HRE oder wenn sich Experten irren

von f.luebberding am 6. Juni 2009

Im Spiegel ist ein Artikel zu den Abläufen vor dem ersten HRE Rettungspaket am letzten September Wochenende 2008 erschienen. Er bezieht sich auf eine Sitzung des HRE Untersuchungsausschusses im Deutschen Bundestag. Zur Erinnerung: An diesem Wochenende vom 26. bis 29. September waren der HRE in einer gemeinsamen Rettungsaktion von Banken und Staat insgesamt 35 Mrd. € Liquiditätshilfen zur Verfügung gestellt worden. Der Kern der Aussage laut Spiegel:

“Am jenem Wochenende vom 26. bis 29. September 2008, als die HRE gerettet wurde, waren nach Angaben der BaFin-Zeugin Lautenschläger-Peiter mehrere Prüfungsteams der Privatwirschaft vor Ort in Frankfurt am Main. Die öffentliche Hand habe “die Ergebnisse dieser Experten übernommen”, heißt es weiter in den vertraulichen Unterlagen.”

Der Bund hatte also keine eigene Untersuchung der Lage in der HRE gemacht – trotz des Bafin/Bundesbank Berichts im März 2008. Das Bundesfinanzministerium (BFM) hatte diesen Bericht angeblich nicht zur Kenntnis genommen. Nun wird die Abteilungsleiterin der Bafin wie folgt zitiert:

“Seitens der öffentlichen Hand seien “keine eigenen Due-Diligence-Prüfungen über Unternehmen des Konzerns Hypo Real Estate Holding AG durchgeführt, beauftragt oder erwogen” worden, heißt es in einem Papier, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Derartige Prüfungen auf die Werthaltigkeit seien “ausschließlich durch privatwirtschaftliche Verhandlungspartner nach dem 15. September veranlasst” worden, lautet die Aussage der Zeugin. Lautenschläger-Peiter hatte an der damaligen Rettungsrunde in Frankfurt teilgenommen.”

Die genauen Abläufe bei der HRE nach der Lehman Pleite vom 15. September sind bis heute unklar. Man weiß eigentlich nur, dass vor dem besagten September Wochenende die privaten Banken nach einer Lösung gesucht hatten – und Bafin und BMF eingeschaltet gewesen waren. In der Öffentlichkeit ging es zu diesem Zeitpunkt vor allem um das US Rettungspaket – um Washington Mutual und die im Vergleich zu Lehman viel wichtigere AIG. Das deutsche Bankensystem (und die HRE) galt als vergleichsweise solide. So war es in der FAZ am 26. September zu lesen. Allerdings was meint man mit “Werthaltigkeit”? Die HRE Assets waren bis heute nicht das Thema gewesen. Das Problem der HRE war die Finanzierung langfristiger Verbindlichkeiten durch kurzfristige Kredite – und der Zusammenbruch der Geldmärkte. Sie hatte ein Liquiditätsproblem. Darauf hatte auch Weissgarnix in seinem legendären Beitrag vom 29. September 2008 hingewiesen. Also zu einem Zeitpunkt als Banken und Regierung noch von der gelungenen Rettung der HRE ausgegangen waren. Das erwies sich bekanntlich als Trugschluss. Am nächsten Samstag, dem 5. Oktober,  erschien ein Artikel, der den Rückzug der privaten Banken aus dem kurz vorher beschlossenen Rettungspaket erklärte. In dieser Woche zwischen dem 30. September und dem ersten Oktober Wochenende sei ein Prüfungsteam – und zwar der Deutschen Bank – im Auftrag der privaten Banken zur Depfa nach Dublin gereist. Es entdeckte dort die Finanzierungslücken, die Weissgarnix auch ohne diesen Aufwand gefunden hatte. Auch diese Überprüfung, das hat mir eine Sprecherin der Bundesregierung schon vor Wochen bestätigt, war nicht vom BMF veranlasst worden. Was mussten die Banken befürchten? Dass die der HRE zur Verfügung gestellten Kredite ausfallen würden, wenn trotz des ersten Rettungspaketes wegen weiterer Liquiditätsprobleme die HRE bankrott gehen sollte. Die Werthaltigkeit hätte sich auf die Vermarktungsfähigkeit der von der HRE als Sicherheit zur Verfügung gestellten Assets bezogen – angesichts der Lage in den USA war eine Überprüfung aber sinnlos. Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, ob – von klassischen Staatsanleihen abgesehen – überhaupt noch etwas von Wert war. Dazu drohte der Verlust der sonstigen Forderungen gegenüber der HRE – oder von Institutionen (wie Versicherungen), die bei einer Pleite der HRE die Banken ebenfalls treffen würden. Als die privaten Banken – sic die Deutsche Bank – ihre Zusagen zurückzogen, musste HRE CEO Funke schließlich das Scheitern des ersten Rettungspakets einräumen. Er meldete beim BMF weiteren Liquiditätsbedarf an. Das geschah am 4. Oktober – zur Überraschung der Bundesregierung.

