Gestern abend haben wir Tränen gelacht. Es betraf folgende Meldung, die bei n-tv auch im Videotext zu lesen war:
“Die somalischen Piraten haben sich ihrerseits einer Zeitung zufolge über die horrenden Kosten beschwert, die mit der Entführung des saudi-arabischen Supertankers verbunden gewesen seien. Die Verschleppung der “Sirius Star” habe 500.000 Dollar verschlungen, sagte Dschamii Adam der arabischen Zeitung “Asharq al-Awsat”. Der Betrag sei für Gehälter und Hinweise ausgegeben worden. Daher sei das geforderte Lösegeld auch keineswegs überzogen.”
Was tun? Restrukturierung ist der einzige Ausweg in diesem Marktumfeld. Die alte Erkenntnis, dass ein zügelloser Expansionskurs geradewegs in eine Schieflage führen kann, bestätigt sich im Geschäftsfeld Piraterie. Auch Adolf Merckle kann davon ein Lied singen. Und der war ja nur an Land unterwegs. Es kann den Piraten geholfen werden. Sie sollten sich an Mc Kinsey wenden. Dort gibt es erfahrene Berater, die für den Kostendruck überzeugende Lösungsvorschläge präsentieren werden. Etwa durch drastische Gehaltskürzungen - oder man greift sogar zum Mittel der Freisetzung überflüssiger Piraten. Standortsicherungsverträge mit der Piratengewerkschaft sind nicht zu befürchten. Das somalische Gewerkschaftswesen gilt als defizitär. Aber eine Industriegewerkschaft Piraterie sollte im korporatistischen Deutschland andiskutiert werden. Vielleicht wäre auch der Einsatz kostengünstiger chinesischer Mitarbeiter eine Alternative für die somalischen Kollegen. Ein weiterer Lösungsvorschlag wäre der Börsengang der Piraten AG. Die Deutsche Bank hat zur Zeit entsprechende Managementkapazitäten frei. Die Belastung durch die anfallenden Provisionen wären im Vergleich zu den Vorteilen einer Kapitalmarkt gestützten Seeräuberei vernachlässigbar. Zudem bietet sich den frustrierten Anlegern eine Alternative zu GM Aktien und Staatsanleihen. Die Verbriefung von Piratenkrediten wäre ebenfalls zu überlegen. Die LBBW wäre ein potentieller Kunde – und hat auch wieder Geld.
In Deutschland wäre zu prüfen, ob man nicht die deutsche Seeräuberei als Kombilohnmodell betreiben kann. Mit ergänzendem ALG 2 wäre die deutsche Wettbewerbsfähigkeit in diesem expandierenden globalen Markt zu sichern. Die Umschulung arbeitsloser Investmentbanker zum Seeräuber wäre sicherlich eine Möglichkeit, um kurzfristig an gute Mitarbeiter zu kommen. Es handelt sich ja um eine ähnliche Tätigkeit. Ansonsten könnten wir den Vorteil unserer Arbeitskräfte – ihre hervorragende Qualifikation – in diesem neuen Markt nicht nutzen. Und nur der gut ausgebildete Investmentbankerpirat hat eine entsprechend hohe Grenzproduktivität und sichert damit auskömmliche Renditen für den Anleger. Das Münchener Ifo Institut sollte entsprechende Vorschläge ausarbeiten. Oder droht Deutschland wieder einmal den Anschluss zu verlieren?
Aber wir brauchen nach dem Zusammenbruch der Finanzmärkte vor allem eins – mehr Transparenz! Transparenz kann ein weltweites Piratenregister sicherstellen. Zudem brauchen wir mehr Regulierung. Piraterie darf nur nach Ausstellung von Kaperbriefen durch die Regierungen erlaubt sein. Die Frau Bundeskanzlerin muss dann übrigens nicht gleich in erotische Beziehungen zu ihren Piraten eintreten. Wir leben nicht mehr im Zeitalter von Elisabeth I und Sir Francis Drake.
