorgängen (what ever). also dürfte er eigentlich nicht werthaltig sein, da er – genau wie ein SOFFI – nur bedrucktes papier ist. in der theorie.
Es muss folglich etwas hinzukommen, was das eine stück papier (EURO) dem anderen stück papier (SOFFI) voraus hat, was es akzeptabler macht. und dieses etwas ist schlicht und einfach ´Zwang´. nichts anderes.
wie wir aus dem verlinkten aufsatz von holger erfahren haben, besteht dieser gesetzliche zwang nunmehr seit 100 jahren. da fragt keiner mehr nach. da ist man sozialisiert. man kennt es nicht anders. das ist gewöhnung. und deshalb wird der EURO dem SOFFI immer vorgezogen werden MÜSSEN (gesetzliches Zahlungsmittel).
Werthaltig sind beide nicht.
entferne den gesetzlichen zwang, und du wirst sehen, was der EURO wirklich wert ist.
@soffi #264
Kleiner Schnellkurs:
1.Der Staat hat das Monopol zum Gelddrucken.
2. Staat = Machtinstrument der herrschenden Klasse.
3. In einer Demokratie sollte das Volk herrschen.
4. Tut es aber nicht.
5. Alles klar?
@ hoger
Ich habe mir deine Website angeschaut …
Und weil du so „offen“ bist, erlaube ich mir es auch. Die Politiker zu beschimpfen ist ein Teil des Systems, gegen das du angeblich kämpfst. Aber dies wäre noch nicht so schlimm (nur einfach naiv).
Du ließt irgendwelchen neoliberalen Schwachsinn, ohne dir es bewusst zu sein, und gehst dann damit hausieren !!!!!!
@ topi
“Was würde denn bei einer Aufhebung der rechtlichen Fixierung der Banknoten als Zahlungsmittel ohne weitere Maßnahmen aktuell geschehen? Eine Parallelwährung in Goldmünznen entstehen? Möglich, aber nicht sicher und wenn dann nicht sehr effizient, will mir scheinen.”
ich weiß nicht, was geschehen würde. die frage hat sich vor über 100 jahren aber offenbar auch niemand gestellt und die welt ist nicht untergegangen. ganz im gegenteil. es hat funktioniert. warum lassen wir nicht einfach die menschen selbst entscheiden, womit sie bezahlen wollen?
“Der Umtausch in Gold an sich ist ja jetzt auch möglich, und hat teilweise begonnen.”
das ist richtig. das ändert aber leider nichts daran, dass man in gold nicht bezahlen darf, weil es halt kein gesetzliches zahlungsmittel ist. gold wird gekauft als versicherung und wertspeicher.
@ Systemfrager 266
siehst du mal, es ist nicht meine Webseite. Diese Frau, die die Webseite betribt, ist 66, und macht sich ihre Gedanken. Unter Holgers Eckchen da kannst du mich finden.
Deswegen, wer noch nicht mal den Hirnschmalz hat hinzulesen, soll ich von dem eine Zeitschrift kaufen?
sieht so dein System aus?
nein, holger bist dus?
ich weiß es nicht
schopenhauer
mein Herr wer sind sie? wenn ich das wüßte?
@systemfrager
Imagine all the people living for today…
and then the stockmarket crashed…
[i]Und wer diese tiefen Gedanken verstanden hat, weiß natürlich ganz genau wo die Banken und Börsen unser Geld bunkern.[/i]
@Systemfrager
“Unser” Geld wird gar nicht gebunkert. Es wird nur immer weiteres zu “unserem” hinzugedacht. Wenn es nicht die reale Welt tangieren würde wäre das ein kleines Problem weil man sich es irgendwann nur einfach “wegdenken” müsste.
Es existieren jedoch Kreditsicherheiten (imaginäre Werte) welche der Überbewertung (welche zu imaginären Schulden mutiert sind) unterliegen. In einem System in welchem die Einkommensunterschiede so groß sind das nur noch wenige beleihbares Vermögen halten ist die Nachfrage nach solventen Kreditnehmern gigantisch. Derart gigantisch das man diesen das Geld nach wirft und derart gigantisch das die Bewertung von deren Vermögen immer weitere Höhen erklimmt. Und so kommt zum Hunger nach Rendite der Hunger nach sicherer Anlage (in dieser Reihenfolge).
Und so zitiere ich Heinsohn:
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EB615136E6B6D4C66A3635B0EBC001655~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Das Nullzinsgeld der Zentralbanken wird also nicht in die erhöhte Effektivität oder die Produktionsausweitung von Firmen investiert, sondern lediglich in steigende Preise aller Anlageklassen. Als nunmehr im Preis gestiegene Positionen werden sie als Kreditsicherheiten für die nächste Nullzinsmilliarde bei der Zentralbank verpfändet
Und dort @Systemfrager und befindet sich “unser” Geld denn in der gleichen Zwickmühle. Ob hinzugedachtes oder reales Geld spielt keine Rolle – Beides erhöht die Preise der Anlageklassen.
Grüße
ALOA
@soffi #264
Was Du als “massenpsychologischen Vorgang” bezeichnest ist normal. Nur Geldkritiker kommen auf Verschwörungstheorien. Deine Ausführungen bezüglich dem Unterschied zwischen Euro und soffi sind analog für Kieselsteine vs. Gold zu führen. Ein Klumoen Gold ist auch nur ein Stein und dessen “Wert” beruht auf den gleichen “massenpsychologischen Vorgängen”.
Somit ist Deine Schlussfolgerung das alleine der Zwang einen Wert ausmachen würde nachgewiesener Maßen falsch. Es sei denn jemand (nicht jemand sondern “der Staat”) würde Dich dazu zwingen Diamanten und Gold als wertvoll zu erachten. Macht er bestimmt nicht.
Der Staat nutzt das Monopol zu küstlichen Verknappung eines Gutes “Euro”. Nicht mehr und nicht minder. Es hindert niemanden jemand anderes daran sein gebrauchtes Buch via etwas Paypal-ähnlichem in “Bucks” umzutauschen. Das gibt es irgendwo in den Weiten des Netzes bereits. “Euro” ist nur eine andere Bezeichnung dafür. Nur kann in den Weiten des Netzes niemand für die Menge und den “Wert” eines “Bucks” garantieren. Das kann nur derjenige welcher die Kontrolle über die Menge an “Bucks” hat. Wenn diesem einmal einfällt das er gerne alles gerade angebotene aufkaufen will generiert er sich die gewünschte Menge und damit hat es sich.
Du könntest vermutlich jederzeit in Gold zahlen. Du musst nur eine Bank finden welche Dir gegen eine kleine Gebühr ein Konto eröffnet und jede Belastung auf dem Konto (über Kreditkarte) in Nullzeit von Deinem Gold-Depot in die jew. Fremdwährung umtauscht.
Die Frage ist: was hast Du davon?
Oder besser: ist es nicht das was die Ackermänner der Nation ständig machen? (Frage: was ist ein Depot?)
Und noch besser: wenn Depots nichts anderes sind als ein handeln mit Gold oder einem anderen “besseren Zahlungsmittel” …. worüber regst Du Dich denn dann auf? Die Beantwortung dieser Frage bringt uns vielleicht etwas weiter in der Betrachtung.
Grüße
ALOA
@ aloa5
Jetzt bin ich wirklich völlig durcheinander. Ich habe zwar dem Kerl, der den Nobelpreis (1976) für seine Quantitätstheorie des Geldes bekommen hat, nie richtig geglaubt (wie heißt er nur – verdammt?), dass aber alles so einfach ist: Ob hinzugedachtes oder reales Geld spielt keine Rolle – Beides erhöht die Preise
So etwas würde mir nie in den Sinn kommen.
Aber was mache ich jetzt mit meiner Badehose. Ich habe sie gekauft, in dem See zu baden, und jetzt ????
PS
Wie unterhaltsam die Kommentare sein können
@Systemfrager
Ich würde es mit schwimmen versuchen. Aber aufpassen. Lt. einem Oberen bei CERN kann man bei so etwas vermutlich leicht in ein Dimensions-Portal rutschen:
http://www.theregister.co.uk/2009/11/06/lhc_dimensional_portals/
Dort findest Du vielleicht auch die Gelder und die einzelne Socke aus der Waschmaschine. *lacht*
Grüße
ALOA
@ aloa5
Was anderes. Bis du bei den “Piraten”?
Das ist anhand des Linkes mit welchem ich inzw. meinen Nick versehen habe wohl herausgekommen. Ja, ich muss gestehen das ich einer aus dem ersten Dutzend war.
@ aloa5
Du WARST es – jetzt aber nicht MEHR?
Doch, bin ich noch. Also ich “bin” einer aus dem ersten Dutzend. War auch schon einiges. Derzeit bin ich in der AG Soziale Marktwirtschaft welche ich gegründet habe als Koordinator tätig.
@Systemfrager
@Holger
Na, na – wer wird denn gleich …..
Machts doch einfach so wie unser aller “Blog-Master” weissgarnix.
Der stellt sich anlagetechnisch breit auf und kauft – als Ösi natürlich – Wiener Philharmoniker 1 Uz Aurum und gleichzeitig Deutsche Bank Aktien. Breiter gehts nimmer!
Abwarten und auf wgx hören!
Und wenn das hier
http://www.wdr.de/radio/wdr2/westzeit/detail.phtml?id=151944
nicht bald funktioniert, na dann, dann liegt der wgx immerhin zu 50% richtig!
@ Aloa 5
http://de.rian.ru/science/20091106/123860242.html
MOSKAU, 06. November (RIA Novosti). Ein trockenes Stück Baguette hat einen plötzlichen Temperaturanstieg in den Sektoren der Urknall-Maschine (LHC) verursacht, berichtet die „Times“ am Freitag.
ich glaube im Keller lässt sich besser lachen
Guggt Ihr noch hier!
http://www.kitco.com/charts/popup/au3650nyb.html
@ aloa5
Ich war/bin an den “Piraten” intessiert. Aber in der Gruppe in meiner Nähe gibt es nur (ganz nette) Herrschafften zwischen 7 und 17. Nein, ich übertreibe jetzt – aber nicht sehr. Sie wollen was tun – aber es soll Spaß machen. Nein, ich übertreibe wieder! (Ich war irgendwann früher auch nicht anders.) Aber ich sehe da trozdem keine Chance, für einen (wie nennen wir das????) Diskurs mit “schwierigen” Theman. Was würdest du mir raten.
ob urkanall, ob systemknall, oder ob es in der Hose knallt. Ist doch einfach wurscht. es kommt so, wie es kommen wird.
war schon immer so, und wird auch so bleiben. Ich füe meinen Teyl, bin einfach zu blöd dazu, irgendwas nützliches zu erkennen.
Ob Inge Meysel oder Heynson ein Liedchen trällern, ist so Weltbewegend, wie eine Küchenschabe mit Sonnenbrille.
@ unwissender
1/3 1/3 1/3
alte Regel, von den Sklaven, die aus Ägypten rausgeschmissen worden sind, Brennholz in der Wüste gesammelt haben, daraus ein Kalb gegossen, (aus ihrem Gold, welcher jede Sklave ja hatte) ein wenig drumherum getänzelt, um dann von den Leviten, die selbigen gelesen zu bekommen.
Alles “multo bene”
und das alles ohne Aqua Minerale sin oder sensa Gas
@ aloa5 – 275
Huch. das war alles ziemlich falsch. im einzelnen:
“Deine Ausführungen bezüglich dem Unterschied zwischen Euro und soffi sind analog für Kieselsteine vs. Gold zu führen.”
das ist zwar richtig, bringt uns aber nicht weiter. du musst schon EURO und Gold vergleichen oder SOFFI und Kieselsteine. Der Unterschied: EURO kann ich nahezu kostenlos und relativ beliebig vermehren. versuch das mal mit gold. DAS ist der entscheidende unterschied.
Kann etwas einen wert haben, das nahezu beliebig vermehrbar ist? Knappheit ist die erste lektion der ökonomie. unser heutiges geld ist nicht knapp.
