Schacht und die kommunalen Schulden

von weissgarnix am 16. September 2009

Kommen wir nochmal zurück auf Lübberdings gestrigen Beitrag und zur kurzfristigen Verschuldung der Kommunen. Ich hatte ja in einem kurzen Kommentar dazu geschrieben, dass die geschilderte Situation frappant an Weimar in den 1920er-Jahren erinnert: da waren die Kommunen auch verschuldet bis zur Halskrause, vorwiegend finanziert mit kurzfristigem Auslandskapital. In Hjalmar Schachts Biographie “76 Jahre meines Lebens” lesen wir dazu:

“Ich empfand Genugtuung darüber, zur Wiederherstellung des internationalen Vertrauens in Deutschland beigetragen zu haben. Unser Kredit war wieder begründet. Nun galt es, diesen Kredit nicht zu missbrauchen. Ich war mir völlig darüber klar, dass Deutschland zum Wideraufbau seiner Industrie Rohstoffe, Nahrungsmittel und wohl auch gewisse Maschinen aus dem Ausland kaufen mußte. Hierfür ausländische Kredite aufzunehmen, war ein durchaus vernünftiges Gebot. Aber diese Kredite durften nicht über das Maß hinausgehen, das durch solche Notwendigkeit sich ergab.[...] Die ganzen sechs Jahre meiner ersten Amtsperiode als Reichsbankpräsident sind angefüllt mit dem Kampf um die Begrenzung unserer Auslandsverschuldung.”

Nun war es aber so, dass Länder und Gemeinden sich nach der Hyperinflation 1923 gezwungen sahen, in ihrer Kreditaufnahme deutlich über das Maß hinauszugehen, das Schacht als notwendig erachtete – ein schwerer Konflikt mit der Reichsbank war die Folge, der bisweilen bizarre Züge annahm und im September 1927 eskalierte.

Die deutsche Städte waren vor allem an der Modernisierung ihrer Infrastruktur und an Investitionen in das Bildungswesen interessiert, zudem wurde der Wohnungsbau, der in den Inflationsjahren fast vollständig zum Erliegen gekommen war, wieder im großen Stil in Angriff genommen. In der schweren Rezession 1925/26 galt es darüberhinaus, die Arbeitslosen ruhig zu stellen. Ihre fast vollständige Entschuldung durch die Hyperinflation machte deutsche Kommunen im Ausland zu begehrten Kreditnehmern. Eine unkontrollierte Aufnahme von Krediten hätte aber nach Ansicht von Schacht nicht nur zur möglichen Überschuldung Deutschlands geführt, sondern auch die Rückzahlung der langfristigen Dawes-Anleihe gefährdet, die Deutschland im Rahmen der Reparationsverhandlungen von den Alliierten zur Verfügung gestellt wurde. Also wurde auf Schachts Drängen eine Beratungsstelle für die Aufnahme von Auslandskrediten gegründet, die alle Kommunen, die Kredite und Anleihen im Ausland aufnehmen wollten, vorab konsultieren mussten. Diese Beratungsstelle hatte aber einen entscheidenden Konstruktionsfehler:

Kurzfristige Kredite fielen nicht unter ihre Kontrolle.

Und dieser Fehler sollte während der Weltwirtschaftskrise noch verhängnisvolle Folgen haben: Denn Schachts durchaus berechtigter Kampf gegen die Auslandsverschuldung führte wohl dazu, dass die langfristigen Kredite tatsächlich zurückgingen; aber nur um den Preis, dass dafür die kurzfristigen umso mehr zunahmen. Gerade das kurzfristige Auslandskapital aber war es, das in der sich entwickelnden Bankenkrise zu Beginn der Dreißigerjahre überstürzt abberufen wurde und Deutschland in die allergrößten Zahlungsschwierigkeiten brachte. Der damals sehr bekannte deutsche Nationalökonom Adolf Weber schrieb in seiner Abhandlung “Hat Schacht recht?” unter anderem:

“Schwieriger sieht es in dieser Hinsicht mit kurzfristigen Krediten aus, die allerdings plötzlich in größerem Maße zurückgefordert werden können. Aber Erschwerung der langfristigen Auslandskredite bedeutet ja indirekt Begünstigung der kurzfristigen Kredite. Je weniger langfristiger Auslandskredit bewilligt wird, umso höher wird der inländische Zins sein, umso größer als auch die Differenz zwischen ihm und dem Auslandszins, und gerade diese Differenz ist es, die zu Kapitalwanderungen Anlass gibt.”

Mit anderen Worten: die Entschuldung der Kommunen in der Hyperinflation, verbunden mit den Zahlungsbilanzrestriktionen der Reichsbank und der damit erschwerten Aufnahme von langfristigen Auslandskrediten, führte liquiditätstechnisch zu einem “perfect storm”: das Zinsniveau in Deutschland stieg auch am kurzen Ende der Kurve und das lockte massiv kurzfristiges Auslandskapital ins Land, wo es von den Kommunen für alle Arten von öffentlichen Projekten verwendet wurde, aber jedenfalls nicht für Exporte irgendwelcher Güter ins Ausland, mittels derer die im Kredit aufgenommenen Devisen auch wiederverdient werden hätten können. Und da die im übrigen Export durch die deutsche Industrie verdienten Devisen zu großen Teilen für die Reparationszahlungen verwendet werden mußten, war ein klassisches “Game over” nach allen Regeln der Kunst nur eine Frage der Zeit.

Zur Veranschaulichung der Problematik noch ein paar Zahlen: Ende 1930 war in Deutschland ausländisches Kapital in Höhe von rund 27Mrd Reichsmark angelegt, davon rund 9 Milliarden in langfristigen, festverzinslichen Anleihen, 6 Milliarden in langfristigen variabel verzinsten Anleihen, zusammen also 15 Milliarden RM. Die kurzfristigen Schulden betrugen noch einmal rund 12 Milliarden RM und entfiel fast zur Gänze auf die öffentliche Hand.

Diese kurzfristigen Schulden wurden ab 1931 in atemberaubender Geschwindigkeit abgezogen, nach damaligen Schätzungen des Instituts für Konjunkturforschung alleine zwischen Januar und Juli 1931 im Umfang von 3,5 Milliarden RM. Der Gold- und Devisenbestand der Reichsbank schrumpfte immer weiter zusammen, die Auslandsguthaben der deutschen Banken schmolzen dahin, das Inferno nahte. Herbert Hoovers Moratorium brachte dann zwar im Juni 1931 eine kurze Verschnaufpause, aber nichtsdestotrotz war die Kugel im Rollen: am 13. Juli 1931 schloß die Danat-Bank ihre Schalter und unmittelbar danach setzte der allgemeine Run auf die deutschen Kreditinstitute ein.

Hjalmar Schacht hatte übrigens auch nach seinem Rücktritt als Reichsbankpräsident am 7. März 1930 den erbitterten Kampf gegen die Schuldenmacherei der öffentlichen Hand nicht aufgegeben. Vielmehr nutzte er seine Weltläufigkeit und seine internationalen Netzwerke, um hinterrücks heftig gegen die deutsche Regierung zu polemisieren. Und wenn man auch sicherlich nicht sagen kann, dass er durch seine Auftritte die Kapitalflucht ausgelöst hätte, dann mag sich der eine oder andere doch die Frage stellen, wie ein solches Statement, mit dem Schacht-Biograph Christopher Kopper den nunmehrigen Privatier Schacht in einem Auftritt vor New Yorker Bankern im September 1930 zitiert, auf ausländische Investoren gewirkt haben muß:

“Sie werden Ihr Geld sicherlich wiederbekommen, ob Sie es gerade zu den vereinbarten Terminen wiederbekommen werden, mag vielleicht dahingestellt sein.”