Due Dilligence heißt “gebotene Sorgfalt”. Nur was prüften die in Frankfurt am Main anwesenden Püfungsteams, wenn sie das eigentliche Problem – die Liquiditätslücke – angeblich nicht erkannten? Die Werthaltigkeit von Assets? Obwohl jeder wusste, dass die fehlende Bewertbarkeit das Problem war? Was haben die in Frankfurt gemacht? Zahlen raten – während via USA der Zusammenbruch drohte? Aber wenn die Prüfer schon prüften: Waren sie eigentlich schon vor dem 29. September in Dublin gewesen? Auf welcher Basis fand die Prüfung der privaten Banken statt, auf den sich die Bundesregierung verlassen hatte? Der HRE Geschäftsbericht war öffentlich zugänglich gewesen, nicht nur für Weissgarnix.

Also entweder handelt es sich um Avanti Dilettanti. Das ist nicht auszuschließen. Nur drohte auch nach der scheinbaren Rettung der HRE am 29. September 2008 der Zusammenbruch des Bankensystems. Das war am 30. September wirklich kein Geheimnis gewesen – nicht nur für mich. Das Problem war die Ignoranz der Bundesregierung. Sie hatte keine Ahnung auf welche Katastrophe wir zusteuerten, so mein damaliger Eindruck. Sie feilschte mit den Banken wie man Letztere an den Risiken einer HRE Rettung beteiligen konnte, während gleichzeitig der Kollaps genau dieser Banken drohte. Es war eine groteske Debatte. In dieser Woche gab es eine Empfehlung zum bank-run – und man brauchte immer mehr Bargeld. Wir standen vor der Rückkehr zur Tauschwirtschaft. Am 4. Oktober kam die “überraschende” Erkenntnis eines zusätzlichen Liquiditätsbedarfs bei der HRE. Mit dem zweiten HRE Rettungspaket garantierte die Bundesregierung schließlich am Sonntag, dem 6. Oktober, alle (privaten) deutschen Bankeinlagen.

Im Untersuchungsausschuss sind die Abgeordneten darüber empört, dass die Bundesregierung Ende September keine Due Dilligence Prüfung bei der HRE gemacht hat. Was hätte das eigentlich bringen sollen? Hätte man dann Neues erfahren? Weissgarnix wohl nicht … . Warum klären die Abgeordneten nicht die Frage, wieso die Prüfer der privaten Banken Ende September angeblich so versagt haben? Die Banken – vor allem die Deutsche Bank – wollten nach dem 15. September die Verstaatlichung der HRE als eine Art ad hoc Rettungsschirm. Die Bundesregierung weigerte sich bekanntlich alleine für den Müll auszukommen. Also einigte man sich auf ein unzureichendes HRE Rettungspaket.

Aber wenn die Bundesregierung schon Ende September gewusst hätte, dass diese Angaben falsch sind, welche Konsequenzen hätte das eigentlich gehabt? Die Banken an den Risiken der HRE zu beteiligen, wäre unmöglich gewesen. Sie litten unter einem desaströsen Vertrauensverlust (vor allem untereinander) – und mit der Drohung eines anlaufenden bank-runs wie wir heute wissen. Es bestand ein extremer Handlungsdruck. Wahrscheinlich wäre die Verstaatlichung des Bankensystems unausweichlich gewesen – mit der zwangsweisen Rekapitalisierung aller Banken wie kurze Zeit später in den USA. Das war die damalige Diskussion. Aber Irland hatte in der ersten Oktoberwoche als erster Staat die Garantie aller Bankeinlagen ausgesprochen. Die Bundesregierung zog nach kurzem Protest am 6. Oktober nach – und gleichzeitig gab es weitere Staatsbürgschaften zugunsten der HRE. Kurze Zeit später das staatliche Bankenrettungspaket mit dem Soffin.

Das war die de facto Verstaatlichung des Bankensystems – allerdings nur der Risiken. Die Eigentumsverhältnisse blieben unberührt. Das Finanzsystem erst einmal gerettet – ohne eine Todsünde wider dem Geist des Privateigentums zu begehen.

Eine plausible Antwort habe ich jetzt nicht, was die Erklärung für die Abläufe in dieser Woche angeht. Zufall? Bewußtes Handeln? Schlichtes Chaos angesichts sich überschlagender Ereignisse? Inkompetenz? Aber eines scheint festzustehen: In dieser einen Woche war viel geschehen – und das nur weil sich Experten der Banken geirrt haben. So ein Glück aber auch. Die Frage ist nur: Für wen?

Es bleibt viel aufzuklären.

