Wettbewerbsfähigkeit ist toll!

von f.luebberding am 23. Oktober 2008

Für Island zum Beispiel. Unsere Volkswirtschaft lebte in den vergangenen Jahrzehnten in einem Wahn. Wettbewerbsfähigkeit hieß die Losung dieser neoklassischen Sekte. Jeden Tag machten sich die deutschen Führungskräfte darüber Gedanken. Folge waren unsere gigantischen Exportüberschüsse. Was waren wir stolz! Deutschland lebte allerdings von der Bereitschaft des Auslandes zur Verschuldung. Damit haben sie dann unsere tollen Produkte bezahlt. Nun haben deutsche Banken einem Staat namens Island mehr als 21 Mrd. Euro geliehen. Alle sind wütend auf unsere Banken: Wie dumm sind die eigentlich? So wird in zahllosen Medien gefragt. Tatsächlich waren nicht nur die Banken dumm – das ist ja keine neue Erkenntnis. Vielmehr war unsere Wirtschaftspolitik “suboptimal”. So würde das jetzt Gerhard Schröder ausdrücken.

In Island wohnen nur unwesentlich mehr Menschen als im HSK – dem Hochsauerlandkreis. Dafür hat der deutsche Landkreis mehr Industrie als die Insel im Nordatlantik. Die aber eine höchst effektive Finanzindustrie. Da kann das wettbewerbsfähige Hochsauerland nicht mithalten – mit seiner Sparkasse und seiner Volksbank. Uns hat leider niemand 21 Mrd. Euro geliehen … . Damit hätte man nämlich im Sauerland tolle Partys feiern können. Noch nícht einmal Friedrich Merz. Der Arnsberger pflegt bekanntlich intensive Beziehungen zu anderen Hedgefonds. Nun sind diese riesigen Exportüberschüsse die Folge zu niedriger Arbeitseinkommen, gesunkener Renten, unzulänglicher Sozialleistungen.

Wir haben alle den Gürtel enger geschnallt.

In die Realwirtschaft ist dieses Geld nicht investiert worden. Weder von privaten Unternehmen, noch vom Staat. Der hat sogar die nicht investierenden Unternehmen mit diversen Steuerreformen weiter entlastet – und selber unter Führung Hans Eichels kräftig die öffentlichen Haushalte konsolidiert. Jetzt hatte man aber ein Problem: Wohin mit dem ganzen Geld? Es war weder bei den Einkommen, noch bei den Investitionen gelandet. Man konnte es ja nicht im Sauerländer Wald verbuddeln … . Also investierte man – effektive Finanzmärkte ist das Stichwort – dieses Geld auf dem Weltmarkt. Also bei den Staaten und Unternehmen, die bereit waren sich zu verschulden. Dafür gab es dann auch eine Zeitlang Zinsen. Bis leider diese Effizienz im Zusammenbruch endete. Und so wurde Deutschland für Island, was China für die USA ist: Wir arbeiteten und schnallten die Gürtel enger. Andere feierten Partys. In Island zum Beispiel. Und warum das Ganze?

Weil die Mitglieder der Sekte namens “Wettbewerbsfähigkeit” keine Ahnung von Ökonomie haben. Dass nämlich am Ende die Ersparnisse des einen die Schulden des anderen sein müssen. Also deutsche Überschüsse der letzten Jahre kein Zeichen von wirtschaftlicher Stärke waren, sondern – “suboptimal”. Wir beförderten damit den Wahnsinn, der jetzt kollabiert ist.

Ansonsten muss man Island helfen. Das Arbeiten sind wir ja gewöhnt.

{ 72 Kommentare… Lesen Sie sie nachfolgend oder schreiben Sie einen }

1 Michael Oktober 23, 2008 um 17:54
2 ~ Halbgott ~ Oktober 23, 2008 um 18:27

Oh Shit !

= > … fast alles falsch, Frank :-(

3 Ben Oktober 23, 2008 um 18:54

@Vorposter

1. Du plenkst.

2. Wo bleibt die Widerlegung des Kritisierten?

4 Forentourist Oktober 23, 2008 um 19:09

Könnte es nicht auch sein, daß der Handelsbilanzüberschuß einfach ein Ausdruck mangelnder Attraktivität als Investitionsstandort ist? Man produziert in D mit den bestehenden Anlagen auf Teufel komm raus, das eingenommene Geld transferiert man aber ins Ausland. Von dort kommt es als Nachfrage nach deutschen Produkten zurück, also hauptsächlich Investitionsgüter wie Maschinen und Kraftfahrzeuge, und bläht damit den HB-Überschuß immer weiter auf. Und in ein paar Jahren, wenn alle Anlagen in D wertlos, veraltet und voll abgeschrieben sind, stehen die tollen neuen Fabriken mit den modernen Maschinen von Trumpf, MAN und Co. alle in der inneren Mongolei. Das ist nicht ganz so augenfällig wie bei Industriebetrieben, die direkt zerlegt, verschifft und später 1:1 wieder aufgebaut werden (ich erinnere mich an Fernsehberichte über ganze Kokereien, die nach China gingen), findet sich in der Handelsbilanz aber beides als “Kapitalexport” wieder.

Man hat in Deutschland mit überzogenen Löhnen bereits die Textilbranche vertrieben, dann die (Unterhaltungs-)Eletronik. Und erntete dafür 5 Millionen Arbeitslose. Vielleicht ist als nächstes die Automobilindustrie dran? Die Zulieferer sind schon zum Teil in Osteuropa – und auch die Hersteller haben dort alle schon ein Standbein stehen. Man muß nur noch etwas das Gewicht verlagern, vom Deutschland-Bein aufs Auslands-Bein. Es wäre nur ein kleiner Schritt für die Unternehmen, aber ein verhängnisvoller für Deutschland.

5 otaku Oktober 23, 2008 um 19:24

@Forentourist
sorry erstens hast du ein Rad ab, zweitens sind deine Thesen sowas von bereits wiederlegt das sich hier eine Diskussion erübrigt…

Zu hohe Löhne…
Wenn ich so nen Blödsinn höre…
Wenn die ehemalige demokratische Republik D jetzt noch irgendwas retten kann, was ich bezweifele, dann eine Binnennachfrage das es nur so kracht. Dazu wäre GEWALTIGE Lohnerhöhungen nötig.

Dies Gebilde das sich beliebt ein Land zu nennen lebt vom Hirnschmalz.

Und du willst Löhne noch mehr senken ?

Na dann

Guten Abend…

Have fun
Otaku

6 Beate Oktober 23, 2008 um 19:32

Forentourist

Ihre Argumentation ist unlogisch.
Wo am Ende nichts mehr zum Tauschen übrig bleibt, gibt es auch keinen Handel mehr. Interessanter ist die Frage, warum so lange solche Ungleichgewichte bestehen bleiben können, bei flexiblen Wechselkursen.

