Liebhaber des Kapitalismus kommen in diesen Zeiten auf ihre Kosten. Etwa wenn man sich die feine Unterscheidung des Bundeswirtschaftsminster ansieht. Im Bundestagsausschuss für Wirtschaft befürchtet er zwar für die Unternehmen keine flächendeckende Kreditklemme, aber die Gefahr einer “flächendeckenden Liquiditätsklemme” sieht er schon. Wie das in der Praxis aussieht, dokumentiert heute der Holzverarbeiter Pfleiderer. Er verhandelt mit dem Staat über die Gewährung von Staatsbürgschaften und der KfW über Kredite. Das ist in diesen Tagen nicht ungewöhnlich. Bayerische Ordnungspolitiker finanzieren auch den Druck von Quelle-Katalogen. Interessant ist die Begründung bei Pfleiderer. An sinkende Umsätze und wegbrechende Märkte hat man sich gewöhnt. Aber wenn sich dieses mit inflationären Schüben in den vom Staat geretteten Finanzmärkten kombiniert, bekommt man eineMischung, die jeden Liebhaber des Kapitalismus in Begeisterungsstürme versetzen muss.
Pfleiderer bringt es heute morgen auf den Punkt.
“Während Pfleiderer im ersten Quartal noch Anzeichen für eine Belebung verzeichnet hatte, wurde diese Hoffnung von einem schwachen Geschäft im April und Mai zerstört. Sowohl das Volumen als auch die erzielten Preise gingen weiter runter – bei anhaltend hohen Rohstoffpreisen. Es sei nun zu befürchten, dass “im Rahmen von bestehenden Kreditverträgen definierte Finanzkennzahlen zum Ende des laufenden Quartals verletzt werden könnten”, hatte das Unternehmen am Donnerstag gewarnt.”
Also sinkende Umsätze und wegbrechende Preise für die eigenen Produkte, während gleichzeitig die Rohstoffpreise anziehen. Nun gibt es ja die Standardbegründung für diese Rallye etwa beim Ölpreis. Das seien die berühmten grünen Knospen! Das Ende der Talsohle in Sicht! Die Märkte antizipieren halt schon, während Pfleiderer noch mit der Wirklichkeit beschäftigt ist. Diese wird in solchen Fällen auch von Anlegern zur Kenntnis genommen: Sie schickten den Holzverarbeiter nach Süden.
Makroökonomische Begründungen für steigende Ölpreise sind Quatsch mit Soße. Das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Nun ist auch die Begründung – etwa über die strukturellen Schwächen einer Branche – in diesem Fall nicht unbedingt überzeugend. Es geht bekanntlich nicht nur der Holzverarbeitenden Industrie schlecht. Natürlich könnte Pfleiderer sein Missmanagement hinter dubiosen Begründungen verstecken, aber das ändert nichts an den steigenden Preisen auf den Rohstoffmärkten. Immerhin kann eines ausgeschlossen werden: Thomas Middelhoff ist nicht Schuld an der Lage von Pfleiderer. Vermuten wir einmal.
Wir erleben den historisch einzigartigen Fall wie die Rettung des Finanzsektors zum Ruin der Realwirtschaft beiträgt. Wie zitiert das Handelsblatt die Analysten der West-LB so schön:
“Es sei “grundsätzlich unzweifelhaft”, sagen die Analysten der WestLB, dass höhere Ölpreise über steigende Produktionskosten oder abnehmende Kaufkraft “eine realwirtschaftliche Belastung” darstellten.”
Die Ersetzung der verschwundenen Liquidität durch den Staat führt zu einem Staatsfinanzierten neuen Spekulationscasino mit steigenden Preisen an den Finanzmärkten. Also die Analysten der West-LB kennen sich mit Staatsfinanzierung aus. Nur treffen halt Antizipation und Wirklichkeit in etwas unschöner Weise zusammen:
“Sobald diese Erkenntnis sich auch an der Börse wieder durchsetzt, könnte die Stimmung kippen. Besonders betroffen sind Aktien von Unternehmen, deren Geschäft stark von den gestiegenen Ölpreisen abhängt – Autohersteller, Reiseunternehmen und Fluggesellschaften etwa.”
Den mit sinkenden Einkommen geplagten Konsumenten nicht zu vergessen. Kurzarbeiter etwa wissen was gemeint ist. Damit kommen wir zu dem Guttenbergschen Mysterium der “flächendeckenden Liquiditätsklemme” im Kontrast zur nicht vorhandenen Kreditklemme. Also sinkende Erlöse und fallende Preise führen zu einem Verschwinden an Liquidität. Die Kreditklemme ist mit Ordnungspolitik auch noch zu bekommen. Man muss nur Pfleiderer die Kredite verweigern. Aber diese Kombination aus Inflation und Deflation ist gut zu erklären: Die Finanzmärkte haben Dank der Hilfe des Staates kein Problem mit fehlender Liquidität. Die schwimmen wieder im Geld. Nur stellen sie das der Wirklichkeit – also Unternehmen – nicht zur Verfügung. Wieso auch? In den vergangenen 30 Jahren hat man bewiesen, dass die Finanzmärkte uns nicht wirklich brauchen: Die Durchschnitts-Blödies aus der Realwirtschaft.
Da wird die gute alte Ordnungspolitik seligen Angedenkens zum moderen Voodoozauber. Während man die Realwirtschaft mit Grundsatztreue traktiert, bekommen die Finanzmärkte das Geld zum Antizipieren von grünen Knospen, die sie aber sofort wieder zertreten. Der Bundeswirtschaftsminister wird in dem nicht so Grundsatztreu gedruckten Quelle-Katalog blättern dürfen. Horst Seehofer wird ihm sicherlich ein Exemplar mit Widmung besorgen.
Dem lieben Herrn Minister zu Guttenberg. Ihre Madeleine.
Vielleicht kommt ihm beim Bestellen einer neuen Waschmaschine mit innovativem Insolvenz-Schonwaschgang eine Erkenntnis: Ordnungspolitik funktioniert nicht, wenn man nur einen Sektor der Gesellschaft – nämlich die Wirklichkeit – damit traktiert. Aber gleichzeitig in den Finanzmärkten ein Casino sponsort, das selbst die Großdenker der West-LB beunruhigt. Wenn das Casino Autohersteller, Reiseunternehmen, Fluggesellschaften, aber auch Pfleiderer, in die Pleite gezockt hat, ist ordnungspolitischer Grundsatztreue, die nur die Realwirtschaft betrifft, keine wirklich gute Idee.
Also wenn schon Ordnungspolitik, sollte man in den Finanzmärkten anfangen: Die Zockerbuden verstaatlichen und geordnet abwickeln. Das wäre der angemessene Insolvenz-Waschgang für die Wirtschaft. Dafür die Liquidität der Wirklichkeit zur Verfügung stellen: Unternehmen, Konsumenten, einer guten Infrastruktur, etwa im Bildungssystem. Und was machen dann die Großdenker der West-LB? Für die gibt es sicherlich Arbeit in unseren Kindergärten. Dort wird gerade für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt.
Für Liebhaber des Kapitalismus wäre das durchaus eine Perspektive. Vielleicht steht ja etwas dazu im neuen Quelle-Katalog.















{ 152 Kommentare… Lesen Sie sie nachfolgend oder schreiben Sie einen }
Yep.
Also ich zahlte für nen Liter Benzin (SuperPlus) irgendwas um die 1,48 Euro….der Oelprice ist irgendwo bei 70 USD/barrel. Yep, damals, im Boom…wir erinnern uns noch
.. yep, da zahlte ich auch 1,48 Euro pro Liter Splus…und der Oelprice war irgendwo bei 140 USD/barrel.
Yep, das ist Kapitalismus.
Was mache ich jetzt? Yep, ich investiere in OelMulties…weil deren Bilanzen werden sowas von dolle ausfallen…oder vielleicht shorte ich mal wieder…verdammt, geht ja nicht mehr..
Whatever, was ich sagen wollte: Das Biest (vulgo: kapitalismus) das lebt immer noch. Und die Abkopplung der Märkte von der sog. Realität geht weiter. Yep, was macht heute die VW-Aktie?
Yep….was interessiert da Ordnungspolitik. Die funktinale Differenzierung in Politik und Wirtschaft geht weiter….auch diese Krise konnte das nicht stoppen.
Vielleicht müssen wir Blödies nur lernen, den Finanzmarkt als Realität zu begreifen.
“Nothing ever ends…”
Dr. Manhattan (watchmen)
@goodnight
>Vielleicht müssen wir Blödies nur lernen, den Finanzmarkt als Realität zu begreifen.
Vor allem sollten wir den deskriptiven Konstruktivismus von Luhmann nicht andauernd normativ begreifen, my dear goodnight.
Aber mal was anderes: Lohnen sich deiner professionellen Meinung nach die rund 250 Euro für “Soziologische Aufklärung 1-6″, oder ist das – wenn man so ziemlich jedes andere Werk von Luhmann gelesen hat – rausgeschmissenes Geld?
@luebberding
> “flächendeckenden Liquiditätsklemme”
Na ja, was macht denn Joe?
“Die Deutsche Bank hat in der Finanzkrise ihre Kreditvergabe an den Mittelstand ausgeweitet und will das Geschäft mit weiteren Beratern stärken. “Von einer Kreditklemme kann man weiß Gott nicht sprechen”, sagte der Deutschlandchef des DAX-Konzerns, Jürgen Fitschen, am Montag in Frankfurt. Das Kreditvolumen der Deutschen Bank bei mittelständischen Kunden stieg nach seinen Angaben in den vergangenen zwölf Monaten um elf Prozent auf 40 Milliarden Euro. Wegen der Unsicherheit an den Märkten war befürchtet worden, dass Banken bei der Kreditvergabe äußerst zurückhaltend werden.
Die Deutsche Bank hat nach ihren Angaben 30.000 zusätzliche Mittelstandskunden gewonnen und betreut in dem Segment 930.000 Kunden. Fitschen bekräftigte, 2010 die Marke von einer Million Kunden knacken zu wollen.”
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-11/12454002-deutsche-bank-gibt-mehr-kredite-fuer-mittelstand-zusaetzliche-jobs-016.htm
Worum geht es dann in obigem Artikel? Eher darum, dass jetzt ein weiteres Unternehmen billige Staatsknete will!?
Moral hazard? Inflation der Erdölpreise, weil zu viel Geld da ist?
> “Den mit sinkenden Einkommen geplagten Konsumenten nicht zu vergessen.”
Und natürlich sinken die Preise für Arbeitskräfte! Wir haben Kapitalismus! Angebot und Nachfrage, you know… Wenn 2011 erst einmal die letzten Beschränkungen der Freizügigkeit für osteuropäische Arbeitnehmer fallen, wird es noch einmal ein bisschen härter.
Ebenso drücken ja Ostdeutsche den Kellnern in der Schweiz und Österreich die Löhne.
Nur ist das nicht irgendwie Nazi, sondern der Preis für den Weltfrieden. Globalisierung wird die Eine Menschheit schaffen, die friedlich in Einer Welt zusammenlebt. Dazu müssen Opfer gebracht werden.
Die Logik, dass bedingungslose Globalisierung die Wohlfahrt aller erhöht, ist eben eine langfristige [- so ähnlich wie mit dem Sieg des Kommunismus], kurzfristig kann es da schon einmal zu Verwerfungen kommen.
Der Kapitalismus ist eben doch idealistisch!
Goodnight
“Vielleicht müssen wir Blödies nur lernen, den Finanzmarkt als Realität zu begreifen.”
Dem dienen meine bescheidenen Bemühungen. Muss jetzt allerdings zu den Realitäten des Bildungssystems – einer Schulabschlussfeier.
Weissgarnix
Lese Habermas … . Dahrendorf ist aber auch nicht schlecht.
“Die Zockerbuden verstaatlichen und abwickeln.”
In der Tendenz richtig. Nur wer definiert Zockerbude?
Ich hätte vom ersten Tag an den Banken nur Geld gegen Eigenkapital gegeben. Wenn die Squeeze Out Schwelle erreicht ist, verstaatlichen und abwickeln. Ein paar werden durchkommen, ein paar nicht. Kein Problem, das ist der Markt.
Warum die Staaten den Banken jemals Geld gebenen haben, ohne Stimmrecht dafür zu bekommen, ist mir schleierhaft. Vor allem, wenn wie in Deutschland neben den Privatbanken noch zwei weitere Systeme in Form der Sparkassen und Genossenschaftsbanken da sind, die die Grundversorgung locker übernehmen können (und ja auch keine/kaum Probleme haben).
btw. sehr schöner Artikel.
@hacedeca
… Wenn 2011 erst einmal die letzten Beschränkungen der Freizügigkeit für osteuropäische Arbeitnehmer fallen, wird es noch einmal ein bisschen härter.
wohl zu erwarten …
… Nur ist das nicht irgendwie Nazi, sondern der Preis für den Weltfrieden. Globalisierung wird die Eine Menschheit schaffen, die friedlich in Einer Welt zusammenlebt. Dazu müssen Opfer gebracht werden.
wenn sich die höhe hiesigen löhne/gehälter der der chinesischen angeglichen hat … sorry, ich glaube dann stehen hier nur noch rauchende trümmer
… Der Kapitalismus ist eben doch idealistisch!
jep, siehe: http://www.seattlepi.com/horsey/popupV2.asp?SubID=3422&page=2>itle=David%20Horsey%3A%20Corporate%20America
„Die Finanzmärkte haben Dank der Hilfe des Staates kein Problem mit fehlender Liquidität. Die schwimmen wieder im Geld. Nur stellen sie das der Wirklichkeit – also Unternehmen – nicht zur Verfügung. Wieso auch? In den vergangenen 30 Jahren hat man bewiesen, dass die Finanzmärkte uns nicht wirklich brauchen: Die Durchschnitts-Blödies aus der Realwirtschaft.“
„Also wenn schon Ordnungspolitik, sollte man in den Finanzmärkten anfangen: Die Zockerbuden verstaatlichen und geordnet abwickeln. Das wäre der angemessene Insolvenz-Waschgang für die Wirtschaft.“
Warum wird es so nicht getan?
Die Antwort ist einfach: Weil die gesellschaftliche Wirklichkeit die Funktionseliten dazu nicht zwingt.
Es ist zur Aufrechterhaltung realwirtschaftlicher Kreisläufe nicht bzw. noch nicht notwendig.
Und so bedienen die politischen Funktionseliten die Interessen gemäß den aktuellen gesellschaftlichen Machtverhältnissen, die natürlich globalgesellschaftlich betrachtet werden müssen.
Zunehmende Verstaatlichung findet statt. Die EU-Länder werden zunehmend verstaatlicht. Die Vermögen der Bürger werden qua Staatsverschuldung verstaatlicht. Etc.
Die „staatsfreien“ Sphären werden für die Bürger immer weniger.
@ lübbering
Diejenigen, die jetzt auf steigende Ölpreise spekulieren, weil sie Anzeichen für neues Wachstum in der Weltökonomie sehen, könnten sich kräftig verrechnen. Natürlich wirken inzwischen die Nachfrageprogramme verschiedener Staaten, doch die Politiker bekommen schon kalte Füße ob der auflaufenden Staatsschulden. Doch dass die Annahmen, das gröbste sei vorüber, und die Wirtschaft werde jetzt von selbst wieder Fahrt gewinnen, richtig sind, lässt sich mit guten Gründen bezweifeln. In China, das ein wichtiger Faktor für anziehende Ölnachfrage wäre, zeigen sich keine Zeichen für ein selbsttragendes Wachstum des Binnenmarktes oder ein Anziehen der Exporte (vgl: http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601039&sid=aLp2En_IU43E)
In den USA werden die Konsumenten in den nächsten Jahren vor allem damit beschäftigt sein, ihre Kreditlast zu reduzieren, da sind keine kräftigen Wachstumsimpulse zu erwarten. Und zu den Problemen Deutschlands mit seiner Exportabhängigkeit hat ja weissgarnix neulich wieder treffliches geschrieben. Wenn sich verfrühte Hoffnungen zerschlagen, mag das den Spekulanten an den Ölmärkten eine empfindliche Lehre sein.
Die Weltökonomie wird bestenfalls dümpeln, die Finanzmärkte haben vor allem das Problem, Geld irgendwo gewinnbringend anzulegen, und solange sich keine neue Dynamik abzeichnet, wird das schwierig bleiben, weil auch Unternehmen dann nicht bereit sein werden, sich zu verschulden oder gar in großem Stil anfangen, aufgelaufene Schulden abzubauen. Letzteres das Rezept für eine anhaltende tiefe Depression (sehr empfehlenswerte Lektüre in diesem Zusammenhang: Richard Koo: The Holy Grail of Macroeconomics).
Helfen kann in meinen Augen nur, wenn Staat und Privatwirtschaft gemeinsam sich entschließen, in eine neue Richtung aufzubrechen und die reichlich vorhandenen Ersparnisse nutzen, um in die Zukunft zu investieren. Neben Bildungsinvestitionen bieten sich solche Projekte an, wie die Bepflasterung von Meeren mit Windkraftwerken und von Wüstengebieten mit Solarkraftwerken, um eine neue Energieinfrastruktur aufzubauen. Frage mich, warum der Vorstoß in letztere Richtung, der von großen Unternehmen unter Führung der Münchner Rück gemacht wird (auch wenn sie jetzt erst mal genauer untersuchen, aber immerhin schon in 10 Jahren Strom produzieren wollen) in diesem Blog bisher noch keinerlei Widerhall gefunden hat. Diese Geschichte finde ich wahrlich spannend, viel spannender als die Fragen der Abwicklung der alten Strukturen.