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1 Analogkäse Juni 6, 2009 um 16:22

@lübberding

“Avanti Dilettanti” trifft es nur scheinbar auf den Punkt. Es stimmt schon: Der Bund hat sich an besagtem Wochenende von den Banken über den Tisch ziehen lassen. Dass die HRE keine sauberen Zahlen vorlegen konnte, hat man im Finanzministerium in Berlin und bei der Aufsicht ja wohl schon länger gewusst – sonst hätte es ja nicht die Sonderprüfung im Frühjahr und die zusätzlichen Stresstests der Bundesbank gegeben… Das Problem ist aber doch: Ende September KONNTE der Staat gar nichts anderes mehr tun, als die Hypo Real Estate zu retten. Die Privatbanken konnten es nicht (mehr). Deutsche, Coba und Co. standen doch selbst vor der Pleite!

2 guggel Juni 6, 2009 um 16:31

§ 283 StGB
Bankrott

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird
bestraft, wer bei Überschuldung oder bei drohender oder eingetretener
Zahlungsunfähigkeit

1.
Bestandteile seines Vermögens, die im Falle der Eröffnung des
Insolvenzverfahrens zur Insolvenzmasse gehören, beiseite schafft oder
verheimlicht oder in einer den Anforderungen einer ordnungsgemäßen
Wirtschaft widersprechenden Weise zerstört, beschädigt oder unbrauchbar
macht,

2.
in einer den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft
widersprechenden Weise Verlust- oder Spekulationsgeschäfte oder
Differenzgeschäfte mit Waren oder Wertpapieren eingeht oder durch
unwirtschaftliche Ausgaben, Spiel oder Wette übermäßige Beträge verbraucht oder schuldig wird,

3.
Waren oder Wertpapiere auf Kredit beschafft und sie oder die aus diesen
Waren hergestellten Sachen erheblich unter ihrem Wert in einer den
Anforderungen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft widersprechenden Weise veräußert oder sonst abgibt,

4.
Rechte anderer vortäuscht oder erdichtete Rechte anerkennt,

5.
Handelsbücher, zu deren Führung er gesetzlich verpflichtet ist, zu führen
unterlässt oder so führt oder verändert, dass die Übersicht über seinen
Vermögensstand erschwert wird,

6.
Handelsbücher oder sonstige Unterlagen, zu deren Aufbewahrung ein Kaufmann
nach Handelsrecht verpflichtet ist, vor Ablauf der für
Buchführungspflichtige bestehenden Aufbewahrungsfristen beiseite schafft,
verheimlicht, zerstört oder beschädigt und dadurch die Übersicht über
seinen Vermögensstand erschwert,

7.
entgegen dem Handelsrecht

a)
Bilanzen so aufstellt, dass die Übersicht über seinen Vermögensstand
erschwert wird, oder

b)
es unterlässt, die Bilanz seines Vermögens oder das Inventar in der
vorgeschriebenen Zeit aufzustellen, oder

8.
in einer anderen, den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft grob widersprechenden Weise seinen Vermögensstand verringert oder seine wirklichen geschäftlichen Verhältnisse verheimlicht oder verschleiert.

3 Ahnungsloser Juni 6, 2009 um 16:35

@guggel

HRE, DB & CoBa in allen Punkten für schuldig befunden. Bloss dass das nie vorm Kadi landet…

4 guggel Juni 6, 2009 um 16:40

Und die Bundesregierung ist mit Schuldig der Beihilfe zur Insolvenzverschleierung.

5 Mindtrap Juni 6, 2009 um 17:03

“… de facto Verstaatlichung des Bankensystems…”

Wieso denn “de facto”? Kann mir mal jemand erklären, warum die Bundesbahn als privatisiert gilt, obwohl der Bund 100% der Anteile besitzt, hingegen die Banken mit dem Bund als Teileigentümer als verstaatlicht? ;o)

An “Avanti Dilettanti” glaube ich nicht. In den Ministerien sitzen zahlreiche Angestellte und Beamte (v.a. auf der von den Vorstands- und Regierungswechseln weniger berührten mittleren Ebene), die seit Jahren ihrem Job nachgehen, ebenso in den Banken. Ich tippe eher darauf, daß die “Großkopferten” ihre Spielchen gespielt haben… Machtkampf halt. Für Dilettantismus sind alle beteiligten Seiten viel zu lange im Geschäft. Privat geht immer noch vor Katastrphe…

6 guggel Juni 6, 2009 um 17:44

@Mindtrap

Die Bahn wird privatisiert genannt weil man dann unter dem Deckmantel dieses Labels all die Dinge machen kann, die bei einem “Staatlichen Betrieb” vom Bundesrechnungshof geprüft werden ;)

