Habe mir gerade zum x-ten Mal das Protokoll der Treffen zur HRE-Rettung im September 2008 durchgelesen. Ich muss gestehen, dass ich daraus nicht richtig schlau werde, um ein “richtiges” Protokoll scheint es sich dabei auch nicht zu handeln, auch wenn es der Form nach so aussieht, vielmehr um eine Art nachträgliche – und vermutlich stark redigierte – Zusammenfassung der wesentlichen Ereignisse.
Mein erster Eindruck ist: das ist mir alles viel zu “glatt”. Die diversen Akteure gehen aus diesem Protokoll als exakt diejenigen hervor, als die man sie uns in den letzten Monaten schon präsentiert hat, die Guten wie die Bösen, die tatkräftigen Entscheider, die Zauderer, die verantwortungsbewussten Banker – allen voran Ackermann -, der knallharte Unterhändler Asmussen, der umsichtige Zentralbänker Weber, der pflichtgetreue BaFin-Chef Sanio…
Desweiteren fällt mir auf, dass manch technisches Detail protokolliert wurde, als ob der Sonnenaufgang am nächsten Morgen davon abhinge, während entscheidende Punkte völlig unausgeleuchtet blieben. Vor allem an den Stellen, wo die verantwortungsvollen Banker das drohende Ende des deutschen Bankwesens verkünden, falls der Staat der HRE nicht zur Seite stünde, wo markige Sätze wie “Tod der deutschen Banken” oder “am Montagmorgen steht keine Bank mehr” fallen, da stellt – zumindest laut Protokoll – keiner der Herren die naheliegende Frage: “Warum?”
Vom Konkurs der Einlagensicherung ist andauernd die Rede, dabei wäre doch gerade die aus dem Feuer zu holen der leichteste Teil der Übung gewesen, wie die Regierung wenig später ja auch unter Beweis stellte.
Es gibt allerdings an zwei Stellen recht deutliche Hinweise – meiner persönlichen Lesart nach – dass der ganze Komplex “Rettung der Hypo Real Estate” vielleicht besser in “Rettung der Deutschen Bank und der CoBa” umbenannt werden sollte: aus der Einleitung geht hervor, dass die Deutsche Bank ihre eigenen Prüfer schon bei Eröffnung der Gespräche längst am Sitz der HRE in München am Werken hatte; und etwas später im Text heißt es “alle Gläubiger” müßten sich anteilig an der privaten Rettung der HRE beteiligen, was in meinen Ohren klingt nach: “nicht nur die hier vertretenen Hauptgläubiger Deutsche und Commerzbank”.
Langer Rede kurzer Sinn: der ganze HRE-Komplex bleibt – zumindest für mich – weiterhin ein Mysterium. Bis auf die vorstehenden Mutmaßungen – reine Spekulation meinerseits – vermag ich schlicht nicht zu erkennen, warum ausgerechnet der Fall dieser Bank das Ende alles Irdischen im deutschen Kreditwesen bedeutet hätte.
Der eigentliche – politische – Skandal ist daher, dass man uns die wahren Hintergründe weiterhin verschweigt. Dieses Protokoll gelang – meiner Ansicht nach – nicht zufällig an die Öffentlichkeit und auch nicht aus “Versehen”, sondern ist vor diesem Hintergrund nichts anderes als das sprichwörtliche Feigenblatt.




















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Es ist alles geheim. geheim. geheim.
Zum Beispiel auch so Sachen, wie dass die HRE über 100 Mrd. Refinanzierungsbedarf in den nächsten 9 Monaten hatte. Merkte auch nur einer …
Die HRE war sicherlich eine der Banken, die man am einfachsten hätte abwickeln können. Schließlich stecken hinter den Pfandbriefen ja Sicherheiten. Diese wollte man aber nicht aufschnüren.
Ein weiterer Aspekt ist die Tochter Depfa-Bank in Irland, in die ja ein Großteil des Geldes floss. Diese Bank ist ein Staatsfinanzierer, sorgt also für Geld bei Kommunen, Ländern, Staaten. Eine Pleite dieser Bank wäre für den Staat ein Schnitt ins eigene Fleisch gewesen.
Vielleicht hat man sich deswegen nicht getraut?!?
Und klar: Die Rettung einer großen Bank ist auch immer die Rettung aller anderen großen Banken. Das ist bei dem hohen Grad der Vernetzung der Banken so. Die Rettung der AIG hat auch Goldman Sachs und die DeuBa gerettet.
@egghat
Das ist mir alles zu Wischi-Waschi. Und wir sollten auch endlich mal aufhören, uns durch Tarnbegriffe die Sinne vernebeln zu lassen, etwa den der “Vernetzung” der Banken. Banken sind nicht “vernetzt”, sondern sie sind wechselseitig Gläubiger und/oder Schuldner, und in diese Positionen sind sie geraten durch verantwortungsvolles oder -loses Handeln.
Waren die Sparer von Kaupthing mit ihrer Bank “vernetzt”? Oder die dummen Schweine, die Madoff ihr Geld überlassen haben? Fiel in dem Zusammenhang schon mal der Begriff “Vernetzung”?
Mir stinkt es zunehmend, dass diese Krise ihre ganz eigene, von jeder Schuld befreite Semantik kreiert, und noch mehr, dass wir Dummköpfe auch drauf reinfallen.
Ich werde aus dem Protokol auch nicht schlau. Das einzige, was mir klar erscheint ist, dass die Politiker, also der Haushaltsausschuss und die Regierung nur eine Nebenrolle spielen.
Es war aber vielleicht auch nicht möglich nachts um 1 erst den Haushaltsausschuss zu fragen, bevor man einen Cap vereinbart. Auf der anderen Seite ist gerade dieser Cap der dem Staat gigantische Lasten aufbürdet.
@WGNX
Diese Argumentationskette hat der Sinn doch vorgegeben.Hab ich doch schon damals gesagt…
@wgn:
Aber die Banken waren in beschriebener Nacht nun mal gegenseitige Schuldner und Gläubiger. Wie sie das geworden sind, lassen wir mal außen vor. Wenn die HRE pleite gegangen wäre, hätte die anderen Banken ihre Kapital (zumindes zeitweise) nicht zurückbekommen, mit der Folge, dass sie selbst große Schwierigkeiten bekommen hätten.
Das heißt in der Nacht war vernetzt der richtige begriff. Wenn man Bergsteigen ist und alle sind angeseilt und einer fällt, dann müssen die anderen das Seil halten oder fallen mit. Insofern trifft es auch die wörtlich Bedeutung von vernetzt.
Wenn man die Banken dafür bestrafen will, dass sie sich zuleichtfertig miteinander vernetzt haben, kann man das tun. Aber muss das in so einer Extremsituation geschehen?
Vielleicht waren nicht eine einzelne Bank too big to fail, sondern die durch die Vernetzung entstandene eine Bankennetz?
“Ich werde aus dem Protokol auch nicht schlau. Das einzige, was mir klar erscheint ist, dass die Politiker, also der Haushaltsausschuss und die Regierung nur eine Nebenrolle spielen.”
Wer regiert also dieses Land (und dieverse ander Nationen)?
Die Banker.
#Na so eine Überraschung.
Die Plitiker sitzen nur ihre Zeit ab um danach “Berater” bei Gasfirmen o.ä. zu werden und die Früchte ihreres Wahlbetrugs zu ernten.
Danke Herr Fischer.
Mieser kleiner Taxifahrer.
Ich habe dieses sogenannte Protokoll nicht gelesen, werde es auch nicht lesen – auch Aspirin hat seine Grenzen – mir hat die Überschrift schon gereicht.
Die HRE war Ackermannrelevant, meinentwegen auch Cobarelevant, sie kann auch Lebensversichererrelevant, Investmentfondsrelevant oder Riesterrelevant gewesen sein – aber NIEMALS war und ist sie systemrelevant.
Es gibt KEINE Systemrelevanz.
Man möge mir die Wiederholungen verzeihen. Es wären Verluste angefallen. Mehr nicht. Dann wäre der Investmentfonds/Lebensversicherung/Rentenversicherung u.s.w. halt nur noch die Hälfte wert gewesen – na und jetzt? Kein Investment ohne Risiko. Basta!
da stellt – zumindest laut Protokoll – keiner der Herren die naheliegende Frage: “Warum?”
Warum stellt keiner der anwesenden Herren die Frage nach dem “Warum”? Weil die Herren (gab es wirklich keine Dame? Warum?) IHR System im Teller sehen und nicht im Topf aus dem sie schöpfen.
Die hatten Angst um I-HRE Suppe! Nicht um den Topf. Und dieser dämlichen Journallie, die eigentlich die Frage nach dem Warum? immer und immer wieder stellen müssten, fällt nichts dämlicheres ein, als…
…Portokolle…Hilfe..ich trage die Krise mit Fassung…ich dulde still leidend, dass die Akteure immer noch frei rumlaufen…ich bin tolerant und akzeptiere, dass irgendeiner auch dämliche Vorschläge machen muss, wie man sie lösen kann…ich respektiere, dass für einige Idioten die Zeit zu kurz ist, um ihrem Leben noch eine sinnvolle Wendung zu geben…und dass die kognitiven Kapazitäten limitiert sind…
…aber…stoppt WENIGSTENS diesen Quantitätsjournalismus…das ist doch nicht zu viel verlangt…meinentwegen leere rosa Seiten, meinentwegen noch mit ner Deutsche Bank Werbeanzeige, ich halte das alles aus, aber solche Drecksartikel wie dieses Protokollelend, das schreit doch nach Schmerzensgeld und Schadenersatz…
…wenigstens für die Tabletten.
Weitere Hinterründe
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=111255
Und JA! natürlich ging es um die “neue Mitte”, die 48,4% zwischen den Kriminellen 1,6% und den 50% der Vermögenslosen und Einkommensschwachen, denn, da hat Weissgarnix recht, DIE wählen..WEN sie wählen ist scheißegal, so lange es nicht Die Linke ist.
Diese 50% Habenichtse bezahlen das gescheiterte Investment der Reichen und derer ,die im Glauben leben es werden zu können…und diesen 48,4% hätte man erklären müssen, dass ihr Glaube auf einem System basiert, das jetzt zu diesen Verlusten geführt hat…da ist die Raubzugmethode einfach wesentlich effizienter, am Ende hätte noch jemand das System in Frage gestellt, wäre vielleicht sogar vom Glauben abgefallen…
In DIESEM Sinne war die HRE Rettung dann doch “systemrelevant”:
Aus Sicht der 1,6%, die einen Glauben aufrecht erhalten müssen, damit sie weiterhin profitieren können.
Prost!
@Zarathustra
Naja – ich halte dieses ganze “Versailles”-Gefasel – mit Verlaub – für maximal am Thema vorbeigeschossen.
@MacT: Bergsteiger sind nicht miteinander vernetzt, ein Netz reißt ja gerade nicht sofort, nur weil eine Masche aufgeht. Wie so schön beschrieben bilden Bergsteiger eine Seilschaft. Offensichtlich ist es der genannten Seilschaft gelungen, dem Staat das Ende des Seils in Form einer Schlinge um den Hals zu legen, um in diesem Bild zu bleiben.
“Wenn man die Banken dafür bestrafen will, dass sie sich zuleichtfertig miteinander vernetzt haben, kann man das tun. Aber muss das in so einer Extremsituation geschehen?
Vielleicht waren nicht eine einzelne Bank too big to fail, sondern die durch die Vernetzung entstandene eine Bankennetz?”
(…)
dass die Politiker, also der Haushaltsausschuss und die Regierung nur eine Nebenrolle spielen.
Bestrafen? Leichtfertig vernetzt? Regierung in der Nebenrolle?
Bitte MacT, denk nach.
Es geht nicht um bestrafen, es geht darum, dass man bei einer Wette gewinnen kann, oder verlieren.
Wer oder was ist NICHT vernetzt?
Die Regierung hat die Hauptrolle gespielt – oder was meinst Du, warum haben sich die Kasper getroffen? Zum Skat spielen?
