Calculated Risk bietet uns einen interessanten Chart an. Er zeigt den Verlauf diverser historischer Börsenkomplikationen. Das Wort Krise wollen wir in der Krise nicht mehr verwenden. Auch wenn dieses Bild mehr sagt als tausend Worte. Gar nicht so kompliziert eigentlich, die Komplikation.

Nur zur Erklärung: Blau ist die derzeitige Komplikation und grün die New Economy Irritation. In historischen Zeiten beobachten sich die Eliten gegenseitig. So appelliert heute der Bundespräsident Horst Köhler, ehemaliger Chef des IWF, an die Bankiers – nicht an die Banker. Hört, hört! Besonders interessant ist aber die Mahnung eines Angehörigen der politischen Elite an die anderen Eliten:
“Die Menschen müssen wieder füreinander einstehen. Das gilt besonders für die Reichen in unserer Gesellschaft. Das Gerechtigkeitsgefühl der gesellschaftlichen Mitte wird durch die Entsolidarisierung der Besserverdienenden, den Egoismus und die um sich greifende Gier eines Teils der Wirtschaftselite schwer verletzt. … .
Die Eliten müssen jetzt dazu beitragen, dass das schwindende Vertrauen der Bevölkerung in die soziale Marktwirtschaft und die parlamentarische Demokratie zurückkehrt. Solidarisch zu sein, ist auch Selbstschutz: Wem als Angehöriger der gesellschaftlichen Elite am eigenen Erfolg gelegen ist, muss sich für dieses Land und seine Menschen engagieren. Wenn die Mitglieder der gesellschaftlichen Mitte den Eindruck haben, dass nur wenige profitieren und sich für die meisten immer nur mehr Lebensrisiken ergeben, wird unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem auf Dauer die notwendige breite Akzeptanz verlieren und durch populistische und antidemokratische Kräfte erodiert.”
Dieses Zitat des Bundesfinanzmisters Peer Steinbrück dokumentiert mehr als nur die gesellschaftliche Spaltung in Deutschland. Der Elitendiskurs der vergangenen 20 Jahre hat den demokratischen Diskurs vernichtet. Mit welcher Begründung reduziert Peer Steinbrück die deutsche Gesellschaft auf die dubiose “gesellschaftlichen Mitte” und die “Elite” genannte Oberschicht? Gibt es in Deutschland wie im antiken Sparta heute Unterschicht genannte Heloten? Oder ist gar die Sklaverei wieder eingeführt worden? Hat der Bundesfinanzminister seinen Amtseid auf die deutsche Nation geschworen – oder etwa auf die “gesellschaftliche Mitte” inclusive der “Elite” des Landes? Es ist bezeichnend für den Ungeist der vergangenen Jahre, dass ein Bundesminister solche Aussagen macht – und ihm die Bedeutung seiner Worte noch nicht einmal klar zu sein scheint. Etwa wenn er von der Verletzung des Gerechtigkeitsgefühls der “Mitte” spricht. Hat die Unterschicht kein Gerechtigkeitsgefühl? Oder sind deren Ansichten in unserem demokratischen Staat unerwünscht? Steinbrück grenzt wie selbstverständlich aus. Und zwar schon in normativer Hinsicht die Bürger, die weder zur “Mitte”, noch zur “Elite” gehören. Dazu reduziert er in seinem Elitenjargon die “gesellschaftliche Mitte” zu einem bloßen Objekt. Deren Teilhabe ist in der Perspektive des verwirrten Sozialdemokraten nicht ernsthaft gefragt. Der Bundesfinanzmister sieht dort nur ein populistisches Potential, wenn die Eliten versagen:
“Wenn die Mitglieder der gesellschaftlichen Mitte den Eindruck haben, dass nur wenige profitieren und sich für die meisten immer nur mehr Lebensrisiken ergeben, wird unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem auf Dauer die notwendige breite Akzeptanz verlieren und durch populistische und antidemokratische Kräfte erodiert.”
Dieser idiotische Elitenjargon ist die Abdankung der demokratischen Politik. Es geht dort nämlich um die Gestaltung unserer Lebensverhältnisse. Dabei spielt die soziale Stellung – normativ betrachtet -keine Rolle. Der Grundsatz One man – one vote ist sonst sinnlos. Mit Steinbrücks Erkenntnissen kann man auch die Einführung des Klassenwahlrechts begründen.
