Ich hatte ca. vor einem Jahr schon mal auf Alexander Kluges 3er-DVD-Set “Nachrichten aus der ideologischen Antike” hingewiesen, auf dem er sich Sergej Eisensteins Versuch nähert, Marxens Kapital für das Kino zu verfilmen.
Ich hab’s mir angeguckt, mehrfach sogar, fand es schön schräg – sozusagen: anstrengend unterhaltsam – und wollte schon längst mal was dazu bringen, fand dann aber nie so richtig die Zeit dafür. Aber welcher Zeitpunkt wäre besser dafür geeignet als unser “Roter Oktober”? Daher: nachfolgend ein paar Eindrücke aus Kluges Werk in einem kunterbunten Zusammenschnitt.
Viel Spass!
(Mit freundlicher Genehmigung Kairosfilm/Alexander Kluge)















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Zwischen Till Eulenspiegel und Emanuel Kant,
da wird es interessant. Alexander Kluge
Ich habe bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden. _Hans Tietmeyer
Er hat recht behalten.
Ich würde sagen, es war sehr richtig und wichtig, dass man sich am Anfang so viel Zeit genommen hat, um darauf Aufmerksam zu machen, dass hier ein Versuch unternommen wird, etwas über Karl Marx – ja, richtig, genau er, der berühmte deutsche Philosoph und Ökonom – zu sagen. Sonst würde man darauf nie kommen.
THOMAS SCHAU MAL BITTE IN DEINE E MAILS
ICH HABE DIR WAS GESCHICKT!
Gruß
Kaiserbubu
Ich konnte keinen Marx erkennen und Mützen der Grenztruppen der NVA reißen da auch nichts raus.
@gregor
Nur die Buden sind bankrott. Die Finanzmärkte sind gestorben, ob die Börsenclowns nun mit Derivaten Zauberstücke vorführen, oder auch nicht. Die spielten “keynesianische Anschubfinanzierung” und sind, so man die Zahlen zu Umsätzen und Gewinnen Stand Herbst 09 ansieht, damit gescheitert. Sie können ja Aktienkurse hupfen lassen, nur Beteiligungen an fast bankrotten Industriefirmen verbieten sich unter deflationären Rahmenbedingungen. Die Anzahl der Pleiten im August ist um 10 % gestiegen, Aussicht zunehmend. Und Aktiengesellschaften sind weitaus höher verschuldet als kleine und mittlere Unternehmen. Und im Prinzip ist jede einzelne Zwangsversteigerung in den USA (7 Mill. liegen auf Halde) so etwas wie ein Bankrott eines Kleinunternehmers. Mit Verlusten für die Bank um 50 %. Dazu kommen in Kürze nennenswerte Mengen Gewerbeimmobilien, mittlere und größere “Firmen”.
Ohne Realwirtschaft keine Finanzwirtschaft. So einfach ist das. Wenn ein Politiker sich von einem Bankier verärgert fühlt, braucht er nur die Nachricht in die Welt sezten, diese und jene Bank wäre fast bankrott, die ersten kriegen ihr Geld noch. Der Rest kriegt vielleicht irgendwann mal 90 % seiner früheren Einlagen. So und nicht anders funktioniert die Einlagensicherung. Es ist eine hohle Ausrede die Ackermänner vorzuschieben. Mit einem run von maximal 2 Tagen wäre jede x – beliebige Bank erledigt. Es ist das Geldsystem, das überhaupt nicht funktionieren kann. Nicht der böse Banker.
…..hmmm…….ja……….äh……….räusper…..
ein Gegenvideo:
http://www.youtube.com/watch?v=lHK5khZrhNQ&feature=related
@Michael
“Ich konnte keinen Marx erkennen und Mützen der Grenztruppen der NVA reißen da auch nichts raus.”
Doch , ganz zum Schluss taucht er auf, so wie ich ihn mir immer vorgestellt habe.