Aber wer weiß: Vielleicht hört man Gleichlautendes ja schon demnächst aus dem Munde deutscher Kommunen.


{ 77 Kommentare… Lesen Sie sie nachfolgend oder schreiben Sie einen }

1 f.luebberding September 16, 2009 um 19:56

Weissgarnix

Schöner Artikel. Es gibt übrigens heute nachmittag in der FTD ein Beispiel aus den USA.

http://www.ftd.de/finanzen/:kommunale-fehlspekulation-jefferson-county-im-endstadium/50010370.html

2 HAL9002 September 16, 2009 um 20:23

Dei Vergangenheit kurz und bündig -stop- mit einem ungewöhnlichen Aufhänger -stop- bin beeindruckt – stop – könnte mal jemand bitte das gleiche für die aktuelle Lage machen? -stop- oder funktioniert Wirtschaftslogik immer nur in der Vergangenheit -stop-

3 lemming September 16, 2009 um 20:58

Sehr schöner Artikel! Bravo, Bravo!
Nur fehlt das Ende der Geschichte: Schacht kam nach seinem Rückzug wieder zu hohen Ehren – als Ultra-Keynesianer der Hytlarschen Aufrüstung – und das dürfte mit der angesprochenen, unklaren “Zwischenphase” durchaus zu tun haben.

4 weissgarnix September 16, 2009 um 21:11

@lemming

Eigentlich nur als sehr kreativer Financier der hitlerschen Aufrüstung – wie auch zuvor des Wirtschaftsprogramms (Autobahn). Das stammt nämlich weder von Schacht noch von Hitler noch von Keynes, sondern von einem Juden namens Friedländer-Prechtl, und war bereits zu Zeiten der Weimarer Republik entwickelt worden.

5 lemming September 16, 2009 um 21:24

@wgnx
Weiß ich jetzt nicht – müsste ich recherchieren. Aber dass die Mefo-Wechsel (die du ja schon auf der Pfanne hattest, bevor ich wusste, was die sind, honneurs!) bereits zu Zeiten der Weimarer Republik von einem Juden F-P entwickelt worden sind – davon habe ich noch nie gehört, kann auch eigentlich nicht sein.
Die Faschismus-Analyse von Sohn-Rethel, die solltest du unbedingt mal lesen! Das ist sagenhaft spannend, weil von historisch einmaliger Perspektive aus geschrieben und auf grandiosem analytischen wie auch sprachlichen Niveau.
Wenn man weiß, dass dieses Buch im Handel nicht mehr erhältlich ist, braucht man mehr eigentlich gar nicht zu wissen.

6 weissgarnix September 16, 2009 um 21:30

@lemming

>Weiß ich jetzt nicht – müsste ich recherchieren.

Spar dir die Mühe – es ist exakt so, wie ich es schrieb. Hier, ein Abriss aus dieser Zeit, den ich mal für einen Kommentar im Gelben Forum geschrieben habe:

Nein, aber das definitive Standardwerk zu dieser Epoche stammt von Gerhard Kroll, “Von der Weltwirtschaftskrise zur Staatskonjunktur”, Duncker & Humblot, 1958. Daraus:

Papenplan (ab ca. August 1932):

- 2Mrd RM für industrielle Ersatzinvestitionen, finanziert über sog. “Steuergutscheine”

- beschränkte Lohnsenkungen für Betriebe, die im Gegenzug mehr Arbeiter beschäftigten

Schleicher (ca Jan 1932):

- öffentliches Arbeitsbeschaffungsprogramm (“Sofortprogramm”, 28.1.1933), Volumen rund 500Mio RM in Form zusätzlicher Steuergutscheine

Ab hier begann man auch mit “kreativer Finanzierung”. Zitat Kroll:

“Das Sofortprogramm sah hierfür eine neue Methode der Finanzierung vor, die im wesentlichen die spätere Finanzierung der Arbeitsbeschaffung und der Rüstung schon vorwegnahm. Es war vorgesehen, dass die mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen beauftragten Firmen in Höhe ihrer Kosten Wechsel auf die Auftraggeber ziehen sollten, die dann mit dem Akzept eines der staatlichen Kreditinstitute: Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeit (Öffa), Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt oder Deutsche Bau- und Bodenbank versehen und auf diese Weise für die Reichsbank diskontfähig gemacht werden sollten. Auf diese Weise konnte dem Reichsbankgesetz formell Genüge getan werden, dass ja offiziell jede Form von Offenmarkt-Politik ausschloß. Da bereits auch die Prolongation der Wechsel vorgesehen war, können die Wechsel des Sofortprogramms tatsächlich als der Urtyp der Arbeitsbeschaffungswechsel angesehen werden, die unter Hitler zur Finanzierung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen verwandt wurden.”

Oder anders gesagt: die Nazis fanden die Instrumente bereits vor, derer sie sich später nur en gros bedienen mußten.

- Nazis:

Zunächst mal totale Konfusion hinsichtlich eines eigenen Wirtschaftsprogramms, interne Auseinandersetzung zwischen Gottfried Feder (Verfasser des NSDAP-Programms) und Gregor Strasser (NSDAP-Reichsorganisationsleiter). Linie Strasser (“Arbeit und Brot”) setzt sich ab ca Mai 1932 intern durch, Arbeitsbeschaffung rückt an die Stelle der Federschen “Brechung der Zinsknechtschaft”. 1932 Formulierung eines Arbeitsbeschaffungsprogramms zunächst noch gänzlich ohne Rüstungsmaßnahmen, stattdessen Wohnungsbau, Verkehrswege, Bodenverbesserung in der LaWi, finanzielle Fördermaßnahmen. Strasser selbst verdankte seine Ideen einem Halbjuden namens Robert Friedlaender-Prechtl: er erhielt zwar nach der Machtübernahme der Nazis Schreib- und Redeverbot, durfte dafür aber in seiner Villa am Starnberger See das 3. Reich überleben. Er war Nationalökonom und Ideenlieferant für sowohl Strasser, Hjalmar Schacht, das angebliche “Finanzgenie”, und indirekt auch Hitler. Friedtlaender-Prechtl war im Prinzip ein Inflationist, der im fehlenden Gold kein größeres Hindernis für fiskalische Mammutprojekte sah.

Sein wichtigster Vorschlag: Autobahn über 20.000km Länge ausbauen. Daneben: Wasserkraftwerke, Kanäle, Ferngasleitungen, Elektrifzierung der Bahn.

Interessante Parallele zu heute: Friedtlaender-Prechtl schwante eine deutsche “Export-Dämmerung”, angesichts der mauen Aussichten für den Welthandel.

Fazit also bisher: Ihr “Wirtschaftsprogramm” hat sich die NSDAP weitestgehend zusammengeklaut, einerseits von ihren Vorgängern, andererseits von einem halbjüdischen Nationalökonomen. Tja, die Arier … schon damals nicht viel los mit ihnen.

Naja, jedenfalls gingen sie mit diesem Programm am 31. Juli 1932 in die Wahlen und siehe da – Mandatsverdoppelung im Reichstag!