Kopfzeiler.org macht sich übrigens auch seine Gedanken über Profis und Amateure.
“Ob die Menschen, die unser System einmal reparieren, “Profis“ oder “Amateure“ sein werden, spielt keine Rolle. … . Der entscheidende Unterschied ist nicht der zwischen Amateuren und Profis, sondern der zwischen Neugier und Ignoranz.”
Es geht bei Joha zwar um ein anderes Thema – unter anderem um Finanzblogger und Journalisten. Aber Peer Steinbrück ist – demokratietheoretisch betrachtet – ein Ignorant.















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Ach, wie nett:
> “Die Menschen müssen …”
> “Die Eliten müssen …”
Ja, ja, auf dem stillen Örtchen sind alle gleich.
> “Solidarisch zu sein, ist auch Selbstschutz”
Da scheint jemand die Hose ja schon ganz schön voll zu haben. Wäre er mal eher gegangen…
Herr Lübberding,
ist dieser Clown nicht der Kassenwart aus IHREM Schrebergarten? Wenn schon Feudalherr, warum sollte er dann nicht auch so reden? Ist Ihnen das zu offensichtlich, hätten Sie es lieber etwas versteckter?
bismodo
Wir bauen im gleichen Schrebergarten an, allerdings auf getrennten Parzellen. Der Garten SPD ist übrigens von uns allen nur gepachtet … er gehört keinem.
“Ist Ihnen das zu offensichtlich, hätten Sie es lieber etwas versteckter?”
Nein, die Offenheit ist natürlich nützlich … . Steinbrück macht einen Kategorienfehler. Er redet wie ein Politikwissenschaftler, der über gesellschaftspolitische Stabilität nachdenkt. Nur er handelt als Politiker, der die Konsequenzen aus der Finanzkrise beschreibt. ” Wenn die Mitglieder der gesellschaftlichen Mitte den Eindruck haben, dass nur wenige profitieren und sich für die meisten immer nur mehr Lebensrisiken ergeben ….”, schreibt er -und hier hat die Reduzierung auf die “Mitte” nichts zu suchen, weil dieser Eindruck für alle Bürger relevant ist. Grotesk ist es dabei natürlich, dass vor allem die “Nicht-Mitte” – also etwa das ominöse Prekariat – diese Lebensrisiken schon lange zu tragen hat. Sie also die eigentlichen Adressaten wären, wenn er denn schon einen sucht.
Steinbrück benutzt das nicht strategisch. Da bin ich mir ziemlich sicher, aber er muss seine Namenstexte natürlich verantworten. Es ist wohl eher der Fall eines schlampigen Referenten, der hier einen Text aus anderen Text-Bausteinen zusammenbastelt. Nur es dokumentiert eben die Macht der herrschenden Ideologie, die in den letzten dreißig Jahren das Denken beherrschte. Und da kommt dieser Schreiberling eben nicht auf die Idee, dass er hier mit Kategorien arbeitet, die in diesem Kontext obszön sind. Es sind halt die üblichen Phrasen, die er schon seit Jahren in einer Endlosschleife hört.
Tja, die Clowns können eben immer auf ihre Soldaten bauen. Q.e.d.
der Steinbrück benutzt das Wort Mitte doch nur, damit er nicht Unterschicht sagen muss – nach dem Motto “wenn ich es nicht nenne, gibt es das auch nicht” – das ist klares Verleugnen der Realitäten.
@wg n
meine “kritische” freundin (wirklich nicht ich -> fussnote 1) möchte gerne wissen, was du
i) studiert hast
ii) wo
iii) wie du deinen unterhalt verdienst
iv) *** zensiert *** – ** irrelevant ***
1.) ich bin ein “wgn-aufsteher”, soll heissen ich brauche meinen tgl. wgn. und “worshipe” diesen
)
@thomas F.
Zunächst mal: Genosse Lübberding ist für diesen Beitrag verantwortlich, nicht ich.