Hallo zusammen,
oh welch Wunder! Auf einmal, plötzlich und wie durch Zufall werden Details zum Thema HRE bekannt (wäe ja schön,wenn es offenkundig werden würde). Wer hat denn da seine Klappe nicht halten können? Oder war es eine geschickte Ablenkungsaktion, medial inszeniert? Man weiss es nicht. Alles wieder nur Spekulation, keine Fakten, keine Details, keine öffentliche Darstellung der Sachverhalte. Aber was soll man auch schon groß von unseren hohen Herren erwarten? Transparenz, Anstand, Moral? Diese Begriffe sind offensichtlich bereits aus dem Vokabular gestrichen bzw. im Hirn ausgelöscht worden. Was bleibt ist Kopfschütteln. Und die Erkenntnis, dass man das Rad wohl doch etwas überdreht hat und das auf Kosten und zu Lasten aller ehrlich arbeitenden und steuerzahlenden Bundesbürger. Konsequenzen: Null!!! Und das ist die Sauerei, Protokoll hin oder her. Ich sage nur folgende Dinge:
1.) Traue keiner Statistik, Bilanz (Protokoll), die, (das) Du nicht selbst gefälscht hast
2.) Die Prognose ist der Ersatz der Unsicherheit durch die Spekulation
3.) Der verletzbarste Wahn ist der Größenwahn
4.) Hochmut kommt vor Fall
Gruß
Ian
Bemerkenswert erscheint hier der Einfluss der Privatwirtschaft auf die Marktordnung. Eine nun erneut bestätigte Tatsache, die die ordo-liberalen Spinner auf ihren Lehrstühlen in ihren Kurvendiskussionen nur zu gerne als unzulässigen Eingriff in die Marktordnung abtun. Die Unterscheidung zwischen systemischen Risiken und der Durchsetzung von Partikularinteressen, die den Markt verzerren, erscheint nicht klar möglich zu sein. Die apokalyptischen Konsequenzen, die Ackermann für die Wirtschaft malte, verschiebe ich mal ins Reich der Deutsche Bank Märchen. Selbst im Falle eines Zusammenbruchs der HRE, wären die Deckungsmassen der Pfandbriefe als weitere Schutzmauer für die Werthaltigkeit dieser Papiere erhalten geblieben.
Völlig Deiner Meinung, wgn.
Gab es da nicht den Ruf nach dem Informationsfreiheitsgesetz? Das ‘Protokoll’ müsste doch durch Originalaufzeichnungen unterlegt sein. Diese müssten offengelegt werden.
“Tod der deutschen Banken” ist doch Bildzeitungsniveau.
Gerade Einfaltspinseln fällt es mitunter schwer, die einfachen Fragen zu stellen. Die Zeit hat schon vor einigen Monaten über die zentralen Akteure in Sachen HRE-Rettung berichtet: Demnach hätten z.B. Asmussen und Weidmann vor dem besagten Sonntag Ahnungslosigkeit ‘vorgetäuscht’. Wer’s glaubt… Zwischen den Zeilen wird überdeutlich, dass die Jungs, um nicht zu sagen: Jüngelchen, mit der Situation komplett überfordert waren. Alle Verschwörungstheorien erledigen sich, wenn man einmal ernsthaft in Erwägung zieht, dass nach dem Peter-Prinzip (http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip) jeder Beschäftigte bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufsteigt. http://www.zeit.de/2009/15/DOS-Kanzleramt?page=all
@WGN
“Mir stinkt es zunehmend, … dass wir Dummköpfe AUCH drauf reinfallen.”
Wenigstens merkt Du langsam, dass hier etwas stinkt. Jetzt heisst es nur noch herauszufinden wo der Gestank herkommt.
Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute bei der Suche.
Bokatov
@Zecke:
1) Lies doch einfach mal das Protokoll, das sind bei den ersten Sitzungen gar keine Politiker anwesend. Letztlich treten Steinbrück und Merkel erst am Ende auf. Das Parlament / der Haushaltsausschuss gar nicht.
2) Zur Vernetzung: Weissgarnix hat behauptet, dass “Vernetz sein” falsche Semantik ist und nur für die Krise kreiiert wird. Dem habe ich entgegenhalten wollen, dass ich finde, dass Vernetz sein den Zustand der Banken an besagtem Wochenende gut beschreibt. Wie sie in diese Lage gekommen sind, wollte ich dabei außen vorlassen. Die Banken waren ja nicht nur vernetzt, sie waren so stark vernetzt, dass der Ausfall des an die HRE geliehen Geldes, das Eigenkapital der Coba und der DB vollständig aufgezerrt hätte.
3) Zum Bestrafen: Natrülich sollten die Banken bestraft werden, wenn sie vorsätzlich eine zu starke Vernetzung herbeigeführt haben um den Staat bei der HRE-Rettung zu erpressen. Ggf. ist es aber auch Strafe genug, wenn ihnen derartige Vernetzung in Zukunft verboten wird.
“Wenn man die Banken dafür bestrafen will, dass sie sich zuleichtfertig miteinander vernetzt haben, kann man das tun. Aber muss das in so einer Extremsituation geschehen?”
Was hat dem Markt überlassen mit Bestrafung zu tun?
“Die Banken waren ja nicht nur vernetzt, sie waren so stark vernetzt, dass der Ausfall des an die HRE geliehen Geldes, das Eigenkapital der Coba und der DB vollständig aufgezerrt hätte.”
Ja und? Wozu haben diwe eine Risiko und Controllingabteilung?
Ich kann nun mal nicht mehr Geld verleihenm als ich habe, das lernt man im Kindergarten.
Du meinst, der Steinbrück schmeißt mit Feigenblättern?
In wenigen logischen Schritten lässt sich die Systemrelevanz der HRE-Rettung ableiten.
1. Ist die HRE-Rettung relevant für die herrschende Klasse? Yep
2. Bildet die herrschende Klasse ein System? Yep
3. Also ist HRE-Rettung systemrelevant fürs herrschende System.
Nun werden einige einwenden:
Aber die HRE-Rettung ist doch nicht relevant für die Interessen der Bevölkerung!
Richtig, jedoch sind die Interessen der Bevölkerung nicht relevant fürs herrschende System.
Das ist allerdings eine soziologische Argumentationskette, zugegebener Maßen, eine Argumentationskette der klassischen Soziologie, nicht der modernen, denn letztere kennt keine Klassentheorie mehr. Wie die VWL.
@ MacT
‘Vernetzen’ sagt nichts aus. Gemeint ist hier in der Regel eine komplexe oder auch nur unübersichtliche Situation. Das beste Mittel für Übersicht sind klar definierte Schnittstellen, und die – meint wgn wohl – bestehen in diesem Fall.
Noch was zum Mythos Kreditklemme: Es gibt sie nicht.
Kreditklemme kann entweder zu wenig EK oder zu wenig Liquidität im konsolidierten Bankensektor als Ursache haben. Liquidität ist derzeit kein Thema. Beim EK muss man differenzieren. Aber wenn eine Bank über zu wenig EK verfügt, dann muss man doch mal fragen dürfen, warum eigentlich?
Andererseits, wenn es den Unternehmen schwer fällt, Kredite zu bekommen, weil die Banke über zu wenig EK vefügen, wäre auch der Umweg über eine Anleihe denkbar. Statt Liquidität zu halten könnten die Banken Unternehmensanleihen kaufen. Oder warum spendiert die EZB so großzügig Kredite? Machen sie aber nicht.
Jetzt überlegt die Bundesregierung, ob man nicht die Anleihen direkt über die BuBa kaufen könnte. Und kein einziger dieser Schluffis kommt auf die Idee, es könnte auch handfeste Gründe für die Kreditverweigerung geben, die nicht auf irgendwelchen technischen Beschränkungen beruhen.
Wenn das Sozialprodukt einer VoWi sinkt, kann ich keinen einzigen Grund erkennen, warum die Geld-/Kreditmenge steigen sollte. Bei einem stagnierenden Sozialprodukt kann u.U. die Geldmenge steigen, wenn die Zinsen entsprechend fallen, Assets also im Wert steigen.
In der aktuellen Rezession (BIP -7%) spielen diese Überlegungen aber keine Rolle. Nicht umsonst halten sich private Investoren dezent zurück. Überkapazitäten müssen abgebaut werden und so lange Unsicherheit darüber herrscht, wieviel und wo und wie lange, wird es nur eingeschränkt Zugang zu Kredit geben, bzw. nur mit höheren Kosten.
Warum sollte auch nur eine lumpige Bank gegen den Markt wetten?
@MacT
Sobald es zu einem marginalen Grad von Spezialisierung kommt ist Vernetzung trivial, also ungefähr seit der letzten Eiszeit.
Weissgarnix kritisiert zu recht, wie auch ich, das Anführen dieser Vernetzung als hinreichenden Grund für die Übernahme von privaten Verpflichtungen, durch den Staat, äh..den Steuerzahler.
MacT, wenn der Staat ausfällt, dann kocht die Kacke, das versprech ich Dir, wenn die HRE ausfällt, kochen die Investoren. Und Du kannst jetzt selbst entscheiden, was Dir besser schmeckt.
Das heißt aber nicht, dass das, was Dir besser schmeckt, am Ende auch auf dem Teller liegt.
Nur fressen musst Du es trotzdem.
WGN
Recht hast du! Es müsste nur so laut verkündet werden das den
Verantwortlichen die Ohren, auf denen sie mitunter sitzen, klingeln.
Doch wer soll das machen? Die Medien? Hahahaha…
Stellt ein wirklich freier “Markt”, die ” System Frage”? Dem “Markt”, der neo liberalen Doktrin wäre es schei..egal ob und welche Banken im Nirwana verschwinden. Das die Gierigen sich verzockt haben, hat die schlichten Gemüter unter denen erschreckt. Das Drohgebäude der in der Materie steckenden Herren an die ( Rest) Politik hat dazu geführt das man ungeprüft und ohne groß nachzudenken das Geld der Steuerzahler in dieses (bodenlose) Fass gesteckt hat. Das nur Merkel und Steinbrück,
zwei ausgewiesene Finanzexperten, “überzeugt” werden mussten, sagt doch alles! Die haben die Indianer im Bundestag schon instruiert. Widerrede? Von wem?
Die Boni für unsere Banker Elite waren ernsthaft gefährdet! Und
die Reichen die ihre Zocker Millionen in diese Institute
gesteckt hatten, wären um einige Scheine ärmer geworden.
Meiner Meinung nach ist der gesamte Komplex der “Rettung der
Banken” ein Skandal den in seiner Tragweite, auch dank hervorragend funktionierender Verschleierung und Verdunklung in allen Meinungsbildenden Medien, und dem
heute real funktionierenden politischen Parteien, in denen eine
eigene Meinungsbildung der einzelnen Abgeordneten nicht
mehr erwünscht ist, ( fast) niemand sieht ( sehen will, kann..).
Es ist auch nur schwer zu verstehen wenn man das System nicht
zu Ende denkt. Jeder Spiel- und Zocker Süchtige wird bei Lotto
auf die Risiken aufmerksam gemacht! Wer macht unsere “Eliten”
auf ihre Zocker Sucht aufmerksam? Zocken und Spielsucht sind
de facto ausgewiesene Krankheiten. So was muss behandelt
werden. Den Spielsüchtigen mit vorgegebener Gewinnspanne,
die im Moment immer aggressiver neues Spiel Kapital beim
gemeinen Bürger einsammeln, geht es im Moment zu langsam!
Die werden ungeduldig. Spielsüchtige essen und schlafen kaum.
Die sehen nur sich und ihre Chips.
Es ist erschreckend wie wenige die Dinge klar und unmissverständlich aussprechen.
Ich hoffe das sich deinem Beispiel noch sehr viel anschließen!
Es geht um unsere Zukunft, die einige wenige gerade verfrühstücken!
Zur Peter-Prinzip-Schlaubergerei habe ich eine kleine Anmerkung anhand der Ergebnisse eines Versuchs, es per agent-based modeling zu verifizieren (http://www.technologyreview.com/blog/arxiv/23800/).
Die Forscher stellen zunächst fest, dass ihr Modell Mr. Peter recht gibt. Dann überlegen sie: ” But is there a better way of choosing individuals for promotion? It turns out that there is, say Pluchino and co. Their model shows that two other strategies outperform the conventional method of promotion. The first is to alternately promote first the most competent and then the least competent individuals. And the second is to promote individuals at random. Both of these methods improve, or at least do not diminish, the efficiency of an organization.
Bei der HSH hat es jedoch jetzt einen Massenexodus von Politikern gegeben. Wo bleiben da die tools of randomness (kein Tippfehler, sondern ein Wortspiel für Talebianer)?
Und: Die Unfähigsten sind jetzt enttarnt. Sollen sie den neuen Zyklus beginnen, also im Amt bleiben dürfen?
Die Welt wird ein klein wenig einfacher, wenn man interessengeleitetes Handeln und Verteilungskämpfe nicht im Nebel der Qualifikationsdebatten wegzuobjektivieren versucht. Der konservative Philosoph Odo Marquard hat der verbesserungswütigen Linken mal vorgeworfen, sie spreche dem Staat eine universelle “Inkompetenzkompensationskompetenz”
zu (das schicke Wort hat hier auch mal ein Kommentator zitiert). Es zeigt sich nun, dass die Elite uns allen hierin um mehr als nur eine Nasenlänge voraus ist.
Die Elite ist eben per definitionem selbstrettend. Telekom-Boss Rene Obermann kleidete das Eingeständnis seiner Unfähigkeit zu effizientem Wirtschaften einmal in die Worte, dass er nicht wisse, wie man von Bafög leben könne. Da war natürlich für den Studenten Obermann die persönliche Erstrettung indiziert.
