Hiermit fordere ich als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands den Rücktritt des SPD Parteivorsitzenden und seiner Stellvertreter bis zum kommenden Freitag. Die Festlegung einer kommissarisch amtierenden Parteiführung ist bis zur Neuwahl gesondert zu bestimmen.
Es ist kaum zu glauben und absolut beispiellos, dass sich die Parteiführung weigert nach der katastrophalsten Niederlage in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie auch nur eine Spur Verantwortung für dieses Desaster zu übernehmen. An seine Stelle tritt der bürokratische Wortschwall eines von seiner Niederlage offenkundig völlig ungerührten Kanzlerkandidaten. Er und der Parteivorsitzende meinen sogar noch einen Anspruch darauf zu haben, diese Zukunft weiter bestimmen zu müssen. Das ist eine Verhöhung aller demokratischen Gepflogenheiten. Verantwortung für ein Desaster übernehmen definiert ein Steinmeier nämlich nicht mit dem Ziehen persönlicher Konsequenzen, sondern als Verpflichtung weitermachen zu dürfen wie bisher.
Das ist erbärmlich – und mir ein ähnlicher Vorgang in einer dem0kratischen Partei bisher nicht untergekommen.
Mein Appell richtet sich vor allem an die Mitglieder der SPD ohne Parteifunktionen. Also an alle, die noch glauben, dass diese Partei Leben in sich hat. Sie sollen ihre Forderungen entsprechend artikulieren – und ansonsten mit Konsequenzen drohen.
Der Partei wäre dann nämlich nicht mehr zu helfen. Es gäbe somit auch keinen Grund mehr, ihr Mitglied zu sein.




















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Holla, du klingst ja schon fast wie ich seinerzeit in der FAZ.
Dem kann man sich nur anschließen.
Weissgarnix
Das wird noch viel besser werden bis Freitag. Sie können die Prozedur aber auch abkürzen.
Kommt noch, nach der Wahl tritt niemand gleich zurück. Wird, denke ich, so wie bei Althaus verlaufen. Erst passiert nichts, dann tritt man plötzlich zurück um dann still und heimlich wiederzukommen.
Das sehe ich genau so. Es ist eine bodenlose Frechheit!
Im Spiegel schieben sie es dem Lafontaine in die Schuhe: “Ziel erreicht, SPD kaputt”
Lieber Lübberding,
ich fordere IHREN Rücktritt! Als Prognostiker: Ihr Wahlprognose (Rücktritt Merkel) war grottenschlecht. Als Journalist: Sie sind Parteisoldat und dürften im öffentlich-rechtlichen System nicht mehr zu Wort kommen, sofern Ihre Arbeitgeber diesen Eintrag lesen. Als Analytiker: das Wahlergebnis widerlegt Sie und outet Sie als Schwätzer. Und jetzt natürlich wieder: retrospektiv alles zurechtbigen. Alle an sich schon schlimm genug:; als Journalist sind Sie geplatzt.
Die Fraktion wird Steinmeier klar zum Fraktionsvorsitzenden machen. Ohne Murren. Was ist daran undemokratisch?
Münte fliegt der Parteitag um die Ohren. Zumindest sehe ich das so kommen. Sollte er wirklich noch mal zum Parteivorsitzenden antreten, dann wird jemand einen Putsch versuchen und auch Kandidieren.
LÜBBERDING: treten Sie zurück als Journalist! Sie sind ein guter Unterabeitlungsleiter im Willy-Brandt Haus aber kein Journalist. Hier Lübberding Originalton- WER ist jetzt der BLAMIERTE?
“Der eigentlich Blamierte ist aber wieder einmal die veröffentlichte Meinung. Was konnte man nicht alles lesen, wenn die Bundeskanzlerin einen riesigen Vorsprung vor dem Kandidaten der SPD hatte. Dummerweise sind diese Zahlen völlig bedeutungslos geworden. Frau Merkel hat leider nur gute Zustimmungswerte. Aber die sind nicht ihrer Politik geschuldet, sondern weil sie als Kanzlerin nicht in Erscheinung tritt. Sie erinnert den Wähler an den netten Verwandten in der eigenen Familie, den zwar jeder mag, aber keiner ernstnimmt. Der wird aber nicht zum Bundeskanzler gewählt. Frau Merkel wird nicht mehr in der Lage sein, überhaupt noch einen relevanten Wahlkampf zu machen. Ihre Positionierung ist verwaschen und ihr Profil nicht erkennbar. Sie kann weder nach rechts mobilisieren – auf Kosten der FDP – noch nach links integrieren. Hatte sie 2005 mit der desaströsen Auswahl des Professors aus Heidelberg zuviel Profilierung, die die Union zum Abziehbild der FDP machte, hat sie heute zu wenig. In vier Wochen wird sie daran nichts mehr ändern können. Eigentlich müsste die Union Angela Merkel ablösen und etwa Horst Seehofer an ihre Stelle setzen. Er ist wahrscheinlich der einzige Kandidat, der mit seinen Positionen zum Sozialstaat den Ausbruch nach links hinbekommen könnte. Das wird man natürlich nicht machen. So wird man in den nächsten Wochen das Schauspiel der Selbstdemontage der Kanzlerin erleben. Sie hat nichts mehr zu sagen.
Nach der Bundestagswahl wird sie abgelöst werden. Es wird in der Neuauflage der Großen Koalition einen anderen Kanzler geben müssen, wenn die Union nicht im wahren Sinne des Wortes aussterben will. “
@nachdenker
Wer noch nie falsch gedacht hat, hat wohl noch nie gedacht
@ Frank
Wenn deine oberen nicht hören wollen, dann gibt es bei der nächsten Wahl wohl wieder eine GroKo, aber ohne SPD.
Links-FDP wäre coool
Hallo Frank,
erstmal großes Sorry – nicht für die Klatsche, die die Verräter eingesteckt haben, sondern dass Du es in dieser Partei immer noch aushälst. Warum tust Du Dir das an?
Das Durchschnittsalter in der spd (kein Tippfehler) liegt bei 58 Jahren, das der “Führung” vermutl. noch viel höher. Was hast Du denn von diesem senilen Haufen erwartet? Besitzstandswahrung – mehr fällt mir nicht ein, dazu Beklauen der eigenen Klientel.
Als ob ein paar neue Köpfe das Problem lösen könnten?
Geht halt alles den Weg des Irdischen, Geburt, Wachstum, Absterben, Tod. R.I.P. spd, wir werden dich nicht vermissen.
Gruß McShorty
Aber nicht doch Frank. Die wollen doch für soziale Gerechtigkeit sorgen – wie sie es bisher schon getan haben.
@Lübberding: Das Zitat ist der Wahnsinn für einen “Journalisten”. Sie sind vollständig diskreditiert.
@Lübberding: Ihr Zitat: “Nach der Bundestagswahl wird sie abgelöst werden. Es wird in der Neuauflage der Großen Koalition einen anderen Kanzler geben müssen, wenn die Union nicht im wahren Sinne des Wortes aussterben will.”
Wäre es bei der ersten Wortmeldung nach der Wahl nicht angebracht gewesen, etwas Selbstkritik zu üben. Selten hat man den abstoßenden Vorgang eines ideologisch gekauften Journalismus, der die Wahrheit opfert, so in Reinkultur beobachten können. Leute wie Sie sind unheimlich. Das sage ich als NICHT FDP-CDU Wähler. Ganz, ganz gruselig. Ich hoffe, die ARD sieht, was für einen Ideologen sie beschäftigt. Unfähig zu jeder Art von Selbstkritik.
@Nomos: Keine Denunziation bitte. Das alles wäre nur abgründig wenn Lübberding als Journalist beim öffentlichen Rundfunk sein Geld verdienen würde. Er ist aber österreichischer Manager und dieser Blog ist sein Privatvergnügen. Nur deshalb darf er hier den Betonkopf spielen. Das Blog ist gerade deshalb so interessant, weil es nicht von Journalisten stammt. Wenn man sich so verhaut wie Lübberding und dann den Rücktritt der Parteispitze verlangt,weil man sich verhauen hat, ist das in der Tat etwas komisch, aber wohl “österreichischen” Verhältnissen geschuldet. Über Luhmann und Sloterdijk liest man hier sehr Differenziertes.
Diese Andropows der Ätzpede treten nie und nimmer zurück. Diese “Realpolitiker” klammern sich bis ins Grab an die Macht.
Ohne Macht sind sie nämlich ein x-beliebiger Hanswurst. Das wissen die genau. Die Verantwortung für diesen Zustand trägt aber die Basis der Mitglieder. Sie hat die Entstehung dieser Typen erst möglich gemacht.
Ach, ist das Blog hier jetzt von der ARD übernommen? Hättet ihr ja mal ‘nen Post zu machen können. Spannend und die ham gar nicht ihr Logo hier draufgebatscht.
Und ich dachte immer das hier ist ein Blog, geführt von zwei Privatpersonen, von denen einer Journalst ist. Hätte ich geahnt, das die Öffentlich-Rechtlichen für den Inhalt verantwortlich sind, hätte ich mich natürlich schon längst irgendwo beschwert…
Das fände ich richtig, eine Lübbering – SPD würde nämlich auch ich wählen können.
Lieber luebberding,
Das Problem der SPD ist nicht Herr Steinmeier, denn der ist ne nettes Frontgesicht aber sonst ein braver Bürokrat und Befehlsempfänger nach guter deutscher Tradition.
Das Problem der derzeitigen SPD ist die graue Eminenz an der Spitze genannt Münte und die das Femegericht genannt Seeheimer Kreis.
Die müssen weg wenn die SPD wiede eine Volkspartei werden will. Das heißt nun nicht das die SPD eine Nahles+Stegner Doppelspitze braucht weswegen dieses Neuerfinden verdammt schwer werden wird und auch kaum Chancen hat auch nur versucht zu werden.
@anaximander, Nachdenker und die anderen rechts von der Mitte stehenden Parteisoldaten:
Solltet ihr nicht zur Welt, RTL, etc. gehen, und denen politische Einflußnahme vorwerfen schon aus Proporzgründen? Die machen das schon VIEL länger als luebberding und ehrlich gesagt auch viel besser. Luebberding mag ein Parteisoldat sein, aber er ist darin wenigstens ehrlich. Zudem interessiert es kein Schwein was ein Journalist in einem Blog für eine Meinung vertritt (sorry @wgn und luebberding, aber es ist die Wahrheit, ihr wisst es ja selbst)
@ f.luebberding
“Das ist erbärmlich – und mir ein ähnlicher Vorgang in einer dem0kratischen Partei bisher nicht untergekommen.”
Finde eher Deine Forderung erbärmlich. Steini und Münte haben Recht daran getan, alle Optionen offen zu lassen.
Was die SPD jetzt braucht, ist Ruhe an der Personalfront, damit man sich inhaltlich und personell in aller Ruhe neu aufstellen kann. Das wird schwierig genug werden.
Wenn das Postengeschacher losgeht, bevor man weiß, wo es hingehen soll, dann kann man die Bude gleich zumachen.
Ich möchte noch etwas zu Norbert Walter sagen.
PPP ist eine Möglichkeit, wie die Politik die Schuldenbremse umgehen kann.
Norbert Struck hat dafür gesorgt dass die deutsche Bank in nächster Zukunft Renditen von 10% machen darf.
Bezahlt wird dies dann über Gebühren die an Privatinvestoren hier die deutsche Bank fliessen werden.
Eine gigantische Umverteilung von unten nach oben.
Kann mir jemand sagen, warum Norbert Struck dies getan hat?
Ein weiteres Beispiel.
Warum hat die SPD den Kommunen die Hälfte der Kosten für die Langzeitarbeislosigkeit zugeschoben.
Bertelsmann hat Hartz IV mitgeschrieben.
So wird Arvato seine Dienstleistungen an die Kommunen verkaufen können.
Warum hat die SPD das gemacht????
usw……
@ Pilker
Es geht nur um Postengeschacher, um was sonst. Oder woher sollten sonst die Eingebungen der letzten 10 Jahre gekommen sein. Für die Menschen, für welche, für wen…
@ ham
der HAM würd wohl wissen, dass Frank und Thomas verschiedene Personen sind.
Nun Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten hatte ja mal postuliert, dass die Führungsspitze der SPD die Partei mit Absicht in den Untergang führt. Vielleicht hat er ja recht?
So richtig weiß ich nicht, was ich von diesem Beitrag halten soll.
Sicher das Auftreten von F-W. Steinmeier und F. Müntefering war seltsam. Aber muss man deswegen gleich ihren Rücktritt fordern?
Ich denke man sollte zunächst die Schuldfrage klären. Erst wenn man festgestellt hat, warum Nahles und Steinbrück Schuld sind (fehlende Unterstützung bzw. das verkorkste Bankenrettungsprogramm), kann man ihren Rücktritt fordern.
Die SPD hat schon deutlich schlechtere Wahlergebnisse eingefahren, ohne das August Bebel zurücktreten musste.
@ mylli
Ich wollte warten, bis er selbst ganz fürchterlich über den Nick-Klau meckert. Wegen der gleichen Begründung.
Pilker, Bude?
Nein, BARACKE (immer dran denken!)
Ok, nur eine Frage: Wer soll’s machen? Nahles und Gabriel?
Da fordere ich die SPD-Mitglieder lieber gleich auf, ihre Partei aufzulösen und sich der Linken anzuschließen!
Ich meine, so in der Retrospektive waren die Zeiten unter Oskar doch gar nicht mal schlecht…;-)
Nagut, die Ergebnisse von August Bebel waren etwas besser als heute.
Wann kommt denn endlich die Gänsegeschnatter….äh…. Elefantenrunde?
@klingens, #18
Ob Luebberding ein Parteisoldat ist, oder nicht, ist für mich nicht die Frage. Aber zweifellos hat sich dieser Blog mit dem Abheben auf die SPD (luebberding) und die Linken (wgn) keinen Gefallen getan, sondern zeigt jetzt, wie wir nun wissen, Schwächen.
Weissgarnix hat uns früher durch seine Arbeit bestens in dieser Welt orientiert. Wenn Obama, wie vor einigen Tagen in Pittsburgh, für Exportchampions Strafzahlungen fordert – Wir kannten solchen Ideen längst, Weissgarnix sei Dank!
Aber dieser linke Kram? Da wurden wir fehlorientiert! Schlecht!
Dieser Blog büßt seinen Avantgarde-Status ein und zieht mehr und mehr linke Sektenanhänger an, die tagespolitisch aber nun mal nicht relevant sind, wie wir nun wissen. Wirklich – Schlecht!
Die Spd kann doch froh sein diese Wahl verloren zu haben und im Bundesrat wird es eher schwieriger…
Anamixander und andere
Der Beitrag von mir war völlig in Ordnung. Natürlich habe ich mit meiner Prognose nicht recht gehabt. Das kann halt passieren, wenn man sich mit der Zukunft beschäftigt … . Wo ist euer Problem? Das ich kein Hellseher bin? Nur ob die Analyse falsch war, da habe ich dann doch meine Zweifel. In allen meine Beiträgen habe ich immer deutlich gemacht, das bei einer halbwegs mit 2005 vergleichbaren Wahlbeteiligung Schwarz-gelb nicht gewinnen kann. Genau so ist das auch gekommen. Also wenn hier schon jemand von falschen Analysen redet, sollte er bitte schön alles zitieren … .
Also diese Empörung über mich ist kaum nachvollziehbar, wenn man nicht gerade Steinmeier und andere heißen sollte … .
Im übrigen muss man als Journalist nicht zurücktreten, weil man kein Hellseher ist und nicht weiß wie viele Menschen sich heute an den Wahlen beteiligen werden. Ich habe auch noch nie gehört, dass die Forderung nach Rücktritt eines Journalisten wegen solcher Artikel gestellt worden ist. Aber darüber kann ja morgen der SPD Vorstand diskutieren, wenn er meint das zum Thema machen zu müssen … . Insofern ist das hier ein Premiere von irgendwelchen Witzbolden … . Niemand – außer Astrologen – muss zurücktreten, weil die Zukunft sich anders entwickelt hat … .
Aber offenkundig scheint mein Artikel ja einigen Leuten nicht zu gefallen. Sie problematisieren nicht die Lage der SPD, sondern meine … . Also das ist wirklich zuviel der Ehre.
Nur zur Erinnerung: Weissgarnix oder ich standen heute gar nicht zur Wahl. Uns darf nämlich jeder jeden Tag wählen – wenn er uns liest oder es auch sein lässt. Also mit dem Vorwurf der Diskreditierung, was immer das bedeuten soll, also damit kann ich sehr gut leben. Ich hoffe nur, dass meine Freunde in der SPD auch noch andere Sorgen haben … .
Aber das jetzt zur Klarstellung: Ich bin kein Österreicher. Das ist kein Blog des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das ist auch kein Kommentar des WDR oder des staatlichen chinesischen Fernsehens … . Es ist nur ein Kommentar von mir.
Findet ihn gut oder schlecht. Völlig in Ordnung – aber hört mit diesem Quatsch auf.
Und ham – jetzt ganz ernsthaft. Was hat die Frage der Zukunft der SPD damit zu tun, ob ich mich angeblich verhauen habe oder nicht? Das ist nun wirklich grotesk. Und Nomos – also “ideologisch gekaufter Journalist”? Wieso dieser Schaum vor dem Mund? Weil ich eine Einschätzung gegeben habe, die keineswegs absurd gewesen ist?
Die Union hat ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 1949 – und ich muss keinen Deut von dem zurücknehmen, was ich gesagt habe.
Das betrifft übrigens auch meine Irrtümer. Ich bemühe mich nämlich daraus zu lernen.
@hacedeca
>und die Linken (wgn) keinen Gefallen getan
Ich hebe nicht auf die Linken ab, wo denn? Ich betrachte die deutsche Parteienlandschaft wirklich aus der fröhlichen Distanz eines (zwangsweisen) Nichtwählers, sympathisiere mal mit diesen, dann mit jenen, finde mal den Lafontaine gut, schreibe dann den Gysi wieder in Grund und Boden, lobe den zu Guttenberg und les dem Steinmeier die Leviten, finde dann aber wieder seinen “Plan für Deutschland” diskussionswürdig usw usw. Ich habe da wirklich keine Präferenzen was einzelne Parteien betrifft, sondern nur eine klare Meinung, wie die Probleme aussehen und wer sich wie dazu positioniert.
Und die einzige Regierungskonstellation, für die ich mich hier je expressis verbis ausgesprochen habe, ist die nunmehrige: CDU/FDP haben jetzt wirklich eine hochinteressante Aufgabe, und können sich wirklich auf nichts, aber auch schon gar nichts ausreden. Merkel und Westerwelle haben, was sie wollten, und das mit einer recht komfortablen Mehrheit. Und die SPD gehört eindeutig in die Opposition und nirgendwo anders hin.
In welchem Tunnel waren Sie unterwegs, Herr Lübberding? Über Jahre hinweg bewahren und pflegen diese Leute aufopferungsvoll das Schröder/Clement-Erbe und jetzt, ausgerechnet jetzt, praktisch in der Stunde der Vollendung, fordern Sie deren Rücktritt?
Apropos: Gerade teilte Steinmeier in der ARD mit, dass er Fraktionschef werden will.
Muss mich also korrigieren, er will anscheinend nicht nur kurzfristig die SPD aus dem Rampenlicht bringen, sondern hat bereits konkrete persönliche Pläne.
Alle
Was der Dauerbrenner meiner SPD Mitgliedschaft betrifft. Die Debatte führen wir ja mit schöner Regelmäßigkeit. Daraus habe ich nie einen Hehl gemacht und wem es nicht gefällt, braucht es halt nicht zu lesen. Es hat aber weder meine Themenauswahl, noch meine Standpunkte jemals betroffen. Wer es nicht glaubt, soll es lassen.
Tatsächlich habe ich heute das erste Mal – und aus bekanntem Anlaß – als SPD Mitglied einen Kommentar geschrieben – und nicht als Journalist. Das ist wohl deutlich geworden. Nun kann man das für falsch halten, in dieser Partei Mitglied zu sein. Das bleibt jedem unbenommen. Aber bitte schön, man nehme den Unterschied zur Kenntnis.
Snozin
Genau, wir sind heute aus dem Tunnel herausgekommen. Es wird Zeit den Lokomotivführer zu wechseln … .
klingens
Welches Schwein das hier liest, ist mir egal. Ich habe nichts gegen gebildetes Borstenvieh. Aber sollen wir schweigen – wegen der Ignoranz der Schweine?
Mac T
Aha, die Schuldfrage klären. Hier geht es nicht um Schuld, sondern um die Übernahme politischer Verantwortung. Wie es 1998 Helmut Kohl gemacht hat oder im vergangenen Jahr Huber und Beckstein in der CSU.
Das ist ja wohl nicht zuviel verlangt. Und dass die Lage der SPD ein Desaster ist, kann ja wohl kein Grund sein, diese Übernahme zu verweigern.
Alle
Und dass August Bebel noch schlechtere Wahlergebnisse hatte. Also wirklich, ist das etwa ein Argument?
Dann macht August Bebel zum Parteivorsitzenden. Außerdem geht es nicht nur um Müntefering, sondern auch um Steinmeier etc. Es geht um den Rücktritt aller stellvertretenden Parteivorsitzenden.
Wer will, kann ja auf dem Parteitag neu kandidieren.
@FL
tja, da kann man einem SPD-Mitglied wirklich nur noch kondolieren. FWS gehört wohl zur Sorte “Kapitän”, die verlassen das Schiff als letzter – noch nach den Ratten.
Pragmatisch würde ich vorschlagen, dass die Schröder-Bagage zur CDU geht und die anderen zur Linken. Damit hat sich dann auch die Frage nach dem Posten eines Vorsitzenden der SPD-Fraktion erledigt, denn die gibt’s dann nicht mehr. 146 Jahre Mandantenverrat sind ja nun auch wirklich genug.
Wachstum, Wachstum, Wachstum!!!
Über was reden wir hier eigentlich die ganze Zeit. Abkehr von dem Wachstumswahn und jetzt darf ich mir den Sch**ß wieder 4 Jahre lang Tag für Tag anhören.
Pilker
Eben. Das kann er auch machen – aber ab Samstag ohne mich.
@FL:
Die Übernahme von politischer Verantwortung kann nicht in Flucht liegen. Das führt nur, wie Oskar Lafontaine gezeigt hat, dazu das man später einer neue Partei gründen muss, weil man in der SPD nicht mehr weitermachen kann.
Steinmeier sollte nur die Verantwortung für die schlechten Ergebnisse übernehmen, wenn er sie wirklich zu verantworten hat. Er kann aber nichts dafür wenn Nahles seine Agenda 2010 nicht verteidigt. Er kann sicherlich was für seine seltsame Weise Deutsch ohne vollständige Sätze zu sprechen und auch sonst für seine dröge Art. Dafür aber, dass große Teil seiner Partei nicht kämpfen wollten kann er nichts.
Ich habe jedenfalls kein Interview mit Nahles im Wahlkampf gesehen.
hier gehts lang, undertaker..
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/lambsdorff_papier_1982.pdf
nix zu danken!
Der Widerspruch zwischen den Gesetzen der Warenwelt und der Identität unserer Volksvertreter, wenn er denn je bestanden hatte, war eh aufgehoben. Doch die Mechanismen der Selbsttäuschung haben auch diese Wahl bestimmt, der bürgerliche Souverän hat die Aufhebung seiner kognitiven Dissonanzen mit seinem Kreuz bei der FDP vollzogen. Das Wahlvolk der Leistungsträger hat seinen als negativ empfundenen Gefühlszustand, der durch nicht miteinander vereinbare Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten entstanden war, diesmal nicht durch eine Einstellungsveränderung austariert, sondern an der Urne gegen den eignen Kaufkraftverlust, gegen den befürchteten eigenen sozialen Abstieg gestimmt. Der Wähler hat durch den Kauf dieses Tigerenten-Labels auf einer bunten Verpackung, deren Inhalt er gar nicht kennen wollte, halt versucht sein Fell zu waschen ohne dabei nass zu werden. http://www.comfactory.de/comuccino/menue/index.php
@mylli + Wat.
Offensichtlich hat „ham“ nicht registriert, dass der gleich Nick als „HAM“ schon im Blog existiert.
Deshalb die Bitte an „ham“, seinen Nick etwas anders zu kennzeichnen, um Verwechslungen zu vermeiden.
Zur Wahl:
Die Partei der Nicht-Wähler umfasst 27,5% der Wahlberechtigten,
bezogen auf die Wahlberechtigten:
CDU/CSU – 24,4%
SPD – 16,7%
Die Verluste der ehemaligen Volksparteien, insbesondere der SPD, sind größer, als es die prozentuale Darstellung der Wählerstimmen zeigt.
Ob die SPD sich in der Opposition rekonsolidieren kann, ist mehr als fraglich. Meine Vermutung ist, dass die SPD zerbröselt. Die SPD-Rechte (vgl. sog. Seeheimer Kreis) hat die SPD fest in der Hand und wird – so meine Annahme – eher eine SPD in Richtung 10% hinnehmen, als ihren Kurs zu ändern.
Wer nicht zum SPD-Establishment gehört, wird über einen Parteiaustritt bzw. wechsel nachdenken, sei es zur Linken, zu den Grünen, zur CDU/CSU, zur FDP oder vielleicht sogar zu den Piraten.
@Lübberding: Zurücktreten nicht, weil Sie falsch prognostiziert haben, noch nicht einmal w i e Sie es gemacht haben (“Blamage für die veröffentlichte Meinung”, die Ihre Blamage ist), nicht einmal wegen Ihrer totalen Parteilichkeit, nicht einmal wegen der Arroganz, sondern weil SIE unfähig sind, zu dem, was jeder Journalist haben sollte: SELBSTKRITIK: Wie Sie hier gleich losschießen ohne eine Spur von Reflexion über Ihre eigenen Prognosen, die ja sich nicht nur auf Merkel beziehen sondern ganze Welt- und Wirtschaftsinterpretationen beeinhalten, das ist einfach jämmerlich. Dieser Blog hat mindestens soviel Charisma verloren, wie CDU und SPD zusammen.
@ham (klein geschrieben)
Mässigen sie sich bitte.
Dieser Blog ist, seit dem ich ihn verfolge (und das tue ich praktisch seit dessen Beginn), eine solide Plattform für Themen jeglicher Art, weil FL und WGN hier ihre Meinung posten und sich für nichts rechtfertigen müssen.
Tun sie sich doch bitte den gefallen und besuchen sie diesen Blog nicht, dann regen sie sich auch nicht über FL auf.
Gruss,
Coki
@ham
nicht der große HAM sondern ham
Demokraten? unter sich? wie die sonstigen Ereiferer, ala Politic Clown.
Es ist ja auch usus, noch mal drauf zu treten, wen einer am Boden liegt.
was anderes kann man auch nicht erwarten.
Und die einzige Regierungskonstellation, für die ich mich hier je expressis verbis ausgesprochen habe, ist die nunmehrige: CDU/FDP haben jetzt wirklich eine hochinteressante Aufgabe, und können sich wirklich auf nichts, aber auch schon gar nichts ausreden. Jetzt kriege ich aber einen Lachkrampf.
Einen Cognac bitte.
Es ist so gekommen, wie es nur einer hier im Blog geschrieben hat, und zwar seit der Europaratswahl. Es ging um ein faules Blondchen. Meine Unbescheidenheit.
Mir gefiel besonders die braune Ader im gelben Männel. Wenige Einwürfe von anderen wurden mit wütendem Schimpfkanoaden verfolgt.
Und ein ganzer Monat, der Oktober, Marx angedroht. Da kann man ja das ganze Manifest abschreiben.
