Falls noch irgendjemand im Unklaren darüber ist, für wen in diesem Land durch die etablierten Parteien Politik gemacht wird, für den haben die heutige ZEIT und das DIW freundlicherweise die nachfolgenden zwei Grafiken angefertigt. Unschwer erkennbar sollte dem nüchternen Betrachter daraus auch werden, warum ich für eine saftige Vermögens- wie Erbschaftssteuer eintrete und die jüngste diesbezügliche Gesetzesänderung (Stichwort: 1,5 Mio Euro Freibetrag) für einen keineswegs geringen Skandal halte:
Gutes Gefühl, wenn man den reichsten 10% des Landes angehört. Und halt ein wenig doof, wenn man zu den “unteren” 50% gehört, die lediglich 1 läppisches Prozent des gesamten Privatvermögens auf sich vereinigen.
Sehr instruktiv auch dieser Chart, in dem das Privatvermögen nach Berufsgruppen dargestellt wird:
Ja, gell, der “deutsche Facharbeiter“, der liegt unseren lieben Parteien halt ganz besonders am Herzen! Oder etwa doch nicht? Sind es stattdessen etwa die Unternehmer, höheren Beamte, wohlhabenden Rentner und jener Berufszweig, der landläufig unter dem Begriff “Manager” durch die Medien geistert?
Tja. Und damit, sehr verehrtes Publikum, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge aus unserer beliebten Reihe “Anspruch und Wirklichkeit” …
PS: Das DIW hat dazu auch eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sich interessante Erläuterungen finden.






















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Wiederholung:
der Punkt, an dem die Summe aller Einlagen (Vermögen) größer ist, als neue Geldschöpfung per Kredit generiert werden kann (Marktsättigung, Ressourcenerschöpfung, Innovationserschöpfung, Bedürfniserschöpfung)
war Ende der 70er erreicht
ab dem Punkt ist die Bedienung der Vermögen (als unabwendbarer Zwang des Systems) und damit die Aufrechterhaltung des Geldsystems nur noch mit Tricks (Zombiekredite) und Staatsverschuldung (Konsum auf Kredit) aufrecht zu halten.
Somit ist die ganze krimininelle Aufblähung nicht zuvorderst durch Gier sondern durch Zwang erfolgt.
Im Augenblick wird fleißig weiter getrickst -
Nur die friedliche Rückführung der Vermögen in das System würde einen Neustart des Systems ermöglichen – was aber nicht wirklich erstrebenswert wäre und andererseits von den großen Vermögenshaltern auch nicht zugestanden würde.
Also wird in einem letzten Akt der kleine Mann (das Volk) (die Völker) (die Menschheit) TOTAL enteignet
mit unabsehbaren Folgen:
Revolution, Krieg, Zerstörung, Chaos, Untergang,
Ende einer Epoche -einer Kultur-
Aber woran liegt es, daß schon die Diskussion über eine moderate Besteuerung von Erben wie sie (noch) in zB USA und UK üblich ist, erfolgreich als “Neiddebatte” abgewürgt werden kann? (Nicht zu reden von einer angemessenen, die irgendwo in Höhe der Steuer auf Arbeitseinkommen liegen sollte.) Anscheinend glauben die meisten tatsächlich, es ginge hier um Oma ihr klein Häuschen oder wollen sich jedenfalls den Großvermögensbesitzern nahe fühlen, indem sie diesen Maßnahmen zuzustimmen scheinen.
Die im Grunde fairste Steuer, nämlich die auf leistungslose Einkommen, von der naturgemäß nur ein winziger Teil profitiert, scheint am leichtesten abzuschaffen oder einzuschränken zu sein.
Bei allem Lobbyismus (und dem mal wieder völligen Versagen der SPD in dieser Debatte) muß hier an eine auch unter weniger Vermögenden verbreitete (tiefen-)psychologische Neigung angeknüpft werden. Sonst könnte das nicht funktionieren.
Johannes
Mit 1.5 Mio landet man doch höchstens in der 5. oder 6. Percentile. Kleckerkram. Hier geht’s um Milliarden.
Und im Zweifelsfall werden die dann halt in Österreich vererbt (oder Schweden, selbst dort gibt es keine Erbschaftssteuer mehr…)
@wisi
Genau das ist der Zustand nur das mit dem Zwang kauf ich dir nicht ab.
Was da so schamhaft unter selbstständige mit und ohne mitarbeiter versteckt ist, sind die freunde und fans von unserem guido, dem frivolen herzensbrecher und lobbyist der zahnärzte, steuerberater, arzte usw. die in dieser statistik ihr einkommen bescheiden wie sie nun mal sind sehr gut nach unten verstecken können, denn man wirft sie mit den kleinen handwerkern, friseure, bäckermeister, der um seine existenz kämpfende kleine reparaturbetrieb usw, in einem gemeinsamen topf, und schon sehen die, die ihren eigenen mindestlohn in ihren eigenen schamlosen hohen honorarverordnungen usw. festgezurrt haben, sehr, sehr arm aus.
kein wunder, dass guido sich förmlich für diese armen barmt und den ähnlichen mindestlohn für alle anderen vehement ablehnt.
wo kämen wir denn da auch hin, wenn wir auf anständige lebensverhältnisse für alle bestehen wollen.
da sei unser guido mit seiner fdp truppe vor…
Wird das Vermögen bei obiger Zusammenstellung überhaupt vollständig erfasst? Wird nicht nur auf Geldvermögen und Immobilienbesitz abgestellt? Inwieweit ist Produktivvermögen berücksichtigt?
Die friedliche Umschichtung würde selbst bei unterstellter Gutwilligkeit aller Beteiligten jedoch mit diversen Problemen behaftet sein.
Als ein Besipiel sei die Diamant besetzte Armbanduhr vom Juwelie aus St.Moritz genannt. Im TV wurde so ein teil gezeigt. Sieht in etwa wie ne Rolx aus, in ilbrigem metall und über und über mit der Mädchen besten Freunden besetzt. Sowas kostet dann 300.00 Oi und ist rein ästhetisch gesehen eine Sache des Geschmacks. Diese 300kOi sind jedoch nur als preis zu erzielen, wenn es einen so reichen Menschen gibt, der das zu zahlen bereit ist. Selbes Problem gilt beispielsweise für einen aktuell zur Verfügung stehenden Nachbau des Weißen Hauses, den der Besitzer nicht mehr halten kann, weil sein Bauunternehmen unter der Krise ächzt und stöhnt. Wer hat jetzt die 10Mio$ für das Ding (ist auch nur ein ‘ähnlicher’ Nachbau)?
Das Uhrenbeispiel stammt aus einer Sendung über Skiorte für Reiche. Das andere, man staune bitte, aus einer Nachrichtensendung (RTL2)
Worauf ich hinaus will, ist die Frage, wie man solche ‘Reichtümer’ wirksam und fruchtbar umverteilen kann? Ohne einen Geldsack als Abnehmer sind diese Geschichten doch eigentlich relativ wertlos.
Sitzen wir etwa in der Zwangsjacke, uns eine Schicht der Ultrareichen erhalten zu müssen, um die Wertevernichtung nicht ausufern zu lassen? Irrsinnige Situation wie ich finde.
Schön und gut
sorry für die ganzen Fehler … meine Tastatur spinnt und ich habe es nicht rechtzeitig bemerkt
(edit-Funktion wäre ma was
Es fehlt in der Grafik auf der linken Seite all die schoenen Anlageklassen, in denen das Privatvermoegen arbeitet: Staats’anleihen’, ABS, Fondsanteile……
Nur bei den Selbststaenigen ist zu vermuten, dass tatsaechlich Firmenbeteiligungen und Grundeigentum einen Grossteil der Vermoegen ausmachen. Die Vermoegen der anderen Berufsgruppen wurde der – frei nach wisi#1 – beauftragten Rentierbeseitigungsindustrie als Rohstoff (im Volksmund: Banken und Versicherungen) zur PPP-keynesianischen Weiterverarbeitung ueberschrieben.
Insofern sind die Zahlen reine Fiktion: das tatsaechlich existente Vermoegen nahezu aller aufgezeigten Berufsklassen duerfte eher gegen Null tendieren und besteht allein darin, die Politik zu zwingen, sie auf Kosten der Allgemeinheit mit einem Individualbailout zu versehen…..
Daraus kann man nun zwei Handlungsansaetze herleiten:
1) Die einzig erfolgreich vermoegenswertbildende Gruppe solidarisch haftbar zu machen im Rahmen eines Gesamtinsolvenzverfahrens
2) Die einzig erfolgreich vermoegenswertbildende Gruppe als gesellschaftliches Vorbild zu promoten fuer die allein wertschaffende Kapitalakkumulationskultur, und alle anderen Schimaeren (Sparen in Staatsanleihen, Bankkonten, abgefahrenen Finanzkonstrukten) ein fuer allemal auf den Scheiterhaufen der Massenillusionen zu verdammen, irgendwo neben Hexenverbrennungen, Gottesopfer und Anarchokommunismus.
Auffaellig ist noch eins: Wenn Ueber-Kapitalakkumulation doch so schaedliche Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung hat und auch noch ungerecht ist, dann sollte man jedoch schleunigst zu neuen Behandlungsmethoden kommen: keynesianische Kapitalverwaesserungsmethoden scheinen glatt das Gegenteil des angestrebten Effektes zu zeitigen.
Warum also das Sparen nicht gleich ganz verbieten, bis das Ungleichgewicht Konsumkraft/Kapital wieder aufgeloest ist?
Oder Kapitalbildung analog der Krankenversicherunggedankenspielchen nur noch ueber die gesetzliche Rentenversicherung auch fuer Selbststaendige und Unternehmer zulassen.
Mit so halbherzigen Massnahmen wie Erhoehung der Vermoegenssteuer kann man doch niemand hinter dem Ofen herlocken, es ist ausserdem intelektuell nicht wirklich bildend: Die Wirtschaftslehre braucht neue Ansaetze, und frische Feldexperimente haben zumindest einen hohen Unterhaltungswert!
@Miesespeter
>Mit so halbherzigen Massnahmen wie Erhoehung der Vermoegenssteuer kann man doch niemand hinter dem Ofen herlocken, es ist ausserdem intelektuell nicht wirklich bildend:
Nicht mit der Vermögenssteuer alleine, gar keine Frage, aber als eine Maßnahme von mehreren sehr wohl. “Bildend” wäre das zudem auch, ob intellektuell weiss ich zwar nicht, aber in praxi auf jeden Fall …
>und frische Feldexperimente haben zumindest einen hohen Unterhaltungswert!
Mag sein, aber nur für die, die außerhalb des Spielfeldrands sitzen, nicht wahr?
@hyperinflation:
“zahnärzte, steuerberater, arzte” “hohen honorarverordnungen”
Merkwürdig: in USA sind die Einkommen dieser Berufe höher als in D.
Trotz dort fehlender Honorarverordnung.
Oder vielleicht wegen fehlender Honorarverordnung ?
“handwerkern, friseure, bäckermeister”: in Selbständigkeit meist Besserverdiener. Und wer sich bei seiner Handwerksarbeit die Hände schmutzig macht, könnte beim Kassieren oft auch schmutziges Geld haben.
Besserverdiener: mit diesem Begriff endet in D die politische Diskussion. Spitzensteuersatz ab ca. EUR 60.000,-
In USA andere Diskussion, da gibt es die Reichen, und die Superreichen. Letztere fragten: welchen Jet kaufe ich mir dieses Jahr ? (Und welchen verkaufe ich dieses Jahr ?)
Bei dem Thema ist auch die Durchschnittsbetrachtung gar nicht mal so verkehrt.
1991 lag das durchschnittliche Geldvermögen pro Haushalt bei 60.000 EUR
2007 lag es bei 115.000 EUR.
Netto (abzüglich von Verbindlichkeiten): 75.800 EUR
===
Für Singles vielleicht interessant:
Pro Person lag es 2007 bei 55.500 EUR. Vom Baby bis zum Opa.
===
Jetzt kann sich jeder mal ausrechnen ob er zur unteren Hälfte der Bevölkerung oder zur oberen gehört.
Ich glaube die meisten Leute denken nur sie wären wohlhabend – sind es aber gar nicht.
Um den lokalen Mainstream mal zu provozieren: Im Grunde zeigt es doch, dass die kapitalistische Schicht, d. h. die Schicht, die alleine von der Rendite ihres Vermögens leben kann, sehr klein sein muss – selbst in der höchsten Vermögensklasse beträgt das durchschnittliche Vermögen nur gut 850.000 € pro Einwohner, macht dann bei 5% Durchschnittsrendite 42.500 € pro Jahr. Berücksichtigt man, dass Medianvermögen und Durchschnittsvermögen relativ gesehen ähnlich weit auseinanderfällt in dieser Gruppe der reichsten 10% wie in der gesamten Bevölkerung, dann dürften maximal 2-3% der Einwohner ein Einkommen aus Vermögen erzielen, dass deutlich über dem durchschnittlichen Einkommen aus Arbeit liegt.
@WGNX: Also da hätte ich mal eine Frage: was stimmt denn nicht mit dem Freibetrag von EUR 1.5 Mio?
Dieser Freibetrag trifft ja wohl kaum die ärmsten 70% der Bevölkerung (soweit meine Hochrechnungen stimmen, man kann bei so vielen Nullen schon mal den Überblick verlieren), sondern eher die reichsten 30% der Nation.
Insofern würde ich sagen, dass der Freibetrag schon seine Berechtigung hat, oder?
Wo kommt bei euch bloss der ganze Neid her?
Hat euch einer gezwungen arm zu sein? Nein! Wie wärs wenn ihr einfach, statt zu lamentieren, euren Hintern bewegt und Kohle ranschafft.
Dann müsstet ihr euch auch nicht über die ach so ungerechte Verteilung beschweren. Keiner hat verhindert, dass ihr Manager, Rechtsanwalt, Beamter, Politiker oder sonst einer von den “bösen” und überbezahlten Leuten werdet. Wobei doch, ich weiß ja, das unfaire System ist Schuld. An euch selbst liegts ja nicht. Ich hattet nie ne echte Chance.
“Arm” zu sein ist meiner Meinung nach sowiso eine Geisteshaltung. Dummerweise haben die meiste Menschen diese und wissens nicht mal. Wenn ich mir z.B. in den Lottoannahmestellen bei einer “40-Mille-Super-Jackpot-Ziehung” die Interviews im TV anschaue und dann so Aussagen höre wie “Ach, ich will gar nicht den ganzen Betrag gewinnen, mir reicht auch XXX€” dann wird mir schlecht. Das gleiche Problem trifft auch auf Leute zu die dem Satz zustimmen: “Ich wäre lieber glücklich als reich”.
Jeder bekommt was er verdient. Und wer wenig hat dem steht auch nicht mehr zu. Soetwas wie Armut gibst in DE sowieso nicht, denn wer arm ist verhungert in der “echten” Welt.
Ich gönne jedem das was er hat und wenn es 100 Quadrofantastilliarden sind. Warum sollte so jemand denn (außer aus Neidgründen) mehr Steuern zahlen als andere. Ich bin für Flat-tax 10% (im Mittelalter gabs ja auch mal den Zehnt) bis zu einer bestimmten Partizipationsgrenze. Das wäre die Summe an Steuern die die einzelne Person an Leistungen vom Staat in Anspruch nimmt. Soll heißen z.B. bis 250.000€. Denn nur weil einer mehr verdient bekommt er ja nicht mehr Leistungen der Gesellschaft, bzw. vom Staat. Warum sollte er da mehr bezahlen?
Darum neidlose Grüße
Neidlos
PS: Ich hab bei weitem nicht viel, hab aber kein Problem wenns andere haben.
Wie heute morgen im Morgenmagazin eine anonyme Finanzamt Angestellte sagte werden bei diesen reichen 10% mit Absicht KEINE Steuerprüfungen veranlasst.
Es wird angeordnet die reichen Säcke nicht zu prüfen.
Man befürchte das sich die Reichen ins Ausland verziehen würden.
Durch diese Prüfungsunterlassungen gehe dem Staat ca 2 Milliarden Steuern /Jahr flöten.
@Südlicht
>was stimmt denn nicht mit dem Freibetrag von EUR 1.5 Mio?
Dass er mindestens 1,2Mio zu hoch ist. Ich lasse mir Freibeträge gerne einreden, damit Omas Häuschen und der übliche Tand tatsächlich steuerfrei bleiben. Aber 1,5 Mio ist eine absolute Provokation.
@Neidlos
>Wobei doch, ich weiß ja, das unfaire System ist Schuld. An euch selbst liegts ja nicht. Ich hattet nie ne echte Chance.
Der übliche Denkfehler, dem auch du unterliegst, ist: was für einzelne möglich ist, ist NIE für alle möglich. Es wird immer nur einige “Sieger” und viele “Verlierer” geben, und der modus vivendi zwischen Ausgangssituation und Resultat nennt sich bekanntlich “Wettbewerb”. Wenn man der Meinung ist, Leben und Gesellschaft wären ein “Spiel”, dann kann man das auch super toll finden. Will nicht verhehlen, dass es mal eine Zeit gab, wo ich das selber auch dachte.
Mittlerweile halte ich das allerdings für eine ziemlich pervertierte Sicht für eine Menschheit anno 2009, um es mal ganz ehrlich zu sagen.
@wisi: exact
@nanuk: doch, der Zwang ist systembedingt.
http://www.egon-w-kreutzer.de/Ressourcen/Analyse%20Czerny%20-%20Finanzkrise.pdf
@Johannes Ich will ja nicht Unken, aber könnte es sein, dass die Anzeigenkundschaft gerade die sind, auf die neidisch zu sein so gerne unterstellt wird. Nicht das die Werbekunden irgendeinen Einfluß hätten -sonst müsste man ja annehmen, unsere Medien seien nicht unabhängig und das würde doch bestimmt auffallen.
“Worauf ich hinaus will, ist die Frage, wie man solche ‘Reichtümer’ wirksam und fruchtbar umverteilen kann? Ohne einen Geldsack als Abnehmer sind diese Geschichten doch eigentlich relativ wertlos.”
Diese Dinge sind Wertlos!Das ist doch der Witz daran.Sie haben nur einen Wert weil wir sie aufladen unser schwacher Geist spielt uns einfach einen Streich. Ein Goldring mit Diamant ist geschmiedeter Dreck mit nem Stein mehr nicht.
@Neidlos
“Wo kommt bei euch bloss der ganze Neid her?”
Ich habe keinen Neid ich habe Mitleid mit dir weil du dich so von deinen Illusionen blenden läst aber man kann niemanden zur Erkenntnis zwingen.
@wgn
/Mag sein, aber nur für die, die außerhalb des Spielfeldrands sitzen, nicht wahr?
Da sitzen wir hoffentlich alle, ist auch nicht ruchbar, ein Arzt ist auch nicht vertrauenswuerdiger wenn er sich ebenfalls ansteckt.
Fiddling while the roof burns
Die Dinge im jetztigen Stadium liegen doch denkbar einfach:
A) Man weiss, es laeuft die Spaetphase eines debitistischen Durchlaufs, das Ungleichgewicht von Kapitalakkumulation und Konsumnachfrage ist ein Symptom. Das westliche Finanzsystem ist voellig unterminiert, die Illusion der Rueckzahlung kann nicht mehr lange aufrechterhalten werden.
B) Man weiss, dass am Start eines neuen Durchlaufs gewisse Grundvoraussetzungen vorliegen sollten, darunter auch eine moeglichst breite Verteilung von beleihbaren Kapitalvermoegen. Fuer die Zeit nach dem Start hat man zudem schon allgemeinaktzeptierte Ansaetze (Erhard’s soziale Marktwirtschaft), die man sicherlich noch feinjustieren kann.
Wie aber kommt man von A nach B?
Da scheint es doch ein grosses Loch in der Lehre zu geben, und auch alle politischen Vorstellungen beginnen demenstprechend hier schnell jegliche innere Kohaerenz zu verlieren. Aber genau der Weg von A nach B ist der Weg, der vor uns liegt, egal ob wir ihn mit Kompass oder ohne beschreiten.
Wird die Erhoehung der Vermoegenssteuer hier wesentlich helfen? Die Diskussion ueber Freibetraege? Die Euroanleihe?
Sind diese Dinge denn mehr als Amuese-Geules fuer uns Zuschauer am Spielfeldrand, mit intelektuellem Unterhaltungswert, aber ohne zeitgeschichtliche Relevanz?
@nanuk:
doch, der Zwang ist systembedingt.
Nein er ist Machtbedingt die Machtstruktur benötigt das System.
@ Neidlos
Tja, Neid … und natürlich auch die Gier, hmmm, was soll man da wohl machen? Warum nur kann nicht jeder Bankdirektor werden?
Neidlos staune ich aktuell über Schillers Lied von der Glocke – auch wenn das nicht wirklich satt macht.
Wir rechnen uns mal wieder “reich” ? Leute, ihr tut mir nun langsam leid.
Geldvermögen sind, ich habe es schon öfters zur BuBa verlinkt, 510 Mrd. € als Bargeld und 390 Mrd. € als Festgeld 3 Monate. Dividiert durch 82 Mio. Nasen. Sieht also so toll nicht aus. Das sind pro formaler Nase keine 10000 € Netto. Und irgendwelche Aktien oder Riesterrenten oder Lebensversicherungen oder Sparverträge mit Festverzinslichen als “Geld” anzusehen, halte ich für vermessen bis unverschämt. Das sind nicht selten Sicherheiten für Kredite. Das wird erst bei Auszahlung zu Geld, viele der Riester-Trottel werden nicht mal ihre eigenen Einzahlungen wiedersehen. Das ist nämlich genauso, wie mit dem Durchschnittsalter. Die Wenigsten werden über 82, viele werden nicht mal das heutige Renteneintrittsalter von 67 erreichen. Marx Murx hatte da nämlich zufällig Recht. Es gibt Klassen. Auch hier und heute. Die Klasse der Besitzer und die Klasse der Schuldner. Und die Schuldner werden üblicherweise auch nicht so alt. Sie werden auch beim Arzt schlechter behandelt, ihre Kasse “zahlt zu wenig”. Sie kriegen “Generika” verordnet. Wer glaubt, wo dasselbe drin ist, muß das genauso wirken, der irrt ganz einfach. Die Pille ist durchaus nicht dasselbe, wenn es keine Lizenz ist. In der Statistik spielt das net birth death Modell mit. Deshalb halte ich es bei Statistiken ausnahmsweise mit Churchill. Und glaube nur denen, die ich selbst fälschte.
Beispiel “reiche” Beamte: sie mögen Kredite zu besseren Konditionen kriegen, aber ihre Häuser sind auf Pump gekauft, dafür zahlen sie u.U. bis an ihr Lebensende Raten. Nicht selten sind sie fast 30, bevor sie überhaupt einen cent sparen können. Sie kriegen auch verbilligete Autoversicherungen etc.. (Hier liegt ein Fehler im heutigen System, Beamte sind tatsächlich oft viel besser gestellt, als Personen in der Privatwirtschaft. Man heirate als Mann also bevorzugt eine Beamtin.)
Ärtzte, Zahnärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Autoschlosser, die müssen erst mal auf Pump investieren. Die Ausrüstung einer Praxis oder Werkstatt ist nicht ganz billig. Dann mögen sie viel “verdienen”. Aber meist zahlen sie hübsch drückende Kredite in Raten ab. Dann rennt ihnen im Alter zwischen 40 und 45 die Frau weg und nimmt sie aus, wie eine Weihnachtsgans. Das sollte man in diesem System nicht unterschätzen. Die Damen sind in dem Punkt existenzgefährdend. Da wäre also noch das Alter derjenigen mit Ersparnissen zu staffeln. Dabei kommt dann raus, daß wir tatsächlich eine armselige Rentnerrepublik sind.
Wenn man so eine Statistik macht, sollte man schon Einkommen und Schulden gegenüberstellen. Da kommt ein viel schlimmeres Bild raus. Nämlich, daß rund 70 % der Bevölkerung höchstens ausgesprochen bescheidene Spareinlagen haben, die restlichen 30 % ließen sich dann logarithmisch staffeln. Einige hätten vielleicht 100000, ein paar 1000000 und ganz ganz wenige soviel, daß sie selbst nicht wissen, wohin mit den Zinserträgen.
Ich würde das machen, was andere auch tun. Erbschaftssteuern ABSCHAFFEN. Sie sind im Haushalt mit 4 Mrd. € unbedeutend. Und sie benachteiligen, jetzt noch mehr als früher, die “kleinen” Erben. Man könnte höchstens sagen, bis 1 Mio. wird nix besteuert und danach geht es exponentiell zur Sache. Nur der Erblasser würde schlicht zum Ösi werden und dem Finanzminister ins Ohr flüstern, Du Spinner glaubst doch nicht etwa nur einen cent Erbschaftssteuer zu sehen ? Daneben wäre eine Ungleichbehandlung verfassungswidrig, so wie der jüngst verabschiedete Schnulli es auch wieder sein dürfte. Also ABSCHAFFEN. Eine Steuer weniger, eine Einnahme weniger für den Finanzjongleur, eine weniger für den Steuerberater und ein Finanzbeamter weniger. Macht unter dem Strich ein paar mehr Erben als Konsumenten.
Wer Kapitalismus zu seiner Weltanschauung gemacht hat, hat definitiv das PRIVATEIGENTUM zu achten. Anders kann der nicht funktionieren. Wenn die Erben Versager sind, wird ihnen das Erbe im Kapitalismus zwischen den Fingern davonfließen, wie Wasser. Und wenn “Arme” clever sind, werden sie eine Idee haben um in der Gesellschaft aufzusteigen. Trotz allen Filzes, Qualität setzt sich durch.
weissgarnix:
Freibetrag: “Aber 1,5 Mio ist eine absolute Provokation”
Die Provokation liegt doch darin, daß befreundete Nachbarstaaten wie Österreich keine Erbschaftsteuer erheben. Was meinte Struck damit: “Unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt”
Üben dort die Bundeswehr-Gebirgsjäger für den Einsatz im Alpenraum ?
Deine Forderung eines Freibetrages von EUR 300.000 auf die Landwirte angewendet, führt zu saftigen Konsequenzen.
