Ein ehrenwerter Mann

by f.luebberding on 29. September 2009

Frank Walter Steinmeier ist ein ehrenwerter Mann. Ein solcher wird nicht gegen seine Überzeugungen handeln. Warum soll er in einer neuen Rolle die Politik kritisieren, die er selber konzipiert hat? Wie die Agenda 2010? Wo man ihm doch bescheinigt, dass diese Politik für die Niederlage am Sonntag verantwortlich gewesen ist? Das ist ihm nicht zuzumuten. Ehrenwerte Männer sind auch Realisten. Frank Walter Steinmeier hat ein miserables Bundestagswahlergebnis zu verantworten. Er wird es zu würdigen wissen, wenn ihm Parteirechte zur Seite springen wollen – und sich gegen seine Kandidatur für das Amt des Parteivorsitzenden aussprechen. Man habe dann einfach zu viel zu tun, meinte Herr Kahrs aus Hamburg-Mitte im DLF, ein Sozialdemokrat von besonderem Schrot und Korn, den aber noch niemand als ehrenwert bezeichnet hat. Der Parteivorsitz ist für Herrn Steinmeier schon weg, also will der nicht ganz so ehrenwerte Herr Kahrs wenigstens den Fraktionsvorsitz retten. Wo man doch gestern noch den Eindruck erzeugte, alle würden ihn unterstützen – bei der Kandidatur für den Parteivorsitz. Der ehrenwerte Frank Walter Steinmeier wird aber noch von weiteren Heroen unterstützt.

Erst opfert sich der noch amtierende Parteivorsitzende Müntefering zugunsten der Karriere des Herrn Steinmeier. Kurz vor Beginn der heutigen Fraktionssitzung tritt auch noch der SPD Generalsekretär zurück und der Bundesfinanzminister verzichtet auf einer erneute Kandidatur als stellvertretender Parteivorsitzender. Womit eine Art Neuanfang ausgedrückt werden soll für das darbende Parteivolk. Täuscht man sich oder haben außer dem Autor dieser Zeilen noch weitere Mitglieder dieser alten Partei ihren Austritt angekündigt, wenn die SPD unter Neuanfang die Fortsetzung des Alten verstehen sollte? Nicht nur der Landesverband Berlin hat ja mittlerweile die innerparteiliche Demokratie entdeckt. Das breitet sich wie ein Virus aus.

Da ist Symbolik wichtig, wenn auch niemand mehr Franz Müntefering, Hubertus Heil oder Peer Steinbrück noch für wichtig hält.

Aber die alten Strippenzieher und gewöhnlich gut informierenden Parteikreise haben die Medien nicht mehr in dem Griff. Wie schreibt gerade der Spiegel so schön.

“Denn ob Steinmeier tatsächlich Oppositionsführer wird und der SPD erhalten bleibt, dürfte exakt davon abhängen, ob er auch den Parteivorsitz bekommt. Die Zweifel an seiner Eignung als Erneuerer dürfte er nur dann ausräumen können, wenn er beide Posten inne hat und volle Richtlinienkompetenz besitzt.”

Also Parteivorsitzender wird er nicht werden – oder er hat außer ein paar Gefolgsleuten keine Partei mehr. Ein ehrenwerter Mann sollte sich die Übernahme des Fraktionsvorsitzes nicht zumuten. Die Bundeskanzlerin wird ihn verhöhnen – “Das war doch schon immer Ihre Position gewesen ” – und die Konkurrenten in der Opposition mit Hohn und Spott verfolgen: “Sie sind wohl immer noch der Koalitionspartner der CDU – selbst in der Opposition”. Günther Lachmann hat das Dilemma des Frank Walter Steinmeier in der Welt gut zum Ausdruck gebracht.

Ehrenwerte Männer wissen, wann es vorbei ist – selbst wenn es schwer fällt.

Frank Walter Steinmeier sollte heute auch auf den Fraktionsvorsitz verzichten. Es ist ihm nicht zuzumuten – und es gibt auch ein Leben außerhalb der Berufspolitik. Das ist schöner als man denkt.

Meines dauert schon 46 Jahre lang.

Das ist übrigens nicht ironisch gemeint. Man sollte die Person vom Streit um Inhalte trennen.

{ 180 comments… read them below or add one }

1 lemming 29. September 2009 um 16:36

Wenn Arme zu ihm schrien, so weinte Cäsar;
Die Herrschsucht sollt aus härterm Stoff bestehn.
Doch Brutus sagt, daß er voll Herrschsucht war,
Und Brutus ist ein ehrenwerter Mann.
Ihr alle saht, wie am Lupercusfest
Ich dreimal ihm die Königskrone bot,
Die dreimal er geweigert. War das Herrschsucht?
Doch Brutus sagt, daß er voll Herrschsucht war,
Und ist gewiß ein ehrenwerter Mann.
Ich will, was Brutus sprach, nicht widerlegen;
Ich spreche hier von dem nur, was ich weiß.
Ihr liebtet all ihn einst nicht ohne Grund;
Was für ein Grund wehrt euch, um ihn zu trauern?
O Urteil, du entflohst zum blöden Vieh,
Der Mensch ward unvernünftig! – Habt Geduld!
Mein Herz ist in dem Sarge hier beim Cäsar,
Und ich muß schweigen, bis es mir zurückkommt.

Lübberding als Mark Antonius, die SPD als Cäsar, FWS als Brutus.
Na, det wird ja imma dolla hier!

2 13 29. September 2009 um 16:39

Steinmüller kann doch von sich aus gar nicht zurücktreten. Erinnern wir uns: Der wurde nach der Wahl im ruhige Handstreich vom Gerd installiert. Vorher kannte ihn keiner. Fragt den ehrenwerten Gerd Gasprom, ob er wieder ins Büro zurück darf..

3 weissgarnix 29. September 2009 um 16:44

@lemming

>Na, det wird ja imma dolla hier!

Da guckst du, ha? – Wir sind der Musikantenstadel des gehobenen Bildungsbürgertums.

4 Kaiserbubu 29. September 2009 um 16:46

Frank, ich kann das nur unterstreichen. Nun sollte Steinmeier auch auf den Fraktionsvorsitz verzichten. Es ist unerträglich. Wie dumm muss man eigentlich sein. Kann man den intriganten Kahrs nicht direkt mit entsorgen? Der ist ja eine Zumutung, die schon gemeingefährlich ist. Es ist für mich unfassbar dass dieser kriminelle Meister immer noch sein Unwesen in der Partei treibt?
Dieser seeheimer Kreis und die Netzwerker sollten doch alle wie Clement austreten und notfalls bei der FDP anheuern. da passen sie hin.

5 f.luebberding 29. September 2009 um 16:51

kaiserbubu

Keineswegs. Die deutsche Linke wird nur eine Chance haben, wenn die SPD nicht zur Linken wird. Die haben wir schon.

6 f.luebberding 29. September 2009 um 16:52

Weissgarnix

Aber nicht doch – wir machen Musik für das abgehobene Bürgertum … .

7 HAM 29. September 2009 um 17:03

FL:
Frank Walter Steinmeier ist ein ehrenwerter Mann.

Ja, er ist Teil der der „ehrenwerten Gesellschaft“ der Agenda 2010-Macher.
Einer der Sozis, die ihr Klientel verraten haben und Millionen von Menschen um ihre Lebensleistung gebracht und in die Armut getrieben haben.

Tendierst Du zu sozialdemokratischer Sentimentalität – oder wie kommst Du dazu, eine Figur wie Steinmeier als „ehrenwert“ zu bezeichnen?

8 f.luebberding 29. September 2009 um 17:10

HAM

Das hat nichts mit Sentimentalität zu tun. Aber man sollte auch die Kirche im Dorf lassen – er ist kein Verbrecher, selbsrt wenn man seine Politik kritisiert. Außerdem ist er ein ehrenwerter Mann, wenn er nicht den unsinnigen Versuch macht, jetzt noch für eine Übergangszeit den Fraktionsvorsitzenden zu mimen – ohne Autorität. Die bekommt man nämlich nicht mit Tricks und hat er seit Sonntag eingebüßt:

“Bei der SPD-Fraktionssitzung in Berlin erklärte Steinmeier am Dienstag laut Medienberichten, Partei- und Fraktionsvorsitz sollten auf „mehrere Schultern“ verteilt werden. Dieser Vorschlag komme von ihm, betonte der 53-jährige designierte Fraktionschef. Er habe nach der Wahl am Sonntag überlegt, ob er sich aus der Verantwortung stehlen oder weiter dabei mithelfen solle, die SPD wieder voranzubringen. Er habe sich für das Letztere entschieden.”

So gerade im Handelsblatt zu lesen. Er suggeriert also, er könne noch irgendwas entscheiden. Kann man noch deutlicher werden als der Landesverband Berlin und viele andere?

9 f.luebberding 29. September 2009 um 17:23

HAM

Ach ja, noch was. Heiko Maas, der strategisch denken soll wie ich gerade zu meiner Überraschung gelesen habe, hat ein besonders interessantes Argument laut Stern:

“Aber eben nicht auf den Fraktionsvorsitz – und es ist sehr wahrscheinlich, dass er dieses Amt bekommt. Das Problem der Linken ist, dass sie keinen Politiker von vergleichbarem Gewicht haben, der sich mal eben zum Fraktionschef machen ließe. Außerdem halten strategisch denkende Linke die Wahl von Steinmeier für clever. “Wer die Tür zur Linken öffnet, muss das Tor zur politischen Mitte weit offen halten”, sagt Heiko Maas, Landeschef der saarländischen SPD zu stern.de.”

Steinmeier ist also nur noch eine Art Spielball – er hat schon jeden Respekt verloren. Will er sich das wirklich zumuten, ein geschickter Schachzug zu sein? Der Artikel ist auch interessant bzgl. der Hintergründe – und die mich am Sonntag abend auf die Palme gebracht haben. Allerdings weniger wegen der Cleverness, sondern der Dreistigkeit, die dort zum Ausdruck kam.

http://www.stern.de/wahl-2009/bundestagswahl/spd-nach-wahldebakel-wir-sind-jetzt-die-schmuddelkinder-1511752.html

10 Ludendorff 29. September 2009 um 17:28

Kahrs, Kahrs? Ist das nicht der Spezi mit der Dolchstosslegende?
Freund der Panzerknacker, Tretminen, Stalker & Messerwetzer? Igittigit, was gibts für Leute bei den Spezialdemokraten …

Gruss Erich

11 f.luebberding 29. September 2009 um 17:32

Generalfeldmarschall

Der von Ihnen gemeinte ist schon länger tot – wie Sie auch … .

Alle

Steinmeier ist gerade gewählt worden. Nun denn, er hat es so gewollt.

12 Kritiker des Bösen 29. September 2009 um 17:33

Aus der Verantwortung stehlen…sehr schön. Ich sehe es anders.

Er, Müntefering, Schröder,Clement und Steinbrück und im Dunkeln der sogenannte ” Seeheimer Kreis” sind die Totengräber dieser Partei! Hier gibt es nichts “fortzustehlen”! Hier heißt es ABTRETEN!!!

Und zwar rápido! Von mir aus mit Würde, aber mit aller Entschiedenheit.

Alles andere ist Wortkrieg für Blöde. Rumgeschwurbel um das
worum es dieser “Partei” eigentlich gehen müsste. Diese
Protagonisten sind gescheitert. Mit Pauken und Trompeten.
Die will keiner mehr sehen. Jedenfalls nicht im politischen Zirkus!
Mit oder ohne Dank ab durch die Mitte. Mehr aber auch mal gar
nicht. Draussen ist die Luft klarer. Dem einen oder anderen könnte
vielleicht dämmern was er da für einen Mist gebaut hat, aber ob
diese Erkenntnis diesen Köpfen je entfleucht?

Ich habe fertig.

13 Bernhard 29. September 2009 um 17:35

@F. Lübberding: “ehrenwerter Mann”.

Nee, nee, nee, das sehen 1-Euro-Jobber anders. In den Argen kann so manch faschistisch angehauchter SB sein Unwesen treiben. Sazarrin ist doch auch SPD, oder?

–> will schreiben, wer faschistischen Tendenzen Vorschub leistet, kann keine ehrenwerter Mann sein, außer Du meinst die Mafia, die Camorra, Opus Dei… dann passt es.

Wenn Du mit faschistischen Tendenzen nix anzufangen weist, frag mal bei Felix von Leitner nach. Oder abonniere dessen Blog mit irgendeinem Reader. Für Dich: Den Namen Zensursula kennst Du. Frau Sch.

Sorry, blende bitte nicht das Wirken von F. W. S. aus.

Für F. W. S. gibt es nur einen Abgang: Das ist ein unrühmlicher. Du kannst die zukünftigen Geschichtsbücher nicht frisieren.

Übrigens, Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will den Zensurmist rückgängig machen. Und das muß Dir auch noch ein FDP-Hasser schreiben.

Mit erbost-freundschaftlichen Grüssen aus hessisch-Absurdistan,
Bernhard

14 Ludendorff 29. September 2009 um 17:36

@FL
“dem danach erfolgten Rücktritt des Vorsitzenden Franz Müntefering sprach Kahrs von einem Dolchstoß, was ihm auch in Teilen der SPD-Rechten Kritik einbrachte”
http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Kahrs_(Politiker)

von daher …

15 f.luebberding 29. September 2009 um 17:37

Alle

Von den 146 Fraktionsmitgliedern stimmten 126 mit Ja – ohne Gegenkandidat als Mißtrauensvotum zu werten. Er wird das Ergebnis ehrlich nennen.

16 Kritiker des Bösen 29. September 2009 um 17:37

“Steinmeier ist gerade gewählt worden. Nun denn, er hat es so gewollt.”

Mal ehrlich hast du ernsthaft was anderes erwartet? Er ist im
eigentlichen Sinn kein Verbrecher da hast du wohl recht, das sind
Banker auch nicht, noch nicht mal Ackermann…

17 f.luebberding 29. September 2009 um 17:40

Generalfeldmarschall

Und ich dachte, Sie meinten den Münchener Kahr:

http://www.shoa.de/drittes-reich/anfaenge-der-nsdap/150-der-hitler-putsch-1923.html

18 Bernhard 29. September 2009 um 17:41

@Frank, noch etwas ein ehemaliger Sozialdemokrat hat mir gerade folgende Bezeichnung für die SPD gemailt:

Arbeiter-CDU

Mir fehlen die Worte.

Tsss….

19 FDP-Wähler 29. September 2009 um 17:42

Herr Lübberding: Wollen Sie nicht endlich mal schweigen? Ihr Thesen sind doch alle voll gegen die Wand gefahren. Merken Sie denn gar nicht, dass Sie sich nur noch durch eines retten können: Selbstkritik! So was kennt man doch in Ihren Kreisen. Dieser ganze Blog ist ein Kinderspielplatz für grauhaarige Looser. Wie versprochen habe ich Ihren letzten Eintrag (“Rücktritt”) an NDR, WDR und deren Rundfunkräte sowie an die Intendanz des RBB geschickt. Titel: Fragen eines gebührenzahlenden Rundfunkhörers. Sie können ja im Vorwärts schreiben. Wenn nichts passiert, hake ich nach.
Respekt für Guido Westerwelle.

20 f.luebberding 29. September 2009 um 17:43

Bernhard

Faschismus ist etwas anderes. Man sollte nicht Empörung mit ungeeigneten Begriffen ausdrücken, finde ich.

Kritiker

Was habe ich erwartet? Gar nichts. Ich habe nur eine Handlungsoption für Steinmeier beschrieben, die aus seiner Sicht besser gewesen wäre als sich jetzt zum Werkzeug machen zu lassen.

Gruss Frank

21 Bernhard 29. September 2009 um 17:45

SPD.Wahlergebnis: sozialstaatliche Mitglieder wurden doch alle schon vergrault. Der eine Flügel ist übrig.

Ein Vogel, der nur aus einem Flügel besteht, wird langsam krepieren, oder nicht? Ich zumindest habe keinen Vogel mit einem Flügel fliegen gesehen.

22 Kritiker des Bösen 29. September 2009 um 17:46

FDP Wähler

Leute wie dich hat es schon immer gegeben. Meist im politischen Zoo.
Es soll ja auch Eliens geben.Sagt man..

23 Nanuk 29. September 2009 um 17:46
24 Bernhard 29. September 2009 um 17:48

Nee, Frankfurt, ich meine genau das !!! Natürlich ist er kein Faschist. Aber durch sein Handeln wird rein organisatorisch gesehen, das Umschalten auf eine faschistischen Staat immer leichter. Insbesondere der Wiefelspütz hat sich in einer Diskussion einen erbärmlichen Offenbarungseid geleistet. Felix von Leitner könnte Dir das bestimmt gut erklären.

Es zählt, was unten raus kommt.

25 Ludendorff 29. September 2009 um 17:48

Hallo FDP Wähler,
Du bist ja ne ganz
böseböse Petze,
da wird man jetzt beim WDR sicher ganz hart durchgreifen …

26 13 29. September 2009 um 17:49

Außerdem halten strategisch denkende Linke die Wahl von Steinmeier für clever.

