Dieser FTD-Beitrag bringt es auf den Punkt: mit ihrer bizarren Mehrwertsteuer-Debatte liefert die CDU den Sozialdemokraten eigentlich eine Steilvorlage für den Wahlkampf, denn es bedarf nicht sehr viel roter Fantasie, um eine solche Erhöhung als unsozial zu brandmarken, in Krisenzeiten sowieso. Sie träfe alle, von der so häufig umworbenen “Mitte” abwärts bis zu den sozial Schwächsten, am stärksten. Aber zu Merkels Glück: Steinmeier und Müntefering können oder wollen daraus einmal mehr kein politisches Kapital schlagen. Warum?
Die FTD glaubt, die Antwort in dem alten Spruch vom „Mit-Gefangen-Mit Gehangen“ zu finden, denn schließlich wären sie an der letzten Mehrwertsteuererhöhung gleich nach Regierungsantritt beteiligt gewesen. Ich weiß nicht, ob es wirklich so einfach ist, zumal die Dinge womöglich noch viel simpler liegen: Die Steinmeier-Müntefering-SPD ist schlicht eine politische Gurkentruppe! Zahnlos und uninspiriert, nüchtern ihre Koalitionschancen kalkulierend, statt mit einer klaren inhaltlichen Botschaft vor den Wähler tretend: Das wollen wir, und das nicht!
Denn falls die Bundestagswahlen im Herbst doch wieder auf eine große Koalition hinauslaufen sollten, und damit im Verbund mit der CDU/CSU auf eine neuerliche Mehrwertsteuererhöhung, ein Strohhalm, den die aktuelle SPD-Nomenklatura zweifellos ergreifen würde, wer hätte sich dann im Wahlkampf schon gerne dagegen positioniert? Doch nicht diese beiden regierungsbesessenen Bettvorleger, die sich neuerdings wieder als Oppositions-Tiger anpreisen und irgendwas von „Richtungswahlkampf“ daherplappern.
Wer tatsächlich eine Richtungsentscheidung sucht, wird daher in meinen Augen die Linken wählen müssen – allen Kindereien und Extravaganzen, die sie am letzten Parteitag durchblicken ließen, zum Trotz.




















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Die CDU bekennt sich doch deutlich zu Steuersenkungen. Heute hüh, morgen hott.
Ok, da steht nicht wann und wie das finanziert werden soll, ist das denn auch wichtig? Damit hat die CDU den Wahlsieg mal wieder in der Tasche.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,633087,00.html
Alles Quatsch, hier die Wahrheit
Mehrwertsteuererhöhung?
Was ist eigentlich die Mehrwertsteuer? Mehr Wert? Unausweichlich werden wir eine Erhöhung erleben. Warum?
Unsere Führer in diesem unserem Lande sind auch in ihrem „Mehr Wert“ gestiegen. Seitdem der „Bund deutscher Hosenanzüge e.V.“, mutmaßlicher Mitbegründer der C Parteien Ost, einen Theoristen, Namens von und zu oben oder unten Cyborg Gutti in das kalte Wasser geworfen hat, ist der „Politische Mehr Wert Index“ (PMWIx) von 20 auf 25 gestiegen. Auch soll der Index von dem Rücktritt von Dr. Glos profitiert haben, sowie von einer Wundertat. So soll ein bekannter Altbundeskanzler der glühenden Landschaften, erneut das Meer, geteilt haben.
Bei denen, die sich gerne in Teufelsrot kleiden, steigt der PMWIx ständig an. So soll nach Meldungen des esoterischen Nachrichtensenders „myego“, Herbert Wehner reinkarniert zur Verfügung stehen. Insider die Anonym bleiben möchten darunter auch Münte, berichten: Altkanzler Schröder soll dabei beobachtet worden sein, erneut an einem Zaun gerüttelt zu haben. Neben ihm soll eine unförmige, nicht identifizierbare Masse auf und ab gehüpft sein. Ob es sich hierbei um den ehemaligen Weggefährten und Außenminister gehandelt hat, ermittelt gerade die Sonderkommission „Extrem Gaz“.
Gleichzeitig wird von der Agentur „Hüllegülle“ gemeldet, dass die Grünen eine AO (Auslandsorganisation) möglicherweise gründen werden. Unter dem Vorsitz und Vorschlag von Claudia Roth soll, unter Würdigung der alten GAL, die neue Formation unter dem Namen „GÜLAO“ bei den Kommunalwahlen, zuerst in Ost-Anatolien antreten. Die Kosten für die Wahlplakate und Strickkurse sollen nach „Intertüx“, durch den dadurch steigenden PMWIx gedeckt werden.
Bei der FDP ist nach neuesten Meldungen, vermutlich der PMWIx allein dadurch gestiegen, dass das unter Experten laufende Gerücht, womöglich noch vor der Bundestagswahl realisiert wird. Es handelt sich hierbei um die Vermutung, dass Berlins amtierender Bürgermeister überläuft, und unter Ausschluss der Öffentlichkeit, in bilateralen Gesprächen erklärt haben soll, dass er Gelb vor Rosarot bevorzugt.
steigt der PMWIx so steigt die an ihm gekoppelte MwSt.
Noch Fragen?
Noch Fragen?
Ja. Ist das ein Slam-Satire-Übungsforum?
Du hast meine Zustimmung, weissgarnix, einmal mehr. Eine Gurkentruppe ohnegleichen. Vollkommen Ziel und Orientierungslos.
Mir persönlich treibt es die Tränen in die Augen, aber ich sehe überhaupt nicht, wann oder wie es mit meiner guten alten SPD wieder bergauf geht – mit dem aktuellen Personal in der zweiten Reihe sicher auf lange Zeit nichts. Aber gleich die Linkspartei wählen ist auch ein Alptraum.
die gurkentruppe hofft und betet, daß es für schwarz-gelb nicht reichen möge und damit dann der weg für eine gk frei und der erhalt ihrer pöstchen sicher ist.
@ weissgarnix,
zahlst du schon brav deinen Mitgliedsbeitrag an die Linke? Wie hoch ist der denn inzwischen, in diesen guten Zeiten wohl schon weit über 500€, oder?
Du willst die Linke mit deiner Wahlempfehlung ja doch nur fertigmachen! Sieger ist in dieser Zeit nur jene Partei, die nicht in die nächste Regierung muss.
Ich bin inzwischen von Kopf bis Fuß auf Schwarzgelb eingestellt: Um dann Merkel, Westerwelle und Guttenberg vier Jahre lang genüsslich beim Auslöffeln ihrer eigenen, angegangenen Rezepturen zuzuschauen …
@ Ahnungsloser,
Ja, die SLAM (Supersonic Low-Altitude Missile), das war doch mal ein cooles Ding:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pluto_(Marschflugk%C3%B6rper)
Laternenpfahl würde die wohl über den Regierungssitzen dieser Welt kreisen lassen…
Hi wgn,
die Gurkentruppe scheint – versehentlich – alles richtig zu machen. Sie kritisiert die CDU wegen der Wahlversprechen nicht. Die Bürger erledigen das, diesmal, selbst:
SWR3 Abstimmung zum Wahlsversprechen ‘www.swr3.de’ :
JA die CDU schafft das, wenn sie es verspricht auch: 90 %.
Und das im Ländle und in Südwestdeutschland!
TAKE CARE. KORREKTUR ………………………….
uups…..da hat was den Text verfälscht ” Zeichen?
Ich schrieb:
JA, die CDU schaffts da, wenn sie es verspricht auch: Kleiner 10 %
NEIN, wegen der Weirtschaftskrise ist das nicht zu ……..: größer 90%
(Ich benutzte die ” Zeichen und raus kam das oben!!
Editorfehler oder Fehler beim Einlesen des Webpage-Textes?
Sehr geehrter Herr Jarchow,
ihren Enthusiasmus in allen Ehren (und verzeihen sie mir, wenn ich offensichtliche Ironie nicht wahrnehme), aber die einzigen, die die Suppe werden auslöffeln können, sind Studenten, Alleinerziehende, Kinder, Rentner, Sozialhilfeempfänger, Lohnabhängige mit geringer Vergütung und viele andere große Gruppen in dieser Gesellschaft, die finanziell nicht übermäßig gut aufgestellt sind.
Ich bezweifle, dass diese Krise jemals konkrete Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeit unserer Politiker haben wird. Dafür haben sie ja mit diversen Vergütungen für die Abgeordnetenzeit und die Zeit danach vortrefflich gesorgt.
@klaus
Um dann Merkel, Westerwelle und Guttenberg vier Jahre lang genüsslich beim Auslöffeln ihrer eigenen, angegangenen Rezepturen zuzuschauen …
Was für ein Irrtum. Nicht DIE werden löffeln, sondern WIR!
# 9 + # 10
???
An den SYS-Admin:
jetzt ist es klar der Editor verschluckt, bzw. interpretiert die Grösser und Kleiner Pfeile falsch. In der Message #10 verschluckt er Sie, in der Message #9 verschluckt er zusätzlich den Text vom ‘Kleiner’ bis zum ‘Grösser’ Zeichen.
@ Jarchow – Nr. 7: http://www.theonion.com/content/news_briefs/black_man_given_nations
“die Linken wählen müssen – allen Kindereien und Extravaganzen, die sie am letzten Parteitag durchblicken ließen, zum Trotz.”
Die Linke hatte ja erst kürzlich ihre stärkste Stunde, als Lafontaine Schaeffler verstaatlichen wollte, aus Gerechtigkeitsgründen natürlich, weil der Reichtum von Witwe Schaeffler unsittlich wäre.
Da sieht man gleich, Lafontaine ist ein Visionär und Prophet!
Apropos, welche “Kindereien” heckt denn die Linke aus?
