Ich habe übrigens noch eine weitere neue Software installiert, ein Geschenk von einem Freund, der früher Steuerungen für sowjetische Raketen programmiert hat. Diese Software ist in der Lage – so mein Freund – auch die komplexesten Texte auf wenige Sätze zusammenzufassen. Gut, dachte ich mir da, probiere ich doch gleich mal aus: das Streitgespräch zwischen Hans-Werner “Senkt sie tiefer!” Sinn und Sahra “Hängt sie höher!” Wagenknecht über eine volle Seite der heutigen “ZEIT” dafür die perfekte Gelegenheit.
Ergebnis:
Hans-Werner Sinn: “Kapitalismus ist toll!”
Sahra Wagenknecht: “Kapitalismus ist scheiße!”
Hmm. Scheint zu funktionieren…




















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Wenn man einmal den Aspekt der Konsummöglichkeiten ‘aus dem Kapitalismus’ extrahiert, welchen Vorteil hätte er eigentlich noch?
Ich denke, daß es einige Grundlagen gibt, die man einfach kennen und verstehen muß, um so eine Diskussion führen und beginnen zu können. Dazu gehört für mich auf jeden Fall
1. Unser Geldsystem( unser Geld) und
2. Der Zinseszinseffekt.
Die Probleme Schere Arm-Reich, Inflation, Verschuldung, Staatsbankrott, Krise usw…. aber auch viele politischen Entscheidungen kann man nur verstehen, wenn man diese 2 Dinge kennt.
Eine sehr einfache, aber auch unterhaltsam geschriebene Zusammenfassung dieser beiden Sachen habe ich in einem Artikel auf: —–das-bewegt-die-welt.de —— gefunden, mit dem Titel:
” Die Bombe tickt – der große Knall steht vor der Tür! Alles was Sie dazu wissen müssen! MUST – READ!”
Das ist keine Werbung für irgendwen oder irgendwas, sondern nur der Hinweis auf gut und einfach erklärte Grundlagen, die man kennen muß, bevor man solche Sachen diskutieren kann.
Habe so eine ähnlich Software aus China. Die kann die Differenzen noch differenzieren:
Hans-Werner Sinn: “Kapitalismus ist toll!”
Sahra Wagenknecht: “Kapitalismus ist toll – aber nur für die Kapitalisten und Reiche!”
Sahra Wagenknecht: “Kapitalismus ist scheiße – für die Lohnarbeiter und kleine Unternehmer!”
Wer hat nun eigentlich RECHT?
Da allerdings versagt wohl auch die neue Software oder?
Ich tippe einmal:
“Nicht ganz toll, aber auch nicht ganz Scheiße”
“Wer hat nun eigentlich RECHT?”
Keiner es kommt auf die Perspektive an.
Keiner und nicht beide!
Recht ist ausserdem der falsche Begriff.
Die Frage muss lauten wer sagt die Wahrheit.
Recht bekommt man Wahrheit ist.
Nanuk { 25.06.09 at 10:59 } “Wer hat nun eigentlich RECHT?”
Keiner es kommt auf die Perspektive an.
Keiner und nicht beide!
Ja, ja, wir kommen der Lösung schon näher. Der Nebel verdichtet sich zusehendst.
“Ja, ja, wir kommen der Lösung schon näher. Der Nebel verdichtet sich zusehendst.”
Beschwere dich beim Schöpfer oder der Evolution oder was auch immer du als Grund für die Existenz der Welt ausmachst…
@Nanuk
Die Frage muss lauten was ist eigentlich der Sinn des Lebens?
Wir sind schon ganz nah dran…
@Nanuk #5
„Keiner es kommt auf die Perspektive an.“
Was die materielle Situation der beiden betrifft, so hat Sinn eindeutig Recht.
Denn beide können einkommensmäßig „toll“ vom Kapitalismus leben, auch wenn der eine Propaganda für und die andere Propaganda dagegen macht.
Mit den 176.724 €/Jahr, die ein durchschnittlicher EU-Parlamentarier erhält, gehört(e) Wagenknecht voll zu den oberen 1,6%.
http://www.weissgarnix.de/?p=2315#comment-27294
Beide – Sinn wie Wagenknecht – sind Experten für erfolgreiche Selbstvermarktung.
Er glorifiziert den Kapitalismus. sie den Marxismus-Leninismus samt realem Sozialismus. So haben beide ihre Fans und ihr hohes Einkommen.
Und dieses Einkommen dürfte für die nächste Jahrzehnte zukunftssicher sein …
@Ahnungsloser
Genau
Warum ist die Welt?
Nur wenn man die Frage beantwortet lassen sich daraus Notwendigkeiten ableiten.
@HAM
“Denn beide können einkommensmäßig „toll“ vom Kapitalismus leben, auch wenn der eine Propaganda für und die andere Propaganda dagegen macht.”
Wir lassen sie davon Leben da ist ein grosser Unterschied.
http://www.youtube.com/watch?v=8EGjFfSmlNY
Ein sehr trauriges Lied…
Wenn man das einmal begriffen hat.
Zitat HAM: “Mit den 176.724 €/Jahr, die ein durchschnittlicher EU-Parlamentarier erhält, gehört(e) Wagenknecht voll zu den oberen 1,6%.”
Sie die Bezüge von EU-Parlamentariern eigentlich steuerfrei, oder im Heimatland zu versteuern?
@Thomas #14
„Sie die Bezüge von EU-Parlamentariern eigentlich steuerfrei, oder im Heimatland zu versteuern?“
“Koch-Mehrin habe nach eigenen Angaben von ihrem “Steuerwohnsitz” in Köln Fahrten zu Sitzungen in Brüssel und Straßburg abgerechnet, obwohl sie mit ihrer Familie seit zehn Jahren in Brüssel lebe, kritisierte Langen laut einem Bericht der Koblenzer “Rhein-Zeitung”.”
http://www.weissgarnix.de/?p=2322
Am besten Frau Koch-Mehrin fragen.
@ Nanuk
Die Welt ist, so dass das fliegende Spaghettimonster aus Russels Teekanne trinken kann.
@mylli
Nicht wie die Welt ist ist das Geheimniss sondern das sie ist…
Da ist sie wieder, die Antwort auf die Fragen aller Fragen: “42″
@Dr. Stefan Diekmann:
Kann man auch einfacher haben
http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
Was ist Kapitalismus, was ist Geldkapital?
Lese gerade G. Ruhland System der Politischen Ökonomie,
(Danke für den Link, vergessene-buecher.de, vor paar Wochen
hier gefunden), im Teil Entwicklungsgeschichte der Völker,
spricht er vom Geldkapital als Ursache für den Verfall und
Niedergang alte Kulturen, Juden, Griechen, Römer.
@ Diekmann #2:
“” Die Bombe tickt – der große Knall steht vor der Tür! Alles was Sie dazu wissen müssen! MUST – READ!””
Mich dünkt, der Blogbetreiber/Autor ist Goldhändler.
Der Witz bei Wagenknecht oder anderen Linkssektierern ist, dass diese bei der Bevölkerung psychologisch Widerstand statt Interesse für eine Systemveränderung hervorrufen.
Wer sympathisiert mit dem „Marxismus-Leninismus“, wer will eine DDR 2.0?
Die DKP kam bei Bundestagswahlen nie über 0,3% hinaus.
Ideologen wie Wagenknecht und ihre Kommunistische Plattform sind der Garant dafür, dass die Linkspartei auf Bundesebene nie stark werden wird.