Zahlen z.B. hier:
http://www.statistik.rlp.de/lan/presse/pm08037.html
Kleinbauer mit 10 Hektar mit 1,- EUR / m² ist rechnerisch ein Millionär. Erbschaftsteuer 19 %.
Macht 190.00 EUR Steuern, zahlbar innerhalb vier Wochen.
Wieviele Hektar müssen unter Zeitdruck verkauft werden, um 190.000 EUR Verkaufserlös zu erzielen ?
Resultat: Grossbetriebe werden grösser, Verteilungsungerechtigkeit statt Verteilungsgerechtigkeit.
So schiesst Du Dich mit Deiner Forderung selbst in´s Knie.
(Liebe Bauern:
keine Sorge, ihr habt´s besondere Freibeträge, ihr seid´s von der Erbschaftssteuer ned betroffn. Gute Lobbyarbeit)
@ Michael
Deinen Ausführungen und Rückschlüssen will ich gar nicht widersprechen.
Doch gibt keine Stelle deines Beitrages eine Begründung dafür her, daß die allerärmsten mit Apartheids-Gesetzen drangsaliert werden, daß die Unmengen an Leuten, die dem Joch entkommen können, dennoch in Existenznöten die Nächte verbingen müssen, daß den ansatzweise am Erfolg Schnuppernden eine Staatsquote als Treibanker ans Bein gebunden wird, sodaß letztendlich nur eine klitzekleine Gruppe die Dauerfete auf Kosten der Anderen und der Zukunft des Planeten feiern darf. Das ist Bockmist so – zumal es anders ginge.
Hast du ne Idee dazu – ne fruchtbare?
@staph.aureus
Die Ösis, die Schweizer, wie auch die Luxemburger und Lichtensteiner werden demnächst noch darum betteln, ihre Steuern so anpassen zu dürfen, dass ein EU-weit harmonisches Bild entsteht. Wenn überhaupt was absehbar ist, dann das.
Insoferne wäre es für Deutschland ein leichtes, dieses Problem aus der Welt zu schaffen, believe me … wenn es denn nur wollte.
@Michael
Kann deinen Ausführungen leider in keinster Weise folgen. Es geht nicht ums “Geld-” sonder ums gesamte “Privatvermögen”. Und zwar netto, notabene! Sprich abzüglich Schulden.
>Nur der Erblasser würde schlicht zum Ösi werden und dem Finanzminister ins Ohr flüstern, Du Spinner glaubst doch nicht etwa nur einen cent Erbschaftssteuer zu sehen ?
Ein wirklich SEHR leicht zu lösendes Problem, glaub mir. Ein Blick in die USA reicht völlig, um sich vozustellen, wie steuerehrlich die Deutschen plötzlich wären, wenn das Finanzamt vorgehen würde wie der IRS.
Und die Ösis gefügig zu machen, wird demnächst auch kein Problem mehr sein. Schweiz, Luxemburg, Monaco ditto … alles nur eine Frage des politischen Willens.
>Wer Kapitalismus zu seiner Weltanschauung gemacht hat, hat definitiv das PRIVATEIGENTUM zu achten
Keineswegs. Er muß das “Eigentum” achten, gar keine Frage. Aber dem Eigentum ist es definitiv wurscht, wer gerade hinter ihm steht, ob “privat” oder “kollektiv” oder gar “öffentlich” ist eine völlig secondäre Frage.
@Alle
Hier nochmal der Link zur Pressemitteilung des DIW, den ich oben gerade eingefügt habe:
http://www.diw.de/deutsch/pressemitteilungen/93790.html
“warum ich für eine saftige Vermögens- wie Erbschaftssteuer eintrete”
Mein lieber weissgarnix,
Sie möchten also eine noch stärkere Umverteilung?
Warum haben Sie damit nicht schon längst angefangen?? Ihnen gehts doch auch nicht schlecht oder? Also warum haben Sie den Großteil Ihres Vermögens nicht schon längst an die “lieben Armen und Schwachen” verteilt??
Oder ist ihr Gerede nichts weiter als heiße Luft? Gehen Sie doch mit gutem Beispiel voran …. dann können wir uns alle eine Meinung über Ihre “Wohltaten” machen …
Oder wollen Sie doch keine Umverteilung?
Na????
@weissgarnix
>Der übliche Denkfehler, dem auch du unterliegst, ist: was für einzelne möglich ist, ist NIE für alle möglich. Es wird immer nur einige “Sieger” und viele “Verlierer” geben, und der modus vivendi zwischen Ausgangssituation und Resultat nennt sich bekanntlich “Wettbewerb”. Wenn man der Meinung ist, Leben und Gesellschaft wären ein “Spiel”, dann kann man das auch super toll finden. Will nicht verhehlen, dass es mal eine Zeit gab, wo ich das selber auch dachte.
Ne, dem Denkfehler unterliege ich keinesfalls. Ohne Verlierer gibts keine Sieger. Ist in meiner Weltanschauung absolut einkalkuliert. Natürlich kann es nicht allen gut gehen, aber solange alle die Chance haben zu den Siegern zu gehören (der eine mit wesentlich mehr Aufwand als der andere, weil denkbar schlechteste Startposition) ist für mich alles in Ordnung.
Gegenbeispiel: Die früheren Zünfte oder Kasten in die man nur durch Geburt reinkommen konnte. Solange es sowas nicht gibt, ist die Situation insgesamt fair. Wer verliert war nicht gut genug fürs Spiel.
@Nanuk
Danke für dein Mitleid. Und welche Illusionen sollen das sein?
Meine Einschätzung vom Wesen des Meschen ist wahrscheinlich näher an der Realität als deine.
@Degnaphta
Klar, Bankdirektor wäre doch ein ganz cooler Job. In der momentanen Situation wahrscheinlich net ganz unproblematisch, aber wenn man schon länger dabei ist hat man wohl seine Schäfchen im trockenen. Nochmal: Natürlich kann das net jeder werden, es geht aber darum, dass prinzipiell alle die Chance dazu haben (keinem ists per Gesetz verboten).
Die Todessteuer würde ich übrigens auch abschaffen. Vermögen gehört immer der gesamten Familie (genauso wie Werte und Ansichten) und nicht z.B. nur den Eltern. Diese Steuer ist in meinen Augen absolut unmoralisch. Das Vermögen wird innerhalb einer Familie genauso weitergegeben wie die DNS und normalerweise auch die Weltanschauung (wenn das Balg nicht total verzogen ist).
Immer noch neidlos,
Neidlos
@Michael
‘Wer Kapitalismus zu seiner Weltanschauung gemacht hat, hat definitiv das PRIVATEIGENTUM zu achten. Anders kann der nicht funktionieren. Wenn die Erben Versager sind, wird ihnen das Erbe im Kapitalismus zwischen den Fingern davonfließen, wie Wasser. Und wenn “Arme” clever sind, werden sie eine Idee haben um in der Gesellschaft aufzusteigen. Trotz allen Filzes, Qualität setzt sich durch.’
Wenn es eine Grundeigenschaft des Kapitalismus gibt, welche die Gesellschaft dazu bringt, ihn als positiv zu bewerten und nicht schlechterdings abzuschaffen, so liegt dies in der Produktivitaet, welche wiederum auf Wettbewerb beruht. Ein fairer Wettbewerb verlangt aber gleiche Startbedingungen.
Und da – wie Wgn so schoen schrieb – es sich nicht um einen Sport handelt, verlangt eine stabile Gesellschaft auch Sorge fuer diejenigen, welche den Wettbewerb nicht gewinnen koennen.
Privateigentum ist Voraussetzung von Kapitalismus, und dazu gehoert, dass man mit seinem Eigentum machen kann, was man will.
Der Erbe jedoch hat kein Privateigentum, und daher wird auch nicht der Erblasser, sondern der Erbe beim Uebertrag besteuert. Damit wird die Verletzung des Eigentumsrecht geschickt vermieden, wie ich finde.
Die Natur hat sich schon etwas dabei “gedacht”, dass die Schwachen verlieren und die Starken alles gewinnen.
Wer gegen diese natürliche Prinzip vorgehen will, ist vollkommen realitäts- und wirklichkeitsfremd!
…. und meistens ein Heuchler hoch zehn dazu …
@ Matthias
Diese Argumente werden in den Wipo- und philosophierstunden häufig und mit Inbrunst angeführt.
Doch würde sich wgn armschenken, hätte er an den systemischen Mißständen nichts geändert.
Sollte eine solche Änderung irgndwie wirksam werden, dann könnte sich im ungüsntigen Fall das auch auf wgns Situation negativ auswirken. Doch ich unterstelle wgn, weil ich ihn für einen Humanisten halte, daß er das gerne in Kauf nähme.
Als Humanist macht man keinen Urlaub neben einem Elendsviertel. Das versaut das gute Gefühl.
Einem Menschenfreind geht es ein Stück besser, wenn es seinem Nachbarn gutgeht. In Zeiten der Datenautobahn geht die Nachbarschaft über Kontinente um den ganzen Erdball. So sieht’s aus.
@Neidlos
Siehst du einen Weg, der nicht mit humanistischen Idealen kollidiert?
@Franky
>Die Natur hat sich schon etwas dabei “gedacht”, dass die Schwachen verlieren und die Starken alles gewinnen.
Mag sein, aber weder hat der Kapitalismus was mit “Natur” zu tun, noch haben sich menschliche Gesellschaften aus irgendeinem anderen Grund herausgebildet als den, die Ausgeburten der Natur zu überwinden.
@Matthias
>Sie möchten also eine noch stärkere Umverteilung?
Nein, eigentlich möchte ich eine ausgewogenere Verteilung der Primäreinkommen. Aber zur Not halt auch per Umverteilung.
>Warum haben Sie damit nicht schon längst angefangen??
Vielleicht habe ich das ja?
>dann können wir uns alle eine Meinung über Ihre “Wohltaten” machen …
Meister, sie verkennen ein wenig den springenden Punkt bei der ganzen Geschichte: ich rede nicht einem Almosenstaat das Wort, bei dem halt jetzt einfach irgendwie “mehr” an die Armen verteilt wird, weil wir alle so nette Menschen sind. Sondern ich rede von einem Wirtschaftssystem, das von vornherein zu einer ausgewogeneren Einkommens- und Vermögensverteilung führt.
Das ist eine gänzlich andere Debatte, die Sie mühelos erfassen können, wenn sie sich in den früheren Beiträgen dieses Blogs mal ein wenig umsehen.
Die Erhebung einen erheblichen Schönheitsfehler: Sie läßt bei den Arbeitnehmern die Rentenansprüche außen vor, rechnet aber das Vermögen der Selbständigen, dass für die Altersvorsorge dienen muss, mit.
Sprich: Ein Facharbeiter mit kleinem Haus und einem Rentenanspruch von 1.500 Euro steht in der Summe besser dar, als ein Selbständiger mit einem Vermögen von 250.000. Denn für eine Vergleichbarkeit muss der Rentenanspruch kapitalisiert werden und schon ergibt sich mit dem Haus ein deutlich größerer Betrag.
Glaube also keiner Statistik, die du nicht selbst etc. etc.
Kapitalismus hat also nichts mit “Natur” zu tun?
Wissen Sie wie es in der Pflanzen- oder Tierwelt zu geht? Die verschiedenen Arten konkurrieren so extrem mit einander, dass es nur 2 mögliche Zustände gibt … entweder man schafft es ans Licht und/oder an die Nährstoffe zu kommen oder man schafft es nicht und stirbt. Keine Pflanzengattung achtet auf eine andere – keine Tierart gibt kostbare Ressourcen an andere Tierarten weiter – nicht einmal andere Rudel werden bedacht – vor allem nicht wenn die Anderen “schwach oder arm” sind …. und wenn eine Art erstmal am “Fleischtopf” sitzt, dann gibt sie davon nichts mehr freiwillig ab/weiter!
Vergessen Sie bloß nicht, dass die Menschheit erst durch diesen gandenlosen “Kapitalismus” entstehen konnte ….
Hätte die “Natur” die von uns Hochgelobte “Menschlichkeit” oder den “Humanismus” in ihren „Plan“ eingebaut dann wäre das Leben als Gesamtheit schon vor hunderten Millionen Jahren ausgestorben …
Ich behaupte sogar, dass das größte Problem für die Menschheit nicht die Atomwaffen, Krankheiten oder einschlagende Asteroiden sind sondern wir werden an unser eigenen “Menschlichkeit” zu Grunde gehen …. denn wir verletzen schon viel zu lange den natürlichen, seit Milliarden von Jahren bestehenden Plan von „Friss oder Stirb“ …. „werde Stark oder geh unter“ …. „tu etwas oder du bekommst nichts“ ….
Und es wird scheinbar immer „moderner“ sich für die vermeidlich Schwachen einzusetzen – zu meinen, dass die Starken doch Ihre Errungenschaften abgeben sollen … der „liebe Schwache“ ist der mit dem Heiligenschein – der Starke dagegen ist der Buhmann und der muss sich ja fast schon verstecken …
Sozialismus funktioniert nicht – weder im Großen noch im Kleinen – die Natur hat dieses Prinzip nicht vorgesehen …. und ständige Umverteilung ist nun mal Sozialismus …
“Sondern ich rede von einem Wirtschaftssystem, das von vornherein zu einer ausgewogeneren Einkommens- und Vermögensverteilung führt.”
Das wird nicht funktionieren – das hat es noch nie – so etwas gibt es in keinem natürlichen System …. denken Sie bitte selbst drüber nach … auch wenn das mit unseren Wunschvorstellungen nicht übereinstimmt!
Entweder man erbringt Leistung – oder nicht (ganz unabhängig welche Ursachen “kann keine Leistung erbringen” hat).
@Franky
Keine Pflanzengattung achtet auf eine andere – keine Tierart gibt kostbare Ressourcen an andere Tierarten weiter – nicht einmal andere Rudel werden bedacht – vor allem nicht wenn die Anderen “schwach oder arm” sind …. und wenn eine Art erstmal am “Fleischtopf” sitzt, dann gibt sie davon nichts mehr freiwillig ab/weiter!
1 gehören Menschen nicht unterschiedlichen Gattungen an dann fällt dein Sozialdarwinismuss zusammen wie ein Kartenhaus aber das wuste man ja schon 1933 darum hat man dann die Rassentheorie usw wir kenne das alles…
Des weiteren möchte ich dich fragen wie du es innerhalb deiner Idiologie begründest das ich dich nicht ermorden darf?Ach ja erhaltung der Art usw…
Aber warum darf man denn dann zur erreichung von Zielen nicht Foltern?
Das mutiert hier langsam zu einem Geistigen Kindergarten.
Nur mal zwei Fragen in den Raum gestellt: Was würde eigentlich dadurch besser werden, wenn eine Gleichverteilung im Vermögen herrschen würde? Und wie lange würde diese Gleichverteilung bestehen bleiben, wenn hypothetisch gesehen durch einen staatlichen Eingriff eine solche Gleichverteilung geschaffen würde?
@ wgn #17
Lieber wgn, wenn jemand 1,5 Mio. in cash erbt, soll er der Allgemeinheit ein paar Kreutzer abgeben.
Beim sogenannten “Mittelstand” in Deutschland (noch gibt es ihn) ist aber das größte Vermögen in Immobilien gebunden.
Und hier schlummert das Problem: die Bewertung. Mach einfach mal eine kleine Spritztour durch die Gewerbegebiete der Republik und guck Dir die Leerstände an. Alles “ertragsfreies Vermögen”, das aber zu den Richtwerte der Städte und Gemeinden Milionenwerte darstellt.
Grundsteuer, Vermögenssteuer, Erschaftssteuer werden nun mal unabhängig von Gewinnen erhoben. Vielerorts ist die Bewertung von Immobilien reine Phantasie. Es gibt hunderttausende Immos in Deutschland, die komplett unverkäuflich sind, auch bei Versteigerungen nicht weggehen. Und unzählige Objekte, die plusminusnull Ertrag bringen, aber im Erbschafts, oder Vermögenssteuerfall mit Millionnen bewertet werden. Welche Tendenz das Ganze in den nächsten Jahren einschlagen wird, liegt ja auf der Hand.
Was soll also der Quatsch, die reine Substanz zu besteuern? Bringt die Substanz Geld, kann man auch gleich den Ertrag besteuern. Ist die Substanz wertlos, werd’ ich als Staat auch kein Geld nie nicht kriegen. Die wertlosen Hütten fliegen am Schluß in Massen auf den Markt und machen sich und Konsorten dadurch nur noch wertloser.
Was ist so schwer dran zu verstehen? Besteuert die Gewinne der Rentiers und alle anderen Gewinne nicht nur mit lighten 25 % KAP, sondern zum vollen Einkommensteuersatz. Natürlich!
Aber die reine Substanz zu besteuern und die Bewertung selbst vorzunehmen, wird den Staat nicht wirklich bereichern. Da kann er gleich die ganzen CDO in den Bankenkellern zum Nennwert besteuern…
@Owe Jessen
Wenn alle vorhandenen Ressourcen “gerecht” verteilt werden würden dann würde nach kurzer Zeit genau der selbe Zustand herrschen wie heute auch denn die einen geben nur aus und die anderen (wenigen) sammeln es an. Dazu gab es auch schon einige interessante Studien …
@Nanuk
Ich habe die Beispiele der verschiedenen Arten aber auch des Rudels (untereinander/selbe Art) gewählt weil ich aufzeigen wollte, dass dieses Prinzip überall herrscht und es kein System gibt wo es anders ist!
Und zum Thema “Mord/Folter” … Stellen Sie sich einmal vor Sie hätten nichts mehr zum Essen und Sie und ihre Familie sind kurz vorm verhungern …. und kurz bevor Sie den Löffel abgeben treffen Sie eine rüstige Rentnerin die 5 Brote dabei hat – sich aber weigert diese mit Ihnen zu teilen …. Was glauben Sie was Sie dann machen würden? Sterben?
Wir sind alle nur Tiere und nur unser Wohlstand bewahrt uns davor wieder in “tierische Verhaltensweisen” zurück zu fallen …
In diesem Sinne!
@Degnaphta
Siehst du einen Weg, der nicht mit humanistischen Idealen kollidiert?
Nein, natürlich nicht
Meine Ansichten bauen aber auch nicht unbedingt auf humanistischen Zielen auf. Und ich habe auch ganz ehrlich gesagt kein besonders wohlig warmes behagliches Gefühl wenn ich irgendwas für meine Mitmenschen getan habe.
Wohltätig bin ich auch eher nicht aus altruistischen Motiven sondern ganz pragmatisch wenn ich der Meinung bin, jemand hat meine Hilfe verdient.
Völlig neidlos,
Neidlos
@Degnaphta
Ja, ich hätte viele Ideen. Auf der einen Seite würde ich zahlreiche Steuern ganz abschaffen. Auf der anderen Seite würde ich das gegenfinanzieren, indem ich Steuervergünstigungen auch abschaffen würde. Nicht nur die Pendlerpauschale, sondern auch steuerbegünstigten Sprit für die Landwirtschaft oder Fluggesellschaften, auch Selbstständige könnten Spritpreise nicht absetzen. Damit könnte ich meinetwegen auch auf eine Kfz-Steuer verzichten. Denn die wäre im Spritpreis enthalten. Es gäbe so gut wie keine “Abschreibungen” zu Lasten des Fiscus. Auch ausdrücklich für “Selbstständige” nicht. Allerdings würde die LKW-Maut bestehen bleiben. Weil ich kein Interesse daran hätte, daß Quark aus Bayern nach Schleswig geliefert würde und umgekehrt. Letztendlich führt das zu einer einheitlich gleichen “Gesamtsteuer”. Das war es. Die Kosten der Leistungen des Staates haben folgenden Preis, der ist durch die Steuer durch alle anteilig zu erbringen. Der Staat hat hoheitliche Aufgaben, Banken werden ausdrücklich nicht gerettet, sondern bei Fehlleistung verstaatlicht und abgewickelt. Keine “bad bank”, sondern der Laden wird ganz übernommen und liquidiert, falls es keine Alternative mehr gibt.
Denn das Problem ist und bleibt das “private Geld der Zentralbanken”. Sicher ist der Staat niemals ein brauchbarer “Banker”, deshalb bedarf es eines Ankers, der das Treiben der Politclowns sichtbar macht. Das kann in Muscheln, Mühlsteinen oder Goldbarren sichtbar gemacht werden. Nur, die Anzahl der Geldeinheiten müßten durch die Anzahl der definierten Ankereinheiten dividierbar sein. Der Quotient zeigt die reale Leistung der Clowns.
@weissgarnix
Wir finden da nicht zusammen. Ich vertrete die Meinung, daß selbst ein superreicher Erbe, wenn er sich dämlich anstellt, seinen Erben nur Schulden hinterlassen wird. Innerhalb einer Generation ist der bettelarm. Es bedarf keiner Steuer, um den “Erben” im Kapitalismus von seinem Besten, seinem Geld, zu “befreien”. Darum kümmern sich ganze Rudel von Wölfen. Siehe Lottomillionäre. Ob nun der Staat den Erben einseift, oder der “Markt” das tut, ist völlig Wurst. Sollte er sich dämlich anstellen, ist er eher früher als später blank.
Wenn Du Mitleid mit “Armen” haben willst, ich könnte mir als Geschäftsidee vorstellen, vor der Alten Börse in Frankfurt mit Kostüm als Bulle oder (im Augenblick eher Zottelviech) Bär Schuhe zu putzen. Da könntest Du ja den einen oder anderen Krügerrand oder Philharmoniker “spenden”.
Bräuchte ich nicht, aber für den guten Zweck würde ich das tun.
Wie heißt es so schön …
Generation 1 kommt aus der Gosse und erarbeitet sich ein Vermögen …. Generation 2 verwaltet das Vermögen …. Generation 3 studiert Kunstgeschichte und Generation 4 landet wieder in der Gosse ….
Kleine Übertreibung hat aber einen wahren Kern ….
Alleine schon durch das Vererben selbst (mehrere Kinder) teilen sich sämtliche VErmögen im Laufe der Generationen immer mehr auf und verschwinden auch irgendwann wieder (als Kleingeld) in der Masse!
”Generation 4 landet wieder in der Gosse ….’
Ja, und man kann hier auch ansatzweise erahnen, warum das so ist…..
Vielleicht nicht so schlecht, dass man auf so ueberholte Konzepte wie Erbschaftssteuern und Vermoegenssteuern und direkte Steuern ueberhaupt laengst nicht mehr zwingend angewiesen ist. So muss man sich eigentlich nur einmal alle 80 Jahre ein bisschen regenerieren, dann hat man wieder den Idealzustand:
‘Generation 1 kommt aus der Gosse und erarbeitet sich ein Vermögen’
@Franky
Weist du Mulle zb die sind so selbstlos die Paaren sich nicht mal alle und trotzdem kümmern sich alle um die Nachkommen.
Du bist auf dem Holzweg.
Wir könnten als Einzelkämpfer überhaupt nicht überleben besuch mal die San.
“Nomadisierende Kleingruppen von oft 40 bis zu höchstens 200 Menschen setzen sich – neben verwandtschaftlichen Beziehungen – nach persönlichen Vorlieben flexibel zusammen. Über Gruppenbelange (wie Jagd, Ortswechsel usw.) wird gemeinsam entschieden. Einfluss auf Entscheidungen haben hierbei individuelle Erfahrungen, Kenntnisse und Überzeugungskraft.”
So haben wir vor ein paar tausend Jahren gelebt nicht in gegenseitiger Konkurenz unser Wohlstand hat genau das Gegenteil bewirkt er zerstört zusammenhalt.
Aber wenn wir schon bei einer Materialistischen Verhaltensbiologischen deutung sind dann doch bitte richtig.Denn dann kommen die Depressionen und die Agressionen durch die Enge und Begrenztheit der Räumlichkeiten.Auf gut deutsch wir sind zu viele.
@ O Jessen
Hier hat niemand von gleichmäßiger Verteilung geschrieben. Welcher Reflex schlug bei dir an
@ Michael, Neidlos und andere (Anti)sozialbiologen
Sich zu existenzberohenden Ungleichwertigkeiten zu bekennen, hat unleugbar faschistoide Züge und ist komplett nicht mit dem Geist unserer Grundordnung zu vereinbaren. Eigentlich müßte hier die grundordnungsichernde Behörde aktiv werden.
Dank des Darwinjahres, welches gerade im Fersehen (und sicherlich auch anderswo) gegangen wird, kann man fast jeden zweiten Tag irgendwelche Wissenschaftler über Darwin und seine Theorie erfahren. Dabei wird munter und unermüdlich betont, daß keineswegs ‘der Stärkere’ immer der Sieger sei, sondern daß Anpassung der Schlüssel zum Erfolg sei.
Ebenfalls ist aus der Ecke zu erfahren, daß der Mensch als Gemeinwesen seine Erfolgsgeschichte zustande brachte.
Warum nun sollte die Menscheit dazu übergehen, diese wirklich alten Prinzipien über Bord zu werfen? Sich von einer Randgruppe herumschubsen lassen, und sich von einer anderen Randgruppe, die hofft mal zur erstgenannten zu gehören, auch noch vollsülzen lassen? Wem nützt das? Für eine Milliarde Hungernde auf der Welt ist es nachgewiesenermaßen äußerst schädlich.
“Wir sind alle nur Tiere und nur unser Wohlstand bewahrt uns davor wieder in “tierische Verhaltensweisen” zurück zu fallen …”
Wenn du sowenig von dir hältst, dann ist das dein Ding.
Doch müßtest du doch erkennen können, daß dein Wohlstand einen, der komplett vom Wohlstand ausgeschlossen ist, wenig daran hindern wird, dir deinen Wohlstand durch spontane Zwangsteilung zu versauen? Oder sollten die überzähligen Verarmten präventiv in Lagern konzentriert werden?
@Degnaphta
Du verkennst das Problem. Es ist das Problem unseres “Geldes”. Jedem cent Haben stehen (inzwischen) mehrere cent Soll, SCHULDEN, auf die Zinsen gezahlt werden, gegenüber.
Das hat mit Darwin erst mal nichts zu tun.
