Nach dem regionalen der weltweite Bailout

von weissgarnix am 4. Februar 2009

Ich habe es in der Vergangenheit schon häufiger geschrieben und wiederhole es hier gerne nochmal: die politische Agenda in den entscheidenden Regionen der Welt ist mitnichten auf “Systemwechsel” ausgerichtet. Wer der Meinung ist, dem wäre so, dem sage ich guten Gewissens: er träumt! Alles was aktuell vor sich geht, die diversen Rettungsschirme, Bailout- und angedachten Bad Bank-Maßnahmen, die Konjunkturpakete … all das zielt auf ein grundsätzliches “Weiter so wie bisher!” innerhalb der bestehenden Wirtschafts- und Finanzordnung. Das bedauern nicht nur marxistische Weltrevoluzzer, sondern auch eine ganze Reihe von Leutchen inklusive meiner Wenigkeit, die den Kapitalismus eigentlich nur grundlegend reformieren wollten. Aber nichts von alldem wird passieren! Wer einen bekannten Kommentator wie Lucas Zeise im “kleinen Kreis” mal so richtig seinen Frust darüber raushängenlassen sehen möchte, der soll sich diesen Beitrag von ihm im “Herdentrieb”-Blog der ZEIT durchlesen.

Findet man sich damit ab, dass die politische Agenda der nächsten Monate und Jahre auf den Erhalt des bestehenden Systems abzielt, und versteht man wie ich den Kapitalismus als pyramidale Verkettung von Kreditverträgen, salopp gesprochen also als “kreditären Kettenbrief“, dann ist die Prognose nicht allzu schwierig, dass die nächsten Schritte zur Bewältigung der Krise die Einrichtung und Aktivierung von regionalen und globalen “Lenders of last resort” vorsehen werden. Das ergibt sich absolut zwangsläufig aus dem Umstand, dass die Institutionen, denen diese Funktion bislang auf nationaler Ebene zufiel, zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Namentlich die Grenzen, die sich ergeben, wenn man an einer “endogenen” Lösung der Krise interessiert ist. Denn natürlich liesse sich die Notenpresse anwerfen und per Helikopter Geld abwerfen, aber wer diesen Schritt geht, der weiss, dass er damit außerhalb der Systemgrenzen agiert, es ihm daher früher oder später samt und sonders um die Ohren fliegen wird. Und da dies im Zeitalter der Globalisierung Konsequenzen nicht nur für ihn sondern auch für alle anderen hätte, ist es überaus fraglich, ob ihm das die Führer industriellen Welt überhaupt gestatten würden. Meine Meinung ist: würden sie nicht! Für Griechenland & Co. bedeutet das: sie haben gar keine andere Wahl, als in der Eurozone zu bleiben.

Was bedeutet das aber vor allem? Die Kooperation auf regionaler und globaler Ebene. Im letzten Beitrag äußerte sich Wolfgang Münchau noch sehr skeptisch zu den diesbezüglichen Befindlichkeiten der Deutschen, insbesondere Frau Merkel und Herrn Steinbrück betreffend. Meine sehr sichere Überzeugung ist aber die, daß die deutsche Politik bislang weniger aus böser Absicht denn aus weitestgehender Ahnungslosigkeit so konfus agiert, selbstredend verstärkt durch die brutale Vehemenz, mit der sie von der Krise überrascht wurde. Die Welt wird sich, nolens volens, zu einem kollektiven Kraftakt durchringen, die Franzosen, Italiener, Spanier und diverse kleinere EU-Staaten werden sich angesichts der Ausweglosigkeit ihrer Lage hinter dem neuen Führer der Welt, Barack Obama, versammeln, weil er vorangeht und sein Weg die Rettung verspricht. Und da möchte ich die deutsche Regierung doch mal sehen, die sich standhaft der Teilnahme verweigerte.  Für mich steht es daher außer Frage, dass die Eurozone bis auf weiteres fortbestehen und die übrigen Mitgliedsländer ihren fußkranken Kollegen zur Hilfe eilen werden. Ob per gemeinsamer Anleihe, pan-europäischer bad bank oder wie im Detail auch immer, aber an der Stelle wird nichts anbrennen.

Das gleiche auch im globalen Kontext: die Emerging Markets müßten sich an den fiskalischen Maßnahmen beteiligen, damit bestmögliche Wirkung erzielt wird, so allenorts der Tenor. Aber wie? Wo sollen die denn das dafür erforderliche Geld hernehmen, wo sie doch auch schon ohne Krise auf dem Zahnfleisch gingen?

