Die heutige Ausgabe der ZEIT bringt mal wieder einen sehr illustrativen Chart zur Einkommensverteilung in Deutschland, den ich mir erlaubt habe, ein wenig zu erweitern:
Was sehen wir? Die ZEIT machte sich zunächst einmal die Mühe, die “mittleren Einkommen” nach Berufsgruppen darzustellen, und klassifizierte dabei den Bereich zwischen 24.000 und 48.000 Euro Jahreseinkommen als die “Mitte”. Leser meines “Politik für die obersten 1,6%“-Beitrags in der FAZ werden sich erinnern, dass ich dort geschrieben hatte:
“Die “Mitte” in Deutschland versteuert zwischen 20 und 25 Tausend Euro im Jahr. Und selbst wenn wir die nächsten 25% noch mit dazu nehmen, dann kommen immer noch auf einen Jahresverdienst von deutlich unter 50 Tausend Euro.”
Also liegen die ZEIT und ich in unseren Annahmen gar nicht weit auseinander – um nicht zu sagen: gleichauf. Und daher sehen wir ohne große Mühe, dass auch der Industriemeister, der Ingenieur, der Elektrotechniker, der Bankangestellte, der Werkzeugmacher und diverse andere schöne Berufsgruppen nicht mal annähernd an jene 125.000 Euro Jahreseinkommen heranreichen, ab denen die SPD einen höheren Spitzensteuersatz veranschlagen will, sollte sie in einer kommenden Regierung die Möglichkeit dazu haben. Ich habe dieses Steuervorhaben der SPD in den Chart als rote Linie eingezeichnet, um mal zu verdeutlichen, wie lachhaft hysterisch das seinerzeitige Geschrei im Sommer war, seitens der CDU, der FDP und all der Poschardts und sonstigen Ideologie-Sirenen in den diversen Redaktionen.
Seht Euch diesen Chart mal an! Wo liegen da die “Leistungsträger” und wo liegt die rote Linie?
Und genauso verhält es sich mit den Plänen der Linken: die wollen ab rund 5800 pro Monat einen höheren Steuertarif einführen, alle darunter sollen entlastet werden. Was bedeutet das? Ärzte, Rechtsanwälte und Notare, und darüberhinaus elende Kapitalistenschweine wie ich selbst, würden in Zukunft einen Tick höher belastet, zugunsten aller anderen in der Einkommenspyramide.
Im Ernst Leute: Wenn das der “Huhu, böser Sozialismus!” ist, dann fine by me. Wegen solcher Steuerpläne wandert keiner aus, der das nicht ohnehin vor hatte. Zwar will die Linke ja auch noch eine Vermögenssteuer einführen und das Ehegattensplitting abschaffen, aber ob sie damit einfach so durchkämen, auch in einer rot-rot-grünen Koalition, halte ich für äußerst fraglich.
Die Alternative einer CDU-FDP-Regierung wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine saftige Mehrwertsteuererhöhung für alle. Die würde aber insbesondere die Jungs & Mädels auf der linken Seite der Grafik treffen, die Friseure, die Hilfsarbeiter, die Köchinnen, die Sprechstundenhilfen, die Kindergärtnerinnen und diverse Handwerksberufe. Und das empfände ich zumindest, um mal diesen abgestandenen Begriff zu verwenden, als in höchstem Maße “ungerecht”.





















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sorry, steh ich gerade auf dem Schlauch oder sehe ich die rote Linie der SPD einfach nur nicht?
Ganz oben. Verlängere die Skala links gedanklich auf 10.000 Euro und schon siehst du sie.
Joooo, Arbeitnehmer. Aber da fehlen die Selbstständigen, oder wie?
Die rote Linie der SPD liegt gefühlt ausserhalb des Graphen, ganz knapp unter der Überschrift zum Artikel!
Nee, also mit so klaren Daten kann man mich nicht überzeugen. Mir beschert eher die faktenbefreite Buddelmetapher von Fricke und Solms ein Stimmungshoch. Die wähle ich dann wohl.
Also die rote Linie musste ich auch lange suchen
(kleiner Tipp: 125.000 EUR pro Jahr sind etwa 10.500 EUR pro Monat, also doppelt so viel wie Ingenieure)
Was mich an dem Diagramm stört ist:
Jeder Balken ist nur der Mittelwert einer Verteilung der Einkommen der Berufsgruppe, das heißt es gibt in allen Balken einen (nach links kleiner werdenden) kleinen Anteil an Menschen die über die rote Linie hüpfen, bei den Rechtsanwälten/Notaren werden das schon 2-10% sein. Das heißt es trifft mehr Menschen als das Diagramm zeigt.
Gut, das sind immer noch zu wenige, als das man Angst vor diesem “Sozialismus” haben sollte, zu mal die Steuern ja auch schon mal höher waren.
@Max: Höher, höher, Max – richte Deinen Blick zum Himmel!!!
Da bei den Linken den Steuererhöhungen im oberen Bereich ja auch Steuersenkungen im unteren Bereich gegenüberstehen, dürfte die tatsächliche Höhe der Linie wohl noch etwas drüber liegen.
@JV
Das tut sie sowieso, die rote zur SPD auch, weil der ZEIT-Chart zeigt Bruttoeinkommen, während die Steuerpläne sowohl von SPD als auch Linke auf das “zu versteuernde Einkommen” abstellen, und das liegt ja niedriger als das Bruttoeinkommen.
…und wenn die Friseure das ganze Schwarzgeld mitversteuern müssten
Und in diesem Zusammenhang jetzt bitte den Kommentar zu den oben eingezeichneten Links-Plänen von Manfred Schäfers in der gestrigen FAZ auf der Zunge zergehen lassen:
“Auch andere Konsequenzen drohen: Wenn große Gruppen der Beschäftigten weniger in der Woche und im Leben arbeiten oder aufgrund höherer Regelsätze ganz auf das frühe Aufstehen verzichten, wird insgesamt weniger produziert. Dann müssen weniger Bürger mehr Transferempfänger alimentieren. Dann droht ein Teufelskreis aus immer höheren Steuern und Beiträgen, der immer mehr Beschäftigungsverhältnisse zerstört.”
@tschill Ich konnte mich nicht dazu bringen das zu Ende zu gucken; dafür schätze ich meine Zeit zu sehr. Das hier aber finde ich schon ein bischen krass: http://www.initiative-gm.de/althaus-buergergeld-und-bedingungsloses-grundeinkommen.htm
Die wollen tatsächlich Friedman trumpfen und den ganzen Sozialstaat abschaffen. Da hätte ich gleich in Texas bleiben können.
Schon mal jemand drüber nachgedacht, warum die Sozen die Grenze nicht bei 7667 € p.M. oder drunter gelegt haben?
http://de.wikipedia.org/wiki/Abgeordnetenentschädigung#Versorgung_der_Bundestagsabgeordneten
Gruß McShorty
P.S. ab jetzt find ich Sozialismus auch wieder toll
Alle Einkommensarten sozialversicherungspflichtig zu machen ist viel wichtiger.
So könnten 1 Million Beschäftigte bei Banken und Versicherungen freigestellt werden.
Auf die laut Sinn attraktive Arbeitsplätze in der Altenpflege warten.
Und die sich auch bei einem Mindestlohn von 10 Euro dann finanzieren ließen.
Was sehen wir? – No, gar nix seht ihr blinden Systemgläubige
Die paar Notare werden das Staatsbudget nicht retten. Da muss schon die breite Masse ran. Die wahren Leistungsträger aus der Mittelschicht wie immer halt. Eine Mwst Anpassung halte ich für sehr wahrscheinlich egal was für schöne Märchen jetzt vor der Wahl erzählt werden.
Der eine oder andere Journalist wird auch umschulen müssen, wenn der Verbraucherschutz verschärft würde.
Macht einfach keinen Sinn langlebige Konsumprodukte die 40 Jahre halten in dem bisherigen Maße zu bewerben.
Auch auf sie warten attraktive Arbeitsplätze in der Altenpflege.
Mac T, wieviele Menschen diese Steuerpolitik betreffen würde, kann man daraus eh nicht entnehmen, da keine Angaben zur Häufigkeit einzelner Berufe gemacht werden und der Mittelwert keinen Rückschluß auf die Standardabweichung erlaubt. Diese Statistik läßt eine Abschätzung zu, daß es sich wohl um weniger als drei Prozent der Arbeitnehmer handeln dürfte, denen die Pläne der Linken einen geringeren Nettolohn bescheren. (Nach meinem bescheidenen Erfahrungsschatz vor allem Grünen-Wähler.)
