Wie? Was? Währungsreform?

by weissgarnix on 31. Januar 2009

Der Kollege Lübberding und ich hatten gestern nachmittag ein ausgiebiges Telefongespräch, während ich nahe der Londoner Paddington-Station ein Club-Sandwich verdrückte. Pommes Frites und gegrillter Speck auf Weißbrot sind halt immer noch das Highlight der englischen Küche, da kann man über alles andere lästern, wie man will, aber das können sie, und das schmeckt auch.

“Währungsreform” lautete unser Thema, von dem mir nicht ganz klar erschien, warum es in den letzten paar Tagen so dermaßen inflationär durch Medien wie Foren und Blogosphäre geisterte, und es dabei sogar fertig brachte, die hohen Hürden der ökonomischen off-mainstream-Intelligenzia zu überspringen und in unsere eigenen, heiligen Hallen vorzudringen. Meine Meinung dazu kurz und bündig: Währungsreform is nicht!

Mir scheint vielmehr, diverse Kapazunder vom Schlage eines Professor Hickel gehen dieser Tage ein wenig leger mit dem Begriff um, vermutlich um sich der maximalen Aufmerksamkeit des aufgeschreckten Publikums zu vergewissern. Was von den diversen Autoren, die sich des Themas jüngst bemächtigten, offenbar gemeint ist, nennt sich nicht Währungsreform sondern im Jargon der Kreditmärkte vielmehr “Haircut“, oder in sauberem techno-Deutsch schlicht “Schuldreform“. Der Ablauf einer solchen Reform ist ausnehmend simpel und ließ sichvor ein paar Jahren schön am Beispiel Argentiniens beobachten. Dort schickte die Regierung Kirchner ihren Gläubigern eine kurze SMS in der stand: “Schulden Euch 100, zahlen Euch 50. Sorry. Gruß und schönes Wochenende!”.

Im Falle Argentiniens handelt es sich bekanntlich um Staatsschulden, während heute der Schuh eher bei den privaten Schulden drückt, insbesondere denen des Publikums bzw indirekt denen der Banken. Wollte also vor diesem Hintergrund ein Land die Frisörnummer durchziehen, so müßte es per Gesetz in alle privaten Schuldverträge eingreifen, die Forderungen der Gläubiger kürzen und ihre Sicherungsrechte entsprechend beschneiden. Das ginge aber, insbesondere im gesetzgeberischen Kontext Deutschlands und der meisten EU-Staaten, weder von heute auf morgen, noch bliebe ein derartiges Vorhaben geheim. Bis die Regierung zum Vollzug schreiten könnte, wäre deshalb längst das Chaos ausgebrochen. Und zwar nicht nur das finanzielle, sondern auch das politische, sprich die Straßen und Plätze der Republik wären rammelvoll mit recht unglücklichen Menschen, auf deren Bannern und Spruchbändern sehr unschöne Dinge geschrieben stünden. In so einer Situation müßten die ausführenden Politiker in extremis auch um ihr Überleben fürchten, und zwar definitiv nicht nur das sogenannte “politische”. Die Währungsreform 1948 war bekanntlich nur deshalb eine recht friedliche Angelegenheit, weil sie von der aliierten Militärregierung durchgedrückt wurde, und gegen die war halt damals irgendwie schlecht anzustinken.

Wäre sowas heute denkbar? Im Prinzip schon, nur glaube ich, dass es aus politischen Gründen nicht so ablaufen würde. Statt in individuelle Schuldverhältnisse einzugreifen, würde der Staat meiner Ansicht nach in einem ersten Schritt bestimmte Forderungen en gros auf sich übertragen, i.e. im Zuge von Bailout-, Bad Bank- und sonstigen Programmen, und danach nur den Gläubigern dieser Forderungen einen Haircut abverlangen, sprich einen Teilbankrott durchziehen. Das stelle ich mir politisch wesentlich einfach er vor, als den gesetzlichen Eingriff in Schuldverhältnisse in Pausch und Bogen.

Wie auch immer, eines scheint mir dabei auf jeden Fall sicher zu sein: wer sein Geldvermögen in cash hält, sprich in Euro-Banknoten, den kann das relativ kaltlassen. Obiges Vorgehen ändert an der Währung an sich nämlich überhaupt nichts, und eine 100-Euro-Banknote bliebe nach wie vor eine 100-Euro-Banknote. Nur wäre sie im Zuge der durch die Forderungsvernichtung sicherlich einsetzende Deflation real mehr wert. Wer daher einen Teil seines Vermögens in Bargeld hält, ist meines Erachtens aus dem Schneider. Außer die Regierung beschließt eine Ablösung der alten Währung durch eine neue, wie das 1948 der Fall war, wofür mir aber jetzt kein einziger plausibler Grund einfiele. Zumal, soweit es den Euro betrifft, der Schritt ja mit allen Eurozone-Regierungen inhaltlich wie zeitlich perfekt koordiniert sein müßte. Und bei allem, was ich Politikern ansonsten so zutraue, das kriegten die nicht mal ansatzweise hin, ohne dass das im Vorfeld ruchbar werden würde.

Die ganze “Währungsreform”-Debatte ist daher in meinen Augen völlig deplaziert, nicht auszuschließen ist aber, dass es mittelfristig zu einem Haircut wie oben beschrieben kommen könnte. Nämlich dann, wenn es nicht gelingt, sich den aufgehäuften Schuldenbergen per Inflationierung zu entledigen. Da keiner weiss, wie die Nummer genau ablaufen wird, sind bevorzugte Anlageformen bis auf weiteres nach wie vor Cash und Gold, und wer Schulden hat, sollte sie unbedingt tilgen.

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Blick Log » Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 2. Februar 2009
2. Februar 2009 um 00:27

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1 Bernhard aus Frankfurt 31. Januar 2009 um 17:36

Aha, Schuldenerlass … geordnete Insolvenz.

Hieße Währungsreform nicht die Einführung einer neuen Währung. Kostet das nicht extra? Und der Euro ist doch erst neu!

Mit den besten zynischen Grüssen aus Frankfurt,
Bernhard

PS: englischer Tee – es lohnt, sich den Tee selbst zuzubereiten. Ich frage mich, wie all die Engländer ihren Tee überlebt haben. Aber es gibt ja noch Ale; das sieht so aus wie Tee ;-)

2 Frankie Bernankie 31. Januar 2009 um 17:41

Ich handhabe ein solche Vorgehensweise auch gerne im Privaten:

Wenn ich mir v0n jemand was leihen muss, dann sage ich zu meinem Gläubiger gerne:

“Bevors vergessen wird, schreib doch meine Schuld auf einen Zettel. Wenn ich nach einer Woche nicht gezahlt habe, dann schmeiss den Zettel weg.”

Manchmal klappts.

3 Ashitaka 31. Januar 2009 um 17:54

Würde eine solche Vorgehensweise nicht die schwersten Verwerfungen auf dem eh angeschlagenen Staatsanleihenmarkt nach sich ziehen? Wie soll eine solcher Haarschnitt angenehm sitzen wenn zugleich die wirtschaftliche Gesamtkraft durch Entzug von Vermögenswerten und unternehmerischer Kontrakte in eine nicht kalkulierbare Farce gewandelt wird?

Würde die Diskussion des oben beschriebenen Gedankens nicht zwingend den Zusammenbruch des Bankensystems durch Bankruns bewirken? Ich kann mir beim besten Willen eine solche Lösung nicht vorstellen. Jedoch habe ich jüngst in einem Podcast davon gehört das die Verschleierung von mitunter rettenden Versuchen nicht zwingend ersichtlich; ja im Unvorstellbaren liegen kann.

Um noch auf die bestehenden Kredite zurückzukommen:
Ich erinnere mich noch an entsprechende Gesetze die den Wert der Kredite den Inflationen gesetzlich anpasst (Aufwertungsgesetz). Wie realistisch seht ihr soetwas für die abermillionen Häuslecredits? Wäre die Sicherung derartiger Kredits nicht notwendig um mögliche, spätere Zwangsbeleihungen nicht auszuschliessen?

4 Bernhard aus Frankfurt 31. Januar 2009 um 18:11

Aus der Zeit :

Doch Papier ist geduldig. Und neue Krisen fordern neue Lösungen. David Marsh, Chef des Beratungsinstituts Oxford und London, prognostiziert daher: “Deutschland müsste in einem solchen Extremfall einspringen, um für das Versagen der anderen geradezustehen.” Wohl auch, weil ein Staatsbankrott alle Euro-Länder und ihre Unternehmen hart treffen würde. Nach Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich haben allein die deutschen Banken in Spanien 240 Milliarden Euro verliehen. Wäre dieses Geld weg, würde das neue, tiefe Löcher in deren Bilanzen reißen.

Tsss….

5 MoD 31. Januar 2009 um 18:24

@WGN und @Rest vom Fest

Guten Abend miteinander.

Hatte heute zu früher Stunde bei der Arbeit einen kleinen Schwatz mit nem Bänker (zum Glück kein Bängster).

Habe ihm mal so einiges hingeworfen, verbal versteht sich, und mal rausgefiltert wie die einzelnen Dinge so auf kleiner Volksbankseite gesehen werden.

Zur Zeit eigentlich noch relativ relaxed.
Währungsreform mit neuem Geld – kommt wohl weniger in Betracht.
Inflation – wahrscheinlich auch nicht.
Euroanleihen !!!! – wohl eher- hast du aber ja schon angeschnittten gehabt.
Als kleines Finale meines morgentlichen Brainings kam heraus,
es wird erstmal so weitergewurstelt wie bisher, solange bis endlich die ganzen “faulen Eier” fällig sind, sprich die tollen Finanzkonstrukte, dann wird es erst interessant.

Wie erklärt man dann den Gläubigern : Sorry , pech gehabt Asche ist weg ( oder nur noch 1 Auge Wert).
Dann müssen die Hosen heruntergelassen werden.
Tagtäglich. Immer wieder. Negativmeldungen im Quadrat. Mitsamt dem einfluss auf Wirtschaft und Bürger.

Hie wäre eine Bad Bank als “Alleinschuldiger” sicher eine gute alternative. Da könnte dann jeder “draufhauen”.

PS : Das absolute Worst Case Szenario haben sie auf der Bank auch schon mal durchgekaut, aber …… lassen wir diese Büchse mal zu.

Gruß

6 georgi 31. Januar 2009 um 18:32

@wgn
Was passiert denn mit Renten- und Lebensversicherungen,
nachdem der Friseur sein Werk verrichtet hat? Erst haut
der Staat die Versicherungsgesellschaften mit Bailouts
heraus, und dann entwertet er die Staatsanleihen, d.h. die
Aktivposten dieser Unternehmen, und bringt sie um.

Wäre es nicht wahrscheinlicher, daß der Staat einfach seine
Notenpresse in Gang setzen würde? Im Unterschied zu
Argentinien ist Europa ja nicht vorrangig in fremden
Währungsräumen verschuldet.

Die Notenpresse würde leise ihr Werk verrichten, und die
Politiker müssen nicht nachts von Guillotinen alpträumen.

7 McShorty 31. Januar 2009 um 18:46

Hallo Weissgarnix,

endlich kommen wir dem Problem näher. MMn haben wir nämlich ein Gläubigerproblem. Ganz speziell dann wenn Leute wie Merkle oder Schäffler rausgehauen werden wollen ohne auch nur einen eigenen Euro beizusteuern.
Weiterhin geht es doch bei den ganzen BankenBailOuts und demnächst bei Conti/Schäffler werder um das eigentliche Geschäfft, Arbeitsplätze und so´n Gedöhns. Es geht schlicht und ergreifend um die Befriedigung der Gläubiger!!! Belehrt mich eines besseren!

Hier glaubt doch nicht etwa jemand wirklich, dass die 10.000 Mio freshmoney für die HypoRealKotz für die Mitarbeiter/Telefonrechnung/Kreditgeschäft oder Nutten sind. Leute aufwachen: die Kohle geht x plus Blitz an die Gläubiger! Da bleibt kein Cent im Laden selbst!
Solange die Gläubiger nicht bereit sind Verantwortung mit zu übernehmen ändert sich nichts, erst wenn der Druck im Kessel steigt.