Also Frau Merkel, handeln Sie! Verpassen Sie nicht die Zukunft der deutschen Piraterie! Wenn sich selbst somalische Weltmarkt-Konkurrenten wegen der Kostensituation beklagen, ist es höchste Zeit für die Wiederentdeckung der deutschen Politik. Und Sie haben ja Zeit.
Gegen die Weltwirtschaftskrise wollen Sie nämlich nichts tun. Dazu später mehr.




















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@Lübberding
Ergänzend muß man hinzufügen: In Zeiten rasant einbrechender Frachtraten (siehe Baltic Exchange Indizes) erfüllen diese somalischen Piraten eine volkswirtschaftlich sinnvolle Aufgabe, in dem sie “überschüssige Kapazitäten” temporär stilllegen. Im Grunde genommen outen sie sich damit als Wiedergänger der österreichischen Schule, und sollten weniger als “miese Typen” denn als “Mises-Typen” bezeichnet werden. Ihr Ansatz mag uns brachial und ungehörig erscheinen, aber er ist im Grunde genommen “neoklassisch”.
Als Keynesianer kann ich das natürlich nicht gutheissen. Statt über die Stilllegung von Sachkapitalgütern den Nachfragepreis für selbige künstlich hochzuhalten und damit das Kapitel der “Instabilität der Investition” endlos fortzuschreiben, wäre es sinnvoller gewesen, diese Art der Investitionssteuerung zu “sozialisieren”, d.h. die Piraten sollten nicht als Freibeuter auf den Meeren unterwegs sein, sondern vielmehr als Staatsangestellte …
Weissgarnix
“die Piraten sollten nicht als Freibeuter auf den Meeren unterwegs sein, sondern vielmehr als Staatsangestellte …”
Das ist ja auch der Witz der Kaperbriefe. Die historische Piraterie war ein regulierter Markt. Gegen die Deregulierung des Freibeuterwesens machten vor allem die Briten mobil. Diesen deruglierten Unfug hatte es auch nur im Mittelmeer gegeben … . Im heutigen Algier etwa. Die Briten hatten aber nichts gegen die lizensierte Piraterie. Die einzigen, die etwas gegen die regulierte Piraterie einzuwenden hatten, waren die Spanier. Aber die mussten ja auch für die entsprechende Nachfrage sorgen. Ohne die spanischen Goldschiffe wäre dieser Markt auf dem Trockenen geblieben. Zudem war Elisabeth I vor allem von den Umverteilungseffekten angetan. Ihre finanzpolitischen Engpässe konnte sie dann auch ohne die Hilfe des IWF lösen. Insoweit müsste vor allem Island einmal einen Blick auf diesen Markt werfen. Die isländischen Piraten könnten dann zur Not auch vom deutschen Steuerzahler alimentiert werden. Isländische Nichtpiraten durften ja bekanntlich auch schon profitieren … .
@Lübberding
>Die isländischen Piraten könnten dann zur Not auch vom deutschen Steuerzahler alimentiert werden. Isländische Nichtpiraten durften ja bekanntlich auch schon profitieren … .
Da tun sich ja für neue “Rettungsschirme” und “staatliche Beschäftigungsprogramme” ganz neue Perspektiven auf!
Noch ne andere Businessidee für die Piraten AG.
http://clusterstock.alleyinsider.com/2008/11/citi-s-c-savior-found-
(gefunden bei rebellmarkt.)
Um dieses Problem zu lösen sollte man sich von dem britischen Autoren Terry Pratchett inspirieren lassen:
Diebesgilde
Motto: Acvtvs id verberat
Die Diebesgilde ist die größte in Ankh-Morpork. Da es in Ankh-Morpork zwar an Gesetzen, aber nicht an Regeln mangelt, haben sich die Diebe sehr erfolgreich organisiert: Als Bürger zahlt man einfach eine jährliche Gebühr und ist damit vor Diebstählen der offiziellen Art sicher – wenn man Glück hat, erhält man bei Entrichtung der Gebühr auch ein kleines Präsent wie etwa Grillbesteck, ein 24-teiliges Service oder ähnliches. Die Diebesgilde wacht eifersüchtig über ihren Beruf, und Dieben, die sich ohne Lizenz erwischen lassen, droht Fürchterliches.