In den Beiträgen hier überwiegt der Neidkomplex. Erbschaftsteuer ist eine konfiskatorische Steuer. Alles was da verebt wird, wurde schon einmal durch die Einkommensteuer erfaßt. Wenn ich heute mein Vermögen verschenke – das ist das Gleiche wie wenn ich es vererbe – kann ich keinen vernünftigen Grund sehen, warum der Staat durch diesen Rechtsübergang Teile der Substanz konfiziert. Ich habe nichts gegen eine Einkommensteuer einzuwenden, aber rechtlich ist der Vermögenserwerb wegen Schenkung oder von Todes wegen kein Einkommen. Ein großer Lotteriegewinn ist es auch nicht. Die später aus der Substanz resultierenden Erträge unterliegen ja ganz normal den Ertragsteuern. Es ist zudem ein Riesenunterschied ob ich zufällig mit 70 sterbe oder zufällig mit 100. Nur habe ich eben aus einem Zufall heraus mit 100 die Möglichkeit schon in 3 mal 10 Jahren steuerfreie Vermögensteile zu übertragen, was ich nicht kann wenn mir der Zufall eine kürzere Lebenszeit läßt. Man kann mit mir über alle Steuerarten reden, nicht aber über die Ungerechtetste, die Erbschaftsteuer (obwohl ich die ja nicht mehr bezahle, sondern meine Erben). Wenn ich noch jung genug wäre würde ich auswandern. Es gibt immer wieder ein Land, das keine Raubrittermentalität hat, z. B. Andorra. Denn es könnte ja sein, daß man die Schweiz in die Knie zwingt, so wie es die mir verhaßten Amis mit großen Teilen des Goldbesitzes der Schweiz taten (sh. Bankier Lips: Die Goldverschwörung). Aber philosophisch und psychologisch ist es schon interessant warum bei manchen Menschen der Neidkomplex besonders stark ausgeprägt ist und bei anderen gar nicht.
@Degnaphta
Ich bin ja nicht komplett gegen “Umverteilung” – in geringem Maße ist dies für die Menschheit durchaus förderlich ….
Aber sind nicht alle hier im Forum auch der Meinung, dass in DE schon extrem umverteilt wird???
Was glauben denn einige was sich ändern würde wenn die Umverteilung noch stärker vollzogen werden würde?
Ich glaube nicht viel!
Es gibt doch eine uralte Weisheit:
“Wenn jemand Hunger hat, gib ihm keinen Fisch sondern lehre ihn Fischen!” (o.ä)
Und ständige Umverteilung ist nicht “lehre sie Fischen” sondern man wirft den Leuten so viele Fische vor die Füße, dass einige nichtmal mehr wissen wie eine Angel oder ein Netz aussieht!
“Wenn die Eltern ständig für die Kids die Hausaufgaben machen dann wissen die Kinder sehr schnell nicht mehr wie man das selbst macht ….”
Wenn die Umverteilung beim Empfänger an diverse zu erreichende “Ergebnisse” geknüpft wäre, wäre ich damit einverstanden ….
Wenn die Umverteilung nach dem Gießkannenprinzip und völlig ziellos verläuft – reichen Essensmarken und Sammelunterkünfte – mehr nicht (meine Meinung)
@Francisco d’Anconia
Wenn A aus seinem versteuerten Einkommen bei B etwas kauft, hat B ein Einkommen, und dies wird bei B besteuert.
Wenn A sein Geld stattdessen an B verschenkt, hat B ein Einkommen.
Nur wird dies bei B nicht versteuert.
Warum nicht? Weil er dafuer nichts geleistet hat?
Das Einkommen wird nicht zweimal versteuert, sondern es wird bei jedem neuen Erwerber einmalig als Einkommen versteuert.
Dass ueberhaupt Schenkungen ueber dem steuerlichen Grundfreibetrag steuerfrei sind, ist absolut irrsinnig. Das hat in keinster Weise etwas mit Neidkomplex zu tun, sondern in der Gleichstellung arbeitsloser Einkommen mit Einkommen aus Arbeit beim Uebertrag auf B.
@Francisco d’Anconia
>In den Beiträgen hier überwiegt der Neidkomplex.
Woran erkennt man das?
>Erbschaftsteuer ist eine konfiskatorische Steuer.
Soll sie ja auch sein. Dafür gibt es ein Menge rechtsphilosophische Gründe.
>Alles was da verebt wird, wurde schon einmal durch die Einkommensteuer erfaßt.
Kein Argument. Die Besteuerung knüpft hier an “vererbtem Vermögen” an, nicht an “Einkommen”. Steuersystematisch ist das absolut wasserdicht.
>Wenn ich heute mein Vermögen verschenke – das ist das Gleiche wie wenn ich es vererbe – kann ich keinen vernünftigen Grund sehen, warum der Staat durch diesen Rechtsübergang Teile der Substanz konfiziert.
Ich schon. Der Staat ist der “Stifter” des Eigentums, niemand sonst. Er gewährt und schützt das Institut zu Lebzeiten, danach: neues Spiel, neues Glück …
>Wenn ich noch jung genug wäre würde ich auswandern.
Würden sie nicht, weil a) hätten sie kein Vermögen und b) wären sie scharf auf das vergleichsweise günstige und leicht zugängliche deutsche Bildungssystem
>Es gibt immer wieder ein Land, das keine Raubrittermentalität hat, z. B. Andorra.
Eine reine Frage der Zeit, bis sich das ändert. Fragen Sie im Gelben mal dottore, der wird Ihnen diesbezüglich absolut unzweideutige Antworten liefern.
>Denn es könnte ja sein, daß man die Schweiz in die Knie zwingt,
Das erledigen die gerade selbst, so wie ich das sehe …
>so wie es die mir verhaßten Amis mit großen Teilen des Goldbesitzes der Schweiz taten (sh. Bankier Lips: Die Goldverschwörung).
Bitte, wir wollen nicht kindisch werden.
>Aber philosophisch und psychologisch ist es schon interessant warum bei manchen Menschen der Neidkomplex besonders stark ausgeprägt ist und bei anderen gar nicht.
Sie beleidigen das Niveau dieses Blogs mit derlei Platituden.
@ Miesepeter
Die Annahme einer Schenkung gehört nicht zu den Einkunftsarten nach dem Einkommensteuergesetz.
Die Annahme eines Lotteriegewinns gehört auch nicht zu den Einkunftsarten.
@weissgarnix #28
Natürlich erfolgt die Vermögensbesteuerung erst nach Abzug aller Verbindlichkeiten. Aber das zeigt doch auch das dahinter stehende Problem. Wozu führt denn eine Besteuerung von Vermögen? Zu mehr Konsum! Die Menschen werden weniger sparen. Wer sieht schon gerne sein Vermögen schrumpfen? Statt immer brav ein wenig zur Seite zu legen, um anschließend davon ein eigenes Auto, Häuschen, etc. zu kaufen, werden die Leute, wenn sie sich den gleichen (vermeintlichen) Wohlstand leisten wollen, mehr Kredite aufnehmen. Denn dann stehen ja entsprechende Verbindlichkeiten gegen den Wert der Aktiva. Und die Leute können Steuern “sparen”. Der Rest wird konsumiert.
Das ist aber für alle auch nur auf den ersten Blick sexy. Denn eins haben wir hier ja nun gelernt: Der Krug geht nur solange zum Brunnen, bis er bricht, sprich die Banken keine Kredite mehr vergeben. Et voilá, da ist es: Subprime reloaded!
Nicht die Substanz, sondern der Ertrag ist zu besteuern. D.h., wenn ich mein Vermögen nach einer Zeit mit Gewinn wieder verkaufe, versteuere ich den Veräußerungsgewinn. Das ist auch bisher im Grundsatz schon so.
Wohl gemerkt: Auch Erbschaften halte ich durchaus für einen Ertrag des Erben, der zu versteuern ist. Es ist eine politische Frage, wie hoch man die Freigrenzen setzen möchte.
Von den ganzen “Umverteilungen” profitiert in erster Linie der Umverteilungsapparat, der das ganze betreibt und verwaltet. Solange das so ist, dürfte es egal sein, wie hoch irgendwelche Steuern, Freibeträge oder Sätze sind.
Wie gern und freigiebig die Leute Spenden, wenn sie nur glauben, dass es was hilft; und wie verbissen sie gegen die Ämter um jeden Cent kämpfen…
Aus Interesse: Hat jemand eine Grafik, wie sich die Vermögensverteilung über die Jahrzehnte verändert hat und wie das in anderen Ländern aussieht?
@bilbo
Et voilá, ja, egal, entweder durch den “Staat” oder durch den “Markt”, vernascht werden sie alle. Das nimmt sich doch im Endeffekt nix.
@Michael
Es ist das hier im Blog herrschende unterschiedliche Verständnis zu den Begriffen Vermögen und Geld.
Einige hier sehen auch nicht die Hauptursache der jetzigen Situation – die gigantische Kreditpyramide. Auch eine USA die den Großteil der globalen Ersparnisse “absorbieren”, Notenbanker welche zu Popstars emporgehoben werden, Globalisierung usw. und sofort …..!
Es ist ein ganz großes Experiment das da abläuft und den “Forschern” – nach was sie auch immer forschen
– gleitet es gerade aus den Händen!
p.s. Nr 45 an wgnx
“Da könntest Du ja den einen oder anderen Krügerrand oder Philharmoniker “spenden”.
Das war aber schon ein wenig gemein!
@Degnaphta
http://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gen_(Wirtschaft)
http://de.wikipedia.org/wiki/Geld
Trotz aller Steuerreformen:
die Steuereinnahmen sind von Jahr zu Jahr gestiegen, und werden auch in Zukunft weiter steigen, mit Ausnahme einzelner Krisenjahre. Da wird das Finanzministerium schon drauf achten.
Und diese Gelder werden auch im Sinne der Umverteilung verwendet. Unsere Sozialsysteme werden damit aufgepumpt. Hosianna !
Aber muß Ziel staatlichen Handelns sein, die Umwälzpumpe maximal laufen zu lassen ? Oder soll Politik nicht besser die Rahmenbedingungen schaffen, daß Sozialsysteme weniger wichtig werden, weil das Individuum in der Lage ist, für sich selber zu sorgen ?
Mit dem Mindestlohn-Beschluß heute ist der richtige Weg eingeschlagen worden. Die Abgeltungssteuer ist ebenfalls ein Baustein, um gleichmäßigere und vollständigere Besteuerung zu erreichen: mit niedrigerem Steuersatz. Mit der neuen Erbschaftssteuer wird zukünftig auch mit einem hohen Freibetrag Geld für die Umverteilung aufgesammelt: 4 Mrd. EUR sollen es werden.
Und in einigen Jahren wird die europäische Einigung weiterentwickelt sein: mit einer einheitlichen europäischen Einkommensteuer mit europaweiter Steuerbehörde, mit einheitlichen Umsatzsteuersätzen, und mit einigen traditionellen, lokalen Steuern. Dann wird Schluss sein mit Monaco, Kanalinseln oder Lichtenstein. Und Doppelbesteuerungsabkommen nur dort, wo beide Seiten Geld verdienen.
Und damit das ganze funktioniert, bauen wir um Europa eine Mauer herum. Auswanderung mit Vermögenstransfer ? Antrag, Stempel, Strafgebühr…
Wie kommt es denn das 30% der Amerikaner funktionale Analphabeten sind?
Ohne starken Sozialstaat kein starkes Bildungssystem.
@Francisco d’Anconia { 22.01.09 at 21:46 }
/Die Annahme einer Schenkung gehört nicht zu den Einkunftsarten nach dem Einkommensteuergesetz.
Die Annahme eines Lotteriegewinns gehört auch nicht zu den Einkunftsarten./
Deshalb plaediere ich ja fuer eine Gleichstellung derartiger arbeitsloser Einkommen mit Einkommen aus Arbeit. Ich kann kein Argument dafuer finden, warum Erwerbseinkommen steuerlich schlechter gestellt sein sollten als Schenkungen und Lotteriegewinne.
Und noch ein Punkt:
WARUM VERMÖGEN BILDEN ?
Die oben gezeigte Vermögensverteilung ist doch für viele Beteilgte eine win-win-Situation. Das wird durch die Studie des DIW Berlin bestätigt.
Warum besitzen denn Ostdeutsche deutlich seltener Immobilien als Westdeutsche, und haben kein Immo-Vermögen ? Weil in ostdeutschen Städten häufig über die Hälfte der Wohnungen dem Staat gehören. Die städtischen Verwaltungen gewinnen, weil sie mehr Macht haben und mehr Posten an Parteisoldaten vergeben können, und die Mieter gewinnen, weil sie ihr Einkommen komplett konsumieren können. Und weil die Mieter die demokratische Mehrheit haben, wissen sie, daß sie auch in der Krise keine Angst vor dem Vermieter haben müssen.
Lokalpolitik in Ostdeutschland wird stark bestimmt durch Verteilungsdiskussionen zwischen Mietern und Hausbesitzern. Durch Wasser-/Abwasserbeiträge, Strassenausbausatzungen oder Grundsteuer-Festlegungen werden gerne Mieter günstiger gestellt als Hausbesitzer. Eine Facette mehr in der Frage der Umverteilung.
@Gesunder Menschenverstand
Analphabeten in USA: ca 14 %.
http://derstandard.at/?url=/?id=1231151472421%26sap=2%26_pid=11692002
Im übrigen müsste es heissen:
Wie kommt es denn, dass …
@staph.aureus
/Und damit das ganze funktioniert, bauen wir um Europa eine Mauer herum. Auswanderung mit Vermögenstransfer ? Antrag, Stempel, Strafgebühr…/
Schon mal nachgeschaut, wo die Grenzen Europas heute so verlaufen, und was dort fuer Braeuche herrschen?
@Unwissender
Ein wenig “gemein” ist es, aber auch eine Idee. Nun mache einer was draus, oder auch nicht. “Arme” oder “Reiche” das ist relativ. Wer heute “reich” ist, kann morgen “arm” sein und umgekehrt. Ja, fände sich denn außer mir als zur Zeit Zottelviech (zu einem guten Zweck) einer, der bereit wäre, die Schuhe “armer” Börsianer(innen) zu putzen ? Nein, denen geht es nicht dreckig genug, um es ehrlich, aber herzlos zu formulieren.
@Miesepeter
Steuern auf Lottogewinne sind aber schon lustig. Zunächst kassiert der Staat die Lottoeinnahmen und behält dann die Steuern auf den daraus gezahlten Gewinn ein? Das ist ja eine doppelte Einnahmequelle. Stattdessen könnte man natürlich auch einfach einen geringeren Gewinn ausschütten. Aber vielleicht hilft die Gleichstellung von Lottogewinnen mit Einkommen am Ende ja auch Staat und Zockern. In dem Fall müsste der Lottospieler ja seine Einsätze auch als Werbungskosten abziehen können. Wer weiß, vielleicht spielen dann ja noch viel mehr und der Staat wird richtig reich?
@ Michael #45
vergiss bitte nicht einer der wichtigsten Leistungen des Staates, die Garantie und den Schutz von Eigentum.
Mit Deinem KFZ-Steuerbeispiel deutest Du das Prinzip an, dass die Steuer proportional zum Nutzen des staatlichen Angebots bezahlt werden soll. Bei der Spritsteuer zahlt automatisch mehr, wer mehr fährt und mehr verbraucht. Das muss dann auch für eine Vermögenssteuer gelten. Wer mehr Eigentum hat, das der Staat schützt, muss mehr Steuer dafür bezahlen. Da wird dann schnell deutlich, dass die Vermögenssteuer keine Freibeträge haben dürfte und exponentiell ansteigen müsste.
Gruß Alex
@bilbo
/In dem Fall müsste der Lottospieler ja seine Einsätze auch als Werbungskosten abziehen können./
Ohne Zweifel, gegen Einkommenssteuern auf Einnahmen aus Lotterien.
Neid und Gier sind wie Stein und Papier
Ja, die liebe Verteilungsgerechtigkeit!
Wie wäre es denn, wenn man sich erstmal Gedanken über den Einsatz der Steuergelder machen würde, bevor man für seine bevorzugte “Hass-Gruppe” Abgabenerhöhungen fordert?
Na klar, Abgeltungssteuer und Erschaftssteuer sind super, wenn man nicht betroffen ist!
Bevor über so ein hirnlosen Schwachsinn nachgedacht wird, sollte man sich lieber Gedanken machen, wie möglichst schnell die Steuergesetzgebung zu 1/4 des derzeitigen Umfangs abgespeckt und vereinfacht wird. Dieses 1/4 allerdings auch eine gleiche Verbindlichkeit für alle “Körperschaften” unserer Gesellschaft haben.
Für Schenkungen gelten übrigens 30% (oder so) Schenkungssteuer, außer es wurde in den letzten zehn Jahren abgeschafft, was mich jedoch wundern würde.
Außerhalb der Familie weniger als innerhald direkter Verwandschaft. Da sind es 1.500 Oi, soweit mir bekannt ist.
Schon mal einer was von so coolen Geschichten über Unkäufliches gehört? In keinem Laden und bei keinem Versand zu bekommen: nichtmonetäre Werte?
unsere Grundregeln fühlen sich aber genau solchen verpflichtet. Sollen die Grundregeln weg? Würde das der allgemeinen Lebensqualität auf die Beine helfen?
Es gibt nunmal Menschen mit den unterschiedlichsten Qualitäten und Schwächen. Sollen jetzt all Jene, deren Mischung zur Geldbesorgung minder geeignet sind, als automatische Verlierer im ewigen darwinschen Überlebenskampf richtig vor die Hunde gehen?
Die Dummen, Langsamen, Schwachen und Kranken wären die Todgeweihten in eurem gnadenlosen System, ihr eifrigen Markradikalen. Wirklich schön und überzeugend finden das nur eine bizarre Randgruppe.
Konzepte wie Würde und Ehre basieren auf dem Geben. Sowas muß erwiesen werden. Da kann man nicht irgendwo nehmen. So funktioniert das einfach nicht. Deswegen enthalten die Grundregeln auch eine Festschreibung auf die Würde. Damit ersteinmal sichergestellt, daß ohne Nachdenken Jedermann Würde zuteil wird. Das wurde, als man es einrichtete als echter Vorwärtsschritt der menschheit angesehen.
Nun läßt sich nicht leugnen, daß in keiner Kalkulationskette die Würde einen posten zugewiesen werden kann. Mit Ehre und Tugenden wie Treue, Redlichkeit und Freundschaft ist es ebenso. Es läßt sich kein monetärer Gegenwert ermitteln.
Für geldfixierte Menschen, die sich gleichzeitig ausschließlich über das Nehmen identifizieren, sind das sicherlich schwer nachvollziehbare Anmerkungen.
Aber ist der Gesellschaft, dem Binnenmarkt oder dem GG tatsächlich geholfen, wenn man per Regelwerk und Propaganda einen üblen Abgrund zwischen den Menschen implementiert? Dieses hier ist ganz klar der Einstieg in Apartheid.
Für ‘normale Menschen gilt die Unschuldsvermutung. Für Angehörige der hartz4-Kaste hingegen die Betrugsunterstellung. Geschätzte 15Mio (könnten auch ein paar mehr sein) Leute im Land legen regelmäßig ihre Kontoauszüge bei der Kontrollbehörde vor, damit sie hier kopiert und durchgesehen werden. (Was kostet diese Maßnahme wohl?)
Für ‘normale’ Menschen gilt eine grundgesetzlich garantierte Freizügigkeit. Für die hartz4-Kaste gibt es einen Bedingungskatalog, der erfüllt werden muß.
‘Normalen’ Menschen muß das Gericht beweisen, was Sache ist. Die hartz4-Kaste hingegen muß ihre Unschuld selber beweisen.
Für den ‘normalen’ Menschen wird eine Staatsquote von um die 50% wirksam. Erstaunlicherweise sinkt die Staatsquote mit steigendem Einkommen. Das hartz4-Kind, welches einen Nebenjob macht, hat hier gleich 80% an den Hacken.
Wenn diese gesetzlich verankerten und äußerst Lebensqualität beeinflussenden Unterschiede zwischen Menschgruppen, die die Gesamtheit der Bevölkerung des Landes aus machen- die Bürger eben – keine Apartheid light darstellen, dann weiß ich nicht, was mit dem Begriff freiheitlicher Rechtsstaat gemeint sein sollte.
Meine uralten Tanten verteidigten dieses Ausgrenzungsystem noch vor ein paar Jahren, weil FAZ-verblendet glaubten, daß es das Land retten würde. “So sei das nun mal…und wenn es uns denn aus dem Tief herausbrächte, müßte man das halt auf sich nehmen” Jetzt mit der Finanzkrise, die Gierstory glauben sie denn doch nicht, fühlen sie sich beschämt und sind entsetzt, daß die Staatsführung so krass versagt.
Ob das marktradikale Getrommel der Geldsackmedien noch lange mit ihren Geschichten durchkommen, erscheint mir eher fraglich.
Lieber Wgn,
ganz herzlichen Dank für den Artikel und Deine Kommentare.
Ich stimme Dir vollkommen zu, wir müssen die Verteilungsgerechtigkeit in unsere Gesellschaft diskutieren und die Spielregeln ändern. Ich glaube allerdings, dass eine schlichte Umverteilung der falsche Weg darstellt. Die Reformen müssen umfassender sein.
Würden wir die angesprochene Tabelle nehmen und ein wenig ummodelieren und auf die ganze Welt projezieren, so wären die unteren 10% immer noch unter der reicheren Bevölkerung auf dieser Welt.
Dieses Problem müssen wir bei einer Umgestalltung ebenfalls berücksichtigen. Der klassiche Markt begeht den Fehler zu viele Faktoren nicht oder falsch zu bewerten. Marktmacht ist höher einzuschätzen als Innovationskraft – nur in neuen Nischen oder neuen Branchen können sich innovative, kleine Unternehmen durchsetzen.
Was wir brauchen ist eine radikale Veränderung unseres politischen Systems – die Politik muss unabhängiger werden von Lobbyismus und ihre Philospophie, die ihren Entscheidungen zugrundeliegt, erweitern. Dafür ist eine Grassroot-Bewegung notwendig, die bei uns selbst ansetzt.
Momentan sehe ich durchaus eine Art der Neiddebatte – es darf nicht das Ziel einer wirklichen Reform sein – dass nun jeder lebt wie Graf Koks. Im Gegenteil – es muss jedem das Recht auf eine selbstbestimmte Lebensweise eingeräumt werden die nachhaltig ist.
Hier setzt meine Kritik der aktuellen Situation an. Die Lebensweise der Superreichen ist nicht nachhaltig und zwingt die unteren Schichten in eine nicht nachhaltige Lebenssituation. Würden die Reichen ihre Handlungsmacht zur Verbesserung der Gesellschaft einsetzen, hätte die Machtverteilung ja vielleicht noch Sinn – das Gegenteil ist der Fall, wenn man die “Penisverlängerungen” auf dt. Straßen anschaut.
Doch nicht nur die Stagnation in der Gesellschaft wird durch Vermögenskonzentrationen begünstigt – auch die Machtfrage spielt eine Rolle. Der reiche Erbe kann sich vieles erlauben, was für die meisten Menschen undenkbar wäre. Die Bedienung beleidigen und dann feuern lassen? Kein Problem.
Unternehmen kaufen und ruinieren – Kein Problem.
Sehen Sie die Dynamik in Süddeutschland, in denen die Vermögensstrukturen noch sehr Bürgerlich sind im Vergleich zu anderen Gebieten.
Das gleiche Problem der Machtverteilung haben Sie auch bei z.B. vermieteten Wohneigentum – hier wird die gesellschaftliche Stellung weitervererbt, denn Wohnraum in der Stadt ist in einer wachsenden/konstanten Bevölkerung immer knapp.
Diese MAchtposition drückt sich unter anderem in der Frage aus, wer darf bei mir einziehen – das gleicht mitlerweile einem Seelenstriptease. Außerdem sind Mieten immer relativ und richten sich eher % an dem Einkommen der Mieter, als am tatsächlciehn Wert.Bzw. da Wohneigentum knapp ist, partizipieren die Besitzer an der allgemeinen Wohlstandssteigerung.
Ein riesen Problem bei dieser Betrachtung ist auch die “Vererbung” der Einkommenspoistion durch Kontakte und vor allem Neuerdings, besseren Möglichkeiten durch Bezahlstudienfächer, Auslandsreisen und gekürztem Bafög.
Ich plädiere daher für eine vollkommen andere Herangehensweise. Wir brauchen einen Konsens, welchen Lebensstandart wir jedem Bundesbürger und Menschen auf dieser Welt aufgrund ökologischer Möglichkeiten zubilligen möchten. Dies ist eine vorwiegend technisch philosophische Frage.
Die “Sahne” , wie eine schöne selbstbewohnte Villa, ein nettes Gemälde usw. kann durchaus vererbt werden – ohne Steuer – solange dadurch keine Machtpositionen in unserer Gesellschaft einhergehen.
Weiterhin empfehle ich alle menschlichen Systeme, wie Rente, Medizin, Apotheken einer wirklich umfassenden Untersuchung zu unterziehen. Auch hier bereitet die Machtposition einzelner Individuen große Probleme – ich plädiere für eine philosophische Grassrootbewegung, die diese Themen einmal Objektiv diskutiert und verbessert und nicht nur eine Meinung durch die Möglichkeit der Einkommensgenerierung vertritt.
Davon profitieren wir unterm Schnitt alle, denn wenn wir uns alle gegenseitig Bescheißen, gibt es am Ende einen kleineren Kuchen den wir verteilen können.
Neidlos: “Ist in meiner Weltanschauung absolut einkalkuliert. Natürlich kann es nicht allen gut gehen, aber solange alle die Chance haben zu den Siegern zu gehören ist für mich alles in Ordnung.”
Menschen sind nicht gleich an Eigenschaften und Fähigkeiten – darum führt eine formale Chancengleichheit (und nicht einmal ist erreicht!) unweigerlich zu ungerechter Verteilung und zu einem Land in dem 60% der Bevölkerung zu den Verliern gehört.
Eine kleine Niveaubeleidigung dieses Blogs mit ein paar uralten Platituden:
“Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, indem ihr die Starken schwächt.