Du siehst das Schulden-Prob eher bei den Privaten, ich sag nur 1.500Mrd. Euro Staatsschulden. Wie wird der Staat seine Gläubiger los? Indem er sich nach + nach, die Anleihehalter und Kapitalsammelstellen unter den Nagel reisst. Dann wird von den Depots und Versichrungskonten umgebucht – im Interesse der “Nationalen Blablah…” Hast Du bessere, praktischere Vorschläge?

Der Haircut wird alle erwischen, außer die smarten Polit- und Beamtenratten. Es läuft doch alles in die von Dir beschiebene StaMoKap Richtung. Wenn die DeuBa fällt, wissen wir endgültig Bescheid, dann die Allianz und der Sack ist zu.
Erste Anzeichen wie so oft von Dottore aus der Geschichte heraus beschrieben, den Gläubiger letztendlich zu eliminieren, sind ja in den MSM schon zu finden. Wäre worst case scenario.
Gruß McShorty

8 spiritformoney 31. Januar 2009 um 19:21

@wgn
Im Falle Argentiniens handelte es sich bekanntlich um Staatsschulden, während heute der Schuh eher bei den privaten Schulden drückt, insbesondere denen des Publikums bzw indirekt denen der Banken.
Und wenn die argentinischen Staatsschulden 5 Jahre alt waren hatte der Gläubiger ca. 50% seines Darlehens als Zins erhalten. Also ungefähr mit der 50% Quote seinen Einsatz wieder.
Es gibt doch wohl einen Unterschied zwischen geschöpftem Geld, das als Darlehen vergeben wurde und gespartem Geld das durch Leistung erarbeitet und der Bank meines Vertrauens überlassen wurde?
Es geht eben nicht darum Darlehen die für reale Investitionen, die finanziert wurden, zu entwerten, sondern einzig und alleine darum die aufgeblähten Derivatekonstruktionen die sich aufeinander beziehen und nun fällig werden NICHT mit Darlehen zu “retten” die vom Staat zu leisten sind!

Oder sind jetzt ALLE verantwortlich für die erzielten Verluste?

9 Michael 31. Januar 2009 um 19:28

Währungsreform is nich. Sähe ich auch so.

Nur, wenn der Staat die “faulen Eier” “kauft” (womit denn ?), egal, ob sie IKB, Commerz – Dresdener, Landesbanken und/oder HRE heißen, das ist der Fall, dann ist zu einem bestimmten Zeitpunkt € – Bargeld kein guter Einfall. Die Folge der heutigen Abläufe muß ja Inflation heißen. Der Staat und die Länder verschenken doch Geld, das sie nicht haben. Das trifft doch als Fakt schon für die IKB und die Landesbanken zu. Die haben doch soviel gekostet, wie eine 3 %-ige Mehrwertsteuererhöhung gebracht hat. Diese Politchlowns haben also für die Zukunft bereits 3 % zusätzliche Inflation geschaffen. Das Geld zur “Rettung” fehlt nun mal in der Bilanz sehr real, egal, ob sie das in “Sondertöpfen” verstecken, oder nicht. Jetzt können sie die Hälfte ihrer Angestellten feuern und dem Rest das Gehalt halbieren, das werden sie wohl nicht tun. Bleibt Steuern anheben. Und das wird zwar nicht als Inflation bezeichnet, ist aber solche.

Jetzt muß man berücksichtigen, daß die Amis dasselbe Problem in wohl größerem Umfang haben, daß die Engländer auch etwas angeschlagen zu sein scheinen, ganz zu schweigen von den Asiaten.

Bliebe also zu einem späteren Zeitpunkt, möglichst in einer hysterischen Abschwungphase des CHF-Wechselkurses (die erwarte ich), als Ersatz unserer DM der Kauf von CHF. Als Bargeld, nicht auf einem Konto, aufpassen, da gibt es, glaube ich, 2010 einen Serienwechsel der Banknoten.

€-Anleihen incl. Staatsanleihen hielte ich zur Zeit aber für den mit Abstand dümmstmöglichen Einfall.

@McShorty
Wir haben nur 200 Milliardäre und 800000 Millionäre, ein Prozent (nicht 10% gehört… der Teilmenge, 1 % gehört…) Personalverlst wäre doch noch übersichtlich. Das ließe sich natürlich mit einer Erbschaftssteuer von 100 % vermeiden. :-)

@McShorty
In der Tat geht es in Deutschland um die Position 3,4 Billionen € Kredite an Banken. Für die sind soundsoviel % Zinsen zu zahlen, das Geld ist nicht da, damit ist Banksters Spielgeld Toast. Er will für seine wertlos verfallenen Optionsscheine trotzdem Geld. Er will Rettung durch den Steuerzahler. Der Finanzminister, diese Lusche vor dem Herren, gibt diesen Pflaumen auch noch Geld, das er nicht hat. Und behauptet, die Welt ginge ohne ihn unter. Genau das träfe nicht zu. Entsprechend der letzten Boni-Meldungen zeigt der Bankster dabei nicht mal Scham oder Reue.

10 Helge D 31. Januar 2009 um 20:14

Vlt. eine doofe Frage: Cash und Gold verstehe ich. Aber warum gerade vor einem Haircut Schulden tilgen? So als Privatmann?

11 georgi 31. Januar 2009 um 20:22
12 weissgarnix 31. Januar 2009 um 20:37

@Helge

Weil DEINE Schulden eventuell keinen Haircut bekommen, womöglich aber DEINE Forderungen. Das hätte in der Praxis eher unangenehme Konsequenzen für dich.

Eventuell bleiben deine Forderungen und deine Schulden sogar unberührt, aber dafür nicht die deines Arbeitgebers. Das hätte u.U. die gleichen unangenehmen Konsequenzen.

Schulden wäre nur dann “Investment” der Wahl, wenn wir sicher sein könnten, dass den Regierungen die Inflationierung gelingt. Können wir aber nicht.

13 Michael 31. Januar 2009 um 21:07

@weissgarnix { 31.01.09 at 20:37 }

” @Helge

Weil DEINE Schulden eventuell keinen Haircut bekommen, womöglich aber DEINE Forderungen. Das hätte in der Praxis eher unangenehme Konsequenzen für dich. ”

Und was ist Bargeld ? Sind das keine Forderungen gegenüber der Bank ? Oder meinst Du Bargeld im Sparstrumpf ? Da wären wir ja wieder mal einer Meinung. :-D

14 hacedeca 31. Januar 2009 um 21:18

Merkel spricht sich ja jetzt für Verstaatlichungen der Banken aus, was dann wohl zu einer gewaltigen Bad Bank führte. Der deutsche Staat kann ja nicht am Markte als echter Banker auftreten, als Sachwalter in eigener Sache schon gar nicht, weil er einfach mal hochgradig erpressbar und viel zu unsouverän ist.

Was ich nur nicht verstehe: Warum macht man keinen *Blitzbankrott*? Problematische Institute am Freitag nach Börsenschluß als bankrott erklären, alle Forderungen ihnen gegenüber wegstreichen und dann bis Montag vor Börseneröffnung alle Guthaben und Immobilien für einen Euro an eine andere deutsche Bank verkaufen.

So wesentlich anders lief das mit Bear Stearns z.B. ja auch nicht.

Traut man sich in Deutschland nicht mal das?

15 weissgarnix 31. Januar 2009 um 21:38

@Michael

Mit Bargeld meine ich Noten im Tresor. Guthaben auf der Bank ist dann analog allen anderen Schulden abzuhandeln. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob sich die Regierung an die Einlagen von Privaten wirklich rantrauen würde, vermutlich eher nicht.

16 John Wilkes Booth 31. Januar 2009 um 21:46

“Außer die Regierung beschließt eine Ablösung der alten Währung durch eine neue, wie das 1948 der Fall war, wofür mir aber jetzt kein einziger plausibler Grund einfiele. ”

Halte ich komplett gegen, und prognostiziere hiermit ein Zerbrechen des Euros spätestens bis Ende 2010

“Im Falle Argentiniens handelt es sich bekanntlich um Staatsschulden, während heute der Schuh eher bei den privaten Schulden drückt”

Wie bitte ?! die BRD hat 1,5 Billionen Euro Schulden, dazu kommen noch die ganzen Forderungen der Zukunft aus Renten und Pensionen(Beamte!) plus das Bail out Gelumpe und die erhöhten Sozialkosten durch Wirtschaftsimplosion.Wir werden Ende diesen Jahres die 2 Billionen locker überschreiten.Die BRD ist bereits bankrott, sie weiß es nur noch nicht.

Wahrungsreform ist der einzig logische übrigbleibende Rest zum Ende der Fiat Money Krise und war immer bislang das Endergebniss einer Papierwährung ohne Basis wie Bimetalismus oder sonstwas…

17 Michael 31. Januar 2009 um 21:51

@hacedeca
HRE, Aareal u.a. wurden doch nicht umsonst vor der Übernahme der Hypovereinsbank “ausgegliedert”. Das war schon zu der Zeit nur Derivatemüll. Auch allerlei Versicherungen und “Spezialbanken” sitzen fast nur auf solchem Schrott. Nichts als uneinbringbare Schulden mit festen Laufzeiten über 20 Jahre oder mehr. Die kriegt man schlicht nicht verkauft. Der zusammengebrochene Derivatehandel außerhalb der Börsen ist ja das Problem. Und das Zeug kann offenbar nicht börsenhandelsfähig gemacht werden. Dann muß es nicht in bad banks, sondern rückabgewickelt werden. Nur, daß sich offenbar die Emittenten weigern, das zu tun.

Mit solchem Zeug sind aber die Finanzierungen des dreiviertelsten deutschen Mittelstandes “abgesichert”.

Was sollte ich als theoretischer Raubbänkster da “übernehmen” ? Da is nix und da war nix. Die Antwort für die Verlierer der Schneeballschlacht heißt schlicht “Gelber Kuckuck”. Oder Michel löhnt, wie für das “Konjunkturpaket” zur “Rettung” der Autoindustrie und den “Rettungsschirm” für Banken. Nichts geht über eine gesunde Profitmaximierung für “Bänker” und “Manager”. Denn NUR darum geht es.

18 Michael 31. Januar 2009 um 21:55

@John Wilkes Booth
Um das Zerbrechen des € zu verhindern hatten wir ja schon auf die gemeinsamen EU-Schuldscheine gewettet. Wenn der € eine einheitliche Währung sein soll, ist eine €U – € – Anleihe völlig logisch. Das wird unser wandelnder Hosenanzug wohl schlucken müssen, wer den EU-Vertrag will, muß die € – Gemeinschaftsanleihe mögen.

19 hacedeca 31. Januar 2009 um 22:23

@Michael, #17

“Dann muß es nicht in bad banks, sondern rückabgewickelt werden. Nur, daß sich offenbar die Emittenten weigern, das zu tun.”

Und wer waren die Emittenten? Lehman Brothers und Bear Stearns insbesondere? Das würde immerhin erklären, warum es die nicht mehr gibt…

Aber ich habe da echt nicht die Ahnung, wie ich gerade mitbekomme. Kannst Du da etwas mehr zu schreiben?

Die amerikanischen Investmentbanken haben doch die subprime Papiere in ihr Eigentum übernommen, bevor sie diese nach Bonität bündelten und weiterverkauften, oder?

Oder weiß man da nix konkretes, gerade weil die Banken ihre Bilanzen nicht wirklich offenlegen?

20 dito 31. Januar 2009 um 22:27

@MoD

“PS : Das absolute Worst Case Szenario haben sie auf der Bank auch schon mal durchgekaut, aber …… lassen wir diese Büchse mal zu.”

Bitte, bitte, MoD, sag uns doch mal, wie sich deine Bank das Worst Case Szenario vorstellt!!!

21 Dipfele 31. Januar 2009 um 22:47

“Was gerade vor sich geht, ist unvorstellbar”
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-604759,00.html

22 Karl 31. Januar 2009 um 22:58

Aus dem Interview:

SPIEGEL ONLINE: …mit oder ohne Entschädigung?