“Nicht verzagen, den Internationalen Währungsfonds fragen!”, lassen uns dessen Präsident Strauss-Kahn wie leitende Mitarbeiter schon seit geraumer Zeit wissen, in den letzten Wochen zunehmend häufiger. “Der IMF muß reaktiviert werden”, schreibt PIMCO-Chef El-Erian nicht nur in seinem Buch sondern auch in diversen Beiträgen in der internationalen Wirtschaftspresse. Gestern meinte der bekannte Harvard-Ökonom Dani Rodrik in seinem Blog: “Warum hören wir nicht mehr von den IMF-Sonderziehungsrechten?” und plädierte vehement für eine solche Lösung. Und wie sagte es kürzlich in Davos George Soros?

“So there has to be– here– here you have a storm that has suddenly hit those countries– all the way from Brazil– South Africa, all the African countries, Latin America, it’s all– the storm comes from the center. These countries have actually been– following good market discipline. Suddenly they are hit and the international financial institutions have to do something to provide them with relief. They need two– two types. One is to support the banking system and the currency, the debt requires some– you know, funds that can be employed urgently when needed. And then you need longer term capital to allow the banks to– the– countries to engage in counter cyclical– policies stimulating the domestic economy. So those are the thoughts. And no thought– not sufficient thought is given to that. Now, what we are doing, we are creating money to make up for the– for the collapse of– credit. We need to do that internationally. And there is a mechanism. It already exists. It’s called special drawing rights. So we ought to issue special drawing rights on a very large scale, like $1 trillion, and then the rich countries would lend or donate, preferably donate, their allocations to the poorer countries. And that is what the– that would be the, let’s say, the centerpiece of– there are other measures that need to be taken. But that’s the one that would make– it would be similar to the stimulus– that we are passing in the United States.”

Yep, so läuft das. Brasilien, Argentinien, Afrika  … hier habt ihr 1 Billion, aber nur unter der Bedingung, dass ihr im Gegenzug für 800 Milliarden bei uns einkauft. Das konnte Rosa Luxemburg natürlich nicht ahnen, dass der Imperialismus eines Tages solche Formen annehmen würde, aber so und nicht anders wird das ablaufen. Und die Bürger der Geberländer werden es genausowenig goutieren, daß man ihr Geld en gros in die Entwicklungsländer schaufelt, wie sich mancher Deutsche oder Holländer heute vorstellen mag, dass er für die Schulden der Griechen, Spanier und Irländer haften soll. Ich gehe jedoch jede Wette darauf ein: es wird trotzdem passieren!

Die Fat Ladies können also noch ein Weilchen in ihrer Garderobe verharren und Stimmübungen machen, bis zur finalen Arie in dieser Tragödie ist es noch ein wenig hin …

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1 guggel Februar 4, 2009 um 13:14

Ich bezweifle dass Südamerika (zumindest ein Großteil der Länder dort) sich so die Pistole auf die Brust setzen lassen wird. Der Kontinent wird sich abkapseln…kann er ja auch…die haben ja alles was sie so brauchen vor Ort.

2 edicius Februar 4, 2009 um 13:20

@wgnx
… all das zielt auf ein grundsätzliches “Weiter so wie bisher!” innerhalb der bestehenden Wirtschafts- und Finanzordnung. Das bedauern nicht nur marxistische Weltrevoluzzer, sondern auch eine ganze Reihe von Leutchen inklusive meiner Wenigkeit, die den Kapitalismus eigentlich nur grundlegend reformieren wollten.

Ich habe NIE etwas anderes erwartet. Das System geht zum Geldbrunnen, bis es bricht. Nicht, weil Revoluzzer und Reformuzzer sich irgendwas wünschen, sondern weil das System hart kollabiert, kommt das Ende. Die können hier Gelder aus dem Nirvana ziehen soviel sie wollen. Was die Stunde geschlagen hat zeigt sich doch daran, dass jede Maßnahme nur noch in eine Richtung wirkt und sich auch die Experten streiten, wieviel Zeit dem System damit noch gewonnen werden kann. Das Ende steht fest.
Denn, das ist aus Sicht der Eliten und Profiteure das Dilemma, “Reformen” müssten, um Wirkung zu zeigen, das System unterdessen so weit verändern, dass Elite nicht mehr Elite und Profiteur nicht mehr Profiteur bleiben könnte. Deswegen fährt man die Sache bis zum Schluß, aka Wand.
Sage ich als Nicht-Revoluzzer und Nicht-Reformuzzer.

3 EuroOptimist Februar 4, 2009 um 13:43

@ edicius
“Nicht, weil Revoluzzer und Reformuzzer sich irgendwas wünschen, sondern weil das System hart kollabiert, kommt das Ende.”
“Denn, das ist aus Sicht der Eliten und Profiteure das Dilemma, “Reformen” müssten, um Wirkung zu zeigen, das System unterdessen so weit verändern, dass Elite nicht mehr Elite und Profiteur nicht mehr Profiteur bleiben könnte.”
So sehe ich das auch. Es kann nicht darum gehen, das System zu reformieren, bevor es an die Wand fährt, und dafür legitime eigene Interessen aufs Spiel zu setzen. Die Energie muss dahin gehen zu überleben, wenn es an die Wand gefahren ist. Meinetwegen kann man sich Gedanken auch gerne machen um das Neue, das dann entstehen wird. Bis es so weit ist, gilt die Devise: welche Interessen habe ich, und wie kann ich sie unabhängig von denen der leistungslosen Profiteure im alten System wahren?