Nee Weissgarnix, Dein Einsatz war eher links orientiert, das hätte bei hoher Wahlbeteiligung die Große Koaliation im Amt gehalten. Taktisch, wie strategisch völlig daneben. Die SPD hatte doppelrot abgelehnt, der Außenminister in spe die Ampel ausgeschlossen. Nun kann die sPD ihr “Sozial” wiederfinden und ihren Gesinnungswandel gleich mal im Saarland und in Thüringen unter Beweis stellen. Ansonsten wären 23 % entschieden zu viel, für eine Partei, die in 10 Mitregierungsjahren derartige Schäden angerichtet hat. In dem Fall sollte die Basis lieber zu den Linken wechseln.
guter artikel. habe nur leider den verdacht, dass münti und die steinis schon viel zu sehr in ihren autosuggestionen gefangen sind. entweder sie treten bis morgen zurück, das wäre die saubere lösung; oder ein putsch ginge auch, keine gute presse- aber was soll es. mein persönlicher favorit für den vorsitz wäre ja wowereit- mal schauen, ob er das ähnlich sieht- entsprechende mehrheiten zustande brächte; hoffen wir nur es wird nicht richtig hässlich. alles andere als ein klarer schnitt in der wäre parteispitze wäre für die spd fatal. selbst wenn die was anderes vorhätten, alles was man grob als schröderianisch bezeichnen kann schadet dieser partei nur noch mehr- schade drum.
@undertaker
Tja wir gehen schonmal zum lachen in den Keller…
Marc kommt auch mit.Entwerde sie ändern unser System oder sie verabschieden sich vonder Demokratie daran hat sich nichts aber auch garnichts geändert.
http://www.youtube.com/watch?v=SUUI-fqwAhw
die größten kritiker der elche
waren früher selber welche
Als ich die Vorraussage zum Rücktritt der Frau Merkel gelesen habe, dachte ich als Erstes: Und wer soll sie denn ersetzen?
Ja, genau, wer sollte sonst der Krise ein Gesicht geben. Eh voilà!
@FL
Warum verteitigst Du Dick gegenüber indiskutablen Angriffen? Dass hier einige jetzt auftauchen und glauben, Oberwasser bekommen zu haben, war doch zu erwarten. Und dass sie zu persönlicher Verunglimpfung greifen – dass kann man doch ertragen. Motto: Ich entscheide immer noch selbst. von wem ich mich anpinkeln lasse.
Cool bleiben Schmädel`s, denn nun muß das neoliberale Gesindel ,
die von ihnen verursachte Finanzkrise auch ausbaden !
Hallo Nichtwähler, einfach Fresse halten und 25% MwSt
zahlen.
http://www.herrmann-fuer-bad-duerkheim.de/resources/Guttenberg-Papier.pdf
Als parteiloser Weissgarnix-Leser muss ich gestehen, dass ich die rapide Politisierung dieses Blogs ein wenig bedaure. Gewiss hatten wir momentan gerade Wahl, aber dieses endlose ideologische und parteipolitische Gerangel gehört einfach in andere Blogs. Nichts gegen Frank, aber wie schon andere vor mir kommentierten, fehlt uns der Thomas und seine cleveren Wirtschaftskommentare.
@ HAM #43
ich wette mit dir, selbst wenn nur noch 10% oder 0% zur Wahl gehen sollten, stellen sie sich hin, und predigen von einer “Volkspartei”.
72.5% Wahlbeteiligung, und dafür bekommen S/G gerade mal 48%. Ein dreifaches Hurra, Hurra, Hurra.
Das ist” Demokratie” pur. da hat ja selbst der Gröfaz besser abgeschnitten.
scheiß der Hund drauf.
@ergo sum #54:
Seit wann kann man Politik & Wirtschaft voneinander trennen?
@ Kritiker zur FL-Meinungsäußerung:
Gekis,
ich bin Nichtwähler, und überzeugter Nichtwähler. Aber ich habe auch keine Enttäuschung erlebt. Die hatte ich die letzten 20 jahre nach der Verkohlung und Gerhard, Gerhard, Gerhard, genügend.
Egal welcher Coleur.
Cheers, wo sind eigentlich die Piraten?
mit dem FL sind im Eifer des verlorenen Gefechts ein wenig die Gäule durchgegangen – na und? so hat die Meute hier doch wieder was zu kläffen. Viele kläffen hier doch eh nur herum weil es sonst niemanden interessiert. Und kehren winselnd immer an diesen Fressnapf zurück. Nicht FL ist jämmerlich, IHR seid es!
Ergo sum und alle
Na ja, wir waren halt nie nur ein Wirtschaftsblog. Wir haben hier auch schon über den Papst diskutiert … . Nur waren eben heute Bundestagswahlen – das wird auch ökonomische Konsequenzen haben. Welche wird jetzt im Schwarz-gelben Fingerhakeln geklärt werden. Das ist ja schon munter im Gang.
Dazu werden wir auch was machen.
Nur in diesem Kommentar geht es um die Konsequenzen innerhalb der SPD. Das ist nun nicht ganz unwichtig, auch für Nicht-Sozialdemokraten. Ich werde das auch noch näher begründen – vor allem den Versuch von Steinmeier, sich heute abend per Akklamation durch die Claquere im WBH zum Fraktionsvorsitzenden ernennen zu lassen.
Das hat jeden Respekt vor der Partei und ihren Mitgliedern vermissen lassen.
Und wenn Steinmeier meint, er kann jetzt morgen Müntefering opfern, um am Dienstag zum Fraktionsvorsitzenden gewählt zu werden, dann soll er sich nicht täuschen: Er hat abend die Chance gehabt, sich dem Votum der Partei zu stellen. Welche Rolle soll er noch in Zukunft in der SPD spielen? Mit welchem Programm? Warum ist er trotz dieses Desasters noch der richtige Mann? Er hätte das begründen müssen – er zog den bürokratisch adminstrativen Akklamationsakt vor.
Das ist das Problem – und sicherlich nicht nur meins.
Allein das macht in ungeeignet für diesen Job. Es scheint aber – und jemand sprach hier von Avantgarde – in der SPD niemanden mehr zu geben, der das auch ausspricht. Nur das kann keine Hinterzimmerdiskussison von Leuten sein, die sich für wichtig halten.
Es geht jeden an.
Aus SPD-Hinterherwinkender-Sicht ist für mich nur eins nach diesem Abend interessant: wird sie es schaffen, sich über den Bundesrat Gestaltungsmöglichkeiten zu verschaffen? Falls sie das möchte, muß sie jetzt in Brandenburg, Thüringen und an der Saar rot-rote Landesregierungen installieren. Bei großen Koalitionen wäre die Stimme der SPD im Bundesrat jeweils neutralisiert. Läßt sie sich auch noch hier “abkochen”, dann weiß ich nicht, was und wie soe überhaupt noch Kampfgewicht erzeugen will. >>> Diese Strategiedebatte hat bei der Elefantenrunde imho völlig gefehlt.
PS: Die haben doch den Beck wegen angeblicher Erfolglosigkeit gestürzt. Ob der ein noch schlechteres Ergebnis eingefahren hätte?^^
Lässt sich eine Parteimitgliedschaft mit dem journalistischen Ethos vereinbaren?
P.S.: Deine Beiträge für WDR5 insbesondere für Politikum waren immer sehr tendenziös, aber wir sind ja alle nur Menschen…
@holger
..den ihr seit die gute Seele aus dem off und das ist gut so !
sagte die: INMS, Bertelsmann, Spriger & Co
http://www.youtube.com/watch?v=B9uK7NgA53g
@ Luebberding
Kopf hoch, Herr Luebberding!
Einer der “alten Eichen” der Partido Revolutionario Dominicano, ein Populärphilosoph, ein Sokrates für die Barrio-Bewohner in La Puya, Papa Lu, der erklärte mir früher immer, „pise krapo ogmante la rivie”.
Das ist einer seiner kreolischen Lieblingssprüche, diese Weisheit kam mit den Sklavenschiffen aus der Bucht von Benin in die Karibik, etwa „little streams make big river” oder, auch die Pisse von nur einem Frosch lässt den Fluss anschwellen.
Ach, ist es wieder soweit, wird die Führungsriege wieder ausgetauscht ?
Schröder
Clement
Schily
Däubler-Gmelin
Eichel
Müller (o.k. der war nur Mitglied der Schrödermafia, nicht in der SPD)
Funke
Riester
Scharping
Bergmann
Klimmt
Bodewig
Stolpe
Bulmann
Hombach
Platzeck
Beck
…
…und das waren nur die Frontschweine…
Nein, Frank Lübberding, Du hast die heutige Wahlniederlage immer noch nicht verstanden. Die Partei muss zurücktreten. Oder haben nicht 80% der Parteimitglieder für Agenda2010 gestimmt?
Ihr habt Eure Wähler verraten, nicht die Parteimitglieder sind verraten worden. Ihr Parteimitglieder SEID die Verräter. Tragt die Konsequenzen für Euer Verhalten. Entschuldigt Euch, schämt Euch – und tretet aus.
Warum musste gleich nochmmal dieser —- Beck hat er, glaube ich, geheissen—- zurücktreten? Weil mit ihm an der Spitze das Ergebnis schlechter ausgefallen wäre? Lol!
Tja, jetzt kommt die Nacht der langen Messer… oder D wird weitere 4 Jahre ohne Sozialdemokratie leben müssen. Hat es bisher ja auch getan – noch lebt es ja, postuliere ich mal.
Ohne runderneuerte SPD bleibt halt nur Links – und das ist vielen sozialdemokraten zu links. Noch jedenfalls, in 4 Jahren ist Brandenburg vielleicht überall.
Eine SPD ohne Nahles, Zypries, Stein* und dafür mit Esprit – das ginge von 0 auf Volkspartei in einer Legislaturperiode.
Aber so?
James Tobin
Meine Beiträge waren im übrigen nie tendenziös – es hat keinen einzigen Fall gegeben, wo mir irgendwelche Fehler bzgl. Fakten oder Recherche vorgeworfen worden wären.
Nur wenn ich kommentiere, sage ich meine Meinung. Dafür braucht man eine Position – sie soll zur Meinungsbildung beitragen, auch wenn man nicht meiner Meinung ist. Das Kriterium ist Fairness – nichts anderes. Und mir hat wirklich noch niemand vorgeworfen, dass ich etwa Quellen – auch wenn sie nicht meiner Meinung sind – nicht fair behandelt hätte. Mir ist die politische Linie eines Kollegen oder eines Wissenschaftlers auch völlig egal, wenn ich mich mit einem Sachverhalt auseinandersetze. Oder was irgendein Parteivorstand erzählt … .
Nur ist es heute viel leichter ohne Parteibuch oder Überzeugungen journalistisch zu arbeiten, selbst wenn man nur PR Meldungen abdruckt. Das stört nämlich niemanden, weil es keiner merkt. Dafür bekommt man auch Belohungen, allerdings werden die nicht bekannt. Das ist nämlich völlig intransparent.
An Transparenz habe ich es nun nie fehlen lassen – und wahrscheinlich gibt es auch keinen Journalisten in Deutschland, dem – ob berechtigt oder nicht – wie mir auf die Finger gesehen wird … .
@FL @all
Da sich hier alle über Parteipolitisches erregen, versuche ich mal meine historisch-materialistische weitausgreifend proto-feuilletonische Exegese:
Was wir heute erlebt haben, war der Untergang der BRD-SPD, also der Godesberger. Die basierte auf der (wie immer fremden, denn eine eigene Ideologie hat die Sozialdemokratie spätestens seit 1914 nicht mehr) Phantasie einer “Sozialen Marktwirtschaft”, später eines “rheinischen Kapitalismus”, der “paritätischen Mitbestimmung”, der “Sozialpartnerschaft”, “Pakte und Bündnisse für Arbeit” und was dergleichen basislose Konstrukte mehr sind.
Die haben ausgedient, denn die Wirtschaftskrise ist kein Unfall, sondern liegt in der Entwicklungslogik des System. Und mit ihr die SPD als Integrationsagent der Arbeitnehmerschaft. Oskar, der bei weitem strategisch beschlagenste unserer Politikerkaste, hat vorgesorgt und aus den Ost-Resten der SED und der zunehmenden Zahl der durch die post-sozialmarktwirtschaftliche Logik Empörten (WASG) zu einer SPD 2.0 zusammengeführt.
Die Wasser werden sich klären und wir werden wieder auf den Grund schauen können, der heisst nach wie vor, und verschärft: Kapitalismus und seine Antagonismen.
Der alte BRD-Konsens ist aufgebraucht, den letzten sauren Schluck nahm die Große Koalition, es folgt eine schwarzgelbe Panikblüte, die nicht nachhaltig und kurz ausfallen wird. Danach geht’s dann zur Sache.. Mit SPD oder ohne, darauf kommt es überhaupt nicht an.
Zecke
“Die Partei muss zurücktreten”
Interessanter Vorschlag. Das wäre wohl die Selbstauflösung … .
“Es scheint aber – und jemand sprach hier von Avantgarde – in der SPD niemanden mehr zu geben, der das auch ausspricht.”
Nein, es gibt in der SPD niemand, der das so sieht.
So Mädels ich verabschiede mich ich hab gesagt ich bleibe bis zur Wahl… und nicht vergessen…
http://www.youtube.com/watch?v=6Ah_WAHZNYg
Legen wir es zu den Akten, wenn zwei gewiß nicht dieses wohlverdiente Ergebnis verursacht haben, heißen sie Weissgarnix und Lübbering. Schaun wir mal in eine absehbare Zukunft.
@ Nanuk, ich werde Dich vermissen. Danke für Deine Beiträge.
Alles wird gut, ist wohl der falsche Spruch zu diesen Zeiten…
An diesem Wahlabend ist bei einigen Kommentatoren in diesem Blog die Nacht der langen Messer angebrochen.
Warum diese Hysterie und die abscheulichen Beschimpfungen?
Alle diese präpotenten Besserwisser und Tugendwächter (warum die mich wohl an Robespierre erinnern!!! Lesen Sie mal Dantons Tod) täten gut daran zu skizzieren, was wir von der künftigen Regierung zu erwarten haben und ob die künftige Regierung die neoliberale (Wirtschafts-)Politik verschärft fortsetzen wird.
Und jetzt wird es höchste Zeit, meine große Zufriedenheit über diesen Blog zum Ausdruck zu bringen:
Im September vorigen Jahres, als die Finanzkrise auf ihren (vorläufigen?) Höhepunkt zusteuerte, suchte ich im Internet nach anderen Informationsquellen, weil ich das Gefühl hatte, Zeitungen und Rundfunk (bis auf wenige Ausnahmen, eine davon waren die Kommentare von Herrn Lübberding) würden völlig unzureichend informieren und oft schlecht kommentieren. Dabei fand ich u.a. weissgarnix.de und seit dieser Zeit lese ich mit großem Gewinn und Vergnügen in diesem Blog.
Die platzierten Themen sind informativ, kompetent und nicht selten humorvoll, launig abgefasst. Humor schafft bekanntlich Distanz zu den bedrohlichen Ereignissen und zu den Personen, die das Geschehen maßgeblich beeinflussen bzw. die im Sinne des Systems tätig sind ( z.B. den humorigen Artikel über Josef (hier besser bekannt unter Joe)).
Sie (wgn, F.L.) zeigen mit jedem Ihrer Beiträge, komplexe und schwierige Themen sind deutlich besser zu verstehen, wenn sie in einem gut aufgebauten und gut formulierten Text dargeboten werden. Für die in diesem Blog behandelten Themen ist das für mich eine neue Erfahrung.
Auch ein großes Lob an die konstruktiven und kompetenten Kommentatoren/Kommentatorinnen und vielen Dank für die vielen wertvollen Links auf andere Artikel und die kabarettistischen Darbietungen.
Beste Grüße
Josef
Alle
Steinbrück hat man ja nicht gesehen. Er warnt vor Selbstzerfleischung und stellt sich schon einmal selbst zur Disposition:
“Der stellvertretende SPD-Chef Peer Steinbrück hat seine Partei vor Panikreaktionen nach dem beispiellosen Wahldebakel gewarnt. Keinesfalls dürften jetzt «Revolutionstribunale» aufgestellt werden oder Selbstzerfleischungsprozesse starten, sagte der Finanzminister am späten Sonntagabend in der Berliner SPD-Parteizentrale. Notwendig sei aber ein Generationenwandel, dem er persönlich «nicht im Weg stehen» werde, sagte er mit Blick auf seinen Posten als Stellvertreter von Parteichef Franz Müntefering. Auch andere prominente SPD-Politiker forderten neue Köpfe.”
http://bazonline.ch/ausland/dossier/deutschland-im-wahlkampf/SPDVizechef-Steinbrueck-warnt-vor-Revolutionstribunalen/story/15518232
Nur damit es auch Steinbrück begreift. Führungspositionen in Parteien werden nicht per Akklamation vergeben und weil man sich selber zum Kandidaten gemacht hat. Es geht nicht um Inhalte, sondern um den Respekt vor der innerparteilichen Meinungsbildung.
Den Rücktritt vom Amt des stellvertretenden Parteivorsitzenden haben wir zur Kenntnis genommen.
nanuk
Aber das hast Du doch nicht ernst gemeint?
Ha! Supi! Steinmeier hat seinen Wahlkreis verloren! Was für eine Bilanz:
- Wahlverlierer NRW,
- GröSchmatz (Größter Schuldenmacher aller Zeiten),
- Nichtmal mal ein Direktmandat kann er gewinnen.
Aber ich bin sicher, Merkel verschafft ihm wegen der Verdienste bzgl. Rettung
der deutschen Bankdes deutschen Vaterlands einen Kommissarsposten in Brüssel.lemming
seh das so wie du – weg mit dem rechten spd gesocks zur fdp oder cdu, und die minderheit zur linken. dann wär da wenigstens ne chance zum neuanfang.
und zum blog
weiter so, les euch immer wieder gerne.
Quatsch, nicht Steinmeier. Steinbrück wollte ich sagen! Ich
Dumm in meinem Überschwange!
Warten wir mal ab.
USA Auftragseingänge wieder rückläufig,
Belgien Auftragseingänge wieder rückläufig,
Japan Auftragseingänge wieder rückläufig,
…..
Merkel und Westerwelle die Wirtschaftsexperten.
Jetzt schnallen wir mal den Gürtel so richtig bis die Luft weg bleibt.
60 Milliarden müssen im Haushalt eingespart werden.
Wird richtig spannend im Frühjahr.
@lemming
Wohlstand für alle?
Wie Ludwig Erhard im Januar 1945 zusammen mit dem später gehängten SS-Einsatzgruppenführer Otto Ohlendorf die Soziale Marktwirtschaft erfand. Kleiner Hintergrundbericht von einem journalistischen Urgestein. Otto Köhler durfte unter Augstein noch im Spiegel schreiben und heute?
http://www.jungewelt.de/2009/09-19/023.php
Ich fordere nicht nur den Rücktritt von Steinmeier und Münte, sondern von allen SPD’lern, die aus Schröders Zeiten kommend ihr Amt in der vergangenen großen Koalition wahrgenommen hatten.
Nur so (incl. weiterer Maßnahmen!!!) lässt sich der Einfluss des Seeheimer Kreises aus der SPD zurückdrängen.
…und wann kommt die Forderung nach dem Wohlfahrtsausschuss ?
http://de.wikipedia.org/wiki/Wohlfahrtsausschuss
@Martina, ich glaube nicht, dass man den Kaarst da weg kriegt. Der sitzt im Seeheimer Kreis wie die Spinne im Netz.
@ hacedeca #30
@ ergo sum #55
yo!!
dafür noch mal ein extrem dankbares DANKESCHÖN an wgnx und fl! und bei dieser gelegenheit natürlich auch danke an alle für`s mit-posten!
da mir aber offenkundig die altenativen fehlen, drohe ich mal besser nicht mit dem irrelevanten blog-austritt bis nächsten samstag, für den fall, dass hier in der kommenden woche nicht die steuerproblematik der caymans ausdiskutiert wurde.
es bleibt, eine interessante zeit, düster sowieso … und`ne menge zeug zum bloggen! auf geht`s!
Alle
“Ein anderer Spitzengenosse, eher Pragmatiker als Linker, drückt es im Atrium des Willy-Brandt-Hauses anders aus: “Per Akklamation von Jubelpersern sollte man nach diesem Ergebnis nicht Fraktionsvorsitzender werden.” Wieder ein anderer meint, er könne sich nicht recht vorstellen, wie “der artige Steinmeier” dem Wortgewaltigen Linke-Chef Oskar Lafontaine in der Opposition Paroli bieten solle.”
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,651645,00.html
Geht doch.
@Nanuk
Hältst du das durch? Welche Ersatzdroge kannst du empfehlen?
Ich finde, dieser Blog macht süchtig, nicht zuletzt, weil er die richtige “Ökologie” hat. Die Guten überleben…
Und da willst du nicht dazugehören?
Jedenfalls alles Gute. Auch wenn ich mir selten die von dir verlinkten Videos angeguckt habe: Ich hasse es, wenn meine Zeitachse fremdbestimmt wird – außer bei Musik…
Für die Fraktion der Ungültigen leider keine guten Nachrichten. Immerhin muss da niemand zurücktreten…
http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/index.html
Zur Einführung – nein ich bin kein Parteimitglied, allerdings habe ich gute Freunde, die eisern in unserem kleinen Dorf das Fähnlein der SPD hochhalten, und das sind wahrlich engagierte Menschen die sich hier den Arsch aufreißen und den Schröderianern und anderen Parteischädlingen nur mit geballter Faust in der Tasche aus mehr oder minder falsch verstandener Solidarität die Stange gehalten haben.
Ich hoffe sehr, dass diese Leute, die die wirkliche Basis darstellen, sich FL´s offenem Brief anschließen und diesen, nach ihrem heutigen Auftritt eindeutig völlig weltfremden Gestalten, den Weg nach draußen zeigen.
Und zum Schluß noch Grüße an die Poster, die sich über danebenliegende Prognosen von Blogbetreibern, Meinungsstärke und ähnlichem hier echauffieren:
Mickie Krause würde sagen – “Geh doch zu Hause, du alte Scheiße”
Geht doch.
“Geht doch endlich!” müsste es heißen.
Und nehmt die Jubelperser, “Linken” und “Pragmatiker” gleich mit.
Wenn es eines finalen Beweises bedurft hätte: Die gemutmaßte Präparation des WBH mit “Jubelpersern” wäre es gewesen.
Hoffnungslos. Demnächst ist FL parteilos, und das ist auch gut so.
Als ehemaliger SPD-Wähler: Ich fand es sagenhaft, was Steinmeier und Münte heute geboten haben, sagenhft unverfroren! Albrecht Müller liegt vielleicht doch richtig: Die SPD-”Spitze” und die SPD-Rechte will die SPD einfach nur zerstören. Der Witz: Wenn die Basis das schluckt, werden die bei der nächsten BT-Wahl ihr Ziel vollständig erreicht haben, Gratulation!
BTW: FL sollte sich auch mal irren dürfen können. Niemand sollte diesen Blog lesen müssen, nur weil er für die Gegenseite arbeiten muss. Geht doch öfter nach Hause und sprecht mit euren Frauen und Kindern!
Einfach unfassbar, nach der Rede von Steinmeier und Müntefering habe ich gedacht, die sind wirklich von allen guten Geistern verlassen worden.
Steinmeier machte den “Verlierer-Schröder”. Der glaubt er müsse weiter die Verantwortung tragen????
Na klar, wer Lafontaine vorwirft, er hätte damals sich aus dem Staub gemacht, glaubt nun, sich selbst nicht aus dem Staub machen zu können???
Lafontaine muss eigentlich einen Orden für seine Haltung nachträglich erhalten und das “Untergangsführungsduo” einen Tritt in den Hintern!
Die SPD ist am Erfolg sozialdemokratischer Politik zu Grunde gegangen.
Gerade die sozialdemokratischen Bildungsreformen der 60er und 70er haben dazu geführt, dass viele Kinder von SPD-Stammwählern den sozialen Aufstieg geschafft haben. Und sich nicht mehr linker Politik verbunden fühlen.
Aber es sind viele von ihnen in jungen Jahren SPD-Mitglieder geworden und haben sich später nicht getraut, die Selbsteinschätzung ihres neuen sozialen Status durch einen Austritt zu dokumentieren. Also haben sie die Ausrichtung der SPD verändert. Da sie aber durch die Prägung in ihrer Jugend nie die gefühlte Selbstverständlichkeit der Zugehörigkeit zu der Schicht, in der sie sich nach ihrem Aufstieg befanden. erlangt haben, wie das den Sprösslingen der bürgerlichen Schichten eigen war, haben sie sich konservativer, marktradikaler und sozialdarwinistischer gegeben als die von Geburt an bürgerlichen oder der der Oberschicht angehörenden. Schröder ist hier bestes Beispiel.
Darüber hinaus besteht die SPD aus über Sechzigjährigen ehemaligen Arbeitnehmern, deren Lage sich durch frühere sozialdemokratische Politik verbessert hat und die darum auch weiterhin an der SPD festhalten.
Aber ihr klassisches Klientel, die abhängig Beschäftigten und von Abstieg bedrohten s.g. kleinen Leute hat die SPD schon lange verraten. Und das sage ich als jemand, der aus einem SPD- und Gewerkschaftshaushalt stammt und selbst von der Bildungsreform profitiert hat. Nur im Gegensatz zu vielen anderen Aufsteigern aus diesem Milieu habe ich nie versucht, meine Herkunft politisch zu verleugnen. Und auch die Erkenntnis, das ein Wirtschaftssystem nicht funktionieren kann, das die Hälfte seiner Bevölkerung ausgrenzt, ist mir schon lange klar. Und ich habe auch kein Mitleid mit der SPD. Eine s.g. sozialdemokratische Partei, die die Menschen verrät, die am dringendsten auf eine sozialdemokratische Politik angewiesen sind, hat keine Existenzberechtigung mehr.
Und am schlimmsten finde ich es, dass gerade diejenigen, die in der Vergangenheit am stärksten von einer solchen Politik profitiert haben, die schlimmsten Protagonisten eines Sozialdarwinismus geworden sind.
In Abwandlung eines berühmten Ausspruch des Noch-Vorsitzenden der SPD: Münte ist Mist, Steinmeier auch!
@BB (#85):
Man bekäme ihn dann weg, wenn man ihn seiner Basis beraubt! Noch fühlt er sich sicher… nur – wir müssen Zweifel an seiner Kompetenz erwecken… eine harte aber eventuell fruchtbare Arbeit!
@fnord (#92):
Eben dieses Verhalten hat mich dazu gezwungen, meine öffentliche Rücktrittsforderung zu formulieren. Allerdings war weissgarnix damit schneller als ich.
So aber sind wir schon mal zwei SPD’ler, die das fordern! Und ich weiß, dass es einige weitere gibt, die das befürworten – allerdings nicht öffentlich.
Dennoch: die Saat ist gesät… nun muss nur die Frucht aufgehen…
@Nanuk
Nanuk, mach´s gut!
Lass gelegentlich von Dir hören!
@snozin #34
“In welchem Tunnel waren Sie unterwegs, Herr Lübberding? Über Jahre hinweg bewahren und pflegen diese Leute aufopferungsvoll das Schröder/Clement-Erbe und jetzt, ausgerechnet jetzt, praktisch in der Stunde der Vollendung, fordern Sie deren Rücktritt?”
Nein! Es ist noch nicht vollendent. Solange die SPD noch zweistellige Werte einfährt wird es so weitergehen…
@luebberding
Ich bin gerührt von soviel Herz für die SPD. Ich hätte mir schon viel früher den Rücktritt von Steinmeier und Münte gewünscht. Die heutigen Statements von Steinmeier haben aber ein weiteres Mal gezeigt, dass diese Partei es einfach besser weiss als der Wähler. Und dafür kämpft man, …auch weiterhin.
@hacedeca #30
yep, back to blog roots wäre nicht schlecht
@Farnk #36
Genau, wir sind heute aus dem Tunnel herausgekommen. Es wird Zeit den Lokomotivführer zu wechseln … .