Rogoff: Ohne. Die Top-Player im Management würden gefeuert.

In Deutschland Inländische Anteilseigner ohne Entschädigung enteignen???? No way, sag ich mal spontan.

Und Merkel oder Steinbrück sagen dem Joe Ackermann: So Freundchen, jetzt pack mal schön deine Koffer und fahr in die Schweiz? Wer’s glaubt…

Nee, wenn das passiert werden die Eigner noch was bekommen und vor allem wird mit dem bisherigen Management “im Dialog und im Einvernehmen beider Parteien an einer sinnvollen und maßvollen Lösung” oder so ähnlich gearbeitet.

23 Rettet die Banken 31. Januar 2009 um 23:18

Ich bin zufrieden wenn ich meinen Aktienanteil an der NDB bekomme. 1 Billion Euro wieviel Dividende pro Aktie ist da in Zukunft drin?

24 Gottfried 31. Januar 2009 um 23:40

@wgn 15

“ob sich die Regierung an die Einlagen von Privaten wirklich rantrauen würde”
Ich denke sie würden schon.

Vor ein zwei Wochen waren Balkendiagramme über die Vermögensverteilung in den Medien. Ca. 50 % hatten fast nichts, und weitere 30-40% kaum Vermögen.
Wieviele von der Restmenge, abzgl. Pensionisten, Beamte, Frauen, Bankmitarbeiter, würden und könnten sich ernsthaft wehren und der Staatsgewalt Probleme bereiten. Wenns regnet oder fröstelt bleibt alles im Rahmen. Wir sind schließlich nicht in Gr oder Fr. Und in Argentinien hat sich auch nichts ereignet, außer Regierungswechsel.

Klar, die Verluste sind relativ und werden auch so wahrgenommen, aber das könnte als unbedingt notwendige Rettungsaktion oder Neuanfang (“Change”) mit geballtem Medieneinsatz verkauft werden. Incl. Neiddiskussion. Abweichler und Kritiker werden kriminalisiert oder als “unmoralische Systemgewinnler”
(vielleicht sogar als Volksschädlinge) angeprangert.
Und das Argument “besser die Hälfte verloren als alles” ist auch besänftigend.

betr. Bares:
Ich weis nicht wie es früher war, aber ich hatte gestern echte Probleme, Abhebelimit 20K oder 2 Tage vorher melden.
(bei der Rundreise keine 500er bekommen)
Also 2 Tage vor einem ev. Ernstfall gibts nur Taschengeld.

@Bernhard aus Frankfurt 4

Das können wir genauso gut (obwohl wir nur 10 % von D sind):
allein die Ösi-Banken haben +-240 Milliarden Euro im Ostblock verliehen/verloren… + Island, Irland, Sp., P …

Darum grinst Feymann bei Merkel wie ein Pennäler mit schlechten Noten, er will anscheinend Taschengeld von der Gröbaz.

25 GP 31. Januar 2009 um 23:56

Was für Werte / Papiere / handelbare Sachen würden eigentlich heftig in irgendeine Richtung ausschlagen, wenn so eine Schuldenaufwertung geschieht? Ich bin ein alter Hädscher und würde gerne mal ein Instrument finden, mit dem ich den Fall, daß meine Schulden relativ zu meinen Guthaben aufgewertet werden, absichern kann. Hat jemand eine Idee? Müßte z.B. vorher der Zins der Bundesschatzbriefe nach oben abgehen?

26 Jens Tramann 1. Februar 2009 um 00:46

Eine wirkliche Währungsreform wäre für mich allein der Übergang auf einen Gold(devisen)standard, der allein die Staatsverschuldung sowie die verfehlten Geldpolitik von Zentralnotenbanken wirksam Einhalt gebieten könnte.

Aber so etwas steht mit Sicherheit nicht an, sondern es werden wieder einmal alle Mittel und (legale wie illegale) Versuche unternommen werden, das ach so tolle Fiat-Money-System mit seinen schönen Unzulänglichkeiten (ausufernde Staatsverschuldung und Zentralnotenbanken als künstliche “Preisfixer” an den Geldmärkten) Aufrecht zu erhalten.

Wie Hayek schon vor mehr als 60 Jahren richtig erkannt hat, endeten bisher alle Papierwährungen in ” Lug und Trug”. Dies wird (leider) auch diesmal nicht anders sein.

27 Michi 1. Februar 2009 um 01:31

Wir sind bei weitem noch nicht unten.

Der gemeine Bürger versteht´s gar nicht, der ist mit dem hamsterradeln beschäftigt.
Gerede von Bad Bank, Bad Lebensversicherung, Bad Immobilien, Arbeitslosigkeit Konkurse und Pleiten, Firmenschließungen. Bereiten nur das Feld …
Ab und zu mal ein guter Beitrag von Fachleuten, Professoren, Geschwafel von Eliten in Davos werden…

…ein Feld bereiten, dass im nachhinein jeder sagen wird gerüchteweise war´s ja bekannt … aber dann wurden wir doch überrascht.

Und dann macht unsere Führung was sie will und ich gebe meinen Vorkommentator recht, passieren wird nichts. Wir sind ein Volk von Schafen …

…und wenn wir zur Schlachtbank müssen, dann hat das sicher so seine Ordnung.

Laßt uns schwarze Schafe sein!

28 Bernhard aus Frankfurt 1. Februar 2009 um 02:35

@Info an alle: In der EU gibt es nur 21 Mrd. € Bargeld, verteilt auf alle Länder. Und wer sein Bargeld sichern will, muß sich ran halten. Den letzten beißen die Hunde, ähhh, meine den Staatsbankrott.

Und so einen Kommentar, nur seriöser, weil länger-sachlich ausgeführt und nicht ganz so bös’ formuliert, habe ich in der online-Ausgabe einer anscheinend sehr staatstragenden Tageszeitung gelöscht bekommen.

Sachen gibts…

Tschö,
Bernhard

29 Schörner 1. Februar 2009 um 03:42

Was für Werte / Papiere / handelbare Sachen würden eigentlich heftig in irgendeine Richtung ausschlagen, wenn so eine Schuldenaufwertung geschieht?

Allein die kursierenden Gerüchte würden wohl dafür sorgen, daß Aktien fallen gelassen würden (massiver Eingriff in Eigentumsrecht).
Da es ohnedies eine (mehr als berechtigte) Vertrauenskrise des Pyramidensystems ist, würde m.E. dadurch das Vertrauen noch mehr erschüttert werden.
Vor allem würde das Vertrauen in die Guthaben auf der Bank schwinden. Ein Bankrun wäre die Folge.
Und in so unsicheren Zeiten fühlt man sich mit größeren Mengen Papiergeld wirklich nicht abgesichert. Also wäre m.E. Gold und bei erreichen richtig hoher Goldpreise, Silber DER Hedge für diese Dinge.

30 THE GREAT GATE 1. Februar 2009 um 04:25

message to a weissgarnix

sei so lieb und vergleich mal die infos aus kommentar 5 mit dem wasserstand deines sparvereins. die texter hier haben alle flausen im kopf (wie retten “wir” unser “finanzsystem”). noch so eine flause wie “währungsreform ja oder nein” und du kannst dich bei der TINA bewerben.

31 phuter 1. Februar 2009 um 04:39

Warum Haare schneiden, wenn Inflation doch so bequem ist? Immerhin wird sowas von den Leuten dann ja als Gottgegeben und nicht hausgemacht hingenommen. Wer weiss was kommt, rettet sich – und die braven Untertanen verlieren ihr Geld. Bequemer gehts doch nicht! Also, wozu Haare schneiden, wenn sie eh von selbst ausfallen?

32 Alvar Hanso 1. Februar 2009 um 05:00

“Laßt uns schwarze Schafe sein!”

Nein, lasst uns schwarze Schwäne sein!

33 joergtokyo 1. Februar 2009 um 10:09

@wgn

Du glaubst doch nicht ernsthaft , dass die “Hochfinanz” und die Politnutten die mit ihr im Bett liegen sich selbst so ohne weiteres eine solch kürzere Frisur verpassen? Das wäre nämlich ein Griff in den eigenen Geldbeutel…quasi die grosse Umverteilung von oben (den Forderungs/Anleihe/Geldbesitzern) nach unten zu den nix-Besitzern die dabei wenig bis nichts verlieren. Zumindest die würden sich vorher aus diesem Rabattspielchen zeitig genug verabschieden.

Wie?

Es würde es einen ultimativen Anleihecrash geben und das gesamte smarte Vermögen in Sachwerte…Gold…Renditeimmobilien fliessen. Dann wenn der Wert der Anleihen dann ohnehin bei 10% steht darf gern 1:10 geschnitten werden. Dann triffts nur den blöden Pöbel der indirekt via (Renten)versicherung etc. in diesen Forderungen steckt und aufgrund dessen keine Chance hat sein Geld zu retten.

grausige Vorstellung wenns so kommt…denn dann geht die Schere zwischen arm und reich noch viel weiter auf…woran ich allerdings nicht den geringsten Zweifel hege.

cheers

jörg

34 joergtokyo 1. Februar 2009 um 10:12

PS: ich werde meine deutschen Staatsanleihen jetzt verkaufen…vielleicht einer der letzten Chancen einen solch hohen Preis zu erzielen. Ohnehin suspekt dass bei einigen Bundesanleihen seit Wochen nur ein Verkauf möglich ist…Kauf nur bei Oderlage….ergo extrem überkauft.

35 martinsgarten 1. Februar 2009 um 11:12

@joergtokyo { 01.02.09 at 10:12 }
PS: ich werde meine deutschen Staatsanleihen jetzt verkaufen…vielleicht einer der letzten Chancen einen solch hohen Preis zu erzielen. Ohnehin suspekt dass bei einigen Bundesanleihen seit Wochen nur ein Verkauf möglich ist…Kauf nur bei Oderlage….ergo extrem überkauft.

Ich denke, dass ist eine gute Idee.
Ich rechne bei diesen Zinssätzen damit, dass es bald ausreichend Schildkrötensuppe geben wird.
Grund: die Stärke des USD gegenüber dem €
Wir haben da einige Schuldner Staaten im €-Raum, denen scheint es nicht so gut zu gehen.

Mit riner Währungsreform brauchen wir aus meiner Sicht IM MOMENT noch nicht zu rechenen.
Die Staatsschulden lassen sich doch bei diesen Anleihezinsen gepaart mit einer Inflation über die Hintertür (Deflation im täglichen Leben – Lächerlich) schön abbauen.
Schon mal jemand an die Renditen der KLV gedacht bei 2,5% Anleihezins?

36 Schörner 1. Februar 2009 um 11:45

Die Staatsschulden lassen sich doch bei diesen Anleihezinsen gepaart mit einer Inflation über die Hintertür (Deflation im täglichen Leben – Lächerlich) schön abbauen.

Das versuchen sie ja, aber es klappt nicht. Warum? Weil sich das Preisniveau aus Geldmenge mal Umdrehungsgeschwindigkeit ergibt.
Wenn die Umdrehungsgeschwindigkeit so rapide abnimmt wie im Moment, dann hilft das Aufblasen der Geldmenge auch nicht.
Noch dazu, wenn jene, die für die Versorgung der Wirtschaft mit Liquidität, diese der Wirtschaft vorenthalten.

Ja die Plutokraten wollten ja so gern inflationieren, aber es klappt nicht!

37 Schörner 1. Februar 2009 um 11:49

Nachtrag:
Und ewig zu warten, bis die Umdrehungsgeschwindigkeit wieder zunimmt, können sie auch nicht, denn bis dahin ist die Wirtschaft möglicherweise schon völlig kollabiert.

38 Augur 1. Februar 2009 um 11:52

@Bernhard #28
“In der EU gibt es nur 21 Mrd. € Bargeld”
Gibts hierfür eine Quelle? Bzw. kann man sich die (geschätzte) Verteilung des Bargelds im EU-Raum ansehen?