Und Großkopferte, da hab ich auch ein schönes Beispiel aus dem Bankensektor. Anfang 2000 erzählte der Vorstand der Dresdner Bank in einem Interview der Presse, dass auch die Dresdner demnächst ein Onlineportal für ihre Kunden habe, welches keine Wünsche offen ließe (inkl. online brokerage ect.) und welches Ende Juli, Anfang August eröffnet werden würde. Alle waren hellauf begeistert…bis auf die IT-Abteilung der Dresdner, denn die wusste gar nix davon *haha* Und damit sich der Vorstand nicht all zu sehr blamiert, wurde kurzerhand um die Ecke der Frankfurter Börse zwei Großetagen in einem Gebäude angemietet. Es wurden so gut wie alle auf dem Markt verfügbaren Programmierer zu egal welchem Preis angeheuert, Serveradministratoren, Techniker, die Infrastruktur wurde schnell zu egal welchem Preis gekauft und dann wurden die alle auf die zwei Etagen verteilt und durften 14 Stunden am Tag Schuften. Schlussendlich wurde dann im August ein Onlineportal eröffnet, aber es konnte weiß Gott noch nicht all das was der Vorstand mal aus einer Laune heraus versprochen hatte und das zum, ich schätze mal, 3-4 fachen Preis wie es bei einer langfristigen Planung gekostet hätte. Großkopferte heißen so weil sie halt gern mal das Maul groß aufreißen :D

7 Nanuk Juni 6, 2009 um 17:53

@guggle
“Und die Bundesregierung ist mit Schuldig der Beihilfe zur Insolvenzverschleierung.”

Eine Antwort der Kanzlerin liegt auch schon vor…

http://www.youtube.com/watch?v=tCa-JcjAH-E

8 Kaiserbubu Juni 6, 2009 um 18:02

Die Frage derRolle der Deutschen Bank und vor allen Dingen von Ackermann, der ja angeblich die Regierung ständig als Berater begleitete muss geklärt werden.
Ackermann hat ja “keine Steuergelder” benötigt. Wäre die HRE gekippt, wäre die Deutsche Bank auch gekippt?

Hat der “Pferdeflüsterer Ackermann” Deutschland regiert. Man erinnere sich an Steinbrück und Merkel, wie “geradezu peinlich” deren falsche Einschätzungen sie deklassiert hatten. Offenbar war da der “gute Rat” von Ackermann entscheidend, die Bank als zwingend”systemrelevant” einzustufen und sich selbst aus der Schlinge zu ziehen.

Kaiserbubu hören! BAD BANK

http://www.myspace.com/kaiserbubu

9 MariaBitterlich Juni 6, 2009 um 18:08

Die HRE-Story hätte ich persönlich lieber im FAZ-Blog gelesen. Hattest Du das in Erwägung gezogen?

Maria

10 f.luebberding Juni 6, 2009 um 18:23

Nein. Ich schreibe nicht in der FAZ, sondern eher in der FR … .

Gruss f.luebberding

11 MariaBitterlich Juni 6, 2009 um 18:31

@f.luebberding

Sorry, ich habe meinen Fehler erst hinterher bemerkt. Ich dachte natürlich beim Thema HRE unwillkürlich an Weissgarnix.

Maria

12 Thomas Juni 6, 2009 um 18:37

Zitat f.lübberding: “Darauf hatte auch Weissgarnix in seinem legendären Beitrag vom 29. September 2009 hingewiesen”

Ich weiß ja, daß Ihr viele Fähigkeiten habt. Daß dieser Blog aber sogar zu Zeitreisen in der Lage ist, war mir dann aber doch neu… ;-)

13 guggel Juni 6, 2009 um 18:42

Korrektur zu #6

Hab grad nochmal in meine Unterlagen geschaut. Das mit dem Onlineportal der Dresdner war nicht 2000 sondern 2001.

14 f.luebberding Juni 6, 2009 um 19:07

Thomas

Also Weissgarnix kann das … . Ich kann noch nicht einmal die Vergangenheit richtig vorhersehen … .

Aber es ist schon beeindruckend wie aufmerksam Du liest. Habe ich geändert.

15 martinsgarten Juni 6, 2009 um 19:26

Aber eines scheint festzustehen: In dieser einen Woche war viel geschehen – und das nur weil sich Experten der Banken geirrt haben. So ein Glück aber auch. Die Frage ist nur: Für wen?

Ich denke im Interesse der Deutschen Bank.

Zur Erinnerung: ca 2 Bill Bilanzsumme – davon über 1 Bill Derivate – ca 37 Mrd EK .

Aus meiner Sicht ist dieses Spielcasino mausetot.

Bei GM hat man auch wieder 4,4 Mrd im Feuer.
Und diese Anleihen sind ja wohl = NULL !

16 holger Juni 6, 2009 um 19:33

Hallo erstmal,

dass das Thema HRE ein Stück aus dem Tollhaus ist, ist mir bekannt. Ob das „juristisch“ jemals aufgedeckt wird, ist so sicher wie die Kohlschen Kapriolen.

Kann es nicht sein, dass ganz viele Stiftungen auch die Politik nahen, Konrad-Adenauer etc. pp. und die Parteien selbst, ihre Euronen dort „geparkt“ haben?