@weissgarnix
Mal unter uns Kapitalistenschweinen…
http://de.wikipedia.org/wiki/Festpreis
und genau die schreien immer am lautesten…
Böse Zungen würden jetzt von Verlogenheit sprechen…
sunbringer, wer könnte Dir das verdenken. Nur mein ausgeprägter Hang zu Co-Masochismus hat mich durchhalten lassen. Du hast nichts verpaßt: Erst buddeln alle am Strand ein Loch, dann schütten sie es wieder zu und die FDP-Politiker stehen daneben und erklären das zur perfekt funktionierenden Marktwirtschaft. Ein Dokumentarfilm also.
@Wilhelm
>Alle Einkommensarten sozialversicherungspflichtig zu machen ist viel wichtiger.
Umgekehrt gefällt mir besser: Sozialversicherungsaufkommen komplett aus den Steuern finanzieren, Sozialabgaben abschaffen.
Jede Wette: 22% Mwst sind ab 1.1.2010 sischä!
Spätestens 01.07.2010, damit die Autobranche noch eine 3. (4., 5.) Chance erhält!
Hmpf, hatte mir letzte Woche ein Probe-Abo der ZEIT bestellt. Kam aber heute nicht. Sehr schade bei solchen Artikeln…
Die Daten zur Verteilung:
https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1022916
Wenn ihr das pdf runter ladet findet ihr auf Seite 7
1.1 Arbeitnehmer und deren Bruttomonatsverdienste nach Verdienstklassen im Oktober 2006 (Vollzeit)
5,3 % der Arbeitnehmer verfügten über ein Brutto von mehr als 5.800,-/mtl.
6,8% der männlichen Arbeitnehmer verfügten über ein Brutto von mehr als 5.800,-
1,7(!) der Frauen verfügten über ein Brutto…
Median lag bei knapp unter 2.700,-/mtl. und brutto
Das mittlere Verdienstsegment liegt zwischen 2.100,- und 3.500,-/mtl.
Das sind aber nur die Zahlen der Vollbeschäftigten. Wer eine Seite zurück blättert findet die Zahlen zur Gesamtbeschäftigung. So weit ich gehört habe, werden nämlich nicht nur Vollzeitbeschäftigte versteuert, wie uns die ZEIT nahe legen will, sondern alle Arbeitseinkommen.
1.1 Arbeitnehmer und deren Bruttomonatsverdienste nach Verdienstklassen im Oktober 2006(gesamt):
Satte 3,5 % der Arbeitnehmer verfügten über ein Brutto von mehr als 5.800,-/mtl.
5,6% der männlichen Arbeitnehmer verfügten über ein Brutto von mehr als 5.800,-
0,8(!) der Frauen verfügten über …hallo Frauen…aufwachen !!
Median lag bei knapp über 2.200,-/mtl. und brutto
Das mittlere Einkommenssegment liegt bei 1.300,- und 3.100,-
Aber ihr versteht das halt alle nicht. Wir haben doch schon Sozialismus. Alle verdienen dreckig und einer Elite geht es blendend. Die Linke will das ändern und den Sozialismus abschaffen. Die wahren Sozialisten sitzen in der SPD. Die haben es nämlich geschafft, die relative Gleichheit in der Verteilung der Einkommen von etwa 80% der arbeitenden Bevölkerung herzustellen. Wer den Sozialismus mag, muss die SPD einfach lieben.
Wer sich übrigens für die Bruttolöhne der übrigen Berufe iinteressiert findet hier:
https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1022619
@WGNX (#20)
Welche Steuern schweben Dir denn so vor? Doch hoffentlich nicht die Mehrwertsteuer. Dann bezahlen nämlich Rentner Arbeitslose und sonstige Transferleistungsempfänger die Zeche.
@20
Ja, aber dann würde man doch über die höhere Steuerquote jammern (obwohl die Abgabenquote gleich bliebe), es wäre nämlich eine Lasten-Umverteilung von abhängig Beschäftigten zu Kapital-Besitzern, und das geht nur über Hans-Olaf Henkels Leiche.
Nebenbei: Was halten die Experten von dem hier:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-09/melkvieh-mittelschicht?page=all
Ernstzunehmende Kritik oder FDP-Produktplazierung?
Für welche Gegenleistung wollen die schon wieder höhere Steuern, egal, von wem ? Ich erwarte ob es jemandem Spaß macht oder nicht, dass wir die “Auslandsinvestitionen” zu Gunsten des deutschen Binnenmarktes deutlich drosseln. Der deutsche Staat ist schon lange pleite, der Rest der EU auch, nur es ist die Frage, in welcher Währung man sich verschuldet. In eigener, wie das bei Japan und den USA der Fall ist, besteht überhaupt kein Problem. Also ist es auch für Deutschland kein Problem mit den Schulden nachzuziehen. Das heißt Löhne und Gehälter hoch, oder Steuern runter. Wer Wert auf einen superstarken Euro legt, hat ein Ding an der Waffel. Es schädigt den Binnenmarkt und sich selbst.
Also: wegtreten, über Steuererhöhungen in D darf man weiterdiskutieren, wenn die ausländischen Handelspartner ihre deutlich angehoben haben !
@Zecke
Hey, auch mal wieder da. Danke für die Infos – die Linke plant also in Wahrheit offenbar eine “Männersteuer”.
@tschill Also was, sind die jetzt Keynesianer geworden? Der hat nämlich gesagt dass man $100 Scheine in Flaschen in einer alten Mine vergraben soll, und die freie Marktwirtschaft würde die Arbeitslosigkeit schon herunterbrigen.
Das hier hat er auch gesagt:
“The full employment policy by means of investment is only one particular application of an intellectual theorem. You can produce the result as well by consuming more or working less. Personally I regard the investment policy as first aid… Less work is the ultimate solution.”
http://econospeak.blogspot.com/search/label/lumpoflabor
Also Kurzarbeit für das ganze Land, und beim besten Willen sehe ich eine pechschwarze Zukunft wenn kein Umdenken erfolt.
@Zecke
>Welche Steuern schweben Dir denn so vor?
Vor allem die Einkommenssteuer.
Gegen die Steuerpanik mag die Einkommensgrafik helfen, nichts desto trotz spiegelt sie nicht wirklich die Realität wieder: meine Friseurin wäre glücklich hätte sie 1.300€, eine Verkäuferin bekommt 6,82€/h also 1150€ , ein Hilfsarbeiter noch weniger…(vgl. verdi Publik 8/09) und aus direkter Nähe kann ich berichten von einem arbeitslosen Kaufmann mit FH Marketing dem gerade 1.800€ (brutto!) für Vollzeit angeboten wurde. Ich will garnicht wissen, wie die Statistik zustande gebracht wurde, aktuell und realistisch sind die angegebenen Einkommen nicht.
Interessanter Blog, danke + weiter so
)
“Ein repräsentatives Medium für eine repräsentative Demokratie.”
http://www.faz.net/s/Rub28EF38B483C94193A70B58D41ADA26A4/Doc~E0F6E3AB1E3EA4AF3ABBCFC3BF5C47176~ATpl~Ecommon~SMed.html
@ paula:xy
na wie schon – im Durchschnitt war der Graben genau einen Meter tief – und trotzdem ist die Kuh ertrunken…
@sunbringer
Danke für das Zitat. In der Tat ist es aber so, dass die “Investment Policy” – also Keynes’ “Erste Hilfe” – seit den 70ern zu einem Quasi-Dauerzustand wurde. Keynes wurde also zu einem Säulenheiligen der Supply-Sider umfunktioniert, um die Wirtschaft in einer Dauer-Tretmühle zu halten (Minsky nannte das immer die “hohe Investitionen/hohe Gewinne”-Politik).
Das Reden allenthalben vom ganz, ganz großen “Deleveraging” kommt also nicht von ungefähr: Die westlichen Volkswirtschaften liefen seit 40 Jahren unter Volldoping – und erleiden jetzt womöglich einen Erschöpfungskollaps.
es geht nicht um versprechungen, wie die wessisteuer für die eine klientel oder steuersenkungen für die anderen; besonders brilliant die fdp, die jetzt auch schon die slogans der cdu klaut, von wegen leistung soll sich wieder lohnen – damit ging seinerzeit der freund des echten pfälzer saumagens hausieren.
die umsatzsteuererhöhung kommt sowieso, egal mit wem.
weil die umsatzsteuer sehr kostengünstig zu verwalten ist (macht im wesentlichen alles der steuerpflichtige unternehmer) und mit sehr kurzem zeitversatz (max. 2 monate) mehreinnahmen generiert.
die reichensteuer wird auch kommen, allein schon deswegen, um die kleinen, von umsatzsteuer und arbeitslosigleit gebeutelten leute weiter bei laune zu halten.
dass die vermögensteuer, so wie sie jetzt gesetz ist, nicht erhoben werden kann, dass eine neue regelung und veranlagung so schnell nicht machbar ist und dass die bestehende regelung der einheitswerte zwar schreiend ungerecht, aber in kurzer zeit auch nicht zu ändern ist, wissen die fachleute. das ist aber zu kompliziert, es auf die einfachen parolen von wahlplakaten oder den billigen populismus der lafontaine, gisy, apfel und konsorten zu reduzieren.
es ist nicht sie frage, wer kanzler wird, sondern was er tun wird. oder anders, wem er weh tun wird.