7 f.lübberding Oktober 23, 2008 um 19:33

Forentourist

Ja, die Debatte habe ich etwa mit Dietmar Tischer im Herdentrieb seit einem Jahr geführt … . War ganz interessant. Ist nämlich ein kluger Kopf, der Dietmar.

Bleiben wir bei der These “mangelnde Attraktivität”. Wenn Deutschland noch attraktiver gewesen wäre – also etwa in der Industrieproduktion einen noch größere Teil seiner Wertschöpfung in das Ausland exportiert hätte und das wäre ja das Ziel der weiteren Attraktivitätssteigerung gewesen – was wäre dann passiert? Deutschland hätte noch höhere Überschüsse produziert. Also hätte das Auslands entsprechend höhere Schulden machen müssen, um unsere Produkte abzunehmen. Der Pferdefuss: Deutschland hat seine Attraktivität durch Lohndumping etc. künstlich verbessert – und zwar über das hinaus, was weltwirtschaftlich (und in Europa) verträglich gewesen ist. Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt exportieren wir mehr als 50 % unserer Wertschöpfung (Zahlen jetzt aus der Erinnerung). Wir haben in den vergangenen zehn Jahren also unsere Exportorientierung noch gesteigert. Für ein Land unserer Größe ist das ökonomischer Wahnsinn gewesen (das sage ich auch nicht erst seit heute). Das kann eine sinnvolle Strategie für Zwerge wie Irland etc. sein, aber nicht für die größte Ökonomie in Europa. Deshalb wird uns die Rezession auch in einem Ausmass erwischen, den sich unsere Sektenmitglieder noch gar nicht vorstellen können. Möglich war das nur, weil es diese Kreditblase gegeben hat – also andere Länder “innovative” Möglichkeiten zur Kreditgenerierung entwickelt hatten. Wir lebten von dieser Fähigkeit und werden jetzt verblüfft feststellen, dass wir praktisch diesen Defizitländern unsere Produkte geschenkt haben. Toll – für die anderen … .

Nur um nicht missverstanden zu werden: Natürlich müssen Länder wettbewerbsfähig sein. Also in etwa ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht zu haben. Nur kann man eben nicht nur die Defizitländer brandmarken – und diesen Grundsatz haben auch wir verletzt. Im übrigen würden sich unter funktionierenden Marktbedingungen über die Währungen – also den Wechselkurs – Ungleichgewichte korrigiert. Aber selbst diesen Mechanismus hat man ja – siehe China – komplett ruiniert. Wie gesagt lauter Trümmer: Müssen wir halt in Zukunft besser machen … .

Otaku

Nicht schimpfen, argumentieren … .

Beate

Genau!

8 Nanuk Oktober 23, 2008 um 19:36

@Beate
Ihre Argumentation ist unlogisch.
Wo am Ende nichts mehr zum Tauschen übrig bleibt, gibt es auch keinen Handel mehr. Interessanter ist die Frage, warum so lange solche Ungleichgewichte bestehen bleiben können, bei flexiblen Wechselkursen.

Weil die USA sowas haben…
http://www.acceleratingfuture.com/michael/blog/images/Nuke2.JPG

9 Michael Oktober 23, 2008 um 19:42

@Forentourist
für dich noch mal

http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2008/42a.html

Du hast einfach nicht verstanden, daß diese Krise nur eine Ursache hat:
Die überaus geschätzten US – Konsumenten sind pleite und nicht mehr “kreditwürdig” Und das ist hier mit 3 Mill. überschuldeten Haushalten anteilig nicht weniger. Die sind nicht pleite, weil die Löhne zu hoch waren. Dieses Problem kann man NIEMALS durch Bankenrettung lösen. Und auch nicht, indem Frau Kanzlerin wieder ein paar Idioten mit “Steuervergünstigung” in die Schuldenfalle treibt.

Die Lösung heißt glashart Geldverrieselung Typ HeliBen, “Steuergeschenke”, Typ Bush.

Die ehrliche Alternative zur “Bankenrettung” hieße Bankenenteignung auf Basis des Grundgesetzes.

Ich schlösse mich otaku an, sorry, du hast ein Rad ab.

10 ~ Halbgott ~ Oktober 23, 2008 um 20:17

“Wettbewerbsfähigkeit hieß die Losung dieser neoklassischen Sekte. Jeden Tag machten sich die deutschen Führungskräfte darüber Gedanken. Folge waren unsere gigantischen Exportüberschüsse. ”

= > Wettbewerbsfähigkeit ist immer gut. man schaue auf das Wohlstandsniveau von Ländern mit “unzureichender” Wettbewerbsfähigkeit und vergleiche. Gut, wenn sich Manager darum kümmern. “Gigantische Exportüberschüsse” waren nur für kurze Zeit da. Das Deutschland ein traditionelles Exportland ist, hat ihm nicht geschadet. Wenn 4 Mrd. Menschen neu an der Veranstaltung globaler Kapitalismus teilnehmen, ist die logische und sinnvolle Folge, dass hoch-kapitalisierte Exportländer den vom reudigen Sozialismus jahrzehntelang verwüsteten Schwellenländern mit technisierten Kapitalgaben unter die Arme greift.

” Deutschland lebte allerdings von der Bereitschaft des Auslandes zur Verschuldung.”

=> Jein. Die Verschuldung hätte von BRIC ausgehen müssen zu investiven Zwecken und nicht von den USA, die sich für ihren Konsum verschuldet haben. Aber sowas verstehen die Demand-Side-Dudes nicht. Das ist Nationalökonomie. Greenspan übrigens, ein Retroliberaler, der zur Dunklen Seite der Macht übergelaufen ist, aber eben Ahnung von Wirtschaft hat, hat erkannt, dass normalerweise die BRIC-Staaten das globale Kapital angezogen hätten. Er musste sich also etwas einfallen lassen. Davon abgesehen klingt mir “Verschuldung” immer nach debitistischem Quark. Wichtig ist “Kapitalbildung und -verkehr”. Deswegen heisst das Ding übrigens “KAPITALismus”.

“Vielmehr war unsere Wirtschaftspolitik “suboptimal”. So würde das jetzt Gerhard Schröder ausdrücken.”

= > Das ist in gewissem Sinne richtig. Der Kanzlerimitator und die Schildbürger-Partei-Deutschlands haben unser Land ziemlich tief in die Scheisse geritten (mindestens bis Unterkante Oberlippe). Gleichzeitig aber stets die Oberschicht massiv entlastet. Hochgradig asoziale Umverteilung von Unten nach Oben. Diese Partei gehört (und wird wohl demnächst) abgewickelt. Das Subbrain-Fiasko geht bekanntermaßen voll zu Lasten der SPD. Ich fordere die Enteignung aller 500.000 “Sozial”-”Demokraten” ( die ja weder sozial noch demokratisch sind) und 25 Jahre Zwangsarbeit als symbolische Kompensation für erlittenes Leid durch diese geistig und moralisch höchst zweifelhafte Clique. Gleiches gilt freilich auch für Volkseigentumshehler M. und die restliche Bande von der schwarzen Scheinkonkurrenz der SPD.

