Gott, Obama, Springsteen, Quoten-Ethno

by weissgarnix on 21. Januar 2009

Der philosophisch inspirierte Tagesschau-Fan brauchte während der gestrigen Inaugurations-Feierlichkeiten für US Präsident Obama, die wohl den Höhepunkt der allseits grassierenden “Obamania” markiert haben dürften (und hoffentlich auch haben), weder Chips noch Cracker, er hatte auch so einiges zu knabbern. Mich persönlich beeindruckte vor allem, in welch nicht geringem Ausmaß schon wieder einmal dieser Herr “God” seine Finger im Spiel gehabt haben soll, der aber, weil er angesichts der übrigen Weltnachrichtenlage wohl zeitlich verhindert war, leider nicht persönlich zur Amtseinführung seines wiedergeborenen Sohnes erscheinen konnte, stattdessen den “Spirit of the Pilgrim Fathers” schickte, einen zweifellos würdigen Vertreter seiner selbst.

Das Festival des Symbolismus, der transzendale Handschlag mit den Gründervätern, erreichte in meinen Augen denn auch seinen Kulminationspunkt im Auftritt von Bruce Springsteen, Pete Seeger und diesem Quoten-Ethno namens … äh …, na is ja im Prinzip auch egal, die ausgerechnet die friedlich-freundliche Landnahme-Hymne “This land is my land, this land is your land” anstimmten. Das Pikante daran erschließt sich vielleicht nicht gleich jedem, vor allem dann, wenn er nicht wie ich gerade mit der Lektüre von Sloterdijks kleiner Globalisierungsgeschichte unter dem Schlagwort “Weltinnenraum” zugange ist (an meine bloggenden Kollegen: Ihr seht, dieses Werk ist gut für mindestens 2 Dutzend Blogposts, es lohnt sich also!). Dort wird dieser ganze Gründerzeit-Ethos, der, wie man sieht, auch heutzutage noch kräftig am Wirken ist, wie folgt charakterisiert:

Im Lesesaal des modernen Anbaus zur Library of Congress ist eine Inschrift von Thomas Jefferson angebracht, die den Geist des Landnahmezeitalters mit unübertroffener Deutlichkeit auf den Begriff bringt:

“Wir behaupten, daß die Erde und ihre Fülle der gegenwärtigen Generation zur Nutznießung überantwortet ist.”

Obwohl die Washingtoner These vom Ende des 18. Jahrhunderts stammt, faßt sie einen Impus zusammen, der von der Kolumbuszeit an im Expansionsverhalten der Europäer wirksam war – die Auffassung der Erde als Fundsache und Ressource. In Jeffersons Satz sind alttestamentarische und kolonisatorische Anspielungen ebensowenig zu überhören, wie die große Gebärde des Anwalts der Gegenwart zu übersehen ist: Die Generation, der die Nutznießung zugesprochen wird, ist natürlich keine andere als die sich vom englischen Königtum lossagenden Neu-England-Amerikaner, die an der nordamerikanischen Küste das Land der Verheißungen gefunden zu haben meinten.”

[...] Indem Gott seinem katholischen Diener Kolumbus erlaubte, just in time Amerika zu finden, setzte er die List der Vorsehung ein, um seinen protestantischen Getreuen beim zweiten Exodus die Richtung zu weisen.

[...] Amerika steigt aus dem Atlantik wie ein Reserve-Universum, in dem das Experiment Gottes mit der Menschheit noch einmal gestartet werden kann. [...] Eine Welt, in der die Siedler vor den Grundbüchern eintreffen – ein Paradies für Neuanfänger und starke Nehmer.

Die Nehmer-Unternehmer an den kolonialen Fronten stellen nichtsdestoweniger ihr Handeln, um kantianisch zu reden, unter eine Maxime, die üblicherweise eher zur Definition von Kriminalität als der des noblem Mitwirkens bei der Welterkundung taugt: Denn indem sie durch pures Nehmen zu Besitzern und Eigentümern von Gütern werden wollen, entziehen sie sich den Zumutungen des gerechten Tauschs. Ihr Gewissen erleidet hierdurch kaum jemals Schaden, wie die Historie lehrt, da sie sich auf das Recht des ausgezeichneten Augenblicks berufen: bei diesem muß die Gerechtigkeit in der Besitzergreifung selbst liegen, nicht im fairen Geschäft und gegenseitiger Anerkennung.

[...] Die Expansionsakteure, im amerikanischen Westen wie auf dem restlichen Globus, salvieren sich bei ihrem Tun durch eine implizite Theorie der moralischen Lücke: Es scheint Zeiten zu geben, in denen das Handeln schneller sein muß als die Gesetzgebung, und in einem solchen Moment befinden wir uns. Mit diesem Argument beantragen sie für sich den Freispruch wegen außerordentlicher Umstände. Was in regulären Zeiten Plünderer wären, sind in der historischen Lücke Pioniere.”