Wäre doch was für die somalischen Piraten.
http://www.elronds-haus.de/pratchett/pratchett_6.htm#d
capitalverbrecher
Das ist eine besonders infame Strategie des US Imperialismus. Oder ein besonders kluger Schachzug moderner Sicherheitspolitik. Hier werden die realwirtschaftlich verankerten somalischen Piraten in das Finanzcasino gelockt – und wo endet das? Nicht nur bei Citigroup in der Insolvenz … .
Gibt es in Deutschland eine Piraten-Ausbildung? (Bitte keine Zuschriften von Fernakademien, oder für Online-Schulungen).
Angesichts der Zahl die für Gehälter und Portokasse im Beitrag angegeben ist, bin ich nämlich gerne bereit, meine derzeitige Position als Vorstandsvorsitzender einer frisch (neu)verstaatlichten Landesbank zur Verfügung zu stellen.
Als erste Amtshandlung würde ich die Reisekosten ersatzlos streichen, indem ich über meinem Abgeordneten den Internationalen Einsatz von 1EURO-Jobbern regeln lassen würde, da diesen die Reisekosten zum- und vom Arbeitsplatz bekanntlich vom Alg-Satz abgezogen werden.
Eine erhebliche Reduzierung der Transportkosten ließe sich weiters, durch die Bildung von Synergie-Effekten mit der Bundeswehr erzielen, deren Patrouillen-Schiffe parallel zu den Beobachtungen, auch beim Transport von Mitarbeitern hilfreich und Kostenreduzierend eingesetzt werden könnten. Weitere Vorteile wären die Sicherheit, eine höhere Geschwindigkeit sowie erhebliche logistischen Vorteile durch Hubschraubereinsätze beim Kapern.
Weitere Optimierungsmaßnahmen, die zu einer Reduzierung der als Aufwendung ausgewiesenen Summe um bis zu 92% beitragen würden, halte ich für den Fall einer Einigung bereit.
Lösegeld ? Haben die schon mal was von “An den Rahen aufknüpfen” gehört ? Die alte Tradition des “Kielholens” unbekannt ? Die brauchen indisch – russischen Nachhilfeunterricht, auch Engläder und Spanier sind da traditionell sehr erfahren.
Die Gerichtsbarkeit auf See untersteht dem Käpten. Und die Nußschalen einfach zu rammen sollte kein Problem sein. Wenn die mit Kaschi & co. um sich ballern, das kratzt höchstens die Rostschutzfarbe an.
Für Pitraten der Jetztzeit ist ganz eindeutig Südostasien/Indischer Ozean – Pazifik viel bekannter. Das was da abgezogen wird, ist wieder nur Medienschwindel.
Lösegeld ? Haben die schon mal was von “An den Rahen aufknüpfen” gehört ? Die alte Tradition des “Kielholens” unbekannt ? Die brauchen indisch – russischen Nachhilfeunterricht, auch Engländer und Spanier sind da traditionell sehr erfahren.
Die Gerichtsbarkeit auf See untersteht dem Käpten. Und die Nußschalen einfach zu rammen sollte kein Problem sein. Wenn die mit Kaschi & co. um sich ballern, das kratzt höchstens die Rostschutzfarbe an.
Für Piraten der Jetztzeit ist ganz eindeutig Südostasien/Indischer Ozean – Pazifik viel bekannter. Das was da abgezogen wird, ist wieder nur Medienschwindel.
@capitalverbrecher und lübberding
Zudem unterliegen die Jungs natürlich krass der “Geldillusion”. Dieser Vorstoß von der Real- in die Finanzsphäre wird für sie sagenhaft inflationäre Folgen haben.