Will sie die geliebte Reichensteuer? Dazu verweise ich noch einmal auf die amerikanischen Erfahrungen:
http://www.liveleak.com/view?i=6aa_1243356179
In short: Reichensteuer führt zu Mindereinnahmen!
Aber die Idee, Tarnkommunisten zu wählen, kaum dass die Krise da ist, verdeutlicht die Radikalitätstendenzen des Kleinbürgertums und macht die Weimarer Republik erklärbar.
Nun ist die Linke ja auch für Globalisierung, nur gerechter, irgendwie international sozialistisch halt, da haben die Bankster ja Glück! Es würde alles so weitergehen, nur ein paar frischgedruckte Dollar sollten gerecht umgeleitet werden. Klar, dass man die Linke da so hofiert in den Medien und einem geradezu aufdrängt.
@ 11 u. 12: Im Sozialbereich sind kaum noch Kürzungen denkbar, selbst ein Westerwelle schabt da schon aus Leibeskräften am kahlen Grund des großen Kessels mit seinem radikalliberalen Pfannenwender herum und findet einfach keine Gegenfinanzierung für utopistische Steuerentlastungspläne. Union und Liberale kommen angesichts der selbstverursachten Schuldenlast folglich nicht darum herum, auch ihrer eigenen Klientel tief ins Portemonnaie zu greifen. Dieser ‘Vertrauensbruch’ sei diesen notorischen Plünderern des Staatswesens vergönnt.
Was – nebenbei bemerkt – wäre eigentlich in einer großen Koalition irgendwie ‘besser’ oder ‘anders’? Außer dass Müntefering ab und zu ein wenig Sozialstaatsrhetorik absondern könnte? Dieses ’schwarzrosa’ wäre nach Lage der Dinge doch die einzige Konstellation, die realistischerweise außer schwarzgelb überhaupt noch zur Wahl stünde.
Um eins klarzustellen: Ich werde angesichts solcher Alternativen vermutlich gar nicht erst zur Wahl gehen …
Da es ja bei der Wahl nicht nur um Wirtschaft gehen wird (die sowieso vergurkt wird, egal ob von schwarzrot oder gelbschwarz): vielleicht diesmal doch die Piraten…?
Es ist ja nicht so, dass man in schlechten Zeiten keinen Spass haben könnte, so als Wähler im allgemeinen… es sei denn, man hält brav die Klappe, geht gar nicht zur Wahl, sagt damit zu allem, was kommt, grundsätzlich ja und Amen – und kann dann mit dem Vorwurf leben, man habe ja nichts dagegen getan.
Nur so ein Gedanke.
Was will man auch machen…
Wenn das BIZ anfängt zu singen.
http://www.youtube.com/watch?v=cQ4axo9rmJY
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/090629_Jahresbericht_Bankenaufsicht.pdf
Da kann man nurnoch lachen und hoffen das es richtig scheppert.
@Michael
Ich werde den Piraten wohl beitreten. Es ist IMO aber schon ein Unterschied, _wie_ das mit der Wirtschaft vergeigt wird. À la Merkel die Realität zurückweisen (“Exportanhängigkiet wollen wir auch nicht ändern”) kann nur ganz groß krachen.
Aber vielleicht bekommen wir dann ja mal ‘ne Demokratie.
# 17
Ein Aspekt noch:
Noch ne GroKoAZ mit der Lizenz zur uneingechränkten Verfassungsänderung? Obwohl, ist ja eigentlich alles gelaufen, mit dem Lissabon-Vertrag.
Andererseits, sollte das BuVerfGericht doch noch kleine Einwände erheben, ist für die kriminelle Clique das Abbügeln derselben mit ner grossen Koalition sicher einfacher zu deichseln.
Allerdings ist zu erwarten, dass auch bei Schwraz-Gelb die A-SPD sowieso allen wirklichen Dreck mitträgt.
So oder so, es läuft auf ne grosse Koalition raus, ob ne offizielle oder ne informelle…
Wie mans dreht und wendet: das parlamentarische System hat die Demokratie dermassen vollständig in ihr Gegenteil verdreht
Solange genügend Leute Schwarz-Rot-Grün-Gelb wählen (und es braucht dazu ja nicht so viele), solange die Wahlergebnisse nicht für die Mehrheit der Bevölkerung (politisch) delegitimiert sind, wird diese Farce weiterlaufen – und die Wahrscheinlichkeit, dass dasselbe System nach nem Crash wiederaufersteht vom Scheintod, ist ziemlich hoch.
Und jetzt mal ehrlich: wieviele Leute denken hier so politisch?
Steinmeier ….. Persönlichkeitsspaltung ….. ?
http://www.youtube.com/watch?v=k43AEZ72_k4
Obwohl ….. der is auch nicht schlecht!
NDR – Die große Koalition ist stabil
http://www.youtube.com/watch?v=MeAlc1xllZs&feature=related
Da heute anscheinend Satiretag ist. Lt Cicero dreht sich schon das schwarz-gelbe-Personalkarussell:
“Bei den Liberalen scheint Guido Westerwelle als Außenminister gesetzt, Finanzminister dürfte – im Falle eines schwarz-gelben Wahlsieges – Hermann-Otto Solms werden. Als Arbeitsminister steht Generalsekretär Dirk Niebel bereit – er gilt als Arbeitsmarkt-Fachmann und hat sogar einige Jahre selber beim Arbeitsamt gearbeitet –, im Justizministerium sieht man einem Comeback von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger entgegen, als neue Entwicklungshilfeministerin wird die europäische FDP-Spitzenfrau Silvana Koch-Mehrin gehandelt.”
http://www.cicero.de/1725.php?ress_id=18&kol_id=10909
#14:
Das ist kein Fehler, sondern ein Feature!
Du kannst/sollst nämlich HTML coden,
s. hier
@georgi
#25
Danke für die Info, dann hat also kein Fehler sondern ein Feature dafür gesorgt, dass die Steueraussage der CDU mehr als 90 % Unterstützung erhält. Statt wie verdient weniger als 10%.
Das ist ja wie im richtigen Leben.
Ich schau mir mal an, was ich damit machen kann, klingt interssant.
Da, wo die ASPD an der regierung ist, wird grundsätzlich dem Koalitionspartner die Schuld in die Schuhe geschoben, wenn die Frage aufkommt, warum die ASPD nicht einmal versucht, ihre Versprechen in die Tat umzusetzen. An Hartz IV waren nämlich die Grünen schuld, daß es keinen Mindestlohn gibt ist die Schuld der CDU usw.
Daher ist es tatsächlich für mich der Supergau, sollte es eine Neuauflage der GroKo geben, dann wäre die Verlogenheit weiter so im Rennen wie jetzt (und seit 11 Jahren).
Die ASPD soll endlich sterben gehen.
“Wer tatsächlich eine Richtungsentscheidung sucht, wird daher in meinen Augen die Linken wählen müssen – allen Kindereien und Extravaganzen, die sie am letzten Parteitag durchblicken ließen, zum Trotz.”
Mit Hilfe von Winston Churchill (»Wer mit zwanzig kein Sozialist ist, hat kein Herz – wer es mit vierzig immer noch ist, hat keinen Verstand.«) gelingt es jetzt auch, ein weiteres CV-Detail von wgn zu entschlüsseln:
Da er – in einem gewissen Sinne – zweifellos Verstand hat, können wir messerscharf folgern, dass er noch keine 40 ist
Alles sinnlose Diskussionen !
Es wird sowieso gelogen, dass sich die Balken biegen !
Nach kurzer Suche mal ein Protokoll gefunden
Landtag von Baden-Württemberg
Plenarprotokoll 13 / 93 01. 06. 2005
Stuttgart, Mittwoch, 1. Juni 2005 • Haus des Landtags
Beginn: 10:03 Uhr Schluss: 18:45 Uhr
93. Sitzung 13. Wahlperiode
in Seite 6546 (PDF – Seite 14)
……
Wenn Sie eine Mehrwertsteuererhöhung wollen, dann sagen
Sie es. Wenn Sie sie um zwei Jahre verschieben wollen,
dann wollen Sie sie halt in der nächsten Legislaturperiode.
Wir wollen das nicht, selbst wenn dies heute ein einzelner
Ostfriese von der SPD aus Schleswig-Holstein fordert. Die
SPD will keine Mehrwertsteuererhöhung.
…..
Nach der Wahl kamen dann MIT DER SPD 3% oben drauf !!!
Man lese sich das Protokoll mal durch.
Es reicht um zu sehen wie weit Rede und Wirklichkeit in der Poltik auseinander driften !!!
http://www.landtag-bw.de/wp13/plp/13_0093_01062005.pdf
@retep 1
Jeder Tag ist Satiretag – nicht nur in diesem Blog!
@Falk Kuebler
Tja, Churchil kannte “neoliberal” noch nicht, sonst würde der Spruch anders gehen.
“Wer tatsächlich eine Richtungsentscheidung sucht, wird daher in meinen Augen die Linken wählen müssen – allen Kindereien und Extravaganzen, die sie am letzten Parteitag durchblicken ließen, zum Trotz.”
Sehe ich auch so. Und jeder der will dass die SPD wieder eine sozialdemokratische Partei wird und nicht mehr den neoliberalen Glaubenssätzen der folgt, muss dieser Partei einen Denkzettel verpassen. Also nicht daheim bleiben, sondern links wählen! Auch wenn es bedeutet dass die nächsten vier Jahre ein schwarz-gelbes Gruselkabinett regiert. Entweder hat sich danach die SPD personell und programmatisch erneuert oder sie wird von der Partei “die Linke” ersetzt. Denn kein Schwein braucht eine CDU light.
Als Kleinkind hat mich immer interessiert, wenn das letzte Wasser aus der Badewanne abfloss. Damals nannte man das noch nicht SPD-Politik.
Na warum springt die SPD wohl nicht auf den Köder an?
