Karl-Theodor säuselt uns in der FT was vor

by weissgarnix on 25. März 2009

Ein weiterer Beitrag aus der beliebten Reihe  ”Die mangelnde Moral ist Schuld an der Krise” kommt heute von unserem vielfliegenden Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg; allerdings nur für das anglophone Publikum, denn sein Artikel erscheint ausschließlich in der englischen FT und meiner Kenntnis nach (noch) nicht in deren deutschem Ableger. Kann aber sein, dass die FTD die Guttenbergschen Sentenzen morgen auf Deutsch bringt. Hier jedenfalls schon mal das Essentielle aus seinem Beitrag mit dem Titel “Eine neue Ära des verantwortungsvollen Kapitalismus“ in aller Kürze:

“Wir haben bereits den konzeptionellen Ansatz, um intelligente Regeln aufzustellen, an die sich alle Marktakteure halten müssen, und die Transparenz, Glaubwürdigkeit und Vertrauen schaffen.”

Im Ernst? – Na, dann wäre es doch vielleicht mal eine gute Idee, diesen “konzeptionellen Ansatz” der vor Neugierde platzenden Weltöffentlichkeit vorzustellen, oder?

“Wir müssen wieder eine Kultur der Stabilität und der Verantwortlichkeit im Geschäftsleben herstellen.”

Gähn! – Kann mal bitte jemand eine andere Schallplatte auflegen? – Die hier leiert fürchterlich, es ist schon fast nicht mehr auszuhalten. Alles was es dazu sonst noch zu sagen gibt, bitte hier nachlesen: Die Elite rettet sich selbst

“Unsere Sozialsysteme müssen Marktteilnehmer vor den Konsequenzen von Marktverwerfungen schützen – aber nicht auf Kosten der Flexibilität.”

Das ist meine Übersetzung des englischen Originals “Our social systems should shield market participants from the consequences of market upheaval – but not at the expense of market flexibility.” – Bin mal gespannt, wie der Satz in einem allfälligen FTD-Artikel ins Deutsche übersetzt wird. Denn aktuell schützen unsere Sozialsysteme natürlich vor mehr, als bloßen “Marktverwerfungen”.

In meinen Augen outet sich Guttenberg mit diesem Statement als typischer Liberaler Marshallianischer Prägung, intellektuell ungefähr auf dem Stand von 1923: Arbeitslosigkeit wäre demnach entweder nur “freiwillig” oder eben durch eine “Marktverwerfung” bedingt.

Wird spannend werden, zu sehen, wie Guttenberg in der deutschen Fassung den Spagat zwischen dieser Ansicht und der jüngst so häufig und gerne beschworenen “Sozialen Marktwirtschaft” hinkriegen will. Aber andererseits: jemand, der sich nicht zu schade ist, mit dem Wortverbrechen “ultissima” durch die Talkshows zu tingeln, der sollte auch diese Aufgabe mit Bravour meistern können.

Im weiteren Verlauf seines Artikels meint Guttenberg, jeder – Politiker, Investoren, Banker und Wähler – müsse die Ursachen der Krise genauestens verstehen, um sich über kurzfristiges Krisenmanagement und langfristige strukturelle Entscheidungen ein zutreffendes Bild machen zu können. Aber natürlich ist er dabei der erste, der Sand in die Augen streut: eine Politik des leichten Geldes, fehlende Regularien, falsche Anreize im Immobilien- und Finanzsektor sowie ein Versagen der Ratingagenturen und der Banken- und Finanzmarktaufsicht wären schuld. Und dann gäbe es da noch einige Stimmen, die sagen würden, die “atemlose Jagd nach Gewinnen” wäre schuld, die “Euphorie in einer neuen, risikolosen Welt”.

Ach, gibt es solche Stimmen tatsächlich, ja? 

Und deshalb ist es wichtig, schreibt Karl-Theodor, dass man klare und strenge Regeln aufstellt, die eine Neuauflage der Krise angesichts dieser “inhärenten menschlichen Neigungen” verhindern.