“Somit ist Deine Schlussfolgerung das alleine der Zwang einen Wert ausmachen würde nachgewiesener Maßen falsch.”
dein nachweis ist falsch. somit ist obiger satz falsch.
“Der Staat nutzt das Monopol zu küstlichen Verknappung eines Gutes “Euro”.”
Das war jetzt ein witz, oder?
“Du könntest vermutlich jederzeit in Gold zahlen. Du musst nur eine Bank finden welche Dir gegen eine kleine Gebühr ein Konto eröffnet und jede Belastung auf dem Konto (über Kreditkarte) in Nullzeit von Deinem Gold-Depot in die jew. Fremdwährung umtauscht.”
damit liegst du sicher richtig. aber so blöd bin ich nicht. es gilt immer noch Greshams Gesetz. das befolge ich. dass es offenbar gültigkeit besitzt, sieht man derzeit an der entwicklung der edelmetalle.
“worüber regst Du Dich denn dann auf? ”
ich hatte das schon einmal viel weiter oben erläutert:
1. wird geld gedruckt, vergrößert sich die bilanzsumme; die eigenkapitalquote sinkt. das nennt man wohlstandsverluste. das regt mich auf. dies ist nur bei ungedeckten währungen möglich. ein schlichter, leicht begreifbarer zusammenhang mit katastrophalen folgen.
2. Cantillon-Effekt. zu deutsch: der teufel scheißt beim gelddrucken immer auf den größten haufen. oder ist bei dir schon etwas von den neuen lappen angekommen? bei mir jedenfalls nicht. wir werden ärmer. relativ.
diese prozesse sind schleichend und daher schwer feststellbar; es sei denn, man schaut sich die großen linien an. dann werden sie sehr deutlich.
@Systemfrager
Die Frage ist was Du machen und was Du erreichen willst. Inhaltliches wird (wo vorhanden) derzeit meist online erledigt auf Mailing-Listen oder in Unterforen der Arbeitsgemeinschaften. Lokal geht es daher auch eher um lokales und handfestes. Suche Dir (via Wiki) eine AG aus welche Dich interessiert und schaue ob und wo sie arbeitet. Das meiste ist ohne weitere Zugangsberechtigung und ohne Mitgliedsstatus bei der Partei erreichbar und man kann i.d.R. mitmachen.
Grüße
ALOA
@ aloa5
Ich weiß, dort kann jeder kippen was er will, meistens sind die Diskussionen nach einem kurzen Anfang nur noch Leichen …
@unwissender
http://www.youtube.com/watch?v=yKpEkbTz9Tc
@ soffi 265
“Was würde denn bei einer Aufhebung der rechtlichen Fixierung der Banknoten als Zahlungsmittel ohne weitere Maßnahmen aktuell geschehen? Eine Parallelwährung in Goldmünznen entstehen? Möglich, aber nicht sicher und wenn dann nicht sehr effizient, will mir scheinen.”
ich weiß nicht, was geschehen würde. die frage hat sich vor über 100 jahren aber offenbar auch niemand gestellt und die welt ist nicht untergegangen. ganz im gegenteil. es hat funktioniert. warum lassen wir nicht einfach die menschen selbst entscheiden, womit sie bezahlen wollen?
“Der Umtausch in Gold an sich ist ja jetzt auch möglich, und hat teilweise begonnen.”
das ist richtig. das ändert aber leider nichts daran, dass man in gold nicht bezahlen darf, weil es halt kein gesetzliches zahlungsmittel ist. gold wird gekauft als versicherung und wertspeicher.
Interessant, dass heute agr nicht mehr zwischen gesetzlichem Zahlungsmittel mit und ohne Annahmezwang unterschieden wird. Aber das nur am Rande.
Wenn einfach der Annahmezwang wegfällt, wird sich erstmal gar nichts ändern; außer, dass bei einigen die Alarmglocken noch lauter klingen und sich bestimmte Prozesse beschleunigen.
Diese Prozesse gibt es ja jetzt schon, wenn das Währungsvertrauen ausreichend sinkt, nützt der Annahmezwang gar nichts, es baut sich eine Parallelwährung auf.
Ergo: es steht die Gefahr, dass bei einer nicht grundsätzlichen Systemumstellung mit Währungsreform noch mal genau die profitieren, die es jetzt schon tun.
Wie hat das ein großer Geist so treffend formuliert: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.
@soffi #289
das war alles ziemlich falsch.
Nein, war es nicht. Das Du zuerst nach dem Unterschied zwischen Euro und soffi fragst und später erklärst das der Unterschied zwischen Euro und Gold erklärt werden solle ist wenn, dann eher Dein Fehler – nicht jedoch meiner.
Kann etwas einen wert haben, das nahezu beliebig vermehrbar ist?
Sicher kann es das. So lange es dabei knapp bleibt. Zwischen nahezu beliebig vermehrbar und für jeden beliebig verfügbar besteht ein Unterschied. Es bereitet Probleme wenn manche scheinbar machen können was sie wollen. Wenn alle machen können was sie wollen hat man aber nicht automatisch einen verbesserten Zustand erreicht.
Was Deine zwei Punkte angeht fehlt mir neben der Beschreibung was an FIAT-Money verkehrt läuft irgendwie der Nachweis das es bei einer anderen Währung besser funktionieren würde. Das ist auch das, was ich denjenigen entgegen halte welche z.B. das Freigeld befürworten. Die Frage ist nicht alleine was man mit heutigen Zuständen für Probleme hat. Die Frage ist was man mit anderen Zuständen für Probleme hätte. Nur wenn der Saldo nachweislich und nachhaltig verbessert wird kann man davon sprechen das ein Wechsel in Frage kommt.
Ungeachtet dessen halte ich beispielsweise Überlegungen für höhere (oder gar flexible) Mindestreserven überlegenswert. Möglicherweise könnte das beim eindämmen der Problematik helfen.
Grüße
ALOA
… und um der Bank die Angst vor dem “Bankrun” zu nehmen … hin zu
Irving Fisher “100% Geld” – aber sowas schmeckt den Irrlichternden Chimären nicht …
@ aloa5
“Nein, war es nicht. Das Du zuerst nach dem Unterschied zwischen Euro und soffi fragst und später erklärst das der Unterschied zwischen Euro und Gold erklärt werden solle ist wenn, dann eher Dein Fehler – nicht jedoch meiner. ”
kompliziert, gell?
einen unterschied zwischen EURO und SOFFI gibt es wertmäßig nicht. das hatte ich klargestellt. der unterschied besteht im zwang, nicht im wert.
der unterschied zwischen EURO und gold besteht im wert – und im zwang.
vielleicht war das deutlicher.
“Kann etwas einen wert haben, das nahezu beliebig vermehrbar ist?
Sicher kann es das. So lange es dabei knapp bleibt.”
richtig. so lange es dabei knapp bleibt. folglich hat das etwas mit verantwortungsbewußtsein zu tun. da politikern und zentralbankern in der masse offenbar dieses verantwortungsbewußtsein abgeht, sollten wir ihnen auch die chance nehmen, diese wundersame “Geldvermehrung” weiter zu praktizieren. die geldmengenentwicklungen sprechen bände. geld bleibt nicht knapp. leider.
“Zwischen nahezu beliebig vermehrbar und für jeden beliebig verfügbar besteht ein Unterschied.”
richtig. siehe Cantillon-Effekt. wenn schon beliebig vermehrbar, dann auch für jeden verfügbar. dann würde dieser effekt schon mal wegfallen. allerdings könnte man sich dann auch die vermehrung sparen. dann wären wir aber wieder beim deckungssystem. gottseidank.
“Was Deine zwei Punkte angeht fehlt mir neben der Beschreibung was an FIAT-Money verkehrt läuft irgendwie der Nachweis das es bei einer anderen Währung besser funktionieren würde. ”
was bei einer gedeckten oder nicht vermehrbaren währung besser liefe, wäre, dass meine beiden kritikpunkte sich schlicht auflösen würden. wenn du das nicht als verbesserung siehst (keine wohlstandsverluste, keine verteilungsverzerrungen), weiß ich nicht, wie wir hier noch weitermachen könnten.
weiterhin: keine inflationierung (enteignung).
höhere mindestreserven wären sicher ein schritt in die richtige richtung.
muss mich für heute leider abmelden.
http://www.nakedcapitalism.com/2009/11/food-insecurity-in-america-skyrockets.html
Wo sind denn WGNX Carepackete packende Manager hin der ist so ein Träumer der kleine…
http://www.youtube.com/watch?v=rkRIbUT6u7Q
knock knock
who is there
hunnnngerrr
@nanuk #297
Das System funktioniert prächtig – wenn man die Menschen nicht betrachtet.
@Besserwisser
Nein du siehst das falsch die würden das Geld nur für fressen ausgeben das kann doch keiner wollen…
Stimmt – Konsum ist schädlich für die Wirtschaft…
@Besserwisser
Eben wir brauchen keine Erbsenzähler wir brauchen Inovationen…
und vor allem Bildung da kann man sich den Toast zum Kaviar Kanapee quatschen…
einen unterschied zwischen EURO und SOFFI gibt es wertmäßig nicht. das hatte ich klargestellt. der unterschied besteht im zwang, nicht im wert.
der unterschied zwischen EURO und gold besteht im wert – und im zwang.
vielleicht war das deutlicher.
Weniger. Um einen Anfang für dieses weniger zu erhalten erklärst Du mir einfach warum Gold wertvoller ist als ein Euro. Nein… Du erklärst mir warum Gold überhaupt einen Wert hat und warum zum Teufel dieser Wert derart groß ist. Man kann mit dem, schweren, weichen Zeug doch nicht viel anfangen. Vielleicht am ehesten noch als Füllung im Zahn.
Angebot und Nachfrage vielleicht?
Grüße
ALOA
… Gold – es glitzert so schön im späten Licht der Abendsonne. Nichts ist damit vergleichbar
@aloa5
“Angebot und Nachfrage vielleicht?”
mööööp der Kandidat hat 0 Punkte
Die richtige Antwort lautet Dachschaden
Mal ganz ehrlich,
wenn wir schon über Knappheit sprechen, wäre dann die beste Geld oder was auch immer Währung, nicht am besten mit der Intelligenz, was auch immer man darunter versteht, gedeckt?
soviel ist davon nämlich nicht da. Äußerst knappes Gut, nicht zu kopieren, und transferfähig (in Außnahmen).
“Gold” steht in den meisten Hirnen als “echtes Geld” rubriziert, als die Antwort auf die Frage “Was ist Wert?”. Und darum, tirili!, Nanuk, 100 Punkte für den “Dachschaden”. Dass das mit dem Nimbus von Knappheit zu tun hat, aber nicht mit ihr selbst kann man sehr schön historisch anläßlich der Entdeckung des amerikanischen Goldes durch bad old Europe erkennen. Da flossen ungeheure Mengen des gelben Stoffes nach Spanien, auch nach Portugal. Die, wie wir wissen, auch heute noch reichsten Nationen… Ne, genau damit begann ihr Niedergang.
Wert muß geschaffen werden, nicht ausgegraben.
Ich kann mich nur immer wieder wundern, wie hier Leute über die Angemessenheit von Geldmengen xyzM fabulieren und nicht mal ahnen, VON WAS das eine Menge sein soll… tsstss
@aloa5
Phuuuhhh – wieder so ein gnadenloser, 300-er thread mit gnadenlosen – Kommentaren!
“Man kann mit dem, schweren, weichen Zeug doch nicht viel anfangen. Vielleicht am ehesten noch als Füllung im Zahn.”
Gib es zu – Du bist Kassenpatient !
@aloa5
Phuuuhhh – wieder so ein gnadenloser, 300-er thread mit gnadenlosen – Kommentaren!
“Man kann mit dem, schweren, weichen Zeug doch nicht viel anfangen. Vielleicht am ehesten noch als Füllung im Zahn.”
Gib es zu – Du bist Kassenpatient !
“Dass das mit dem Nimbus von Knappheit zu tun hat, aber nicht mit ihr selbst”
Wie schön das ihr mir gleichzeitig recht gebt und dafür trotzdem null Punkte verteilt.