Mehrwertsteuer-Erhöhung ist m.E. nach ok, denn dabei werden z.B. auch Rentiers und Beamte beteiligt. Desweiteren sind die Chinesen mit von der Partie, wenn die hier was verkaufen wollen – folglich sichert das Arbeitsplätze im Inland bzw. verhindert die Auslagerung derselben.
H4 und Renten müssen natürlich angepaßt werden.
Das eingenommene Geld zum Senken der Lohnsteuer verwenden -> weitere Sicherung von Arbeitsplätzen.
Gruß, Gojko.
@wgn “Vor allem die Einkommenssteuer.”
Waren wir nicht auch schon mal Fans von Vermögens- und Erbschaftssteuer?
Bin ich jedenfalls immer noch…
@weissgarnix Was macht man nach einem Erschöpfungskollaps? Man freut sich über die kleinen Dinge im Leben, man genießt die Natur, man wird sich bewusst dass man nur ein kurzes Leben hat und dass man es nicht vergeuden sollte wie ein Hamster am Rad zu drehen. Auf jeden Fall macht man nicht weiter genauso wie früher als ob nichts gewesen wäre.
Eine ex Bänkerin im Spiegel:
“I’m afraid I may have lived the wrong life, You spend so many years, put so much energy in, and suddenly you’re out.” http://bit.ly/1btg9e
Ein weiteres schönes Patienten Metapher hier:
http://www.debtdeflation.com/blogs/2009/09/15/it’s-hard-being-a-bear-part-four-good-economic-theory/
Mich wird ja doch mal interessieren, wie da wer auf welche Zahlen kommt. Anscheinend braucht das Statistische Bundesamt auch ne ganze Weile um die Zahlen zusammenzurechnen. Wir haben immmerhin schon 2009. Selbständige fehlen völlig. Kann man deren Daten nicht erheben oder sind das so wenige, dass sie statistisch nicht ins Gewicht fallen? Von den Beamten sind übrigens die Gymnasiallehrer erfasst. Warum eigentlich nur die? Überhaupt erscheint mir die Liste irgendwie ziemlich willkürlich zusammengstöpselt.
Offensichtlich eine andere Berechnungsgrundlage der Durchschnittseinkommen/Mittelschicht legt Herr Wemhoff in seinem ebenfalls in der ZEIT erschienenen Artikel zugrunde: http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-09/melkvieh-mittelschicht Das natürlich ohne irgendwelche Nachweise zu seinen Daten zu nennen.
Das ist wieder mal so ne Debatte, in der alle von etwas reden, ohne eine vernünftige Basis zu haben, worüber sie eigentlich reden. Das nervt gewaltig.
@WGN
Schwarz-Gelb wird die Erbschaftssteuer abschaffen:
http://www.sueddeutsche.de/bayern/806/487215/text/
Schön für die Kinder.
@WGNX
>Alle Einkommensarten sozialversicherungspflichtig zu machen ist viel wichtiger.
Umgekehrt gefällt mir besser: Sozialversicherungsaufkommen komplett aus den Steuern finanzieren, Sozialabgaben abschaffen.
Sorry, Missverständnis, habe Deine Antwort an @Wilhelm falsch verstanden, der seine Forderung ungeschickt formuliert hatte. Sozialversicherungspflicht auf z.B. Zins- und Kapitalerträge ist natürlich Quatsch. Die müssten höher – und individuell – besteuert werden und darus kann man die Sozialversicherung finanzieren. Ich hatte in seiner Forderung die Steuer schon mitglesen und mich dann gewundert, welche Steuer Du sonst noch meinen könntest…
…freu mich übrigens auch, dass Du wieder da bist..
Sehr schön!
Gefällt mir, wie Du Dich mit Selbstironie als “Kapitalistenschwein” bezeichnest und Dich im gleichen Atemzug als völlig solidarisch mit den Schwächeren der Gesellschaft erweist.
“Finde ich gut”, denn dieser Blick über den eigenen Futternapf und das resultierende soziale Bewußtsein ist mit steigenden Gehaltsstufen zunehmend weniger verbreitet.
Beste Grüße
Frank
@Sven
…reicht nicht. Damit kann man etwas umverteilen – und man sollte das auch machen – aber keine Sozialversicherung finanzieren. Das funktioniert nur aus laufenden Einkommen.
@Zecke
Wir stehen im Steuerwettbewerb mit anderen Ländern.
Ja, Bayern konkurriert mit dem Rest des Landes.
Ist ja auch ökonomisch richtig.
Denn Bayern würde ja nur mehr Ausgleichszahlungen an schwächere Länder und Gemeinden leisten müssen.
Der Konsum der Millionäre bleibt weitgehend in Bayern.
Wie soll es weitergehen?
@ Wgnx #20
erst mal ein dreifaches Hurra, Hurra , Hurra
aber dann Einkommenssteuer?
Höre mal zu, ich bin gerne bereit, für den Porsche 30% Steuer abzudrücken. Hab mich heute mal mit einem Landsmann von dir unterhalten. Das geht durchaus. Autos sollen in A etwas teurer sein.
Weiterhin, bin ich auch bereit, für einen Esel genau die gleiche Steuer zu bezahlen, wie für ein Pferd.
Wenn jemand aber Geld verdient, und es auch möchte, und alle rufen: “nehmt es ihm weg” könnt ich das Kotzen bekommen. Zur Kreuzigung bitte erste Tür rechts, und jeder nur eines Gnä Frau.
@holger #44
>>Wenn jemand aber Geld verdient, …<<
Gibt es da 'ne Definition,
die es genau beschreibt, wann's VERDIENT ist?
@Zecke
Bezog sich auch auf eine Diskussion mit WGN vor Jahresfrist. Prinzipiell hast du natürlich recht, gemäß Mackenroth. Erbschaftssteuer ist z.B. aber relevant für Kapitalüberakkumulationsproblematik.
@Wilhelm
Wegen Steuerwettbewerb: wo genau ist das Problem? Wenn die Steuer an der Quelle erhoben wird (also bei der Erwirtschaftung in einer der größten, nichtignorierbaren Verbrauchermärkte der Welt: D), ist es völlig egal, wohin der besteuerte Restbetrag überwiesen wird…
@holger
Das Leben des Brian
– Genial! Aufführung im Kölner Dom, und man lernt Fundamentalisten kennen…^^ (frei nach Pispers)
@Sven
Wohin fliessen denn die Steuereinnahmen.
Der Staat hat das Geld nur für ein, zwei Nanosekunden (je nach Rechner) auf seinen Konten zum Ausgeben.
Warum haben die Dänen , trotz der höchsten Verbrauchssteuersätze Europas, einen Spitzensteuersatz von 60%?
Und eine allgemeine Arbeitspflicht?
@holger
Natürlich Einkommenssteuer, was sonst?
Kapitaleinkommen: Zinsen, Dividenden, Miete ,Pacht
Arbeitseinkommen: unselbständige und selbständige Tätigkeit
Auf was Du mit Deinem Porsche raus willst ist vermutlich eine Steuer auf Luxusgüter. Da wirst Du aber Schwierigkeiten haben festzulegen, was ein Luxusgut ist. In der DDR war Schokolade ein Luxusgut.
Oder willst Du etwa auf alle Güter 30% Steuer? Hoffentlich nicht ernsthaft!
@Wilhelm
Versteh nicht auf was Du raus willst
Guck dir mal diesen Chart an:
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=125199
diese Umverteilung ist eine noch viel größere Ungerechtigkeit
@39:
Im ach so sozialistischen Schweden gibet es auch keine Erbschaftssteuer. Familie Wallenberg sei Dank…
>>…In der DDR war Schokolade ein Luxusgut….<<
Ja, 4,80 MDN für Rotstern-Halbbitter 100g.
Koste jetzt Alpia im Angebot etwa.
Wo ist sie hin – die Produktivitätssteigerung?
@Zarathustra
Ja – nur was Ihr im DGF partout nicht kapieren wollt ist, dass die “Umverteilung” zu uns erfolgt und nicht zu denen. Darin liegt das große Missverständnis.
@ zecke 48
ist ja klasse!