Wie ist es denn ausgegangen, als die SPD letzte Bundestagswahl vehement gegen eine Mehrwersteuererhöhung gekämpft hat?
Eben, besser keine Erinnerungen wachrufen…
Ich bin nach sechsundzwanzig Jahren aus der SPD aus- und in die Piratenpartei eingetreten.
Folgende Überlegung liegt dem zu Grunde:
1. Keine der absehbaren Regierungskoalitionen wird an der grundsätzlichen Ausrichtung der verfehlten Wirtschaftspolitik etwas ändern.
2. Eine große Koalition wird weiter die Grundrechte mit Füßen treten und sich kaum darum scheren, was in Petitionen und Arbeitskreisen vom Volk gefordert wird.
3. Eine erfolgreiche Piratenpartei mit > 1,5 Prozent der Stimmen im Bund wird die Parteien aber zum Nachdenken bewegen, wie sie sich in der Frage der Bürgerechte positionieren. So geschehen schon bei der FDP, den Grünen und Teilen der SPD, die jetzt die Grundrechte und Zensurfreiheit für (sich) den Wahlkampf entdecken.
Dabei ist nicht entscheidend, dass die Piratenpartei in den Bundestag kommt -wiewohl dies erfreulich wäre-, sondern die Zahl der Abwanderer von den anderen Parteien und Nichtwählern.
Nicht zu wählen ist doppelt schädlich: Als Nichtwähler stärkt man automatisch die stärkste Partei und sichert den Parteien zusätzliche Anteile an der Wahlkampfkostenerstattungsbeute. Wer nicht wählen eill, der sollte wenigstens absichtlich ungültig wählen.
Arvid
@ retep1: Das Schlimme ist: Die trauen sich das auch wirklich selbst zu. Auch wenn ich selbst Mitglied bei der FDP bin: Ministriabel ist von denen doch keiner, bzw. die konnten diese Qualifikation bisher gut verstecken (ich halte die genannten für ungefähr so qualifiziert wie Jung, wenn man von Solm mal absieht, aber der gehört eigentlich schon ins Museum).
@ Falk Kuebler
WGNX ist 41, auch wenn erste Schätzungen von Ende 40 ausgingen.
Es geht sicher nur um Schwarz-Rot oder Schwarz-Gelb. Die einzige andere Option, die eine Mehrheit auch im Bundesrat hätte, wäre Jamaika. In ruhigen Zeiten hielte ich letzteres auch nicht für unwahrscheinlich, aktuell aber wohl eher nicht.
Ich weiß nicht, wie WGNX auf die Idee kommt, die CDU hätte der SPD mit der Mehrwertsteuerdiskussion eine Steilvorlage geliefert. Die SPD würde wohl eher umgekehrt der CDU eine Steilvorlage liefern, wenn sie da jetzt aufspringen würde. Das Thema Mehrwertsteuer sollte die SPD mit Blick auf 2005 lieber ganz meiden und statt dessen still zusehen, wenn sich die Union in der Frage zerstreitet.
Unterschiede zwischen Schwarz-Rot und Schwarz-Gelb gibt es schon einige, nehmen wir zum Beispiel nur die Krankenversicherung. Wer den Übergang zu einer Kopfpauschale möchte, wird Schwarz-Gelb bevorzugen müssen, wer das ablehnt, sollte dagegen Schwarz-Rot präferieren.
Für mich trifft in dieser Frage (wie auch in anderen) letzteres zu. Deshalb ist es aus meiner Sicht auch letzten Endes egal, ob meine Stimme bei der SPD, den Grünen oder den Linken landet; Hauptsache, Schwarz-Gelb wird verhindert. Unwichtig wird die Wahl nicht sein; es geht darum, welches in D die institutionellen Ausgangsbedingungen sein werden, wenn die Prämissen politischen Handelns nach der Krise, also in 5-10 Jahren, andere sein werden. In den nächsten 4 Jahren würde es mit Schwarz-Gelb (solange sie die doppelte Mehrheit in beiden Kammern haben) einige Entscheidungen geben, die sich nicht ohne weiteres später wieder rückgängig machen lassen und die alle zukünftige Politikgestaltung mit vorherbestimmen werden.
Der eine oder andere mag die von Schwarz-Gelb angestrebten Weichenstellungen befürworten. Das ist eine legitime Sicht der Dinge, die ich nicht teile, die man als grundsätzlich Liberaler im Voltaireschen Sinne aber akzeptieren muß.
Nur: wer jetzt zur Wahl von Schwarz-Gelb aufruft, der soll sich dann hinterher nicht aufregen, wenn z. B. die Kopfpauschale in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt wird oder wenn es nur noch eine gesetzliche Grundversorgung geben wird, alles darüber hinaus aber privat versichert werden muß. Die heutigen Schwarz-Gelb-Befürworter sollen darüber dann gefälligst auch schweigen.
@Hacenda, #16: Guck mal: http://kommentare.zeit.de/commentsection/url/online/2009/27/cdu-csu-wahlprogramm?page=0#comment-379512 . CDU-Wahlprogramm: (Bankensanierung durch) Zwangsarbeit hohe Kapitalerträge, wieder hohes Steueraufkommen, oder nicht?)
Naja, die Anhänger Brünings schlagen zu. Da bleibt kein Stein auf dem anderen.
@ Arvid
Nein. Das ist ein Irrtum, der sich hartnäckig hält.
http://www.wahlrecht.de/lexikon/wahlkampfkostenerstattung.html
Wenn man also die Wahlkampfkostenerstattung für die etablierten Parteien minimieren will, dann muß man eine Kleinpartei wählen, die mindestens 0,5% der Stimmen holt. Nichtwählen oder Ungültigwählen hilft nicht.
Korrigiere zu: Zwangsarbeit (hohe Kapital…
@froZ #37
Was wäre so schlimm daran, wenn die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nach dem Prinzip der Schweizer Krankenversicherung umgestaltet würde?
Das kann man doch auch – wie in der Schweiz – sozialverträglich gestalten.
Aus meiner Sicht ist die GKV dringend reformbedürftig. Die führt doch zwangsläufig in eine immer schlechter werdende Krankenversorgung hinein. Und Lösungsvorschläge a la Lauterbach: „Alle in die GKV!“ sind doch reine Demagogie.
Persönlich würde ich allerdings noch ein anderes Modell präferieren.
@ Arvid
Also Dein erster Vorschlag mit der Piratenpartei ist insofern schon nicht falsch, aber Dein zweiter Vorschlag mit dem Ungültigwählen erreicht das Ziel nicht.
@ HAM
Nun, im Gegensatz zu Dir kenne ich die Schweizer Krankenversicherung nicht aus eigener Anschauung, aber was sich dazu hier…
http://www.ess-europe.de/europa/kvsys_schweiz.htm
… in Erfahrung bringen läßt, das läßt diese ja auch nicht als das Gelbe vom Ei erscheinen:
- weltweit höchster Umfang an Gesundheitskosten, die nicht von den KVs, sondern von den Privathaushalten direkt getragen werden (pro Person und Jahr 1085 $ laut OECD)
- Gesamtkosten pro Kopf die zweithöchsten in der Welt
- gesetzliche KVs kommen nur für ein Drittel aller Gesundheitskosten auf, Rest zahlen Privathaushalte und der Staat
Die monatlichen Beiträge differieren ja stark von Kanton zu Kanton. In D ist die allgemeine Kaufkraft vergleichsweise geringer, so daß Beiträge, die dem Schweizer Durchschnitt entsprechen, von vielen Haushalten kaum gezahlt werden könnten und wohl durch den Staat aufgestockt werden müßten.
Du kannst natürlich dennoch darauf vertrauen, daß Union und FDP zusammen ein bezahlbares und sozialverträgliches Kopfpauschalenmodell hinbekommen, das den Staatshaushalt nicht über Gebühr belastet. Dann wäre eine Wahlentscheidung pro Schwarz-Gelb freilich rational.
(Ich halte eine Ausweitung der GKV – weg mit Beitragsbemessungsgrenzen und Ehegattenmitversicherung – allerdings für die bessere Variante).
@bismodo #21
„Von Karlsruhe sollte am Dienstag die dringende Mahnung ausgehen, dass die EU mehr Demokratie wagen muss.“
http://debatte.welt.de/kommentare/138391/europa+mehr+demokratie+wagen
“Ihr wärt froh, wir wären unpolitisch”
Ich spinne mal drauflos…Anstatt sich (wieder mal, wie zur EU-Wahl) in den blogs darüber zu unterhalten, wie wir, ich und du, am besten wählen würden, schlage ich vor zu versuchen, sich über mehrere blogs hinweg auf ein Konzept zu einigen, das besagt, warum es derzeit undemokratisch ist, eine der zur Wahl stehenden Systemparteien zu wählen.
Darüber könnte man bei vielen Gelegenheiten, im Privaten wie im öffentlichen Raum zu sprechen kommen, mit dem Ziel zu versuchen, Leute im eigenen Umkreis und darüber hinaus davon zu überzeugen, dass ein demokratisches Reset vonnöten ist.
Zum Repertoire dieses Resets müsste genauso die Repräsentativität von Parlamentarieren und von leeren, nicht besetzten Sitzen gehören, wie die Abwählbarkeit von Abgeordneten etc. Die Diskussion um die Inhalte wäre selbst schon Teil des Prozesses der Re-demokratisierung…
Anstatt einem Nichtwählen das Wort zu reden, könnte man sich auf eine Reihe möglicher Kleinstparteien einigen, denen man auch leichter als der Linken verklickern könnte, dass die Kreuzchen, die bei ihnen gelandet sind, nur Protest und kein Auftrag an sie selbst sind. Bei der Linken hätte ich hieraufbezogen so meine Zweifel, dass die das so verstehen wollten.