Wenn, dann hättet Ihr(!) dafür einen “Dachschaden” verdient
Grüße
ALOA
@ aloa5 290
>Die Frage ist was Du machen und was Du erreichen willst. Inhaltliches wird derzeit meist online erledigt auf Mailing-Listen oder in Unterforen … Das meiste ist ohne weitere Zugangsberechtigung und ohne Mitgliedsstatus bei der Partei erreichbar und man kann i.d.R. mitmachen.
Ich glaube nicht:
- Dass man dann die besseren Ergebnisse erzielt, wenn jeder eine Narrenfreiheit hat und tut „sein Bestes“
- Dass die unmittelbare (arithmetische) Demokratie („gewaltenfreie Kommunikation“) letztendlich entscheidet, was die endgültige Wahrheit ist
Sollten nicht diese zwei Prinzipien das neu erfundenes warmes Wasser der Piraten sein (dafür spricht vieles), wie stellt sich die Partei vor, die intellektuellen und kreativen Ressourcen der Bürger/Volkes zu aktivieren/nutzen/auszuschöpfen.
Ich glaube auch nicht (Marxist war sich als ich so jung war wie die Durchschnittpiraten), dass man etwas nur richtig wollen soll, mutig sein soll, dann „tun wir was“ und die Gesellschaft&Wirtschaft wird sich ändern. Ich weiß zwar, dass man zuerst essen muss und dann „philosophieren“, ich bin aber überzeugt, nur eine neue Idee/Paradigma kann neue Ordnung&Verhältnisse schaffen. Marx war ein Narr, der nicht gemerkt hat, dass die bürgerlichen Revolutionen eine Verwirklichung der Ideen der Aufklärung und des Rationalismus waren und kein „dialektischer Sprung der materiellen Basis“. Ohne Hobbes, Voltarie, Rousseau, Locke, Hume, Montesquieu, Smith, … würden wir noch im Feudalismus leben.
@ Aloa5 – 304
“Nein… Du erklärst mir warum Gold überhaupt einen Wert hat und warum zum Teufel dieser Wert derart groß ist.”
sorry, aber das kann ich dir nicht erklären. “Wert” ist etwas zutiefst subjektives. Wenn du bedrucktem papier einen höheren wert beimisst als einem geprägtem stück gold, ist das für mich ok. für dich sollte es ok sein, wenn ich das anders sehen. menschen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer präferenzen. ich kann darin kein problem erkennen.
letztlich geht es um WERTschätzung; darum, welchen wert – welches gut – man aufzugeben bereit ist, um einen anderen dafür zu erhalten. es geht um ein austauschverhältnis zwischen gütern, das gemeinhin mit “Preis” bezeichnet wird. und dieser preis ist in der tat das resultat von angebot und nachfrage.
geld gibt es, weil es unsicherheit gibt. oder wie es Albert Camus in seinem “Mythos des Sisyphos” ausdrückt: Wenn die Welt klar wäre, gäbe es keine Kunst.” wäre die welt klar, bräuchte man auch kein geld. das ist der grundfehler aller klassischen oder neoklassischen gleichgewichtstheorien. geld kommt hier nicht vor. man scheint in einer theoriewelt der absoluten sicherheit zu leben. funktioniert in der realen welt aber anders – wie man sieht.
geld hält man, weil es unsicherheit gibt. nichts belegt die wahrheit dieses satzes so sehr, wie die heutige zeit. wenn jetzt ein zentrales institut die geldmenge mal eben verdoppelt, weil es uns etwas gutes tun will, halbiert sich der wert des geldes. logisch. wird die welt dadurch sicherer – oder vielleicht noch unsicherer? wird sie reicher – oder vielleicht noch ärmer? die antworten liegen auf der hand.
der wohlstand einer gesellschaft wird durch die gütermenge bestimmt, nicht durch die geldmenge. man kann wohlstand leider nicht herbeidrucken. leider. auch nicht mit zwang und gewalt.
da man gold nicht in beliebiger menge drucken kann, erscheint es mir wertvoller als papierzettel.
@Systemfrager
Je nun. Mit wenig Ressourcen wie es die Piraten lange hatten muss man noch darauf vertrauen das jeder innerhalb der Struktur sein Bestes gibt und daraus etwas positives erwächst. Wie das mit der Demokratieform aussieht ist ein separates Thema. Letztendlich ist es aber imho innerhalb jeder(!) Struktur so, das sich ein gewisser Intellekt und die Kreativität durchsetzt. Leider aber auch eine gewisse Rücksichtslosigkeit und die Fähigkeit soziale Bindungen der Karriere unterzuordnen. Nur so kommen Mächtige dort hin wo sie sind – das halte ich für eine ultimative Weisheit. Und vielleicht ist es das was Wirtschaftsführer ehemaliger Prägung (“gewachsen”) von heutigen unterscheidet (und Politiker ebenso). Es setzen sich imho also wohl auch bei den Piraten letztendlich die “Köpfe” und deren Ideen durch. Das war nicht ganz sicher wo es noch wenige waren. Inzwischen sollte das mit dem Zuwachs von rd. 11.000 Mitgliedern auch in der Wahrscheinlichkeit gestiegen sein. (Ungeachtet dessen redet man wenn man rational gegen etwas “modernes” wie das BGE argumentiert gegen eine Hydra mit zahllosen Köpfen).
Was die Philosophie angeht so bin ich nicht ganz überzeugt davon, das es Aufgabe einer Partei sein kann eine zu entwerfen. Ich bin da ganz pragmatisch und sehe es etwas wie Erich Kästners Straßenkehrer in Momo. Das Werk war bekanntlich durch Gesell inspiriert. Ungeachtet dessen hat der Straßenkehrer eine ganz gute Methode. Immer nur den nächsten Schritt (in die richtige Richtung) im Auge halten, aber stets vorwärts gehen. So kommt man an ein Ziel. Womöglich ergibt sich aus einzelnen Schritten automatisch ein Paradigmenwechsel.
Ich erwähne in diesem Zusammenhang immer gerne die Beschäftigungssituation im Gesundheitssektor. Im Jahre 1960 waren es 3% des BIP und wohl gleich viel Beschäftigte dort. Derzeit sind rd. 12% des BIP und mehr als 12% der Beschäftigten im und für den Gesundheitssektor zu finden. Ein Wechsel findet bereits statt – in was auch immer. Ich bemühe mich derzeit etwas darum, das in Worte zu fassen.
Grüße
ALOA
@ lemming # 308
“Gold” steht in den meisten Hirnen als “echtes Geld” rubriziert, als die Antwort auf die Frage “Was ist Wert?”. Und darum, tirili!, Nanuk, 100 Punkte für den “Dachschaden”. Dass das mit dem Nimbus von Knappheit zu tun hat, aber nicht mit ihr selbst kann man sehr schön historisch anläßlich der Entdeckung des amerikanischen Goldes durch bad old Europe erkennen. Da flossen ungeheure Mengen des gelben Stoffes nach Spanien, auch nach Portugal. Die, wie wir wissen, auch heute noch reichsten Nationen… Ne, genau damit begann ihr Niedergang.
Wert muß geschaffen werden, nicht ausgegraben.
Ich kann mich nur immer wieder wundern, wie hier Leute über die Angemessenheit von Geldmengen xyzM fabulieren und nicht mal ahnen, VON WAS das eine Menge sein soll… tsstss
Definitionen sind zweckmäßgi oder nicht.
Natürlich ist Gold nicht gleich Geld; aber es hat gute Chancen, zu Geld zu werden, durch siene Eigenschaften. Das sind einerseits zugeschriebene, also bei den meisten Erdenbewohner ein gewisser Wert, andererseits von einer Bewertung unabhängige, wie die relative Seltenheit.
Deine Goldschwemme nach Iberien ist sehr passend.
Wie wohl jeder weiß, gilt:” Geld arbeitet nicht!”
Selbstverständlich gilt dies auch, wenn Gold als Geld verwendet wird.
Aber Geld kann rentierlich verwendet werden. Wenn Kapazitäten ausgelastet sind, treibt zusätzliches Geld die Preise, aber selbst das kann man steuern, zum Beispiel wennman aus anderen Ländern Leute holt.
Die spanische Armade verbrannte jedenfalls nicht wegen zu hoher Edelmetalllast in den Lagerräumen, sondern es scheiterte die spanische Strategie, welche ideologisch motiviert war.
@soffi
Siehst Du. Wir sind nicht weit voneinander entfernt. Geld bietet Sicherheit und dabei der Euro mehr als ein soffi. Freigeld als weiteres Beispiel hat das Problem ebenfalls unsicher zu sein und z.B. nicht in Öl eintauschbar, denn was ein Scheich benötigt ist etwas, womit er Sicherheit hat, das er morgen das dafür bekommt was er haben will.
Sicherheit und was man bereit ist dafür zu tun und zu bezahlen. Die Summe von Unsicherheiten vieler einzelner (privater) Gelddruckereien ist auch nicht wirklich mehr als die Sicherheit von X EU-Staaten mit X Währungen. Du führst richtig aus, das der Wohlstand durch die Gütermenge bestimmt wird …. und auch durch die Verteilung dessen. Die Frage ist also inwiefern Geld oder Gold die Herstellung und die Verteilung begünstigen oder behindern. Und ob der Unterschied einer Manipulation des Wertes von Geld z.B. durch Drucken neuer Scheine denn z.B. einer Manipulation nicht der Goldmenge sondern des Goldpreises (z.B. durch Zocker) einen Nach- oder Vorteil birgt (in Bezug auf das Ziel). Letztlich läuft es doch darauf hinaus, das auch beim Gold der Staat (alle Staaten) ein gewisses Eingriffsrecht beanspruchen würde(n) um Zockern entweder Einhalt zu gebieten oder selbst mitzocken zu können.
Ich bin kein ausgesprochener Monetarist. Doch schon bei vulgärem Geld werden Schwankungen bei Umrechnungskursen den Zockern zugeordnet welche große Mengen an “Geld” verschieben. Die Wirkung bei einer Goldwährung wären vielleicht unangenehmer. Diese Hebel würde ich diesen ggfs. nur ungern alleine überlassen müssen.
Grüße
ALOA
@ Systemfrager
auf deiner Seite ist zu lesen, “erst denken dann handeln” oder so ähnlich. Erst mal muss ich sagen, wer sich eine solche Arbeit macht, macht dieses ja nicht “Umsonst” für irgendwas, wird die schon einen Sinn haben.
Man redet so gerne von einem Paradigmenwechsel. Und weiß gar nicht was dahinter steckt. Es gab mal einen, der ging nach hinten los. Das war der Stromkrieg zwischen Edison und Tesla. Du wirst jetzt zwar wieder laut auflachen, hier wurde etwas mit Geld verhindert, was wir in Zukunft erleben werden.
Energieversorgung, Verteilung und Nutzung wird ein Paradigmenwechsel sein, der bevor steht. Energieversorgung ist das A und O, das die Gesellschaft sich weiter entwickeln kann. Man hat in den Jahren nach 1880 bis 1914 an einem technisch höheren Standard gearbeitet, wie heute. (Selbst bis 1944 noch). Im Bereich der Energieversorgung. Nur war dieses zum Scheitern verurteilt, da die “richtigen” damit nicht genügend Geld verdienen konnten.
Dieses ist bis dato so. Cui bono?
Dabei handelt es sich um die “Drahtlose” Stromübertragung, von Sender A zu Empfänger B. Alles möglich alles nachgewiesen, falls du jetzt wieder rummosern solltest. Auch zu deinem Freund Einstein sage ich nix. Der ist mittlerweile widerlegt, bis zum dort hinaus. Und aus vielen Dokumenten ist ja auch heraus zu lesen, dass er viel Murks von sich gegeben hat.
Also man hatte aus welchem Grunde auch immer, vor ca. 100 Jahren, einen Fortschritt verhindert. Mit dem mittel Geld. Diesen Zustand, erleben wir heute noch, einhergehend mit dem Raubbau an der Natur. Weil die Monetären Technik nicht verbessern, sondern weiter verschlechtern. Und diesen Zustand treibt man auf die Spitze.