Klar, ein paar Bauernopfer und dann business as usual…
Und ich hatte den Eindruck nicht nur der Lokführer (btw, schwere Beleidigung für die wahren im Leben!) ist Müll, sondern auch der ganze Zug mitsamt Gleisen, Gleisbett, Signalanlagen…ist Tatalschrott!
@Frank #60
Das hat jeden Respekt vor der Partei und ihren Mitgliedern vermissen lassen.
Wie? Ist ja ganz was Neues! Sag mal, wo warst Du eigentlich die letzten Jahre(zehnte)? Nicht nur das – der Respekt vor den eigenen Leuten ist mir egal – wo bitte schön ist/war der Respekt vor den Leuten hier im Land? Wo war hier der kleinste Anstand?
Es geht immer nur um Euch, um Eure Nabelschau und wie Ihr und die Euren am besten an die Fressnäpfe kommt. (btw, gleiches Prob in anderen Parteien.) Solange die Parteien das nicht kapieren und ändern bzw., der Wähler sich das bieten lässt, wird das nichts hier….
@Zecke #65
ja, nette Erinnerung, ich hätte da noch J.A., aber der geht ja back to daddy (DB od. GS)
Die Partei muss zurücktreten.
ENDlich mal Klartext. Aber vllt. haben die ja die “balls” vorher über Reparationen an ihr eigenes Volk nachzudenken?
@Nanuk #72
I love you.
Lass den Sche…s
Nacht, McShorty
@H.K.Hammersen
“Da sie aber durch die Prägung in ihrer Jugend nie die gefühlte Selbstverständlichkeit der Zugehörigkeit zu der Schicht, in der sie sich nach ihrem Aufstieg befanden. erlangt haben, wie das den Sprösslingen der bürgerlichen Schichten eigen war, haben sie sich konservativer, marktradikaler und sozialdarwinistischer gegeben als die von Geburt an bürgerlichen oder der der Oberschicht angehörenden. Schröder ist hier bestes Beispiel.”
Sehr guter Beitrag. Trifft es aus meiner Sicht genau.
Der Tagesspiegel veröffentlicht ein internes SPD-Papier: “SPD neu erfinden”
http://www.tagesspiegel.de/politik/wahlen2009/SPD;art20195,2910422
entschieden zu lang, für spd-verhältnisse recht kritisch mit den eigenen Positionen und unsäglichen Personen, aber in meinen Augen alles nix neues. Da werden Köpfe rollen, recht so. Mir sind diese machtgeilen sabbernden mehr oder weniger alten Männer alle sowas von zuwider, und nur die Chance, dass sie sich selbst in die Bedeutungslosigkeit katapultieren lässt ein wenig Freude aufkommen.
@H.K.Hammersen
Und auch die Erkenntnis, das ein Wirtschaftssystem nicht funktionieren kann, das die Hälfte seiner Bevölkerung ausgrenzt, ist mir schon lange klar. Und ich habe auch kein Mitleid mit der SPD. Eine s.g. sozialdemokratische Partei, die die Menschen verrät, die am dringendsten auf eine sozialdemokratische Politik angewiesen sind, hat keine Existenzberechtigung mehr.
Amen!
@Nanuk #72
Viel Glück!
Es gibt eine Welt ausserhalb dieser virtuellen Netze. Vielleicht läuft man sich mal über den Weg ohne es zu wissen.
Vielen Dank auch an WGN und an f.luebberding für diesen Blog. Ich hätte vormals nie geglaubt, dass Internet so spannend sein kann.
Wie stand es noch gleich so schön unter den Steinmeier-Plakaten?
Einpacken für Deutschland
@ F. Lübberding
Wie kann man denn wegen der paar verbliebenen Prozente wie ein jähzorniges Kind mit dem Fuß aufstampfen und gleich Rücktritt fordern!
Überlegen Sie lieber mal, woran es gelegen haben könnte.
Hier nur so eine Idee:
Die SPD weiß nicht, was sie will.
Ein Teil der Partei will in Menschen „investieren“.
Das will die CDU auch – dafür muss man nicht SPD wählen.
Ein anderer Teil will umverteilen.
Das kann die LINKE besser – dafür muss man nicht SPD wählen.
Die SPD will etwas, was andere auch und sogar noch besser können.
Die SPD ist daher funktional überflüssig.
Aber war da nicht noch eine Aufgabe – der Arbeiterklasse Teilhabe am Wohlstand zu verschaffen?
Richtig, fragt sich nur wo die Arbeiterklasse geblieben ist – und/oder der Wohlstand.
Diese Aufgabe besteht nicht mehr.
Die SPD ist daher auch historisch überflüssig.
Das müssen wohl auch ihre Anhänger so sehen – und sind zuhause geblieben.
Kleiner Trost:
Die CDU sollte genau hinschauen. Auch bei ihr kriselt es längst.
So ausm Urlaub retour…
…und was muß ich hier lesen? Ich habe mir nicht alles durchgelesen, die ersten 35 Posts langen mir völlig.
Mal ganz ehrlich. Wen konnte das heutige Ergebnis erstaunen? Ich
habe es genau so vorhergesagt. Das war ja auch gar nicht schwer.
Die Prognose von FL das Merkel nach der Wahl würde zurück
treten müssen, war eher Wunschdenken ( dem ich mich gerne
angeschlossen habe) denn der Realität geschuldet. Deshalb jetzt
auf ihn einzuprügeln ist heuchlerisch in Anbetracht der Tatsache
was in den letzten Monaten an journalistem Volldeppentum in
( fast) allen Medien seinen Dünnpfiff durchs letzte Leserhirn
gepresst hat! Dagegen war die Erfüllung des Traumes des FL, der
in diesem Artikel mitschwang fachlich sicher richtig, realistisch
allerdings ( leider) nicht. Das es heute für Schwarz/ Gelb gereicht
hat ist bitter, aber nicht zu ändern. Der Deutsche Michel hat sich
entschieden und wird auch hierfür bitter bezahlen müssen!
Das Thema SPD ist traurig, aber wie ich schon öfter hier schrieb,
die logische Konsequenz eines ( weiteren) Verrates eines Großteils
ihrer Klientel! Mit den Untoten Müntefering, Steinmeier und
Steinbrück an der Spitze, flankiert vom sogenannten ” Seeheimer
Kreis” als Geleitschutz, ist diese Partei nicht nur völlig überflüssig,
sie wird nicht umsonst nur noch von Altsozis gewählt, die das aus
reiner Gewohnheit tun, nein sie ist politisch und programatisch in
Auflösung begriffen! Und sie wird schnell merken das 23% ein
Haufen Zeug ist. Denn es wird weiter bergab gehen mit dieser
einstigen Volkspartei, wenn sie sich nicht schnellstens von diesem
Personenkreis trennt! Punkt.
Mehr über diese Ansammlung von Unfähigen ( ich drücke es
wohlwollend aus, es gibt viele die die SPD für fremdbestimmt
halten, was auch nicht von der Hand zu weisen ist) zu schreiben,
ist schlicht die Zeit die man hierfür investiert nicht wert.
Ich sage das die SPD noch gut weggekommen ist, angesichts der
Grössenordnung und der Verve mit der die eigene Wählerschaft
belogen und betrogen wurde! Verarscht wäre wahrscheinlich sogar
das geeignetere Wort hierfür.
Müntefering und Steinmeier sagten heute das die “Sozialdemokratie” eine schwere Niederlage erlitten hat. Nein
meine Herren, nicht die Sozialdemokratie! Nicht heute Abend.
Eine deutsche Sozialdemokratie dieses Namens wurde mit einem
Herrn Namens Schröder schon vor etlichen Jahren beerdigt!
Das heute war die Absage an eine HÜLLE, die gewissenlose Geister
in dieser Partei als ” Sozialdemokratie” deklariert haben! Die Absage an einen gewissenlosen und dreisten Verrat am eigenen
Wähler. Schade das es doch noch 23% waren, denn mit unter 20%
wäre die Chance zur Entsorgung der oben genannten Totengräber
leichter gewesen.
Das einzig spannende jetzt ist, zu beobachten ob und wenn wie, es
noch Leben in dieser ehemaligen Volkspartei gibt. Denn es reicht
nicht aus nur diese Personen auszutauschen! Nein,nein da muß
noch viel mehr passieren. Nicht weniger als das Ende der von
Schröder begonnenen Bastapolitik die mit dazu geführt hat uns
auf die wirtschaftliche Schußfahrt zu lenken die wir heute als
Wirtschaftskrise titulieren! Dabei ist es eine Krise für die auch diese
Partei mitverantwortlich ist! In großem Umfang.
Die SPD braucht einen Neuanfang! Im wahrsten Sinne. Radikal!
Wenn das nicht gelingt ist es aus. Fertig…
PS @FL
as ist eine Verhöhung aller demokratischen Gepflogenheiten.
Kann man so sagen…
“Die Prognose von FL das Merkel nach der Wahl würde zurück
treten müssen …”
Nicht nach der jetzigen BT-Wahl, aber auch ich halte es für sehr gut möglich, dass sie diese Legislaturperiode nicht übersteht.
“Führungspositionen in Parteien werden nicht per Akklamation vergeben und weil man sich selber zum Kandidaten gemacht hat. Es geht nicht um Inhalte, sondern um den Respekt vor der innerparteilichen Meinungsbildung.”
Führungspositionen in der SPD werden seit einigen Jahren so vergeben, dass Leute, die ausreichend Kontakt zu wichtigen Medien haben, vor Kameras einige Wochen vor Parteitagen die vermeintlich richtigen Personalentscheidungen als Entscheidungen verkünden. Die Delegierten trauen sich auf dem Parteitag nicht, dagegen zu stimmen und jede Gegenkandidatur wird als Verrat an der Führung empfunden. Ebenso waren Parteibeschlüsse, die der Meinung der Funktionäre und Mandatsträger widersprachen nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt waren. Menschen wie Gerhard Schröder brüsteten sich damit mit Sprüchen wie “Wenn auf Parteitagen wieder einmal für ein Tempolimit von 100 gestimmt wurde, habe ich wenigstens den Mut aufgebracht, auf die Toilette zu verschwinden…”. Die Parteitage hatten die Aufgabe, nachträglich zu legitimieren, dass die Regierung Parteiprogramme, Wahlprogramme oder Parteitagsbeschlüsse ignoriert hatte. Und wieder: Kaum jemand lehnte sich dagegen auf, zum Teil aus inhaltlicher Übereinstimmung, zum Teil, weil es als Verrat stilisiert worden wäre. Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen, Ablehnung der Ausbildungsplatzumlage oder Agenda 2010 sind Beispiele für solche Entscheidungsprozesse. Im Laufe der Zeit wurde das Ganze einfacher, weil immer mehr Mitglieder “exit” wählten, da “voice” nichts brachte (http://de.wikipedia.org/wiki/Exit_und_Voice).
Das verwirrende war immer, dass trotz des kontinuierlichen Niedergangs nichtmal die Mandatsträger, die ihre Pöstchen verloren, den Kurs wechselten und das ist vermutlich nur durch die Salamitaktik und die Theorie kognitiver Dissonanz sinnvoll erklärbar (http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz): Wenn man kleinere Entwicklungen toleriert hatte, machte man sich selbst glauben, schon immer dafür gewesen zu sein. Und dann kam der nächste Schritt.
Jetzt allerdings die Spitze der Partei für diese Entwicklung verantwortlich zu machen, ist etwas lächerlich. Die Parteitage haben der Politik und dem Personal immer mit großen Mehrheiten zugestimmt. Egal wie sehr ein Parteipromi auf die Beschlüsse der Partei schiss: Erst wenn er offen zur Wahl einer anderen Partei aufrief, hatte das irgendwelche Konsequenzen. Wenn jetzt also danach gefordert wird, das Personal auszuwechseln, nachdem das Elend endgültig nicht mehr zu leugnen ist, erinnert das eher an:
“Aaron soll seine beiden Hände auf den Kopf des lebenden Bockes legen und über ihm alle Sünden der Israeliten, alle ihre Frevel und alle ihre Fehler bekennen. Nachdem er sie so auf den Kopf des Bockes geladen hat, soll er ihn durch einen bereitstehenden Mann in die Wüste treiben lassen und der Bock soll alle ihre Sünden mit sich in die Einöde tragen.” (http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCndenbock) Und danach ist die Partei reingewaschen.
Nanu? Nanuk?
Nanuk!
Na dann…..
Alles Gute und danke für den Fisch, Delphin
dear mr. honecker, ah, althaus, no,ah, ah, dear. mr. müntefering, tear down this wall. oder so. und steine so: aber ich liiebe, ich liebe euch doch alle. ich liebe doch alle menschen, und die sozialdemokratie.
nein, im ernst, her lübberding spricht wohl nur aus, was millionen denken. aber haben die seeheimer nicht fraktion und vorstand fest unter ihrer knute? was mich am meisten an diesen alten männern ärgert: sie können keine fehler eingestehen, nicht mal jetzt. alles war richtig, die doofe wahlbeteiligung war schuld, das wetter, aber wir bleiben.
Patsch #109
Schon mal was von Gruppendynamik gehört? Das was du beschreibst
ist ja gerade das Problem der heutigen Parteien!!!
Deshalb habe ich schon vor langer Zeit aufgehört über Parteien zu
reden sondern über SEKTEN! Denn die Strukturen und der
Gruppenzwang sind so aufgebaut das es heute fast nicht mehr möglich ist innerhalb einer “Partei” andere Meinungen zu vertreten
als ein kleiner Kreis der ihn vorher ausgekungelt hat. Es findet
schlicht keine wirkliche Meinungsbildung die diesen Namen wirklich verdient, mehr statt! Das ist DAS Problem. Es wird von
oben, quasi vom Thron herunter bestimmt was passiert! Das ist
wie in früheren Jahrhunderten. Der König ( oder die Königin) und
ihre Einflüsterer legen vorher fest wo die Reise hingeht und alle
anderen dürfen huldvoll nicken! Wehe sie schütteln den Kopf! Der
fällt dann schneller von den Schultern als sie gucken können.
Aber vielleicht haben die recht die die AUFLÖSUNG der ganzen
Partei postulieren…grübel..
Ich schließe mich der Forderung von FL an!
Wenn diese Partei eine Zukunft haben soll, dann muss sie JETZT innerhalb weniger Wochen ihre Spitze austauschen und in Saarland, Thüringen und Brandenburg rot-rote Regierungen bilden. Ansonsten: Gute Nacht!
Das glaubste doch selber nicht!
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Nieder mit der deutschen Sozialdemokratie! *ausspuck*
Wahlergebnisse können auch die Meinung des Szene-Völkchens wieder spiegeln.
Stroebele mit 46,8% wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung im BunWkr Friedrchshain-Kreuzberg: 59,7, davon Erststimmen für SPD:16,4 CDU:11,3 Linke:18,4 Grüne:46,8, FDP: 3,9 Sonstige 3,3 bei den Zweitstimmen sieht es anders aus: SPD: 20,4 CDU: 10,8 Linke: 24,3 Grüne: 29,2 FDP: 5,8 , und sie Sonstigen, d.h. weitgehend die Piraten: 9,5 %, genau: 6,1 %. In Berlin insgesamt kommen die Piraten auf 3,4 %, ein hervorragendes Ergebnis !!!
Arme Sozis, früher Kriegskredite, heute Puma Panzer und morgen ein neuer Noske……ja. ja der Seeheimer Kreis…….
Ich will keine Durchhalte-Parolen verbreiten. Aber ein Austritt jetzt fände ich etwas seltsam.
Ansonsten sehe ich es ähnlich:
http://rotstehtunsgut.de/2009/09/28/schluss-mit-weiter-so/
Es ist beinahe putzig wie Sie sich als SPDler outen und noch immer Hoffnung hatten. Aus Ihren Beiträgen habe ich es (seit ich sie lese) nicht erraten.
Ich war es auch mal, ist aber schon lange her.
Die SPD hat sich mehr beliebig als überflüssig gemacht, leider.
Ich alter Wessi kann mich daran erinnern dass die SPD mal für etwas stand. Etwas von dem sie niemals abrücken würde. Das hat sie – damals – auch offen gezeigt. Heute gilt das wohl nur noch als “Folklore” einer vergangenen Ernsthaftigkeit. Da fing es an…
Kann denn ein ehrlich gemeintes “Basta” mit einem ehrlich gemeinten Kniefall mithalten?
Können denn 500 MRD EUR für Banken und Gängelei bei den Ärmsten sozial sein? Kann man so noch mal behaupten, irgendwas sei nicht finanzierbar?
Sieht die SPD in der Totalüberwachung wirklich ein probates Mittel die Bürger im Zaum zu halten?
Wer ist denn die SPD im Jahre 2009?
Woraus besteht die SPD?
Arbeiter? Nein. (Nichtwähler oder Die Linke)
Intellektuelle? Nein (Die Linke, evtl. Piraten)
Angestellte? Jein (Fachangestellte West, Optimisten Ost)
Berufspolitiker? JA! (Verbeamtete Lehrer und Verwalter, Rechtsanwälte, Berufspolitiker)
Beamte? Nein.
Die sollen die Menschen abbilden, verstehen und vertreten? Also bitte… Da lachen wir doch mal, oder?
Es wird nicht der letzte Tiefpunkt für die SPD sein, solange sie sich keine Fehler eingesteht und sich keine Wahrhaftigkeit (Obama) verordnet. Soweit wird es erst nur nahe 10% kommen.
Der Fahrstuhl hat noch nicht gestoppt. Die SPD muss sich personell und in ihren Positionen vom Alten verabschieden, oder sie trifft die Piraten schneller als ihr lieb ist. Auf welcher Höhe auch immer.
@holger:
“Cheers, wo sind eigentlich die Piraten?”
Feiern natürlich! Bis spät in die Nacht…
Scheint ja quasi mit dem als letztes eingegangen Wahlkreis doch noch für die 2% gereicht zu haben.
Zum Vergleich: Die Grünen hatten bei ihrer ersten Bundestagswahl 1980 1,5%. Zweieinhalb Jahre später saßen sie schon im Bundestag…
Außerdem die ganze Zeit bei den ARD-Hochrechungen online einen eigenen Balken gehabt und auch im Fernsehen zumindest erwähnt worden. So kann’s weitergehen!
Wer glaubt, es wird doch nicht so schlimm, dass ist doch eine sozialdemokratische Kanzlerin, vergisst dass die Stellgröße Arbeitslosigkeit beliebig nach oben manipulierbar ist.
Bei bald 5 Millionen Arbeitslosen werden alle Grausamkeiten , TINA, durchgesetzt werden.
Christian S
Es geht hier um den Stil – und nicht in erster Linie um die Inhalte. Wenn diese Partei noch nicht einmal mehr in der Lage ist, die elementarsten demokratischen Spielregeln einzuhalten, also eben nicht per Akklamation Führungspositionen zu besetzen, ist das schlicht nicht akzeptabel.
Und wie hier der Begriff Verantwortung umdefiniert wird, ist absolut unterirdisch. Als ob wir wirklich schon morgen einen Fraktionsvorsitzenden im Bundestag brauchen würden – es ist obszön.
Darum geht es mir – und nicht ob Steinmeier ein Rechter, ein Linker oder ein Niemand ist.
Maschinist
Man hat es mir nicht angemerkt? Der Wi-ING sieht das ja anders … . Aber keine Sorge, mir wird man das auch in Zukunft nicht anmerken, weil es für meine Beiträge keine Rolle spielt.
undertaker
Die Piraten haben ein respektables Ergebnis erzielt. Bei Jungwählern wohl 10 %. Es war also durchaus sinnvoll, sich mit ihnen zu beschäftigen.
@f.luebberding und Christian S.
Ihr diskutiert diese Frage in meinen Augen am Thema vorbei: Partei-intern geht es ja nicht um “Demokratie”, sondern um Organisation und Gremienverantwortung. Müntefering, Steinmeier haben nicht als “Demokraten” versagt, sondern als Führungsspitzen der Organisation SPD. Sowohl die Verantwortung für dieses Ergebnis als auch den Kurs der Partei und vor allem ihre Zukunft muß jemand übernehmen, so wie in einem Unternehmen jemand die Verantwortung für Ertrags- und Finanzlage sowie die Strategie übernehmen muß. Um es platt zu sagen: der Vorstand der SPD wie auch die erweiterte Geschäftsführung gehören gefeuert, und danach das Unternehmen personell und strategisch neu ausgerichtet.
Und klar: Sollte sich abzeichnen, dass das nicht geht, dann würde ich die Aktie selbstredend verkaufen bzw hier aus der Partei austreten. Was sonst? Insoferne wäre dieser Schritt gerade zu diesem Zeitpunkt nicht “unlogisch”, wie Christan S. schreibt, sondern der einzig logische. Alles andere käme einer nackten Durchhalteparole “bis zum bitteren Ende” gleich – und das muss sich keiner antun.
Zuerst sollen wir es genießen und uns richtig freuen:
Der Wähler hat den neoliberalen Trojaner SPD in die Flucht geschlagen. Erst jetzt, nachdem dieser Verräter nicht mehr mit dem Dolch hinter dem Rücken lauert, können wir den Kampf mit dem Neoliberalismus richtig aufnehmen. Aber nicht mit den Linken und den Marxisten. Für eine funktionierende Wirtschaft braucht man mehr als eine „gerechte“ Umverteilung von oben nach unten. Eine humane Gesellschaft kann zwar nur kleine soziale Unterscheide ertragen und muss eine breite Mitte haben (schon Aristoteles wusste es), aber dies kann nur Endergebnis einer besseren ökonomischen Politik, eines anderen Paradigmas sein – nicht dasMittel dazu. Wer das nach dem Zusammenbruch des Kommunismus nicht begriffen hat, mit dem braucht man gar nicht zu diskutieren.
Deshalb:
NICHT DIE ARME HOCH – DEN KOPF HOCH. DENK MIT!
Der Ökonom mit dem Hammer
Tjo, die Nichtwähler haben es möglich gemacht.
Es tut mir leid, aber wer so wählt muß die Suppe auch auslöffeln.
Wer so gewählt wird übrigens auch…
Die SPD verdient kein Mitleid – eine Partei die Zaunrüttler Schröder zum Kanzler macht, Clement zuläßt und den ganzen Politschrott, der da noch so rumkreucht und die Jubelaffen, die alles Beklatschen (wo kommen die eigentlich her?) und sich so dämlich jegliche Option verbaut und eigentlich nur wieder in den Schoß Merkels kriechen will zum Mitregieren, der verdient es nicht und diese Partei gehört geschlachtet.
Wer hat uns verraten? Diesmal ist es wahr!
Jetzt steht in der Welt das die SPD einen Helmut Kohl braucht…die Wlet braucht auch einen Untergang!
Naja, ich bin hartgesotten, wenn es sein muß, die Scheißzeit die jetzt kommt bringen wir auch noch hinter uns
“Es ist kaum zu glauben und absolut beispiellos, dass sich die Parteiführung weigert nach der katastrophalsten Niederlage in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie auch nur eine Spur Verantwortung für dieses Desaster zu übernehmen.”
Aber Steimeier übernimmt doch ganz klar die Verantwortung – und macht daher weiter! Ich bin anscheinend nicht der Einzige, der diese Logik nicht versteht. Ich bin aber guter Dinge, dass das nicht wirklich eintritt. Wenn jetzt allerdings Nahles kommt – dann gute Nacht!
SPD-Vorsitzender zu sein ist einer der undankbarsten Jobs überhaupt. Leute wie Platzeck und Beck haben sich diesen Tort nicht lange angetan. Zu sagen, dass SPD-Vorsitzende an der Macht kleben, ist einigermaßen albern.
Müntefering und Steinmeier werden sich nicht mehr lange halten können. Aber auch ein neuer SPD-Vorsitzender ändert nichts daran, dass die SPD kein Konzept mehr hat.
Bin kein SPD Freund, aber die Diagnose ist offensichtlich und gestern von mir auch schon gezwitschert worden:
“Wenn die #spd *jetzt* keinen Schnitt macht, dann ist der Partei nicht zu helfen
‘Steinmeier will Oppositionschef werden’”
Aber ich glaube natürlich, dass die doch zurücktreten werden. Warum? Weil die SPD schon immer die führende Partei in der Disziplin Selbstzerfleischung war. Dass es gestern vergleichsweise ruhig war, lag am Schock. Gabriel hat sich ja schon gefangen. Ich schätze, die große Ablösung kommt und eine neue Truppe um Gabriel, Wowereit und Nahles übernimmt und versucht den Laden wieder auf Vordermann zu bringen. Dann vielleicht auch mal mit einer sinnvollen Koalitionsmöglichkeit und nicht dem albernen Versuch, offiziell schwarz-rot nicht zu wollen und die einzige realistische Alternative rot.rot.grün gleichzeitig auszuschließen.
Allerdings wird es für die SPD bei der nächsten Wahl einfacher. Die Politik der nächsten vier Jahre dürfte zumindest einen Teil der Nichtwähler wieder aktivieren …
Der Realtitätsverlust der Spitzen der SPD ist einfach nicht mehr zu überbieten.
Sie drangsalieren die Arbeitslosen mit Gesetzen aus der Feder von Wirtschaftsbossen, lassen über Jahrzehnte den Binnenmarkt abschmieren und glauben vollkommen wirklichkeitsfremd, daß man von 7,50 Euro die Stunde eine Familie ernähren kann.
Sie verheizen die kleinen Leute, statt ihre Interessen zu vertreten.
Eine Partei, die sich nicht strategisch neu aufstellen kann, nach diesem Jahrhundertdebakel, hat ihre historische Aufgabe verloren und verdient das Schicksal einer parlamentarischen Bedeutungslosigkeit.
Entweder erneuert sich diese ehemalige Volkspartei personell grundlegend, oder sie wird von ihrem Spitzenpersonal nur noch dazu missbraucht um deren Karriereversorgung zu betreiben.
Wie soll ein FW Steinmeier eine soziale Erneuerung der SPD verkörpern?
Die Menschen im Lande sind längst weiter als die SPD.
Sie gehen nur noch zur Urne, wenn man für ihre Interessen auch kämpfen kann.
Und das kann die Steinmeier-SPD einfach nicht und das wird auch das Ende ihre 146-jährigen Geschichte einläuten.
@weissgarnix #121
„Ihr diskutiert diese Frage in meinen Augen am Thema vorbei: Partei-intern geht es ja nicht um “Demokratie”, sondern um Organisation und Gremienverantwortung. Müntefering, Steinmeier haben nicht als “Demokraten” versagt, sondern als Führungsspitzen der Organisation SPD. Sowohl die Verantwortung für dieses Ergebnis als auch den Kurs der Partei und vor allem ihre Zukunft muß jemand übernehmen, so wie in einem Unternehmen jemand die Verantwortung für Ertrags- und Finanzlage sowie die Strategie übernehmen muß. Um es platt zu sagen: der Vorstand der SPD wie auch die erweiterte Geschäftsführung gehören gefeuert, und danach das Unternehmen personell und strategisch neu ausgerichtet.
Und klar: Sollte sich abzeichnen, dass das nicht geht, dann würde ich die Aktie selbstredend verkaufen bzw. hier aus der Partei austreten. Was sonst? Insoferne wäre dieser Schritt gerade zu diesem Zeitpunkt nicht “unlogisch”, wie Christan S. schreibt, sondern der einzig logische.“
Klar, das wäre logisch im Sinne rationaler Interessenlogik.
Aber so ticken Parteimitglieder nicht.
Parteien sind Glaubensgemeinschaften. Für die Mitglieder sind sie identitätsbildend. Die Mitglieder können ihre Wünsche und Hoffnungen hineinprojizieren, zugleich ihre Ängste reduzieren, weil sie sich als Teil einer großen Gemeinschaft erleben.