Reichensteuer, Erbschaftssteuer, Börsenumsatzsteuer, aber wenn der Porsche ein wenig mehr kosten soll, durch Besteuerung dann geht das nicht? Und ein Rembrandt, der 7% ausmacht, auch nicht?
Und ein SLK auch nicht? Nerzmantel? GOLD?
Nö, das geht natürlich nicht. da muss ganz genau aus differenziert werden, wegen der Gerechtigkeit und so.
Ich gehe jetzt in den Keller und Lache. Hauptsache das Einkommen wird geprügelt. Denk einfach mal fünf Minuten darüber nach.
@WGNX
Korrekt!
@Zara
Seit wann spricht man bei Krediten von Umverteilung? Umgekehrt wird ein Schuh draus. Frag mal unsere europäischen Nachbarn was sie von der deutschen Exportorientierung in Bezug auf die Umverteilung von Arbeit und Einkommen halten. Auch mehere afrikanische Staaten werden Dir bestätigen können, dass sie sich durch deutsche Exportsubventionen benachteiligt fühlen – um es mal freundlich auszudrücken.
@ wgn # 52
Aber doch nur, wenn die Rechnungen auch bezahlt werden, oder?
Und dann kriegt diese der ‘Leistungserbringer’, also die jeweilige einzelne Firma und nicht der Staat BRD. Der Mitarbeiter, der hat seine Leistung mit immer weniger Real-Lohn bereits erbracht, der hat da nix von. Der hat wirklich abgegeben… da ist weg weg, und seiner Haushaltskasse ist egal, ob nach Spanien oder zu seinen ‘Chefs’.
So verstehe ich das. Es sammelt ja nun nicht die Volkswirtschaft für’s Ganze ein.
Zitat: http://info.kopp-verlag.de/news/wie-der-deutsche-staat-uns-schroepft.html
Im Einzelnen sieht das so aus (Angabe in Prozent der Arbeitskosten eines alleinstehenden Durchschnittsverdieners ohne Kind; EKS = Einkommensteuer, SA = Sozialabgaben):
Land EKS SA Gesamt
Belgien 21,3 34,0 55,3
Deutschland 17,5 35,0 52,5
Frankreich 10,9 39,2 50,1
Österreich 11,5 36,6 48,1
Schweden 18,2 29,7 47,9
Italien 13,9 31,3 45,2
Niederlande 11,7 32,7 44,4
Dänemark 30,1 11,2 41,3
Spanien 10,8 28,3 39,1
Großbritannien 15,9 18,0 33,9
Schweiz 9,8 20,0 29,8
USA 14,6 14,4 29,0
Japan 6,4 22,4 28,8
Sollte nach einem Sieg des linken politischen Spektrums am 27. September das Schröpfen der Arbeitnehmer, sprich der Leistungsträger unseres Sozialstaates, wie von ihnen angekündigt, weitergehen, könnten noch mehr Menschen in andere Länder auswandern. Steuerlich lohnend ist das auf jeden Fall. Jetzt schon verlassen uns jährlich mehr als 150.000 Menschen.
Von den anderen Steuern ganz zu schweigen. ES REICHT ! Schluß mit lustig.
@ Zecke 48
komm mir nicht mit deiner Schokolade. Ich war 1986 in der DDR. wie alle Wessis auf der Wartburg. Und ich habe keine Lust, mehr darüber was zu schreiben. Außer das ein “Walkman” ,für die, die das für eine Bombe halten, das war ein kleiner tragbarer Kasettenrekorder. In der DDR 999 Mark gekostet hat, und in der BRD 89 DM; gleiches Produkt Marke Universum.
Und über die Intershops schreibe ich auch nix.
Komm mir nicht mit was ist Luxus.
@ Michael 56
ich werde meine Koffer packen. Mir reicht es. Obwohl ich zwei Kinder habe, und auch gerne hier bin (Göttingen) MIR REICHT ES. Ich lasse mich weder von Steuer und HWK und IHK und sonstigen kriminellen Organisationen nicht mehr erpressen. Sollen die selbst sehen wie sie klar kommen, ohne ihre Mitgliedsbeiträge.
Ich buckel mir für diese Affen nichts mehr krum. Da geb ich es lieber der Mafia. Die sind günstiger.
Doofes gewichs von Leuten, die gar nicht wissen, was es bedeutet, auch mal zu arbeiten, Incl. diesen Theoretikern. Ab zur ISS und dann hoffen, das die Toilette nicht mehr funktioniert.
Ich habe da einen Buchtipp für alle Leistungsträger die auswandern wollen:
Das Genie in mir. Warum Talent erlernbar ist.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1034403/
Ihr werdet schneller ersetzt sein als ihr denkt.
Das Bildungssystem ist nicht nur aus ethischen Gründen ungerecht.
Millionen Menschen werden daran gehindert etwas zu werden.
Die Einkommensunterschiede sind nicht durch ein angeborenes irgendetwas gerechtfertigt.
Sondern kommen allein durch Gewalt , Erpressung und Drohung , zustande.
@holger
Laß Dich von den Spinnern nicht nerven, die sind in der Minderheit und sie werden wieder verlieren. Sieh das Positive, auch an diesem Staat.
@Wilhelm
Mach dich nicht lächerlich, es ist nicht neu, dass man in anderen Ländern, sogar in England, branchenabhängig deutlich meht als in Deutschland verdient. Von dem “Teufel höchstperönlich”, den USA ganz zu schweigen. Nur muß man das geeignete Alter haben, um noch was werden zu können. Als 30-ähriger Junggeselle wäre ich längst Schweizer oder Amerikaner.
@holger
lebe heute noch in den altlasten. aber der walkman kam in berlin 1988 im treptower park nur 300 ostmark. der offizielle kam 400 ostmark. falls du 999.- bezahlt hast *mit den augen roll*
))
@ Wilhelm 59
weißt du was, mit jedem der geht, geht auch ein Stück Kultur. Und diese, wächst nicht so schnell nach. Da helfen dir tausend Bücher auch nix. Ja, jeder ist ersetzbar. Das ist Quantität und nicht Qualität, denn Qualität kommt bekanntlich von Qual.
@ Sven
ich schwöre, dass das Dingen 999 im Schaufenster gekostet hat.
holger, hoffe Du bist heil den Keller hoch und runter gekommen, wirkst nämlich etwas fahrig. Auf was ich raus wollte war lediglich, dass die objektive Bestimmung eines Luxusgutes nicht möglich ist. Für Dich mag ein Porsche ein Luxusgut sein, für andere ist es eben Schokolade. Ich persönlich finde zum Beispiel, dass Klingeltöne Luxus sind, weil ich der Meinung bin, dass man ganz schön Asche haben, um sich so etwas nutzloses leisten zu können. Ich käme aber nie auf die Idee, deswegen Klingeltöne mit 30% zu besteuern.
Michael, danke für den Kostenvergleich, wo aber ist die Gegenüberstellung der Leistungen? Es bringt doch nichts, nur die Ausgaben gegenüberzustellen, ohne zu sagen, was man dafür bekommen hat.
Ansonsten betrübt mich zu lesen, dass die parteispendenfinanzierte Wahlpropaganda auch bei Dir ihre Spuren hinterlassen hat.
@ Sven
ich bin Wessi,und habe Universum immer “billiger” bekommen. Übrigens, 1989 habe ich mich als Zonenrandler gefreut. Und den erste Vitschiörekörder verkauft.
@ Zecke
warum denn nicht? Klingeltöne mit 100% besteuern! wer brauch denn das. es ist nur elektronik. Einige kosten fünf Euronen. davon müssen 2,5 Euronen abgezwackt werden.
Was steckt denn da für eine Leistung hinter, den Jodler elektronisch zu verbreiten?
@Zecke
hab mal mit meinem Sohn über Pokemon geredet.
Man gut, dass das vorbei ist.
was kostet ein wenig Pappe mit doofen Japanischen Fratzen drauf.
7 Karten 5 Euronen. Da sag mir mal, wie das im Verhältnis steht.
@holger
“Vitschiörekörder” ist klasse! ist ja fast schon meine mundart^^
ossis? wessis? bei uns im unternehmen (sitz: karlsruhe) heisst das südis und ossis^^
moin @all
… die hier geführte diskussion zeichnet sich m.e. durch eine suche nach gerechtigkeit aus, die allerdings in bekannten bahnen verläuft und uns das komplexeste und mithin schamloseste steuersystem der welt eingebracht hat.
bei der schaffung dieses systems ist -durch leidenschaftliches streiten bei der gesetzgeberischen berücksichtigung von partikularinteressen- leider sein zentrales anliegen komplett zur strecke gebracht worden: die steuerliche gerechtigkeit.
ich denke, soweit sind wir weitgehend d’accord.
ich habe letzthin im netz einen, wie ich meine nicht uninteressanten, neuen ansatz entdeckt:
das bandbreitenmodell.
http://www.bandbreitenmodell.de/
ohne nun behaupten zu wollen, dieses modell komplett und in allen facetten durchdacht zu haben, erscheint mir dies als ein ansatz, der zumindest ernsterer diskussion würdig ist.