Ich kann dir zig Beispiele bringen, wo der Zusammenhang deutlich wird. Eines nur, ich habe ein Buch aus dem Jahre 1929, “Entwicklungsgeschichte der Schwerölmotoren” Von Thiemann. Bekommt man nicht mehr zu kaufen. Dort hatten die “Diesel” Motoren einen mechanischen Wirkungsgrad an der Welle, schlecht 68% und gut 78%. Heute sind wir bei ca. 30%. Das nennt sich Fortschritt.
Wir sind in einer Zeit, die nur blenden kann. Nur Lügen und Betrügen. Ausgelöst, aus diesem Wahnsinn, immer mehr Moneten zu machen, ohne Rücksicht auf Verluste. Auf die Vernunft, und Einsicht, wirst du lange warten könne, und dir sogar Blasen schreiben.
Entweder hängt sich dieses System unter einem lauten Wehklagen selber auf, und ich bin nicht traurig, wenn einige viele, dann nicht mehr sind, oder es bleibt so wie es ist.
Mit oder ohne Systemfrager und holger. Alles andere ist das bauen eines Wolkenkuckucksheimes.
@ aloa5
>Es setzen sich … bei den Piraten letztendlich die “Köpfe” und deren Ideen durch.
Aber keiner hat dies bisher gemerkt und das ist ein nicht gerade geringes Problem !!!! (Und wenn man konkret sein soll, merkst du nicht, wie du in den Kommentaren zu diesem Block auf jedem Schritt eine Ratlosigkeit demonstriert. Nur so lange eine Partei jung ist, kann man ihr Unvernunft und Inkompetenz verzeihen – aber das wird man nicht einmal bis zur nächsten Wahl durlaborieren können.)
>Ich bin da ganz pragmatisch … Immer nur den nächsten Schritt (in die richtige Richtung) im Auge halten, aber stets vorwärts gehen. So kommt man an ein Ziel. Womöglich ergibt sich aus einzelnen Schritten automatisch ein Paradigmenwechsel.
Ja, diese Stückwerktechnik hat uns Schröder&Co. vorexerziert. Meinst du wirklich, mit so einem (popperianischen) Unsinn wird man das Volk noch einmal verarschen können?
@ holger 317
Bitte, verschone mich zumindest mit deinen Beispielen aus der Technik. Ich habe (auch) die Elektrotechnik studiert. So dass ich wirklich so etwas nicht kommentieren kann …
(Auch wenn ich wirklich unglaublich viel ertragen kann, jedoch nicht alles …)
@ Systemfreger
studieren, ist ja nicht gleich verstehen. Dafür gibt es viel zu viel ungeklärte “Effekte” in deinem Fachgebiet. Auswendiglernen, und herunterleiern, von Texten. Blos nicht hinterfragen, und die großen Meister stören.
Lieber die Augen zu machen.
Und sein “studiertes” Fachgebiet ausschließen.
Die Zukunft wird es zeigen.
irgendwie finde ich sowas sympatisch
http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenverschr%C3%A4nkung
Aber keiner hat dies bisher gemerkt und das ist ein nicht gerade geringes Problem
Ich weiß….
Es gibt jedoch das Wort “gewachsen”. Ich hoffe, das das was beim “wachsen” herauskommt auch etwas verwertbares ist welches getragen wird. Das Problem welches uns die Schröders, Münteferings und die Grünen Bundesvorstände in der Welt vorgelebt haben sind Projekte und Ideen welche man versucht hat auf Parteien aufzupfropfen. Die ehemals Grünen halb-Sozialisten und Friedenstauben sind zu einer Riege von HartzIV und Afghanistan Vorständen mutiert. Die SPD hat am Parteitag einen Leitantrag der Führung präsentiert dessen Tenorwar: “wir als Parteiführung haben alles richtig gemacht und nur nicht vermitteln können” . Die jeweiligen “Köpfe” der Führung sind “alternativlos”. Ich halte ein reines(!) Top-Down für ein gescheitertes Modell. Dann ist man der Macht näher als einem Ideal.
auf jedem Schritt eine Ratlosigkeit demonstrierst
Hm… mache ich das? Möglich. Ich halte mich meist an den “Topic” (oder an Aussagen anderer) und versuche eher nicht ein Sendungsbewusstsein zu zeigen bzw. laufend meine eigenen Ansichten zu verbreiten. Ich mag es an anderen nicht, wenn selbige in Beiträgen, gleich zu welchen Themen immer wieder z.B. auf Gesell als Universalwaffe kommen und das mit vielen Links untermalen. Das ermüdet oft bei Diskussionen (denn es wiederholt sich in 10 Threads dann eben auch 10 Mal die gleiche Grundsatzdiskussion).
Ich will andere zum selbst denken anregen indem ich auf inkonsistente Argumentationen hinweise. Im Idealfall gelingt es mir so, andere auf meine Linie zu bringen… ohne ihnen diese jemals verraten zu haben. Ich bin vielleicht etwas passiv.
Popperianischer Unsinn wäre es wenn man nahezu wahllos fegt und schaut ob es richtig ist – sich also den Weg erst suchen muss. Das ist nicht exakt das, was ich meine. Ich würde schon “vorgeben” wo der nächste Streich zu setzen ist weil man sich zumindest dieses Streiches relativ sicher sein kann.
Wenn Du ein konkretes Maßnahmenbündel von mir hören möchtest, würde ich Dir folgendes “anwerfen”. Eine von mir entworfene Lohnsummenausgleichssteuer später einmal gefolgt von einer Abschreibungssteuer welche als Tandem eine fixe Wertschöpfungsabgabe bilden (eines aus Arbeit, eines aus Kapital). Aus der irrationalen Abfolge von Innovationen als (Mit)Ursache von größeren Konjunkturzyklen folgert eine Korrektur bei Patenten und bei weiteren monopolartigen Strukturen. Die Eindämmung der Lohnspreizung zugunsten der Beschäftigungskosten (Also LSSt und AbschrSt als Kostendämpfer) führt über eine Rückkoppelung zu einer verbesserten Auslastung. Je mehr sich der Lohn spreizt desto weiter sinken die Lohnkosten und desto mehr bleibt als Konsumausgaben übrig und das führt wieder zu höherer Auslastung. Der Sektor “Wohlstand” z.B. im Sinne von Gesundheit und Pflege (der Arbeitsdefinition) dient dabei als temporäres und bei Notwendigkeit dann später permanentes Ausdehnungsgefäß für Überkapazitäten. So findet dann irgendwann automatisch ein Wechsel das “Arbeitsparadigmas” statt – in jew. Abhängigkeit der Zustände.
Das wäre mein (persönlicher) nächster Schritt. Er sollte die derzeitigen Gegebenheiten und Notwendigkeiten berücksichtigen und einen Ausblick bieten. Auf eine Endvision Marke Kommunismus, BGE o.ä. würde ich mich nicht einlassen wollen. Endvisionen sind m.E. zwangsweise inkompatibel mit dem hier und jetzt, oder nicht?
Grüße
ALOA
@ holger
>Auswendiglernen, und herunterleiern, von Texten.
Siehst du, du hast keinen blassen Schimmer, was die Naturwissenschaften und vor allem die technischen Wissenschaften sind. Nach einem Studium hat ein Ing. 99.9% nie etwas von Newton, Galilei, Kepler, Ohm, Einstein, Planck, … gelesen. So etwas wurde von keinem Professor je verlangt. … In den Naturwissenschaften ist es so, man bekommt Annahmen (und Zahlen) und man soll das Ergebnis ableiten (ausrechen). Und dieses Ergebnis kann man auch empirisch prüfen. (Deshalb scherze ich ab und zu: Die Elektrotechnik ist 99% Mathematik und der Rest sind Fußnoten.)
In den Sozial- und WiWi ist es so, dass man unendlich die Autoritäten zitiert und auswendig lernt.
Das ist ein Unterschied wie zwischen Himmel und Erde. (Das behaupte ich, weil ich beides kenne.) Und gerade deshalb sind die Sozial- und WiWi so erschreckend erfolglos und rückständig geblieben.
@ aloa5 – 316
“Siehst Du. Wir sind nicht weit voneinander entfernt.”
da bin ich nicht sicher.
“Geld bietet Sicherheit und dabei der Euro mehr als ein soffi.”
eine trügerische sicherheit, die mit einem zwangssystem teuer erkauft ist. sicherheit und freiheit stehen in einen spannungsverhältnis. ich jedenfalls habe mich in meinem ganzen leben noch nie so unsicher gefühlt, wie derzeit. und das liegt daran, dass ich in den letzten zwei jahren erkennen musste, dass unsere dressurelite, die uns diese “sicherheit mittels zwang” vortäuscht, von tuten und blasen keine ahnung hat. keine. da wäre ich lieber frei und selbstverantwortlich. kann ich aber leider nicht sein.
(wo du immer das freigeld erwähnst. ich hoffe nicht, dass du mich in diese gesellige ecke stellst. das wäre total verfehlt.)
“denn was ein Scheich benötigt ist etwas, womit er Sicherheit hat, das er morgen das dafür bekommt was er haben will.”
was könnte sicherer sein, als mehrere alternativen zu haben? gerade die scheichs haben probleme mit dem US-$. weil sie eben keine alternativen haben. noch nicht. der euro wäre nun wirklich keine.
“Die Frage ist also inwiefern Geld oder Gold die Herstellung und die Verteilung begünstigen oder behindern.”
richtig. wie funktioniert denn heute die verteilung? wo erblickt das neue geld das licht der welt? da, wo die großen börsen und investmentbanken sitzen. schau dir nur mal die immobilienpreise in London, NY, Tokio, Frankfurt, etc. an. warum sind die für den normalbürger unbezahlbar? weil er an das neue geld nicht oder nur sehr viel später herankommt. dann sind die preise aber bereits deutlich gestiegen. inflationierung durch gelddrucken ist schlicht und einfach ENTEIGNUNG der spät- und letztempfänger zugunsten der erst- und frühempfänger des neuen “geldes”. dies wäre mit einem nicht vermehrbaren geld ausgeschlossen.
welches geld wäre also besser: papier oder gold?
“Letztlich läuft es doch darauf hinaus, das auch beim Gold der Staat (alle Staaten) ein gewisses Eingriffsrecht beanspruchen würde(n)…”
exakte problembeschreibung. genau das ist das problem. aber das hat nichts mit zockern zu tun sondern mit machtanspruch und allmachtsphantasien. und dabei geht es mir sicher nicht um irgendwelche verschwörungstheorien. genau deshalb bin ich ja für die zulassung von privatwährungen.
“Die Wirkung bei einer Goldwährung wären vielleicht unangenehmer. ”
vielleicht bei einem ausschließlichen goldstandard. mir fehlt allerdings die phantasie, mir zockerei unter einem goldstandard vorstellen zu können. wie auch immer. wenn zocker mit der einen währung herumspielen, umso besser für die anderen währungen. stabilität hat etwas vertrauensbildendes.
@holger
Worauf bezieht sich Deine Kritik inhaltlich?
Welchen Sinn macht diese Kontroverse?
Wissen und Technologie kommen zur Anwendung, wenn es Profit bringt, Wissen und Technologie werden unterdrückt, wenn sie Profitinteressen im Wege stehen.
Wenn es Profit bringt, werden Kriege geführt und Werte zerstört.
Menschen werden von der Gesundheitsindustrie gesund gemacht, wenn es Profit bringt, Menschen werden von der Gesundheitsindustrie krank gemacht, wenn es Profit bringt.
Wer bestreitet denn diese Zusammenhänge?
@Systemfrager auf jeden Fall nicht, denn der kritisiert diese Zusammenhänge.
Wenn man den Wissenschaftsbetrieb kritisieren will, dann bitte richtig.
Wie alle anderen Menschen in diesem System sind Wissenschaftler gezwungen, Geld zu verdienen, um zu leben. Der Wissenschaftsbetrieb ist nicht frei von wirtschaftlichen Interessen, ganz im Gegenteil, der Einfluss wirtschaftlicher Interessen auf den Wissenschaftsbetrieb wird ständig verstärkt. Zum Beispiel werden neue Entscheidungsgremien (s. Hochschulräte) gebildet, in denen Interessenvertreter der Wirtschaft sitzen.