Der ganze Parteienprivatstaat wäre doch zusammengebrochen, wäre schon peinlich oder nicht?

Und noch eine Frage: Warum wurde für sämtliche Rettungsmaßnahmen das Stichdatum 01.Juli.2008 bestimmt? Und nicht ein Datum im September?

Im Juli war doch gar nichts bekannt, und keiner wusste sowie so nix.

17 holger Juni 6, 2009 um 19:38

Anmerkung zu #16

Im Juli war lt. dem Zitronenfalter, noch Aufschwung angekommen.

18 holger Juni 6, 2009 um 20:30

Etwas, was schon zurück liegt 1991 , aber in diesem ganzen Fall womöglich eine entscheidene Rolle spielen kann.

Depfa

2007 in der HRE (Hypo Real Estate) aufgegangen.

1922 gegründet unter dem Namen „Preußische Landespfandbriefanstalt“
1951 umbenannt in Deutsche Pfandbrief Anstalt
Irgendwann nach Irland gezogen (Irisches Recht) Staatsfinanzierer, Immobilienfinanzierer

1991 März: Börsengang
Tochterfirma die Aareal Bank. Das Logo sowie Arrangement sind sehr interessant.

„Treuhand:
…Mit der Wiedervereinigung wurde sie eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts unter der Fachaufsicht des Bundesfinanzministeriums.

(Anm. Schauen wir doch dann wirklich mal bei der Bundesfinanzagentur GmbH vorbei
incl. Aufgaben der BaFin)
Nachdem der Treuhandchef Detlev Karsten Rohwedder von der RAF am 1. April 1991 ermordet worden war, wurde die CDU-Politikerin Birgit Breuel am 13. April 1991 zur neuen Präsidentin der Treuhandanstalt gewählt. Für die Treuhandanstalt waren diverse Manager und Politiker als Berater tätig, unter anderem Klaus von Dohnanyi und Klaus Schucht…“
[Quelle Wikipedia]

[1991 Mai, Bundesfinanzagentur GmbH Gesellschaftsvertrag abgeschlossen, HRB 51411 AG Frankfurt a.M. Eigentümer Bundesrepublik Deutschland] Quelle Amtsgericht FFM

Das ist also aus der Depfa geworden. Aus einer ehemals, staatlichen Bank, hat man ein privates Gebilde gebaut, welches sich auf der irischen Sonnenseite des Seins, gesonnt oder wie jetzt, beregnet hat lassen.

Der Aspekt, des zeitlichen Ablaufs, ist wahrscheinlich rein zufällig. Obwohl, in der Finanz und Politik Bühne gibt es keine Zufälle. Es gibt in den Jahren der so genannten Wiedervereinigung, so viele Zufälle, man hätte im Lotto jeden Tag einen Sechser plus Superzahl.

Eingefügt werden muss noch die Dissertation von Constanze Paffrath (CDU). Diese behandelt unter anderem, die Behauptungen seitens des Ehrenwortgeber Kohl. Sowie die nicht Rückgabe, der von 1945-1949 enteigneten, Grundbesitze als auch Immobilien an die rechtmäßigen Eigentümer. Der Wert wurde auf ca. 600 Mrd. DM geschätzt. Aber schauen wir doch einfach mal hier. http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/040119/04/frames.html

Oder bestellen Sie sich das Buch zum Beispiel, (keine Werbung) unter:
http://www.amazon.de/Macht-Eigentum-Enteigungen-deutschen-Wiedervereinigung/dp/341218103X

Och, das Eine hat ja mit dem Anderen nichts zu tun. Das sind alles Hirngespinste. Natürlich lauter Zufälle von Morgens bis Abends.

Und hier für die, die es nicht glauben mögen, Herr Gorbatschow: The Stage is yours

http://www.youtube.com/watch?v=sSJiTEgqSAE

19 Gelbe Armbinde mit drei schwarzen Punkten Juni 6, 2009 um 20:41

Ich vernehme immer noch keine Forderung nach der sofortigen Einführung einer Börsenumsatzsteuer, somit Verzicht auf die EU-Verfassung, zur Gegenfinanzierung dieser Dämlichkeiten des Finanzministeriums und des Totalversagens der Bafin. Ich höre immer noch keine Zustimmung zu Obamas Plänen, gewisse Steuersparmodelle der global player außer Kraft zu setzen, um damit den Bundeshaushalt auf ein vertretbares Maß zu bringen. Lübbering, meckern kann jeder, nur es sind Lösungen gefragt.

Zur Deutschen, die hat selbst nicht eine einzige GM-Anleihe, ihre Kunden hat es, wie sollte es anders sein, wie immer auf dem Hühnerauge erwischt. Fragt sich nur, wer denen den Schrott aufgeschwatzt hat. Und das sollte im Zweifelsfall vor Gericht geklärt werden, denn nach ihren Telekom-Taten, und, und, und .. hat die Deutsche mit Anfangsverdacht zu kämpfen.