Normale SPD-Mitglieder treten daher nicht einfach aus aufgrund interessenrationaler Überlegungen. Leute wie Clement schon. Aber das normale SPD-Mitglied bekommt das psychologisch aufgrund seiner Ich-Schwäche nicht hin. Das benötigt die angstreduzierende Funktion einer Gemeinschaft. Und fordert von der Führung einen Kurswechsel oder eine neue Führung, anstatt auszutreten.
Worauf stützt sich die mehrfach geäußerte Vermutung, Merkel (oder schwarz-gelb) werde keine 4 Jahre (durch-)halten?
Ich war Ende 2005 nach der unsäglicherweise als “Wählerwille” bezeichneten Großen Koalition ziemlich sicher, daß die nach zwei bis drei Jahren zerbrechen werde. Aufgrund der unvorhergesehenen Fügsamkeit der SPD (und teils auch Merkels) war das nicht der Fall. Wo sind die Sollbruchstellen bei Schwarz-Gelb, die nun im dritten Anlauf geschafft haben, wovon sie seit 2002 träumen?
(Zum Verhalten von Steinmeier und Münte: d’accord!)
Manueller Pingback: http://www.rorkvell.de/news/2009/Der_Absturz.html.de
Persönlich hatte ich ja mit der GroKo gerechnet. Aber da das Wahlsystem, ja auch eine Mehrheit unter 50% zulässt, verwundert mich nichts mehr.
Erstmal kann ich mit Freude feststellen, dass immerhin ca. 7% der Bürger es kapiert haben, dass das Wählen längst den Sinn verloren hat. Wahlbeteiligung von 2005 ca. 78% und 2009 ca.71%. Erstmal gesagt, das Nichtwählen entspricht einer Stimmenenthaltung. Sich der Stimme zu enthalten, ist ein demokratisches Recht.
Ich würde zur Wahl gehen, wenn auf dem Lottoschein, die Abteilung “Ich wähle keinen” stehen würde. Ich erinnere nur daran, dass sich das Land Berlin, in Hinsicht zum Vertrag Lissabon auch der Stimme enthalten hat. Und dieses Recht, haben die 3 von 10 Bürgern, genutzt.
S/G wird die Früchte der Bäume jetzt ernten können, die S/G in den Zeiten der “Wiedervereinigung”, mit der Privatisierung der BRD gepflanzt hat. Noch sind wir mitten in der Deflation, tausende stehen vor dem Konkurs. Die nächste Blase wird platzen. Somit sitzen die Richtigen jetzt am Ruder.
Dass die SPD für die asoziale Agenda 2010, jetzt schon abgestraft wird, hat mich schon gewundert. Mich würde es interessieren, wie viel Leute als böse Nichtwähler, aus Reihen der einst so stolzen Volkspartei kommen.
S/G wird auch noch abgestraft werden. Die Wirtschafts und Finanzkrise wird dieser Konstellation den Rest geben. Der Matador wird den Säbel demnächst ziehen.
Böse Zungen behaupten schon, dass der Franz Josef reinkarnieren wird. Die CSU mit SPD Syndrom. Die haben aber auch eine Watschen bekommen.
Das nächste Jahr wird zwar hart und schmerzlich, aber der Zorn des Volkes wird dann genau die Richtigen treffen, einhergehend mit der Reformation und Verabschiedung dieser oligarchischen, diktatorischen, an den Fraktionszwang gebundenen “Demokratie”.
System hat fertig.
HAM
“Aber das normale SPD-Mitglied bekommt das psychologisch aufgrund seiner Ich-Schwäche nicht hin. Das benötigt die angstreduzierende Funktion einer Gemeinschaft.”
Nett formuliert … .
Gruss Frank
2 130 000 Nichtwähler
Da ist noch Luft nach oben. Ohne Frage. Wer allerdings glaubt, nun sei die “Schröder-Ära” endgültig am Ende, gehöre der Vergangenheit an, der täuscht sich gewaltig. Polit-Autisten kommen nicht von selbst zur Besinnung, sie müssen rigoros entfernt werden.
Doch diese Kraft wird dieser traurige Haufen nicht mehr aufbringen können.
Fast möchte man hoffen, die SPD würde sich den berühmten Spruch von Donald Rumsfeld zu Herzen nehmen und in dem tiefen Loch, in dem sie sitzt, aufhören zu graben.
Ach ja, hier die Wählerwanderung:
http://www.sueddeutsche.de/politik/782/489172/bilder/
@H.H.Schmidt 133
Danke für den Link. 2,13 Millionen Demokraten mehr.
Überraschend, wieviele doch einfach so, die Farbe Wechseln können. Und in Richtung S/G abgewandert sind.
Ist auch egal ob man an Pest oder Cholera stirbt.
die Steinbrüder und Münte zur Konsolidierung ist wie Honni und Krenz an der Spitze der Linkspartei, aber sie werden es wohl nicht anders begreifen. fragt mal Gysi, wie man so eine Bande aus einem Parteihaus jagt.
Steht auf, wenn Ihr Sozi seit. Macht mal ne Demo vor der Wilhelmstraße, vielleicht hilft das, das liegt ja nahles.
Eine spannende Frage ist, wie sich das Verhältnis SPD – Linkspartei entwickelt.
Warum haben nicht mehr Ex-SPD-Wähler die Linkspartei gewählt?
Der Hauptgrund – so meine Annahme – ist eine Kulturschranke, wie sie bereits bei der Vereinigung von PDS und WASG deutlich wurde:
Ein großer Teil der WASG-Mitglieder wollte sich daher nicht von PDS vereinnahmen lassen.
Hat sich die „Parteikultur“ in der Linkspartei durch Lafontaine verändert?
Soweit ich es beurteilen kann, ist mein Eindruck, dass sich bislang diesbezüglich noch nicht viel verändert hat. In der Linkspartei dominiert noch die alte „Parteikultur“, sie ist nach wie vor die Ex-SED- und Ossi-Partei. Durch den Beitritt der WASG hat sich die Linkspartei nur zum Teil personell erneuert. So ist heute das Mitgliederverhältnis Ossis : Wessis = 2 : 1.
Vgl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Linke#Innere_Struktur
Das Parteiestablishment wird nach wie vor dominiert von den PDS-Apparatschiks, Lafontaine hat bislang noch keine wirkliche “Hausmacht”.
Mittelfristig besitzt jene Prognose durchaus eine gewisse Plausibilität, dass sich die SPD spaltet. Entweder vereinigt sich die SPD mit der Linkspartei, was eher unwahrscheinlich ist, weil die SPD fest in der Hand der reaktionären Seeheimer und von reaktionären Gewerkschaftscliquen ist. Oder – was m.E. wahrscheinlicher ist – es bleibt eine kleine neoliberale SPD übrig, während ein Großteil der SPD-Mitglieder in die Linkspartei geht.
Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass sich die „Parteikultur“ in der Linkspartei wandelt. Langfristig wird dies sowieso schon allein aus biologischen Gründen geschehen.
>Sicher nicht zuletzt: Die Sozialdemokraten haben zu klären, was sie eigentlich wollen. Alle Organisationsreform, alle neuen Leute an der Spitze allein werden nicht das Geringste bewegen, wenn die Partei nicht weiß, wer sie ist, für wen sie Politik machen will, auf welchem Wege, zu welchem Ziel und mit welchen Weggenossen. Will die SPD linke Volkspartei von mittleren und unteren Schichten weiter sein/wieder werden oder will sie als Partei der “neuen Mitte” den Schwerpunkt auf ressourcenstarke Arbeitnehmer mit Qualifikationsehrgeiz legen? Und so weiter.>
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,651641,00.html
Nicht zuletzt, sondern zu allererst.
was wird kommen – siechtum oder Implusion? Momentan können wir doch nur spekulieren.
Ich konnte mir vor ein paar Tagen – nach den Kommunalwahlen – live ein Bild von der SPD-Struktur an der Basis machen: Rentner, Pensionäre und einige öffentliche Dienstler und ganz viel gääähnende Leere. Nur als das kalte Büffet aufgetischt wurde kam Bewegung in die Rollatoren …
Ich tippe voll auf Siechtum mit plötzlicher Todesfolge …
speedy
speedy
@speedygonzales #138
Ach eine Möglichkeit:
Die SPD nennt sich um zur
SeniorenParteiDeutschlands
28. September 2009 um 11:54
… und falls es interessiert: ich bin “studentische Hilfskraft” beim Catering Service. Ohne Mindestlohn …
Wir beliefern auch Senioren und Altersheime.
Mitte November ist Parteitag. Bis dahin wird sich öffentlich gar nichts tun. Und wenn der kleine linke Flügel nicht endlich mal Eier in der Hose beweist, gehts munter weiter mit der Selbstauflösung. In einem Punkt muss ich dem Gysi recht geben: Eine zweite CDU, ein Abbild vom Original braucht Deutschland nicht. Dann kann man gleich das Original wählen. Gehts also weiter wie bisher – ohne gravierende Kehrtwende in der Struktur – wird die SPD bald mit den Werten der Grünen glänzen müssen. Es sei denn es ist so geplant die Partei ad acta zu legen, damit rechts gegen links schießen endlich Ausdruck verliehen werden kann. Nicht umsonst warnen beide gegenseitig und regelmäßig voreinander. Das sich die SPD hierfür als Steigbügelhalter beschmutzt oder beschmutzen lässt, ist mehr als abartig und muss, wenn man denn die SPD noch retten WILL, sofort abgeschaltet werden! Deshalb: Linksflügel, steh endlich auf!
Auch hier zeigt sich, Rentner, Pensionäre und sonstig altes Gelumpe ziehen die SPD in den Abgrund. Welch treffende Analyse.
Nur mit der Wahrheit hat das nun wirklich nichts mehr zu tun. Wer war gerade stärkste Partei bei den Wahlen “U18″? Na?
http://www.u18.org/14.0.html
Ein wenig tiefer dürfte die Analyse schon gehen. Beginnen wir einmal mit Charakter, Glaubwürdigkeit, Bodenhaftung.
Nur mal so als Vorschlag.
@H.H.Schmidt #142
„Ein wenig tiefer dürfte die Analyse schon gehen. Beginnen wir einmal mit Charakter, Glaubwürdigkeit, Bodenhaftung.
Nur mal so als Vorschlag.“
Haben wir schon, jetzt sind Sie dran:
Altersstruktur SPD-Wähler
http://www.tagesschau.de/wahl/aktuell/wahlanalyse104-magnifier_pos-4.html
Durchschnittsalter SPD-Mitglieder 58 Jahre
http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands
@ HAM
“Durchschnittsalter SPD-Mitglieder 58 Jahre”
aber nur, weil mein Opa jetzt (80) zu Schröder Zeit, die Sekte nach vielen Jahren verlassen und seinen Dienst quitiert hat.
Wenn ich ehrlich bin, fällt mir zur SPD nicht viel ein. Um nicht zu sagen NICHTS! ;-(
Habe mich bereits 1978 von dieser Truppe entfernt. Wegen den damaligen Linken, also den Rechten/Neoliberalen oder genauer, den Totengräbern der jetzigen SPD. Auch die Kanalarbeiter waren nicht so meine Kragenweite. War Sozialliberaler. Wo gibt es denn so was noch. Schon komisch nicht?
Außerdem bin ich älter als der Durchschnitt und selbst kein Zukunftsmodell mehr.
http://www.lachschon.de/item/54690-spd_epic_win/
@ undertaker
Das wäre wenigstens eine Zielmarke, die realistisch ist und auch dem Wahlvolk glaubhaft verkauft werden könnte.
Außerdem strahlt dieses Poster den so lange vermißten Optimismus aus und läßt Kampfkraft, aber keine Verkrampftheit, erahnen!
Packt es an, ihr habt die Kraft!
H.H. Schmidt
Bei den Kindern ja. Aber da ist die VERTEILUNG auch viel ausgeglichener! Siehe den Prozentanteil…z.B. Piraten 8,7 %.
Als Kind wollte ich auch immer der Pirat sein…:))
Bei den jüngsten WAHLBERECHTIGTEN aber nicht! Und zwar gar nicht. Das hat diese Wahl eben auch gezeigt. Die SPD ist völlig zurecht da wo sie nun einmal ist. Und die gestrige Wahl war nur eine Momentaufnahme (quasi ein Schlaglicht) auf dem Weg der Schußfahrt nach unten! Diese Partei hat ihre Existenzberechtigung verloren. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich habe ja oben schon geschrieben das es NICHT langt einfach
nur Köpfe auszutauschen, aber damit sollte, nein damit muß man
ANFANGEN! Denn diese Betonköpfe die sich gestern Abend noch,
nach der desaströsen Wahlniederlage von ihren “Anhängern”
haben feiern lassen ( meine These ist es das das bezahlte Jubeljünger waren!) sind nicht die Richtigen um das Schiff SPD
auf einen anderen Kurs zu bringen. Denn der eingeschlagene führt
direkt in die Hölle.
Ich spreche den Verantwortlichen dieser Partei im übrigen ab das
sie wirklich an einem Fortkommen der SPD interessiert sind. Die
haben nur sich selbst im Kopf! Ihr eigener Machterhalt innerhalb
der Partei interssiert sie, sonst nix. Das ist auch die einzig logische
Erklärung ihres Verhaltens! Insofern passen sie perfekt zum
Neoliberalismus und zum Monetarismus den sie ja, zusammen
mit den Grünen, in Schröder Deutschland auf die entscheidene
Schiene gesetzt haben! Sie haben nur nicht damit gerechnet das
sich die Lebenswirklichkeit der Menschen aufgrung ihrer
Weichenstellung so schnell und so radikal negativ verändern
würde. Die GroKo hat mühselig den Deckel über dem brodelnden
Deckel gehalten, und die Menschen belogen und betrogen! Den
Wählern der Union macht sowas traditionell weniger aus, als den
Wählern der Sozis. Alle anderen Parteien betreiben, mehr oder
weniger offen, reine Klientel Politik. Die SPD weiß noch nicht mal
WER ihre Klientel ist! Deshalb ist sie gescheitert. Und als CDU
light hat sie keine Chance.
Die SPD ist ein Schiff das auf einen Eisberg zuläuft und immer
mehr versuchen sich mit dem Sprung ins kalte Wasser zu retten.
Aber gibt es im kalten Wasser wirklich die Rettung? Oder muß man
nicht besser den Kapitän und die Steuercrew ins Wasser werfen?
Und dann muß zuallererst wieder eine WIRKLICHE DEMOKRATISCHE HIERACHIE EINZUG HALTEN IN DIESER
SPD!!!
Eine wirklich freie Willensbildung innerhalb von Parteien macht
Parteien zu denselben! Alles andere hat mit Parteien die politsch
tätig sein wollen um ein Land zu regieren ( im besten Falle) nicht
das geringste zu tun.
Wer hat denn heute was zu sagen? Der der innerhalb der Parteien
die besten Ideen hat? Der der das Allgemeinwohl des Bürgers
dieses Landes insgesamt im Auge hat? Der um Ausgleich der
Interessen bemüht ist und nicht nur das Kapital bedient?
Oder der brutalste und gerissenste Machtmensch, der zwar kaum
bis drei zählen kann, aber weiß wie er menschliche Schwächen
ausnutzt? Dreimal darf man raten…
Ausblick: Sollte Deutschland nicht wieder eine fähige und ihres
Namens würdige Sozialdemoratische Partei bekommen, dann ist
dieses Land einer wichtigen politischen Alternative beraubt, die
in einer Demokratie ( jedenfalls einer wirklichen) unabdingbar ist!
Jetzt die richtige Weichenstellung verpassen und weiter mit den
bisherigen Anführern bedeutet den schnellen Bedeutungsverlust
der SPD. Die Linke wird in diese Rolle drängen. Und die jetzige
Schwarz/ Gelbe Regierung wird mit ihren Maßnahmen dazu
beitragen das die Linke schnell immer mächtiger wird, was ich auch
nicht nur als richtig, sondern vor allem als wichtig erachte! Das die
Linke nicht jetzt schon deutlich besser abgeschnitten hat, ist das
Werk von Propaganda und Angstschürerei durch die meisten
Medien, wie man, als aufmerksamer Beobachter mühelos feststellen konnte!
Ein Wechsel MUß her! Wenn wir nicht intensiv über einen radikalen Richtungswechsel in ökonomischer und ökologischer Hinsicht nachdenken und ihn einleiten, wird es zur Katastrophe kommen! Der sogenannte Finanzsektor wird das Monster werden das alles andere frisst! Und zwar mit Haut und Haaren. Und verdammt schnell…
Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche nach dem Gebet…
@H.H.Schmidt 145
Mach dir nichts draus ich hab auch keine politische Heimat mehr… es geht halt nurnoch um haben nicht haben…
Holla, die Waldfee ! @Lümmeling !!
=> … was is’ los ?? … warum diese plötzliche Ejakulation ?? … is’ irgendwas unerwartetes passiert ??
=> … da lob ich mir den Oskar ! … der hat schon vor 10 (in Worten: ZEHN !) Jahren geschnallt, dass er von U-Booten des ehrenwerten Ostküsten-Bankensyndikates umgeben ist …
Retroliberale Grüsse,
~ HG ~
PS: … du weisst ja von mir, was zu tun ist: Toilettenpapier durch Parteibuch ersetzen und selbiges anschliessend in Berlin-Kreuzberg bei “Michelle” einwerfen.
Lustig auch die Kommentare der System-Journaille !!!
=> … hörst Du Frank ? … als System-Journalist bist du wohl endgültig erledigt !?!
=> … seeeehr interessanter Einblick in die Lebenswirklichkeit dieser ehrenwerten Zunft !!!
=> … ich habe vor dem Schwarzen unter meinen Fingernägeln mehr Respekt, als vor den schwerst-korrupten System-”Journalisten” !!!
Zeit, daß sich was dreht !!
~ HG ~
Wie jemand der aufgibt sah Steinmeier in der Elefantenrunte auch wieder nicht aus. Ich glaube, er meint es ernst und wird weiterhin den vor 11 Jahren begonnen Irrweg fortsetzen. Für das gestrige Ergebnis hat er gekämpft und dafür wird er weiterhin kämpfen. Den Rückhalt der Massenmedien hat er. Spiegel/Bild werden ihn stützen. Etwas besseres als diese zerissene SPD kann sich die Industrie-Lobby in Deutschland doch gar nicht wünschen. Aber sterben lassen wird man die SPD wahrscheinlich nicht. Warum auch? Das würde den Zielen der Neo-Liberalen schaden.
@HG
Ja, der Oskar ist der Schlauste. Da, wo die SPD jetzt hinmüsste, ist kein Platz mehr, da steht der Oskar.
Was bleibt?
Dieses Stück:
Es treten auf:
Oskar Lafontaine als Wilhelm Pieck
Klaus Wowereit als Otto Grotewohl
zum historischen Handschlag!
Es entsteht die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, SED 2.0
So sehen Treppenwitze der Geschichte aus!
@ Medienbeobachter #127
Schöner Abgesang, dem ist nichts hinzuzufügen. Quittung halt für Ignorandten, Heuchler, Lobbyhuren, Posten-u. Versorgungskarrieristen, Verräter!
Wie sollten nun andächtig ein letztes Mal der spd Parteihymne lauschen.
Vllt. gibt sie ja nochmal ein großes Schauspiel und zerfetzt sich selbst – ich hole schon mal Chips und Rotwein…
Gruß McShorrty
@ lemming:
Von wegen. Die SED 2.0 steht gerade in Gestalt ihres Vorsitzenden Münte live in Berlin vor der Pressekonferenz und teilt mit, es komme darauf an, die Vorstellungen seiner Partei “noch genauer an den Wähler zu bringen”.
Auf der Sitzung des Parteivorstands soll auch über Erleichterungen bei der Ausreise gesprochen worden sein…
@zecke (#65)
=> … Grossartig ! … volle Zustimmung !! … jeder einzelne Satz könnte von mir sein !!!
—————————————————————-
“Nein, Frank Lübberding, Du hast die heutige Wahlniederlage immer noch nicht verstanden. Die Partei muss zurücktreten. Oder haben nicht 80% der Parteimitglieder für Agenda2010 gestimmt?
Ihr habt Eure Wähler verraten, nicht die Parteimitglieder sind verraten worden. Ihr Parteimitglieder SEID die Verräter. Tragt die Konsequenzen für Euer Verhalten. Entschuldigt Euch, schämt Euch – und tretet aus.”
———————————————
( Anmerkung:
… man muss wohl doch noch mal eine Zusammenfassung darüber schreiben, wie die Protagonisten der Schildbürger-Partei-Deutschlands innerhalb der letzten Dekade Deutschland an die internationale Finanzmafia verraten und verkauft haben !!!
… dagegen ist die Agenda-Nummer vom gefärbten Gnom doch nur ein jämmerlicher Witz !!
… wenn das Volk das mal schnallt, was die betrieben haben, werden sie kein sicheres Rattenloch mehr finden.)
Da, wo die SPD jetzt hinmüsste, ist kein Platz mehr, da steht der Oskar.
Diesen Platz hat diese unsägliche SchredderMünteIrgendwas-Patei doch freiwillig für einen Platz beim Bankenopernball aufgegeben. Also bitte nicht beschweren!
Da, wo der Oskar jetzt hinmüsste, ist kein Platz mehr, ach, spielt ja keine Geige mehr..
- Agenda 2010
- Altersarmut / Kinderarmut / Zerstörung der Mittelschicht
- Ausverkauf der Infrastruktur
- Bevorteilung von Kapitaleinkünften
- Bildungsmisere
- Biometrik in Pässen
- Ein-Euro-Jobs
- Energieversorgerkartelle
- Euro statt DM
- Energiepreisexplosion
- Gesetzgebung durch Wirtschaft
- Gesundheitsfond
- Hartz IV
- Hedgefonderlaubnis
- Kalte Progression
- Lasche Finanzmarktregeln
- Lehrermangel
- Lobbyismus und Korruption
- Mehrwertsteuererhöhung auf 19 % Punkte
- Missbräuchliche Bundeswehreinsätze
- Nichtverfassungskonforme Gesetze
- Niedriglöhne
- Online-Durchsuchung
- Praxisgebühr
- Prekäre Beschäftigung
- Privatisierungen (Wasser, Energie, Gesundheit, Grundversorgung)
- Rente mit 67
- Rettungspakete für Betrüger (Banken)
- Riesterrente (Geringverdiener)
- Sinnlose Subventionen
- Staatsverschuldungsberg
- Studiengebühren
- Überwachungsstaat
- Unangemessene Managergehälter
- Unbezahlte Praktika
- Ungerechtes Gesundheitssystem
- Ungerechtes Steuersystem
- Vorratsdatenspeicherung
- Zeitarbeitssklaven
- Zuzahlungen (Zahnersatz, Brille, Medikamente)
buy the way
Haltet mich bitte auf dem laufenden. Hat schon jemand P L A T Z gemacht? Ist schon jemand zurückgetreten?
Die Zukunft der SPD fordert Konsequenzen, na denn …
“Hessens SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel fordert seine Genossen zu einem schonungslosen Aufarbeiten des Debakels bei der Bundestagswahl auf. „Das war ganz sicherlich der letzte Warnschuss, den uns die Wählerinnen und Wähler gegeben haben, und wir dürfen nicht zur Tagesordnung übergehen“, sagte Schäfer-Gümbel im Info-Radio des Hessischen Rundfunks. „Wir haben ein komplettes Problem. Wir werden über die Strategie reden müssen, wir werden über die Inhalte reden müssen, und wir werden über die Mannschaftsaufstellung reden müssen. Es ist alles infrage gestellt seit gestern Abend.”
http://www.faz.net/s/Rub4D6E6242947140018FC1DA8D5E0008C5/Doc~E0292415295184873A60401F779F19E7E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
@ HG
“…… man muss wohl doch noch mal eine Zusammenfassung darüber schreiben, wie die Protagonisten der Schildbürger-Partei-Deutschlands innerhalb der letzten Dekade Deutschland an die internationale Finanzmafia verraten und verkauft haben !!!…”
Nein, man muss ab 1989 das Bild betrachten. Da sind durch Saumagen, und Genschman die Grundstöcke gelegt worden. Unter Mit Hilfe EINIGER der Schildbürger-Partei.
“… wenn das Volk das mal schnallt, was die betrieben haben, werden sie kein sicheres Rattenloch mehr finden…”
Das Volk? Welches? Schnallen? Verlangst du da nicht ein bißchen viel? Das käme ja dem selbstständigen Denken gleich.
@flübberding
also wenn man den thread so liest, dann denkt man fast, dass die SPD alleine für das Schlammassel der letzten Jahre verantwortlich sei. Da es nicht an dem so ist, so klingen in den wütenden Äußerungen und Beschimpfungen wohl eher die entäuschen Illusionen als eine realistische Einschätzung der Lage durch.
Wie Halbgott und die Anderen ja richtig schreiben. Es stimmt: die SPD-Bosse sind die Helfershelfer der Finanzclique, die uns beherrscht, gewesen. Aber das ist doch nicht neu! Das war doch schon vor zehn Jahren klar, denn sonst wären die doch nicht ans Ruder gekommen.
Aber es hätte in den letzten zehn Jahren noch weitaus schlimmer kommen können. Wenn da nämlich Schwarz/Gelb durchregiert hätte. Insofern sind die mir Münte und Konsorten doch lieber gewesen als die Herren und Damen, die jetzt auf der Regierungsbank Platz nehmen werden.
Und Du, Frank, lass Dich mal nicht persönlich angreifen. Deine Artikel waren eigentlich immer durchdacht und integer geschrieben. Mach’ einfach weiter.
@ nkb #161
kannst du dir vorstellen, dass die Regierung, Schröder/Fischer, nichts anderes tun konnte, als an dem vorgepflüsterten roten Faden, festhalten musste?
Wo bleibt eigentlich der Name von Adecco (Zeitarbeitsfirma) Clement? Wo?
Hand in Hand, haben uns Schwarz/Gelb (Ausplünderung der DDR) Rot/Grün (Agenda 2010) Schwarz/Rot (Verwirklichung Lissabon) Schwarz/Gelb (die letzte Verarschung) in den Ruin getrieben.
Man kann von KEINER Partei verlangen, etwas für das Volk zu tun. Wo kämen wir denn da hin?
Deswegen sind Grabenkämpfe unangebracht. Das müsste jeder aufmerksame Mensch doch endlich mal begreifen.
Chapeau Stuttmann, mehr als Worte!
http://www.tagesspiegel.de/medien/karikaturen/cme803,302114.html
Ob der “Seeheimer Kreis”, die “Netzwerker”, Steinmeier, Müntefering und Konsorten das jemals begreifen werden, wollen, können?
Zur Abschreckung:
http://www.seeheimer-kreis.de/index.php?id=208
Wer Jahre die Zeitschrift “Berliner Republik” abonniert und gelesen hatte, wird sicherlich seine mehr als berechtigten Zweifel haben.
Aber es hätte in den letzten zehn Jahren noch weitaus schlimmer kommen können.
Das ist/war Müntetoterherings Ra…tenfängerspruch.
Nur ist seit gestern die Flöte verstimmt.
Ich bin neu hier und werde mir in den nächsten Tagen die älteren Beiträge anschauen und mir ein Urteil bilden.
Hängen geblieben bin ich nur wegen der teils unverschämten und persönlichen Anmache. Aber weitere Kommentare haben das ja relativiert und den Beitrag sinnvoll ergänzt.
Mir gefällt, dass aus der anfänglichen Spontanreaktion “Abtreten” doch ein eher nachdenkenswertes “Auflösen” geworden ist.
Ich bin auch der Meinung, dass wir diese SPD (vertreten halt von denen die grade dran sind und tatsächlich unterstützt von der Mehrheit der Parteigänger) nicht mehr brauchen. Da gibts mittlerweile im einen (CDU) und im anderen Sinne (DIE LINKE) ernstzunehmende Alternativen.
Ich werde das Verhalten der aktuellen Garde kritisch beobachten. Wenn sich nichts grundlegendes ändert, ist die SPD eh spätestens mit der NRW-Wahl zerbröselt.