” Nun sind diese riesigen Exportüberschüsse die Folge zu niedriger Arbeitseinkommen, gesunkener Renten, unzulänglicher Sozialleistungen.”

= > Wie Heusinger hier ( http://blog.zeit.de/herdentrieb/2005/11/23/abwertungswettlauf-via-lohnstuckkosten_22 ) dankenswerter Weise veröffentlicht hat, hat Deutschland weltweit die höchsten Löhne und weltweit die höchsten Lohnstückkosten (unter den ökonomisch relevanten Staaten). Im Übrigen ist das verfügbare Realeinkommen eines deutschen Hart4-Empfängers, der nichts tut, wesentlich höher, als das Arbeitseinkommen eines polnischen Kohlekumpels. Wie auch goodnight bicht müde wurde zu wiederholen, ging es den Rentnern nie so gut wie heute. Sie werden wohl die “Peak-Lebenszeit” markieren – nach ihnen wird die Lebenserwartung wohl wieder sinken.

“Wir haben alle den Gürtel enger geschnallt.”

= > Die Ober-Sozis und ihre Marionettenspieler von der Finanzmafia, dem Energiekartell, den Auto-Bossen, den Export-Riesen, dem KGB und der Pharmalobby haben ihre Gürtel gewiss nicht enger geschnallt. Davon abgesehen sind die meisten Deutschen zu fett.

“In die Realwirtschaft ist dieses Geld nicht investiert worden. Weder von privaten Unternehmen, noch vom Staat.”

=> Dummdreiste Lüge. Natürlich wurde in der Privatwirtschaft auch im Inland investiert. Dass der Staat so gut wie nicht investiert hat, liegt daran, dass die Politiclowns gar nicht wissen, was der Begriff “Investition” bedeutet. Es kann ihnen auch egal sein, sie werden ja nicht haftbar gemacht und wollen eigentlich nur eine geile Zeit erleben.

” Der hat sogar die nicht investierenden Unternehmen mit diversen Steuerreformen weiter entlastet – und selber unter Führung Hans Eichels kräftig die öffentlichen Haushalte konsolidiert. ”

= > Sag ich doch: asoziale Umverteilung von Unten nach Oben durch die vorgebliche “Partei der sozialen Gerechtigkeit”. Ekelhaft. Aber die wählt ja niemand mehr.

=> Chef de Mission war übrigens nicht Eichel sondern der Kanzlerimitator Schröder.

=> Die volksschädliche Sozi-Bande hat nicht “kräftig die öffentlichen Haushalte konsolidiert”, sondern jedes Jahr ca. 50 Mrd. EURO NEUE SCHULDEN gemacht. In nur sieben Jahren haben die die Staatsschulden um über 30% erhöht – bei gleichzeitigem Abverkauf des Volksvermögens und der deutschen Luft (UMTS) ! Die haben halt lieber zu Lasten unschuldiger Dritter anschreiben lassen, als Politik zu machen. Was ist das für eine manipulative Desinformation, Frank ?

“Jetzt hatte man aber ein Problem: Wohin mit dem ganzen Geld? Es war weder bei den Einkommen, noch bei den Investitionen gelandet. ”

= > Natürlich ist das Geld auch zu nennenswerten Teilen in den Einkommen gelandet. Schau dir doch mal z.B. die Privat-Bilanzen von Ackermann, Schröder, Koch-Weser und Co. an.

” Also investierte man – effektive Finanzmärkte ist das Stichwort – dieses Geld auf dem Weltmarkt.”

=> Die Finanzmärkte unter Greenspan waren mitnichten “effektive Finanzmärkte”. Geld- und Kreditmengen waren zu grossen Teilen durch überschüssige Schöpfung verunreinigt, das sit alles andere als “effizient”. Die ökonomisch ahnungslosen Keynesianer haben stets applaudiert – jetzt zeigen sie mit dem Finger auf andere.

“Und warum das Ganze?”

=> Weil die Mitglieder der Sekte namens “keynesianische Demand-Side-Dudes” keine Ahnung von Ökonomie haben. Dass nämlich am Ende die Ersparnisse des einen die Schulden des anderen sein müssen … UND NICHT SCHULDEN/KREDITE AUS DER NOTENBANK BEIGEMISCHT WERDEN DÜRFEN, da dies zu erheblichen Fehlallokationen, sozialer Umverteilung von Unten nach Oben, Inflation, Kredit-, Währungs- und Wirtschaftskrisen und schliesslich zur Zerstörung des Rechtsstaates, der Demokratie und des (Welt-)Friedens führen kann !!!!!

” Wir beförderten den Wahnsinn, der jetzt kollabiert ist.”

=> … O.K., mit diesem einen Satz hast Du Recht, Frank. Es war auch echt an der Zeit für ein Schuldeingeständnis … der Sozis und der Keynesianer !!!!

=> … Was wollt Ihr machen, um die gewaltigen Schäden zu ersetzen ????

“Das Arbeiten sind wir ja gewöhnt.”

( => … ich habe noch nie einen Sozi arbeiten sehen … und ich kenne einige … :-) )

Fazit:
Frank, unterlasse doch bitte die billige parteiideologische Desinformations-Popaganda. Nimm Dir doch ein Bespiel an WgnX. Der hat zwar m.E. von Volkswirtschaft auch nicht wirklich Ahnung, gibt sich aber wenigstens redlich Mühe für eine sachliche und halbwegs ausgewogene Darstellung.

Retroliberale Grüsse

11 bluedet Oktober 23, 2008 um 20:39

> Halbgott

Hau doch nicht so auf den Sozis rum. Alles was die gemacht haben, wurde doch von der CDU und FDP mitgetragen. Die beiden Letztgenannten hätten die Sozialgesetzgebung sehr gerne noch mehr verschärft und die Märkte noch mehr dereguliert. Auch würdest du heute bei jedem Flug nackert vorm Z öllner stehen. Aber sie mussten als Opposition akzeptieren, dass man nicht alles auf einmal haben, sprich nach oben verteilen kann. Auch in der großen Koalition werden den Schwarzen Christen Grenzen durch die Sozis gesetzt. Insoweit hat die SPD schon noch eine wichtige Funktion.

12 Volkswirt Oktober 23, 2008 um 20:49

>Halbgott
Es ist Zeit für ihre Medikamente. Gute Nacht.

13 bluedet Oktober 23, 2008 um 20:58
14 Ben Oktober 23, 2008 um 21:00

@”Halbgott”

Du operierst mit Gewissheiten, wo es nur Meinungen geben kann.

Weissgarnix nennt sich so, weil er letzte Wahrheiten in der VWL für unmöglich hält. Die VWL ist eben keine Naturwissenschaft. Und wie exakt sich zum Beispiel Risiken berechnen lassen, hat uns die Finanzkrise doch eindringlich genug aufgezeigt.