20 Gelbe Armbinde mit drei schwarzen Punkten Juni 6, 2009 um 21:00

@18 holger
Es war nicht die DEPFA. Die Bilanzsumme der HRE ist von 2006 161 Mrd. € auf 2007 400 Mrd. € explodiert. Das war niemals irgend eine kleine unbeaufsichtigte Stohfirma mit 5 Angestellten, die in einer Steueroase residierte.

Wie ruft man einen ehemaligen Händler der Baringsbank?
“Hey, Kellner!”

21 DT Juni 6, 2009 um 21:01

Jörg Asmussen heißt der Schuldige und Verantwortliche. Er ist das trojanische Pferd von Joe Ackermann als Staatssekretär im Finanzministerium, und Peer Steinbrück hat das komplette Handeln an ihn deligiert. Asmussen hat die ganzen Staatsgelder via HRE an die DeuBa verschoben, damit Joe gedeckt blieb.

Das ganze war so eingefädelt, und Joe A hat den obersten Finanzamtsmann im BMF auf seine Getreuenliste. Joe ist wirklich schlau. Aber vor dem Zorn des Volkes wird er sich dereinst auch in St. Gallen nicht mehr sicher sein, und seine ergaunerten Hunderte von Millionen, die sollen ihm eines Tages die gefräßig Kehle versperren.

Wenn Asmussen nach der Ablösung Steinbrücks auch seinen Hut nehmen muß, wird er 100%ig in die Arme der DeuBa fallen.

Dann erhält er seinen Judaslohn ausbezahlt. Aber auch diese Silberlinge werden ihm in seiner gierigen Kehle stecken bleiben.

22 holger Juni 6, 2009 um 21:06

@GAmdsP 20

Falsch, gehört alles zusammen.

“Es war nicht die DEPFA. Die Bilanzsumme der HRE ist von 2006 161 Mrd. € auf 2007 400 Mrd. € explodiert.”

Depfa 2007 in der HRE (Hypo Real Estate) aufgegangen. siehe #18

23 holger Juni 6, 2009 um 21:12

@GAmdsP 20
Nachtrag
Übernahme von extra terristischen Wertpapieren in dem Zeitraum von Depfa zu HRE ?

24 Don Alphonso Juni 6, 2009 um 21:46

Also, wenn man ehrlich ist: Eine echte “Due Diligence” einer Bank im Sinne von “Herz und Nierenprüfung” braucht erheblich länger, zumal man in aller Regel erst mal Modelle haben muss, um die Entwicklung der Firma einschätzen zu können. Im Fall der HRE war die Frage da wohl wirklich nur noch, wie schnell – Stunden oder Tage – das Ding implodiert. Da eine Due Diligence anzusetzen, für die man auch mit einem üppigen Beraterstab ein paar Wochen bräuchte, erscheint mir reichlich unrealistisch. Ich habe den Eindruck, dass der SPON keinen blassen Schimmer vom Wesen einer Due Diligence hat. Was man sagen kann ist: Es war sehr knapp. Und ich kann es irgendwie verstehen, wenn man bei einer Kernschmelze erst mal darauf verzichtet, die Techniker die Abluftgitter und die Betriebskantine prüfen zu lassen. Man kann sich bei der HRE über vieles aufregen, aber der SPON-Beitrag ist meines Erachtens nicht gerade ein guter Anlass.

25 guggel Juni 6, 2009 um 22:01

@holger

“Nachtrag
Übernahme von extra terristischen Wertpapieren in dem Zeitraum von Depfa zu HRE ?”

Hmm? Was is? “Extra terrestische Wertpapiere”? Ja wird denn jetzt schon mit Mondimmobilien spekuliert?!!??

26 holger Juni 6, 2009 um 22:05

@ guggel

Außerhalb der Bilanzen plazierte Wertpapiere, der der Berichtigung noch bedürfen. Virtuelles aus Raum und Zeit des Erfindungsgeistes. (frechlach)

27 eske Juni 6, 2009 um 22:50

Spielt im Fall HRX nicht auch die Haftungsfrage eine Rolle?
Bei Nachdenkseiten gelesen:

“Offensichtlich hat man sich dann zu inoffiziellen Gründungen deutscher, übler Banken entschlossen. Eine davon dürfte die HRE gewesen sein. Denn ihre Gründung geht auf die Auslagerung schlechter Risiken durch eine Bank zurück, die besonders betroffen war von schlechten Risiken: die HypoVereinsbank in München. Sie lagerte die schlechten Risiken auf die HRE aus und war dann gesund genug, um für ihre Aktionäre einigermaßen lukrativ an die italienische Bank UniCreditGroup verkauft zu werden.

Das geschah am 29.9.2003.