Ich habe mich auch schon immer gefragt, ob der berühmte Russe Potemkin mit Vornamen wirklich Graf hiess oder nicht vielleicht doch z. B. Bernie. Das ergäbe nämlich eine stimmige Ahnenreihe: Potemkin, Cornfeld, Ebbers, Madoff…
Übrigens habe ich gerade eine Spielidee zum Softwarepatent angemeldet: den Elitensimulator. Ziel im Spiel ist, einer Jedermann-Figur – nennen wir sie ruhig Mr. Peter – über 99 Karrierelevel an die Spitze der Gesellschaft zu verhelfen. Dabei gilt es, sich strikt an die Regeln zu halten, Verstösse und Abweichungen den Mitspielern gegenüber jedoch mit Banalsprüchen und Trivialrhetorik möglichst friktionsfrei zu verschleiern. Also: wer Gelegenheit findet, einem Mitspieler entgegenzuschleudern, wer A sagt, müsse auch Bernie sagen, hat es auf jeden Fall schon ein Level höher geschafft (in meinem Spiel nenne ich das eine “promotion”).
In diesem Sinne: Bei der HRE war einfach das Geld alle, deshalb brauchte sie neues. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder? goodnight sagt es doch auch, und der hat gleich im ersten Anlauf alle 99 Level meiner Alphaversion geknackt…
@Zecke:
Ich beklage ja gerade, dass die Politiker sich nicht an den Verhandlungen beteiligt haben, obwohl die Gefahr besteht, dass sich der Staat mit der HRE-Rettung übernimmt.
Damit der Staat die Übernahme der Verpflichtungen anders organisieren hätte können, hätten sich die Vertreter erstmal an den Verhandlungstisch setzen müssen.
@Peter Lehmann
Der konservative Philosoph Odo Marquard hat der verbesserungswütigen Linken mal vorgeworfen, sie spreche dem Staat eine universelle “Inkompetenzkompensationskompetenz”
zu.
Das Problem vor dem stehen ist das der Markt sie auch nicht besitzt!
und nu?
Ich nehme da mal was vorweg!
Entweder
Individuelle Einzelperson aka Führer
oder
Kollektiv aka Demokratie
@ Zecke
“Weil die Herren [...] IHR System im Teller sehen und nicht im Topf aus dem sie schöpfen.”
Schön, das wird die Metapher des Monats.
@ HAM
Deinem letzten Kommentar im “Heine”-Thread entnehme ich, daß Du einen enormen Bedarf an Feindbildern hast. Freut mich, daß ich ihn zum Teil befriedigen konnte. Als sozialliberaler Reformist möchte man seinem Nächsten ja auch immer einen konkreten Nutzen erweisen…
@ Nanuk # 29
Wenn ich das so richtig beobachte, haben vor dem Wort ‘Kollektiv’ hier viele Menschen so viel ‘Angst’, dass sie dabei leichtsinnig übersehen, dass sie damit auf Demokratie verzichten.
Es ist ihnen wohl zu lange ‘eingehämmert’ worden, dass Kollektiv nichts mit Demokratie zu tun hat.
Und sie selbst kommen nicht auf die Idee, dass sich ein Kollektiv über viele einzelne Individuen bildet, die dort ihre Meinungen und Positionen einbringen…
Was man/wir aber machen können, um ihnen zu dieser Logik zu verhelfen, außer, dass sie es schmerzhaft über das Gegenteil selbst erfahren, das weiß ich eben auch nicht.
@wgn #2
“Mir stinkt es zunehmend, dass diese Krise ihre ganz eigene, von jeder Schuld befreite Semantik kreiert, und noch mehr, dass wir Dummköpfe auch drauf reinfallen.”
wow, sehr schön gesagt!
@Watawah
um jetzt mal mit Ritzeratze zu sprechen wo das ist
http://www.youtube.com/watch?v=NNC0kIzM1Fo
ist auch Kollektiv
Was soll der Titel dieses Beitrags?
@Nanuk:
Was deine Frage angeht: Demokratie, selbstverständlich. Um nochmal auf den Text aus der Technology Review Bezug zu nehmen: da werden Zufallsprinzip und Alternationsprinzip vorgeschlagen. Demokratie entspricht einem Rotationsprinzip mit Legitimationsbonus: das sieht mir nach einer Optimierung des Zufallsprinzips aus. Welche Situation ergibt sich dagegen beim Alternationsprinzip? Da haben wir, um Herrn Marquard ein weiteres Mal zu bemühen, das Problem der Kompetenzidentifikationskompetenz. Der Beste mag in der Lage sein, den Schlechtesten herauszufinden und als seinen Nachfolger vorzuschlagen, würde damit aber bei den weniger Klugen nicht durchkommen, weil ihn dieser Vorschlag den Ruf kosten würde, der Beste zu sein. Der Schlechteste hingegen würde sein eigenes Pferd nominieren und damit die Gruppe zwingen, den erstbesten Esel aus den eigenen Reihen auf den Schild zu heben.
@Peter Lehmann
Du räumst das von der Falschen seite her auf es geht nicht um Kompetenzidentifikationskompetenz sondern um Inkompetenzidentifikationskompetenz.
In Fachkreisen Bildung genannt…
Peter Bieris Definition muss ich jetzt nochmal ausgraben oder?
Es ist nämlich schlicht einfacher festzustellen ob jemand Inkompetent ist.
Also muss ständig die möglichkeit bestehen sich der Inkompetenz zu entledigen.
ICH WEIß DIE WAHREN MOTIVE!!!!
Bis 2013 werden die Staatsschulden auf 2 Billionen aufgebläht und an die 1,6% verteilt.
Dann wird der Euro zur Weltleitwährung und die EU macht dann die nächsten 50 Jahre das was die VSA die letzten 50 Jahre gemacht hat…auf Pump leben und über die Inflation die Auslandsschulden abbauen…
@froZ #30
„Deinem letzten Kommentar im “Heine”-Thread entnehme ich, daß Du einen enormen Bedarf an Feindbildern hast. Freut mich, daß ich ihn zum Teil befriedigen konnte. Als sozialliberaler Reformist möchte man seinem Nächsten ja auch immer einen konkreten Nutzen erweisen…“
Bedarf an Feindbildern habe ich keinen, schon gar nicht einen „enormen“.
Du bist – manchmal, keineswegs immer – Kontrahent im Diskurs. Wie Du weißt, schätze ich Deine Kommentare. Der Kontrahent im Diskurs hat eine andere Position, er ist Gegenspieler. Der beste Freund kann ein Gegenspieler sein. Und ich liebe ihn.
Entwicklung kann nur stattfinden, wenn es eine Entwicklungsdialektik gib. Ohne Widerspruch gibt es keine Entwicklung. Jeder Widerspruch ist eine Herausforderung. Homo ludens und das agonale Prinzip.
Ein Hart4ler hat wenig Freunde und viele Feinde in der Gesellschaft.
Glücklicherweise bin ich in einer anderen gesellschaftlichen Position. Diejenigen, die mich berauben und bestehlen, sitzen – nicht nur dort, aber insbesondere – in der Wall Street und In der London City.
Irgendwann – nicht, dass es ich wollte oder fördern wollte – wird es zum manifesten Krieg der Klassen kommen. Das ist das Gesetz der Geschichte. Erst in einer derartigen historischen Situation stellt sich die Frage, auf welcher Seite der Barrikade man sich positioniert, Und da hoffe ich, dass wir auf derselben Seite stehen.
@hiddensee #20
“Ich kann nun mal nicht mehr Geld verleihenm als ich habe, das lernt man im Kindergarten.”
Ja, da lernt man aber was Falsches.
Wahrscheinlich deswegen, “weil der Prozess, mit dem Banken Geld schöpfen, so einfach ist, dass der Verstand sich dagegen wehrt” ( John Kenneth Galbraith ).
Zur Zeit verwalten die Banken im Euro-Raum 9 Billionen Euro, haben aber dabei nur ein Guthaben von 260 Milliarden.
Heutzutage kreieren die PR-Vögel doch für alles irgendeinen absurden Neusprech, warum sollte das ausgerechnet in Sachen HRE bzw. Finanzkrise anders sein…
Und die Vernetzungsmetapher greift in der Angelegenheit doch eh etwas kurz. Von den Entstehungs/Verursacher- oder Schuld-Fragen mal ab, ist der zentrale Begriff doch eher mal wieder die von den Medien ebenfalls stark strapazierte “Kettenreaktion” oder wahlweise der abgenudelte “Domino-Effekt” (wobei “Seilschaft” in dem Zusammenhang natürlich sehr schön ist). Und dann ist doch entscheidend, ob der wandelnde ifo-Backenbart die mit einer HRE-Pleite einhergehenden Risiken besser einschätzt oder WGN. Ich hab keine Ahnung. Aber letztlich bringt es doch wenig, sich an Begriffen wie “Systemrelevanz” aufzuhängen. Dass “System” in dem Fall mit der deutschen Bankenlandschaft oder Finanzszene gleichbedeutend ist – da kann man sich dran stören aber das bringt die Diskussion ja nicht weiter.
Wichtiger ist doch, ob die “Rettungsmaßnahmen” sinnvoll waren, oder nicht. Also, ob es den Staat am Ende günstiger zu stehen gekommen wäre, den maroden Laden fallen zu lassen und den Marktkräften auszusetzen. Und damit eben, ob der olle Sinn mit seiner Annahme, ein Abschmieren der HRE sei ähnlich folgenschwer wie der Lehman Crash gewesen, oder WGN mit seiner Sichtweise richtig liegt.
Ohne das richtig abschätzen zu können, kommt mir hier bei all den nachvollziehbaren “die Elite rettet ihren eigenen Arsch, indem sie sich als systemrelevant verkauft”-Argumenten etwas kurz, dass der Funke (also jetzt nicht der HRE-Georg) bei der merkwürdig hochstilisierten Stimmung damals ja vielleicht doch ziemlich schnell auch auf Otto-Normal-Kleinsparer hätte übergehen können (Bank Run)(?) Könnte mir zumindest vorstellen, dass solche Gedanken Peer Sparstrumpf bzw. seinen Homunculus und die schwäbische Hausfrau Merkel wirklich eher umgetrieben haben, als das Ansinnen, den fetten Gänsen Ackermann und Blessing auch noch die Ärsche zu schmieren.
@seltsam
Die Elite ist ganz sicher “systemrelevant”, man könnte sogar sagen, dass sie das System IST. Die eigentliche Frage ist nicht die einer Umformulierung (so wie dein Funke, nicht der Georg) dieser Behauptung, sondern:
Ist das System relevant?
@Lemming
Genau. Mir ging es aber vor allem darum, inwieweit in diesem konkreten Fall das Interesse der Eliten, die wie Du schreibst das System sind, ausnahmsweise und nur ganz kurzfristig in der speziallen Situation vielleicht mit den Interessen des REsts der Bevölkerung, der nicht zu diesem erlauchten Kreis zählt, zusammengefallen sein könnte. Wäre so quasi als komischer Zufall ja auch mal möglich (?)
Was ich an der ganzen Debatte so absurd finde:
Die Menschen hinter ‘den Banken’ können bestenfalls dicke Gewinne machen und schlimmstenfalls leer ausgehen, weil sie ganz überwiegend ja nicht ihr eigenes Geld verlieren, welches vorausschauend in Immobilien angelegt ist.
Die Menschen, die ‘den Banken’, und damit ja letztlich den Menschen hinter ‘den Banken’, ihr mühsam verdientes Geld leihweise zur Verfügung stellen, können bestenfalls mäßige Gewinne machen und schlimmstenfalls alles verlieren. So wie jetzt. Und damit sie das nicht gleich merken, druckt man Geld und sorgt so dafür, dass sie für die gleiche Arbeit immer weniger reelen Gegenwert bekommen.
Und nun rate man, wer von den beiden gerade lauter schreit? Kommt man nie drauf.
@Seltsam
“Wäre so quasi als komischer Zufall ja auch mal möglich (?)”
Ja den gibt es in der Stunde 1 eines Krieges und in der 0 nachdem man ihn verloren hat. Auf die heutigen Globalen verhältnisse umgemünzt bedarf es dafür einer invasion Ausserirdischer…
“Die Menschen, die ‘den Banken’, und damit ja letztlich den Menschen hinter ‘den Banken’, ihr mühsam verdientes Geld leihweise zur Verfügung stellen, können bestenfalls mäßige Gewinne machen und schlimmstenfalls alles verlieren. So wie jetzt.”
# 43
Darauf kommt es aber nicht an! Das ist ja genau das was bei den
Debatten um ” Bankenrettungen” immer zu kurz kommt, bzw
eigentlich überhaupt keine Rolle spielt. Relevant sind die Banken
und die Aktionäre dieser Banken. Diejenigen die das Geld als
Sparer zur Verfügung stellen haben, wenn es schief geht, Pech gehabt.
Diese Menschen sind ja nicht “System Relevant”.
Dein Geld wird nur gerettet wenn du Anteile an der Bank hältst,
nicht wenn du nur Sparer bist. So ist das System..
Wichtig sind unsere “Leistungsträger”. Banker sind die größten
“Leistungsträger”. Und auch da gibt es noch feine aber wichtige
Abstufungen! Die größten “Leistungsträger” ( auch am Verdienst
abzulesen) sind die Zocker die sich Boni in Millionen oder sogar
in Milliardenhöhe einverleiben.
Die Investmentbanker.