Und ich muß zugeben: darin gebe ich ihm zu 100% recht; auch wenn ich genau weiß, dass der Herr Wirtschaftsminister der CSU darunter was völlig anderes versteht als meinereins. Und nur ein paar Sätze weiter, bemüht er sich denn auch, diese Einschätzung zu bestätigen:

“Es ist jetzt umso wichtiger, die richtige Balance zwischen An-die-Regeln-halten und nötiger Flexibilität zu finden.”

Warum nur, warum, steigen bei diesem Satz düstere Ahnungen in mir auf? – Was meint er wohl mit Flexibilität in diesem Zusammenhang?

Jedoch, kurz danach gleich noch ein Satz, wo ich ihm erneut 100%ig zustimme:

“Boom-und-Bust-Zyklen sind inhärenter Bestandteil der Marktwirtschaft und können nicht ganz vermieden werden.”

Das klingt ja schon fast keynesianisch! – Frage an den Herrn Wirtschaftsminister: wenn dem seiner Meinung nach so ist, was macht ihn dann nach wie vor so sicher, dass sein liberales Weltbild das richtige ist? In der liberalistischen Sicht der Marktwirtschaft gibt es keine Boom-Bust-Sequenzen, wie denn auch, wenn der Markt immer alles so phantastisch regelt?

Der Rest des Artikels ist das übliche “Wir brauchen neue Regeln”-Credo, dass wir schon von Merkel und Köhler ad nauseam vernommen haben.

Hier sei nur sein aufmunternder Schlußsatz nochmals wiedergegeben:

“Eine schlüssige Erklärung der Wirtschaftspolitik, überzeugende Langfrist-Lösungen und gleiche wirtschaftliche Chancen für die Bürger sind Voraussetzung für eine gute Zukunft der Marktwirtschaft sowohl in der kontinentaleuropäischen wie auch der angelsächsischen Variante.”

Worauf ich geneigt bin zu rufen: “Na, dann fangt doch endlich mal damit an!”

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1 Nanuk 25. März 2009 um 17:44
2 weissgarnix 25. März 2009 um 17:57

der war echt gut

3 ppp 25. März 2009 um 18:00

Naja, wenigstens hat er sich mal nicht auf Ludwig Erhard berufen – reicht ja dass unsere Kanzlern damit die Weltpolitik zukleistert.

4 xxHyFoxx 25. März 2009 um 18:24

Bis repetita non placent!

Irgendwie ist zu Guttenberg und Konsorten nichts weiteres mehr zu sagen. Außer vielleicht: “Oh Gott, schon wieder Wahlen… .”

SMG
xxHyFoxx

5 staph.aureus 25. März 2009 um 18:37
6 xxHyFoxx 25. März 2009 um 18:39

… es wird wieder fuerchterlich werden. Zu Wahlzeiten muessen Demokraten noch mehr reden als sonst schon. Sie reden und reden und reden… und zu normalen Zeiten kann man ihnen dadurch entkommen in dem man keine Zeitung mehr liest, den Fernseher entsorgt und das Radio totschlaegt. Doch zu Wahlzeiten wird das ganze Elend noch schlimmer.

Die Politiker sprechen einen beim einkaufen an und wollen verkaufen, dich fuer dumm verkaufen. Sie lauern an Infostaenden und in Bueschen auf einen um mit einem zu reden. Also eigentlich halten sie nur einen Monolog und wenn man weg laeuft folgen sie einem. Sie haengen sich an Straßenlaternen auf, grinsen einen frech an und wollen dein Vertrauen. Sie kleben Aufkleber und werden ihren Schmutz, genannt Wahlflyer in deinen Briefkasten. Muell kommt in die Muelltonne, doch die Poltiker werfen einem ihren Muell in den Briefkasten.
Sie schalten ihre Laberspots in Kinos, auf Veranstaltungen und dann ist da noch ihre fuenfte Kolonne, die einen ueber die vor moralschmalz triefende Aussage: “Wer nicht waehlt waehlt rechts.” zur Wahlurne treiben wollen.

Leute ihr wollt dreieinhalb Jahre von mir nur das ich brav folge und euch durchregieren lasse. Macht doch euren Wahlkrampf bitte ohne mich. Geht zu euren Parteitagen und suelzt die Leute da zu, die wollen das, die kommen deswegen dahin. Aber lasst doch bitte den unbescholtenen Menschen in Ruhe.