@ HAM # 44
Ich hatte dir in einem anderen tread schon vor ein paar Tagen den link gepostet, der shr klar darauf hinweist, dass Karlsruhe den Vertrag morgen NICHT stoppen wird.
Nicht gelesen?
vor 4 Tagen:
@ HAM, aber nicht nur…
zugegeben, anderes Thema, oder auch ‘altes’:
ein echter Knüller, wobei der 2. Teil auf der Seite der weitaus wichtigere ist:
http://www.t-blog.de/blog/last-das-bverfg-den-lissabon-vertrag-passieren
Ich hab vorhin mit der Klägerin gesprochen. Sie meint, da könnte noch was gehen…wenn die Politik – auch aus dem Ausland – es will (so hab ich sie verstanden)
Hi Menschenvolk,
ich bin jetzt fast 40zig habe zwei Kinder (alt genug schon), 20 Jahre verheiratet, beobachte die ganze Politikmuschkote seit ca. 15 Jahren. Incl. des Geldwesens. Und jetzt reicht es.
Dieser ganze abgeseierte Dreck und das ganze konsolidieren, gehen mir auf den Senkel. Ob Schwarz Rot Gold (Gelb) Grün Rotrot Braun Lila getupft oder was weiß ich, wer noch so in der Mitte sich aufhält, gehen mir tierisch auf die Knochen.
Nix aber auch gar nix, wird und wurde getan, um Schaden (Dachschaden ausgenommen) vom Volk abzuwenden. Es ist scheixxegal wer herumsabbelt. Heil Pofalla und wie sie alle heißen mögen, Nacktschnecken die man so auch behandeln müsste. (Schneckenkorn)
999 Jahre diskutiert man Theorien? Was für ein Schwachsinn, ein grandioser Wahn, der nur in der Klapse enden kann. Merkt überhaupt noch einer was?
Merkt eigentlich überhaupt noch einer, dass wir von Morgens bis Abends nur beschissen werden? Ist es nicht möglich außerhalb dieses Knastes denken zu können, ohne einer Partei das Vater Unser predigen zu müssen? Ist es ferner auch nicht mehr möglich, in einer ganz einfachen Sprache, ohne den Diskurs im postraumasierten Diskusfisch perifär interortosinestrogeonal empirisch zu talken, oder zu languagen?
Verstanden?
Ich gehe jetzt Chillen an der Busse
ciao
Verzeihung, nur meine Meinung
Mitten in einer Depression die Steuern zu erhöhen ist dass dämlichste was man tun kann, insbesondere die Mehrwehrtsteuer wird nur dazu führen dass weniger konsumiert wird.
Aber schön zu sehen wie die prognostizierte Entwicklung eintrifft.
Im Versuch die Bankster zu retten hat man sich total übernommen.Man befindet sich zwischen sinkenden Steuereinnahmen Carybdis und scharf ansteigenden Ausgaben Scylla.Egal welche Methode jetzt noch angewendet wird , es ist bereits zu spät.
@ froZ
Wer immer noch glaubt, dass es um Bezahlbares geht oder nicht…
[meinst du wirklich, die Regierung(en) wüssten nicht genau, dass das Währungs-Reset sie aller Verpflichtungen entheben wird, die sich aus dem NIE BEDIENBAREN Schuldenmachen ergeben haben? Glaubst du tatsächlich, die bereiten das Reset nicht schon längst vor (jedenfalls ihre Finanzjongleure, die das ja allein in die Hände gekriegt haben) ?? Dass die nicht nur noch so lange weitermachen, wie es irgendwie geht??? Dass es denen nicht nur noch darum geht, nach dem Reset selbst wieder möglichst gut dazustehen, materiell und finanziell???? Politik machen dann eben andere, kann denen doch egal sein, SIE haben doch ihre dicksten Schäfchen ind Trockene gebracht !!!!!]
…sollte sich umgehend auf den Weg machen: da ist so ne Schöne hinterm Berg, lebt in ner 8ter-WG, wartet sehnsüchtig auf nen Prinzen. Vielleicht bist DU es ja !
@ Berhard aus Frankfurt, #38
Die CDU ist auch so ein Thema! Angeblich wollen ja Politiker vor allem an die Macht. Das logische Wahlthema Nr. 1 müsste also in diesen Zeiten der aufdämmernden Wirtschaftskrise, die sich anschickt, der Finanzkrise zu folgen, die Abmilderung von HartzIV sein.
Man kann ja Leute, die 30 Jahre gearbeitet haben und jetzt sicher auf HartzIV kommen, nicht so behandeln. Der Fördern-und-Fordern Aspekt von HartzIV, die Idee, dass jeder bei Bemühen einen Job fände, läßt sich ja nicht mehr aufrecht erhalten.
Spätestens im Herbst geht es mit der Arbeitslosigkeit richtig los. Und sie wird nicht nur Ausländer und Ossis treffen!
Und da überbietet die CDU die SPD noch an Schwachsinn. Warum? Ist das eine Schützenhilfe, um den Parlamentskollegen von der SPD einen kleinen Boost zu geben?
Rational läßt sich das alles jedenfalls nicht mehr erklären. Diese Bilderberger-Verschwörungstheorien werden für mich immer glaubhafter…
@bismodo #46
„Ich hatte dir in einem anderen tread schon vor ein paar Tagen den link gepostet, der sehr klar darauf hinweist, dass Karlsruhe den Vertrag morgen NICHT stoppen wird.“
Das war ein interessanter Hinweis.
Nach wie vor habe ich aber Zweifel daran, dass sich das BVerfG komplett selbst entmachtet. Das wäre ja insgesamt eine schwere Niederlage für den gesamten deutschen Juristenstand.
Warten wir es ab.
@ HAM
Wie bewertest du die Tatsache, dass das BuVerfGericht ausgerechnet DIE Klage nicht zur Verhandlung bringt, die als einzige wirklich ans Eingemachte geht? Noch dazu unter klarer Rechtsbeugung?
@ HAM
http://www.hr-online.de/website/daserste/dokumentation/index.jsp?rubrik=7148&key=standard_document_2067915
Übermorgen fällt Weihnachten auf den Osterhasen. Ich brauch fünf Köpfe um überhaupt noch denjenigen schütteln zu können.
Träume Träume Wolkenkuckucksheime.
@ HAM
Veranstalztung für alle:
http://www.nrv-net.de/downloads_publikationen/444.pdf
Oder besser, warum machen die das?
http://www.nrv-net.de/main.php
wgn,
Wer tatsächlich eine Richtungsentscheidung sucht, wird daher in meinen Augen die Linken wählen müssen
kein mensch muss müssen.
schaut euch einfach nur die kandidaten an, die zur wahl stehen.
vielleicht fällt euch dann das grosse kreuz (wer in der wahlkabine genug zeit und musse hat: keinen von diesen verbrechern!) leichter.
ich könnte natürlich auch, weil ich die alten sed-bonzen und ihre werweisswievielte metamorphose nicht mag, die npd wählen, von den forderungen sind sie nicht weit auseinander.
auch hier hilft erich kästner:
Was auch geschieht!
Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken!
@ holger + @ bismodo u. a.
Weihnachten+ Osterhase = Pflaumpfingsten.
Und das ist dann, wenn die Menschen hier kapieren, was hier abgeht.
Wenn sie kapieren, dass sie mit ihrem (eigenen) Aktien-Hokuspokus, auch wenn es vergleichsweise ‘kleine’ Kröten sind, sich ihr eigenes Grab schaufeln, bei dem sie sich nur unglaublich schlau vorkommen oder wenigstens resistent gegen alles, was das wirkliche Leben auszeichnet.
Da man aber auf demokratischem Wege niemanden zwingen kann, die Suppe auszulöffeln, die er/sie sich eingebrockt haben – bitte schön – das regelt das Leben.
Blöd nur, dass so viele andere die Suppe zuerst auslöffeln müssen, nur damit jene noch eine kleine, klitzekleine Weile weiter in ihrem Wolkenkuckucksheim leben können.
Hilft wohl nur gebetsmühlenartig immer wieder das Gleiche zu sagen, hier ist KAPITALismus, nix mit für Menschen… da braucht es nicht noch zusätzliche ‘Verschwörungstheorien’ – dat Dingens ist die Verschwörung – gegen die Menschen – für das Kapital.
(Btw. nicht erst seit heute oder gestern, schon immer – positives für Menschen war immer nur Abfallprodukt)
@milly, #6: kritisch sind nur die Beiträge, wenn man Abgeordneter ist; sonst gibt es da meines Wissens eine gewisse Freiheit.
Besser einer der zuwenig zahlt oder gar nicht, soweit man geringer Einblick bei den Linken in D. Aber Du wählst doch in Austria, oder? Australisches Wahlvieh sozusagen [den Spaß mußte ich mir gönnen, als Saupreis quasi].
Mist, streiche “oder”, setze “als”.
Ach DANKE Watawah
ich lese hier gerne mit. Lache und bin nachdenklich. Theoretisch habe ich niemals eine Bindehautentzündung. Doch dann kommt der Effekt, diese zu haben.
Hoffnung stirbt zuletzt? Nein, der Pragmatiker.
@ holger # 61
Menschen verstehen es aber nun mal erst über die ‘tatsächliche Binderhautentzündung’ und die Erinnerung daran verblasst außerdem oft nach spätestens 15 – 20 Jahren…
Pragmatiker? Eher Pessimist = Optimist mit Erfahrungen (und daran ist leider gar nichts lustig)
@ Watahwa #62
da ist Sinn drinnen, ich meine nicht Kpt. Iglo vom IFO. Dann ist das ja ein “Optipessierfahrunger” oder nicht?