39 McShorty 1. Februar 2009 um 11:55

@ Bernhard aus Frankfurt #28
gibts zu den 21 Mrd € ne zuverlässige Quelle (Link), oder fehlt da viell. ne Null? Ansonsten kommt mir die echt zu niedrig vor.
Ich denke die Bargeldquote dürfte kleiner 10 %, viell. sogar unter 5 % der gesamten Kreditsumme liegen.
Besten Dank und Gruß, McShorty

40 Michael 1. Februar 2009 um 12:05

@hacedeca
Die Politik hätte, wenn dieses Zeug nicht handelbar gemacht werden kann, nur die Aufgabe, die Entpackung der Wundertüten zu erzwingen. Danach wüßten wir erst mal was überhaupt anliegt. Und dazu derartige, nicht handelbare, Papiere für die Zukunft zu verbieten. Pauschale Rettung, Verstaatlichung, darf man wohl als “Russisches Roulette” für die Staatsfinanzen, den Steuerzahler, bezeichnen.

Nach dem, wie das bisher gehandhabt wird, würde die Krise ohne Inflationierung so um die 20 – 30 Jahre dauern. Die Politclowns und Bankster sind ja bestrebt Ursachen und Wirkungen so gut wie möglich zu verstecken und dem Steuerzahler unterzujubeln.

Bis sich der Nebel etwas lichtet, halte ich die Schlußfolgerung von Weissgarnix Gold und Bargeld im Tresor für das Sinnvollste. Ungeachtet dessen beobachte ich natürlich weiter das Bullenhaifischbecken voller Gier. Das eine oder andere Haifischflossensüppchen vor dem Bärenfilet als Hauptgang muß schon drin sein.

@Rettet die Banken
Du kriegst nicht Deinen Anteil an der NDB, sondern eine Zwangsstaatsanleihe der €U. So etwas gab es in der Folge des Versiller Diktates im Deutschen Reich schon mal.

Alternativ führen wir eine Erbschaftssteuer von 100 % ein, die Erblasser hinterließen dem Staat nur Schulden. Aber ich wäre mir sicher, das als “Reform” weltweit eingeführt, würde die “Konjunktur”, wie die Ökonomen sie verstehen, gewaltig auf Trab bringen.

@joergtokyo
Ja, es wird ganz sicher Schidkrötensuppe geben. Wobei irgendwelche Bundesschatzbriefe nicht betroffen sind. Aber für aktuell 1,5 % Bundesschatzbriefe und 1,25 % Tagesanleihe braucht man die nicht wirklich zu kaufen.

@Schörner
Was ist das für ein Name ? Also wirklich …
Aber die Bargeld/Gold-Idee zielt genau darauf ab, daß die Burschen aufblasen können, soviel sie wollen. Sie kriegen die Maschine nicht auf Touren.

@McShorty
letzte Spalte Kapital und Rücklagen

http://www.bundesbank.de/download/statistik/bankenstatistik/S101ATIB00809.PDF

41 Karl 1. Februar 2009 um 12:08
42 John Wilkes Booth 1. Februar 2009 um 12:25

“Wenn der € eine einheitliche Währung sein soll, ist eine €U – € – Anleihe völlig logisch. ”

Ein unsinniger , infantiler Vorschlag , auch wenn es von Prof.Dr. WGNX kommt.
Die Spreads auf Anleihen der PIGS sind deswegen so hoch weil sie verschuldet sind und unverantwortlich wirtschaften d.h mit einem chronischen Defizit.Weißt du ja selber.
Mit einer Euro Anleihe bezahlen diese Staaten etwas weniger für ihre Schulden und wir Dösel etwas mehr.Welche Prognose kann man nun stellen ?
Die PIGS Staaten schulden nochmehr auf und zugleich werden auch die Schulden bei uns immer größer.Konsequenz: Nach einiger Zeit stehen wir da wo wir heute sind nur mit noch höheren Schuldenbergen und einem kaputten Staatshaushalt der BRD.Am Ende bezahlt nicht nur Griechenland 10% auf seine Staatsschulden sonder wir auch.Game Over.

Einziger Effekt , Zeitgewinn und Quacksalberei.

unausweichlich kommt es zur Währungsreform

43 Schörner 1. Februar 2009 um 12:46

Du kriegst nicht Deinen Anteil an der NDB, sondern eine Zwangsstaatsanleihe der €U. So etwas gab es in der Folge des Versiller Diktates im Deutschen Reich schon mal.

Womit der Euro seine wahre Aufgabe endlich auch für die Masse, welche Bekenntnisse von Mitterand bis Thatcher nicht wahrhaben will, deutlich sichtbar offenbaren würde.


Nicht Mord, noch Brand, noch Kerker, noch Standrecht obendrein;
Es muß noch stärker kommen, wenn`s soll von Wirkung sein.
Zu Bettlern sollt ihr werden. Verhungern allesamt,
zu Mühen und Beschwerden Verflucht sein und verdammt.
Euch soll das bischen Leben so gründlich sein verhaßt,
Daß ihr es weg wollt geben wie eine schwere Last.
Dann, dann vielleicht erwacht doch in euch ein neuer Geist,
Ein Geist, der über Nacht noch Euch zur Freiheit reißt!

(Heinrich Hoffmann v. Fallersleben 1798 – 1874 )

44 Michael 1. Februar 2009 um 13:27

@Karl
Danke für den Link.

@John Wilkes Booth
Ich gäbe dir ja Recht, schau mal die Renditen der €-Staatsanleihen an:

http://www.oenb.at/isaweb/report.do;jsessionid=E9438830A202D9B29A8DBB02410AF7A3?report=10.6

und dazu die Kosten für Kredite bzw. Zinserträge auf Einlagen

http://www.oenb.at/isaweb/report.do;jsessionid=E9438830A202D9B29A8DBB02410AF7A3?report=13.8

Daraus ergäbe sich keine Legitimation für den €. Schauen wir auf die “Wettbewerbsfähigkeit”.

http://www.oenb.at/isaweb/report.do;jsessionid=E9438830A202D9B29A8DBB02410AF7A3?report=13.10

Wem nutzt “Europa” ? Den Bundesbürgern auf keinen Fall. Natürlich haben wir auch keinen einzigen Grund den € zu lieben. Aber wir haben ihn an der Backe und meine Hoffnung ihn loszuwerden ist real sehr gering.

45 bilbo 1. Februar 2009 um 13:43

@weissgarnix #12

Ist das jetzt ein Aufruf zum Bank-Run?

Vielleicht versteh ich ja etwas noch nicht ganz richtig: Wenn der Staat nicht in alle privaten Schuldverhältnisse eingreift, sondern nur bestimmte Investoren und sonstige Gläubiger teilenteignet, deren Forderungen aufkauft etc., dann sollten doch eigentlich die Forderungen der privaten Sparer gegen die Banken unberührt bleiben. Solange die Bank nicht insolvent wird, ist damit meine Forderung daher zunächst mal so viel wert wie Bargeld.

Werden die Forderungen meines Arbeitgebers beschnitten, führt dies möglicherweise dazu, dass der auch mir weniger zahlen kann. Das ist richtig. Nur erstens ist ein Bail-Out für den Schuldner nur wenig sinnvoll, wenn dadurch gleichzeitig der Gläubiger in die Insolvenz geschickt wird. Und zweitens hilft mir doch dann mein Bargeld auch nicht mehr als meine weiterhin vollwertige Forderung gegen die Bank.

Die Forderung nach Hartgeld für alle ergibt für mich nur dann Sinn, wenn alle Forderungen beschnitten werden oder die Banken trotz Verstaatlichung, Bad Bank, etc in die Insolvenz gehen. Und das soll ja gerade verhindert werden. Oder müssen wir Dich so verstehen , dass bei verstaatlichten Banken sämtliche Gläubiger, also auch die Privatanleger, bluten müssen oder eine flächendeckende Insolvenz der Banken trotz Verstaatlichung etc. möglicherweise nicht zu verhindern ist?

Beides halte ich bei allem Pessimismus dann doch nicht für wahrscheinlich.

46 weissgarnix 1. Februar 2009 um 13:54

@bilbo

>Ist das jetzt ein Aufruf zum Bank-Run?

Ich rufe zu gar nichts auf. Ich sage nur: im Falle eines “Haircuts” stehen alle Geldforderungen potenziell im Feuer. Wieweit sich der Gesetzgeber dabei an Retail-Spareinlagen rantraut, ist die große Frage, aber in extremis werden auch die “gekürzt”. Wie übrigens auch Leistungen aus Versicherungs-, und Rentenzusagen. Das muß man halt nur wissen, dann kann man im Einzelfall entscheiden, was man in welcher Assetklasse an Exposure halten möchte. Bargeld im Tresor scheint mir im Gegensatz dazu jedenfalls todsicher.

>Beides halte ich bei allem Pessimismus dann doch nicht für wahrscheinlich.

Dein Wort in Gottes Ohr, mein Lieber. Meine Theorie lautet wie folgt: die Allgemeinheit ist über die Medien bereits extrem pessimistisch, weshalb man davon ausgehen muß, dass alles entweder noch VIEL schlimmer kommt, als wir es uns in den düstersten, derzeit kolportierten Szenarien vorstellen. Oder dass es, im Gegenteil, noch nicht mal annähernd so schlimm kommt, wie allgemein erwartet. Letzteres kann ich mir zwar nicht so richtig vorstellen, aber wer weiss das schon …

47 klappzypresse 1. Februar 2009 um 16:26

wgn #46
“Meine Theorie lautet wie folgt: die Allgemeinheit ist über die Medien bereits extrem pessimistisch, …”

Einspruch Euer Ehren! Die Allgemeinheit in diesem Blog ist eventuell extrem pessimistisch eingestellt, nicht aber die Allgemeinheit “im allgemeinen”.

Ich befrage seit Wochen immer wieder Bekannte, Geschäftspartner, Lieferanten usw. nach ihrer Einschätzung, wie sich diese “Krise” denn ihrer Meinung nach entwickeln wird. Die überwiegende Einschätzung dieser ganz normal im Wirtschaftsleben stehend Leute ist: “Ja, das ist schon schlimm, was da passiert. Aber wenn die Wirtschaft jetzt ein bischen zurückgeht ist das auch keine Katastrophe. Und persönlich habe ich für die nächsten zwei, drei Jahre keine Befürchtungen. In zehn Jahren, ja da wird es schon schlimm werden, bis dahin ist’s aber noch lang”.

48 Michael 1. Februar 2009 um 16:36

@weissgarnix
Wieweit sich der Gesetzgeber dabei an Retail-Spareinlagen rantraut, ist die große Frage, aber in extremis werden auch die “gekürzt”. Ja, bei Insolvenz bekommt man nur 80 % oder 90 % seiner Einlagen vom Sicherungsfonds. Bei Tresorgeld entgingen dir vielleicht 2 % Zinsen, aber bei quasi Nullinflation kann das kaum beunruhigen.

die Allgemeinheit ist über die Medien bereits extrem pessimistisch, weshalb man davon ausgehen muß, dass alles entweder noch VIEL schlimmer kommt, Die Medien spielen doch schon wieder Erholung der Konjunktur ab Jahresmitte. Nur daß der “Markt” deneb (wohl zu Recht) nicht glaubt. So eine Rezession Typ 1992 würde eher länger als 2 1/2 Jahre dauern.

http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_zeitreihen.php?lang=de&open=konjunktur&func=row&tr=US366C

@klappzypresse
Deine Bekannten sollten sich die Tabellen der BuBa ruhig mal ansehen. In der Tat ist so eine “Rezession” im Sinne von Ökonomen kein Grund pessimistisch zu werden. Deren Zahlenwerke sind etwas fern der Arithmetik normal denkender Leute. Aber über die Konsequenzen der Rettungsmaßnahmen gibt es nichts zu feilschen.

@bilbo
Problematisch ist und bleibt nur, daß “Rettungsschirme”, “Konjunkturprogramme”, €U-Anleihen und bad banks oder Verstaatlichungen letztlich nur Inflation bzw. übergebührliche Belastungen des Staatshaushaltes und auch der “Geldwertstabilität” (fiat Geld kann gar nicht “stabil” sein) darstellen.