Von daher wäre etwas mehr Bescheidenheit angebracht.

15 tarzun Oktober 23, 2008 um 21:03

#Halbgott

Gut gebrüllt Löwe,
doch was nützt es, wenns nur um den Kaisers Bart geht.

Stilnote:

genügend

Wie wäre es mit weniger Böswilligkeit?

vielleicht ist es keine dummdreiste Lüge
sondern
eichfach ein wenig unüberlegt?

Gerne aber lass ich mich von frank eines Besseren belehren.

LG,

16 otaku Oktober 23, 2008 um 21:11

@Ben

Wie kannst du dich erdreisten sowas zu sagen.

VWL ist Leben
VWL ist Evolution.
VWL ist das Universum.
VWL weis alles.
VWL ist Gott.

Mindestens.

Gilt auch für BWL.

( Danke für das Posten dieser Einfachen und doch so vergessenen Wahrheit… )

Have fun
Otaku

17 ~ Halbgott ~ Oktober 23, 2008 um 21:20

@ Ben & tarzun

“Wie wäre es mit weniger Böswilligkeit?”

“Hau doch nicht so auf den Sozis rum. Alles was die gemacht haben, wurde doch von der CDU und FDP mitgetragen.”

=> … sicher. Meine Kritik an den Politclowns ist auch generell überparteilich. Vor zehn jahren bin ich auch noch auf die debilen Spielchen reingefallen, das dämliche Wahlvieh mit einem inszenierten Streit um so weltbewegende Dinge wie Pendlerpauschale oder Mindestlohn auseinander zu dividieren … aber dann habe ich mein Hirn eingeschaltet.

=> … die Sozis ärgern mich deswegen besonders, weil ich früher mal SPD-Wähler war. Wenn die Ober-Sozis der heutigen Generation ständig von “Partei der sozialen Gerechtigkeit” faseln dreht sich mir der Magen um …

= > … mich ärgert es halt auch, wenn jemand wie Frank, der viele Fakten in Wahrheit besser weiss, so falsche Dinge schreibt. Dann kann ich auch gleich in der gleichgeschalteten Systempresse lesen. Die Schröder-Sozis haben nicht gespart, sondern schamlos aufgeschuldet.

“Und wie exakt sich zum Beispiel Risiken berechnen lassen, hat uns die Finanzkrise doch eindringlich genug aufgezeigt.”

=> … die überexpansive Geldpolitik der Zentralbanken kam halt in den “Risikomodellen” nicht vor. Schade eigentlich. Nationalökonomen ist die Sache schon seit vielen jahrzehnten bekannt …

18 ~ Halbgott ~ Oktober 23, 2008 um 21:24

@ Keynesianer der Welt !!!

= > … Ihr könnt … das EWIGE LEUGNEN EURER SCHULD … jetzt einstellen !!!!!

=> … Euer Ober-Magier von der Dunklen Seite der Macht hat … GESTANDEN !!!!

Greenspan vor Gericht:

“I found a flaw in my opinon of how the world functions”

=> … jetzt sucht Euch Erdlöcher … in denen Ihr Euch vor dem rasenden Zorn der beraupten Bevölkerung verstecken könnt …

19 Forentourist Oktober 23, 2008 um 21:35

@otaku
Urusai! Urusai! Urusai! Baka no otaku!

@Beate
>Wo am Ende nichts mehr zum Tauschen übrig bleibt, gibt es auch keinen Handel mehr.
FT: Stimmt. Aber wozu brauche ich (als Kapitaleigner) Handel mit Deutschland? Ich verlagere einfach meine Fabrik, weil ich anderswo mehr von deren Erträgen behalten darf.

Hat meine Kühlschrankfabrik in D 10 Kühlschränke produziert, von denen 9 als Lohn draufgingen und einer für mich blieb, schaffe ich nach der Verlagerung vielleicht nur noch 8 Kühlschränke (niedrigere Produktivität) – wenn ich von denen aber nur 6 als Lohn ausbezahlen muß (niedrigere Löhne), habe ich trotzdem einen Kühlschrank mehr für mich selbst (oder ich tausche ihn mit meinem Kumpel, der eben seine Sportwagenfabrik verlagert hat und jetzt zwei Sportwagen hat).

>Interessanter ist die Frage, warum so lange solche Ungleichgewichte bestehen bleiben können, bei flexiblen Wechselkursen.
FT: Bitte etwas genauer, welche Ungleichgewichte genannt sind. Meine Interpretation des deutschen HB-Überschusses habe ich – denke ich – ausreichend dargelegt.
Und Wechselkurse sind für mein Beispiel nicht wirklich relevant: Wenn die dt. Exporteure ihr Geld für Derivate & andere ausländische Wertpapiere verjubeln, dann haben die Derivate-Verkäufer jetzt das dt. Geld und können damit die dt. Fabriken “kaufen” und bei sich zuhause hinstellen/scheibchenweise verlagern. Dann waren die Unternehmenseigner lediglich dämlich und haben wie Hans im Glück ihre Goldklumpen gegen minderwertiges Zeug eingetauscht. Dafür hat den dann ein anderer die Fabrik und den Extra-Kühlschrank.

@f.lübberding
>Wenn Deutschland noch attraktiver gewesen wäre [...]was wäre dann passiert?
FT: Dann wären die Waren nicht exportiert sondern in D genutzt worden. Ausländer hätten sogar ihre Produktionskapazitäten nach D verlagert, wenn diese dort besser genutzt werden könnten.

>Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt exportieren wir mehr als 50 % unserer Wertschöpfung
FT: Arbeitsteilung! Sie meckern doch auch nicht, wenn ein Bauer, Anwalt oder Industriearbeiter einen Großteil seiner “Wertschöpfung” an seine Mitmenschen “exportiert” und nur einen sehr kleinen Teil selbst nutzt, oder?
Natürlich könnte man auch in D darauf verzichten, Güter für den Export zu produzieren und mit den eingesparten Ressourcen (Arbeit und Kapital) die Importgüter substituieren.
Wir bauen also nicht mehr zwei Autos, von denen eins als Tauschgut nach Bananenland geht; sondern wir bauen nur noch ein Auto und nutzen die eingesparten Ressourcen, um hier ein Gewächshaus zu bauen und selber welche zu züchten.
Das alles ist möglich! Ist es aber auch sinnvoll?

>[...]dass wir praktisch diesen Defizitländern unsere Produkte geschenkt haben. Toll – für die anderen
FT: Wenn die deutschen Exporteure sich übers Ohr haben hauen lassen (s. oben “Hans im Glück”) und ihr Kapital nicht
in weiser Voraussicht verlagert (meine Interpretation)
sondern für buntes Papier verschenkt (Ihre Interpretation?)
haben: Ja, selbstverständlich! Dann können sich die anderen freuen, die deutschen Finanzanalphabeten mal so richtig reingelegt zu haben!