Ruhe hier! Ich verbitte mir das Gemoser! Der Guttenberg ist das einzig wahre ökonomische Genie in Deutschland – noch weit vor Professor Sinn! Im kristallklaren Verstand des Freiherrn funktioniert die Wirtschaft genauso akkurat wie eine Märklin-Eisenbahn: Ein Pfiff von ihm am Bahnsteig – und schon setzt sich die Konjunkturlokomotive wieder in Bewegung. Seinen Sachverstand rühmt – außer euch – auch längst jeder Holzkopp in seinem Holzmedium …
@Egghat, Du schriebest: “”Warum die Staaten den Banken jemals Geld gebenen haben, ohne Stimmrecht dafür zu bekommen, ist mir schleierhaft.”
Meinst Du das wirklich ernst? Man rettet sich eben selbst, oder nicht? Das wurde doch schon in diesem Blog irgendwo abgearbeitet, soweit ich weiß.
@F. Lübberding: Sehr göttlicher Artikel.
Ich wollte noch einen Kerngedanken hervorheben/wiederholen, der mir nicht deutlich genug ausfiel: Die enorme finanzielle Unterfütterung der Finanzwirtschaft führt zum direkten Schaden der Realwirtschaft. Dieses “Überschußkapital” führt also zu einer großen Überblähung des Erdölpreises (hätte auch Silber oder sonst was sein können, Öl ist in Mode). Und der spekulativ hohe Ölpreis hat die Realwirtschaft im sie killenden Würgegriff (bis auch diese Blase platzt).
Wir kennen doch die käufliche Seifenlaugenpuste für die Kinder. Und die Realwirtschaft ist die Saugenlaugenpuste für … .
Gruß
B.
@ wgn
ich hab die vor kurzem noch als edition fue 100 euro gesehen. whatever es lohnt sich, wenn mann vertiefen will…insbesondere abzweigungen wie konstruktivismus, bewusstsein etc.
Na ist doch logisch entweder Stagflation oder Deflation… und WGNX hat nun auch endlich seine Inflation…
Toll oder jetzt können wir alle Feiern
@Hadeca
Der 1. und 2.te Weltkrieg waren reine Handelskriege.
Der 1. war sicher auf England zurückzuführen.
Hitler war weniger bedeutend als Ursache für den 2. als gemeinhin angenommen.
Nicht umsonst sprechen die Engländer vom 2. 30jährigen Krieg.
Selbst die Cdu hatte dies gemerkt. Siehe Ahlener Programm.
Ich werde dir ein Geheimnis verraten.
Wir sind mitten im 3.ten.
Es kann nicht funktionieren! Weil man das Geld oben rein schüttet kommt unten nix an…
@3
> …”sondern der Preis für den Weltfrieden. Globalisierung wird die Eine Menschheit schaffen, die friedlich in Einer Welt zusammenlebt. Dazu müssen Opfer gebracht werden.
Die Logik, dass bedingungslose Globalisierung die Wohlfahrt aller erhöht, ist eben eine langfristige [- so ähnlich wie mit dem Sieg des Kommunismus], kurzfristig kann es da schon einmal zu Verwerfungen kommen.”
Wer verfasste denn dieses Glaubensbekenntnis? Ein Zyniker?
“staatsfinanziertes neues Spekulationscasino”
Ärgerlich, dass nur die Banken gefahrlos mitspielen dürfen. Der gemeine Durchschnitts-Blödie äh Zocker äh Anleger – wie ich – hatte die Hosen voll und verpasste die Einstiegskurse. Sofern er nach oder vor dem Crash noch ein bischen Kohle retten konnte. Neues Spielgeld bekommen aber nur die Banken. Die Schamgrenze nach der nächsten Spielrunde wieder um neues zu betteln dürfte signifikant gesunken sein.
BTW: In Amiland bekommt die FED ja die Oberaufsicht über das Finanzsystem. Damit wird GS und anderen Playern (Eigentümern der FED?) unter freundlicher Unterstützung von S & P erlaubt, die letzten Mitbewerber wie BoA oder Citibank vom Markt zu nehmen.
Das ist aber mal eine Maßnahme vom Cleverle Obama oder wer hat das angeordnet?
Und die KfW startet eine “Roadshow”, weil die Firmen die Fördermittel zu wenig kennen…
@lübberding
Hallo F. Lübberding.
Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen hörte ich , daß die Liste der bayrischen Agrarsubventionsempfänger deshalb nicht veröffentlicht wird, weil dort wer an dritter Stelle stehen soll?
Richtig , die zu Guttenbergs. Und es würde sich für den ordnungspolitischen Superstar nicht gut machen, ein Super-Subventionsempfänger zu sein.
Ist aber momentan noch ein Berliner Gerücht.
Geh, recherchier doch mal, Journalist.
Dafür gibts auch ein Lied von Funny van Dannen ( “Ich will den Kapitalismus lieben” )
http://www.youtube.com/watch?v=6Sdnzqs1uFo
@ Georg Hausmann # 16
“Wer verfasste denn dieses Glaubensbekenntnis? Ein Zyniker?”
Nee, nee – die Grundlogik was die zukünftige Wohlfahrt betrifft, ist schon die Richtige.
Es bedarf als Voraussetzung für alles was da mal Menschen für Menschen letztendlich schaffen wollen – Globalisierung.
Das Kapital ist da längst angekommen – wir Menschen müssen da nur eben auch, und das nicht nur, gedanklich hinterher.
Das einzig Zynische daran ist, dass da nicht einmal der Versuch unternommen werden soll, es den Menschen insgesamt etwas leichter zu gestalten und dass diese Herangehensweise von Personen unterstützt wird, die sich selbst in ihrer materiellen Situation unberechtigt (!) sehr sicher fühlen.
Man könnte diesen Zynismus etwas sänftigen, wenn auch Investitionen in Globalisierung stattfinden, an denen Menschen mit ihrer jeweiligen Konditionierung partizipieren können.
Dann haben die ihr Zwangsarbeitssystem und trotzdem finden es alle gut – so wie einst den RAD und die Autobahnen…
Btw. verstehen dann eh höchstens 10 % dass es eine Neuauflage des RAD ist… sollte also gesellschaftlich umsetzbar sein und wenn das in Europa gedacht wird, also mindestens mal so in Europa, funkt da auch der Lissabon-Vertrag nicht rein. Sozial würde sich aus Arbeit ergeben, und wenn wir hundertmal wissen, dass das faschistoid ist – den allermeisten Menschen würde das reichen, wetten.
@Rudolf
“Diejenigen, die jetzt auf steigende Ölpreise spekulieren, weil sie Anzeichen für neues Wachstum in der Weltökonomie sehen, könnten sich kräftig verrechnen.”
Na und?
Der jeweilige “Haus”-Staat der Bank wird ihr schon mit Steuermitteln aus Bredouille helfen, wenn es schief geht.
Beispiele dafür gibt’s zur Zeit doch zu Hauf.
Und wenn nicht, ist ein saftiger Bonus fällig, der die Ausfälle der letzten Monate kompensiert.
@goodnight
Also ich weiß, da war eine Edition geplant. Aber dass die schon erschienen ist, wäre mir neu. Glaubt man Amazon, dann ist auch noch völlig unklar, wann und ob sie erscheint.
Ich habe übrigens gerade “Soziologie des Risikos” fertiggelesen. Mit eines seiner stärksten Bücher, finde ich zumindest, auf jeden Fall ein deutlich höheres Niveau als zB “Wirtschaft der Gesellschaft”. Der komplette Part “Eigentum-Zins” gehört meines Erachtens vertieft, das ist mir irgendwie alles zu dünn. In Soziologie des Risikos schreibt er recht prägnant über die Risikotransformation, womöglich müßte man in dieser Richtung weitermachen.
Baeckers “Womit handeln Banken?” ist übrigens auch ganz großartig, wenn auch stellenweise nicht gerade leicht verständlich. Ich mache demnächst eine Besprechung im FAZ-Blog, und im Anschluß ein kurzes Interview mit Baecker.
„Die Finanzmärkte haben Dank der Hilfe des Staates kein Problem mit fehlender Liquidität. Die schwimmen wieder im Geld. Nur stellen sie das der Wirklichkeit – also Unternehmen – nicht zur Verfügung. Wieso auch? In den vergangenen 30 Jahren hat man bewiesen, dass die Finanzmärkte uns nicht wirklich brauchen: Die Durchschnitts-Blödies aus der Realwirtschaft.“
Das ist grundlegend falsch. Sie haben x-Billionen Kredite vergeben. Dafür sind x-Milliarden Zinsen zu zahlen. Wenn sie in Schieflage geraten, weil ihre Gläubiger, z.B. Pensionsfonds, Lebensversicherungen und sonstwer zum Termin hh.mm.jj ihre Forderungen geltend machen, müssen sie y-Milliarden aus Zinseinnahmen generieren. Das Problem ist also die Höhe der Kreditvergabe x-Billionen, steigt die, steigt die Höhe der Forderungen auch. Kommt es zu Verlusten, wie gerade erlebt, sind trotzdem die Zinsen zu zahlen. Natürlich vergeben die Banken gerne (überteuerte) Kredite und genau damit ist das Debakel in ein paar Jahren wieder vorgezeichnet.
Es geht nicht um den Kapitalismus oder die Märkte an sich, es geht darum, daß unser vernetztes Finanzsystem ein Ponzi-Schema ist, bei dem neue Einzahlungen in das System, z.B. Löhne und Gehälter dazu benötigt werden, die fälligen Zinsen zu zahlen. Die Schulden an sich sind, wie auch die Staatsschulden, nie mehr tilgbar. Nun kann man die Bilanz verkürzen. Damit gehen zigtausend Unternehmen bankrott. Oder man kann die Einkommen steigern. Das geht nur, wenn der Staat die Steuern senkt. Das kann er nur dann, wenn er irgendwo anders Wohltaten, z.B. Subventionen streicht. Oder Renten oder Hartz IV netto kürzt, indem er andere Steuern anhebt oder Leistungen senkt, wie er es die vergangenen Jahre tat.
Die Finanzwirtschaft ist Knecht ihrer vergebenen Kredite. Deshalb wäre es hilfreich, den Derivatemarkt zu stutzen, bevor es zu spät ist. Deshalb wäre eine Börsenumsatzsteuer, die ausdrücklich alle Derivate und Rohstofffutures, sowie DEVISEN betrifft, zu erzwingen.
Was nun den Sturz des einen oder anderen Aktienkurses, bei Pfleiderer war ich sogar betroffen, anbetrifft, der Markt hat immer Recht. Und wenn der Aktienkurs auf 2 abrauscht, dann hat trotzdem der Markt recht, genauso, wie die 2003 bei 2 stand und ein paar Jahre später bei 25. Die Börse ist ein ganz anderes Kapitel als die Wirtschaft, bei der xyz-AG geht natürlich der Aktienkurs in der Bilanz ins Eigenkapital, so daß bei abrauschendem Kurs mit einmal der Verschuldungsgrad in ungeahnte Höhen schnellt und Kredite für diese Firmen wegen dieses Affentheaters teuer werden.
Letztens meinte hier einer, Aktien wären Sachwerte. Dem kann man nicht zustimmen. Es sind generell, das trifft für fast alle zu, hochverschuldete Unternehmen, die ohne ihre Kredite, wie die Banken und Versicherungen, ausnahmslos bankrott wären. Auf der anderen Seite bewirkt ein hochgezockter Aktienkurs natürlich, daß das Unternehmen von heute auf morgen allerschönste Bilanzen vorlegt, die jedem “Investor” das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Und gerade dann werden die Kredite wieder “billig”. Aktien sind eine Risikobeteiligung. Wenn es wirklich hart kommt, droht immer der Totalverlust.
Dieses Finanzsystem bricht komplett zusammen, wenn wir Blödis sagen, jetzt ist Schluß mit lustig und unsere Forderungen geltend machen. Und es hat schon schwer zu kämpfen, wenn wir das nur teilweise tun. Die Ölpreise sind klar eine Dollarsteuer, sie sind derzeit um rund 15 Euro/barral zu hoch. Bei uns fließt Geld ab, die Krise verlängert sich dadurch. Der Finanzminister tut nix dagegen, weil unsere Spritpreise zu 2/3 aus Seuern bestehen. Und das zeigt, daß die jetzigen Machthaber die Rote Karte verdient haben. In Hinblick auf die Osterweiterung ergibt sich die klare Ansage: wählt RECHTS, so, wie es die Dänen, die Österreicher und die Niederländer vorgemacht haben.
“Das geht nur, wenn der Staat die Steuern senkt. Das kann er nur dann, wenn er irgendwo anders Wohltaten, z.B. Subventionen streicht. Oder Renten oder Hartz IV netto kürzt, indem er andere Steuern anhebt oder Leistungen senkt, wie er es die vergangenen Jahre tat.”
Nein eben nicht das macht es doch nur noch schlimmer…
Nur wenn wir anfangen zu Konsumieren wie besscheuert kann man denn downfall überhaupt noch aufhalten…
Ist das so schwer zu verstehen woher sollen die Einkommen denn kommen wenn die alle Arbeitslos werden.Dir hats das Gehirn verglüht der Staat muss Kredite vergeben an Harzler nichts anderes ist Harz4 als ein zinsloses Darlehnen in der Hoffnung der Zahlt das zurück wenn er arbeit findet…
Ist das so schwer zu verstehen?
Für mich immer wieder ein Gänsehauterlebnis, sich aus den erlernten Zusammenhängen herauszulösen und zu lesen, als sei man auf diesen Sonnentrabanten zum ersten Mal herabgestiegen. Die Aufgabe lautet also in etwa: Wie versuchen die Bewohner dieser Plattform oder Kugel hier, sich ein schönes Leben zu machen? Da steht nun z.B.:
“Insolvenzschonwaschgang für Durchschnitts-Blödies” Oder
„Also sinkende Umsätze und wegbrechende Preise für die eigenen Produkte, während gleichzeitig die Rohstoffpreise anziehen. Nun gibt es ja die Standardbegründung für diese Rallye etwa beim Ölpreis. Das seien die berühmten grünen Knospen! Das Ende der Talsohle in Sicht! Die Märkte antizipieren halt schon, während Pfleiderer noch mit der Wirklichkeit beschäftigt ist. Diese wird in solchen Fällen auch von Anlegern zur Kenntnis genommen: Sie schickten den Holzverarbeiter nach Süden.“
Gut geschrieben, Frank Lübberding. Aber eigentlich voll krass absurd, völlig verrückt. Wünsche sonnenbeschienenes Wochenende.
Guter Artikel, Herr Luebberding!
Nur fallen mir – zu der sehr sinnvollen Tätigkeit in deutschen Kindergärten – noch etliche andere Beschäftigungsprogramme für viele unserer “Denker und Lenker” der deutschen und internationalen Finanzwirtschaft ein, über welche ich mich hier nicht auslassen möchte!
RICHTIG !
“Also wenn schon Ordnungspolitik, sollte man in den Finanzmärkten anfangen: Die Zockerbuden verstaatlichen und geordnet abwickeln. Das wäre der angemessene Insolvenz-Waschgang für die Wirtschaft. Dafür die Liquidität der Wirklichkeit zur Verfügung stellen: Unternehmen, Konsumenten, einer guten Infrastruktur, etwa im Bildungssystem. Und was machen dann die Großdenker der West-LB? Für die gibt es sicherlich Arbeit in unseren Kindergärten. Dort wird gerade für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt.”
Jedoch, scheinbar haben diese “Experten” ihren “Alibi-Großmeister” JMK ein wenig falsch verstanden – aber das versucht uns ja der weissgarnix schon seit Monaten hier klar zu machen – zurecht!
http://www.keynes-gesellschaft.de/Hauptkategorien/LebenWerk/AusspruecheParabeln.html
RICHTIG !
10. In “An Open Letter to President Roosevelt” vom 31. Dezember 1933, in: CW, Vol. XXI, S.289-97; and in: Readings in Fiscal Policy Homewood, Ill. (Irwin) 1955 schreibt Keynes:
“Some people seem to infer from this that output and income can be raised by increasing the quantity of money. But this is like trying to get fat by buying a larger belt.”
In deutscher Übersetzung bedeuten diese Sätze:
„Einige Leute scheinen daraus abzuleiten, Produktion und Einkommen könnten erhöht werden, indem man die Geldmenge erhöht. Aber dies ist so, als würde man versuchen dick zu werden, indem man sich einen längeren Gürtel kauft.“
KÖSTLICH !
12. In seinem – sehr optimistischen – Aufsatz „Economic Possibilities for Our Grandchildren (s. dessen Vorstellung in der Rubrik „Wichtige Aufsätze und Beiträge“) aus dem Jahre 1930 betont Keynes, dass langfristig das ökonomische Problem (der Knappheit materieller Güter – J.K.) lösbar sei und man sich dann den wirklich wichtigen Dingen zuwenden könne. Das ökonomische Problem sollte eine Angelegenheit von Spezialisten sein, die konkrete Probleme kompetent lösen – wie die Zahnärzte. In Keynes’ Worten :
„If economists could manage to get themselves thought of as humble, competent people, on a level with dentists, that would be splendid “(C.W. Vol. 9, S.332).
In deutscher Übersetzung heißt dies:
„Wenn es die Ökonomen hinbekämen, dass man sie als bescheidene, kompetente Leute betrachtet, auf einer Ebene mit Zahnärzten, das wäre herrlich.“
@Nanuk
Nö, mir hat es das Gehirn nicht verglüht. Auch der Staat ist ein Schuldner der Banken. Mit seinen Kreditgarantien, er zahlt nichts, bekommen die Unternehmen überhaupt nur (Wucher-)Kredit um zu überleben. Und viele überleben nur, weil sie gleichzeitig auch noch kurzarbeiten lassen. Damit zahlt der Staat dafür, dass die Arbeitslosigkeit nicht explodiert. Das würde seine Steuereinnahmen noch brutaler senken. Es wäre die deflationäre Abwärtsspirale. Da stehen wir heute exakt.