Ab 1933:

“Nationalökonomisch gesehen vollzog der Nationalsozialismus die völlige Abkehr vom Liberalismus, seine Wirtschaftsauffassung war im Grunde eher merkantilistisch, die Leitidee, die sich immer stärker durchsetzte, war die einer umfassenden Ordnung der Wirtschaft.[...] Dennoch muß man sich hüten, das Schema des Sozialismus für diese Art der Wirtschaftsgestaltung anzuwenden, in gewissem Sinne blieb die Wirtschaftspolitik elastisch, sie wurde nicht eigentlich doktrinär, die Methoden der Beherrschung wechselten, aber es gab nichts, was nicht geeignet gewesen wäre, einer Reglementierung unterworfen zu werden.”

Am 30.1.33 Angelobung Hitlers noch sehr stolz, am 10.2.33 Rede im Berliner Sportpalast schon deutlich kleinlauter:

“Die Gegner fragen jetzt nach unserem Programm. Ich antworte ihnen: zu jeder Zeit wäre vermutlich ein Regierungsprogramm mit ganz wenigen konkreten Punkten möglich gewesen. Nach eurer Wirtschaft, nach eurem Wirken, nach eurer Zersetzung muß man das deutsche Volk von Grund auf neu aufbauen… Ich habe es deshalb abgelehnt, jemals vor dieses Volk zu treten und billige Versprechungen zu geben…”

Danach großes Rätselraten zwischen Schacht, Strasser und Hitler und schließlich am 23.09.1933: 1. Spatenstich des Autobahnausbaus, Bauabschnitt Frankfurt-Heidelberg

19. Mai 1933: Gesetz über die Treuhänder der Arbeit -> Tarifvertragsrecht wurde beseitigt -> keine Lohnkämpfe mehr -> keine Lohnanstiege im Zuge des Aufschwungs

Die Ausgaben der bis Ende 1934 laufenden Programme betrugen rund 5,5Mrd RM (davon rund 550Mio für die Autobahn).

Ab 1934 setzte jedoch die Aufrüstung ein, Gesamtvolumen bis 1938 ca. 60Mrd RM.

Hatten die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (exkl. Rüstung) Erfolg? Ja. Arbeitslose anfang 1933: 6 Mio, ende 1933: 4,1Mio. Diverse Beschäftigungs- und Produktionsindizes stiegen in diesem Zeitraum ebenfalls deutlich. Mithin hätte sich sogar ohne Rüstung vielleicht so etwas wie ein “selbsttragender Aufschwung” einstellen können, wenn die Nazis das nicht ab 1934 voll unterbunden hätten, weil sie alles in die Rüstung umleiteten.

Kroll: “Allerdings wären einer reinen Unternehmerkonjunktur von der Seite des Außenhandels große Schwierigkeiten erwachsen, die uns alsbald noch beschäftigen werden, doch besteht kein Zweifel darüber, dass es zumindest nicht der Rüstung bedurft hätte, um die Krise endgültig zu überwinden”.

7 lemming September 16, 2009 um 21:39

@wgnx

Danke! Hast du mir echt was gespart. Hier und da werde ich trotzdem nochmal nachgucken, bei Gelegenheit, denn Mefo kam noch nicht vor.
Bezugsgrößen von ASR sind die “Deutschen Führerbriefe” (die mit dem späteren “Führer” nix zu tun haben, seit 1928) sowie der MWT (Mitteleuropäischer Wirtschaftstag), ein Vorläufer der INSM könnte man sagen, wenn man den Polemik-Regulator hochdreht…

8 Frankie Bernankie September 16, 2009 um 21:47

@HAL9002

“oder funktioniert Wirtschaftslogik immer nur in der Vergangenheit -stop-”

Kannst vergessen.
Wirtschaftswissenschaft ist ja eher sowas wie Archäologie, was die Anforderungen an die Objektunbeweglichkeit zur Erlangung stabiler Forschungserkenntnisse betrifft.

9 staph.aureus September 16, 2009 um 21:57

und Schacht schreibt weiter (zu der Krise ab 12.07.1931, Zusammenbruch der Danat-Bank):
“Es war alles genauso eingetreten, wie ich es vorausgesagt hatte. Freilich saß hier nur ein Teil der weniger Schuldigen um den Tisch herum, nämlich die Banken. Die Reichs,- Landes- und Kommunalpolitiker und die Großindustriellen, die aus den Auslandskrediten geschöpft hatten, fehlten.”

Meine bescheidene Meinung: so wird es auch bei dem nächsten großen Knall in der Zukunft sein.

10 lemming September 16, 2009 um 22:59

@staph.aureus
Hättest du auch füglich unbescheiden nennen können, deine Meinung. Ich habe die Vermutung, dass wir hier bei einem sehr lehrreichen Exempel angekommen sind, um das zu bemühen sich lohnte.

11 Wilhelm September 16, 2009 um 23:19

“Wir sind … noch immer ein reiches Volk – oder besser gesagt: wir können ein reiches Volk sein! Wenn es uns nämlich gelingt, des Problems mächtig zu werden, das sich uns in der Form chronischer Arbeitskrisis entgegenstellt. Das Problem ist etwas völlig Neues in der Wirtschaftswelt. Es wird mit den alten Methoden nicht zu lösen sein…Die tragische Komplikation dieses Arbeitsproblems liegt darin dass die Arbeit der Arbeitslosen im Wirtschaftsganzen nicht unmittelbar fehlt, so dass die bei eintretenden wirtschaftlichen Notständen sich von selbst auslösenden Heilkräfte nicht geweckt werden. Es sind die Exponenten des wirtschaftlichen Überflusses die brach gelegt sind… Es ist eben für den Wirtschaftskörper gleichgültig, ob zwei Millionen Menschen für den Luxus von Villen, Pelzmänteln,… arbeiten oder ob sie als Arbeitslose zu unterhalten sind. Welche moralischen und soziologischen Schäden das Bestehen eines so ungeheuren, unbeschäftigten im Lebensstandard gedrückten Volksteiles mit sich bringen würde, braucht nicht erläutert zu werden.
Lassen wir uns durch den chimärischen Begriff ‘Geld’ nicht in die irre führen. Es gibt nur einen EINZIGEN REALEN WERT in der Wirtschaftswelt… das ist Arbeit. Geld ist Arbeitsanweisung, nichts weiter.”
Friedländer Prechtl 1926 Chronische Arbeitskrise, ihre Ursache, ihre Bekämpfung in Bombach,u.a. Die Beschäftigungspolitische Diskussion in Deutschland vor Keynes Seite 66 ff.

12 staph.aureus September 16, 2009 um 23:23

Lemming,spontan wollte ich fragen, wer nun den Tietmeyer zur Harzburger Rede einlädt. Da merkte ich, daß Merkel vor elf Monaten den gleichen Fehler gemacht hatte.

Wird Oskar vielleicht den letzten Präsidenten der Staatsbank einladen ? Der war ja in der richtigen Partei, damals, 1944… :-(

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13498663&top=SPIEGEL

und war, langfristig gesehen, zutreffend positioniert:

“Zu Bundesbank-Präsident Karl Otto Pöhl sagte Kaminsky noch vor einem Jahr, Reformen in der DDR seien nicht nötig. ”

“Verfassungspassus, wonach Banken nur in Volkseigentum zugelassen sind, ”

“Die Zinsen legte für alle die Staatsbank fest. Für Spargeld gibt es derzeit republikeinheitlich 3,25 Prozent, ein Kredit kostet in der Regel 5 Prozent. ”

“bei dem Tempo, mit dem sich hier alles verändert, könnte es schon in ein paar Monaten richtig losgehen.”