Jede einzelne “Rettungsmaßnahme” würde unter einer CDU/FDP-Regierung tausende Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst, Privatisierung, Lohndrückerei oder “Reform” zu Gunsten der 200 Milliardäre und 800000 Millionäre, die schon jetzt die Nettokassierer sind, kosten. Das sollte man jede Minute im Hinterkopf behalten.

49 racoon 1. Februar 2009 um 16:41

“Retail Spareinlagen” … eine Vermutung:

Sparbuch > Eckzinssatz ?

Österreich: “Kleingedrucktes” im BWG

§ 93 Absatz (5) Punkt 9 wie folgt

(5) Folgende Einlagen und Forderungen aus Wertpapiergeschäften sind
von der Sicherung durch die Sicherungseinrichtung ausgeschlossen:

9. Einlagen und Forderungen, für die der Einleger oder
Forderungsberechtigte vom Kreditinstitut oder von der Wertpapierfirma gemäß § 12 Abs. 1 WAG 2007 auf individueller Basis Zinssätze oder andere finanzielle Vorteile erhalten hat, die zu einer Verschlechterung der finanziellen Lage des Kreditinstitutes oder der Wertpapierfirma gemäß § 12 Abs. 1 WAG beigetragen haben..

50 Maria v. Boisse 1. Februar 2009 um 16:51

10 Gebote für erfolgreiches Krisenmanagement

1. Man deklariere sich als Währungseigentümer und bedrucke Papier mit schönen Motiven.
2. Man trenne diese Währung von realem Wert und nenne dieses freie Wirtschaft.
3. Man drucke soviel Geldscheine, bis sich Realwerteigentümer so sehr davon beeindrucken lassen, dass sie ihren Realwert gegen einige Kilo Papier eintauschen.
4. Man deklariere diesen Verlust an Papier als negative Geschäftsbilanz und Finanzkrise.
5. Man überschreibe den Realwert dem eigenen Privatvermögen und nehme ihn aus der Geschäftsbilanz.
6. Man deklariere diesen doppelten Bilanzverlust als Sachzwang oder Wirtschaftskrise.
7. Man nehme diese Wirtschaftskrise als Begründung neue Geldscheine drucken zu müssen.
8. Man drucke davon so viele, bis sich Realwerteigentümer so sehr davon beeindrucken lassen, dass sie ihren Realwert gegen einige Kilo Papier eintauschen.
9. Man deklariere die unausweichliche Erkenntnis, dass Papier nicht essbar ist, als Währungskrise.
10. Man nehme diese als Grundlage, eine neue Währung einzuführen.

Quelle: http://volkszustandsbericht.wordpress.com/2008/10/03/erfolgreiches-krisenmanagement/

51 georgi 1. Februar 2009 um 16:54

#47:

Und persönlich habe ich für die nächsten zwei, drei Jahre keine Befürchtungen. In zehn Jahren, ja da wird es schon schlimm werden, bis dahin ist’s aber noch lang”.

Meine Bekannten sind gar noch optimistischer. Wäre es
anders, würde kein Mensch mehr sich verschulden, um
technische Fächer zu studieren oder Wohnungen und
Häuser zu kaufen, oder überhaupt noch Geld auf der Bank
haben. All die blöden Argumente aus Funk & Presse kommen
tatsächlich im Volk an. Man glaubt es kaum.
“50% der konjunkturellen Aussichten sind Psychologie”
“Die Probleme seien nicht hausgemacht”
“Auf dem Weihnachtsmarkt war noch keine Krise
auszumachen”
“Die Banken machen noch keine Probleme beim
Herausgeben von Kleinkrediten, die sind doch froh, daß
sie Geld verdienen können”

Aber spätestens, wenn der Frisör umgeht, dann ändert sich
bestimmt die Wahrnehmung.

52 John Wilkes Booth 1. Februar 2009 um 17:04

“Ich gäbe dir ja Recht, schau mal die Renditen der €-Staatsanleihen an:”

Kannst du bitte kurz und verständlich für Laien formulieren auf welchen Punkt du hinaus möchtest, aus den Statistiken selbst heraus ergibt sich nichts.

“Aber wir haben ihn an der Backe und meine Hoffnung ihn loszuwerden ist real sehr gering.”

Natürlich möchte man Deutschland alles aufbürden aber die BRD kann diese Last nicht tragen.Die BRD und einige wenige andere sind DER tragende Pfeiler dieses Systems.Die BRD kann nicht die Staatshaushalte von 4 oder 5 Schlendrianen finanzieren.Dass ist nicht möglich vorallem weil diese Schlendriane jeden Spielraum noch oben in der Verschuldung ausnützen werden und dieses Spiel weitertreiben.Gieße ich 1 Liter feinen Rotwein zusammen mit 5 Litern Brackwasser habe ich nicht 6 Liter feinen Rotwein.So einfach.

Zu den Volksaufständen

schau mal hier:
http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/politics/4422253/Gordon-Brown-condemns-wildcat-oil-refinery-strikes.html

“dass alles entweder noch VIEL schlimmer kommt, als wir es uns in den düstersten, derzeit kolportierten Szenarien vorstellen”

http://www.n-tv.de/1095377.html

dazu ist wohl jeglicher Kommentar überflüssig

http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/pharmaceuticalsandchemicals/4414273/GlaxoSmithKline-to-slash-6000-jobs.html

53 Jörg 1. Februar 2009 um 17:14

@Michael:
“Bleibt Steuern anheben. Und das wird zwar nicht als Inflation bezeichnet, ist aber solche.”

Eigentlich sind Steueranhebungen resp. -senkungen zunächst mal nicht inflationär oder deflationär, sondern disinflationär resp. disdeflationär – jedenfalls in einer Ökonomie, in der der staatliche Sektor einerseits kleiner als der private, andererseits jedoch viel grösser als jeder einzelne private Player ist.
(Vorausgesetzt ist natürlich auch, dass die Veränderungen überhaupt einen Nettoeffekt haben. Steuerveränderungen, die in ihrer Dimension identisch sind mit Veränderungen der Staatsausgaben, haben – unter Umständen erwünschte – Umverteilungseffekte.)

54 Maria v. Boisse 1. Februar 2009 um 17:36

Auszug aus “Ein Insider packt aus”

“Ein Währungsschnitt oder eine komplett neue Währung bei den Amerikanern – das halte ich für keine Spekulation – es wird so kommen. Es gibt ja Spekulationen über den AMERO – diese hielt ich anfangs für unrealistisch – mittlerweile rechne ich fest damit. Denn die USA scheinen ihre Währung absichtlich in den Abgrund zu fahren. Da deutet einiges darauf hin. Wenn das aber gewollt ist, dann haben einige der ganz reichen Elite schon jetzt auf diese Zeit spekuliert.”

Quelle: http://www.mmnews.de/index.php/200901312143/MM-News/Ein-Insider-Pakt-aus.html

55 Maria v. Boisse 1. Februar 2009 um 18:14
56 Maria v. Boisse 1. Februar 2009 um 18:20

Saldo Leistungsbilanzen von 188 Ländern (Link leitet zum CIA weiter)

http://tinyurl.com/2ysmjk

57 mylli 1. Februar 2009 um 18:47

@ weissgarnix #46

Es ist notwendig, dass ALLE die Haare geschnitten bekommen, ohne Ausnahme. Ansonsten bricht alles zusammen, weil jeder wie irre seine individuellen Ansprüche durch irgendwelche Tricksereien retten will.

Als kein Erbarmen gegenüber Aktionären, Pensionisten, Klein und Großsparern, Lebensversicherten, Hortern, usw….

58 wisi 1. Februar 2009 um 19:20

Wiederholung:
Vermögensbildung führt per Zins und Zinseszins zur unbedienbaren Vermögensanhäufung und stellt damit selbst die Systemfrage
würde Zinsleistung auf Kredite in die Sozialsysteme fließen wäre Vermögensexplosion gebannt und Wohlfahrt gesichert
Man muß es nur WOLLEN

Zitat:

Das einzig wirkliche Problem ist die Entscheidung, ob einige Wenige entweder auf ihre Ansprüche auf Sachwerte anderer verzichten, um sich nicht selbst die Existenzgrundlage zu entziehen, oder ob eine Menge Vieler sich nimmt, was sie zum Überleben braucht. In diesem Moment beginnt die eigentliche Krise.

Deren Ergebnis wird Krieg oder Frieden sein.
http://volkszustandsbericht.wordpress.com/2009/01/26/welche-krise/

59 Merkur 1. Februar 2009 um 20:09

Die Währungsreform kommt wie das Amen in der Kirche. Wahrscheinlich wenn es den Euro zerhaut.
Wir hatten schon eine Währungsreform vor 8 Jahren, das hat uns ca. 48 % zur alten DM gekostet.

Der Unterschied dazu ist nur der, das sich dann ca. mind. 80ig % des Volksarbeitesvermögens in Luft auslöst. Für jeden einzelnen weg, der noch in Papier ist.

Es betrifft dann die staatlichen Rentenversicherung, Versicherungen LV, Firmenpensionen usw. Ob sich die Schulden des einzelnen ebenfalls eindampfen ist nicht so sicher, da der Staat für seine neue Währung natürlich eine Deckung braucht.

Der größte Teil des deutschen Volksvermögens in Gold liegt in der USA und ist definitiv verloren.

Somit bleibt nur noch eines – das beste daraus machen.
Rette sich wer kann aus Papier und die einzige Alternative auf unsere Ebene ist dann Edelmetall.

Immob. Grund und Boden braucht der Staat für seinen neuen Anfang. Somit gibt es Zwanghypoteken und inwieweit Grundschulden eingedampft werden ist vollkommen offen.

Man muss Edelmetall nicht lieben, jedoch wer es nicht hat – hätte es gerne gehabt.

Der Staat kann nicht pleite gehen – pleite geht immer der einzele Bürger.

The time is near – game over – time out. Ich schreib das deshalb auf English, weil es vom Grunde her aus der USA kommt. Der Täter – die FED – die Kreatur des Großkapitals.

60 Michael 1. Februar 2009 um 20:37

@Jörg
Ich meine natürlich die Primitivvariante von Inflation. Den Endverbraucherpreis. Dessen Steigerung durch Staatsintervention absolut z.B. “Öko”-Steuer und relativ durch Streichung der Pendlerpauschale, um nur zwei Beispiele zu nennen, ruiniert letztendlich den einheimischen Mittelstand durch Hochpreise gegenüber dem Nettoeinkommen. Jetzt stellt sich die Frage, wo der Staat das Geld verschleudert hat, wenn er sich trotzdem weiter um die Zinsen seiner Schulden verschuldete.

@mylli
Das ist schon klar, nur Geld, das auf keinem Konto ist, “existiert quasi nicht mehr”. Da kannst du mit deinem Rasenmäher kommen wie du willst, das Geld haben wir doch glatt in einem anrüchigen Haus, möglichst im Ausland, durchgebracht.

Nun könnte man Bargeld abschaffen, nur noch e-money. Siehe den “Erfolg” amerikanischer Kreditkarten. Na bravo. Dann bricht hier der Goldrausch aus, denn du wirst der Menschheit nie abgewöhnen können, Gold als Geld anzusehen. Im Zweifelsfall, wie die Inder, Goldschmuck kaufen. Da haste aber was gekonnt.

@wisi
Das Beispiel geht auf einen gewissen Jacob zurück und ist seit alters her bekannt. Wir sind durchaus noch nicht im Zimbabwe-Niveau, oder politisch perfekte Bananenrepubliken. Wenn wir uns auch ständig an diese Zustände annähern.

Man braucht nur nach altem römischen Brauch immer mal eine Schuldscheinverbrennung. Putschen die Gläubiger, werden sie ans Kreuz genagelt. Die Finanzinstitute haben gerade wohlwollend Schuldscheine in astronomischer Anzahl verbrannt. Heliben &. co. wollen in gehabter Art und Weise die Gläubiger retten. Die wollten mehr, mehr Zins, mehr Zinseszins, möglichst noch gehebelt. Da trifft der Tritt mit dem Pferdefuß doch nun wirklich die, die es nicht anders verdient haben. :-)

@Merkur
Gähn, ich muß mir wohl mal wieder die Aktienkurse näher ansehen.