@Michael
FT:Der Name “Egon Kreutzer” löst bei mit kein gesteigertes Lesebedürfnis aus, mir hängt lediglich seine “Geld drucken”-Forderung im Hirn fest.

>Du hast einfach nicht verstanden, daß diese Krise nur eine Ursache hat:
FT: Ich schrieb eigentlich mehr über die dt. Exportüberschüsse, von daher kann ich nicht nachvollziehen, wie ich dabei mein “Nichtverstehen” der Finanzmarktkrise offenbart haben soll.

>Die überaus geschätzten US – Konsumenten sind pleite und nicht mehr “kreditwürdig”
FT: Ich halte die meisten Staaten der Welt und einen Großteil ihrer Bevölkerung für langfristig nicht kreditwürdig, weil strukturell überschuldet. Was irgendwann gelöst werden wird, indem entweder
a)die Gläubiger (v.a. Halter von Staatsanleihen, Pensions- und Rentenberechtigte) nur teilweise die versprochene Leistung erhalten – klassischer Staatsbankrott a la Argentinien
b)die Währung soweit inflationiert wird, daß nominell alle Schulden beglichen werden können, die Gläubiger reell aber natürlich weniger erhalten als erwartet – siehe D 1923 oder heute Simbabwe.

Aber erstmal haben wir lediglich einen Ausfall bei Hypotheken, worauf ein paar Banken (und damit auch ein kleines Land im Nordatlantik) umgefallen sind. Wo ist das Problem? Wer bisher dumm war und seine Waren “auf Kredit” verschenkt hat, ohne eine Gegenleistung zu bekommen, ist doch nicht schlechter gestellt, wenn er in Zukunft nichts tut und dafür auch nichts erhält.

>Die Lösung heißt glashart Geldverrieselung Typ HeliBen, “Steuergeschenke”, Typ Bush.
FT: Persönlich rechne ich eher mit staatlichen Konjunkturprogrammen und Investition in Infrastruktur und “Alternative Energien”. Das wird eine Menge Geld kosten und erfordert entweder eine massive Ausweitung der Geldmenge (->Inflation) oder es führt zu einer Verdrängung privater Nachfrage (->”Crowding Out”).

>Die ehrliche Alternative zur “Bankenrettung” hieße Bankenenteignung auf Basis des Grundgesetzes.
FT: ICH hätte einfach die Banken fallen gelassen. Die Banken haben darauf spekuliert, daß sie Gewinne behalten dürfen und existenzbedrohende Verluste durch den Staat ausgeglichen werden, sich daher sehr riskant positioniert (klarer Fall von “Moral Hazard”). Und der Staat hat sich leider darauf eingelassen und mitgespielt, sich also wie von den Banken erwartet verhalten.

>Ich schlösse mich otaku an, sorry, du hast ein Rad ab.
FT: Danke, ich hab Dich auch lieb ;-)

20 cccc Oktober 23, 2008 um 21:43

LYNCHEN (na Ihr wißt schon)….

21 f.lübberding Oktober 23, 2008 um 21:57

WI-ING

Nur um das hier einmal klarzustellen: Lasse endlich diesen Mist von der “Parteiideologischen Brille” … . Deine retroliberalen Kontaktlinsen haben sicherlich den Vorzug, dass sie einmalig sind und außer Dir niemand trägt, aber es gibt keinen Grund, deshalb hier permanent deine Sehschwäche auszubreiten. Es ist weder ein Argumnt, noch sonst was … höchstens dass du wohl irgendwann einmal ein traumatisches Erlebnis mit dieser Partei gehabt haben musst. Wenn Du das ausleben willst, bitte schon, aber mache es nicht hier. Jeder weiss, dass ich Sozialdemokrat bin – aber außer Dir stört das niemanden. Und wenn es jemanden stören sollte, kann ich ihm auch nicht helfen.

Und für das Tragen retroliberaler Kontaktlinsen gibt es nun noch keine Verpflichtung … . Als Liberaler wirst Du das sicherlich auch ablehnen.

Ansonsten kann man natürlich jedes Mal wieder, egal bei welchem Anlass, retroliberale Grundsätze verbreiten. Nur ist das nicht besonders fruchtbar und erinnert an einen dogmatischen Marxismus, der jedes Problem auf den Klassenwiderspruch zurückführt. Was soll das also? Es langweilt einfach. Du brauchst nicht hundert Mal das Gleiche zu erzählen – um schließlich mit den Begriffen Propaganda und Desinformation zu enden oder irgendsoeinen Mist zu erzählen wie … Sozialdemokraten und Arbeit … Was soll das?

Ansonsten hast Du zwei Argumente in Deinem Beitrag. Das erste ist das mit der auch trotz Konsolidierung gestiegenen Staatsverschuldung. Du wirst Dir das denken: Aber die gestiegenen Schulden hatten etwas mit dem prozyklischen Sparen (“Wettbewerbsfähigkeit”) nach 2002 zu tun … . Das zweite – und zwar wirklich gute Argument – ist die BRIC Sache. Natürlich hätten in einem funktionierenden System die alten Industriestaaten das Kapital vor allem für BRIC zur Verfügung stellen müssen – und nicht für den größten Schuldner USA. Nur hat eben China die USA finanziert – und nicht umgekehrt. Dieser Finanzkapitalismus war ein System, dass statt auf den Füßen auf dem Kopf stand … interessant nicht. Dafür gibt es viele Gründe – ud die weisen uns dann auf die Ursachen des ganzen Schlamassels hin. Vielleicht hast Du Ideen – nicht ideologische – empirische … .

Deine Beiträge sind dann interessant, wenn sie nicht wie ein retroliberaler Wachtturm geschrieben sind … Du bist Doch ein kluger Kopf. Also mache was daraus … . Ansonsten habe ich meine Überzeugungen, bemühe mich aber neue Ideen, interessante Fragen und neue Probleme zu finden. Darauf andere Sichtweisen zu entwickeln. Wer mit mir dann darüber reden will, ist herzlich willkommen. Viele haben mir gute Anregungen gegeben … auch – und gerade – wenn sie anderer Meinung sind als ich. Dagegen habe ich nichts. Aber ich lasse mir auch nicht andauernd vor die Knie treten … Retroliberal oder nicht … .

Gruss

Frank

22 staph.aureus Oktober 23, 2008 um 21:58

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Die Party war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Schuldenuhren,
und auf den Fluren laß die Zinsen los.

Befiehl den letzten Zertifikaten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Schleim.

Wer jetzt kein Gold hat, kriegt auch keines mehr.
Wer jetzt seine Kreditlinie nicht auslutscht,
wird lange inflationsgeschädigt bleiben,
wird weinen, rechnen, lange Blogs beschreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Dollarscheine treiben.

23 staph.aureus Oktober 23, 2008 um 22:08

zum Stichtag 15.11.2008 ?