… dass unser existentes modell der steuererhebung auch nur ansatzweise in seinen konsequenzen durchdacht ist, ich sage nur “umwelt” ähem, “abwrackprämie” um das letzte highlight unserer verzweiflungstäter zu würdigen, wage ich zu bezweifeln. dass sich die liste beliebig verlängern liesse, ich denke, daran hegt hier niemand ernsthafte zweifel. dies insbesondere im hinblick auf die “erläuterungen” in beinahe jedem steuerbescheid: stichwort “vorläufigkeitserklärung”
by the way:
mein hauptansatz gilt der gerechtigkeit und ich bin mir darüber bewusst, dass ich diesen begriff hier ziemlich stapaziere. allerdings verkenne ich in keinem fall die notwendigkeit einer angemessenen finanzierung unseres gemeinwesens wobei der eine oder andere bailout nicht hätte sein müssen; auch die eine oder andere subvention könnte man sich durchaus verkneifen.
was denkt ihr dazu ?
@holger
Pokémon? Zu Euch sind Bakugan und Yogi-Oh offenbar noch nicht durchgedrungen. Und die Gogos natürlich, siehe oben im Header…
Hab ich doch alles durch.
Brauchst Du was? Schenke ich Dir.
Yogi-Oh: Meine Nerven. Der älteste ist 16, da bin ich auf der suche nach Kondomen. Der kleine ist 12 und auch aus dem alter raus.
Der fliegt lieber mit seinem RC Flugzeugmodell.
Wgnx, schreib auf was du brauchst, wir geben gerne
@zecke
hahaha, diese sammel- und spielkarten sind unfassbar, vor allem die kann man dann nach 1 jahr wegschmeissen. halt “cash from chaos”….
@wgn
was sind diese gogos?
ich dachte zuerst an irgendwelche power-ranger-verschnitte…
Ich muss immer betonen wie sehr ich solche Charts mag (weil sie fernab vom Geplapper Fakten auf den Tisch legen).
Gleichwohl mag ich diese Einzeldiskussionen nicht. Die Beteiligung der Besserverdienenden an den Kosten für das soziale Netz sinkt (prozentual) mit steigendem Einkommen nicht wegen des Steuersystems (auch wenn die Steuersparmöglichkeiten mit den Freiheiten des höheren Einkommens steigen), sondern weil sie (überwiegend) nicht in die Rente einzahlen und nicht in die GKV.
Das sind IMHO die wichtigeren Punkte … Denn wenn diese beiden Systeme von allen finanziert werden, braucht man auch keine Steuererhöhung mehr …
ich raff dat net
http://www.youtube.com/watch?v=H1GMBmIsxhM
Hija, wer hat schon mal einen schwarzen Schwan gesehen…..?
Margaret Wente: Happy days are here again. The central bankers say the recession is over. The markets are buoyant. Can we relax?
Nassim Taleb: Not at all. Central bankers have no clue. In the first place, the financial crisis was not a black swan. It was perfectly predictable. They ignored the phenomenal buildup in leverage since 1980. They acted like airline pilots who’d never heard of hurricanes.
After finishing The Black Swan, I realized there was a cancer. The cancer was a huge buildup of risk-taking based on the lack of understanding of reality. The second problem is the hidden risk with new financial products. And the third is the interdependence among financial institutions.
MW: But aren’t those the very problems we’re supposed to be fixing?
MT: They’re all still here. Today we still have the same amount of debt, but it belongs to governments. Normally debt would get destroyed and turn to air. Debt is a mistake between lender and borrower, and both should suffer. But the government is socializing all these losses by transforming them into liabilities for your children and grandchildren and great-grandchildren.
http://www.theglobeandmail.com/report-on-business/crash-and-recovery/we-still-have-the-same-disease/article1286246/
Der Header mit den Go-gos ist echt Champion-League !!
‘After finishing The Black Swan, I realized there was a cancer. The cancer was a huge buildup of risk-taking based on the lack of understanding of reality.’
Ganz im Gegenteil, die Inkaufnahme immer groesseren Risikos basierte auf einem besseren Verstaendnis der Realitaet, welche Herrn Talib offenbar noch fehlt.
Ebenso wie jenen, die womoeglich tatsaechlich glauben, durch die Umschichtung von monetaeren Spurenelementen aus potentiellen Sparmassen zu Staatskonsum, abgeschoepft in entlegensten Einkommenklassen, wuerden irgendwelche richtungsgebende Weichen im wirtschaftlichen Schienengeflecht umgestellt. Noch begrenzter nur diejenigen, die Heilung im Etikettentausch von Privat- zu Staatsnachfrage mittels MWSt-Erhoehung anstreben.
Cui bono? Wozu diese Scheingefechte?
Verlogene Statistik
Zitat aus der Verdienstrukturerhebung:
“Die Ergebnisse werden bei Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich (ohne Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung) erhoben.
Wie aussagekräftig ist die Statistik dann noch? Gerade in den kleinen Unternehmen wird doch wesentlich weniger gezahlt. Leider habe ich keine Zahlen gefunden, wieviele Menschen in Unternehmen 5000 Euro verdient (bzw. 2006 verdiente), höchstens die Projektleiter oder die handverlesenen in den ganz großen Firmen. Hilfsarbeiter mit um die 1800 Euro? Vollkommen unrealistisch.
Verlogene Statistik, nochmal richtig
Zitat aus der Verdienstrukturerhebung:
“Die Ergebnisse werden bei Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich (ohne Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung) erhoben.”
Wie aussagekräftig ist die Statistik dann noch? Gerade in den kleinen Unternehmen wird doch wesentlich weniger gezahlt. Leider habe ich keine Zahlen gefunden, wieviele Menschen in Unternehmen kleiner 10 Mitarbeiter arbeiten. Warum spart man die Verwaltung aus? Warum erfährt man nichts über Selbstständige?
Bei den obigen Zahlen könnte ich gelb vor Neid werden, ich kenne z.B. keinen Ingenieur der mehr als 5000 Euro verdient (bzw. 2006 verdiente), höchstens die Projektleiter oder die handverlesenen in den ganz großen Firmen. Hilfsarbeiter mit um die 1800 Euro? Vollkommen unrealistisch.
Hauptsache, die Linie ist rot. Spielt doch keine Rolle, wo sie ist.
@ holger 63: Du hast recht, es macht sich langsam bemerkbar. 500.000 Auswanderer pro Jahr in den letzten 50 Jahren. Das macht nach Adam Riese 25 Millionen — ein erkleckliches Stück Kultur und Fachwissen. Im vergangenen Jahr stieg die Ziffer sogar “unerklärlicherweise” auf 750.000.
@miesespeter
,
und:
Ganz im Gegenteil, die Inkaufnahme immer groesseren Risikos basierte auf einem besseren Verstaendnis der Realitaet, welche Herrn Talib offenbar noch fehlt.
die Essenz war eigentlich….
Normally debt would get destroyed and turn to air. Debt is a mistake between lender and borrower, and both should suffer. But the government is socializing all these losses by transforming them into liabilities for your children and grandchildren and great-grandchildren.
johaupt: Zumindest im Medizinsektor stimmt Deine Rechnung nicht. Da verdient man bei großen und öffentlichen Einrichtungen besser als bei kleinen und privaten. Außer man ist halt Besitzer der Praxis, möglichst Radiologie.