Geht, geht mit Gott, aber geht!

7 Frau Doktor 25. März 2009 um 19:16

So im Vorlauf für den großen Gipfel scheint Propaganda-Großkampftag zu sein. Auch Alistair Darlingbeglückt uns mit einem Wort zur Krise, diesmal im Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/politik/gastbeitraege/der-ausweg-aus-der-finanzkrise;2214699

8 HAM 25. März 2009 um 19:47

Zur Psychologie politischer (Selbst)Vermarktung habe ich gerade einige Ausführungen unter HAM # 46 „Superhorst unsanft gelandet“
http://www.weissgarnix.de/?p=1864
gemacht.

9 Peter Semmel 25. März 2009 um 20:13

Noch jemand mit iPhone hier? Etwas zur besseren Darstellung des Blogs auf dem iPhone wäre traumhaft…

Ansonsten: Weiter so! Klasse Blog!

10 spiritformoney 25. März 2009 um 20:42

@guttenberg ;-)

…denn das was sie mit allen mitteln verhindern wollen, werden sie bekommen in einem masse das von tag zu tag wächst…

Die Zukunft des Kapitalismus
von Bill Bonner
Am 07. April 2007 ließ der damalige amerikanische Finanzminister Hank Paulson verlauten, man habe das Problem „im Griff.” Doch dann gab am 20. Juli der Vorsitzende der Zentralbank, Ben Bernanke, zu, dass diese Krise Verluste von bis zu 100 Milliarden Dollar würde bringen können.
Es gab jedoch keinen Behälter, der groß genug gewesen wäre, um die Verluste aus dem minderwertigen Kreditmarkt aufzunehmen. Jedes Mal, wenn einer aufgestellt wurde, dann ist er binnen kürzester Zeit übergequollen. Die jüngsten Berichte zeigen, dass das Ausmaß heute 500 Mal größer ist, als der Vorsitzende der Zentralbank verlauten ließ… und dass es immer noch größer wird. Und das, nachdem 11,7 Billionen Dollar allein in den Vereinigten Staaten dafür aufgebracht wurden, es auszulöffeln. Ob die Leute nun alle Idioten oder kluge Verbrecher sind, kann ich nicht sagen, aber es sollte nach zwei Jahren, in denen wir ihnen zugesehen haben, doch ganz offensichtlich sein, dass ihre Methoden nicht funktionieren.
Ein Plan zu Weltrettung
Es passiert nicht oft, dass ich gerufen werde, um die Regierungen der Welt zu beraten. Um genau zu sein, kann ich mich an keinen einzigen Fall erinnern. Aber ich kann einem verlorenen Fall nicht widerstehen. Also biete ich meinen Plan an, die Welt zu retten.
Ich fange mit einer kurzen Darstellung dessen an, was schief gelaufen ist. Für die Wirtschaft lief es bis zum Frühjahr 2007 so wunderbar, dass man es kaum in Worte fassen kann. Immer wenn man versucht hat, es zu beschreiben, dann klang es lächerlich. Z.B. wenn man schrieb: „Die Reichen werden immer reicher, indem sie ihr Geld an die Ärmsten verleihen.”
„Wir denken, sie schwitzen”, sagte ein Analyst, um zu erklären, warum die Amerikaner Jahr für Jahr über ihre Verhältnisse leben können. Der Westen würde einfach nur das „Übermaß an Ersparnissen” aus dem Osten recyclen, fügte Ben Bernanke hinzu. Gleichzeitig halfen die Derivate – basierend auf Hypothekenschulden von Menschen, die nicht bezahlen konnten – „das Bankensystem sowie das allgemeine Finanzsystem widerstandsfähiger zu machen”, sagte der Internationale Währungsfonds im Jahr 2006. (Köhler?)