Als neuer Leser sage ich: Danke für den Beitrag und viele der sehr guten Kommentare.
In Afghanistan hätte es noch weitaus schlimmer kommen können, wenn wir nicht unsere Jungs…..
…und übermorgen die ganze Welt!
Lübberding schreibt:
“Es geht hier um den Stil – und nicht in erster Linie um die Inhalte. Wenn diese Partei noch nicht einmal mehr in der Lage ist, die elementarsten demokratischen Spielregeln einzuhalten, also eben nicht per Akklamation Führungspositionen zu besetzen, ist das schlicht nicht akzeptabel. … Darum geht es mir – und nicht ob Steinmeier ein Rechter, ein Linker oder ein Niemand ist.”
Das scheint mir relativ starker Unsinn zu sein. Personalentscheidungen werden in der SPD seit Jahren so besetzt. Es mag sein, dass man nicht unbedingt geteert und gefedert wird, wenn man z.B. parteiintern gegen die Bundestagsabgeordnete kandidiert, um selbst Kandidat zu werden. [Aber selbst das hängt vermutlich davon ab, wieviel Prozent der Stimmen sie vorher im Wahlkreis geholt hat.] Je höher man kommt, desto mehr wird jedoch jede Gegenkandidatur als Verrat interpretiert und medial so dargestellt. Ein Gegenkandidat zu Steinmeier oder Müntefering wäre im Jahr 2008 als wirrer Spinner gebrandmarkt worden, wenn er keine prominente Funktion gehabt hätte, oder als potentieller Königsmörder, wenn er eine gehabt hätte.
Hingegen war es keinerlei Problem für die überwältigende Mehrheit der SPD-Mitglieder, dass Funktionäre der SPD das Parteiprogramm und deren Beschlüsse nach Gutdünken uminterpretierten (und davon von der Presse für ihre “unpopulären” Maßnahmen gelobt wurden).
Jetzt nach der verlorenen Wahl also die mangelnde Demokratie der SPD als Austrittsgrund zu wählen, ist schlicht Selbstbetrug und wirkt ein wenig wie ein Matrose, der das Schiff verlässt, dafür aber nicht dessen Sinken durch Kollision mit einem Eisberg als Grund benennen möchte, sondern nun bemängelt, dass der Kapitän mit der dicken roten Knollennase soeben zur Schnapsflasche gegriffen habe. Hätte Steinmeier diese Wahl gewonnen, wäre er auch weiterhin keinen Deut demokratischer gewesen.
An alle vielleicht jetzt endlich doch aufgewachten @Untersozis:
=> … warum nicht das SPD-Parteibuch abgeben und sich ein NEUES, ANSTÄNDIGES HOBBY suchen ??
… warum nicht einen JAGDSCHEIN machen ?
… warum nicht in einen SCHÜTZENVEREIN eintreten ?
=> … das sind schöne Hobbys ! … besser, als sich auf JUSO-Stammtischen gegenseitig die Ohren blutig zu labern über Themen, von denen ihr erwiesenermaßen doch keine Ahnung habt !
=> … ausserdem: ein hoher Anteil an Legal-Waffenbesitzern erschwert eine etwaige Machtübernahme durch Faschisten.
Jedenfalls DANKE für eure Bemühungen in den letzten 10 Jahren und Gruß !!
@ f.lübberding
“Rücktritt!”
Du solltest Dir mal überlegen, ob dieser ständige Verschleiß an Personal nicht einer der Gründe für die Rasanz des Niedergangs ist. Bei dem guten Ergebnis von Platzeck in Brandenburg fällt mir sofort ein, wie ihn das Amt des Bundesvorsitzenden fast um die Gesundheit gebracht hat. Liegt es vielleicht auch am Amt und den unrealistischen Erwartungen an seinen Inhaber? Kurt Beck ist ein weiteres Beispiel eines offensichtlich nicht unfähigen Landesschefs, den eine ungutes Wechselspiel zwischen Medien und Mandatsträgern in kürzester Zeit an die Wand geschrieben hat. Das Problem der SPD ist es, keine Mission zu haben, aber viele Ex-Anhänger, auf deren Geschreibe sie immer noch hören will. “Partei” sein bedeutet zuallererst, Interessen zu bündeln und diese auch gegen die veröffentlichte Meinung zu vertreten.
Auf dem jetzt erreichten Niveau (23%!) macht es nach meiner Meinung für die SPD überhaupt keinen Sinn mehr, einen abrupten Linksschwenk zu vollführen und dafür dann auch noch auf Nasen wie Andrea Nahles zu setzen. Für viel schlauer halte ich es, einige alte Zöpfe abzuschneiden und gnadenlos darauf zu lauern, dass die Union am Halfter von Westerwelle Positionen der Mitte preisgibt. Sie müsste also inhaltliche Positionen (auch zur Abgrenzung zur Linken) halten und gleichzeitig gesprächsbereiter nach links werden, um bei kommenden Wahlen zuschnappen zu können. Für einen Linksschwenk fehlen ihr dagegen inzwischen nicht nur kompetentes Personal, sondern auch Glaubwürdigkeit. Er würde ihr bei den verbliebenen Wählern ( so viele sind es ja nicht mehr:-) auch nicht unbedingt Punkte bringen und das Spektrum links von der Union verkleinern. Hastige Rücktritte sind jedenfalls kein Rezept.
patch
Mag alles sein, aber die Konsequenzen hat man unter anderem gestern gesehen. Das scheint mir ein Problem zu sein, dass man sich offenkundig an unhaltbare Zustände gewöhnt hat. Ich bin nicht naiv. Diese organisiationspolitische Misere der SPD existiert nicht erst seit gestern. Das hat sich in den vergangenen 20 Jahren entwickelt – unter anderem auch die Verachtung des Apparates für seine eigene Basis und die völlige Missachtung innerparteilicher Spielregeln. Innerparteiliche Demokratie wurde völlig desavouiert und zur reinen nachträglichen Akklamationsmaschine. 98 % für die Rente mit 67 auf dem Parteitag wie es heute noch einmal von Müntefering gesagt wurde. Na klar, das wurde so beschlossen, schaffte aber kein Legitimation mehr. Unter Führung Gefolgschaft zu verstehen, das war die Strategie der vergangenen Jahre. Und unter Partei verstand man die Rekrutierung von Gefolgsleuten. Solche Strukturen funktionieren halt eine gewisse Zeit.
“Hätte Steinmeier diese Wahl gewonnen, wäre er auch weiterhin keinen Deut demokratischer gewesen.2
Entscheidend ist bekanntlich was hinten herauskommt. Und bei der SPD ist gestern eine in seinen Konsequenzen wohl nicht allen bewußte Katastrophe herausgekommen. Ist das Anlegen eines Vorganges im WBH “Katastrophe SPD – Ein Arbeitspapier” durch Steinmeier der adäquate Umgang damit? Selbst dann damit weiterzumachen – und das noch ohne Widerspruch – ist das Absurde. Die Partei ist noch nicht einmal in der Lage, jetzt mit Leidenschaft zu streiten. Wann sollen denn entscheidende Veränderungen gemacht werden, wenn nicht jetzt? Etwa wenn Nahles mit Wowereit und Steinmeier im Hinterzimmer klüngeln? Das schafft echtes Vertrauen. Die heutige Pressekonferenz mit Müntefering war eine Farce – und der Höhepunkt seine Rücktrittsankündigung, wenn der Übergang geregelt ist. Genau – das sind die echte Experten – im Regeln des Übergangs. Beim Abschuss von Beck – Was war das Argument? Seine Umfragewerte? – haben die das schon perfekt geregelt. Die regeln jetzt den Übergang in den organisationspolitischen Tod, wenn man sie nicht stoppt.
Also es sind noch einige Tage bis Samstag.
Es gibt keinen Grund zum Zynismus. Er war in der SPD das Problem – und hat sie ruiniert.
http://www.stuttmann-karikaturen.de/archivseq.php?id=3302
http://www.stuttmann-karikaturen.de/archivseq.php
http://www.stuttmann-karikaturen.de/archivseq.php?id=3304
Na also, das ging ja doch schnell.
Müntefering geht voran,
als nächstes ist Steinmeier dran…
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,651857,00.html
ach was, Kaffeefahrtbusfahrer Müntefering versucht jetzt nur mit der Rheumadecke die gesetzlich vorgeschriebene Lenk- und Ruhezeit (EG-Verordnung 561/2006) einzuhalten und wieder über die Sauerländer Berge zu (ent)kommen..
@patch , Eurooptimist
ich denke, FL sind Eure Argumente sehr wohl bewusst.
Ich habe den ganz leisen Verdacht, er nutzt diesen von ihm angezettelten Aufschrei als Wurfkatapult in Richtung Willy Brandt Haus. An Selbstunterschätzung leidet dieser Blog nun wirklich nicht.
Ob in Berlin auch nur ein Hahn danach kräht?
@nkb
#161
“also wenn man den thread so liest, dann denkt man fast, dass die SPD alleine für das Schlammassel der letzten Jahre verantwortlich sei.”
Das Schlamassel war vor schon vorher da. Die SPD hat es nur 11 Jahre lang fortgesetzt und CDU/FDP werden genau da jetzt weitermachen. Der Unterschied ist aber, dass ich damals (vor 11 Jahren) etwas anderes von der SPD als die Schlamasselpolitik erwartet hatte. Wäre ich mit der Schlamassel Politik der Kohl Ära einverstanden gewesen, hätte ich damals CDU gewählt. Unglaublich, wie die SPD diese historische Chance in der Geschicht verspielt hat und unglaublich, wie die Führungsspitze immer noch an diesem Fehler festhält.
Wie erklärst du dir dann, dass diese Misere genauso bei den Sozialdemokraten in Holland, in Frankreich, sogar in Schweden besteht? Das können doch nicht alles organisatorische Fehler sein! Diese Länder sind von gesellschaftlichen Umbrüchen erfasst worden, gegen die sich zu stemmen die Sozialdemokraten versprochen aber nicht vermocht haben. Und überall haben die Enttäuschten eine radikale Linke gefüttert.
Das Versprechen der SPD von 1998 war nicht erfüllbar.
@Zecke: 80%, das wußte ich nicht. Aber vielleicht ist das der übliche Herdentrieb?
@Zecke, Halbgott: vor Kurzem ist mir eine SPD-Direktkandidatin ausgewichen, ich hatte schon ihren Helfer zur Rede gestellt. Die igeln sich ein, Trotzreaktion von Kleinkindern. Wenn mich schon ein SPD-Werbehelfer fragt “Was soll ich denn sonst wählen”? … Da überkam mich ein Gefühl tiefstes Mitleid.
Eine gute Bekannte, die am SPD-Stand war, sagte mir voller Stolz: “Wir haben alles verteilt” ( Bei einem Wochenmarkt ein leichtes). Ich schwieg beileidsvoll. Mit ihr hatte ich das gleiche Gespräche eine Woche zuvor geführt. “Aber was sollen wir denn machen?,” war damals das Stimmungsbild.
Wenn man weiß, dass einige SPD-Kreise so weit “rechts” sind (z. B. Darmstadt), dass zur CDU so gut wie keine Unterschiede mehr bestehen, dann wird es noch einigen Zoff in der SPD geben. Viele SPD-Mitglieder sind im Herzen tatsächlich gar keine SPDler, dass ist Schäfer-Gümbels Problem. Die vier Verräter in der Hessen-SPD haben ihre Leute (weitere Heckenschützen) im Hinterland.
Das Problem der SPD ist eine gewachsene Kaste realitätsblinder Apparatschiks/Funktionäre. Das einzige Positive ist, nach ein paar Jährchen (5-10?) folgen die jedem Kurs. Aber in den Anfangsjahren des Wechsels gibt es sehr reaktionäre Widerstände. Und dann noch etwas Walterscher Intrigantenstadl, das macht eine Partei unglaubwürdig bis hin zur Zerreißprobe. Dumm nur, dass die Medien den Linken als echtem Surrogat immer noch so zusetzen. Nichtwähler wieder zurück zur Wahlurne zu bringen, ist da schon eine Art Sisyphosarbeit.
Wenn Einer angesichts Dauerarbeitslosigkeit und Hartz-IV auf seiner medienberühmten Münchner Antrittsrede “Nie wieder Knecht” fasselt, dann ist die Realitätverblendung groß (ich meine Münte…).
Übrigens, König Kurt regiert immer noch Rheinland-Pfalz ???
Lieber Frank, auch die SPD hat ein Projekt 18. Insoweit ist die SPD um 4% gescheitert. Eine neue SPD ist doch nur durch eine Kochwaschgangs-Innere-Reinigungs-Zeremonie darstellbar. Alles andere wird auch meines Erachtens nach an den Betonköpfen scheitern.
Deiner Zweitliebe SPD gute Besserung plus Grüsse aus hessisch-Absurdistan,
Bernhard
@ weyertaler
Und? Was folgt? Wenn überhaupt. Münterfering und …………….
Wer gestern Steinmeier in der “Berliner Runde” sehen, hören, genießen (?) durfte, als er doch tatsächlich den Eindruck zu erwecken versuchte, ER – FRANK-WALTER, werde ab jetzt in der Opposition die “Richtlinien der bundesdeutschen Politik” bestimmen, wird verstehen, aber auch begreifen müssen, mit einer solchen Person ist/ wird kein Primeltopf mehr zu gewinnen/sein. Der ist nicht von dieser Welt. Er spricht mit sich, noch nicht einmal wissend, ob er sich selbst überhaupt zuhört.
Für mich hatte dieser Aufritt etwas Bizarres. Komisch, dass “Putschisten” häufig solch Eindruck in der Öffentlichkeit hinterlassen.
Aber selbst wenn alle Köpfe – Vorstand – Präsidium – “rollen” sollten, was dann? Welche personellen Alternativen bieten sich an, ja würden sich geradezu aufdrängen?
Was ist mit den anderen Abnickern in den Parlamenten und Gremien?
Eine Leere wird sichtbar. Wenn wenigstens einer sich anbieten würde.
Rhetorisch würde sich ja Sigmar Gabriel anbieten, aber programmatisch, zukunftsweisend? Nein!
Es ist doch schon unglaublich, dass eine Person wie Klaus Wowereit als Linker firmiert und auch noch durchgeht. Wenn der ein Linker ist, dann müßte ich mich selbst beim Verfassungschutz melden.
@f.luerrding #170
>>Es gibt keinen Grund zum Zynismus. Er war in der SPD das Problem – und hat sie ruiniert.<<
Entweder muss man als Parteimitgkied ernsthaft was dagegen tun oder gehen – aber nicht jahrelang zuschauen und hoffen….
natürlich soll es heißen
an:
@f.luebberding #170
@Karl Heinrich #176
Ganz genau!
Und daraus ergibt sich
@FL #170
Die Partei ist noch nicht einmal in der Lage, jetzt mit Leidenschaft zu streiten. Wann sollen denn entscheidende Veränderungen gemacht werden, wenn nicht jetzt?
WORÜBER denn streiten? WELCHE Veränderungen denn machen?
Die SPD ist ein leerlaufender Apparat, der alte “Willy wählen” Reformismus, von dem Albrecht Müller noch träumt, hat lange fertig. SO RUM erklärt sich das, nicht wie du das versuchst, die Ursache aus der Wirkung zu erklären.
Die SPD hat 98-09 einen neoliberalen Drecksjob gemacht, da sind die einen heute noch stolz drauf, weil das ja die “historische Mission” der Sozialdemokratie seit 146 Jahren ist, dem Kapitalismus aus der Patsche zu helfen, wenn er mal Probleme hat mit der Akkumulation. Der Kapitalismus braucht diesen Mohren nicht mehr, er kann gehn. Und so sieht das dann eben aus, wenn ein Funktionärsapparat sich selber abwickelt, der Tod erscheint dann als organisationspolitischer, er ist aber, tatsächlich nur verspätete Konsequenz des inhaltlich-politischen Ablebens.
@Karl Heinrich #176 + Lemming:
Ich frage mich, ob das nicht ein typischer “Bürokratienanpassungseffekt” über die Jahre ist. Das würde dann bedeuten, Parteien verschleißen grundsätzlich, wenn sie nicht offen bleiben und/oder sich nicht erneuern.
Bild vom wachsenden Insekt, das sich öfters mal “häutet”.
Gruß
Bernhard
Weil es so gut passt, aus dem Nachruf auf die sPD Regierungsbeteiligung:
Zitat jjahnke.net:
“Nun geht es darum, einen kritischen Schlußstrich nach 11 Jahren SPD in der Bundesregierung zu ziehen. … In diesem Zeitraum wurde Deutschland, vor allem durch einen wuchernden Niedriglohnsektor, die damit zusammenhängenden Hartz-Reformen und durch massive Steuersenkungen für Unternehmen und Spitzenverdiener, und unter bewußter Ausnützung der Druckmechanik aus der Globalisierung zum neoliberalsten Land in Europa. Pro Kopf der Bevölkerung konnte es in der Zahl der Milliardäre sogar die USA überholen.
Zwischen 1998 und 2008 sind die Nettolöhne und -gehälter im Jahresdurchschnitt um 1,5 % gestiegen. Doch die Verbraucherpreise stiegen in diesem Zeitraum im Jahresdurchschnitt um mehr als 1,7 %, so daß die Arbeitnehmer im Durchschnitt real verloren. Hinzu kommt die sich bis zu Spitzenverdienern wie Ackermann stark spreizende Einkommensstruktur, die für die Mehrheit der Arbeitnehmer real noch größere Verluste bedeutete. Dagegen haben die Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen im selben Zeitraum 5,2 % pro Jahr oder nominal das Dreieinhalbfache der Löhne zugelegt (Abb. 16010).
In dieser Zeit entstand in Deutschland ein wuchernder Niedriglohnsektor und ein ebenso wuchernder Sektor von unsicherer und unterbezahlter Leiharbeit. Aufgrund einer Unmenge an statistischen Manipulationen fiel der Anteil der amtlich registrierten Arbeitslosen an allen Empfängern von Arbeitslosengeld besonders seit 2006 auf zuletzt nur noch 57 % immer weiter.
Bei einer auf Eis gelegten Binnenkonjunktur ging die Zahl der nachgefragten Arbeitsstunden immer weiter zurück. Nur durch einen gigantischen Jobklau bei unseren Handelspartnern über einen unfairen Niedriglohnwettbewerb und entsprechend expandierende Handelsbilanzüberschüsse gelang es, die amtlich registrierte Arbeitslosigkeit zeitweilig herunterzufahren. Doch kommt nun prompt die Rechnung, nachdem der Export nach definitivem Ausfall der künstlichen Kreditmaschine auf sein Normalniveau zurückfällt.
Der Steuersatz auf Gewinne der Kapitalgesellschaften wurde von 56 % auf nur noch 29,8 % halbiert . Die Vermögenssteuer wurde abgeschafft. Der Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer wurde von 53 % auf nur noch 45 %, einschließlich Reichensteuer, gesenkt . Außerdem wurden so viele Steuerbefreiungsgründe geschaffen, daß bei den obersten 10 % der Einkommensbezieher (etwa 5 Millionen Menschen) nur 50,9 % der Kapitaleinkommen tatsächlich zur Versteuerung herangezogen werden.
Die Ausgaben für die Bildung wurden bis 2006 auf nur noch 4,8 % des Bruttoinlandsprodukts abgesenkt, einer der niedrigsten Werte aller Vergleichsländer . 1995 waren es noch 5,1 % gewesen.
Und dies noch aus einer auf dem Diskussionsforum eingestellten langen “Liste der Volkslasten”: Sterbegeld gestrichen, Kassenbeiträge erhöht, Mehrwertsteuer erhöht, Erbschaftssteuer für Unternehmen abgeschafft, Umverteilung des Volkseinkommens an die Arbeitgeber beschleunigt, Wett-Banken gerettet statt Arbeitsplätze, Auslagerungen nach Osteuropa und Asien steuerlich gefördert, europaweite Arbeitsplatzzerstörung mit Freihandelspolitik statt Dumpingschutz, wirtschaftlicher Unsinn wie Benzinsteuer für Rentensicherung und Tabaksteuer für das Gesundheitssystem senken die Nettoeinkommen, Waffenexporte statt Verteidigungspolitik, Bejahung von und teuere Kriegsführung in Europa und am Hindukusch auch zur Sicherung von Marktanteilen privater Konzerne an Rohstoffen, Beschneidung der Bürgerrechte und Privatsphäre durch Lauschangriff, Vorratsdatenspeicherung und Vorbereitung Überwachungsstaat, in dem nicht das Volk seine Regierung, sondern diese sein Volk zum Schutz des Kapitals vor sozialen Konfrontationen überwacht, Duldung von Korruption und antidemokratischen Lobbyismus in allen Regierungsstellen und im Parlament, Diätenerhöhung durch Regelsatzverordnung abgesichert, Vererbung der SGB-II Zahlungen als Schulden der Kinder an den Staat, Senkung der Nettolöhne durch Zuzahlungen bei Arzneimitteln und Hilfsmitteln, Zwangsarbeit für Leistungsempfänger SBG II (1-Jobs) bei Androhung u.a. des Nahrungsmittelentzuges, Suppenküchen in Deutschland (Archen) als Normalität und ohne politische Unterstützung, Erpressbarkeit durch Bankwesen, trotz sozialer Kürzungen Erhöhungen der Neuverschuldung auf 320 Milliarden Euro 2008, kein Volksbefragungen zu Euro und Lissabon-Verträgen …
Die 11 Jahre Regierungsverantwortung der SPD waren ein Trauerspiel für Deutschland, ein Verbrechen an den echten Interessen unseres Landes. Von der sozialen Marktwirtschaft blieb nicht einmal ein Feigenblatt übrig. Die SPD hat dafür die gerechte Quittung der Wähler bekommen, auch wenn man sich von der schwarz-gelben Koalition keine andere Politik erwarten kann. … ”
Es gibt also keinen erkennbaren Grund den Müntes dieser Welt nicht wirklich das Schlechteste zum Abschied zu wünschen… . DIESE SPD SO, WIE SIE JETZT IST, HAT NIEMALS 23 % VERDIENT, DIE GEHÖRT UNTER 5 %.
telepolis schreibt auch etwas: “Sie alle stehen zum Schröder-Projekt”, Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31213/1.html (SPD fällt in sich zusammen).
@Bernhard #182
Ich frage mich, ob das nicht ein typischer “Bürokratienanpassungseffekt” über die Jahre ist. Das würde dann bedeuten, Parteien verschleißen grundsätzlich, wenn sie nicht offen bleiben und/oder sich nicht erneuern.
Nein, das ist es nicht. Dann wäre die CDU schon längst zu Staub verschlissen. Wovon eine Partei lebt ist im Kern, dass sie die Interessen ihrer Anhänger vertritt und diese Anhänger, als Milieus, als stellvertretend für einen bestimmten gesellschaftlichen Status auch vertretbar sind (also nicht so ein fiktionaler Quark wie “Neue Mitte”). Die SPD eben hat das nicht getan, oder nur ausnahmsweise, wenn’s mal zufällig passte oder nötig war (die Reformen nach der Krise 68 zb), und im Zweifelsfall immer den Patrioten gegeben, für den “Kaiser”, für den “Standort” für jeden Dreck, der dieser Untergebenenenpartei jeweils vom Chef aufgetragen wurde.
Nachtrag (zu #185):
Die CDU lebt davon, dass sie die eigentliche Staatspartei der BRD ist, die Einheitspartei-West auf Adenauer, oder eben MEP (“Marktwirtschaftliche Einheitspartei”).
Die Deutschen brauchen immer eine Staatspartei, eine status quo Partei, eine, die als Partei fürs Ganze steht. Schon logisch widersinnig, aber so ist es. Ohne eine solche hätte dieses ganze schöne Westdeutschland und dann Gesamtdeutschland keine Basis gehabt, sondern nur Klassenkampf. Dieses Quidproquo dachte die SPD als CDU II kopieren zu können, als “Neue Mitte”. Aber der Deutsche braucht nur EINEN Kaiser, einen Staatsträger, der sich in problematischen Situationen auch mal einen Stellvertreter nehmen kann, aber das sollte dieser besser nicht falsch verstehen und auf dumme Gedanken kommen…
… bin ich schon wieder auf Spam-Status ? … wäre schade. Ich hab da nämlich noch was für die Sozis …
Hallo @Sozis !
… offensichtlich gibt es hier heute eine erhöhte Anzahl von vorgeblichen “Sozial”-”Demokraten”.
=> … IMHO sind die “Sozial”-”Demokraten” weder auch nur im entferntesten “sozial” noch gar auch nur im entferntesten “demokratisch”. Das einzige Wahre an dieser Bezeichnung ist der Bindestrich. Und das auch nur, wenn man ihn als mathematisches Vorzeichen, also als “Minus” im Sinne von “NEGATIV” … interpretiert!
… zur Sache:
=> … Ich fasse es nicht !! … ihr lüüü gt euch SCHON WIEDER selbst die Hucke voll !!! … KOHL (sic!) sei schuld am deutschen Desaster, hört man hier von euch. Und unter Schwarz/Gelb wäre alles noch viel schlimmer gewesen. Ganz ehrlich, Sozis: IHR HAAA BT SIE NICH’ ALLE !!
=> … als ehemaliger SPD-Wähler, der aufgrund einer ökonomischen Ausbildung schon 2000 erkannt hat, dass mit den Schröder-Sozis “etwas nicht stimmt”, erlaube ich mir heute, euch mal den Spiegel vorzuhalten. Auf dass euch schlecht werde und ihr aus dem Übergeben nicht mehr rauskommen möget !!!
=> … Damit ihr endlich mit den hochnotpeinlichen Versuchen aufhört, … EURE Taten, besser eure Untaten und eure Untätigkeit in den letzten 10 Jahren zu relativieren, folgt nun eine kurze Aufzählung EURER grandiosesten Meisterleistungen:
1.) „Das größte Geschenk aller Zeiten“ (MUST READ !!!):
http://www.zeit.de/2005/37/Steuern
=> … das war der in’s Wasser geworfene BLUTKÖDER !!! … damit haben Schröder, Pinokio-Münte und Steinmeier die angel-sächsischen Finanzhaie angelockt !!!
=> … euer zweiter sata nischer Vernichtungsschlag gegen die deutsche Bevölkerung war dann die Zulassung des verbrieften wertlosen Amigiftmülls als „Wertpapiere“. Damit habt ihr Deutschland endgültig dem Erdboden gleichgemacht !
2.) http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=93136 (MUST READ !!!):
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=14316
=> … Hinter diesen beiden Politischen Schwerverbrechen verblasst die ganze Agenda 2010 und der ganze massenhafte Altersvorsorgebetrug an der Arbeiterklasse mit dem Riester-und-Rürup-Schaiy sssdr äck.
Nochmals HERZLICHEN DANK für EURE Bemühungen !!
Abschliessend zitier’ ich euch noch den Grass:
„@Sozis, haltet’s Ma houl ! … und trinkt euren Rotwein !!“
Retroliberale Grüsse,
~ HG ~
Obwohl HG sonst mal oft den Arsch im Hirn hat und uns vollkotet. Da hat er Recht!
Aber jetzt wird ja alles besser, ne?????
@ HG
komm mal runter, ist nicht gut für die roten Blutkörperchen.
Natürlich hat der Oggersheimer den Grundstock gelegt, nicht umsonst bekam er auch einen dicken Tapferkeitsorden 1996.
Genau wie sein mein Mädchen auch in 2008.
http://de.wikipedia.org/wiki/B%E2%80%99nai_B%E2%80%99rith
Schröder war doch nur die Pappnase zwischendurch. Der durfte auch mal ran. Damit er sich jetzt mit seinem Ex Kollegen um Pipelines streiten darf. Zwischendurch wird ein militärisches Manöver gestartet, und alles ist in Butter.
Während das kritische Volk den Kopf schüttelt, nickt der Bundestag ab. Fraktionszwang. Gehört eben dazu.
