Ich stimmer der FTD zwar zu, dass es keine “lex Zumwinkel” geben darf und die vergleichsweise milde Bestrafung daher auf Basis der aktuellen Rechtsgrundlage in Ordnung geht. Gleichwohl muß man das aktuelle Steuerstrafrecht damit aber einmal mehr kritisch hinterfragen. Aus ökonomischer Sicht, und das beweist der Fall Zumwinkel meines Erachtens ziemlich eindeutig, kommt es in seinem jetzigen Zustand für Großverdiener defacto einer Aufforderung zur Steuerhinterziehung gleich. Warum das so ist, ist schnell erklärt: Zumwinkel hinterzog laut Gerichtsurteil rund 1 Mio Euro an Steuern. Die muß er jetzt nachbezahlen, zusätzlich erhält er eine Geldbuße von einer weiteren Million Euro aufgebrummt. Sub summa kostet ihn der Spaß also statt einer Million nun zwei. Und vorbestraft ist er natürlich auch noch, aber das haken wir, bei seinem nach wie vor komfortablen Vermögensstatus und vor allem der weiterhin ungeschmälert fließenden Versorgungsleistungen durch die Deutsche Post, mal als “sekundär” ab. Ärgern wird ihn das sicherlich, aber ansonsten dürfte es wohl keine allzu große Einschränkung für ihn bedeuten.
Der statistik-affine Steuerkriminelle denkt sich nun analog dem Fall Zumwinkel folgendes:
- 1 Million Steuerzahlung bei ordnungsgemäßer Deklaration nach Recht und Gesetz haben eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 100%. Der sogenannte “Erwartungswert” dieser Zahlung liegt daher auch bei genau 1 Million.
- Wird diese 1 Million jedoch hinterzogen und man erwischt, dann drohen stattdessen 2 Millionen. Wie hoch muß nun die Wahrscheinlichkeit sein, erwischt zu werden, damit der Erwartungswert dieser 2 Millionen-Zahlung tatsächlich größer oder mindestens genauso hoch liegt, wie die “sicheren” 1 Million bei ordnungsgemäßer Steuererkläruung? Antwort: 50%. Bei dieser Eintrittswahrscheinlichkeit des “Erwischtwerdens” lautet die Rechnung nämlich: Erwartungswert = 50% x Null (= man wird nicht erwischt) + 50% x 2 Millionen (man wird erwischt) = 1 Million.
Nun werden aber Steuerhinterzieher in der Praxis noch nicht mal annähernd mit einer Erfolgsquote von 50% überführt. Vermutlich liegt sie eher zwischen 10 und 20%, über genaue Werte scheint man sich aus gutem Grund auszuschweigen, ich konnte bei den einschlägigen Quellen im Netz jedenfalls keine recherchieren.
Klar ist damit aber, dass bei einem so geringen Risiko die Steuerhinterziehung schlagartig zum Top-Investment wird: denn 80% x Null + 20% x 2 Mio = 400.000, das ergibt einen statistischen Vorteil von immerhin 600.000 Euro! Wer würde den nicht gerne mitnehmen wollen?
Nun könnte man einerseits versuchen, die Aufklärungsquote in Steuerstrafsachen zu erhöhen, in dem man mehr Steuerfahnder beschäftigt, aber das halte ich eher für einen kostspieligen und mühseligen Weg. Stattdessen wäre es, statistisch wie spieltheoretisch, wesentlich sinnvoller, das Strafmaß drakonisch zu erhöhen. Wer 500Tsd Steuern hinterzieht wandert unweigerlich in den Knast und erhält eine Geldbuße in Höhe des 10-fachen hinterzogenen Betrags … Wollen wir wetten, dass das wirkt?!
Wer schon längst derartige Praktiken umsetzt, sind die achso liberalen USA, die in Sachen “Steuern” definitiv keinen Spaß verstehen. Die IRS, die US Steuerfahndung, ist mindestens ebenso gefürchtet wie das FBI, weshalb man zB im “greedy 80s”-Insidertrading-Klassiker “Club der Diebe” von James B. Stewart durchaus auf Gestalten trifft, die ihre Offshore-Konten zwar vor der Börsenaufsicht verbergen, gleichwohl aber die illegalen Kursgewinne sehr wohl in der Steuererklärung angeben.
In eine ähnliche Richtung müßte man auch hierzulande gehen, wenn man Fälle wie den von Zumwinkel ernsthaft verhindern wollte.















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Aber wenn in Deutschland – zumindest selektiv – viele Straftäter nicht mehr angemessen oder gar nicht mehr bestraft werden (ich denke, das ist wohl für jeden Wachen unstrittig), warum dann isoliert für Steuersünder höhere Strafen fordern? Das System gerät ohnehin aus den Fugen.