Man sollte den Sloterdijk an dieser Stelle zwar nicht unbedingt für bare Münze nehmen, aber ich will nicht verhehlen, dass ich persönlich überzeugt davon bin, dass es noch immer genau dieser Gründerzeit-Pathos ist, der die Welt an einigen Stellen in Atem hält. Ohne ihn wären die USA lediglich eine Supermacht mit Atomwaffen, mit ihm werden sie zum “Weltpolizisten“, zur “einzig verbliebenen Weltmacht“, zur “unverzichtbaren Nation“, oder, um mal mit dem neuen Präsidenten höchstselbst zu sprechen, zur “letzten und größten Hoffnung der Freiheit”.

Insoferne war der nun nach Texas emigrierte Amtsvorgänger George W. Bush keine “rechte Verirrung” der amerikanischen Demokratie, und das “New American Century“-Projekt der Neocons auch keine verkappte Revolution von Ostküsten-Faschisten, sondern die konsequent-logische, realpolitische Manifestation dieses Geistes. Dieser Aspekt scheint übrigens zahlreichen Kommentatoren in der deutschen Mainstream-Presse etwas abhanden gekommen zu sein, als sie Bush in ihren Nachrufen am Wochenende an den rechten, religiösen Rand und die USA auf den Weg “zurück zur Mitte” schrieben. Es gibt in diesem Sinne keine “Mitte”, zumindest noch nicht.

Sollte es Obama tatsächlich gelingen, wobei noch völlig ungeklärt ist, ob er das überhaupt vorhat, eine derartige “Mitte” nachhaltig zu etablieren, dann wäre er tatsächlich der Messias, für den ihn alle halten, zumindest der wichtigste US Präsident seit Abraham Lincoln. Viele Amerikaner würden sich darob zwar noch schön wundern, aber so what, dies käme einer echten Revolution zum Besseren gleich.

Sollte sich Obama hingegen nicht aus diesem, aus harten moraltheologischen Fischknochen geformten, Korsett befreien können, dann werden sich diejenigen wundern, drüben wie hüben, die in ihm die Verheißung erblicken. Die Obamasche Realpolitik wird dann nämlich zwar charmanter vorgetragen werden, als die von Bush, Cheney und Konsorten, aber an ihren Grundzügen wird sich kaum was verändert haben.

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1 EuroOptimist 21. Januar 2009 um 10:12

“Dieser Aspekt scheint übrigens zahlreichen Kommentatoren in der deutschen Mainstream-Presse etwas abhanden gekommen zu sein, als sie Bush in ihren Nachrufen am Wochenende an den rechten, religiösen Rand und die USA auf den Weg “zurück zur Mitte” schrieben.”
Ja, die sich jetzt an Bush ihre moralischen Stiefel putzen, sind zu einem erheblichen Teil dieselben, die uns vor ein paar Jahren kriecherisch ermahnt haben, wir dürften uns ihm nicht in den Weg stellen. Was soll man da noch sagen? Ist das die Freiheit, von der sie permanent faseln?

2 Unwissender 21. Januar 2009 um 10:53
3 Motz 21. Januar 2009 um 11:53

Warum schreibt jeder nur noch “Inauguration” ?

Habt ihr vergessen wie das auf deutsch heißt.

AMTSEINFÜHRUNG

4 bismodo 21. Januar 2009 um 12:02

@ wgn

Schöner Text !

Der Einnahme-Geist war bei der Übernahme der DDR zu besichtigen, da brauchte es gar keine Amis zu. Der “Pioniergeist” ist also auch deutsch :-)

Ein Aspekt bei der Bush-Rezension geht mir schon lange auf die Nerven:

Immer heisst es, der 11. September habe seine Politik bestimmt. Das ist einfach nicht wahr: Kurz nach Bushs Amtsantritt redete er von der neuen Weltordnung und der ‘pax americana’ – übersetzt: wo es langgeht, bestimmen wir. Nach dem 11. Sept. war die Wahl, Irak zu bekriegen, rein willkürlich. Hier in Europa wusste das eigentlich jeder, aber unsere lieben Journalisten haben nun mal ein kurzes Gedächtnis, die armen.

Inzwischen haben wir einen Lissabon-Vertrag, der ganz auf dieser Linie ist und die Demokratie, wie wir sie bisher noch kennen, kurzerhand über Bord schmeisst. Akteure dabei sind unsere europäischen Politiker, die sich im Wesentlichen als Koalitionspartner des grossen Bruders gerieren und dabei STILLSCHWEIGEND Tatsachen schaffen, die bei keiner Wahl je in Erscheinung treten, geschweige denn zur Debatte stehen.