Lehre und Forschung sind doch nur noch auf dem Papier frei, der lehrende und forschende Wissenschaftler ist de facto genauso ein „Befehlsempfänger“ wie der Angestellte in einem Betrieb. Stellt er sich gegen die Interessen der Wirtschaft, dann ist für ihn EDEKA, Ende der Karriere.
So funktioniert das System.
Nun gibt es Leute, z.B. im Bereich der Alternativmedizin, welche der Schulmedizin vorwerfen, sie setze die Interessen der Medizinindustrie, insbesondere der Pharmaindustrie, durch. Dabei soll der Eindruck vermittelt werden, in der Alternativmedizin wäre dies ganz anders. Aber 99,9% der Alternativmedizin sind nur Geschäft, Lug und Trug. Die Alternativmedizin ist – bis auf wenige Ausnahmen – nicht besser, sondern esoterische Zaubermedizin und wesentlich schlechter als die Schulmedizin.
Richtig ist, dass ein immer größer werdender Teil des Wissenschaftssystems zur Anti-Wissenschaft wird, also Ideologie verbreitet.
Aber all dies rechtfertigt doch keine grundsätzliche Kritik an wissenschaftlicher Forschung und Theoriebildung.
Deshalb die Frage:
Worum geht es Dir inhaltlich bei Deiner Kritik?
@ aloa5 322
<Wenn Du ein konkretes Maßnahmenbündel von mir hören möchtest, …
Auf keinen Fall. Wenn es um eine so junge Partei geht, so etwas wäre fast böswillig …
(1) Aber ihre Botschaft würde ich gern kennen lernen
zB: die CDU hat ihre „soziale Marktwirtschaft“, die FDP will eine elitär-sozialdarwinistische Ordnung, die Grünen eine ohne Atom und Gentechnik, die Linke will von oben nach unten verteilen, (nur was die SPD will, weiß ich nicht – ja, die perfieden und dummen Popperianer -, obwohl ich mehr als ein Jahrzehnt dort war)
(2) Und ich würde es gern wissen, wie die „Piraten“ zu ihrer – nennen wir es, damit ich nicht irritiere – Botschaft gelangen wollen
PS
Aber bitte nicht das, was alle andren auch wollen (Freiheit, Wohlstand, Demokratie, …)
@ aloa5 322
Und BITTE auch nicht etwa, dass die Piraten:
MEHR Freiheit, MEHR Wohlstand, MEHR Demokratie, …
als die anderen wollen. Das bitte nicht – wenn es geht
*lacht*
Ach. Ich spreche hier nur für mich.
Insofern kann ich nur reflektieren was ich wünsche oder denke wie und was “die Piraten” wollen werden.
Ob die CDU das anbietet was man Soziale Marktwirtschaft nennt wage ich noch anzuzweifeln. Dem Rest kann man wohl Zustimmen.
Hm… also was könnten denn die Piraten wollen oder anbieten. Vielleicht ist es Ehrlichkeit, Transparenz? Die Krux der Politik ist ja eine zunehmende Intransparenz was Ziele und Wege dort hin sowie funktionstüchtige Problemlösungen angeht.
Offenbar erkennt doch jede Partei die Probleme. Scheinbar weiß jede Partei genau darüber Bescheid wie man diese angeht. Merkwürdigerweise können die Verantwortlichen teilweise kein Mittel dagegen benennen und/oder nach dem ein oder anderen Jahr stellt man dann fest das die Probleme immer noch existieren. Irgendwie merkwürdig das ganze.
Ehrlichkeit, Transparenz und ein offenes Gespräch. Es gibt ein nettes Buch. Es nennt sich “Das Harvard Konzept”. Angeblich ein Standardwerk für Verhandlungstechnik. (Wohl der Grund warum es meine Schwester einmal gekauft und inzw. mir verehrt hat.) Das Kap. II(2) lautet die Überschrift “Auf Interessen konzentrieren, nicht auf Positionen”. Auf der Seite streiten sich zwei Personen in der Bibliothek darum ob das Fenster nun geöffnet oder geschlossen wird. Die Bibliothekarin kommt und schlichtet den Streit indem Sie den Grund für den Dissenz erfragt und daraufhin das Fenster im Nebenraum öffnet.
Interessensausgleich zwischen Erfindern und Nutzern, zwischen Autoren und Lesern, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, zwischen Banken und…. wieso nicht. Vielleicht ist es das, was es benötigt. Etwas mehr Mediation. (Nein, nicht <Meditation.. dafür stehen die Violetten
.) Das kann auch in der Ökonomie Erfolg haben. Zumindest spricht das “Standardwerk der Verhandlungstechnik” mehr oder minder davon…
Grüße
ALOA
@ aloa5
Mir ist das Lachen jetzt gründlich vergangen …
Eine Partei, die von den Rentner immer noch gewählt wird, weil diese nur das tun, was sie schon immer getan haben – ich will diese Partei jetzt nicht benennen -, kann sich so was, was du da oben – durch Tränen – zu einer Lockerungsübung zu machen versuchst hat, erlauben (oder vielleicht auch sie nicht, wie es aussieht)
die PIRATEN werden es bestimmt NICHT machen können …
@ aloa5
Nein, ich finde es gar nicht lustig, da fällt mir aber ein Ausspruch, dass man schon seit einigen Jahren öfter hört
Jung, dynamisch, erfolglos
Unsere jungen Generationen (fast habe ich gesagt unsere Kinder), schaufeln sich durch ihre naive und skurrile „unerträgliche Leichtigkeit des Lebens“ selber das Grab
@ HAm # 325
Nun gibt es Leute, z.B. im Bereich der Alternativmedizin, welche der Schulmedizin vorwerfen, sie setze die Interessen der Medizinindustrie, insbesondere der Pharmaindustrie, durch. Dabei soll der Eindruck vermittelt werden, in der Alternativmedizin wäre dies ganz anders. Aber 99,9% der Alternativmedizin sind nur Geschäft, Lug und Trug. Die Alternativmedizin ist – bis auf wenige Ausnahmen – nicht besser, sondern esoterische Zaubermedizin und wesentlich schlechter als die Schulmedizin.
Ich nenne mich zwar nicht direkt Alternativmediziner, aber das will ich trotzdem nicht unwidersprochen lassen.
Undifferenziertheit ist hier wie meistens nicht angebracht. Natürlich gibt es Betrüger und Scharlatane, denen es um das Geld geht und nicht um die Hilfe für behandelten Menschen.
Und darüber hinaus gibt es viele Verfahren, die bei genauerer Betrachtung über eine Placebo-Wirkung nicht oder nur wenig hinauskommen.
Allerdings: das gilt auch für viele Schulmedizinische Methoden!
Es gibt Studien, die das belegen, rote Pillen sind besser fürs Herz als blaue und Spritzen noch besser, auch bestimmte Knieoperationen sind als reine Placebos entlarvt wurden.
Entlarvt klingt negativ, dass verwende ich, weil es um sehr teure (und riskante)Behandlungen geht. Wenn ich von Klienten höre, dass sie 12 Spritzen in den Wirbelkanal erhalten haben, dann grauts mir. Dafür gibt es keine Evidenz! Dafür sehr hohe Kosten (pro Spritze ab 1.200€), und durch die CT-Kontrolle zwar in der Fallzahl geringes, aber in der Wirkung dann sehr großes Risiko.
Dass ist ein Extrembeispiel aus “meinem” Bereich, ein anderes sind überflüssige Gelenkoperatienen. Aber lassen wir das hier.
Der Punkt: die Selbstheilungskräfte sind entscheidend für wirkliche Gesundheit. Die Krankheit ist meistens ein Signal, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist (heyho, GG-Theorie).
Selbst wenn die Methode reines Placebo ist, also nur die Selbstheilungskräfte aktiviert,dabei günstig und risikolos ist (also auchnicht schulmedizinische Diagnostik ablehnt), sehe ich das heute anders als früher.
Ein Blick in frühere Medizin zeigt, das Rituale oft eine wichtige Rolle gespielt haben; na wenns hilft.
Auch, dass die Theorien falsch sind, sagt nicht zwingend etwas über die Wirkung. Früher dachte man, Rolfing verändert durch den Druck direkt entsprechende Bindegewebsschichten. Heute weiß man , das ist falsch, die Veränderung erfolgt wahrscheinlich über Rezeptoren in Muskeln und Gelenken, die ihre Funktion ändern können und vor allem im Gehirn (unbewussten Teil) anders verschaltet werden; quasi Selbstheilung, ich bin nur der direkte Anstoß.
Trotzdem hat früher auch mit der falschen Theorie die Methode (auch in Studien nachgewisen) funktioniert.
@ HAM 325
–>Worum geht es Dir inhaltlich bei Deiner Kritik?”
das trotz besserem Wissen, die Wissenschaft, wenn sie nur wollte bzw. könnte, dem schnöden Mammon Geld hinterher läuft. Anstatt sich gegen Strömungen zu wehren, Nein sagen zu können, sich diese gebildeten “Menschen” als Huren verkaufen.
Es sind größtenteils untergeordnete Huren. Das mache ich diesen Menschen zum Vorwurf. Nur darauf bedacht, ihr eigenes, ins trockene zu bringen.
Das ist keine Wissenschaft, das ist Arschkriecherei, ein Axiom des Anus. Und dass das so ist, legen genügend Fakten dar.
–>Aber all dies rechtfertigt doch keine grundsätzliche Kritik an wissenschaftlicher Forschung und Theoriebildung.”
Ja, da gebe ich dir Recht, ab wann darf die “Wissenschaft” denn kritisiert werden? Wann ist denn der richtige Zeitpunkt?
Etwa, wenn das nackte Huhn, wie in Japan gezüchtet, 4eckige Eier legt, damit die besser gestapelt werden können?
–>Die Alternativmedizin ist – bis auf wenige Ausnahmen – nicht besser, sondern esoterische Zaubermedizin und wesentlich schlechter als die Schulmedizin.”
auch hier wieder nur eins oder null. Wie wäre es mal mit einer Zusammenkunft. Machen ja schon einige.
Esoterik, (innerlich) man hat diesen Begriff verunstaltet, und ins lächerliche gezogen, wie nichts gutes. Aber was ist denn Placebo? Was ist dann Esoterik? Bestimmt nicht den ganzen Tag omm singen. Oder Geheimwissenschaften intern zu beplaudern.
Was ist denn dann Meditation? Hat das was mit Esoterik zu tun, mit dem inneren etwa? Alles nur Plumperquatsch. Ich weiß.
beste Beispiel mal wieder das System das fragt und Antworten gibt, die keine sind.
–>Siehst du, du hast keinen blassen Schimmer, was die Naturwissenschaften und vor allem die technischen Wissenschaften sind.”
Woher will er das wissen?
Woher bezieht er seine Weisheit?
klar, vielleicht wirft er auch Hühnerknochen. Oder hat ein Orakel zu Hause. Kartenlegen geht auch noch.
–>@Systemfrager auf jeden Fall nicht, denn der kritisiert diese Zusammenhänge.
Was kritisiert er denn? die Zusammenhänge? Ja, wer ein wenig durch die Gegend schaut, kann berechtigte Kritik üben. Habe ich nichts dagegen. Ist doch auch gut. Ist auch richtig so.
Ich weiß ja nicht, welchen Alters er ist. ich sehe es aber anders wie er, und übe genauso Kritik.
Gut, wenn er das allwissende Orakel sein soll, na bitte, ein Boltzmann Gehirn.
Kraftausdrücke kann jeder verwenden. Und bei ihm zähle ich die schon lange nicht mehr. Induziertes irresein.
@topi #331
Die Förderung der Selbstheilung ist ein Grundprinzip der Medizin.
Es ist historisch das erste Paradigma der Medizin.
Auf diesem Prinzip basieren die sog. Naturheilverfahren, ein großer Teil der Psychotherapie und die Milieutherapie.
Diese Verfahren sind Bestandteil der sog. Schulmedizin.
Natürlich sind nicht alle Verfahrensweisen, mit deren Hilfe Selbstheilung gefördert werden kann, Bestandteil des Therapieangebotes im Rahmen der Kassenmedizin.