4 Langarbeiter Februar 4, 2009 um 13:48

Das eigentlich fatale ist, dass Leute wie Soros statt im Knast zu sitzen ihre Meinung verbreiten können, was zu tun ist. Eine Person die alleine aufgrund ihrer Rolle in der Asienkrise ganze Länder auf dem Gewissen hat. Trotzdem darf er das Maul aufreißen, fordern und, schlimmer noch, er wird es bekommen. Da kann Leutchen, die immer noch an die hehre Demokratie glauben, nur noch belächeln. Ein paar Puppenspieler, mit der richtigsten aller Herkunften, richten es. Basta, würde der Gerd sagen!

5 Mac Februar 4, 2009 um 13:50

Afrikas nominelle Wirtschaftsleistung ist nur unwesentlich höher als die von NRW und wir drücken ihnen jetzt per Staatsschuld finanzierte Kredite rein, weil sie durch unsere Krise verwüstet werden? Woraufhin sie keine andere Wahl haben, als ausländische Investoren zu jeder Bedingung reinzulassen? Und sowohl Gewinne als auch Einkommen fliessen wegen der Tilgung wieder zu den Kapitalgebern? Herrlich, 900 Millionen Menschen in Schuldknechtschaft für peanuts.

6 hacedeca Februar 4, 2009 um 14:19

“Brasilien, Argentinien, Afrika … hier habt ihr 1 Billion, aber nur unter der Bedingung, dass ihr im Gegenzug für 800 Milliarden bei uns einkauft.”

Die einzigen, die in Afrika Eisenbahnen bauen, sind die Chinesen!

Das ist ja gerade das Problem des Westens: Die Konsumorientierung!

Was nützen den Afrikanern 100-Dollar-Laptops, wenn sie keinen Strom haben, um die Akkus aufzuladen? Und dies ist nicht nur ein Problem der Afrikapolitik! Auch in Europa haben wir bei der Eisenbahn noch immer verschiedene Schienen- und Stromstandards, können den Verkehr also nicht so auf die ölunabhängige Schiene verlagern, wie möglich.

Statt dessen haben wir europaweit Gurken mit identischem Krümmungswinkel…

Die spanischen Schienen auf Eurostandard umzunageln, wäre ein schönes Konjunkturprogramm. Europaweit ein superschnelles Internet aufzubauen auch (ein schöner kleiner “Kondratieff” würde so angestoßen).

Stattdessen Konjunkturprogramme, die zu keinen langfristigen Verbesserungen führen werden.

7 otaku Februar 4, 2009 um 14:26

WGN könnte durchaus recht haben, er
hat dabei nur ein winzig kleines Problemchen : Den dem Spezialisten gegebenen Tunnelblick.

Den was einem solchen Vorgehen folgen wird ist glasklar: Die es auslösenden sozialen und weiteren Verwerfungen werden auch angesichts viel grösserer anderer Probleme für die dann eben kein Geld mehr da ist, zwangläufig zur Anwendung von Gewalt auf vielerlei Ebenen führen.

Vielleicht gelingt ja so die dringendst nötige Reduktion der Weltbevölkerung. Dumm nur das es die die es verschuldet haben, wie immer, zuletzt erwischen wird.

Was aber diesmal nicht mehr ins Gewicht fallen dürfte. Diese Dekade wird echt lustig.

Die Frage ist jetzt nur noch ob es bei lokalen Konflikten bleibt, oder sich Russland seine Ressourcen alle Schirinoski besorgt ( was wir haben keine Geld ? Wir haben Panzer, schicken wir die nach Deutschland !! ) Oder zuerst Pakistan/Indien ? Oder China wo anders ? Oder die USA mal wieder sonstwo ? Oder die Europäer gegen die Russen im Eismeer ? Oder oder oder..

Tolle Zivilisation haben wir da hingebastelt…
Fuer bedrucktes Papier…
Darf man keinem erzählen, glaubt einem keiner..

Have fun
Otaku

8 neutral Februar 4, 2009 um 14:37

Tolle Zivilisation haben wir da hingebastelt…
Fuer bedrucktes Papier…
Darf man keinem erzählen, glaubt einem keiner…

Der Sinn des Lebens ist schließlich: Möglichst viel Materie anzuhäufen und das möglichst auf Kosten anderer.