Solange Leute wie Wagenknecht noch führende Positionen in der Linkspartei innehaben, sind sie der Beweis dafür, dass die SED-Tradition in der Linkspartei noch viele Anhänger hat.
Daher in #10:
„Und dieses Einkommen dürfte für die nächste Jahrzehnte zukunftssicher sein …“
Denn wenn die Alternative zum Kapitalismus abschreckender als derselbe ist, dann stabilisiert diese das System.
@HAM,
ja ein Witz, aber ein trauriger Witz, dass die einzige Machtpolitische Alternative was altes wieder aufleben lässt. Was sind denn die Alternativen bei der nächsten Wahl? Da haben wir:
Die Kapitalismus war schon immer gut egal wie (auch in Bayern) – Partei.
Kapitalismus muss schneller gut sein – Partei.
Kapitalismus ist gut, wenn er für alle die Arbeit haben auch ein bischen gut ist – Partei.
Kapitalismus ist gut wenn er mit Sonnen und Windenergie betrieben wird – Partei
Kapitalmus ist gut wenn er alles für alle zahlt – Partei. (Da er nicht im Traum dran denkt – ist er scheisse.)
Wo ist den die ‘Neue Kapitalismus Partei’. Oder die:
Kapitalismus ist scheisse aber das kleineste Übel Partei. Oder die:
Menschen und Kapital – Partei. Oder die:
Verantwortung und Kapital Partei. Am liebsten wäre mir die:
‘Wir denken jetzt mal nach wie wir den Kapitalismus wollen – Partei. ‘
Nee @ delphin
HAM schießt sich da, sorry, mal wieder selbst ins Bein. Wie will man denn eine Gesellschaft zustandebringen, in dem alle Menschen auf einer demokratisch-freiheitlichen Ebene halbwegs organisiert zusammenleben, wenn man aber vorher selektiert, dass man die und die nicht dabei haben will und mit denen da nicht wenigstens ein Stück gemeinsam gehen will.
Damit macht man sich zum Fuß-Krüppel noch bevor überhaupt eine Richtung ausgemacht ist, geschweige denn ein Ziel.
@ HAM
Du glaubst wirklich ernsthaft, dass eine Sarah (gut, sie war noch zu jung, aber andere von der Plattform) vor 1989 hier im Osten eine Chance gehabt hätten, nee, vergiss es, nie und nimmer, dass wäre nämlich nicht konform gegangen… also nix mit was ‘Altes’ wieder haben wollen (so @delphin)
Das Parteien hier immer nur im System ‘bedienen’, ansonsten verboten werden, sollte wenigstens Dir doch aus der Erfahrung klar sein – das muss man nun alles andere als gut finden, aber daraus nun diese Schlüsse ziehen, nee, da bei allem Respekt, springst Du zu kurz und machst genau das, was die ‘andere Seite’ will, sich auseinanderdividieren lassen.
Wenn man hier den Menschen den Anti-Kommunismus schon mit der Muttermilch eingeimpft hat, sagt das doch eher was über Euch, als über sie aus. Inhaltliche Auseinandersetzung, das ist wichtig, sehr wichtig – Gagen sind gewollte Nebenkriegsschauplätze.
@ HAM
Nun, ich halte das Auftreten von Sahra Wagenknecht gelegentlich auch für ungeschickt; sie kommt in der Tat etwas sektiererisch und besserwisserisch rüber, aber das scheint mir bei ihr auch ein PR-Problem zu sein. Inhaltlich allerdings ist das, was sie zu sagen hat, m.E. in jedem Falle weit besser als alles aus der reichlich paranoiden Ideenwerkstatt eines Jürgen Elsässer.
So z. B. dies hier, u. a. mit einer Kritik der Statistikbereinigung durch hedonische Preismessung:
http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/443.rezession_weggerechnet.html
@ HAM, aber nicht nur…
zugegeben, anderes Thema, oder auch ‘altes’:
ein echter Knüller, wobei der 2. Teil auf der Seite der weitaus wichtigere ist:
http://www.t-blog.de/blog/last-das-bverfg-den-lissabon-vertrag-passieren
Ich hab vorhin mit der Klägerin gesprochen. Sie meint, da könnte noch was gehen…wenn die Politik – auch aus dem Ausland – es will (so hab ich sie verstanden)
Die Software hätte das aber auch noch weiter straffen können:
“Der Kapitalismus – ein System, das funktioniert” (PCM)
@ wgnx
Aber wenn Du die neue Software auch bei Luhmann anwendest, dann würdest Du in diesem Blog noch den goodnight wegrationalisieren, und das kann doch niemand wollen – der stilistische Verlust wäre zu groß.
Da diese Software vermutlich auf der Elimination von Tautologien und Redundanzen basiert, würde ich sie auf Luhmann lieber nicht anwenden. Es bliebe nämlich nichts von ihm übrig…
Was ist denn Kapitalismus? Oder Kommunismus?
Das sind doch alles erst mal nur Worte.Oder genauer Worthülsen.
Wenn ich 1000 Leute frage was für sie Kommunismus oder
Kapitalismus bedeutet, bekomme ich 1000 verschiedene Deutungen.
Der Kapitalismus ist ein System mit mal mehr, mal weniger Regeln
und Beschränkungen. Es wird laufend verändert. Von Menschen.
Menschen haben unterschiedliche Interessen. Menschen haben
unterschiedliche Ziele. Menschen sehen nur ihre ureigenen
Interessen. Deshalb gibt es politische Parteien. Und vom Volk
gewählte Regierungen. Die sind eigentlich dazu da für Ausgleich
und Solidarität zu sorgen. Für Gerechtigkeit. Sie sind es die die
Regeln aufstellen sollten!
Die das Gesamte im Blick haben sollten und Auswüchse jeder Art
und Weise verhindern sollten. Aber es gibt da ein paar
Konstruktionsfehler. Der eine ist das Geld und die Macht die man
mit steigendem Reichtum ausüben kann, und es in der Regel, wenn es den eigenen Interessen dient, auch tut. Das zeigt doch
die heutige Realität! Die Welt wird vom Kapital regiert und nicht
von den Sekten die bei uns im Parlament rumlungern, wenn sie
denn überhaupt anwesend sind.
Warum Sekten und nicht mehr Parteien? Seht euch doch die
Strukturen der ” Parteien” mal genau an! Da werden wichtigste
Entscheidungen ( z.B. der sogenannte “Reform Vertrag” der EU)
nicht nur am Volk,sondern auch an einem Entscheidungsprozess
vorbei in kleinen Kungelrunden, bei denen das Kapital das alleinige
Sagen hat, beschlossen und den Soldaten ( oder Jüngern wie man
will) mitgeteilt und dann dementsprechend abgestimmt. SO
funktioniert heute ” Demokratie”!
Meiner Meinung nach ist das, was wir heute immer noch als
Kapitalismus bezeichnen, die Religion der Reichen. Für die ist
es das Traum System überhaupt.
Der überwältigende Rest ist weitestgehend überflüssig und für
diese Geldsäcke Abschaum. Für die gibt es nur eine Wahrheit.
Und die ist auf deren Konten zu besichtigen…
Der Kapitalismus war mal gut gemeint und funktionierte nach der “Stunde Null”, als alle nach dem zweiten Weltkrieg wieder ganz
unten anfangen mussten, auch ganz gut. Inzwischen konnte man
doch die Entwicklung ganz gut beobachten. Die Schwächen des
Kapitalismus gibt es per se doch gar nicht.Denn Kapitalismus ist
ein von Menschen gemachtes System für das wiederum Menschen
die Regeln aufstellen oder schleifen. Das unsere sogenannten
Volksparteien seit 25 Jahren weitestgehend an den Volks
Mehrheiten vorbei regiert, ist doch mittlerweile eine
Binsenweisheit! Und funktioniert auch nur wenn alle “Mächte” an
einem Strang ziehen: Politik, Kapital und Medien!