Es ist definitiv nicht möglich, dass wir mit irgendwelchen Schlitzaugen konkurrieren. Die haben kaum Krankenversicherung, das Alter von 65 Jahren erreichen die meisten dort nicht, Arbeitslosenversicherung Fehlanzeige. Von solchen “Glanzleistungen” wie Hartz IV ganz abgesehen. Also gehen Arbeitsplätze verloren, das sind die Gehartzten. Und es ist nicht möglich, daß wir das Dollardebakel versuchen zu bezahlen, über die Ölpreise. Das haut unseren Binnenkonsum in Grund und Boden. Ich bin mir sicher, daß die gestiegenen Spritpreise sich 1 : 1 in den kommenden Einzelhandelsumsätzen manifestieren werden.
Diese Hartz IV sind die Globalisierungsopfer. Meist eingewanderte Ausländer. Wir haben keine Arbeitsplätze und unter heutigen Rahmenbedingungen können wir auch keine schaffen. Wenn Europa nicht das macht, was die Amis und Chinesen vormachen, nämlich buy American oder buy Chinese, und ZUSÄTZLICH die Dollarspekulation auf einen viel zu starken Dollar unterbinden, bezahlen wir die Krise, die wir nicht verursacht haben. Wenn du willst, daß Arbeitsplätze geschaffen werden, muß das System mit anderen Staaten konkurrenzfähig sein. Dazu brauchen wir Kohle- und Atomstrom nach heutigem Stand der Technik und keine subventionierten “Biodiesel” (aus Abfällen der Fleischindustrie igitt), Solarstrom und Windstrom. Wir können und werden uns nicht, auch nicht für das Sozialwesen stärker verschulden. Der Staat hat kein Geld, er hat ausschließlich um 1,5 Bill. Euro, Tendenz stark steigend, Schulden. Und für die zahlt er, Tendenz auch in absehbarer Zeit stark steigend immer mehr Zinsen. Die vom Steuerzahler aufzubringen sein werden. Und die Steuerzahler sind bisher nicht die “global players”, die hier leider geschützt werden.
Merke ganz einfach, der Staat muß sich auch bei den Banken verschulden, und für jeden Kredit zahlt man Zinsen. Wir sehen die Folgen am Beispiel der Amis. Die sind real total bankrott. Nur daß die bis heute die Weltreservewährung haben, ein gigantischer Vorteil, den jeder persönlich auf seiner Tankrechnung sieht.
@Michael
Kohle und Atomstrom…
Der Müll kommt aber in ihren Garten…
“Merke ganz einfach, der Staat muß sich auch bei den Banken verschulden, und für jeden Kredit zahlt man Zinsen…”
Darum gibt es in GB und den USA auch quantitative easing … herz allerliebst aber ich will ihre heile CDU Welt nicht zerstören…
Das problem ist nur so kann man nicht Inflationieren wie man sieht… weil es sowieso wieder nur ne Luftnummer ist und nichts mit Nachfrage zu tun hat.Aber sie können sich ja 500 Kontrakte für den Öl Future besorgen und auf den Aufschwung setzen…
Schaun sie sich den Nikkei an da können sie sehen was passiert wenn man der Finanzindustrie ständig Geld hinterher wirft rauf runter rauf runter nur geholfen hat es nie…Der schöne Sargdeckel bleibt zu…
Der Nikkei zeigt vor allem sehr schön, daß Aktien keine Sachwerte sind. Er zeigt auch, was passiert, wenn die Leute kein Vertrauen in Wirtschaft und Politik haben. Das wird uns genauso abgehen. Die einzige Alternative, die mir persönlich bliebe, wenn ich notorischer Pessimist wäre, wie es jeder Volkswirt sein müßte, wäre, das gesamte Geld in Gold anzulegen. Denn ich müßte jeden Tag befürchten, daß das Ponzi-Schema platzt. Die Börse war, ist und bleibt ein Irrenhaus, ich hoffe verrückt genug zu sein. Mit Futures spiele ich niemals. Nie auf Kredit und immer reichlich cash in Reserve.
p.s. Ich hätte kein Problem damit, wenn hier ein paar Tonnen Atommüll vergaben würden, nur die Kraftwerksbetreiber müßten das selbst bezahlen, einschließlich der Nebenkosten. Das müßte auf den Strompreis umgelegt werden. Anders kann Markt nicht funktionieren. Jetz muß ich aber langsam weiter …
@Michael
Ja was denn nu ist Deutschland Pleite oder nicht?
Wenn ja dann besorgen sie sich Konserven und nen Schrotgewehr wenn nicht erhöht man die Harz Sätze und heizt den Konsum an… von mir aus auch mit ABM…
@31 Nanuk
http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_80000/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Buergerforum/chat/090617-Protokoll-Minister-Chat.html
@Michael
so ich geh jetzt nach Haus…
Der war gut!!! Haste noch mehr so Witze auf Lager…
@wgn #2
>> Vielleicht müssen wir Blödies nur lernen, den Finanzmarkt als Realität zu begreifen.
> Vor allem sollten wir den deskriptiven Konstruktivismus von Luhmann nicht andauernd normativ begreifen, my dear goodnight.
Was sagt – leicht abgewandelt – das Geburtstagskind Habermas dazu:
“Die vornehmste Aufgabe der Ökonomie sehe ich heute darin, gegen jede Gestalt des Objektivismus, also gegen die ideologische, das heißt scheinhafte Verselbständigung von Gedanken und Institutionen gegenüber ihren lebenspraktischen Entstehungs- und Verwendungszusammenhängen die Kraft der radikalen Selbstreflexion aufzubieten.”
Btw: Über Faktizität und Geltung gab’s Anfang der 70er schon eine lebhate Debatte, in vorderster Fron Habermas und Luhmann selbst.
Insofern – an Lübberdings Habermas-Empfehlung anknüpfend -: “Spziologische Aufklärung” zurückstellen und “Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie” samt Supplements vorziehen.
@ weissgarnix #2
Für 250 Euro kriegst grad einmal 14 Tage Mitgliedschaft bei den Linken, also so eine läppische Summe ist das Nachdenken nicht wert, oder?
“Die Zockerbuden verstaatlichen und abwickeln.”
Leider bekommt der gute Guttenberg ja Bauchschmerzen wenn er an Verstaatlichungen denkt. Sowas ist für ihn per se “verfehlte Ordnungspolitik” also: Sozialismus.
Darauf braucht man also nicht zu warten.
“der Staat muss Kredite vergeben an Harzler nichts anderes ist Harz4 als ein zinsloses Darlehnen in der Hoffnung der Zahlt das zurück wenn er arbeit findet…”
Oder man holt das Geld da ab, wo es im Überfluss vorhanden ist. Dann wäre auch das Problem mit den Zockerbuden eingedämmt.
@Weissgarnix
Ich kaufe meine Bücher in der Buchhandlung und nicht bei Amazon. Das tolle an Amazon ist ja die riesige Arbeitsplatzvernichtung, also Rationalisierung, Kostensenkung, an der der Kunde mit kostenlosem Versand teilweise partizipiert, weil Dein Postbote Dir die Bücher jetzt nach Hause trägt, zum größten Teil aber partizipieren die Aktionäre von Amazon. Ich freue mich jedesmal wenn meine Buchhändlerin sich freut wenn ich zur Tür reinkommen, weil ich wieder mal der einzige Kunde im Laden bin.
Für Dienstleister im großen Stil wird immer der amerikanische, also englischsprachige Markt der Startpunkt sein – dort lauern die größten Skaleneffekte. In Deutschland wird dann später versucht, ob das Modell auch im Kleinen funktioniert.
Kündigungsschutz gibt es nicht mehr. Meinen letzten unbefristeten Vertrag habe ich Anfang der 90er unterschrieben. Seitdem gibt es entweder befristeten Vertrag oder Leiharbeit. Die Bindung von Leiharbeit an den Tariflohn, das wäre die entscheidende Forderung, die Arbeitgeber sollen für die Flexibilität zusätzlichzum Tariflohn die Gebühr an den Vermittler bezahlen und nicht vom Arbeitnehmer durch Abschlag vom Tarif bezahlen lassen. Das wäre mal eine Forderung. Mit Aufhebung des Kündigungsschutzes entziehst Du zwar der Leiharbeit die Geschäftsgrundlage, machst sie aber dafür zum gesetzlichen Modell. Statt Ranstatt profitieren dann die einstellenden Unternehmer. Großartig.
Dynamisierung der Wirtschaft klingt ganz toll, mehr Unternehmertum und so, war ja das Konzept der letzten 10 Jahre, mit Ich-AG und so, Arbeitslosenstatistikbereinigungssubvention, und ach ja die bösen Steuern runter, Arbeitsmarktderegulierung, u.s.w. wir sehen ja was die Scheiße uns gebracht hat. Wo ist nochmal der Binnenmarkt?
Und dann noch der staatliche Beschäftigungssektor, Kombilohnmodell, Qualifizierungsmaßnahme, Lohnkostenübernahme für schwer vermittelbare, Ältere, u.s.w.
Verstehe hier Deine Finanzierung immer noch nicht, vermute mal Du meinst Schulden, oder meinst Du doch Steuererhöhungen?
Wirklich sinnvoll ist das steuerfinanzierte Sozialsystem. Nur, was dazu wohl die vielen kleinen Selbständigen sagen werden, die Du doch fördern möchtest, die unter hohem Preisdruck stehen und über Selbstausbeutung versuchen, halbwegs über die Runden zu kommen, ich weiß nicht…
In einer globalisierten Welt ist nationale Sozialpolitik nicht möglich, Steuern, Löhne, Preise, Arbeitsbedingungen, Sozialstandards, alles steht im internationalen Wettbewerb, der kleinste Preis gewinnt und das Kapital entscheidet, denn es ist der einzige mobile Faktor.
Und zu Google: Marketing macht keine Produkt besser und schafft auch keine zusätzliche Nachfrage. Marketing entscheidet über die Verteilung der Nachfrage, aber es generiert keine. Der Erfolg von Google liegt darin, dass über Google die Verteilung beeinflusst werden kann, die Kosten bezahlt der Konsument. Weil die Preise aber nicht steigen dürfen, muss das Unternehmen an anderer Stelle sparen, an den Löhnen. Der Google Aktie geht es aber ganz gut und mit Blick auf die Vermögensverteilung weißt Du auch, wie viele das sind, die daran partiziperen.
Niemand kann den Masterplan “aus dem Ärmel schütteln”, aber sollten Vorschläge wie der Deinige tatsächlich auf die Agenda kommen, wäre es an der Zeit, über einen Generalstreik die Politik dazu zu bewegen, ihren letzten Rest an Gehirnschmalz aufzuwenden, um einen zu entwickeln.
Die Herrschenden nennen so was dann soziale Unruhen – und meinen ihre eigene.
Sorry, falscher Thread.
@wgn
Yep, habe jetzt mal nachgeschaut…also ich meinte die hier:
http://www.amazon.de/Soziologische-Aufkl%C3%A4rung-1-Niklas-Luhmann/dp/3531141767
..die lagen alle zusammen bei 99 Euro…soweit ich mich erinnere.
Whatever, wenn dann würde ich Band 5 + 6 wählen, da beobachtet Luhmann das, was er in seinem Hauptwerken nur am Rand beobachtet….also Mensch und so. Bd 1 ist eigentlich altes Zeug…wobei aber die Grundlagen nochmals reflektiert werden, Bd. 2-3 ist …. äh…nope eigentlich ist da sehr viel interessantes und Neues drin…also, …ups…was ist das…bei google kann man da reinlesen…äh…total komplett lesen…?
http://books.google.de/books?id=tBujQxM7EsoC&dq=soziologische+Aufkl%C3%A4rung&printsec=frontcover&source=bl&ots=XKMhX_mMLW&sig=NBdfD00XyV6rP9twaoSAaGwyUxo&hl=de&ei=lpQ8SriLL8GMsAb89d1z&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=3
verdammt….ich bin nicht mehr up to date….ich werde alt…
“Devil hands have been busy…”
John (terminator salvation)
Kauf doch die Bände für 250,- €, wahrscheinlich kannst Du es ohnehin von der Steuer absetzen, am Besten vom Buchhändler um die Ecke und wenn es mistig ist schenk es einem Soziologiestudenten Deiner Wahl den Du nicht leiden kannst. Du hattest Dich mal bereit erklärt, höhere Steuern zu bezahlen. Seh es als eine freiwillige Steuer die Du eigenhändig umverteilst, weil der Staat zu inkompetent und korrupt geworden ist und als persönlichen Wochenendbeitrag zur Belebung der Binnenkonjunktur – die Welt retten wir dann morgen.
@Michael #30
“p.s. Ich hätte kein Problem damit, wenn hier ein paar Tonnen Atommüll vergaben würden, nur die Kraftwerksbetreiber müßten das selbst bezahlen, einschließlich der Nebenkosten.”
Und Du könntest Ananas im Garten anbauen, denn der radioaktive Müll , verpackt in Industriekeramik und Glas , ist 400 Grad Celsius heiss und braucht etwa 30 Jahre, bis er auf 200 Grad runtergekühlt ist. Du könntest die ganze Nachbarschaft mit Erdwärme versorgen.
Eine echte win-win Situation.
@Zecke #37
“Ich kaufe meine Bücher in der Buchhandlung und nicht bei Amazon. ”
Also, seit es Amazon gibt, kaufe ich mehr Bücher als früher.
Wann komm ich schon mal in eine Buchhandlung? Das ist mir meist zu aufwändig und meist nur schwierig mit meinem Terminprofil vereinbar.
Es ist nicht alles schlecht was von drüben kommt.
@Frankie Bernankie
und die damit verbundene Evolution ist ja auch zu begrüssen… so rein aus Darwinistischer sicht Mutationen sind ja bekanntlich Fortschritt…
http://www.youtube.com/watch?v=uEMGzlGfAJ4
Warum die Krise nicht vorbei ist. Interessant zu lesen:
http://www.sharewise.com/news_articles/7005-DAX-Krise-USA
http://farm3.static.flickr.com/2434/3642803735_d51c055c60_o.jpg
Da ist schon der nächste Zug…
@Frankie Bernankie
Der Umsatz im Buchhandel wächst jährlich etwa um 1% und die Wachstumsrate entspricht damit etwa der Teuerungsrate, die übrigens hinter den allgemeinen Preissteigerungen zurückbleibt, was den Preisdruck im Buchmarkt verdeutlicht.
Die Zahl der Titel blieb über die letzten Jahre in etwa konstant, mal 1% mehr mal 1% weniger. Der Anteil des Sortimentbuchhandels schrumpft kontinuierlich.
Es ist nicht alles schlecht was aus Amerika kommt, fragt sich nur für wen. Wie sieht es eigentlich in den USA mit der Binnenwirtschaft aus? Brummt die immer noch? Klar, sind alle vollbeschäftigt, haben eine immense Sparquote und führen den Weltmarkt an mit ihrem innovativen Dienstleistungssektor und wir Idioten haben es nur immer noch nicht geschnallt…
…ach ne, stimmt ja, Finanzdienstleistungen, das war’s, nix vollbeschäftigt, nix Sparquote, wir müssen an unserer Finanzdienstleistungsindustrie arbeiten, es muss einfach einfacher werden, so einen verdammten Kredit zu bekommen – dann brauchen wir auch keine Beschäftigungssektoren mehr…
Sommerhit verdächtig…
http://www.youtube.com/watch?v=O4vbdusj7Pk&fmt=18
schöner Auszug aus:
“50 Jahre im Auftrag des Kapitals”
von Edgar Most (1989 Vizepräsident der Staatsbank der DDR)
von einem jungen Schauspieler, er heißt Sven Riemann
Ein riesiger Schock geht um die Welt,
an den Börsen verbrennt das Geld.
Und wie die News es uns berichten,
soll der Staat es jetzt wohl richten.
Damit wir das Geld nicht ganz verlieren,
verspricht die Regierung zu regulieren.
Revolution von oben – und der kleine Mann
Schaut sich das brav im Fernsehen an.
Die meisten glauben es auch prompt,
dass es nicht noch schlimmer kommt,
bürgte der Bürger mit Milliarden Steuern
für die Banken, die sofort beteuern:
Das wär jetzt der richt´ge Schritt,
nur so wird man für die Zukunft fit.
Und der Vorstand verkündet von seinem Thron:
Man verzichte solidarisch auf die Bonifikation.
Andere daraufhin erwidern schnell,
der Kapitalismus sei ein Auslaufmodell.
Das Leck zu groß, es wär nicht zu flicken,
wenn wir auf die Weltwirtschaft blicken.
Nur die Armenküche wächst mit Kontinuität,
mal sehn, wann die an die Börse geht.
Und Marx´ Kapital wird über Nacht
Zum Bestseller. Wer Hätte das gedacht ?
Wie ein Echo nach gewaltigem Schall
Hört man jetzt nur noch Krise überall.
Das hieß einst ENTSCHEIDUNG bei den Griechen.
Tja die Großen entscheiden, die kleinen siechen.
Und bist du erst nackt, bettelst du um Hartz IV.
Derweil baden sie in Champagner und Geld
Und schern sich einen Dreck um den Rest der Welt.
Hegde – ätsch macht der Manager wegen der Fonds,
sind die auch geplatzt wie Luftballons.
Handelte er dreist mit faulen Zitronen,
so sitzt er doch jetzt auf seinen Millionen.
Die fehlen nicht nur in so manchen Depot,
sondern in Kitas, in Schulen und anderswo.
Zu lange sind die Kassen für Bildung schon leer,
nur ein dummes Volk setzt sich nicht zur Wehr.
Wir sollen vertrauen und nicht zuviel sparen,
doch wenn andre die Karre in den Dreck fahren,
rettet der Giro-Sparer mit seinem Geld
als Konsument die demokratische Welt.
Dann springt sie rasch an, die Konjunktur,
und alle kehr´n zurück in die alte Spur.
Bei rasanter Talfahrt, so´n Crash tut schon weh,
ist der süchtige Käufer das Gesellschafts-ESP.
Drum geh üppig shoppen, ohne dich zu genieren,
weil sonst bald noch mehr ihren Job verlieren.