Ist für die ganz Kleinen mittlerweile ein Traumberuf, wie früher Pilot oder Fußballer. Die sind in der Gesellschaft anerkannt. Denn
wer viel Geld verdient ist ” Leistungsträger”. Wie er das verdient,
will doch keiner wissen.
Solange kein grundsätzlich anderes Denken in unsere Köpfe
Einzug hält, wird sich daran auch nichts ändern. Wie ist denn
unsere momentane Welt gestrickt? Einfache klare und faire
Ansichten und Forderungen werden als “linkes Gespinne”
abgetan. Es muss noch viel passieren und viele denen es heute
noch gut geht müssen selbst unmittelbar betroffen sein, damit
der Boden bereitet werden kann um unsere heutige “Elite’” an
das zu erinnern was der eigentliche Zweck des Zahlungsmittel
“Geld” ist.
Aber wie ich weiter oben schon schrieb. Glücksspiel kann süchtig
machen. Sucht ist eine anerkannte Krankheit. Ich möchte gar
nicht erst wissen wie viele von diesen Kerlen Suchtkrank ist…
@ HAM
“Irgendwann [...] wird es zum manifesten Krieg der Klassen kommen. Das ist das Gesetz der Geschichte. Erst in einer derartigen historischen Situation stellt sich die Frage, auf welcher Seite der Barrikade man sich positioniert. Und da hoffe ich, daß wir auf derselben Seite stehen.”
Sicher ist es möglich, daß es irgendwann selbst hierzulande zum Bürgerkrieg kommt, und dieser mag auch Klassencharakter tragen. Hat es in der Vergangenheit immer mal wieder gegeben, und niemand garantiert, daß es das nicht auch in der Zukunft geben wird. Allerdings wird unser einziges Interesse an der Sache (wie auch das der meisten hier) dann vermutlich nur noch darin bestehen, daß man unsere Grabsteine nicht zum Barrikadenbau verwendet, und wenn doch, daß die richtige Seite es tun möge.
Es ist ja alles nicht so einfach mit den Barrikaden. Zufällig war ich im Oktober 1993 in Moskau, da gab es gerade den bewaffneten Konflikt zwischen Legislative und Exekutive, der damit endete, daß Jelzin das Parlament mit Panzern beschießen ließ. In der Moskauer Innenstadt hatten jelzintreue Sicherheitskräfte und ihnen willfährige Firmen hohe Barrikaden aus allerhand sperrigen Metallgegenständen aufgetürmt. Zwar gab es dort keine Kämpfe, es war wohl mehr eine Inszenierung für die Fernsehkameras. Die Anwohner hingegen – keine Gulaschkommunisten, aber doch sehr pragmatisch veranlagt – benutzten das Barrikadenwunder dazu, ihren Sperrmüll und sonstigen Unrat bei der Gelegenheit zu entsorgen. Als der Konflikt vorbei war, hat die siegreiche Seite dann schnell alles auf Staatskosten wegräumen lassen. Seither glaube ich nicht mehr an Barrikaden und sowas.
In der uns zur Verfügung stehenden Zeit werden die Auseinandersetzungen wohl eher um die kulturelle Hegemonie in der Gesellschaft geführt werden. Und da ist das Prinzip “Viel Feind, viel Ehr” genau das falsche, auch wenn es hier in der Mikrowelt des Blogs einer gewissen dramaturgischen Erfordernis entgegenzukommen scheint. (Und auch mit Fragen wie “Ist das System relevant?” wird man letztlich in Schönheit sterben.)
Vielleicht irre ich mich ja, und es werden doch zu meinen Lebzeiten noch Barrikaden gebaut. Nun, früher habe ich im Osten mal am guten alten “Avtomat Kalaschnikow” eine Schießausbildung erhalten, das könnte von Nutzen sein. Ich hoffe nur, es geht dann nicht wieder so aus wie im spanischen Bürgerkrieg, wo die Moskautreuen und die Trotzkisten aufeinander schossen, derweil die Anarchisten ihr herrschaftsfreies Wolkenkuckucksheim bauten, obwohl Francos Truppen schon hinter dem nächsten Hügel standen. (Womit ich den einzelnen Kämpfer auf republikanischer Seite jetzt nicht herabwürdigen will.)
Übrigens, weil Du wieder von Wall Street und City of London sprichst: Die Sozis sind ja nicht Deine Freunde, aber vielleicht findet wenigstens Karl Liebknecht Gnade in Deinen Augen. Was sagte der anno 1915? – “Der Hauptfeind steht im eigenen Land!”
@ patch
“Was soll der Titel dieses Beitrages?”
Ja, das ist ein postmoderner Blog. Hier wird Geschichte häppchenweise zu einem großem Auflauf verhackstückt. Ein bißchen Preußen hier, ein bißchen “Protokolle” da. Hätte der Blog einen Soundtrack, dann wäre es Laibach.
@ weissgarnix
Also, meine zwei Minuten Küchenanalyse (und garantiert ohne ein VWL Magiemodell) hat ergeben, das man die Gläubiger/Schuldner Stellung der Banken durchaus als Netzwerk sehen kann. Das geht kurz und knapp so:
Man nehme die Banken als Knoten, eine Kante zwischen zwei Banken ist da, wo es entweder eine Gläubiger/Schuldner-Stellung gibt oder die eine Bank Assets der anderen hält. Je mehr Geld da im Spiel ist, desto dicker werden die Kanten (brauchen wir gleich).
Jetzt nehmen wir an, das das Sterben einer Bank (aber auch das von normalen Firmen), sich über die Kanten fortpflanzt und zwar umso stärker je dicker die Kante ist. Stirbt eine Bank betrifft das direkt die Banken, die mit der sterbenden Bank über Kanten verbunden sind. Nehmen wir weiter an, das sich die Effekte eines entfernten Knotens weiter durch das Netzwerk ausbreiten — allerdings in abgeschwächter Form — erhalten wir eine spannende Dynamik bei einer Bankinsolvenz. Wichtig ist noch, das sich die Effekte umso stärker abschwächen je dünner die Kante zwischen den Banken ist.
Was kann man lernen, wenn mand amit im Kopf drei Minuten rumspielt? Es gibt Netzwerkeffekte (siehe auch Lehmann und der Effekt), kleinere Banken würden helfen, bestimmte Banken sind wichtiger als andere.
Nur kann man wohl von der VWL nicht erwarten, das sie tatsächlich mal versucht mehr als eine Variable zur gleichen Zeit zu ändern, geschweige denn es mal mit Simulationen versucht. Insofern bleibt das ganze in der Küche und wir werden nicht erfahren ob die HRE jetzt tatsächlich relevant ist oder ob da nicht doch eher die Partikularinteressen einiger weniger vertreten werden.
Das mit den Partikularintessen liegt allerdings näher, weil es ja nicht mal größenordnungsmäßige Abschätzungen gibt, was eigentlich bei der Insolvenz einer Bank passiert. Also sind wir wieder bei der Frage, was da eigentlich genau gelaufen ist…
Naja, lieber wgnx, da solltest du deine “dicken Kanten” schon mal saldieren und nicht nur quantifizieren. Erst dann kommt die Richtung eines möglichen, und möglicherweise von bestimmter Seite gefürchteten, Dominoeffekts zum Vorschein.
Hallo WGN,
da Joe Ackermann seinen eingenen Mann Wieandt, den er ausgebildet und herangezüchtet hat, als Statthalter bei der HRE installiert hat, kann er prima dafür sorgen, daß die 108 Mrd Steuerbürgergeld direkt in seine Taschen fließen. Magst also mit Deinem DeuBa Investment doch noch recht bekommen. Joe ist der abgebrühteste Bankster von allen.
DT
Wen ich den finde, der die Idee mit den kleinen Banken als erstes in die Welt gesetzt hat, dem trotze ich die nächste Packung Tabletten ab…
Weissgarnix, hast Du da was zu beichten?
@Karl
“Was kann man lernen, wenn mand amit im Kopf drei Minuten rumspielt? Es gibt Netzwerkeffekte (siehe auch Lehmann und der Effekt), kleinere Banken würden helfen, bestimmte Banken sind wichtiger als andere.”
Wenn ich mit so was in meinem Kopf rumspiele, krieg ich immer Kopfweh.
Könntest Du jetzt vielleicht noch eine optimale Relation zwischen Kantendicke und Knotengröße ausführen? Ich wäre völlig glücklich.
Denn eines verstehe ich an Deiner Forderung nach vielen kleinen Banken nicht: Wenn die vielen kleinen Knoten jeweils eine kleine Kante haben, dann ist das doch genauso gut oder schlecht wie wenn wenige große Knoten großen Kanten haben, oder nicht?
Also brauchen wir kleine Knoten mit minimalsten Kanten! Fragt sich nur ,wo der Rest der Kanten dann hinkommt…aber vermutlich buddelt der Steinbrück gerade ein Loch im Haushalt, da schmeißen wir die einfach rein.
Der Bankensektor ist PLEITE! Und er wird noch viel pleiterererer wenn im Zuge der Rezession, wegen des notwenigen Abbaus von Überkapazitäten, weitere Konsumenten- und Unternehmenskredite ausfallen. Ob viele kleine Banken pleite sind, oder wenige große, spielt da keine Rolle mehr. Es ändert nichts am Problem.
Bank-Rott! Was ist daran nur so schwer zu verstehen?
Warum erinnert mich diese Forderung nach kleineren Banken so fatal an die strukturierten Wertpapiere? Da hieß es doch auch immer, kleiner, handlicher, die Risiken sind verteilt, von allem ein bischen drin, wie eine gut sortierte Pralinenschachtel, mmmmh, lecker Wertpapiere,…
Bullshit! Wenn das Geschäftsmodell fürn Arsch ist, dann ist völlig egal, wie viele Knallköppe sich das hinten reinschieben, oben wieder rausziehen und den Investmentlebensriestern als Tripple-A-Burger verkaufen.
Warum gehen in den USA ausschließlich kleine Banken hopps? Weil die nicht systemrelevant sind? Quatsch! Die sind genauso systemirrelevant wie alle anderen, aber der administrative Aufwand ist zu hoch. Pleite, Übernahme durch die Bank nebenan, ein Darlehen von der FED, ein bischen an die Einlagensicherung, fertig.
Mal angenommen es gäbe nur solche kleinen Banken. Was dann? Wo wären dann die strukturierten Assets? Bei den vielen kleinen strukturierten Banken, wo sonst?
EK hoch, Mindestreserve hoch, Trennbanken und für alle Bruchpiloten: Good Bank Konzept
Beim Good Bank Konzept könnten wir anfangen und der Ackermann wird verpflichtet ohne Neugeschäft die Bad Bank zu verwalten bis das letzte Asset geplatzt ist. Da kann er dann Protokolle schreiben oder seine Memoiren, Schiffe mit sich selbst versenken oder Aufsichtsratsitzung spielen – aber Finger weg von der Wirtschaft.
Wiederholungen gefallen nicht immer!
@froZ #46
„aber vielleicht findet wenigstens Karl Liebknecht Gnade in Deinen Augen. Was sagte der anno 1915? – “Der Hauptfeind steht im eigenen Land!”
Anno 1915! Da war Deutschland noch ein souveräner Staat.
Damals gab es noch keine globale herrschende Klasse.
Gerade Du mit DDR-Vergangenheit müsstest doch wissen, dass die wahren Herren der DDR in Moskau saßen. So wie 1968 in der Tschechoslowakei der Hauptfeind NICHT im eigenen Land stand. Es war nicht die herrschende Klasse in der Tschechoslowakei, die im „Prager Frühling“ nach sowjetischen Panzern gerufen hat.
Der Krieg gegen Jugoslawien – von wem wurde der geführt?
Von der NATO. Man sprach in Deutschland auch gern von der „Staatengemeinschaft“. Warum wurde er geführt?
Weil Milosevic sich weigerte, sich in diese NATO-Staatengemeinschaft zu integrieren. Der hatte nicht begriffen, dass mit dem Zerfall des Ostblocks auch das Ende der blockfreien Staaten in Europa gekommen war. Und damit auch das Ende völkerrechtlicher Souveränität.
Meine Rede von der „Barrikade“ war metaphorisch gemeint. Ich denke, dass dies aus meinen bisherigen Ausführungen ersichtlich war.
Jede wirkliche Revolution ist im Wesentlichen Kulturrevolution. Und der Kampf zwischen feudaler und bürgerlicher Kultur geht schon 250 Jahre, wobei die Neo-Feudalen im Augenblick dominieren.
In der 68-er Revolte war die physische Auseinandersetzung völlig sekundär. Niemand mit Verstand glaubte, dass man in den Demonstrationen die Polizei „militärisch“ besiegen könnte.
Es gab ein paar durchgeknallte Desperados, welche eine bewaffneten Kampf führen wollten. Die haben sich zu ein paar politischen Banden zusammengeschlossen. Mit dem Effekt, dass die Aktionen dieser politischen Verbrecherbanden als Vorwand genommen wurden, um mit dem Argument „Kampf gegen den Terror“ bürgerliche Freiheitsrechte abzubauen und den Überwachungs- und Repressionsstaat auszubauen.