Und da sind unsere Mächtigen auf einem richtig guten Weg!
Was immer wichtiger wird, und das hat unsere Kanzlerin gut im
Griff, ist Meinungsmache! Früher hätte man Propaganda dazu
gesagt, ein Wort das sich in diesem unserem Lande bis jetzt nur
wenige trauen in den Mund zu nehmen und dafür meist mit
Vorwürfen wie das wären doch nur Verschwörungstheorien
gebrandmarkt! Die Propaganda läuft mittlerweile wie geschmiert
und wird ausgebaut. Damit man erst gar nicht auf den Gedanken
kommt etwas abfälliges über den momentan ausgeübten
Kapitalismus zu sagen.
Schaut nur genau hin. Egal wo egal wer, jeder hat heute seinen
Preis! Wenn nur genug Geld locker gemacht wird, dann kann man
alles und jeden kaufen. Das ist die Wahrheit.
Das Problem ist, es gibt nur eine Welt. Und der praktizierte
Kapitalismus, der ja für viele der Freiheitsbegriff überhaupt ist,
wird die Erde vernichten. Oder zumindest unbewohnbar machen.
Es gibt schon mathematisch keine andere Möglichkeit, wenn wir
nicht umdenken! Und zwar radikaler als wir es uns im Moment
auch nur vorstellen können!
Ich habe in den letzten Jahren viel Bücher zum Thema rund um
Gesellschaft, Kapitalismus usw gelesen. Eines der besten Bücher zum Thema ist das Buch..
Neue Werte für die Wirtschaft von Christian Felber.
Heute noch unrealistisch wegen der Mehrheitsverhältnisse.
Aber morgen schon die einzige Alternative!
@ lemming
Nun, ich bekenne, ich habe den Luhmann selbst nicht gelesen und vermag das nicht zu beurteilen. – Allerdings habe ich manchmal den Eindruck, daß Autoren, die sich der Luhmannschen Begrifflichkeit bedienen, ihre Ideen oft auch und gar besser ohne diese formulieren könnten, es aber vielleicht für nötig erachten, die eigenen Gedanken ein wenig terminologisch aufzupeppen.
Exemplarisch Birger P. Priddat: “Theoriegeschichte der Wirtschaft”.
@Watawah #23
„Wie will man denn eine Gesellschaft zustandebringen, in dem alle Menschen auf einer demokratisch-freiheitlichen Ebene halbwegs organisiert zusammenleben, wenn man aber vorher selektiert, dass man die und die nicht dabei haben will und mit denen da nicht wenigstens ein Stück gemeinsam gehen will.“
Was ist an „Selektion“ falsch?
Wahlmöglichkeiten zu besitzen und auch auswählen zu können, ist doch eine elementare Bedingung für Freiheit.
Davon ist zu unterscheiden die Exklusion. Davon ist jedoch überhaupt nicht die Rede. Wenn Wagenknecht gewählt wird, kann sie von mir aus wie jede(r) andere Abgeordnete im Parlament sitzen und sich über ihr schönes Einkommen freuen. Wenn sie gute ökonomische Analysen etc. produziert, dann erhält sie meine Wertschätzung dafür.
Aber die politische Richtung, die sie vertritt, ist nicht meine.
„Wenn man hier den Menschen den Anti-Kommunismus schon mit der Muttermilch eingeimpft hat, sagt das doch eher was über Euch, als über sie aus.“
Das sehe ich differenzierter. Der Blick auf die DDR von außen ist sicherlich ein anderer, als jener von denen, die in der DDR lebten und mit den Verhältnissen einigermaßen zurecht kamen.
Aber von außen sah man Stacheldraht und Todesstreifen, in Berlin auch die Mauer.
Knast wird von außen häufig anders erlebt als von innen.
Im Westen wird man in vielen Orten eine Rosa-Luxemburg-Strasse/Allee finden, aber niemals eine Lenin- oder Stalin-Strasse.
Der Kommunismus einer Rosa Luxemburg unterschied sich grundlegend von jenem eines Lenins oder Stalins oder Ulbrichts oder Honeckers.
Das ist der Unterschied zwischen einem freiheitlich-demokratischen Sozialismus und einer kommunistischen Diktatur.
„Dass Parteien hier immer nur im System ‘bedienen’, ansonsten verboten werden, sollte wenigstens Dir doch aus der Erfahrung klar sein“
Seit über einem halben Jahrhundert ist in der BRD keine Partei verboten worden. Ein Verbot der Linkspartei wäre m.E. nur denkbar unter den Bedingungen einer Diktatur.
Aber gegen 4,9% bei der BTW für die Linkspartei hätte ich nichts.
„aber daraus nun diese Schlüsse ziehen, nee, da bei allem Respekt, springst Du zu kurz und machst genau das, was die ‘andere Seite’ will, sich auseinanderdividieren lassen“
Was niemals zusammen war, kann man auch nicht „auseinanderdividieren“.
Im übrigen hat – soweit ich es richtig mitbekommen habe – Sahra Wagenknecht eine üble Rolle bei der Vereinnahmung der WASG durch die PDS gespielt. Und auch gegenüber der WASG Berlin, als die selbstständig zur Abgeordnetenhauswahl antrat.
@froZ #24
Es geht nicht um die Person von Sahra Wagenknecht, sondern um die politische Gesamtrichtung, die sie vertritt.
Insofern geht es auch keineswegs darum, ALLES abzulehnen, was sie vertritt. Auch geht es nicht um gesellschaftliche Exklusion.
Vor einiger Zeit habe ich übrigens einen interessanten Vortrag von ihr über die Ursachen der Wirtschaftskrise gefunden:
http://www.youtube.com/watch?v=7nwFsTXWUkk
„reichlich paranoiden Ideenwerkstatt eines Jürgen Elsässer“
Paranoid? Inwiefern?
@watawah
ja, war zu einfach bzgl. der Linken – Du hast recht. Ausserdem werde ich ja auch eine der 5 Grossen Parteien wählen müssen und 3,5 dieser Parteien haben uns diese Finanzkrise eingebrockt. Von diesen wähle ich keine mehr.
Und ich werde keine Partei mehr wählen die den schnellen Raubbau betreibt weder am Menschen noch an der Natur. Etwas mehr Nachhaltigkeit als 1 Quartal darf es imho sein. Selbst wenn das die sofortige Rendite schmälert.
und @Kritiker des Bösen
Die Medien sind unser heutiges Hauptproblem, Werbung müsste in den Medien glattweg verboten sein. Inzwischen haben wir doch schon fast eine Theokratie, egal was auch immer im Namen des Kapitalismus geschieht – es ist gut für uns (also für die breite Mehrheit). Egal ob Globalisierung (ein Muss), Arbeitsplatzverlust (da kann man halt nix machen), Monopolisierung der Banken (im Internationalen Vergleich zu klein) oder Privatisierung (der Staat ist der schlechtere Unternehmer, hahaha) – alles ist gut für uns!
Das ist inzwischen schon ganz nahe an der Religion, mit Hrn Sinn als Pressesprecher und Herrn Kauder als Leiter der Inquisition. Die 5 Weisen aus dem Wirtschaftsland nicht zu vergessen. die nun schon seit 3 Jahren eine Grippe suchen, und nichtmal einen Esel von einem Gotteskind unterscheiden können. Nur den Weg, den kennen sie ganz genau.