61 Maria v. Boisse 1. Februar 2009 um 20:41

Wieso endet eigentlich jeder Thread bei dem tatsächlich sagenhaften Gold? Sorry Weissgarnix, aber ich muss nochmal: http://volkszustandsbericht.wordpress.com/2009/01/27/ein-bisschen-gold-muss-sein/

PS: … nu sach doch auch mal wat!

62 Maria v. Boisse 1. Februar 2009 um 20:45

Magerkost in USA

“Die Amerikaner schnallen buchstäblich ihre Gürtel enger. Im vierten Quartal ist der reale private Verbrauch von Nahrungsmitteln saisonbereinigt mit einer Jahresrate von 13,8 Prozent gefallen, nach einem Minus von 7,3 Prozent im dritten Quartal. Derlei hat es seit Beginn des vierteljährlichen US-BIP-Ausweises 1947 nicht gegeben.”

Quelle: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Das-Kapital-Magerkost-in-Amerika/468731.html

63 Michael 1. Februar 2009 um 20:56

@Maria v. Boisse
Klingt doch höffig. Dann beobachte mal Pfitzer, die haben 2002 Bayer mit Lipobay, einem Blutfettsenker aus dem Markt gekegelt. Wenn die Amis ihre Eßgewohnheiten normalisieren, müßten Pfitzer massive Umsatzeinbrüche eben bei “Cholesterinsenkern” bevorstehen. :-)

64 Daniel 1. Februar 2009 um 21:01

@ klappzypresse #47

“Einspruch Euer Ehren! Die Allgemeinheit in diesem Blog ist eventuell extrem pessimistisch eingestellt, nicht aber die Allgemeinheit “im allgemeinen”.
Ich befrage seit Wochen immer wieder Bekannte, Geschäftspartner, Lieferanten usw. nach ihrer Einschätzung, wie sich diese “Krise” denn ihrer Meinung nach entwickeln wird.”

==> Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft dass Ihnen Ihre Lieferanten und Geschäftspartner in Form von “Alles geht den Bach runter” reinen Wein einschenken.

Dass mach ich z.B. bei meinen Kunden auch nicht.
Was gibt dass den für ein Bild ab.
Da kann ich ja die Geschäftsbeziehung direkt still legen, wenn ich noch nicht einmal weiß ob der Laden die nächsten 3..6 Monate übersteht.

Man sollte sich mehr im Bekanntenkreis umhören und da merke ich seit gut 3 Wochen einen zunehmenden Pessimismus und auch steigende Wut.

Ich bekomme von immer mehr Leuten zu hören (sogar von eigentlich wildfremden mit denen ich sonst nie was zu tun hatte) dass sie endlassen wurden, dass sie ab Feb. in Kurzarbeit gehen etc. pp. – Auch bei mir in der Familie.

Wenn dass in dem Tempo weitergeht, dann dauerts nicht mehr lang bis Worst-Case. Meine Meinung.

65 Michael 1. Februar 2009 um 21:18

@John Wilkes Booth
Ich glaub nicht, daß du Laie bist. Was ich meine, ist der Spread zwischen den Renditen der Länder, die am € beteiligt sind. Es sollte doch ein Unterschied sein, ob man auf Schulden i. H. v. 60 % BIP, die wohl eher untertrieben sind, 3 % oder 5 % Zinsen zahlen muß.

Ich kann die Engländer verstehen. Und die haben sogar seit Jahren noch durch das schwache Pfund ihren Markt geschützt. Übrigens Astrazenica schmeißt noch mehr Leute raus. Aus SüdKorea wurde kürzlich berichtet, daß es 12 Bewerber auf eine Stelle bei der Müllabfuhr gab. Davon hatten 6 einen Hochschulabschluß. Die Entscheidung brachte ein 100 m Lauf mit einem zentnerschweren Sack auf dem Rücken.

Daß die Globubbilisation Toast ist, das glaube ich auch. Denke nicht, ich würde dem € eine Träne nachweinen, auch wenn ich nicht glaube, daß er untergeht.

66 Michael 1. Februar 2009 um 21:29

@John Wilkes Booth
P.s. die Stelle bei der Müllabfuhr war übrigens mit einem Gehalt von umgerechnet 1800 € verbunden

67 bluedet 1. Februar 2009 um 21:34

Kommt sie jetzt oder kommt sie nicht, die Währungsreform?

Zunächst ist das politische Ziel klar. Die Auswirkungen der Krise solle gestreckt werden. Je länger die akuten Symptome mit Notpaketen behandelt werden können, desto größer wieder die Wahrscheinlichkeit, den wachsenden Schuldenberg sanft über eine langanhaltende Inflationsphase abzubauen. Das ist die Hoffnung. Darauf arbeitet die Politik hin. Ob`s klappt, weiß derzeit niemand.

Jederzeit kann die Krise derart desaströs werden, dass Währungen, Währungsräume, Wirtschaftsbeziehungen, Wirtschaftsläufe zusammenbrechen, die faktisch zu einer schlagartigen Geldentwertung bzw. zu unkontrollierbaren Verwerfungen innerhalb von Wirtschaftssystemen führen, die im Ergebnis eine Währungsver- oder reformung darstellen. Tritt dieses Szenario ein, stellt sich eben noch die Frage, erfolgt sie halbwegs kontrolliert oder wird sie durch Chaos erzwungen.

Das macht euch mal klar: Diese Krise ist nicht nur immens teuer für uns und unsere Kinder, sie ist zudem brandgefährlich. Die Situation kann jederzeit eskalieren, wobei nicht klar ist, welcher Stoff den Zündfunken liefern wird. Die Situation ist eben unübersichtlich und nicht mehr durchschaubar. Es gibt erhebliche, nicht abschätzbare Kollapsrisiken. Zuviele Nationen, zu enge Vernetzung, starke Wechselwirkungen, zunehmende nationale Eigeninteressen, alles hochdynamisch.

68 Miesespeter 1. Februar 2009 um 23:46

@bluedet
‘Zunächst ist das politische Ziel klar. Die Auswirkungen der Krise solle gestreckt werden. Je länger die akuten Symptome mit Notpaketen behandelt werden können, desto größer wieder die Wahrscheinlichkeit, den wachsenden Schuldenberg sanft über eine langanhaltende Inflationsphase abzubauen. Das ist die Hoffnung. Darauf arbeitet die Politik hin. Ob`s klappt, weiß derzeit niemand.’

Zwei Dinge, welche dagegensprechen:

1) Erstens braucht man hierzu Inflation. Fuer Inflation benoetigt man einen positiven Saldo aus Neunachfrage (kreditverursacht) – Mindernachfrage (kreditkonkursverursacht), und dieser muss groesser sein als der Produktivitaetszugewinn. Wir reden somit von Neukrediten von 20% BIP+ pro Jahr

2) Man muesste Schulden dadurch abbauen koennen, dass man die Schulden massiv erhoeht. Das scheint mir empirisch unbelegt und logisch heikel.

‘Das macht euch mal klar: Diese Krise ist nicht nur immens teuer für uns und unsere Kinder, sie ist zudem brandgefährlich. Die Situation kann jederzeit eskalieren, wobei nicht klar ist, welcher Stoff den Zündfunken liefern wird. Die Situation ist eben unübersichtlich und nicht mehr durchschaubar. Es gibt erhebliche, nicht abschätzbare Kollapsrisiken.’

Zustimmung. Und wenn man in einer solchen Situation nicht schnellstens beginnt, umfassende Notfallplaene, Durchfuerhungsverordnungen und Organisationstrukturen zu entwickeln und einzuueben, dann ist den Herrschaften nicht mehr zu helfen……

69 bongo 1. Februar 2009 um 23:56

Jeder redet hier nur von Verlusten, dabei ist doch klar, daß jedem Verlustgeschäft der einen Partei zwangsläufig ein entsprechendes Gewinngeschäft der anderen Vertragspartei gegenübersteht.

Wie sagt schon die alte Börsenweisheit:

“Machen Sie sich keine Sorgen, Ihr Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer!”

Irgendjemand muß diese horrenden Summen, die als Verluste bejammert werden, als Gewinn verbucht haben.

Auf der Volkswirtschaftlichen Ebene müßte die Summe eigentlich Null sein.

Deshalb kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, daß hier ein gigantischer Betrug abläuft.

70 Karl 2. Februar 2009 um 00:22

@ bongo

Nein, denn die Verluste können auch durch Abwertung gehaltener Wertpapiere in einer Bilanz entstehen. Da muß man nichts für verkaufen.

71 bluedet 2. Februar 2009 um 00:34

@miesepeter

Ich gehe davon aus, dass bereits genügend Geldmenge vorhanden ist, um die Inflation in Gang zu setzen. Sie ist nur noch nicht marktwirksam geworden. Das Geld wird Tag für Tag mehr. Alle wichtigen Nationen pumpen. Zudem können inflationäre Prozesse durch Preissteigerungen im Rohstoffbereich angestoßen und forciert werden, wie die Ölpreisblase gezeigt hat. Für Inflation braucht es also nicht zwingend eine ehöhte Geldmenge, zumindest kurzfrstig.bHeute wird das Geld gepumpt,morgen kommt es in den Märkten an. Verzerrt und zusätzlich getrieben wird der Prozess durch Spekulation.

Ob ich damit recht habe, weiß ich nicht

72 bongo 2. Februar 2009 um 01:11

@karl
“Nein, denn die Verluste können auch durch Abwertung gehaltener Wertpapiere in einer Bilanz entstehen. Da muß man nichts für verkaufen.”

Das stimmt schon. Aber man muß berücksichtigen, wie der Wert dieser Wertpapiere entstanden ist: a) durch Wertsteigerung, b) durch Kauf (d.h. “real”).

Bei Abwertung:
Im Fall a) handelt es schlicht um einen “virtuellen” Wertverlust, d.h. ein nicht-realisierter Wert ist aus dem Nichts entstanden und wieder verschwunden
Im Fall b) ist tatsächlich reales Geld geflossen, aber hier muß es einen Vertragspartner geben, an den dieses Geld geflossen ist, d.h. der einen Gewinn in der gleichen Höhe gemacht hat.

Als Fazit heiß das für mich: entweder sind die Verluste “virtuell”, dann sollten sie keinen Einfluß auf die Realwirtschaft haben; oder sie sind “real”, dann muß es jemand geben, der Gewinn in der gleichen Höhe gemacht hat, also volkswirtschaftlich gesehen, gibts auch keinen Verlust :-)

Anders gesagt, es handelt sich hier um eine virtuelle Krise oder einen gigantischen Umverteilungsversuch von unten nach oben :-)

73 bongo 2. Februar 2009 um 01:26

@bluedet
“Ich gehe davon aus, dass bereits genügend Geldmenge vorhanden ist, um die Inflation in Gang zu setzen. Sie ist nur noch nicht marktwirksam geworden. Das Geld wird Tag für Tag mehr.”

Seh ich genauso. Diejenigen, die das Geld gewonnen haben, das die anderen verloren haben, halten still, sagen nichst, und kaufen US Staatsanleihen, auch zu 0% zinsen, haupsache sicher. Geld wird momentan zurückgehalten.

Die anderen, die verloren haben, lassen sich den Verlust von den Steuerzahlern ersetzen.

Am Schluß haben wir doppelte Geldmenge, bei schrumpfender Produktion.

Momentan haben wir noch geringe Inflation, weil jeder sein Geld aus Angst zurückhält. Sobald die Krisse überstanden scheint, wird das Geld wieder fließen.

Dann wird entweder allgemeine Inflation auftreten, oder eine neue Bubble entstehen (oder beides).

74 Schörner 2. Februar 2009 um 01:59

Momentan haben wir noch geringe Inflation, weil jeder sein Geld aus Angst zurückhält. Sobald die Krisse überstanden scheint, wird das Geld wieder fließen.