Aber Schulmedizin und Kassenmedizin dürfen nicht gleichgesetzt werden.
@Systemfrager
Nicht doch. Die Parteien welche von Gewohnheitstätern gewählt werden haben Probleme. Diese resultieren aus dem abwesend sein von Ideen und Konzepten. Dies resultieren des weiteren aus einem auseinander driften von Anspruch und Wahrheit sowie dem gesagten und daraufhin tatsächlich erfolgten. Die großen Parteien versprechen mit nichts in der Hand alles und machen etwas anderes oder wenn man Glück hat gar nichts.
Man muss das “lediglich” umkehren. Mann muss nur Ideen und Konzepte vorweisen, den Anspruch zur Wahrheit werden lassen und nicht den Himmel auf Erden versprechen.
Man darf nicht den Versager, nicht den Blender und auch nicht den Revoluzzer geben.
Grüße
ALOA
@holger #332
„das trotz besserem Wissen, die Wissenschaft, wenn sie nur wollte bzw. könnte, dem schnöden Mammon Geld hinterher läuft. Anstatt sich gegen Strömungen zu wehren, Nein sagen zu können, sich diese gebildeten “Menschen” als Huren verkaufen.“
Nicht alle Wissenschaftler werden zu „Wissenschaftsstrichern“.
Aber Wissenschaft ist Herrschaft unterworfen.
Es gibt diese berühmte Aussage von Ludwig Feuerbach (1843):
“Wo die Wissenschaft zur Wahrheit kommt, Wahrheit wird, da hört sie auf, Wissenschaft zu sein, da wird sie ein Objekt der Polizei die Polizei ist die Grenze zwischen der Wahrheit und Wissenschaft. Wahrheit ist der Mensch, nicht die Vernunft in abstracto, das Leben, nicht der Gedanke, der auf dem Papier bleibt, auf dem Papier seine volle, entsprechende Existenz findet.”
Dass sich Wissenschaftler im Wissenschaftsprozess anpassen müssen, um nicht exkludiert zu werden, ist eine Tatsache. Da sind diese Wissenschaftler in keiner anderen Situation als sonstige Lohnabhängige.
Wenn auch zunehmend Wissenschaftlern die Möglichkeit genommen wird, wissenschaftliche Wahrheiten im Wissenschaftsprozess zu lehren und zu publizieren, so bleiben ihnen nach wie vor Möglichkeiten, dies außerhalb des Wissenschaftsprozesses (z.B. im Internet) zu tun.
Dies machen auch nicht wenige Wissenschaftler.
Wenn sie dies nicht tun, dann trifft Deine o.g. Kritik zu.
Wie in dieser Gesellschaft überhaupt, so werden zunehmend auch Wissenschaftler zu käuflichen Existenzen, die nur ihren persönlichen Vorteil suchen und denen das Wohl der Gesellschaft gleichgültig ist.
@ aloa5
Mit so viel politischer Korrektheit habe ich wirklich nicht gerechnet. Ist viel mehr als ich vertragen kann …
Hoffentlich werden die Piraten – obwohl die „Gerüchte“ uns dies ahnen lassen – nicht die zweite FDP sein wollen. Und zwar: Wenn sich das Original kompromittiert hat, dann kommt die Piratenpartei als Dummy
Ich sehe eigentlich die rechtsradikalen Parteien zu kommen. Am Anfang des nächstes Jahres sind die Ultranationalisten in Ungarn mit Sicherheit auf der Macht – und zwar allein -, und dann wird anderswo kein Problem mehr sein …
Es gibt einen Unterschied zwischen Revolutionären und Visionären. Und der Unterschied besteht in Evolution statt Revolution.
“Die Piraten” wollen noch gar nichts. Sicherlich sind sie keine zweite FDP. Wolkenkuckuksheimen muss man deshalb aber nicht gleich nachrennen frei nach dem Motto wer nicht Gesell und Drogeriefürsten nachrennt ist ein “Systemkonformist” oder wahlweise politisch korrekt.
Es sind nicht Polarisierungen und utopische Forderungen und Visionen von Personen welche sich zu viel Drogen in Form von ein paar youtube-Videos Marke Abenduum eingeworfen haben welche Veränderungen bringen.
Es ist konsequentes Handeln. Selbiges ist wirkungsvoller als manch Vision. Das gilt im guten wie im schlechten.
Grüße
ALOA
@ Systemfrager
Du meinst, daß “Jobbik” in Ungarn nächstes Jahr die Parlamentswahlen gewinnt, und dann auch noch mit absoluter Mehrheit? Also ich würde dagegen wetten, daß sie auch nur an der Regierung beteiligt sein werden. Bei den Europawahlen haben sie 15% geholt, bei damals 35% Wahlbeteiligung waren das noch nicht mal 500.000 Stimmen.
Und wenn bei uns die FDP erst mal diskreditiert ist, stehen als nächste schon die Grünen am Auszahlungsschalter:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31398/1.html
@ froZ
Nein, nicht Jobbik, sondern Fidesz … mehr in Google
@ frotZ 338
Und sollten die Grünen nicht “vernüftig sein” – ja die waren irgendwann doch links – dann gibt es auch Piraten … die sind offensichtlich alles andere als links. aloa5 lässt uns wissen, wer ihn für die “soziale Marktwirtschaft” so begeistert hat, dass er eine AG bei den Piraten begründet hat: Prof. Oliver Landmann. Diese neoliberale Hure sagt uns so deutlich, dass es deutlicher nicht sein kann:
Eine Lohnpolitik, die auf eine Umverteilung des Volkseinkommens von Kapital zu Arbeit angelegt ist, kann nur kurzfristig erfolgreich sein – und auch dies nur auf
Kosten der Beschäftigung. (Lohnpolitik und Beschäftigung, 2001)
@ Systemfrager
Fidesz, na, “Ultranationalisten” würde ich die nicht nennen. Soweit ich das beurteilen kann, ist das eine ziemlich eklektische Partei, deren Programm v.a. die Eroberung der Macht ist. Also eigentlich nichts besonderes…
@ forZ
Na ja … wenn du es sagst … sie halten sich für Demokraten, wie zB NPD … Großungarn wäre nur eine gerechte Sache: Südslowakei, Westrumänien, Nordserbien … alles nicht so schlimm. Also eigentlich nichts besonderes …
@Systemfrager
Ich wüsste nicht das ich Landmann großartig hofiert hätte. Der Punkt wird im übrigen kolossal widerlegt wenn man sich die von mir als zu einem Zeitpunkt einzuführende Abschreibungssteuer (einzusteuern in die SV) und die vorgemerkte Vermögensteuer ansieht.
Wenn man jemanden kritisieren will sollte man das auf Basis von Fakten machen – nicht aus dem Bauch heraus. Vielleicht bin ich auch Sozialist nur weil ich Stephan Schulmeister verlinkt habe? Oder Konformist weil ich in meinem Essay noch Bofinger verlinke?
Ich habe meine “eigene” soziale Marktwirtschaft. Und wenn überhaupt würde ich Müller-Armack vorziehen:
http://homepage.uibk.ac.at/~c43207/die/papers/muellerarmack.pdf
Den ich im übrigen als einzigen auf meiner Profil-Seite thematisch verlinkt habe:
http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Aloa5#Wirtschaft
Ich würde es bevorzugen wenn Sie besser recherchieren. Sie können ja einmal versuchen anhand der Linkliste auf der Seite ein Profil von mir zu erarbeiten. Sollte eher schwer fallen. Es sind oftmals schlicht Dinge welche man einmal benutzen kann und interessant sind. Wie schon bemerkt wurde bestehen viele Abhandlungen aus Fußnoten, Quellen und Verweise.
Unterstellungen bringen einen jedenfalls nicht weiter.
Grüße
ALOA
@ Systemfrager
Fordert Fidesz tatsächlich irgendwo die Revision von Grenzen? Wäre mir neu, ich lasse mich da aber gern eines Besseren belehren. (Bin aber nicht Otto von Habsburg, soll heißen, verstehe kein Ungarisch.)
Übrigens war Fidesz in Ungarn zwischen 1998 und 2002 ja schon einmal an der Regierung, und Viktor Orban war Ministerpräsident, ohne daß in der Zeit Truppen an den Grenzen aufmarschiert wären. Soweit ich mich erinnere, ging es immer nur um besondere Vorrechte, etwa an ungarischen Bildungseinrichtungen, für die außerhalb des Staatsgebietes lebenden Ungarn. Da besteht m.E. kein Anlaß, den Teufel an die Wand zu malen.
@ aloa5
Ja, Müller-Armack ist wirkich gut. Ich mag es, wie er Mussolini, dann die N**zis bewundert und ihnen treu gedient hat … aber wer sollte den Lokfahrer nach A*witz verurteilen. Hätte jedem von uns passieren – nicht wahr?
Aber die sehr scharfsinnige Analyse von Müller-Armack beeindruckt. ZB: Woher kam die Große Depression:
„Es wurde von der wissenschaftlichen Forschung nachgewiesen, daß die Hauptursachen für das Versagen der liberalen Marktwirtschaft gar nicht so sehr in ihr selbst liegen, als in einer Verzerrung, der sie durch den von außen kommenden Interventionismus seit dem Ende des vergangenen Jahrhunderts zunehmend unterlag.” Alfred Müller-Armack, Wirtschaftslenkung und Marktwirtschaft.
Mir blutet das Herz, dass du Carl-Ludwig Holtfrerich in die Nähe der anderen so “ehrenwerten” Experten stellst
@ froZ 344
Eine Konstante bei Fidesz ist, verlangen nach einer “kulturellen Autonomie” in den Ländern mit der ungarischen Minderheit. Hört sich harmlos an. Konkret sieht es so aus: Slowakei hat vor ein paar Monaten ein Gesetz verabschiedet, wonach Vorschriften, Erlasse, Mitteilungen, … dort, wo die ungarische Mindeheit (knapp 10% in der Slowakei) eine Mehrheit bildet, AUCH in die slowakische Sprache übersetzt werden müssen, Und jezt herrscht ein diplomatischer Krieg zwischen Ungarn und Slowakei
@ Systemfrager
Na, der Hintergrund des Sprachenstreits wird hier…
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4608586,00.html?maca=de-teaser_top_stories-212-rdf
…doch etwas anders dargestellt.
Vermutlich hätte auch die ungarische Seite anders reagieren können, aber der oppositionellen Fidesz wird man das derzeit ja wohl am wenigsten anlasten können.
Was übrigens die ungarische Minderheit in Serbien angeht, so ist dies die einzige Minderheit in einem jugoslawischen Nachfolgestaat gewesen, die sich nicht hat verhetzen lassen und die sich keinem militanten Separatismus hingegeben hat, noch nicht einmal während des Kosovo-Krieges 1999, als die Gelegenheit günstig war (und das, obwohl die Ungarn in der Vojvodina sicher mehr historische Rechte hätten gelten machen können als die Albaner im Kosovo). Auch die damalige Fidesz-Regierung in Ungarn selbst hat sich seinerzeit sehr zurückgehalten.
Zum Dank hat die NATO dann die Donaubrücke in Novi Sad zerbombt, weitab vom Kosovo. Unsere amerikanischen Freunde hatten damals halt ihre ganz eigenen Kriegsziele, aber das nur am Rande…
Holtfrerich habe ich herausgehoben. Seine Richtung gefällt mir.
Ich nutze diese Professoren um meine Ansichten zu untermalen oder zu verdeutlichen was mir nicht gefällt. Ich folge der Logik und beschreibe Unlogik.
@ HAm 333
Die Förderung der Selbstheilung ist ein Grundprinzip der Medizin.
Es ist historisch das erste Paradigma der Medizin.
Auf diesem Prinzip basieren die sog. Naturheilverfahren, ein großer Teil der Psychotherapie und die Milieutherapie.
Diese Verfahren sind Bestandteil der sog. Schulmedizin.
Natürlich sind nicht alle Verfahrensweisen, mit deren Hilfe Selbstheilung gefördert werden kann, Bestandteil des Therapieangebotes im Rahmen der Kassenmedizin.