Das ist jetzt oberste Bürgerpflicht,
nur so scheint am Ende des Tunnels ein Licht.
Und red dich nicht raus, du hättest kein Geld,
zahl einfach mit Karte, sei einmal ein Held!
Think big und vergiss deine Dispo-Zinsen,
denn ganz ohne Opfer geht´s in die Binsen.
Nur du kannst ihn retten, den Kapitalismus, vorm Tod,
kauf dir schnell ein Auto, sei mal Patriot.
Mit viel PS, das gibt auch dir Kraft
Und stärkt zudem die Volkswirtschaft.
Und hast du kein Bares auf der Hand,
nimm ´nen Kredit auf fürs Vaterland.
Halt mit deinen Steuern die Banken am Leben.
Nur so können sie dir Kredite geben.
Für dieses geniale Super-Krisen-Management
Zahl ich demnächst auf Pump auch mein letztes Hemd.
Ja, es geht um die Bürger und nicht um die Manken,
dafür sollten wir uns auch recht artig bedanken.
Drum wollen wir wählen, wollen sie loben.
Auch und die Revolution,
wird dann auch verschoben.
Alles wird anders und bleibt doch wie es ist,
so lange das Volk genug Krümel frisst
@Nanuk
Du kannst ruhig den kompletten Link einstellen …..
http://www.leap2020.eu/GEAB-N-36-ist-angekommen!-Umfassende-weltweite-Krise-Drei-Monsterwellen-brechen-im-Sommer-2009-über-die-Weltwirtschaft_a3379.html
@unwissender
Schöner Chartporn oder…
Was ich mich frag wieso in Australien der Einbruch so klein ist…
Ist das nur die Kohle für die Chinesischen Kraftwerke???
Man sucht ja immer was wo man sein Geld parken kann.
@Nanuk
Da hast Du recht!
Es sind hier die Rohstoffe – und die dürfen wir, insbesondere die “edlen” – weiterhin halten und uns an ihnen erfreuen!
Siehste auch an der Entwicklung der norwegischen Krone in 2009.
Übrigens:
Wem solche Aussagen wie Monsterwellen zu plakativ sind – dies soll ja in akademischen Kreisen durchaus vorkommen
– dem empfehle ich – guckst du hier:
http://www.youtube.com/watch?v=o0fQ1eWv36o&feature=fvw
http://www.planeterde.de/videoberichte/gefahren-durch-monsterwellen
http://www.youtube.com/watch?v=0HzZiWAl6KY
…. die Videos empfehle ich insbesondere zur akuten Behandlung von “Liebhabern” finanzmathematischer Modelle!
there is no dark side of the moon ….. really
pink floyd
….. oder, wie goodnight seine postings zu beenden pflegt!
Mir ist gerade das Frühstücksbrötchen im Hals stecken geblieben, als ich das folgende gelesen habe:
Einen Tag nach dem die BRD-Führung die Zensur wieder eingeführt hat, geht es jetzt an’s Eingemachte. Die BRD-Führung lässt durchsickern, dass Eltern in Zukunft ihre Kinder zur Erziehung an den Staat abgeben müssen.
„Union will mit Kindergartenpflicht punkten“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,631568,00.html
Bürger wacht auf:
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
===>… Zensurulla raubt euch eure Kinder !
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
===> … Mit Vollgas in den faschistischen Totalstaat !
Hoffnungslose Grüsse,
~ hAlBgOtT ~
@zecke
“Es ist nicht alles schlecht was aus Amerika kommt, fragt sich nur für wen. Wie sieht es eigentlich in den USA mit der Binnenwirtschaft aus? Brummt die immer noch? Klar, sind alle vollbeschäftigt, haben eine immense Sparquote und führen den Weltmarkt an mit ihrem innovativen Dienstleistungssektor und wir Idioten haben es nur immer noch nicht geschnallt…”
Äh…ja? Was willst Du uns damit sagen?
Mach Dir keine Gedanken um die amerikanische Binnenwirtschaft.
Diese Gedanken machen sich die Amis selbst, und glaub mir, die bekommen das schneller gewuppt als wir uns das vorstellen können.
Die Sparquote ist in USA übrigens in der Tat von 0% auf 6% hochgeschnalzt, so schnell geht auch das. Aber Sparen wird eh überschätzt.
Sparen ist ja nichts anderes als das Ansammeln von Versprechen anderer Leute, irgendwann in der Zukunft Leistung für einen zu erbringen. Man hofft, dieses Leistungsversprechen dann auch abrufen zu können.
Eigentlich begibt man sich durchs Sparen in mehr Abhängigkeit als durch Schuldenmachen.
Ich liebe den amerikanischen Dienstleistungssektor, grade eben habe ich auf Pro 7 die samstagnachmittäglichen amerikanischen Comedies durchgekuckt.
Herr-lich. Ich mag dieses Amerika einfach. Du nicht?
#52 (Halbgott)
===>… Zensurulla raubt euch eure Kinder !
Was regst Du Dich so auf? Die Schulpflicht für die Kinder
beginnt halt ein Jahr früher. Das ist alles.
Die wollen vom Schulsystem der Skandinavier und
der Ostblockstaaten lernen, als die noch kommunistisch
regiert wurden. Die für alle verpflichtende Vorschule hat
nämlich durchaus einen Sinn: Die Grundschüler kommen
dann mit einheitlichen Voraussetzungen in die Schule. Die
Grundschüler bringen dann gewisse Grundfertigkeiten
mit, wie bis 10 zählen, Lieder singen, Gedichte aufsagen,
auf Triangeln klimpern etc. Die Grundschullehrer haben
es dann einfacher, können dann effizienter arbeiten.
In der DDR konnten die ABC-Schützen spätestens nach
dem ersten Schuljahr lesen und schreiben (mit
Mühe zwar, aber immerhin). Gleichzeitig wurden den
Kindern schon alle vier Grundrechenarten beigebracht.
Im Westen braucht man dazu etwa drei Jahre.
Wenn man dann auch gewisse andere Teile (nicht alle!) des
Bildungssystems der DDR übernimmt, d.h. zum Beispiel das
ganze Wirrwarr aus Schulformen abschafft, die frühe
Selektion nach der Grundschule abschafft, dafür aber
bundeseinheitlich Kindergarten, Schule, Lehre und
Studium aufeinander abstimmt, dann, ja dann ergeben
sich signifikante Verbesserungen im deutschen
Bildungssystem. Die Schulzeit verkürzt sich, und die
PISA-Schande würde ausgelöscht. Dabei hätten die Schüler
erheblich weniger Stress, obwohl bei gleichem
Schulstoff die Ossis nach 12 Jahren ihr Abitur machen
wie die durch G8 malträtierten Gymnasiasten im Westen.
Die Kinder hätten wirklich Ferien und
verbringen den Nachmittag nicht stundenlang mit
Schularbeiten oder in einer kommerziellen
Schülerhilfeanstalt. Die gab es in der Zone nämlich nicht.
@georgi
“Was regst Du Dich so auf? Die Schulpflicht für die Kinder
beginnt halt ein Jahr früher. Das ist alles.”
==> … Ja. Am besten sollte die Schulpflicht noch 4 Jahre früher anfangen, dann kann der Staat mein Kind gleich nach dem Rausflutschen im Kreißsaal abholen. Danke. Gerne.
==> … und wenn ich angesichts dieser staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen keine Lust mehr auf’s Kinderzeugen habe, dann erteilt Zensurulla einen Zeugungbefehl, oder wie ?
==> … es geht darum, dass die im Deppodrom noch nie soviel DDR-Methoden eingeführt haben, wie jetzt, kurz vor dem Systemkollaps, den die Bankster & die Politclowns verursacht haben. Merkelst du was, georgi ??
==> … georgi, was interessiert mich das DDR-Schulsystem ?? Thema verfehlt.
Art 6, Abs 2 GG:
“Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.”
Der Punkt wird auch gegen Ganztagsschulen aufgeführt
Zum Thema Pfleiderer mein Kommentar unter:
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=107822
da ich hier keine Charts einstellen kann (sollte das doch möglich sein bitte ich “weissgarnix” um Aufklärung. Dank im voraus
Gruß
FdA
#56
… ist ja richtig, aber es gibt auch eine Schulpflicht. Die kann
man doch auch effizienter gestalten.
#55
Übrigens haben auch deine Freunde von der FDP und die
neoliberalen Fundamentalisten etwas für Dich. Von denen
stammt nämlich eine Denkschrift mit dem Namen
“Bildung neu denken”. Darin wird empfohlen, die Kinder
schon mit vier Jahren einzuschulen (nicht sie mit 6 Jahren
in den Kindergarten zu stecken), und sie richtig hart
ranzunehmen. Richtige Ferien sollen sie nicht mehr haben,
sondern Sommerschulen besuchen, etc. etc.
Aber immerhin haben Halbgotts Freunde von der FDP
vorgestern bei der Abstimmung vorbildlich abgestimmt.
Das muß man sagen,
==> … und wenn ich angesichts dieser staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen keine Lust mehr auf’s Kinderzeugen habe, dann erteilt Zensurulla einen Zeugungbefehl, oder wie ?
Wie? Keine Lust? …weil die Kinder im Kindergarten bzw.
in der Schule sind?
==> … es geht darum, dass die im Deppodrom noch nie soviel DDR-Methoden eingeführt haben, wie jetzt, kurz vor dem Systemkollaps, den die Bankster & die Politclowns verursacht haben. Merkelst du was, georgi ??
Was glaubst Du denn, warum die intriganten und
korrupten Politiker vorgestern die Gewaltenteilung
abgeschafft haben, die Gestapo neu geschaffen haben,
die Erlaubnis gegeben haben, zivile Flugzeuge
abzuschießen und die Bundeswehr im Inneren
einzusetzen etc. etc.? Die wissen doch selbst, welche
Folgen ihre eigene Wirtschafts- und Sozialpolitik hat, und
daß man das Land demnächst nicht mehr auf zivile Art
regieren kann.
==> … georgi, was interessiert mich das DDR-Schulsystem ?? Thema verfehlt.
… wollt ja nur darstellen, daß so eine Kindergartenpflicht
nicht unbedingt übel ist, damit der Halbgott wird Lust
darauf bekommt, neue Kinder zu zeugen.
@ halbgott
(Da mein Kommentar um kurz vor 5 in der ersten Fassung in den Zitaten Stopp-Wörter enthielt, ist er soeben nach Prüfung gelöscht worden. Ich wiederhole ihn hier, indem ich besagte Wörter mit Sternen unkenntlich mache. Bitte selbst sinngemäss zu vervollständigen.
Dem Zensor möchte ich nur verklickern, dass er bitte genau lesen sollte: ich zitiere, und vertrete NICHT die aufgeführten Meinungen)
# 52
Vor ein paar Wochen postete mal ein Heidelberger Zwerg (in einem anderen Forum) u.a.:
(Zitat) “…importiert die Politik ohne Ende unqualifizierte Immigranten aus aller Herren Länder zu uns – in ein Land, das schon lange unter MASSENARBEITSLOSIGKEIT LEIDET ! Deutschland als “Melting-pot of Nations” grossartig !!! Warum ?? Das ist eine absichtliche Vernichtungsstrategie gegen das eigene Land !!!
Ich habe keine Lust ein Kind in die Welt zu setzten, dass schon am Tag seiner Geburt zu einer ethnischen Minderheit im EIGENEN LAND gehören würde !!! Denn soweit ist es schon gekommen, dank diesen schwerstkorrupten, beknackten Vaterlandsverrätern in Berlin-Deppendorf !!!” (Zitat Ende)
Kommt dir das bekannt vor?
Auf dieses Posting folgte eine Reihe Antworten, die sich über das tränendrüsenreiche Lob der Heimat, des Vaterlands und der guten alten “intakten” Zeiten (Eltern, Grosseltern) bis zu den ‘Helden’ erstreckte (”Wir haben den Männern, die im zweiten Weltkrieg für dieses Land gefallen sind niemals große Denkmäler gebaut, oder haben ihren Mut oder ihre Opfer gewürdigt.
Stattdessen haben wir große Denkmäler für J**en und Z****ner
errichtet, aber niemals für unsere Soldaten.”).
Die üblichen “Ka***en”fresser lass ich hier mal links liegen, die Richtung des ganzen threads sollte klargeworden sein.
Der Zwerg schien einverstanden: er schwieg dazu. Angesichts der Reaktionen versuchte er nicht, seine Meinung klarzustellen. Möglicherweise gab es ja auch überhaupt nix klarzustellen.
Ich hätte gerne meine Meinung gesagt, kam in das Forum aber nicht als Komentator rein.
Was kümmerst du dich jetzt um die Kinder der Anderen?
@Zecke
Interessanterweise kaufe ich seit Amazon viel mehr Bücher, und häufig bei Buchhändlern, die auf Amazon anbieten.
Wer aber den richtigen Reibach mit mir macht, sind die Antiquariate hinter ZVAB. Das ist überhaupt das Beste; und ich möchte nicht wissen, was in diesem Segment für Margen verdient werden.
@Halbgott
>===> … Mit Vollgas in den faschistischen Totalstaat !
Ob faschistisch weiß ich nicht, aber ja: Wir sollten auf der Hut sein, da gebe ich dir tatsächlich einmal recht.
@Francisco d’Anconia
Nur frage ich mich, warum so kluge Leute, die im WEISSGARNIX-Blog diskutieren solch einfache Gegebenheiten nicht erkennen und zu falschen Zeitpunkten investieren?
Weil man nur selten den perfekten Einstieg schafft ? Weil man keine teuren Aktien kauft ? Weil nicht jeder Monats-, Quartals- oder Halbjahres-”Performance” nachweisen muß ?
Was juckt es, wenn die meinetwegen 50 % verliert, Pech gehabt. Aber könnte sie bis 2012 wieder über 10 steigen ? Nicht ausgeschlossen. Alle Anlagen und Gewinne sind doch von vorn herein wegen der Abgeltungssteuer zu optimieren.
Ganz einfach, entweder die überlebt oder die geht unter. Wenn sie die Rezession durchsteht, hat sie gute Aussichten, wenn nicht, Pech gehabt. Ein Kaufgrund ist aber zusätzlich zu berücksichtigen. Es sind die “Aktienanleihen”. Da verkaufen Banken einen Wert, als WKN-Nr. den sie nicht besitzen. “Aktienanleihen” heißen wohl, der Emittent verkauft leer. Aber zum Termin der Anleihen werden sie ihn beschaffen müssen. Das macht sich bei marktengen Werten, dazu noch Namensaktien dann mit springenden Kursen bemerkbar. Bei der Aktie sind doch abrupte Bewegungen kein Einzelfall.
Der Kurs Pfleiderer ist mit 5 genauso total ausgebombt, wie mit 2. Der Buchwert ist etwas über 10, das allein reicht nicht, der Buchwert einer Commerzbank soll 27 sein.
Unabhängig davon sind natürlich all Deine Argumente richtig. Man muß doch sagen, all diese “Wirtschaftsnachrichten” sind doch albernes Theater. Wenn man sich diese
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Grafiken/SVG/Konjunkturmonitor,templateId=renderSVG.psml
Konjunkturwerte ansieht, ist es doch höchst fraglich, wie das überhaupt eine Aktie steigen konnte ? Spiel mal auf der Zeitachse die 1992-er Rezession, die 2001-er Rezession und dann das, was gerade läuft…. Da müßte man vor Entsetzen ja glatt aus dem Pantoffel kippen ? Nö. Völlig Wurst.
@Francisco d’ Anconia
Nein, Charts einstellen geht leider nicht.
@zecke
Verstehe nicht so ganz, inwiefern Amazon schlechter ist als ein Buchsupermarkt a la Hugendubel, wo es in Zukunft angesichts Personalabbau praktisch keine Beratung mehr geben wird. Wobei zumindest ich persönlich mich in meinem ganzen Leben noch nie von einem Buchhändler habe beraten lassen, und ich gehöre sicher zu den Top 1 % der Buchhandlungskunden…
@georgi, #58, Du schriebest “Aber immerhin haben Halbgotts Freunde von der FDP vorgestern bei der Abstimmung vorbildlich abgestimmt. Das muß man sagen,
Mann, das Schleimen bei HG lässte besser sein. Deine Aussage ist zudem falsch. Gut, dass es eine namentliche Abstimmung war: Die Herrn Dr. Solms und Westerwelle ohne Dr.-Titel haben beide nicht ihre Stimme abgegeben! Das hat für mich negative Symbolkraft. Der FDP-NRW-Innenminister ist auch nicht ohne im negativen Sinne. Lippenbekenntnispartei: Meinetwegen. Bürgerrechtspartei: NEIN. Wie war das mit dem großen Lauschangriff. Selektives Gedächtnis?
Georgi, bitte antworte nicht weiter. Das ist nicht das eigentliche Blog-Thema!
@halbgott, weissgarnix
Das Internet ist nun wirklich ein Anhängsel. Wer diese Internet-Zensuren ausbremsen will, hat mannigfaltige Möglichkeiten. Die einfachste ist die Verwendung des Torpark-Browsers. Damit vermeidet man sowohl irgendwelche Speicherungen, die aufschlußreich sein können, wie auch die nicht ausgeschlossene Aussperrung ganz anderer, als der beabsichtigten, Sites. In der Tat, Faschismus würde ich es nicht nennen, aber Diktatur scheint mir auch ein begründbares Szenario.
@bismodo
Ich meine mich erinnern zu können, das obige Zitat auch gelesen zu haben. Wenn ich mich richtig erinnere ging es dabei darum, dass irgendein Anstalts-Entlaufener behauptet hat, dass die Deutschen so wenig Kinder bekommen, würde daran liegen, dass sie halt lieber ihren Ferrari spazieren fahren und ihr Vermögen im Geldspeicher zählen würden, als zu bummmsen.
= > … nun, ich muss sagen, ich habe Verständnis dafür, wenn manch ein Betroffener, der sich in der weltfremden obigen Beschreibung (Ferrari (*) & Geldspeicher) beim besten Willen nicht wiederfinden kann, über solcherart saudummes und rassistisches Geseier sehr erbost ist.