Bei der 68-er Revolte ging es um Kulturkampf, um den Erhalt des bürgerlichen Individuums für die Klasse der geistigen Arbeit gegen die Unterwerfung der geistigen Arbeit unter das System entfremdeter (Lohn)Arbeit.
Und die praktische Frage war: Wo positionierst Du Dich?
Beim Establishment, welches das System von Kapital und Lohnarbeit aufrechterhalten und auf alle gesellschaftlichen Bereiche ausdehnen will, oder bei den Revoltierenden, welche die Idee einer freiheitlichen Gesellschaft haben?
Das war die Barrikade.
Du hattest die Alternative: Passt Du Dich ideologisch an oder riskierst Du „Berufsverbot“.
Wenn Du als Linker – nach der Niederlage der 68-er – Karriere machen wolltest, musstest Du die Seiten der „Barrikade“ wechseln. Wie zum Beispiel Schröder. Wechselte in der SPD von Linksaußen auf Rechtsaußen.
Die frühen Grünen waren ja nichts anderes als eine Konvertitenpartei. Vom „Revolutionären Kampf“ und vom „Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW)“ zur konstruktiven, systemerhaltenden Partei in ökologischer Verpackung. Und heute neo-liberal.
Du schreibst:
„In der uns zur Verfügung stehenden Zeit werden die Auseinandersetzungen wohl eher um die kulturelle Hegemonie in der Gesellschaft geführt werden. Und da ist das Prinzip “Viel Feind, viel Ehr” genau das falsche, auch wenn es hier in der Mikrowelt des Blogs einer gewissen dramaturgischen Erfordernis entgegenzukommen scheint.“
Dem ersten Satz stimme ich zu, dem zweiten nicht.
Denn beim Kampf um die kulturelle Hegemonie geht es nicht primär um „Mehrheiten“.
Was die Mehrheit in Deutschland will, ist doch klar: Sie will stabile gesellschaftliche Verhältnisse. Keine galoppierende Inflation, keine Währungsreform. Auch keine Revolution oder „Wende“. Die Mehrheit will den Erhalt des Status quo.
Die Frage ist nur: Kann man den Status quo erhalten? Kann man das System retten?
Anders als die Mehrheit glaubt, weiß die Elite längst, dass dieses System nicht mehr zu retten ist.
@ HAM
# 53 : klasse !!!
Die Medien tun einfach ihre Arbeit
“Deutsche Industrieproduktion mit Jubelmeldungen”
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/07/deutsche-industrieproduktion-mit.html
@froZ: Scheint mir auch so. Mich interessiert aber schon, ob für die Autoren dieses Blogs die “Weisen von Frankfurt” und die “Weisen von Zion” deckungsgleich sind. Und ich hab auch keine Lust, danach zu suchen, ob hier irgendwo die Satire oder andere “postmodernen” Begründungen auf irgendeiner Ebene mitschwingen.
@ Zecke
Also die Idee das viele kleine Banken wohl eine bessere Idee sind, findet sich z.B. bei Nassim Taleb im Schwarzen Schwan. Und hier im Blog. Und in ganz vielen anderen Blogs.
Im wesentlichen sagt das aber auch nur, das man auch als Bank damit rechnen sollte das andere Banken ausfallen und man halt das Risiko streuen sollte.
Ich finde viele kleine Banken im Wettbewerb auch besser als wenige große in oligopolistischen Strukturen. Aus mehreren Gründen. Mich ärgert nur die Argumentation, viele kleine Banken lösen das Problem der Systemrelevanz. Erstens weil per se keine Bank systemrelevant ist, außer es gibt nur eine einzige, zweitens weil das nichts am schlechten Geschäftsmodell (großer Hebel, großes Risiko, Intransparenz,u.s.w.) ändert.
Das Problem ist nicht die Größe der Bank, sondern ihr Geschäft.
Umm, ohne jetzt dabei gewesen zu sein: Das was anch der Lehmann Insolvenz ablief, machte jetzt auf mich allerdings schon einen recht systemrelevanten Eindruck.
Und schaut man auf die Liste der Banken in den USA die pleite gegangen sind ( http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_acquired_or_bankrupt_United_States_banks_in_the_late_2000s_financial_crisis ) verdichtet sich das Bild, das nämlich größere Banken größere Verwerfungen im Falle der Insolvenz auslösen. Oder hat schonmal jemand von der Neighborhood Community Bank in Newnan, Georgia gehört? Dachte ich mir. Sind aber futsch.
Das Problem ist nicht die Größe der Bank, sondern ihr Geschäft.
Gut gebrüllt,Zecke!
Stimmt auffallend.
Die Banken haben sich in diesem System quasi verselbstständigt.
Sie sind mächtiger und mächtiger geworden. Sie haben es geschafft
das ganze politische Parteien ihr Treiben toll finden. Ja nicht nur das.
Politische Strategiepapiere hören sich mittlerweile an, wie vom
seligen Ackermann Josef selbst geschrieben. Der Bankensektor und
die Politik sind eine Schlafgemeinschaft. Die waschen sich gegenseitig.
Vor allem den Dreck von der Haut. Unsere Politiker verehren
sowohl das Geschäftsmodell ( inclusive der sogenannten Zweck
Gesellschaften) als auch alle die dieses Geschäft betreiben.
Die Bankster haben es sogar fertig gebracht Merkel und Co. davon
zu überzeugen das die jetzige Krise nur ein “Versehen” war. Das
Steinbrück manchmal vielleicht ganz leichte Zweifel überkommen
mögen, so tief im Innern, dass mag sein, aber grundsätzlich kann
und will er gegen seine Freunde und Herrscher des Universums
nichts unternehmen. Die Macht hätte er auch nicht. Das ist uns
doch wohl völlig klar, oder?
@Patch und froZ
Ich dachte, der Titel ergäbe sich unmittelbar aus der Punchline des Textes: diese Protokolle erscheinen mir “fabriziert”, genauso wie die Vorläufer aus Zion fabriziert wurden.
Was ist denn eigentlich “System Relevanz”? Das wäre mal eine
Doktorarbeit wert.
Meiner Meinung nach hätte man die HRE einfach pleite gehen
lassen können. Alle privaten Anleger wären ausgezahlt worden.
Alle anderen haben gewettet und eben verloren. Punkt. Ende.
Ich wette das dieser Weg der wesentlich billigere für den Steuer
Zahler gewesen wäre.
Wer Glücksspiel betreibt, muss Verluste einplanen. Das wissen
diese Kreise auch sehr wohl.
Wenn ich Aktien einer Firma habe, muss ich einplanen das sie
Pleite gehen kann. Jeder Aktionär,vor allem jeder Großaktionär,
kann Einfluss auf die Geschäftspraktiken nehmen. Es gibt einen
Aufsichtsrat, der die “Aufsicht” hat. Sollte, wenn alle ihren Job
machen und kompetent sind, völlig ausreichen…
Wie oben schon gesagt, dieser Weg war deshalb versperrt weil
die politisch Verantwortlichen nicht mehr die Macht haben so
zu handeln. Sie müssen, auch weil sie vorher mitgemacht haben,
ihren einmal eingeschlagenen Weg fortsetzen.
Sieht man doch sehr schön am momentanen Zustand der SPD.
Die müssten zugeben das alles Bullshit war, was sie die letzten
Jahre getrieben haben. Betonköpfe wie Müntefering und
Konsorten sind aber nicht fähig Fehler zu erkennen. Das wäre
von diesen Typen zu viel verlangt. Und selbst wenn sie dazu
fähig wären, die Angst eines Gesichtsverlustes wäre zu groß.
Dann lieber Augen zu und “durch”.
@ Kritiker des Bösen # 62
Seit der (religiöse) Glaube, dass leistungslose Einkommen höher ausfallen als erarbeitete, volles Haus unter den Interessierten macht, hat das nicht nur die Politschranzen und Bangster ergriffen: jeder in Produktion investierte Euro war ein Verlust angesichts der Renditen des Finanzmarkts. Und es funktionierte ja auch seine Zeit. Bis das Gebilde zusammenbrach.
Aber Glaube ist eben hartnäckig, weil er sich nicht mit Realitäten abgeben muss. Und so surfen sie weiter, solang es eben geht. Fernseh-Prediger, wo man hinschaut.
Kotze es, was es wolle (Spruch eigenhändig geklaut, unter uns Abstaubern)
“Was ist denn eigentlich “System Relevanz”? Das wäre mal eine
Doktorarbeit wert.”
=>Yep:
System Relevanz ist immer das, was das System als systemrelevant unterscheidet und bezeichnet.
Punkt.
Kürzeste Doktorarbeit aller Zeiten….Beifall…Danke…Vorhang.
O.K…o.k…..das Volk will Belletristik…o.k.:
Für das Wirtschaftssystem entscheidet per definitionem der Markt über live and let die. Das sagt ja explizit Herr Ackermann in dem sog. Protokoll: Der Markt entscheidet sich für den Tod aller Banken….Yep, da sage nochmal einer, der Markt wäre nicht intelligent
Und Yep, da geht der Herr Ackermann zu den Politikern und verkauft denen die HRE für schlappe 100 Mrd.: “Musste kaufen, weil brauchste unbedingt zum Überleben”….yep, mehr hat er nicht gesagt oder getan…ein einfaches Verkaufsgespräch. Und Merkel hat gekauft. Punkt. Easy as f..k……und jetzt sage noch mal einer der Staat hätte Macht oder wäre intelligenter als der Markt….
Yep, objection…in dubio pro Merkel…weil was sollte die denn machen, wenn kurz vor 12 Deutschlands biggest banker vor der Tür steht und Hilfe ruft….wer würde da nicht sofort die Tür öffnen? Wer würde nach dem “Warum” fragen….welch Unmensch? ….yep, weil dat isser, der Preis der funktionalen Differenzierung: Vertrauen!
Wenn zwei Systeme miteinander kommunizieren, yep, da muss man einander vertrauen, weil keiner ja wirklich weiss, was beim anderen so abläuft…steckt man ja nicht drin…per definitionem…mal wieder….whatever….die Geschichte geht weiter…Strukturen entstehen und vergehen…die Zeit wird richten….wurden wir behoppst? Hey, bin ich Richter? Nope, meine Aufgabe ist Profit … und hier vor meinen Bildschirmen, in meiner kleinen Welt ohne Wahrheit, Gerechtigkeit und so, eine Welt allein aus Zahlung oder nichtZahlung…yep, da ist das HRE-Problem kein Problem…sondern eine challenge….yep….deshalb läuft die Welt …trotz Protest immer weiter…weil diese Welt gar nicht existiert…es gibt nur noch Welten….
Allegra: “So how does it feel?”
Ted: “What?”
Allegra: “Your real life. The one you came back for.”
Ted: “It feels completely unreal.”
(Existenz)
goodnight als Psychologe !
@Karl
Savings & Loan crisis:
http://www.fdic.gov/bank/historical/s&l/
Ich weiß es gibt Unterschiede, aber auch einige Gemeinsamkeiten wie die Deregulierung, die Immobilienblase, Refinanzierung brach zusammen…
Auf was ich aber raus will ist folgendes:
1000 Institute gingen pleite. Waren die auch zu groß? Nein! Die hatten alle das gleiche Geschäftsmodell. Und die Politik bezahlte. Wie auch heute. War das einzelne Institut systemrelevant? Nein! Aber in ihrer Gesamtheit schon. Was heißt das jetzt für die Größe eines Instituts?
Damals fielen übrigens die Zinsen, was die Refinanzierung erschwerte, heute sind des die gestiegenen Zinsen die zu Kreditausfällen führten. Und beide Krisen hatten gemein, das die Immobilienpreise fielen, nachdem zuvor eine Blase aufgepumpt wurde, die in beiden Krisen Teil des Geschäftsmodells war, das auf Grund der Deregulierung erst möglich wurde.
Jetzt sag mir Karl, was ist relevant, das Geschäft oder die Größe?
Das hier sind sinnvolle Regulationsmechanismen:
1. Eigenkapitalquote erhöhen
2. Mindesreserve erhöhen
3. Trennung von Geschäftsfeldern
4. Erarbeitung eines Verfahrens, das die Abwicklung von insolventen oder überschuldeten Banken gewährleistet: Good Bank Konzept
5. Schaffung einer Institution, die die Insolvenzverfahren durchführt
Wenn bestimmte Mechansimen, wie zum Beispiel die Erhöhung der EK-Quote, zu einer Reduzierung der Bilanzsummen von Banken führt bei gleichzeitig erhöhter Anzahl von Instituten, so ist dies ein wilkommener Nebeneffekt. Hauptziel ist aber eine Verringerung der Bilanzsumme des konsoldierten Bankensektors. Auf wie viele Insitute sich die Bilanzsumme verteilt ist unwichtig, so lange ein wettbewerbsfähiger Markt vorliegt.
aus:
http://www.weissgarnix.de/2009/07/06/ach-und-dann-war-da-noch/
Exakt goodnight. Die HRE war für die Politik relevant, nicht für die Wirtschaft. Gerettet aus politischen Gründen, nicht aus ökonomischen.
Wie schrieb Weissgarnix so schön:
“Too big to fail” ist der Kampfschrei der den Staat plündernden Horden.