Aber, bei 4:35, da ist dem Kluge ein Bild aus Jules Verne’s “Von der Erde zum Mond” ( wahrscheinlich Gespräch zwischen Barbicane und Sharpe ) reingerutscht…
Das sind doch diese Interviews, die spät nachts auf RTL laufen, nicht wahr? Bei denen frage ich mich, was die Intention dieser Interviews sein soll, weil da der eigentlich Interviewte von einem Schauspieler dargestellt wird und dessen Äußerungen nun die des verkörperten darstellen sollen, die durch die Zwischenbemerkungen des leicht säuselnden Interviewers zumeist noch unverständlich bleiben.
Will man so “intellektuelle Dekadenz” offenbaren oder wie?
Ein Tusch auf die intellele Dekadenz. Carlos hat Hegel nicht den Kopf gewaschen, sondern alttestamentarisch die Füße…….
Der Priester herrscht durch die Erfindung der Sünde, uns Guido hat dafür die Friedrich-Naumann Stiftung, die entdeckt den Sündenfall weltweit in den Vielvölkerstaaten und animiert nun
überall zum großen Bittgottesdienst, Bombengürtel für das ewige Seelenheil werden gestellt.
Das verschafft den Leistungsträgern unserer Nation bombensichere Jobs und die Glatzen lassen sich bei den anschließenden robusten Friedenseinsätzen gleich mit entsorgen. Sollte es dabei nicht mit dem Namen auf dem Mahnmal im Bendlerblock klappen, macht nichts, auch für den Unterarmverlust gibt’s ’nen Orden an die Brust.
Nach dem Selbstmord als Terrorist kommen die Jungfrauen, aber nach dem Selbstmord als Politiker kommt die Apanage.
Jetzt wird es dialektisch. Benutzt man die Jungfrauen, dann sind sie weg, ihre Jungfräulichkeit ist aufgehoben, also einfach futsch, benutzt man dagegen die Apanage, dann ist diese als Kapital-Anlage immer noch gut aufgehoben, also in guten Händen verwahrt, wenn jetzt aber in den Jungfrauen die Erkenntnis reift, das es besser ist, den Körper an die Terroristen und die Politiker zu „verkaufen“, statt das Herz an ein höheres Wesen zu verschenken, dann sind alle Probleme, auf einer höheren ökonomischen Ebene, aufgehoben und Peace und Love hält Einzug, dass meinte Marx als er Hegel die Füße wusch und darüber weiter kein Aufhebens machte.
Apanage kommt übrigens aus dem französischen und heißt mit Brot versorgen, von Zwetschgendatschi und Silberkannen stand da nix. Ein kleiner privater Hinweis an die Stütze der Gesellschaft aus der FAZ.
Soll man mehr als “Bahnhof” verstehen?
@tar #9
Zurücktreten von der Bahnsteigkante, der Hegel fährt ein……….
These – Antithese – Synthese: Dieser dialektische Dreischritt war schon bei Fichte vorhanden. Was Hegel hinzutut ist unter anderem ein tieferes Verständnis der Synthese.
Das Wahre ist das Ganze: Die einzelnen Gegenstände seien nur Momente am Ganzen und für sich allein betrachtet unwahr. “Die Antithesis wird in der Thesis selbst gefunden, weil beide Begriffe qualitativ auf ein höheres Gemeinsames bezogen sind. [...] Man braucht den Durchgang durch das andere [...] weil alles Einzelne nur erkannt wird aus seiner Verwobenheit in das Ganze.” (Hirschberger) Das Einzelne existiere nur, weil auch das Andere existiere und alles zusammen das Ganze bilde.
Aufheben: Dieses Wort hat in der Hegelschen Dialektik die dreifache Bedeutung, die es auch in der deutschen Sprache hat:
Aufheben im Sinne von “Beseitigen”
Aufheben im Sinne von “Bewahren”
Aufheben im Sinne von “Hinaufheben” auf eine höhere Stufe bringen
Der ganze Bahnhof steht hier
http://www.philolex.de/hegel.htm