Zur Auswanderungsdebatte: Da hat doch wohl Frau Schavan und ihr Bundesministerium mehr Unheil angerichtet als das jedes Steuergesetz es je könnte. Selbst wer den Optimismus aufbrächte und sich sagt, es sei ihm egal, daß er weniger in Deutschland verdient als in Norwegen oder Großbritannien, dem wird durch das institutuionalisierte Kappen langfristiger Zukunftsplanung die Option Auswanderung förmlich aufgedrängt.
okay, ich bin Teil der Bankster, ein Drohpotential, wenn UBS, CS nicht bereit sind einfach GO auszurufen, und nicht weiter so cool sind um meine Verschwendung und meine Lenbensstandart zu finanzieren, see ya… Mit Emirates, Dubai . Von meinen Friends, die mit Emirate Airlines noch zum Skifahren für nur ein WE von Dubai hier eingeflogen sind und vom Gletscher aus via Blackberry ihr Gepäck über Service Companies in ihr Hotel bringen lassen …. Alles finito… heute ohne Job und mit Schulden in Dubai landest Du dort nach 4 Wochen im Knast (wenn Du es nicht schaffst innerhalb von 4 Wochen alles zu regeln)…. FDP-Wähler nach Dubai (danach sehen wir weiter) wäre wirklich mal nee Schau, wie sie in Ihrer eigenen ideologischen Suppe zurechtkommen (inklusive CDU)
Interessante Diskussion, vorbehaltlich etwas überlesen zu haben, möchte ich etwas Benzin in die morgige Diskussionsglut schütten:
1. Die Diskussion pro oder contra MWST-Erhöhung ist unvollständig. Vielleicht schreibe ich mal zwei Zahlen hierüber.
2. “Richtig reicht ist man, wenn man autonom entscheidet, ob und gfs. wo man Steuern zahlt:”
2.1 Stiftungsunwesen, national und international – weg damit.
2.2 EON zahlt 10,8% (2007? 2008?) Steuern auf die Gewinne. Verrechnungsunwesen der Konzerne. Und noch das blöde Atomgesetz: Die Zinsgewinne der “Pseudo”-Rücklagen sind meines W. nicht steuerpflichtig – wäre das nicht ein Thema für Frank?
2.3 Gewinnverschleierung und deren versteckte Thesaurierung in Großunternehmen…
2.4 Besteuerung von Kapitalgesellschaften überhaupt – null Bevorzugung – hinweg mit der Diskrimininierung.
3. (Luxus)jachten oder (Luxus)flieger werden woanders als in D bezahlt. Und werden nicht nach D. eingeführt??? MWST.
4. Ansonsten: Kontrollen werden behindert, personell und strukturell (308 Euro war der fiskalische Erfolg pro Steuersündernase in der Liechtensteiner St.sünderaffäre in Hessen)
5. Diverse Transaktionssteuern
6. usw…
============================================
Es sind noch viele Schätze zu heben und Privilegien zu vernichten!
=> Gewaltige Minderung des Steuerproblems.
Das langt für heute.
Gruß aus der hess.-absurden Provinz
Bernhard
@ Weissgarnix, hier off topic: Schreibst Du auch mal was über den anti-G.Gewichtsökonomen Kurt W. Rothschild?
!!! Der kommt doch auch urspr. aus Österreich.
Gruß
B.
meinte Zeilen statt Zahlen,
Gute Nacht
@Miesepeter #79
Soetwas Geniales zu finden kann schon mal 60 Jahre dauern, also nicht verzagen. (diesmal klappt es)
Guter Einwand, na ja die Umverteiler halt. Eine “gerechte(re)”, “bessere”, “richtige” (Um)Verteilung wird der Schlüssel zur “End)Lösung all unser Probleme sein – erst Recht nach der BTW, wirst schon sehen.
Cui bono? Wozu diese Scheingefechte?
Der (Um)Verteilungsindustrie und ihren Parasiten und Blutsaugern etwa? Man kapier doch – da hängen zigtausende AP und Politjobs dranne! Oder willst Du die Leute (nach Jobverlust) auch noch mit mehr und höheren Steuern durch füttern?
Gruß McShorty
wgn,
irgendwie lese ich aus manchen Deiner Beiträge das Bewerbungsschreiben für den Finanzministerposten unter einer künftigen roten Regierung. Auch die Bankster müssen an die Zukunft denken.
Bei aller Verteilungsdiskussion sollte man sich darüber im Klaren sein, dass mehr Steuereinnahmen mehr Bürokratie und mehr Sand im Getriebe bedeuten: Der Staat stranguliert sich selbst. Der Verteilungsdiskussion sollte eine Diskussion über die effektive Nutzung von Steuergeldern vorausgehen. Diese Diskussion lässt sich dummerweise nicht so einfach führen wie ein rotes Strichchen in einer Statistik, und mit ihr lassen sich keine griffigen Parolen formulieren.
Wie wäre es mit Schulden tilgen? Aber halt: Die Leute mit den Vermögen sind ja auch die Staatsgläubiger! Könnte man dann nicht gleich…?
Ach, nur so eine Idee…
@Mc Shorty
http://notatio.blogspot.com/2008/08/zur-staatsverschuldung.html
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Inlands- und einem Auslandsmeffowechsel?
Hy Mc Shorty
klau ich einfach aus dem Gelben und setz es mal hier rein:
“50 % der Leute kein verschuldungsfähiges Eigentum (mehr) besitzen! ”
That´s it.
50% sind mMn noch zu kurz gegriffen. 80% und mehr, halte ich absolut für möglich. Es sei denn die Bank “bewertet” die Sicherheiten von heut auf Morgen auf das dreifache.
Also der m² des Grundstückes, ohne Häuschen steigt von z.B. 110 auf 330 Euronen. Somit kann das Dingen wieder beliehen werden.
Es ist nur eine Frage der fiktiven Bewertung: Was ist ein Stückchen Erde Wert. Was kost eigentlich auf der Sonne 1m² voll erschlossenes Bauland? Oder traut sich da keiner hin?
Das Land ist Pleite, weil das Gros der Bevölkerung es ist.
Was will man mehr?
Interessant es gab nicht nur einen Mefo-Wechsel sondern auch einen Öffa-Wechsel.
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffa-Wechsel
@WGNX
Gehts jetzt schon los mit dem Marx-Oktober?
Wir sollen wohl sturmreif geschossen werden mit diesen Beiträgen…
@Bernhard
“3. (Luxus)jachten oder (Luxus)flieger werden woanders als in D bezahlt. Und werden nicht nach D. eingeführt??? MWST.”
Du must da MWST bezahlen wo die Yacht sich befindet oder wo sie registriert ist da bietet sich besonders Griechenland an die haben nur 6% MWST auf Yachten
genau das ist eben das Problem überall ausnahmen das nennt die FDP dann süffisant Steuerwettbewerb.Ist das Schiff vor 1985 gebaut ist es MWST frei…
wenn man das jetzt mal auf Otto Normalverbraucher runter bringt Opa Pachulke der auf dem Kanal rumschippert um seine Rente zu geniessen bezahlt volle Märchensteuer und Frau Quand 6% und das ist so gewollt… weil Deutsche Werften nunmal am liebsten Superyachten bauen… da sind die Margen höher und man muss sich nicht mit dem Pöbel rumärgern…
Aber keine sorge das durschnittsalter von Yachtbesitzern in der EU ist irgendwas um die 60 Nachwuchs fehlt da gänzlich…
@Martin
Wenn schon, dann Propagandaminister – das ist wesentlich stressfreier als Finanzminister und man lernt auch eindeutig die interessanteren Leute kennen…
@Frankie Bernankie
>Wir sollen wohl sturmreif geschossen werden mit diesen Beiträgen…
Von mir? Keinesfalls. Ich gebe keinerlei politischen Empfehlungen ab, ich verdeutliche nur, was die einzelnen Parteien sagen und was nicht. The choice is yours, my friend. Meine Botschaft lautet lediglich: Wählt wen ihr wollt – aber geht wählen!
@ergo sum #82
“Du hast recht, es macht sich langsam bemerkbar. 500.000 Auswanderer pro Jahr in den letzten 50 Jahren. Das macht nach Adam Riese 25 Millionen — ein erkleckliches Stück Kultur und Fachwissen.”
Auswanderungsdebatte:
500.000 Auswanderer im Schnitt aus Deutschland? Dass ich nicht lache. Diese Zahl ist so verdreht und aus dem Zusammenhang gerissen, dass es weh tut.
Es stimmt, in den letzten 20 Jahren dürften im Schnitt etwa 500.000 Menschen ausgewandert sein.
Im Schnitt sind aber auch etwa 600.000 Menschen zugewandert.
Spannend wirds , wenn man den Anteil der Deutschen an dieser Zahl nimmt, denn den grössten Anteil dieser Wanderungsbewegung machen Nichtdeutsche aus.
Konkrete Zahl aus 2007:
Deutsche Auswanderer: 161.000
Deutsche Rückwanderer: 106.000
Bitte auch bedenken: bei den deutschen Auswanderern sind auch Mallorca- und Teneriffarentner dabei, eingedeutsche Aussiedler, die nach Polen und Russland zurückgehen etc.
Es gibt eine leichte Erhöhung der Auswanderungsneigung , aber daraus einen apokalytischen Exodus konstruieren zu wollen, empfinde ich ausgesprochen ridikülös und schreibe der gestiegenen Nervosität vor der Wahl zu.
@tschill
“Zumindest im Medizinsektor stimmt Deine Rechnung nicht. Da verdient man bei großen und öffentlichen Einrichtungen besser als bei kleinen und privaten.”