Ihr werdet denen, die ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, nicht helfen, indem ihr die ruiniert, die sie bezahlen.
Ihr werdet keine Brüderlichkeit schaffen, indem ihr Klassenhass schürt.
Ihr werdet den Armen nicht helfen, indem ihr die Reichen ausmerzt.
Ihr werdet mit Sicherheit in Schwierigkeiten kommen, wenn ihr mehr ausgebt als ihr verdient.
Ihr werdet kein Interesse an den öffentlichen Angelegenheiten und keinen Enthusiasmus wecken, wenn ihr dem Einzelnen seine Initiative und seine Freiheit nehmt.
Ihr könnt den Menschen nie auf Dauer helfen, wenn ihr für sie tut, was sie selber für sich tun sollten und könnten.”
(Abraham Lincoln, US-amerik. Politiker und 16. Präsident der USA, 1809-1865)
I am not, nor ever have been in favor of bringing about in any way the social and political equality of the white and black races. I am not nor ever have been in favor of making voters or jurors of negroes, nor qualifying them to hold office, nor to intermarry with white people; and I will say in addition to this that there is a physical difference between the white and black races which I believe will ever forbid the two races living together on terms of social and political equality. … And inasmuch as they cannot so live, while they do remain together there must be the position of superior and inferior, and I as much as any other man am in favor of having the superior position assigned to the white race.
Abraham Lincoln
Quelle: Wikiquote
http://en.wikiquote.org/wiki/Abraham_Lincoln
# 73
Es wird schwer, das in die Köpfe zu bekommen.
Noch wichtiger – es ghört in den Bauch.
Neid : Der andere hat etwas, das hätte ich auch gern.
1) Ich streng mich an, um es auch zu schaffen.
2) Ich nehm es dem anderen weg bzw. sorge dafür, daß es ihm weggenommen wird.
3) Der andere soll keinesfalls mehr haben als ich selbst
Mißgunst: Der andere hat etwas – und das paßt mir nicht !
@#33
Kurzer Einwand, dieses Recht-des-Stärkeren-in-der-Natur-Prinzip gibt es gar nixht. Das ist so eine Art wissenschaftliche Urban Legend. Heut zutage ist man ein gutes Stück weiter als Darwin vor hundert Jahren. Und selbs Darwin ging es nicht um die Stärkeren sondern um die besser angepassten, das könne auch sehr Schwache sein.
Man entschuldige mir den kleinen OT-Ausflug. Ich kanns nur net sehn wenn irgendwo was falsches steht…
@Oblomow
Neid ist ein prima Argument um Besitzstände zu wahren und Klassentrennung fortzuschreiben.
Wenn wir es wenigstens hinbekämen Chancengleichheit in Bezug auf Bildung für unsere Kinder zu gewährleisten wären wir schon ein Stück weiter. Ich fordere daher wenigstens milieuunabhängige Bildungschancen beginnend mit Massnahmen wie kostenfreie Kindergartenpflicht und freie Schulbildung inkl. nichtrückzahlbarem Bafög für Schüler aus ärmeren Familien.
Ja das fordere ich und ja das Geld dafür ist da.
cheers
jörg
@ neidlos
Du gehst naiverweise davon aus, daß wir in einer Gesellschaft leben, in der Leistung mit Reichtum belohnt wird.
Honoriert werden aber vor allem Anpassungsleistungen und Beziehungen.
@Marco
Keineswegs OT, und sehr berechtigt. Danke für den Hinweis
@Oblomoow
>Neid : Der andere hat etwas, das hätte ich auch gern.
Gibt’s zweifellos auch, ist aber hier nicht unser Thema. Würde es mit Sicherheit auch dann geben, wenn alle annähernd das gleiche verdienen, und insbesondere dann.
Was die Relevanz für unser Thema betrifft: Polanyi lesen!
@Oblomow
>Eine kleine Niveaubeleidigung dieses Blogs mit ein paar uralten Platituden:
In der Tat.
Diejenigen, die hier “Neid” unterstellen, wenn für konsequnete Steuergleichheit argumentiert wird, stecken in einer ausweglosen logischen Sackgasse. Denn sie berufen sich dabei auf das Wettbewerbsprinzip.
wgn,
Du fragst, woran man die Bedienung des Neidkomplexes erkennt. Die Antwort liegt in der Überschrift. Die Statistiken sagen viel über die vermutete Verteilung, aber nichts über Gerechtigkeit aus.
Nebenbei staune ich immer wieder über solche Statistiken und die Gier, mit denen sich der Neider oder Gerechtigkeitsfanatiker darauf stürzt.
Meine erste Frage ist, wie kommt eine solche Statistik zustande, wo der Einzelne in diesem Land keine Vermögensauufstellung machen muss, in einem Land, wo es seit Ewigkeiten keine ‘Volkszählung’ mehr gegeben hat?
Ich weiß von einem in Deutschland insolveten Handwerker, der sein Häuschen schwarz in Italien gebaut und inzwischen für eine halbe Mio verkauft hat. Der taucht nicht in einer Vermögensstatistik auf.
Ich habe mein Haus in Deutschland aus ehrlich verdientem Geld gebaut, vermietet, versteuert. Das Haus wird mir als Vermögen zugerechnet, verkaufen kann ich es aber nur mit Abschlägen, die Nutzung bringt keine 2% Rendite pro Jahr (alles Dank Mietgesetzgebung). So: Und nun die Frage der Gerechtigkeit. Die Schlauen leben von den Dummen, die Dummen leben von der Arbeit.
Michael hat völlig recht: Schulden müssen in einer Vermögensbilanz hinzugerechnet werden, woher sollte der DIW diese Zahlen kennen. Dazu käme eine Risikobewertung: Viele Vermögen sind volatil. Dann heisst es noch lange nicht, dass Vermögen haben auch über Vermögen frei verfügen bedeutet: Rechtliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Vermögen müssen bei einer Gerechtigkeitsdiskussion berücksichtigt werden.
Stellt man dazu die Hypothese in den Raum, dass der Lebensstandard der Nicht-Vermögenden in einer bestimmten gesellschaftlichen Konstellation (Demokratie, u.a.) in einem festen Verhältnis zum Lebensstandard der Vermögenden steht (dafür gibt es einige plausible Argumente), dann würde eine Umverteilung höchstens kurzfristig eine Verbesserung bringen, der Lebensstandard allgemein aber sinken. Über kurz oder lang gäbe es bei Umverteilung eh keine Erbschaftssteuer mehr. Der Neid wäre dann weg, der Lebensstandard auch.
Stellt man eine zweite Hypothese in den Raum, dass die Vermögensunterschiede der Motor der Wirtschaft sind (wo es keine Aufstiegsmöglichkeit gibt, da will auch keiner aufsteigen, wo keine Vermögenskonzentrationen sind, da fehlt die kritische Masse für so manches Vorhaben), dann sieht man Vermögensverteilung durchaus positiv.
Bliebe eine Einschränkung: Wenn möglich sollte sich das Vermögen dort konzentrieren, wo die fähigsten Leute sind. Und da sehe ich in einer sozialen Marktwirtschaft immer noch die beste Voraussetzung.
Die Diskussion über die Erbschaftssteuer ist eine Blendgranate: Unfähige Erben eines größeren Vermögens verteilen automatisch um, fähige Erben sind ein Gewinn und tragen über ihre Leistung etwas bei. Wenn da der Neid über den temporären Zustand (wenn der Unfähige in aller Öffentlichkeit verprasst) nicht wäre, gäbe es wohl keine Diskussion. Gelassenheit wäre hier angebracht.
Die Absahner der Finanzblase stehen für mich außerhalb dieser Diskussion. Da hat der Staat versagt, und die Lösung hat mit Erschaftssteuer nichts zu tun, oder höchstens damit, dass die (schlauen) Finanzleute hoffen, dass ihre Sünden mit dem Zugriff auf die Vermögen der (dummen) Bürger mittelfristig getilgt werden könnten., und sie selbst ungeschoren bleiben. Gegenvorschlag: Enteignung aller irgendwie an diesem Ponzi-Schema Beteiligten.
@Martin
>Du fragst, woran man die Bedienung des Neidkomplexes erkennt. Die Antwort liegt in der Überschrift.
Dann müßte aber derjenige, der sie formuliert hat, hinsichtlich der in der Grafik gezeigten Zahlen und Verteilungen ebenfalls einem “Neidkomplex” unterliegen, oder? Aber ich kann dir guten Gewissens, und ohne, dass ich mit dem Finanzamt deshalb Ärger kriegen würde, versichern, dass ich mich im Kontext der obigen Grafik ausnahmsweise mal “am rechten Rand” positionieren darf, und derlei Beiträge daher nicht pro domo verfasse. Eher im Gegenteil.
Für mich hat die Frage im übrigen, auch losgelöst von meiner persönlichen Situation, nicht das geringste mit “Neid” zu tun, und du darfst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ich mir der diversen soziologischen, ökonomischen, philosophischen wie auch anthropologischen Aspekte des Sachverhalts durchaus bewusst bin.
>Die Statistiken sagen viel über die vermutete Verteilung, aber nichts über Gerechtigkeit aus.
Doch, tun sie. Aber natürlich nicht bei endogener Betrachtung, sprich bei Bewertung des Begriffs “Gerechtigkeit” nach den Kriterien der Marktwirtschaft. Danach liegt auch bei einer asymmetrischen Verteilung wie oben u.U. durchaus “Gerechtigkeit” vor, weil der, der sich mehr anstrengt auch mehr verdient … usw.
Wenn ich aber eine externe Betrachtung anstelle und frage, wie gerecht ist das System als solches, hinsichtlich der Allokation von gesellschaftlichen Ressourcen auf einzelne Individuen und Gruppen, dann kann ich nur sagen: Marktwirtschaft, sorry, aber nur “deux points” von der schwedischen Jury im diesjährigen Eurovisions-Song Contest.
>Meine erste Frage ist, wie kommt eine solche Statistik zustande, wo der Einzelne in diesem Land keine Vermögensauufstellung machen muss, in einem Land, wo es seit Ewigkeiten keine ‘Volkszählung’ mehr gegeben hat?
Guter Punkt. Womöglich ist die ganze Situation ja in Wahrheit noch schlimmer!
>Michael hat völlig recht: Schulden müssen in einer Vermögensbilanz hinzugerechnet werden, woher sollte der DIW diese Zahlen kennen.
Weiss ich nicht, frag sie halt. Aber kleiner Tipp: das SOES-Panel ist vermutlich eine der wenigen statistischen Erhebungen im Land, der man überhaupt noch irgendwie trauen kann
>Rechtliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Vermögen müssen bei einer Gerechtigkeitsdiskussion berücksichtigt werden.
Was das Wort “netto” bedeutet, muß ich hoffentlich nicht extra erklären.
>dass der Lebensstandard der Nicht-Vermögenden in einer bestimmten gesellschaftlichen Konstellation (Demokratie, u.a.) in einem festen Verhältnis zum Lebensstandard der Vermögenden steht (dafür gibt es einige plausible Argumente)
Gibt’s die? Lass mal hören!
>dann würde eine Umverteilung höchstens kurzfristig eine Verbesserung bringen, der Lebensstandard allgemein aber sinken.
Steile These. Entspricht übrigens nicht meiner persönlichen Erfahrung, ich habe für die ersten 100 Tsd deutlich mehr gerackert, als für alle weiteren. Das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens gilt auch für die “Reichen”, neuerdings sogar für russische Oligarchen, habe ich mir sagen lassen. Ob also die Nivellierung der Vermögensverteilung auch nur irgendwas an der Motivation, der Produktivität oder der Innovationskraft ändern würde, halte ich für sehr fraglich. Oder, wie es Oscar Wilde wohl formuliert hätte: “es gibt nichts, was du mit 5 Milliarden tun könntest, dass du nicht auch mit 1 Milliarde tun kannst.”
>”Der Neid wäre dann weg, der Lebensstandard auch.”
Auch an dich, mein Lieber: der “Neid” ist vorwiegend KEIN Phänomen zwischen den Schichten, sondern INNERHALB der Schichten. Das ist altbekannt und wohl dokumentiert, empirisch und theoretisch ausgeleuchtet bis in den letzten Winkel. Herr Wutzge neidet seinem Nachbarn, dem Herrn Schnifke, sein neues Mittelklasse-Auto, weil da nämlich plötzlich ein Stern vorn auf der Haube ist. Aber er neidet dem Herrn Wiedeking seine Sportwagensammlung nicht im geringsten! Die Werbung baut auf nichts anderem auf, als derlei Erkenntnissen, google einfach mal nach “Referenzgruppen-Modellen” und überzeuge dich selbst.
>Stellt man eine zweite Hypothese in den Raum, dass die Vermögensunterschiede der Motor der Wirtschaft sind
Gratulation, damit befindest du dich auf dem wirtschaftswissenschaftlichen Niveau anno 1920, geprägt durch einen sehr bekannten Herrn namens Alfred Marshall.
Seither gab es auch in der Ökonomie einen Erkenntnisfortschritt, man mag es zwar nicht glauben, ist aber tatsächlich so.
>Bliebe eine Einschränkung: Wenn möglich sollte sich das Vermögen dort konzentrieren, wo die fähigsten Leute sind. Und da sehe ich in einer sozialen Marktwirtschaft immer noch die beste Voraussetzung.
Seltsam. A priori hätte ich gesagt: das Vermögen einer Gesellschaft soll möglichst gleich verteilt werden. Wobei es immer Unterschiede geben wird und auch geben soll, die sich aus Leistungs- und Qualifikationsniveaus ergeben, keine Frage, aber nicht so krasse Asymmetrien wie in obigem Chart dargestellt.
@ Neid
Ach ja, das Totschlagargument des Neides. Auf nichts ist mehr Verlass heutzutage – nur dieses Argument, das kommt mit Sicherheit. Immer gepaart mit ein bißchen platten Sozialdarwinismus.
Leider übersieht man dabei ja gerne, das es darum nicht geht. Es geht nicht darum, das irgendjemand neidisch ist auf Joe Ackermann und seine Millionen und es geht nicht darum, das jemand neidisch ist auf Merckles Milliarden. Können sie alles haben, bis zum Sankt Nimmerleinstag drauf sitzen oder sich deswegen vor ein Zug schmeißen. Das ist einerlei.
Was aber immer wieder übersehen wird, ist das wir nicht in einer Einzelkämpfer Gesellschaft leben. Das basiert auf der schlichten Idee, das der Einzelne eben nicht alleine überlebt. Sondern das Menschen nur in Gruppen überleben können.
In den Gruppen gibt es allerdings Wettbewerb. Das führt dazu, das es Gewinner und Verlierer gibt. Und zwar imme rmehr Verlierer als Gewinner. Und was macht man jetzt mit den Verlierern? Sie als lebensunwürdig deklarieren und verhungern lassen oder meinetwegen vergasen (um es etwas drastischer zu formulieren)? Schwierig, irgendwie. Unsere Gesellschaft basiert da auf dem Gedanken – irgendwie scheint das auch unter dem Eindruck des Vergasens und Verhungerns entstanden zu sein – Anteil haben zu lassen an dem eigenen Erfolg. Deswegen steht da was von sozial in der Verfassung. Deswegen steht da auch was von Würde des Menschen. Das hat aber nichts mit Neid zu tun, sondern mit dem Bewusstsein, das ohne den Verlust des Einen der Andere nicht hätte gewinnen können und einem daraus resultierenden Anspruch in Maßen an dem Gewinn zu partizipieren.
Klingt für mich nach einem guten Modell. Für diejenigen, die jetzt schreien mögen, empfehle ich das Auswandern in ein Land, das tatsächlich auf dem “sei ein Gewinner oder verhungere”-Prinzip basiert. Afrika bietet hier eine reiche Auswahl…
@ Nanuk #48
siehe http://www.weissgarnix.de/?p=809#comment-17053
Wenn wir alleine leben, werden wir entweder verrückt (erleuchtet) und unser Inneres wird unser Universum, oder wir bestätigen uns durch Bloggen die eigene Existenz.
Wenn wir in einer riesigen anonymen Masse leben, verlieren wir das Gefühl der Verantwortung und glauben, dass wir nur durch monetäre Anreize etwas leisten.
Der Bäcker bei den San bäckt seine Brötchen doch nicht aus reinem Eigennutz (um maximal viele grüne Papierschnitzel zu sammeln), oder?
#87 und alle anderen, die über den Sinn von
Erbschafts- und Reichensteuern streiten:
Für eine bessere Art als Vermögens-, Erbschafts- und andere
Reichensteuern Vermögende zum Steueraufkommen
heranzuziehen, halte ich eine:
die Kontosteuer.
Die müßte aber so abgewandelt werden, daß nicht
Kontenbewegung sondern Kontostände besteuert werden.
Was denkt ihr darüber?
* Es trifft nicht diejenigen, die das Geld angelegt haben, oder es wirklich brauchen, d.h. ausgeben.
* Durch die Besteuerung zwingt man die Leute, ihr Geld
entweder zu investieren oder zu konsumieren. Beides
fördert i.a. die Wirtschaft. In der Investitionsfalle (oder
Liquiditätsfalle?) stillgelegtes Geld kommt wieder in
den Umlauf. Das ist durchaus auch im Sinne aller Gsell-,
Senf- und Creutz-Anhänger.
@ weissgarnix
In deinem Radiobeitrag hast du doch selbst gesagt, dass die Menschen die Bedeutung von Vermögen überschätzen und die von Einkommen unterschätzen.
Warum dieser aufgeregte Artikel, der aber eine sehr interessante Diskussion hervorgebracht hat?
@ 18
Schön.
Du kennst ja meine These:
Wenn niemand mehr in einem unglaublichen Ausmass von einer Erfindung/Entwicklung profitieren kann (In Form von Macht und Geld), dann gibts wieder mehr Innovation und Fortschritt.
@ weissgarnix
“Und halt ein wenig doof, wenn man zu den “unteren” 50% gehört, die lediglich 1 läppisches Prozent des gesamten Privatvermögens auf sich vereinigen.”
Wenn die ersten 10% minus 1,6, die beiden folgenden 0%, die vierten 10% 0,4 und die fünften 10% 1,2% haben, haben die ersten 50% nicht 1 läppisches Prozent, sondern kein läppisches Prozent.
BTW noch eine Frage: Ist es nicht möglich eine Kategorie einzurichten, in der man per Kommentar Fragen stellen kann, welche vom hochverehrten Publikum im besten Falle beantwortet werden? Ich würde mich sehr darüber freuen und hätte da auch einige.
Eine Anmerkung zum Schluss: Ich bekomme fast immer, wenn ich Kommentare schreiben möchte (egal mit welchen Browser) folgende Meldung ohne dass der Kommentar veröffentlicht wird:
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#94:
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wieder zu den Kommentaren. Dann RELOAD-Taste
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Manchmal mußt Du auch zweimal RELOAD anklicken.
wgn
>”Für mich hat die Frage im übrigen, auch losgelöst von meiner persönlichen Situation, nicht das geringste mit “Neid” zu tun, ”
Ich wollte Dir das auch nicht unterstellen, sondern wollte nur den Bogen zu einigen Beiträegen spannen. Für Dich hätte eher der ‘Gerechtigkeitsfanatiker’ passen sollen
>”Steile These. Entspricht übrigens nicht meiner persönlichen Erfahrung, ich habe für die ersten 100 Tsd deutlich mehr gerackert, als für alle weiteren. Das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens gilt auch für die “Reichen”, neuerdings sogar für russische Oligarchen, habe ich mir sagen lassen.”
Das hat mit den Folgen einer Umverteilung nichts zu tun. Mir ging es darum, dass bei Umverteilung der Lebensstandard für alle sinkt. Das liegt zum Teil daran, dass die Reichen die Standards setzen, die im Laufe der Zeit zum Allgemeingut werden. Als ich jung war, waren Fernreisen für den Durschnittsbürger kaum vorstellbar, heute sind sie ‘Lebensstandard’. Aber auch unsere Durchschnittsbürger können sich das nur leisten, weil sie ihr verfügbares Einkommen noch nicht an die Afrikaner verteilt haben, was ja eine logische Weiterführung der von Dir angestellten Überlegung wäre.
>”Auch an dich, mein Lieber: der “Neid” ist vorwiegend KEIN Phänomen zwischen den Schichten, sondern INNERHALB der Schichten. Das ist altbekannt und wohl dokumentiert, empirisch und theoretisch ausgeleuchtet bis in den letzten Winkel. ”
Da will ich Dir nicht widersprechen. In der politischen Diskussion wird aber nicht dieser natürliche Neid aktiviert, sonst gäbe es nicht den in der öffentlichen Rede so vielzitierten ‘Besserverdiener’ oder Ackermann, .. Die hier aktivierte Neiddebatte zielt auf Stimmen, politischen Druck, baut also dem demokratisch wirksamen Neid auf, und nicht auf dem Schielen nach dem Nachbarn.
> “Seither gab es auch in der Ökonomie einen Erkenntnisfortschritt, man mag es zwar nicht glauben, ist aber tatsächlich so.”
Zum einen wollte ich meine Aussage in einen Kontext binden, nämlich den einer sozialen Marktwirtschaft (habe ich vergessen), zum andern zählt für mich eine alte Erkenntnis nicht notwendigerweise als falsch, ganz besonders in Fragen der gesellschaftlichen koexistenz. Immerhin ist die amerikanische Verfassung trotz ihres hohen Alters noch ganz schön lebendig und überhaupt nicht überholt. Soweit Ökonomie archaisches Verhalten betrifft, dürfte auch 1820 ein junges Datum sein.
> ” Seltsam. A priori hätte ich gesagt: das Vermögen einer Gesellschaft soll möglichst gleich verteilt werden. Wobei es immer Unterschiede geben wird und auch geben soll, die sich aus Leistungs- und Qualifikationsniveaus ergeben, keine Frage, aber nicht so krasse Asymmetrien wie in obigem Chart dargestellt.”
Das finde ich nicht nur seltsam, sondern lebensfremd. Wenn Du heute jedem Menschen diesselbe Summe als Startkapital gibst, dann ist das Vermögen nach zwanzig Jahren beliebig ungleich verteilt. Das ist aus meiner Erfahrung heraus meine Einschätzung. Und wie in Deinem persönlichen Beispiel erklärt, die ersten 100.000 sind schwerer verdient, als der Rest. Das liegt aber in der Natur der Sache, da man nur mit Kapital arbeiten kann, das man nicht unmittelbar zum Leben braucht. Die krassen Formen des Ungleichgewichts, wenn wir darüber übereinstimmen sollten, sind aber in Jahrzehnten nur möglich über die von der Finanzindustrie geschaffenen Manipulationsmöglichkeiten mit ihren Hebelwirkungen, was mich eben wieder auf den Punkt bringt, dass hier die Regulatoren versagt haben.
> “Gibt’s die? Lass mal hören!”
Für Ausführliches habe ich heute keine Zeit, und auf Literatur kann ich Dich nicht verweisen (muss mich auf meine Analysefähigkeit und meinen eigenen Verstand verlassen). Stellt man sich aber den evolutionären Gang des fortschreitenden Lebensstandards in Form einer Pyramide oder Kegels vor, dann werden immer Wenige einen sehr hohen Standard haben und vorleben, welcher sich langsam in die Breite verteilt. Die Steilheit der Flanken ist bestimmt von der gesellschaftlichen Konstellation (Gesetze, politische Institutionen, natürliche und menschliche Resourcen). Das Problem in der aktuellen Welt ist dabei allerdings, dass es kein geschlossenes Biotop in dieser Art geben kann, unser Staat hat durchlässige Grenzen und kann nicht isoliert agieren (naja, Steinbrück scheint ständig über Maßnahmen nachzubrüten, für Kapitalbewegungen Mauern zu bauen). So war m.E. die Auswirkung einer in den USA losgetretenen Finanzkrise auf unsere Banken schwer zu verhindern, es sei denn, man hätte das ‘Geschäft’ gänzlich ausländischen Banken überlassen.
Wie begrenzt die Vorstellungskraft der marktradikalen Wettbewerbsfundamentalisten tatsächlich ist, läßt sich sher gut an der Hysterie ablesen, mit der eine für die Gesamtheit der Menschen schädliche Vorgehensweise verteidigt und geradezu schöngeredet wird. Da taucht das Wörtchen Umverteilung auf, und schon werden die aberwitzigsten Rückschlüsse gezogen.
Alle sollen gleichviel haben, wird herausgelesen. Wurde aber niemals postuliert. Die ‘Kreditklemme’, unter der die Wirtschaft ächzt und stöhnt, entspringt doch dem Umstand, daß es zwar Gelder zum Verleihen gibt, aber keiner da ist, der das auch macht – respektive zum Zeitpunkt der Kreditvergabe bereits zu erkennen ist, daß der Kreditnehmer den geliehenen Betrag nebst Zinsen nicht wird bedienen können. Die, die einen Kredit bedienen könnten, brauchen keinen. Die, die einen brauchen, können keinen bedienen.
Das System hat sich selber an die Wand gefahren. Vermögensmengen haben sich derartig akkumuliert, daß die Rundreise des Tauschmittels gestoppt ist.
Um diese Rundreise wieder in Gang zu bringen, ist eine Umverteilung unausweichlich. Das hat mit Neid überhaupt nichts zu tun, da der einen, wie oben bereits angerissen, vollkommen anderer Themenbereich bildet.
Eine der Erkenntnisse der Wissenschaftler, die über Darwinismus spekulieren, geht in die Richtung, daß der Mensch als echte Besonderheit gegenüber dem Rest der Brüder und Schwestern aus Tier- und Pflanzenreich die Freiheit im Gepäck hat. Er ist frei, sich zu organisieren, wie es ihm gefällt. Er ist frei, sich Ziele zu suchen, die ihm erstrebenswert erscheinen. Er ist frei, sich und seinen Lebensraum völlig zu zerstören. Er ist frei, sich und seinen Lebensraum zu hegen und zu pflegen. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Der homo oeconomicus, dem Liebe, Treue, Ehre, Würde, Respekt, Freundschaft und sonstige nichtmonetäre Werte, nichts mehr bedeuten, kann er sie doch mit einer Quantität des Tauschmittels nicht adäquat belegen, bleiben nur noch die Rolex, die Designer-Klamotte und der Ferrari als Lebensinhalt. Eine verwirrte Randgruppe ist sogar bereit, für diese dinglichen Werte einen (oder viele) Mitmenschen, vorzugsweise nicht persönlich bekannte, in existenzielle Nöte zu treiben. In einer pluralistischen Gesellschaft mag das als Einzelmeinung und Randgruppenphänomen auch tragbar sein, man könnte es sogar als Bereicherung des Spektrums dieser Gesellschaft erachten, um es dann mit einer Mischung aus Faszination und Ekel zu betrachten (Gibt ja auch Spinnenfans oder Leute, die schleimige Haustiere den Streichelvarianten vorziehen).