@ Zecke
Ja, kann ich alles unterschreiben. Bin ich für. Alle fünf Punkte.
Nur ändert das ja nix an dem Problem, das wir immer nur auf einzelne Banken/Firmen/wasauchimmer starren und bei allen Analysen annehmen, das die Summer der Risiken der Einzelnen das Risiko des Gesamtsystems beschreibt. Das stimmt aber schlicht nicht, denn da gibt es ja eben noch Beziehungen. Und die können eine Dynamik produzieren, die wir offenbar nicht verstehen wollen. Das ändert aber nichts daran, das wenn alle pleite sind alle gerettet werden müssen (sofern man meint, das man Banken haben sollte).
Irgendwie reden wir aneinander vorbei…
Lieber WGN
Ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass es genau so abgelaufen ist
und die Spin Doctoren diese “Indiskretion” provoziert haben.
Wir alle, werden permanent belogen und betrogen von einer Elite die eine “Luxus Anarchie” mit eigenen Gesetzen praktiziert. Und das zu Lasten der Ärmsten in der Welt. Ja, selbst bei uns, den reichen Industrienationen wird die Spaltung der Gesellschaft in Kauf genommen. Wir wissen das alles, und oft geht es hier um “die Technik” um die “Eine oder Andere Sauerei” aufzudecken und Alternativen vorzudenken, mit denen man es besser machen könnte. Und das ist auch gut so. Vielen Dank an alle und die Initiatoren dieses Blogs. Aber reicht das?
Wenn man das konsequent zu Ende denkt, dann stellt sich die Frage:
Von wem werden wir mehr bedroht? Vom Islam oder den Ackermännern und seinen Günstlingen aus der Politik?
Wer bedroht die Demokratie und damit Freiheit und sozialen Frieden?
Meine Antwort lautet: Der wahre Feind sitzt im blauen oder schwarzen Anzug als Entscheider in der Bell Etage der Politik, der Medien und der Wirtschaft.
Und wir alle sind mitschuldig. Da wir es zugelassen haben, dass es soweit kommen konnte. Ich bin über Fünfzig und habe vor dreißig Jahren als Maggie Thatcher auf den Falklands einlief nicht geahnt, dass sie sich damit rettete und so das neoliberale Friedman Modell aus seinem grausamen Labor in Pinoches Chile, auch in Europa und dem Rest der Welt gemeinsam mit Reaggan einführen wollte.
Aber was können wir tun?
Was nützt es denn, wenn wir “paar Hansel” (ich bitte das zu verzeihen) uns unsere Kenntnisse um die Ohren hauen, auf die Schenkel der Empörung klatschen und sagen “siehste ich habs doch gewusst, diese Schweinebande verkauft uns für blöd?”
Selbstverständlich ist es wichtig, dass wir hier als Teil einer Community die gegen den Mainstream denkt das Thema ökonomisch auf diesem hohen Niveau diskutieren, aber wir schaffen es nicht den “Funken überspringen zu lassen”.
Will heißen, die Zusammenhänge sind oft so kompliziert, dass es ein “Normalsterblicher, unbedarfter, nicht ökonomisch-wissenschaftlich studierten Mensch wie ich es bin, oft gar nicht kapiert.
Wer das kapiert hat wie man es macht sind die Think Tanks a la INSM. Die vermarkten Ihre neoliberalen Doktrien so “volksnah”, bis das “Arscherl brummt” und jeder denkt, “Boah Eyh, Neue soziale Marktwirtschaft ist aber geil, aldä”
Damit wir uns nicht falsch verstehen. Es geht nicht darum die Menschen für blöd zu verkaufen. Es geht um Aufklärung. Aber wie und womit erreichen wir ( noch) mehr Menschen?
Denn die müssen es kapieren. Nicht “nur” der erlauchte konservative FAZ Leser, mit einer etwas liberalen Gesinnung.
Wäre es nicht “klug” eine Art “Message Light” zu verfassen
und auch dort anzusetzen wo es der Neoliberale” gemacht hat vor dreißig Jahren?
Bei den Jugendlichen, den kommenden Generationen. In der Schule, der Lehre, an den Hochschulen. Transportiert über Musik, Kunst etc.
Den in den Hirnen der nächsten Generationen muss sich was bewegen. Der Kampf der Bertelsmänner, der Springers und Burdas um die Entscheider der Zukunft und deren Haltung wird in der Schule und auf dem Campus getragen. Welche Gesinnung schützt die Tröge der der Etablierten in der Zukunft?
Ich würde gerne darüber eine Diskussion anregen. Unabhängig von dem Wahltermin. Es sollte auch ohne parteipolitischen Hintergrund diskutiert werden. Ein Trend wird sowiso erkennbar werden.
Wie schaffen wir es eine P R für ein “Nachdenken über die große Verarschung” auf breitere Basis zu stellen und sie so zu verpacken, dass es auch die “Masse” interessiert?
Denn Deutschland ist einfach zu schön um es in die falschen Hände zu geben.
Habe heute meinen Patriotentag, ist mir aber trotzdem sehr ernst.
Bitte Dich und andere um Vorschläge.
Kaiserbubu
Musik für arschlochfreie Zonen
@Zecke
“Das hier sind sinnvolle Regulationsmechanismen:
1. Eigenkapitalquote erhöhen
2. Mindesreserve erhöhen
3. Trennung von Geschäftsfeldern
4. Erarbeitung eines Verfahrens, das die Abwicklung von insolventen oder überschuldeten Banken gewährleistet: Good Bank Konzept
5. Schaffung einer Institution, die die Insolvenzverfahren durchführt”
=>Yep….damals, bei den Consultern, yep, da haben wir niemals weniger als 10 Punkte Pläne entwickelt
Yep, die Welt, die Welt liegt in meiner Hand…ich kann sie steuern…mit meinem Verstand…yep, der Weltgeist…er ist mir gegeben….yep, all diese throetiker…yep, die niemals steuern mussten….yep, steuern….Entscheidungen treffen und sie durchsetzten….yep, mal machen…und lernen….das da draußen viele Welten sind…die laufen…ganz schnell….und Du mit Deinen großen Plänen …nope, Du läufst nur hinterher….yep, Basel III und back to gold…yep….und der Papst will auch mal steuern…yep…und gleichzeitig ist da die andere Welt mit Bonuses are back, China im Öl, England all for London, Ben for all in….und wer wird gewinnen? Die Welt will laufen, nein sie läuft…und wer bremst wird überrannt.
Gold und regulierung und so ist dolle, weil es bringt Sicherheit…aber auch die Begrenzung von Wachstum….und jetzt rate mal, welches Land nicht unendlich wachsen will. Ebenso ist fragen: Will England und die USA seine Banken regulieren? Auf Wachstum verzichten, sich selbst kastrieren? Will China seinen besten Kunden verlieren … und ganz nebenbei 2 Billionen Dollar verlieren?
Yep, das ist das, was man “Vernetzt” nennt.
Also, nochmals die Frage: Wer will dieses ganze Gedöns ala Eigenkapitalquotenerhöhung? Wer, außer irgendwelche Blogger? Wo sind Deine Truppen?
“Sun-tzu: If your enemy is superior, evade him”
Bud (Wall Street)
@ Kaiserbubu
Danke für diesen Artikel!
Im Moment haben wir nix besseres als diesen Blog oder andere z.B.
die NDS. Leider. In meinem Umfeld, und das sind eigentlich keine
Blöden, schlage ich mich oft an die Stirn, ob einer Toleranz gegenüber
der herrschenden Klasse, die ich nicht mehr gebacken kriege.
Die meisten sind schlicht nicht informiert was wirklich läuft. Andere
meinen sie wären es, weil sie täglich die Tagesschau sehen. Es
ist schwer bis aussichtslos Menschen zum Nachdenken zu
bewegen. Es muss mindestens mit Bildern unterlegt sein, sonst
geht gar nix.
Sehen wir hier schon die Früchte unseres Schulsystems? Denn
da beginnt ja schon der ganze Nonsens..
@Kritiker des Bösen #68
„Meiner Meinung nach hätte man die HRE einfach pleite gehen
lassen können. Alle privaten Anleger wären ausgezahlt worden.
Alle anderen haben gewettet und eben verloren. Punkt. Ende.“
Ach Leute, Ihr seid alle Opfer des deutschen Gemeinschaftskundeunterrichts sozialdemokratischer Provenienz. Ihr glaubt wirklich die Märchen vom klassenlosen Staat, vom „Vater Staat“, der ein guter Vater für sein Volk ist. Oder: „Der Staat sind wir!“
Nein, der Staat ist eine Maschine der Herrschenden.
Was sind die Banken? Die Banken sind die Geldvermehrungsmaschine der Herrschenden.
Wer gewinnt im Kasino IMMER? Das Kasino.
Wer ist den besonders erfolgreich bei Spekulationen an der Börse? Es sind die INSIDER.
Oben in den gesellschaftlichen Hierarchien kommt man an Insiderinformationen. Entweder durch direkten Einblick (z.B. Steinkühler etc.) oder Tips.
Das hatten wir schon mehrmals in diesem Blog:
„Offensichtlich sieht man den Wald vor Bäumen nicht:
Da hat sich eine neue Klasse herausgebildet, die arbeitsteilig die Gesellschaft ausbeutet; und diese Klasse besteht aus Funktionseliten unterschiedlichster Bereiche: Wirtschaft, Politik, Staatsverwaltung, Medien, Wissenschaft …
Politikern werden so zu Multimillionären (z.B. Clinton, Fischer …).
„In sieben Jahren zum Multimultimulti-Millionär: Bill und Hillary Clinton haben seit ihrem Auszug aus dem Weißen Haus sagenhafte 109 Millionen Dollar verdient.“
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,545554,00.html
„Die grüne Raupe Nimmersatt
… Dass Fischer mehr verdienen dürfte als zu Ministerzeiten, ist mit bloßem Auge zu erkennen. Seine elegante Villa in Berlin-Grunewald würde als Residenz jedem kleineren europäischen Staat zur Ehre gereichen. …“
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,580872,00.html“
Hier:
http://www.weissgarnix.de/2009/03/26/potzblitz-hier-sprichts-mal-einer-aus/#comment-23159
Goodnight erzählt das Märchen von Markt und Staat etwas anders.
Ja, und dann gibt es noch die Geschichte vom cleveren Joe, der alle über den Tisch gezogen haben soll.
Wie gesagt, der Kapitalismus ist ein System des legalen Betruges.
Durch ein paar Insidertips kann man super reich werden.
Und wenn es mit der Spekulation nicht klappt?
Dann hat man falsch gewettet, aber nichts verloren.
Denn dann kommt der Staat und rettet …
Wie sagt die Werbung im TV-Spot: Lasst euch nicht verarschen …
@goodnight
Genau goodnight, wer braucht schon Theorien, richtig aber nicht realistisch, realistisch sind kleine graue Männchen die vor den Bildschirmen sitzen, Profit ohne Wahrheit und ohne Gerechtigkeit, Zahlung und Nicht-Zahlung, Bonus und steuern, Sucht und Ordnung, genau, wegen Rezessionswachstum und wegbrechender Kunden und Märkte, wer hat nochmal das Meer versenkt? Scheißegal, das ist Vernetzung. Ich lauf der Entwicklung in den Abyss hinterher, ohne meine Truppen, wer früher sirbt ist länger tot. Was machen Deine Truppen? Bonus sichern und steuern. Was man hat das hat man, nicht? Zeig mir Deine Realität und ich sage Dir…aber was solls.
Enjoy the show…
> Die meisten sind schlicht nicht informiert was wirklich läuft. Andere meinen sie wären es, weil sie täglich die Tagesschau sehen.
Aber nicht doch, schließlich gibt es ja ZDF-Illner mit hoher Einschaltquote. Illner im SPIEGEL-Gespräch:
“Die Politiker sitzen in unserer Sendung, um mit Querköpfen und anderen Denkern zu diskutieren, was die beste Lösung
eines echten Problems ist. Das ist das Rezept für diese Sendung.”
Wer will da noch meckern.
@HAM
“Nein, der Staat ist eine Maschine der Herrschenden.”
=>Yep, diese Herrschenden, diese Bösen, yep, das hat es mal gegeben, so vor 200 jahren oder so… und yep, gibts immer noch in so Strukturen (vulgo: Systemen
) wieFamilie und Organisation, yep…aber die Gesellschaft ist heute weiter…yep…weil, funktionale Differenzierung und so….glaubt man nicht?…machen wir einfach mal den test und fragen nach: Wer sind die Herrscher?
Politiker? Nope…weil Politiker kann man werden…und dann auch wieder aufhören…das ist keine Klasse….es gibt EX-Politikerinnen die arbeiten wieder als Putzfrau….und Fischer war vorher Taxifahrer….yep, ein kommen und gehen bei den Politikern.