Ich trete explizit für eine extrem hohe Strafe für dumm-populistische Blog-Kommentare ein …
Im Knast ist kein Platz…da sitzen nämlich die Leute die unser System betrügerisch und vor allem im ganz grossen Umfang aushöhlen.
cheers
Jörg
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Jeder Dritte in Plötzensee sitzt wegen Schwarzfahrens
Jedes Jahr müssen Hunderte ins Gefängnis, weil sie BVG-Strafen nicht zahlten. Und das trotz der chronischen Überbelegung der Berliner Haftanstalten.
Notorisches Schwarzfahren endet jedes Jahr für Hunderte Berliner in einer Gefängniszelle. So sitzt derzeit fast jeder dritte Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee nur deshalb ein, weil er immer wieder öffentliche Verkehrsmittel ohne Fahrschein benutzte und auch die daraufhin von Gerichten verhängten Geldstrafen nicht bezahlen konnte oder wollte.
„Mindestens 155 unserer 480 Gefangenen wurden wegen Schwarzfahrens zu Ersatzfreiheitsstrafen verurteilt“, sagt JVA- Leiter Udo Plessow: „Erschleichen von Leistungen heißt der Straftatbestand. Eigentlich haben wir hier noch mehr Schwarzfahrer, aber wenn die Männer auch für andere Delikte verurteilt wurden, wird die Schwarzfahrer-Strafe damit verknüpft und nicht eigens erfasst.“ Wer Geldstrafen nicht bezahlt, kommt in Berlin nach Plötzensee oder ins Frauengefängnis Lichtenberg, wo derzeit sieben Frauen eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen.
„Wir weisen immer wieder darauf hin, dass das Nichtbezahlen der Strafgebühren für Schwarzfahren zur Verurteilung führt“, sagt Friederike Flacke von der Schuldnerberatung Neukölln. „Aber viele ignorieren die Urteile. Oder sie haben einfach das Geld nicht. Dann müssen sie eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten.“
Das bestätigt der Sprecher der Justizverwaltung, Daniel Abbou. Allerdings würde den Betroffenen angeboten, die Ersatzfreiheitsstrafen durch Arbeitsstunden abzubauen. „Schwitzen statt sitzen heißt das Projekt“, sagt Abbou, „aber auch dazu sind leider nicht alle bereit und willens.“
Das liege daran, dass viele, die wegen Schwarzfahrens im Gefängnis landen, durch Alkohol- oder Drogenprobleme gar nicht arbeiten könnten, sagt JVA-Chef Plessow. „Die anderen sind renitente Totalverweigerer. Die meinen, dass der Staat ihnen ermöglichen muss, von A nach B zu kommen. Die lehnen deshalb auch ab, die Strafe abzuarbeiten. So müssen sie diese eben irgendwann absitzen.“
„Müssen Sie das wirklich?“ fragt der grüne Rechtspolitiker Benedikt Lux. „Meine Partei kämpft schon lange dafür, dass bei geringen Vergehen wie Schwarzfahren eine Bagatellklausel gilt und man auf die Ersatzfreiheitsstrafe verzichtet.“ Lux findet Gefängnisstrafen für Schwarzfahrer absurd. Zum einen, weil die Berliner Gefängnisse seit Jahren überbelegt sind und man für rund 118,5 Millionen Euro eine neue Haftanstalt im brandenburgischen Großbeeren baut. Zum anderen, weil die Tagessätze bei vielen Verurteilten, die von Hartz IV leben, oft nur 10 Euro betragen. Ein Haftplatz in Berlin kostet aber mehr als 80 Euro am Tag.
Tatsächlich zahle der Staat drauf, wenn Leute 150 Tagessätze zu 10 Euro abzusitzen hätten, sagt Justizsprecher Abbou: „Aber wenn jemand weder zahlen noch abarbeiten will, muss der Staat irgendwann konsequent sein, um das Gesetz durchzusetzen.“ Das finden auch die Rechtspolitiker Sven Rissmann (CDU) und Sebastian Kluckert (FDP). Benedikt Lux hingegen meint: „Hartz-IV-Empfänger und Leute mit geringem Einkommen sollten kostenlos BVG fahren dürfen.“
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 15.12.2008)
Ich empfehle, sich diesen Stern-Artikel
http://www.stern.de/politik/deutschland/649420.html
zu Gemüte zu führen um zu sehen wie es in der Steuerfahndung so zugeht.
Auf Spiegel-Online:
“Der ehemalige Top-Manager hatte zu Prozessbeginn am vergangenen
Donnerstag gestanden, über eine Stiftung in Liechtenstein knapp
970.000 Euro am Fiskus vorbeigeschleust zu haben.” [...] Laut Anklage
hat Zumwinkel in den Jahren 2001 bis 2007 Abgaben in Höhe von 1,2
Millionen Euro hinterzogen. Das Jahr 2001 wurde allerdings nicht zur
Anklage zugelassen…” [...] “In punkto Steuerschuld hatte sich
Zumwinkel kooperativ gezeigt: Er zahlte insgesamt rund 3,9 Millionen
Euro an Steuern, Zinsen und Gebühren zurück. Bei dieser Summe sind
auch Steuerhinterziehungen berücksichtigt, die strafrechtlich wegen
Verjährung keine Rolle mehr spielten.”