Wie lange darf “sobald” entfernt sein, bei einem wirtschaftlichen Zusammenbruch, wie er soeben stattfindet?
Wir sprechen nämlich von Auftragsrückgängen in der Industrie von 30% – 80%. Aber nicht in einem Land, sodaß die Nachfrage woanders ausgeglichen wird. Sondern global.
Putin sprach vom zusammengebrochenen Finanzsystem. Soros ebenso.
Und Sarkozy bemüht sich – obwohl Tschechien inzwischen den Vorsitz hat – noch im Februar ein Finanztreffen zu arrangieren.
Auch daran kann man erkennen, daß die Sache drängt: denen stirbt die Realwirtschaft einfach weg, weil keine Kredite mehr von den Banken rausgegeben werden.
Es gibt bisher KEINERLEI Maßnahmen, welche die Wirtschaft wieder mit günstigem Kredit versorgen würden.
Daher ist m.E. die Hoffnung auf steigende Preise bei der momentanen Faktenlage illusorisch.

Endzustand des kriminellen Pyramidenspiels.
Und um Pobereit zu zitieren: Und das ist gut so!
Denn:

Nicht Mord, noch Brand, noch Kerker, noch Standrecht obendrein;
Es muß noch stärker kommen, wenn`s soll von Wirkung sein.
Zu Bettlern sollt ihr werden. Verhungern allesamt,
zu Mühen und Beschwerden verflucht sein und verdammt.
Euch soll das bischen Leben so gründlich sein verhaßt,
Daß ihr es weg wollt geben wie eine schwere Last.
Dann, dann vielleicht erwacht doch in euch ein neuer Geist,
Ein Geist, der über Nacht noch Euch zur Freiheit reißt!

75 Schörner 2. Februar 2009 um 02:10

NS:
Die geldpolitischen Schlaumeier haben sich wohl gedacht, daß sie nur Zinsen senken müßten, um die Geldmenge und damit die Inflation zu erhöhen.
Nur ist das blöde an “schwarzen Schwänen”, daß bei ihrem Auftreten die Modelle schlicht nicht funktionieren – und so geschah es auch diesmal:
In den USA ist man mit den Zinsen inzwischen auf Null – und die Theorie funktioniert nicht mehr. Und warum? Weil in der Theorie der Fall nicht berücksichtigt ist, daß ein totaler Vertrauensverlust in das legalisierte Pyramidenspiel gerade bei den Fachleuten eintreten könnte.

Also versucht man jetzt Methoden zu finden, um ein völlig bankrottes System so zu stimulieren, daß es wieder auf die bekannten Gleise gebracht wird.
Na ja.

76 bongo 2. Februar 2009 um 02:27

@Schörner

“Wie lange darf “sobald” entfernt sein, bei einem wirtschaftlichen Zusammenbruch, wie er soeben stattfindet?”

So etwa zwei Jahre, also spätestens 2011 gehts wieder aufwärts :-)

“Wir sprechen nämlich von Auftragsrückgängen in der Industrie von 30% – 80%.”

Bitte den Zeitfaktor nicht vergessen. Auftragsrückgänge in dieser Größenordnung sind permanent. Wären sie permanent, würde das bedeuten, daß die westliche Industriegesellschaft rückabgewickelt wird und wir wieder leben würden wie vor 200 Jahren. Das halte ich für ausgeschlossen.

“denen stirbt die Realwirtschaft einfach weg, weil keine Kredite mehr von den Banken rausgegeben werden.”

Das stimmt, aber ist einfach zu lösen – schickt diejenigen Banken, die ihrem Zweck nicht nachkommen, in den Hades und schafft anderweitig Ersatz, z.B. durch staatliche Banken. Das wäre durch einfachen politischen Willen ohne weiteres machbar, insbesondere in Deutschland, wo wir bereits ein staatliches Bankensystem haben.

77 Alvar Hanso 2. Februar 2009 um 05:30

@Bongo
“Als Fazit heiß das für mich: entweder sind die Verluste “virtuell”, dann sollten sie keinen Einfluß auf die Realwirtschaft haben; oder sie sind “real”, dann muß es jemand geben, der Gewinn in der gleichen Höhe gemacht hat, also volkswirtschaftlich gesehen, gibts auch keinen Verlust”.

Die Verluste sind virtuell UND real.
Wer da bei den realen Geschäften gewonnen hat, sollte klar sein,
zum einen die Bankster die wertlose Derivate gekauft, neu eingepackt und mit Gewinn weiterverkauft haben, zum anderen diejenigen die auf Kredit gelebt und konsumiert haben, den Kredit selbst aber nicht bedienen können.

Die Personen die sich aufgrund der virtuellen Wertsteigerungen weiter verschulden konnten – z.B. der Mittestand um in Investitionsgüter zu investieren oder die Mittelschicht/
Oberschicht um auf Kredit zu konsumieren – könnten man auch als Gewinner verstehen.
Dumm nur wenn die Kredite jetzt noch nicht abbezahlt sind.

@Schörner
“Auch daran kann man erkennen, daß die Sache drängt: denen stirbt die Realwirtschaft einfach weg, weil keine Kredite mehr von den Banken rausgegeben werden.”

Gibt es wirklich eine flächendeckende Kreditklemme, oder ist das vielmehr eine Bonitätsklemme in der die Wirtschaft steckt?
Vielleicht haben die Bankster jetzt aufeinmal diese öminöse “Verantwortung” entdeckt, nach denen man Leuten die das geliehene Geld nicht mit Sicherheit zurückzahlen (können), auch keins gibt!?

78 otaku 2. Februar 2009 um 06:36

“Das halte ich für ausgeschlossen.”

War da vor historisch gar zu langer Zeit nicht mal jemand der ausschloss das die Erde ne Kugel ist ?

Es werden sich noch einige wundern was alles möglich ist, vor 12/24 Monaten hielt man so eine “Krise” auch für unmöglich…..

Munitionsvorrat im Hause ?

Have fun
Otaku

79 Miesespeter 2. Februar 2009 um 06:41

@bongo @bluedet

Man darf nicht uebersehen, dass die Wachstumsmaschine Konsumentenkredit in den Jahren 2004-2007 ca. 2 Bio Dollar jaehrlich als Zusatznachfrage generiert hat, welche die Weltwirtschaft befeuert haben. Neben allen Negativeffekten aus Abschreibungen fallen auch diese weg, und der Staatskonsum muesste entsprechend um diese Summe erhoeht werden, um wieder in die Wachstumszone zu kommen. Davon aber ist man weit entfernt.

Es ist auch ein Irrtum, dass Banken die zur Verfuegung gestellten Reserven nicht weiterverleihen wollen. Aber bei ruecklaeufigen Auftrageeingaengen (und seien es nur 10%), braucht niemand zusaetzlichen Kredit, sondern wird vielmehr versuchen, Kosten und Kredite zurueckzufuehren. Es gibt schlicht niemanden, der Kredit aufnimmt.

Preissteigerungen in den Rohstoffen wuerden daran auch nichts aendern, sie wuerden die Situation eher noch verschaerfen.

80 Miesespeter 2. Februar 2009 um 06:48

@bongo

“Wir sprechen nämlich von Auftragsrückgängen in der Industrie von 30% – 80%.”

Bitte den Zeitfaktor nicht vergessen. Wären sie permanent, würde das bedeuten, daß die westliche Industriegesellschaft rückabgewickelt wird und wir wieder leben würden wie vor 200 Jahren. Das halte ich für ausgeschlossen”

Bitte einen Blick (oder besser mehrere) in den ehemaligen Comecon werfen, dort war der Produktionsrueckgang in diesen Groessenordnungen sehr langanhaltend (ca 10 Jahre), und Die industrielle und agrikulturelle Basis war bereits nach 2 Jahren weitgehend zerstoert (soll heissen: Maschinen kaputt, Aparate geklaut, Tiere geschlachtet, Felder verwuchert, Fabriken entkernt). Diese Entwicklung konnte nur durch Zufuehrung von Kapital durch das Ausland umgekehrt werden.

1987 haette das im Ostblock jeder fuer ausgeschlossen gehalten.

81 Nanuk 2. Februar 2009 um 10:21

Bitte den Zeitfaktor nicht vergessen. Wären sie permanent, würde das bedeuten, daß die westliche Industriegesellschaft rückabgewickelt wird und wir wieder leben würden wie vor 200 Jahren. Das halte ich für ausgeschlossen”

Nein wir würden nicht Leben wie vor 200 Jahren ein bischen was hat sich ja Technologisch getan.Die nächsten die es treffen wird sind die Massengüter hersteller Möbel Teller all so Zeugst…
Die kommen nämlich bald aus dem Drucker…
Das gibt eine ähnliche Revolution wie das Mp3 Format.
http://de.wikipedia.org/wiki/3D_Printing
Was noch fehlt ist ein halbwegs günstiger Werkstoff am besten Nachwachsend und einfach herzustellen.
Aber psssst nicht weitersagen…

Das erzeugt aber auch kein Wachstum weil es nur bestehendes ersetzt ähnlich den Erneuerbaren Energien.Dann werden sozusagen Teller Raubkopiert…

82 Nanuk 2. Februar 2009 um 10:49

Ach und in der Mode Branche sieht es auch düster aus…

http://www.pfaffundgut.de/product_info.php?info=p551_xx.html

:)

Dieser Trend ist nicht aufzuhalten es ist Teil der Entwicklung des Subjektes.Menschen bezahlen unsummen dafür unabhängiger zu werden…

83 Frankie Bernankie 2. Februar 2009 um 11:42

@Nanuk

“Die nächsten die es treffen wird sind die Massengüter hersteller Möbel Teller all so Zeugst…
Die kommen nämlich bald aus dem Drucker…”

Was heisst hier bald??
Mein Zahnarzt hat mir kürzlich ein Inlet “ausgedruckt”. Zuerst mit Laser das Loch abgemessen, die Daten direkt auf den Zahndrucker geschickt, und der hat aus einem Keramikblock das Teil ausgefräst. Konnte man zusehen dabei. Ich war begeistert.

84 Unwissender 2. Februar 2009 um 12:17
85 Donnerkeil 2. Februar 2009 um 13:02

Drei Nachrichten des Tages lassen mich aufhorchen:
1. Steinbrück hat Gesetzentwurf fertig, die Banken zu verstaatlichen – durch Enteignung der Aktionäre
2. Italien fordert offen die Europa-Anleihe
3. Die Laufzeit der bisherigen Schirme wird von 36 auf 60 Monate verlängert.

Jede Nachricht für sich ne Katastrophe, aber alle zusammen zeigen, dass es viel schlimmer aussehen muss, als wir das bislang angenommen haben. Während 1. und 2. zu erwarten war (aber so schnell?) beunruhigt mich 3. viel mehr: Ohne Not wird jetzt schon die Laufzeit verlängert. Erwartet hätte man ja, dass man die 3 Jahre abwartet und dann prolongiert.

Um sich selber zu hinterfragen, würde mich mal die (fundierte) Darstellung eines positiven Szenarios interessieren: Wie könnte es überhaupt noch zu einem happy-end kommen?

86 Donnerkeil 2. Februar 2009 um 13:06

Ach, und nochwas an die Zahlen-Meister hier: Die Frage ob bei einem “Haircut” auch die Privat-Einlagen dran glauben müssen, dürfte auch davon abhängen, wie hoch diese in Summe sind.

Weiss da jemand was?

87 georgi 2. Februar 2009 um 13:26

#87 (donnerkeil)
… ist alles noch nicht spruchreif. Was kommen wird, weiß
niemand.

Ich glaube, für’s erste wird die ECB die Staatsanleihen mit
gedrucktem Geld aufkaufen, und die Politiker weiterwurschtln
wie bisher. Haircuts werden erst kommen, wenn nichts mehr
geht. So ein Haircut macht nämlich das blöde Volk unruhig.
Dann geht die Wirtschaftskrise in die politische Krise über.

88 weissgarnix 2. Februar 2009 um 14:30

@Donnerkeil

>Wie könnte es überhaupt noch zu einem happy-end kommen?

Ich sehe nur eine Möglichkeit: durch ein Wunder!