Und was die Fragen deiner Freundin betrifft:
i) und ii) ich habe in Wien Gastronomie studiert
iii) für meinen Lebensunterhalt habe ich “am Gürtel ein paar Pferdchen laufen” …
falls deine Liebste das nicht richtig einordnen kann, soll sie es sich von ein paar Ösis eindeutschen lassen …
Hat der Lübberding wohl ein Parteibuch…
Sag mal WGN,
wieviel Pferdchen hast Du denn so laufen?
Ich habe hier auch ein paar “Spatzen, die ihr Nestchen am Schritt” bauen.
Vielleicht könnte man sich ja mal austauschen, hatte schon immer Interesse an Geschäften mit den Ösis …
Grüsse
wnw
Steinbrück mal ganz direkt:
Zitat Steinbrück:
“Die Menschen müssen wieder füreinander einstehen. Das gilt besonders für die Reichen in unserer Gesellschaft.”
“Die Reichen” werden aufgefordert zusammenhalten.
“Die Menschen” – das sind hier eben nur “die Reichen”.
Wenn Herr Lübberding polemisiert…
“Gibt es in Deutschland wie im antiken Sparta heute Unterschicht genannte Heloten?”
… trifft er den Nagel gewissermassen auf den Kopf.
Steinbrück scheint mit einem Demokratieverständnis , wie es im antiken Griechenland herrschte, zu sympatisieren.
Der Begriff “Demokratie”, wie er allgemein verstanden wird, ist ein trojanisches Pferd, weil er die Bedeutung zulässt, die ihm historisch tatsächlich zukommt. (Hat auch ein Honecker nutzen können.)
Btw: Steinbrücks antiamerikanischen und anti-schweizerischen Ausfälle passen dazu auch ins Bild.
Weiter … was ist die …“gesellschaftliche Mitte”?
= ehemals das “Kleinbürgertum”, dem man abrät sich mit der “Unterschicht” vielleicht auch noch aus Gründen der “Gerechtigkeit” zu solidarisieren. Sonst könnte es um die Plätze an den Futtertrögen schlecht bestellt sein.
Das ist wirklich nichts Neues, nur der Begriff der “gesellschaftlichen Mitte” ist es.
Überhaupt ist es interessant, nebeneinander zu stellen:
dass die “gesellschaftliche Mitte” einem “Gefühl” der Gerechtigkeit nachhängt, welches nicht angebracht zu sein scheint – denn die “Elite” soll ja lediglich aus richtig verstandenem Eigeninteresse “solidarisch” sein.
Dieser Begriff der “gesellschaftlichen Mitte” hat natürlich unbestimmt und “dubios” (f.lübberding) zu sein, da hinter ihm eine Verheissung steht: Abstieg oder Aufstieg. Ob sich das wohl aus der Ambivalenz des “sündigen Menschen”, der mit einem Bein in der Hölle, mit dem anderen im Himmel steht, kommt?
Steinbrück kündigt an, dass der Staat die Wirtschaft immer mehr kontrollieren wird. Seine “Elite” ist eine rein politische, die nebenbei natürlich auch noch “die Reichen” stellt.
Dies ist eine Entwickung, die schon lange abläuft, unter den orwellschen Ideologemen der “freien Welthandels”, des “Kapitalismus”, die bedauerlicherweise immer noch allenthalben ernst genommen werden.
Bald droht das allgemeine, nicht nur das elitistische, Demokratieverständnis sich an dem der alten Griechen zu orientieren – und nicht an dem modernen, wie zB in der Verfasstheit der USA zum Ausdruck gebrachten.
“Bald droht das allgemeine, nicht nur das elitistische, Demokratieverständnis sich an dem der alten Griechen zu orientieren – und nicht an dem modernen, wie zB in der Verfasstheit der USA zum Ausdruck gebrachten.”
Das ist keine Demokratie sonder eine Meritokratie…
In der Demokratie gibt es verdammt nochmal keine Eliten.Wie definieren die sich den übers Bankkonto oder wie???
Natürlich gibt es auch in der Demokratie Eliten. Sie sollten sich bloß nicht über ihren politischen Einfluss definieren, was auch nicht alle tun, ein Teil aber schon.
Es ist eine unrealitische Utopie, dass tatsächlich jeder Mensch den gleichen Einfluss auf hoheitliche Entscheidungen ausübt. Selbst in einer gut funktionierenden Demokratie wird es eine “Mediatorenklasse” geben, die die politischen Wünsche der Bevölkerung in konkrete politische Maßnahmen verwandelt.