Auf Wirtschaftswoche:
“Außerdem wird gegen Zumwinkel eine Geldauflage von einer Million
Euro verhängt.” [...] “Zudem habe er seine Steuerschulden von über
3,9 Mio. Euro schnell an den Fiskus zurückerstattet.”
TAZ.de:
“Darüber hinaus muss er eine Geldbuße von einer Million Euro zahlen,
größtenteils an die Staatskasse.” [...] “Laut Staatsanwaltschaft hat
der ehemalige Spitzenmanager inzwischen 3,9 Millionen Euro an
Steuern, Zinsen und Gebühren nachgezahlt.”
Wie gut das wir den Klaus haben nicht war sonst würden die Bürger noch wegen sowas Fragen stellen…
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jI9TuTNWfQxkd502pCxr4RWzQZpg
Verhältnissmässig mässig
Nur ein Vergleich:
Zumwinkel (Steuerhinterziehung) 24 Monate
vs.
Lehrer der die Englischarbeit “korrigierte”: 18 Monate 60% Gehaltskürzung.
Beim Abi “geholfen” 1 Jahr 4 Monate.
(Urkundenfälschung)
Die Liste ist Lang….
Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand.
Für die Ausgewogenheit:
Im übrigen wird wohl niemand von Amtsseite wegen des Bruchs etlicher Vorschriften bei ganzen Aktion den Kopf gewaschen bekommen. (z.B. bei der Haussuchung hat die Presse nix verloren)
@KurtKiesel
Das ist ja eine nahezu unglaubliche Story!
Mit einer Haftsrafe ist doch dem Herrn Zumwinkel pädagogisch gar nicht geholfen. Gerade angesichts seiner “Lebensleistung” (auf die das Gericht sich ja bezog – wie wird das übrigens bei dem Handwerksmeister gehandhabt, der in seinem seit vielen Jahren bestehenden Betrieb die Steuern hinterzogen hat?) wäre doch die völlige Enteignung bei gleichzeitigem Job-Angebot seitens der PIN-AG erzieherisch doch viel wertvoller.
@KurtKiesel
Diese Land ist eine Bananenrepublik wer das nicht wahr haben will sollte dringend seine Wahrnehmung überprüfen gekaufte Journalisten korrupte Abgeordnete dumm dreiste Minister.
Auch wenn es Populistisch klingt da hilft nur Steinewerfen und Lynchjustiz die Isländer haben es vorgemacht und mir ist es auch mitlerweile egal wenn es sich bei den Worten um einen Aufruf zur Gewalt handelt.Ich bin es nämlich langsam leid ständig zu lesen von was für Drecksäcken wir Regiert werden und alle nicken und sagen jaja wir können ja eh nix machen.Da diese Aufrufe sowieso unerhört in den weiten des WWW verhallen kannst du sie auch stehen lassen WGNX.
Wasser und Wein
und da wäre noch Frau Lopez gewesen.
Ein kleiner Fisch, aber wohl 90 Tagessätze wert:
Frau Lopez soll zwischen 2004 und 2007 keine Steuererklärung für ihr Einkommen als Bürgermeisterin von Biebertal und als Abgeordnete abgegeben, und damit 28 000 Euro zu wenig Steuern bezahlt haben…
Die Immunität wurde im Oktober aufgehoben.
ups.. vergessen??? Kann schon passieren wenn man im Finanzamt arbeitet.
@KurtKiesel: Kugel mal nach “Beutreuungsantrag”. Das ist ein richtig nützliches und vielseitiges Instrument.
Wie der Fall Zumwinkel gezeigt hat hat das “Erwischtwerden” auch noch andere Konsequenzen als nur eine Geldstrafe.
Die weiteren Folgen dürften noch schwerwiegender sein. Insofern ist es eine Milchmädchenrechnung.
Beancounter-correction:
Es sieht sogar noch besser aus. Es ist naemlich davon auszugehen, dass auch im negativen Fall die Steuernachzahlung nicht sofort eintritt, sondern Zeit verstreicht: zunaechst vor der Pruefung, dann Pruefung, dann Fahndung, dann Anklage, dann Prozess. Wenn man diesen Zeitraum im Erwartungsmittel auf 4 Jahre determiniert, und korrekterweise in der Vergleichsrechnung die abgezinsten Barwerte künftiger negativer Cash Flows ansetzt (bei einem Abzinsungssatz von nur 5%): dann reduziert sich das 2-Millionen Risiko bereits zu Beginn mal auf 1.64 Mio.
Danach 80% x 0 + 20% 1,64 Mio = 330.000
Bei einem Risiko von 330.000 heute 1 Mio hinterziehen: man muss ein schlechter Betriebswirt sein, um das zu unterlassen. Und wer wollte schon einem schlechten Betriebswirt die Fuehrung wichtiger Unternehmen anvertrauen….?