1990 war voll Tempo, wie wird 2010 ? Zurück in die Zukunft, mit Stamokap ?

13 Bernhard September 16, 2009 um 23:40

@f. luebberding: Wenn die Kommune finanziell hopps ist, bekommt die betroffene Kommune dann nicht eine Art staatlicher Verwalter durch das Land auf das Auge gedrückt?

Gruß
Bernhard

14 weissgarnix September 16, 2009 um 23:53

@Wilhelm

Danke für das Zitat – es zeigt sich einmal mehr, dass Keynes in Wahrheit so originell nicht wahr. Ludwig von Mises (oder war’s Hayek, hab ich jetzt vergessen) behauptete ja immer, dass Keynes quasi nur den den theoretischen Teil zu ohnehin praktizierter Politik nachlieferte. Aber das ist natürlich nicht haltbar: die Ideen gab’s längst, aber die Politik tickte in eine völlig andere Richtung. Selbst Rosevelt war ja in 1937, dem Erscheinungsjahr der GT, ganz besorgt darüber, in welchem Lichte ihn die Nachwelt wohl sehen würde, weil er 3 Dollar fuffzig an Haushaltsdefiziten aufgetürmt hatte. Oder Mellon, der ehemalige Finanzminister Hoovers, und Hoover selbst … mein Gott, für die Jungs brach ja eine ganze Welt zusammen.

15 lemming September 17, 2009 um 00:01

@wgnx
Ludwig von Mises (oder war’s Hayek, hab ich jetzt vergessen) behauptete ja immer, dass Keynes quasi nur den den theoretischen Teil zu ohnehin praktizierter Politik nachlieferte.
Hi, das war sogar der lemming, der das für die NS-Wirtschaftspolitik behauptet hat! Und sogar mit einem von dir verärgert kognoszierten Zitat der dt. Ausgabe belegen konnte… da waren Hytlar und Schacht schon weit voraus…. so anno 36

16 Karl Heinrich September 17, 2009 um 00:05

@wgn

Fazit also bisher: Ihr “Wirtschaftsprogramm” hat sich die NSDAP weitestgehend zusammengeklaut, einerseits von ihren Vorgängern, andererseits von einem halbjüdischen Nationalökonomen.

Die Frage ist, inwiefern das Programm für den Aufschwung verantwortlich war. Albrecht Ritschl in “Hat das Dritte Reich wirklich eine ordentliche Beschäftigungspolitik betrieben?” meint nein:

Wie sich zeigt, fällt Deutschlands Erholung in den dreißiger Jahren keineswegs aus dem Rahmen. Auch dies fügt sich zum Bild eines selbsttragenden Konjunkturaufschwungs: Deutschland hatte nicht wegen Hitler und der Arbeitsbeschaffung eine Sonderkonjunktur, sondern nahm trotz Hitler am internationalen Konjunkturaufschwung ab 1933 teil. In den besonders stark von der Krise betroffenen Ländern verlief dieser ebenso schnell wie in Deutschland, obwohl noch weniger als hier von einer echten Fiskalpolitik die Rede sein konnte.

17 staph.aureus September 17, 2009 um 00:11

Wie wird´s die Nachwelt sehen ?
Nach der Krise ist vor der Krise, besonders in der gebeutelten Mitte Deutschlands:
9 Währungen in einhundert Jahren.
Goldmark, Papiermark, Rentenmark, Reichsmark, Sonderkupons, Ostmark 1, Ostmark 2, D-Mark, EUR.

Wie ein Währungsschnitt durchgeführt wurde, ist nachfolgend nachzulesen. Datum: 13.10.1957

Wird kaum erwähnt in Berichten über Finanzkrisen. Die Kanzlerin wird´s besser kennen als der Finanzminister.

Die Aktion innerhalb eines Tages: Umtausch von 300 Mark in neues Geld. Übersteigende Beträge wurden nur umgetauscht, wenn das Geld nicht aus Spekulation stammte.

“der Tag der ehrlichen Leute, die ihr Brot ehrlich verdienen und ihr Geld ehrlich anlegen, während die Schwindler und Spekulanten und Währungsschieber in den Mond gucken durften”
“Die Verlierer: Geschäftsleute und Grenzgänger”

http://www.thueringen.de/imperia/md/content/lzt/lzt_mark_der_ddr.pdf

Fazit:
Anleihen zu halten war die falsche Entscheidung in 1923 in D.
Aktien zu halten war die falsche Entscheidung 1929.
Gold zu halten war die falsche Entscheidung in USA 1933.
Bargeld zu halten war die falsche Entscheidung in der DDR 1957.

Wie steht der Tageskurs bei Silberkannen ?

18 Earloffunk September 17, 2009 um 00:32

unabhängig von Euren konjunkturellen Überlegungen war Hitlers Ziel vor allem eines…

- Beendigung der Zinsknechtschafft
- Beendigung der Reparationszahlungen des Versailler (Sklaven) Vertrages

… die anschließßenden Ressourcenkriege sollten uns aus heutigen Gesichtspunkten vollkommen legitim erscheinen, macht es doch unsere humanitäre Weltpolizei seit 60 Jahren nach…

… ja Herr Gott und die Opferzahlen (verzeiht mir meinen Sarkassmus) sind angesichts der relativ neuzeitlichen Opferzahlen im Kongo eigentlich auch ein Katzenschiss … wird aber nicht so oft oder garnich erwähnt, weil wir es ja nicht waren… deshalb scheint es voll ok. zu sein…grade weil der CIA ja wieder einmal nicht unbedingt zur Beruhigung der Lage dort beiträgt /-trug.

waren so ca. etwas über 10.000.000 Tote…

19 lemming September 17, 2009 um 00:58

@Karl-Heinrich
1933 ist nicht wirklich interessant. Da wussten die Nazis und ihre Helfershelfer ja noch gar nicht, dass sie wirklich ans Ruder kommen würden. Interessant wird’s ab 35/36, und da setzte die kriegsvorbereitende Aufrüstungs- und Autarkie-Politik ein. Die natürlich nur deshalb einsetzen konnte, weil diejenigen, die dadurch Nachteile hatten, nämlich die international erfolgreichen Firmen – wie Siemens, zB – sich nicht durchsetzen konnten. Schon spannend, so rein als Krimi im Nachhinein gelesen. Was das für die Gegenwart bedeutet, muss man sich ausmalen… ausdenken… vordenken…

20 staph.aureus September 17, 2009 um 01:23

Alles wieder aktuell, aus der Festschrift “Öffentliche Hand und Wirtschaftsgestaltung” für Kurt Wiedenfeld zum 60. Geburtstag 1931
Max Richard Behm schreibt:
“Wir stehen inmitten einer Entwicklung vom Individualkapitalismus zum Sozialkapitalismus”
“Die stärkere Betätigung der öffentlichen Hand in der Kreditwirtschaft scheint mir geradezu das Kernproblem der künftigen Wirtschaftsgestaltung zu sein.”
“Nichts scheint mir unbegründeter als diese Konkurrenzfurcht” (bei der Kreditvergabe durch öffentliche Hand oder Privatbanken)
———————————–