Fragt sich nur, wer Kopfschmerzen bekommen wir, die Schüttler oder die Nicker.
Hasta la Vista Baby
Folgendes mail habe ich heute der Direktkandidatin der SPD geschickt (die ich weder persönlich noch politisch kenne), die aber schon mal meine Erststimme gekriegt hat – damals, als Schröder & Co logen, sie wollten nicht am Krieg teilnehmen; damals, als Merkel sabbernd danach gierte, um sich bei Double-V lieb Kind zu machen… Ihr erinnert Euch…
“Sehr geehrte Frau Xxx,
eben lese ich von Ihrem Rückzug aus der Politik.
Der Kölner Stadtanzeiger (online) zitiert sie so:
“Die SPD ist nicht mehr als sozialdemokratische Kraft erkennbar.”
Ich habe von Ihnen an sich ziemlich viel gehalten, konnte in gewisser Weise sogar Ihr Festhalten an der SPD begreifen, weil Sie dort gefördert worden sind und Politik machen konnten.
Gestern stand ich vor der Frage, ob ich Ihnen meine Erststimme geben sollte. Ich habe es nicht getan. Sie hätten sie bekommen, wenn ich einen Satz wie den oben zitierten vor der Wahl von Ihnen gehört hätte !
Eine kritische Haltung Ihrer Partei gegenüber hätte ich begrüsst und mit meiner Stimme ermutigt. So aber hatte ich den Eindruck, dass Sie lieber an der erreichten Position festhielten und bereit waren, den Demontagekurs mitzutragen, den diese Partei in der Gesellschaft betreibt.
(Die Zerstörung der Sozialdemokratie von innen ist meiner Meinung nach ein Deal, der mit Mitterand in Frankreich seinen – im Sinne der Betreiber, erfolgreichen – Anfang nahm, über Spanien Portugal, Gross-Britannien und Deutschland ausgeweitet wurde und erst mit dem völligen politischen Aus als vollzogen betrachtet wird. Zur Belohnung scheinen Pöstchen in Wirtschaft oder Posten in nation. und intern. Institutionen und eine privilegiertes Leben am Katzentisch der Mächtigen auszureichen)
Die Betreiber dieses Kurses haben Sie, Frau Xxx, bisher meines Wissens nicht angegriffen, sondern sie unterstützt, zumindest sind Sie in ihrem Windschatten mitgesegelt. Die Partei selber hat sich – von oben bis unten homogen (!) – als ein autoritätsfixierter Haufe gezeigt, der noch jede asoziale taktische Wendung schönzureden und zu unterstützen bereit war.
Insofern hat die SPD-Anhängerschaft gezeigt, dass sie strukturell unpolitisch bis in die Knochen ist und Politik nicht als Auseinandersetzung in und mit der Gesellschaft versteht. Für mich ist damit aber auch das taktische Umgehen mit der eigenen Wählerstimme politisch nicht weiter zu vertreten, ganz ungeachtet, ob Sie mir als Person ’sympathisch’ oder gleichgültig sein mögen.
Ihren Rückzug empfinde ich in gewisser Weise als Bestätigung meiner Analyse:
auch Sie träumen offenbar von unpolitischer Politik, vom unpolitischen Politiker. Anstatt auf die Barrikaden zu steigen und (innerhalb oder ausserhalb Ihrer Partei) für eine andere Politik einzustehen, machen Sie sich davon.
Das, was Ihre Partei Lafontaine vorwirft, tun sie jetzt selbst. Nur auf die wirklich fiese Tour: Lafontaine hat sich für den Aufbau einer Alternative eingesetzt – ganz ungeachtet meiner oder Ihrer Einschätzung, was die Qualität dieser Alternative betrifft – und eben NICHT hingeschmissen.
Ich glaube, ich habe, alles in allem, recht getan, meine Stimme nicht an Sie zu verschleudern.
Sollten Sie sich nach der Enttäuschung von gestern doch noch für Politik entscheiden, so werde ich das mit Sympathie verfolgen… und Sie ggf. unterstützen, sollte das meiner Vorstellung von politischem Profil bei einem Politiker nahe kommen. Leute wie Ströbele machen schliesslich vor, dass man in Opposition zur eigenen Partei anerkannt werden kann und gerade deshalb geschätzt wird von den Wählern, die sich selbst als alles andere als “grün” verstehen.
Mit freundlichen Grüssen aus Ihrem ehemaligen Wahlkreis
Yyy”…
@Kaiserpups
… bist du etw noch wach ??
=> … schau mal auf die Uhr, Kleiner ! … das Sandmännchen ist vorbei und du gehörst um diese Zeit längst in’s
Bett ! … was hast ‘en du für Assi-Eltern ?
Nachtrag
ich versteh es nur noch nicht, wie man in einem Praktikum über 4 Jahre, seinen Expartner deutlich nach Hause schicken kann.
Ich ziehe den Hut vor der Göttin, mit nix in der Hand, den Gegner so zu demoralisieren. Dafür Respekt.
Nun, wie Ihr wisst, gehöre ich zu den älteren Semestern. Nur bei einer Partei könnte ich das Durchschnittsalter etwas senken.
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/15/0,3672,7611407,00.html
Was Frank schreibt, muss ich aufgrund meines Erfahrungshintergrund etwas korrigieren. Mit der innerparteilichen Demokratie war es in der SPD nie weit her. Anfang der 70-er Jahre hat sich die SPD zwar nach Außen offen gegeben, wer aber die Politik der Parteispitze (Chile, Portugal etc.) kritisierte, hatte schnell ein Parteiausschlussverfahren am Hals. Ich habe selbst erlebt, wie Kritiker an Brandts reaktionärer Portugal-Politik ausgeschlossen wurden („Sozialismus in Portugal –ja; Soares – nein“). Ankläger beim damaligen Parteiordnungsverfahren in Frankfurt war der angeblich so linke Ex-Juso-Vorsitzende Carsten Voigt.
Wenn im Blog über den Ex-68er Schröder geschrieben wird, kann ich nur lachen. Was hat Schröder mit 68 zu tun? Da war der doch gar nicht dabei.
Auch bei den Göttinger Jusos war Schröder nur ein Mitläufer.
Den haben die Göttinger Jusos zwar als Kandidaten zur Wahl des Landesvorsitzenden der Jusos in Niedersachsen aufgestellt, aber nur, weil er weitgehend unbekannt war. Den niedersächsischen Jusos waren die Göttinger Jusos als „Antirevisionisten“ viel zu links und ein Kandidat mit klarem linken Profil hätte keine Chance gehabt.
Nach 1980 bestand das SPD-Establishment im Wesentlichen nur noch aus Opportunisten und Karrieristen.
Eine gewisse Ausnahme war Oskar Lafontaine. Als Parteivorsitzender der SPD versuchte er in den 90-er Jahren,dass die SPD wieder an ihre Identität als „Partei der Arbeit“ bzw. der „kleinen Leute“ anzuknüpft.
Der Gegenspieler von Lafontaine war – spätestens – seit der Regierungsübernahme 1998 Schröder. Schröder – marxistisch geschult – wusste, dass eine erfolgreiche Regierungspolitik dem Primat der Förderung der Kapitalverwertung entsprechen muss. Vorher hatte er schon verkündet, dass es keine linke oder rechte Wirtschaftspolitik gebe, sondern nur eine „moderne“. Als Kanzler machte er deutlich, dass „mit ihm keine Politik gegen die Wirtschaft zu machen sei“.
Was die SPD heute an Nachwuchs anzubieten hat, ist einfach jämmerlich.
Die fette und opportunistische Nahles, die intellektuell nichts zu bieten hat.
Eine Franziska Drohsel, die gleich bei CDU-Kritik umfällt und aus der „Roten Hilfe“ austritt.
Oskar Lafontaine hat den Mechanismus des Stimmenfanges der SPD natürlich durchschaut. Die Jusos haben links geblinkt, die SPD ist rechts abgebogen.
Jetzt blinkt die Linkspartei links – aber biegt natürlich auch rechts ab, wenn sie in der Regierung sitzt.
Doch die Jusos können der SPD nicht mehr zu einem linken Profil verhelfen, noch nicht einmal dazu, dass die SPD als kleineres Übel wahrgenommen wird. Diese Positionen hat Oskar besetzt.
In den 70-er Jahren war „Sozialdemokrat“ ein Schimpfwort in der Neuen Linken.
Ähnliches passiert heute. Sozialdemokrat zu sein, bedeutet Mitglied einer Verräterpartei zu sein.
23,0% der Wähler und umgerechnet nur 16,2% der Wahlberechtigten haben SPD gewählt. Zu vermuten ist, dass rund 80% der Wahlberechtigen die SPD für die Politik ihres Verrates verachten.
Wer heute noch in dieser Verräterpartei bleibt, darf sich nicht wundern, wenn ihm mit Verachtung begegnet wird-
Das “bürgerliche Lager” hat stets dieses – woher auch immer stammende – Selbstbewußtsein, die Institutionen und der Staat seien von Ihnen und für sie gemacht und nur sie “können es”. Immer wieder sagten/sagen Leute wie Schäuble über Rote und Grüne “die können es nicht”. Deswegen meinen sie einen naturgegebenen Anspruch auf alle Posten in diesem Staat zu haben und sich und ihre Klientel bedienen zu können: Jobs, Steuererleichterungen, Subventionen…. um nur legale zu nennen. Denn von der Gesetzgebung bis hin zum Steuerrecht ist alles in Deutschland auf den Nutzen der leisten hin auasgerichtet. Wenn die SPD an der Macht beteiligt ist, wird dies stets als historische Ausnahme empfunden. Da benehmen sie sich dann büergerlicher als die Bürgerlichen, um nur ja nicht als sozialdemkratisch hingestellt zu werden. So verraten sie lieber sich und ihre Klientel als die bürgerlichen Eliten. Bei den Grünen ließ scih das 1998 ff. noch deutlicher beobachten: Wie kleine Kinder, die plötzlich bei den Großen mitspielen dürfen, führtensich einige auf. Claudia Roth bis heute. Rot-Grün wurden zu Geiseln der Macht und entwickelten schnell so eine Art Stockholm-Syndrom und machten plötzlich Politik, die ihren Gegnern zu Gute kam. UNvergsessen Joschka Fischers ausspruch gegenüber Lafontaine, als dieser gegen die Deregulierung der Finanzmärkte Gesetze auf den Weg bringen wollte: “Ihr woll euch doch nciht gegen die internationalen Finanzmärkte stellen!” Stattdessen wurde Lafontaine weggemobbt und ausgerechnet die erste rot-grüne Regierung beteiligte sich am erten Krieg in Europa nach 1945. In nur 7 Jahren an der Macht unter Schröder hat die SPD alle zuvor in 140 Jahren aufgestellten Grundstäze über Bord geworfen. Das ist so, als würde der papast bei der nächsten Weihnachtsmesse plötzlich zu Gruppensex aufrufen. Wohlgemerkt: Mit Tieren. Naja, älter als Jopi Heesters isst sie geworden, immerhin. Schöne Grüße vom Küchenpsychologen
Jeder ist Jedes Konkurrent! Oder: Jeglicher ist Jedwedem feind! (frei nach Hobbes)
Allein die 1,6% pflegen die Eintracht. (frei nach NiePo)
Verblendete, mich wundert ganz grundsätzlich, wie die Partei “der 1,6 %” historisch je die 5% Hürde knacken konnte und gestern gar (rund) 10 mal so viele Stimmen (oder mehr) erhaschte als ihr repräsentativ gebührten? Wie konntet ihr jene derart hochhieven?!!!
Sei’s drum! Die große Markt- und Moneypulation kann jetzt unvermindert – wie von Kleinstkreisen gewünscht – auf Hochtouren weitergehen – demokratisch legitimiert… also alles bestens mit Frau Mehrgeld… äh Merk… und Schwesta Welle!
Die Volltrottel von Deutschen wählten, wie es Auto- und Geschwindigkeitsfetischisten mit Tunnelblick ziemt: volles Rohää Vollgas, ohne Luftsack und Bremsen, borniert-stur “Gegen die Wand”. Die Deutschen pflegen ihren Hang zu Zyn- u. Masochismus… und kosten ihn stets aufs Krasseste aus. Süchtige nach Leid, anders spürt ihr, Überdrüssige!, nicht das wallende Leben in euch! als angesichts klaffenden Abgrunds.
…Und: da liegt ihr alle im Blog leidlich falsch: Die Schrumpfkur-Politik ist “segensreich”; denn wo dereinst öd’ste Brache herrscht und elend’ste Armut, liegt der beste Nährboden für neue, gedeihliche Ren(Min-Bi)diten bereitet! Das sind (nur) zwei Pole eines in Phasen verlaufenden Zyklùs, der sich über verschiedene Dekaden/Orte erstreckt und also dezentral erscheint, obwohl zentral mittels Kapital angefacht/abgeschwächt.
Grüße
@ HAM #194
das durchschnittsalter vom ZDF etwa?
@Weyertaler
“UNvergsessen Joschka Fischers ausspruch gegenüber Lafontaine, als dieser gegen die Deregulierung der Finanzmärkte Gesetze auf den Weg bringen wollte: “Ihr woll euch doch nciht gegen die internationalen Finanzmärkte stellen!”
=> … hast du dafür einen Beleg ?
… der kommt dann in die Akte von Joseph “Fouche” Fischer …
@holger #197
Ja, ich weiß, Du bist am 6.7. 40 Jahre alt geworden. Fast zum gleichen Datum wurde ich 61.
Ein wenig geht es mir wie Horkheimer, der im Alter sagte, er wäre nicht unfroh, wenn das „irdische Grauen“ vorbei sei.
@HG
Einfach googeln, das Internet ist voll davon.
“Einfach googeln, das Internet ist voll davon.”
=> … WARUM … soll ICH immer ALLE Arbeit alleine machen ??
.. das Denken übernehme ich ja gerne. Aber dann können doch andere wenigstens das googeln übernehmen, oder ?
@ HAM
ich habe Glück gehabt, am 6.7. 1946
hat G.W. Bush das Licht der Welt erblickt. Der Kelch ist an mir vorbeigegangen
na, dann bist du ja auch ne “Krabbe”.
retro humane Grüße
holger
@ HG
Du bist doch beinahe geplatzt als wgnx einen Vorschlag gemacht hat, wie du jemanden günstig bekommen könntest, der sowas für dich erledigt und ein weiterer Soziologe einen Job bekommt. Denk mal drüber nach
@Karl
… Ich nix verstähn.
=> … meinst du wgnx’ens feuchten Traum von staatlich bestellten/steuermichelbezahlten Gratis-Kindermädchen für die oberen 10.000 ?
@ HG
Yep. Du siehst auch du könntest davon profitieren und anstatt zu greinen, das du STRG+C drücken musst und die Goole aufrufen musst, könntest du das mit einer simplen Anweisung klären.
Ich sach ma: Win-Win. Du musst nicht greinen und wir müssen dein greinen nicht ertragen…
@HAM #194
Sehr gute Beschreibung über den Stand der SPD heute.
>>”Was die SPD heute an Nachwuchs anzubieten hat, ist einfach jämmerlich.
Die fette und opportunistische Nahles, die intellektuell nichts zu bieten hat.
Eine Franziska Drohsel, die gleich bei CDU-Kritik umfällt und aus der „Roten Hilfe“ austritt.”
Allerdings fehlt mir der Ausblick in die Zukunft. “Die Linke” wird aus meiner Sicht die SPD nicht ersetzen werden können. Gysi und Lafontaine sind dazu nicht jung genug, ganz zu schweigen von den übrigen Funktionären der Linken. Das sieht mir eher nach einer SPD II alten Musters aus, welche die Jugend nicht anspricht. Die Grünen bereits zu sehr etabliert und der CDU zu sehr angenähert; eine Partei für besser verdienende Akademiker ohne politisches Ambiente.
Unglaublich, stellt sich mir die Frage, sollte es in Deutschland tatsächlich nicht genügend intellektuelle Unterstützung für eine echte sozialistische Bewegung geben? Also dann bei der nächsten Wahl doch lieber sich der Stimme enthalten? Oder darauf warten, dass alles einmal in einem grossen Bang vorüber sein wird?
@182 @185
Nur ergänzend eine Analogiebildung: Die SPD hat durch ihre Agendapolitik, die Rente mit 67 sowie alle anderen kleinen und grossen Grausamkeiten Krieg geführt gegen ihre Kernklientel.
Übertragen auf die CDU würde das bedeuten: Angela Merkel würde sich für die Abschaffung der Kirchen einsetzen. Die Schockwellen, die die Merkelkritik am Papst durch CDU und CSU gejagt haben, würden die Folgen eines solchen Schritts erahnen lassen.
lebt denn der alte holzmichel noch holzmichel noch,
holzmichel noch oder ist er schon tot?
ja, der lebt noch, der lebt noch, der lebt noch, ja der lebt noch
lebt noch, stirbt nicht. (volkslied)
so schnell geht der tanker nicht unter.
noch sitzen 146 hanseln beiderlei geschlechts für den verein im deutschen bundestag, und können sich da erst mal verholen.
allerdings, sechsundsiebzig spd-bundestagsabgeordneten hat der wähler ins jackett geholfen und den weg in die freiheit gezeigt.
jeder von denen hatte einen hiwi in berlin, einen in seinem wahlkreis beschäftigt, oder auch zwei, denn das mit dem mindestlohn war ja erst mal eine forderung.
die alle haben nicht viel mehr gelernt ausser spd, da müssen sie aber ganz fix bei den freunden von der anderen feldpostnummer anfangen, vielleicht klappts dann in vier jahren wieder auf dem die linke ticket, die rampensau lafontaine hat ja gezeigt, wies gemacht wird.
nur mal so gefragt, ist hier einer, der denen nicht den umzug in die nisse und statt hartzvier sachbezug und davon nur wenig gönnt? eben, wer nicht arbeitet soll auch nicht essen, waschen sie sich, rasieren sie sich, dann kriegen sie auch einen job, und was ähnliche weisheiten derer waren, die auf einmal verzichtbar sind.
posten, darum geht bei den parteien und mich wundert, dass weder der kluge weissgarnix noch der so forderungsstarke lübberding dazu auch nur ein wort verlieren. wo kommen übrigens die liberallalas her, die erst mänhätten und jetzt berlin? naja, sozial ist, was arbeitslosen rechtsanwälten zu diäten verhilft.
das mit der innerparteilichen demokratie im hinterzimmer, wo die genossen über die anträge für den nächsten bundesparteitag abstimmen, aber nur bis zehn, weil dann die arbeiter heim ins bett müssen – natürlich nicht ohne vorher noch am tresen den jungen dauerdiskutanten gezeigt zu haben, wie vadder die pilsken schluckt, das ist doch längst geschichte. die genossen haben längst gemerkt, dass das mit den anträgen, also über die wird bei parteitagen von verkaterten delegierten abgestimmt und zwar so, dass die en bloc dfer antragskommission überwiesen werden, zu weiterer veranlassung, bzw, schubladisierung. es interessiert nicht mehr sonderlich, das was mal für die akademische jugend, ist aber lange her.
was eine partei ist, könnt ihr bei der fdp exemplarisch sehen: das ist eine maschine, verzeihung, ein apparat zur postenbeschaffung gegen loyalitätserweis, also eine veranstaltung, wie man sie aus der zeit des feudalismus kennt.
wer glaubt, dass es hier um inhalte geht, hängt eienm irrglauben an. es geht darum, die klientel zu bedienen, und da hat die spd mit ihrem angestammten milieu der facharbeiter in der industrie ein ähnliches problem wie dei cdu mit ihren katholischen landwirten: die kommen reichlich in alten lesebüchern vor, aber im täglichen leben sind das recht wenige geworden.
wer kommt da noch in frage? dauerarbeitslose, wer von denen überhaupt noch wählt, bekommt bei die linke und der npd deutlich mehr versprochen. die neue intelligenz, die klugen leistungsträger und überflieger? die haben eben guido siegen geholfen. der öffentliche dienst? der hielt solange zur spd, wie sie posten verschaffen konnte, aber das klappt ja nicht mehr so toll, da haben cdu und die linke die besseren seilschaften.
na ja, die zukunft? genau, der eine teil geht zu die linke, die hat dann auf einmal das problem, dass die neuen wessis dei übermacht haben und das mit demm ideellen gesamzossi so nicht mehr geht. denen ihr problem, soll das doch der schlaue gisy lösen, der trickreiche, vielleicht trickst er sich doch einmal selber aus.
aber hat nicht eben die fdp gezeigt, wie man vom kellner zum sous-chef emporfällt? genau, die zukunft der spd ist die vergangenheit der fdp, so sieht das aus mit der spd.
@Frank Lübberding
“Hiermit fordere ich als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands den Rücktritt des SPD Parteivorsitzenden und seiner Stellvertreter ”
=> … Frank, wäre ja schön, wenn du jetzt endlich mal zur Besinnung kommen würdest. Du weisst, ich rede jetzt schon seit 2 Jahren auf dich ein ! Du hast stets alle SCHULD der SPD abgestritten, geleugnet. Aber ich will nicht nachtreten …
=> … Schauen wir uns mal gemeinsam den Sozen-Nachwuchs an, für den Fall, dass die Schröder-Sozis tatsächlich endlich niedergemeuchelt werden:
=> … Andrea Nahles, Detlef Wowereit, Böhnig-Boy und Drohsel-Girlie, .. oh shittttt !! … forget it !! … diese “Partei” ist soooowas von toooooooot ! … da quillt der süssliche Verwesungsgeruch aus meinem PC, wenn ich “SPD” tippe …
=> … Frank, sieh es ein, da ist GAR NIX mehr zu machen !
=> … also gib mir endlich dein PARTEIBUCH ! … ich werde es sachgerecht entsorgen !! … versprochen
Gruss,
~ HG ~
“Unglaublich, stellt sich mir die Frage, sollte es in Deutschland tatsächlich nicht genügend intellektuelle Unterstützung für eine echte sozialistische Bewegung geben?”
Ja, das ist das Problem. Wenn die SPD nicht zu Potte kommt, dann gibt es keine Linke Mehrheit. Die LINKE wird nicht so einfach so viel zugewinnen könne, wie die SPD verliert – im Osten kann sie schon nicht mehr stärker werden, im Westen liegt die Grenze bei ca. 14%.
Auch wenn die SPD für ihre Untaten den völligen Untergang redlich verdient hätte -ohne eine regenerierte SPD wird es politisch hier für viele Jahre ganz dunkel, wenn man noch auf die Parteiendemokratie setzt. Es bleibt dann natürlich aber noch die außerparlamentarische Betätigung.
Wollt Ihr nicht endlich mal zur Vernunft kommen? Seid Monaten läuft hier ein Bescheidwisser-Diskurs sondergleichen, Lübberdings Wahlprognose nur das lächerlichste Beispiel von allen. Ihr seid ein Haufen verschrobener Schwätzer, der in allem widerlegt worden ist. Kein Crash. No. Keine EU Krise. No. Und dann die Lübberding-These, es gäbe nach der Wahl weder Merkel noch CDU – wenn jemand stabile Wähler hat dann CDU und FDP. Ich habe in diesem Thread keinen einzigen Ton der Selbskritik gehört. Jeder Busfahrer weiss, dass irgendwas mit ihm nicht stimmt, wenn er sich zum zweitenmal verfahren hat. Ihr seid Geisterfahrer, Wichtigtuer, die nur aus bierseligen Augen in der Stammkneipe zu hören gewesen waren – der Fluch des Netzes. Jetzt vier Jahre schwarz-gelb und danach ist einer wie Lübberding hoffentlich endgültig diskreditiert. Satisfaktionsfähig ist er nach diesem Eintrag schon längst nicht mehr. Ich habe mir erlaubt, ihn an die Sendeanstalten zu mailen, die diesen Parteisoldaten beschäftigen. Auf denn, geht arbeiten, auf das sich auch Eure Leistung wieder lohnt. Denn die, die Ihr hier absondert, ist wahrlich keinen Cent wert. Respekt für Guido Westerwelle. Der schafft Fakten.
@FDP Wähler: gut gebrüllt Löwe! Hier gehen jetzt die Lichter aus.
Habe eben in verschiedenen Gazetten gelesen das Steinmeier seiner
“Partei” indirekt mit Rücktritt gedroht habe, falls man an seinen
früheren Entscheidungen, bzw an Entscheidungen an denen er
maßgeblich mit beteiligt war ( Hartz 4, Rente mit 67..) falls man an
diesen “richtigen Dingen” rütteln wolle…
…Steinmeier hat ein übergroßes Vorbild: GERHARD SCHRÖDER!!!
Man merkt es ihm an. Er redet wie Schröder und er denkt und
handelt wie Schröder. Schröder hat ihn geprägt. Steinmeier sieht
heute noch zu Schröder auf, ob seines Erfolges…
Ich persönlich würde mich sehr wundern falls es zu weiteren
personellen Reinigungsprozessen kommen sollte, als der
(erzwungende) “Rücktritt” von Müntefering. Mehr wird dieser
tumbe Haufen nicht auf die Kette kriegen! Alle anderen Geistes
Grössen dieser “Partei” werden ihr Zerstörungswerk fortsetzen.
Das Ende dieser einstigen Volkspartei ist dann besiegelt. Denn eine
wie auch immer geartete Neuausrichtung wird es höchstens in
Nuancen geben. Verrat wiegt schwer! Sehr schwer…
Wie heißt es so schön:
Sorry weg war es…
Wie heisst es so schön: DAS VOLK LIEBT DEN VERRAT, ABER
NICHT DEN VERÄTER!!!
@ppp
“wenn man noch auf die Parteiendemokratie setzt. Es bleibt dann natürlich aber noch die außerparlamentarische Betätigung.”
=> … völlig korrekt !
1.) Die “Parteiendemokratie” … ist eine impotente Missgeburt ! … so KANN “Demokratie” gar nicht funktionieren !! … wir brauchen ECHTE Demokratie ! … Die “Parteiendemokratie” ist eine Fehlkonstruktion, deren einziger Sinn die Fremdbestimmung durch die Satanisten ist.
2.) Wir brauchen schnellstmöglich eine vielfältige, dezentral organisierte, millionenstarke außerparlamentarische Opposition ! … es müssen ERSATZSTRUKTUREN geschaffen werden, die bereit stehen, wenn der Turm fällt ! … allein die EXISTENZ solcher Strukturen ist ein KATALYSATOR, der die Höllenfahrt der Satanisten von der Macht-Mafia enorm beschleunigen kann …
- wir haben BLOGs & Foren
- wir haben die Piraten und andere neue Parteien, wie “Für Volksentscheide”, usw.
- was ist mir neuen “Montagsdemos” ??
… usw …
FDP Wähler
Mässige dich oh neoliberaler Gottesanbeter! Du und dein großer
Parteivorsitzender und Sprechblase der Wirtschaft, ihr schafft also
Fakten. Welche denn? Mehr netto vom Brutto? Arbeit muß sich wieder lohnen? Bildung ist ein Bürgerecht?
Dumpfbackige Parolen für die die euch noch nicht durchschaut haben.
Ihr seit von vorgestern! Das wird sich jetzt schnell rausstellen, es
sei denn euer großer Vorsitzender rudert in allen wichtigen Punkten seines “Programmes” wieder über den großen Teich
zurück und behauptet das Gegenteil.
Ewiges Wachtum in einer endlichen Welt. Ich kannte das bisher
als eine Krankheit. Nämlich Krebs…
@Kritiker: Jetzt gehts einfach mal um Leistung und nicht um Hartz IV in der 3 Generation. Und auch nicht um die Lübberdings, die von Gebühren finanziert werden, ohne produktiv zu sein.Das deutsche Wahlvolk ist sehr sehr klug. Respekt für Guido Westerwelle.
@FDP-Wähler #211
Respekt für Guido Westerwelle. Der schafft Fakten.
Yep. Und die schaffen ihn dann ab.