@ weissgarnix # 8
Realexistierender bananenrepublikanischer Stamokap Und Roli Koch ist wiedergewählt. Ich lege den Stern-Artikel meiner nächsten Steuererklärung bei. Leider ist für mich nicht das Finanzamt Frankfurt zuständig…
“Wie der Fall Zumwinkel gezeigt hat hat das “Erwischtwerden” auch noch andere Konsequenzen als nur eine Geldstrafe.”
Oh ja man darf sich nurnoch in einer 5Millionen Villa aufhalten ich möchte so weinen er bekommt keine aufmerksamkeit mehr der Kleine wir müssen ihm einen Schnuller reichen damit er nicht mehr die Bürger sondern ein Stück Plastik aussaugen kann.Alles nur zufall das die Durchsuchung einen Tag nach ablauf der Verjährungspflicht stattfand.Ja ja das Volk ist dumm aber ich bin es nicht und ich lasse meinen Geist nicht gerne beleidigen!
Ich währe gerne Kanibale nicht weil ich die Menschen auffressen will sondern damit ich sie auskotzen kann.
Emil Cioran
Meine Contenance ist mittlerweile beim Gefrierpunkt angelangt.
@KurtKiesel und alle
Danke für den Link. Es ist in der Tat schier unglaublich, wie die Politik teilweise auf Ermittlungen Einfluss nimmt.
Das hat auch Frau Lichtinghagen als ursprünglich ermittelnde Staatsanwältin im Fall Zumwinkel mit ihrer Versetzung ins Jugenddezernat erfahren dürfen. http://www.ftd.de/koepfe/:Agenda-Staatsanw%E4ltin-im-Krieg/451510.html
Ähnliche Einflussnahmen gab es auch bei den Ermittlungen gegen Max Strauß bei der Staatsanwaltschaft Augsburg und wer weiß bei wie vielen anderen Fällen noch, von denen die Öffentlichkeit nichts erfährt.
Man sollte mE ernsthaft darüber nachdenken, die Staatsanwaltschaften aus der Exekutive herauszunehmen und als eigenständigen Teil der Judikative einzurichten.
@Betazoid
Ja, zweifellos, diese Vorstrafe wird ihn wirklich extrem hart treffen … in 3 Jahren kräht kein Hahn mehr danach, derweilen überwinter Herr Ex-McKinsey-Ex-Deutsche-Post auf seiner 5Mio Euro-Burg und kassiert 1Mio pro Jahr von der Deutschen Post als Rente.
Das zerreisst mir förmlich das Herz! Hättest du eine Adresse für mich, wo ich eine Grußkarte zur moralischen Unterstützung hinschicken kann?
Ich will nur mal auf eine Person hinweisen die aufgrund ihrer Konsequenz meinen Respekt verdient.Wer einen Gesichtsverlust nicht ertragen kann hat die Möglichkeit durch Selbstötung seine Repurttation zurück zu gewinnen.Das war und ist in Japan eine hervorragende möglichkeit.
http://tinyurl.com/39rsdz
Seppuku (jap. 切腹) bezeichnet eine ritualisierte Art des männlichen Suizids, die etwa ab der Mitte des 12. Jahrhunderts in Japan innerhalb der Schicht der Samurai verbreitet war und 1868 offiziell verboten wurde.Was Japaner nicht davon abhält…
@ Nanuk #6
Nur um eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen wie hoch die Rechnung sein wird, die hier dem Steuerzahler untergejubelt werden soll:
“Die weissen Sümpfe von Wittmar”
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29490/1.html
Was ich damit sagen will wenn die Schande der Gesellschaftlichen Ächtung so gross währe das es seine Existenz bedroht hätte er sich schon selbst Gerichtet.Wie es Meckle vorgemacht hat.
Beim Straftatbestand Steuerhinterziehung vom grösten Fehler seines Lebens zu sprechen zeugt von einer gerade zu krankhaften Unfähigkeit zur Selbstreflexion und ist eine Beleidigung sondergleichen.Dagegen ist Narzis eine Lichtgestalt der Selbskritik.
Ich sags nochmal:
Es ist, laut einer anonym aussagenden Finanzbeamtin im Morgenmagazin vor einigen Tagen, politisch nicht gewünscht Reiche zu prüfen, geschweige denn einzuknasten.
Die haben Angst das die Reichen sich verkrümmeln bzw. die mit der Kohle machen letztendlich die Gesetze(Lobbysmus,Parteispenden,Schwarze Kassen etc…)
Wen wunderts also das der Zumwinckel so heimgeht.
Das war nur ein Unfall das der erwischt wurde.
Diese Bananenrepublik ist genauso korrupt wieder alle anderen Bananenrepubliken.
ich darf grob einen kabarettist zitieren:
“zumwinkel als jesus für alle reichen ans kreuz genagelt – und der schuhmacher wird hochbejubelt.”