Kapitalismusevangelium/ Bankerbrief 7/2

9 icke Februar 4, 2009 um 15:21

“Denn natürlich liesse sich die Notenpresse anwerfen und per Helikopter Geld abwerfen, aber wer diesen Schritt geht, der weiss, dass er damit außerhalb der Systemgrenzen agiert, es ihm daher früher oder später samt und sonders um die Ohren fliegen wird. Und da dies im Zeitalter der Globalisierung Konsequenzen nicht nur für ihn sondern auch für alle anderen hätte, ist es überaus fraglich, ob ihm das die Führer industriellen Welt überhaupt gestatten würden. Meine Meinung ist: würden sie nicht! ”

Das ist ja putzig! Als ob diese Herrschaften jemals an den Globus oder irgendwelche Wirtschaftsysteme gedacht hätten. Hauptsache man macht das, was man will. Und das hat man ja auch und wird es weiterhin auch tun. Die “Führer der industriellen Welt” sind nur an ihrem eigenen Wohlergehen interessiert, denken nur an ihre privaten Privilegien, Taschen und Konten, Villen, nach dem Motto ” Nach mir die Sintflut”. Hauptsache sie können so leben, wie sie immer gelebt haben. Das würde sich auch ganz leicht mit der auf hochgeschwindigkeit laufenden Gelddruckmaschine vereinbaren lassen. Siehe Geschichte. Ben lass sie rotieren, das Fussvolk soll krepieren! (Ist mir grad im diesem Augeblick eingefallen) Dann wird man die furchtbare Armut als eine Art natürliche Selektion anpreisen und weitermachen wie gehabt. Die oberen 10 % weltweit werden eh nicht leiden, leiden werden diejenigen am meisten , die garnichts damit zu tun hatten und haben. Wie immer…..

10 icke Februar 4, 2009 um 15:35

Nachtrag
Sehr viele Menschen sind der Meinung, dass die “Führer der industriellen Welt” oder auch Führer in der Politik Menschen mit Gewissen sind…. ganz gewöhnliche Menschen. Dabei sind bestimmt mehr als 90% Psychopathen reinsten Wassers. Im Klartext, diese Leutz kennen keine Reue, keine Schuldgefühle, keine Scham und sind absolut uneinsichtig. Wenn sie nicht in den oberen Etagen gelandet wären, säßen sie schon längst im Knast. Nichts in dieser Welt würde sie dazu bringen anders zu werden… denn sie beharren darauf , dass sie immer im Recht sind. Leider sind sie auch in der Position zu bestimmen, was Recht ist.

11 Dozoern Februar 4, 2009 um 15:37

Die sog. Zivilisation, die wir uns da aufgebaut haben, arbeitet so nun schon mit unterschiedlichen Systemen und Kulturen seit etwa 5000 Jahren. Und natürlich will keiner der Mächtigen das System reformieren. Warum auch – Einsicht war ja noch nie eine hervorstechende Eigenschaft der Spezies Mensch. Eher schon Gier. Also wird es, wenn diese Systemkrise auf den Schultern der Merhzahl behoben ist, vor dem finalen Countdown erst noch mal in ungeahnte Höhen gehen. Und er st dann bricht die Revolution aus. Auch wie immer.

Und dann wieder von vorne. Schopenhauer lässt grüssen.

12 humanum Februar 4, 2009 um 15:50

@wgn
So wie bisher wird es nicht weiterlaufen.
Schön zu sehen, wie doch immer wieder in alten Schläuchen neuer Wein eingefüllt werden soll. Die Eliten haben das „Schiff“ Finanzmärkte >sturmreifböse Geldbösen Spekulanten< so gierig vermehren wollten muss nun weg. Dann , wenn alles schön per digitaler Verarbeitung laufen muss, ja dann können wir solche Zustände verhindern(und natürlich alles genau kontrollieren) So läuft dann nichts mehr ohne die Schnüffelnase der Eliten und deren willfährigen Schoßhunden aus der Politik. Dann kann man nicht mal mehr seinem Nachbarn den Fernsehapparat abkaufen ohne das es irgendwo deklariert wird, …außer du tauschst.

13 humanum Februar 4, 2009 um 15:54

Sorry, der Satz wurde beim kopieren irgendwie verschluckt.

@wgn
Die Eliten haben das „Schiff“ Finanzmärkte >sturmreifböse Geldbösen Spekulanten< so gierig vermehren wollten muss nun weg.

14 Michael Februar 4, 2009 um 17:49

Kein Banker, der etwas auf sich hält, würde Afrika oder Südamerika in Anbetracht der bestehenden Verschuldungslage nur einen cent Kredit ohne Staatsgarantie geben. Und sämtliche Staaten Asiens, Südamerikas und Afrikas haben auf der anderen Seite hinreichend Erfahrung mit dem IWF. Kein Investor, der sich da allen Ernstes rantrauen würde. Es gibt nur eine Alternative, die klammen Konsumenten müssen zahlungsfähig gemacht werden. Und das heißt, weil ich auch davon überzeugt bin, daß der Systemwechsel ausfällt, ganz einfach eine bevorstehende Inflation in beeindruckendem Ausmaße. Aber bis dahin ist noch Zeit.