Hab gerade bei Tim Harford gesurft, und was passendes für diese Diskussion gefunden: http://timharford.com/2009/06/how-can-we-tell-incompetent-from-unlucky-government/
Demnach darf sich Merkel nicht nur über die Inkompetenz der SPD an sich glücklich schätzen, sondern auch darüber, dass sie zusammen mit der SPD in der Regierung ist, denn die Wähler kümmern sich nicht darum, ob eine Regierung kompetent ist oder einfach nur Glück mit dem Konjunkturzyklus hat. Dementsprechend wäre es aktuell für Merkel schwerer als sonst, gegen die SPD zu gewinnen, wenn die SPD nicht mit Regierungsverantwortung trüge.
@ Saupreis
Ja, ich bin australisches Wahlvieh mit zunehmender Gleichgültigkeit, warte nur mehr auf den Metzger, aber der kommt nicht.
@ mylli
Der Metzger ist ein Meister aus Braunau, der kommt zu Dir auf dem Umweg über Berlin.
@wgn
Die SPD ist eine Partei in Agonie. Da kommt nix mehr. Nada.Fertig.
Kuck dir das “Spitzenpersonal” dieser ehemaligen Arbeiterpartei mal an. Müntefering? Steinbrück? Steinmeier? Nahles? Bah…
Das sind für mich Gescheiterte. Auf der ganzen Linie. Die haben
ihre Klientel verraten und verkauft. Dieser Verrat an der ureigenen Wählerschar, das nicht Erkennen dessen was man mit seinem Mist den man verzapft anrichtet, ist und bleibt SPD.
Wer hat seine Klientel verraten? Na klar, schon immer die Sozis.
Ich grüble schon seit Monaten wen man überhaupt von dieser
unfähigen Bande noch wählen könnte. Allein die Auswahl, brrr..
Rot..grün..schwarz..gelb..linke…Piraten…? Egal.
Denn an der nächsten großen Plünderungswelle des kleinen
Mannes NACH der Wahl werden wir nicht vorbeikommen. Denn
unsere Politknirpse tun was ihnen die Kapital Mächtigen auftragen! Das ist so und wird sich nach der Wahl erst so richtig
bewundern lassen! Mal sehen wie lange sich das Volk diese
Ausplünderung zugunsten der Reichen und Mächtigen in diesem
Lande noch gefallen lässt…
Die Institutionen im Lande sind mittlerweile
so gut miteinander verzahnt, das läuft wie ein gut geöltes Uhrwerk. Politik, Medien und Wirtschaft bilden längst ein Kartell. Und ihre Sprachrohre sind die Honorar Professoren und
weitere bekannte Gesichter. Kaufe die Prominenz und lass sie
(für viel Geld) zum Volke sprechen, dann klappt es auch mit dem
weiter so.
Allein die Vorschläge einer Erhöhung der Weniger-Wert-Steuer
auf 25% von einem dieser “Experten” ist eine Frechheit die einem
den Atem stocken lässt. Das so etwas auch und gerade in der
gegenwärtigen Krisen Situation gefordert wird, die ja vor allem
die Schwachen im Lande trifft, zeigt WIE weit unsere sogenannten Eliten in ihrem Denken und Handeln von uns allen
weg sind. Das sind die Schmarotzer die uns auf der Tasche liegen!
Das sind die die uns mittlerweile ganz offen ausplündern. Die
Bankster haben es ihnen vorgemacht. Jetzt wissen alle diese
Dummschwätzer und Allgemeinplätzchenbäcker wie es geht.
Widerstand ist nicht zu erwarten, denn bei uns merken zu wenige
WAS hier eigentlich los ist.
Die berühmte Eigenvorsorge! Hahaha..die haben wirklich
vorgesorgt. Die Helden unserer Zeit. Was für eine verkommene Welt. Und alles das Werk des Geldes. Merkt der Mensch wirklich
nicht das er auf dem Holzweg ist? Ist der Mensch so blöde? Allein
das bleibt noch abzuwarten..
Egal wer uns in der nächsten Legislaturperiode “regiert”, wir
werden nicht erleben das eine Regierung wirklich weiß was oder
wie sie in diesen Zeiten regieren soll. Die ” Berater” werden es
ihnen sagen, wie bisher schon. Deshalb werden wir weder ein
Umdenken noch ein auch nur irgendwie anderes Denken oder
Handeln unserer ” Volksvertreter” erleben. Die betrachten uns
mit Ekel. Schon allein dieser Wahlkampf. Muss das denn schon
wieder sein?
Meine Meinung steht: Die meisten von dem was heute als Polit
Clowns durch die Lande stromert ist dumm wie Klopapier. Da
lass ich mit mir auch nicht mehr diskutieren.
also ich sehe das auch so wie froZ #37
die nächsten vier Jahre werden zumindest überdurchschnittlich wichtig für die Zukunft dieser Anstalt hier. Und da ich nicht glaube, dass das lustig wird (Krankenversicherung/Hartz V könnte nur der Anfang sein, militärische Abenteuer sind nicht ausgeschlossen, zur Not auch Aufrüstung im Landesinneren), ist die Verhinderung von Schwarz-Gelb jenseits aller Illusionen zur Demokratie erstmal oberste Priorität. Für mich jedenfalls. Und da sehe ich auch das Wählen von Kleinparteien oder ungültig wählen kritisch, letzlich zählen nämlich nicht 50% der abgegebenen Stimmen sondern die Mehrheit der Sitze nach Abzug der unter 5% Stimmen. Und an die “dann werden die sich aber anders orientieren wenn da 2% Piraten oder so…”-Theorie glaube ich schon lange nicht mehr.
Wer es IMMER NOCH NICHT geschnallt hat:
===> … die Schröder-Sozis haben einen Auftrag !
… und der lautet: “Zerstört die Arbeiterpartei SPD!”
=> … weit haben sie es gebracht !
… heuer lautet die Verschwörer-Losung, die sich die Trojaner-Sozis für die Bundestagswahl unter die Schuhsolen geschrieben haben: “Projekt 18″ ! Aber auch das ist nur eine Etappe auf dem Weg zur 0.
=> … schaut euch doch nur mal die fies-verkniffenen Augen von Steini an !!! … noch Fragen ???
=> … und wie lautet das ewige Kommando von Kaderadmiral Franz “Pinocchio” Müntefering an die 500.000 gehirnkastrierten Unter-Sozis, die unter Deck auf den Ruder-Bänken sitzen, sich z.T. für die (vermeintlich) „Gute Sache“ abstrampeln …aber Null Durchblick haben ??
… “KURS halten !” … lautet es.
… “KURS halten !”
… “KURS halten !!”
… “KURS halten !!!”
=> … Warum ? Na klar, weil des Teufels General das Ziel fest im Blick hat und es kaum erwarten kann, das Boot endlich mit Karacho am Felsen zerschellen zu lassen !!
=> … den Schröder-Sozis kann man also beim besten Willen kein Versagen vorwerfen ! … die haben alles gegeben, sind voll im Plan … und können schon bald “Mission Accomplished !” in ihre Kurzwellen-Sender nuscheln.
=> … nein, das eigentliche Problem sind für mich die 500.000 eingetragenen Napfsülzen von der SPD-Basis, die wirklich gar nix mehr checken. Ich befürchte, die sind sogar zu doofe sich selbst die Schnürsenkel zu binden oder sich nach dem morgendlichen Stuhlgang das Gesäß eigenhändig zu säubern.
Ein Aufwachen der Verdummten, ein Aufstand der Betrogenen, ein Putsch der SPD-Basis gegen die Schröder-Sozis ! … das wäre mal ein Hoffnungsschimmer ! … soviel zu meinen feuchten Träumen !
Mein Beileid geht an Gründer der SPD, die in ihren Gräbern rotieren würden, wüssten sie davon, wie heute von Verrätern ihre einstmalige Arbeiterpartei zerstört wird !
Retroliberale Grüsse,
Ex-SPD-Wähler … ~ HG ~
PS: … diese Methode, die man bei der deutschen SPD angewandt hat, war so erfolgreich, dass man sie nun offensichtlich auch auf Frankreich übertragen hat: Spaltung und Zerstörung von innen heraus durch korrumpierte Trojaner. Vielleicht kann bismodo mal was dazu schreiben …
@hg
Ach was!
Mein Beileid geht an Gründer der SPD, die in ihren Gräbern rotieren würden, wüssten sie davon, wie heute von Verrätern ihre einstmalige Arbeiterpartei zerstört wird !
Dieses Beileid geht fehl. Der Auftrag der SPD war, seit und mit Aufhebung der Sozialistengesetze: Macht aus der Arbeiterklasse einen zahnlosen “Tarifpartner”. Spätestens seit Ebert ist das klar und nicht etwa, wie historisch Unbeleckte meinen, erst seit Schröder.
Die SPD ist “Hiwipartei”, Ausputzer, wenn die eigentlich herrschende Klasse mal nicht weiter weiß. So in den späten 60ern, so in den späten 90ern, so seit 1914 und so auch 1932. Es war Tucholsky, glaube ich, der sie das “widerlichste Wesen in der Naturgeschichte” nannte (oder so ähnlich) und er hatte recht. Mit dem Ende der “Sozialen Marktwirtschaft” (welch kokettes Oxymoron!) kommt auch das ihre. Endlich.
@lemming
=> … ich nix Kommunist ! … ich retroliberal !!
Ich finde Kapitalismus ist eine tolle Sache ! Deshalb sollten wir ihn endlich einführen !! … endlich knallharte neoliberale Reformen durchziehen:
1) strenge, restriktive Regulierung der Geldschöpfung
2) Zerstörung der Kartelle. Insbesondere im Banken- und Energiesektor !
=> … das wäre die sozialste Politik !
@ HG # 69
nöö, dasselbe Bild in F, initiiert von Mitterand. Die sind dort ja auch schon länger zugange…und das Ergebnis ist dementsprechend. Da gibts die Sozen nur noch als Randerscheinung, die nur sie selber vermissen.