@tar
>und der schuhmacher wird hochbejubelt
Der zahlt ja auch ehrlich seine Steuern … in der Schweiz
Ha, hab’ gestern schon die gleichen Gedanken gehabt: http://egghat.blogspot.com/2009/01/zumwinkel-urteil-24-monate-bewhrung-und.html
Aber um nicht nur klugzuscheissen, möchte ich auch noch auf eine sehr interessante Idee aus den Kommentaren zu meinem Posting hinweisen. Dort schreibt nämlich einer meiner Leser, dass die Strafe gar nicht viel höher kann, denn bei einem Steuersatz von knapp 50% umfasst die 1 Mio. Strafe auf 1 Mio. Steuerhinterzahlung quasi das gesamte Einkommen für diesen Zeitraum (im Fall Zuminkel 5 Jahre).
Das gibt einen anderen Blick auf die Strafe. Ich bin zwar weiterhin der Meinung, dass die Strafe eher zu lasch war, aber die Meinung, dass die VIEL zu lasch ist, würde ich nicht mehr unbedingt unterschreiben.
Ich glaube nicht, daß die Amis länger als die Hälfte des Jahres nur für den Fiscus arbeiten müssen, so wie das hier der Fall ist. Also kleine Trommel. In diesem Staat ist etwas grundsätzlich nicht mehr in Ordnung. Selbstverständlich die 10 fache Strafe. Aber dafür so etwas Lapidares wie Steuergerechtigkeit. Streichung von Abschreibungsmöglichkeiten gegen Senkung von Steuern zum Beispiel. Oder Streichung von allerlei Subventionen und Privelegien. Das führt sehr schnell zu einem einfachen Steuersystem, in dem die Berufsgruppe der Steuerberater überflüssig wäre. Es gäbe nichts zu beraten, jeder hätte zu zahlen, will er gleicher als gleich sein, wie geschrieben, der 10 fache Betrag der nachgewiesenen Hinterziehung ohne Verjährung. So würde vielleicht ein Schuh daraus. Solange wird “Steuersparen” der erste Volkssport bleiben, wenn ich auch da selbst behaupten kann, es nicht zu tun.
@ egghat
Hat der Zumwinkel etwa sein gesamtes Einkommen aus 5 Jahren hinterzogen? Sonst kann man diese Milchmädchenüberlegung in die Tonne kippen.
Und wer so blöd ist, überhaupt keine Steuer zu zahlen, der soll ruhig durch die Höhe der Strafe in den Privatkonkurs geschickt werden.
@ weissgarnix
Du musst schon eine konkave Nutzenfunktion verwenden, so einfach kommst mir nicht davon.
Es war kein Unfall daß es zumwinkel erwischte. Denkt doch mal etwas ausserhalb des Tellerrands!
Was war denn gerade geplant als Zumwinkel pressereif “geschlachtet” wurde?
Die Quasi-Übernahme der Post durch “Heuschrecken”, und denen hat Zumwinkel das Geschäft versaut!
DAS ist der einzigeGrund! Der Mann ist nicht schlechter als all die anderen reich gebohrenen die versuchen soviel Geld wie möglich für sich zu ergaunern und letztlich auch zu behalten.
WER von euch füllt denn seine StE immer 100%ig den Tatsachen entsprechend aus? Ich wette kein einziges Prozent! Also habt euch nicht so, ihr scheinheiligen Flaschen. Ihr seid nur neidisch weils viellt. nicht reicht gleich eine oder mehr Millionen zu hinterziehen. Naja. Also, bitte erstmal in den Spiegel schauen.
Ehre dem Zumwinkel für sein Rückgrat den Hebreo-Amerikanischen “Investoren” gegenüber, meine Herren!
@DkU
Ich gehöre zu dem keinen einzigen Prozent bringe aber im Augenblick mehr als 3 % auf die Waage, selber Flasche. Sicher gehörte Zumwinkel bis 2006 in die absolut höchste Kategorie der Mächtigen dieser Welt. An der “Verschwörungstheorie” ist was dran.
Ich würde vorschlagen, wenn man einer Bank nachweisen kann, dass sie sich an Steuerhinterziehung aktiv beteiligt, oder diese gar ihren Kunden empfiehlt (wie es die UBS wohl gemacht hat), dann sollte die Bank die 100 fache Summe der hinterzogenen Steuern als Strafe zahlen.
Steuerhinterziehung kann auch einfach wie Diebstahl behandelt werden.
Im Übrigen glaube ich, dass viele Steuerzahler keine Steuern hinterziehen. Als normaler Angestellter zahlt man doch erst mal und dann bei der Steuererklärung zu mogeln, also da muss man sich ja erst mal auskennen, was da überhaupt helfen soll.