15 Zecke Februar 4, 2009 um 20:26

Weissgarnix:
“Denn natürlich liesse sich die Notenpresse anwerfen und per Helikopter Geld abwerfen, aber wer diesen Schritt geht, der weiss, dass er damit außerhalb der Systemgrenzen agiert, es ihm daher früher oder später samt und sonders um die Ohren fliegen wird”

Soros:
“Now, what we are doing, we are creating money to make up for the– for the collapse of– credit. We need to do that internationally. And there is a mechanism. It already exists. It’s called special drawing rights.”

@Weissgarnix
Ich kann den Unterschied zwischen Notenpresse und Sonderziehungsrechten nicht erkennen. Außer das SZR viel effizienter sind, weil man nicht Euro, Dollar, Yen und SFR einzeln drucken muss, was einiges an Verwaltung spart, in Zeiten des konjunkturellen Abschwungs jedoch kontraproduktiv ist.

Warum ist SZR besser als Notenpresse, bzw. die Lösung für das woher-kommt-das-Geld-Problem?

16 Zecke Februar 4, 2009 um 20:33

Übrigens:

Wir machen Geld wegen dem Kollaps der Kredite muss sich für einen Debitisten auch irgendwie paradox anhören, oder?

Wir machen Schuld, wegen dem Kollaps der Schuld. Naja, vielleicht auch nicht. Wegwerfgesellschaft eben. Wusste nur nicht, dass man das auch mit Verpflichtungen machen kann. Hoffentlich gehen noch viele Kredite kaputt, dann werden wir alle reich.

17 Time Traveler Februar 4, 2009 um 21:24

Bei Westgold habe ich heute zur Weltwirtschaftskrise einen guten Beitrag zu Wirtschaftswissenschaftler gelesen. Ich kann diese FIRE-Economy Experten nicht mehr ernst nehmen und auch nicht mehr hören. Aber lest selber:

(Quelle: Westgold, Tagesbericht)

Die Weltwirtschaftskrise

Prof. Dr. Trevor Evans, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin über die aktuelle Finanzmarktkrise in einer Veranstaltung an der VHS in Herford:

Zusammenfassung: Im 19. Jahrhundert kam es immer wieder zu Krisen, die auf eine übermäßige Kreditausweitung zurückzuführen waren und sich bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1934 immer weiter aufgeschaukelt haben. In der Zeit zwischen 1940 bis 1970 kam es wegen der starken Regulierung der Banken zu einer stabilen Wirtschaftsentwicklung. Die 80er und 90er Jahre waren von einer starken Deregulierung des Bankensektors geprägt. Es entstanden Subprime Hypotheken, Verbriefungen sowie ein Schattenbankensystem mit Investmentbanken, Hedgefonds und Zweckgesellschaften. In der EU wurden die Banken ab 1999 zunehmend nach dem US-Vorbild, das zu starken Wachstumsraten geführt hat, dereguliert. Die Entwicklung führte zu einer übermäßigen Kreditausweitung und einem Anstieg der Immobilienpreise in den USA. Die Hauspreisblase endete in den USA Ende 2006. Am 9. August 2007 trocknete der Geldmarkt aus und am 15. September ließ man Lehman pleite gehen, was Evans für einen großen Fehler hält, da dem gesamten Bankensystem dadurch ein Zusammenbruch durch einen Dominoeffekt gedroht hat.

Evans erkennt für die Zukunft keine Inflationsgefahren. Er geht davon aus, dass die US-Wirtschaft wieder wachsen wird, wenn die Banken wieder anfangen Kredite zu vergeben. Die Zentralbanken holen ihr Geld dann wieder zurück und die Staaten können die Beteiligungen an den Banken später eventuell sogar mit Gewinnen wieder verkaufen. Fast möchte man hinzufügen, dass Steinbrück den Haushalt 2011 doch noch ausgleichen kann.

Prof. Dr. Trevor Evans erklärt die Entwicklung zur Finanzkrise ohne Erwähnung des Goldstandards bis 1914, ohne den 2. Weltkrieg und ohne das Bretton Woods Abkommen. Die 70er Jahre läßt er ebenfalls aus. Die Geldpolitik wird bei der Analyse komplett ausgeblendet und nicht ein einziges Mal erwähnt. Das Papiergeldsystem wird in keiner Weise und an keiner Stelle in Frage gestellt. Die Lösung der aktuellen Probleme sieht er in einer starken Regulierung und eventuellen Verstaatlichung der Banken in Verbindung mit festen Wechselkursen. Auf die Frage, ob es aus der Sicht des Wohlstands der Bevölkerung nicht sinnvoller sein könnte, die maroden Teile des Bankensystems in einem Konkursverfahren abzuwickeln und die funktionierenden Teile des Bankensystems zu erhalten, antwortet Evans, dass dies nicht möglich sei, da bei der Abwicklung der maroden Teile des Bankensystem die 70.000 Mrd $ große Derivateblase platzen würde, was durch einen Dominoeffekt das gesamte Bankensystem in den Abgrund reißen würde.