Der real existierende Kapitalismus hat abgewirtschaftet, er mag in der Theorie toll funktionieren, er mag sogar gut funktionieren wo Wettbewerb herrscht, wo Machteliten maipulieren wird er stranguliert und es sit egal ob diese Eliten auf staatlicher Seite oder in den Finanzkartellen sitzen. Im schlimmsten Fall sitzen Sie eh hier wie da. Seit an Seit.
@ HAM # 32
“Wahlmöglichkeiten zu besitzen und auch auswählen zu können, ist doch eine elementare Bedingung für Freiheit.
Genau.
Und genau deshalb muß erst einmal die Grundbedingung dafür geschaffen sein – eine Gesellschaft in der wirklich Freiheit und Demokratie für das Individuum, für die Menschen, möglich ist.
Das mag nun ‘alles mögliche’ sein, auch die unterschiedlichsten Vorstellungen geben, wie diese Gesellschaft aussehen soll – eines ist jedenfalls gewiss – diese hier, die ist es nicht.
Und wer immer vorwärts und aufrecht da heraus will, sollte sich verbünden (können).
@Kr. d. Bösen:
danke für den Hinweis auf Felber. Hab über Google ne PDF-Zusammenfassung gefunden. Für die die es interessiert:
http://www.petrakellystiftung.de/fileadmin/user_upload/newsartikel/PDF_Dokus/Text_Felber.pdf
…find s super, echt genau das würd ich sagen wollen, hätte ich mich tiefsinniger mit der Materie befasst.
Frau Wagenknecht wird überschätzt.
Frau Wagenknecht wird überschätzt.
Der Kapitalismus auch.
@Watawah #34
„Und wer immer vorwärts und aufrecht da heraus will, sollte sich verbünden (können).“
Im Augenblick benötigen wir ein breites Bündnis, um bürgerliche Freiheitsrechte in der EU zu verteidigen, und zwar in Hinsicht auf eine Revision des Lissabon-EU-Vertrages.
Anders als beispielsweise früher die WASG kann die Linkspartei als SED-Nachfolgepartei einen Kampf für bürgerliches Freiheitsrechte nicht glaubhaft vertreten. Insofern bleibt als Chance derzeit nur so etwas wie eine neue APO, wo es zu einem Bündnis von freiheitlichen Bürgern kommt.
Natürlich geht es auch um ökonomische Voraussetzungen für bürgerliche Freiheiten., also z.B. um einen angemessenen Mindestlohn. Da müssen die Arbeitnehmerflügel in den etablierten Parteien zusammen mit den Gewerkschaften zu einem Bündnis kommen.
Aus meiner Sicht ist das Thema der Stunde Europa.
Und die EU ist von zwei Seiten bedroht, nämlich durch Diktatur und Zerfall.
@ HAM # 38
“Im Augenblick benötigen wir ein breites Bündnis, um bürgerliche Freiheitsrechte in der EU zu verteidigen, [...]Insofern bleibt als Chance derzeit nur so etwas wie eine neue APO, wo es zu einem Bündnis von freiheitlichen Bürgern kommt.”
Dann nutze die Chance und ‘zerschlage’ nicht alles Porzellan.
Btw. Auch Glaubwürdigkeit entscheidet ein Individuum für sich und ein aufrecht-gehendes sogar selbständig.
@HAM
Du bist ein Legalist und Hasenfuß, aka Bedenkenträger. Nach deinen AAA+ Konditionen wäre nie und nirgendwo irgendein Bündnis zwischen irgendwem zustande gekommen. Die Hasenfüße bleiben am liebsten im eigenen Stall hocken und mokieren sich über all die Schlechtigkeit der Welt, die Verdorbenheit der Politik, die Verkommenheit der Bankster, die Unglaubhaftigkeiten von “SED-Nachfolgeparteien” etc etc. Alles Ausreden, um im Stall hocken zu bleiben, imho.
“Thema der Stunde” ist jedenfalls nicht “Europa”, sondern wie das weitergehen kann mit unserem munter vor sich hin implodierenden Wirtschaftssystem.
Hier in (West)-Deutschland haben wir von Kindesbeinen an eingeimpft bekommen: Sozialismus = Teufelswerk. Hierbei wurde immer der DDR-Unrechtsstaat als Vergleich herangezogen.
Man sollte mal über den Tellerrand schauen.
In
http://blog.zeitenwende.ch/hansruedi-ramsauer/oskar-geh-du-voran/
vergleicht Ramsauer das Wahlprogramm der Linken mit der Schweiz.
Und siehe da, in der Schweiz gibt es:
- einen Mindestlohn
- niedrigere Mehrwertsteuer
- keine Teilnahme am Krieg in Afghanistan.
- Vermögenssteuer
Dort ist das gesellschaftlicher Konsens.
Und keiner würde auf den Gedanken kommen, die Schweiz als sozialistische Alpenrepublik zu bezeichnen.
Aber hier muss nur ein Interessenvertreter der sogenannten Elite “Sozialistische Gleichmacherei” oder “Neidgesellschaft” schreien, schon ziehen alle den Kopf ein und sagen nicht mehr.
Stattdessen wird hier die Mwst. auf Lebensmittel erhöht, um HRE und Konsorten zu retten.
Momentan k…t mich mein liebes Vaterland aber so richtig an.
Vielleicht sollte man Schwyzerdütsch lernen!
Ich habe diesen Blog ca 1 1-2 Jahre gelesen und finde jetzt ists genug.
Das ist doch nur noch flacher Schwachsinn der hier abgesondert wird.
Nur noch: Ich bin schlauer als du und kann noch geilere Bonmots formulieren.
Total sinnlos.
@TuringMachine
Wie ich letztens schon in der FAZ schrieb: Worin bestünde jetzt eigentlich noch die große Annäherungsschwierigkeit der SPD an die Linke, wenn sie sich doch soooo sehr gegen den angeblichen Neoliberalismus von Schwarz-Gelb stemmen will und Steuererhöhungen – auf die eine oder ander Art – ohnehin ausgemachte Sache zu sein scheinen?
Wenn sie mit der CDU/CSU nochmal in die Große Koalition gehen und dann tatsächlich mit ihr gemeinsam die MwSt erhöhen, dann prophezeie ich ihnen bei der folgenden Wahl unter 20%.
@MATTE
Du verwechselst mich mit ARD und ZDF – ich habe keinen Bildungsauftrag.
>>Da müssen die Arbeitnehmerflügel in den etablierten Parteien zusammen mit den Gewerkschaften zu einem Bündnis kommen.<<
Der Wille und das Können der 'Arbeitnehmner-Flügel' und insbesondere der Gewerkschaften werden überschätzt.
@wgnx + HAM
Wenn sie mit der CDU/CSU nochmal in die Große Koalition gehen und dann tatsächlich mit ihr gemeinsam die MwSt erhöhen, dann prophezeihe ich ihnen bei der folgenden Wahl unter 20%.
Das ist doch das einzig gute und vielleicht realistische Wahlziel im Herbst: SPD < 20%, CDU < 30%, so dass es auch für eine "Große" Koalition nicht mehr reicht – damit wäre der staatstragende Quark der sog. "Volksparteien" erledigt. Ein erheblicher Fortschritt, wenn auch nur im Rahmen der Demoskopie und Stimmenzählung.