Alles wieder aktuell.
Der ~Haaaalbgott~ des Jahres 1932 war der Schweizer Bankier Felix Somary in “Krisenwende ?” :
Moratorium für Schuldnerstaaten. “Ja, es ist Bankrott, kein Zweifel. Aber sagen wir besser: es ist damit auch Schluss des Bankrotts; denn was heute sich abspielt, ist nur ein Konkurs ohne Ende. Was sind denn die Devisenbewirtschaftungen anderes als die Anwendung des Insolvenzverfahrens auf die Wirtschaft eines ganzen Reiches ? Will, ja kann man diesen Zustand verewigen ? …
Die Hälfte der Staaten unserer Erde bekommt auch zu Phantasiesätzen keinen Centime neuen Auslandskredites; und die Mehrzahl der Banken macht falsche Bilanzen. … Will man Vertrauen zurückbringen, so muß man endlich die Wahrheit sagen. Die Menschen werden sie leichter vertragen, als man glaubt. …In die Konsolidierung sind einzubeziehen die gesamten öffentlichen und privaten, kurz- und langfristigen Kredite und Anleihen der Moratoriumsländer. … Wer dazu den Mut nicht aufbringt, verschiebt die Krise und wird schuld daran sein, wenn im nächsten Jahr die Operation nur mit ungleich ungünstigeren Aussichten, ja vielleicht mit Lebensgefahr unternommen werden kann.”, schreibt Somary sieben Jahre vor Beginn des 2. Weltkrieges, und weiter:
“Es wird wohl in jedem Gläubigerland der Versuch gemacht werden, den Gesamtverlust auf den Staat zu überwälzen, und zur Durchsetzung werden voraussichtlich alle Kräfte aufgeboten; aber das Gelingen solcher Absichten ist dort, wo ehrenhafte Männer an der Regierung sind, ausgeschlossen.”

Frage: war Schacht´s Arbeit nach 1932, seine Mefo-Wechsel, aus Somary´s Sicht ehrenhaft ? Und aus unserer heutigen Sicht ? Antwort könnte zweimal `Nein !´ lauten. Schacht wollte mit seiner Selbstdarstellung in “76 Jahre meines Lebens”, veröffentlicht 1953, seine weisse Weste zeigen, um einen finanziellen Neuanfang zu schaffen.

Nochmals Somary:
“Die Operation ist nicht neu, sie ist nur seit Großväterzeit in Europa nicht mehr durchgeführt worden, und darum scheuen unsere allmächtigen Herren Routiniers davor zurück und warten auf ein Wunder. Der Augenblick zum Eingreifen, zur Herbeiführung der Krisenwende ist heute da – weh unserer Zeit, wenn wir ihn versäumen.”

21 McShorty September 17, 2009 um 01:28

Hallo Weissgarnix,
besten Dank für den interessanten Beitrag. Und den Konstruktionsfehler mit den kurzfr. Krediten hat der alte Fuchs Schacht nicht erkannt, weder später bemerkt noch korrigieren können? Kaum zu glauben und wirklich dumm gelaufen. Wie sind eigentlich die 12 Mrd RM (sind 44,4 % aller Kredite) 1930 zeitlich definiert?
Kann es sein, dass ich während der akt. FK schon mal von Problemen mit “aus kurz mach lang” gehört habe?
Wie beruhigend dass Peer in 2009 nur 54 % kürzer als 2 Jahre borgt, das ist mehr als in den Jahren davor, ok da waren die kurzen Zinsen höher – das entschuldigt.
http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_117/nn_102870/DE/InstitutionelleInvestoren/institutionelle-investoren__node.html?__nnn=true
Na dann mal Gute Nacht, McShorty

22 Wilhelm September 17, 2009 um 09:04

Die Wirschaftswelt ist schon merkwürdig.

Da leiht die Zentralbank den Banken Geld zu 0 % Prozent Zinsen.

Der Staat leiht sich den Banken dann Geld bei den Banken zu 3,5% Zinsen.

Den Banken reichte die zu erzielnde Rendite nicht.

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:zweifelhafte-partnerschaften-ausverkauf-der-autobahnen/50011133.html

23 keiner September 17, 2009 um 09:06

Sehr interessante Diskussion! Aber ich fürchte, auch die Silberkännchen dürften nicht die wirkliche Lösung sein. Vielleicht eher doch ein schönes Stück Land in einer ruhigen Ecke?

24 MacT September 17, 2009 um 09:10

@staph.aureus:
“Fazit:
Anleihen zu halten war die falsche Entscheidung in 1923 in D.
Aktien zu halten war die falsche Entscheidung 1929.
Gold zu halten war die falsche Entscheidung in USA 1933.
Bargeld zu halten war die falsche Entscheidung in der DDR 1957.”

Schönes Fazit. Wenn ich noch ergänzen darf:
kreditfinanzierte Immobilien zu halten war die falsche Entscheidung in D 1923 (Hauszinssteuer).

25 keiner September 17, 2009 um 09:24

@24: Könnte man daraus ableiten, dass immer das falsch war, was die meisten Leute noch hielten, sprich: wo ordentlich was einzusammeln war?

26 Nanuk September 17, 2009 um 09:29

@MacT
Ne Waffenfabrik zu bauen wahr die richtige Entscheidung 1933…
und wie wir sehen sie ist es wieder.
http://news.antiwar.com/2009/09/14/us-troops-attack-somalia/

27 keiner September 17, 2009 um 09:42

Uiii, der Ackerman hat noch 33.6 Milliarden Schrott versichert…

http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:befreiungsschlag-barclays-gruendet-muellhalde-fuer-giftpapiere/50010559.html

Ich bin bin ja sooooo gespannt auf den Oktober. Ob wir da nicht was anderes bekommen als Marx?

Aus aktuellem Anlass unterbrechen wir das Programm für die folgenden Meldung: Die Krise hat die neue Bundesregierung erreicht. Berlin ist besetzt. Es erreichten uns keine weiteren Meldungen…

Oder vielleicht ist der Oktober ja auch noch der Monat der Koalitionsverhandlungen. Das kann ja mal ein Jahr dauern. Siehe Hessen…

28 weissgarnix September 17, 2009 um 09:44

@keiner

Das ist mittlerweile mein Eindruck, ohne Scherz: was alle glauben, mag zwar “funktionieren” – aber es ist falsch. Die spannende Frage lautet: Wie lange funktioniert es, und was passiert, wenn es nicht mehr funktioniert?

Aber intellektuell lebe ich zunehmend nach diesem Motto. Gibt’s dafür eigentlich eine philosophische Schule? Diogenes vielleicht?

29 Earloffunk September 17, 2009 um 09:48

in den 30iger Jahren wurden die Amerikaner gezwungen ihre Goldbestände bei der Bank gegen Papiergeld einzutauschen… wer es nicht tat musste mit 10 Jahren Zuchthaus rechnen… das iast und war das Land der Freiheit…

@ keiner… genauso und nur so kann (und muss) man das ableiten….

30 keiner September 17, 2009 um 10:16

Was für den Einzelnen hochrichtig ist, ist in der Masse grundverkehrt. Was für die Masse richtig ist, ist für den Einzelnen unakzeptabel. Und diesen Spagat wird auch die Merkel nicht mehr lange schaffen.

Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte. Ein schönes Büchlein, hab’ ich vor 25 Jahren das letzte Mal gelesen.