= > … die „Lebenwirklichkeit“ (copyright Kurt Beck) der allermeisten Deutschen hat sich schließlich in der letzten Dekade, unter der ReGIERungsbeteiligung der SPD, massiv verschlechtert. Nicht jeder Deutsche kann sich heute noch einen Ferrari leisten und die Geldspeicher in den Hinterhöfen haben sich augenscheinlich auch etwas verkleinert. Als besonders wehleidig sind in diesem Zeitraum und bis heute Deutsche aus der Unterschicht unangenehm aufgefallen. Die einzigen, die sich wirklich verbessern konnten und sich dafür sicherlich auch bei den Schröder-Sozis materiell bedankt haben sind die Bankster, das Energie-Kartell, die Autokonzerne und Halter/Erben wirklich grosser Vermögen, sowie die initiierenden, interessierten Kreise in Übersee.
Zur Kinderfrage generell:
… well, let’s have a look:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungswachstum
= > … FAZIT: Ausser den Wodka-Staaten und Botsuana (sic!), ist Deutschland das einzige Land mit Bevölkerungsrückgang ! Insbesondere gibt es KEIN EINZIGES westliches Industrieland mit ähnlicher Entwicklung !
= > … Zufall ? Oder Absicht ? Tatsache ist, dass zwar alle Parteien ständig von kinder- und familienfreundlicher Politik REDEN, GEMACHT wird aber stets und ständig das komplette Gegenteil! Selbst für Akademiker-Pärchen ist ein Kind inzwischen eine gewaltige finanzielle “Last”; von der Situation der HIV-”Bedarfsgemeinschaften” und der vielen Alleinerziehenden ganz zu schweigen. Mit “abgrundtiefer Dummheit der Politiker” alleine kann ich mir dieses mittlerweile nicht mehr hinreichend erklären. Nein, da muss Absicht hinter stecken …
Zur Ausländerfrage:
… well, let’s have a look:
„WIESBADEN – Das Statistische Bundesamt hat jetzt weitere Daten aus dem Mikrozensus 2005 zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund (Zugewanderte und ihre Nachkommen) in Deutschland ausgewertet. Danach lebten 2005 von den 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund 14,7 Millionen oder 96% im früheren Bundesgebiet und in Berlin. Am höchsten ist ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung in Großstädten, vor allem in Stuttgart mit 40%, in Frankfurt am Main mit 39,5% und in Nürnberg mit 37%. Bei den unter 5-Jährigen liegt dieser Anteil in sechs Städten bei über 60%, unter anderem in Nürnberg (67%), Frankfurt (65%), Düsseldorf und Stuttgart (jeweils 64%). Insgesamt hat knapp ein Drittel aller Kinder unter fünf Jahren in Deutschland einen Migrationshintergrund.“
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/05/PD07__183__12521,templateId=renderPrint.psml
Nun, bekanntlich verstehe ich ja durchaus Spass und folgere aus der Tatsache, dass ich mit Ausländern/Eingebürgerten z.B. aus dem Iran, Polen und der Türkei befreundet bin, dass ich kein Rassist oder Ausländerhasser bin. Aber bei dieser Entwicklung stimmt irgendwas nicht. Es kann nicht sein, dass man im eigenen Land zu einer Minderheit (gemacht) wird.
WER steuert diese Zuwanderung ? Aus Berlin-Deppendorf ist – fraktionsübergreifend! – zu vernehmen, dass Deutschland ein „Einwanderungsland“ sei. Mein Makro-Prof hat schon in den 90’ern gesagt, „Deutschland ist KEIN Einwanderungsland, sondern vielmehr ein Land in dem Massenarbeitslosigkeit herrscht.“ Ich finde er hatte und hat – mehr den je – recht !
@bismodo, angenommen ich würde jetzt unbeabsichtigt doch einen kleinen Halbgott in die Welt setzen … WAS sollte ich ihn lehren, damit er im Deutscheland von 2030 am besten zurecht kommt ?
Soll ich ihn Goethe lehren ? Oder stattdessen Konfuzius ?
Soll ich ihm von Karl dem Grossen erzählen ? Oder stattdessen von Attatürk ?
Soll ich ihm von Jesus Christus erzählen ? Oder stattdessen vom Obama-Messias ?
Achtung – explizit für die Napfsülzen: Es geht NICHT um Allgemeinbildung !
Es geht darum, welche IDENTITÄT soll man seinem Kind auf den Weg geben ?
=== > … Oder SOLL man den Kindern gar, GAR KEINE IDENTITÄT mehr mit auf den Weg geben ???? Ist das unerwünscht ? Ist das vom Führungs-Hauptquartier unerwünscht ? Soll gar die Führer-Sprechpuppe der zukünftige Bezugspunkt für Identitätsstiftung sein ?
Nee, nee, nee … die Lage ist viel zu unübersichtlich, um jetzt ein Kind in die Welt zu setzen !!!
Retroliberale Grüsse,
~ HG ~
(*)
An dieser Stelle einen kleinen persönlichen Aufruf:
Wer kann sachdienliche Hinweise zum aktuellen Aufenthaltsort und der Telefon-Nummer der Fahrerin eines roten Sportwagens, Marke „Ferrari“, KFZ: „GF-FD-1“ geben ?
Personenbeschreibung: Junge Frau, ca. Mitte 20, brünett, attraktiv, durchaus symphatische Ausstrahlung und … mit reichem Papi
)
@Michael
Tor-Park und diese ganzen Proxies habe ich ja auch bei wgnX aus Sicherheitsgründen schon probiert. Aber diese Blogs brauchen ja dank google meist java-script oder so. Und da ist man wieder sichtbar … wenn man nicht aus dem I-Cafe schreibt. Und die I-Cafes werden sie auch bald überwachen …
“In der Tat, Faschismus würde ich es nicht nennen, aber Diktatur scheint mir auch ein begründbares Szenario.”
= > … ja, ja … ich habe lange hin und her überlegt. “Totalitarismus” ist eigentlich der richtige Begriff. Aber wenn du den verwendest, sinkt deine erreichbare Zielgruppe um 95% (Verständnis! … PISA und so …) .
=> … Habe mich daher für “Faschismus” entschieden ! … das klingt auch einfach besser. Und wer weiss, vielleicht lässt Mr. Obama auch bald die Bürger des “Freien Westens” in Uniformen aufmarschieren ?
@Halbgott – 52
Du solltest von Frühstückbrötchen (mit Kaffee) auf gesundes Müsli mit Obst und Fruchtsäften umsteigen.
Das macht ausgeglichener!
@Georgi
“Übrigens haben auch deine Freunde von der FDP und die
neoliberalen Fundamentalisten etwas für Dich.”
Da hast Du leider garnichts verstanden. Halbgott hat keine Freunde in der derzeitigen FDP.
Die sind meilenweit vom liberalen und freiheitlichen Denken wie z. B. eines Hayek oder Mises entfernt!!!
Und ….. es wundert mich bei dem aktuellen Personal auch nicht!
Solltest Du “Guido und Kollegen” suchen – vielleicht findest Du sie und ihr Denken hier:
http://www.keynes-gesellschaft.de/Hauptkategorien/WeiterentwicklungKeynesianismus/Stroemungen.html
Halbgott hat recht, wir befinden uns seit Jahren auf der Überholspur Richtung Faschismus. Ab jetzt ist nur noch mal das Tempo etwas verschärft worden, z.B. Zensur, Eu-Vertrag und co.
Die Medien sind gleichgeschaltet, die Tagsschau ist die aktuelle Kamera. Wo man auch hinschaut, alles wird repressiver.
Und kehrt man zur Definition des Faschismus von Vermischung von Großkapital mit Staat zurück, sind wir schon mittendrin, oder was sind der Lobbyismus und die Bankenrettungspläne anderes? Unser Präsident ist übrigens der ehemalige IWF Chef.
Es wird an der Aufhebung der Gewaltenteilung gearbeitet, die Überwachung massiv ausgebaut, Konzernen Staatsgelder zugeschoben mit der Ankündigung, dass deswegen die Sozialsysteme schrumpfen müssen.
Nicht zu vergessen dass wir wieder im Krieg sind.
Die radikalen Christen sind auch auf dem Vormarsch, genauso wie die Nazi-Strömungen.
Die Polizeiorgane wandeln sich immer mehr hin zu rechten Schlägertrupps.
Die Bürgerrechte im GG werden monatlich immer weiter aufgeweicht. Die Contentindustrie hat in Frankreich schon richterliche Befugnisse. Die Bundeswehr soll im Inland Furcht verbreiten und durfte das zum G8 Gipfel schon mal proben.
Demonstrationen werden überwacht, es wird mit Agents provocateur eskaliert und anschließend niedergeknüppelt.
Lauter kleine Schritte, die einzeln zwar schlimm, aber verkraftbar wären. Schaut man sich aber die Gesamttendenz an, wird es echt gruselig. Wobei die Krise natürlich eine tolle Gelegenheit ist, das ganze noch schneller voranzutreiben.
Bis zur übernächsten Bundestagswahl wird nicht mehr viel von der so hochgelobten westlichen Demokratie und Freiheit übrig sein, ihr werdet es noch sehen. Aber bis dahin wird auch ein wgnx auf der Sperrliste gelandet sein. Grund? Egal! Frag doch as BKA.
Und nach dem ausschlafen des Rauschs würde ich das gerne wieder Löschen…
http://tinyurl.com/mcxazs
aus dem Iran gibt es auch wichtige News und wartet erstmal ab was passiert wenn ende des Sommers Millionen Arbeitslos werden heya das wird ein Fest…
http://tinyurl.com/lqbzex
Btw wie war es auf der Party des Bundepräsidenten?Ich schätze mal etwas entspannter als in Tempelhof wo sich der Pöbel vergnügte.
@hg
“…folgere aus der Tatsache, dass ich mit Ausländern/Eingebürgerten z.B. aus dem Iran, Polen und der Türkei befreundet bin, dass ich kein Rassist oder Ausländerhasser bin.”
Vielleicht bist du ja ‘befreundet mit Ausländern/Eingebürgerten z.B. aus dem Iran, Polen und der Türkei’…
Befreundet,,, bekannt… näheren oder entfernteren Umgang haben… befreundet oder Freunde? Bist DU auch der FREUND dieser (einzelnen) Ausländer/Eingebürgerten? D.h., würdest du im Falle des Falles für jeden einzelnen ALS FREUND jedes einzelnen dieser Menschen einstehen oder handelt es sich um ein unverbindliches ‘befreundet’ sein, freundlichen Umgang haben mit jedem einzelnen dieser Menschen?
“Aber bei dieser Entwicklung stimmt irgendwas nicht. Es kann nicht sein, dass man im eigenen Land zu einer Minderheit (gemacht) wird.”
Soviel ich weiss, sind eher diese “Ausländer/Eingebürgerten z.B. aus dem Iran, Polen und der Türkei” bis auf weiteres Minderheit. Für viele von ihnen ist das übrigens genau das, was du für dich beklagst: sie sind Minderheit im eigenen Land. Was per se kein Problem darstellen sollte, in einer Gesellschaft, die sich aus einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Minderheiten zusammensetzt. Kommt immer auf den Blickwinkel an:
als Wi-Ing zB gehörst du zu einer sehr kleinen Minderheit, als junger bzw jüngerer Mann bist du (inzwischen) auch Teil einer Minderheit, als Akademiker, als Berliner, als Mann mit Bildung auch, als jemand, der einen Begriff vom ‘Wesen’ des Geldes hat sowieso. Als offensichtlich Nicht-Behinderter gehörst du einer Mehrheit an…der Blickwinkel machts..
Der Anteil der Herrschenden in diesem Land ist eine winzige Minderheit… und findet das sehr vorteilhaft. Wär mir neu, dass die etwas an ihrer Minderheiten-Stellung ändern wollten.
Auch das Personal, das sie sich halten (in Form von zB P-Clowns, Clownausbildern (willfährige Leerer und Profs u.a.), Ministerialbürokraten etc etc), macht mir nicht den Eindruck, einen ausgeprägten Hang zur Mehrheitsbildung zu haben.
Nun erfordert aber das Gewusel aus einzelnen Minderheiten, aus denen wir so was wie ne Gesellschsaft bilden (noch einmal: du ich, jeder hier, ist selbst und in Person Teil einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Minderheiten), dass wir uns orientieren:
Zu wem WILL ich gehören, mit welchen Leuten verbinden mich eine Anzahl gemeinsamer ‘Schnittmengen’, um MIT ihnen tätig zu werden…wer sind aber die Leute, mit denen ich mich – trotz einer Reihe notwendigerweise gemeinsamer Schnittmengen – auf keinen Fall gemein machen werde, ja, GEGEN die ich tätig werden WILL…
Da sind die “Ausländer/Eingebürgerten”, mit denen du NICHT befreundet bist. Einige, die du kennst, sind scheisse, andere sind dir egal, die meisten aber kennst du einfach gar nicht, kannst also auch nicht “befreundet” mit ihnen sein.
Bei denen weisst du nicht, ob sie Ausländer oder Eingebürgerte oder vielleicht ganz einfach Einheimische sind. Selbst wenn du es ihnen ansehen zu können glaubst.
Der Sohn, die Tochter einer – deutschen? europäischen? weissen amerikanischen – Mutter zB, mit einem schwarzen amerikanischen, indischen, schwarzafrikanischen, chinesischen Vater (der sich vielleicht genauso aus dem Staub gemacht hat, wie es viele seiner (“deutschen”) Geschlechtsgenossen gerne tun)… was ist dieser Sohn, diese Tochter?
Ausländer? Eingebürgerter? Oder nicht doch einfach Deutsche(r) von Geburt an wie du, ich…? Mit dem Unterschied, dass man ihm/ihr die Zugehörigkeit zu EINER der vielen Minderheiten ANSIEHT (aus denen er/sie besteht…wie ich, du, denen die Minderheiten NICHT an der Nase abzulesen sind)…
Wenn wir nicht aufhören, das Spiel mitzuspielen, das uns voneinander trennt, uns, die keinerlei ernsthafte Gründe haben, uns trennen zu lassen, brauchen wir von Kritik an den bestehenden Umständen gar nicht zu reden.
Wenn wir uns dem dumpfdeutschen Blödi näher sehen als dem, den die von den Wirtschaftsverhältnissen erzeugte Völkerwanderung in unsere Nachbarschaft verschlagen hat, obwohl dessen und meine Interessen wesentlich mehr Übereinstimmungen aufweisen als meine mit dem “Arier”-Nachkommen, brauche ich nicht von Veränderungen im DEMOKRATISCHEN (= nicht-diktatorischen) Sinn zu reden.
Wenn wir uns nicht einigen können auf:
WER HIER IST IST VON HIER
werden wir IMMER dem Spiel derer folgen, die uns auseinanderdividieren WOLLEN, um Minderheit an der Macht zu bleiben.
“angenommen ich würde jetzt unbeabsichtigt doch einen kleinen Halbgott in die Welt setzen … WAS sollte ich ihn lehren, damit er im Deutscheland von 2030 am besten zurecht kommt ?
…
Es geht darum, welche IDENTITÄT soll man seinem Kind auf den Weg geben ?
=== > … Oder SOLL man den Kindern gar, GAR KEINE IDENTITÄT mehr mit auf den Weg geben ???? Ist das unerwünscht ? Ist das vom Führungs-Hauptquartier unerwünscht ?”
Ich fürchte, hg, das ist nicht in deiner Hand, wenn der Sprössling UNBEABSICHTIGT kommt. Du wirst dann ein Vater mit wenig Kontakt zu deiner Tochter (solls ja auch geben *g) sein, kurz dein Umgang wird eher der Mehrheit der Fälle entsprechen, in denen Leute Kinder in die Welt setzen, die sie nicht GEWOLLT haben.
Btw, da organisieren so manche Minderheiten hierzulande ihre Familien anders. Weil es wirklich Onkel, Tanten, Vettern, Cousinen gibt, können die auch mit mehr Zuversicht Kinder in die Welt setzen als die Mehrheit, die solche Familienverhältnisse nicht mehr WILL und sie abgeschafft hat. Wenn dann der Akt, Kinder aufzuziehen, eine unverhältnismässig beschwerliche (und teure) Angelegenheit eines ewigen Kampfes des Vereinzelten gegen eine Mauer aus Bürokratie und Hindernissen wird, ist nicht Schuld derer, die es anders MACHEN. Heute anders machen, hier anders machen. Unter denselben Bedingungen anders machen.
Da kommen dann ne Menge neuer Landsleute zur Welt, die sich auch fragen werden, ob sie immer als Futter für die Herrschaften und ihre Dienerschaft herhalten WOLLEN…
Bei Herkules! Das römische Reich war ein unentwirrbares Völkergemisch. Hat auch geklappt. Und ihre Nachkommen sind wir noch dazu. Die (vor kurzem) Neuzugewanderten zum grossen Teil übrigens auch… Wenns denn unbedingt nen rassistischen Touch haben soll, dieses besch… Thema
A propos Völkerwanderung. Es ist nicht die erste und wird nicht die letzte sein. Wenn wirtschaftliche Verhältnisse dominant sind, bewirkt das eben etwas, das alle betrifft. War immer so, wird immer so sein. Man kann was draus machen WOLLEN oder nicht.
@ hg
noch ein Punkt. Wenn du fragst, welche Identität du deinem Sprössling GEBEN sollst…
Das, mein lieber hg, ist ja wohl ein Witz!
Keiner GIBT einem Kind irgendeine Identität. Schon der Ansatz deines Gedankens leugnet Identität. Entweder er (oder sie, nicht wahr?) entwickelt aus der Fülle von Eindrücken und Erfahrungen, die auf ein Kind einstürmen und -wirken, SEINE EIGENE Identität oder nicht. Sie wird ihm nicht gegeben, es nimmt sie sich.