Banker? Nope…ebenso…ein kommen und gehen…alles funktional, ganz zu schweigen davon, das ja seit ca. 10 Jahren auch in Deutscheland die Investmentbanker die Macht übernommen haben…also gerade nicht Herr Ackermann…sondern junge Menschen, die primär über Leistung selektiert wurden….und nicht über Klasse, Herkunft, Blut oder whatever….und die auch mal ganz schnell wieder Nicht-banker sind…
Die Reichen? Nope, welche Reiche….Fussballprofies? Rennfahrer? Golf-Spieler? Ganz zu schweigen von all den neuen Superreichen Chinesen, Arabern und Russen? Deutsche Unternehmer? Die mal eben ihr vermögen verlieren….
Die Intellektuellen? Etwa WGN….yep, das befürchte ich auch, WGN ist eigentlich der Großmeister… Darth Vader von DeutscheLand…yep, …äh…nope…keine Klasse der Herrschenden weit und breit…sorry…
Darth Vader: “I’ve been waiting for you, Obi-Wan. We meet again, at last. The circle is now complete. When I left you, I was but the learner; now I am the master.”
Obi-Wan: “Only a master of evil, Darth.”
(star wars)
“Oder die dummen Schweine, die Madoff ihr Geld überlassen haben?”
Hier geht aber Freud mit dir durch…
@Zecke
Yep, das ist der älteste trick ever: teile und herrsche….yep, nur indem ich teile kann ich die Welt beherrschen. Der Arzt kann ein Menschenleben retten…indem er den Menschen nicht als Menschen sieht, sondern abstrahiert, den Menschen vom Körper unterscheidet, den Körper wiederum inEinzelteile unterschiedet etc. Das Geheimnis von Erfolg ist es, die Welt zu verlassen. Die Welt die wir hier zu halten versuchen…und die uns immer wieder entgleitet….am Ende ist ein nothing at all.
Wir lernen hier jeden Tag: Wer die Welt in seiner Gesamtheit betrachten will, der wird zum beobachter…der kann nicht handeln. Wer handeln will, der muss in die Welt…und d.h. in eine der vielen Welten, in die Strukturen…in die politik, in die Wirtschaft, in die Wissenschaft…und dort muss er innerhalb der Regeln funktionieren.
Und das ist ja das Schöne an diesem Blog hier, der Größenwahn, diese kurzen momente, in denen man meint, die Einheit der Welt erahnen zu können, yep, wenn man Revolution oder Wahrheit rufen kann….yep….und wenn dann auch andere mitrufen…yep…andere Wahnsinnige….und dann ruft mein Chef: ” Wo ist der bericht?” und Madame ruft” bring den müll raus”….und schon ist sie da, die Realität der Welten …
“God Damn! We just had a near-life experience, fellas. ”
Tyler Durden (fight club)
@ goodnight # 79
Von wegen: ich kenne (gut) Reiche, die seit Generationen keine Fabrik mehr besitzen, und andere, die nie eine besessen haben. Die leben sehr gut, ohne dass es spektakulär wäre. Sie verwalten ihr Vermögen… und werden dabei immer reicher. Wirklich nette Leute, im übrigen.
Die zahlen übrigens keine Krankenversicherung: wenn einer krank ist, wird das selbst gezahlt, und wenn es Krebs und dgl. ist. Weil man niemand Rechenschaft schuldig sein will, auch nicht für Krankheitskosten. Die treten NIE als reich in Erscheinung, und wenn du ihnen begegnest, denkst du, was für sympathische Leute, mit Klasse allerdings, aber dafür brauchst du ein Auge. Das sind Leute die LASSEN herrschen, durch all die, die dir oben eingefallen sind. Wenn so ein Guttenberg mal ins Rampenlicht tritt, so ist das der verzeihliche Ehrgeiz eines jungen Spunds. Das sind wirklich Leute, die wissen, was Klasse ist ! Ihre !
# 80 bezog sich auf @ goodnight # 77, nicht # 79
@bismodo
Nope, die lassen nicht herrschen. Die können nur ein gutes Leben führen, weil sie liquide sind. Nicht mehr und nicht weniger. Die steuern nur ihr Leben, nicht die Republik. Sie haben keine Macht, da keine Mehrheiten. In der Wirtschaft sind sie dem Wettberb ausgesetzt. Vor Gericht sind sie mit jedem anderen gleichgestellt. Wahrheit kann man nicht kaufen. Was bleibt? Kunst kaufen, Cabrio fahren, Party. …also ein Leben außerhalb der Welten, in der Entscheidungen getroffen werden.
“The things you own end up owning you.”
Tyler Durden (fight club)
Oh, goodnight, denen ist JEDE Staatsform recht, das berührt die gar nicht wirklich. Es interessiert sie nicht mal besonders. Gespräche über Parteien, über Schröders oder Merkels finden mit denen gar nicht erst statt. Aber über ihre Tätigkeiten, die sie als Hobby betreiben schon. Macht sogar ausgesprochen Vergnügen, weil sie sich auskennen. Nur wenn es an ihr Vermögen ginge, würden die eingreifen, genauso diskret und effizient wie sie ihr Leben leben, das sie als eines in der Reihe der vergangenen und der zukünftigen sehen. Das ist bei den einen seit Jahrhunderten so, bei den anderen seit etwas mehr als einem Jahrhundert. Und auch die Justiz wäre bei denen sehr diskret. Ist aber bei denen nie vorgekommen, so weit ich weiss. Aber ich kann ja mal fragen
@goodnight/77
Natürlich gibt es Klassen. Die Grenzen verschieben sich. Klar: hängt jeweils von der Definition ab. Aber so, wie Du das darstellst, ist es einfach nicht. Der Sohn eines Banksters wird garantiert keine HarzIV-Karriere einschlagen und ein Hauptschüler auf 10 Generationen niemals Bankster werden. Also gibt es Klassen und damit ist die schöne Theorie der funktionalen Differenzierung obsolet.
Was zerstört wurde, ist das Klassenbewußtsein (welchen Anteil haben die Medien daran?). Es gibt keine abgestimmt handelnden Akteure in der Klasse der von der Modernisierung Abgehängten (HarzIV-Empfänger, Niedriglohn-Verdiener, Prekäre, Kleine Selbständige, von Job-Verlust bedrohte, …). Das Kollektiv ist führungslos.
Das kann sich aber schnell ändern. Wie hoch ist die wirkliche Arbeitslosenzahl, wenn man die Statistik um die Fälschungen der letzten Jahre bereinigt? Welcher Anteil der Bevölkerung ist zusätzlich von Arbeitslosigkeit bedroht, falls man aus der nächsten Krise nichts lernen will?
Hat der Staat nach dieser Krise überhaupt noch Geld, wenn die nächste Krise in 7 Jahren wiederkommt? Au weia, dann gehn wir alle aber auf dem Zahnfleisch. Alles bricht zusammen. HarzIV-Empfänger mit Hungerbäuchen. Gesundheitssystem bricht zusammen. Hochschulen nehmen pro Semester 10.000 Euro, der Müll vergammelt auf den Straßen, die Kriminalität steigt, …
Die SPD begeht den strategischen Fehler, dass sie dies einfach nicht erkennen will. Die Regierung steckt den Kopf in den Sand und hofft (hofft!!!!), das nächstes Jahr alles so wie vorher ist.
Meiner Meinung nach ist die “Linke” ein historischer Irrtum. Von der Konzeption her nicht attraktiv für viele, die sich von den Bankstern betrogen fühlen, die aber die “Linke” als links-konservative Gruppierung nicht wählen mögen. Auch intellektuell überfordert (Von dem Lafontaine hab ich mal als Student ein Buch gelesen, seitdem lese ich keine Bücher mehr von Politikern).
Vielleicht gründet sich neues “Klassenbewußtsein” in einer von Steinmeier/Müntefehring befreiten SPD. Oder es bildet sich eine neue Partei (das geht schnell heutzutage). Piratenpartei? Glaube nicht, dass die eine Zukunft hat. Schon der Name ist falsch gewählt. Vielleicht eine sozialliberale Partei? Der Clement hatte ja mal schon so eine Idee, aber der wäre dort dann garantiert nicht aufgenommen worden. Irgendwas aber wird passieren! Bald!
Denn: klassenlose Gesellschaft? Dass es die nicht geben soll, ist die Fiktion Luhmanns.
@goodnight #77
„Wer sind die Herrscher?
Politiker? Nope…weil Politiker kann man werden…und dann auch wieder aufhören…das ist keine Klasse….es gibt EX-Politikerinnen die arbeiten wieder als Putzfrau….und Fischer war vorher Taxifahrer….yep, ein kommen und gehen bei den Politikern.
Banker? Nope…ebenso…ein kommen und gehen…alles funktional“
Das trifft nur für die sog. Funktionseliten zu.
Was sind Funktionseliten? Top-Angestellte des Kapitals.
Wer sind die Herrscher?
Z.B. die Windsors:
“Elisabeth II. (* 21. April 1926 in London, Mayfair, geboren als Elizabeth Alexandra Mary Windsor, älteste Tochter von König Georg VI. und Elizabeth Bowes-Lyon), ist in Personalunion Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland und Staatsoberhaupt folgender weiterer Commonwealth Realms: Antigua und Barbuda, Australien, Bahamas, Barbados, Belize, Grenada, Jamaika, Kanada, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Salomonen, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen und Tuvalu.“ (Wikipedia)
Und die Rothschilds, Rockefellers etc. – alles funktional?
Falls Du wirklich wissen willst, was auf der Welt los ist, und nicht nur Dein Luhmann-Mantra runterbeten willst, dann hier ein Text zum Einlesen:
H.J. Krysmanski
Herrschende Klasse Revisited
http://www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de/archiv/xxinfo/h057s008.html
Und hier zur Vertiefung:
http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/globalws0809.htm
@ BB # 84
Ich glaube, was die SPD anbelangt, sitzst du einer Illusion auf. Ich bin überzeigt, dass der Niedergang dieses Parteityps europaweit betrieben worden ist, nach 1990. Die Gestalten, die das gemacht haben, hatten es zum Ziel, und haben es auch heute. Die Sozialdemokratie muss verschwinden, weil sie ein Störfaktor ist, solange es Leute gibt, die von alten Zeiten träumen. Und so wird jeder ypsilantiert, der den Kahn umsteuern will. das gilt von unten an… bis oben ist die Sache dann erledigt.
@ Ham #74
Bleib ruhig, ich mit mit und bei dir! Wieso du aus meinem Post
etwas heraus liest was weder so geschrieben noch gemeint war,
weiß ich nicht.
Noch mal, ich sehe die Dinge genauso wie du sie in deinem Post
darstellst!
Frieden:)
@Kritiker des Bösen #87
Sorry, dann habe ich Dich wirklich missverstanden, und zwar diesen Satz:
„Meiner Meinung nach hätte man die HRE einfach pleite gehen lassen können.“
Ich dachte, Du meinst mit „man“ die beteiligten Akteure, insbesondere die Politiker.
Und die handeln nicht gegen ihre privaten Interessen.
Ansonsten wüsste ich niemanden, der die HRE hätte einfach pleite gehen lassen KÖNNEN.
Natürlich Frieden!
@ Goodnight
Wer die Herrscher sind?
Die die im Hintergrund das Geld verwalten, wer sonst?
Denn die sagen den vom Volke Gewählten wohin die Reise geht.
Es mag sein das einzelne Personen wechseln oder ganz ausscheiden,
aber das ändert nichts an der Grundrichtung. Und die wird
nun mal vom Kapital vorgegeben. Da haben sich selbst junge
Wilde in der Politik, sollte es sie überhaupt noch geben, schnell
dran gewöhnt! Sie hätten auch bei Nichtanpassung schnell nix
mehr zu melden. Da flutscht das System reibungslos.
Was die Politiker Kaste angeht. Der Wandel im deutschen Bundestag, was die Besetzung desgleichen angeht, lief schleichend hin zum Beamten und Lehrer Parlament. Da kommen Leute aus dem reinen Arbeitermilieu fast nicht mehr vor. Das erklärt auch warum den meisten dieser Parlamentarier
der “normale” Bürger schlicht fremd ist!
Diese Kreise wollen unter sich bleiben. Die Wirklichkeit, bitte
das muss doch nicht sein. Die interessiert die überwiegende
Zahl der Bevölkerung überhaupt nicht mehr. Das ist die schlichte
Wahrheit.
Die Verfilzung von Politik und Kapital kann doch selbst ein Blinder
nicht mehr übersehen, oder gibt es da beim einen oder anderen
noch irgendwelche Zweifel? Das würde zumindest erstaunen.
Spätestens wenn man die “warum” Frage stellt und keine oder nur
dumpfbackige Pseudo Antworten bekommt, sollte der Groschen
fallen. Die heutigen “Spitzen Politiker” oder sagen wir besser, die
die in ihrer Partei an der Spitze stehen, brauchen sich doch echten
Diskussionen über das was man machen sollte/ müsste nicht
mehr aussetzen! Das ist doch vorher in strengen Parteirichtlinien
schon klar geregelt. Die Parteien kassieren von ihren Soldaten
jeden Monat vom Sold eine Abgabe. Die sind, im wahrsten Sinne
nur noch Staffage. Jeder soll versuchen mal sein MDB auf
diese Thematiken anzusprechen. Auf die “Antworten” kann man
verzichten…
Fazit: Die Herrscher der Welt sind die bunten Scheine mit den
Zahlen drauf! Und nur weil die sich nicht selbst verteilen, sondern
dazu Menschen notwendig sind, herrschen die die diese bunten
Dinger verwalten. Also Banker. Und die wissen das ganz genau..