Aber die Erkenntnis, dass das was für den Einzelnen richtig ist, für die Masse falsch ist und vice versa (neben der “richtigen” Definition von “richtig”) wird in den nächsten Jahren so einige verlogene Gedankengebäude zum Einsturz bringen. Vom Rentensystem über die Gesundheitsversorgung (nicht nur die Krankenversicherung) bis zum …

Wait and see… Zeit die strategischen Vorräte wieder mal aufzufüllen und die Axt zu schleifen…

31 Nanuk September 17, 2009 um 10:17

@weissgarnix
Ja so leb ich eigendlich auch… bis zum heutigenTag hat es immer wunderbar funktioniert… ;)

32 Nanuk September 17, 2009 um 10:24

@weissgarnix
Das liegt daran das Menschen zu Exzessen neigen und Dinge so lange tun bis das Extrem sich selbst ad absurdum führt einfach ne Theorie bis ins Extrem denken dann weiss man ob sie Funtioniert oder nicht…

33 keiner September 17, 2009 um 10:38

Keine “Theorie” funktioniert bis zu den Extremen. Die Kunst ist, zu wissen, in welchen Grenzen der lineare Bereich ist, in dem die “Theorie” funktioniert…

34 Nanuk September 17, 2009 um 10:44

@keiner
Das ändert ja nichts daran das Menschen immer dinge bis zum Extrem treiben… woher sollen wir beschränkten Wesen auch wissen wo die Mitte ist?

35 Nanuk September 17, 2009 um 10:49
36 Nanuk September 17, 2009 um 10:51

Ob irgend ein Politiker kapiert das die Kinder uns was sagen wollen?

37 weissgarnix September 17, 2009 um 10:53

@keiner #33

Nicht ganz: was du da schreibst, ist der Hauptvorwurf der Post-Keynesianer gegen die Neoklassik bzw alle Arten von “Gleichgewichtstheorien”: die Kräfte, die jeweils aus einer Position des Ungleichgewichts zum Gleichgewicht hinführen, hören ja nicht einfach auf zu wirken, nur weil jetzt das “Equilibrium”, der “Steady State” oder sonst irgendein Phantasma erreicht ist, sondern sie “ziehen” die Wirtschaft darüber hinaus. Der “natürliche” Zustand eines kapitalistischen Systems ist daher nicht das Equilibrium, sondern ein Boom-Bust-Zyklus. Und in dem lassen sich “lineare” Bereiche halt wirklich nur temporär und dynamisch abstecken, aber nicht statisch.

38 keiner September 17, 2009 um 11:02

Die “Grenzen” sind durchaus auch (!) zeitlich gemeint. Aber wie schon aufgefallen sein dürfte, sind meine WIWI Kenntnisse ehr begrenzt (um nicht zu sagen: nicht vorhanden…). Aber solche allgemeinen Erkenntnisse lassen sich auch bei Betrachtung ganz anderer Systeme gewinnen…

39 holger September 17, 2009 um 11:06

Es mag zwar verwunderlich klingen, aber 1932 hat auch eine Vorgeschichte. 1932 fällt ja nicht plötzlich vom Himmel.

Der Grund für 1932 liegt ein paar Jahre zurück, genauer 39 Jahre, im Jahre 1893 löste sich auf Wunsch von dem damaligen Reichskanzler, Leo von Caprivi, der Reichstag auf. Grund hier für war, dass der Reichstag nicht dem Rüstungsetat zugestimmt hat. Das Heer und die Marine wollten aufrüsten. Der “alte” Reichstag lehnte die Aufrüstung, und somit die einhergehend Staatsverschuldung ab. Caprivi ein Sympathisant für die Britische Politik, setzte sich durch, der Reichstag wurde aufgelöst, und ein neuer gewählt. Dieser stimmte dann für den neuen Rüstungsplan und einer Neuverschuldung des Reiches zu.

http://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_1893
http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_von_Caprivi

Hier wurden die Grundpfeiler vermutlich für WKI gelegt. Anmerken sollte man ja noch, dass das Reich sich von einem Agrarstaat zu einem Industriestaat im Wandel befand. Und Caprivi enge Beziehungen zu den Briten pflegte. Wer zu dem Zeitpunkt, britischer Staatsfinanzierer Nr. 1 war, erspare ich mir, man kann es sich denken.
Nebenbei führte Caprivi die progressive Einkommensteuer ein.

Nur ein Auszug aus wiki der Rätseln lässt.

…Caprivi verbrannte am Abend seines Rücktritts seine privaten Papiere, reiste am nächsten Tag nach Montreux, wo er monatelang zurückgezogen blieb. Er zog sich nach dem Ende seiner Kanzlerschaft gänzlich aus der Politik zurück, lebte bei seinem Neffen in der Nähe von Frankfurt an der Oder und weigerte sich über alle Fragen seiner Amtszeit zu reden oder zu schreiben, denn das könne nur Schaden anrichten…

Ich kann nur eines sagen, dieser Caprivi, ist es Wert, ihn näher zu betrachten. Insbesondere die politischen Machtverhältnisse, sowie das Wahlgesetz, und die Folgen, die aus dieser Zeit entstehen sollten. Maßgeblich von den Briten und deren Finanziers gesteuert oder wenigstens beeinflusst.

Man sollte sich vor Augen halten, der Reichstag sagt -Nein-, das Ergebnis passt nicht in die Weltpolitik, er löst sich auf Wunsch auf, und der neue sagt -Ja- zur Aufrüstung. Und bereitet somit den WKI vor. Ein Schritt in die “richtige” Richtung.

Erinnert mich ein wenig an das Referendum der Iren zum Vertrag von Lissabon.

40 keiner September 17, 2009 um 11:13

So einen hatten wir doch gerade erst wieder: Das Russen-U-Boot, der gEerd-Gas Kanzler, der uns in die Arme Stalins ääääh Putins führt!

41 HAM September 17, 2009 um 11:29

@weissgarnix #28
„Die spannende Frage lautet: Wie lange funktioniert es, und was passiert, wenn es nicht mehr funktioniert?“

Es gibt zwar kein Leben nach dem Tode, aber sicherlich eines nach dem Kapitalismus.

Und wenn wir uns anstrengen, wird es sogar ein besseres …

42 HAM September 17, 2009 um 11:47

@Nanuk #34
„Das ändert ja nichts daran das Menschen immer dinge bis zum Extrem treiben… woher sollen wir beschränkten Wesen auch wissen wo die Mitte ist?“

Ja, und die Deutschen neigen besonders stark zum Extremismus.

Mal sind sie die größten Ausländerfeinde, mal die größten Ausländerfreunde.

Mal bringen sie die J*den millionenfach um, mal himmeln sie diese an.

Mal idealisieren sie den Krieg, mal sind sie Extrempazifisten.

Mal glauben sie, dass am deutschen Wesen die Welt genesen soll, mal sehen sie das deutsche Wesen als das größte Übel der Welt an …

43 McShorty September 17, 2009 um 11:50

Korrektur zu #21
Der Bund borgt in 2009 54 % 1 Jahr und kürzer, ganze 27 % sind 5 Jahre und länger finanziert! Vllt. ein Hinweis, dass die EZB sich mit zukünftigen Zinserhöhungen “schwer” tun wird?

@Weissgarnix
Hätten die Kommunen damalige Probleme (schneller Kapitalabzug mal aussen vor) nicht gehabt, wenn sie “besser”, langfristiger finanziert hätten?
Gruß McShorty

44 Nanuk September 17, 2009 um 11:56

@HAM
Nicht nur die Deutschen weil es die Deutschen gar nicht gibt…
Menschliches Allzumenschliches.
Love it or Kill yourself… und wenn es für Love nicht reicht dann hilft immer noch das von dir praktizierte Mitleid… bis zum Selbst.
Humor und Ironie ist allerdings Geselliger.