Doch wenn diese Randgruppe beginnt, den Ton anzugeben, wird es für so viele Menschen existenzbedrohend eng, daß dabei leider nicht nur mehr Leben geopfert werden, als ansonsten schicksalhafterweise zu beklagen wären. Nein, es werden auch der gesamte Bereich der nichtmonetären Werte in die Nichtexistenz gezwungen, was letztendlich eine enorme Verkleinerung der ganzen Welt bedeutet.
Ist der homo oeconomicus zu elterlicher Liebe fähig? Ist, so er diese emofindet, das dann eine Art Ausnahme, in der sich doch noch ein nichtmonetärer Wert manifestiert? Ist er zur Freundschaft fähig? Oder ist der ‘Freund’ nur ein Wettbewerber, mit dem gerade kein offener Kampf stattfindet, sozusagen ein unabgesprochener Waffenstillstand? Kann der homo oeconomicus dem Phänomen Vertrauen einen Wert beimessen? Da sein ‘Freund’ ja nur ein temporäres niemals verabredetes Waffenstillstandsabkommen einhält, kann es keinen Moment des Vertrauens zwischen diesen Beiden geben.
Doch aus den Medien wissen wir, daß ‘Vertrauen’ ursächlich mit in das Phänomen der Kreditklemme verstrickt ist. ohne Vertrauen keine Kredite. Ohne Kredite kein neues Geld. Die Karre bleibt im Dreck stecken.
Diese problematische Situation läßt sich weder durch Neid-Geheule noch durch das Aushungern einer Abschreckungsgruppe ausräumen.
Deswegen sollten die Verfechter antihumanistischer Gesellschaftsmodelle ihren Blickwinkel mal erweitern, um sich zumindest noch theoretische Chancen auf einen Passat und ne Kunstlederarmbanduhr zu erhalten.
@ 95 Probe
@Maria
Hast recht. 50% haben in Summa nada.
degnaphta,
die Diskussion ging aber um Vermögensverteilung und nicht um die Verteilung von Kreditkonzentrationen.
“… das bei Umverteilung der Lebensstandard für alle sinkt” Genau darum geht es – bei der Umverteilung von unten nach oben, richtig erkannt
@ Martin #100
Wie man’s macht, scheint es falsch zu sein. Mahne ich die Vermögensverteilung an, werde ich auf mein mangelndes Veständnis für Geld und Vermögen hingewiesen. Zumindest verstehe ich die Reaktionen auf meine Beiträge so
Da ich mir über die Untrennbarkeit von Vermögen/Geld und Schulden durchaus im Klaren bin, rolle ich die Geschichte eben von der Schuldenseite her auf, und dann kommtst du, und erweist mir dein Unverständnis, indem du mich auf mein ‘Unverständnis’ stößt. Irgendwie wenig fruchtbar, wie ich finde.
Soll dieses hartnäckige Mißverstehen auf Krampf davon ablenken, daß die marktradikale und sozialdarwinistische Herangehensweise an menschliches Miteinander ein Irrweg ist, der althergebrachte Schätze der Menscheit der Vernichtung preisgibt?
Nein, das Mißverstehen wir uns in den nächsten Monaten massivst von den Medien um die Ohren gehauen werden, es stehen schließlich Wahlen an und Schwarz-Gelb steht auf der Wunschliste aller Profiteure der wahren Umverteilung ganz oben an!
Interessieren würde mich eine weitere Grafik mit einer genau so aufgebauten Verteilung der gezahlten Steuern. Ich gehöre sicher nicht zu den höheren Percentilen, aber es nervt, dass alle nur die Vermögenden beschimpfen, andererseits aber immer gern unter den Tisch fallen lassen, dass die es sind, die auch den allergrößten Teil der Steuern zahlen. Bei welcher Einkommenspercentile fängt denn überhaupt erst eine tatsächlich gezahlte Steuer an?
Und wenn ich sehe, was ich bei mittlerem Einkommen zuzüglich zur Steuer alles noch extra bezahlen muss (Kindergartenbeiträge, Schulgeld…), was den Nicht-Steuerzahlern erlassen wird, dann sehe ich hier wirklich keine Ungerechtigkeiten.
Also regt Euch mal ab und freut Euch, dass die “dicken Percentilen” da rechts für unsere Straßenreinigung, öffentliche Beleuchtung, hochsubventionierte Schwimmbäder etc. bezahlen.
@ MariaDesolata
1.) Vermisch bitte nicht Vermögen und Einkommen.
2.) Die Nicht-Steuerzahler zahlen zumindest USt., auch wenn sie vielleicht netto gesehen mehr Transferleistungen erhalten als sie Steuern zahlen.
3.) Wenn Vermögen und Einkommen gleicher verteilt sind, dann werden in Zukunft mehr Personen für unsere Straßenreinigung, öffentliche Beleuchtung, hochsubventionierte Schwimmbäder etc. bezahlen. Wo ist das Problem?
p.s.: Wer hat vor ein paar Monaten den genialen Beitrag über die brasilianischen Reichen geschrieben, die den Armen die Last des Konsums abnehmen?
@Degnaphta
Wo ‘Marktradikale’ draufsteht, sind oftmals keine zu finden……
Marktradikale zeichen sich dadurch aus, dass sie den Markt als zentralen wirtschaftliches Systemfaktor ansehen und als Leitmechanismus in JEDER wirtschaftlichen Situation bevorzugen.
In der jetzigen Situation wuerde dies bedeuten, dass saemtliche Kreditinstitute bereits bankrott waeren, da Bailouts im Marktradikalismus sicher keinen Platz haben. Damit waere dann die gefuehrte Diskussion ueber Vermoegensverteilung bereits hinfaellig, da der Grossteil der Nettovermoegen mit den Banken untergegangen waere. Die unteren 50% hingegen haetten nicht nur nichts verlieren koennen, sondern wuerden vermutlich zur Zeit auf den Barrikaden stehen, um in der Notsituation per Politik einen Uebertrag der verbleibenden Sachvermoegen auf die Gesellschaft zu initieren.
Ein Marktradikaler nimmt das sogar wissentlich in Kauf, da er vollstes Vertrauen hat, dass sich frueher oder spaeter die Einsicht einstellen wird, dass die dezentrale Distribution wirtschaftlicher Entscheidungen auf den Einzelnen und den Gesamtausgleich dieser Entscheidungen auf dem Markt erheblich effektiver ist, als wirtschaftliche Steuerung ueber zentrale wirtschaftliche Steuereinheiten.
Der Wunsch, systemblockierende Extremverteilungen aufrechtzuerhalten ist hingegen mAn nicht marktradikal. So ist zb Creative Destruction und Wettbewerbsfoerderung durch Aufbruch von Monopolen in moeglichst viele Einheiten marktwirtschaftlicher Mainstream, da ja der Marktmechanismus umso effektiver wirkt, je mehr kompetente Teilnehmer sich im Markt befinden. Marktradikal waere es somit eher, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass systematisch Monopolbildungen im Fruehstadium unterbunden werden, bevor Wirtschaftseinheiten eine Masse erhalten, dass diese ueber den politischen Prozess eine Anpassung der Rahmenbedingungen zu ihren Gunsten erwirken koennen.
Dass dies in genau die gegenteilige Richtung ginge, als von vielen Sozialdarwinisten gedacht, in einem radikalen Markt also der ‘Staerkere’ an einem Punkt X automatisch ausgebremst wuerde, scheint mir auf der Hand zu liegen…….
Wer Gerechtigkeitsüberlegungen prinzipiell mit der Neidkeule kontert, muß sich seinerseits vorwerfen lassen, daß er wohl ein Interesse daran hat, die Diskussion überhaupt zu vermeiden und den Status quo zu erhalten. So ähnlich funktioniert auch der pauschale Vorwurf der “Gleichmacherei”. Wenn einer, der drei Villen erbt, eine verkaufen muß, weil er sonst die Erbschaftssteuer nicht zahlen könnte, hat er noch immer zwei Villen mehr als 50% und 1,5 mehr als der Durchschnitt.
Ich wäre an Argumenten für den insgesamt sinkenden Lebenstandard interessiert.
Eine simple Grenznutzenüberlegung, die schon angedeutet wurde, zeigt doch, daß selbstverständlich der, der vorher kein Haus hat, sich stärker verbessert, wenn es ihm gelingt, eines zu erwerben (wie einem großen Teil der Kleinbürgerschicht von der Wirtschaftswunderzeit bis hin in die 70er) als derjenige, der nun 11 Häuser besitzt, statt vorher bloß 10. Das ist einfach trivial.
Ebenso werden die allermeisten Innovationen, Erfindungen nicht von reichen Erben, auch nicht von Unternehmern, sondern von angestellten Ingenieuren oder Wissenschaftlern gemacht, die vermutlich zum oberen Teil des Mitteldrittels oder zum unteren des Oberdrittels zu zählen sind.
Auch dieses Argument, daß ein möglichst starker Gradient notwendig sei, um nicht in der Hängematte zu verlümmeln, scheint daher unzureichend.
Der Propandatrick ist ganz einfach, daß man der in der Tat am stärksten ausgesaugten mittleren Schicht (Angestellter mit einem abzubezahlenden Häuschen und vielleicht noch einem in Aussicht von Oma) einredet, eine Politik, die für die obersten 10% gut sei, käme allen zu gute, jedenfalls den oberen 50%. Gewiß ist man schnell bereit, sich von den unteren 30-40% abgzugrenzen und in die obere Hälfte zu inkludieren oder eben drauf zu hoffen, daß man es noch dahin packt. Daß aber jeder Euro Steuer, den der Milliardenerbe nicht zahlt, nicht zuletzt von denen aufgebracht werden muß, die ohnehin im Verhältnis zum Einkommen am meisten (u.a. wg. Sozialabgaben) beitragen, vergißt man dabei anscheinend leicht.
@ joergtokyo
“Ja das fordere ich und ja das Geld dafür ist da.”
Recht so. Halten wir uns nicht mit Wünschen an das Christkind auf, sondern fordern wir, was uns zusteht.
Ich fordere grundgesetzlich verankertes Menschenrecht auf alles.
Venceremos !
Um nochmal auf die Frage zurückzukommen, warum Arbeitseinkommen besteuert werden soll, leistungsloses Einkommen wie Erbschaften und Schenkungen aber nicht:
Dafür gibt es m.E. einen einfachen Grund:
Arbeitseinkommen ist Gegenleistung für erbrachte Wertschöpfung, d.h. hier wurde ein Wertzuwachs erzeugt. Von diesem Zuwachs wird ein Teil an den Staat abgegeben.
Vermögensüberträge hingegen bringen keine Wertschöpfung mit sich, da nichts Neues erzeugt wird, sondern nur der Eigentümer wechselt. Besteuerung ist damit keine Teilhabe des Staats an neugeschaffenem Vermögen, sondern lediglich eine (teilweise) Konfiskation bestehenden Vermögens.
Aus diesem Blickwinkel betrachtet, wäre die Nicht-Besteuerung von Erbschaften/Schenkungen also durchaus logisch.
Natürlich ist das letztlich eine politische Entscheidung.
Übrigens noch ein interessanter Aspekt: Die Besteuerung von Erbschaften führt zwangsläufig zum “Kommunismus” (=Gesamtes Volksvermögen im Staatsbesitz), falls die zukünftigen Generationen kein neues Vermögen mehr aufbauen, d.h. nicht mehr sparen (wie es oft von den Geldumlauftheoretikern geforder wird).
Wenn bei jedem Generationswechsel 30% des bestehenden Vermögens an den Staat gehen, sind nach 10 Generationen 97% des gesamten Volksvermögens in Staatsbesitz übergegangen!
Mir kommen die Tränen, die armen armen Reichen, beschimpft und unverstanden, müssen für alles bezahlen, sogar Schulgeld …
Jetzt fehlt eigentlich nur noch “Die, die weniger Steuern bezahlen, sollte auch weniger Stimmrechte und damit weniger Einfluß auf die Verwendung der Steuern haben.” Schließlich wäre das ja nur gerecht, oder?
Übrigens: Die Banken brauchen mal wieder ein Rettungspaket! Also Bürger, tut eure Pflicht!
@ Miesepeter
Mir ist nicht recht klar, was du mit deinem Hinweis auf den von mir anscheinend fälsch verwendeten Begriff ‘marktradikal’ sagen willst.
Weil ich den Begriff deines Erachtens nicht richtig verwende, fällt mein Plädoyer für den Humanismus als untaugliches Kartenhaus zusammen?
Ist es tatsächlich so schwer begreiflich, daß wir als Menscheit uns nur dann wie Menschen benehmen, wenn wir uns bemühen, die den Mensch definierenden ‘höheren Werte’ zu pflegen und so weit wie möglich auf alle zu verteilen?
Dabei ist die Annahme, jeder sollte mit einer Rolex rumlaufen, doch klar und eindeutig ein kontraproduktiver Ansatz.
Doch die Annahme, keiner sollte hungern oder dursten müssen, hilft bereits sehr, um in die richtige Richtung zu gelangen. Doch dazu bedarf es eines funktionstüchtigen Teilungs- und Verteilungssystems.
Das aktuelle versagt auf ganzer Linie, weshalb was besseres her muß. Evolutionär ausgedrückt nennt man sowas Anpassung
@Johannes
> “Eine simple Grenznutzenüberlegung, die schon angedeutet wurde, zeigt doch, daß selbstverständlich der, der vorher kein Haus hat, sich stärker verbessert, wenn es ihm gelingt, eines zu erwerben (wie einem großen Teil der Kleinbürgerschicht von der Wirtschaftswunderzeit bis hin in die 70er) als derjenige, der nun 11 Häuser besitzt, statt vorher bloß 10. Das ist einfach trivial.”
Ich weiß nicht, warum man sich verbessert, wenn man ein Haus kauft. Ich finde das nur ein Klotz am Bein.
> “Ebenso werden die allermeisten Innovationen, Erfindungen nicht von reichen Erben, auch nicht von Unternehmern, sondern von angestellten Ingenieuren oder Wissenschaftlern gemacht, die vermutlich zum oberen Teil des Mitteldrittels oder zum unteren des Oberdrittels zu zählen sind.
Auch dieses Argument, daß ein möglichst starker Gradient notwendig sei, um nicht in der Hängematte zu verlümmeln, scheint daher unzureichend.”
Nun, ich habe lange Zeit in diesem innovativen Umfeld gearbeitet, und die Zusatzvergütungen für Patente waren immer ein großer Anreiz. Der Gradient existiert in jedem Fall in den Anfangsjahren. Das gilt auch für andere Berufgruppen. Wenn ich mit Medizinern an Innovationen gearbeitet habem, dann habe ich mir nicht die Chefärzte als Partner gesucht, sondern die jungen, ‘hungrigen’, die noch Chefarzt werden wollten.
@Degnaphta
Ich mag es, wenn man die Begriffe klaert. That’s all.
Ich frage mich schon manchmal, was an Marktradikalen marktradikal sein soll, an Neoliberalen liberal und an Sozialdemokraten sozial, solche Dinge halt.
Ich persoenlich halte Werte statt Vermoegen nicht fuer den attraktivsten Ansatz, sondern das Ideal Werte und Vermoegen. Anders als zb unser wgn habe ich auch nichts gegen einen hohen Kapitalisierungsgrad der Wirtschaft per se, nur sollte dann die eingesparte Arbeitszeit und die groessere Produktivitaet mittelfristig – sagen wir nach Lebenszeit der verantwortlichen Schaffenden – allen Wirtschaftsteilnehmern zugute kommen….
/Doch die Annahme, keiner sollte hungern oder dursten müssen, hilft bereits sehr, um in die richtige Richtung zu gelangen. Doch dazu bedarf es eines funktionstüchtigen Teilungs- und Verteilungssystems./
Als System kann das so auch nicht funktionieren. Die direkte Folge waere eine Vermehrung der Population, bis die Schmerzgrenze/der Widerstand erneut erreicht ist, nur dass dann alle nur noch dafuer arbeiten wuerden, diese nunmehr groessere Population zu ernaehren. Die Befreiung von Hunger und Durst (der dottorschen Urschuld) durch die Gesellschaft muss daher einhergehen mit einer Verpflichtung des Befreiten, nicht durch uebermaessige Fortpflanzung die Gesellschaft zu staendig zunehmender Hilfeleistung in Haft zu nehmen. Ohne Bevoelkerungspolitik kann ein Recht auf Nahrung und Trunk, womoeglich noch bei steigenden Sozialstandards fuer jeden nur nach hinten losgehen. Das ‘Verteilungssystem’ (tatsaechlich gibt es ja nicht viel zu verteilen, das Meiste gilt es zu schaffen, und es bedarf eines funktionstuechtigen Erschaffungssystems) sollte daher den Beguenstigten auch beschraenkende Verpflichtungen auferlegen.
@ Miesespeter
Deine Unterstellung mit dem Sprengen der Populationsgrenzen beleuchtet nicht die tatsächliche Situation. Wie die Demographie deutlich aufzeigt, sinkt die Vermehrungsrate mit steigendem Bildungsgrad und steigendem Wohlstand. Die europäischen Länder zeigen es an verschiedenen Beispielen.
Nimmt man jetzt den alten CDU-Slogan “Wohlstand für Alle!”, dann würde also der vermehrungstechnische Bremsklotz mit eingebaut. Deine Sorge ist also völlig überflüssig.
@ mylli
“Wenn niemand mehr in einem unglaublichen Ausmass von einer Erfindung/Entwicklung profitieren kann (In Form von Macht und Geld), dann gibts wieder mehr Innovation und Fortschritt.”
Das kollidiert mit dem, was mir aus den Bereichen persönlich untergekommen ist. Sowohl die mir bekannten Erfinder und Entwickler als auch solche, die mir per Literatur bekannt geworden sind, hatten als primärees Motiv Geld- oder Machtzuwachs im Sinn.
Die überwältigende Mehrzahl hat es aus einem inneren Antrieb gemacht. Da brannte ein Feuer.
Auch wenn ich unter sehr jungen Menschen den Irrglauben, allein die Pratze könne Anreiz bilden, immer häufiger erlebe, kann ich diese Entwicklung nicht als fruchtbar, sinnvoll, positiv oder gar nachhaltig erachten.
Die von mir beklagte Verkleinerung der Welt um die nichtmonetären Werte findet hier eine sichtbare Ausformung. Ein Beleg für die Richtigkeit meiner Befürchtungen.
Es stünd dem Menschen doch viel besser zu Gesichte, würde er versuchen ein Erschaffens- und Verteilungssystem zu erdenken und zu implementieren, mit dem sich auch die Freiheit des Konsumverzichts leben ließe.
Das aktuell mit dem Fluch ewigen Wachstums belegte System könnte eine in größerem Umfang stattfindende Hinwendung zur Askese gar nicht verkraften. Ist ein freiheitliches System als tauglich für den ‘Zweck der Freiheit’, wenn Asketen zu Systemgefährdern werden?
Das aktuelle System lebt zu allem Ungemach noch davon, daß eine Untermenge der Beteiligten in Zwangsaskese gehalten werden, mit der zielgerichteten Unterminierung der Freiheit dieser Untergruppe.
Daß wir uns menscheiotsgeschichtlich betrachtet auf einem Weg in die Vergangenheit befinden, sollte doch für Jeden erkennbar sein. Wie kann angsichts dessen, von Fortschritt oder Innovation die Rede sein?
Verdammtes Schnelltippen
Es muß natürlich heißen:
“Sowohl die mir bekannten Erfinder und Entwickler als auch solche, die mir per Literatur bekannt geworden sind, hatten als primäres Motiv keineswegs Geld- oder Machtzuwachs im Sinn.”
@ bongo 109
Genau! Wenn Onkel Dagobert jeden Tag einen Kreuzer verliert und nie einen verdient ist er in 237 Jahren 68 Tagen, 9 Stunden und 54 Minuten vollkommen pleite.
Ist Dir mal aufgefallen, dass Steuern immer vollständig ausgegeben werden und darin auch wieder Chancen für die Erben liegen mit ihrem ererbten Handwerksbetrieb Aufträge zu kriegen?
Oder, dass das geerbte Depot festverzinslicher Papiere Früchte trägt nach genau dem gleichen Mechanismus wie im Staat? Die Bank legt es ja auch nicht in den Geldspeicher, sondern wirtschaftet damit.
Also geh fort mit Deinem zwangsläufigen Kommunismus (den Du auch noch völlig verquer definierst)!
Gruß Alex
Schade, daß Herr Weissgarnix sich einer Erwiderung auf den Einwand von Herrn Glaubgarnix #42 enthält. Er weist nämlich auf ein echtes Problem hin, das die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, die Immobilien seien zeither nicht korrekt bewertet worden, jetzt neu geschaffen hat. Es ist nämlich unmöglich, den gerechten Verkehrswert einer Immobilie zu bestimmen, ohne sie in den Verkehr zu bringen, d.i. zu verkaufen. In der Folge führt es dazu, daß Erben u.U. das ererbte Bargeld komplett abliefern müssen, wenn noch entsprechend viele unverkäufliche Immobilien dabei sind. Fairerweise müßte der Staat an Erfüllung statt die Immobilien akzeptieren, das tut er aber wohlweislich nicht.
@Martin
“Marktradikalen” -> vulgär-wirtschaftsliberal -> “neoliberal”, also ein gesamtgesellschaftlich verantwortungsloser und opportunistischer Homo Ökonomicus der idR so neidzerfressen ist das ja niemand der weniger “leistet” als er selbst (z.B. Frisösen, Hausmeister, Arbeitslose) das gleiche vom Kuchen abbekommt.
@MariaDesolata
Es sollte doch wohl mit dem naturgegeben Verstand möglich sein zu erkennen, dass jemand der nur 1500,- monatlich erwirtschaftet, weniger Steuern zahlen KANN als jemand der 5000,- erwirtschaftet.
—
Auf welcher Metaebene treiben sich denn Halbgott und sein Padawan wieder rum?
@weissgarnix
“Mag sein, aber nur für die, die außerhalb des Spielfeldrands sitzen, nicht wahr?”
Kommt darauf an: Wenn man “außerhalb des Spielfelds” dauernd mit dem Kopf gegen die Wand renntund die Kopfschmerzen leid ist…
Oder man gehört zu den zehn Prozent mit dem Beruf “Geldbesitzer”, die sitzen auch außerhalb des Spielfeldes offenbar recht bequem…
@Lando + glaubnix
Freunde, seid mir nicht böse, aber die Story, wonach zwar jedes Jahr Milliarden in Immobilien investiert werden, die aber schwupp-di-wupp dann alle plötzlich “nichts wert” sind, muß ich Euch ja nun wirklich nicht abkaufen, oder?
Immobilienvermögen schwankt, wie jeder andere Vermögenswert auch, im Nachfragepreis, abhängig von den gegenwärtigen und zukünftigen Ertragsaussichten. Das bedeute nichts anderes, als das eine darauf abzuführende Steuer mal höher, mal niedriger ausfallen wird. Wie das übrigens in den USA seit Jahrzehnten gang und gäbe ist.
Alles andere ist eine Frage der Details, um die es mir im Rahmen der hier stattfindenden Diskussion aber zunächst mal nicht geht.
@AlvarHanso
“Marktradikalen” -> vulgär-wirtschaftsliberal -> “neoliberal”, also ein gesamtgesellschaftlich verantwortungsloser und opportunistischer Homo Ökonomicus der idR so neidzerfressen ist das ja niemand der weniger “leistet” als er selbst (z.B. Frisösen, Hausmeister, Arbeitslose) das gleiche vom Kuchen abbekommt.
Warum sollte denn auch jemand der weniger leistet das gleich vom Kuchen abbekommen? Häh, wo lebst du denn?
Was das mit Neid zu tun hat kannst du mir mit Sicherheit auch nicht erklären. Neidisch ist der, der vom anderen was haben will und nicht der, der was hat und das auch behalten will. Dabei gehts nicht darum den ärmeren nichts zu gönnen, sondern darum, dass die mir “Meins” mit Gewalt=Steuern abnehmen wollen.
Ich habs vorher schonmal erklärt: Wenn euch das, was ihr habt zuwenig ist, hindert euch keiner daran euch mehr zu beschaffen. Aber nicht durch Zwang (Steuern), Gewalt oder sonstige kriminelle Machenschaften. Wenn ich das geld freiwillig hergebe (Dienstleitung oder Produkt) habe ich kein Problem, dass der Friseur, Hausmeister, Arbeitslose nachher mehr hat. Auch sehr gerne mehr als ich.
Wenn ihr zu den Superreichen gehört könnt ihr auch gerne euer ganzes Vermögen verschenken und euch “gut” dabei fühlen. Ich fühle mich “gut” dabei wenn ich meins behalte.
Darum Flat-tax für alle, bis zu einer gewissen Einkommensgrenze. Alles was darüber hinausgeht wird überhaupt nicht besteuert, da auch der Superreiche nicht mehr Kosten verursacht als der Arbeitslose.
Und was die ganze Diskussion mit der Sozialisation der Menschheit betrifft: Der Mensch ist nur in sehr kleinen Gruppen human (z.B. in der Familie, da gibt er sehr gerne) und nicht in einem anonymen Gebilde namens Gesellschaft, in der man mit Sicherheit 80% nicht ausstehen kann. Wer anderer Meinung ist hat das Wesen des Menschen überhaupt nicht verstanden.
Völlig neidlos,
Neidlos
PS: Ja, es können nicht alle gewinnen und es gibt wesentlich mehr Verlierer als Gewinner, aber das ist nicht das Problem der Gewinner. Jeder muss für sich selbst dafür sorgen zu der Gruppe seiner Wahl zu gehören.