Maßnahmen nach der Entschuldung der USA

Die langfristige Absicherung von Schuldentragfähigkeit in den USA ist eine gemeinsame Herausforderung für Schuldner und Gläubiger. Die Absicherung von Schuldentragfähigkeit ist wichtig, damit die Schuldenlast in diesem Land nicht wieder zu einem Wirtschaftshemmnis werden kann.

Im Einzelnen bedeutet dies:

*
Schuldnerland, Gläubiger und Finanzinstitutionen müssen gemeinsam bei Kreditvergabe bzw. Kreditaufnahme die hohe Qualität der zu finanzierenden Maßnahmen sicherstellen und dabei realistische Prognosen für das Wirtschaftswachstum des Schuldnerlandes zu Grunde legen. Dabei müssen auch eventuell mögliche Krisenfälle berücksichtigt werden.
*
Kreditgeber und Kreditnehmer müssen sich gemeinsam für mehr Transparenz einsetzen und den Informationsaustausch verbessern. Denn nur wenn verlässliche Daten zur Verschuldungssituation vorhanden sind, lassen sich Überschuldungsgefahren frühzeitig erkennen.
*
Das Schuldenmanagement in dem Schuldnerland muss weiter verbessert werden. Das Land muss darin unterstützt werden, verantwortungsvolle Schuldenstrategien zu entwickeln, die im Einklang mit der nationalen Entwicklungsstrategie stehen. Zudem sollten interne Kontrollmechanismen gestärkt werden.
*
Der Aufbau transparenter und effizienter Systeme der öffentlichen Finanzen im Sinne von Good Financial Governance muss unterstützt werden, um zukünftig den tatsächlichen Bedarf der Verschuldung abschätzen zu können und immanente Risiken der Einnahmen-Ausgaben-Struktur aufzuzeigen.
*
Größere Transparenz der Zahlungsströme im Rohstoffsektor und Transparenz in Wirtschaftssektoren mit hohen öffentlichen Finanzierungsanteilen (Gesundheit, Infrastruktur) sind von entscheidender Bedeutung für eine gute Regierungsführung und nachhaltiges Wirtschaftswachstum.
*
Alle Kreditgeber sind dazu aufgerufen, Aspekte der Schuldentragfähigkeit bei der Vergabe von Krediten zu berücksichtigen. Die Schuldentragfähigkeitsanalysen von Weltbank und IWF bieten hierbei eine wertvolle Orientierung.
*
Die Märkte müssen für Produkte aus den USA geöffnet werden. Gleichzeitig müssen die USA ihre Exportproduktion diversifizieren, um nicht von der Ausfuhr einiger weniger Produkte abhängig zu sein.

(Die Gedankengänge sind nicht von mir, sondern nur kreativ von einem sozialdemokratischen Ministerium geborgt: http://www.bmz.de/de/themen/entschuldung/instrumente/nach_entschuldung/index.html

“Warum wir Schulden erlassen
Die deutsche Entwicklungspolitik ist Motor der Entschuldungs-initiative”

24 f.lübberding Oktober 23, 2008 um 22:18

WI-ING

Ach ja, nur für Retroliberale ist Greenspan noch eine relevante Größe .. der ist nicht Darth Vader … er ist jetzt Lord Helmchen … .

Forentourist

Interessantes Beispiel mit den Kühlschränken und dem Porsche. Nur sagen Sie einmal: Wieviele Kühlschränke brauche ich für einen Porsche? Nur für den Fall, dass wir wie Sie wieder in der Tauschwirtschaft landen … .

Niemand hat etwas gegen Exporte. Es geht auch nicht darum statt einen Porsche zu exportieren in Zukunft ein Gewächshaus in Deutschland zu bauen. Es geht darum, dass bei einem Nichtverfall der Arbeitseinkommen am gesamten Volkseinkommen zwar die Gewinne der Unternehmen der Exportbranche geringer gewesen wären – aber eben gleichzeitig die Binnennachfrage größer – und damit wäre etwa den Unternehmen des Binnenmarktes geholfen worden. Die bezahlten nämlich die Zeche. Die gleiche Rechnung gilt für den Staat. Zudem wären die Überschüsse Deutschlands geringer gewesen – das heisst die Defizitländer hätten gegenüber Deutschland ihre Defizite abbauen können. Das ist das Argument – und nicht irgendwelche Beispiele aus der Tauschwirtschaft … Bananen gegen Porsche … .

Zur Finanzkrise weise ich auf meinen vorherigen Beitrag hin. Also wenn man die FED Bilanz sich ansieht, kann man eigentlich nicht von den paar Hypotheken und dem umgefallen Land reden. Es geht hier wirklich nicht um Island. Eher dass bald alle Banken staatlich sind.

“Persönlich rechne ich eher mit staatlichen Konjunkturprogrammen und Investition in Infrastruktur und “Alternative Energien”. Das wird eine Menge Geld kosten und erfordert entweder eine massive Ausweitung der Geldmenge (->Inflation) oder es führt zu einer Verdrängung privater Nachfrage (->”Crowding Out”).”

Stimme zu: Inflation sehe ich auch … aber crowding out nicht.

Gruss

Frank

25 staph.aureus Oktober 23, 2008 um 22:20

Die Auslieferung dieser Barren erfolgt für Neubestellungen ab dem 17. November 2008!

26 Jens Tramann Oktober 23, 2008 um 22:40

@Halbgott,

Herr Greenspan als “Keynesianer” zu bezeichnen, ist meines Erachtens nicht zutreffend.

Er bekennt sich eindeutig als Neo-Konservativer (NeoCon) und ist Anhänger einer angebotsorientierten Wirtschaftspolitik. Etwas anderes zu behaupten, ist meiner Auffassung nach unredlich. Allenfalls seine unverantwortliche Geldpolitik in den Jahren 2001-2004 kann vielleicht als keynesianisch bezeichnet werden, obwohl Mr. Keynes so eine vefehlte dauerexpansive Geldpolitik auch noch in den Boom hinein mit Sicherheit nicht gutgeheißen hätte.

27 edicius Oktober 23, 2008 um 22:43

Deswegen ist dieser Blog der beste, den ich bisher finden konnte:
Es gibt Aussagen von Leuten, deren Auffassungen den meinen gar nicht entsprechen, die mir aber gerade darum im Verständnis der Lage weiterhelfen. Zum Beispiel aus diesem Thread:

1. Die ehrliche Alternative zur “Bankenrettung” hieße Bankenenteignung auf Basis des Grundgesetzes.

2. FT: ICH hätte einfach die Banken fallen gelassen. Die Banken haben darauf spekuliert, daß sie Gewinne behalten dürfen und existenzbedrohende Verluste durch den Staat ausgeglichen werden, sich daher sehr riskant positioniert (klarer Fall von “Moral Hazard”). Und der Staat hat sich leider darauf eingelassen und mitgespielt, sich also wie von den Banken erwartet verhalten.