Fünf Jahre später, am 28.9.2008, lief nach geltendem Recht, dem Umwandlungsgesetz, die Haftung der HypoVereinsbank für Ansprüche (Risiken) der HRE aus. Man musste also mit der staatlichen Hilfe für die HRE bis zum 29.9.2008 warten, um die HypoVereinsbank aus der Haftung entlassen zu können und uns Steuerzahler alleine bezahlen zu lassen. ”

Quelle:http://www.nachdenkseiten.de/?p=3743

Es gab sogar schon seit Angfang 2008 Hinweise auf Probleme bei der HRE, d.h. die Bundesregierung hätte eigent6lich Bescheid wissen müssen:

Hinweise des Tages, 8. April 2009,
Punkt1:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=3879#more-3879

Will ja nicht paranoid klingen, aber irgendwie hab ich da das Gefühl von Mauscheleien, vor allem wenn man Herrn Asmussens Vorgeschichte kennt.

28 guggel Juni 6, 2009 um 23:13

@eske

Du liegst schon richtig. Es geht aber noch viel weiter zurück. Die Hypobank war die ehemalige “Hausbank” der CSU (heute ist es die BLB) und war damals schon in die Amigo-Machenschaften verwickelt. Das geht von Strauß über Streibl, Weigel bis hin zu Stoiber, der sie dann letztendlich der Vereinsbank aufdrängte. Schon damals gab es bei der Fusion großes Geschrei im Vorstand der Vereinsbank als faulen Kredite (mindestens 4 Milliarden) auftauchten. Die wurden dann in die HRE ausgegliedert. Es gehen Vermutungen um dass auch die Allianz dorthin “ausgelagert” hat, konnte aber dazu noch nichts finden. Eine “kurze Finanzgeschichte Bayerns” findet man hier

http://www.vsp-vernetzt.de/soz/9920041.htm

29 holger Juni 6, 2009 um 23:28

@ guggle @ eske

genau der richtige Weg. Wird aber später noch “lustiger”. Wie ein Ü-Ei.

30 Nanuk Juni 6, 2009 um 23:49

und wer steckt bei der UniCreditGroup mit 25% drin die Königinstr. 107 in München… da gab es glaub ich einen Aktientausch… nur aus dem Gedächtniss

31 weissgarnix Juni 7, 2009 um 00:26

Der springende Punkt liegt in meinen Augen woanders: Es war überhaupt gar keine due diligence nötig, um sich über die Lage einigermaßen klar zu werden. Oder glaubt einer vielleicht, ich hätte am 29. September eine solche bei der HRE gemacht???

Das ist ja das Unglaubliche an der Nummer: JEDER hätte es sehen können, bei einer ersten groben Bestandsaufnahme aus dem damals letzten Quartalsbericht. Man hätte dann natürlich sagen können “Naja, aber das ist nicht genau, das gibt der Quartalsbericht nicht detailliert genug wieder, und dieses, und jenes und blablabla…”. Und womöglich wäre man nicht auf meine 180Mrd Exposure gekommen, sondern nur auf 150Mrd, weil man diese oder jene assets tatsächlich verwerten hätte können, usw.

Aber man wäre NEVER EVER auf lediglich 35Mrd gekommen. Nicht in der damaligen Marktsituation, wo man die bilanzierten Forderungen garantiert nicht zum bilanzierten Wert losschlagen hätte können. Aber die kurzfristigen Refinanzierungsverbindlichkeiten, die gab es auf jeden Fall. Und den offenkundigen Widerspruch, der sich aus diesen Größen ergab, den hätte jeder sehen müssen, der sich auch nur grob in den HRX-Abschluß eingelesen hätte. Haben sie aber halt alle nicht.

Und das ist der eigentliche Skandal. Wenn es tatsächlich so gewesen wäre, dass ein einsames Smartie von Blogger auf irgendwas draufkommt, per Zufall, Intuition, göttlicher Eingebung oder whatever – na, wem wollte man dann an irgendwas die Schuld geben? Aber so war es eben nicht. Jeder hätte es sehen müssen, nicht durch göttliche Eingebung, nicht durch Intuition und auch nicht durch “due diligence” – sondern schlicht, indem er sich die Mühe macht, überhaupt mal zu gucken.

However, die schlechte Nachricht ist die: Auch dieser Untersuchungsausschuß wird zu nichts führen. Keine Rücktritte, keine Neuwahlen, keine Verschiebungen bei den regulären Wahlen. Wir haben eine absolut skandal-resistente Bundesregierung, dank eines absolut skandal-indifferenten Wählerpublikums. Und das ist der noch viel größere Skandal, und die eigentliche Tragödie an der ganzen Geschichte.

32 Nanuk Juni 7, 2009 um 00:43

“Oder glaubt einer vielleicht, ich hätte am 29. September eine solche bei der HRE gemacht???”

Klar haben wir das geglaubt… ;)

“Wir haben eine absolut skandal-resistente Bundesregierung, dank eines absolut skandal-indifferenten Wählerpublikums.”