Zur These der neuen Weltordnung hab ich von Obama bisher nix gehört. Ich habe allerdings den Eindruck, er könnte diesen laufenden Prozess nicht einmal umkehren, wenn er es überhaupt wollte.

5 bismodo 21. Januar 2009 um 12:05

Ach so: von der neuen Weltordnung hatte übrigens auch schon der Papa geredet, Bush sen. Man vergisst so leicht :-)

6 bismodo 21. Januar 2009 um 12:06

Und Clinton auch

7 KL 21. Januar 2009 um 12:09

“Was in regulären Zeiten Plünderer wären, sind in der historischen Lücke Pioniere.”

- 1 -
Was Sloterdijk hier ausspricht, ist dem (bürgerlichen) Bewußtsein der Moderne so selbstverständlich verborgen, daß es gar nicht gefunden werden kann, ohne den Hals umständlich zu verrenken. Hier Kant zu erwähnen, ist noch weit passender als Sloterdijks Andeutung vermuten läßt. In der “Metaphysik der Sitten”, Teil “Rechtslehre”, gibt es den hochinteressanten §16, in dem Kant herzuleiten versucht, wie aus einem ursprünglichen Gesamtbesitz aller Menschen am Boden der Erde das Privateigentum an Grund und Boden hervorgeht. Er setzt dazu die zweifache Fiktion ein, daß im Willen zur Nutzung des Bodens ursprünglich das “Gesetz” mitgegeben sei, nur in Privateigentum möglich zu sein, und daß wiederum diese Aufteilung in “Mein und Dein” nur durch den vereinigten Willen aller zu erfolgen habe, “mithin im bürgerlichen Zustande”, wie er schreibt. Dieser “bürgerliche Zustand” wird sein, was wir den Rechtsstaat nennen. Konsequent bedenkt er, daß doch vor der Aufteilung in “Mein und Dein” dieser Rechtsstaat noch gar nicht vorhanden ist – und findet die Lösung, daß die Aufteilung eines Bodens “provisorisch” erfolgen darf und doch gültig ist, sofern sie “in Absicht auf” die demnächst folgende Etablierung eines bürgerlichen Rechtstaats erfolge. Daß damit zuerst einmal nur gesagt ist, daß man sich Boden aneignen dürfe, wenn man entschlossen sei, die Aufteilung hernach in einem ordentlichen Rechtssystem zu legitimieren, bemerkt Kant auch und schiebt noch eine Rechtfertigung ein (§15): der Übergang vom Allgemeinbesitz zum Privatbesitz ist der Übergang vom bloßen Naturzustand zum bürgerlichen und damit der Schritt in die Zivilisiertheit. Und dieser ist: “Pflicht”!

8 KL 21. Januar 2009 um 12:10

- 2 -
Kant ist dabei unentschieden, denn er weist zwar Gewalt und List ab, um etwa “die amerikanischen Wilden, die Hottentotten, die Neuholländer [Aborigines]” in den Rechtsstaat zu zwingen oder gar zu verdrängen, sagt aber doch zugleich, daß die ursprüngliche Aufteilung des Bodens in Privateigentum auch denen gegenüber legitim bleibt, die sich dem Eintritt in ein bürgerliches Rechtsverhältnis widersetzen, denn als Menschenpflicht sei sie nun einmal prinzipiell, gewissermaßen anthropologisch, gerechtfertigt. Daß sich darum die nordamerikanischen Pioniere und heute manche Israelis gerechtfertigt und wie mit einem geschichtlichen Auftrag gesegnet fühlen (wenn sie es auch Gottes Auftrag nennen), ist dann nicht mehr so schwer zu verstehen – sie sind modernes Bürgertum in Reinform, das nicht auf mächtige Reste etablierter Ansprüche und Rechtsverhältnisse Rücksicht nehmen muß.
Worin solche Haltung gründet, zeigt sich an der höchst kühlen Definition Kants, allem (bürgerlich) praktischen Handeln liege der Grundsatz voraus, daß, was ich 1. gebrauchen könne, 2. mir anzueignen die Macht habe und 3. auch besitzen wolle – eben wirklich und legitim meines sei. Nicht verwunderlich, daß eine solche Gesellschaft einen Staat mit Gewaltmonopol und ein Rechtssystem mit Sanktionsgewalt haben muß, um existieren zu können.

Mit Gruß,
KL

9 bluedet 21. Januar 2009 um 12:33

Obama ist Verheißung, Hoffnung, fast schon ein Messias. Er ist der Kondensationspunkt, der Hoffnung. Hoffnung wird nur in Zeiten der Trostlosigkeit gebraucht. Die übersteigerte Hoffnungshysterie Amerikas ist begründet durch Not, Armut, desaströsen Aussichten, katastrophalen Ehrverlust der Nation, kurz, durch den Blick in den Abgrund.