Es gibt ihn noch, den klaren Verstand, so dass ich an dem Geschwafel der “Systempresse” doch nicht irre werden muss. … das Rumgedrösel der VWLer mit den Lehren ihrer Lehrer und sonstigen Traumata (Halbgott u.v.a.), oder das schon ziemlich fadenscheinige Argumentieren von FL u.a. zur Ehrenrettung der SPD (da ist nichts mehr zu retten, sieh’s ein, Schröder hat der SPD den nicht mal unverdienten Gnadenstoß versetzt. Er ist ja schon deshalb nicht unverdient, weil sie ihn sonst gar nicht hätte bekommen können) – nehme ich dafür gern in Kauf.
Lesen lohnt sich – und posten auch… Danke an (fast) alle Ko-Kommentatoren.

28 Unwissender Oktober 23, 2008 um 22:57

@forentourist

„Der Weg zur Knechtschaft“

„Nichts dürfte der Sache des Liberalismus so sehr geschadet haben wie das starre Festhalten einiger seiner
Anhänger an gewissen groben Faustregeln, vor allem an dem Prinzip des Laissez-faire.“

„Hayek’s Road to Serfdom“

@Jens Traman

Greenspan hat uns bereits 1966 klar aufgezeigt, das er Keynes als auch Hayek und Mises verstanden hat!

p.s. Mich würde ja mal interessieren, wie er die üppigen Honorare seiner Vorträge investiert. Hmmm?
Richtig! Auch das hat er uns bereits vor 42 Jahren mitgeteilt!

29 edicius Oktober 23, 2008 um 23:28

@halbgott
Ich leide gerade an leichter Schlaflosigkeit, darum diesen Kommentar-zu-einem-Kommentar-zu-einem-Kommentar:

=> … die Sozis ärgern mich deswegen besonders, weil ich früher mal SPD-Wähler war. Wenn die Ober-Sozis der heutigen Generation ständig von “Partei der sozialen Gerechtigkeit” faseln dreht sich mir der Magen um …
Als ich die SPD noch gewählt hätte – zu Zeiten Willy Brandts – war ich noch nicht wahlberechtigt. Seit der Zeit (also spätestens seit H.Schmidt) hat man es besser wissen können. Den Frust des zu späten SPD-Wählers musst du also mit dir selber ausmachen, nicht mit dem Rest der Welt… und um Münte sehr passend als “Pinocchio” zu apostrophieren – dazu muss man zumindest kurzfristig auf seine banale “Schrot-und-Korn” Attitüde reingefallen sein: Ich würde mir so viele Gedanken gar nicht machen, um eine so undenk- und undankbare Figur.

= > … mich ärgert es halt auch, wenn jemand wie Frank, der viele Fakten in Wahrheit besser weiss, so falsche Dinge schreibt. Dann kann ich auch gleich in der gleichgeschalteten Systempresse lesen. Die Schröder-Sozis haben nicht gespart, sondern schamlos aufgeschuldet.
Wo du recht hast, hast du recht. Aber die reine Lechner-Lehre, samt halbgöttlicher Weiterentwicklungen, rechtfertigt diese nun beileibe noch nicht als letzte Weisheit. Aber mir missfällt durchaus auch bisweilen, dass die Argumentationen von FL von einer gewissen parteitaktischen Logik nicht frei sind. Aber sie sind keineswegs so falsch, dass sie nicht ernstgenommen werden müssten und näheres Nachdenken verdienten. Diesen Suspens erlauben sie dir nicht. Also: bei der Sache bleiben, nicht bei libidinöser “Vernuttungsphantasie”.

=> … die überexpansive Geldpolitik der Zentralbanken kam halt in den “Risikomodellen” nicht vor. Schade eigentlich. Nationalökonomen ist die Sache schon seit vielen jahrzehnten bekannt …
Das einzige, was bei Nationalökonomen seit vielen Jahrzehnten bekannt sein sollte ist, dass es eine Nationalökonmie in einem wie immer strengen Sinn gar nicht gibt. Ökonomie ist Politik. Der Rest ist phantastisches Geschwafel und Modelleisenbahn. Dass da vieles nicht vorkommt ist sowieso klar, wenn man sich nur ansieht, was da überhaupt vorkommt. Modellgedöns. Von Realität wenig.

30 Christian Oktober 23, 2008 um 23:40

Das unser monitäres System der Politik, oder einfach gesagt, Interessen diverser Gruppen folgt, ist Realität, ja. Aber jeder weiß, dass es gewisse Regeln für sauberes Wirtschaften gibt, nur die passen diversen Interessensvertretern nicht. Aber am Ende ist Zahltag. Da ist nichts mehr mit Gemauschel.
Das Problem ist demnach die bisher aktuelle Realität. Diese wird nun in atemberaubendem Tempo auf den Boden der Tatsachen geführt. Träumer und Versprecher schönerer Welten wollten und wollen das aber immer noch nicht wahrhaben. Bedauerlich.

31 Forentourist Oktober 24, 2008 um 01:39

@f.lübberding
>Interessantes Beispiel mit den Kühlschränken und dem Porsche
FT: Hätten sie lieber die Güter x1 und x2? Oder lieber mehr Indizes und griechische Buchstaben?

>Es geht darum, dass bei einem Nichtverfall der Arbeitseinkommen am gesamten Volkseinkommen zwar die Gewinne der Unternehmen der Exportbranche geringer gewesen wären
FT: In meinem Beispiel würde gelten:
->höhere Löhne machen den Kapitalverbleib in D noch unattraktiver
->Unternehmen versuchen, noch schneller zu desinvestieren
->intensivere Nutzung, um immobile Kapitalgüter möglichst schnell auszuquetschen
->höhere Exporte!
Bei meinem Beispiel ist das eine Angstblüte, die umso heftiger treibt, je weniger die Unternehmer an Rendite erhalten. Würden die dt. Arbeiter 10 Kühlschränke (oder sogar mehr) als Lohn durchsetzen, so würde die Fabrik für den Eigner komplett wertlos, weil er keine positiven Gegenleistungen (hier: “fridge flows”; den Begriff sollte ich mir patentieren lassen…) mehr erwarten kann. Seine Reaktion: Sofort liquidieren, sofern er noch irgendwas >0 dafür bekommt!