@neidlos
Sei mir nicht böse, aber dein Kommentar zeugt von bemerkenswerter Untiefe sowohl in historischer als auch in anthropologischer Hinsicht, von Fragen der Sozialethik mal ganz zu schweigen.
Aus der historischen Perspektive sei dir gesagt, dass die “Gewinner”, deren Problem die “Verlierer” deiner Meinung nach nicht sind, zu allen Zeiten am Strang, auf der Guillotine oder – wenn sie Glück hatten – nur in der Verbannung landeten. Mithin sind also die Verlierer offenbar doch ein sehr elementares Problem der Gewinner, und letztere haben, aufgrund des simplen und von dir ja auch nicht bestrittenen Umstandes, dass sie in der Minderzahl sind, großes Interesse daran, dass der gesellschaftliche Ausgleich so halbewegs funktioniert.
Was die anthropologische Sicht betrifft, so sind “Gewinner” und “Verlierer” keineswegs etwas “natürliches”, sondern ein Produkt der Neuzeit, insbesondere des Vordringens der Marktwirtschaft. Die Anthropologie wird dir statt dessen bereitwillig und anhand sehr überzeugender Fakten nachweisen, dass die typische Reproduktionsform der Vergangenheit, quer über Kontinente und Kulturformen, auf den Elementen “Gegenseitigkeit” und “Zentrale Redistribution” fusste. Das muß man für unsere Epoche zwar nicht als verbindlich erachten, aber wer meint, er hätte mit “Gewinner”- und “Verlierer”-Theoremen irgendwie ein “historisches” Argument in der Hand, der sollte sich im Klaren sein, dass er damit lediglich die letzten 400 oder so Jahre der Menschheitsgeschichte als Kronzeugen aufrufen kann, die durch den Vormarsch der Marktwirtschaft geprägt waren.
#120 (wgnx)
Was meinst Du, wäre es nicht besser die immensen
Vorkommen stillgelegten Geldes auf den Banken anzuzapfen,
von denen der hier im Blog sehr häufig zitierte bei E. W. Kreutzer
eingestellte Artikel Czernys berichtet? Das wäre vielleicht
allen möglichen “Reichensteuern” vorzuziehen. So wie ich
Andreas Czerny verstehe, gibt es da viel zu holen, und Steuern
auf stillgelegte Bargeldbestände hätten auch positive
wirtschaftliche Auswirkungen (nach den Theorien Gsells,
Creutz’ und Senfs). Die stillgelegten Gelder würden dann
(über die Steuern) wieder in den Wirtschaftskreislauf gelangen
Der Mensch ist nur in sehr kleinen Gruppen human (z.B. in der Familie, da gibt er sehr gerne) und nicht in einem anonymen Gebilde namens Gesellschaft, in der man mit Sicherheit 80% nicht ausstehen kann. Wer anderer Meinung ist hat das Wesen des Menschen überhaupt nicht verstanden.
Ja, deswegen gibt es da ja die Gesellschaftsordnung, die – im Notfall eben per Zwang -, dafür sorgt, das sich der einzelne der Gesellschaft gegenüber sozial verhält. Ist man anderer Meinung: Fine, dann soll man zusehen, das man eine gesellschaftliche Mehrheit dafür bekommt. Weil ein Naturrecht auf Eigentum gibt es schlichtweg nicht, das wurde doch jetzt hier schon mehrfach erwähnt. Also: Du bist nur Gewinner, weil der Staat, vulgo die Gesellschaft es dir ermöglicht Gewinner zu sein. Wenn die keine Lust mehr hat und beschließt jetzt alles mal umzudrehen, machst du nichts mehr ausser Auswandern (Aber Achtung: die Erbschaftssteuer in den USA ist höher als hier).
Ja, es können nicht alle gewinnen und es gibt wesentlich mehr Verlierer als Gewinner, aber das ist nicht das Problem der Gewinner.
Doch. Frag mal den russischen Zaren – falls er es überlebt hätte. Ansonsten wurde es ja jetzt bereits mehrfach angeführt: Es können eben schlichtweg nicht alle Gewinner sein.
@wgnx #122
Nun mach doch den “neidlos” nicht so böse an!
Sein nickname sagt doch schon, dass er hier als Praktikant bei der INSM tätig ist, oder nicht?
@ Maria-Desolata
Bei der Steuersache sieht man prototypisch, wie mit fremdgefälschten Statistiken Propaganda gemacht wird. Die Aussage, die obersten 10 Prozent zahlten die meisten Steuern gilt nur, wenn man ausschließlich die Lohnsteuer betrachtet. Betrachtet man jedoch alle Steuerarten zusammen (dazu gehört vor allem die Mehrwertsteuer), dann zahlen die anderen 90 Prozent deutlich mehr am gesamten Steueraufkommen, als die obersten 10 Prozent.
Betrachtet man wie hoch der Prozentsatz am Einkommen ist, den jemand an direkten und indirekten Steuern zu bezahlen hat, dann zahlen die ärmeren sogar einen höheren Prozentsatz als die reicheren.
Gruß Alex
@weissgarnix
>Aus der historischen Perspektive sei dir gesagt, dass die “Gewinner”, deren Problem die “Verlierer” deiner Meinung nach nicht sind, zu allen Zeiten am Strang, auf der Guillotine oder – wenn sie Glück hatten – nur in der Verbannung landeten. Mithin sind also die Verlierer offenbar doch ein sehr elementares Problem der Gewinner, und letztere haben, aufgrund des simplen und von dir ja auch nicht bestrittenen Umstandes, dass sie in der Minderzahl sind, großes Interesse daran, dass der gesellschaftliche Ausgleich so halbewegs funktioniert.
Streite ich alles überhaupt nicht ab. Aber genau dafür gibt es ja auch Hartz4 (und selbst in den USA gibt es soetwas wie die Wohlfahrt). Natürlich muss man jedem soviel lassen, dass er nicht dazu gezwungen ist sich seine Nahrung mit Gewalt zu besorgen. Mir ging es mit meiner Aussage wer wessen Problem ist auch eher darum, dass eben die Gewinner sich nicht darum kümmern müssen, dass es den Verlierern auch noch “gut” geht. Aber genau dass wird ja hier propagiert, mit der ständigen Kritik an der aktuellen Vermögensverteilung. Denn sind wir mal ehrlich, die momentane Gesamtsituation ist doch super. Jeder hat zu Essen und sogar ein Dach über dem Kopf (jaja ich weiß Finanzkrise und alles wird immer nur schlechter; sehe ich eben nicht so). Ich stimme dir jedoch zu, dass ein bestimmtes Mindesmaß nicht unterschritten werden darf, da sich sonst Mobs bilden.
>Das muß man für unsere Epoche zwar nicht als verbindlich erachten, aber wer meint, er hätte mit “Gewinner”- und “Verlierer”-Theoremen irgendwie ein “historisches” Argument in der Hand, der sollte sich im Klaren sein, dass er damit lediglich die letzten 400 oder so Jahre der Menschheitsgeschichte als Kronzeugen aufrufen kann, die durch den Vormarsch der Marktwirtschaft geprägt waren.
Von “historisch” hat doch niemand etwas behauptet. Generell halte ich jedoch die momentane Situation für besser als alles was vorher da war, weil es selbst den “Verlierern” nie so gut ging wie heute. Daher: Marktwirtschaft rocks!
@Karl
>Also: Du bist nur Gewinner, weil der Staat, vulgo die Gesellschaft es dir ermöglicht Gewinner zu sein. Wenn die keine Lust mehr hat und beschließt jetzt alles mal umzudrehen, machst du nichts mehr ausser Auswandern (Aber Achtung: die Erbschaftssteuer in den USA ist höher als hier).
Die Gesellschaft ermöglicht mir überhaupt nichts. Jeder einzelne macht Dinge die ihm selbst nutzen und im Ganzen ergibt sich dann das Bild welches du zeichnest. Dagegen habe ich ja auch überhaupt nichts. Wenn du natürlich den Umstand, dass mir noch keiner den Schädel eingeschlagen hat, weil ich mehr habe als er, als Leistung der Gesellschaft definierst dann möglicherweise schon. Ich halte davon jedoch ebensowenig wie von übertriebenen Neid-Steuern.
@edicius
Ich fühle mich überhaupt nicht angemacht. Finde es eher ganz interessant mal andere Meinungen und Argumente zu hören. Von der INSM halte ich übrigens gar nichts. Die sind mir zu “links”.
Neidlose Grüße
Neidlos
@neidlos
Von der INSM halte ich übrigens gar nichts. Die sind mir zu “links”.
OK, ich finde Unterstellungen zu den Motiven anderer eigentlich auch nur dann angebracht, wenn das irgendwie entlastend wirken könnte. Jetzt hast du dich als Überzeugungstäter geoutet. Bist also für die bodenlose Oberflächlichkeit deiner Argumentation selber verantwortlich.
darauf bestimmt neidlos: edicius
@edicius
Ah, die Intelektuellenkeule. Musste ja irgendwann kommen.
Sind persönliche Angriffe ohne Argumente während eines Gedankenaustauschs auch im täglichen Leben so deine Art?
Neilose Grüße,
Neidlos
@ Neidlos
Deine Konzeption hat den Haken, daß du hartz4 als Grundsicherung ansiehst. Leider ist die Praxis weit entfernt von der Theorie, was diese Grundsicherung betrifft. Oben habe ich ja bereits beschrieben, weswegen man diese Gesetzgebung mit Fug und Recht als Arpartheid light bezeichnen kann.
Doch ist ein 12jähriges Kind nicht adäquat mit 210 Oi (neuerdings 245 Oi) großzuziehen. Das geht schlichtweg nicht.
Die angbliche Heizung der Wohnung ist ebenfalls eine Mähr.
Die Kombination aus der Abschaffung von Härtefällen und ‘Reformen’ im Gesundheitssystem plus hartz4 verunmöglichen eine ärztliche Versorgung, die von Leichtgläubigen und Unerfahrenen aber immer unterstellt wird.
Die ganzen Totentänze, die die Würde tagtäglich in vielen Ämtern erleiden muß, sind purer Staatsterrorismus. Da beflckt sich ein Volk der Unwissenden und läßt dann seine Vertreter sich beweihräuchern, um ihnn zuzujubeln. Das hat byzanthinische Feudalqualitäten.
In der vorhartz4-Zeit war es bereits kein Zuckerschlecken, am untersten Rand zu dümpeln, aber der schreckliche Fall, wenn halt alle Stricke reißen, war zumindest abgefangen. Durch die Agenda2010 und den Blubberkram, den du so von dir gibst wird die Gesellschaft jedoch systematisch entsolidarisiert, was zu brennenden Autos und ähnlich beklagenswerten Zuständen führt.
Willst du deinen Reichtum irgendwann für Wachmänner bezahlen müssen, die möglicherweise plötzlich neidisch werden und ihre Loyalität neu überdenken?
Denke die Entwicklung doch mal ein Stück weiter. Der wirtschaftlichste Umgang mt unzufriedenen Armen ist eindeutig die Lagerhaltung. Das kannst du dir an den Asylbewerbern anschaulich machen. Sollen wir wirklich wieder zu solchen Methoden greifen? Ist das die Welt, in der du leben möchtest?
Du bist wahrscheinlich wahnsinnig jung, weshalb du Zeiten nicht miterleben konntest, in denen der steuerzahlende Bürger tatsächlich mit einem wohligen Gefühl im Bauch an irgendwas vorbeispaziert ist, was von seinen Steuergeldern finanziert wurde. Wer dick auftrug und nen kleinen Witz machen wollte, sagte dann:”Hier, da hab ich mit meinen Steuern geholfen. Habt ihr schon danke gesagt?” Und dann kam ein “Danke, nimm dich nicht zu wichtig. Da haben Alle geholfen.”
Leider vergifteten Gierhälse die Lage, was eigentlich noch kein essentielles Problem dargestellt hätte. Aber die Wandlung des Zeitgeistes nahm halt ihren Lauf, für den ich persönlich Geldsackmedien und verlogene Politmarionetten verantwortlich mache. Daß dieses zwei Übeltätergruppen inzwischen massive Unterstützung erfahren durch gekaufte Experten, macht das Gegensteuern verständlicherweise noch schwerer.
Sind die Opelarbeiter nach dem Zusammenbruch ihres Arbeitgebers wirklich selber schuld? Hätten sie vorher wissen sollen, daß das Risiko dieser Arbeitgeberwahl untragbar ist? Oder die entlassenen Angestellten der Zulieferer?
Und immer dran denken: hartz4 ist keine Grundsicherung sondern ein Antisozialsystem!
Blood, Sweat & Tears:
“What goes up must come down
spinnin´wheel turnin´around”
Bevor die Obamania sich abschwächt, sich dem Tagesgeschäft ergeben muss, will ich sie nutzen, um meine Hoffnungen auf “change” in Deutschland zu artikulieren. Die allseits ausgerufene Krise ist bei den Stammbelegschaften, bei den Rentnern und Arbeitslosen noch nicht angekommen. Getroffen wurden erst die Großverdiener, die erfolgreich greinen, eilfertig alimentiert werden. Doch wenn das dicke Ende tatsächlich nahte, quer durch alle Schichten schwänge, bestünde auch bei uns die Möglichkeit eines Politikwechsels.
Fragt sich in welcher Person man die Hoffnungen bündeln könnte.
Seien wir realistisch, Wagen wir das Unmmögliche. Nehmen wir Sarah als knecht.
also ich spring einfach mal ans ende
daher jetzt etwas zur erbschaftssteuer:
eigentlich bescheuert, da das ja schon besteuert wird beim erarbeiten sowie beim verbrauchen des erbes … ebenso gilt das bei der vermögenssteuer und an und für sich auch für kapitalerträge (soweit sie über ein normal-maß hinausgehen ~ EZB-zinssatz*1,2 wegen risiko und anderem gedöns)
es ist wieder soweit…
nichts hilft also…
http://farm4.static.flickr.com/3010/2827822329_5d438af80d.jpg
@ Degnaphta #114 und 115
Ich bin doch der Meinung, dass ein Verzicht auf extreme Profitmöglichkeiten (weniger oder kürzere Patente) zu mehr Erfindungen/Entwicklungen führt.
Ein Beispiel:
Angenommen, ein Nutzenmaximer macht eine weltbewegende Entdeckung, weiß aber nicht, wie er sie in nächster Zeit optimal verwerten kann oder er glaubt die Wirtschaftskrise abwarten zu müssen. Er wird also warten und seine Entdeckung nicht teilen.
Wenn er aber weiß, dass er von der Entdeckung nicht unendlichen Reichtum zu erwarten hat, dann ist es kein Schaden für ihn, sie zu veröffentlich und nichtmonetäre Anerkennung zu erhalten.
=> … “Die Blauen” … werden nach der Machtergreifung ca. 10% des BIP von oben nach unten umverteilen.
=> … Es handelt sich dabei natürlich keinesfalls um “Sozialismus” oder „Keynesianismus“ oder so, sondern schlicht um die Rückabwicklung der vorangegangenen kriminellen Umverteilung von unten nach oben durch die Schröder-Sozis und die Merkel-Amigos.
=> … es handelt sich dabei um eine umfangreiche Liste an einzelnen Massnahmen. Ein kleiner Auszug:
- Kinder und Familien werden finanziell gefördert, statt wie bisher bestraft. Für die Aufzucht des Nachwuchses war immer der ganze Stamm verantwortlich; selbst in den legendären Regenwaldkommunen. Dies führt uns zu einem “Leistungslosen Grundeinkommen für Kinder” von 333,- EUR monatlich vom 1. bis zum 216. Lebensmonat (ggf. zu versteuern; alle 284 anderen Einzelvergünstigungen, die die beknackten Bürokraten von den Bestandsparteien in den letzten 60 Jahren in die Gesetze geschrieben haben werden gestrichen!).
- Es wird eine Steuerreform in der Art Kirchhoffs geben. Streichung diverser Absetzmöglichkeiten gegen niedrigere Tarife (aber KEINE Flattax!!!). Der Spitzensteuersatz wird wieder angehoben, gilt aber dann erst für deutlich höhere Einkommen als bisher. Der „Soli“ wird abgeschafft. Ebenso die KFZ-Steuer.
- Der steuerliche Grundfreibetrag wird auf 8.888,- EUR angehoben.
- Erbschaftssteuer wird gestrichen. Lächerliche Show-Veranstaltung , die uns die Politclowns da seit Jahren als “Politik” verkaufen wollen. Die Einnahmen betrugen bisher 4 Mrd. EUR p.a. – also NICHTS !!! … jetzt haben die grosskoalitionären Vogelscheuchen mal eben locker flockig die Freibeträge verdoppelt und Unternehmen und Immobilien von der Erbschaftssteuer ausgenommen, so dass wir noch von einem Rest von 1 bis max. 2 Mrd p.a. reden … Lächerlich !
- Kompensatorisch zur “Refinanzierung” wird die Abgeltungssteuer auf 33% erhöht und auf ALLE Kapitalanlagen ausgedehnt (also auch die, die vor 2009 erworben wurden ! … das “Recht auf Bestandsschutz“ wird mit der rostigen Eisenstange erschlagen, sollte es je existiert haben ! … im GG steht’s jedenfalls nicht !!! …
)))) ). Die verlogenen Sozi-Schwachmaten haben sich 2005 noch aus “sozialen Gründen” gegen die 25% Flattax vom Kirchhoff ausgesprochen. Ein Jahr später beschliessen sie eine Flattax von 25% auf Kapitalerträge … HALLO LEUTE ?? … bin ich denn der EINZIGE dem sowas auffällt ??????
- für die individuelle Altersvorsorge gibt es aber ein steuerfreies Altersvorsorge-Konto von max. 50.000 EURO. Der nepotistische Riester- und Rürup-Scheiss wird so galant ausgehebelt. Schröder-Sozi-Sponsor Carsten „AWD“ Maschmeyer kann sich den Schnäutzer abrasieren
))
- Körperschaftssteuern werden ebenfalls wieder moderat angehoben. KMU ggf. entlastet – kenn ich mich nicht so aus.
- Beamten- & Pensionärsprivilegien (v.a. im “Höherer Dienst”) werden abgewickelt (beginnend bei den Leeerern, endend beim BuBa-Chefsessel-Besitzer …). Durch den radikalen Abbau von Bürokratie wird ein 50-jähriger Einstellungsstop für Beamte ermöglicht und umgesetzt. Die unkündbaren Beamten, die durch den Bürokratieabbau kurzfristig freigesetzt werden, werden in wertschöpfende Bereiche umgetopft: in der Lebensmittelkontrolle, im Jugendschutz und natürlich bei verstärkten Betriebsprüfungen eingesetzt.
- Es werden allgemeine Studiengebühren von 1.000 Euro/ Semester eingeführt. Allerdings gibt es flexible STAATLICHE Kredite für studierende Kinder minderbemittelter Eltern.
- Die einschlägig bekannten Kartelle werden zerschlagen.
- Banken werden zu Sparkassen abgerüstet.
- es wird eine Geldpolitik geben, die unlautere & schädliche Massnahmen aus dem Ausland abwehrt. „Keynesianismus“ wird mit der Kapitalstrafe geahndet.
- Politikerbestechung wird mit Freiheitsstrafe nicht unter 5 Jahren bestraft (Bestecher UND Politnutte!). „Nebenjobs“ werden für Politiker verboten – gleiches Strafmaß.
==> … so, reicht für heute! Oben habe ich mehr echte „POLITIK“ niedergeschrieben, als die Politclowns von den Bestandsparteien in den letzten 60 Jahren geleistet haben !!!
====> … Wählt … „Die Blauen“ !!!
PS: … ist natürlich ein Programm aus „Vor-Krisenzeiten“ und bedarf sicherlich einer Anpassung an die sich ergebenden Umstände. Aber das Prinzip ist klar und bleibt !!!
@ HG
Noch ein paar Punkte gefällig:
Halbgott mit seinem Wirtschaftsverstand löst Frau Merkel ab und ernennt sein Wunschkabinett.
Die Europa-Politik wird vom Tropf der USA gekappt.
Die Europäische Zentralbank richtet sich auf eine Finanzpolitik des neutralen Geldes aus.
Halbgotts revolutionäre Würfel-Demokratie wird eingeführt und garantiert einen nachhaltigen Politik betreibendem Bundestag, seine Arbeit aufzunehmen.
Kurrumpierte in den Massenmedien werden gerichtet; auch hier wird ein Würfelmodell zur Besetzung der Spitzenjobs eingeführt. Medien mit Marktdominierendem Propaganda u. Lobbiisten-Stützungspotential zerschlagen.
Sogenannte Stiftungen mit verfassungsfeindlichen Zielen werden umgehend aufgelöst.
Grüße
@HG: Diskutiert man diese Primitv-Parolen an Deinem STAMMTISCH:
http://img33.picoodle.com/img/img33/4/5/26/f_stammtisch6m_3767166.jpg
“Streichung diverser Absetzmöglichkeiten ” versus “KMU ggf. entlastet”
Was denn nun: Steuerausnahmen streichen, oder einführen ?
“Beamten- & Pensionärsprivilegien”: Glaubst Du doch selbst nicht, daß sich die Ministerialaristokratie selbst entmannt.
“einschlägig bekannten Kartelle”: Wo fangen wir an, bei Schornsteinfegern, GEZ, OPEC, oder der Redaktionskantine ?
“Banken werden zu Sparkassen abgerüstet”: Sparkasse Köln-Bonn als Vorbild ?
“unlautere & schädliche Massnahmen aus dem Ausland”: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen ?!
“Nebenjobs werden für Politiker verboten”: Endlich keine Selbständigen mehr im Parlament, sondern nur noch Lehrer und Pastoren.
indiskrete Frage: welches Promille-Ergebnis können die “Blauen” derzeit vorzeigen ?
@staphi
Oh mann staphi ! … Du hast wirklich schon mal geistreicherere Beiträge gebracht !! … als Gewerkschafts-Sozi bist Du nunmal maßgeblicher Teil des Problems und nicht der Lösung !!!!
staph.aureus { 24.01.09 at 00:47 }
@HG: Diskutiert man diese Primitv-Parolen an Deinem STAMMTISCH:
“Streichung diverser Absetzmöglichkeiten ” versus “KMU ggf. entlastet”
Was denn nun: Steuerausnahmen streichen, oder einführen ?
=> … kannst Du nich wissen !!! … es gibt einen Unterschied zwischen einer Einkommenssteuererklärung von Arbeitnehmern und einer Steuererklärung von Unternehmen. Bei Personengesellschaften kenne ich mich nicht aus. Aber auch da im unteren Bereich eher pauschalisierende Vereinfachungen statt Reglementierungswut !
“Beamten- & Pensionärsprivilegien”: Glaubst Du doch selbst nicht, daß sich die Ministerialaristokratie selbst entmannt.
=> … deswegen sollst Du ja “Die Blauen” wählen, mann !!!
“einschlägig bekannten Kartelle”: Wo fangen wir an, bei Schornsteinfegern, GEZ, OPEC, oder der Redaktionskantine ?
=> … OPEC liegt im Ausland. Redaktionskantine is dein Problem.
“Banken werden zu Sparkassen abgerüstet”: Sparkasse Köln-Bonn als Vorbild ?
=> … wieder ein Griff in’s Klo, Staphi !!! … beidhändig !!!!!
=> … Ausnahmen bestätigen die Regel. Köln ist bekannt als korruptes Drecksnest der “Sozial”-”Demokraten” !!! …
=> … bundesweit scheint es mir eher so zu sein, dass Die SParkassen-Verbände die Lasten der Landesbanken aufgebürdet bekommen und NICHT umgekehrt , oder ??
=> … worauf ich mit “Spielbanken abrüsten zu Sparkassen” hinauswill, ist, dass das “Geschäftsmodell” Spielcasino für alle Zeit abgeschafft werden muss und Banken nur noch ihre volkwirtschaftlichen Funktionen wahrnehmen dürfen: Zahlungsverkehr und Fristentransformation (auf dt.: CobA und DeuBa shorten !!!) !!!
“unlautere & schädliche Massnahmen aus dem Ausland”: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen ?!
=> … wo kommt der ganze Toxic-Waste her, du Schlaumeier ? … was is mit dem yen-carry trade ???
=> … was hat das mit sozialistischer Abschottungspolitik zu tun ???
“Nebenjobs werden für Politiker verboten”: Endlich keine Selbständigen mehr im Parlament, sondern nur noch Lehrer und Pastoren.
=> … die Handvoll “Selbsständiger” im Parlament sind in dem Sinne Selbständige, als dass sie sich als “Unternehmensberater” in der Vermittlung zwischen Lobbyisten und “Politikern” verdingt machen …
=> … staphi, falls du es die letzten 20 Jahre nicht gemerkt hast: POLITIK ist VOLLZEITJOB (erst recht bei dem Gehalt!) !!! … wenn nicht, kommt sowas raus wie deine Sozis es jetzt fertiggebracht haben !!!
“indiskrete Frage: welches Promille-Ergebnis können die “Blauen” derzeit vorzeigen ?”
=> … ich bin selbst mit 20 Promille noch rationaler als Du, oder ??
@HG
wo wann wird man öffentlich davon erfahren ?
@michael, Beitrag #24
Absolut geiler Beitrag.
@Neidlos { 23.01.09 at 17:31
” “Marktradikalen” -> vulgär-wirtschaftsliberal -> “neoliberal”, also ein gesamtgesellschaftlich verantwortungsloser und opportunistischer Homo Ökonomicus der idR so neidzerfressen ist das ja niemand der weniger “leistet” als er selbst (z.B. Frisösen, Hausmeister, Arbeitslose) das gleiche vom Kuchen abbekommt.”
“Warum sollte denn auch jemand der weniger leistet das gleich vom Kuchen abbekommen? Häh, wo lebst du denn?”
Ich hätte das konkretisieren müssen:
Die “Leistunghöhe” ist natürlich eine völlig subjektive Sache, die nicht die Realität wiederspiegeln muss.