@lemming #40
Und Du bist der Held des Feuilletons. Da hältst Du Dich am liebsten auf.
Träumst vom sanften Tod des Rentiers.
Solche Männer brauch das Land …
@TuringMachine #41
Die Schweiz hatten wir hier wiederholt angesprochen. Z.B.:
„Die entscheidende Frage ist, wie verhindert werden kann, dass in einer repräsentativen Demokratie die gewählten Vertreter eine Politik gegen die Interessen ihrer Wähler machen können. Da sehe ich als einziges europäisches Land die Schweiz, wo die Bevölkerung gegen jede Maßnahme ihrer Regierung oder des Parlaments ein Referendum ergreifen kann.“
http://www.weissgarnix.de/2009/06/23/flassbeck-in-der-faz/#comment-28852
es gibt ein paar dinge die grundsätzlich sind bei fast allem was wir menschen tun. wir halten uns aus einem gesunden selbsterhaltungstrieb sogar an regeln und lernen sie unseren kindern. ja die straßenverkehrsordnung achten wir, meißtens:-)
unsere häuser in mitteleuropa bleiben auch länger stehen als in der antike. es brennt in rom nicht mehr so häufig. bauvorschriften lassen uns ruhiger schlafen. nur für die kellner des profits waren alle ampel auf grün. zusätzlich wurde das system des marktes desavouiert durch folgende regelverstöße
1. keine haftung für verluste
2. extreme hebel durch getrickse von niedrigem eigenkapital und exorbitanten verschuldungsgraden -halligalli let him swing!
3.überzogene gewinnerwartung
4.falsche anreizsysteme
5. mangelnde tranparenz – KEINE KONTROLLE-
und 6. der imperativ des superschnellen profit oje, oje…
nicolas gomez davila, ein
kolumbianischer philosoph und aphoristiker faßt den kladderadatsch im ausmass kurz und sonnenklar:
“Der Dummkopf stellt sich vor, dass die Wonne, Regeln zu brechen, unbeschreiblich wächst, wenn man die Regeln selbst abschafft”
…und es ist wieder nicht das ende.
Georg Schramm!
http://www.youtube.com/watch?v=aL2-VjmAtxY
@HAM
Und Du bist der Held des Feuilletons. Da hältst Du Dich am liebsten auf.
Das hier IST Feuilleton. Und wer von uns beiden ist hier eifriger am posten, hm??
Leute was streitet ihr euch? Gibt es Probleme mit der Deutungshoheit?
)
Mal ehrlich, was gibt es eigentlich gegen die Linke zu sagen?
Das ist die einzige Partei die ( bis jetzt) die Lage weitestgehend so
schildert und darstellt wie sie wirklich ist!
Ich habe mit den Linken nie was am Hut gehabt! Jedenfalls solange
nicht wie ich meine intellektuellen Weisheiten aus Spiegel und Stern
bezog…:))
Mal ehrlich, manchmal muss man nur die Balken aus dem eigenen Kopf beiseite räumen um klar zu sehen. Die ach so
verteufelten Linken Spinner und Gutmenschen. Die nur vollkommen unrealistische Forderungen stellen und eigentlich
gar nicht regieren wollen! Sieht man doch an ihren Forderungen.
Die meisten, selbst hier im Blog nicht, merken wie perfekt und
glatt geschmiert die Propaganda Maschinerie in unserem ach so
unbestechlichen und preußisch denkendem Land funktioniert!
Eine wirklich neue Denke? Wirklich neue Wahrheiten an sich
ranlassen? Versuchen das große Ganze zu sehen? Und zu erkennen?
Wahrlich eine Gabe die nur ganz wenigen gegeben ist! Und die
haben meist nix zu sagen, leider.
In diesem Blog versammeln sich eigentlich, im großen und ganzen, Leute die jederzeit von sich behaupten würden auf die
Mainstream Medien nicht ( mehr) hereinzufallen. Aber so einfach
ist es in Wahrheit allem Anschein dann doch nicht. Denn es
erfordert einen klaren Kopf. Und man denkt auch nicht einfach
anders als vorher. Denn man ist natürlich davon überzeugt alles
klar zu sehen…
Was ist denn vom real praktizierten Kapitalismus übrig? Nach der
Krise? Was wäre denn passiert wenn man den Marktkräften ihren,
von solchen Leuchten wie Westerwelle geforderten freien Lauf
gelassen hätte? Das hätte ich mir gerne mal angesehen! Wirklich.
Das hätte wahrscheinlich dieses leidige Thema ein für allemal
beendet! Wäre das nicht ein paar finanzielle Schmerzen wert
gewesen? Denn diese morsche und schon mathematisch nicht
funktionstüchtige Fregatte ” Kapitalismus” aktueller Ausprägung
wäre untergegangen wie die selige Titanic. Fertig und Ende…
Jetzt haben wir mit unmenschlichen Kräften dieses Casino nicht
nur über Wasser gehalten, sondern auch mit Billionen von Euro
und Dollars gerettet, dass sogar alle Bonus Zahlungen ordnungsgemäß ausgezahlt werden konnten! Eine fantastische
Glanzleistung unserer Sekten. Denn die haben ihren Jüngern
flugs erklärt das jede Bank systemisch ist und dringend
gerettet werden muss!
Schade. Denn auch unsere Versicherungen wären in großem
Stil Bankrott gegangen. Das wäre ein Schlachtfest geworden.
Dann wäre die Umlagen finanzierte Rente wieder wie Phönix
aus der Asche hervor gekommen und hätte sich über alle neo
liberalen Dummschwätzer tot gelacht.
Tja das Casino. Es brummt wieder. Wie soll es auch anders? Die
Gier ist nicht zu besiegen! Ein aussichtsloser Kampf. Die
Brandstifter sind mit ihren großen Luftpumpen schon wieder
zugange. Und dieses Mal haben einige Rache geschworen!
Denn dieses Mal wollen alle früh einsteigen und nicht wieder als
letztes raus…hahahaha
Das unsere Sektenführer die sogenannte Schuldenbremse eingeführt
haben, was für ein Wort, ist eigentlich nichts als pure Hilflosigkeit.
Denn mit diesem Instrument versuchen sie sich in Zukunft das
mächtige Kapital vom Halse zu halten. Tja tut uns leid, dieses
Mal…geht leider,leider nicht..die Schuldenbremse…hahaha
Kann die eigentlich stechen? Und wenn ja wen? Ich glaube ich
weiß wen die mal ganz böse stechen wird…diese pöse, pöse Bremse…
nunja, ich muss sagen, derzeit ist für mich die linke die in wirtschaftspolitischen fragen als einzige noch halbwegs seriös. gerade führende sozialdemokraten wirken auf mich ziemlich korrupt.
-und jetzt stirbt auch noch michael jackson…was sind das blos für zeiten?!?
nunja, ich muss sagen, derzeit ist für mich die linke die in wirtschaftspolitischen fragen als einzige noch halbwegs seriös. gerade führende sozialdemokraten wirken auf mich ziemlich korrupt- von den rechten (um das “bürgerliche” lager mal beim namen zu nennen) ganz zu schweigen.
-und jetzt stirbt auch noch michael jackson…was sind das blos für zeiten?!?
OT: Michael Jackson dies
“an icon”, “king of pop” – er stirbt zum passenden Zeitpunkt als ein visuelles, persönliches Symbol für den Preis der Anpassung und des Erfolges. Heute.
Solche Figuren sind aufgeladen – sie weisen über sich hinaus… sogar im Tod.