Jeder dieser Sätze muss die Götter erst zum Würgen… dann zum Grollen… und zuletzt zum Lachen gebracht haben. Doch dann kam im Jahr 2007 die Korrektur. Plötzlich sahen die großen Geldausgeber, wie ihre Häuser an Wert verloren. Kreditgeber sahen zu, wie die Kreditsicherheiten zusammenbrachen. Und das Ende war nah. Zwei Jahre später waren 50 Billionen Dollar verloren, einer Schätzung der asiatischen Entwicklungsbank zufolge. Nach einem solchen Schlag ins Gesicht, sollte man ein wenig Klarheit erwarten dürfen. Doch die Öffentlichkeit scheint auf den Geschmack der Geldverschwendung auf Staatskosten gekommen zu sein, jetzt scheint sie davon nicht mehr genug bekommen zu können.
Lesen Sie nur die Financial Times. In der vergangenen Woche brachte sie eine windige Serie über die „Zukunft des Kapitalismus”, in der sie die Leser dazu einlud, sich vorzustellen, wie das dahinsiechende alte Kredo reformiert werden könnte. Für den Kapitalismus bedeutet das, dass er vom Regen in die Traufe kommt. Larry Summers, der oberste Finanzberater Obamas, verlieh der vorherrschenden Ansicht Worte: „Die Feststellung, dass sich die Wirtschaft selbst stabilisieren wird, ist normalerweise richtig, aber sie ist einige Male in einem Jahrhundert falsch. Und dies ist eine dieser Zeiten… es braucht in diesen Zeiten außergewöhnliche öffentliche Maßnahmen.”
Sein Programm kann mit einer weiteren schwermütigen Absurdität ausgedrückt werden. Die Verbraucherwirtschaft ist aufgrund zu großer Ausgaben gescheitert. Jetzt werden wir sie wiederbeleben, indem wir noch mehr ausgeben. „Gebt mit eure durchtriebenen Banker, ihr hoffnungslosen Geschäftsführer, eure zusammengekauerten Massen von Gaunern, Prassern und Verschwendern”, sagte das Obama Team, „und wir geben euch das Geld anderer Leute.”
„Es gibt keinen Ort, der seinen Beitrag zur weltweiten Nachfrage jetzt reduzieren sollte”, erklärte Summers. „Die Welt braucht mehr Nachfrage.” Aber die Nachfrage ist genau das, wovon die Welt in der letzten Zeit zu viel hatte. Englischsprecher haben zu hohe Kredite aufgenommen, um Nachfrage zu erzeugen… und sie haben zu viele Häuser und zu viele Einkaufszentren gebaut, um diese zu sättigen. Und trotz des lockeren Geldes, das von Bush, Bernanke und Paulson zur Verfügung gestellt wurde, ist die Nachfrage zurückgegangen, denn das wahre Problem war nicht der Mangel an Ausgaben sondern ein Überdruss an Schulden. In Amerika sind die Gesamtschulden von 150% des Bruttoinlandsproduktes in den Achtzigern auf 350% im Jahr 2007 gestiegen. Die Finanzmärkte sind in Panik ausgebrochen, als deutlich wurde, dass die Schuldner keinen ausreichenden Geldfluss hatten, um die Schulden abzubezahlen… und die gesamte Weltwirtschaft ist in Aufregung geraten, um die Produkte für Menschen anbieten zu können, die sie sich nicht leisten konnten. Anleger haben seither die schuldengetränkten Anlagewerte beständig im Wert gemindert.
Das Problem ist offensichtlich – reduziert das Schuldenniveau. Schulden im Wert von ungefähr 20 Billionen Dollar müssen allein in den Vereinigten Staaten verschwinden. Und dann können die Verbraucher wieder zu dem zurückkehren, was sie am besten können – konsumieren. Aber wie kann man das Schuldenniveau verringern? Der einstige Finanzminister Andrew Mellon hatte im Jahr 1929 die richtige Idee. „Liquidieren Sie die Arbeit, liquidieren Sie den Aktienmarkt, liquidieren Sie die Landwirtschaft, liquidieren Sie die Immobilien… das wird die Fäulnis aus dem System vertreiben. Die Werte werden wieder angepasst und das Unternehmertum wird die Ruinen von den weniger fähigen Menschen übernehmen.”

Nein – dies ist nicht meine Sicht der Dinge. Es ist jedoch bezüglich der Ursachen der Krise (Schulden) zumindest ein Hinweis.