War das nicht genau meine Aussage? Kleine private Klitschen bezahlen fast immer schlechter, oft weil sie nicht anders können. Auch wenn man im öffentlichen Sektor in den letzten Jahren massiv nach unten korrigiert hat, insbesondere bei den Einstufungen und Neueinstellungen…
johaupt: Ähem. Sie müssen verzeihen. Es war schon spät und die Augen benötigten bereits einen Rollstuhl.
“Wählt wen ihr wollt – aber geht wählen!”
Nö, diesmal nicht. Die haben in diesem Wahlkampf nur gelogen oder geschwiege. Sowas wähle ich nicht mehr. Da gibt es ja noch nicht mal mehr “das kleinste Übel…”
OT, sorry
@ keiner 104
genau, haben lange genug Zeit bekommen. Ich gehe auch nicht mehr zu dieser Pinocchio Veranstaltung. Die neue Pandemie heißt entweder: C1F2 oder C1S2
mehr sage ich zu diesem Pack nicht mehr.
Doch eines noch: Sucht euch bitte ein anderes Volk. Vielleicht erbarmen sich mal die Götter, und dieser Alpentraum hat mal ein Ende.
Bei den Bundestagswahlen 2005 wurde mit 1,6% der abgegebenen Zweitstimmen der höchste Wert seit 1969 erreicht. Unter den demokratischen Wählern war der Frauenanteil überproportional hoch. Von insgesamt 748.000 abgegebenen Stimmen wurden 421.000 Stimmen von Frauen und 328.000 Stimmen von Männern abgegeben (alles auf 1000 gerundet).
Männer! Traut Euch!
http://www1.bpb.de/wissen/NNMT1N,0,Ung%FCltige_Stimmen.html
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/SharedContent/Oeffentlich/AI/IC/Publikationen/Jahrbuch/Wahlen.psml
Mal kurz zur “Alles schaiße hier – Ich wander aus!”-Fraktion:
Kommt mal bitte wieder in die Realität zurück, wir haben hier weitgehend eine vernünftige Infrastruktur, die Korruption hält sich in Grenzen, Essen ist anständig, kulturelle Angebote sind vorhanden, Justiz funktioniert idR auch so wie sie sollte, Grundrechte sind gesichert…
Das D in dem ein oder anderen Bereich schlecht abschneidet, mag sein, aber ich denke das das Gesamtpaket Deutschland schon ganz gut und lebenswert ist, zumindest für den absoluten Großteil der aktuellen Bevölkerung.
Wer das Risiko mag, der kann ja in die USA auswandern, wer sich an dt. Gesellschafts-Leitlinien, in der Erwerbsarbeit und Konsumismus z.B. ziemlich oben stehen, stört, kann nach Bhutan oder Kuba gehen.
Aber gerade die Leute die am lautesten über die Unzustände hier jammern, sind die ersten die frustiert aus ihrem Auslands-Abenteuer in ihre Heimat zurück kommen.
Weil man im Ausland keine Handwerker findet die ihrem Namen gerecht werden, weil sie es nicht gewöhnt sind, Beamte zu bestechen, oder weil sie einfach das gute alte deutsche Schwarzbrot vermissen.
Das sich ein Topverdiener bzw. ein gefragter Spezialist das Land in dem er lebt, aussuchen kann, klar. Das Prekariat muss nehmen was es kriegen kann.
Precht hatte dieses ausanderklaffen der Gesellschaft, bzw. wie die Gesellschaftsmitglieder den Staat sehen und die daraus entstehende Entsolidarisierung, schön beschrieben.
Interessant wird das aber, wenn der Leistungsträger dann mal kein Leistungsträger mehr ist, durch Krankheit z.B., oder sein Vermögen verliert.
Springt dann in Dubai der Scheich für einen ein?
Vermutlich nicht.
Das insbesondere für kleinere Unternehmer die aufgeblähte IHK Lieblingshassobjekt ist, klar, aber schaut doch mal zu unseren europäischen Nachbar, wie das dort so läuft.
Meine ehemalige Vermieterin ist Polin, und fasziniert von der Leichtigkeit hier in D Unternehmen zu gründen und Mitarbeiter einzustellen, von der “effizienten deutschen Verwaltung” ganz abgesehen.
@wgnx
Ach, wgnx, Du machst uns noch froh mit der Vision eines Gemeinwesens, das ihre Mitglieder nach ihrer Belastungsfähigkeit besteuert, auf dass es nicht auseinanderfalle.
Aber die ( überhaupt nicht sanft entschlafen wollenden ) Rentiers bringen schon ihre Lohnschreiber in Stellung , damit sie ihre Profitrate retten:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,649734,00.html
“Warum eine höhere MwSt uns RETTEN könnte”. Ekelhaft.
@ weissgarnix zum Aufruf wählen zu gehen
Demokratie: Freie Wahl zwischen Wahl und Wahlverzicht
Amerika pflegt seinen Wahlen in der ironisch-spöttischen Wendung vom horse race einen sportiv-unterhaltsamen Aspekt abzugewinnen: In Deutschland dagegen hat sich eine durchaus ehrerbietige Haltung des Bürgers gegen den ehrfurchtgebietenden Staat aus dem Kaiserreich in die Demokratie hinüberretten können. Nicht nur Sozialdemokraten erwarten von der Republik die vertikale Herstellung von Gerechtigkeit und allgemeiner Wohlfart, auch manch konservativer Etatist ist der Auffassung, alles Gute müsse durchaus von oben kommen.
Kaiser, Ersatzkaiser, große Staatenlenker und charismatische Führer wie Ebert, Stresemann, Adenauer, Brandt waren, angeblich, nicht weniger als unser Staat selbst, das unwiderrufliche Schicksal unserer Nation. Demnach erscheint auch die Teilnahme der Deutschen an ihrer nun demokratischen, aber immer noch ziemlich heiligen Staatlichkeit wie ein Ehrenrecht, wie eine Ehrenpflicht, wie ein sakraler Akt, den zu verweigern, nichts weniger als ein Drama missachteter Republik- und Bürgerwürde, wenn nicht ein historisches Verhängnis zu sein scheint. Den Wahlsonntag, gleichsam das Hochamt unserer einen Tag lang handgreiflich präsenten Volkssouveränität, schnöde zu ignorieren, gerät somit beinahe schon zu einem Sakrileg. Mit Recht?
Menschen gehen zur Wahl, wenn sie vor echten Alternativen stehen. Vor Alternativen, die für sie um so bedeutender sind, je polarisierter, einseitiger, simpler und kompromissloser sie sich darstellen, ja, je feindseliger sie sich allen übrigen, stets verteufelten Auffassungen entgegenstellen. Klar: Parteien, die sich dem Volk als ein kulturell-weltanschauliches oder total-ideologisches Angebot präsentieren, die Menschen von der Wiege bis zur Bahre institutionell umfangen, die als kleine Staaten im Staate um den vollständigen Besitz des Gesamtstaates ringen (Weimar), durch Agitation Emotionen aufwiegeln und sich als Agenten einer weltgeschichtlichen Mission aufspielen, verstehen es natürlich leichter, im Namen der Wahrheit und Gerechtigkeit Anhänger zu gewinnen bzw. fest an sich zu binden. Nüchterner Pragmatismus motiviert Bürger eben weit weniger zum Gang an die Urne als ein gerade noch rechtsförmig-zivilisierter politischer Bürgerkrieg um den zukünftigen Menschen. Beispiel: Der erbitterte Streit um: Gesamtschule vs. (humanistisches) Gymnasium, war ein solches unversöhnliches Gefecht um den zukünftigen Deutschen: Gutmensch vs. Bildungsbürger, ein Gefecht, das seine Feindbilder: Strauss vs. akademisches Proletariat, produzierte, das seine gewalttätigen Potentiale auf der Strasse: Brockdorf – Mutlangen – WAA Wackersdorf, auslebte. Wären uns all dies militante Lagerdenken, das hohle, aber effekthaschende Revoluzzer-Geschwafel eines Dutschke, die Panik um den sterbenden Deutschen Wald etwa lieber als die biedere Bürokraten-Attitüde eines Oettinger oder Beck? Ernsthaft?
Heute jedenfalls erscheint Politik nicht übermäßig interessant, spannend, aufregend, enthusiasmierend. Sie langweilt. Ihre experten- und ameisenhafte Ideenlosigkeit beleidigt den Intellektuellen oder politisierenden Dilettanten. Aber: Das Interessante ist, wenn überhaupt, höchstens eine Kategorie des Ästhetischen. Und damit, dass das Ästhetische: also die theatralisch-revolutionäre Gebärde und heldenhafte Pose des raffiniert inszenierten Politiker-Auftritts; der triumphal-erhabene Gestus des Siegers der Geschichte; das jeden unmittlbar inter-essierende Excitement choreographierter Menschenmassen; der dramatische Kampf Gut vs. Böse, Richtig vs. Falsch; der erregte Enthusiasmus zukunftsschwangerer Rhetorik, das rauschhafte Erleben der kunstvollen Verschlingung von Fatum und Plötzlichkeit etc. etc.; je wieder Kategorie des Politischen werde, damit sollten unsere Erfahrungen und Lehren aus dem 20. Jhd. endgültig aufgeräumt haben.