“Ich habs vorher schonmal erklärt: Wenn euch das, was ihr habt zuwenig ist, hindert euch keiner daran euch mehr zu beschaffen. Aber nicht durch Zwang (Steuern), Gewalt oder sonstige kriminelle Machenschaften. Wenn ich das geld freiwillig hergebe (Dienstleitung oder Produkt) habe ich kein Problem, dass der Friseur, Hausmeister, Arbeitslose nachher mehr hat. Auch sehr gerne mehr als ich.”
Wie Karl schon anführte sind die Regeln die du anführst von der Gesellschaft und nicht von dir gemacht.
Desweiteren, was wenn unmoralisches Verhalten, denn mit dem sozialdarwinistischen Geschwurbel geht es dir ja nur um eine Rechtfertigung für unbegrenzten Egoismus, also Menschen die vermeindlich dümmer sind als man selbst übers Ohr zu hauen und so Mehrwerte abzuschöpfen, auf einmal als “kriminelle Machenschaften” definiert und sanktioniert wird?
Hättest du vermutlich ein nicht geringes Problem.
“Darum Flat-tax für alle, bis zu einer gewissen Einkommensgrenze. Alles was darüber hinausgeht wird überhaupt nicht besteuert, da auch der Superreiche nicht mehr Kosten verursacht als der Arbeitslose.”
Das mag in deiner kleinen auf dich selbst beschränkten Welt funktionieren, in der Wirklichkeit bedeutet das was jetzt gerade stattfindet – Wirtschaftskrise und Wohlstandsverlust.
So, genug den Troll gefüttert.
@Neidlos
Die marktwirtschafliche, darwinischtische Denkweise ,von einem Großteil unserer Politclowns, hat sich in den letzten Monaten gewandelt und unsere Lobyisten gelichfalls unglaubwürdig gemacht.
Denn wenn man die darwinischtische Analogie für die Mittel- und Unterschicht erhebt, so kann man sich selbst als steurende Elite (Oberschicht) nicht einfach aus dieser Gleichung herrausnehmen ,wenn man selbst nicht mehr am ‘Kopf der Nahrungskette’ steht.
Banken, Automobilwirtschaft als Beispiel sind größtenteils derzeit unübersehbar bankrott und müssten zumindest ein geordnetes Insolvenzverfahren über sich ergehen lassen.
In einer wirklichen darwinistischen Marktwirtschaft dürfte es keine Bail-Outs etc. geben.
Steuergelder für die Umverteilung von unten nach oben waren nie ausreichende verfügbar.Umgekehrt allerdings plötzlich dann schon.
Dadurch macht sich die derzeitig praktizierende Marktwirtschaft selbst im höchsten Maße unglaubwürdig und man erkennt das deren Prinzipien nur solange praktiziert werden, bis es die Gewinner (unertwartenderweise) selber trifft. Dann gelten plötzlich wieder sozialistische Grundsätze.
Wäre es nicht auch durchaus erwägenswert, das Konzept der Kapitalgesellschaften neu zu überdenken?
Aktuell sieht es ja so aus, daß die richtigen Lebewesen im Lande eine Art Substrat darstellen. Das ist das gibbelige Zeugs in den Petrischalen, auf welchem die Pilze und Keime dann wuchern können. Diese Pilze und Keime sind die juristischen Personen als künstliche Lebewesen, die in den letzten Dekaden immer mit Steuergeschenken gefüttert wurden.
Gerade im Bereich der Medien stellen sich diese stetig anwachsenden Gebilde als zunehmend schädlich heraus.
Auch die umfassenden Privatisierungsträume haben an keiner Stelle einen echten Vorteil erbracht, wenn man alle Menschen in die Betrachtung einbezieht. Die Energie ist nur teurer geworden, und gleichzeitig vergammelt die Hardware, da deren Erhalt gewinnschmälernd wirkt. Der Kommunikationssektor war zu alten Postzeiten immerhin in der Lage per Mischkalkulation Briefe und Pakete mitzuziehen. Jetzt haben wir einen schädlichen Niedriglohnsektor im einenTeil und überbordernd sprudelnde Gewinnquellen für wenige im Telefonbereich. Kommunikation ist ein essentieller Teil des menschlichen Lebens, sollte man bedenken.
Der Transportsektor wird durch weitere Privatisierung auch nicht den Erfordernissen gerecht werden, weil ein Einbeziehen der problembehafteten Bereiche Umwelt/Resourcen/Nachhaltigkeit gewinnschmälernd wirken.
Wenn irgendwas in die Grütze geht, muß sowieso die Allgemeinheit wieder den Bezahlhansel spielen. Siehe Aufstocker beim Briefboten. Die zu erwartenden Unterstützungsmaßnahmen für das Stromleitungsnetz und was dem kleinen Mann sonst noch so blüht.
Bei meinen ersten Stunden Wirschaftskunde wurde sogar noch von freien Gütern gesprochen, die von den unfreien unterschieden wurden. Luft und Wasser galten damals noch als frei, obwohl beim Wasser auch schon eine Abkehr von diesen Grundsätzen zu belegen war. Beispielsweise das private Seegrundstück, das den Zugang zum Ufer verwehrte.
Inzwischen gibt es Leute, die offen fordern, man solle auch das Wasser zu einem ‘normalen’ Gut machen, was sicherlich die Gewinnmöglichkeiten desjenigen rarsant verbessern wird, der am Wasserhahn sitzt, aber auf ‘Kundenseite’ zu allerlei Elend und Not führen wird.
Ist eigentlich mal irgendwem aufgefallen, daß das Geschrei nach immer weiter beschleunigten Innovationszyklen dazu geführt hat, daß die Anzahl unausgereifter Produkte beängstigend gestiegen ist? Der Verbraucher als Beta-Tester scheint bereits als selbstverständlich befunden zu werden. Dabei ist das absolut schädlich für alle Beteiligten.
@ Degnaphta
Imitation und Scheininnovation sind für mich kein wirklicher technischer Fortschritt. Dinge wie den Ein-Klick-Einkauf, Fotschrittsbalken und beheizbare Socken sind nicht patentwürdig.
Mehr als Träumereien von Utopien kann ich selbst leider nicht anbieten, aber weissgarnix will ja mal was über ein neues Wirtschaftssystem im staatlichen Teileigentum mit privater Leitung schreiben.
@ Halbgott
Über einige der Fürsten der Finsternis:
http://www.solidaritaet.com/neuesol/2008/32/doha.htm
@Degnaphta
>… Doch ist ein 12jähriges Kind nicht adäquat mit 210 Oi (neuerdings 245 Oi) großzuziehen. Das geht schlichtweg nicht.
Die angbliche Heizung der Wohnung ist ebenfalls eine Mähr.
Die Kombination aus der Abschaffung von Härtefällen und ‘Reformen’ im Gesundheitssystem plus hartz4 verunmöglichen eine ärztliche Versorgung, die von Leichtgläubigen und Unerfahrenen aber immer unterstellt wird.
Kann deine Ausführungen alle nachvollziehen, bin aber eben anderer Meinung. 345€ im Monat + Wohnung ist mehr als ich während einiger Zeit meines Lebens zur Verfügung hatte und ich bin dabei auch nicht verhungert.
Wie die Situation mit kranken Härtefällen und medizinischen Kosten aussieht kann ich zuwenig beurteilen um hierzu eine Meinung zu haben, daher streite ich dies auch gar nicht ab.
>Willst du deinen Reichtum irgendwann für Wachmänner bezahlen müssen, die möglicherweise plötzlich neidisch werden und ihre Loyalität neu überdenken?
Es besteht ja Konsens darüber, dass man den Leuten genug zum Leben lassen muss, damit sie es sich nicht mit Gewalt holen, wir unterscheiden uns jedoch deutlich in der Ansicht darüber wie viel das ist und aus welchen Motiven das geschieht. Ich bin eben der Meinung dass die Summe ausreicht, die ein Überleben ermöglicht und das sehe ich in der momentanen Situation und Vermögensverteilung deutlich als gegeben an.
Mit Loyalität der “Verlierer” hat das übringens wenig zu tun, sondern mit einer rationalen Abwägung wie viel auch noch die Wenigbegüterten zu verlieren haben (warmes Dach über dem Kopf + genügend Nahrung).
>Du bist wahrscheinlich wahnsinnig jung, weshalb du Zeiten nicht miterleben konntest, in denen der steuerzahlende Bürger tatsächlich mit einem wohligen Gefühl im Bauch an irgendwas vorbeispaziert ist, was von seinen Steuergeldern finanziert wurde.
Völlig richtig, an solche Zeiten kann ich mich keinesfalls erinnern, da es diese in den letzten 250 Jahren wohl auch nicht gegeben hat. Der Staat hat schon immer von seinen Bürgern Geld abgepresst und es dann zum Fenster rausgeworfen. Wenn ich diese Gefühl nicht hätte, würde ich sehr wahrscheinlich auch mit mehr Freude meine Steuern bezahlen.
@Alvar Hanso
>Die “Leistunghöhe” ist natürlich eine völlig subjektive Sache, die nicht die Realität wiederspiegeln muss.
Völlig falsch. Die Leistungshöhe ist absolut objektiv und bestimmt derjenige, der dafür bezahlt. Wenn jemand für etwas 5€ bezahlt dann ist es 5€ wert, wenn er 1000€ für die gleiche Leistung bezahlt 1000€.
>Wie Karl schon anführte sind die Regeln die du anführst von der Gesellschaft und nicht von dir gemacht.
Die Regeln die ich anführe gelten in jeder freien Gesellschaft, in der keiner vom Staat (das was du als Gesellschaft bezeichnest) unterdrückt wird (auch die “Reichen” nicht).
Wenn du natürlich davon ausgehst, dass es auch möglich ist dass die die wenig haben denen die viel haben das auch einfach wennehmen können (ganz einfach per Gesetz,
weil sie mehr Wählerstimmen haben) sind wir nicht mehr in einer freien Gesellschaft.
>Desweiteren, was wenn unmoralisches Verhalten, denn mit dem sozialdarwinistischen Geschwurbel geht es dir ja nur um eine Rechtfertigung für unbegrenzten Egoismus, also Menschen die vermeindlich dümmer sind als man selbst übers Ohr zu hauen und so Mehrwerte abzuschöpfen, auf einmal als “kriminelle Machenschaften” definiert und sanktioniert wird?
Hättest du vermutlich ein nicht geringes Problem.
Richtig. Dann bliebe mir tatsächlich nur noch auswandern (sofern es dann noch ein freies Land gibt). Denn das was du anführst ist eine Diktatur.
In einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung hat jeder das Recht so egoistisch zu sein wie er will.
Er wird es jedoch immer nur bis zu einem gewissen Maße sein, denn sobald ein privater Sicherheitsdienst mehr kostet als den Hungernden zu essen zu geben ist ein gewisser Grenznutzen gegeben.
>Das mag in deiner kleinen auf dich selbst beschränkten Welt funktionieren, in der Wirklichkeit bedeutet das was jetzt gerade stattfindet – Wirtschaftskrise und Wohlstandsverlust.
Was beides auch wieder vorbeigeht. Anschließend geht es auf zu neuen Höhen. Krisen gab es schon immer und wird es auch weiterhin geben. Wer das nicht will muss nach Utopia gehen.
>So, genug den Troll gefüttert.
Nicht jeder der anderer Meinung ist, ist gleich ein Troll. Ich jedenfalls tausche mich lieber mit Leuten aus, die meine Meinung nicht teilen, das ist wesentlich interssanter.
@Bankenaufsicht
Alles was du gesagt hast kann ich so unterschreiben. Die Bailouts ohne Konsequenzen hätte es bei mir aber auch nicht gegeben. Mein Prinzip gilt nämlich natürlich auch für die “Großen”.
Neidlose Grüße,
Neidlos
Wenn du natürlich davon ausgehst, dass es auch möglich ist dass die die wenig haben denen die viel haben das auch einfach wennehmen können (ganz einfach per Gesetz, weil sie mehr Wählerstimmen haben) sind wir nicht mehr in einer freien Gesellschaft.
Also, ich fasse zusammen:
- Die, die wenig haben dürfen grade soviel haben, dass sie denen die viel haben nicht aus Maul hauen und sich etwas mit Gewalt nehmen. Wir sollten tatsächlich diesen ganzen Menschenrechte und Menschenwürde Schnulli aus der Verfassung streichen.
- Demokratisch legitmierte Umverteilung führt automatisch zu einer unfreien Gesellschaft. Interessantes Demokratieverständniss.
In einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung hat jeder das Recht so egoistisch zu sein wie er will.
Falsch. Er hat das Recht in den Grenzen, die im die Gesellschaftsordung zugesteht so egoistisch zu sein wie er will. Ich kann ja auch nicht meinen nachbarn erschiessen, weil der die hübschere Frau hat und dann der Frau den Knüppel über den Kopf ziehen und sagen: Die gehört jetzt mir.
Irgendwie scheinst du immer zu meinen es gäbe so etwas wie ein “Naturrecht auf Eigentum” oder ein “Naturrecht auf Reichtum”, das allerhöchstens durch den bösen Staat eingeschränkt werden könnte. Dem ist nicht so. Sorry. Der Staat räumt dir diese Rechte ein, weil es die Mehrheitliche Meinung gibt, das sie dem Allgemeinwohl nutzen. Was auch stimmt. Das wichtige Wort ist hier aber Allgemeinwohl. Denn das bedeutet, wenn die Nachteile für das Allgemeinwohl überwiegen, muss man das System ändern.
@ Neidlos
Diese verhärmte Diskussion habe ich bereits häufig geführt, erstaunlich häufig waren geknechtete Stundenten dabei, die eigentlich klug genugsein müßten, um den Fehler zu erkennen.
Weil es dir gelang, mit deutlich weniger auszukommen, ohne zu verhungern, dann kannst du nicht einfach von dir auf andere schließen, um daraus die Legitimation abzuleiten, jeder müsse mit schlechten Zeiten so gut umgehen können wie du. Wenn ich meine persönlichen Tiefspunkte und Dürrezeiten dahernähme, um diese Unbill jetzt auf andere zu übertragen, würde sie unsere Gesellschaft in einen Greuelhaufen verwandeln. Ich habe Sachen erlebt, die möchte ich niemandem zumuten. Ich habe es zwar geschafft, aber bin mir sicher, daß es etliche gäbe, die daran Verzweifelt wären. Ebenso kenne ich andere Einzelschicksale, von denen ich nicht getroffen sein wollte. Auch wollte ich nicht, daß jedermann sie als Standardtief zu durchlaufen hätte.
Du hingegen scheinst noch auf dem holzweg zu sein, daß du dir sagst “Was ich kann, soll doch jeder können…und wer das nicht drauf hat, ist halt selber Schuld, wenns dann bergab geht.” Das ist eine so hartherzige wie kurzsichtige Haltung. Um solchen Trugschlüssen nicht zum Opfer zu fallen, wurde eben ein Katalog von Grundregeln zusammengestellt, der bestimmte Werte als festzementiert bestimmt.
Das komlexe Konzept der Würde kommt darin vor. Die eigentlich leichte Religionsfreiheit auch, wobei es der jüst übel an den Kragen geht. Die Freizüggigkeit nur noch mit Bedingungserfüllung. Der Schutz der Familie ist in den unteren Schichten zur Zwangsgemeinschaft verkommen, der man als Betroffener mit der Zerschlagung des Familienverbandes entgehen kann – böse freie Wahl, die sich da bietet.
Die Diskrepanz zwischen Anspruch, der den Worten meines Lieblingsgrundgesetzes zu entnehmen ist, und der aktuell praktizierten Wirklichkeit erinnert an die todeszuckungen der alten DDR. Da saß Honni sicherlich auch lustig mit der Wandlitzer Nachbarschaft beim Sekt und faselte was von real existierendem Sozialismus, während draußen bei den Leuten das Wasser bis zum Hals stieg.
Wir als die angeblich freiheitlich-demokratisch grundgeordneten Gewinner mäßten jetzt eigentlich zeigen, was es bedeutet, Grundregeln ernst zu nehmen und mit echtem Leben zu füllen.
Stattdessen wird unter krudesten Propagandamaßnahmen eine völlig untaugliche Umdefinition von Mensch, Gesellschaft und Staat vorgenommen. Dabei hätten wir durchaus das Potential (Kenntnisse, Fähigkeiten, Mittel), aber es scheint das Motiv zu fehlen.
Die aktuelle Krise ist ein schöner Anlaß, mal grundsätzlich Hand an die fehlkonstruierte Maschinerie zu legen.
@ Mylli
Dieses Patentgehampel ist so überflüssig wie ein Kropf – und auch noch schädlich für Alle dazu. Damit wird nur aus etwas, was eigentlich Allgemeingut sein sollte, ein knappes Gut generiert. Die damit einhergehende Besitzstandswahrung brockt uns einerseits die Verlangsamung der Wissenverbreitung ein, was ein Verlangsamung des Wissenszuwachses verursacht. Und zum anderen müssen wir um der Besitzstandswahrung weitere Grundrechte einschränken, was zu ihrer Entwertung führt. Die Privatheit erlebt auch gerade einen Niedergang, weil der Schutz des ‘intellektuel property Gedönses’ nur mit umfassender Überwachung und Ausspähung wirklich zu gewährleisten ist.
Eigentlich sind doch die Forscher, Erfinder und Entwickler sowas wie die Sloterdijkschen Conquistadores, die die Fahrt ins Unngewisse machen, um dort neuland zu entdecken und abzuernten. Ihr Boot ist gebaut aus dem bereits bestehenden Wissen, also der Leistung aller vorheriger Kollegen, sodaß eine Belohnung bei der präsentation des neulandes ja durchaus angemessen ist. OK, ein Jahresgehalt und den Namen im Stadtpark auf einen großen Stein. Das sollte reichen. Daß noch die Erben von dieser Idee profitieren können sollen, ist absolut nicht nachvollziehbar.
Zumal die gängige Praxis ja auch darin besteht, daß die eigentlichen Conquistadores von Geldsäcken gedungen werden, wobei sie ihre Fähigkeiten und Ergebnisse anspruchslos an den Geldsack übereignen.
Oder nimm das schädliche Phänomen des Vorenthaltens einer Verbesserung. Dies wird durch die aktuellen Regelungen auch befördert. Das schadet allen, wenn eine umweltfreundlichere Technik nicht verwendet wird, weil der Erfinder das der Welt nicht gönnt.
Will man beispielsweise eine Straße bauen und ein letzter zickiger Anwohner will sein notwendiges Grundstück nicht verkaufen, dann kommt die Parole “Gemeinnutz kommt vor Eigennutz!” zur Anwendung. Das sollte halt auch bei der Bewahrung der Würde geschehen.
An #25:
Ein Kleinbauer mit 10 ha Land zu 1 EUR/m² hat keine 1 Mio, sondern nur 100000 EUR Vermögen. 10 ha = 10 x 10.000 m².
Erbschaftsteuer: 0. Selbst bei 19% wären das 19.000 EUR.
DT
@Karl
>- Die, die wenig haben dürfen grade soviel haben, dass sie denen die viel haben nicht aus Maul hauen und sich etwas mit Gewalt nehmen. Wir sollten tatsächlich diesen ganzen Menschenrechte und Menschenwürde Schnulli aus der Verfassung streichen.
Die Thematik mit der Menschenwürde und den Menschenrechten in der Verfassung bezieht sich hauptsächlich auf andere Dinge als das Eigentum (Gleichheit vor dem Gesetz, Verbot von Folter, etc.) Was die Vermögensverhältnisse betrifft würde ich dise Thematik tatsächlich aus der Menschenwürde ausklammern. Und Artikel 14 (2) GG würde ich sowieso streichen.
>- Demokratisch legitmierte Umverteilung führt automatisch zu einer unfreien Gesellschaft. Interessantes Demokratieverständniss.
In der momentanen Ausprägung in der in alle möglichen Richtungen umverteilt wird, ist dem tatsächlich so. Wenn die Masse einzelnen etwas wegnimmt nur weil sie mehr sind werden diese einzelnen von der Masse unterdrückt.
>Falsch. Er hat das Recht in den Grenzen, die im die Gesellschaftsordung zugesteht so egoistisch zu sein wie er will. Ich kann ja auch nicht meinen nachbarn erschiessen, weil der die hübschere Frau hat und dann der Frau den Knüppel über den Kopf ziehen und sagen: Die gehört jetzt mir.
Das ist ein schlechtes Beispiel. Denn dabei zwingst du den anderen ja zu etwas. Wenn wir statt der Frau (die ja kein Eigentum des Nachbarn ist) sein Auto nehmen, und er es dir freiwillig im Tausch gegen z.B. dein Motorrad gibt dann passt die ganze Sache. Wenn sein Auto dann eben mehr Wert war als dein Motorrad dann hat er eben Pech gehabt. Nochmal: Mir geht es in der Haupsache darum, dass jeder das machen kann was er will, solange alles auf Freiwilligkeit beruht (Keine Gewalt, kein Zwang). Wer für 3€ die Stunde arbeitet tut dies immer noch freiwillig und hatte vorher auch die Chance etwas anderes zu lernen.
>Irgendwie scheinst du immer zu meinen es gäbe so etwas wie ein “Naturrecht auf Eigentum” oder ein “Naturrecht auf Reichtum”, das allerhöchstens durch den bösen Staat eingeschränkt werden könnte. Dem ist nicht so. Sorry. Der Staat räumt dir diese Rechte ein, weil es die Mehrheitliche Meinung gibt, das sie dem Allgemeinwohl nutzen. Was auch stimmt. Das wichtige Wort ist hier aber Allgemeinwohl. Denn das bedeutet, wenn die Nachteile für das Allgemeinwohl überwiegen, muss man das System ändern.
Richtig, selbstverständlich bin ich dieser Meinung. Der Wunsch nach Vermehrung von Besitz und Macht ist in meinen Augen eine ganz zentrale Eigenschaft des Menschen. Sonst hätte er nicht schon so viele Kriege angefangen (was jetzt natürlich kein Positivbeispiel ist).
Jeder soll die Chance auf Eigentum und Reichtum aus eigener Leistung haben. Zumindest möchte ich nirgendwo leben wo dem nicht so ist. Dieser Besitz soll ihm dann nicht durch andere (auch wenn das die meisten sind) die es nicht geschafft haben, wieder weggenommen werden. Das ist Kommunismus. Und sollten hier irgendwann die Kommunisten an die Macht kommen bin ich ganz sicher der erste der geht.
Das höhere Allgemeinwohl ist meiner Meinung nach nur ein Nebenprodukt aus der aktuellen Ordnung. Dass es dadurch allen besser geht ist zwar schön, steht für mich jedoch nicht im Vordergrund. Und dass es allen besser geht kannst du ja wohl nicht abstreiten (80% der Weltbevölkerung verhungern wenn sie nicht für sich selbst sorgen). Deine angesprochenen Nachteile die eine Systemänderung erfordern kann ich beim besten Willen nicht erkennen.
@Degnaphta
Deine Ausführungen kann ich alle nachvollziehen und stimme im Prinzip auch zu!
Der einzige Punkt in dem wir uns uneinig sind ist die Höhe der Summen. Sowohl die Höhe der Umverteilung bzw. Hartz als auch die der Selbstverantwortung. Diese ist in meinen Augen (mit Ausnahme der von dir angesprochenen Härtefälle) einfach zu hoch bzw. zu niedrig.
Wahrscheinlich haben wir beide einfach einen zu unterschiedlichen Background als das hier Konsens bestehen könnte. Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit erinnern, als viele einfach nicht gekommen sind oder zugedröhnt im Unterricht waren, anschließend 3 Lehren abgebrochen haben und heute maulen dass Hartz4 zuwenig ist. Auch sehe ich täglich in meinem Umfeld Leute die kein bisschen Motivation haben sich da raus zu ziehen. Und wenn diese Leute dann mal ehrlich sind, dann kommt meistens dabei raus, dass die Situation doch supi ist. Diese Einstellung geben sie dann an ihre Kinder weiter und die haben schon in der 7. Klasse keinen Bock später mal zu arbeiten, weil sie sehen wie entspannt das Leben doch ist. Das sind keine Stammtischparolen sondern täglich real erlebte Tatsachen. Und ich vertraue nun mal lieber dem was ich selbst sehe und höre als dem was irgendwelche Statisktiken aussagen.
Außerdem kenne ich auch genügend Gegenbeispiele von Leuten die es geschafft haben.
Natürlich kann ich weder mein Leben noch dass derjenigen die ich sehe auf die Allgemeinheit hochrechnen, trotzdem ergibt sich ein ganz brauchbares Bild (ich bin mir sehr wohl bewusst dass es auch andere Beispiele gibt). Trotzdem bleibe ich dabei, solange es rentabel ist, in der sozialen Hängematte zu liegen, solange zahle ich meine Steuern nur extrem ungern. Wenn das Gesamtsystem wieder so umgestaltet wird wie es mal geplant war, werde ich diese Meinung gerne wieder anpassen.
Sämtliche meiner Aussagen gelten übrigens auch für die Umverteilung von unten nach oben, durch Subventionen, die momentan erfolgenden Bailouts, etc.. Ich bin gegen JEDE Art der staatlich erzwungenen Geldabpressung und in jedem Bereich für mehr Freiheit.
Neidlose Grüße,
Neidlos
@DT
Ich denke mal, ein Vermögen von 100.000 sollte auch in einem rigorosen Erbschafts- und Vermögenssteuersystem nicht belastet werden. 300.000 Euro Freibetrag hielte ich für absolut angemessen, selbst 500.000 würde ich mir zur Not einreden lassen, damit es auch in Infla-Zeiten nicht heisst, man würde “Omas Häuschen” belasten.
Aber 1,5Mio Euro? Sprich: 3 Millionen D-Mark?
@neidlos
>Daher: Marktwirtschaft rocks!
Soll sie ja auch! Ich würde sie persönlich sogar noch viel mehr rocken lassen, ja ich würde ihr sogar die gelegentliche Dosis Ecstasy zubilligen, wenn’s denn unbedingt sein muß.
Aber um 6 Uhr morgens, nachdem sich die Tanzfläche geleert hat, würde ich den Türsteher anweisen, bei den Gästen, die das Lokal verlassen wollen, abzukassieren. Und zwar kräftig. Die würden zwar alle murren, aber weil sie mein Lokal trotzdem noch immer geiler finden, als alle anderen, würden sie trotzdem wieder kommen.