#217
Respekt für Guido Westerwelle.
Hallo, der Wahlkampf ist vorbei. Du kannst die Papagei-Leistung wieder runterfahren, die lohnt sich nämlich nicht mehr.
Kannst du auch noch was anderes als dich selber wiederholen und Denunzianten-Mails verschicken, du Clown?
@ lemming
Wer am Tag soviel Leistung bringt ist abends zu müde zum denken …
@ FDP-Wähler
Ach ja? Da hat einer Oberwasser und geht gleich petzen beim Direktor? Das sagt man doch dann nicht so offen! Das weisst du doch noch von der Schule! Da hat dich der Direktor sicherlich unglaublich geschätzt! Aber ja!
Die (im übrigen von Steuergeld bezahlten) Einpeitscher der Putschisten in Lateinamerika schmieren wir euch übrigens auch noch aufs Brot. Warts ab. (Obwohl ihr DAS doch HINTER den Kulissen veranstaltet – aber ‘nen Direktor gibts dabei bestimmt auch, wetten?) Hat bisher nur kaum einer mitgekriegt, weil ihr überhaupt nicht gezählt habt. Jetzt gucken die Leute aber wieder genauer hin. Wird sicherlich nicht sooo toll und schön für euch.
Warum mit euch zu reden nie Sinn ergibt: ihr denkt partout nicht längerfristig. Da hakt’s irgendwie. Ist vielleicht ein software-Problem. Absturzlastig…
Ja! Das muss ich auch sagen: Respekt für Guido Westerwelle!
Nach zwei Wahlkämpfen hat er endlich gelernt wie man _richtige_ Propaganda betreibt. Hat auch lange geübt. Man denke an das BigBrother-Haus und an die “18″ auf seiner Schuhsohle.
Das was er in diesem Wahlkampf betrieben hat, war schlicht und einfach gut gemachte Propaganda: Ansprechende Schlagworte (“Leistungsträger” “bürgerliche Koalition”) verbreiten, diese mit einem allgemein verständlichen “Inhalt” füllen (man denke an Carla, die nicht früh morgens aufsteht…) und dann dies alles wiederholen, wiederholen, wiederholen! Die Leistungsträger der Presse wussten (und wissen) auf welchen Zug man aufspringen soll. Ob die anderen “Leistungsträger” sich dessen bewusst sind, ist eine andere Frage.
Na, kommt ja wie gerufen…
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57628
(nur heute ohne Abonnement abrufbar)
@werschon:
“We’re the good ones!” Kommt Dir das nicht bekannt vor?
@13 Beitrag 166
Erinnern Sie sich noch an die schöne Kampagne der Springer Presse: “Deutsche schießt nicht auf Deutsche!” Sie war erfolgreich! Denn seit der “Berliner Republik” und den sozialdemokratischen und olivgrünen Friedenskämpfern schießen wir wieder nur noch auf Ausländer! Soviel Ordnung musste einfach sein!
Sorry, ich glaube der Innenminister will da gerade……
Steinmeier und Münte sind too big to fail.
Meine ganz persönliche Meinung
Was ist in diesem Blog los?
Erst dieser denunziatorische Angriff von @ FDP-Wähler #211:
Ich habe mir erlaubt, ihn an die Sendeanstalten zu mailen, die diesen Parteisoldaten beschäftigen. Auf denn, geht arbeiten, auf das sich auch Eure Leistung wieder lohnt.
dann die False-Flag-Aktion von einem angeblichen @HAM #212:
@FDP Wähler: gut gebrüllt Löwe! Hier gehen jetzt die Lichter aus.
Dieser Müll stammt nicht von mir!!!!!
Mein Nick wurde missbraucht!!!!!
Das alles sind dreckige Aktionen.
Das erinnert an derartige Aktionen im Fall von der Mehrin durch die FDP.
Offensichtlich wird jetzt dieser Blog bekämpft.
Bereits die negativen Kommentare gegen Frank Luebberding waren schon auffällig!!!!
@ HAM
Tja, so sind sie halt. Immer offen für ein kleines Späßchen. Ist ja schließlich auch die Spaßpartei. Schon vergessen? Das Niveau hat man dabei ja leider schon immer vergeblich gesucht.
@Karl #227
Ob die Angriffe gegen FL wirklich aus FDP-Kreisen kommen, ist m. E. gar nicht sicher. Meine Vermutung ist eher, dass es sich um rechte Sozis handelt, die nun enttäuscht sind, dass es mit der GroKo und den damit verbundenen Posten nicht geklappt hat und ihre Aggressionen ablassen.
In der SPD werden die linken Sozialdemokraten von den rechten Sozis gehasst (vgl. z.B. Aktionen gegen Ypsilanti).
In allen Parteien gehört Mobbing zum Alltag, es geht schließlich um gut dotierte Posten.
Und diverse Parteien waren an False-Flag-Aktionen beteiligt, z.B.
http://de.wikipedia.org/wiki/Celler_Loch
oder
http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium-Aff%C3%A4re
@Pickelhering #228
„Statt als Parteimitglied vergeblich einen Arbeitskreis “Sozialdemokraten in der SPD” zu gründen, wäre es wohl sinnvoller, zur LINKEN zu wechseln.“
Nein, dann würde man die SPD vollends den SPD-Rechten überlassen.
@FDP-Wähler #211
>>…– wenn jemand stabile Wähler hat dann CDU und FDP. …<<
Ich habe am Wochenende eben solche ('mitten aus dem Volke') gefragt, wer die Guthaben hätte, die ja den Staatsschulden gegenüber saldiert werden.
Glaubst Du, ich hätte außer verdutzten Gesichtern eine Antwort bekommen?
Wer soll es denn machen, wenn nicht die SPD-Mitglieder selbst?
http://www.taz.de/1/politik/bundestagswahl/artikel/1/%5Ces-muss-einen-neuanfang-geben%5C/?type=98
Frage an Nummer 211
>>…– wenn jemand stabile Wähler hat dann CDU und FDP. …<<
Ich habe am Wochenende eben solche ('mitten aus dem Volke') gefragt, wer die Guthaben hätte, die ja den Staatsschulden gegenüber saldiert werden.
Glaubst Du, ich hätte – außer verdutzten Gesichtern – eine Antwort bekommen?
Gratulieren, Herr Lübberding! Geschrei anstelle von Analyse. Solche SPD-Mitglieder brauchen die bürgerlichen Parteien.
FDP Wähler
Jeder hat das Recht zu mailen. Auch an Rundfunkstationen. Ich hoffe nur, dass auch die GEZ Gebühren bezahlt werden. Ansonsten fürchte ich, dass solche Einträge eher die FDP diskreditieren als mich, vor allem wenn man in ihrem Namen spricht.
Aber man kann sich seine Wähler nicht aussuchen.
HAM
Guter Hinweis. Nur dagegen können wir nur was machen, wenn wir eine Moderierung einführen würden. Also wirklich gleich entsprechend melden, wenn es auffällt.
Ansonsten mag es eine Kampagne geben. Wer sich in die Küche begibt, soll sich nicht über die Hitze beschweren. In dem Beitrag kommt ja auch auf eine etwas verschrobene Art eine gewisse Wertschätzung zum Ausdruck … .
Rawe 64
Bisweilen hilft nur Krach machen. Welche SPD Mitglieder die bürgerlichen Parteien brauchen, weiß ich nicht. Mir scheint, mit einem Steinmeier sind sie ganz gut gefahren … .
Ansonsten ist hier das Thema die Lage der SPD nach der Wahl – Wem soll ich dann gratulieren? Hat jemand Geburtstag gehabt … ? Und die Union ist ja auch nicht wirklich glücklich über ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 1953 … . So mein Eindruck.
Ansonsten hat sie natürlich die Wahlen gewonnen. Also mein Glückwunsch, Frau Bundeskanzlerin!
Anstatt nach der Wahlniederlage die SPD zu verlassen, wäre es m. E. jetzt wichtig, dass die „echten“ Sozialdemokraten – wie jene im Arbeitskreis “Sozialdemokraten in der SPD” – jetzt offensiver werden und beispielsweise pseudo-linke Konvertiten, wie Nahles, als das outen, was sie sind, nämlich verräterische Opportunisten und Karrieristen, die auf den Agenda 2010-Zug aufgesprungen sind und die Diffamierungskampagne gegen Oskar Lafontaine mitgemacht haben.
Das BT-Wahlergebnis zeigt:
33,8%haben CDU/CSU gewählt
14,8% FDP.
Macht zusammen 48,6%, aber es bedeutet bei nur 70,8% Wahlbeteiligung und 1,5% ungültigen Stimmen, dass nur 33,7% der Wahlberechtigten Schwarz-Gelb gewählt haben.
Umgekehrt bedeutet dies, dass 66,3% der Wahlberechtigten diese Regierung nicht gewählt haben.
Mit nur 33,7% der Wahlberechtigten steht Schwarz-Gelb auf verdammt wackeligen Beinen.
Wenn die Linkspartei ihr Erscheinungsbild als „SED-PDS-Nachfolge“- und Ossi-Partei ändert und sich „sozialdemokratisiert“ im Sinne von Lafontaine, dann wird die Linkspartei für die Wähler im Westen attraktiver.
Das Gleiche gilt für die SPD, auch sie muss sich im Sinne von Lafontaine wieder „sozialdemokratisieren“, ansonsten wird sie weiter Stimmen verlieren.
Falls die SPD ihren Kurs von neoliberal auf sozialdemokratisch ändert, was voraussetzt, dass die “Sozialdemokraten in der SPD” den Kurs der SPD bestimmen, dann ergeben sich interessante Optionen für rot-rote oder rot-rot-grüne Regierungskoalitionen in den Ländern.
Also, liebe “Sozialdemokraten in der SPD”, bleibt in der SPD. Gerade jetzt nach der katastrophalen Wahlniederlage ist die Chance so gut, wie seit Jahrzehnten nicht mehr, wieder stärkeren Einfluss in der SPD zu gewinnen. Aber dazu müsst ihr offensiver werden. Und wenn es nicht klappt, gibt es noch immer die Option, die SPD zu verlassen.
Um es in der Sprache dieses Blogs auszudrücken:
Die SPD hat das größte Wachstumspotential. Voraussetzung dafür wäre eine strategische und personelle Neuausrichtung, wie WGN (#121) schreibt.
@FDPwähler
Ihr seid ein Haufen verschrobener Schwätzer…
Nein das sind wir.
http://www.youtube.com/watch?v=O5sd_CuZxNc
Bei der Menge an Kommentaren hat man das Gefühl man sein nötiger als zuvor…
@ rawe64
vielleicht fehlte vorher das “Geschrei”. Das einem irgendwann der Kragen platzt, übrigens den Wählern auch, ist doch ein normaler Vorgang. Das der Kadergehorsam in der Misere auseinander bricht, ganz menschliche Züge.
Die Wunden, die die Agenda 2010, Hessen, Schröder, Steinmeier, Müntefering, der SPD beigefügt haben, sind tief. Der Versuch die CDU auf “Arbeitgeber” Seite zu überholen, ist kläglich gescheitert. “Schuster bleib bei deinen Leisten” heißt es.
Wenn man eine Analyse machen wollte, käme man auf eine ganz einfache Antwort: Sie hat sich selbst verraten und dabei insgeheim gehofft, dass das Stimmvieh es nicht merkt. Es ist auch offensichtlich, dass die Leader dieser SPD, auf eine neuerliche GroKo gesetzt haben.
Farblos ist die rote SPD geworden. Geradezu durchsichtig. Der einzige, der noch Wahlkampf gemacht hat, und das muss man neidlos anerkennen, war Westerwelle. Er war ja die einzige “wählbare” Stelle für die enttäuschten “Leistungsträger”. Ob der Stimmenzuwachs dem Wahlprogramm geschuldet ist? Wer weiß es?
Wie er sich gegen die mächtigste Frau der Welt durchsetzen kann, mal sehen. Wie gesagt, ich gehöre keiner Partei an, und würde auch keine Wählen. Ich bin deswegen auch nicht enttäuscht. Die Menschen haben nun die Hoffnung, dass es aufwärts geht. Wie so oft wird hier eine Hoffnung gestreut, die sich als Täuschung offenbaren muss.
Wir werden es sehen, spüren und merken.
Fakt ist, dass die SPD sich selbst, mit kleinen und großen Schritten, in den letzten Jahren, in das OFF geschossen hat. Sie hätten schreien müssen, als ihr Gerhard, die dümmsten Sachen mit den Grünen durchgeprügelt hat. Sie haben es nicht getan. Deswegen und vollkommen zu Recht, wird diese SPD im Niemandsland verschwinden. Und die Leichenschau, voll versorgt, ein Ende haben. Da hilft auch nicht die Hausinterne “Sauerlandzelle”.
Es ist ein ganz logischer Schluss, der sich abgezeichnet hat, mehr nicht. In jedem Bundesliga Klub, wären schon längst Köpfe gerollt. Und viele die es nicht Rechtzeitig getan haben, denen wurde sogar die Lizen komplett entzogen.
Wie gesagt drauf hauen, auf den, der am Boden liegt, ist das einfachste der Welt.
@Nanuk
Bist du auch, keine Frage.
Ich habe übrigens “FDP-Wähler” nur deshalb eingeschleust, um dich ein wenig zu motivieren.
@ HAM 234
könnte gehen, wenn man eine Rosskur hinlegt. Ist ja ein guter Gedanke, aber ich denke, dass dieses System der Politik incl. Wahlrecht, und der unter 50% Regierung in sich zusammenfallen wird. Die Akzeptanz, in der Bevölkerung schwindet immer mehr.
Wie Deine Rechnung auch vorweist.
Warten wir die nächste Blase ab, dann wird sich zeigen, wie stabil das System ist.
@wgnx
mehr Steuersenkungen. Lustig auch die Investitions anreize ohne Konsumenten keine Investitionen oder der Keitel als neuer BDI Vorsitzender als ob die Chinesen und die Amerikaner auch nur einen Auftrag an Deutsche Infrastruktur Konzerne geben würden… hach sie sind so Glücklich in ihrer Traumwelt.
Was machen CDU und FDP eigendlich wenn die Steuersenkungen nicht helfen…
Dieter Hallervorden hat den potenziellen FDP Wähler gestern jemand gesehen die Persönliche Freiheit sei ihm das wichtigste hat er gesagt um sich dann über die fehlende Politische Freiheit in der DDR zu beschweren… und im gleichem Satz die Linke als Diabolisch zu verdammen. Köstlich sind sie die Neofaschisten.
Genosse Lübberding,
mir war ja schon immer klar, das ihr Linken gewisse Schwierigkeiten mit der Wahrnehmung der Realität habt, dass aber letzten Sonntag die Union (…) ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 1953 erzielt haben soll, ist nun wirklich totaler Quatsch angesichts der Tatsache dass die Union im nächsten Bundestag 13 Mandate mehr haben wird als im letzten und auch relativ gesehen ihren Mandatsanteil von 36.8% auf 38.4% steigern konnte.
Ich fürchte dass bei Dir zu allen andern Dingen, von denen Du keine Ahnung hast, auch noch grundlegendes Unwissen über das Wahlsystem des deutschen Bundestages hinzukommt.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit,
Clovis
@HAM (der RICHTIGE HAM – nicht der fake HAM)
“@FDP Wähler: gut gebrüllt Löwe! Hier gehen jetzt die Lichter aus.”
Ich dachte sowieso, dass wäre pure Ironie Deinerseits.
Aber merkwürdig ist es allemal, dass sich hier Affen die Mühe machen unter falschen Nicks zu schreiben….
Interessant war doch die plötzlich hochschießende Erregtheit der Herr Baring, Hallervorden, aber auch Bednarz. Als wenn die Regie ein Zeichen gegeben hätte.
Der eine trümmerte auf Gysi, der andere Sarah Wagenknecht. Dazwischen Schwarzer und Jörges.
Die bis dahin recht interessante Diskussionsrunde glitt wieder einmal ab in ein West-Ost-Tribunal. Schaum wurde sichtbar. Was mag wohl die 18jährige Jungwählerin so gedacht haben?
Abstoßend diese Schwätzer/Schwätzerei!
Clovis
Das kann gut sein, ist nur in diesem Fall nicht richtig. Außer Sie misst nämlich niemand die Wahlergebnisse an der Zahl der errungenen Mandate, sondern am Stimmenanteil. Die Mandate im Bundestag sind wichtig für die zukünftige Regierungsfähigkeit, aber nicht relevant für die Beurteilung des Zuspruches bei Wahlen. Man kann aber durchaus in Ihrem Sinn argumentieren, wenn man Schwarz-gelb als Lager betrachtet. Meine These nach den letzten Landtagswahlen, dass Merkel nach Links nicht genug Zugkraft entwickelt – also das bürgerliche Lager insgesamt nicht groß genug sein wird – , ist ja durchaus widerlegt. Nicht in dem Sinne, dass die “Sozialdemokratisierung” von Merkel tatsächlich im nötigen Umfang bei den Wählern zur Wahl der Union durch ehemalige SPD Wähler geführt hat (knapp 900.000), aber das linke Lager konnte den Marsch in die Wahlenthaltung nicht aufhalten. Merkel galt in diesem Segment nicht als das neoliberale Schreckgespenst. Sie hat auch ganz passabel bei den jüngeren Frauen abgeschnitten – die alte Schwäche der Union.
Ihr Wahlkampf war also durchaus erfolgreich – mit den von mir genannten Einschränkungen. Meine bisherige Einschätzung, sie sei zwar eine brilliante Machttaktikterin, aber eine lausige Wahlkämpferin, kann ich also nicht aufrechterhalten. Sie wird das jetzt auch sicherlich nutzen. Ich denke, sie ist in der Koalition unangreifbar, auch für die Liberalen. Trotz des zweitschlechtesten Wahlergebnisses seit 1949 … .
Also Sie haben zwar recht, allerdings in einem Punkt, den Sie nicht genannt haben … . Die Realität sieht heute anders aus als nach vor vier Wochen von mir prognostiziert. Ansonsten schätze ich Ihre Kommentare, übrigens.
Gruss Frank Lübberding
Clovis
Kannst das Sie durch Du ersetzen. Das hatte ich übersehen. Das Sie ist also keine Form der Distanzierung.
Gruss Frank … .
@HAM #229
Dann sollen sie verdammt nochmal zur FDP gehen….
Clement hat’s denen doch vorgemacht.
Gerade bei der SPD ist es unfassbar, wie ein so kleiner Kreis wie der Seeheimer sich nach dem Fall der Mauer durch einfache Themenverschiebung von sozialen (Gewerkschaftspolitik) und aussenpolitischen (Ostverträge, etc) Themen zu wirtschaftlichen hat breit machen können.
Ich glaube manchmal ist es wirklich so einfach: http://www.youtube.com/watch?v=0iqwx9i704g
Und die Grünen erst recht – siehe Fischer.
Man nennt so etwas im Volksmund (mittlerweile aka die Journallie) “zur Vernunft gekommen”. Diese Forderung hat man schon in letzter Zeit auch an die Linke gestellt.
@Clovis_
“ist nun wirklich totaler Quatsch angesichts der Tatsache dass die Union im nächsten Bundestag 13 Mandate mehr haben wird als im letzten und auch relativ gesehen ihren Mandatsanteil von 36.8% auf 38.4% steigern konnte.”
Die Mandatsverteilung im BT sagt nicht viel aus.
Da sieht man dass _DU_ nichts verstanden hast. Wenn nur 2 Leute wählen gehen und beide CDU wählen, dann hat die CDU sogar eine Steigerung von 36.8% auf 100%. Ob man das als Gewinnen ansehen kann?
Und vor allem: Was soll dieses Rumgehacke auf Lübberding????
Jeder hat eine Meinung und wenn sie manchen nicht passt, dann isses halt so! Abgesehen davon: Das ist ein _privater_ Blog! Manche Politiker zeigen auch ihre Balgwampe “privat” herum.
Und tendenziöser als die Welt/Bild und sogar als die “offiziellen” Zahlen mancher Experten (wir erinnern uns “Spitzenverdiener” ab 25000€ pa) kann man ohnehin nicht sein.
Daher
RANT LUEBBERDING RANT!!!
@Holger:
2005 wurde ja schonmal über 2010 abgestimmt.
Ein Festhalten an 2010 oder eine frühzeitige Distanzierung (dann hätte sie 2005 ihr komplettes Führungspersonal ersetzen müssen) wären für die SPD strategisch günstiger gewesen. Sie hat sich für die schlechteste Variante entschieden, weder geschlossen dafür noch geschlossen dagegen zu sein.
Wer dafür ist, wählt bürgerlich. Wer dagegen ist, ganz links.
Und hinzu kommt dieser unsägliche interne Umgang miteinander (wie auch hier zu lesen).
Hierzu noch Volker Pispers!
http://www.wdr.de/radio/wdr2/westzeit/detail.phtml?id=493439
@ rawe64 #248
tja, und anstatt ein paar Kasperköppe, Entschuldigung das ich das so krass schreibe, von der Bühne zu holen, geteert und gefedert nach Hause zu schicken, nein, (polit.cor.) es wird auch noch geklatscht. Das erinnert mich an Tschacka. einen Bühnenmotivator.
Der SPD gehen die Agitatoren und Demagogen aus.
‘Morgen Frank !
=> … kann ich am Wo-Ende endlich dein Parteibuch haben ??
=> … kannst ja dann in die Piraten-Partei eintreten. Dann machen wir aus der “Ein-Themen-Partei” eine Partei, die für die Einführung von …
… DEMOKRATIE und MARKTWIRTSCHAFT … kämpft !
Retroliberale Grüsse,
~ HG ~
@ unwissender
danke, das hat der Willy B. als Resonanz auch gespürt. Den Flashmob.
jetzt lese ich seit 3-4 Tagen in diesen heiligen virtuellen Hallen wieder mit:
Die immer um sich selbst kreisende , gleiche Sippschaft mit den ewiggleichen Provokateuren. Kommt dann noch so ein idiotischer
Troll im Namen der freien demokratischen Welt und kippt hier ein wenig Sondermüll ab ist gleich ein gruppendynamischer Herzkasper
angesagt.
Boa, echt voll Blog-Kindergarten hier.
… und tschüss (keine leere Nanuk-Drohung …)
WI-ING
Also noch bin ja nicht ausgetreten. Es ist erst Dienstag und doch eine gewisse Dynamik in die Sache gekommen. OB Steinmeier sich die Wahl zum Fraktionsvorsitzenden zumuten will, ist ja eine Frage, die er sich stellen sollte. Er kann halt nicht erwarten, dass alle dass machen, was er für richtig hält, wenn seine Attraktivität bei den Wählern doch sehr begrenzt ist. Das war bei Schröder bekanntlich anders. Vor allem weil ihm selbst die Parteirechte vor dem Amt des Parteivorsitzenden schützen will.
Aber dazu will ich noch was schreiben. Mit Dir zusammen die Piraten zu entern und anschließend zu versenken … ist natürlich eine verlockende Perspektive … . Ich fürchte, dieses Angebot nicht annehmen zu können. Und ob die Piraten mit mir etwas anfangen können, da bin ich mir nicht so sicher … .
Gruss Frank
speedygonzales
Schade.
Alle
http://www.fr-online.de/top_news/1980927_Die-SPD-Steinmeier-und-der-Neuanfang-Realitaetsfern.html
@pescobar #247
„Dann sollen sie verdammt nochmal zur FDP gehen….
Clement hat’s denen doch vorgemacht.“
Die guten Jobs gab es in den letzten 10 Jahren bei der SPD, zudem als Belohnung für den Klientenverrat anschließend die Option auf einen guten Job in der Wirtschaft.
Das ist jetzt alles vorbei, und zwar nicht nur für die nächsten 4 Jahre.
Für die CDU/CSU ist Schwarz-Gelb nicht die einzige Option, die können jederzeit noch Grün hinzunehmen (s. z.B. Hamburg).
Bei dieser BT-Wahl war jedoch „Jamaika“ keine realistische Option, sondern es wäre – falls es zu Schwarz-Gelb nicht gereicht hätte – mit der GroKo weitergegangen, worauf das SPD-Establishment auch spekuliert hatte.
Aber Steinmeier ist nicht Schröder, obwohl er ihn zu imitieren versuchte, und war deshalb auch nicht in der Lage, die erforderlichen Stimmen im Wahlkampf zu holen.
Jetzt müssen die verräterischen Opportunisten und Karrieristen erst einmal die neue Realität verdauen.
Was bieten sich ihnen für Optionen?
Welche Partei kann mit neoliberal ausgerichteten Sozis etwas anfangen?
Personell sind das doch mediokre Loser-Typen.
Gibt es unter denen überhaupt einen, der einer anderen Parteien einen Vorteil verschaffen würde?
Clement war da schon ein anderes Kaliber …
Ob die SPD zur Erneuerung in der Lage ist, weiß ich nicht.
Aber jetzt wäre m. E. der falsche Zeitpunkt, als „echter“ Sozialdemokrat die SPD zu verlassen, auch wenn wahrscheinlich vielen danach ist.
Zumal der Gedanke unerträglich ist, dass Steinmeier & Co. die SPD weiterhin dominieren.
Dass Steinmeier Parteivorsitzender wird, halte ich jedoch für völlig unwahrscheinlich. Der ist eine Agenda 2010-Mann und zudem ein Loser.
Die SPD muss bei der Wahl zum Vorsitzenden ein neues Signal setzen, allein schon deshalb, um bei der NRW-Wahl nicht unterzugehen.
Wenn es mit rot-rot-grün im Saarland klappt, dann wird vielleicht der Maas der neue Hoffnungsträger der SPD …
Wer weiss?
@ HAM
“Wenn es mit rot-rot-grün im Saarland klappt…”
Rot-rot-grün ist nur Arithmetik, noch keine Politik! Es fängt schon damit an, dass die Grünen sich in jedem Einzelfall gut überlegen werden, ob sie sich auf diese oder eine andere Option einlassen werden. Die Grünen wollen auf gar keinen Fall als Anhängsel einer völlig zerrissenen und unberechenbaren SPD angesehen werden. Sie sind heilfroh, dass sie bereits 4 Jahre Abstand hinter sich haben:-)
Mein Vorschlag zu Güte: der scheidende Vorsitzende der SPD soll in einem 1-stündigen Interview erklären, warum Kurt Beck als Vorsitzender nicht mehr tragbar war und ihm, Münte, weichen musste. Der neue Vorsitzende soll anschließend eine Stunde lang das erstaunlich solide Ergebnis von Platzeck in Brandenburg erläutern. Bei diesem Laden muss man ganz vorne beginnen:-)
@HAM, du hast doch einen Schulabschluss, oder ?
=> … dann merke dir bitte endlich, dass das U-Boot-Geschwader in der Schildbürger-Partei-Deutschlands NICHT “neoliberal” ist, sondern radikal-plutokratisch !!
=> … das ist ein himmelweiter Uterschied !!°
Retroliberale Grüsse,
~ HG ~
=> … das ist ein Unterschied wie zwischen … “HIMMEL” … und … “HÖLLE” !!
@~ haaalbgooottt ~
=> … das ist ein Unterschied wie zwischen … “HIMMEL” … und … “HÖLLE” !!
Das magst Du von Deiner himmlischen Warte aus so sehen.
Für Sterbliche ist es ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
@~ haaalbgooottt ~
Ist es das?
@pescobar
“Ist es das?”
=> … ja aber gewiss doch !
… du musst wissen, es gibt zwei Gruppen, die den Markt hassen:
1.) dumme Sozialisten
2.) clevere Plutokraten (*)
=> … wir Neoliberalen aber lieben den Markt und hassen die Plutokraten. Und ärgern uns freilich über die dummen Sozialisten. Das grösste Brechmittel auf Erden sind freilich radikal-plutokratische Satanisten im Sozialisten-Gewand – womit wir wieder beim Thema wären
Retroliberale Grüsse,
~ HG ~
(*) Rockefeller: “Competition is sin !”