Das ist nicht clever, das ist graubärtig. Ein weiterer Grund, warum diese Unpartei so abstoßend wirkt. Der Steinbeißer ist doch tatsächlich erst 53 und sieht aus wie 75. Woran das wohl liegt?

27 f.luebberding 29. September 2009 um 17:50

FDP Wähler

Also die letzte Aufforderung zur Selbstkritik habe ich als Anekdote gehört – in einem Erfahrungsbericht eines Freundes, der in den 70er Jahren im maoistischen KBW gewesen war. Sie scheinen ja eine gewisse Affinität dazu zu haben. Im übrigen freut es mich wie Sie sich um mich sorgen.

Ansonsten: Gebühren offensichtlich bezahlt. Brav. Wenn Sie etwas von den Rundfunkräten hören, lassen Sie es mich wissen. Kommen Sie aber bitte nicht auf die Idee, mir Ihre Bemühungen, uns bekannt zu machen, auch noch in Rechnung zu stellen. Ansonsten habe ich für Guido Westerwelle durchaus Respekt – für Sie übrigens auch. Wenn auch mehr für Herrn Westerwelle … .

Übrigens hat Weissgarnix keine grauen Haare … .

28 Bernhard 29. September 2009 um 17:50

meinte, nee Frank. Tschuldigung für den Fauxpas mit Deinem Vornamen,

Hartz-IV hat in der Umsetzung faschistische Merkmale.

29 Kritiker des Bösen 29. September 2009 um 17:53

“Was habe ich erwartet? Gar nichts. Ich habe nur eine Handlungsoption für Steinmeier beschrieben, die aus seiner Sicht besser gewesen wäre als sich jetzt zum Werkzeug machen zu lassen.”

Ich bin da voll bei dir! Er hätte sie besser befolgt!:)

30 f.luebberding 29. September 2009 um 17:53

Bernhard

“Ein Vogel, der nur aus einem Flügel besteht, wird langsam krepieren, oder nicht?”

Das ist so. Deshalb ist das bis zum Wochenende auch nicht ganz unwichtig, was in der SPD passiert.

31 TuringMachine 29. September 2009 um 17:56

Eine Umkehr ist von den SPD-Bundestagsabgeordneten nicht zu erwarten. Habt ihr schon mal geschaut, wer denn sein Mandat behalten hat?

Das sind doch primär die Seeheimer und Netzwerker! Und die sollen einen Richtungswechsel initiieren? Wovon träumt ihr nachts?

32 Karl 29. September 2009 um 17:56

Ist die SPD eigentlich noch ganz dicht? Nicht das ich jemals viel von denen gehalten hätte, aber wie — Verzeihung — gehirnamputiert muß man denn bitteschön sein, um nach einem derartigen Wahlergebnis und der Vergangenheit des Herrn Steinmeier auch nur anzunehmen man selbst hätte die Möglichkeit zur Veränderung? Und zwar sowohl der eigenen Ansichten, als auch der Ansichten der eigenen Partei. Fränkie-Boy der Übermensch im austauschen der eigenen Ideologie? Wie soll das gehen? Diese Partei stellt mich ernsthaft vor ein großes Rätsel. Nur eins ist klar: Mit einem derartigen auftreten hat die Partei den Untergang verdient…

33 Bernhard 29. September 2009 um 17:58

TuringMachine: Das mit dem Vogel hast Du verstanden?

34 f.luebberding 29. September 2009 um 18:01

Turing Machine

Das habe ich gemacht. Ich verweise aber auf den Beitrag von HAM in Rücktritt. Er formuliert wie immer etwas drastisch, aber mit dem bekannten Sachverstand:

http://www.weissgarnix.de/2009/09/27/rucktritt/#comment-37886

35 Ludendorff 29. September 2009 um 18:03

“Wir wollen mit allen engagierten Menschen in unserem Land und überall auf der Welt zusammenarbeiten, um eine bessere Welt zu schaffen“
Was habt Ihr gegen die Netzwerker? Die wollen doch nur Gutes …
Und wer in aller Welt soll aus der SPD will bis zum WE auf die Barrikaden gehen – ich sehe nur Brachland …

36 TuringMachine 29. September 2009 um 18:09

@Bernhard

Schon klar. Ich habe mich auch nicht auf dich bezogen, sondern auf die utopischen Hoffnungen von F.L. Wenn am Wochenende CoNeS-Sigi NICHT PV werden sollte, leiste ich hier gerne Abbitte.

Ich habe ansonsten nur gedacht, auch noch mal meinen Senf dazugeben zu müssen. ;-)

37 13 29. September 2009 um 18:10

Gerd hat also nein gesagt..

38 TuringMachine 29. September 2009 um 18:20

@FL

Ich glaube, jedem SPD-Sozialisiertem ergreift die Wehmut und die Wut, wenn man sich die jetzige SPD ansieht. Aber ich glaube, das Tal der Tränen ist noch nicht vorbei. Mit FWS und Konsorten wird sich die Bundestagsfraktion der SPD vor allem gegen die Linken abgrenzen wollen (Gemeinschaft der Demokraten usw.).

Wer sollte denn deiner Meinung nach PV werden? Mal Butter bei die Fische!

39 lemming 29. September 2009 um 18:26

“Wer die Tür zur Linken öffnet, muss das Tor zur politischen Mitte weit offen halten”
Da wird’s dann aber ziemlich zugig im Zwischenraum. Vor allem jedoch wird keiner kommen, weder durch Tür noch durch Tor.
Albern ist das, kindisch, kopflos – wie diese ganze Hühnertruppe.
Eine Partei in Abwicklung, hatten wir lange nicht. Es bleibt nur SED 2.0, ob formal oder mit den Füßen abgestimmt wird, ist dann schon Nebensache.

40 FDP-Wähler 29. September 2009 um 18:27

Ja wie erwartet: eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Hier ging es um Parteisoldatentum nicht um freie Meinungsäußerung. Freie Köpfe werden den Unsinn dieser mich gerade erreichende mail unschwer erkennen:

“Sehr geehrter Herr ….,

schönen Dank für Ihre email vom 28.September und Ihr Fax vom 29.September. Wir bitte um Verständnis, dass wir die Angelegenheit einstweilen nicht beurteilen können. Wir haben Ihre Schreiben an die Redaktion “Zeitgeschehen” weitergeleitet.
Erlauben Sie mir aber den Hinweis, dass freien Mitarbeitern politische Meinungsäußerungen frei stehen insbesondere wenn diese außerhalb der Sendeformate des öffentlich rechtlichen Rundfunks stattfinden. Sie werden mir gewiss zustimmen, das freie Meinungsäußerung ein wertvolles Gut unserer Gesellschaft ist und schon gar nicht, wie Sie schreiben, “verfolgt” werden sollte, wenn sie sich innerhalb des demokratischen Bogens bewegt. Das gilt ausdrücklich auch für feste und freie Mitarbeiter unserer Sendeanstalten.
Mit freundlichen Grüssen!
xxxx”

41 Bernhard 29. September 2009 um 18:28

Gerade frisch gelesen – ist noch nicht alt: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31217/1.html (Aufstand der Linken in der SPD? Peter Nowak 29.09.2009 — Nur zwei Tage nach dem Wahldebakel der SPD scheint der interne Machtkampf begonnen zu haben)

42 lemming 29. September 2009 um 18:30

@FDP-Wähler
Du hast “Respekt für Guido Westerwelle” vergessen.
Da werde ich gleich mal ne Mail an ihn aufsetzen…

43 Karl 29. September 2009 um 18:31

@ FDP-Wähler

Wo ist da jetzt nochmal grad der Unsinn? Liegt sicher daran, das ich einfach nicht frei genug denke, so wie ja jegliches Versagen der Liberalismus auch immer an “halt doch noch zuviel Staat liegt”…

44 f.luebberding 29. September 2009 um 18:33

Turing Machine

Ich wollte vor allem, dass die bisherige Parteiführung zurücktritt. Das ist offensichtlich der Fall:

http://www.fr-online.de/top_news/1981290_Showdown-bei-der-SPD-Retten-was-zu-retten-ist.html

Wenn auch nichts mehr zu retten ist … . Es kommt jetzt auf die inhaltliche Ausrichtung an. Diese Debatte ist viel wichtiger und der Austausch der Personen nur die Voraussetzung dafür, dass sie überhaupt stattfinden kann. Nach meinem Eindruck wird es wohl Sigmar Gabriel werden. Er hat zwei Vorteile: Er hat schon einmal eine schwere Niederlage kassiert – 2003. Und er wird von allen unterschätzt.

45 tschill 29. September 2009 um 18:34

Symbolik hin oder her, das ist doch nicht die Frage. Die Leute sind der SPD wegen ihrer Programmatik weggelaufen. Symbolische Politik interessiert den Gebäudereiniger ohne Mindestlohn nun mal herzlich wenig, der hat nämlich an der Charite pro Büro nur etwas über 8 Minuten Zeit und fällt abends vor die Glotze oder ins Bett.

Vielleicht hilft f.luebberding das hier über den aktuellen Tiefpunkt hinweg: Aufruf zur radikalen Erneuerung. Oder das hier von f!xmbr. Es scheint wohl doch den einen oder anderen zu geben, der der SPD einen Richtungswechsel zutraut. Warum auch immer.

46 f.luebberding 29. September 2009 um 18:37

FDP Wähler

Also mein Tipp bzgl. des Soldatentums – an unseren Generalfeldmarschall wenden. Zu Krähen kann ich nichts sagen. Vogelkunde ist nicht mein Revier.

47 lemming 29. September 2009 um 18:41

@fl
Er hat zwei Vorteile: Er hat schon einmal eine schwere Niederlage kassiert – …
Jo, das ist die Kernkompetenz eines SPD-PV…

48 f.luebberding 29. September 2009 um 18:46

lemming

Die meisten PV erlitten ihre Niederlagen erst im Amt – zuletzt Beck und gestern Müntefering … .

49 HAM 29. September 2009 um 18:48

@Bernhard #21
SPD.Wahlergebnis: sozialstaatliche Mitglieder wurden doch alle schon vergrault. Der eine Flügel ist übrig.“

Aus meiner Sicht – von außen und von der Ferne – betrifft dies auf jeden Fall das Parteiestablishment, vor allem die obere Funktionärsebene.
Was sie Mitglieder selbst betrifft, so kann ich nicht sagen, wie sich die rund 500.000 politisch zusammensetzen.
Die letzte Information, die ich – allerdings vor längerer Zeit – erhielt, war, dass der größte Teil der Mitglieder aus „Karteileichen“ bestehe.
Allerdings gibt es unter den Lesern der Nachdenkseiten – so mein Eindruck – noch viele SPD-Mitglieder. Möglicherweise werden jetzt die „sozialstaatlichen Mitglieder“ in der Partei wieder aktiv.

Ich will nicht ausschließen, dass es in der SPD ein latentes „linkes“ Potential gibt. Aber dies ist mangels Information nur Spekulation.

Es geht ja auch nicht nur den “Sozialstaat”, sondern zugleich um eine arbeitnehmerfreundliche Politik.

Kapitalismuskritische, sozialistische Intellektuelle – das kann ich definitiv sagen – gibt es in der SPD seit 30 Jahren nicht mehr. Aber die finden sich auch in der Linkspartei nur vereinzelt und haben keinen Einfluss auf die Politik der Linkspartei.

50 f.luebberding 29. September 2009 um 18:48

tschill

“Symbolik hin oder her, das ist doch nicht die Frage.”

Das ist die Frage, wenn sie wieder mit Inhalten verknüft wird. Ohne Symbole kommt man nicht aus. Symbolik als Politikersatz – oder gar um über die eigene Politik zu täuschen – funktioniert allerdings nur eien begrenzte Zeit.

51 f.luebberding 29. September 2009 um 19:07

Heribert Prantl in der Süddeutschen

“Sigmar Gabriel? Er ist der falsche Vorsitzende. Er ist eher ein Haudrauf als einer, der ausgleichen und zusammenführen kann. Er ist eher ein Agitator, der zuspitzen, als ein Moderator, der entschärfen kann. Er kann Kampagnen führen, Menschen aber nicht so gut.”

Das zum Thema Unterschätzung.

“Er ist ein kluger Kopf: Wer kann schon, beinahe aus dem Ärmel, eine respektable Laudatio auf Jürgen Habermas und den “Linguistik Turn” in dessen Philosophie halten? Der studierte Deutsch- und Politiklehrer Gabriel kriegt das hin. Er ist lernfähig, zuletzt hat er sich in seine Aufgaben als Umweltministers fix und gründlich hineingearbeitet und dabei seinen früheren Ruf als Luftikus weggeschafft. Und er hat, anders als der Parlamentsneuling Frank-Walter Steinmeier, Parlamentserfahrung. Kurzum: Sigmar Gabriel ist viel eher ein Fraktions-, denn ein Parteivorsitzender.”

Das ist ausnahmsweise in Teilen richtig … .

“Die Krise der SPD ist nicht nur eine programmatische Krise, sie ist zuallererst eine Führungskrise. Der Verfall der sozialdemokratischen Führungskultur, der nun seit 18 Jahren anhält, ist symptomatisch für den Zustand einer Partei, die ihren inneren Halt verloren hat.”

Den wiederzufinden, braucht es Streit und Konflikt. Also alles das, was Journalisten in der Regel unter Regierungsunfähigkeit verbuchen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/29/489416/text/

52 f.luebberding 29. September 2009 um 19:16

Michael Spreng schreibt ja neuerdings auch in einem blog.

http://www.sprengsatz.de/?p=2162

53 ~ haaalbgooottt ~ 29. September 2009 um 19:32

@FDP-Wähler:

“Dieser ganze Blog ist ein Kinderspielplatz für grauhaarige Looser. ”

=> … klar sind wir “Lockere” !!

=> … Warum können die JULIs und SCHWULIs von der FDP eigentlich alle kein Englisch ?? … und warum wollt ihr dann trotzdem immer alle Aussenminister werden ???

=> … wie heisst die alte Eselsbrücke: Wer “loser” mit “oo” schreibt ist dämlich ?

54 13 29. September 2009 um 19:44

apropos Eselsbrücke…ich bin mal gespannt, wo der andere große spd medium Star, Euer Ähren Werteversenker Kollege Steinbrück (der große Finanzkrisenvorherseher…äh… vorsteher) in den nächsten Wochen unterkriecht..

55 holger 29. September 2009 um 19:49

@ 13 #54

Goldmänner Sucks.

56 13 29. September 2009 um 19:51

Du meinst, er geht direkt in den Lenkungsausschuß?
(Betonung auf Ausschuß)

57 Will Smith 29. September 2009 um 19:56

Lübberdings Beitrag hat es sogar ins ZDF geschafft. Als obligatorischer Beitrag aus der Blog-Szene wird WGNX gewählt.

58 holger 29. September 2009 um 20:02

@ 13 # 56

wenn circus maximus sarazzin schon unterkommt ;-) läge dieses nahe.
Schau dir doch an, wo die “alte” Garde untergekommen ist.

59 Michael 29. September 2009 um 20:13

@13
Landesbanken, HRE, KfW, IKB …. alle suchen “Spitzenpersonal” mit guten Verbindungen zur Politik. Sal. Opp nicht mehr, nachdem der Arcandor – deal geplatzt ist. Und da ist es wirklich Sch…, wenn die gerade an führender Stelle Oppositionsarbeit leisten muß. :-o
Aber nach dem Multimilliarden – Versenken wäre ein Urlaub in der Karibik angesagt, wenn dann bei der Urwaldwanderung die Piranhas Appetit verspüren, … :-x Die armen Viecher, wer soviel mit Giftmüll zu tun hatte, kann nicht mehr gesund sein.

60 Earloffunk 29. September 2009 um 20:33

…. die, die sich jetzt um die Macht reissen, werden sich noch wundern…

JEDER bekommt sein UNTERHACHINGEN!!!

Iregdnwann liegen die Akten der Verbrechen der jetzigen Regierung und des jetzigen Geheimdienstes auf dem Tisch, dann werden die Messer gewetzt…

Bis dahin frohes Schaffen

61 holger 29. September 2009 um 20:34

@ Michael #59

wie hieß noch mal gleich das Land in Afrika?

bikini bottom
burca ferrari
bursarion furca
ich komm nicht mehr darauf.

ahhh doch Liechstenstein. Kann man ja als Gutmensch eine Stiftung aufmachen.
Ja, diese Karriere sollte man beobachten.