Gruß, sfm

11 wisi 25. März 2009 um 21:32

Der Ausweg
von Alistair Darling
Wir befinden uns zurzeit in der schwierigsten Generation. Die internationale Gemeinschaft muss den Abschwung auf eine nachhaltige Zukunft nehmen. Internationale Zusammenarbeit bei der Sanierung und bei der Regulierung der Schlüssel ankurbeln und Banken wieder bekräftigen.
Nur durch Zusammenarbeit können wir bereit sein diese eine grünere, gerechtere und wohlhabendere Zusammenarbeit bei allem, was wir zur Stützung in Europa arbeiten zusammen an fiskalischen Stimuli, Kreditgarantiesystemen und der Rekapitalisierung kooperieren.
Daher ist der auch so wichtig.
Wir müssen auch die Finanzregulierung, wo es nötig ist trockenlegen. Wir müssen Risiken und Aufsichtskollegien besser managen. Banken sollen in guten Jahren sich übernehmen, damit sie, wenn es zu einem Abschwung kommt, die Kreditvergabe fortsetzen.
Wir müssen unser Engagement bekräftigen. Eine Öffnung von Millionen von Menschen brauchen wir nicht zulasten der Beschäftigung oder des Wachstums sanieren.
Alistair Darling ist Finanzminister Großbritanniens.

12 caesar4441 25. März 2009 um 21:43

Karl-Theodor ist natürlich -wie allen anderen Politiker auch – dem System verpflichtet.Er kann also gar nichts anderes von sich geben,sonst ist er weg vom Fenster.
Diese sogenannte Krise war natürlich weder nicht vorauszusehen noch ungeplant.Die Krise ist Teil des Vorgangs bei dem weltweit viele Billionen Dollar Steuergelder abgeschöpft und in dunkle Kanäle geleitet werden.Ich nenne es den großen Zampano ,nennt es wie Ihr wollt von mir aus auch das dunkle Imperium.Fakt ist jedoch das Geld wird abgeschöpft es löst sich nicht in Luft auf.
Die Subprimekrise ist dabei nur ein Ablenkungsmanöver.Das wäre auch im ungüstigen Fall max. 1,5 Billionen.Tatsächlich sicher sehr viel weniger ,wenn man die Schuldner selbst gestützt hätte.
Die Subprime wurde aber als vorgeschobener Sündenbock gebraucht,um dahinter 20 oder mehr Billionen einzusacken.
Diese 20 Billionen müssen nun von der Bevölkerung aufgebracht werden.Das wird sicher zu einem erheblichen Teil über eine fette Inflation neben gewaltigen Steuererhöhungen erreicht werden,bei der auch z.B. die Ersparnisse ,Rücklagen für das Alter etc. der arbeitenden Bevölkerung entwertet werden.
Das hat sicher unser Bundeshorst mit dem Satz gemeint ,daß wir A L L E über unsere Verhältnisse gelebt haben.Wir haben nämlich Altpapier für unsere Alterssicherung angesammelt und erwarten ,daß dieses einen realen Wert hätte.

13 Chat Atkins 25. März 2009 um 23:08

Kalle hat nichts zu sagen – aber das macht er doch gut! Also keine Kritik mehr, biddä!

14 Unwissender 25. März 2009 um 23:14

@Nanuk

Da hat sich hier im blog doch letztens einer über Deine Videos beschwert?

Mach weiter so – denn die Themen hier sind leider zu ernst, um nicht etwas Humor zu benötigen!

http://www.youtube.com/watch?v=djvsj1mPjD0&feature=PlayList&p=7FF749F2BA492611&index=0&playnext=1

15 Ich 25. März 2009 um 23:15

Eben. Was soll die Kritik? Der Mann ist doch kein Oekonom. Ich verstehe nicht, wie man Guttenberg, der mal eben aus der Provinz auf die Weltbuehne gezogen wurde, nun erwarten kann, dass er dolle Loesungen anbietet.

16 Eclair 25. März 2009 um 23:19

“Der Mann ist doch kein Oekonom. Ich verstehe nicht, wie man Guttenberg, der mal eben aus der Provinz auf die Weltbuehne gezogen wurde, nun erwarten kann, dass er dolle Loesungen anbietet.”

Und wenn er Ökonom wäre, hätte er vermutlich auch keine. Oder sind irgendwelche deutschen Ökonomen bisher mit dollen Lösungen aufgefallen…?