@holger:
Das mit den “Kasperköpfen” wird doch seit Helmut Schmidt regelmäßig praktiziert. Hat offenbar nicht geholfen. Wer soll denn eine Partei wählen, die ganz fett Solidarität predigt, in der Sache nicht weiß was sie will und alle paar Jahre (“ganz solidarisch”) ihr Spitzenpersonal meuchelt?
“…und alle paar Jahre…. ihr Spitzenpersonal meuchelt?”
:-)
Alle paar Monate, wolltest Du wohl eher sagen
@ rawe64
und warum? weil se alle Schwul sind! stammt nicht von mir, sondern von Alfred Tetzlaff.
http://www.youtube.com/watch?v=DFhrzc69BGQ
für jüngere Zuschauer, das die Zeit damals grunsätzliche keine Farbe kannte sondern Schwarz/Weiß Aufnahmen, bedeutet nicht, das diese Sendung automatisch im WKII aufgenommen wurde.
Ach hier noch ein klitzekleiner Trailer
aber in FAAAAbe
http://www.youtube.com/watch?v=5r9oKohFD5A
genau hinhörrrren
Ich frage mich, wieso Ypsilanti in der Diskussion wie das Springteufelchen wieder auftaucht. Sie ist damals nicht gescheitert, weil sie mit den Linken wollte. Sie ist auch nicht gescheitert, weil sie mit den Linken nicht wollte. Sie ist gescheitert, weil sie vorher das Blaue vom Himmel versprochen hat, und hinterher ganz offen und als wäre das das Selbstverständlichste auf der welt das gegenteil getajn hat. Und besaß dann auch noch die Frechheit und/oder Dummheit, zu behaupten, das wäre doch ganz normal, und Jeder würde das so machen. Mag ja in Politikerkreisen richtig sein, aber beim Wähler, der sich noch Illusionen über Politiker macht, kommt Sowas eben nicht gut an. Sie hat gezeigt, dass ihr die Ideale der Partei (so es denn welche gibt) total am Arsch vorbei gehen, und sie ausschließlich an der Macht interessiert ist.
Die Idee, ausgerechnet Ypsilanti jetzt wiederzubeleben grenzt schon an Satire. Von der allerschwärzesten Sorte. Eine Partei ohne Rückgrat und Ideale, mit einer Frau an der Spitze, der Alles egal ist, ausser der Macht, und Sowas soll Erfolg haben? Dann lieber die CDU. Die haben zwar die falschen Ideale, aber die haben wenigstens welche.
So, wie ich das sehe, hat die SPD noch genau eine Chance: Einen radikalen Bruch mit der Agenda 2010, mit Hartz4 und Schröder, und einen totalen Neuanfang, bei dem Ideale und Ziele glaubhaft definiert und mit geeigneten Personen glaubhaft präsentiert werden. Gelingt das, hat die SPD eine Chance. Gelingt das nicht, wird sie verschwinden.
Siegfried
Das fand ich auch etwas kurios, diese Debatte über Ypsilanti. Aber das sollte man nicht zu ernst nehmen.
@Luebberding: Dein Wort in Gottes Ohr
Was ich mich so im Nachhinein frage: Den Frank als Schreiber für die Berliner Republik hatte ich zumindest früher bei den Netzwerkern verortet, die ja eher nicht so zu den linken Kritikern in der SPD gehörten. Ist die Einschätzung veraltet oder falsch? Oder passt die Einstellung der Netzwerker dazu, dass die mangelnde Demokratie in der SPD nur deshalb als Problem dargestellt wird, wenn sie zum Wahldebakel führt? Nur so kann ich mir erklären, warum die Verantwortung dafür nur dem Führungspersonal zugeschoben wird und nicht den Mitgliedern, die alles mitgemacht haben.
Eine logische Konsequenz dieser Einstellung ist übrigens, im voraus nicht den Parteitag als potentiellen Austrittsgrund zu bestimmen, auf dem ja die Möglichkeit bestünde, dass die Mitglieder ihr Führungspersonal abwählen, sondern eine Wochenfrist zu geben, damit das Führungspersonal sich läutern kann. Den Mitgliedern traut Frank anscheinend nicht zu, dass sie von sich aus etwas verändern. Bemerkt also jemand den Widerspruch in diesem Anspruch?
“Der erste Schritt, den jeder tun kann, ist, sich frei zu machen von dem Untertanengemüt.”
Wer das Zitat verorten kann, kriegt folgende zehn Punkte: ……….
Patch
“Ist die Einschätzung veraltet oder falsch?”
Beides. Wenn man meine Beiträge liest, wird man bemerken, dass die keineswegs in das übliche Raster passten. Nur gab es nach 2003 eine zunehmende Diskrepanz in der Beurteilung der politischen und ökonomischen Lage, vor allem aber bei der Frage nach dem Sinn der Sozialdemokratie. Etwa beim Thema Umverteilung. Das führte auch zu der Kontroverse mit Tobias Dürr über Clement in der Welt.
Die Mitglieder in der SPD haben ja nicht mitgemacht – sie sind massenweise ausgetreten. Oder wie Müller und Lieb in die Opposition gegangen. Oder haben das auch für richtig gehalten. Wie Du mich hier einordnest, kannst Du ja schreiben.
“Den Mitgliedern traut Frank anscheinend nicht zu, dass sie von sich aus etwas verändern. ”
Es ging mir tatsächlich um innerparteiliche Demokratie. Die ist aber in solchen Organisationen nicht identisch mit einer Willensbildung von unten nach oben. Hier ging es in der SPD darum, dass die Willensbildung aber nur noch von oben nach unten funktionierte. Aber das scheitert, wenn es am Ende an der Basis keine Legitimation mehr gibt. Steinmeier ist daran gescheitert – das wurde spätestens gestern deutlich.
Ach ja, wer meine Beiträge in der Berliner Republik nachlesen will:
http://www.b-republik.de/berliner-republik/autoren?details=204
Um sich ein eigenes Bild zu machen.
“Die Mitglieder in der SPD haben ja nicht mitgemacht – sie sind massenweise ausgetreten. …”
Das ist vielleicht das Problem: Es sind genau die übrig geblieben, die nicht ausgetreten sind – tautologisch, aber wahr. Das sind nun einmal Leute, die erstens den Führungsstil der SPD-Führung, zweitens die Art und Weise, wie die Willensbildung und Legitimierung in der SPD funktionierten, drittens das politische Handeln der SPD von der Beteiligung an Kriegen in Europa und Asien über die Umstellung des deutschen Steuersystems von direkten auf indirekte Steuern und die Reduzierung und Verzerrung der Unternehmensbesteuerung über die Umstellung des deutschen Sozialversicherungssystems (Bundespolitik) über die Einführung von Studiengebühren in NRW (Landespolitik – bevor jemand aufschreit: Die Studiengebühren hat die SPD in NRW natürlich weder allein noch komplett eingeführt, genausowenig wie sie die Rente komplett privatisiert hat) bis zum Versuch der Einführung eines völlig verrückten Vertrags über eine europäische Verfassung und viertens die ex-post-Anpassung des Parteiprogramms an das politische Handeln wenn nicht freudig begrüßt haben (wie vermutlich die Seeheimer), so doch so akzeptabel fanden, dass sie es damit vereinbaren konnten, SPD-Mitglieder zu bleiben.
All diese Leute können nun durch einen Wechsel des Führungspersonals so tun, als sei durch diesen Wechsel das Problem aus der Welt geschafft. Aber erstens sind bestimmte Probleme irreversibel (wie das Entstehen der Linkspartei) und andere auf die nächsten Jahre irreversibel (wie die Enttäuschung von Stammwählern durch verschiedene Politikwechsel nach Wahlen), zweitens sind diese Probleme nicht im Führungspersonal verkörpert, sondern in den Mitgliedern und Funktionären an der Basis.
Diese haben sich jahrelang immer wieder selbst klargemacht, dass sie sich auf einem harten Weg der unpopulären Maßnahmen befänden, der sich aber lohne, weil es eben ein richtiger Weg sei. Nun, in aller Konsequenz: Wenn dieses Mantra richtig war, ist es auch weiterhin richtig und die SPD ist ein kollektiver Märtyrer, der sich für die dumme Bevölkerung geopfert hat (und diese zu ihrem eigenen Wohl vor Wahlen mit falschen Wahlprogrammen in die Irre führen musste).
Wenn es hingegen falsch war, kann all das oben aufgeführte nicht nur deshalb geändert werden, weil nun die Wahl verloren wurde. Vielmehr muss dann erst einmal analysiert werden, warum es falsch war. Wenn die Stammeshäuptlinge nun Gabriel auf den Schild heben, hat sich dadurch an den Problemen nichts geändert.
Im übrigen: Was ist innerparteiliche Demokratie, wenn sie “nicht identisch mit einer Willensbildung von unten nach oben” ist, aber dann irgendwie doch auch nicht von oben nach unten passieren darf? Willensbildung von links nach rechts? Von vorne nach hinten? Steinmeier ist nicht am Mangel an Legitimation an der Basis gescheitert, wenn man damit die aktiven Mitglieder meint. Die, bei denen er nicht mehr legitimiert war, sind gegangen oder längst passiv.
Hmmm, vielleicht bekommt die SPD jetzt eine zweite Austrittswelle. Und diesmal vielleicht die richtige. Denn wenn es erst mal auch dem Letzten klar wird, dass man in der SPD keine Karriere mehr machen kann, werden hoffentlich die Karrieristen endlich austreten. Was dann übrig bleibt, kann neu anfangen.
Patch
“Die, bei denen er nicht mehr legitimiert war, sind gegangen oder längst passiv.”
Das denkt man, scheint aber nicht der Fall zu sein. Ansonsten wäre der Machtkampf anders ausgegangen. Das Problem der SPD waren nicht die unpopulären Reformen. Ich habe mich nie gegen die Zusammenlegung von Arbeitslosen – und Sozialhilfe ausgesprochen. Auch nicht gegen Veränderungen in den Sicherungssystemen. Man hätte das nur richtig machen sollen, also etwa mit funktionierenden Mindestsicherungen. Mein Problem mit der SPD – frage Tobias … – war mein Festhalten vor allem an einem Grundsatz: Der Kapitalismus funktioniert immer noch als private Aneignung gemeinschaftlich erzeugten Sozialprodukts. Also in der Beziehung Festhalten an der Marxschen Werttheorie als Basis einer reformistischen Sozialdemokratie. Daraus ergibt sich die Legitimation der Sozialdemokratie zur Umverteilung dieses Sozialprodukts durch den Staat und damit die Garantie der Teilhabe aller Menschen qua Rechtsanspruch. Dass das im Rahmen einer marktwirtschaftlichen Ordnung erfolgen sollte, war klar. Aber der Markt ist ein Mittel, mehr nicht. Wie das konkret auszugestalten ist, darüber kann man diskutieren. Ich bin Realist … . Aber bei den Netzwerkern war das Schritt für Schritt über Bord geworfen worden. Deshalb haben wir uns auch über die Frage gestritten, ob man nun an Verteilungsgerechtigkeit festhalten sollte oder nicht – solange man mit mir noch gestritten hat. In Wirklichkeit wollte mit Leuten wie mir keiner mehr reden – das ging ja nicht nur mir so. Ich hielt die Ersetzung der Verteilungsfrage durch Chancengerechtigkeit und ähnliche Worthülsen für die Kapitulation vor den Neoklassikern. Wir übernahmen damit das konservativ-liberale Weltbild – und das hielt man dann plötzlich für modern. Wir haben damit die Seele der Partei verkauft. Der Konflikt war im Kern also ein ideologischer Streit – und deshalb auch entsprechend beinhart. Das hatte nämlich auch konkrete Konsequenzen. Etwa wenn mir Sozialdemokraten plötzlich erzählen, dass der Arbeitsmarkt für die Schaffung von Arbeitsplätzen entscheidend sei. Fabian Lindner kann darüber sicherlich was erzählen … –
Deshalb auch diese Verwirrung in der SPD, ob die Reformen nun notwendig waren oder nicht. Sie hatten völlig die Orientierung verloren und statt Kompromisse zu schließen, ideologisch kapituliert.
Aber später mehr.
Gruss Frank
@ frank lübberding
“Ach ja, wer meine Beiträge in der Berliner Republik nachlesen will”
Danke, ich hab’s getan und die beiden nachgelesen:
Die SPD und das Absurde
Bürokratie und Alltag
Respekt! Das sind erstklassige Beiträge, die viele Vorwürfe widerlegen, die Dir hier im Blog gemacht wurden. Bitte lass Dich nicht entmutigen, weiter Deine Meinung zu vertreten!
@f.luebberding #277
„Mein Problem mit der SPD – frage Tobias … – war mein Festhalten vor allem an einem Grundsatz: Der Kapitalismus funktioniert immer noch als private Aneignung gemeinschaftlich erzeugten Sozialprodukts. Also in der Beziehung Festhalten an der Marxschen Werttheorie als Basis einer reformistischen Sozialdemokratie. Daraus ergibt sich die Legitimation der Sozialdemokratie zur Umverteilung dieses Sozialprodukts durch den Staat und damit die Garantie der Teilhabe aller Menschen qua Rechtsanspruch. Dass das im Rahmen einer marktwirtschaftlichen Ordnung erfolgen sollte, war klar. Aber der Markt ist ein Mittel, mehr nicht.“
Ja, diese „Umverteilung“ ist kennzeichnend für die Sozialdemokratie.
Ist aber Lassalle, nicht Marx.
Lassalle ging es um Verteilungsgerechtigkeit, um den „gerechten Lohn“.
Sicher, soziale Gerechtigkeit ist ein wichtiges gesellschaftliches Ziel.
Die Sozialdemokratie hat dabei immer die Systemfrage ausgeblendet, sieht man von einer Minderheit von Marxisten bis 1918 ab.
Der Sozialdemokrat will einen kleinen Kuchen gerecht verteilen, die Marxisten wollen vor allem dafür sorgen, dass durch ein besseres System der zu verteilende Kuchen möglichst groß wird.
Und kommt bitte jetzt nicht mit dem Beispiel des sog. realen Sozialismus. Denn damit gegen eine Systemtransformation zu argumentieren, ist dumm und nervt schrecklich.
Nach Marx setzt die sozialistische Weiterentwicklung einen industriell entwickelten Kapitalismus voraus. Und daher konnte in Russland und China nur eine totalitäre Entwicklungsdiktatur herauskommen. Was die Führung der KPCh auch begriffen hat und deshalb Möglichkeiten zur Entfaltung der Produktivkräfte unter kapitalistischen Spielregeln geschaffen hat.
Aus Die SPD und das Absurde, Link siehe oben. Das meiste sehe ich ähnlich, aber:
Zitat:
“Das ist bei den Grünen anders, weshalb ihr politisches Überleben ausgeschlossen ist.”
So tot sehen die mir aktuell gar nicht aus, da gibt es momentan ganz andere
Sofortige Korrektur von dem, was ich gerade geschrieben habe!
Man soll doch immer erst zuende lesen. Zitat Nr. 2:
“Das Problem der SPD machen insofern nicht so sehr Führungsfiguren wie Schröder, Müntefering oder Renate Schmidt aus. Es besteht in den mittleren Kadern der Partei und ihrer Fraktionen, in den kleinen Lichtern, die keiner kennt, die aber die politische Kultur der Partei vor Ort prägen. Mit genau dieser Gruppe haben auch die Schröders, Münteferings und Schmidts ihre Schwierigkeiten.”
@FL
Hast du das damals wirklich ernst gemeint?
@ TuringMachine
“So tot sehen die mir aktuell gar nicht aus.”
Stimmt. Dieser voreilige Satz in einer ansonsten sehr schlüssigen Analyse ist mir auch aufgefallen.
Das 2. Zitat ist nicht so falsch, auch wenn Frank bei den Führungsfiguren gewiss seine Perspektive etwas verändert hat. Er sollte vielleicht nochmals darüber nachdenken, ob seine Urteil heute nicht zu negativ ist.
@ f. Luebberding
>Ich hielt die Ersetzung der Verteilungsfrage durch Chancengerechtigkeit und ähnliche Worthülsen für die Kapitulation vor den Neoklassikern. Wir übernahmen damit das konservativ-liberale Weltbild – und das hielt man dann plötzlich für modern. Wir haben damit die Seele der Partei verkauft. Der Konflikt war im Kern also ein ideologischer Streit …>
Ihre Position kann man ja einnehmen (auch heute noch).
Es ist jedoch nicht nur ein ideologischer Streit.
Es geht im Kern auch um die Machtfrage.
Die Macht wird in der Mitte gewonnen – noch, auf absehbare Zeit.
Wenn das stimmt, dann kann die SPD ohne “Mittelstandspolitik” nicht die Stimmenzahl erhalten, die zu einer Machtposition befähigt.
Denn in der Mitte geht es beim Verteilen nicht nur ums Einteilen (Kriegen), sondern auch ums Austeilen (Bezahlen).
@f.luebberding
“Ich hielt die Ersetzung der Verteilungsfrage durch Chancengerechtigkeit und ähnliche Worthülsen für die Kapitulation vor den Neoklassikern. Wir übernahmen damit das konservativ-liberale Weltbild – und das hielt man dann plötzlich für modern. Wir haben damit die Seele der Partei verkauft.”
Nicht nur das. Die Verteilungsfrage ist auch von grundlegender Bedeutung für die Stabilität unseres Finanzsystems. Der Einsatz von geldpolitischen statt fiskalpolitischen Instrumenten zur Stabilisierung des Preisniveaus und Glätten von konjunkturellen Schwankungen, wofür es aufgrund des meistens auf den nächsten Wahltermin beschränkten, kürzeren Planungshorizonts von Politikern sicherlich gute Gründe gibt, geht immer mit verzerrenden Effekten auf die Einkommensverteilung einher.
Diese mögen zwar sehr langfristig sein, aber die Fiskalpolitik darf muss hier Verantwortung übernehmen und bei offensichtlichen Fehlentwicklungen gegensteuern.
Und wenn 40% der Unternehmensgewinne in der Finanzbranche anfallen und von wirtschaftlichen Aufschwüngen nur noch die obersten 10% profitieren, soll bloß keiner sagen, es wäre nicht offensichtlich gewesen, dass etwas ganz dramatisch schiefläuft.
@Frank und HG:
“… kannst ja dann in die Piraten-Partei eintreten. Dann machen wir aus der “Ein-Themen-Partei” eine Partei, die für die Einführung von …
… DEMOKRATIE und MARKTWIRTSCHAFT … kämpft !”
“Und ob die Piraten mit mir etwas anfangen können, da bin ich mir nicht so sicher … ”
Da rennt ihr offene Türen ein. Ungefähr 50% der Piraten, mit denen ich bisher zu tun hatte, bezeichnen sich selbst als sozialliberal. Ein wirtschaftspolitisches Grundsatzprogramm noch bis zur NRW-Wahl zu erarbeiten, steht im Moment ganz oben auf der Agenda. Wenn wir hier im Blog sowieso die ganze Zeit darüber diskutieren, was wir besser machen würden, warum dann nicht mal einen konstruktiven Vorschlag auf einem Parteitag einbringen? Bei den Piraten würde zumindest zugehört werden und wahrscheinlich sogar einiges davon beschlossen werden.
Oder ihr macht halt weiter einen auf Waldorf&Statler…
So, alles geritzt, Gabriel ist (“wird” wäre schon zu unsicher) Vorsitzender, die SPD gerettet, Friede, Freude, Eierkuchen. Man muss ja auch vorsichtig sein mit dem Auswechseln, sonst hat man bald keinen mehr, der die Posten übernehmen könnte.
@Patch
Ich weiß nicht – “Neuanfang” sieht für mich irgendwie anders aus. Gabriel scheint mir grosso modo OK, aber Steinmeier als Fraktionsvorsitzender ist und bleibt eine Paradoxie: er ist der Jesus Christus der Agenda-Religion – will die SPD ihre Seele heilen, dann muß sie ihn ans Kreuz nageln (bildlich gesprochen – versteht sich), aber nicht an die Spitze der Fraktion setzen.
Patch
Friede, Freude, Eierkuchen? Keineswegs. Das ist das Letzte, was man jetzt braucht. Ansonsten können wir an einer Totenfeier teilnehmen. Ich denke, dass Gabriel in der Hinsicht auch verläßlich ist. Friedhofsruhe entspricht eigentlich nicht seinem Naturell.
@ fl
Sorry, dass ich zu diesem Thema auch einmal was sage… nur einmal, dann bin ich wieder ruhig.
Es ist doch völlig wurscht, ob ein Funktionär für oder gegen ‘Totenruhe’ ist – entscheidend ist und bleibt, was die Basis (selbst) tut.
Falls es da ein Zaudern gibt, ist sogar der Ansatz eines ‘allerletzten Gedankens’ reine Zeitverschwendung.
Auf Deutsch: Kriegt Euren A*** hoch – entweder nach oben oder nach draußen!
Wat.
“Es ist doch völlig wurscht, ob ein Funktionär für oder gegen ‘Totenruhe’ ist – entscheidend ist und bleibt, was die Basis (selbst) tut.”
Sehr weise.
@ Frank # 288
“Ansonsten können wir an einer Totenfeier teilnehmen.”
Die Frage ist doch, wie lange dieses andauern wird.
Wen hat denn die SPD noch als Lobbyistenpfeil im Köcher? hm? Hat die SPD die Netzwerkkarte eines Kohls oder Genscher oder Waigel?
Wen kann die SPD in diesen Sphären für die Zukunft denn aufbieten? Wer sitzt denn von der SPD an den wirklich entscheidenen Stellen? Der einzige, der halbwegs das Spielchen konnte, Clement, wo ist er?
Ihr habt keinen Nachuchs der dieses Spielchen spielen kann. Dazu gehört mehr, wie eine Trillerpfeife im Mund.
Die einzigen auf die ihr noch hoffen konntet, habt ihr in den Arsch getreten, eure Wähler. Wollt ihr tatsächlich, gegen die großen Konzerne antreten?
Von 1982 bis 2009 das sind 27 Jahre, habt ihr gerade mal sieben Jahre fast alleine regieren dürfen. Die letzten vier Jahre, waren ja unter Aufsicht.
Jetzt werdet ihr nicht mehr 16 Jahre warten müssen.
Ihr habt es ja noch nicht mal unter Schröder (der Fuchs) gemerkt, wo der Weg hinlief. Wie wollt ihr denn das jetzt merken?
Bei der Marine gibt es einen Spruch: “Der Kapitän ist nur so gut wie seine Mannschaft” … und er muss ein gewifter Taktiker sein. So einen könnt ihr nicht vorweisen. Nicht in dem dreckigen Geschäft, wo es letzten Endes nur um Kohle geht.
@ Wat.
vollkommen richtig. Was macht die Partei? Sie zerstört ihr Fundament. Wie jetzt auch wieder geschehen. Und dann schauen wir noch mal nach Thüringen.
Entschuldigung, das ist ein Totentanz.
@TouringMachine #280
Wie tot sind die Grünen?
U.U. quicklebendig. Wenn in den nächsten 4 Jahren die SPD und die Linke graugesichtig darum kämpfen, wer der bessere Genosse ist, und Schwarz-gelb die Eiserne Faust des Marktes bildet, kann es schon sein ,dass die Grünen als bunte Alternative gross rauskommen.
Allerdings ist dann anderes Personal vonnöten, mit Trittin, Künast und Höhn geht das nicht.
@holger #292
„Was macht die Partei? Sie zerstört ihr Fundament. Wie jetzt auch wieder geschehen. Und dann schauen wir noch mal nach Thüringen.
Entschuldigung, das ist ein Totentanz.“
Das Fundament der SPD – so sieht es aus – ist längst zerstört. Wenn es von Seiten der Mitglieder nicht gelingt, eine neue Spitze zu etablieren, dann bleibt für Mitglieder mit noch einem Funken Verstand und Ich-Stärke nur der Austritt übrig. Ansonsten stützen sie nur weiter den Kurs der Seeheimer.
Albrecht Müller hat völlig Recht:
„Die ganze SPD-Führung muss zurücktreten”
Ehemaliger Brandt-Vertrauter Müller: “Die Partei braucht klaren Kurswechsel”
Wie kommt die SPD wieder auf die Beine? Der ehemalige Chefplaner der Politik von Willy Brandt, Albrecht Müller, fordert einen radikalen Schnitt: neues Personal und einen völlig neuen Kurs. Nur so werde die Partei wieder sozialdemokratisch.“
http://wahl.zdf.de/ZDFheute/druckansicht/4/0,6903,7900276,00.html
Wie es jedoch aussieht, werden die Seeheimer Gabriel und Steinmeier zusammen mit der opportunistischen Nahles weiter die SPD-Spitze bilden.
Damit ist die SPD ein Auslaufmodell.
Denn als CDU-Abklatsch benötigt außer den Parteifunktionären doch niemand mehr die SPD.
Und ginge es nur um die SPD, wäre es langweilig, sich mit dem Thema weiter zu beschäftigen.
Das wirkliche Problem jedoch ist, dass diese Gesellschaft sich ihr Fundament zerstört.
@Admiral Benbow #293
„Allerdings ist dann anderes Personal vonnöten, mit Trittin, Künast und Höhn geht das nicht.“
Und mit 90% der Mitglieder auch nicht.
Sie zerstört ihr Fundament.
Welches? – Ja, ein Fundament aus Treibsand. Wenn es eine Partei gibt, die die Leute geistig-moralisch-materiell in die Sümpfe geführt hat, dann ist es diese Partei.
Zitat f.luebberding
Und wenn Steinmeier meint, er kann jetzt morgen Müntefering opfern, um am Dienstag zum Fraktionsvorsitzenden gewählt zu werden, dann soll er sich nicht täuschen: Er hat abend die Chance gehabt, sich dem Votum der Partei zu stellen. Welche Rolle soll er noch in Zukunft in der SPD spielen? Mit welchem Programm? Warum ist er trotz dieses Desasters noch der richtige Mann? Er hätte das begründen müssen – er zog den bürokratisch adminstrativen Akklamationsakt vor.
Er ist ja auch nicht der richtige Mann. Er IST der BÜROkratisch administrative Akklamationsakt. Trotzdem wurde er von den über hundert SPD-Abgenordeten zum BÜRO-Vor-sitzenden gewählt. Da spielt dann richtig oder falsch lange keine….(wurscht)…Rolle mehr. Willkommen im Leben. Kopieren, lochen, abheften.
Jetzt habt ihrs natürlich wieder leicht. In Zukunft könnt ihr als starke (lach) Opposition wie vor 98 wieder das Blaue vom Himmel versprechen..
Und ginge es nur um die SPD, wäre es langweilig, sich mit dem Thema weiter zu beschäftigen.
genau so ist es, wen interessiert ein Wachsfigurenkabinett?
@ HAM 294
“Das wirkliche Problem jedoch ist, dass diese Gesellschaft sich ihr Fundament zerstört.”
Und kaum einer merkst, ich sags ja: Das ist wie mit dem Frosch, den man im Kochtopf ins kalte Wasser setzt, und dann still und heimlich auf Stufe 3-4 von 9 zum Garen bringt, der merkt nichts davon.
Vielleicht muss es wohl auch so sein.
@ Admiral Benbow
die Grünen sitzen auch schon im Topf.
Okay, mal im Ernst. Nach der Form von Erneuerung, die derzeit von der SPD zu erwarten ist, können wir froh sein, dass wir mittlerweile ein Fünf-Parteien-System haben. Da gibt’s dann zumindest Alternativen.
Die Alternative zu Treibsand und Sumpf scheint Matschie zu sein…
TINA E BASTA!
“Hiermit fordere ich als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands den Rücktritt des SPD Parteivorsitzenden und seiner Stellvertreter bis zum kommenden Freitag. ”
Und nun?
http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/franz-muentefering-ruecktritt-nach-historisch-schlechtem-wahlergebnis-ist-sinnlos_aid_439705.html