Das ist meiner Meinung nach nicht die richtige Beschreibung, besser wäre:
“Kapitalismus ist scheiße und um seine Abschaffung vorzubereiten müssen wir den demokratischen Einfluss auf die Wirtschaft erhöhen” – Partei
Dieses “den demokratischen Einfluss erhöhen” ist Kernpunkt jedes linken Programms. Das drückt sich in einigen (wenigen) Fällen in direkter Verstaatlichung, in anderen in der Verstärkung der Regulierung und generell in der Förderung dezentraler Wirtschaftsmacht (Stichwort Mitbestimmung, Wirtschaftsdemokratie) aus.
Eine parlamentarische Partei in Deutschland – wie links sie auch immer sein mag – kann heute keine revolutionäre Partei mehr sein. Es gibt heute in Deutschland keine revolutionären Umstände – und das hat nichts mit Agitation oder Überzeugungskraft zu tun – es geht zu vielen Leuten einfach nicht dreckig genug und die Umstände sind auch zu abstrakt um konkret wahrgenommen zu werden.
Die einzige revolutionäre Partei in Deutschland ist in gewissem Sinne die FTP – den nur bei ihr kann man sich sicher sein, das sie revolutionäre Umstände herbeiführen wird. Eine linke Partei kann das nicht, ohne ihre Ideale zu verraten.
Die Linke kann den Kapitalismus nicht abschaffen, aber sie kann die Menschen auf die Abschaffung und das Leben danach vorbereiten, ihnen Alternativen aufzeigen und Erfahrungen vermitteln. Erfahrungen wie sie z.b. in der Nordhausener Fahradfabrik gesammelt wurden. Erfahrungen mit Selbstbestimmung, mit der demokratischen Organisation des Produktionsprozesses.
Der Streit zwischen der kommunistischen Plattform und den “Reformern” hängt sich genau dort – an dem uraltem Streit zwischen Reform und Revolution auf. Einige in der KP befürchten das blosse Reformen den Kapitalismus stabilisieren anstatt ihn abzuschaffen und fordern deshalb radikalere Ansätze.
Meiner Meinung nach ist das unbegründet. Denn den Kapitalismus in seinen Lauf hält weder Ochs noch Esel auf! Antikapitalistische Reformen, wie klein sie auch sein mögen, stabilisieren den Kapitalismus nicht, sondern zeigen Türen auf, bieten Alternativen und beweisen (wenn sie den funktionieren!) das diese Alternativen gangbar sind. Nicht die größe der Schritte zählt sondern das sie stetig in die richtige Richtung gehen!
Das weiß die Mehrheit der Linken und deshalb kommt regelmäßig ein Reform-Programm zu stande, das den Kapitalismus zwar grundlegend kritisiert und ablehnt – in der direkten Aktion aber bei weitem nicht so radikal ist.
@max
“-und jetzt stirbt auch noch michael jackson…was sind das blos für zeiten?!?”
http://www.youtube.com/watch?v=9Xs9OQHpwDE
@Kritiker des Bösen
http://www.youtube.com/watch?v=-LwlqTTEzeY
Wo spielst Du mit?
Bokatov
@knt: vielleicht ist deswegen die fdp so stark geworden in der krise- das sind die ganzen kommunisten, die die verhältnisse zum tanzen bringen wollen
@Max
Ne ne max das ist das Problem
http://www.youtube.com/watch?v=YJitOApvTdw
Das Bewustsein bestimmt das Sein leider.
@ Bokatov
Worauf willst du hinaus?
@TuringMachine #41
„vergleicht Ramsauer das Wahlprogramm der Linken mit der Schweiz.
Und siehe da, in der Schweiz gibt es:
- einen Mindestlohn
- niedrigere Mehrwertsteuer
- keine Teilnahme am Krieg in Afghanistan.
- Vermögenssteuer
Dort ist das gesellschaftlicher Konsens.“
Warum ist dies in der Schweiz so?
OBWOHL oder WEIL
die Sozialdemokratischen Partei der Schweiz noch nie(!) die Regierungsmehrheit besessen hat? Diese hatten immer die bürgerlichen Parteien.
Darüber sollte man einmal nachdenken.
Vielleicht begreift man dann, warum – soziologisch gesehen – diese Linkspartei Sozialreformen eher verhindert als fördert.
P.S.
Lafontaines Taktik, sich aus den europäischen Ländern gewissermaßen die „Rosinen“ herauszupicken und dann ins Wahlprogramm zu schreiben, ist doch nichts weiter als Dummenfang.
Nehmen wir beispielsweise das Krankenversicherungssystem der Schweiz:
Wer fordert in Deutschland ein ähnliches Modell?
Ganz gewiss nicht die Linkspartei, sondern …?
@ Kr. d. Bösen & bokatov:
http://www.youtube.com/watch?v=yBDEQe9CjOU ^^
@HAM – du tust ja gerade so als ob die CDU für Mindestlohn, niedrige Mehrwertsteuer, Vermögenssteuer, gegen den Krieg und für eine Bürgerversicherung ist – ist sie nicht.
Das hat auch nix zu tun ob es eine Sozialdemokratischen Regierung gibt oder nicht – siehe Schröder, siehe Steinmeier. Die heutige Sozialdemokratie ist ein Treppenwitz.
Ich denke, die von dir genannten Zustände haben viel mit der basisdemokratischen Ausrichtung der Schweiz zu tun. Wie auch in Deutschland gibt es in der Schweiz ebend eine Breite Zustimmung für Mindestlohn und Vermögenssteuer, etc in der Bevölkerung – weil diese Maßnahmen für die Mehrheit ebend einfach sinnvoll sind.
Der Unterschied den du suchst ist, dass die politische Führung der Schweiz stärker an den Willen der Bevölkerung gebunden ist als unsere Führung die Jahrelang auch gegen das Volk regieren kann. Die Wahl selber überlebt man dann mit falschen Versprechen und populistischen Aktionen.
@knt #64
„Der Unterschied den du suchst ist, dass die politische Führung der Schweiz stärker an den Willen der Bevölkerung gebunden ist als unsere Führung die Jahrelang auch gegen das Volk regieren kann. Die Wahl selber überlebt man dann mit falschen Versprechen und populistischen Aktionen.“
Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Vgl.
http://www.weissgarnix.de/2009/06/25/wagenknecht-trifft-sinn/comment-page-2/#comment-28940
Was ist das für ein Bewusstsein in diesem Volk, das so etwas für DEMOKRATIE hält?
Und immer noch glaubt, durch Wahl von Parteien(!) Einfluss auf die Politik haben zu können?
Wenn man in der Schweiz einen Mindestlohn einführen wollte, dann sammeln die Initiatoren 50.000 Stimmen für die Einleitung eines Referendums.
Ist diese Stimmenzahl erreicht, dann wird das Referendum durchgeführt.
Und wird pro Mindestlohn abgestimmt, dann wird dieser gesetzlich verankert. Punkt.
DAS ist Demokratie.
Waren nicht anfänglich die Grünen für Basisdemokratie?
Warum werden die noch immer gewählt, obwohl sie ihre Ziele verraten haben?
Warum entsteht in Deutschland keine wirklich bürgerliche Partei mit dem Ziel der Einführung einer echten Demokratie?
@ HAM # 65
“Warum entsteht in Deutschland keine wirklich bürgerliche Partei mit dem Ziel der Einführung einer echten Demokratie?
Weil dann Du kommst und das fragt:
“Was ist das für ein Bewusstsein in diesem Volk, das [...]immer noch glaubt, durch Wahl von Parteien(!) Einfluss auf die Politik haben zu können?”