62 Earloffunk 29. September 2009 um 20:48

@ FDP Wähler…

aus deinem Antwortbrief…
“Sie werden mir gewiss zustimmen, das freie Meinungsäußerung ein wertvolles Gut unserer Gesellschaft ist und schon gar nicht, wie Sie schreiben, “verfolgt” werden sollte,…”

…was bist Du denn für ein Stück Scheisse sag mal… pass mal auf das Du nicht verfolgt wirst…

63 Sense 29. September 2009 um 20:57

Der geplante Lohnsteuerbonus diene vor allem der Vereinfachung des Steuersystems’ – so der Finanzexperte der SPD, Ralf Stegner, zum neuesten großen Wurf in der roten Steuerpolitik. So siehst du grade aus, ist man versucht zu sagen. Da haben sich die Genossen um Münte, Steinmeier und Co. doch was Feines ausgedacht – gelle?? Bisschen kann ich die Kollegen von der SPD ja verstehen: Umfragezahlen im Keller, die Werte des Kanzlerkandidaten noch `ne Etage tiefer und überhaupt….

Höchste Zeit also, dem Volke und vor allem den politischen Mitbewerbern mal richtig klar zu machen, wohin die steuerpolitische Reise mit der SPD denn hingehen wird. Man sieht sie förmlich im stillen Kämmerlein brüten und innovative Ideen wälzen – was kommt an beim Bürger? Steuergeschenke, klar – immer gern genommen und bewährte Waffen verschrottet man doch nicht, Leute. Völlig Wurscht, dass die SPD die größte Steuererhöhung in der Geschichte fröhlich pfeifend mit beschlossen hat. „Was schert uns unser Geschwätz von gestern“ ist mal wieder die Devise der Stunde bei den Genossen.

Ach, by the way – kleine Preisfrage – wer war das doch gleich noch mal, der sich da so vorwurfsvoll mahnend an die staunenden Bürger wandte, es sei doch nicht fair, das Handeln der Regierungsparteien daran zu messen, was man mal so vor Wahlen versprochen habe – Sie erinnern sich?

Tätäää!!! – damit haben Sie 100 Punkte und dürfen sich nun über den genialen Einfall mit dem Steuerbonus freuen. Dummerweise hat sich diese Schnapsidee schon gleich als grandioser Rohrkrepierer erwiesen. Beileibe nicht nur die politische Konkurrenz hat mit guten und klaren Argumenten abgewunken. Nein, auch die Linken – denen man mit dieser so ungemein originellen Idee Wähler abluchsen wollte, und viele, viele klar sehende und denkende Bürger haben mit dem berühmten Zeigefinger an die Stirn reagiert. Man schaue sich nur die einschlägigen Kommentare im Netz an.

Nein, wer so plump auf Wählerfang geht, muss sich über das Echo nicht wundern. Jawohl, unsere Bürger sollen, sie müssen mehr Netto vom Brutto haben. Aber nicht nach dem beliebten sozialdemokratischen Prinzip: Geld aus der rechten Tasche des Bürgers ziehen, katalysieren durch diverse Verwaltungen und dann einen deutlich kleineren Teil mit großer Geste dem Bürger zurückgeben.

Das funktioniert nicht, und das, liebe Genossen, haben die Menschen in unserem Land längst erkannt.

Und auch mit der Finanzierung des Wahl – Zuckerbrötchens bedient man alle bekannten Klischees – man hat sich „auf Details einer höheren Reichensteuer geeinigt“.

Deutschland darf gespannt sein. Was das Gesamtkunstwerk „Lohnsteuerbonus“ mit Bürokratieabbau zu tun haben soll, bleibt dem kundigen Thebaner so rätselhaft wie die Spinx. Ist aber wohl auch egal. Haben sie’s eh’ nicht so mit – den sozialdemokratischen Superminister, der das auf seine Fahnen geschrieben hatte, wollten sie letztes Jahr noch aus der Partei rausschmeißen. Nun ja….

Freunde, wenn ihr’s nicht könnt, dann lasst’s doch bitte! Oder zeigt Euch lernfähig. Wir brauchen keine weiteren Verkomplizierungen und kein weiteres Draufsatteln auf unser ohnehin undurchschaubares Steuersystem. Was Deutschland braucht, ist ein gerechtes, einfaches und niedriges Steuersystem mit einem einfachen und verständlichen Drei-Stufen-Tarif von 10, 25 und 35 Prozent. Das lässt den Menschen mehr Netto vom Brutto und schafft den dringend benötigten finanziellen Spielraum für die Bürger und die Unternehmen: Für mehr privaten Konsum, für Vorsorge für Alter, Gesundheit und Pflege, als Impuls für Wachstum und Investitionen. So steht es im Entwurf des Wahlprogramms der FDP. Also: Wer lesen kann, ist auch hier klar im Vorteil. Die Bürger können lesen und sie haben entschieden – jetzt sind andere dran.

64 FDP-Wähler 29. September 2009 um 21:00

@earloffunk:” was bist Du denn für ein Stück Scheisse sag mal… pass mal auf das Du nicht verfolgt wirst…” . Das mein lieber Freund ist eine Drohung, für die Sie zahlen werden. Ich habe mich bereits an die Staatsanwaltschaft Hamburg gewandt. Vielleicht kriegt man je endlich einen von euch anonymen Gewalttätern.

65 f.luebberding 29. September 2009 um 21:06

FDP Wähler

Aus Hamburg? Schöne Stadt. Nur als Hinweis – abrüsten. Anonym sind Sie nämlich auch … . Und earloffunk ist kein Gewalttäter. Außerdem ist das nicht justiziabel. Fragen Sie den Anwalt Ihres Vertrauens.

Frank Lübberding

66 FDP-Wähler 29. September 2009 um 21:12

An den Rundfunkrat des WDR
(Auszug)
….
“Ich verweise auf den Blog http://www.weissgarnix.de, auf dem Ihr Mitarbeiter sich eindeutig parteipolitisch gebärdet. Ich verfolge diesen Bog seit November 2008, weil ich durch Google festgestellt habe, dass dort in unflätligster Weise Herr Professor Sinn herabgewürdigt und verleumdet wurde. Ich kenne Professor Sinn aus jahrelanger gemeinsamer Arbeit und war empört über die Agressivität, mit der hier über einen verdienten Marktwirtschaftler hergefallen wird. Kommentare vermutlich von Kollegen des ifo Instituts wurden systematisch herabgewürdigt.
Es besteht kein Zweifel, dass Ihr Mitarbeiter um sich altkommunistische Kader versammelt, die dem extrem linken Meinungsspektrum zuzuordnen sind.
Ich bin für Meinungsfreiheit und Pluralismus. Allerdings frage ich mich, ob wir Systemveränderer auch noch durch Rundfunkgebühren zahlen müssen. Ich befürworte keine Disziplinierung von Herrn Lübberding, doch ist es mir ein echtes Anliegen Sie auf sein Treiben hinzuweisen. Ich poste diese email auch auf dem Blog des Herrn L. in der Hoffnung, ihn etwas zur Vernunft zu bringen. Unser Gemeinwesen bedarf des demokratischen Konsens aller demokratischen Kräfte. Ich bin in tiefer Sorge, das er durch “Maulwürfe” untergraben wird. Deutschland hat weiß Gott Besseres zu tun. Mfg XXX”

67 TuringMachine 29. September 2009 um 21:13

@ FDP-Wähler

Wenn ich an Reinkarnation glauben würde und weniger höflich wäre, könnte ich ja die Frage stellen:
“Waren Sie im vorherigen Leben eigentlich IM oder Blockwart? ”

Sie haben aber Glück, ich bin Atheist und die Höflichkeit verbietet mir, Ihnen solche Fragen zu stellen ;-)

68 Systemfrager 29. September 2009 um 21:15

@ FDP-Wähler
Ich schließe mich Earloffunk an:
“was bist Du denn für ein Stück Scheisse sag mal… pass mal auf das Du nicht verfolgt wirst…”
Und ich bin da nicht anonym. Für solche wie du:

Der Neoliberalismus | für Eilige
Ein intellektuelles Verbrechen gegen die Menschlichkeity
Die Bezeichnung neoliberal täuscht. Sie erweckt den Eindruck, es würde sich um eine Weiterentwicklung der ürsprünglichen liberalen Theorie handeln. Davon kann keine Rede sein. Wir werden in den nächsten Beiträgen zeigen, dass der Neoliberalismus etwas völlig anderes ist. Er ist in theoretischer Hinsicht ein akademischer Müll, in politischer Hinsicht eine rechtsstaatlich organisierte Räuberei und in ethischer Hinsicht ein sozialer Genozid. Knapp gefasst: Der Neoliberalismus ist ein geistiger Kanibalismus. Als solcher ist er ein kompletter Verrat am ursprüglichen Liberalismus, der sich den humanistischen und aufklärerischen Idealen der europäischen Moderne verpflichtet sah.
http://www.forum-systemfrage.de/Aufbau/steuerung.php?tbch=ba

69 Frankie Bernankie 29. September 2009 um 21:16

@13 #54

Mein Tipp: SBER-Bank.

Kann aber auch sein, dass die den Steinmeier nehmen.

Oder beide.

Oder den Tiefensee ( Spitzname im Verkehrsausschuss der letzten Legislatur: “Pfütze” ). Aber nein, der hat ja die Privatisierung der Bahn versemmelt. So konnte GAZPROM auch nicht das autarke Stromnetz der Bundesbahn einkaufen.
Tja, Pech für Pfütze.

70 Karl 29. September 2009 um 21:16

@ FDP-Wähler

Na, ick sach ma: Die wahren Leistungsträger der Republik brauchen ja auch ordentlich was zu tun.

Was käme dem durchschnittlichen Rechtsanwalt gelegener als Gerichtsprozesse wegen Blog-Kommentaren zu führen. Das ist für die wahrscheinlich witziger und besser als Prozesse um die Frage zu führen ob der Jägerzaun jetzt 10 cm zu weit auf dem falschen Grundstück steht. Was das jetzt über das intellektuelle Niveau des verklagenden aussagt, überlasse ich Ihnen zu entscheiden.

Aber nachdem es mit Lübberdings schon nicht geklappt hat (übrigens hätte es Ihnen reichen müssen einen Blick ins Grundgesetz zu werfen Artikel 5, Abs. (1) um zu sehen das das nicht klappt), war wohl etwas in der Art zu erwarten.

Wo kommt denn eigentlich der ganze Frust her? Sind Sie dem Leistungsdruck nicht gewachsen? Können wir Ihnen irgendwie helfen? Ist ja alles sehr Links hier, da bietet man gerne seine Hilfe an…

71 Earloffunk 29. September 2009 um 21:17

… danke Frank…

@ FDP Wähler…

Du scheinst ja ein ganz grosser zu sein, wer soll Deiner Meinung nach alles verfolgt werden?… Und an wen hast Du Dich alles schon gewand?…

Also ehrlich – Du bist nur eine erbärmliche kleine Giftspritze.

Vergiss nicht, wer andern vor das Schienbein haut, hat bald keins mehr.

Over and out

72 dissenter 29. September 2009 um 21:20

Es heißt “unflätigst”, nicht “unflätligst”.
Und jetzt geh woanders spielen.

73 Frankie Bernankie 29. September 2009 um 21:20

@FDP-Wähler

“über einen verdienten Marktwirtschaftler hergefallen wird.”

Was ist eigentlich ein “verdienter Marktwirtschaftler”?

Aber ich merk schon, woher der Wind weht. Ganz grosse Satire, FDP-Wähler, wirklich wahr.
Bitte mehr davon.

74 13 29. September 2009 um 21:21

Fdp-Fehler, trag doch auch mal was bei.

Das Thema ist:

Frank Walter Steinmeier ist kein ehrenwerter Mann.

75 Karl 29. September 2009 um 21:23

@ 13

Nee, die Aussage war: Frank Walter Steinmeier ist ein ehrenwerter Mann. Und verdienter Marktwirtschaftler noch dazu!

Ehre wem Ehre gebührt, wenn ich bitten dürfte.

76 Earloffunk 29. September 2009 um 21:26

@ FDP Wähler…

Also jetzt schlägt es dem Fass den Boden aus…

so etwas gibt es doch nicht wirklich oder was soll ich zu Deinem Schreiben sagen? Dich selbst auch noch als Demokrat zu bezeichnen – jetzt weiss ich DU KANNST NICHT ALLE AM SENDER HABEN!!!!!

Hiemit untermauer ich mein Angebot vom vorherigen Post … ja ich würde Dich gerne verfolgen… zum Schutze aller!!!

77 holger 29. September 2009 um 21:27

@ FDP Wähler #66

Ist doch alles Blöd SINN. Lass es doch.

78 13 29. September 2009 um 21:33

Karl, das war das Thema vor der Wahl.

Zitat Lübberding:
Außerdem ist er ein ehrenwerter Mann, wenn er nicht den unsinnigen Versuch macht, jetzt noch für eine Übergangszeit den Fraktionsvorsitzenden zu mimen – ohne Autorität. Die bekommt man nämlich nicht mit Tricks>/i>

79 McShorty 29. September 2009 um 21:34

Ich will hier fair bleiben und dem Grossen Walter Steinmeier, dem Helden von Guantanamo, dem Anwalt der Entrechteten, Unterdrückten und kleinen Leuten, zu seinem grandiosen Wahlsieg als Fraktionsvorsitzender (er ist es doch noch? ;-) ) gratulieren.
Darauf einen Tusch.
GlückwunschGruß, McShorty

80 Michael 29. September 2009 um 21:36

@holger
Besondere Freundschaften bestehen auch zu den störrischen Eidgenossen. Die suchen für ihre neu einzuführenden Wilhelm – Tell – Festspiele noch einen geeigneten Landvogt, als Einwegdarsteller. Es gibt keinen besser Qualifizierten. Für das Jahr darauf hat sich ein US – Richter einen der vorderen Bewerberplätze gesichert, aber die hätten jetzt garantiert für 10 Jahre genug aussichtsreiche hochqualifizierte Kandidaten.

Man kann diesen Steinis übrigens keinen Vorwurf machen, bei höherer Wahlbeteiligung hätten sie glatt weiter mit Angie kuscheln dürfen. Zur Dank dafür, dass die aber klar auf Politikverdrossenheit gespielt hat, bekam sie jetzt eine energische Schwester. In anderen Ländern, wie Japan, gehen nur 40 % “wählen”, also, da bieten sich in Zukunft noch ganz andere Kuriositäten an.

Man sollte die Rolle der Politik nicht überschätzen, aber im Versenken von Multimilliarden Steuergeldern war Steini der bisher Größte. Er hat sogar den Waigel getoppt und der hatte die DDR geschenkt gekriegt, die er dann mit der Gräulhand wenigstbietend verteilen mußte. Das muß man schon kritisch zu würdigen wissen.

Dafür gibt es das Angebot für die Rolle des Einweg – Landvogtes bei der Premiere, schade, dass die Eidgenossen nicht katholische Inquisition mit langsamem Rösten über offener Flamme im Angebot haben. Das kommt in ein paar Jahren im Vatikan, dann bietet der Heilige Vater bestimmt Angie einen Premieren – Platz auf dem Scheiterhaufen, aber auch massenhaft Zentralrats* drängeln sich schon für die Folgejahre.

81 Karl 29. September 2009 um 21:41

@ 13

Oh, Verzeihung. Ich hatte direkt verdrängt, das er ja inzwischen gewählt wurde. Das kann ja bei FWS leicht mal passieren. Oder wie meine Freundin am Wahlabend sagte, als FWS seine Rede zur Niederlage hielt: “Oh, ist das die Übertragung von der FDP? Und wer hält denn die Rede da eigentlich?” Dazu muß man sagen: Sie ist jeden tag zweimal an einer Plakatwand, die exklusiv FWS gehörte, vorbeigegangen. Tja, mehr bleibt zu dem Mann ja eigentlich auch nicht zu sagen.

Ansonsten: http://www.youtube.com/watch?v=Ph-vHNUBUdc&feature=related

82 FDP-Wähler 29. September 2009 um 21:48

@earloffunk: Sie tun mir sehr leid. Aber ich lasse mich nicht einschüchtern.

83 TuringMachine 29. September 2009 um 22:02

@ Michael

Ich denke, du überschätzt den armen Mann völlig. Wahrscheinlich wußte der noch vor 2 Jahren nicht einmal, was Verbriefungen sind.

Wahrscheinlich hat (Verschwörungstheorie_Modus.Enable = True) als Spiritus rector Jörg Asmussen,das U-Boot der Finanzindustrie, im Hintergrund die Strippen gezogen. Der war ja schon ein bisschen länger im FM. (Verschwörungstheorie_Modus.Enable = False)

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30616/1.html
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/081010_Asmussen.pdf

War hier im Blog ja schon mal Thema.

Apropos, da wir schon mal beim großen SPD-Scherbengericht sind, wie wäre es denn mal mit einem anderen Vorschlag von mir: Parteiausschlußverfahren für Jörgilein. Aber wahrscheinlich ist die geringfügige Veruntreuung von Volksvermögen in Höhe von so ein paar Hunderten Milliarden kein Ausschlussgrund bei der SPD. Vielleicht scheitert es auch nur daran, dass man keine Scherbe findet, die gross genug ist.

84 teo 29. September 2009 um 22:04

Dieser FDP-Wähler ist genial. Ich habe zunächst gedacht, hier sei ein Troll unterwegs. Aber der Typ scheint echt zu sein. An den WDR schreiben und dabei noch an der Rechtschreibung scheitern: Herrlich.