89 weissgarnix 2. Februar 2009 um 14:31

@Frankie Bernankie

>Konnte man zusehen dabei. Ich war begeistert.

Schafft er das auch mit 500-Euro-Scheinen?

90 Frankie Bernankie 2. Februar 2009 um 14:36

@weissgarnix

“Schafft er das auch mit 500-Euro-Scheinen?”

Wenn ich mir den Kostenvoranschlag anschaue, dann sind das quasi 500-Euro-Scheine.

91 bilbo 2. Februar 2009 um 15:01

@Frankie Bernankie

Wir haben anscheinend denselben Zahnarzt. :-)

Fürchte nur seine Forderung gegen mich bleibt auch nach Haircut in voller Höhe bestehen. Bin nämlich keine Bank. :-(

92 Donnerkeil 2. Februar 2009 um 15:14

WGNX:

Uuups, Wunder hatten ihren Peak ja ca. vor 2009 Jahren.
Zyklisch gesehen sind die Chancen auf ein Happy End ja dann eigentlich gar nicht so schlecht… :-)

93 Nanuk 2. Februar 2009 um 15:15

“Schafft er das auch mit 500-Euro-Scheinen?”

Die Frage ist ob wir es auch ohne schaffen WGNX…

94 Maria v. Boisse 2. Februar 2009 um 15:42

“Experimente mit gescheiterten Subprime-Kreditnehmern haben ergeben, dass ein Großteil von ihnen an der Aufgabe scheiterten, 1000 durch 10 zu teilen”, Robert Shiller/Raymon Fisman

Quelle: http://www.ftd.de/wirtschaftswunder/index.php?op=ViewArticle&articleId=1808&blogId=10

95 Zecke 2. Februar 2009 um 16:41

“Im Falle Argentiniens handelt es sich bekanntlich um Staatsschulden, während heute der Schuh eher bei den privaten Schulden drückt”

Wie funktioniert denn die weissgarnixsche Inflationierung, wenn nicht über Staatsschulden?

“Was von den diversen Autoren, die sich des Themas jüngst bemächtigten, offenbar gemeint ist, nennt sich nicht Währungsreform sondern im Jargon der Kreditmärkte vielmehr “Haircut“, oder in sauberem techno-Deutsch schlicht “Schuldreform“.”

Nein, nennt es sich nicht! Eine Währungsreform ist das Ergebnis einer gescheiterten Inflationierung, eine Schuldreform ist die Alternative zur Inflationierung. Eine Schuldreform kann aber leicht in einer Währungskrise enden, dann nämlich, wenn alle Gläubiger ihre Forderungen verkaufen wollen.

“würde der Staat meiner Ansicht nach in einem ersten Schritt bestimmte Forderungen en gros auf sich übertragen, i.e. im Zuge von Bailout-, Bad Bank- und sonstigen Programmen, und danach nur den Gläubigern dieser Forderungen einen Haircut abverlangen, sprich einen Teilbankrott durchziehen”

Also entweder der Staat führt den Haircut BEI der Übertragung der Forderungen auf sich durch und verlangt den Altgläubigern, sprich Banken u.s.w. einen Haircut ab ODER er überträgt die Forderungen auf sich und verzichtet dann auf SEINE Forderungen, denn dann ist er der Gläubiger. Die Staatsschulden bleiben dann. Ersteres nennt sich Schuldreform, zumindest wenn der Haircut an der Haarwurzel lang geht, zweiteres nennt sich Inflationierung (Ich unterstelle hier mal, dass das Geld geschöpft werden muss).

“Das stelle ich mir politisch wesentlich einfach er vor, als den gesetzlichen Eingriff in Schuldverhältnisse in Pausch und Bogen.”

Die Forderungen fallen von ganz alleine aus. Da muss nix eingegriffen werden. Die Forderungen sind uneinbringlich. Fertig. Bleiben jedoch die Schulden, die einer neuen Kreditvergabe im Weg stehen.
Der Vorteil eines Schuldenerlasses, bzw. Gläubigerverzicht, wäre, dass die Kreditvergabe wieder losgehen kann.

Das deutsche Recht bietet hier das Privatinsolvenzrecht, um die Gläubiger vom Verzicht zu “überzeugen”.
In den USA ist es noch einfacher, zmindest bezüglich der Immobilien. Die Schulden sind an die Immobilie gebunden. Wird diese von der Bank eingezogen, sind die Schulden aus der Welt.

Allerdings ist das nicht die einzige Klasse von uneinbringlichen Forderungen.

96 Bernhard aus Frankfurt 2. Februar 2009 um 19:39

@Augur ##38, @Mc Shorty #39:

Das war mündlich. Aber gut, dass Karl die EZB-Zahlen benannt hat. Das hat wenigstens Hand und Fuß. Die 21 Mrd. € scheinen wohl pure Provokation gewesen zu sein.

@Karl, #43: Danke.

Das wären 20,3 Mrd Münzgeld und 763 Mrd. € Papiergeld. Läßt man etwaige Abschläge (Geldverluste eingerechnet?) außen vor, dann ist der Bargeldumlauf in Deutschland trotzdem im Vergleich recht gering. Eine einzelne Bank kann sich gar nicht aufrüsten für einen Bank-Rum (meinte Run, Rum werdens dann in größeren Mengen trinken). Bei den Lebensversicherern läuft eh alles in Form von Buchgeld ab. Die Implosion ist als0 vorbereitet.

Zur Zeit trudeln einige andere EU-Länder. Das ist aber nur ein relativer Vorsprung. Schwächelndes Vertrauen ist nur die Vorstufe. Der richtige Absturz geht auch ohne Abratingsphase; wer traut schon noch S&P und Konsorten? Der große schnelle Vertrauensverlust zählt. Wir in D. könnten da ganz schnell die Führung übernehmen.

Taucht das Nortern-Rock-Szenario auch nur ein paar Mal in Deutschland auf, egal ob Versicherung oder Bank, dann sehen wir einen Vertrauensschwellbrand. Werden erst keine Staatsanleihen mehr gezeichnet, z. B. verunsichert durch erhöhten internen CDU-/CSU-Parteistress, dann paff, paff, Implosion in nur einer Woche:

Dann gibt es nur noch Bargeld. Deutschland: Dann wird des-Kaiser-nackte-Kleider-Spiel gespielt.

Übrigens: Die Definition Staatsbankrott gilt bereits schon für eine partielle Zahlungsunfähigkeit des Staates!

97 Frankie Bernankie 2. Februar 2009 um 22:06

@Maria von Boisse

“Experimente mit gescheiterten Subprime-Kreditnehmern haben ergeben…”

Ein interessanter Satz, vielfältige Assoziationen drängen sich auf.

Weiss man , was man mit den armen Kerlen so angestellt hat?

98 Frankie Bernankie 2. Februar 2009 um 22:11

@Bernhard, Frankfurt

“…dann paff, paff, Implosion in nur einer Woche…”

Glaub ich nicht. Wenn alles Scheisse ist, dann macht sich Achselzucken breit. Denn wo wären schon sichere Häfen?

Ne, ne, die Allumfassenheit der Krise wird Bankenruns verhindern.

99 Augur 2. Februar 2009 um 22:45

@Bernhard #97
“20,3 Mrd Münzgeld und 763 Mrd. € Papiergeld”

Habe es mir einmal grob durchgerechnet. Das wären ca. 2500 € pro Einwohner der Eurozone (~315 Millionen). Da fällt einem erst die Geldschöpfung der Banken auf. Und das selbst eine Garantie für 20.000 € pro Konto durch den Staat, wie es hier in Österreich bis vor kurzem der Fall war, im Ernstfall nie erfüllt werden kann.

Was einen Bank-Run so unberechenbar macht, ist auch die Psychologie: wer unterscheidet heutzutage schon zwischen Giralgeld und Bargeld? Mit Kredit- oder EC-Karte und Onlinebanking ist das Konto fast einfacher als das Bargeld geworden. Das Vertrauen ins Konto entspricht fast dem Vertrauen ins Bargeld.

Natürlich, sobald die erste Bank mit einer angemessenen Anzahl von Girokonten ihre Konten sperrt und die anderen Banken Andeutungen machen, war es das. Allerdings wird die Politik alle Mittel und Wege ergreifen, das zu verhindern.

Man kann gespannt in die Zukunft blicken.

100 imperator 2. Februar 2009 um 23:46

Wenn der große Zampano all die vielen Billionen eingesackt hat die ihm gerade über Banken,Bad Banken,Bailouts zugeführt werden,wird er damit etwas sinnvolles beginnen müssen.Ich nehme an er wird den Zentralbanken ,die ja samt und sonders pleite sind ,Kredite geben und damit die Staaten und deren Bürger in die Schuldknechtschaft führen.Er kann damit die Staaten und deren Regierungen nach Belieben steuern.Er ist praktisch Weltregierung.Die deutsche Regierung wird ja schon lange gesteuert.Eine Währungsreform macht wenig Sinn.
Um die gigantischen Zinsen aufzubringen werden allerdings Steuern und Abgaben drastisch erhöht werden ,so daß nicht mehr 50% für den Staat gearbeitet werden muß sondern 70-90%.
Dabei wird das Ziel der Klimaschützer ganz nebenbei erfüllt,da der Verbrauch von Gütern drastisch reduziert werden wird.
Es ist erstaunlich daß es den Medien und Regierungen durch gezielte Falschinformation gelungen ist einen Denkfehler in all den Gehirnen zu implantieren.Wir sehen nur Verlierer .Bei jeder Wette -und dabei handelt es sich im Bankenkasino – gibt es natürlich auch einen Gewinner.Der bleibt allerdings im Dunkel.Offenbar hat er Medien und Regierungen bereits voll im Griff.

101 Bernhard aus Frankfurt 3. Februar 2009 um 01:01

@Frankie Bernankie:

Wenn der Staat selbst in die Kreditklemme gerät, die Beamten dann für ihr Kadavergehorsam nicht mehr gänzlich entlohnt werden…

OK, eine Woche ist etwas kurz, für einzelne Versicherungen/Banken durchaus realistisch. Binnen Monatsfrist sollte aber die Kommunikation doch vollständig möglich sein, angesichts bestehender realer medialer Selbstzensur.

Mal sehen, was in GB weiter abgeht…

Ich habe ein Gespräch geführt, das mit den heute auf morgen dichten Schaltern ist schon passiert – in anderen Ländern.

Gruß
Bernhard

102 racoon 3. Februar 2009 um 06:11

@#100

Vetrauen ins elektronische Geld: Das mag schon stimmen, aber waren es in UK nicht ein paar große “abzugsbereite” Vermögen im Okt. 08 die die Situation so kritisch machen?

Eventuell steht nach den Medienberichten der letzten Tage auch so etwas Österreich bevor. Die Situation könnte dadurch trotz Staatsgarantien wieder zu einem Bank Run führen.

Meine persönliche Einschätzung:

Der Euro bleibt , bzw. würde durch EU-Anleihen und EU-Bad Bank, sogar noch gefestigt (aber nicht im Sinne eines Wechselkurses.

Was wir aber ganz schnell sehen könnten, wäre das Einfrieren von Guthaben z.B. > 10.oooo , womit sich die Politik alle Optionen offen halten könnte.

So gesehen, halte ich auch Cash und EM für das Vernünftigste in dieser Situtation.

103 redbull 10. Februar 2009 um 11:44

Ihr redet nur von der EU und Deutschland.
Die USA ist ebenfalls bankrott und China muß ebenfalls einen Einbruch verzeichnen.

Durch den Kaufkraftschwund, im gesammten Westen(Europa,Amerika), wird sich das in China ebenfalls noch verschlimmern

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, es kommt zu einer globalen Währungreform und zwar “2010″.

Ich habe mein Geld schon in Platin angelegt.
Der Preis für Gold ist rasant angestiegen und fand es deswegen nicht so attraktiv.

104 Karl Koch 12. März 2009 um 09:53

Währungsreform ja, jedoch nicht vom angeblichen “Staat” gelenkt:
http://www.privatseiten.info/?p=139

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