Und Steuerberater die ILLEGALE Methoden empfehlen sollte man wirklich einsperren. Dass die legalen Methoden manchmal auch nicht den Geist der Gesetze atmen, ist aber nicht den Leuten anzulasten.
Warum haben die Politiker Angst, dass die Leute abhauen, wenn man sie zwingt ihre Steuern zu zahlen? Wenn die eh keine Steuern zahlen, sollen se doch gehen. Der Vorstandvorsitzende einer Behörde in Frankfurt wird aber wohl kaum ins Ausland ziehen können, oder will der jeden morgen von der Schweiz einfliegen oder was?
Oder halt einfach offiziell ab einer bestimmten Summe wieder eine Degression ins Gesetz schreiben, wenn die Politiker WIRKLICH glauben, dass es das beste ist. Dem sozialen Frieden ist jedenfalls mit Scheingesetzen nicht gedient.
” An der “Verschwörungstheorie” ist was dran.”
Wieso VT, der Mann ist Bilderberger… was für ein merkürdiger Zufall auch dass die zuständige Staatsanwältin abgeschossen wird und ein Teil seiner Anklage verschlampt wird….
Meine Idee zur Steuergerechtigkeit : 50% MwSt auf alles, dafür Wegfall aller ( wirklich aller anderen Steuern ). Bringt ca. 50.000 Steuer( ver)berater auf die Straße, aber sogar der Bierdeckel vom Merz hätte sich erledigt. Ebenso die 10 Mrd € die der Betrieb des Finanzamts verschlingt.
Und bestimmt auch ein Beitrag zur Rettung der Wälder ….
“dann sollte die Bank die 100 fache Summe der hinterzogenen Steuern als Strafe zahlen. ”
Haha nem nackten Mann in die Tasche greifen…
@ Nanuk
dann greif ihm halt in den Sack
@ Alle
Hier noch ein paar Hintergründe, entnommen von den http://www.nachdenkseiten.de:
“Merkwürdig, dass überhaupt nicht mehr auf die Tatsache eingegangen wird, dass Zumwinkel nach den Kriterien des Bundesgerichtshofs zu Haft verurteilt worden wäre, wenn nicht „zufällig“ der Durchsuchungsbeschluss einen Tag zu spät ausgestellt worden wäre und damit nicht weitere Beträge seiner Steuerhinterziehung von 1986 bis 2001 als verjährt behandelt werden mussten.
Merkwürdig auch die Würdigung seiner Lebensleistung: 120000 Arbeitsplätze gingen der Deutschen Post infolge »Liberalisierung« des Post- und Logistikbereichs verloren. Unter Zumwinkel haben sich die Arbeitsbedingungen in dem Konzern deutlich verschlechtert. Die Schließung von Postfilialen und die Demontage von Briefkästen das sind mit seine Verdienste.
Und noch etwas: Zumwinkel muss eine Geldauflage von 1 Million Euro bezahlen, das Bußgeld beträgt also gerade mal die Höhe des Betrags, der der Gerichtsverhandlung als Steuerhinterziehung zugrunde lag. Besonders schmerzhaft, dürfte diese Zahlung für Zumwinkel nicht sein. 2006 verbesserte sich seine Vergütung um 27 % auf 4,2 Millionen Euro. Er hatte laut FTD zum Prozessauftakt angegeben, dass sein privates Vermögen nach der Rückzahlung der Steuerschulden von über 3,9 Mio. Euro noch 8 Mio. Euro beträgt. Zudem besitzt er eine Burg am Gardasee, deren Wert er auf weitere 5 Mio. Euro beziffert. Außerdem stehen im noch Pensionszahlungen der Deutschen Post in Höhe von 1,1 Mio. Euro jährlich zu.
Zum Ende des Jahres 2006 betrug das Vermögen seiner Stiftung unter dem Namen „Devotion Family Foundation“ mehr als 11,8 Millionen Euro, berichtet die SZ.
Dem notorischen Steuerhinterzieher wird es jedenfalls nicht so ergehen, wie den notorischen Schwarzfahrern der öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin die zu Ersatzfreiheitsstrafen verurteilt wurden, weil sie ihre Geldstrafe nicht bezahlen konnten.”
Grüße
@ Alle
Nachtrag:
Die Querelen bei der Bochumer Staatsanwaltschaft und die wundersame Versetzung (Zwangsabzug) der einstigen Staatsanwältin Margrit Lichtinghagen gehören auch im Kontext betrachtet:
http://www.sueddeutsche.de/politik/944/451655/text/
Erhellungsgrüße
@wgn
* 1 Million Steuerzahlung bei ordnungsgemäßer Deklaration nach Recht und Gesetz haben eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 100%. Der sogenannte “Erwartungswert” dieser Zahlung liegt daher auch bei genau 1 Million.