Solche Trottel sind unbezahlbar.

Ja, so sind sie, unsere “Leistungsträger”. Die deutsche Sprache nicht beherrschen und mit Schaum vor dem Mund andere Leute als “altkommunistische Kader” denunzieren.

Weiter so! Ich habe selten so gelacht.

85 FDP-Wähler 29. September 2009 um 22:06

@teo:Ich schreibe von meinem blackberry.

86 teo 29. September 2009 um 22:11

@FDP-Wähler: Ja, und?

87 Michael 29. September 2009 um 22:12

@TuringMachine
Wohl wahr, Steini war der Vorgesetzte und Jörgilein hat sich emsig für Verbriefungen eingesetzt, aber schon lange vorher. So wie Steini und Jörgilein die Väter der eigenkapitallosen deutschen Zweckgesellschaften waren. Somit bietet sich für Jörgilein die alte Pfadfindermethode, von den Indianern, echt amerikanisch fortschrittlich, an

Vernaschen lassen auf einem wunderbaren Ameisenhaufen, soll auch etwas länger dauern als die Premiere als eidgenössischer Landvogt oder vatikanisches Rösten über offener Flamme. Jörgileins Familie ist seit Generatitionen der Krönung der Partei zuzuordnen, insofern ist das natürlich besonders zu würdigen, alter Parteiadel eben…

88 holger 29. September 2009 um 22:12

@ Michael
“Man sollte die Rolle der Politik nicht überschätzen, aber im Versenken von Multimilliarden Steuergeldern war Steini der bisher Größte. Er hat sogar den Waigel getoppt und der hatte die DDR geschenkt gekriegt, die er dann mit der Gräulhand wenigstbietend verteilen mußte. Das muß man schon kritisch zu würdigen wissen.”

Wie hieß er noch mal 1991 Rohleder oder so?

89 Michael 29. September 2009 um 22:26

Rohwedder, ein Deutschbanker, unklare Täter. Vermutlich aus dem “Infra-Rotlichtmileau” (Mielkes Erben). Aber Konkurrenzkampf einheimischer interessierter Kreise nicht ausgeschlossen.

90 Nanuk 29. September 2009 um 22:39

@FDP-Wähler
Iiiigit der FDP Wähler ist ja von gestern ich schreib von meinem Iphone haste wohl von deinen Chef spendiert bekommen was weil du ihm gut in den … gekrochen bist oder…
Siehste ich muste mir das selber kaufen gebe aber Blackberrys gerne an Untergebene ab damit sie immer für mich springen können… bist auch so ein kleiner Aufstiegsgeiler der fürn Blackberry Überstunden macht oder?

91 Marktwirtschaftler 29. September 2009 um 22:43

Alles Irrtümer hier. Kommt nun die Herrschaft der Unaussprechlichen, kommen die Aliens? Wird sich soziale Eiseskälte über die Republik legen, die sich so sehr an die mittlere Temperatur gewöhnt hat?

Dass es nicht so kommen wird, beweist schon ein flüchtiger Blick auf die verschiedenen schwarz-gelben Koalitionen, die es in der Geschichte der Bundesrepublik gegeben hat. Bis zur Großen Koalition des Jahres 1966 war die FDP, von einer Legislaturperiode abgesehen, Regierungspartner der Union gewesen. Diese Gründungszeit der Bundesrepublik war insofern eine revolutionäre Periode, als in ihr Deutschland erstmals folgen- und erfolgreich festen Anschluss an die politische, gesellschaftliche und kulturelle Tradition des Westens gesucht und gefunden hat. Doch das Ganze war nicht vom Geist des Abrisses, sondern von dem des Aufbaus geprägt. Vom Inhalt her revolutionär, war das damalige schwarz-gelbe Bündnis in Form, Lebensweise und oft auch Denkart honoratiorenhaft gewesen – schon deswegen, weil es von Persönlichkeiten getragen wurde, die fast ohne Ausnahme in Kaiserreich und Weimarer Republik ihre Prägung erfahren hatten. Man tut diesen Regierungen keine Unbill an, wenn man sagt, dass sie bieder waren. Getragen waren sie zudem, auch bei der damals noch recht nationalen und überhaupt nicht angelsächsisch-ordnungspolitischen FDP, von dem festen Willen, Klassenspaltungen zu vermeiden und die Republik zu einer wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte für alle zu machen. Das Soziale war eine Säule dieser Regierungen.

Ganz anders sah es aus, als 16 Jahre nach der Bildung der ersten Großen Koalition im Jahre 1982 wieder Schwarz-Gelb an die Macht kam, vorerst nur dank eines Seitenwechsels von Genschers FDP. Damals sahen Graf Lambsdorff, der wesentlich den Wechsel betrieben hatte, und auch Helmut Kohl harten Korrekturbedarf. Es galt, die sozialpolitischen Expansionen der SPD-geführten Jahre zurückzuschneiden, wieder mehr auf Ordnungspolitik zu achten und ein bisschen mehr Tempo ins wirtschaftliche Geschehen zu bringen. Der Worte waren damals viele: Von einer „geistig-moralischen Wende” war kurzzeitig die Rede, und Helmut Kohl nannte seine Republik einmal einen einzigen großen „Freizeitpark”. Dahinter stand, neben wirtschaftspolitischer Vernunft, das noch undeutliche Gefühl, dass mit dem, was wir heute Globalisierung nennen, ein Zeitalter ausgebrochen war, in dem man allein mit den Tugenden des rheinischen Kapitalismus nicht mehr reüssieren kann. Schon fröstelte es alle, denen die „alte” Bundesrepublik so lieb geworden war.

Schaue man sich doch die 16 Jahre Kanzlerschaft von Helmut Kohl an: Den markigen Worten folgten keineswegs harte und entschlossene Taten. Es gelang der biedermeierlichen FDP nicht, den doppelteiligen Koloss CDU und CSU ordnungspolitisch auf Trab zu bringen – emblematisch steht dafür, dass Norbert Blüm, der nicht ganz ohne Grund „Herz-Jesu-Marxist” genannt wurde und der heute mit dem PDS-Mann Peter Sodann als Kabarettist durch die Lande tingelt, vom ersten bis zum letzten Tag der Kanzlerschaft Helmut Kohls an dessen Kabinettstisch saß. Wohl wurden damals unter dem Druck der Verhältnisse die verschiedensten sogenannten Reformpakete geschnürt – die Ergebnisse aber waren stets bescheiden. Von ordnungspolitischer Schärfe keine Spur, von sozialer Kälte schon gar nicht. Nicht zu Unrecht sind die Jahre Helmut Kohls innen- und sozialpolitisch als Jahre einer ebenmäßigen Ruhe in Erinnerung, die oft dem Stillstand ziemlich nahe kam. Die Reformen, die man damals freiwillig, ohne lastenden Druck der Verhältnisse hätte einleiten können, unterblieben.

Wird das nun anders? Schön wäre es – doch sehr viel spricht nicht dafür. Die Kanzlerin, deren Parteienbündnis Stimmen verloren hat, ist paradoxerweise stärker als je zuvor. Hatte sie es bisher mit einem fast gleichstarken Regierungspartner zu tun, sitzt sie nun mit einer zwar selbstbewussten und lautstarken, aber nicht einmal halb so starken FDP zusammen. Angela Merkels Kunst, die Balance zu halten und alles offen zu lassen, ist sprichwörtlich. Nun wird sich erweisen, ob Guido Westerwelle und seine FDP auch in der Regierung jene Schärfe und Klarheit haben werden, die sie in der praxisfreien Opposition an den Tag legten. Einiges spricht dafür, dass in einer zentralen Frage – der Steuersenkungen – ein Kompromiss kommen wird, der das Problem vertagt. Das wäre dann die erste Sünde dieser Koalition.

Noch wichtiger aber: Anders als in den 50er- und den 80er-Jahren gibt es heute Milieus der Gebildeten, Erfolgreichen, Unternehmungslustigen und gleichwohl sozial und umweltpolitisch Verantwortlichen, die auf einen neuen Wurf schwarz-gelber Politik warten: nicht nur ordnungspolitische Vernunft, sondern auch gesellschaftspolitischer Avantgardismus und der Wille, die konservative und die liberale Vision miteinander ins Gespräch zu bringen. Das wollen „die Menschen”. Sie wären enttäuscht, wenn eine Regierung nur Schnittmengen sucht und ansonsten ausklammert. Großes Pathos ist nicht nötig. Ein bisschen “wind of change” aber schon.

92 FDP-Wähler 29. September 2009 um 22:44

@Nanuk: aha, ein Markenfetischist.

93 Michael 29. September 2009 um 22:45

Zitat Westerwelle: “In Großbritannien wird erwartet, dass die Leute Englisch sprechen, und es ist dasselbe in Deutschland – von den Leuten wird erwartet, dass sie Deutsch sprechen”, wurde Westerwelle zitiert.” Ja, den fände ich als Außenminister echt geeignet. Doch, das Wahlergebnis gefällt mir. Endlich mal nicht nur farblose Beamten – Typen in der Regierung in spe.

94 Nanuk 29. September 2009 um 22:45

@Marktwirtschaftler
Genau und die Liberalen sind ne Bürgerrechts Partei…
http://tinyurl.com/y9p84xh

95 holger 29. September 2009 um 22:48

@ Michael
was war noch so 1991? Rein Zufällig?
Finanzagentur GmbH

hab ich irgendwann mal geschreibselt:

Depfa

2007 in der HRE (Hypo Real Estate) aufgegangen.

1922 gegründet unter dem Namen „Preußische Landespfandbriefanstalt“
1951 umbenannt in Deutsche Pfandbrief Anstalt
Irgendwann nach Irland gezogen (Irisches Recht) Staatsfinanzierer, Immobilienfinanzierer

1991 März: Börsengang
Tochterfirma die Aareal Bank. Das Logo sowie Arrangement sind sehr interessant.

1991 Mai, Bundesfinanzagentur GmbH Gesellschaftsvertrag abgeschlossen, HRB 51411 AG Frankfurt a.M. Eigentümer Bundesrepublik Deutschland] Quelle Amtsgericht FFM

„Treuhand:
…Mit der Wiedervereinigung wurde sie eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts unter der Fachaufsicht des Bundesfinanzministeriums.

(Anm. Schauen wir doch dann wirklich mal bei der Bundesfinanzagentur GmbH vorbei
incl. Aufgaben der BaFin)

“Nachdem der Treuhandchef Detlev Karsten Rohwedder von der RAF am 1. April 1991 ermordet worden war, wurde die CDU-Politikerin Birgit Breuel am 13. April 1991 zur neuen Präsidentin der Treuhandanstalt gewählt. Für die Treuhandanstalt waren diverse Manager und Politiker als Berater tätig, unter anderem Klaus von Dohnanyi und Klaus Schucht…“
[Quelle Wikipedia]

96 bommel 29. September 2009 um 22:49

Hey FDP Wähler,

Vielleicht, und ich unterstelle jetzt einfach mal, dass Du es kannst, liest Du besser vorher, was Du kommentierst; denn deine Wortgirlanden zu lesen, die ob ihres fehlenden Gehalts an die “sanfte Onomatoposie des RenTiers” erinnern, macht soviel Sinn wie das Vorhaben, einen Standaschenbecher auf dem Mond installieren zu wollen. Es bestehen also 2 Möglichkeiten:

a) Du überprüfst deine Behauptungen wie z.B. “Es besteht kein Zweifel, dass Ihr Mitarbeiter um sich altkommunistische Kader versammelt, die dem extrem linken Meinungsspektrum zuzuordnen sind”, bevor du dein Brombeerhandy überforderst
oder
b) Du isst dein Brombeerhandy und gehst los in die Welt um Parkuhren in der Fußgängerzone zu verkaufen.

97 Nanuk 29. September 2009 um 22:51

@FDP-Wähler
Ja und meiste damit hast du mich jetzt getroffen?
Viel schlimmer ich bin ein Linkes Kapitalistenschwein mein lieber…

98 f.luebberding 29. September 2009 um 22:53

FDP Wähler

Das mit der Rechtschreibung ist kein Problem, das passiert mir auch ohne Blackberry. Die Vermutung, ich würde hier altkommunistische Kader um mich versammeln, entbehrt allerdings nicht einer gewissen Komik. Mc Shorty etwa würde sich in dieser Gesellschaft sicherlich nicht wohlfühlen … . Vielleicht aber doch, keine Ahnung. Vom WI-ING gar nicht zu reden … . Was den Brief an den WDR betrifft, ist der völlig in Ordnung. In brennender Sorge – so die Formulierung in einer berühmten Schrift – um die freiheitlich demokratische Grundordnung sollte man jeden Tag sein. Nur ist diese Sorge nicht identisch um die Sorge um verdiente Marktwirtschaftler, der ich übrigens auch bin, was aber auch völlig egal ist, weil selbst die Sorgen weniger verdienter Planwirtschaftler unter dem Schutz des Artikels 5 GG stehen. Das kann Ihnen aber sicherlich Guido Westerwelle erklären. Der Versuch, mich zur Vernunft zu bringen, gar nicht so verkehrt, wobei wir erst einmal klären sollten, was wir in diesem Kontext als Vernunft definieren. Ich bin ja immer für eine gewisse logische Vorgehensweise. Dass Sie sich nicht einschüchtern lassen, ist auch völlig in Ordnung. Wobei außer mir natürlich niemand weiß, wer Sie sind. Mir also rein logisch, das Problem der Einschüchterung nicht ganz klar ist. Wie soll man jemanden einschüchtern können, den man gar nicht kennt? Der Einzige, den man kennt, bin ich. Der sammelt aber Ihrer Meinung nach altkommunistische Kader, wobei ich weibliche jungkommunistische Kader aus ästhetischen Gründen vorziehen würde, aber wir – nach meinem Eindruck – einen gewissen männlichen Überhang haben. Nun denn … .

Nur zu den Beiträgen der Mitarbeiter des Ifo Instituts. Die wurden hier von uns – also Strobl und mir – sehr fair behandelt. Wir fanden das gut, dass sie hier diskutierten. Nur waren sie leider etwas wehleidig, wenn sei einen Debattenstil vorfanden, der der brennenden Sorge unserer Kommentatoren entsprungen war. Allerdings hatte sich von denen niemand beim Verfassungsschutz wegen der Gleichsetzung – es war kein Vergleich – von Managern mit den verfolgten Juden im NS Staat beschwert. Meine damalige Reaktion war mehr als berechtigt – und Sinn ist schneller zurückgerudert als der Cambridge Achter vorwärts rudern kann.

Das hat sich aber erledigt.

Als Demokrat können Sie ihren ehemaligen Chef allerdings fragen, wann und wieso er sich über meine Zeit Rezension seines merkwürdigen Abstiegsbuches aus dem Jahr 2005 beschwert hat … . Und bei wem.

“Ich befürworte keine Disziplinierung von Herrn Lübberding, doch ist es mir ein echtes Anliegen Sie auf sein Treiben hinzuweisen.”

Nach dieser Logik, die keine ist, scheint er damals auch gehandelt zu haben.

Gruss Frank Lübberding

P.S Beschwerden sind ansonsten übrigens bzgl dieses Blogs an Herrn Strobl zu richten. Er ist Kummer gewohnt … .

99 TuringMachine 29. September 2009 um 23:01

@ Marktwirtschaftler

Die Zeiten von Kohl und dem gemächlichem rheinischen Kapitalismus sind aber passé. Heute haben wir, eine ganz andere Generation am Ruder.

Interessant und lesenswert hierzu der Artikel über “Versicherungsvertreter im Bundestag”

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31214/1.html

Zitat: “…. besitzt DVAG-Unternehmensblogger und -Vorstand Helge Lach den Humor, in seiner Gratulation auch gleich die beiden DVAG-Kostgänger Merkel und Westerwelle anzumahnen:

(…) Und das zum Teil inzwischen nicht mehr erträgliche Ausmaß bürokratischer Regelungen, gerade auch in unserem Berufsstand, muss abgebaut werden. Dazu gehört auch, den Vermögensberater-Beruf nicht durch gesetzliche Regelungen zu diskreditieren, sondern ihn als gesamtwirtschaftlich dringend notwendig so gut wie möglich zu fördern. (…) ”

Kam heute schon in den Nachrichten. Die FDP möchte den Gesundheitsfonds abschaffen. Die geben nicht eher Ruhe, bevor nicht jeder eine private oder mindestens private Zusatzversicherung abgeschlossen hat. Und Raffelhüschen kommt auch schon wieder aus dem Loch gekrochen.

Wenn mir vor 20 Jahren einer erzählt hätte, dass ich mich 2009 nach dem dicken Helmut zurücksehnen würde, dann hätte ich den für total verrückt erklärt. Aber so ändern sich die Zeiten.