@ Ham 88
Richtig man hätte müssen, ob und wer gekonnt hätte ist dann
wieder eine andere Frage..unsere Spitzenkräfte in der Politik
jedenfalls nicht, selbst wenn sie gewollt hätten.
@bismodo / 86
Ha, ha, “ypsilantisiert”! Der Begriff ist ja fast so gut wie “googeln”!
Noch ein Nachtrag zu meinem Kommentar 84, da ist mir noch was eingefallen:
Also wie sich die soziale Situation spätestens nach der nächsten Krise verschärft, wenn der Staat gar kein Geld mehr hat.
Nun, der Staat hat natürlich die Möglichkeit, noch mehr Schulden zu machen. Was ist schon der gefühlte Unterschied zwischen 2 Billionen Schulden und 4 Billionen.
Zu den Keynesianisten, die ich persönlich immer als “Konservative Linke” bezeichne: Das ist nämlich genau das Problem mit dem Schuldenmachen. Die bestehenden Gesellschaftlichen Verhältnisse werden konserviert. Also wird man die Sozialleistungen so runterfahren, dass die Hartz-IV-Empfänger geradeso keine Hungerbäuche bekommen und das, was dann fehlt über Schulden finanzieren und bei der 3. Krise in 14 Jahren dann 8 Billonen, etc. etc.
Gürtel jedesmal etwas enger schnallen. Erdrosselung auf Raten.
Übrigens die klassenloseste Zeit, die es je gegeben hat, waren die goldenen 60er Jahre, die mit der Zwiebelform. (Die Zwiebel: vielleicht das Symbol für die neue Partei
Ach so, natürlich sind auch Neocons “Keynesianisten”.
@ BB # 91 + 92
Das wird bei weitem nicht reichen, gibt nur eins: Schnitt, brutal und Neuanfang. Da arbeiten die dran, versuchen es aber hinzuziehen…weil es für die aktuellen Clowns (Politik und Bangster) heisst, dass sie weg vom Buffet sind. Wobei sie den Karren immer noch tiefer in den Dreck ziehen, je länger sie machen. Fehlt nur noch die Kriegsvariante, um am Ruder zu bleiben
“Neocons “Keynesianisten”
Ich sag eher Neocons Keynesianisten: ohne Gänsefüsschen. Ne Variante
@Kritik des Bösen #73
Freut mich dass ich Dich damit ansprechen konnte.
Defacto kann man es einem, der im “Hamsterrad” steckt noch nicht mal verübeln. Jeder der seiner Arbeit nachgeht und unter dem Leistungsdruck “zu überleben”, hat gar keine Zeit sich tiefer mit der Materie zu beschäftigen.
Darum wundere ich mich nicht mehr.
Wir müssen aber an die Menschen kommen.
Ich bin mir sicher wenn viele wüsste, was hinter den Kulissen gespielt wird, dann würden sie sich auch anders verhalten, auch bei der Wahl.
Ich stelle mir gerade vor, wenn innerhalb der Tagesschau plötzlich “Strobel” den Bericht über die HRE Sitzung kommentiert und die kritischen Frage stellt.
Da würde einige aus dem Schlaf aufwachen.
Aber das gelingt wohl nur mit einem Piratensender, der wie in “der guten alten Zeit” das Programm stört.
Das Netz ist schon eine große Hilfe. Eine Gegenbewegung kann nur gegen die Macht der Mainstream Medien hier in Bewegung gesetzt werden. Da die jungen Generationen mit der Technologie keine Berührungsängste haben wird der Kampf um die “Meinung” und damit “die Macht” dort ausgetragen werden.
Print wird immer unbedeutender werden. Damit werden aber auch die Karten im Netz neu gemischt werden.
Der Journalismus geht total baden. Denn es werden ja alle Redaktionen zusammengestutzt und man kauf die Meldungen nur noch über Ticker ein und versieht sie mit dem Lagersahnehäubchen für die das Blatt schreibt. Das ist so gefährlich. Und wir schauen wieder nur zu.
Wir kennen mittlerweile jeden Skandal und jeden Tagt kommt ein neuer dazu. Und was passiert? Nichts!!!
Wir labern uns alle einen “schlauen Wolf” und es passiert: Nichts!!!!
OT:
Vortrag von Prof. Karl Albrecht Schachtschneider über BVerfG-Urteil zu Lissabonner Vertrag
http://www.youtube.com/watch?v=BtInXIHfxeM&eurl=http%3A%2F%2Falles%2Dschallundrauch%2Eblogspot%2Ecom%2F2009%2F07%2Fvortrag%2Dvon%2Dprof%2Ddr%2Dkarl%2Ehtml&feature=player_embedded
@goodnight
du vermisst die zentrale steuerung des ganzen, was hier passiert.
soso.
ich versuchs mal so:
kennst du den CFR? hast du dich schon mal damit beschäftigt?
da ist nix mit system, nix mit demokratie, nix mit wir alle
da ist asche vorne und da ist asche was hinten rauskommt…
ich sag nur bohemian grove…
ansonsten leben wir doch in einer traumwelt, das grosse kapital kauft landschaft, politik, gebäude, wissenschaft, DICH…
und dann müssen wir jetzt noch den HIV auf 250€ senken, um was?
um den laden noch drei jahre laufen zu lassen?
nein, brauchen wir gar nicht…
mach die augen auf, paulson, geithner, asmussen, muss reichen, um deine augen auf sachen zu richten, die nicht gut sind.
@ Weissgarnix
Zitat: “Ich dachte, der Titel ergäbe sich unmittelbar aus der Punchline des Textes: diese Protokolle erscheinen mir “fabriziert”, genauso wie die Vorläufer aus Zion fabriziert wurden.”
Weit gefehlt lieber WGN… es gibt ein 8.000 Seiten umfassendes gerichtliches Untersuchungswerk / Urteil – das besagt, das nicht bewiesen werden kann, das es sich bei den “Protokollen der Weisen von Zion” um Fäschungen oder “Fabrikate” handle.
Das ist genau der Knackpunkt!!!
@kaiserbubu
Ich fand Deinen Beitrag auch sehr interessant.
Ja ich bin manchmal auch ziemlich frustriert über die Reaktionen meiner Mitmenschen, die meisten wollen nichts mehr davon hören, es heisst: ‘jetzt ist die Krise ja eh wieder vorbei’.
Da hilft nur: reden, schreiben, verzweifeln , schreiben, ……
Die Krise wird sich Ihren Weg bahnen, die Menschen werden immer unzufriedener, ich denke politisch werden Union und FDP oder Union und SPD höchstens noch von 20-25 % der Menschen unterstützt.
50 % Wahlbeteiligung, davon 50 % CDU/CSU/FDP, davon einige Prozent ohne besonderen Enthusiasmus und einige % muss man dazu addieren weil sie zwar für diese Parteien sind, aber nicht gewählt haben werde.
Die Frage ist also, was muss passieren, damit die anderen 75 % wach werden?
Wenn man Ihnen vor der Nase 500 Milliarden klaut und das Geld an betuchte Aktienbesitzer spendet bringt das keine grösseren Probleme.
Wenn man Ihnen die Grundrechte entziehen will und Ihnen statt dessen eine Institution aus Brüssel vor die Nase setzt, bringt das auch keinen grössere Aufruhr.
Der Bau eines idiotischen Bahnhofes, völlig überteuert und mit unkontrollierbaren Folgekosten, brachte immerhin zum ersten Mal in Stuttgart(!) im Ländle(!) eine Grünen Partei als stärkste Partei(!). Also es gibt Grenzen.
Ich glaube manche Punkte sind einfach zu abstrakt, wenn der Kalle aus Stuttgart seine Porsch-job verliert und 20 seiner Freunde auch, dann wirds vielleicht schnell gehen mit dem politischen Umdenken.
Wenn es nur dann nicht schon etwas spät ist, wir werden uns dann anhören müssen: Wir würden ja gern aber Brüssel, sagt nein.
Unsere politische Elite arbeitet mit viel Schwung darauf hin, die Politik in Brüssel zu zentrieren, dann sind sie noch ein wenig weiter weg von der Menschlichkeit, äh den Menschen, wollte ich schreiben.
Immer wieder wird im Protokoll ja darauf verwiesen, daß man tunlichst vermeiden wollte, daß ein Insolvenzverwalter bei den dt. HRE-Gesellschaften Zugriff auf die Assets bekommen würde.
Das war doch die eigentliche Krux für die Herren.
Ein Insolvenzverwalter ist nur dem zuständigen Insolvenzgericht rechenschaftspflichtig. Er macht als erstes eine komplette Aufstellung des Vermögen und der Schulden, treibt danach rigoros die Außenstände ein, um im Interesse der Gläubiger diese zu liquidieren.
Genau davor, der Bewertung der Assets und dem Eintreiben der Außenstände hatten doch aller BEteiligten Angst.
Erstens wäre rausgekommen, daß der Staat erhebliche Schulden bei der HRE hat, zweitens wären die Verluste nicht sozialisiert worden, sondern wären auf die Bilanzen der betroffenen Banken durchgeschlagen. DAS galt es unter allen Umständen zu vermeiden.
@ delphin#99
Richtig. Brüssel wird (ist) der Big Brother.
Nicht umsonst will die Union, Merz, nach Brüssel schicken. Denn da können die bürgerlichen Heuchler ihre neoliberale Politik durch die Hintertür durchdrücken.
Die nationalen Parlamente sind nur noch da um für die Talk shows weiter “daily soap” Schauspieler zu casten.
Unserer Mediendemokratie mit ihren Mainstream Mätressen Maybritt Will und Anne Illner braucht Gesprächsstoff.
Wir müssen weiter trommeln und es allen sagen die es nicht hören wollen.
Also, packt die Rechenschieber ein
Auf eine “grüne friedliche Revolution der Herzen”
(ohne Parteipolitisch zu sein)
@ Jorge # 100
ein tatsächlich unterbelichteter und vernachlässigter Aspekt, glaub ich
Da lassen Politik und Kontrollgremien zu, dass ein Klumpenrisiko aller erster Güte entsteht und alle wundern sich dann, wenn es ein gefährliches Eigenleben entwickelt. Wenn Finanzdienstleister so gross werden und derart verflochten sind, dass bei Ausfall eines Einzelnen das gesamte Finanzsystem bedroht wäre!, dann steuert man doch rechtzeitig gegen! Oder nicht? Schon im Februar 2008 wusste die BaFin von der Schieflage der Depfa (Quelle: Report München) und hat lediglich einen Zettel ans BMF geschickt, der dort in der Versenkung verschwand. Für mich ist der HRE-Skandal nur einer aus einer endlosen Reihe von typschen Fällen mangelnder Kommunikation. BaFin, Bundesbank und Kreditwirtschaft haben bis ultimo gewartet, um dann unsere Regierung zu erpressen und die hat in ihrer Ahnungslosigkeit auch noch vergessen, wenigstens Sicherheiten zu verlangen. Der Ackermann hat sich danach sicher vor Lachen auf dem Boden gewälzt. Auf so einen Kuhhandel hätte der sich an Asmussens Stelle nie eingelassen.
Was mich nur wundert: Wenn es bei der HRE tatsächlich um den Pfandbriefmarkt ging, warum haben die Pfandbriefgläubiger (Versicherungen, Rentenfonds etc.) keinen Aufstand gemacht? Eine Vermutung wäre: Da die HRE, speziell die Depfa, um die es ja eigentlich geht, sich anderweitig und falsch refinanziert hat, könnten deutsche Banken die Hauptgläubiger sein?
Jedoch ist die Depfa eine irische Bank. Hat die sich nur in Deutschland refinanziert oder warum wurde die irische Regierung nicht tätig? Die Gläubiger der HRE sind bislang unbekannt.
Und noch was: Welche Rolle spielten die Bankenrettungen in Frankreich, Holland und Belgien bei der Entscheidung, die HRE nicht in eine Insolvenz zu schicken? Welche Absprachen gab es zwischen den Regierungen oder auf EU-Ebene?
Noch mehr Fragen: Gemäss ihres Jahresabschlusses macht die HRE ihr Geschäft hauptsächlich im Ausland (USA, Europa) nur die Holding sitzt in München. Die Depfa hat doch sicher ihre Steuern an ihrem Sitz in der Steueroase Irland gezahlt. Warum muss gerade der deutsche Steuerzahler allein für Verluste der HRE, ähm, die Verluste der Depfa aufkommen?
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Blogger auch in Deutschland eine Lobby als Interessenvertretung brauchen und dass Blogs sich zusammenschliessen sollten, um mehr Nutzer zu erreichen.
Der Sinn der Übung ist der großen Zampano einige hundert Milliarden Steuergelder zuzuführen.Sonst nix !
Der Sinn der Übung ist dem großen Zampano einige hundert Milliarden Steuergelder zuzuführen.Sonst nix !