Wo ich nicht mit dir einverstanden bin:
der Fisch stinkt nicht nur von oben, sondern von oben bis unten, und umgekehrt, rauf und runter und mittendurch!
Ich glaube nicht eine Minute an die Bösen da oben und die Ach-wie-Guten, die das nicht schnallen, was ihnen “angetan” wird.
Die gesamte A-SPD ist verfault, alle waren bereit, den Dreck mitzutragen, jederzeit – hauptsache ihnen wurde gesagt, was sie zu tun hatten. Die Bauchschmerzen, das gehört zur protestantischen Grundausstattung, da brauchste kein A-Sozi zu sein.
(Was die Sozis in F angeht: was das für Schlaffis sind, kann man gar nicht beschreiben. Jeder einzelne: ohne Prinzipien, Jammerlappen! )
Das ist genau dasselbe wie die Deppen der CDU. Als der Kohl “schwor”, fanden die das richtig gut, dass der die Verfassung mit Füssen trat. Da zeigte sich auch, dass die haargenau so waren wie die an der Spitze.
Ausserdem: wie das, was nachher rauskommen soll, wirklich aussieht, zeigst du schon auf dem Weg dahin. Ist der Weg von Dreck bestimmt, wird das am Ende Dreck ergeben.
Der Weg ist nicht das Ziel, aber wie du den Weg gehst, sagt etwas aus über dein Ziel – das haben die “Kommunisten” bestens bewiesen…und sonst auch alle “Bewegungen”, die hehre Ziele proklamierten, dabei aber das Gegenteil praktizierten. Gewöhnungseffekt? Auf jeden Fall Übung, Einübung. Und wenn du dann dein Zoiel erreichst, warum solltest du ändern, was so gut geklappt hat. Die Macher machen weiter…und schon sind die Grundlagen gelegt, dass alles schief läuft.
Deshalb: wenn du Demokratie willst, dann praktiziere sie auf dem Weg dorthin. (Das ‘du’ war allgemein gesprochen
)
@ lemming # 70
Stimmt schon. Aber sie haben seit Schröder noch nen Zahn zugelegt/zulegen können
Aus welchen Berufen setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion zusammen?
Hat das jemand ohne großen Aufwand griffbereit?
@ bismodo # 72
Das ist doch mal ein Satz, den ich uneingeschränkt unterschreiben kann.
@hg
Ich finde Kapitalismus ist eine tolle Sache !
Yep. Deswegen finde ich dich ja auch so “toll”! Wenigstens einer, der noch Ideale hat.
Nur leiderleider, das klappt irgendwie nicht mit dem Kapitalismus, irgendwie macht der immer, dass es am Ende Kartelle, Monopole, Bankster, Politnutten und all diese schrecklichen Sachen gibt.
Und da musst du den nackigen Tatsachen schon mal in ihre hässliche Fratze gucken: Kommunisten und Sozis können diesmal nicht schuld sein, die sind jetzt schon 20 Jahre weg vom Fenster, und Mr. Greenspan – nicht dass du mir wieder mit diesem Obersündenbock kommst! – hat auch nur gemacht, was das Kapital, nach dem der Kapitalismus nicht umsonst benannt ist, von ihm wollte, und für dieses Wollen hatte es – wie immer – Gründe, die so in seinem Wesen liegen, nicht in niedrigen Instinkten, wie du Manichäer immer annehmen willst, um den schönen Ideal-Kapitalismus zu retten.
@ lemming
Du verwechselst ne (zugegeben bestimmende) Fraktion mit dem Ganzen. Kapitalismus ist sehr wohl praktizierbar ohne undemokratisch zu sein. Erfordert aber leider auch ne Revolution
@bismodo
Kapitalismus ist sehr wohl praktizierbar ohne undemokratisch zu sein. Erfordert aber leider auch ne Revolution
Da gibt’s andere Sachen, für die ich eher eine Revolution ansetzen würde. Und für die erste Behauptung fehlt der historische Beleg, da gibt’s nur so “Phantasien” und Idealisierungen wie die bei v. Mises zB, die jeden Realitätsbezug vermissen lassen, sondern eher morussche Utopiaden sind.
“Demokratie” meinte ich jetzt übrigens gar nicht direkt, aber indirekt ist sie immer mit-gemeint, das stimmt, weil eine demokratische Verteilung von Macht bei extremer wirtschaftlicher Ungleichheit schlicht nicht möglich ist.
Sorry @ bismodo, aber wozu braucht es eine ‘Revolution’, wenn anschließend (wieder) das Kapital im Mittelpunkt steht. Was wäre da anders als jetzt?
@HG + bismodo
Um Eure Position nachvollziehen zu können, müsstet Ihr darlegen, was Eure Konzeption von Kapitalismus von der historisch vorgefundenen unterscheidet.
Kapitalismus bedeutet üblicherweise:
1. Herrschaft des Privateigentums.
2. Herrschaft jener Privateigentümer, welcher über das größte Privateigentum verfügen (= Plutokratie). Denn sie verfügen über die ökonomischen Mittel, die Gesellschaft zu beherrschen.
3. Anspruch auf arbeitsfreie Eigentumsvermehrung aufgrund des Besitzes von Privateigentum.
4. Primat der betriebswirtschaftlichen Logik über die gesamtwirtschaftliche.
5. Damit ungelöstes Problem der gesamtgesellschaftlichen Reproduktion, insbesondere im Zustand gesättigter Märkte.
Daher auch die schweren Krisen.
Es gehört zur Logik des Kapitalismus, dass
a) wenige Unternehmen immer größer werden bis hin zu marktbeherrschenden und globalen Unternehmen
und
b) sich der gesellschaftliche Reichtum bei immer weniger reichen Menschen konzentriert, welche immer reicher werden (Plutokratie + Oligarchie). 50 Familien gehören 50% des gesamten Weltreichtums.
# 79
Weil, wenn die materielle Grundlage, die kapitalistische, streng kontrolliert, aber dem Ein- und Zugriff der Politik UND der (Geschäfts-)Bankster entzogen ist (hat mit der völligen politischen Unabhängigkeit der ZB in Staatshand zu tun und deren Aufgabe in der Kontrolle über eine sehr restriktive Geldschöpfung besteht – HG hat das in vielen postings lang und breit dargelegt), es nur noch um Verteilungsfragen geht, um die man sich streitet. Da kann Demokratie voll zur Entfaltung kommen…muss aber nicht. Da muss man sich dann schon drum kümmern…was ja wesentlich für die Demokratie ist, und kann es nicht andere “machen” lassen.
Einen “Finanzmarkt” im heutigen Sinn könnte es da gar nicht geben. Und Kriege wären einfach nicht mehr finanzierbar: die brauchen nämlich das virtuelle Geld, dfass dann nicht mehr zur Verfügung stehen KANN
(zu faul zum nachlesen..hoffe, es sind nicht zu entstellende Tippfehler drin)
@ HAM
Nur so viel: Eigentum und Herrschaft sind NICHT identisch, jedenfalls in dem Modell, von dem ich rede. Du wirst da durch Eigentum auch nicht reich. Du stellst es dem Produktionsprozess zur Verfügung, dann läuft das nach strengen Regeln. Wenn du es nicht machst, dann eben nicht, dann nimmst du dein tägliches Bad in Krügerrand. Das verschafft dir aber keinerlei Privilegien
(wie gesagt: HG bzw wi-ing-030 hat da ne Menge zu geschrieben. Er ist der einzige hier im blog, der diese Richtung vertritt. Er ist aber nicht der einzige auf der Welt!
Um dich schlau zu machen: mein Privatarchiv: google HG und weissgarnix oder/und wi-ing-030 und Herdentrieb, dann die übersprungenen Ergebnisse. Hast du ausserdem ne Menge zu lachen
HAM + Watawah
noch was (bin in nem anderen blog in nem anderen Land und ner anderen Sprache, deshalb bin ich kurz)
Ich bin überzeugt, NUR die Demokratie kann das Abdriften dieses streng geregelten Kapitalismus’ verhindern: da die Begehrlichkeiten von Politik und Privatinteressen, das Kapital betreffend, nur dort im Zaum gehalten werden kann.
Was @ lemmings Einwand betrifft, das sei Utopie: Sozialismus hat es auch nicht gegeben, er war es nur dem Namen nach, in Wirklichkeit aber Staatskapitalismus, der seine eigene besitzende Klasse hervorgebracht hat. Im übrigen lief er nach rein kapitalistischen Regeln wie jetzt: nix für die Masse, alles für die Herren. Der Unterschied hält sich wahrlich in Grenzen
@bismodo
Wenn die Halbgötter einsehen würden, dass der Utopiegehalt ihrer Vorstellungen (Mises, Rothbard, Hayek & Co) nicht niedriger ist als der der Kommunisten/Sozialisten wäre ich für’s erste völlig zufrieden.
@ lemming
Irgendwann muss ich mir mal eure Dialoge angucken. Habt euch ja lang genug bekabbelt. Wird mit Sicherheit ein Spass
@lemming
„Nur leiderleider, das klappt irgendwie nicht mit dem Kapitalismus, irgendwie macht der immer, dass es am Ende Kartelle, Monopole, Bankster, Politnutten und all diese schrecklichen Sachen gibt.“
= > … was heisst „immer“ ? … so viele Anläufe hatten wir seit Adam Smith ja wohl noch nicht.
= > … grundsätzliches zum „Kapitalismus“ später an @HAM
„Und da musst du den nackigen Tatsachen schon mal in ihre hässliche Fratze gucken: Kommunisten und Sozis können diesmal nicht schuld sein, die sind jetzt schon 20 Jahre weg vom Fenster, und Mr. Greenspan – nicht dass du mir wieder mit diesem Obersündenbock kommst! – hat auch nur gemacht, was das Kapital, nach dem der Kapitalismus nicht umsonst benannt ist, von ihm wollte, und für dieses Wollen hatte es – wie immer – Gründe, die so in seinem Wesen liegen, nicht in niedrigen Instinkten, wie du Manichäer immer annehmen willst, um den schönen Ideal-Kapitalismus zu retten.“
= > … die Schröder-Sozis sind seit einer Dekade an der Macht in D.