Die passt dir am Ende vielleicht gar nicht. Wenn er/sie KEINE entwickelt, ist er/sie zwar vielleicht identisch mit einer Reihe von Leuten… aber war es das, was du dir für (d)einen Sprössling wünschst? Siehste!
@ HG
Also, ich bin schon enttäuscht, und so eine Klage vom nobelpreisverdächtigen Verfechter der These des “Kapitalismus als System des globalen sozialen Ausgleichs”? Sei doch mal konsequent: Wenn die Deutschen angesichts notwendig (Deine Rede) sinkender Realeinkommen eher kalkulieren, wie sich die Kosten für das Abendbrot der Kinder auf die Aussichten auf “Haus, Auto, Boot” (http://www.youtube.com/watch?v=w7Je3TBtA_8) auswirken und sich dann eben für Abendbrotverweigerung entscheiden, dann wird die deutsche “Identität” (zu dem Identitätsgefasel hat bismodo für meine Begriffe schon alles Notwendige gesagt) halt im Zuge des “globalen sozialen Ausgleichs” im Orkus verschwinden. So what? Du bist doch sonst nicht so sentimental.
Deutschland ist ein Steinbruch fürs Kapital.
Darüber gab es schon eine tiefgehende Diskussion:
Das sieht gar nicht nach einer Zukunft mit „Wohlstand für alle“ aus.
Und zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland ist bei Pohl zu lesen:
„Wenn die Kinder, die heute in Deutschland als klassische Weiße ohne Migrationshintergrund geboren werden, am Ende ihres Lebens angekommen sind, werden sie in den meisten Städten und Regionen nur noch eine Minderheit sein. In etwa 200 Jahren wird diese Zahl noch einmal drastisch abgesenkt sein. Die Weißen Deutschen wird es dann nur noch als kleine ethnische Minderheit geben, die den Touristen als Fremdenführer die großen Denkmäler und […] zeigen können.
…
Das Ende des Weißen Mannes ist vorprogrammiert. […) Ob Deutschland weiß oder andersfarbig ist, spielt letztlich keine Rolle.“
http://www.weissgarnix.de/?p=2119#comment-25142
Spielt es für das Kapital und seine Helfershelfer überhaupt eine Rolle, wie es den Deutschen in Zukunft geht?
Das sind nicht nur Volksverräter, sondern – viel schlimmer – Kulturverräter.
Sie zerstören die christlich-humanistische Kultur im Allgemeinen und die deutsche im Speziellen.
HAM
“Die Weißen Deutschen wird es dann nur noch als kleine ethnische Minderheit geben, die den Touristen als Fremdenführer die großen Denkmäler und […] zeigen können.”
Die Nachkommen der (heute) Turkdeutschen werden in 200 Jahren genauso hervorragend in der Lage sein, den ‘Touristen als Fremdenführer die großen Denkmäler’ zu zeigen.
Und…äähmm…erfahre grade von dir, die sind ja gar keine Weisse. Man lernt nie aus…
Ob man bis dann aber gelernt hat, die herausragenden Talente unter diesen Leuten zu entdecken und zu fördern? Und sie nicht der sozialen Selektion zu opfern? Und wenn sie entdeckt werden, sie nicht nur abschöpfen zu wollen, zum eigenen Nutzen? Und ob die das mit sich machen lassen? (Die kath. Kirche hat im Lauf der Jahrhunderte eine Menge Geister ‘von ganz unten’ geklaubt und ihnen Ausbildung und Aufstieg ermöglicht. Zum Nutzen des eigenen Vereins, selbstverständlich, nur! Hat sich aber auch oft gegen sie gewendet und grosse Kulturleistungen hervorgebracht, die der Kirche gar nicht schmeckten. Aber soweit denkt ein Menschenfischer wie der Pohl nicht: dem geht’s ums Verwerten von Humankapital, wobei der Steinbruch die ganze Welt ist, nicht nur Europa oder D… Und wenn der grösste Teil des Steinbruchs Wüste ist und bleibt: ist dem doch egal – Dem vielleicht. Mir nicht)
@HG
Mit “abgrundtiefer Dummheit der Politiker” alleine kann ich mir dieses mittlerweile nicht mehr hinreichend erklären. Nein, da muss Absicht hinter stecken …
das vermutet auch http://www.youtube.com/watch?v=RkNddCXSLvM
… ab ~ 6.45 schramm at his best !
@ hg
Wird dich interessieren:
http://infokrieg.nine.ch/forum/showthread.php?t=9170
@bismodo #77
„Und…äähmm…erfahre grade von dir, die sind ja gar keine Weisse. Man lernt nie aus…“
Das Zitat ist von Prof. Dr. Manfred Pohl aus seinem Buch „Das Ende des Weißen Mannes“ vor. Pohl leitete jahrelang das Historische Institut der Deutschen Bank. 2002 führte er weltweit die Kulturaktivitäten der Deutschen Bank zusammen.
Zur weißen Minderheit – werden nach Pohl – auch die „Turkdeutschen“ gehören.
vgl.
http://www.weissgarnix.de/?p=2119#comment-25262
Man muss sich mit dem Menschen- und Gesellschaftsbild dieser Leute auseinandersetzen, um zu begreifen, was diese Leute wollen.
Das ist ein neuer Typ von Faschismus, der mit dem alten völkischen Faschismus nichts gemein hat. Wie der alte Faschismus ist er extrem gegen die Ideale der bürgerlichen Revolution (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) gerichtet. Auch wenn er sich liberal gibt, ist er es nicht wirklich. Beim neuen Faschismus geht es um die Herrschaft einer Elite.
Das wird aus dem nachfolgenden Pohl-Zitat deutlich:
„Die rund fünf Prozent der Menschen, die intellektuell in der Lage sind, geistige Höchstleistungen zu vollbringen, etwa durch Erfindungen, müssen frühzeitig aus dem Durchschnitt herausgefiltert werden und spätestens nach dem Kindergarten spezifisch gefördert werden. Die etwa 30 Prozent, die Erfindungen umsetzen, installieren, und warten oder Bildung weitergeben können, bedürfen ebenfalls eines eigenen Bildungsweges, genauso wie die restlichen 65 Prozent, die Maschinen bedienen und einfache geistige Arbeiten verrichten. Von ihnen ist etwa ein Drittel nicht bildungsfähig, egal wie viele Millionen für ihre Bildung aufgewandt werden.“
Der Witz ist, dass diejenigen, die heute oben sind, sich gegenseitig bestätigen, dass sie oben sind, weil sie ihre geistigen Höchstleistungen nach oben gebracht haben.
So wie in den Augen der FAZ-isten Sloterdijk der größte deutsche Philosoph ist …
http://www.youtube.com/watch?v=sJHNd7wiqC8
@HAM #80
>>Das wird aus dem nachfolgenden Pohl-Zitat deutlich:
„Die rund fünf Prozent der Menschen, die intellektuell in der Lage sind, geistige Höchstleistungen zu vollbringen, etwa durch Erfindungen, müssen frühzeitig aus dem Durchschnitt herausgefiltert werden und spätestens nach dem Kindergarten spezifisch gefördert werden. Die etwa 30 Prozent, die Erfindungen umsetzen, installieren, und warten oder Bildung weitergeben können, bedürfen ebenfalls eines eigenen Bildungsweges, genauso wie die restlichen 65 Prozent, die Maschinen bedienen und einfache geistige Arbeiten verrichten. Von ihnen ist etwa ein Drittel nicht bildungsfähig, egal wie viele Millionen für ihre Bildung aufgewandt werden.“<<
Gestern sah ich in einem Film,
wie chinesische Fischer Cormorane als Fänger einsetzen.
Spätestens nach 7 Stück wollen die Vögel ihren Anteil,
sonst fangen sie um’s Verecken keinen weiteren…
@ HAM, voriges #
Sorry, mein Fehler, hab nicht bemerkt, dass die Gänsefüsse den Absatz vom Bankster Pohl einschlossen.
Verstehe dann aber deine Aussage nicht: “Sie zerstören die christlich-humanistische Kultur im Allgemeinen und die deutsche im Speziellen”. Wer das, deiner Meinung nach, tut, hast du gesagt, WAS aber zerstört denn nun die “chr.-human. Kultur usw…”? Und auf wen gedenkst du denn zu zählen, um dem Einhalt zu gebieten?
@bismodo, #73
“Wenn wir uns dem dumpfdeutschen Blödi näher sehen als dem, den die von den Wirtschaftsverhältnissen erzeugte Völkerwanderung in unsere Nachbarschaft verschlagen hat, obwohl dessen und meine Interessen wesentlich mehr Übereinstimmungen aufweisen als meine mit dem “Arier”-Nachkommen”
Der Intelligenzforschung nach sind 25% der Kinder intelligenter, als ihre Eltern und 25% dümmer, 50% fallen nicht weit vom Stamm.
Hypothetisch: Sagen wir mal, ich bin da dümmer – Soll ich meine Eltern im Alter also nicht unterstützen, die 68er über den Generationenvertrag aber schon und das auch noch begeistert, weil wir Dummen zusammenhalten müssen? Verstehe!
Und die “dumpfdeutschen Blödis” und “Arier” – ins Gulag?
Nun habe ich aber gelesen, daß die Deutschen (und ich schätze, da sind die Zuwanderer bereits drin) mit den höchsten durchschnittlichen IQ Europas und damit der Welt haben, es nach Deiner Logik also am wenigsten verdienen, verachtet zu werden. Was also mit dem Rest der Welt?
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_IQ
@ hacedeca
Die dumpfdeutschen Blödis, von denen ich rede, habe ich in #60 etc aufgeführt. Für die wünsche ich mir auch keine Gulags, nur Wirkungslosigkeit…und keine Verbrüderung.
Und was den IQ oder so was angeht: ich will Zukunft für alle, nicht für ein paar, also auch für die Dümmsten. Der Dorftrottel von Annodunnemals wird erst seit dem bürgerlichen Zeitalter verstossen und weggesperrt. Ging also vorher.
Im Übrigen: Die Selektion würde jeden IQ überfordern.
die deutschen haben im Durchschnitt den höchsten IQ der Welt ?
am i missing something ?
beschränkt das mal auf die Schreiber in diesem Blog,
dann ist es wenigstens nicht ganz so falsch
Weil gerade von den Dichern und Denkern die Rede war:
http://feynsinn.org/?p=1139
Dichter – ich habe noch ein ‘t’ gekauft…
@bismodo #83
„WAS aber zerstört denn nun die “chr.-human. Kultur usw…”?“
Die primäre Frage ist, wie menschliches Verhalten in unserer Gesellschaft entsteht. Darauf gibt es zwei Antworten:
1. Es entsteht durch Selbstsozialisation, quasi naturwüchsig auf dem Wege von Selbstorganisation.
2. Es wird produziert, und zwar durch social engineering.
Wer sagt, dass die Bildungssysteme, die Medien etc. durch „social engineers“ gesteuert werden, wird schnell als „Verschwörungstheoretiker“ abgetan.
Zwei Argumente sprechen jedoch eindeutig für „social engineering“.
1. Es gibt seit über 100 Jahren eine wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet. Herrschaftswissen und –techniken gibt historisch, solange es Klassengesellschaften gibt. Der Einsatz von wissenschaftlich fundierten Psycho-Techniken zur Bewusstseins- und Verhaltensmanipulation Herrschaftsausübung ist z.B. hinsichtlich der Nazi-Herrschaft unbestritten.
2. Psychologische Kriegsführung ist ein wesentliches Moment moderner Kriegsführung.
Warum sollten dieses Wissen und diese Techniken nicht im „Klassenkampf von oben“ zum Einsatz kommen?
Gibt es irgendeinen Grund, warum eine selbsternannte globale Elite darauf verzichten sollte?
„Und auf wen gedenkst du denn zu zählen, um dem Einhalt zu gebieten?“
Auf die Guten.
@Andreas Kreuz 87
Ich verstehe die Aufregung nicht wenn es genetisch bedingt ist müssen wir doch nur euthanasisch gegen die Übertäter vorgehen und der Rest kann in ruhe und frieden den wahren Kapitalismuss leben… das währe doch mal ein echter Fortschritt…
Wie fragt Halbgott immer so schön wo ist der Laternenmast?
zum Zukunftsrat. Vgl. auch:
http://www.weissgarnix.de/?p=2119#comment-25296
Organisation und Mitglieder des FRANKFURTER ZUKUNFTSRATS
Vorsitzender
Prof. Dr. Manfred Pohl
Gründer und Vorsitzender FRANKFURTER ZUKUNFTSRAT Frankfurt am Main
Stellvertretende Vorsitzende
Dr. Bernhard Bueb
Theologe und Pädagoge / Ehem. Leiter Schule Schloß Salem Überlingen
Dr. h.c. Wolfgang Clement
Bundeswirtschaftsminister a.D.
Prof. Dr. Charlotte Höhn
Leiterin Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung Wiesbaden
Prof. Dr. Volker Mosbrugger
Direktor Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum
Mitglieder
Prof. Dr. Jean-Christophe Ammann
Cultural Advisor / Ehem. Direktor am Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main
Prof. Dr. Klaus J. Bade
Migrationsforscher Universität Osnabrück Osnabrück
Prof. Dr. h.c. Roland Berger
Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrats Roland Berger Strategy Consultants GmbH München
Prof. Dr. Oliver Brüstle
Direktor am Institut für Rekonstruktive Neurobiologie in Bonn
Prof. Dr. Christian E. Elger
Direktor Klinik für Epileptologie an der Universität Bonn
Prof. Dr. Hans-Heino Ewers
Direktor Institut für Jugendbuchforschung Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Prof. Dr. Armin Falk
Experimentalökonom Empirische Wirtschaftsforschung Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Prof. Dr. Dr. Otmar Issing
Präsident Center for Financial Studies Frankfurt am Main
Herbert Kircher
Geschäftsführer IBM Deutschland Entwicklung GmbH Böblingen
Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber
Stellv. Direktorin Sigmund-Freud-Institut Frankfurt am Main
Ann Kathrin Linsenhoff
Vorstandsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe Schafhof Kronberg
Friedrich Merz
Ehem. Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion Berlin
Prof. Dr. Volker Mosbrugger
Direktor Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt am Main
Prof. Dr. Harald Müller
Mitglied des Vorstandes Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung Frankfurt am Main
Dr. Manfred Osten
Generalsekretär Humboldt-Stiftung a.D. Bonn
Prof. Dr. Peter Rhein
Mitglied des Vorstands stiftung urban future forum e.V. Frankfurt am Main
Rudolf Scharping
Bundesverteidigungsminister a.D. RSBK GmbH Frankfurt am Main
Prof. Dr. Christian-Dietrich Schönwiese
Klimaforscher Institut für Atmosphäre und Umwelt Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Prof. Dr. Wolf W. Singer
Direktor Max-Planck-Institut für Hirnforschung Frankfurt am Main
Prof. Dr. Peter Sloterdijk
Rektor Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Dr. Martin Steinhoff
Opernintendant a.D. Frankfurt am Main
Bruder Paulus Terwitte
Ordensbruder und kath. Priester; Guardian – Kapuzinerkloster Dieburg
Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro
Wirtschaftswissenschaftlerin Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
http://www.frankfurter-zukunftsrat.de/Organisation/
Klickt auch einmal den Vorstand des Vereins an.
@halbgott #55
“Am besten sollte die Schulpflicht noch 4 Jahre früher anfangen, dann kann der Staat mein Kind gleich nach dem Rausflutschen im Kreißsaal abholen.”
Ach, das ist aber schön. Darf man gratulieren?
Zitat:”
Entgegen unseren Erwartungen gibt es viele Regionen, in denen hohe Abiturientenquoten mit niedrigen Intelligenzquotienten einhergehen und umgekehrt.”
Quelle:
Intelligenzleistungen verteilt nach Bundesländern
Na ja, da habe ich für unseren “Frankfurter Zukunftsrat” gleich mal einen Job!
Die “Baustelle” liegt ja quasi vor der Tür!
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/banken-vor-schweren-zeiten;2372018
Keine Insolvenz in Sicht, im Gegenteil !
Wer bei 1-Euro-Jobs absahnt:
Kommentar zu “Das Milliardending”
http://volkszustandsbericht.wordpress.com/2009/06/15/das-milliardending/
@Andreas Kreuz #87
„Weil gerade von den Dichtern und Denkern die Rede war.“
Sloterdijk hat es jedenfalls durch seinen FAZ-Artikel geschafft, seine Anhänger und Bewunderer gründlichst zu blamieren. Sie, die sich für philosophisch gebildet hielten, hat er als Kulturkonsumenten geoutet, die nicht unterscheiden können zwischen anspruchsvoller Philosophie und jenem Sprachdesign, der den Massen als Philosophie verkauft wird. Zur Freude jener, die seit eh von Sloterdijks Output kritisch gegenüberstanden. Z. B.:
http://www.linksnet.de/de/artikel/24497
Ob Blair oder Berlusconi, ob x oder y, die herrschende Elite des Westens unterscheidet sich nur in Nuancen. Immer geht es darum, persönlichen Reichtum und persönliche Macht zu mehren.
So machtvoll die Herrschaft der Bankster einschließlich ihrer Kultur und Ideologien in den US-dominierten Gesellschaften noch sein mag, weltweit hat diese Herrschaft schon ihren Zenit überschritten. Der Zusammenbruch des Ostblocks hat nicht auf Dauer zu jener kapitalistischen One-World geführt, die von den Siegern des kalten Krieges prognostiziert werden. Das Ausplündern Russlands wurde von Putin und seinen Anhänger gestoppt. Statt Russlands machen diese Eliten ihre eigenen Gesellschaften zu Beute, mit der Konsequenz, dass die westlichen Gesellschaften immer mehr auf russische Verhältnisse wie zur Zeit Jelzins zusteuern.