* Wird diese 1 Million jedoch hinterzogen und man erwischt, dann drohen stattdessen 2 Millionen. Wie hoch muß nun die Wahrscheinlichkeit sein, erwischt zu werden, damit der Erwartungswert dieser 2 Millionen-Zahlung tatsächlich größer oder mindestens genauso hoch liegt, wie die “sicheren” 1 Million bei ordnungsgemäßer Steuererkläruung? Antwort: 50%. Bei dieser Eintrittswahrscheinlichkeit des “Erwischtwerdens” lautet die Rechnung nämlich: Erwartungswert = 50% x Null (= man wird nicht erwischt) + 50% x 2 Millionen (man wird erwischt) = 1 Million.
Sorry, aber deine Rechnug stimmt m. E. so nicht!
Ausgangslage: Herr Z. hat 1 Mio. Die setzt er in eine Lotterie ein (er spielt gegen den Staat). Wenn er gewinnt, darf er sein Geld behalten, wenn er verliert, muß er 2 Mio. blechen. Seltsame Lotterie, aber so ist das eben, wenn man gegen den Staat spielt.
Ist die die Wahrscheinlichkeit, dass Herr Z. verliert gleich 0 (keine Steuerfahndung), ergibt sich der Erwartungswert dieser Lotterie zu (Einheit = 1 Mio.):
E = 1 x 1.0 + (-2) x 0 = 1.0, d.h Herr Z. kann sich freuen.
Ist die Wahrscheinlichkeit zu verlieren (erwischt zu werden) 1/2
dann ergibt sich für den Erwartungswert:
E = 1 x 1/2 + (-2) x 1/2 = -1/2, d.h. der Erwartungswert des Zumwinklschen Spiels liegt hier bei -500 000 Euro.
Lohnen würde sich das Spiel für Herrn Z. erst, wenn die Wahrscheinlichkeit des Erwischtwerdens kleiner als 1/3 ist, also wenn die Odds größer als 2:1 gegen das Erwischtwerden stehen.
Grüße
@physikus
Nope. Du mußt dich in deiner payoff-Matrix, deinem Entscheidungsbaum oder wie immer du es nennen willst, schon entscheiden, ob du “haben” oder “zahlen” als Qualität der Ereignisse annimmst. Wenn wir “zahlen” nehmen (= “wieviel ist an die Steuer in den einzelnen Szenarien zu entrichten?”), dann lauten die einzelnen Werte unseres Entscheidungsbaums wie folgt:
Ast 1 (ordungsgemäßes Versteuern): -1 Mio
Ast 2 (Hinterziehen): -1 Mio
ergibt sich aus:
Ast 2a (dabei nicht erwischt werden): 0 Mio x 0,5 = Null
Ast 2b (dabei erwischt werden): -2 Mio x 0,5 = – 1 Mio
@physikus #37
>Lohnen würde sich das Spiel für Herrn Z. erst, wenn die
>Wahrscheinlichkeit des Erwischtwerdens kleiner als 1/3
> ist, also wenn die Odds größer als 2:1 gegen das
> Erwischtwerden stehen.
Ich schulde dir einen Euro. Und du bietest mir 2:1 für ein Spiel “Doppelt oder nichts.”? Ich fürchte, da wären viele gerne deine Schuldner…
(Der Fehler in deiner Formel ist m.E. die “-2″: Der Ist-Zustand beginnt mit einer Steuerschuld von 1 Mio, beim Zahlen der Strafe beim Ereignis “Erwischtwerden” ist die Differenz zum Ausgangszustand nur -1 Mio.)
@wgn 38
Hier ein Link zum ökonomischen Grundmodell der Steuerhinterziehung. Da wird noch einmal erklärt, was hier der Erwartungswert ist:
http://books.google.de/books?id=Qu4zoL1n9dMC&pg=PA160&lpg=PA160&dq=erwartungswert+steuerhinterziehung&source=bl&ots=6Q52uRKHkF&sig=htjxZJq6b_ezm186bSDUpoxccWo&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=2&ct=result#PPA160,M1
Grüße
@Pazifist #39
Sorry, ich habe mich der Sprache der britischen Buchmacher bedient,
weil ich Mathematikbücher vorzugsweise aus dem englischen Sprachbereich beziehe.
Und hier bedeutet 1:2, dass die Wahrscheinlichkeit des Eintretens 1/3 ist (a:b = a/(a+b)).
Ist halt so so definiert!
Grüße
@ ALL
Jetzt hört mir mit dem linearen Erwartungswert auf, und bastelt eine Nutzenfunktion.
Spielt ihr etwa das folgende Spiel?
Mit Wahrscheinlichkeit 0.0001% 165 Fantastilliarden Euro (VOR der Hyperinflation)
Mit Wahrscheinlichkeit 99.9999% 1 Mrd Euro Schulden, die selbst noch die Kindeskinder abtragen müssen.
Der Erwartungswert ist fantastisch positv, aber bis auf Bill Gates und Co wird wohl keiner das Spiel auch nur einmal starten.
Eure Matrixspiele sind nur interessant (sinnvolle Modelle), wenn man identische Spiele unabhängig voneinander hinreichend oft spielen kann.