@Watawah #66
Das ist nur ein scheinbarer logischer Widerspruch, nämlich eine Partei zu gründen mit dem Ziel, der Parteienherrschaft eine basisdemokratische Gegenstruktur gegenüberzustellen.
Denn eine wirklich bürgerliche Partei könnte nur zum Ziel kommen, wenn deren Basis eine Bürgerbewegung für Demokratie wäre.
Lassen sich in Deutschland Bürger für eine Demokratisierung bewegen?
Nein, der deutsche Untertan überlässt die Demokratie lieber den Politikern.
Er macht jede vier Jahre seine Kreuzchen und hofft, dass es besser werde, zumindest nicht schlechter werde.
@HAM
“Warum entsteht in Deutschland keine wirklich bürgerliche Partei mit dem Ziel der Einführung einer echten Demokratie?”
Weil das gröste Problem eines Menschen er selbst ist.
@Ham
” Lassen sich in Deutschland Bürger für eine Demokratisierung
bewegen?
Nein der deutsche Untertan überlässt die Demokratie lieber den
Politikern.
Er macht jede vier Jahre seine Kreuzchen und hofft, dass es besser
werde, zumindest nicht schlechter werde.”
Da hast du nicht unrecht. Was die Politiker mit dieser unserer
Demokratie angestellt haben und, wenn man gewissen Hinweisen
aus seriösen Kreisen folgen darf, noch vorhaben, dann wird einem mulmig zumute.
Vielen Bürgern in diesem Lande ist es schlicht egal was die
Politik so treibt. Hauptsache es geht nicht direkt an sie selbst.
Der Spruch das die Leute belogen werden wollen, ist nirgends
so ausgeprägt wahr wie in D.
Das da was im Lande nicht stimmt, dass kriegen noch viele auf
die Reihe. Aber viel mehr auch nicht..
Ich habe es schon gesagt. Die Parameter haben sich eklatant
verschoben. Viele haben noch nicht gemerkt wie sehr. Und
diese Parameter haben sich parallel zur Macht des Kapitals
verschoben und werden sich weiter verschieben. Und zwar
hin zu eben diesen mächtigen Interessen. Das ist auch logisch.
Es wird so sein das die sogenannten ” Parteien” immer mehr an
Macht verlieren, bzw sie nur dann, zumindest vordergründig,
“erhalten” können wenn sie auf dem Weg des voraus eilenden
Gehorsams weitermachen.
Wer seine Ohren in den Blätterwald hält hört doch die
Signale,oder? Die klaren Ansagen kommen als ” Forderungen”
daher, meist mit “Studien” eines der bekannten ” Institute”
oder Lobby Organisationen, die “wissenschaftliche” Korrektheit
für sich beanspruchen.
Erstaunlich ist der Erfolg den man mit derlei Volksverdummung
hat! Sehr viele glauben bereitwillig diesen “seriösen Quellen”. Und wenn man sich ansieht wer sich alles vor den Karren einer Propaganda Organisation wie der “Initiative neue soziale Marktwirtschaft” ( was für ein genialer Schachzug das Wort “sozial” auf diese Art und Weise tot zu machen) spannen lässt, dann wird klar was die Stunde geschlagen hat und was in Zukunft noch auf den “Normalbürger” zu kommt. Die “Sachzwänge” der Globalisierung gehören heutzutage doch schon zum Bürger Einmaleins. Unfassbar viele glauben das die Krise weder zu erahnen noch zu verhindern war. Wenn man schon auf diesem Gebiet so erfolgreich ist, dann macht das der Politik und dem
Kapital Mut genauso weitermachen zu können..zumal dem
Kapital ja die sogenannte vierte Macht auch schon ( fast) komplett gehört.
Die Politik hat gar nicht mehr so viele Möglichkeiten, denn die Machtverhältnisse sind nicht mehr die
gleichen wie vor 25-30 Jahren. Und viele Dinge werden sich
friedlich kaum noch auflösen lassen! Das wissen Leute wie unser
lieber Innenminister genau. Deshalb gibt es heute Dinge, die uns
als technische Wohltat und Fortschritt verkauft werden, alles im
Namen der “nationalen Sicherheit”, die sich früher nie hätten
politisch durchsetzen lassen.
Ist heute aber kein Problem mehr. Wobei man fragen könnte was
heute, zumindest in Deutschland, noch groß das Problem für
diese Kreise sein könnte. Das man alle 4 Jahre ein Kreuzchen
machen darf ? Eher nicht.
Das ist aber ja nur eine Facette unserer realen Kapitalismus
Debatte, die in der Öffentlichkeit verlogener kaum behandelt
werden könnte.
Wenn man den Kapitalismus der neo liberalen Ausprägung bis
zum bitteren Ende zu Ende denkt, dann kann es doch nur enden
wie im allseits beliebten Monopoli. Ganz zum Schluss schmeißt
einer das Brett vor Wut in die Luft, oder es bleibt nur der reichste über…was anderes ist nicht möglich. Es könnte allerdings der ökologische Faktor dazwischen kommen. Aber das
würde jetzt hier zu weit führen..
Wir sollten, nein ich schließe mich hier Felber an, wir müssen
die Anreize verändern. Solange es opportun ist sich rücksichtslos auf Kosten anderer zu bereichern, wird sich nein kann sich nichts ändern! Denn ein bisschen Kapitalismus wird und kann es nicht geben. Entweder richtig und dann ab ins Nirwana oder die Nebel in den entscheidenden Köpfen lichten
sich und man benutzt mal den Kopf.
Das geht aber nur wenn man mal ausnahmsweise 10 Minuten nicht ans güldene Kalb denkt..
@ HAM # 67
“Lassen sich in Deutschland Bürger für eine Demokratisierung bewegen?
Nein, der deutsche Untertan überlässt die Demokratie lieber den Politikern.”
Deutschland? – jetzt ja (noch) nicht, wie wir sehen…
Da gibt es z. b. ein Gegenbeispiel für Demokratie-Bewegung, das ist noch keine 20 Jahre her, aber erstens passt das, so scheint es, nie in Deine Geschichtsaufzählung, trotz dem meine immer ‘Eure’ 60 Jahre beeinhalten soll(te) – siehe 68-er, zweitens war da die Westhälfte noch auf ‘geglaubter Siegerposition’ und hielt sich für einzig demokratisch, fast wie heute.
Achja – und drittens – gibt es auch, aber bestimmt nicht wieder, da wurde nicht einmal niedergeschossen.
So oder so, das sollte wohl eine Bewegung, eine Initiative bringen, keine Partei – so unbewußt-bewußt scheinen die jetzt lebenden Menschen schon allemal zu sein, sich an niemanden zu binden, der sie schon in Stunden in die Pfanne haut und ihre Stimme eh nichts zählt.
Stimmkreuz ist für viele das Eine, Beteiligung noch einmal etwas anderes.
Btw. Meinst Du neuerdings mit Bürger den Einwohner – oder hast Du doch noch DEN Bürger, Bildungsbürger, gefunden, den ich hier als Gruppe nicht sehe.
@Nanuk
Danke für Dein “Thriller-Video” !
Jetzt … verstehe ich den Begriff “Banken-Zombies” auch schon viel besser !
Wusste Michael J. da 1982 schon mehr !