Kommentar: Es ist schon unglaublich, wie ein Wirtschaftsprofessor im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung keine Inflationsgefahren erkennen kann. In Island, das wegen der starken Gewichtung des Bankensektors beim Pseudowachstum der letzten Jahre in der Entwicklung jetzt vorangeht, wird das BIP 2009 um etwa 10 % rückläufig sein. Die Arbeitslosenquote ist innerhalb von 12 Monaten von 1 auf 7 % und die Inflationsrate auf 10 % gestiegen. Am 12.01.09 kaufte das Finanzministerium 25 % der Commerzbank im Namen der Bundesbürger. Für 221,5 Mio Aktien wurden insgesamt 18,2 Mrd Euro bezahlt. Damit wurden für jeden Bundesbürger 4 Commerzbank Aktien im Gegenwert von 82 Euro/Aktie gekauft. Wie diese Aktien (aktueller Wert 3,40 Euro) mit einem Gewinn verkauft werden sollen, ohne dass es zu einer inflationären Entwicklung kommt, bleibt ein ungelöstes Rätsel der präsentierten Wissenschaft. Welcher volkswirtschaftliche Sinn die Erhaltung einer 70.000 Mrd $ großen Derivateblase hat, blieb dem Publikum ebenfalls unerschlossen. Die Frage, an wen die US-Banken denn überhaupt Kredite vergeben sollen, um die Krise zu überwinden, blieb ebenfalls unbeantwortet. Etwa an arbeitslos gewordene Arbeiter der Automobilindustrie, die damit Immobilien finanzieren? Das Problem der zukünftigen Belastung der Steuerzahler durch die enorme kreditfinanzierte Umschichtung von Vermögen in den maroden Bankensektor scheint ebenfalls von der Wissenschaft vollständig ignoriert zu werden. Klar wurde jedenfalls, dass die Wissenschaft meilenweit von einer konstruktiven Lösung des Problems des zusammengebrochenen Papiergeldsystems entfernt ist.

18 ergo sum Februar 4, 2009 um 21:55

Selbstverständlich müssen Länder wie Deutschland stets für die Schulden von Griechenland & Co. haften. So funktioniert das halt mit einer Wirtschaftsgemeinschaft: Alle für Einen, oder: Mitgefangen – mitgehangen! Mit dem Augenblick, wo dies aufhört zu funktionieren, ist die EU im Eimer.

19 Nanuk Februar 4, 2009 um 22:45

Wgnx dem ist nichts hinzu zu fügen.
Eine Reform des Kapitalismuss hätte auch eine Zerstörung von Macht Strukturen bedeutet jetzt erleben wir eine Zersetzung. Ich sagte doch die Zeit ist noch nicht reif.

20 I.I.Oblomow Februar 4, 2009 um 22:59

@ Time Traveler

“Am 12.01.09 kaufte das Finanzministerium 25 % der Commerzbank im Namen der Bundesbürger. Für 221,5 Mio Aktien wurden insgesamt 18,2 Mrd Euro bezahlt. Damit wurden für jeden Bundesbürger 4 Commerzbank Aktien im Gegenwert von 82 Euro/Aktie gekauft.”

Ist diese absurde Rechnung böse Absicht oder einfach nur mangelhaftes Verständnis?

“Der SoFFin beabsichtigt, der neuen Commerzbank zusätzlich Eigenkapital in Höhe von 10 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Dies erfolgt durch die Emission von rund 295 Millionen Stück Stammaktien und durch eine stille Einlage in Höhe von ca. 8,2 Milliarden Euro. Als Preis pro Aktie wurden 6 Euro vereinbart. Nach der Transaktion hält der Bund 25 % plus eine Aktie an der neuen Commerzbank. Die Konditionen der stillen Einlage orientieren sich an jenen, die der Commerzbank im Dezember gewährt wurden.”

6 EUR / Aktie, 6*295 = 1,77 Mrd für die Aktien plus ca. 8,2 Mrd stille Einlage macht rund 10 Mrd.

21 Donnerkeil Februar 4, 2009 um 23:56

Wenn ich diese Zeilen des Handelblatts lese, Überschrift “Commerzbank prüft Bad Bank”, dann wird mir schlecht:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/commerzbank-prueft-bad-bank;2141183

Das bestätigt genau die WGNX-These: Die Fehler bei Eurohypo werden dem “gnadenlosen Konkurrenzdruck” der Vergangenheit zugerechnet.
Der arme Mehdorn – so unangenehm ich ihn finde – wird gekreuzigt, weil er ein paar Daten abgleichen lässt, um der Korruption (und sei es nur den Anschwärzer bezüglich seiner Steuern zu finden) einhalt zu gebieten.
Aber Blessing, Müller & Co. tun so, als wären die Fehler der Vergangenheit gottgegeben und maßen sich an, die Frage der “Bad Bank” selbst entscheiden zu können.