Das ist das System Deutschland jeder kennt einen der einen kennt so schottet sich die Elite wunderbar ab… da hilft auch kein Schreiben WGNX man kann nur hoffen das irgenwann jemand nen Hammer nimmt und kräftig draufhaut… Du siehst doch am Fall FDP wie das in Deutschland läuft.Günstlingswirtschaft…

33 holger Juni 7, 2009 um 00:53

@ WGNX

“JEDER hätte es sehen können”

ganz grooooßes Questionmark. Kommt darauf an welcher Affe man ist. Plopp 1 ,2 oder 3 du must dich entscheiden drei Felder sind frei. Plopp, Plopp das heißt stopp. Nur noch einen Hopp dann ist es vorbei.

34 Zykliker Juni 7, 2009 um 01:22

“Aber man wäre NEVER EVER auf lediglich 35Mrd gekommen.”

ein Schulmeisterlein bringt den Grundschülern kurz vor seiner Pensionierung bei: “Merkt euch, liebe Kinder: 3 mal 3 = 5″

Nach seinem letzten Arbeitstag wird der Schaden ruchbar, das Lehrerkollegium berät, wie dieser zu beheben sei. Die einen sind für die Schocktherapie: man muß sofort die Wahrheit sagen: 3 mal 3 = 9!

Die anderen setzen sich mit der Gewöhnungs- und Anschleichtherapie durch, da sie sich ja pädagogisch geschult glauben: die Kinder sollen allmählich an die Wahrheit herangeführt werden, sonst überfordern wir sie, also zunächst: 3 mal 3 = 6; in einem Monat können wir steigern: dann bringen wir ihnen bei: 3 mal 3 = 7; bis zum Ende des Schuljahrs haben wir dann den Fehler unseres verehrten Kollegen ausgebügelt.

Eine dekadente Gesellschaft, die Wahrheiten nicht ertragen kann, verdient es belogen zu werden?

Oder stimmt es anders herum: Politiker belügen in ihrer Fürsorge das Volk, weil sie ihm den Schock ersparen wollen?

Oder noch anders: die im Auftrag der Politik untersuchenden Fachleute erkundigen sich bei Quellen, die sie für glaubwürdig halten (S&P, Moodys, Merrill Lynch, Citigroup), und hantieren im besten Glauben mit den falschen Auskünften?

Ich denke, es ist von allem etwas; wenn man aber die Frage stellt: cui bono, wird doch schnell ein paar Schuhe daraus.

35 Thomas Juni 7, 2009 um 10:06

@Nanuk#29

Die Münchner Rück hält ganz sicher nicht 25 % an Unicredito. Vor ein paar Jahren waren’s 5 %. Wieviel es momentan sind, weiß ich nicht, aber ganz sicher nicht einmal annähernd 25 %.

36 Nanuk Juni 7, 2009 um 12:08

@Thomas

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,378227,00.html

Geschätzte 6%…

Wie gesagt aus dem Gedächtniss ich wuste nur da war was…

37 guggel Juni 7, 2009 um 13:21

Laut Wikipedia hat die Münchner Rück keine nennenswerte Anteile bei der Unicredito, dafür aber die Allianz. Man müsste mal nen Graphen haben in dem die Anteilshöhe der Allianz bei der Unicredito über die letzten 20 Jahre zu sehen sind.

http://de.wikipedia.org/wiki/UniCredit_Group

38 unwissender Juni 7, 2009 um 22:50

@weissgarnix

Es wird sich wohl nur so etwas ändern, wenn überhaupt ….. ….. leider!

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Das-Kapital-Zeit-f%FCr-eine-richtige-Krise/523916.html?eid=313559

39 Robert Juni 8, 2009 um 09:18

Bei dieser Bank zählen keine Gesetze mehr.
Es ist seit dem letzten Quartalsbericht der HRE bekannt, daß die Kernkapitalquote der HRE zum 31. März 2009 auf 3,4 Prozent geschmolzen sei. Diese Zahl sei am 5. Mai öffentlich geworden. Da die rechtliche Mindestanforderung bei vier Prozent liege, hätte der Vorstand unverzüglich Insolvenz beantragen müssen.

Und die BAFIN greift nicht ein.

40 guggel Juni 8, 2009 um 10:38

Tja, was für die gilt, gilt auch für mich. Immerhin bin ich nicht nur Systemrelevant. Wenn ich die Augen schließe, dann bin ich sogar WELTRELEVANT, weil die erst dann wieder da ist, wenn ich die Augen wieder aufmache !!!!!

Wo bleibt mein Rettungsschirm!!!

41 Staatsbank Rott Juni 18, 2009 um 20:00

It’s Finished

ein sehr detalierte Analyse von unseren Freunden aus UK… RBS
nicht wirklich vergleichbar mit unserer HRE, trotzdem ein Highlight über die Dekadenz und dem Wahnsinn des Finanzkapitalismus.

http://www.lrb.co.uk/v31/n10/lanc01_.html

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