100 Ludendorff 29. September 2009 um 23:14

WIR SIND DIE STÄRKSTE DER PARTEIN
UND SIND WIR SCHWACH, UND SIND WIR KLEIN
WIR WOLLEN WIE DAS WASSER SEIN
DAS WEICHE WASSER BRICHT DEN STEIN

tja, ratet mal, wann das geschrieben wurde ;-p

edit:
ist wohl doch ´was dran :

“Nanuk 29. September 2009 um 09:12
Bei der Menge an Kommentaren hat man das Gefühl man sein nötiger als zuvor…

weissgarnix 29. September 2009 um 09:27
@Nanuk

Bist du auch, keine Frage.

Ich habe übrigens “FDP-Wähler” nur deshalb eingeschleust, um dich ein wenig zu motivieren.”

Frage mich nur, wie wgnx intelektuell zwischen Sloterdijk und diesem Westerwelle Abziehbildchen switchen kann. Aber unsereins
nickt Abends – nach den Schlachten des Tages – ja auch schon selig
über dem Feuilleton ein.

Gott zum Gruße und Gute Nacht

101 Frankie Bernankie 29. September 2009 um 23:18

Jetzt ist mal Ruh mit diesem FDP-Troll , wir haben Wichtigeres zu erörtern.
Wenn er nochmal kommt, dann gebt ihm dieses:

http://www.myvideo.de/watch/48473/Tassentalk

102 FDP-Wähler 29. September 2009 um 23:25

Professor Dr. Werner Sinn ist hier verhöhnt und verleumdet worden und wird es noch heute. Es ist eine Schande wie Deutschland mit seinen Denkern umgeht. Das war nie anders, auch nicht in den Jahren des Verhängnisses. Ich habe mir das alles zu Genüte geführt, was Sie hier über Prof. Sinn geschrieben haben. Es steht Ihnen nicht zu sich so über einen Gelehrten von internationalen Rang zu äußern. Seit Wehner wissen wir, was in der SPD alles so Unterschlupf findet. Ich schließe meinen Beitrag mit einem Witz. Was ist der Unterschied zwischen Sozialismus und Kapitalismus? Im Sozialismus wird erst verstaatlicht und dann gefeiert, im Kapitalismus ist es umgekehrt.

103 xxHyFoxx 29. September 2009 um 23:28

@FDP-Waehler

Gute Satire die Sie da betreiben. Glueckwunsch dazu, waere auch fast darauf reingefallen bis mir einfiel so bloed kann niemand sein. Weitermachen! Ein bisschen Spaß muss sein.

@Michael

Das mit dem Scheiterhaufen fuer Zonengeli geht ja noch i.O., aber beim letztgenannten Personenkreis sollte man vor sichtig sein. Ueber solche Witze koennen gewisse Kreise ueberhaupt nicht lachen.

104 unwissender 29. September 2009 um 23:43

@FDP-Wähler

Haben Sie wirklich diesen Herrn hier gewählt ?

http://www.youtube.com/watch?v=R4pQlkshzm4

105 Kritiker des Bösen 29. September 2009 um 23:44

FDP Wähler

Du Schbasfogl du…hähähähä Professor Sinn ein Denker..hähähähä
köstlich der Typ…

106 lemming 29. September 2009 um 23:44

Wenn der “FDP-Wähler” FDP gewählt hat, dann habe ich die auch gewählt. Das ist doch ein alt-kommunistisches U-Boot, das hier mit drastischen Dummheiten dem Ansehen der FDP und dem Respekt für Guido Westerwelle schaden will!
Und FL fällt auf seine Fake-Denunziationen auch noch rein und schreibt da seitenlang dazu. Da muss er aufpassen, dass er am Ende nicht genau so dumm dasteht, wie dieser Provokateur das im Sinn hatte.

107 Kritiker des Bösen 29. September 2009 um 23:48

Soviel zum Thema Respekt Herr Westerwelle…

108 Bernhard 29. September 2009 um 23:52

@Frank Lübberding: Auf ad sinistram macht man verbal der SPD ziemlich den Garaus.

Die SPD wäre dann als verkrustete Funktionärspartei das Problem. Also SPD doch abwracken, oder?

Gruß
Bernhard

109 Earloffunk 29. September 2009 um 23:52

… back to bussiness…

jetzt wo die FDP ja nicht mehr in der Opposition ist, frage ich mich was mit dem Untersuchungsausschuss der HRE werden soll…. oder ist das alles schon gelaufen?…

http://www.youtube.com/watch?v=FTJrbOY3dHk

110 Earloffunk 30. September 2009 um 00:02

ok business…business business business

111 McShorty 30. September 2009 um 00:02

@ Frank # 98
Also ich fühl mich pudelwohl hier, die paar Wogen und Spritzer muss das Boot abkönnen. Nett dass Du auf den Link geklickt hast, war gar nicht so beabsichtigt.
Nee, und ne Anspielung auf Dich oder andere Kommis hier wars auch nicht. Eher so als Abschreckung gedacht, wenn eine Partei meint die Wahrheit gepachtet zu haben und unfehlbar zu sein.
Wir haben ja bald wieder den 9.11. und gedenken sicher nicht nur der Zahl 89.
Nacht, McShorty

112 unwissender 30. September 2009 um 00:04

….. Szenen einer Ehe ….. ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=KXbyrJdBXQA

113 Harry Haller 30. September 2009 um 00:20
114 Bernhard 30. September 2009 um 00:27

kleine Korrektur: Allen Parteien wohnt ein gewisses Null-Potenzial an Mitläufern inne. Dieses Null-Potenzial ist keine Ressource, aus der die SPD Zukunftsfähigkeit schöpfen kann. Ober ein paar Superschlaue haben sich bislang getarnt – aber solange Schergen wie z. B. Olaf Scholz in der Partei irgendetwas zu sagen hat, bleibt die Neue SPD eine Totgeburt.

115 Harry Haller 30. September 2009 um 00:28

p.s.: Ich kann’s mir zwar nicht vorstellen, aber falls “FDP-Wähler” (sind das nicht die, die es mit den Grundfreiheiten ganz genau nehmen wollen?) sich mit der deutschen Gerichtslandschaft auskennt, ist Hamburg wirklich die beste Wahl:

http://www.buskeismus.de/

Eine Seite zu den Urteilen des LG Hamburg. Legendär für Zensur.

116 Earloffunk 30. September 2009 um 01:19

das beschützt ihn aber nicht vor der Rache des Iron Fist of the Dragon…

117 Loreal 30. September 2009 um 01:23

“Kinderspielplatz für grauhaarige Looser”

Ich zitiere aus einem Schreiben an die Betreiber dieser Internet Seite:

Sehr geehrte Herren,
…ich bitte Sie, gegen die obenstehende Schmähkritik unverzüglich und mit der gebotenen Härte vorzugehen. Bitte stellen Sie umgehend Strafantrag gemäß §185, StGB und tragen Sie dafür sorge, dass die Strafverfolgungsbehörden die Identität Ihres Nutzers “FDP-Wähler” anhand der Ihnen vorliegenden IP-Adresse feststellen lassen…

118 Zecke 30. September 2009 um 01:28

@Frank Lübberding

Respekt vor Deiner eloquenten Sachlichkeit und der stilsicheren Eleganz Deiner Antworten. Großartig !

119 Zecke 30. September 2009 um 01:39

Was aber ist mit F.W.S.? Will er Fraktionsvorsitzender oder Oppositionsführer genannt werden ? Meiner Meinung nach ist OF besser. Klingt irgendwie mehr nach Klassenkampf. :-) Oder ist das immer noch verpönt ? Oder wieder ?
Sagen wir: Don Willi, der Ehrenwerteste !
(Wenn ich unser Allerehrenwertester sage, muss ich mit Klagen aus dem Seeheimer Zirkelschluss rechnen ?)
Gibt es eigentlich schon eine Liste der Zurückgetretenen ? Gibt es gar schon Beraterverträge ? Wird Siggi Parteichef oder Aufsichtsrat? Oder doch ne Frau ?

Nach der Wahl ist spannender als vor der Wahl. Nachwahlkampf. Hat Steinmeier schon Anweisung gegeben, seine Plakate zu säubern und bis Ostern 2029 hängen zu lassen? Womöglich einen Großauftrag an die kommunalen Beschäftigungs gGmbH’s ! Hat ja auch alles sein Gutes.

120 Zecke 30. September 2009 um 01:44

Ist übrigens kein Witz ! Haben die wirklich gemacht ! Die SPD Plakate wurden in manchen Kommunen von 1-Euro-Jobbern geklebt. da sage noch einer die SPD habe keinen Sinn für Humor. War natürlich alles Qualifizierung. Plakate ist die Boombranche. Wenn der SPD die Mitglieder weg laufen. Da wird noch einiges bei der nächsten Wahl auf die zukommen. Womöglich sind die jetzt schuld. Haben sich nicht mobilisieren lassen und die Plakate falsch rum aufgehängt. Saubande !

121 Zecke 30. September 2009 um 01:54

Don Willy natürlich, nicht mit “i”.

http://pix.sueddeutsche.de/politik/522/312436/gabriel400-1222853162.jpg

…die neue Peres-Troika

122 Tim 30. September 2009 um 02:15

Hö, Herr “FDP-Wähler”, Sie glauben doch nicht wirklich, dass irgendjemand einen Berufs-Querulanten aus der Empörungs-Industrie wie Sie einer sind, auch nur ansatzweise ernst nimmt, oder etwa doch? Ihre Ergüsse sind ja geradezu putzig. “Altkommunisten” – ja sicher, wissen wir doch: Alles außer FDP ist Kommunismus. Wie könnte es anders sein? Naja, wie ihr FDP-Menschen zu Freiheit und Bürgerrechten steht, wissen wir ja nicht erst seit dem Honduras-Putsch…
Ich denke, mit einem gewissen Maß an Trolls muss jeder Blog und jedes Forum im Netz zurechtkommen, hilft alles nix.

123 Alvar Hanso 30. September 2009 um 02:35

Bevor es hier noch zum großangelegten Schattenboxen kommt und man sich hier um die wichtigen Sachen nicht mehr kümmert: “FDP-Wähler” ist der Nick eines Ex-Redakteurs von ‘Rebell’, dem ein oder anderen Links-Sektierer als Parteizeitschrift der MLPD bekannt, der hier mal ein bisschen Frust ablässt und versucht das Image des gemeinen FDP-Wähler zu ruinieren.
Also, alles unter Kontrolle.

124 Alvar Hanso 30. September 2009 um 04:36

Achso,
@Frank L
Jetzt wo uns der Steinmeier als Oppositiosnuhu in zukünftigen Polit-Talks zu Tode langweilen wird und insgeheim wohl zusammen mit Nahles schon am “Projekt 18″ bastelt, wäre es da nicht an der Zeit mal in eine Partei zu wechseln die auch eine Zukunft hat?
Z.B. die Piraten.
Im Gegensatz zu den Steinsozen, Seeheimer Möchtegernilluminaten, Drehtürfreunden und den restlichen Berufsdogmatikern, möchten die vielleicht sogar deine Meinung hören…

125 Systemfrager 30. September 2009 um 07:50

@ FDP-Wähler / 102
>Professor Dr. Werner Sinn ist hier verhöhnt und verleumdet worden und wird es noch heute. Es ist eine Schande wie Deutschland mit seinen Denkern umgeht.

Professor Sinn ist kein Denker, sondern ein Ideologe – einer der sich bei den Reichen und Kapitalbesitzer geistig prostituiert. Alles was er erzählt, hat schon Ludwig Mises vor einem Jahrhundert erzählt, und auch dieser hat schon nur das wiederholt, was viele verzapft haben, welche noch Marx kritisiert hat. Professor Sinn verzapft nur einen alten Unsinn, wie man den Kapitalisten im Namen der Freiheit erlauben soll, die Arbeitenden zu den Sklaven zu machen. Professor Sinn ist die unheilige Dreifaltigkeit im Begriff: Idiotie & Zynismus & Unmenschlichkeit. Solche Blödmänner haben damals die Weimarer Republik zugrunde gerichtet und Hitler zur Macht gebracht. Und jetzt ruiniert er und seine neoliberale Schwarmintelligenz wieder einmal unser Land.

126 f.luebberding 30. September 2009 um 08:56

So sieht das heute die BILD:

http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2009/09/30/kommentar.html

Interessant, was man jetzt zu erwarten hat.

127 FDP-Wähler 30. September 2009 um 09:24

@Systemfrager:
sehr amüsant. Der Arbeitende wird Sklave? 10 Prozent der Arbeitslosen haben FDP gewählt. Aber ich gebe Ihnen Recht: wir haben vier Jahre Zeit, dann kommt 25 Jahre ein Linksbündnis. Also müssen wir in vier Jahren den Laden drehen.

128 Nanuk 30. September 2009 um 09:34

@FDP-Wähler
“Professor Dr. Werner Sinn”

Herr Professor Dr. Werner Sinn bitte.
Kein benehmen mehr das deutsche Bürgertum oder wählt jetzt das Lumpenproletariat schon FDP? Nichts hat man mehr für sich Für wahr wie ändern sich die Zeiten.

129 HAM 30. September 2009 um 09:34

BILD:
„SPD rückt nach links“
http://www.bild.de/BILD/politik/2009/09/30/linksruck-der-spd/linke-uebernehmen-mit-gabriel-nahles-wowereit-die-macht-machtkampf.html

Sigmar Gabriel soll Parteichef werden.

„Er gehört dem Leitungskreis des SPD-intern als rechts geltenden Seeheimer Kreises und dem Netzwerk Berlin, einem Zusammenschluss zumeist jüngerer SPD-Abgeordneter, an.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmar_Gabriel

Und jetzt die große Frage:

Warum wird die Kandidatur des rechten Sozialdemokraten Gabriel aus dem Seeheimer Kreis von der BILD als „Linksruck“ verkauft?

Wer ist der Adressat dieser falschen Botschaft?

130 Nanuk 30. September 2009 um 09:36

@FDP-Wähler
Ja sie bestätigen ja meine Annahme… hach was soll man da noch wählen wenn man unter sich bleiben will.

131 Systemfrager 30. September 2009 um 09:42

@ FDP-Wähler / 127
> Also müssen wir in vier Jahren den Laden drehen.

Man Dreht den Laden schon seit Schröder sehr heftig und zwar genau nach dem Drehbuch der Weimarer Zeit. Nix verstehen? Dann bitte diesen kurzen Aufsatz lesen, der (nur) aus Zitaten der (meist) bekanntesten Historikern besteht:

Geschichte wiederholt sich nicht (sofort)
http://www.forum-systemfrage.de/Aufbau/ba/40m/ba40m-2klick-winup1.html

Wenn du nciht total realitätsfremd bist, dann würde dir allmählich klarer, was Professor unSinn aus München und seine Schwarmintelligenz eigerichtet haben.

132 holger 30. September 2009 um 10:09

@ Systemfrager @ Nanuk

was steht über der gelben Puppe oben im Headliner?
“Just 4 Fun”

“gebt mir vierrrrr Jahre Zeit” hat auch schon mal einer gesagt. 1000 sollten es werden, 12 hats nur gehalten.

@ Nanuk
was ingenieurst du eigentlich (Branche?)

133 f.luebberding 30. September 2009 um 10:42

HAM

Der Adressat ist Gabriel selbst, weil man sich über den Kern der Botschaft noch nicht klar ist. Nicht statisch denken, sondern dynamisch.

134 Elbaer 30. September 2009 um 10:54

Hallo,

ich lese diesen Block nun schon seit Ewigkeiten, aber fühle mich zum ersten Male bemüßigt etwas zu schreiben.
Mir fehlt ein wenig das Verständnis für die Diskussion… Habt Ihr euch einmal die Zahlen der Wahl angeschaut? Habt ihr zur Kenntnis genommen, daß da gerade eine rechte Regierung gewählt wurde?
Wie um alles glaubt ihr, eine links ausgerichtete SPD hätte hier anders abschneiden, diesen Wechsel verhindern können?
Wie kommt ihr darauf der progressive Block wäre dann gestärkt worden?
Die SPD hat doch nicht verloren um einer bolschewistischen Räterepublik Platz zu machen; DIE RECHTE HAT DIE WAHL GEWONNEN.
Wo sind die Analysen über das Abschneiden einer Marktliberalen Partei die Mitten in der Phase des größten Versagens des Wirtschaftsliberalismus ihr bestes Ergebnis einfährt?
Das ist ein wenig so, als hätte eine Mehrheit der Deutschen im Herbst 46 (so sie denn hätten wählen können) eine Partei rechts von der NSDAP gewählt, weil ihnen Adolf nicht rechts genug war.
Und dazu auf diesen Seiten kein Wort.
Schockstarre?

Wenn es hier überhaupt eine progressive Politik geben sollte, dann sicher nicht in dem man die Augen vor dem Gegner schließt und sich im eigenen Saft kocht.
Wir müssen zur Kenntnis nehmen das zwei Drittel der Gesellschaft an linken Positionen nicht interessiert sind
Warum das so ist, und wie das zu ändern ist, muß besprochen werden. Die Dsikussion hier ist da völlig wertlos.