Und soll ich dir noch was sagen? In meiner Disco gäbe es noch nicht mal “Mindestlöhne”. Dafür aber eine separate Tanzfläche, für alldiejenigen, die sich auf dem Main Dance Floor irgendwie unwohl fühlen oder dort nicht zurechtkommen. Auf dem würde allerdings der Mindestlohn gelten …
Kannst dir ja selber ausrechnen, was jetzt in einem “Gleichgewichtssystem” eigentlich passieren müßte.
@Neidlos
Wenn Du Eigentum als Naturrecht betrachtest, wie hältst Du es dann mit dem Erbrecht? Ein “Naturrecht”, das den Namen verdient, sollte ja wohl mit dem Tod der Person erlöschen.
Letztendlich ist es ja das Erbrecht, also die Ausübung der Eigentumsrechte über den Tod hinaus, was das von Dir gepriesene Leistungsprinzip am krassesten unterminiert: gegen das was jedes Jahr vererbt wird, sind arbeitslose Sozialtransfers ala Hartz-IV peanuts.
Würden alle Erbschaften an den Staat fallen (deren Kauf durch die Nachkommen z.B. per Ratenzahlung über 30 Jahre mit einem zinsenlosen Darlehen erleichtert werden könnte), dann wären der Sozialstaat vermutlich ohne weiteres mit der von Dir gewünschten gedeckelten Flat Tax finanzierbar (wenn man es irgendwie hinkriegt das hinterziehungssicher zu gestalten …)
@Neidlos
“Das ist Kommunismus. Und sollten hier irgendwann die Kommunisten an die Macht kommen bin ich ganz sicher der erste der geht.”
Weisst du, das ist doch genau der Kern der Sache..
In den meisten Diskussionen hier, vorallem zur Reperatur des Zombikapitalismus und Überwindung der WiMoDem, geht es doch darum, wie schaffen wir es, das moralisch und geistig insuffiziente Gestalten wie du, die in jungen Jahren ihren Charakter und Verstand für ein Buch von Ayn Rand eingetauscht haben, NICHT in die Führungsebenen der Gesellschaft vordringen oder irgendeine Form von Marktmacht ausüben können.
Deswegen auch das halbgöttliche Würfelmodell, da gehts ja nur darum die Wahrscheinlichkeit das Menschen die deine “Ideologie” politisch ausleben können auf ein gesellschaftlich tragfähigeres Minimum zu reduzieren.
@ Neidlos
Warum klammerst du dich immer an diese Fiktion von ” …hätten ja was anderes lernen sollen…”? Ist das Lernresistenz aus Trotz? Oder entzieht sich dir die Logik der Umstände, wei es dir an Reife ermangelt?
Was hätten die Opel-Arbeiter anderes machen sollen? Damals schon so weitsichtig sein, um die Aussichtslosigkeit des Autobauergewerbes zu erkennen? Gegen alle Propaganda an?
Wo bleiben die Dummen und Schwachen in deiner Welt? Es gibt Leute, die nie über den Zahlenraum Hundert hinauskommen, egal wie sie sich bemühen. Die willst du ins Abseits stellen? Unwertes Leben, oder auf welcher Idee basiert deine Hartherzigkeit?
Leider ist das tatsächlich eine verbreitete Einstellung des outputs zeitgenössischer Bildungsanstalten. Die lesen zwar Goethes Faust und Lessings Nathan, aber die daraus gewonnenen Erkenntnisse führen nicht zu Aufklärung und Humanismus. Ob das an der Qualität der Lehrer oder deren Absichten liegt, oder aber dem Brimborium der mainstream-Medien geschuldet ist, weiß ich nicht so genau.
Was die Vermögensverhältnisse betrifft würde ich dise Thematik tatsächlich aus der Menschenwürde ausklammern.
Ach? Und wie regelt man das mit der Würde in unserer Gesellschaft ohne Geld? Er verhungert zwar, aber er verhungert in Würde? Wir geben ihm anständige Kleidung dabei?
Und Artikel 14 (2) GG würde ich sowieso streichen.
Yep, sowas hab ich mir geadcht. Der steht da allerdings nicht ohne Grund drin. Vielleicht doch mal ein bißchen mit Geschichte beschäftigen? Die Tatsache, das Eigentum verpflichtet und dem Allgemeinwohl zu dienen hat zieht sich ja wohl irgendwie durch.
Anyway, viel Spaß noch mit den vielen Nullen aufm Konto…
@Karl, Degnaphta
Ihr müßtet schon wissen, was ihr wollt. Die Folge von Multikulti ist zwangsläufig Sozialdarwinismus Typ USA, auch aus England und Frankreich bestens bekannt. Ansonsten müßtet ihr Verfechter eines beschaulichen nationale Deutschland mit all seinen netten Leuten bei “sozialer” Marktwirtschaft werden.
Das mit den reichsten 10 % ist ja wieder eine Halbwahrheit. Da blieben 9,99 %, die 1 % hätten und 0,01 %, denen 60 % gehörten. Und bei denen liegen keine 60 %, weil die bereit wären, zu teilen.
Was euch unter Sozialdarwinismus vorschwebt, ist doch ganz einfach das Abkassieren der 99,99 %, die durchaus eben nicht “reich” sind. Abzukassieren, damit es Millionen osteuropäischen Zuwanderern besser geht. Vergeßt es, wer hier nie gearbeitet hat, hat auch kein Recht auf Sozialleistung, denn deren Vorfahren hatten nicht einmal einen Deutschen Schäferhund. Was euch vorschwebt, das sind doch wieder Steuern, damit die Angestellten des armen öffentlichen Dienstes 10 % Gehaltssteigerung kriegen können. Verkennend, daß es auch hier inzwischen viel attraktiver ist im Öffentlichen Dienst zu arbeiten als in der sonstigen Wirtschaft. Klinkt euch mit eurem Sozialdarwinismus mal langsam ein, die Abgezockten grüßen euch.
Mensch, Michael, hast du einen Nebenjob als Gedankenleser? Den hättest du nämlich gänzlich vergeigt, wenn du meine Wünsche so zu empfangen haben glaubst.
Woher willst du wissen, was Karl, ich oder sonstwer auf der Welt wollen?
Die Zustände in Amerikanesien sind tatsächlich beklagenswert. Das sehe ich auch so. Dennoch ist das eine auf die dortigen Bewohner zurückzuführende Schieflage, die weder mit Multikulti noch mit Sozialdarwinismus respektive mit der Kombination aus beidem eine Zwangsläufigkeit erfährt.
Mir eine sozialdarwinistische Haltung unterschieben zu wollen, sprengt meine Begreifensgrenzen. An welchen Stellen ich Derartiges auch nur unterschwellig ins Gespräch gebracht haben soll, entzieht sich meiner Erkenntnis.
Allerdings erhärtet sich zunehmend der Verdacht, daß hier ein humanistischer Menschenfreund, nämlich ich, einen zwecklosen Diskurs mit Herrenmenschen führt. Irgendwie sehe ich da wenig Chancen, zu einem Konsens zu gelangen.
Meine Position ist immerhin so kompromißfähig und -bereit, daß ich die Luxusvilla, die Oldtimersammlung, die goldene Armbanduhr und sonstige Attribute unendlichen Reichtums nicht grundsätzlich verdamme, sondern sie gerne Jedem gönne, der da so drauf steht, sofern nicht am anderen Ende der Vermögensverteilung Grundwerte wie die Würde oder das Leben selbst untergraben werden.
Ein bischen Würde geht nämlich nicht. Das ist ein eher digital zu betrachtendes Phänomen wie beispielsweise auch Schwangerschaft oder Jungfräulichkeit. Da bin ich keineswegs kompromißbereit.
“Der Sozialstaat muß bezahlbar bleiben.” jammert ein Kahrs öffentlich im Fernsehen. daraus jetzt den Schluß zu ziehen, man könne, ja müsse, die Lebensqualität eines Teils der Bevölkerung in würdeverletzende Tiefen absenken, ist ein totales Armutszeugnis.
Wenn es Schwieirgkeiten beim Bezahlen gibt, muß man die Geldquellen umorganisieren. Der geschmähte Artikel im GG mit dem verpflichtenden Eigentum und dem Allgemeinwohl spricht eine klare Sprache. Daß jetzt alle Parteien, die sich als bürgerlich und als ‘die Mitte’ plakatieren, diesbezüglich blinde Flecken aufweisen, halte ich für ähnlich gefährlich, wie die Entwicklungen im Endstadium der Weimarer Republik. Sollte man nicht aus der Geschichte lernen?
@ Michael
So richtig konnte ich dem jetzt nicht folgen. Wo kommt der Sozialdarwinismus her für den ich sein soll?
Ansonsten ging es mir erstmal darum überhaupt festzustellen, dass wir uns in der allgemeinen Diskussion (in der die “Neidlosen”-Theorien ja durchaus mainstreamfähig sind) inzwischen eben von dem verbaschiedet haben, was ich als Grundlegend für die Gesellschaftsordnung in der BRD ansehe. Nämlich eine soziale Marktwirtschaft, die immer weiter in Richtung einer aristokratischen Wir-nennen-es-Marktwirtschaft Wirtschaft rutscht. Und in der alles was ausserhalb der marktlichen Sphäre stattfinden sollte zunehmend einem Pseudo Leistungs- und Pseudo Marktprinzip unterworfen wird.
Was das jetzt mit Multikulti zu tun hat, ist mir ehrlich nicht klar. Was wohl daran liegt, das es mir schwer fällt zu beurteilen wann jemand Deutsch ist (sind die polnisch Stämmigen Leute im Ruhrpott, die da vor 150 Jahren eingewandert sind Deutsch, oder Polnisch oder Beides?) und wann nicht. Ich würde das ja schlichtweg an der Staatsbürgerschaft festmachen, aber da kommen dann wohl wieder die üblichen Überfemdungs- und Die-Deutsche-Leitkultur-darf-nicht-sterben Argumente (die ich gelinde gesagt für ziemlichen Müll halte; Kulturen verändern sich und sehen sich einer Vielzahl an Einflüßen ausgesetzt – beides ist positiv).
Also, what’s the point? (Ui, das war nicht deutsch, die Deutsche Sprache – Sprache von Goethe und Schiller – wird jetzt auf der Stelle tot umfallen…)
Hm, fasst ihr die Verteilungsgerechtigkeit nicht an der falschen Stelle an? Wenn man Verteilungsgerechtigkeit will, muss man doch an dem Punkt anpacken an dem verteilt wird. Gerechte Verteilung des Gewinns, und gerechte Verteilung der Macht sind also die unverzichtbare Vorraussetzungen.
Bevor das nicht gewährleistet ist ist jede Art von Umverteilung Schall und Rauch, hält selbst eine radikale Enteignung und Umverteilung von Vermögen (wie sie z.b. Römer und Griechen im Rahmen von Bodenreformen einige mal geprobt wurde) nicht lange an.
Btw: Unglaublich das es Heutzutage noch Sozialdarwinisten gibt, aber immer hin – wie ich neulich lernen muste gibt es sogar noch Kaisertreuer. (sogar als eV!) Die Würde des Menschen ist unverletzlich. Jeder hat das Recht auf einen würdevollen Lebenstandard für sich und seine Familie. (Deklaration der Menschenrechte)
@ knt
Ja, da wo verteilt wird, sollte man anpacken. Wo ist das nochmal gleich?
@karl
bei den kriminellen Vereinigungen, welche wenn sie sich Partei nennen automatisch keine solchen mehr sind und somit über allem stehen?
(1) Wer eine Vereinigung gründet, deren Zwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sind, Straftaten zu begehen, oder wer sich an einer solchen Vereinigung als Mitglied beteiligt, für sie um Mitglieder oder Unterstützer wirbt oder sie unterstützt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden,
1. wenn die Vereinigung eine politische Partei ist, die das Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärt hat
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/steuerparadies-jersey/
” Nach Angaben des Finanzanalysten Martin Sullivan überstieg das Gesamtanlagevolumen auf Jersey 2006 erstmals 500 Milliarden Pfund (625 Milliarden Euro).(2) Aber das ist natürlich nur ein Bruchteil der 11 500 Milliarden Dollar (9 200 Milliarden Euro), die die Reichsten der Welt in den Steuerparadiesen angehäuft haben.(3 )
Zwischen diesen Steuerparadiesen herrscht ein verbissener Wettbewerb, in dem sich Jersey bislang gut behaupten kann. Bis 2007 wurden die Gewinne ausländischer Unternehmen schon ungewöhnlich gering besteuert. Als dann die Isle of Man als größte regionale Konkurrentin von Jersey die Besteuerung ausländischer Gesellschaften ganz abschaffte, zog Jersey sofort nach. Heute zahlen die multinationalen Konzerne keinen Cent mehr “
@Karl: “Ja, da wo verteilt wird, sollte man anpacken. Wo ist das nochmal gleich?”
Die Verteilung des Mehrwerts findet bei den Produzenten statt: Also in den Unternehmen, den hier wird der Gewinn zwischen Eigentümern, Investoren und abhänig Beschäftigten (ungerecht!) geteilt.
Mein Lösungsansatz dazu: http://www.streitschrift.net/2008/10/das-kollektiv/
Die Verteilung der Macht findet sich in den “demokratischen” Strukturen unseres Landes wieder.
Mein Lösungsansatz dazu ist mehr Selbstverwaltung der Regionen, direktere Mittbestimmung in den überregionalen Machtzentren und vorallem: Der Aufbau einer Selbstverwaltung der Wirtschaft – eine Wirtschaftsdemokratie.
@ignatius
>Wenn Du Eigentum als Naturrecht betrachtest, wie hältst Du es dann mit dem Erbrecht? Ein “Naturrecht”, das den Namen verdient, sollte ja wohl mit dem Tod der Person erlöschen.
Das hatte ich doch oben schon mal beschrieben:
Die Todessteuer würde ich übrigens auch abschaffen. Vermögen gehört immer der gesamten Familie (genauso wie Werte und Ansichten) und nicht z.B. nur den Eltern. Diese Steuer ist in meinen Augen absolut unmoralisch. Das Vermögen wird innerhalb einer Familie genauso weitergegeben wie die DNS und normalerweise auch die Weltanschauung (wenn das Balg nicht total verzogen ist).
@Alvar Hanso
Ich muss zugeben Ayn Rand war mir bis dato unbekannt. Die Ansätze finde ich aber auf den ersten Blick äußerst spannend.
@Degnaphta
>Was hätten die Opel-Arbeiter anderes machen sollen? Damals schon so weitsichtig sein, um die Aussichtslosigkeit des Autobauergewerbes zu erkennen? Gegen alle Propaganda an?
Opel ist ein schlechtes Beispiel. Die sind momentan in einer Krise die auch wieder vorbeigeht. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter und Ingenieure finden später auch anderswo wieder einen Job.
>Wo bleiben die Dummen und Schwachen in deiner Welt? Es gibt Leute, die nie über den Zahlenraum Hundert hinauskommen, egal wie sie sich bemühen.
Die Dummen haben in meiner Welt Pech gehabt. So einfach ist das. Ich weiß nicht wo bei dir die fixe Idee herstammt, ich sei für irgendwen anders verantwortlich als mich selbst.
Wobei mir das langsam so vorkommt als ob du absichtlich die Tatsachen verdrehst. Bei dir scheint jeder Verlierer gleich “Schwach” zu sein und durch wiedrige Umstände in seine Situation gekommen zu sein. Selber Schuld hat er wohl nie.
Was schätzt du, wieviele kommen tatsächlich so wie du schreibst “über den Zahlenraum von Hundert nicht hinaus” und wieviele könnten es eigentlich und haben sich die Sache selbst eingebrockt (dazu zählt alles; früher zu faul gewesen, sich bei Entscheidungen nicht genug informiert, Berufswahl aus den falschen Motiven getroffen, etc.)?
Was glaubst du was bei Bewerbungsschulungen in der 10.Klasse einer der am meisten genannten Traumberufe ist? Friseuse! Und das bei dem Verdienst. Wer eine solche Berufswahl trifft dem ist nicht zu helfen.
>Die willst du ins Abseits stellen? Unwertes Leben, oder auf welcher Idee basiert deine Hartherzigkeit
Ich stelle niemanden nirgendwo hin. Ins Abseits stellen sie sich schon alleine. Und von unwertem Leben habe ich an keiner Stelle gesprochen. Nochmal: Jeder tut für sich was er kann und wenn er mit seiner Situation zufrieden ist, ist alles bestens. Wenn nicht dann muss er eben mehr tun. Zweit- und Drittjob, Weiterbildung, vernünftige Geldanlagen, etc.
>Leider ist das tatsächlich eine verbreitete Einstellung des outputs zeitgenössischer Bildungsanstalten. Die lesen zwar Goethes Faust und Lessings Nathan, aber die daraus gewonnenen Erkenntnisse führen nicht zu Aufklärung und Humanismus.
In den Bildungsanstalten wird das Wissen wie hart es im Leben zugeht ganz sicher nicht vermittelt. Das ist meiner Meinung nach auch eines der größten Probleme. Statt die jungen Menschen schon frühzeitig darauf vorzubereiten was später mal kommt wird der eigene Name getanzt. Dadurch kommt man später aber nicht sehr weit. Also, statt mehr Humanismus lieber weniger und dafür mehr wirtschaftliche Kompetenz.
@Karl
>Ach? Und wie regelt man das mit der Würde in unserer Gesellschaft ohne Geld? Er verhungert zwar, aber er verhungert in Würde? Wir geben ihm anständige Kleidung dabei?
Keiner verhungert. Habe ich doch schon mal geschrieben. Wenn Leute hungern führt das zu Gewalt und es ist ein Grenznutzen gegeben, zwischen Sozialtransfers und den Kosten für einen Sicherheitsdienst. Damit ist die Würde in meinen Augen aber auch schon vollständig gegeben.
>Anyway, viel Spaß noch mit den vielen Nullen aufm Konto…
Wo kommt bloss immer die Meinung her, nur weil jemand für mehr Freiheit und Eigenverantwortung eintritt, wüßte er nicht mehr wohin mit seinem Geld? Ich unterstelle dir doch auch nichts.
@knt
>Die Verteilung des Mehrwerts findet bei den Produzenten statt: Also in den Unternehmen, den hier wird der Gewinn zwischen Eigentümern, Investoren und abhänig Beschäftigten (ungerecht!) geteilt.
Dann werde Unternehmer und vereile dein! Geld gerecht. Und lass meins bitte in Ruhe. Du kannst von mir aus gerne so ein Kolletiv gründen.
So, dann wollen wir das ganze hier mal zusammenfassen:
Aus irgendeiner abstrusen Idee heraus seid ihr wohl der Meinung, nur weil sich jemand innerhalb unserer Landesgrenzen aufhält und damit zu unserer Gesellschaft gehört würde ihm irgendetwas ohne Eigenleistung zustehen.
Ihr begründet eure Meinung mit Humanismus und Menschenwürde und dass daher wohl jedem qua Geburt ein gewisser Anteil am “Volksvermögen” zusteht, egal wie viel er selbst “mitgebracht” hat.
Eigentum und Mehrleistung kommen in eurem Weltbild nicht vor (bzw. stehen dem einzelnen nicht zu) und jeder sollte daher sein ganzes Streben der Allgemeinheit widmen.
Dafür dass etwas mir gehört muss ich der Gesellschaft dankbar sein. Selbst habe ich daran keinen Anteil. Nur weil mir die Gesellschaft es zugesteht kann ich überhaupt zu etwas kommen.
Da die Intelligenz in der Gesellschaft nicht gleichverteilt ist muss das daraus erarbeitete Einkommen dann eben gleichverteilt werden.
Dass eine Ungleichverteilung im Prinzip überall vorkommt und völlig normal ist (auch Schönheit ist nicht gleichverteilt und nicht jeder kann mit Angelina Jolie verheitratet sein) kommt für euch nicht in Frage.
In Diskussionen arbeiten diverse von euch mit unterschwelligen Beleidigungen und Angriffen sowie Unterstellungen.
Ich bin ehrlich gesagt heilfroh, dass es zu einer Welt wie von euch gewünscht, nie kommen wird, weil der Mensch so nicht funktioniert.
Der für mich interssanteste Punkt ist jedoch dass ich alle eure Ansichten teile und ihnen völlig zustimme. Jedoch nicht in einem anonymen Gebilde namens Gesellschaft, welches durch willkürliche Punkte auf der Landkarte “eingezäunt” wird, sondern nur innerhalb meiner Familie. Diese hat es mir ermöglicht das zu erreichen was ich erreicht habe und ein Ausgleich für erbrachte Leistungen findet jederzeit statt. Alles was ich erarbeite tue ich auch für meine Kinder, genauso wie das meine Eltern auch schon für mich getan haben.
Mir ist jedoch völlig unklar wie ihr eine solche enge Bindung und die daraus resultierenden Verhaltensweisen auf die Gesellschaft ausdehnen könnt, und das vor allem auch noch von anderen verlangt.
Ich denke an dieser Stelle macht ein weiterer Austausch keinen Sinn, da unser Menschenbild einfach zu weit auseinanderliegt. Bei euch haben sich alle lieb und tanzen im Regen und bei mir sind alle Egoisten die zuallererst an sich selber denken. Wenn ihr wissen wollt wer näher dran ist, müsst ihr euch nur mal umschauen (Joe A., Klaus E. + Klaus Z., Bernard M.)
Was die Menschheit dahin gebracht hat wo sie jetzt ist (an der Spitze der Nahrungskette) ist hoffentlich auch klar. Diese Idee mit der Umverteilung gibt es maximal seit 100 Jahren .
Trotzdem fand ich es ganz spannend sich mal über den Kern der unterschiedlichen Ansichten zur Verteilungsgerechtigkeit auszutauschen.
In diesem Sinne, neidlose Grüße
Neidlos
@Neidlos: “Dann werde Unternehmer und vereile dein! Geld gerecht. Und lass meins bitte in Ruhe. Du kannst von mir aus gerne so ein Kolletiv gründen.”
Ich freue mich das die die Idee einer solchen Unternehmensform unterstützt – oder ihrer Einführung wenigstens nicht im Wege stehst. Leider gibt es diese Unternehmensform noch nicht – und die existierenden Formen lassen sich aufgrund gesetzlicher betriebswirtschaftlicher Regeln nur begrenzt an das Ideal anpassen.
Ich will dein Geld nicht. Ich habe NICHT geschrieben das ich alle bestehenden Unternehmen zwangsweise in eine Kollektive umwandeln möchte – das will ich nicht. Ich habe die Kollektive ganz bewust als ALTERNATIVE beschrieben, die sich in den bestehenden marktwirtschaftlichen Rahmen einbetten lässt. Als Alternative kann die Kollektive dann mit kapitalistischen Unternehmensformen konkurrieren – und sich nachhaltig als stärker erweisen.
Im übrigen bin ich Freiberufler und auf dem guten Weg zu einer Unternehmensgründung. Ja, ich plane dieses Ideal im Rahmen des gesetzlich Möglichen umzusetzen.
Dann habe ich auch das Gefühl, das du hier mit deinem eigenem Feindbild diskutierst, und dich nicht mit den konkreten Positionen der hier “anwesenden” auseinandersetzt. Anders kann ich mir viele deiner Aussagen nicht erklären.
“Der für mich interssanteste Punkt ist jedoch dass ich alle eure Ansichten teile und ihnen völlig zustimme. Jedoch nicht in einem anonymen Gebilde namens Gesellschaft, [...] sondern nur innerhalb meiner Familie.”
Das freut mich zu hören. Dann sind wir ja doch nicht so weit auseinander wie du glaubst. Allein in der Reichweite der Solidarität unterscheiden wir uns.
Wer will es dir auch verübeln so zu denken? Bist du doch in einer Gesellschaft großgeworden in der Solidarität regelmäßig bestraft wird – nur eben in der Familie nicht, in einigen Familien gelten diese ethischen Grundsätze noch. Ich sehe die Logik in deinem subjektiven Weltbild.
Ich dagegen bin zu der Überzeugung aufgewachsen, das “alle Menschen meine Brüder”, meine Familie sind. Diese Ethik ist für mich keine Rhetorik sondern konkrete Aufforderung zur Solidarität.
Für mich ist es darum selbstverständlich, das jeder Mensch ein einen zufriedenstellenden Lebenstandard haben soll – und ich bin gerne bereit ein Teil meines Einkommens abzugeben um anderen Menschen die Unwürde der Armut zu ersparen.
Für mich sind die Menschenrechte kein fernes Geschwafel, das man ab und an aus der Schublade ziehen kann wenn man es mal braucht, sondern sie sind tiefe Überzeugung und Lebenswahrheit.
hm, scheint fast so als ob Sozialisten die besseren Christen wären – stimmt aber nicht: Meine Überzeugung ist nicht in der Weisung eines höheren Wesens, sondern aus Einsicht in die Notwendigkeit begründet.
Ohne Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität ist die Menschheit zum scheitern verdammt. Schon heute lassen sich die dringensten Probleme – etwa der Nachhaltigkeit des Wirtschaftens nicht auf Basis der unbeschränkten Konkurenz lösen und Probleme tendieren dazu größer zu werden…
@ Neidlos # 165
“Vermögen gehört immer der gesamten Familie (genauso wie Werte und Ansichten) und nicht z.B. nur den Eltern.”
Nun, Werte und Ansichten gehen in MEINER Familie aber ganz schön auseinander. Muss wohl daran liegen ,dass wir sicherlich alle in Wirklichkeit Findelkinder gewesen sind, was man uns aber allen hartnäckig verheimlicht hat und bis heute verheimlicht. Die Schweine !
Oooooder… vielleicht bist DU ja Einzelkind gewesen, bei dem das Teilen der Werte und Ansichten ja solange nicht so schwer ist, wie Du keine multiple Perönlichkeit entwickelst. Da kann es dann aber auch eng werden !
“Das Vermögen wird innerhalb einer Familie genauso weitergegeben wie die DNS und normalerweise auch die Weltanschauung (wenn das Balg nicht total verzogen ist).”
Deine Seitensprünge und die “Bälger” daraus, gehören die auch zur Familie? Oder bist Du nur noch nicht in den Genuss gekommen?