45 keiner September 17, 2009 um 11:56

@43: Ist das nicht OPTIMAL für einen kleinen Inflationsschub? Schwuppppps, sind die Schulden getilgt!

46 HAM September 17, 2009 um 12:06

@Nanuk
„Love it or Kill yourself…“

Gilt dies auch für Angie?
Muss ich sie lieben oder …?
:-D

47 weissgarnix September 17, 2009 um 12:08

@McShorty

Zumindest was die Auslandsschulden betrifft, ja. Denn im Grunde genommen war es ja kein “Bonitätsproblem”, sondern ein “Devisenproblem”, das hier schlagend wurde.

Ob langfristige Schulden die Krise per se verhindert hätten, wage ich indes zu bezweifeln: auf der anderen Seite des Teichs, in USA, waren kurzfristige Schulden nicht das große Thema, sondern langfristige – genutzt hat es ihnen bekanntlich nichts.

48 Nanuk September 17, 2009 um 12:12

@HAM
Ich hab es versucht hat nicht geklapt anfälle von Mitleid meinerseits transformiere ich irgendwie immer in Humor und Ironie das mit der “Kreuzigung des Verstandes” funtioniert leider nicht immer…

49 Nanuk September 17, 2009 um 12:16

@HAM
Was bleibt einem anderes übrig…
http://www.youtube.com/watch?v=jHPOzQzk9Qo

50 holger September 17, 2009 um 12:18

@ Wgnx
„Die spannende Frage lautet: Wie lange funktioniert es, und was passiert, wenn es nicht mehr funktioniert?“

Ich wage es/ wie lange: bis zum 9.9.2010 plus 7 tage
beginnend um den 13.10.2009

@ HAM
“Es gibt zwar kein Leben nach dem Tode, aber sicherlich eines nach dem Kapitalismus.

Und wenn wir uns anstrengen, wird es sogar ein besseres …”

Das erste: weiß ich nicht, habe nur einen unverschuldeten Autounfall überlebt, den man normaler Weise nicht überleben kann. Nahezu unverletzt.

Das zweite: Es ist an der Zeit.

Das dritte: Es wird auf alle Fälle besser.
Es wird zwar für viele schmerzlich, aber das muss wohl so sein.

51 holger September 17, 2009 um 12:31

@ Wgnx 47

was nutz es? lang oder kurzfristig es zu sehen, wenn sowieso nicht getilgt wird? Es geht wie in vielen Fällen nur um die Zinszahlung. Die ist mal höher oder tiefer.

Natürlich kann man einen neuen Kredit nehmen, um den alten zu erneuern. Klar. aber getilgt wird nicht. Von daher ist die Laufzeit mMn irrelevant.

52 holger September 17, 2009 um 12:54

Eins sollte noch mal angefügt und bedacht werden:

Die Rating-agenturen mit der Vergabe des Tripper A für die Länder.

Was sagt uns denn Tripper A?

Nichts anderes, als dass diese Länder noch in der Lage sind, ordnungsgemäß die Zinsen ihrer Kreditlinie zu bedienen. Und dem IFF zu zuführen.

Warum hat denn D noch das Tripper A? Was wäre denn, wenn das Volk mal 2 Monate in einen Generalstreik sich versetzen würde? Dann wäre das Tripper A aber ruck zuck weg.

Was wäre denn, wenn D sagen würde: “Nö, unsere Zinsen aus den Schulden bezahlen wir nicht mehr? Ähnlich wie 1971 die Franzosen Gold für ihre Dollar haben wollten. Da sprach der Herr der USA: Entschuldigung Bretton Woods geht nicht mehr.

Und was wäre denn, wenn D sagen würde: Entschuldigung IFF unsere Schulden bei dir sind passe, weg, die gibt es gar nicht. Wir machen jetzt wieder unser eigenes Geld. Und Pumpen uns bei dir gar nichts mehr. Sie zu wie du klar kommst.

Nicht auszudenken, was dann los wäre.

53 HAM September 17, 2009 um 13:05

@Holger

Dann käme die Weltpolizei.

54 Nanuk September 17, 2009 um 13:17

@holger
http://www.youtube.com/watch?v=igOWR_-BXJU
Das ist Langfristig sowieso das Einzige was helfen wird… ich glaube zwar nicht das ich das noch erleben werde aber wer weiss…

55 staph.aureus September 17, 2009 um 13:33

@keiner #23
“Vielleicht eher doch ein schönes Stück Land in einer ruhigen Ecke?”

Für Hjalmar Schacht war das die falsche Entscheidung 1926.
19 Jahre später kamen die Russen, da war sein geliebtes Landgut Gühlen am Gudelacksee in der schönen Mark Brandenburg perdu.

Persönliches G.O. und Neustart mit 76 Jahren: die Biographie war finanzielle Basis für seine Karriere im Wirtschaftswunderdeutschland.
(Hubschrauber-Ben ist erst 56, es bleiben noch zwanzig Jahre, Notizen zu machen.)

56 HAM September 17, 2009 um 13:37

@holger

„Nehmen wir in einem Gedankenexperiment an, eine zukünftige Bundesregierung würde versuchen, sich vom Dollarsystem abzukoppeln.
Was würde passieren? Wie würde sich die US-Administration verhalten? Ganz klar, sie dürfte dies nicht zulassen. Ein Imperium kann nicht zulassen, wenn Staaten mit Hinweis auf ihre Souveränität sich gegen die Interessen der Imperialmacht stellen. So wie dies die Sowjetunion im Falle von Ungarn 1956 oder der Tschechoslowakei 1968 im Interesse der Systemerhaltung nicht zulassen konnte.
Auf eine Abkoppelung Deutschlands von USA müsste die US-Administration mit allen Mitteln, also ggf. auch militärisch, reagieren.
Will Elsässer einen derartigen Konflikt mit den USA eingehen?
Ich hielte dies für Wahnsinn!“
http://www.weissgarnix.de/2009/04/30/eine-ganz-normale-familie/#comment-25328

57 holger September 17, 2009 um 13:40

@ HAM 53

das hatten wir schon oft genug. Irgendwann ist auch mal Schluß.
die Weltpolizei, hat überall Brand gelegt, und das im eigenen Haus wird nicht so leicht zu löschen sein.

Die werden mit sich selber beschäftigen müssen. Der Adjudant des IFF Heli Ben, hat dreifach Pampers an. Weil er ganz schön Durchfall hat und die Rosette brennt. Da hilft auch kein Melkfett mehr.

58 holger September 17, 2009 um 13:48

@ HAM

steckt ein Kommentar noch im Filter drin. Habe mal wieder Atjutant… ist auch immer so eine Sache.

59 holger September 17, 2009 um 13:57

@ HAM

ist das Wgnx Meinung?
“Will Elsässer einen derartigen Konflikt mit den USA eingehen?
Ich hielte dies für Wahnsinn!“

Wahnsinn, nenne ich das, was Momentan vor sich geht. Man kann natürlich den Kopf in den Sand stecken. Sind wir denn auf verdei und verderb auf die Action Nation USA angewiesen? Oder ist es nicht ehr umgedreht?