135 HAM 30. September 2009 um 11:05

@f.luebberding #133
„Der Adressat ist Gabriel selbst, weil man sich über den Kern der Botschaft noch nicht klar ist. Nicht statisch denken, sondern dynamisch.“

Meine Hypothese dazu ist, dass es die Ex-SPD sind, die aus Frust diesmal nicht gewählt haben. Man will verhindern, dass sie zur Linkspartei abdriften. Die NRW-Wahl steht vor der Tür. Diesen über den Rechtskurs der SPD frustrierten Nichtwählern soll ein angeblicher „Linksruck“ verkauft werden, um der Linkspartei Wind aus den Segeln zu nehmen.

Natürlich wissen die Seeheimer, dass die Agenda 2010 der Hauptgrund für die Stimmenverluste der SPD ist. Die Seeheimer haben die SPD beherrscht und tun alles, um sie weiter zu beherrschen. Nahles ist doch schon längst auf Rechtskurs konvertiert, auch wenn sie sich noch nicht als „Seeheimerin“ geoutet hat. Aber sie hätte ihren Karrieresprung nicht machen können, wenn sie nicht ins Lager der Seeheimer gewechselt wäre.

Nach wie vor ist die SPD fest in der Hand der Seeheimer.

Gruss HAM

136 soldatenkoenig 30. September 2009 um 11:07

@ Herrn Lübberding.

Das Adjektiv ist völlig fehl am Platze.

Merke: Alte Weisheit aus der SBZ:
Nenne drei Dinge, die sich gegenseitig ausschließen!
Antwort: Genosse, ehrlich und intelligent.

137 soldatenkoenig 30. September 2009 um 11:08

Sorry Korrektur:

Das Adjektiv EHRENWERT ist völlig fehl am Platze.

Merke: Alte Weisheit aus der SBZ:
Nenne drei Dinge, die sich gegenseitig ausschließen!
Antwort: Genosse, ehrlich und intelligent.

138 hacedeca 30. September 2009 um 11:18

@Elbaer, #134

Genau das sind die richtigen Fragen! Eben: Die FDP als der große Wahlgewinner müsste das Thema sein.

Statt dessen heult man hier den guten alten Zeiten hinterher, als das Ruhrgebiet noch florierte und “Willy wählen” hip war, Vollbeschäftigung herrschte und man mit einer Prognose der Staatsverschuldung von mittlerweile 1.600 Milliarden verlacht worden wäre.

139 13 30. September 2009 um 11:20

soldatenkönig, ich bin auch der Meinung, der ganzen Ätzpede-Spitze gehören wegen Unfähigkeit im Amt die Rangabzeichen abgerissen, aber das Qualvolk macht weiter auf Konsenssoße (weil sie sich alle miteinander im Laufe der Jahrhunderte soo lieb gewonnen haben?), aber Lübberding scheint die Ausnahme zu sein……

140 f.luebberding 30. September 2009 um 11:21

Elbaer

“Wie um alles glaubt ihr, eine links ausgerichtete SPD hätte hier anders abschneiden, diesen Wechsel verhindern können?”

Gute Frage – nur ist das ein Konjunktiv, der in der Realität nie zur Debatte stand. Müllers Vorschläge waren in dieser Beziehung Realsatire. Es gab keine linke Option in dieser Wahl. Nur das jetzige Ergebnis oder die Große Koalition. Schwarz-gelb war möglich wegen der niedrigen Wahlbeteiligung – strukturell haben sie keineswegs eine Mehrheit, was sie ändern können, aber das ist ein anderes Thema).

Es war allen schon vor den Wahlen klar, dass sich dieses unabhängig vom Wahlausgang nach den Wahlen ändern wird – also sich das Parteiensystem wandeln wird. Dabei spielt die SPD eine zentrale Rolle – und darum geht es in diesen Tagen.

HAM

Die SPD wird wohl keine stramm marxistische Partei werden, wohl wahr … . Dafür haben auch zu wenige Marx gelesen … . Aber sie muss sich als linke Volkspartei (ob sie noch klassische Volkspartei sein kann, lassen wir jetzt einmal weg) neu positionieren. Darum geht es, überhaupt wieder eine Partei zu werden.

141 f.luebberding 30. September 2009 um 11:25

Soldatenkönig

Alte Weisheiten aus der SBZ sind immer gut. Nur sollte man berücksichtigen, dass die SBZ schon eine Zeitlang tot ist … . Da veralten auch bisweilen Weisheiten … .

142 H.H.Schmidt 30. September 2009 um 11:30

Wenn man nicht mehr weiter weiß, darf ein Blick zurück nicht fehlen und es naht Hilfe, wenn auch nur in Form einer wunderbaren Beschreibung.

Brecht/ Yaark Karsunke

ziemlich frei. nach Brecht

als das haus einstürzte vor dessen
baufälligkeit sie gewarnt worden waren
seit langem & mehrfach & immer vergeblich

klammerten sich einige von ihnen
noch im fallen an einzelne balken
& lobten die pläne der architekten

rühmten auch das fundament in dessen
sich rasch verbreiternden rissen
sie am ende verschwanden

& priesen noch aus der tiefe
das schützende dach dessen trümmer
sie schließlich erschlugen

(yaak karsunke)

Entstehende Ähnlichkeiten mit noch lebenden, ja noch agierenden Personen, Politikern kann nicht rein zufällig sein!

143 f.luebberding 30. September 2009 um 11:32

hacedeca

Wir fragen uns wie die neuen Zeiten aussehen werden. Nicht die alten … . Mit den Staatschulden werden wir uns sichelrich noch öfter befassen. Immer schön der Reihe nach.

144 Elbaer 30. September 2009 um 11:35

@f.luebberding 30. September 2009 um 11:21

Dass die SPD – ob man das nun wahr haben will oder nicht – die zentrale Partei einer möglichen linken Macht- und damit Veränderungs-perspektive bleiben wird, würde ich auch nicht bezweifeln. Und dass die eingeschränkten Koalitionsmöglichkeiten eine Hauptursache der Wahlverdrossenheit des linken Spektums war, ist ebenso richtig.
Aber erstens fielen die möglichen Koaltionsmöglichkeiten vor der Wahl ja nicht vom Himmel – sondern waren Folge einer Entwicklung,
und zweitens ist es sehr optimistisch anzunehmen die Zuhausegebliebenen hätten alle links gewählt ( was nötig gewesen wäre) und die SPD hätte nicht noch mehr Wähler nach rechts verloren, so sie denn eine Koaltion mit der “Linkspartei” nicht ausgeschlossen hätte.
Im übrigen ist damit die Frage nicht beantwortet, warum Gestalten wie Niebel und Westerwelle und deren angedrohte Politik so viel an Zustimmung erhalten. Erschreckender Weise gerade unter Jungwählern.

145 soldatenkoenig 30. September 2009 um 11:45

@f.luebberding #41

Das meinen Sie wohl nicht ernst Herr Lüberding? Bitte, bitte prüfen Sie mal die Wahlergebnisse der PDS in den Gebieten der ehem. SBZ. Und bitte prüfen Sie die Vita des Führunspersonals (auch der zweiten Reihe)
Alles Typen, die – wenn Ete vom Flughafen Schönefeld kam- mit leeren Kinderwagen auf dem Adlergestell flanierten oder Berichte über Familienmitglieder/Kommilitonen/etc. verfertigt haben.

146 holger 30. September 2009 um 11:53

@ fl
“Schwarz-gelb war möglich wegen der niedrigen Wahlbeteiligung ”

Warum, ist diese denn so schön niedrig? Weil nicht jeder mehr, diese Lügen ertragen kann etwa? Weil das Volk doch noch nicht ganz verblödet ist etwa?

Und selbst wenn sich diese SPD oder sonst eine Partei, denn alle haben verloren, und glaub mir, das spricht sich im kleinen Kreise rum, nichts ändern, und zwar an ihrem Demokratieverständnis, dann sieht es düster aus. Und zwar für die ganze Parteienlandschaft.

Als nächstes wirds die CSU zerledern. Und zwar vor Ort durch den Bauerverband. Nicht jeder kann sich im Regierungsviertel einigeln.
Unterschätz das Volk der Bajuwaren nicht.

Dann die FDP, die sollen doch erst mal Beweisen, nicht mir, bin ja kein RA, was diese drauf haben. Bis jetzt nur blöken. Abwarten und Tee trinken.

Fakt ist, diese Form der Demokratie, insgesamt, hat seine Glaubwürdigkeit verloren. Und da wird ein Seeheimer oder Oggersheimer Kreis nichts daran ändern.

Und der Zerfall wird schneller kommen wie man denken kann. Entweder nimmt die Politik dieses mal das zur Kenntnis, oder die Herrschaften msollten sich ein anderes Volk aussuchen, oder Umschulen.

Aber jetzt zu sagen, die niedrige Wahlbeteiligung hätte S/G in das Amt gehoben, da kann ich nur den Kopf schütteln.

Wenn ihr schon politisch aktiv seid, dann seht auch zu, dass ihr euer Wahlvieh auch erreicht. Das scheint den Anderen wohl besser gelungen zu sein.

147 soldatenkoenig 30. September 2009 um 11:59

@Hr Lübberding

Nur noch mal zur Klarstellung:
Die Festellung #137 gilt natürlich für alle Parteien (ausser NPD – die sind nur ehrlich). Ich weiss nur nicht, wie die Genossen bei FDP, Gründen und CDU/CSU heissen.

Ansonsten glaube ich auf keinen Fall, daß ein einfacher Linksruck die SPD rettet. (siehe Abwanderungsbewegungen)
-zu den Nichtwählern 1.640.000
- zur Union 620.000,
- zu den Grünen 710.000
- zur Linken 780.000
- zur FDP 430.000

Vielleicht sollte sich die SPD wirklich aufteilen. Sie hat dies ja in ihrer Geschichte schon mehrmals geübt und überstanden.

148 Kritiker des Bösen 30. September 2009 um 12:03

Die SPD ist eingebrochen weil sich Wahrheiten zwar intern
unterdrücken lassen ( Bastapolitik) aber schlecht aus den Köpfen
der Verratenen und Verkauften!

Die SPD kann machen was sie will. Was diese Partei die letzten 11 Jahre innerhalb ihrer Klientel angerichtet hat, wird nie wieder gutzumachen sein. Nie wieder!

Solange Köpfe in dieser Partei in Kameras glotzen die die Menschen mit diesem Verrat in Verbindung bringen, wird diese Partei nicht wieder mit dem Arsch hochkommen.

Die Frage ist wer soll die Erneuerung vorantreiben und steuern?
WER? Ich sehe niemanden! Die Partei hat kollektiv den sogenannten Reformkurs mitgemacht (viele sogar aus voller
Überzeugung!) und die meisten stehen bis heute hinter dieser
Entscheidung. Da hat das vereinte Mietmäulersystem der
“Institute” und der “Experten” in tausenden von Talkrunden
bei den Maischbergers, Illners, Beckmanns ,Kerners und wie
diese Dumpfbacken und Volksverblödungsformate sonst noch
so heißen mögen ganze Arbeit geleistet!

Sogar Wowereit wies neulich bei Beckmann darauf hin, dass alle
Statistiken und Kurven sagen das die Rente mit 67 richtig ist, aber
dieses Thema wäre eben sehr emotional, da könne man mit
“Argumenten” nicht punkten. Das Problem das ich sehe ist, und
das hat sich in den letzten 15 Jahren deutlich gezeigt, dass sich um den Politikzirkus herum eine pseudowissenschaftliche Berater
Industrie entwickelt hat, die angeblich alles wissen und von denen
sich unsere heutige Politikergeneration beraten lässt, weil eben nicht mehr die Besten sondern die Rücksichtslosesten und
Brutalsten auf die Positionen gelangen! Und WER hinter dieser
Industrie steht ist doch jedem klar,oder?

Wir wählen nicht nur unfähige Politiker. Wir wählen Politiker die
sich von denen beraten lassen die uns, das Volk auspressen wie die
berühmten Zitronen! Noch mal zum Nachdenken: Es gibt bis zum
heutigen Tage KEINE Antikorruptionsgesetze! Jedenfalls nicht
für Politiker, sehr wohl aber für Beamte!!! In dieser Hinsicht sagt
diese schlichte Tatsache mehr als 1000 Worte…

Wenn früher Politiker abgewählt wurden, dann hatten sie meist
die Eier in der Hose nach Hause zu gehen. Da haben sie den
Misserfolg auf ihre Kappe genommen. Egal ob “schuldig” oder
nicht. Heute ist generell keiner mehr schuld. Das von der Politik
mit Hilfe des Kapitals beförderte System der wortwörtlichen
Undurchsichtigkeit ( sehr schön und plastisch an der EU zu
bestaunen) hilft dabei das man Schuld nur noch ganz schwer klar
zuweisen kann. In einer GROKO noch schwerer als wenn klein
und groß regiert.

Ich habe es schon oft formuliert und wiederhole es gerne: Die
Politik hat sich mit ihrer immer offensichtlicher zutage tretenden
offenenen Hinwendung zur Wirtschaft, die sie gepäppelt und
hofiert hat und zwar weitestestgehend kritiklos, ihrer Bewunderung
und offenen Förderung des Spielcasinos ( umschrieben mit
“Finanzindustrie”, eine Industrie die nur entstehen kann wenn
sich genügend Kapital in realtiv wenigen Händen konzentriert!)
und den Einlass ins Allerheiligste, den Ministerien, abhängig
gemacht vom Kapital! Die bestimmen was läuft UND NICHT
DIE POLITIK!!! Die tun nur noch so.

Die haben nämlich gar nicht mehr die Kompetenz. Die
Verblödungsindustrie greift vollumfänglich,warum sollte die bei
unseren Politclowns haltmachen? Die unverblümten Forderungen
unmittelbar nach der Wahl, seitens der Industrie und des Kapitals,
nach dem noch nicht mal die “Spendenschecks” eingelöst werden
konnten, ist ein Beleg dafür, WER hierzulande das Sagen hat!

Die Frage die man eigentlich stellen müsste wäre: Was ist ein
Politiker? Oder besser: Was sollte ein Politiker sein? Sind die
handelnden Personen die heute unsere Geschicke bestimmen
“gute Politiker”? Wann ist ein Politiker ein “guter Politiker”?

Antwortversuche werden gern genommen. Aber ich vermute das
das was Politiker sein sollten, wie vieles andere, so dargestellt wird
als wäre die Politik wie die Gesellschaft. Das ist mit Sicherheit
nicht ganz falsch,aber richtig noch lange nicht…

149 Kritiker des Bösen 30. September 2009 um 12:10

“Aber erstens fielen die möglichen Koaltionsmöglichkeiten vor der Wahl ja nicht vom Himmel – sondern waren Folge einer Entwicklung,
und zweitens ist es sehr optimistisch anzunehmen die Zuhausegebliebenen hätten alle links gewählt ( was nötig gewesen wäre) und die SPD hätte nicht noch mehr Wähler nach rechts verloren, so sie denn eine Koaltion mit der “Linkspartei” nicht ausgeschlossen hätte.”

Was du da sagst ist ziemlich unlogisch! Warum in alles in der Welt
sollten Konservative, bei DER Aussicht auf Erfolg zu Hause
bleiben??? Das ist schlicht Quatsch!

Die die zu Hause geblieben sind wollten diese SPD nicht mehr!
Das sie zu Hause geblieben sind ist der Beweis das sie aber auch
nicht Schwarz oder Gelb wollten. Das sie nicht komplett zur
Linkspartei gewechselt sind ist der Propagandamaschinerie des
Mainstreams geschuldet.

150 TuringMachine 30. September 2009 um 12:24

Zwei Beispiele:

Als ich am Sonntag zu Wahllokal ging, kamen mir zwei Rentnerinnen entgegen. Die Eine leicht spöttisch zur Anderen:

“Na, was hast du gewählt, die Piratenpartei?”

Darauf die Angesprochene: “Nee, durfte ich nicht! Hat mir mein Mann verboten.”

Ist original so passiert!

Als zweites Beispiel ein Kommentar aus dem von Bernhard in #108 verlinktem AdSinistram Blog.

Zitat :

“Wie verlogen die sPD tatsächlich ist, kann man exemplarisch am Abgeordneten Ottmar Schreiner demonstrieren:

Ottmar Schreiner ist uns allen als DER Vorzeigelinke der sPD bekannt. Medienwirksam grollt er gegen Hartz4 und fordert Verbesserungen für Langzeitarbeitslose und Sozialfälle.

Wie aber sieht das tatsächliche Abstimmverhalten von Ottmar Schreiner aus?