So hoch die Wellen des Jubels derzeit sind, können sie sich im Verlauf des weiteren Krisengeschehens in Wellen des Hasses, der Wut und Verzweiflung breiter Bevölkerungsschichten verwandeln. Dieses Szenario ist das wahrscheinlichste. Obama müsste tiefgreifend das STeuer- und Sozialsystem reformieren und gleichzeitig den Reichen nehmen, was ihnen seit Jahrzehnten an Vergünstigungen gegeben wurde und das in einer Jahrhundertwirtschaftskrise. Irgendwer muss doch bezahlen. Also ein schier aussichtsloses Unterfangen angesichts der gewaltigen Kräfte, die dagegen stehen.

Obama wird nur dann Erfolg in der Krise haben können, wenn er es schafft, neue Werte dem Volk zu vermitteln. Es geht dabei nicht um Hoffnung, sondern um einen echten Bewusstseinswandel weg von der Konsumhaltung, weg von dem imperialen Denken und den damit verbundenen Alleinherschaftswahn. Die neue Haltung erfordert Demut und Verzicht. Die derzeitige Obamahysterie signalisiert aber emotional eher das Gegenteil. Das hoffnungsfrohe Gejohle ist letztlich Ausdruck für die Hoffnung, dass wirtschaftlich alles besser wird. Der Amerikaner ist nunmal seit Jahrzehnten ein Konsumesel. Einen Wandel kann ein derartig borniertes und gewaltiges System nicht schaffen. Die Trägheitsmomente, das Sand im Getriebe, der Widerstand bestimmter, extrem mächtiger Interessengruppen ist einfach zu groß.

Der messianischen Hoffnung wird sich in eine teuflisch gefährliche Enttäuschung , eine Depression wandeln. In drei Jahren werden vor Obama immer noch jubelnde Menschen stehen, wie bei Bush auch. Es wird wie gehabt alles schöngeredet, verfälscht und kaschiert werden, wie das schon immer bei den Amis war. Das erscheint mir zwangsläufig.
Amerika lebt nicht nicht im Sein, sondern im Schein. Aus der gezüchteten Traumwelt sind die da drüben noch lang nicht aufgewacht, wie die illusionäre Verklärung Obamas weiter zeigt.

Das deutsche Politiker ihn und die derzeitige strahlend visionäre Haltung Amerikas nun als vorbildhaft für die Wandelfähigkeit Amerikas sehen, ist nur ein Zeichen von Dummheit und Unfähigkeit. Freilich wüscht sich auch Deutschland ein hoffnungsbesoffenes Volk, weil man ihm so besser die nächsten Frechheiten und Umverteilungsgemeinheiten unterjubeln kann.
Hoffnung als Opium für das Volk. Würde es nicht unter diese Droge gesetzt, würde sehr schnell ein Sturm über Amerika fegen.

Wir werden erleben, wie die bisherigen Eliten Amerikas Obama wieder rund und für ihre Zwecke gefügig machen werden. Er ist nur ein Mensch.

10 weissgarnix 21. Januar 2009 um 12:38

@KL

Danke für diesen sehr erhellenden Kommentar. In der Tat schöpft Sloterdijk an besagter Stelle deutlich mehr aus dem Kantschen Vollen, als obiges Zitat von mir zum Ausdruck bringt, und seine eigene Würdigung ist mehr oder weniger identisch mit deiner.

11 EuroOptimist 21. Januar 2009 um 13:06

@ bluedet
“Es wird wie gehabt alles schöngeredet, verfälscht und kaschiert werden, wie das schon immer bei den Amis war. ”
Damit sind sie aber nicht wirklich allein, oder?

12 J.W.Booth 21. Januar 2009 um 14:41

“Wir werden erleben, wie die bisherigen Eliten Amerikas Obama wieder rund und für ihre Zwecke gefügig machen werden. 2

Och ich bin sicher dass seine Geburtsurkunde sicher irgendwo in einem Safe liegt….

13 wisi 21. Januar 2009 um 15:00

@ 9 – Zustimmung
Ohne<>
was sie durch Mehrwertaneignung via Zins aufgetürmt haben,
ist das Finanssystem nicht zu heilen und wird kein einziger Staat(Wirtschaftsraum) aus dieser Krise kommen;

ohne <> wird die Menschheit nicht aus dieser (Verwertungs und Sinn) Krise kommen

welcher <> obiges predigen (und abverlangen)wollte, würde wohl alsbald am Kreuze angenagelt sein

so wird Obamas – zwischen den Zeilen gehauchtes – “Wollt ihr den totalen ……..(Wahnsinn)? ” wohl die Erwartungen des Volkes enttäuschen müssen und die Menschheit einen weiteren Schritt zur Hölle führen.

Jeder Versuch diese Krise systemimmanent zu heilen, wird zum Untergang des Systems führen und infolge seiner weltweiten Ausdehnung den Bestand unserer geamten Zivilisation gefährden

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