In der aktuellen Elitenforschung, wie sie an Universitäten betrieben wird, geht die Definition übrigens tatsächlich über das Bankkonto.
AxOx,
Zitat Steinbrück:
“Die Menschen müssen wieder füreinander einstehen. Das gilt besonders für die Reichen in unserer Gesellschaft.”
“Die Reichen” werden aufgefordert zusammenhalten.
“Die Menschen” – das sind hier eben nur “die Reichen”.
Schon abenteuerlich, wie du das, was Steinbrück sagt, in sein Gegenteil verkehrst.
Btw: Steinbrücks antiamerikanischen und anti-schweizerischen Ausfälle passen dazu auch ins Bild.
Die passen in der Tat ins Bild. Die Schweiz ist eine Steueroase, in der sich viele Millardäre Europas vor der Solidarität drücken, die Steinbrück von den Reichen verlangt. Sollte übrigens Demokratie in der Form wie Nanuk sie sich vorstellt in Deutschland kommen, würden noch viel mehr Reiche in die Schweiz flüchten.
Die UBS ist eine der aktivsten Helferinnen von Steuerhinterziehern.
Weiter … was ist die …“gesellschaftliche Mitte”?
Dass Steinbrück das Wort “Unterschicht” nicht benutzt, könnte auch einem falschen Verständnis von political Correctness geschuldet sein. Darüber hinaus ist es im weiteren Kontext tatsächlich so, dass für die gesellschaftliche Stabilität diejenigen, die sich am untersten Rand des ökonomischen Spektrums bewegen nicht so entscheidend sind.
Überhaupt ist es interessant, nebeneinander zu stellen:
dass die “gesellschaftliche Mitte” einem “Gefühl” der Gerechtigkeit nachhängt, welches nicht angebracht zu sein scheint – denn die “Elite” soll ja lediglich aus richtig verstandenem Eigeninteresse “solidarisch” sein.
Woraus liest du, dass Steinbrück der Meinung ist, dass das nicht angebracht ist. Es ist eine Beschreibung eines Zustands. Bei der “Elite” nicht auf das Gefühl zu setzen, ist i.A. in sofern sinnvoll, als dass es das Argument mit der niedrigeren Barriere ist, als auf das Mitgefühl der Reichen zu setzen. Mitgefühl haben vielleicht nicht alle, Eigeninteresse wohl schon.
Dein Beitrag verdeutlicht mal wieder, dass dieses Land genau die Politiker hat, die es verdient. Welche integre und kompetente Person will denn Politiker werden, wenn selbst die Deppen, die man zur genüge gerechtfertigt kritisieren kann, sich auch noch ständig Unterstellungen, Verdrehungen und Verschwörungstheorien anhören müssen?
“Natürlich gibt es auch in der Demokratie Eliten. ”
Dann ist es keine Demokratie.Du lebst auch nicht in einer sondern in einer Parlamentarischen Demokratie da ist ein himmelweiter Unterschied…
Die Banjar auf Bali sind eine demokratische Gesellschaft seit ungefähr 100o Jahren von wegen Utopie.
@Ich
“Schon abenteuerlich, wie du das, was Steinbrück sagt, in sein Gegenteil verkehrst.”
Lies das mal ganz genau.
Du meinst wahrscheinlich, dass er mit “Menschen” eben alle Menschen schlechthin meinte. Das ist ja auch der normale Reflex, wenn man den Begriff “Menschen” liest. Doch der Kontext legt nahe, dass er eben nur an bestimmte Menschen denkt. Zwar steht da noch das scheinbar einschränkende “besonders”, aber das scheint mir lediglich inhaltsloses Füllwort zu sein.
Bei den antiken Griechen galt auch nur die 1-2% der “Elite” als Menschen. Der Rest war Besitztum oder sonstiges.
Ansonsten gibt es da noch unzälige andere, ganz ähnlich gelagerte Beispiele… Hoher Wiedererkennungswert.
Die Schweiz auf eine Steuerhinterzieheroase zu reduzieren, das ist genau Steinbücksche “Intellektualtät” – und was schlimmer ist peinlichste wilhelminisch anmutende “Diplomatie”.