Aufschluss darüber gibt das “ZDF-Parlameter” unter xxx.zdf.de/ (dort die Suche bemühen: Stichwort “Gläsern wie nie”)

Abstimmung im BT vom 16.11.2007
“Sind Sie für eine Erhöhung der Grundsicherung für Arbeitslose?”
Ottmar Schreiner stimmt mit “NEIN”

Abstimmung im BT vom 16.11.2007
“Sind Sie für eine Anhebung der Abgeordnetendiäten?”
Ottmar Schreiner stimmt mit “JA”

Abstimmung im BT vom 16.11.2007
“Sind Sie dafür, dass der Vorstand einer AG maximal 20mal soviel verdienen darf wie ein durchschnittlicher Arbeitnehmer?”
Ottmar Schreiner stimmt mit “NEIN”

Abstimmung im BT vom 11.10.2007
“Missbilligen Sie die Äußerungen des Bundesministers der Verteidigung Dr. Franz Josef Jung, von Terroristen entführte Flugzeuge notfalls abzuschießen?”
Ottmar Schreiner stimmt mit “NEIN”

Abstimmung im BT vom 20.06.2008
“Sollen die Energiepreise der Aufsicht der Bundesländer unterstellt und Geringverdiener zusätzlich entlastet werden?”
Ottmar Schreiner stimmt mit “NEIN”

Zitat Ende.

@FL

Sowohl der alten Dame als auch dem MdB Schreiner hat die übergeordnete Instanz befohlen, wie sie abzustimmen haben.

Bei der Agenda 2010 war es genauso. Der Parteichef hat gesagt, was zu tun ist, und fast alle haben gesagt: “Führer befiehl, wir folgen dir.”

Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als das die SPD wieder eine echte linke Partei und nicht mehr nur die CDU 2.0Beta ist. Denen geht jetzt der A.. auf Grundeis, mehr nicht! Es wird einen Vorschlag der Parteiführung für einen neuen PV geben, der mit 89,73% gewählt wird.

Wenn die SPD statt 23% am Sonntag 25% bekommen hätte und die FDP nur 12%, dann hätte es 4 Jahre ein Weiter-So gegeben. Münte und Steini hätten sich gegenseitig auf die Schulter geklopft und von Sieg und toller Verbesserung gegenüber dem Ergebnis der Europawahl gejubelt. Nichts hätte sich geändert.

Solange die SPD nicht am nächsten Wochenende ein Papierchen verabschiedet, auf dem dick und fett “REVOKO Agenda 2010″ steht, glaube ich der SPD noch nicht mal mehr, dass der nächste Winter demnächst kommt!

151 Elbaer 30. September 2009 um 12:33

@Kritiker des Bösen 30. September 2009 um 12:10

“Was du da sagst ist ziemlich unlogisch! Warum in alles in der Welt
sollten Konservative, bei DER Aussicht auf Erfolg zu Hause
bleiben??? Das ist schlicht Quatsch!”

1) weil ein gut Teil der Wähler sich nicht als links oder rechts sieht. – folglich auch nicht in deine Schublade passt.
2) weil die Konservativen – nur um deine Logik mal umzukehren – dann ja auch gar nicht mehr hätten wählen gehen müssen (ist ein Blödsinnsargument- ich weiß) schließlich war ja klar dass Angie bleibt.
3) weil ich dir gerne glaube werde, wenn du mir eine einzige Darstellung zeigen kannst, auf der die große Anzahl an Nichtwählern zu 100% aus EX-SPD wählern sich zusammensetzt. Klar das hauptsächlich SPDwähler zu Hause blieben. Aber hätten die die Linkspartei gewählt, sähe die Regierung immer noch so aus wie so aussieht.
Im übrigen schreibst du ja selbst über die Verblödungsindustrie. Die greift aus deiner Sicht aber nur bei Politkern und nicht bei Wählern? Ach Gottchen… Komm mal runter vom Zug nach Naivistan.

Die die zu Hause geblieben sind wollten diese SPD nicht mehr!
Das sie zu Hause geblieben sind ist der Beweis das sie aber auch
nicht Schwarz oder Gelb wollten. Das sie nicht komplett zur
Linkspartei gewechselt sind ist der Propagandamaschinerie des
Mainstreams geschuldet

Könnte aber nicht auch sein, dass die Kollegen von der Linkspartei diesen Menschen nicht soooooo rasend interessane Angebote gemacht haben?. Oder waren die Menschen nur schon wieder zu verblödet, dass zu erkennen.
Du kannst über die Verhältnisse winseln, du kannst an ihnen leiden, du kannst sie verdammen… gebe dir bei all diesem Tuen recht.
Aber wir werden diese Verhältnisse nicht ändern, wenn wir nicht bereit sind sie zur Kenntnis zu nehmen. Die Verblödungsindustrie ist da – dies festzustellen und sich schmollend in den linken Elfebeinturm zu verkriechen heißt, sich selbst zum Teil dieser Verblödungsindustrie zu machen.
Seit mindestens 40 Jahren hockt die deutsche Linke jetzt da. Sind wir wirklich so lernbehindert? Theoriegestärkt aber lebensunfähig? SPD-bashing hatten wir jetzt genug. Es gilt Perspektiven zu entwickeln. Ob man das will oder nicht – das geht nicht ohne die SPD.
Noch mal – wo sind die Analysen die erklären warum in dieser Situation rechts und marktliberal gewählt wurde?

152 13 30. September 2009 um 12:49

ganz großes Kino (wir leben in ver-rückten Zeiten) heute wieder in den Hinweisen der Nachdenkseiten (obwohl mir lieber wäre, sie würden sich Vordenkseiten nennen)

Der Sehnsucht gehört die Zukunft

Es ist der Triumph der Ellenbogen, der Gewinn der Egomanie. Auf jene, die sich optimistisch Liberale rufen, springen dieser Tage vornehmlich junge Menschen an. Junge Menschen, denen man den Ellenbogen schmackhaft machen kann, die ihn auch selbst schon probiert, eingesetzt oder erfahren haben. Menschen, die es als selbstverständlich anerkennen, dass gesunde soziale Kälte, Ignoranz am Nächsten, egoistisches Vorankommen und als Toleranz verkleidetes Desinteresse an der Not des Mitmenschen, zur gesellschaftlichen Norm taugen. Es findet eine Klientel zur geballten politischen Institution, die dem Konsumliberalismus vollkommen erlegen ist, materielle Güter zum obersten Gebot, finanziellen Reichtum zum Ideal, Überlegenheit zum Lebensprinzip erhoben hat.

http://ad-sinistram.blogspot.com/2009/09/der-selbstsucht-gehort-die-zukunft.html

Sehn- oder Selbstsucht ist noch die Frage. Oder ist das sowieso das gleiche?

153 Kritiker des Bösen 30. September 2009 um 12:58

“Aber hätten die die Linkspartei gewählt, sähe die Regierung immer noch so aus wie so aussieht.”

Falsch! Denn eine höhere Wahlbeteiligung ( alle entäuschten SPD
Wähler für links) hätte ganz andere Mehrheitsverhältnisse gebracht!

“Im übrigen schreibst du ja selbst über die Verblödungsindustrie. Die greift aus deiner Sicht aber nur bei Politkern und nicht bei Wählern? Ach Gottchen… Komm mal runter vom Zug nach Naivistan.”

Habe ich mich nicht klar ausgedrückt? Ich glaube doch. Erst lesen
DANN verstehen und mit dem Kopf nicken! Und zwar in dieser
Reihenfolge mein Lieber.

Im übrigen haben mir zum Beispiel, und ich halte mich für einen
sehr aufgeklärten und mittlerweile hochpolitisierten Menschen,
ein so gutes Angebot gemacht das ich das erst Mal links gewählt
habe! Und zwar mit voller Überzeugung. Ich habe mich, im
Gegensatz zu großen Teilen der weniger informierten Menschen
eben nicht von der Verblödungs und Propagandaindustrie in
diesem Lande verarschen lassen.

Im übrigen winsele ich nicht über Verhältnisse sondern sage meine
Meinung über sie. Das ist etwas ganz anderes. Wenn wir Verhältnisse zur Kenntnis nehmen bedeutet das erst mal nur das
Bergreifen des Status quo. Über KONSEQUENZEN muß man
REDEN!!! Oder hast du einen anderen Vorschlag?

Und wie kommst du darauf das ich mich in den
“linken Elfenbeinturm verkrieche”? Ich dachte immer links gibt
es gar keinen Elfenbeinturm? Etwas wirr was du hier erzählst.

Im übrigen geht es auch ohne die SPD! Und die SPD die real
existiert ist nicht nur unerwünscht sondern schlicht nicht
lebensfähig. Sie ist eine CDU light! Das ist eigentlich gar nicht
so schwer zu verstehen. Und weiter oben habe ich schon
geschrieben ( bitte nochmal nachdenken und nachrechnen, dass
nehme ich dir nicht ab) das erst die niedrige Wahlbeteiligung eine
Schwarz/Gelbe Regierung möglich gemacht hat. Das ist eine
unumstössliche Tatsache.

Aber ich gestehe das mir Schwarz/Gelb lieber ist als eine GroKo!
Weil hinterher die Schuldfrage einfacher zu beantworten ist..:))

154 HAM 30. September 2009 um 13:43

@f.luebberding #140
„Die SPD wird wohl keine stramm marxistische Partei werden, wohl wahr …“

Die SPD war nie eine marxistische Partei, auch vor 1914 nicht, auch wenn es damals noch eine marxistisch-revolutionäre Minderheit in der SPD gab.
Aber die SPD war in ihrer Mehrheit eine national-gemeinwirtschaftlich denkende, sozialstaatlich-prokapitalistische Arbeitnehmerpartei gewesen.
Die definitive Trennung zwischen den Reformern und den Marxisten war 1918, seitdem herrschte Feindschaft zwischen prokapitalistischen Sozialdemokraten und Marxisten.

Vom Sozialismus und vom Klassenkampf hat sich die SPD denn auch programmatisch mit dem Godesberger Programm verabschiedet.

Aber sie war noch eine national-gemeinwirtschaftlich denkende, sozialstaatlich-prokapitalistische, arbeitnehmerfreundliche Partei, der es um einen Interessenausgleich zwischen Kapital und Arbeit im Sinne einer Sozialpartnerschaft ging. Insofern war diese Partei als „links“ zu bezeichnen, weil sie gemeinwirtschaftlich orientiert war und arbeitnehmerfreundlich war.
Das galt sogar weitgehend für die Regierung von Helmut Schmidt, obwohl der damals als SPD-Rechter angesehen wurde. „Links“ war Schmidt sicherlich nicht, dazu hätte er die Macht des Kapitals stärker regulieren müssen, so wie es Richard Löwenthal forderte, der ja einen dritten Weg jenseits von Kapitalismus und Sozialismus propagierte, nämlich einen sozialdemokratisch gezähmten Kapitalismus. Dass es sich hierbei um eine Illusion handelt, ist eine andere Sache. Entweder gemeinwirtschaftliche Gesamtlogik – oder nicht. Tertium non datur.

Nach der Ära Schmidt war die SPD nicht mehr „links“, auch keine „linke Volkspartei“. Sondern war konstruktive Pseudo-Opposition und somit Unterstützerin von Kohls Politik.

Wie wenig die sozialdemokratische Programmatik eines Lafontaine mit der politischen Realität der SPD zu tun hatte, zeigte sich dann in der Regierung Schröder-Fischer.

Die Agenda 2010-Politik der SPD war nichts anderes als Verrat an den Interessen der SPD-Klientele. Da hat sich das SPD-Establishment zum Erfüllungsgehilfen eines „Klassenkampfes von oben“ gemacht.

Was ist mit einer Zukunft der SPD als „linker Volkspartei“ gemeint?
Was ist denn eine „linke Volkspartei“? Eine Partei, die auch angemessen Arbeitnehmerintereressen berücksichtigt? So wie es ein wenig CDU macht und noch mehr die CSU?

Insofern stimme ich „Kritiker des Bösen“ (#148) zu:
„Die SPD kann machen was sie will. Was diese Partei die letzten 11 Jahre innerhalb ihrer Klientel angerichtet hat, wird nie wieder gutzumachen sein. Nie wieder!
Solange Köpfe in dieser Partei in Kameras glotzen die die Menschen mit diesem Verrat in Verbindung bringen, wird diese Partei nicht wieder mit dem Arsch hochkommen.“

155 Elbaer 30. September 2009 um 14:00

Kritiker des Bösen 30. September 2009 um 12:58

Nimms mir nicht übel. Ich habe deine Posts jetzt drei mal gelesen und verstehe sie immer noch nicht. Deiner hohen Emotionalität kann ich zwar zustimmen – gerade in Bezug auf die SPD – aber die Argumente verstehen kann ich leider nicht. Gebe aber gerne zu dass dies an mir liegen mag. Obwohl… du kennst doch das Sender-Empfängerprinzip der Kommunikationstheorie? Egal – du wirst sicher verstehen was du meinst.
Ich glaube übrigens nicht das DU im Elfenbeinturm sitzt, sondern ich glaube dass WIR – und als eher äterer, schon seit mindestens 2,5 Dekaden mich am linken Disput Beteiligten – schließe ich mich da ein. Wir erreichen die Masse der Menschen nicht. Und auch hier wird über die SPD diskutiert bis zum verblöden… Aber das Thema sollten doch eigentlich die Wahlgewinner sein. (Zumal wenn man die SPD so sieht wie soviele dies hier tun – als Untoten Wiedergänger. Da schwingt wohl viel enttäuschte Liebe mit.)
Der Hinweis auf die Verblödungsindustrie ist nett, hilft aber nicht weiter (zur Kulturindustrie bleiben übrigens die alten Frankfurter noch immer verdammt auskunftsfähig.)
Bleibt die Frage wie eine Machtperspektive ohne die SPD aussehen könnte?

156 HAM 30. September 2009 um 15:11

@Elbaer #155
„Bleibt die Frage wie eine Machtperspektive ohne die SPD aussehen könnte?“

Ich würde die Frage umgekehrt stellen, nämlich wer benötigt in Zukunft die SPD zur Vertretung seiner Interessen?

Wem nützt heute ein SPD-Parteibuch bei der Verfolgung seiner Interessen?
Das sind Leute aus dem Öffentlichen Dienst und Firmen, die öffentliche Aufträge bekommen wollen. Dann Leute in jenen Gewerkschaften und Betrieben, wo es noch funktionierende Sozi-Seilschaften gibt. Dann gibt es noch die Leute in den öffentlich-rechtlichen Medien. Etc.

Was kann die SPD politisch anbieten, was die anderen Parteien nicht tun?

In der Vergangenheit konnte sich die SPD für die kleinen Leute als kleineres Übel anbieten. Das alles ist vorbei seit Schröder, Scharping, Clement, Steinmeier etc.

Für wenn es heute einen rationalen Grund gibt, SPD zu wählen, es sei denn, er hat eben die o.g. beruflichen Interessen.

Aber politisch hat sich diese Partei derzeit doch überflüssig gemacht.
Die müsste doch erst ein politisches Profil entwickeln, was sie für Wähler wieder attraktiv macht.

157 holger 30. September 2009 um 16:48

und noch ein Ehrenwerter Genosse
fast vergessen:

http://www.n-tv.de/politik/Schily-wehrt-sich-vor-Gericht-article527713.html

158 Bernhard 30. September 2009 um 17:17

@Elbaer: “DIE RECHTE HAT DIE WAHL GEWONNEN.” Nee, die Massenmedien wie die bekannte Frikadellen-Postille, auf die, glaube ich, Nanuk und HAM bereits Bezug nahmen. Um es genau zu formulieren haben nicht die Massenmedien, sondern deren kapitalistische Herren – wie Du in “Wir erreichen die Masse der Menschen nicht” indirekt zugibst – die Wahlen gewonnen.

Kleine symptomatische Beispiele gefällig:
http://bernhardsweblog.blogspot.com/2009/09/begrundung-fur-den-schwarz-gelben.html
http://bernhardsweblog.blogspot.com/2009/09/begrundung-fur-den-schwarz-gelben_29.html

Ich gehe aber ‘mal davon aus, dass das Dir bekannt ist.

159 Bernhard 30. September 2009 um 17:19

@Elbaer: Guck ‘mal bei den Nachdenkseiten vorbei. Lohnt sich.

160 HAM 30. September 2009 um 17:30

Noch einer der ganz ehrenwerten Genossen.
Ein ganz sparsamer, genügsamer Mensch.

“Er hat am 24. Dezember Geburtstag, und wahrscheinlich ist er auch deswegen ein so sparsamer, genügsamer Mensch.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/447/343288/text/

So, so.

„Hier in Berlin führe ich meinen Haushalt selber. So viel Platz habe ich ohnehin nicht, meine Wohnung misst nur 50 Quadratmeter. Viel mehr brauche ich zum Schlafen ja nicht. Was da von Montag bis Freitag zu machen ist, das schaffe ich allein.“
http://www.welt.de/print-wams/article113309/Im_Supermarkt_feilsche_ich_nicht.html

Er putzt auch seine Fenster selber.

„… ist ein sparsamer Mensch. Wenn er mittags einen schnellen Happen essen will, geht er gerne in eine Döner- Bude an der Berliner Wilhelmstraße, unweit des Finanzministeriums. Statt sich allerdings die große Fleischplatte kommen zu lassen, begnügt sich der Minister in der Regel mit einem halben Hähnchen plus Salatbeilage – auf das Getränk verzichtet Eichel meist.“
http://www.khd-research.net/Misc/EURO_2.html

Wirklich ein Vorbild!