Der Staat gibt sich heute banal. Gebietet weder übermäßig Ehrfurcht, noch schlägt er “seine” Bürger in seinen Bann. Er ist weder sublime Allmachtsphäre noch Kampfplatz, auf dem widerstreitende Parteien um den Erwerb jener sublimen Allmacht streiten würden. Er hat überhaupt nichts Sublimes, also Ästhetisches an sich, -und das ist auch gut so. Dass viele Bürger darauf in der Weise reagieren, dass sie gegenüber dem Staat gleichgültig “privatisieren”, -warum nicht? Solange jeder, der in Berlin, Stuttgart oder Mainz der Mächtige ist, sich vor uns Machtlosen (öffentliche Kritik, selbst Schmähung; peinliche Abwahl; mittelprächtiger Verdienst und Sozialstatus des Politikers) fürchten muss, statt umgekehrt; solange die Macht sich nicht gerade als übermäßig prächtig, ehrfurchtgebietend und prunkvoll (also ästhetisch) darstellt, eher schon als entsetzlich mittelmäßig, provinziell oder dämlich, solange es sich also bloß um ein horse race (Welcher Klepper ist eine Nüsternlänge voraus?), nicht um eine Schicksalswahl (Welcher Staatsmann scheitert tragisch, welcher triumphiert ganz homerisch; welcher Staats-Mann oder Mann-Staat beherrscht die Zukunft?) handelt, ist es um unsere Republik eigentlich ganz gut, zumindest ganz mittelmäßig bestellt. Das reicht …
Also: Wahlbeteiligung unter 50 %? -Don`t panic, it`s just our democracy!
(Ralph Klöwer)
@ Alvar Hanso
Was mich hier aufregt in diesem Land ist folgendes:
Jeder denkt oder meint oder glaubt, alles ist Tutti in diesem Land. Das ist aber nicht der Fall, natürlich stimmt die Infrastruktur usw. usf. ist das aber ein Grund in die Stagnation zu fallen?
Genau das ist seit Jahren der Fall. Anstatt die Möglichkeiten dieses Landes zu erweitern, stagniert es, und fällt sogar wieder zurück. Die Politik ist mittiger wie mittig. Die Hände und Augen stets von einer EU Kommission verbunden.
Dieses Land hat die Eigenschaft, erstmal den anderen zu helfen, und hier leben über 2 Millionen Kinder in Armut. Geistige Armut attestiere ich den Führern dieses Landes. Mehr nicht. Selbst China bekommt Entwicklungshilfe, und hier wird sich um den HIV Satz gestritten.
Die ganze EU profitiert von dem Netto Zahler Nr.1 Deutschland. Esel streck dich. Von den Leistungen die jeder Einzelne unter dümmsten Bedingungen zu erbringen hat. Es geht schon lange nicht mehr, dieses Land einen Schritt weiter nach vorne zu bringen, es geht darum wie sauge ich am besten ab.
Und genau dagegen wehre ich mich. Es kann doch nicht sein, dass uns nur noch Pufferbäcker erzählen was gut und was richtig ist. Charisma wäre mal gefordert. Und die ehrliche Antwort darauf, warum seit WKI und WKII die deutschen als moderne Weltsklaven zu dienen haben.
Ich habe keine Lust dazu, zu arbeiten, jedenfalls nicht hier, damit irgendwelche EU Deppen sich den Wanst voll fressen. Ist das so schwer zu verstehen? Ich habe keine Lust mehr mich als NAZI bezeichnen zu lassen, wenn es mal wieder in den Krams passt. Ich habe keine Millionen umgebracht. Meine Kinder auch nicht. Aber jeden Tag wird uns suggeriert, dass wir alle schuldig sind. Ich kann es nicht mehr hören.
Selbst meine Bekannten und Freunde auf Sizilien und in Spanien und in der Türkei haben ja mittlerweile schon Mitleid mit uns. Auf Sizilien habe ich andere Möglichkeiten, da werde ich nicht ständig mit WKII und dem Gröfaz verwechselt. Da wird auch nicht jeden Tag das Lied des Duce gespielt.
Wo wären wir den, wenn wir sämtliche Handelsüberschüsse in unser Gemeinwesen eingebracht hätten? Um die Welt zu retten, muss man erstmal sich selbst retten. Ja, ja, ich weiß ja, dieser gefährliche Protektionismus. Wir leben ja in einer globalisierten Welt. Natürlich ist die Erde global. Seitdem sie doch als rund bewertet worden ist. Und Seefahrer Chinesische Seide nach Europa gebracht haben. Oder Gewürze aus Indien.
Was mich weiter aufregt, ist diese Gängelung durch nichts wissende Verwaltungsbeamten. Die entscheiden einen Murks, dass einem schlecht werden kann. So brennt Aufgrund der Landesbauverordnungen das Feuer in jedem Bundesland anders.
Jetzt werden ja auch noch die Hauptschulen abgeschafft. Ja Bravo. Dadurch wird das Volk auf dem Papier ja intelligenter. Ein dussliges Gesetz jagt das Nächste. Als selbstständiger Handwerker oder ähnliches, hat man mehr mit den Deppen auf den Ämtern zu tun, als mit seinem eigentlichen Job.
Ich hab keine Lust mehr irgendwelche Beispiele anzumerken. In die USA auswandern? Als Kind wollte ich da mal gerne hin. Jetzt: bitte bloß nicht.
Dieses Land mit seinen hervorragend ausgebildeten “Leistungsträgern” macht sich selbst kaputt. Um das 19te Jahrhundert herum, kamen die meisten Technologien aus diesem Fleckchen Erde, wo viele von profitiert haben. Und auf was wird D reduziert? Auf 12 Jahre Gröfaz.
Man versucht hier gezielt eine ganze Kultur kaputt zu machen. Und durch die Wahlgesetze und diesen schmieren Komödianten an der Spitze muss es den Bach runter rauschen. Ich verteidige meine Kinder und selbst die haben es mittlerweile erkannt, dass nicht die Waffe am Tod eines Menschen schuldig ist, sondern wer diese benutzt.
Ich habe bei den ganz großen der Investitionsgüter- Branche gesessen. Habe Angebote mit Zahlen gefüllt, und realisiert, die Zahlen würde eh keiner glauben.
Das einzige was ihr “Weiterso” Leute habt, ist, dass ihr Euch in diesem System geborgen fühlt. Ihr seid voll versorgt. Darum wollt ihr es Aufrecht erhalten. Um nichts anderes geht es Euch. Deswegen, predigt ihr von Morgens bis Abends, wie gut es uns doch geht. Uns könnte es aber noch viel besser gehen. Warum man das nicht will?
Es könnten ja Menschen hinterfragen, wie das und jenes läuft, nicht wahr? Genau so wie die ewige Debatte über Kapitalismus und Sozialismus Aufrecht erhalten wird. Ein künstlicher Punkt um die Leut zu beschäftigen, nichts anderes denken zu können.
Ich weiß nur eines, wer aktiv in diesem Land etwas machen will, dem werden Knüppel zwischen die Beine geworfen. Und der, der passiv ist, alles als gegeben hinnimmt, der passt in das Bild rein. Im Staat wird er wegbefördert. Und hier liegt der Trugschluss.
Ruht euch alle aus. Bloß nicht den Tellerrand sehen. Uns geht es gut, und das wollen wir bloß nicht in Frage stellen.
Ohne Narren, gibt es kein Vorwärts, sondern Stagnation und Rückwärts.
Narren öffnen Türen, und die Weisen werden ihnen folgen.
Und das ist in diesem Land per Gesetz ausgeschlossen worden.
@ holger
“Ohne Narren, gibt es kein Vorwärts, sondern Stagnation und Rückwärts. … Narren öffnen Türen, und die Weisen werden ihnen folgen.”
Zugespitzt aber richtig. Man sagt dazu Paradigmenwechsel. Aber womit berauscht sich die Schwarmintelligenz? Mit einer Theorie, die einige Narren im 19. Jahrhundert ausgebrütet haben (Walras, Menger, Jevons, Spencer, Mises, …) Und diese Theorie der Großen Depression und der 2 Weltkriege wird als modern und postmodern angebetet …
Wirklich zum Kotzen !!!!!!!!!!!