Woraus Steinbrücks Verachtung der Idee von Gerechtigkeit rauszulesen ist?
“Den Reichen”, die er ja als wichtigste Gruppe anspricht, empfiehlt er diese nicht, keine Rede davon. Sie taucht nur auf, als es um die Reaktion auf einen empfundenen Missstand geht, den es zu dämpfen gilt.
Dass Gerechtigkeit für Steinbrück kein Wert an sich, sondern im Sinne einer “Solidarität” nur Mittel zum Zweck sein kann, ist leicht zu folgern.
Es ist nicht mal so bedenklich, dass hier ein Politiker sein Übermenschentum herauskehrt, sondern die unzulängliche Rhetorik und das allzu deutlich hervortretende Selbstverständnis – das ist bedenklich.
Wenn ich mir den Chart so anschaue, dann wäre ja hier erst mal schluss und wir können mit einer Erholung an der Börse rechnen, auch wenn es später vielleicht noch mal runter geht. Aber bei -50% ist das doch ein in der Vergangenheit markanter Wendepunkt…
“Sollte übrigens Demokratie in der Form wie Nanuk sie sich vorstellt in Deutschland kommen, würden noch viel mehr Reiche in die Schweiz flüchten.”
Ja siehste ihr seit keine Demokraten und die meisten sind es nicht.
Denn es ist erwünscht das Menschen die sich weigern an der Gesellschaft teilzunehmen geächtet werden.Weil man mit ihnen keinen Staat machen kann. Eine Gesellschaft kann sich immer nur einen kleinen Teil von Ausenseitern und Eremiten leisten sonst zerfällt sie und in Deutschland haben sich an den Rändern ganze Horden verabschiedet sowohl in Bereichen mit hohem als auch mit niedrigem Einkommen.Wenn wir schon soweit sind das Teile der Bevölkerung angst vor einem anderem haben dann ist es eh zu spät.Willkommen in der Diktatur…
Dann ist dem Machtmissbrauch Tür und Tor geöffnet weil man die beiden nur gegeneinander ausspielen muss davon leben Demagogen in dem sie an Vorurteile appelieren die Gesellschaft spalten um dann so ihre Macht zu erhalten.
In so einer Gesellschaft möchte ich nicht leben für keinen Cent der Welt.Ich will weiterhin ohne Leibwächter und ohne Panzerwagen einkaufen gehen und so wie Schäuble es erreichen will mit einem Polizeistaat so schonmal garnicht.
Denn für die meisten ist nicht die Villa im Grünewald das Ziel auch wenn sie ein sehr hohes Einkommen haben für die reicht das Häuschen um die Ecke…
Ich Persönlich habe einen Bücher tick…
Ich sammle alte Bücher dafür gebe ich unmengen aus um auch mal was Persönlicher zu werden.
Wie gut das es das ZVAB gibt
Obwohl in ein Antiquariat gehen und in dem Händen halten und stöbern ist auch toll der Geruch ist schon ein Genuss und dann die zarten Seiten dieser Schätze.
Werksausgaben das sind so meine Lieblinge.
@f.lübberding
Bedutung seiner Worte nicht bewusst, nicht strategisch gemeint? Peervers, aber nicht neu: Steinbrück hat dieses “neue” Verständnis von “sozialer Demokratie” schon im Jahre 2003 in einem ZEIT-Interview in der ihm eigenen Klarheit – ud stellvertretend für die “moderne” Sozialdemokratie – so beschrieben: “Soziale Gerechtigkeit muss künftig heißen, eine Politik für jene zu machen, die etwas für die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitsplätze schaffen, kurzum, die Leistung für sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die – und nur um sie – muss sich Politik kümmern.”
http://209.85.129.132/search?q=cache:IcWEwT2F0NUJ:www.wahl-stimmen.de/trans_html/002Zwischen%2520Wahl%2520und%2520Sinn/Platzecks_Vermaechtnis.html+steinbr%C3%BCck+um+die+und+nur+um+die+muss+sich+politik+zeit+site:www.wahl-stimmen.de&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de
Retrosoziale Grüße
Wem als Angehöriger der gesellschaftlichen Elite am eigenen Erfolg gelegen ist, muss sich für dieses Land und seine Menschen engagieren.