Aber Schulmedizin und Kassenmedizin dürfen nicht gleichgesetzt werden.
Schön. Aus welchen Land kommst du?
;– )
Es gibt wirklich gute Ärzte, keine Frage (wobei es eine abnehmende Tendenz gibt, und dafür gibt Ursachen in der Gesellschaft und im Gesundheitssystem, vor allem der Art der Bezahlung und McBergerisierung)
Und es gibt Ärzte, die Placebo als Schimpfwort benutzen.
Sehr wichtig unter Selbstheilungsgesichtpunkt ist das vertrauensvolle Gespräch mit einem Arzt (nicht dauernd, sondern dann, wenn man es braucht). Das wird kaum bezahlt.
Dagegen bringt Apparatemedizin richtig viel Geld, vieles davon unnötig.
Mein Bereich ist der Bewegungsapparat, die da tätigen Orthopäden (die machen übrigens auch “Akupunktur”; in 2 Minuten 4 Mann genadelt, `n Hunni gemacht) und Radiologen haben natürlich auch unter den guten Kollegen einen entsprechenden Ruf, bei Orthopäden ist es wirklich schwer, einen guten zu finden.
Mir erzählen jedoch auch Krankenhausärzte von immer stärker werdendem Zeitdruck, im Sinne der “Wirtschaftlichkeit”.
Psychotherapie; der “Kassentakt” ist nicht sonderlich geeignet, im Sinne der Patienten und auch der eigenen Gesundheit zu arbeiten; wer gut arbeitenwill, reduziert die Stunden (Geld reicht trotzdem), aber viele machen das nicht.
Für einen immer größeren Teil unserer Kinder gibt es bei oft eigentlich “normalen” Verhaltens Pillen statt Therapie (auch oder nur für die Familie oder sonstiges Umfeld).
In der Psychatrie wird überlegt, Fallpauschalen einzuführen. Ein Graus.
etc.pp.
Es geht mir auch nicht um ein entweder/oder; ich kann keine Knochenbrüche behandeln, will das auch nicht am Röntgenbild diagnostizieren, auch auf dicke Spritzen habe ich keine Lust.
Insofern geht es gar nicht ohne Orthopäden. Deshalb könnten die aber ihre Arbeit richtig machen und vor allem die AUgen auf nach anderen Konzepten; dann könnte man wohl 4/5 der Kosten hier sparen.
Aber gut, wer will das schon.
@topi #349
“Sehr wichtig unter Selbstheilungsgesichtpunkt ist das vertrauensvolle Gespräch mit einem Arzt (nicht dauernd, sondern dann, wenn man es braucht).
Sicher, das ist Allgemeinwissen in der Medizin (vgl. Balint).
„Das wird kaum bezahlt.“
Richtig, obwohl es seit Jahrzehnten aus der Ärzteschaft Forderungen nach besserer Bezahlung der „sprechenden Medizin“ gibt.
Die Honorierung ist aber nach wie vor so schlecht, dass sie einem Therapieverbot mit wirtschaftlichen Mittel entspricht.
Preisfrage:
Warum ist das so?
@ froZ
Betroffen sind von dem Gesetz die etwa 500.000 Menschen, die zur ungarischsprachigen Minderheiten in der Slowakei gehören. Deswegen wirft Ungarn der slowakischen Seite vor, die Rechte der Minderheit nicht genügend zu schützen.
Der Text ist ziemlich tendentiös. Nach dem Kriege wurde die Grenze so gezogen – es war sehr kompliziert -, dass zahlenmäßig etwa gleich große Minderheiten auf beiden Seiten leben. Jetzt lebt etwa ein Dutzend Tausend Slowaken in Ungarn. In der Slowakei dagegen gibt es zB Probleme, dass ein ungarisches Kind zum Arzt kommt, und der kann nicht ungarisch, und was dann ???
@ Systemfrager
Zur aktuellen Situation mit dem Sprachengesetz in der Slowakei gibt es u.a. diese Reportage, da wird auch auf die Sache mit dem Arztbesuch abgehandelt:
http://www.rbb-online.de/kowalskitrifftschmidt/archiv/kowalski_trifft_schmidt9/ungarische_minderheit.html
Ist auch diese Darstellung tendenziös? Ich gestehe gern ein, ich kann es aus eigener Anschauung nicht beurteilen und muß mich auf Medienberichte und Publikationen verlassen.
Manches erinnert mich aber an den Sprachenstreit in der Ukraine, dessen Hintergründe ich zumindest aus der Zeit vor 7-10 Jahren aus eigenem Erleben kenne; da ist es m.E. so, daß die ukrainischen Behörden und die ukrainische Politik durch ihre Ignoranz den latenten Irredentismus in den russischsprachigen Gebieten überhaupt erst am Leben erhalten haben (und dies vielleicht sogar mit Vorbedacht).
Zurück nach Ungarn: Was den Vertrag von Trianon 1920 angeht, so stimmt es wohl nicht, daß danach “zahlenmäßig gleich große Minderheiten auf beiden Seiten lebten”; es waren wohl ca. 1 Million Ungarn auf slowakischer und 400.000 Slowaken auf ungarischer Seite, wobei das Problem ja die kompakten Siedlungsräume waren, nicht die slowakische Diaspora in Budapest oder die ungarische in Bratislava (Preßburg). Ungarn hatte vorgeschlagen, die Frage der staatlichen Zugehörigkeit in den umstrittenen Gebieten per Volksabstimmung klären zu lassen. Dies wäre ein vergleichsweise wenig kompliziertes Verfahren gewesen, es wurde von den Siegermächten des 1. Weltkrieges aber verwehrt.
Im Ergebnis von Trianon wurde Ungarn auf etwa 1/3 seiner früheren Fläche reduziert, man kann sich ungefähr ausrechnen, welche Gebiete Deutschland nach WK II noch alle hätte verlieren müssen, damit dieses Verhältnis erreicht worden wäre. Daß die Trianoner Ordnung des Donauraums nicht auf Ausgleich, sondern auf Zwang gegründet war, läßt sich auch daran ersehen, daß das danach dort auf Betreiben von Frankreich und England gegründete Sicherheitsbündnis – die “Kleine Entente” – nicht aus allen Staaten der Region bestand, sondern nur aus den drei Staaten, die sich am meisten von der ungarischen Reichshälfte einverleibt hatten: Rumänien, Jugoslawien, Tschechoslowakei.
Zum Vertrag von Trianon siehe auch den Wiki-Eintrag:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Trianon
Am besten wär’s wohl für alle gewesen, dieser Staat hätte Bestand gehabt:
http://www.youtube.com/watch?v=sms5TtBnoqs&feature=related
Also ich finde es unheimlich anrührend, zu später Stunde diese alte Hymne zu hören. Als Preuße kann ich dabei ja auch sitzenbleiben…
@ HAM 350
Richtig, obwohl es seit Jahrzehnten aus der Ärzteschaft Forderungen nach besserer Bezahlung der „sprechenden Medizin“ gibt.
Die Honorierung ist aber nach wie vor so schlecht, dass sie einem Therapieverbot mit wirtschaftlichen Mittel entspricht.
Preisfrage:
Warum ist das so?
Weil es medizinisches Allgemeinwissen ist?
Als ich nopch zum Arzt ging, fand ich auf den Rechnungen immer eine: “das gewöhnliche Maß übersteigende Untersuchung”.
Auch beim Orthopäden, den ich 50 Sekunden gesehen habe. Insofern.
Natürlich gibt es im Gesamtsystem andere Leistungsersteller, die Geld vom Kuchen abhaben wollen. Aber innerhalb der Ärzteschaft können die Ärzte relativ frei ihre Mittel verteilen (besonders “gelungen” war bspw. der Übergang zu Bezirken, was teils zu krassem Fachärztemangel in Gebieten ohne Privatpatienten geführt hat).
Es geht mir doch nicht um die Behauptung, Mediziner sind alle blöd.
Das System ist blöd. Allerdings auch eine Tendenz in der Hochschulmedizin, den Körper immer mehr “auseinanderzunehmen”; das kann im akuten Fall helfen, allerdings kann auch zunehmend der Blick für den ganzen Menschen verloren gehen.
Mir persönlich kann es egal sein, ich habe eine gute Zahnärztin und eine sehr gute Kinderärztin (und hätte auch einen guten Hausarzt, wenn ich ihn mal bräuchte); und als Therapeut könnte mich die Entwicklung gar freuen.
Als Ökonom sehe ich natürlich die Mittelfehlverwendung, und als Mensch kommt mir teilweise das Kotzen, was der Effizienzwahn(scheinbare Effizienz!) anrichtet.
@ froZ
Woher hast du deine Zahlen? Die sind einfach falsch. (Von Jobbik?) Außerdem:
Hegel sagte einmal: Die Geschichte ist ein Schlachthof. Die Magyaren waren die größten Schlachter in Europa. Ein kleines aggressives asiatisches Volk hat ein großes Territorium von Slawen erobert und tausend Jahre eine rücksichtlose und blutige Assimilierung praktiziert. So erfolgreich, dass sogar ihre asiatische Physiognomie europäisch wurde. (Aber gut, nichts Ungewöhnliches in der Geschichte.) Nach zwei verlorenen Kriegen haben sich die slawischen Völker befreit. Und nun zu deiner Bemerkung, bei der du offensichtlich nicht viel nachgedacht hast:
>Im Ergebnis von Trianon wurde Ungarn auf etwa 1/3 seiner früheren Fläche reduziert, man kann sich ungefähr ausrechnen, welche Gebiete Deutschland nach WK II noch alle hätte verlieren müssen, damit dieses Verhältnis erreicht worden wäre.
Ja, Jobbik und Fidesz sehen das genauso so, wie du es schreibst. Aber dann sieht es nach dir so aus, dass die Britten heute auf 1/10 oder 1/50 ihrer Fläche leben müssen. Das muss unerträglich sein !?!?!?! Wenn wir den Gedanken weiter verfolgen, können wir auch Deutschland im Jahre 1942-1943 und jetzttiges Deutschland Vergleichen und eine ungeheure „Ungerechtigkeit“ diagnostizieren …
PS
Und der Unsinn aus dem Link von dir:
>Seit dem 1. September 2009 darf in der Slowakei bei öffentlichen Veranstaltungen und auf Ämtern nur noch slowakisch gesprochen werden. Sonst drohen Geldstrafen bis zu 5.000 Euro.
Das ist eine Lüge, auf die sogar Goebels neidisch wäre. Die Magyaren haben alles in ihrer Sprache, sogar ihre UNI. Das Problem ist, dass ein Slowake aus nördlichen Teilen einen Übersetzer suchen muss, wenn er auf den „magyarischen“ Ämtern etwas erledigen will. Und das – nur das – will das neue Gesetz verhindern. Nebenbei gemerkt: Die ungarischen Lobbyisten haben schon in allen EU-Institutionen und sogar schon im Weißen Haus ihre Tränen gegossen, wurden aber überall abgeblitzt. Weil ihr Anliegen nur eine imperial-faschistische Arroganz ist.
Vielleicht sollte man ihnen raten, dass sie von Deutschen lernen sollen, wie man zu einem normalen (naja, wer ist schon normal!?) Volk wird.
S=I
Hat Riestern Wohlstandsverluste für unsere Enkel zur Folge: ?
@Hacki
Nicht für die Enkel – für uns
Grüße
ALOA
Und dann natürlich auch für Kinder und Enkel, sollte man annehmen.
@topi #355
„Es geht mir doch nicht um die Behauptung, Mediziner sind alle blöd.
Das System ist blöd. Allerdings auch eine Tendenz in der Hochschulmedizin, den Körper immer mehr “auseinanderzunehmen”; das kann im akuten Fall helfen, allerdings kann auch zunehmend der Blick für den ganzen Menschen verloren gehen.“
Wer als Heilpraktiker so argumentiert, der über keinerlei wissenschaftliche Ausbildung und Abschluss auf dem Gebiet der Medizin verfügt, dann ist es doch naheliegend anzunehmen, das er „pro domo“ die „Hochschulmedizin“ kritisiert.