Egon
Das ist eben das alte Problem der Afrikaner. Qualifikationsdefizite und Humanitätsduselei … .
@weissgarnix, f.luebberding
Die Sache ist weniger lustig als Ihr denkt. Aus einer hochrangigen Quelle, die leider auf Anonymität besteht, habe ich erfahren, bei den derzeitigen Kaperungen handele es sich um Operationen zur Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit einer ehemaligen Investmentbank. Selbige hatte für Jahresende 2008 den Olpreis bei 200$ + x prognostiziert. Möget Ihr weder short in Oel sein, noch einen unvollen Oeltank Euer Eigen nennen.
Sonst seid Ihr ja auf Ballhöhe, aber hier wäre etwas mehr Ernsthaftigkeit am Platz gewesen.
Wie wäre es mit Venture Capital, wo in Silicon Valley die Geschäftsideen langsam ausgehn? http://www.thedailymash.co.uk/index.php?option=com_content&task=view&id=1405&Itemid=59
@ Frl. Rothenberger: Goldman Sachs hat neulich sich bei den Anlegern entschuldigt, dass die 200$ etwas optimistisch waren. http://ftalphaville.ft.com/blog/2008/11/20/18480/its-official-goldman-capitulates-on-oil/
Sind Analysten-Kursziele eigentlich nur Spätindikatoren, oder schon konträre Signale?
Die Piraten haben sogar schon eine Partei in Deutschland:
http://www.piratenpartei.de/
Wenn man sich das mal durchliest, dann wird einem richtig gruselig, die sind total gegen die aktuelle Politik gerichtet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Piratenpartei_Deutschland
“Jeder Mensch habe eine Privatsphäre, die frei von Überwachung bleiben müsse.”
“Stärkere Transparenz auf allen politischen und betrieblichen Ebenen führe allgemein zu weniger Korruption. Jeder Bürger solle das Recht haben, sich bei der Verwaltung über deren Tätigkeit zu informieren.”
“Freier Zugang (Open Access) zu Ergebnissen von Forschung und Entwicklung, die durch Steuergelder finanziert wurden, solle selbstverständlich werden. Dadurch soll jedem Bürger der Zugang zu kostenlosen Informationen ermöglicht werden.”
Offensichtlich wird vor dem Sudan ein Stellvertreterkrieg geführt. Unsere Obrigkeit hat ganz einfach nicht kapiert, dass die Piraten dort nichts mit der Partei zu tun haben… oder doch?
http://info.kopp-verlag.de/news/hoechste-geheimhaltung-vor-wenigen-wochen-wurde-ein-super-gau-verhindert-und-niemand-soll-es-erfa.html
Da steckt wohl mehr im Busch als nur die entführten Schiffchen. Man kann ja derzeit vor Somalia machen, was man will. Wenn irgend etwas schief geht, dann waren es halt die Piraten.
@Owe Jessen
wobei wir uns die Frage verkneifen, bei welchen Preisen die Schrotthändler Gold und Öl in ihre Empfehlungsliste aufnahmen.
Das ist wie mit meinem Lieblingsvolkswirt von der Deutschen. Wenn der sagt, Rezession voraus, dann braucht man nur 14 Tage warten und rein, in die kalte Suppe. DIE EMPFEHLUNG KAM LETZTE WOCHE. Da geht nix mehr schief.
Wenn also die Schrotthändler etwas empfehlen, heißt das binnen 14 Tagen strong sell. Alles muß raus. Ist aber nur wirklich für Anfänger.
@Owe Jessen,
bin leider kein Börsenexperte, um die Frage nach Spätindikatoren versus konträre Signale beantworten zu können. Gerüchten, Verschwörungstheorien zu Folge hat o.g. ehemalige Investmentbank vor Ausbruch der Subprimekrise Produkte verkauft, die auf Subprimehypotheken etc. aufbauten und gleichzeitig auf eigene Rechnung auf den Wertverlust der Subprimehypotheken spekuliert. In meiner Jugend hätte man dies im deutschen Sprachraum als Irreführung, Betrug etc. bezeichnet, ob dies die juristisch korrekte Bezeichnung ist, kann ich Dir leider nicht sagen, da ich kein Jurist bin.