Systemwechsel innerhalb des Kapitalismus? Da glaub ich eher weiter an den Weihnachtsmann.

22 Donnerkeil Februar 5, 2009 um 00:00

Nur ergänzend: Als sicherlich recht junger “Kapitalrentner” weiss ich mein persönliches Glück zu schätzen, bin sicher nicht so “links” orientiert, wie WGNX, habe aber aus den Erfahrungen während meiner “aktiven Zeit” meine Lehren gezogen und mir hoffentlich meine “Objektivität” bewahrt.

23 joergtokyo Februar 5, 2009 um 00:03

Wozu die Aufregung ist doch nur Geld…also letztlich nichts….wie schon der gute alte Voltaire wusste.

“”Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null.”"

–>Computergeld ist noch einfacher und billiger zu generieren.

Irgendwann werden unsere Eliten den Wert des Geldes, bzw. das Vertrauen in selbiges derart beschädigt haben, dass die Massen sich weigern werden für diese imaginären Einheiten zu arbeiten. Dies wird eine sehr spezielle noch nicht dagewesene Form der Inflation.

cheers

Jörg

24 Miesespeter Februar 5, 2009 um 01:49

@Joergtokyo

‘Irgendwann werden unsere Eliten den Wert des Geldes, bzw. das Vertrauen in selbiges derart beschädigt haben, dass die Massen sich weigern werden für diese imaginären Einheiten zu arbeiten. Dies wird eine sehr spezielle noch nicht dagewesene Form der Inflation.’

Ja, und es waere schoen, wenn man fuer diesen Augenblick eine Reserveverechnungseinheit – zumindest auf regionaler Basis – entwickeln koennte, in welcher die Umlaufmittelfunktion von der Kreditfunktion separiert ist. Ich frage mich seit einiger Zeit, ob die geldlose Krisezeit nicht der Moment sein wird, in welchem sich virtuelle Regiomaerkte von Barterplatformen zu einer neuen Form von Geldinstituten entwickeln koennten…

25 holgi Februar 5, 2009 um 02:22

dass die Massen sich weigern werden für diese imaginären Einheiten zu arbeiten.

Solange einer hinreichenden Anzahl Menschen Grund zur Annahme gegeben wird, dass sie in der Lage sind, durch Arbeit genügend dieser Einheiten anzuhäufen, um sie dann in Sachwerte einzutauschen, werden sie sich auch nicht weigern, für diese Einheiten arbeiten zu gehen.

26 Schörner Februar 5, 2009 um 02:40

Das ist der Plan der Plutokraten.
Aber Rußland heute ist nicht mehr das Gorbatschowsche Freimaurerrußland noch das Rußland des Schwerstalkoholikers Jeltzin. Rußland wird nichts akzeptieren, was auf die Perpetuierung der Vormachtstellung der USA hinausläuft. In Rußland hat man heute noch klarer als hier erkannt, daß die jetzige Krise von den USA verschuldet ist – zu den zahllosen anderen Rechnungen, die man mit den Wortbrüchigen in Washington offen hat.
Soros hat auch ganz unverblümt gesagt, daß das Rußland Putins der Feind der jetzt neu zu etablierenden Weltordnung ist, die dennoch siegreich sein werde. Soros hat sich schon oft geirrt und hier scheint mir eher der Wunsch Vater des Gedankens zu sein.
Es ist also noch nicht aller Tage abend. Rußland und China wollen eine multipolare Weltordnung, und nicht mehr die Hegemonie Zions.

27 Alvar Hanso Februar 5, 2009 um 06:11

Was mich bei Soros wundert:
Warum lebt der eigentlich noch?
Sind FSB und Mossad wirklich die einzigen Nachrichtendienste die die ermordung ausländischer Staatsfeinde erfolgreich ausführen?
Ich verstehe nicht ganz warum Finanz- und Wirtschaftsterroristen ignoriert oder gar hofiert werden und Sprengstoffattentätern oder Dissidenten, die nur verhältnissmäßig kleine Schäden verursachen, hartnäckig verfolgt werden.

28 otaku Februar 5, 2009 um 07:10

@Alvar
So verlockend der Gedanke auch ist hier 9 Gramm ins Genick Lösungen oder 25 Jährchen Knast zur Lösung zu verwenden, es bringt nichts.

Den irgendwo ist da draußen immer einer mit ner grösseren Knarre, der grösseren Bitkanone, der grösseren Sonstwas..

Und das nächste Arschloch steht schon in den Startlöchern um den freien Platz in der Nahrungskette einzunehmen.

Solange die Menschen an sich sich nicht ändern , wird sich auch nichts ändern…

Ach by the Way : Hast du dein Auto, Fernseher, Chemieindutriefrass, Designerklamotten aus Sklavenarbeit, Flugreisen ect. pp. schon abgeschafft ?