Das was passieren wird, oder auch nicht, werden wir wenig beeinflussen können. Ob es nun Wahnsinn ist oder nicht. Dafür gibt es genügend Dokumente aus der Historie, wo selbst der letzte neandertaler nicht das Licht ausgemacht hat.

Diesen Wahnsinn den wir erleben, hat seine Wurzeln ganz wo anders.

60 Earloffunk September 17, 2009 um 14:09

… ich bin der festen Überzeugung, das wenn wir in der heutigen Zeit einen solchen Schritt wagen würden – und die USA uns mit Waffengewalt zum alten Kurs zwingen wollte, wir ganz schnell Verbündete auf der ganzen Welt hätten…

Zu viel Terror und Gewalt ging von Ihnen aus, als das die USA auf Freunde hoffen könnte… ausser unsere speichelleckenden polnischen Nachbarn, die wären natürlich auf Seiten der USA…

… bei Frankreich und anderen EU Staaten sogar einigen Islamischen Staaten würde ich meine Eier verwetten, würde sich der Spiess ganz schnell in Richtung Amerika drehen…

… lieber stehend sterben als kriechend leben … es kann nur eine Zukunft geben… alles andere wäre ein Alptraum.

61 holger September 17, 2009 um 14:29

@ HAM 56
mist schon wieder vergessen.

Gibt es die Tschechen, Slowaken, und Ungarn noch? Sind diese von dem Imperium vernichtet worden? Nein!

Und genau deswegen, hat Vaclav Claus auch bedenken gegen die EU.
Wir können alle in Frieden miteinander Leben. Aber eine Zentrale brauchen wir nicht dafür. So viel sollten wir gelernt haben.

62 McShorty September 17, 2009 um 15:24

Kleines Steuerupdate, auch für Frank.
Steuereinnahmen B+L in Aug09 -9,9 % gg. Aug08, -5,7 % dieses Jahr gg. VJ Zeitraum. Da ist sicher Spielraum um den klammen Kommunen (allen, wg. Gleichheitsgrundsatz!) zu helfen. ;-)
http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBEE58E03K20090915
Wat nun Hjalmar, Mefo-Wechsel oder doch mal was Originelles?
Gruß McShorty

63 staph.aureus September 17, 2009 um 17:48

Hallo McShorty,
die Ministerialbürokratie grübelt, grübelt, grübelt.Mit Erfolg:
Tabaksteuer +13.9%
Kaffeesteuer +3,8%
Lotteriesteuer +11,2 %

Noch `ne Tasse Kaffee, Herr Finanzminister ?
Schon den Lottoschein abgegeben ? :-)

64 Kussi September 17, 2009 um 18:00

@Nanuk #34:
“woher sollen wir beschränkten Wesen auch wissen wo die Mitte ist?”

Atme doch einmal ganz schnell und dann halte die Luft an.

65 Rob September 17, 2009 um 18:01

Bitte bei der Gelegenheit an das wunderbare Konjunkturpaket denken. Die Kommunen sind mit einem Eigenanteil zwischen 12 oder ~50% dabei.

Bedeutet: die reichen Kommunen bauen und sanieren, was sie ohnehin bauen und sanieren wollten, nur eben unter Schonung ihrer Kasse. Die armen starten Projekte, die sie sich nie leisten konnten und reiten sich mit ihren Eigenanteilen vollends in den Dreck.

Mein Freund, der Architekt, freut sich. 25 Planungen, alle bekommt er bezahlt, drei werden realisiert.

66 Nanuk September 17, 2009 um 18:25

@Kussi
Wie wir gerade erleben kann sogar die Mitte zu Exzess werden… alles nicht so einfach.

67 Kussi September 17, 2009 um 18:26

@wgn:
“Zumindest was die Auslandsschulden betrifft, ja. Denn im Grunde genommen war es ja kein “Bonitätsproblem”, sondern ein “Devisenproblem”, das hier schlagend wurde.”

Vielleicht versteckt sich darin ja der tiefere Sinn der EWWU – niemals wieder Krieg in Europa (so ja Helmut Kohls Vision)?!

68 Kussi September 17, 2009 um 18:31

@Nanuk #66:

Doch, doch m.E. ist alles ganz einfach: Wir müssen nur endlich akzeptieren, dass “wir Menschen” Tiere sind. Dann ist der Extremismus-Spuk vorbei!

69 Nanuk September 17, 2009 um 18:37

@Kussi
Ich will aber kein Tier sein… und nu.

70 Kussi September 17, 2009 um 21:26

@Nanuk:
Dein Zynismus steht Deiner Selbsterkenntnis im Wege.

71 Kussi September 17, 2009 um 21:32

@Nanuk #69:

@ex identificatione: Und ich bin da im Übrigen keine Ausnahme. Auf jeden Fall sind Deine Kommentare immer super – danke, das sei einmal gesagt!!

72 Nanuk September 17, 2009 um 21:54

@Kussi
Ich bin nicht Zynisch…
“Ein Zyniker ist jemand, der Ideale hat, aber zu wissen glaubt, dass sie nicht realisierbar sind.”

73 lemming September 17, 2009 um 21:57

Yeeeees, @Nanuk, deine Kommentare sind wirklich immer super!
Davor sollte sich sogar Thea Dorn bücken, äh, ich meine: verneigen.
:-)

74 McShorty September 18, 2009 um 07:36

Wer mal aus Schachts Buch was Lustiges zum Thema Gold lesen will, wird hier fündig:
http://img220.imageshack.us/img220/9968/goldwegjm4.jpg
Ist aus der 1. Aufl. 1953, S. 331.
Btw., kann hier jemand mal den Html Code für Links in Klartext für Dummies eingeben, ich werd noch wahnsinnig. Wann gibts mal Vorschau oder Korrekturmodus für Legastheniker?
Danke und Gruß McShorty

75 Wat. September 18, 2009 um 16:45

@ McShorty

Vorschlag – Bitte einmal hier gucken:

http://www.html-seminar.de/externe-links.htm

Das sollte dann ‘in schick’ so aussehen:

Links in Klartext

76 Chefingenieur September 24, 2009 um 23:18

Diesen Artikel

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,651118,00.html

habe ich gerade (24.09.09, 22:30) bei SPON gelesen und musste an den obigen Beitrag denken, auch wenn der nun schon ein paar Tage her ist.

Besonders die Zusammenfassung ist aus meiner Sicht sehr spannend:

“Die unterschiedliche Entwicklung der Schulden zwischen 1998 bis 2008 zeigt, dass Länder und Kommunen ihre Haushaltspolitik sehr wohl selbst gestalten können”, sagt INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer.

Aha! Da werden ja die bereits vor Jahren gemachte Schulden “pro Kopf” heute betrachtet. Aus Sachsen-Anhalt z.B. ziehen die Leute weg, so ca. 160.000 in den letzten 10 Jahren. Die für diese Migranten mit Schulden errrichteten Infrastrukturen müssen jetzt teuer erhalten werden.

Natürlich sehe ich da anhand historischen Beispiels, wie die Länder und Kommunen in diesen Gebieten “… sehr wohl selbst gestalten können”…!
Und das ist der Punkt, wo ich doch etwas grinsen muss :-) , weil das nämlich so um ’61 rum in der DDR war! Die hat dann “gestaltet”.

Ob das der Herr Max A. Höfer von der INSM im Sinne hatte?

77 enigma September 30, 2009 um 02:03

Bei Kroll wurde auch schon die Abwrackprämie erwähnt!

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