Weltweit sind die Anhänger des „american way of life“ sowieso in der Minderzahl. China, Russland, Iran, Venezuela etc. haben bereits deutlich gemacht, dass sie eigene Wege gehen. Auch wenn es marktwirtschaftliche Prozesse in China gibt, so unterscheidet sich das soziokulturelle Modell jedoch grundlegend vom westlichen. Diese Unterschiede werden immer größer werden, je mehr es mit den westlichen Ökonomien abwärts geht.
Und dass es mit den westlichen Ökonomien weiter abwärts gehen wird, kann niemand ernsthaft bestreiten. Was ist das Hauptkennzeichen der westlichen Ökonomie? Finanzkapitalismus, welcher fiktives Kapital produziert zu Lasten der wertschaffenden Realökonomie. Die Realökonomie wird vom Heuschrecken zerstückelt und in Billiglohnländer verlagert. Das Ganze erinnert an die Demontage von deutscher Industrieanlagen als Reparationszahlungen. Weitaus wichtiger ist jedoch der Technologieexport, welcher die Billiglohnländer zu Konkurrenten aufbaut.
Womit wollen die Deutschen in 20 Jahren noch Handel treiben, wenn sie dann vom technologischen Stand nicht mehr zur Weltspitze gehören, sondern zweit- oder drittklassig geworden sind?
Denn in Zukunft werden die Chinesen ihre Produkte nicht mehr gegen wertlose Dollars verschenken. Was aber werden die Chinesen in 20 Jahren von den Deutschen kaufen können/wollen?
Moin,
schimpft nicht auf den “Frankfurter Zukunftsrat” – die setzen doch nur eine Tradition fort, welche zuletzt durch die Zeichner und Satiriker der “Neuen Frankfurter Schule” getragen wurde (deswegen auch die Ortsangabe im Namen).
Satire auf höchstem Niveau!
…alles klar?
Gruß,
ToKatz
Apropo Denker:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Dahrendorf
Siemens’s Loescher Sees `Deceleration’ of Economic Slump
http://tinyurl.com/lsj9ev
Wer ist jetzt hier der Zyniker?
Yep, der Kapitalismus … also, es gibt Artikel die sollte man gelesen haben…auch wenn ich jetzt Lübberding und Halbgott den Abend verderbe
http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E07086C161CD74AD39DFA9D9AD3630257~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Yep, all together now:
“Nothing ever ends…”
Dr. manhattan (watchmen)
@goodnight #100
Hast Du verdient , die Nummer 100 für diesen Hinweis. Da bleibt einem schon mal kurz die Spucke weg.
Aber wir wollen es ja nicht anders.
Das ist auch eine Auswirkung des “tendenziellen Falls der Profitrate”, denke ich mir. Wir weigern uns, die zur Kenntnis zu nehmen, und deshalb zahlen wir den findigen Jungs und Mädels alles, damit sie uns die Illusion hoher Kapitalrenditen aufrechterhalten.
Da hülft auch “eine noch nie dagewesene Finanzkrise wie 2008″ überhaupt nicht – die Gier ( oder “der unerschütterliche Glaube , daß uns einmal im Leben ein Schatzfund einfach zusteht” , wie es Slotti formuliert ) ist stärker.
“Money won is twice as sweet as money earned”
( Eddy Felson , Color of money )
I am Neda.
“There’s a difference between us. You think the people of this country exist to provide you with position. I think your position exists to provide those people with freedom. And I go to make sure that they have it.”
William Wallace (Braveheart)
@goodnight #100
Die Realwirtschaft geht kaputt.
Im Kasino wird gefeiert.
Die Staatsknete versickert auf den Konten von Bankstern und Anlegern.
Es scheint nicht viel in Hinblick auf Re-Industrialisierung der USA zu passieren.
Sieht nicht gut aus …
@ goodnight
… ist doch ganz im Sinn dessen, was HG sagtt.Sie reissen die Realwirtschaft und die Staaten mit in den Abgrund. War was anderes von denen zu erwarten? Hast du was anderes erwartet?
Und war etwas anderes bei der Korruptheit der Politiker am Katzentisch der Reichen zu erwarten, als lieber selbst für fiktiven Nachschub auf Staatskosten zu sorgen, als das Spiel anzuhalten und damit den Platz am Katzentisch zu verlieren?
Was hat dieser Tanz auf dem brüchigen Dach über dem tiefen Schlund mit einem tatsächlichen Weitergehen des Apparats zu tun? Vielleicht greifen sie jetzt noch zum Hilfsmittel des Kriegs. Rettet sie das?
Dass wir das auszubaden haben… auch nichts neues.
Könnte es sein, dass du nie geschnallt hast, was HG dir so viele Male klarzunachen versucht hat?
@bismodo
“… ist doch ganz im Sinn dessen, was HG sagtt.Sie reissen die Realwirtschaft und die Staaten mit in den Abgrund.”
=>Nope. HG träumt immer und immer wieder von der natürlichen Strafe des Kapitalismus für die bösen Geldvermehrer. Aber die Strafe kommt und kommt nicht.
Sie wird auch nicht kommen, weil das, was HG unter Kapitalismus versteht nicht mehr ist und wohl auch nie das war, was da draußen als Kapitalismus existiert. Der Finanzmarkt ist ein eigenes Konstrukt…ABER: es hat nicht weniger oder mehr Bedeutung als das Konstrukt der Realwirtschaft. Was ist an AUTOS BAUEN mehr WERT oder REALER als an Verbriefung? Was? Außer Euer rekursives Weltverständnis, das alles Alte immer besser als das Neue ist. Wo hundert Jahren hielt man Autos noch für Teufelszeug…
Whatever, echte Abgründe gibt es gerade im Iran. Da sterben Menschen, das sind andere…echte Probleme.
Schicken wir in diesem “& Politik” – Blog mal alle ein
“I am Neda”
zu den jungen Menschen im Iran.
Ist nicht viel, aber something was das Internet kann…
“What man is a man who does not make the world better.”
Balian of Ibelin(kingdom of heaven)
@ goodnight
Vielleicht hilft auch das hier. Trudelte eben per Mail bei mir ein.
“I’m writing this eMail to encourage you to sign in on Twitter! Were you wondering how to help the people in Iran? Here’s a strategy: create an account on there and set your location to Tehran and your time zone to GMT + 3.30. Security forces in Tehran are hunting for bloggers using location/timezone searches. The more people have got the same profile, the more of a logjam it creates for forces trying to shut Iranians’ access to the internet down.”
@goodnight #105
„ABER: es hat nicht weniger oder mehr Bedeutung als das Konstrukt der Realwirtschaft. Was ist an AUTOS BAUEN mehr WERT oder REALER als an Verbriefung? Was? Außer Euer rekursives Weltverständnis, das alles Alte immer besser als das Neue ist. Wo hundert Jahren hielt man Autos noch für Teufelszeug…“
Ja, aus Sicht des Zirkulationsagenten – was sind Bankster mehr? – ist der konkrete Gebrauchwert einer Ware völlig gleichgültig, Hauptsache ist die möglichst große Differenz G –> G´, also der Tauschwert.
In der Waren-Welt des Kapitals geht der GW im TW auf. Die beste Ware für den Kapitalagenten ist die, bei der das Plus am größten ist. Da verkauft er lieber Zertifikate als Autos.
Der Witz bei den USA ist doch der, dass sich zunehmend mehr Staaten sich aus der Dollarökonomie abkoppeln. Z.B.:
http://info.kopp-verlag.de/news/waehrend-die-eu-auf-der-stelle-tritt-erschliessen-asiens-schluesselstaaten-einen-neuen-wirtschaftsr.html
Wer tauscht dann seine realen GW gegen wertlose Dollars?
Sicher, die US-Vassallenstaaten. Aber zunehmend weniger China etc.
Wer kauft die Assets?
Die Politikermafia aus der Staatskasse, weil die Assets überhaupt nicht mehr auf dem freien Markt veräußerbar sind.
goodnight, glaubst Du wirklich, dass so eine Ökonomie auf Dauer funktioniert?
Lesetipp:
Pohrt, Wolfgang: Theorie des Gebrauchswerts. Über die Vergänglichkeit der historischen Voraussetzungen, unter denen allein das Kapital Gebrauchswert setzt, Frankfurt a. M: Syndikat, 1976, erweiterte Ausgabe Berlin: Edition Tiamat 1995.
Bevor Ihr jene Kräfte im Iran unterstützt, deren Ziel es ist, ein reaktionäres Regime – wie das Schah-Regime – zu errichten, solltet Ihr Euch informieren. Z.B. hier:
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/
Vielleicht hat Nanuk den Southpark-Link noch nicht gebracht (wiederholen schadet bekanntlich nichts, bringt ja Verstärkung): http://www.southparkstudios.com/episodes/220760 (Margaritaville)
Gute Nacht,
B. S.
@goodnight
Immer vorsichtig sein: Nijirah al-Sabah
@Eclair
Dann werde ich mal twittern. Übrigens lief gerade bei tagesthemen das Neda-Video…drei Tage später…interessant die Differenz zwischen Internet-Nachrichten und diesen alten Medien wie Zeitungen, Radio und Fernsehen. …da brauch man als intelligenter Mensch kein Fernsehen, Radio oder Zeitung mehr. Punkt.
Und auch interessant, wie das Thema hier in diesem “Politik”-Blog untergeht….wo doch hier alle immer ganz laut Revolution und so rufen…echte Revoluzer hier…
@HAM
“goodnight, glaubst Du wirklich, dass so eine Ökonomie auf Dauer funktioniert?”
=> Yep. Nur weil wir es noch nicht verstehen ist es noch lange nicht “nicht real”. Es ist da, und es funktioniert. Es funktionierte auch eine Welt, in der man Gründern für nen Versprechen tausende von DM lieh, und eine Welt in der es keinen Goldstandard gab, etc. Über den Gebrauchswert entscheiden übrigens immer die “Verbraucher”….und da gibt es so Sachen wie Coke, RedBull, Lockenwickler, EdHardy-Kappen…und was Madame da letztens auf der ArtBasel haben wollte…yep, so sieht es aus….ich verstehe es nicht…aber die Madames dieser Welt..und die haben mehr zu sagen über live and let die im kapitalismus als ein Herr Pohrt…
“I want to feel things. Really feel them.”
Frank (revolutionary road)
Wenn diese Menschen erst wieder alle auf der Straße sind – im wahren Sinne des Wortes – wird’s lustig:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/150984.die-krise-des-billiglohnlands.html#
@HAM; Harry Haller
I know…. und?
Neda ist ein Symbol für die Freiheit im Iran. Punkt. Will hier jemand daran zweifeln, das dort Demonstranten niedergeprügelt und sogar erschossen werden?
So what, was redet ihr da? Dort sterben Menschen für die Freiheit. Menschen und Freiheit…wenn es dafür nicht zu kämpfen gilt, für was dann?
“You’re good with words, Todd. But you know what would make them even better? If they had a heartbeat.”
Stephen(lions for lambs)
@goodnight #111
„Über den Gebrauchswert entscheiden übrigens immer die “Verbraucher”….und da gibt es so Sachen wie Coke, RedBull, Lockenwickler, EdHardy-Kappen…und was Madame da letztens auf der ArtBasel haben wollte…yep, so sieht es aus….ich verstehe es nicht…aber die Madames dieser Welt..und die haben mehr zu sagen über live and let die im kapitalismus als ein Herr Pohrt…“
Zweifelsohne ein gewichtiges Argument.
Der Fetischcharakter der Waren sollte nicht unterschätzt werden.
Zugleich tritt Ernüchterung ein, wenn beisoielsweise die Menschen ihr Haus verlassen und in Zelten leben müssen. Dann haben Sachen wie Coke, RedBull, Lockenwickler, EdHardy-Kappen … ihre magische Wirkung verloren.
Irgendwie ist der von goodnight verlinkte FAZ-Artikel schon ein wenig beänstigend!
Aber ! Meine Herren, hier war doch wohl niemand so naiv zu glauben, daß sich durch die Entwicklung der Jahre 2007 bis 2009 etwas am Denken von eingefleischten Investmentbankern ändert – oder!
http://www.youtube.com/watch?v=mAaBVPVgwGo&feature=related
Jedoch, es geht auch mit Humor!
http://www.youtube.com/watch?v=1Mgp017CSpw
@goodnight #113
“Neda ist ein Symbol für die Freiheit im Iran. Punkt.“
Neda ist ein Medienprodukt. Niemand weiß, ob es sich hier um Realität oder Fake handelt.
Überall gibt es diese Videos, die auf die Emotionen abzielen. In Palästina, in Georgien etc. Dort ein erschossener Junge, hier ein erschossenes Mädchen. Im Nachhinein stellt es sich als Fälschung heraus, als Propaganda.
Wie damals beim Irak oder in Palästina oder in Georgien.
Für die Demonstranten mag es um Freiheit gehen.
Aber weltpolitisch geht es um Erdöl und Erdgas.
Iran: It’s the economy, stupid!
http://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/06/22/iran-its-the-economy-stupid/#more-784
@ goodnight
Du schreibst doch ständig über funktionale Differenzierung.
Nun hast Du hier immer eine deskriptive bzw. theoretische Position vertreten, gemischt mit einem sanften Zynismus und einer Spur Selbstironie, und diesen Diskursstil als “goodnight” regelrecht zu einem Markenzeichen in diesem Blog gemacht, eine Differenz aufgemacht sozusagen.
Und nun auf einmal dieser Appell, diese Wendung ins Normative? – Hamlet kann doch nicht plötzlich aus seiner Rolle heraustreten und den feurigen Liebhaber geben wollen – so wie Bürger Zettel, der auch gleich noch den Löwen spielen wollte. Wo bleibt da die Differenz?
Ansonsten stimme ich Dir in Sachen Iran völlig zu. Kein Fraternisieren mit dem Islamofaschismus!
@HAM:
“Und dass es mit den westlichen Ökonomien weiter abwärts gehen wird, kann niemand ernsthaft bestreiten. Was ist das Hauptkennzeichen der westlichen Ökonomie? Finanzkapitalismus, welcher fiktives Kapital produziert zu Lasten der wertschaffenden Realökonomie. Die Realökonomie wird vom Heuschrecken zerstückelt und in Billiglohnländer verlagert.”
Doch, kann man ernsthaft bestreiten:
http://www.amazon.de/Mythos-vom-globalen-Wirtschaftskrieg-Pop-%C3%96konomen/dp/3593361477/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1245704274&sr=8-1
Aus der Rezension:
“Wie schlecht es dem Standort Deutschland geht, versucht man uns allenthalben klarzumachen. Und meist dient die internationale Konkurrenzsituation als Begründung. Doch wirtschaftliche Probleme auf ausländische Einflüsse zurückzuführen ist zu einfach, denn unsere Schwierigkeiten sind vielmehr “hausgemacht” — eine Erkenntnis, die Politiker und Wirtschaftsfachleute jedoch gerne verschweigen.
Nicht so Paul Krugman: Er hält die These der internationalen Wettbewerbsfähigkeit schlicht für falsch und folglich auch das Niveau der Diskussion über Weltwirtschaftsfragen für “erbärmlich”.”
Sorry, aber ich halte das Niveau der Diskussion hier auch gerade für erbärmlich. Die bösen Bankster, die nur wild im Finanzcasino zocken und die Realwirtschaft aussaugen, buhuhu…
Es gibt Leute, die wissen, was die Dinge wert sind und die, die es nicht wissen. Buffett oder Soros z.B. standen den Wallstreet-Exzessen der letzten Jahre von Anfang an skeptisch gegenüber. Und nun ist der Zeitpunkt, den Suckern das Geld abzunehmen. Wenn man sich anschaut, wieviel die beiden für wohltätige Zwecke spenden, ist es da wohl auch besser aufgehoben…
Das Problem ist, dass der Durchschnittsblödie – um mal bei Luebberdings Überschrift zu bleiben – am wenigsten weiß, wie man mit Geld umgeht und sich bevorzugt von den Suckern einlullen lässt oder gar selbst wild zockt, weshalb diese nun zum Wohle der Realwirtschaft – also der Durchschnittsdeppen – ihren Bailout bekommen. Aber auch Gelddrucken hilft nicht. Die fähigen Spekulanten schichten einfach ganz schnell in inflationssichere Anlagen und das Ausland um.
Letztlich landet das Geld doch bei den richtigen, die damit Heilmittel gegen AIDS entwickeln oder armen Kindern in der 3. Welt eine Ausbildung finanzieren, statt bei den ewig jammernden deutschen Egomanen, die ihren Mallorca-Urlaub und den Zweitwagen oder die üppige Pension in Gefahr sehen oder durch die Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland womöglich gar Gefahr laufen, in ein menschenunwürdiges Leben mit Hartz 4 abzurutschen und sich gar nicht bewusst sind, dass Millionen Menschen auf der Erde dem Herr Gott auf Knien für so einen Wohlstand danken würden.
Wir brauchen mehr Reiche!
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EF2B173D94FFD41D492BA449AFD185667~ATpl~Ecommon~Scontent.html
@ HAM
Der Elsässer hält offenbar die amerikanische Führung für ein monolithisches Gebilde, das voll und ganz unter dem Einfluß des greisen russophoben Eiferers Zbigniew Brzesinski steht.
Es gibt bei den Demokraten aber einflußreiche andere Stimmen:
http://online.wsj.com/article/SB121245110938939473.html?mod=opinion_main_commentaries
BrzeZinski schreibt sich der Knabe.
Ist halt alles nicht so einfach.
Ich kann es nicht mehr hören, die ganze Soße über KFW und angeblich in Schwierigkeiten geratene Unternehmen, die bis zur Krise super geführt wurden. Leider konnten diese Unternehmen diese unvorhersehbare Finanzkrise nicht vorhersehen. Man könnte meinen, dass in diesen Firmen die “Vollnullen” zu Werke sind, leider ist das (scheinbar) die Wahrheit. Wie war der Titel eines äußerst erfolgreichen Buches in den 90ern? “Nieten in Nadelstreifen”, leider befinden wir uns nicht mehr in den 90ern und leider haben wir daraus nichts gelernt…
@ goodnight #105
“Was ist an AUTOS BAUEN mehr WERT oder REALER als an Verbriefung?”