Was sind denn Heilpraktiker aus rechtlicher Sicht?
Wenn ein Heilpraktiker einem Patienten aufgrund mangelnden Wissens und Könnens einen Schaden zufügt, dann hat dieser Patient keinerlei rechtlichen Anspruch auf Schadenersatz.
Warum?
Weil die Tätigkeit eines Heilpraktikers rechtlich keine Heilkunst, sondern ein Heilgewerbe ist.
Und wo keine Heilkunst ausgeübt wird, kann es auch keine Kunstfehler geben.
Wenn ein Patient kunstgerecht behandelt werden will, dann muss er zum Arzt gehen.
Denn dort hat er Anspruch, entsprechend dem „state of the art“ behandelt zu werden. Und dieser Patient hat dann bei einem Kunstfehler Anspruch auf Schadensersatz.
So ist die Rechtslage.
Und die Argumentation der „ganzheitlichen“ Heilpraktiker damit, dass „eine Tendenz in der Hochschulmedizin [sei], den Körper immer mehr “auseinanderzunehmen”“, zeigt doch nur, dass sie von wissenschaftlicher Medizin keine Ahnung haben.
Schon einmal etwas von Psychosomatik gehört?
@ Systemfrager
Nein, meine Zahlen habe ich nicht von Jobbik. Die nach Trianon in der Tschechoslowakei verbliebenen 1 Million Ungarn – das ist eine Zahl, die man in verschiedenen Publikationen antrifft, u. a. in einem “Spiegel”-Artikel, den ich hier auf Wunsch verlinken kann. Die Quelle ist wahrscheinlich die letzte Volkszählung in den Komitaten noch in Habsburger Zeit, kann ich jetzt aber nicht genau sagen. Wenn man die Daten der 1921 in der Tschechoslowakei erhobenen Volkszählung nimmt, dann waren es damals 745.000 Ungarn in der CSR. Die Differenz kommt vermutlich von der gleich nach Trianon erfolgten Abwanderung von Ungarn speziell aus Bratislava/Pozsony/ Preßburg; außerdem sind womöglich auch unter den separat erfaßten “J..d.en” viele muttersprachliche Ungarn gewesen.
Für Ungarn gibt es die Volkszählung von 1920, erfaßt damals 142.000 Slowaken, aber 400.000 Slowakischsprachige.
Letzten Endes ist es natürlich überhaupt ein Irrsinn gewesen, den alten Vielvölkerstaat in ethnisch definierte Nationalstaaten aufzuspalten.
Du schreibst: “Ein kleines aggressives Volk hat ein großes Territorium von Slawen erobert und tausend Jahre eine rücksichtslose und blutige Assimilierung praktiziert. So erfolgreich, daß sogar ihre asiatische Physiognomie europäisch wurde.”
Ja, das ist nun ein Geschichtsbild wie aus den 30-er Jahren. Oder wie vom slowakischen Nationalisten Jan Slota (dessen Partei in Bratislava mitregiert). Der hat ja auch die Magyaren als ein “Krebsgeschwür am Leib der slowakischen Nation” bezeichnet und wollte sie “zurück in die Wüste Gobi” schicken. Also sorry, wer von uns beiden ist hier der Extremist?
Siehe übrigens hier, ein ziemlich ausgewogener Beitrag:
http://www.nzz.ch/hintergrund/dossiers/wenn_die_voelker_friedlicher_sind_als_die_politiker_1.669495.html
Und zum neuen Sprachengesetz noch einmal hier:
http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~E477F141F3E8E44DEB70E5C7EC48539A7~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html
Da findet sich u.a. auch ein kritischer Kommentar von Noam Chomsky. Also, sind die jetzt alle von Jobbiks Propagandaabteilung beeinflußt, oder was?
@ froZ
Mein Interesse an diesem Thema ist minimal. Bei dir ist es offensichtlich nicht der Fall. Du durchwühlst jeden Müll, nur um bessere Zahlen zu finden. Wenn du neutral wärest, würdest du sagen:
Ach so, in wenigen Jahrzehnten hat man in Ungarn 400.000 Slowaken (eigentlich mehr: das ist die niedrigste Zahl, die du finden konntest) einfach ausradiert (in der Slowakei ist ihre Zahl gestiegen) und jetzt gefällt den Magyaren nicht, dass sich ein Slowake dort, wo die Magyaren Mehrheit bilden, auf der stattlichen Sprache verständigen kann. Und dass die amtliche Mitteilungen AUCH auf slowakisch erscheinen müssen, …
Siehst du, deshalb sind Magyaren bei ihnen Nachbarn so ungeliebt …
Und dir gefällt es auch nicht, dass ich dieses Volk, historisch betrachtet, als brutal und vandalisch bezeichnet habe … Wie stellst du dir es vor, man hat sie deshalb herrschen lassen, weil man in ihnen Übermenschen/Herrenvolk sah ??? Und wie war es während des zweiten Weltkrieges ???
Aber ich will dieses Thema nicht mehr !!!!!!!!!!!!!!!!!!
PS
Das witzigste ist, dass Slowaken und Magyaren auch allmählich aussterben (wie die anderen EU-Völker) – also Raum ohne Volk
@ Systemfrager
Habe in der Tat eine gewisse Affinität zu dem ehemals Habsburgischen Raum, insofern interessiert mich das schon. Aber Du hast recht, wir müssen uns hier nicht tagelang coram publico darüber verbreiten; momentan ist das alles hier sowieso in unzählige kleine Gesprächsgruppen zerfasert.
Wenn ich mir Deine Wortwahl so anschaue, dann kann ich es übrigens nicht glauben, daß ich in der Angelegenheit größere Vorurteile hege als Du – aber gut, wollen wir es dabei bewenden lassen.
@ HAM 360
Wenn ein Patient kunstgerecht behandelt werden will, dann muss er zum Arzt gehen.
Denn dort hat er Anspruch, entsprechend dem „state of the art“ behandelt zu werden. Und dieser Patient hat dann bei einem Kunstfehler Anspruch auf Schadensersatz.
So ist die Rechtslage.
Wunderbar, Anspruch auf state of the art.
Da konnte man sich vor recht kurzer Zeit noch state of the art vom Robodoc die Hüfte zerfräsen lassen; wahrscheinlich sogar mit Anspruch auf weitere OPs bei Komplikationen.
Dabei ist die OP selbst oft zu vermeiden oder viele Jahre zu verschieben. Natürlich findetman dazu keine evidenten Studien, wer soll die auch bezahlen. Allerdings kommen “Patienten” (also Klienten mit medizinischer Motivation) erst dann, wenn sie schulmedizinisch austherapiert sind, bis auf die OP. Wenn die dann beschwerdefrei werden, sind sie recht froh, dass sie nicht nach dem state of the art behandelt wurden.
Und die Argumentation der „ganzheitlichen“ Heilpraktiker damit, dass „eine Tendenz in der Hochschulmedizin [sei], den Körper immer mehr “auseinanderzunehmen”“, zeigt doch nur, dass sie von wissenschaftlicher Medizin keine Ahnung haben.
Schon einmal etwas von Psychosomatik gehört?
Selbstverständlich gitb es Psychosomatische Medizin, mit sehr guten Ärzten (interessanterweise idR auch mit ALternativen Methoden). Man schaue sich allerdings mal den Stellenwert insgesamt an, nicht zuletzt in der Bezahlung im System, oder die Krankenhausabläufe.
Klar ist, dass man sich etliche INVESTITIONEN hätte SPAREN sollen, da diese in erster Linie im Sinne der ärztlichen Einkommensoptimierung (oder auch Sicherung) notwendig sind, und ansonsten nicht ausgelastet herumstehen.
@topi #364
„Selbstverständlich gitb es Psychosomatische Medizin, mit sehr guten Ärzten (interessanterweise idR auch mit ALternativen Methoden). Man schaue sich allerdings mal den Stellenwert insgesamt an, nicht zuletzt in der Bezahlung im System, oder die Krankenhausabläufe.“
Zustimmung.
Das Honorarsystem (ärztliche Gebührenordnung, Fallpauschalen etc.) wird aber nicht von der Ärzteschaft stimmt, sondern von der Politik. Das sind Gebührenordnungen, die vom Staat gemacht werden.
Und dort spielt die Pharma-, Krankenhausbetreiber-, Medizingeräte- und Krankenkassenlobby ihre Macht aus.
Wer macht denn die Ärzte zu „Tankwarten der Pharmaindustrie“?
Zur Alternativ-Medizin:
Natürlich erfüllt die Alternativ-Medizin Bedürfnisse von Patienten, welche im Krankenkassensystem nicht erfüllt werden (können).
Deine Praxis-Partnerin bietet z.B. Hypnosebehandlungen an.
Wie kommt es, dass diese Behandlungen im Rahmen der Kassenmedizin sowohl von ärztlichen wie auch psychologischen Psychotherapeuten kaum oder nicht angeboten werden, obwohl deren Effektivität dieser Verfahren nachgewiesen ist und obwohl viele darin ausgebildet sind?
Der Grund ist deren Bewertung in den Gebührenordnungen (s. o.).
P.S.
Natürlich gehört die Hypnosebehandlung zur wissenschaftlich fundierten Medizin.
„Im 19. Jahrhundert war Frankreich mit den Schulen in Nancy (Ambroise-Auguste Liébeault, Hippolyte Bernheim) und Paris (Jean-Martin Charcot) führend in der Erforschung der Hypnose. Sigmund Freud wurde 1885 bei Jean-Martin Charcot in Paris auf die Experimente von Mesmer aufmerksam und versuchte selbst diese Methode, um Patienten zu behandeln. Dies wurde zum Ausgangspunkt seiner Studien über Hysterie. Später ließ er diese Methode jedoch wieder fallen und widmete sich seiner Technik der freien Assoziation. Schriften zeigen jedoch, dass Freud auch später noch mit Hypnose gearbeitet hat.
Wesentlich weiterentwickelt wurde die Hypnose im 20. Jahrhundert im deutschen Sprachgebiet zunächst durch Oskar Vogt (1870-1959), dann durch dessen Schüler Johannes Heinrich Schultz (1884-1970), der daraus das autogene Training entwickelte, und später durch Klaus Thomas. Im amerikanischen Sprachgebiet wurde die Hypnose wesentlich weiterentwickelt durch Milton H. Erickson (indirekte Hypnose) …“ (Wikipedia)
Die hier genannten Personen waren alle Ärzte und anerkannte Wissenschaftler, zum Teil Professoren.
@ HAM
Das Honorarsystem (ärztliche Gebührenordnung, Fallpauschalen etc.) wird aber nicht von der Ärzteschaft stimmt, sondern von der Politik. Das sind Gebührenordnungen, die vom Staat gemacht werden.
Und dort spielt die Pharma-, Krankenhausbetreiber-, Medizingeräte- und Krankenkassenlobby ihre Macht aus.
Macht anderer Lobbies ist richtig, aber die KVen sind auch nicht zu unterschätzen und schon gar nicht die Macht der Ärzte als wichtigste Leistungsersteller im System; wenn es ihnen denn ernst wäre. Aber da gibt es sehr viele unterschiedliche Interessen, und viele leben halt gut von der Apparatemedizin (der Mensch baut sich ja auch seine Realität unbewusst nach seinen Interessen).
Zur Alternativ-Medizin:
Natürlich erfüllt die Alternativ-Medizin Bedürfnisse von Patienten, welche im Krankenkassensystem nicht erfüllt werden (können).
Das klingt schon etwas anders als die obige Aussage, die mich zur Reaktion herausgefordert hat. ;– )
Nun gibt es Leute, z.B. im Bereich der Alternativmedizin, welche der Schulmedizin vorwerfen, sie setze die Interessen der Medizinindustrie, insbesondere der Pharmaindustrie, durch. Dabei soll der Eindruck vermittelt werden, in der Alternativmedizin wäre dies ganz anders. Aber 99,9% der Alternativmedizin sind nur Geschäft, Lug und Trug. Die Alternativmedizin ist – bis auf wenige Ausnahmen – nicht besser, sondern esoterische Zaubermedizin und wesentlich schlechter als die Schulmedizin.