@ Halbgott
Ich hab dich ja lieb, aber hör mit deiner Techniker- und Naturwissenschaftlerbeschimpfung auf.
Zu deinem Komplexitätsgejammer: Vielteilchenprobleme sind oft einfacher als Mehrteilchenprobleme.
@ weissgarnix
Falls echt mal in einer Sinnkrise bist, könntest du Leerer werden. Ein Haufen Praxiserfahrung, Selbstreflexion, Humor, trotz allem kein menschenverachtender Zynismus, fest im Leben stehend.
Wenn es mehr solche Leute gibt, dann müssen sich die zukünftigen Halbgötter andere Sündenböcke suchen.
Nachtrag:
Steuerfahndung einmal unter spieltheoretischen Gesichtspunkten durchgespielt:
http://www.spieltheorie.de/Spieltheorie_Anwendungen/steuerfahnder.htm
Interessant!
Grüße
@ physikus
aus dem Link
Wo liegt nun die Lösung dieses Spiels? Die einfache Antwort: Es gibt keine eindeutige Lösung in “reinen Strategien”, sondern nur in gemischten Strategien. Anschaulich heißt das: Beide müssen zufällig mal das eine, mal das andere tun. Würde der Steuerzahler immer hinterziehen, wäre es nicht optimal für ihn, weil dann die Fahnderin immer prüfen könnte und jedes Mal ihren Bonus bekommen würde
Eben dieser Argumentation stimme ich nicht zu. Der einzelne Steuerzahler kann nicht viele unabhängige Steuererklärungsspiele durchführen.
Auf den Zumwinkel wird jetzt hoffentlich besser aufgepasst, oder er geht halt ganz ins Ausland.
p.s.: Ich hoffe, ich bin nicht der Totengräber auch diesen Threads.
“Das war nur ein Unfall das der erwischt wurde.”
Soweit ich es mitbekommen habe, wurde diese Liechtenstein-CD mit den brisanten Daten vom deutschen Staat mit ein paar Mill. EUR Steuergeldern angekauft – d. h. der deutsche Staat hat wissentlich und vorsätzlich illegale Hehlerware (aus einem Datendiebstahl) angekauft. Bemerkenswert, daß diese aus krimineller Quelle stammenden Daten dann gegen Zumwinkel & Co verwertet werden durften. Aber fürs Finanzamt gelten bekanntlich eigene Regeln…
“Warum haben die Politiker Angst, dass die Leute abhauen, wenn man sie zwingt ihre Steuern zu zahlen? Wenn die eh keine Steuern zahlen, sollen se doch gehen.”
So wie z. B. der FKF. Wurde zum Ösi. Ergebnis:
Steuereinnahmen für den deutschen Staat: exakt 0.00,-
Steuereinnahmen für den Ösi- Staat: vermutlich im Mrd-Bereich.
FKF war in Ösiland auch Bauherr und Konsument und nebenbei Arbeitgeber für dutzende Angestellte. Ein echtes Geschenk für Ösiland.
@ I.I.Oblomov
Deswegen gehört der zerstörerische Steuerwettlauf zwischen den Nationen unterbunden.
@ mylli
Konkurrenz belebt das Geschäft
@ I.I.Oblomow
Wer bitte ist FKF?
@ Karl
Friedrich Karl Flick
@ I.I.Oblomow
Merci.
@wgnx #17
“Herr Ex-McKinsey-Ex-Deutsche-Post auf seiner 5Mio Euro-Burg und kassiert 1Mio pro Jahr von der Deutschen Post als Rente.
Das zerreisst mir förmlich das Herz!”
Sei nicht so sarkastisch.
Was ist mit dem Bedeutungsverlust?
Den Schmähungs- und Beschimpfungserlebnissen?
Dem Verhaftungstrauma?
Der Entwöhnung von Vorstandssitzungen, Kongressteilnahmen, Empfängen auf höchster politischer Ebene, die ganzen Sozialschmerzen halt?
Kein Fahrer mehr, der Flieger wartet nicht mehr auf einen?
Und daß so gar nicht mehr zu einem aufgeblickt wird?
Da wird der Mammon schnöd, schneller als man glaubt, und nachdem man zum fünften Mal die Sonne über dem silbrigen See hat untergehen sehen von der Burgzinne aus, spürt man, wie die kalte Angst ans Herz greift. Man geht zurück in die Bibliothek, seufzt und ist einsam.
Man schreibt dann lange Briefe – auch wenn das ein böser Scherz des Lebens für einen ehemaligen Postchef ist.
War der Zumwinkel eigentlich auch beim Jauch im sternTV, so wie der Herr Pooth soeben?
Soviel Sympathie und Applaus wie der bekommen hat, sollte auch den HIV-Betrügern zuteil werden. Aber letztere sind ja Abschaum, und keine edlen Steueroptimierer in Notwehr und Schlupflöchler wie WIR?
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