Die “Retro-Ignoranz” unseres patzigen Finanz-Popanz scheint auch an dieser Stelle durch: Wie sogar ihm bekannt, ist das Kapital ein “scheues Reh”, und als ein solches recht mobil. Warum also sollte die “Elite” als Inhaber dieses mobilen Gutes nicht ebenso mobil sein oder werden? Und was sollte ihr dann noch an “diesem Land” liegen? Ihr Erfolg wäre vom Erfolg dieses Landes gar nicht mehr abhängig.
Das nennt man “Globalisierung”. Und angesichts dieser Umstände redet unser Oberignorant, als hätte er die letzten 30 Jahre schlafend hinter einem Ofen verbracht.
Das Problem mit unserer “Elite” ist, dass sie gar nicht weiß, was sie anrichtet, sie stürzt sich lieber auf öffentliche Umgehungsratgeber, wenn es zB um die “Abgeltung(!!)steuer” von 25% geht – und sie würde das auch tun, wenn diese Steuer nur 10% betrüge. Ratgeber zur optimalen Vererbungsstrategie erfreuen sich ähnlicher Beliebtheit.
Am Ende werden sie ihre Schätze in Gold verschiffen – Piraten & Schatzsucher freuen sich schon… der Absturz der Überkomplexität in die Übervereinfachung: Gold oder Leben.
Unsere Elite ist keine. Im Gegenteil. Sie ist völlig irre geworden durch die von ihnen selbst veranstaltete Verwirrung der Kategorien: Geld = Erfolg = Elite.
NICHTS könnte verkehrter sein, denn nach diesen Kriterien bestünde diese Elite vor allem aus Piraten. Und so ist es ja auch.
Fällt hier niemandem was auf?
Das ist kein Apell an den Altruismus, sd. ein Apell an den Eigennutz.
Ein System kann moralisch gar nicht stärker verfallen sein, als eines, bei dem ein Apell an edle Motive der “Elite” gar nicht mehr möglich ist!
Dabei erkennt diese Elite gar nicht ihre TOTALE VERKOMMENHEIT. Da hilft nur mehr das Schafott.
@schoerner
Danke. Aber so krass wollte ich es halt nicht ausdrücken
Zur Befriffsdefinition:
“Elite sind diejenigen, die bei höchsten Einnahmen die niedrigsten Abgaben zahlen. Elite sind diejenigen, die von anderen die Ausfüllung von Fragebogen verlangen können. Elite sind diejenigen, deren Soziologie keiner zu schreiben wagt. Elite sind diejenigen, die sich das tu quoque verbitten dürfen.”
(Carl Schmitt)
Die Elite ist unser Schicksal:
http://www.wahl-stimmen.de/trans_html/002Zwischen%20Wahl%20und%20Sinn/Schmitt_Eliten.html
@ Frank Lübberding
=> … Oh ha ! … immerhin das erste Mal, dass Du einen führenden Sozi kritisierst …
“Wir bauen im gleichen Schrebergarten an, allerdings auf getrennten Parzellen. Der Garten SPD ist übrigens von uns allen nur gepachtet … er gehört keinem.”
=> … alles längst von einer Horde randalierender Wildschweine zerpflügt !!!
“… Aber Peer Steinbrück ist – demokratietheoretisch betrachtet – ein Ignorant.”
=> … yep ! … gut erkannt ! … vielleicht ein bisschen arg spät ! … gilt übrigens für den ganzen Reichstagsinhalt …
=> … er hat ja auch schon im Frühjahr die Fortsetzung der Grossen Koalition proklamiert
(… da hat er wohl für einen Augenblick vergessen, dass die meisten Sterblichen immer noch glauben, in einer Demokratie zu leben
))))
WI-ING
… Oh ha ! … immerhin das erste Mal, dass Du einen führenden Sozi kritisierst …
Nein, das zweite mal … Ich habe neulich schon, ganz heimlich, August Bebel kritisiert … .
Ich würde Steinbrück als Symptom begreifen. Unser Staal sieht sich ja kaum noch als Kompetenzstelle, da ist es doch nur logisch, auch keine überflüssige, gar fachübergreifende Kompetenz (etwa Soziales) zu besitzen. Die Industrie schreibt ihre Gesetze, die Politik winkt durch. Alles wird gut.