161 HAM 30. September 2009 um 17:30

„Deutlich mehr Rente für Ex-Finanzminister Eichel
Die Stadt Kassel hatte die Versorgungsansprüche ihres ehemaligen Oberbürgermeisters auf Null gerechnet und das Land sowie den Bund in der Pflicht gesehen. Im äußersten Fall könnte Eichel zu seinen Ansprüchen als Minister in Höhe von 7151,05 Euro noch 5900 Euro hinzubekommen.“

http://www.welt.de/politik/article1938716/Deutlich_mehr_Rente_fuer_Ex_Finanzminister_Eichel.html

Wir gratulieren zum gewonnen Prozess!
:-D

162 H.H.Schmidt 30. September 2009 um 17:52

@ elbaer

Sie suchen nach Analysen warum hier MARKTLIBERAL oder S/G gewählt wurde?

Schauen Sie hier und Sie finden einen nicht unerheblichen Grund für dieses Desaster.
http://www.sueddeutsche.de/politik/10/489397/text/?page=4

Nehmen Sie nur diesen BLOG. Glauben Sie tatsächlich, dass, so wie hier geschrieben und auch womöglich gesprochen wird, ein “normaler Bürger” sich angesprochen fühlt? Glauben Sie tatsächlich Leute wollen solch Gequirltes hören, geschweige lesen?

Alle die, die sich verständlich machen können, werden doch in dieser Gesellschaft als Populisten denunziert. Bewußt!!
Sollte ihnen die Entwicklung in den USA entgangen sein, dort – Obama-Wahl die Ausnahme , weil Hoffnung auf einen Neuanfang BESTAND – wählen in der Regel nur noch 50 % der Bevölkerung. Alle anderen haben schon jede Hoffnung aufgegeben, die Sinnlosigkeit dieses Unterfangens WAHL erkannt. Das wird heute im Soziologendeutsch so gern als Exklusion verharmlost.

Man kann auch sagen, wir/die bleiben unter uns/sich. Wir hier in diesem Lande sind auf dem besten Wege dahin. Die Wahlkampfaufritte, die Entpolitisierung dieser schreitet unaufhaltsam voran.
Glauben Sie nicht, das sei Zufall.

Erinnern Sie sich an das Jahr 1982, als mit großem Pathos die vom Spott begleitete “geistig, moralische Wende” ausgerufen wurde. Belächelt, nicht mehr ernst genommen und vergessen.
Nur, dahinter stand eine langfristige Strategie, nämlich die Entpolitisierung der Gesellschaft, das Erlangen der Meinungs-/Deutungshoheit wirtschaftlichen Denkens. Gelungen, absolut gelungen!
Doch im Jahr 1998 war noch ein kleines, zaghaftes Aufbäumen zu verspüren. Etwas Neues schien sich anzubahnen. Hoffnung auf frische Luft, auf neues Denken, abseits des Wirtschaftlichen. Soziale Gerechtigkeit schien wieder auf der Agenda zu stehen.

Doch weit gefehlt. Der Verrat war geplant. Erst wurde das “Schröder/Blair-Papier” lanciert – von dem heute niemand mehr spricht, kaum einer es kennt – und mächtig Wind wurde um die Ecken geschaufelt, der DRITTE WEG propagiert. Augenwischerei war angesagt. Die ruhige Hand war in aller Munde.

Doch dann kam Druck von außen, Drohungen aus dem “Bürgertum” füllten die Schlagzeilen. Baring’s revolutionärer Aufruf “AUF DIE BARRIKADEN BÜRGER unvergessen, weil eigentlich so lächerlich, nicht ernst genommen, hinterließ aber doch Wirkung. Jetzt drehte die Clique um Schröder/Fischer (um die Grünen hier nicht zu vergessen!!!) vollends bei und begann die Abrissbirne zu schwingen.
Dass allerdings beim Schwingen der Abrissbirne auf engstem Raum auch ein Rückschwung erforderlich ist, der dann das eigene Gebäude zertrümmert ,wurde vorsätzlich, billigend in Kauf genommen oder – was noch eventuell entschuldigend angeführt werden könnte, schlicht ignoriert, ja schlicht ignoriert.

Das Ergebnis sehen wir heute.

Ja ,vielleicht wählen die Leute aus diesem Grund wieder die, die mit ihrer Denke die eigentlichen Schuldigen sind. Die Lust am möglichen Untergang, ein bischen Sadomaso darf doch in der Jetztzeit schon sein. ;-)

Ein Grundsatz wird in dieser Gesellschaft nicht mehr beherzigt.

“Ein Gesetz, eine Verordnung, ein Programm, eine REFORM muss jedermann verständlich und erklärbar sein, die dazu gehörige Durchführungsverordnung noch lange nicht.”

Allein daran scheitert schon unsere Politkaste!

163 holger 30. September 2009 um 17:56

@ HAM
wenn ich ja nicht gerade, zwischen vielen Bekloppten, incl. mir, in dieser Region Göttingen-Kassel bzw. Baunatal, da hat er seine Wohnhaft ;-) , aufgewachsen wäre, dann wär mir noch zum Lachen zu mute.

Irgendetwas mixen die hier in das Trinkwasser.

@ Frank L.
oder ist es das billige Hefeweizen an der Fähre in Hemeln?

Der nächste Drahtzieher heißt Oppermann. Nicht wahr?

164 werschon? 30. September 2009 um 18:16

@ HAM
OT: hübsch nicht?
http://www.wiwo.de/politik/notfallplan-fuer-den-lissabon-vertrag-409283/
(klingt seriös, hab aber keine Ahnung, wie sehr und ob überhaupt…wie soll man noch wissen, ob es nicht nur lanciert wird in Richtung Irlands No-Sager – Motto: egal, wie sehr ihr euch ins Abseits wählt, wir behalten das Heft in der Hand)

165 Kritiker des Bösen 30. September 2009 um 18:27

H.H. Schmidt #162

Sehr guter Beitrag. Danke.

Gilt übrigens auch für HAM ( den Echten..) Gracias.

166 HAM 30. September 2009 um 18:49

@werschon? #164

Gerade gefunden:

Für EU-Vertrag schlägt die Stunde der Wahrheit
http://www.wienerzeitung.at/default.aspx?TabID=3861&Alias=wzo&cob=441150

Mysteriöser Brief von Cameron an Vaclav Klaus
http://www.morgenpost.de/politik/article1182017/Mysterioeser_Brief_von_Cameron_an_Vaclav_Klaus.html

Das Motiv dieser Briten ist natürlich nicht Demokratie in der EU, sondern Sabotage des EU-Prozesses.

167 holger 30. September 2009 um 18:55

Und noch ein Ehrenwerter Genosse:

http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/764415/Sarrazin-Berlinern-mangelts-an-Intellekt.html

Circus Maximus Sarrazin

Was gibt er von sich?

Und er plädierte dafür, dass nur die Kinder bekommen sollen, die damit fertig werden – und nicht diejenigen, die damit ihren Lebenstandard aufbessern wollen.

Ein SPD Arschl.ch sonder gleichen. Das Gesicht der SPD? Und wo sitzt er? bei der BuuuuuuBaaaaaaaa

168 werschon? 30. September 2009 um 19:03

# 162
“Ja ,vielleicht wählen die Leute aus diesem Grund wieder die, die mit ihrer Denke die eigentlichen Schuldigen sind. Die Lust am möglichen Untergang”

Einspruch, Euer Ehren!
Wer SchwarzGeld gewählt hat, hat mMn aus purer Angst so gewählt. Augen zu und hoffen, dass das, was da wankt, doch nicht die Erde ist…

Bei den ehemaligen a-SPD-Wählern sieht das ganz anders aus , mMn:
Die sind so massenhaft nicht oder anders wählen gegangen, dass ich da eher ein kluges Wahlverhalten sehe: nichts Schlimmeres gab es für sie als die Fortsetzung der GroKoa (es hätte nicht sooo viel gefehlt, gerade zwei,drei Prozentpunkte mehr für die a-SPD und wir hätten genau DEN Salat gehabt!!). Die a-Sozialen wurden abgestraft, und zwar deutlich, eine Option für eine Alternative hat es ohnehin für diese Wähler und Nichtwähler gar nicht gegeben – was die Partei ja, wie man sieht (und wie zu erwarten war), nicht beeindruckt, solange es die SPD als pol. Möglichkeit noch gibt.

““Ein Gesetz, eine Verordnung, ein Programm, eine REFORM muss jedermann verständlich und erklärbar sein, die dazu gehörige Durchführungsverordnung noch lange nicht.””

Ja

“Allein daran scheitert schon unsere Politkaste!”

Einspruch zwei: Das hinzukriegen hat möglicherweise in grauer Vorzeit mal die Politkaste interessiert, heute ist aber schon lange das Gegenteil der Fall: Hauptaktivität ist, die Absichten und Ziele zu verschleiern, umzubenennen, unfassbar zu gestalten, bis hin zu den – sehr willigen – Abgeordneten selbst (s. Lissabon-Vertrag, Eu-Administration, Verschlüsselung von Gesetzentwürfen durch Juristen, ausgekungelt in ausgesuchten Kleinstgrüppchen, oder gleich ganz in der Kanzlei der Spezis, undundund…).
Und DARIN scheitern sie gar nicht, finde ich!

169 Kritiker des Bösen 30. September 2009 um 19:07

Über Sarrazin könnte man ein Menge sagen. Das der Mann sich
regelmäßig zum Affen macht nimmt er anscheinend billigend inkauf.

Ich halte den für dermassen besc….ert das ich erst gar nicht den
Versuch mache das hier in Schriftforn zu pressen. Denn ich habe keine Lust oder Zeit mich wegen solch geistiger Mikroben mit irgendwelchen Rechtsanwälten anzulegen.

Wenn ich den schon sehe wird mir schlecht…

170 werschon? 30. September 2009 um 19:10

@ HAM # 166
Meine/unsere Hoffnung ist ja auch noch gar nicht tot :-;

171 ~ HG ~ 1. Oktober 2009 um 13:07

Wer immer noch nicht geschnallt hat, dass die Arbeiterverräterpartei wirklich überall mit U-Booten durchsetzt ist, der möge heute mal nach Thüringen schauen …

=> … Bundesweite öffentliche Parteibuchverbrennung auf den zentralen Plätzen in allen größeren Städten am Samstag den 3.Oktober 2009 um 15:00 Uhr.

172 ~ HG ~ 1. Oktober 2009 um 14:01

Es geht NICHT um Thüringen !

=> … es geht um den Bundesrat !!

=> … denn dass der Oskar die Bundesrat-Blockade bestens beherrscht, das weiß die Macht-Mafia. Und davor hat sie Angst. Der Oskar hätte tatsächlich die Kraft, die endgültige Einführung der faschistoiden Plutokratie zu verzögern. Also sagt sich die Macht-Mafia: “SChnell Fakten schaffen ! … solange wir noch genug Trojaner steuern können !”

173 bismodo 1. Oktober 2009 um 14:35

# 172
und ergänzend dazu: wer immer noch nicht begreifen will, dass die a-Sozialen das durchziehen WOLLEN…und WERDEN, bis zur endgültigen Zerstörung der Partei, dem ist einfach nicht zu helfen. Die Klientel der SPD weiterhin der gesellschaftl. Linken zuzuordnen, ist, sich den Realitäten zu verschliessen.

174 13 1. Oktober 2009 um 15:07

bismodo, an der Patei gibts nichts mehr zu zerstören, eine wandelnde Karteileiche….., Kukidentgesichter versuchen sich einstweilen weiter in ein bisschen Politiksimulation, biss sie dann ganz ins Gras, zu Staub verfällt..

aber mit der Zeit könnte das ein guter Mist, Dünger für NEUES, BESSERES sein…

175 bismodo 1. Oktober 2009 um 15:36

@ 13
“biss sie dann ganz ins Gras, zu Staub verfällt.”
Dann erst ist der Auftrag ausgeführt. Danach gibts dann zur Belohnung ein paar Pöstchen bei der EU oder UNO/Unesco.

Aber gewählt werden die noch immer von viel zuviel Leuten, die keine Farbe bekennen wollen. Das muss aufhören

176 13 1. Oktober 2009 um 15:38

Aber eigentlich gehts ja auch darum, daß Politik (also GESETZE MACHEN ODER NICHTMACHEN, gelle) für uns alle doch viel zu schwierig und kompliziert geworden ist. Das überlassen wir doch bitteschön (besser?) der ehrenwerten Wallstreet, den ehrenwerten Leuten in den Banktürmen und in Brüssel. Die sorgen dann schon für uns alle…und für die nötige Transzendenz, Transpirenz oder wie das heißt..

177 Earloffunk 2. Oktober 2009 um 10:16

@ werschon…

“““Ein Gesetz, eine Verordnung, ein Programm, eine REFORM muss jedermann verständlich und erklärbar sein, die dazu gehörige Durchführungsverordnung noch lange nicht.””

Ja

“Allein daran scheitert schon unsere Politkaste!”

Einspruch zwei: Das hinzukriegen hat möglicherweise in grauer Vorzeit mal die Politkaste interessiert, heute ist aber schon lange das Gegenteil der Fall: Hauptaktivität ist, die Absichten und Ziele zu verschleiern, umzubenennen, unfassbar zu gestalten, bis hin zu den – sehr willigen – Abgeordneten selbst (s. Lissabon-Vertrag, Eu-Administration, Verschlüsselung von Gesetzentwürfen durch Juristen, ausgekungelt in ausgesuchten Kleinstgrüppchen, oder gleich ganz in der Kanzlei der Spezis, undundund…).
Und DARIN scheitern sie gar nicht, finde ich!”

Natürlich scheitern sie nicht beim verschleiern, umbenennen und verklausulieren… aber eben an dem Urgedanken “Ein Gesetz, eine Verordnung, ein Programm, eine REFORM muss jedermann verständlich und erklärbar sein…”

Aber was heisst hier scheitern… sie nutzen das ihnen entgegengebrachte Vertrauen bewusst aus, um auf diesem Wege ihre eigenen korrupten Interessen auf den Weg zu bringen…

Frage: Was ist nötig, um der jetzigen Regierung zu erklären….”Bis hier hin Danke”….. und eine neue zu Gründen nach attischer Art?

Eigentlich nur eine deutsche vom Volk in freier Selbstbestimmung entstandene Verfassung … nicht verklausuliert……..sondern vom Volk fürs Volk….

Wer will uns denn die ganze Zeit eigentlich die EU aufs Auge drücken?…. sollse behalten ihren Scheiss – die Leute vollen hier klare Verhältnisse und vor allem Durchblick…

… ich für meinen Teil würde NIEMALS etwas zustimmen, was ich nicht verstehe und nicht benötige…….

Vielleicht wäre ein erster WEG, Möglichkeiten einer freien und unabhängigen Berichterstattung zu suchen….

178 Kritiker des Bösen 2. Oktober 2009 um 10:51

Earloffunk

“Natürlich scheitern sie nicht beim verschleiern, umbenennen und verklausulieren… aber eben an dem Urgedanken “Ein Gesetz, eine Verordnung, ein Programm, eine REFORM muss jedermann verständlich und erklärbar sein…”

Du und ich nennen es scheitern. Wie werden die es nennen? Wieder
mal geschafft? Das Kapital hat genickt und die Berater sind
zufrieden, dann passt es…so etwa? Ist deutlich wahrscheinlicher..

179 Earloffunk 4. Oktober 2009 um 11:25

Genau Kriti…

aber dann müssen wir erkennen, das es nicht unsere Regierung ist – und diese zum abdanken zwingen oder diese absetzen… und eine bilden, welche den “Volksauftrag” als solchen versteht.

180 13 10. November 2009 um 14:27

es ist soweit, jetzt spielen sie sich im Bundestag (beim Sozialraubbau) wieder gegenseitig die Bälle zu..

„Sie entzweien das Land“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier hat der schwarz-gelben Koalition einen „katastrophalen Fehlstart“ und einen Kurs der sozialen Spaltung vorgeworfen. „In dem Koalitionsvertrag sind die Weichen für eine andere Republik gestellt“, sagte der frühere Außenminister in seiner ersten Bundestagsrede als Oppositionsführer am Dienstag.

Er unterstellte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in seiner Replik auf deren Regierungserklärung, die Bürger bewusst über kommende Belastungen im Unklaren zu lassen. „Das war keine Regierungserklärung, das war ein Regierungsrätsel (…) Täuschen, Tricksen und Vernebeln als Strategie, das hat Methode in dieser Koalition“, sagte Steinmeier.

Täuschen, tricksen und vernebeln, ent2en
, da kennt er sich aus, der graue Steineier, einer der größten Heuchler unter der Sonne. Und Kandidaten wie F. Luebberding tragen solche Figuren auch noch auf ihrem Schild. Es ist so lachhaft. Und nein, dieser Mann ist kein Ehrenmann!

Wo ist überhaupt der Popbeauftragte dieses Logbuchs?

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