17 HAM 26. März 2009 um 00:45

Nun ja, wenn ich bedenke, was die “Chefvolkswirte” der größten Banken an Analysen und Prognosen abgeliefert haben …

18 Alvar Hanso 26. März 2009 um 04:09

@#12
“Die Krise ist Teil des Vorgangs bei dem weltweit viele Billionen Dollar Steuergelder abgeschöpft und in dunkle Kanäle geleitet werden.Ich nenne es den großen Zampano ,nennt es wie Ihr wollt von mir aus auch das dunkle Imperium.Fakt ist jedoch das Geld wird abgeschöpft es löst sich nicht in Luft auf.”

Zampano = Zentralbank

Das ganze Geld was Heli-Ben jetzt nachdrucken muss ist schlicht vom System gefressen worden, wo sollen denn sonst derartige Summen (20 Bio) “verschwinden”.
Dafür gibt es noch zu wenige Multi-Milliadäre.

19 Frankie Bernankie 26. März 2009 um 14:33

@ich #15

” Der Mann ist doch kein Oekonom.”

Gerade das hätte ja zu Hoffnungen Anlass gegeben.
Und ich meine das jetzt nicht im Sinne des üblichen Ökonomen -bashings. Der Mann ist Politiker und soll politisch handeln, das ist seine Aufgabe.
Es laufen so viele kluge Ökonomen rum , die sich alle nicht einig sind, und man hat nicht den Eindruck , daß ihr Ökonomenwissen ausreicht , um einen Königsweg aus der Krise zu weisen. Also was sollte es bringen wenn da der Wirtschaftsminister auch noch ein Ökonom wäre?
Dann hätte er eine vorgefasste Meinung, und würde beratungsrestistent mögliche Optionen garnicht ins Auge fassen.

Dies war übrigens der Grund, warum es im britischen Empire lange Zeit verpönt war , daß ein Minister “vom Fach” war. Dabei handelt es sich nämlich um einen Politiker , und der soll politisch denken und entscheiden, und nicht ökonomisch, juristisch oder polizeilich! Für die Sachfragen gibts dann Experten, am besten einige mit verschiedenen Ansichten.

Guttenberg will aber offensichtlich als Ökonom ernstgenommen werden und nicht als Politiker, und sein Gerede erinnert an belangloses Kolumnistengewäsch von Wirtschaftsjournalisten, wie man sie z.B. in der anbiederischen Kapitalistenversteher-Redaktion der SZ findet.

20 HAM 26. März 2009 um 15:43

@ Frankie Bernankie #15

Wie soll man eine Frage „politisch“ entscheiden, wenn man sich auf fachlicher Ebene noch gar nicht über die Kausalzusammenhänge einig ist?

21 Frankie Bernankie 26. März 2009 um 15:53

@HAM #15

” Wie soll man eine Frage „politisch“ entscheiden, wenn man sich auf fachlicher Ebene noch gar nicht über die Kausalzusammenhänge einig ist?”

Warum fragst Du mich das ? Bin ich Politiker ? Hab ich mir das Minister-Sein ausgesucht? Nein.

Aber der Guttenberg schon. Dann soll er auch entscheiden , wenns Entscheidungsbedarf gibt. Aber er sollte halt in erster Linie politisch dabei denken, das ist meine Meinung.

Dass das nicht leicht ist , weiss ich auch, aber leicht ist schwer was.
Entscheiden unter sicheren Bedingungen kann jeder.

22 FJ 26. März 2009 um 17:10

Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass das, was der von und zu von sich gibt, auf seinem eigenen Misthaufen gewachsen ist? Jeder Minister hat sein Ministerium und seine Redenschreiber. Das ist ja auch der Grund, warum es egal ist, wer auf dem Ministerposten sitzt…

23 HAM 26. März 2009 um 17:31

Muss man nicht zwischen Politiker und Politiker-Darsteller unterscheiden?

Ich habe den Eindruck, die meisten der sog. Politiker sind doch nur noch Politiker-Darsteller, und zwar oben wie unten.

Insofern wäre es nur konsequent, auch hier Leute wie Reagan oder Schwarzenegger auf die Ämter zu setzen.

Das wäre auf jeden Fall ein ästhetischer Gewinn.

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