Warum in die Ferne schweifen, sieh’ das Gute liegt so nah.
Überlaßt die Seeräuberei denen, die das Meer vor der Nase haben, und widmet Euch lieber der total vernachlässigten “Asphalt-Piraterie”. In diesem Wirtschaftszweig ist Deutschland absolut unterentwickelt und international überhaupt nicht wettbewerbsfähig.
Eine ordentlich organisierte “Asphalt-Piraterie”, wie sie beispielsweise Argentinien besitzt, ist für ein modernes Land ein unverzichtbare Wohlstandsquelle — insbesondere für die ärmeren Bevölkerungsschichten –, schließlich gelangen erst auf diese Weise Produkte zu Preisen auf den (Schwarz-)Markt, die sich die Ärmsten auch leisten können.
Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Effekt ist der Beschäftigungsschub, der einerseits von der “Asphalt-Piraterie” selbst ausgeht (das betrifft nicht nur die unmittelbar an den Überfällen Beteiligten, sondern vor allem auch ein ganzes Heer von “Hobby-Detektiven”, die in mühevoller Kleinarbeit die nötigen Informationen sammeln), und andererseits indirekt in Branchen entsteht, die gegen die “Asphalt-Piraterie” gerichtete Dienstleistungen anbieten. Beispielsweise sind hierzulande nahezu alle Transportfahrzeuge inzwischen mit GPS-Tracking ausgestattet. Und da die “Asphalt-Piraten” seit kurzem über handliche Störsender verfügen, mit denen sie das GPS-Signal lahm legen können, ergibt sich logischerweise auf der anderen Seite ein gewissen Forschungsbedarf, wie man dem wiederum begegnen kann. Kurzum: auch für die Wissenschaft fallen interessante Beschäftigungsfelder ab.
Nur am Rande: seit ein paar Monaten ist die Technik zur Ortung eines Handys auch für den “kleinen” Geldbeutel verfügbar. Nachdem die Entführung eines “besserverdienenden” Managers zwecks Lösegelderpressung diesen Umstand ins öffentliche Bewußtsein gerückt hat, verzichten manche Angehörige der “Elite” inzwischen darauf, ein Handy mit sich herumzutragen.
Owe Jessen
“The margins are very impressive. These guys can board a Chinese freighter or Saudi oil tanker and turn it around in less than a week. Usually without killing anyone.
“The staff are well-trained and they operate a structured bonus system involving the daughters of nomadic tribal chiefs and as much hallucinogenic tree bark as they can eat.”
Da sieht man jetzt das ganze Drama. Innerhalb kurzer Zeit führen überbordende Ansprüche ansonsten qualifizierter Mitarbeiter zu Schieflagen. Unsere Venture Kapitalisten haben scheinbar schon wieder ins Klo gegriffen … .
Frl. Rothenberger
Da sollte dann der Börsengang kein Problem sein. Bei so kompetenter Beratung.
Die Tochter vom Chef als Bonus, na das ist mal ein nichtmonetäres Anreizsystem. Oder ist sie die Strafe bei Versagen? Das Ende des Moral Hazard!
Wer glaubt, dass sich hier “Piraten” an einem Supertanker, ohne “Einverstaendnis” der Besatzung zu schaffen machte, ist,vorsichtig formuliert, ein bißchen unwissend. Ein Tanker dieser Groessenordnung schiebt eine Welle von ca. 2 m – 2,50 ( je nach Geschwindigkeit) vor / neben sich her!
Diese Daten sind keine Vermutung, sondern wurden mir von einem Kapitaen z.S. anhand eines Modells in London vorgeführt. Ein Kapitean, der bemerkt, dass er gekapert wird, gibt nur ein bißchen Gas und die die “Piraten” wuerden sehr schnell über Bord ihrer kleinen Boote gehen. Selbst ein Einsatz von Maschinengewehren wuerde viellleicht den Rost abplatzen lassen, haetten aber keine Folgen fuer den Rumpf. Die “Sirius Star ” gehoert zu den mondernsten Tankern und hat, unter anderem auch Doppelwaende.