= > … das Greenspan kein „Einzeltäter“ ist, sondern die Frontfratze einer Bankster-Mafia ist klar. Das habe ich hier schon einige 10.000 Male geposted. Bitte nicht immer wieder bei Null anfangen, Leute ! … das bremst und nervt !!
= > … die „Gründe“ für das Scheitern des (angeblichen!) „Kapitalismus“ lagen stets im Staatsversagen in seiner Rolle als Schiedsrichter. Auch dies hatten wir schon längst herausgearbeitet.
@hg
Ach ja, das Murmeltier ist wieder wach:
= > … die „Gründe“ für das Scheitern des (angeblichen!) „Kapitalismus“ lagen stets im Staatsversagen in seiner Rolle als Schiedsrichter. Auch dies hatten wir schon längst herausgearbeitet.
Das hat Mises rausgearbeitet, nach ihm Rothbard, nach ihm alle “Neoliberalen” (du siehst, ich bin rücksichtsvoll, mache extra Anführungszeichen!), die die Subprime-Geschichte nicht auf fehlende Investitionsmöglichkeiten, Überakkumulation und dergleichen fundamentale wirtschaftliche Gegebenheiten, sondern nur auf eine falsche ZB-Zinspolitik zurückgeführt haben.
Schön, wenn man immer einen hat, der schuld ist. Noch schöner, wenn es der Staat ist, den kein Steuerzahler so richtig leiden kann, weil der leistet ja wirtschaftlich nichts, sondern ist – so gesehen – nur ein Parasit.
Das Problem ist nur: Kapital und Staat haben schon immer “guter Bulle/böser Bulle” gespielt, mit abwechselnden Rollen, insgesamt aber eine sehr symbiotische Beziehung. Der Staat hat es jedenfalls immer vermocht, was ja seine Aufgabe war, dem Kapital seine Verwertungs- und Vermehrungsmöglichkeiten zu sichern. Es ist nämlich nicht “der” Staat, sondern ein Staat im Kapitalismus, also ein kapitalistischer Staat.
In aller Kürze: diese Sündenbock-Nummer spiele ich nicht mit, weder was die “Mafia”, noch was den versagenden Staat angeht. Und über die Schröder-Sozis und ihre jahrzehntelange “Macht” ist oben schon alles gesagt.
@bismodo
Ja, wenn ich mal ganz viel Zeit habe, dann leiste ich mir diesen Spaß auch, schon ab Herdentrieb.Blog. Da kommt was zusammen!
Hat jedenfalls Spaß gemacht und ich will auch nicht bestreiten, dass ich halbgöttlichen Einwirkungen so manchen Erkenntnisfortschritt verdanke. Ich bin in seiner Schuld, keine Frage.
@HAM { 30.06.09 at 21:10 }
„Um Eure Position nachvollziehen zu können, müsstet Ihr darlegen, was Eure Konzeption von Kapitalismus von der historisch vorgefundenen unterscheidet.“
= > „historisch“ & „Kapitalismus“ … würde ich zunächst mal so in etwa ab Adam Smith gelten lassen. Zwar sind viele archetypische Elemente des Kapitalismus (Knappheit, Produktivität, usw.) die „natürliche“ Ordnung auf diesem Affenplaneten und als solche prinzipiell „schon immer“ da. Allerdings war ja in der Menschheitsgeschichte ganz überwiegend ein anderes Ordnungsprinzip dominanter: die waffenbasierte Hackordnung. Diese ist NICHT mit dem „Kapitalismus“ IDENTISCH. Sie muss gesondert betrachtet werden. (Die „Machttheorie“ scheint mir auch der beste Teil am sogenannten „Debitismus“ zu sein. Leider habe ich davon bis jetzt nur Ausschnitte kennengelernt – wgnX hat sich bis jetzt geweigert, dazu mal eine kompetente Zusammenfassung zu schreiben. )
„Kapitalismus bedeutet üblicherweise:
1. Herrschaft des Privateigentums.“
= > … ich dachte wir leben in einer Demokratie … und jede Stimme zählt gleich, unabhängig vom Kontostand ? Bitte immer sauber bleiben ! … und zwischen „Marktversagen“ und „Demokratie“-Versagen unterscheiden !! … alles andere ist nicht professionell !
„2. Herrschaft jener Privateigentümer, welcher über das größte Privateigentum verfügen (= Plutokratie). Denn sie verfügen über die ökonomischen Mittel, die Gesellschaft zu beherrschen.“
= > … siehe oben !
= > … ich unterscheide zwischen „Kapitalismus“, „Demokratie“ und „Plutokratie“ ! … als Ingenieur könnte ich es mir nie erlauben, so undifferenziert zu arbeiten wie die meisten Schreibtischtheoretiker !
= > … Wenn ein Auto „fahruntauglich“, also „kaputt“ ist, lohnt es sich auch zu überprüfen, ob ein Totalschaden vorliegt, oder nur der Tank leer ist …
„3. Anspruch auf arbeitsfreie Eigentumsvermehrung aufgrund des Besitzes von Privateigentum.“
= > … wäre mir neu. Auf eine solche Aussage bin ich weder in meinem überlangen Wirtschaftsstudium noch in der Praxis jemals gestossen ! Legendenbildung ?!?
= > … vielleicht meinst du etwas in der Art:
„Kapitaleigentümer haben in der Marktwirtschaft das Recht, ihr Kapital nach ihren Vorstellungen einzusetzen (sofern sie dabei die gesetzlich geregelten Rechte anderer nicht beeinträchtigen). Sie dürfen dabei auch versuchen ein Einkommen damit zu erzielen, das den nutzungsbedingten Kapitalverschleiss deckt oder sogar überschreitet. Garantien – aber- gibt dir keiner; der liebe Gott auch der nicht, leider !“ ( ~ HG ~, 2009)
„4. Primat der betriebswirtschaftlichen Logik über die gesamtwirtschaftliche.“
= > … auch das wäre mir neu. Betriebswirtschaftliche Logik muss sich immer innerhalb von GESETZEN abspielen ! Diese Gesetze beinhalten auch stets die gesamtwirtschaftliche Logik, die vom Gesetzgeber, also in einer „Demokratie“, vom Volkeswille, vorgegeben wird ! Ansprüche aus Gesetz gehen vor Ansprüchen aus Vertrag !!! Wo liegt also das „Primat“ ???
„5. Damit ungelöstes Problem der gesamtgesellschaftlichen Reproduktion, insbesondere im Zustand gesättigter Märkte.“
= > … sorry, was soll das sein: „gesamtgesellschaftlichen Reproduktion“ ??
= > … „gesättigte Märkte“ ist so’ne Sache ! … es scheint mir noch ‚ne ganze Menge Leute zu geben, die meinen, sie hätten zu wenig und könnten mehr gebrauchen ! Die Klage scheint nicht nur des Kaufmanns Lied zu sein … sondern auch das Lied der Hartz4-Empfänger …
„Daher auch die schweren Krisen.“
= > … hoppla ! … jetzt wird es aber langsam „kriminell“ ! … wie du siehst, musste ich an allen vorangegangenen Punkten schwere Bedenken anmelden. Anhand dieser sämtlich fragwürdigen Punkte plötzlich den Grund für „alle schweren Krisen“ festgemacht haben zu wollen, halte ich für einen kardinalen Logik-Fehler !
= > … m.E. waren die meisten anthropogenen „schweren Krisen“ in der Geschichte des Affenplaneten sogenannte „Kriege“. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, propagieren die „Kapitalisten“ – etwa A. Smith, S. Mill, Mises, Hayek, usw – aber NICHT den Krieg !
= > … was die bekannten „schweren (Wirtschafts-)Krisen“ angeht, die nicht originär auf Raubmord- oder Mordlustkriege zurückzuführen sind, so geht ihnen allermeist eine zu expansive, also inflationäre Geldpolitik voraus. Eine solche führt regelmässig zur Zerstörung des Geldes, also zur Deflation. Das Koordinationsmedium für ALLE Markttransaktionen fällt dann binnen kürzester Zeit aus; der Zusammenbruch der Realwirtschaft ist die logische Konsequenz. Debististen suchen verzweifelt nach „Nachschuldnern“; aber das ist wieder mal nur ein marginaler Ausschnitt aus dem Gesamtbild. Beispiele: Weltwirtschaftskrise 2007 ff, Weltwirtschaftskrise 1929 ff, „Tulpenkrise“, Französische Assignaten nach der Revolution, usw. Auch die Hyperinflation von 1923 war natürlich so ein Fall … man hat da aber schnell reagiert und die einzig sinnvolle Gegenmaßnahme ergriffen … eine Währungsreform mit ultimativer Verlustallokation (letztere war ja schon durch die Geldentwertung an sich gegeben. Heute hängt der ganze Quark noch in Bankbilanzen und auf Girokonten rum … ).
„Es gehört zur Logik des Kapitalismus, dass
a) wenige Unternehmen immer größer werden bis hin zu marktbeherrschenden und globalen Unternehmen“
= > … richtig ist, dass es einen gewissen „natürlichen“ Drang gibt, eine marktbeherrschende Stellung zu erlangen. Dies steht in jedem AVWL-Standardlehrbuch fürs zweite Semester. Ich habe s im Mussel/Pätzold „Marktmängel und Marktversagen“ gelesen. Die Antwort der Ökonomie lautet, dass Monopole und Kartelle vom Staat, Macht seines Primates, zu bekämpfen und zu zerschlagen sind. Insbesondere die Protagonisten des sog. „Neoliberalismus“ setzen sich genau dafür ein.