Schlechtes Beispiel oder Hinweis, dass du es nicht geschnallt hast?
AUTOS bauen ist nur ein Nebenprodukt und genauso system-IRrelevant wie der Markt für Assets zu Phantasiepreisen.
Autos zu bauen ist sozusagen das Irreale in der Realwirtschaft: sie sind das system-irrelevante Nebenprodukt eines seinerseits SEHR system-relevanten Transportwesens. DIESES gehört zu den Grundlagen der Produktionsweise der Realwirtschaft.
Nur das Transportwesen ist relevant, nicht die Autos. Dass sie gleichwohl als vertuschendes Symbol dienen für die wirklichen Verhältnisse, ist nur konsequent.
Deshalb wird es auch dann weiter den Bau von Transportern geben, wenn schon lange keine Autos mehr als Spielzeug für Systemanalysten und andere Gäste an den Katzentischen der allgemein bekannten Katzentischgäste an den Tafeln der mächtigen Reichen mehr produziert (oder gefahren) werden (können).
Du wirst es bemerken, wenn auf den Strassen und Autobahnen kaum noch Auto verkehren, weil für uns Normalos zB kein Treibstoff mehr zur Verfügung steht=gestellt wird.
Transporter für die noch funktionierende Produktion und für die Organisation der Disziplinierung werden dann trotzdem unterwegs sein…Für die wird es auch allen Treibstoff geben, den sie brauchen
@bismodo #122
„Du wirst es bemerken, wenn auf den Strassen und Autobahnen kaum noch Auto verkehren, weil für uns Normalos zB kein Treibstoff mehr zur Verfügung steht=gestellt wird.“
Warum sollte dies jemals so kommen?
Öl ist genug da.
Peak Oil – vieles spricht dafür, dass dies ein Schwindel ist.
@ HAM
Erdöl-Knappheit hatte ich gar nicht im Sinn
Ein weiterer Krieg in Ölgebieten, gekoppelt mit Spekulation, treibt den Treibstoffpreis mühelos in Höhen, bei denen viele ihr Auto stehen lassen müssen.
Ich lebe im Zentrum einer Millionenstadt. Vor einem Jahr (und die Jahre davor) hat mich der Verkehr durch meine Strasse manchmal genervt. Schon seit Monaten fällt mir dahingegen der wenige Verkehr auf: viel weniger Paketanlieferungen, viel weniger Autos unterwegs als letztes Jahr. Bei jetzt niedrigeren Sprit-Preisen.
Nur mal als Beispiel
Ach so… ich dachte eher an eine Einschränkung der Freizügigkeit, gesteuert von oben. Ob sie das über den Preis oder etwas anderes machen.
Ich komme drauf, weil im Gesetz zur Föderalismusreform 2 auch die Vollmacht der Regierung zum Abschalten sämtlicher elektronischen und digitalen Kommunikationsmittel vorgesehen ist. Ist in einem Anhang versteckt. In der 1. Lesung ist das Gesetz schon durch – hat keiner gemerkt (bzw merken wollen/sollen) von den Hanseln.
Es gibt also Leute, die so etwas denken, planen und die Voraussetzungen zur Durchführung schaffen.
Meinst du ernsthaft, das würde nicht auch für die Transportmittel gelten? Zumal die Notstandsverfassung das hergibt, dafür brauchen sie nicht einmal neue Gesetze.
@bismodo #124
Das Beispiel ist interessant, da an ihm die Gebrauchwert-Logik in doppelter Hinsicht aufgezeigt werden kann:
1. zur gesellschaftlichen Reproduktion notwendige GW, z.B. Transportwesen
2. individuelle Bedürfnisse abdeckende GW, z.B. ein Auto, welches nicht unbedingt benötigt wird, aber das man sich als „Luxus“ leistet
Das „Verrückte“ an der gegenwärtigen historischen Situation ist, dass primär nur noch in Tauschwert-Beziehungen, also in abstrakter Kapitalakkumulation, gedacht wird, wobei die realwirtschaftlichen Reproduktionsnotwendigkeiten sekundär werden.
Andererseits ist es aus Perspektive des Privateigentümers nur allzu logisch, sein Geld dort einzusetzen, wo er glaubt, dass es sich am meisten vermehrt. Das war in der Vergangenheit das Finanz-Kasino.
Nach dem eigentlich heilsamen Schock der Lehman-Pleite, welche zeigte, dass Finanzspekulation anstatt zu Maximalrenditen auch zu Totalverlust führen kann, ist etwas völlig Absurdes passiert:
Der Staat wird zum Garanten des Finanz-Kasinos. Die können weiterzocken, bei irgendwelchen Verlusten kommt der Staat auf.
Und jetzt wird noch ein Dienstleistungshamsterrad als Lösung propagiert, welches lediglich Kosten verursacht, aber keinerlei realwirtschaftlichen Output.
Da tobt der Halbgott
http://www.weissgarnix.de/?p=2385#comment-28562
Genau!
Deshalb ist ja auch der Keynesianismus genauso fürn Arsch wie die jetzt subventionierten Kasinoklopper. FLACHbeck, die andre Seite ein- und derselben Medaille
@ HAM
Kannst du französisch? Wenn ja, hätt ich nen link für dich
@bismodo
Wenn Du die Sprache meinst, leider nicht.
@ HAM
von DEM da, find aber einen bestimmten Text nicht auf englisch
http://july.fixedreference.org/en/20040724/wikipedia/Maurice_Allais
“Deshalb ist ja auch der Keynesianismus genauso fürn Arsch wie die jetzt subventionierten Kasinoklopper.”
Und wer sind die Kasinoklopper? Jeder, der ein Haus oder Auto auf Kredit finanziert oder auch nur Geld bei einer Bank auf dem Girokonto hat, was direkt das Angebot auf dem Geldmarkt und die Kreditvergabe beeinflusst, zockt kräftig mit.
Ich finde diesen Cityboy zwar nicht sonderlich sympathisch, aber mit einem Satz hat er den Nagel auf den Kopf getroffen: “Wenn man nicht gerade in einem Zelt in Indien lebt, kommt man aus diesem Spiel nicht raus.”
#132
“In essence, the present creation of money, out of nothing by the banking system, is similar – I do not hesitate to say it in order to make people clearly realize what is at stake here – to the creation of money by counterfeiters, so rightly condemned by law.”
link oben
# 133
Ist übrigens vom illegitimen Papa von halbgott und wi-ing-30
@bismodo
Das Zitat gefällt mir. Stehe allerdings etwas auf dem Schlauch: Wer ist der illegitime Papa von HG?
Der entscheidende Unterschied zwischen privaten Geldfälschern und dem Staat besteht aber darin, das dieser dazu legitimiert ist den Bürgern willkürlich das Geld aus der Tasche zu ziehen. Es handelt sich also um nichts anderes als eine weitere Form der Besteuerung. Nur eben eine besonders perfide, weil die meisten Bürger den Mechanismus nicht einmal durchschauen.
Das Schöne ist, dass man per Geldpolitik aber auch viel geschickter Wohlstand aus anderen Staaten konfiszieren kann als z.B. mit protektionistischen Schutzzöllen. Der olle Greenspan hat das schon richtig gemacht und die Technokraten bei der EZB haben einen Wirtschaftskrieg, den sie nie begreifen werden.
#134
“Wer ist der illegitime Papa von HG?”
http://july.fixedreference.org/en/20040724/wikipedia/Maurice_Allais
“Der entscheidende Unterschied zwischen privaten Geldfälschern und dem Staat besteht…”
Nein, nein, es handelt sich überhaupt nicht um den Staat. Es geht ums Geldsystem, um die Erlaubnis für Geschäftsbanken, Geld zu “erzeugen”. DA ist allerdings der Staat dann doch gefragt: das zu unterbinden.
Zu weiteren Ergebnissen kommst du über mein Privatarchiv:
google…Stichworte ‘halbgott’ + ‘weissgarnix’ und ‘wi-in-030′ + ‘Herdentrieb’ . Da hast du dann freie Auswahl
Sorry…
“halbgott” “weissgarnix”
“wi-ing-030″ “Herdentrieb”…
Gänsefüsschen nicht vergessen, gelle?
“Nein, nein, es handelt sich überhaupt nicht um den Staat. Es geht ums Geldsystem, um die Erlaubnis für Geschäftsbanken, Geld zu “erzeugen”. DA ist allerdings der Staat dann doch gefragt: das zu unterbinden.”
Naja, Geld im Sinne von gesetzlichem Zahlungsmittel können die Geschäftsbanken selbst ja nicht direkt erzeugen. Das Problem kommt daher, dass Depositen, die eigentlich nur Forderungen gegenüber Geschäftsbanken darstellen, inzwischen wie gesetzliches Zahlungsmittel behandelt, faktisch sogar vom Staat garantiert werden. Selbst Käufer von Bankanleihen können derzeit ziemlich zuversichtlich sein, dass der Staat, wenn es hart auf hart kommt, einspringen und für die Forderungen sogar ohne haircut geradestehen wird.
Dadurch werden sämtliche Kontrollmechanismen außer Kraft gesetzt. Keiner interessiert sich mehr für irgendwelche Ausfallrisiken und worin die Bank investiert, sondern nur, wo er den höchsten Zinssatz bekommt und auf Seiten der Bank nimmt die Fremdfinanzierung und Risikoneigung zu, weil Eigenkapital relativ teurer wird.
Das kann natürlich nicht gutgehen. Fragt sich nur, wer am Ende die Zeche zahlen darf. Noch spielt die Musik und es darf fröhlich weitergetanzt werden…
@ HG-Groupie
Einzelne Worte in Gänsefüßchen zu setzen, ist völlig überflüssig.
@ eclair
ach nee, wusstich ja gar nicht…*g
zum Groupie: Hg war (solange er noch lebte) ein Vertreter einer ökonomischen (Minderheits)Richtung, die ich bisher für die überzeugenste halte. Weil sie mehr Gegebenheiten berücksichtigt als alle anderen mir bekannten, und weil sie für mich schlüssiger ist als alle anderen vorgeschlagenen. Andere Vertreter aus demselben Umkreis blogg(t)en ja hier nicht mit.
Und, gib es zu, amüsant war er doch, oder?
Bald keine Arbeitslosen mehr:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=1692
@bismodo #140
Nachwachsende Arbeitsplätze für jung und alt
– das nenn’ ich den Neuen green-deal…
und die werden auch immer schneller wieder frei…
@ bismodo
Amüsant, ja, wenn es nicht gerade um homosexuelle Eaton-Knaben oder Identitätsverlust in Deutsche Land ging.
Bei Interesse, schon bisschen älter, auch ein bisschen länger, aber für meine Begriffe sehr lesenswert: Österreicher vs. Postkeynesianer aus Sicht eines letzteren.
http://archives.econ.utah.edu/archives/pkt/2001m02/msg00014.htm
@ Watawah
Ja, deshalb gibt es auch keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen. Das nutzt der deutschen Autoindustrie und sorgt für schneller frei werdende Arbeitsplätze
Ja @ Eclair, hab’ ich bei Volker Pispers ‘stibitzt’ – aber schön, wenn’s denn wieder erkannt wird
@ Eclair #146
Meine Freundin interessiert sich zunehmend für politisches Kabarett.
Muss ich mir jetzt Gedanken machen?
@ Andreas Kreuz
Nur wenn Du auch noch schlechter aussiehst als Pispers, Schmickler und Schramm ;p
@ Eclair
Oh Mann, gibt’s das auch auf deutsch?
@ Eclair
…und in der Referenzliste fehlt Maurice Allais !
@ bismodo
Wie, selbst kein Englisch lesen wollen, aber beklagen, dass einer, der auf Französisch geschrieben hat, nicht beachtet worden ist…?
Im Ernst, Allais fehlt natürlich in 99% der englischsprachigen Makro-Literatur, inklusive der von Dir präferierten österreichischen. Ganz gelegentlich wird mal in einer Fußnote angemerkt, dass er das overlapping generations Modell x Jahre vor Samuelson entwickelt hat. Er fehlt aber natürlich auch beim verehrten HG. Der liest ja bekanntlich keine ausländischen Texte
Sorry, auf Deutsch habe ich nix Ähnliches zu verlinken, aber vielleicht schreibt ja doch mal weissgarnix was zum Vergleich… *zwinker*
Zitate alle von Frank Lübberding:
Also sinkende Umsätze und wegbrechende Preise für die eigenen Produkte, während gleichzeitig die Rohstoffpreise anziehen.
(…)
Also sinkende Erlöse und fallende Preise führen zu einem Verschwinden an Liquidität
Da war noch ein Mythos auf meinem Zettel offen und weil heute Zeit ist, habe ich mal nachgesehen. Wenn es so wäre, dass die Rohstoffpreise anziehen, also auch die Erzeugerpreise und Einfuhrpreise anziehen, während gleichzeitig die Einzelhandelspreise, bzw. Ausfuhrpreise sinken, dann wäre das fatal. Das wären nämlich die gefürchteten Knospen der inflationären Entwicklung.
Dem ist aber nicht so:
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/WirtschaftAktuell/Preise/Content100/pre110a,templateId=renderPrint.psml
Die Verbraucherpreise sind seit einem Jahr stabil, ebenso Einzelhandelspreise. Die Erzeugerpreise sind gefallen und die Einfuhrpreise sind wesentlich stärker gefallen als die Ausfuhrpreise. Eigentlich ideale Bedingungen für ein kostenloses Mittagessen. Zumal der Inlandskonsum stabil ist.
Jedoch, das ist nur die halbe Wahrheit:
Die Bruttoinlandsinvestitionen sind im 1.Quartal 2009 um 5%, die Exporte um 20% im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgegangen.
Pfleiderer brechen die Umsätze weg, aber nicht wegen der gesunkenen Preise, sondern wegen Überschuldung der Kunden im Ausland und wegbrechender Märkten.
Das hier…
An sinkende Umsätze und wegbrechende Märkte hat man sich gewöhnt. Aber wenn sich dieses mit inflationären Schüben in den vom Staat geretteten Finanzmärkten kombiniert, bekommt man eineMischung, die jeden Liebhaber des Kapitalismus in Begeisterungsstürme versetzen muss.
…ist deshalb so nicht richtig.
Die Rettung der Finanzmärkte hat vorerst und zumindest bis jetzt noch keinen nennenswerten Einfluss auf die realen Preise. Und daran gewöhnt hat man sich bei Pfleiderer offensichtlich auch noch nicht. Die sitzen gerade im überfüllten Wartezimmer der KfW.
Die Kreditklemme ist mit Ordnungspolitik auch noch zu bekommen. Man muss nur Pfleiderer die Kredite verweigern.
Ja, da muss man dann doch differenzieren. Die Kreditklemme wird ja nicht durch Ordnungspolitik geschaffen, sie besteht bereits – und das liegt nicht an EK-Vorschriften oder Liquiditätsengpässen der Banken.
Wenn die Banken Kredite verweigern, was sie offensichtlich tun, dann auf Grund bestehender Überkapazitäten. Die Märkte brechen weg. Pfleiderer hat zu hohe Fixkosten, die sich auch mit besserer Marge nicht kompensieren lassen und worin der Grund liegen könnte, dass die gesunkenen Erzeugerpreise nicht weitergegeben werden können. Die Banken sind bereits dabei die Kredite zu verweigern, bzw. mit höheren Risikoaufschläge zu versehen. Das treibt die Kapitalkosten.
Die Regierung könnte jetzt einspringen. Das ist dann allerdings schon ein Frage der Ordnungspolitik. Soll die Regierung die Überkapazitäten künstlich erhalten? Wie bei Opel? Oder soll sie statt dessen das Geld dafür verwenden, einen Umstrukturierungsprozess einzuleiten und für die soziale Absicherung der Mitarbeiter von Pfleiderer sorgen? Pfleiderer und Opel haben einige Gemeinsamkeiten und es werden noch zahllose Unternehmen in diese Schublade folgen.
Wie sieht jetzt sinnvolle Politik aus und was heißt in diesem Zusammenhang Ordnungspolitik?
Aber diese Kombination aus Inflation und Deflation ist gut zu erklären: Die Finanzmärkte haben Dank der Hilfe des Staates kein Problem mit fehlender Liquidität. Die schwimmen wieder im Geld. Nur stellen sie das der Wirklichkeit – also Unternehmen – nicht zur Verfügung. Wieso auch?
Halb richtig! Noch gibt es keine Kombination aus Inflation und Deflation. Zumindest nicht in Deutschland. Richtig ist aber, dass die Banken zu Recht und aus gutem Grund den Unternehmen Kredite verweigern. Wenn aber irgend jemand gedacht hat, das Banken allein und nur deshalb Kredite vergeben, weil sie über Liquidität verfügen, dem ist nicht mehr zu helfen. Wiedersehen macht Freude, sagt man so schön.
Deshalb ist die rethorische Frage “Wieso auch?” doppeldeutig. Natürlich braucht die Finanzindustrie die Realwirtschaft und Banken würden nichts lieber tun, als das billige Geld, das sie von der EZB bekommen, mit Aufschlag an die Realwirtschaft weiterzuleiten. Das ist ihr Geschäft. Es ist nur so, dass die sogenannte Realwirtschaft nichts mehr mit der Realität gemein hat.
In den vergangenen 30 Jahren hat man bewiesen, dass die Finanzmärkte uns nicht wirklich brauchen: Die Durchschnitts-Blödies aus der Realwirtschaft.
Die Realwirtschaft muss erkennen, dass sie vor allem Durchschnitts-Blödies wie mich braucht, die den ganzen Scheiß nicht nur kaufen, sondern auch BEZAHLEN. Das ist die simple Wahrheit.
Und wenn die KfW den Kreditantrag von Pfleiderer ablehenen würde, dann hätte Pfleiderer es auch offiziell und schriftlich:
Die Realität lässt sich nicht biegen!
All people deserve good life and business loans or just term loan would make it better. Because people’s freedom relies on money state.
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