Cui bono – eine ganze Menge Unternehmen.
Susann, hat ihnen der Kapitän auch gezeigt, wie lange ein Tanker braucht, um spürbar die Geschwindigkeit zu steigern (der minimale Anhalteweg bei äußersterster Kraft zurück sind für einen Tanker gut 6000m)?
Auf der Kieler Förde kann man ziemlich regelmäßig sehen, wie schwarzgekleidete Menschen von Schlauchbooten auf Fähren klettern – die Fähre legt in der Zeit gut 500m zurück.
Nun , gerade bin ich bei Fefe auf ganz neue Probleme oder aber auf Ansätze zur Reduktion der Anlaufkosten für neu angehende Piraten gestoßen. Bis zum Börsengang braucht es ja immer ein bisschen und angesichts dieser Meldung :
http://www.reuters.com/article/topNews/idUSLL19551020081121
eröffnen sich das ganz neune Finanzquellen den evtl. ist die CIA ja bereit ein bisschen helfend unter die Armee zu greifen, wenn man sich den im Nebenerwerb als Honeypot anbietet.
Und da der BND erwiesenermaßen absolut unfähig ist kann man es in D ja mit einem Antrag auf Gemeinnützigkeit versuchen, Anti-Terror fällt da wohl drunter, ( runter ? )
Schäuble ist bestimmt auch noch nicht ausgelastet, damit hätte man dann gleich den ersten Kandidaten für den Aufsichtsrat…
Wobei…
Hier wäre wohl Zeit für eine Wortneuschöpfung..
Wegsiehrat ? Wechselrat, Versorgungsrat, Aussitzrat ?
Hmmmm…..
Have fun
Otaku
Have fun
Otaku
Anstatt Menschenleben oder Sachwerte bei der Rückeroberung zu gefährden ist es doch besser “Papierschnipsel” in beliebiger Menge zur Verfügung zu stellen.
Cheers
Jörg
@Frl. Rothenberger,
warum Verschwörungstheorien. GS ist ganz klar mit seiner Investmentabteilung auf Produkte short gegangen, die sie anderswo verkauft haben.
Die Abteilungen sind aber voneinander abgeschirmt. Es ist durchaus möglich, dass juristische Einwand frei zu gestalten.
Na jetzt wisst ihr ja auch was ich mit der Hapag Lloyd vorhatte…
Wieder eine Innovation die dem Standort Deutschland durch die Lappen gegangen ist.
Gibt´s vor Nordlands Küste keine Freibeuter mehr ?
Zur Stabilisierung (des Marktes ?) werden jetzt schon Zement-Frachter im Oslo-Fjord versenkt. Glücklicherweise ohne Personenschaden.
Und für Piraten vor Somalia:
könnten die nicht mal einen Frachter mit Pikrinsäure entführen ?
Soll ja auch älteren Piraten helfen, die unter “Überarbeitung und Stress leiden und daher nervlich angespannt sind”, sich stand-recht um die Tochter des Chefs zu kümmern
Und in höheren Dosierungen siehe Halifax, Kanada, 6.12.1917:
http://www.spiegel.de/img/0,1020,1257736,00.jpg
Die hämischen Lacher werden in dem Moment verstummen,
in dem ein Somali einen Warnschuß mit der RPG
auf den Tanker abgibt.
Frau Merkel könnte auch das Lösegeld um einige Mio überbieten.
Wäre ein prima Transporter für die demnächst überschüssig
produzierten deutschen Neufahrzeuge,
@ egon
“Und die Nußschalen einfach zu rammen sollte kein Problem sein.”
jepp, da wird seit Monaten geübt:
http://www.youtube.com/watch?v=Ib43gpKTxjs
http://www.youtube.com/watch?v=jGaJd6_Muvo
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