Das wäre zielführender..

Have fun
Otaku

29 Goldenes Kalb Februar 5, 2009 um 08:21

@holgi
Die Masse kann sich gar nicht der Arbeit verweigern, da sie sonst verhungert.

“Change” muss heute von Oben kommen.

30 Olaf Februar 5, 2009 um 10:19

Nicht so voreilig. Paul Volcker, Wirtschaftsberater von Obama, hat da schon einige Vorschläge für eine Reform des Finanzwesens.

31 ignatius Februar 5, 2009 um 10:39

@Time Traveler. #17

Zumal das Abtragen der Derivatenblase ja ganz einfach wäre: Man braucht nur die Auszahlung der CDSs (und anderer vergleichbarer Derivate) mit einer Steuer belegen, die sich an der Besteuerung von Sportwetten oder vergleichbaren Glückspielen orientiert und für neu abgeschlossene CDSs ev. noch eine “Vergebührung” wie bei Mietverträgen fordern. Beides sollte ohne größere verfassungsrechtlichen Probleme möglich sein.

Damit macht man den Markt zu einem negative-sum game. Wenn das “rake” das der Staat als Casinobetreiber (er sorgt ja erst für die Rechtssicherheit die solche Wetten ermöglicht) einbehält nur groß genug ist, dann liegt es im Interesse beider Vertragsparteien die Wetten per Abschlagszahung rückabzuwickeln und die Derivatenblase verschwinden zu lassen.

32 Unwissender Februar 5, 2009 um 13:44
33 spiritformoney Februar 6, 2009 um 10:49

@weissgarnix + otaku + icke + ignatius

Das ergibt sich absolut zwangsläufig aus dem Umstand, dass die Institutionen, denen diese Funktion bislang auf nationaler Ebene zufiel, zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Namentlich die Grenzen, die sich ergeben, wenn man an einer “endogenen” Lösung der Krise interessiert ist. Denn natürlich liesse sich die Notenpresse anwerfen und per Helikopter Geld abwerfen, aber wer diesen Schritt geht, der weiss, dass er damit außerhalb der Systemgrenzen agiert, es ihm daher früher oder später samt und sonders um die Ohren fliegen wird.

Aus der FTD:http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Das-Kapital-Ganz-sichere-Staatsanleihen/470741.html?eid=313559

Auch zehnjährige US-Anleihen haben seitdem sieben Prozent eingebüßt – das gut Dreifache der Rendite Ende 2008. Und es kann kein Zweifel daran bestehen, dass die USA ihre Staatsausgaben mit frischem Zentralbankgeld finanzieren werden (Helikopter), ob nun über den Umweg des Geschäftsbankensystems oder durch direkte Aufkäufe von Staatspapieren der Fed. Auch wenn wir es uns derzeit nicht vorstellen können, wird daraus eine grausige Inflation erwachsen. Die Rentenanleger müssen mit der Furcht leben, urplötzlich von den Ereignissen überrollt zu werden.

Ja sicher würden gerne nicht wenige (die Korrumpierten) so weitermachen wie bisher. Es wird nicht funktionieren. Die Schulden sind zu hoch und zu teuer (speziell in USA). Eine schrumpfende Wirtschaft wird diese Aufwendungen nicht mehr leisten können.
Ich sehe auch vor allem den persönlichen Weg. In der direkten Umgebung Sorge zu tragen, dass in schwierigen Zeiten zusammen an Lösungen gearbeitet wird. Wer genügend Kapital (in Form von verfügbarem Geld) hat kann ja in echte Werte investieren.

Eine friedliche Lösung bei der die Mehrheit der Bevölkerungen zwar Verzicht üben muss doch einigermaßen unbeschadet an Leib und Seele bleibt ist nicht die Absicht der handelnden (handlungsbestimmenden) Akteure.
Angst vor Verlust des bisherigen Weltbildes und der scheinbaren (weil materiellen) Sicherheiten ist der antreibende Moment der Korrumpierten.
Die industriellen Führer ist ein sehr netter Ausdruck für die wahren Machtverhältnisse. Und verschleiert auch eher als er erhellt. Diejenigen denen die industriellen Führer dienen sind Verursacher und Profiteure der beginnenden gesellschaftlichen Krise.
Doch hier heißt es ja wieder Verschwörungstheorien. So wie es 12 kleine Araber waren die das World Trade Center nach ein paar Flugstunden mit den Flugzeugen trafen. JETZT ist Zeit aufzuwachen…

34 Cangrande Februar 6, 2009 um 22:57

Lieber Weissgarnix,

Sie schulden mir einen neuen Leuchtstift!

Denn siehe: während ich so dabei war, alle wichtigen und zustimmungsfähigen Sätzen Ihres Eintrags zu markieren, geschah es, dass mein Stift den Geist aufgab!

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