= > … leider muss man konstatieren, dass die zumeist ausserordentlich unansehnlichen Politclowns zwar gerne das (ihnen per mehr oder weniger „demokratischem“ Wählervotum längst erteilte!) „Primat des Staates“ in Sonntags-Talkshows wortreich für sich beanspruchen. Dann aber schon am Dienstag von sich aus – etwa anlässlich einer Minister-Entscheidung in einem Kartell-Verfahren – in Gänze darauf verzichten, nur weil ihnen ein Bankster oder Kartell-Boss am Montag ein zwei junge, hübsche Prepaid-Nutten vorbeigeschickt hat. Ich halte solches aber für ein Problem des Staatsversagens und nicht für ein Marktversagen. Ich empfehle, dass man sich Gedanken darüber macht, wie man hässliche Politclowns los wird und in Zukunft von den Schalthebeln der Macht fernhält. Demokratieversagen ist ein wichtiges Forschungsfeld. Ich habe bahnbrechende Erkenntnisse und kongeniale Lösungsansätze zu diesem Thema hier schon wiederholt vorgetragen.
„b) sich der gesellschaftliche Reichtum bei immer weniger reichen Menschen konzentriert, welche immer reicher werden (Plutokratie + Oligarchie). 50 Familien gehören 50% des gesamten Weltreichtums.“
= > .. ich bin mir nicht ganz sicher: sprichst du gerade von Herrn Merkle, Frau Schickedanz und dem Porsche-Clan ?
Retroliberale Grüsse,
~ HG ~
Siehste HAM: der Halbgott hat’s in sich. Da kannst auch du noch was lernen – so wie ich. Ich bin jetzt leider schon zu müde, um eine ausführliche Antwort auf die halbgöttliche Einlassung auszulassen, denn das macht mal wieder richtig Arbeit und strapaziert auf ungewöhnliche aber lohnende Weise das Hirn, aber diese Steilvorlage werde ich mir nicht entgehen lassen.
Danke HG!
Erstmal nur kurz zum Kern:
die waffenbasierte Hackordnung
Ein Mythos, geboren bei den proto-kapitalistischen Raubrittern, re-aktualisiert von Pseudo-Darwinisten. Aber ohne jede empirische Evidenz noch Logik. Die menschliche Erfolgsgeschichte basiert nicht auf gegenseitigem Killen (das wäre das Ende, das auch dem aktuellen Kapitalismus und seiner Mörderlogik blüht, am Ende bleibt der Stärkste übrig, der aber in dieser neuen Umgebung eben gar nicht überlebensfähig ist, weil keiner mehr da ist, auf dessen Kosten er leben könnte.), sondern auf Kooperation, die er besser und flexibler steuern konnte als seine Freßfeinde, wenn wir hier mal streng darwinistisch bleiben wollen. D.h. auch: nicht im Wettbewerb liegt das Geheimnis des kollektiven Erfolgs. Und anders als im Kollektiv ist der Mensch nicht da. Das sieht man an der Sprache: wenn es keinen gibt, mit dem man sprechen könnte, könnte man nicht sprechen.
Bitte immer sauber bleiben !
Das solltest du nicht HAM vorhalten, sondern den Typen von der INSM…
Legendenbildung ?!?
Nein: Zinseinnahmen.
… es scheint mir noch ‚ne ganze Menge Leute zu geben, die meinen, sie hätten zu wenig und könnten mehr gebrauchen !
Es gibt jetzt mehr als in vor-kapitalistischen Zeiten, die zu wenig haben. Und, noch schlimmer, es werden noch mehr. Warum? Weil ihre Beschäftigung nicht mehr genug Rendite verspricht. Kurzfristig. Langfristig führt sich die Idee der Rendite (DIE kapitalistische Fundamentalidee schlechthin!) so selber ad absurdum, weil sie nicht nur immer mehr Arbeitskraft exkludiert, sondern damit auch immer mehr Nachfrage. (Ist so ein Mikro-/Makro-Dilemma, steht auch in deinem mythischen AVWL-Lehrbuch, nehme ich an.)
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, propagieren die „Kapitalisten“ – etwa A. Smith, S. Mill, Mises, Hayek, usw – aber NICHT den Krieg !
Natürlich nicht. Der Krieg ist, in diesen Geistern, ein “externer Faktor”, in anderen allerdings logische Folge. Die Wirtschaftspolitik des 12jährigen Reiches – Keynesianer aus Not – und die damit zusammenhängende Kriegsverursachung hilft da weiter als die Lektüre der schönen Klassiker…
so geht ihnen allermeist eine zu expansive, also inflationäre Geldpolitik voraus.
Ja, jetzt sind wir endlich mal wieder auf dem Punkt: WARUM gab es diese Geldpolitik? Wer wollte welches Problem damit lösen?
DAS ist die zentrale Frage.
Die Antwort der Ökonomie lautet, dass Monopole und Kartelle vom Staat, Macht seines Primates, zu bekämpfen und zu zerschlagen sind. Insbesondere die Protagonisten des sog. „Neoliberalismus“ setzen sich genau dafür ein.
Genau, und genau darum nenne ich den “Neoliberalismus” “Neonaivismus”. Es ist absurd anzunehmen, man könne zwei gegenläufige Logiken im Gleichgewicht (der zentrale Fetischbegriff der Alt-, Neo- und Retroliberalen) halten, wenn die Verteilungswirkung NICHT im Gleichgewicht ist. Da hast du den Grund für deine “Mafia”!…
sprichst du gerade von Herrn Merkle, Frau Schickedanz und dem Porsche-Clan?
Das sind Mittelständler. Aber dennoch: der Punkt ist: der Kapitalismus geht an seinen unaushaltbaren Ungleichgewichten zugrunde. Das zeigt sich zuerst an personalisierbaren Verhältnissen: eben den Clans, die ein Spiel mitspielen wollen, das zu groß für sie wird. An der fatalen Logik ändert das nichts – sie wird eben nur hier zuerst sichtbar.
@lemming
„Der Staat hat es jedenfalls immer vermocht, was ja seine Aufgabe war, dem Kapital seine Verwertungs- und Vermehrungsmöglichkeiten zu sichern. Es ist nämlich nicht “der” Staat, sondern ein Staat im Kapitalismus, also ein kapitalistischer Staat.“
= > … wenn es ein Problem mit dem Staat gibt, sollte man es lösen. Ein solches Vorgehen erscheint mir sinnvoller, als über das Regenwetter, Blähungen oder die Marktwirtschaft zu klagen. Weil das eine mit dem anderen ja nichts zu tun hat.
„Schön, wenn man immer einen hat, der schuld ist. Noch schöner, wenn es der Staat ist, den kein Steuerzahler so richtig leiden kann, weil der leistet ja wirtschaftlich nichts, sondern ist – so gesehen – nur ein Parasit.“
= > … das mag deine Sicht sein, als Staatshasser. Ich aber liebe den Staat. Natürlich nicht den „Staat“, den die Politclowns repräsentieren. Sondern den normativen Staat. Dieser ist ein „Starker Staat“, der stärker als alle anderen Gruppierungen ist, aber dennoch vom Volk beherrscht wird. Der normative Starke Staat hat seine „Stärke“ NICHT in der Quantität (gemessen an der Staatsquote), sondern in der Qualität (gemessen an den normativen Wirkungen seiner Handlungen zum Allgemeinwohl).
„die die Subprime-Geschichte nicht auf fehlende Investitionsmöglichkeiten, Überakkumulation und dergleichen fundamentale wirtschaftliche Gegebenheiten, sondern nur auf eine falsche ZB-Zinspolitik zurückgeführt haben.“
= > … „fehlende Investitionsmöglichkeiten“ ?? … komisch ! … die fachfremden Kapitalismuskritiker behaupten dauernd, wir hätten eine verkommene Infrastruktur und so. Und jetzt wieder „fehlende Investitionsmöglichkeiten“ ?? … irgendwie habe ich den Eindruck, die fachfremden Kapitalismuskritiker drehen ihr Fähnchen immer mit dem Wind … und machen sich die Welt, wie sie ihnen gerade gefällt.
Retroliberale Grüsse,
~ HG ~
Na komm, hg, bleib’ mal auf der Höhe!
… die fachfremden Kapitalismuskritiker behaupten dauernd, wir hätten eine verkommene Infrastruktur und so. Und jetzt wieder „fehlende Investitionsmöglichkeiten“ ??
Infrastruktur ist genau das, was STAATLICHE Investitionen verlangt. Denn dein lieber renditesüchtiger Kapitalismus hätte sowas nie zustande gebracht. Wo also ist dein Argument?
@ lemming
Könnte es sein, dass dir diese Rolle des Staates einfach nicht schmecken will? Der zwar “HGs lieben” “renditesüchtigen Kapitalismus”, der ihm ja auch gar nicht so lieb zu sein scheint, heftig an die Kandare nimmt? Der aber selbst nur zu leicht Tendenzen zur Anmassung und zum Übergewicht entwickelt?Und dass DA dein Hick liegt (der mit Sicherheit ernst zu nehmen ist)?
Falls ich da was richtiges spüre, würde ich dazu auch gerne die Antwort HGs hören.
Dennoch: wir reden hier von einem anderen Staat als dem, in dem die Clowns das Reden haben. Folglich auch von einer Demokratie, die in der Lage ist, die Clowns zu ersetzen, also von einer anderen Demokratie.
Was ja auch kein Pappenstiel ist
Der Eifelphilosoph hat gestern was schönes abgesondert, hat irgendwie mit dem Thema zu tun
http://eifelphilosoph.blog.de/2009/06/30/unruhen-buergerkrieg-deutschland-6424470/