@unwissender
Klar das wuste der auch schon…
http://www.youtube.com/watch?v=nvWMLAWrEjU
übrigens genau wie der hier für die älteren Semester…
http://www.youtube.com/watch?v=1zgja26eNeY
Bezüglich des Rufs nach Basisdemokratie – den ich ausdrücklich unterstütze – habe ich heute im Freitag einen guten, kritischen Artikel gelesen:
http://www.freitag.de/datenbank/freitag/2009/26/demokratie-partizipation-wahlrecht/
Ob Sinn oder Unsinn ist schon lange nicht mehr die Frage.
http://blog.zeit.de/herdentrieb/2009/06/24/sinn-bleibt-dabei-das-problem-seien-die-lohne_871/print
Wieso bekommen solche Leute immer noch ein Podium?
Es ist doch eigentlich nicht die Frage, welches System besser die Wirtschaft am laufen hält, sondern welches die Menschen glücklich macht.
Da empfiehlt sich ein blick auf Selbstmord-, Medikamenten/Drogenmissbrauch-, Scheidungs- und Armutsraten.
Und dass viele Leuteihr Geld so Ausgeben, dass es der “Wirtschaft” gutgeht, ist für mich kein Zeichen dafür, dass ein System funktioniert.
Kein Mensch der seine Immobilienkredite oder Konsumkredite abzahlt, braucht diesen folgenden Artikel…. es gibt einen Skandal, weil eine total konsumfreudige und skandalresistene Öffentlichkeit, davon nix mehr hören will….. die Demokratie ist in Gefahr und keiner merkt es!!!!!!!!!! Demokratie nur eine Schönwetterveranstaltung? Solange es etwas zu verteilen gibt, funktioniert es, ansonsten scheitert sie an Ihren Widersprüchen. Ich bin gespannt…..
http://www.sueddeutsche.de/app/service/sendEmail/index.html
sueddeutsche.de: Der Soffin sollte die Kreditgeschäfte der Banken untereinander wieder in Schwung bringen. Doch der Interbankenmarkt funktioniert noch immer nicht. Was macht der Soffin falsch?
Rupprecht: Das wichtigste Ziel ist erreicht: Es wurde verhindert, dass das Zahlungswesen kollabiert. Das hätte katastrophale Folgen gehabt: Einen Wechsel zur Tauschwirtschaft, Zusammenbruch des Wohlstandes und Vernichtung von Arbeitsplätzen.
sueddeutsche.de: Ein Wechsel zur Tauschwirtschaft? Stand es bereits so schlimm um Deutschland?
Rupprecht: Wenn nach Lehman Brothers ein weiteres systemrelevantes Institut zusammengebrochen wäre, hätte die Gefahr bestanden, dass das Zahlungswesen ebenfalls binnen weniger Tage kollabiert wäre. Experten haben uns glaubhaft versichert, dass die Funktion des Geldes in Gefahr war. Man hätte dann womöglich nicht mehr mit der EC-Karte an der Tankstelle bezahlen können.
sueddeutsche.de: Wer konnte ein solches Krisenszenario glaubhaft darstellen?
Rupprecht: Das war Bundesbankpräsident Axel Weber.
Sorry, das war der falsche Link… richtig
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/72/456738/text/4/
Es ist doch eigentlich nicht die Frage, welches System besser die Wirtschaft am laufen hält, sondern welches die Menschen glücklich macht.
Njmand,
so neunzehnhundertachtunddreissig /neununddreissig waren die Volksgenossen des Deutschen Reiches die glücklichsten Menschen der Welt.
weissgarnix,
Wie ich letztens schon in der FAZ schrieb: Worin bestünde jetzt eigentlich noch die große Annäherungsschwierigkeit der SPD an die Linke,…
wo, weissgarnix, liegt eigentlich die grosse annäherungsschwierigkeit zwischen den katholiken an die proterstanten?
war das nicht so, dass die ersten protestanten katholiken waren, die keine mehr sein wollten? das haben weder die katholiken noch die protestanten je vergessen, ökumene hin und her.
@Paul Pretzel #79
Ich denke da eher an ein globales System, wie es der K. ist.
Und mit glücklich meine ich nicht, dass von außen induzierte Bedürfnisse befriedigt werden (z.B. “Patriotismus”, Gemeinschaftsgefühl), sondernder Mensch er selbst sein kann.
Und das geht nicht, in einer Welt, die vom Geld versklavt ist
(ds #19).
Und natürlich ebenso wenig in einer total vom Staat kontrollierten.
Ich habe den Eindruck in deutschen Blogs versammeln sich vor allem Menschen die nur im Schutze der Anonymität was zu sagen haben … -:)
Nee @ Reinhard Stompe, wir sind für die Schaffung von Arbeitsplätzen, wer wissen will, wer wir sind, soll doch wenigstens eine IP-Abfrage starten müssen…
Außerdem, was nützt es, wenn jemand das Gefühl hat, hier eine ‘richtige’ Person zu treffen, der nicht anonym klingende Name aber auch nur Phantasie ist.
Es geht also um Inhalt, nicht um Verpackung.
Btw. gelingt mir leider nicht immer, aber ich versuch’s wenigstens.
Ohne Kapitalismus hättet ihr weder eure PCs noch Internetzugang, um über den Kapitalismus zu philosophieren. Und jetzt zurück auf eure Kolchosen, sonst schickt euch Tante Wagenknecht in den Gulag. Das ist immer noch besser als Kapitalismus, nicht?
@Toby
Take it easy. Wir sind ja hier in Wahrheit alle glühende Fans des Kapitalismus und tun nur so… aus Jux und Tollerei, so wie alte Ehemänner in der Kneipe über ihre Frauen schimpfen, ohne die sie ja trotzdem nicht sein wollten.
Njmand, Wirtschaft ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Den Widerspruch, den Sie konstruieren, gibt es nicht in der Realität, sondern nur in Ihrem Gehirn. Ihr Irrtum beruht auf der arroganten Anmaßung, die Bedürfnisse anderer Menschen zu beurteilen. Das steht Ihnen aber nicht zu und läuft prinzipbedingt immer darauf hinaus, die Menschen, die diese Bedürfnisse haben, zu unterdrücken — egal, wie dumm, rückständig oder unmoralisch Sie diese Bedürfnisse finden möchten.
Niemand, der bei klarem Verstand ist, sagt, daß der Kapitalismus perfekt sei und immer zu erwünschten Ergebnissen führt. Aber er ist ein System, das demokratische Teilhabe an der Steuerung der Wirtschaft ermöglicht — das haben Sie mit jeder einzelnen Kaufentscheidung selbst in Ihrer Hand. Leider wollen die Jünger des Kollektivismus meistens gar keine Verantwortung für ihr eigenes Verhalten und dessen Folgen übernehmen. Darum wollen sie nicht zulassen, daß andere das tun — schließlich könnten die ganz andere Vorstellungen davon haben, was als Ergebnis gewünscht ist.
Ich persönlich frage mich schon seit Langem, warum die dem Glauben an den Kollektivismus anheim gefallenen ihre Ansichten anderen Menschen aufzwingen wollen, anstatt sich aus der doch so verhaßten Gesellschaft auszusteigen und mit Gleichgesinnten ein Kollektiv zu gründen — da könnten sie uns doch zeigen, wie gut ihre Ideen funktionieren. Da die Kollektivisten das aber nicht tun und auch nicht tun wollen, beschleicht mich immer wieder der Verdacht, daß es diesen Leuten gar nicht um mehr Mit-, sondern vielmehr um mehr Voneinander geht — nämlich darum, von der Leistung anderer zu leben. Das ist dann aber dasselbe wie der verhaßte Kapitalismus, nur daß dort diejenigen, die von der Leistung anderer leben, auch selbst Leistung erbringen.