>Es geht hier wirklich nicht um Island. Eher dass bald alle Banken staatlich sind.
FT: Nicht nur die Banken! Die Krise wird auch andere Unternehmen mitreissen, die zu hoch verschuldet sind, siehe US-Automobilbauer (“Schulden” aus Verpflichtungen für Gesundheitskosten). Die gehen entweder pleite (die “Kleinen”) oder (die “Großen”, die “too big to fail” sind) werden irgendwie von den Regierungen gestützt werden (direkte Kapitalbeteiligung, Subvention, Garantie der Verbindlichkeiten oder ähnliches)

>Stimme zu: Inflation sehe ich auch … aber crowding out nicht.
FT: Fall A) Inflation: Falls die Regierung das Geld bei der Zentralbank leiht ->”frisches” Geld ->Inflation
Fall B) Crowding Out: Die Regierungen emittieren normal Anleihen und treiben damit die Zinsen für die Untenehmen hoch. Beispiel: Unternehmen A hat bisher bei einem Marktzins von 5% 3 Geldeinheiten (GE) auf beschafft und, und in drei Projekte gesteckt, die alle 1 GE kosten und Auszahlungen von
1,09 (Projekt A)
1,07 (Projekt B)
1,06 (Projekt C)
haben. Wenn der Staat jetzt die Zinsen auf 8% treibt (Staat und Unternehmen konkurrieren ums gleiche Geld, da Zentralbank ja kein neues geschaffen hat), rentieren sich plötzlich die Projekte C und B nicht mehr und werden nicht mehr durchgeführt.
->Das Unternehmen investiert nicht mehr in B und C, verkürzt also seine Bilanz (desinvestiert) und fragt nicht mehr die für B und C benötigten Güter nach.
Dafür hat jetzt der Staat 2 GE, die er in seine Projekte investieren kann (und wird).
->Ergebnis: Private Nachfrage -2 GE, staatliche Nachfrage +2 GE
Also eine Verdrängung zulasten der Privatwirtschaft, vulgo “Crowding Out”.

@Unwissender
Ich sehe hier kein “Laissez-faire”. Die Regierungen haben aktiv versucht, ein mit Zinsen (künstlich niedrig, führt zu Inflation), (impliziten) Garantien (führt zu Moral Hazard; “Verluste sozialisieren”) und Deficit Spending die Wirtschaft aufzublähen. Und gemäß Hayek führt eine Intervention zur nächsten, um die unangenehmen Folgen zu vertuschen und nicht eingeplante Effekte zu beseitigen. Die Inflation ist nur deshalb lange so niedrig geblieben, weil man gleichzeitig neue Quellen für den “Rohstoff” Arbeit in Asien erschließen konnte – hätte man stattdessen soviel leicht förderbares Öl gefunden, daß der Preis auf 1US$ fällt, so hätte das natürlich auch den Anstieg der Konsumentenpreise gedämpft. Aber irgendwann endete der Effekt, weil auch in China durch die Dollarbindung die Inflation stieg – und in Folge dessen die Löhne, dann die Preise der Exportgüter und *schwupps!* war die Inflation auch bei uns (ich unterschlage hier mal bewußt einige Stufen wie Rohstoffe, Groß-/Einzelhandel uvm.).

@Christian
>Aber am Ende ist Zahltag. Da ist nichts mehr mit Gemauschel.
FT: Sicher? Also in Weimar waren die Politiker nach dem Währungsschnitt 1923 im Wesentlichen die Gleichen, wie voher.
Und viele der Politiker, die Hitler ermächtigt (Bürgerliche) oder mit ihm die Republik zerstört (Kommunisten) haben, durften ein paar Jahre später selbst Grundgesetze schreiben oder den nicht-nationalen Sozialismus aufbauen. Und wie viele Bundesbankbeamte waren wohl schon seit der Zeit vor dem 1. WK dabei und haben den Abschied vom Goldstandard und zwei Währungsreformen mitgemacht?

32 gojko Oktober 24, 2008 um 06:24

@f.lübberding:

Erstmal Gratulation zu dem Thema (“Wettbewerbsfähigkeit ist toll”) an sich. Ich habe aber irgendwie den Eindruck, daß Du bei der Analyse in der Mitte aufgehört hast.
Das Fazit ist nämlich: wir waren ZU gut(effizient, genügsam), deshalb geht es uns jetzt schlecht. Ich frage mich da, kann das sein? Sowas widerspricht meiner Erfahrung. Man kann nie zu gut sein.

UNd: was genau haben wir dann Deiner Meinung nach in den letzten Jahren falsch gemacht? Wenn wir zu fleißig waren und in der Folge zuviel zu effizient produziert hätten, wäre ja die logische Konsequenz, daß wir irgendwann mal die Füße hätten hochlegen müssen(um schlechter zu werden). Und das glaube ich einfach nicht. Aber angenommen, es wäre so, was ist das Kriterium daß der Punkt gekommen ist daß es jetzt “reicht”?

Gruß, Gojko.

33 gojko Oktober 24, 2008 um 06:29

@Halbgott:
“= > Wie Heusinger hier ( http://blog.zeit.de/herdentrieb/2005/11/23/abwertungswettlauf-via-lohnstuckkosten_22 ) dankenswerter Weise veröffentlicht hat, hat Deutschland weltweit die höchsten Löhne und weltweit die höchsten Lohnstückkosten (unter den ökonomisch relevanten Staaten).”

Stimmt eigentlich nicht. Laut Heusingers Liste sind die Lohnstückkosten in Großbritannien und Italien höher. Beides sind G7-Länder, also schon “ökonomisch relevant”.

Gruß, Gojko.

34 Christian Oktober 24, 2008 um 08:25

@Forentourist
Bezüglich der Klammerung an die Macht hast du wahrscheinlich recht. Auch in diesem Fall werden wieder die selben oben stehen bleiben. Ich hoffe aber, man ist schlauer als das Letzte mal. Worin das geendet hat, wissen wir nämlich alle. Sowas braucht kein Mensch (bze. es ist die Frage, ob bei einem ähnlichen Resultat diese Spezies noch in nennenswerter Stückzahl über diesen Planeten wandelt).
Das schlimmste an unserer Führungskaste ist, dass die Verantwortung für das Handeln nicht mehr gegeben ist. Politiker Haften praktisch gar nicht. Im Gegenteil, die bekommen nach ausreichendem Durchhalten sogar noch lebenslange Rente. Das sind doch völlig falsche Anreize. In die selbe Kategorie fällt die Versicherung gegen Managmentfehler, oder die Selbstkontrolle der Banken über von Ihnen geführte Fonds. Aushebelung aller Haftungs- und Kontrollfunktionen. Mit bekanntem Ergebnis.

35 Nanuk Oktober 24, 2008 um 08:38

Herr Lübberding sie haben recht. Wir haben mit unserem Verzicht den anderen die Party bezahlt und jetzt weiss ich auch warum der Euro fällt gerade hat es klick gemacht.

Er fällt in der Erwartung Europa würde jetzt der Konsument der Welt werden.Leider haben Wirtschafts Wissenschaftler und Banker keine ausbildung in Völkerkunde dann wüsten sie das Europäer aufgrund von vergangenen geistes Leistungen und Regalen voller Bücher viel besseres zu tun haben als DVD Player zu kaufen.Konsum beginnt beim Durchschnitts Europäer spätestens beim erreichen des 30 Lebensjahres langweilig zu werden.Weil es in Europa immer noch wichtiger ist die Hegel Werksausgabe gelesen zu haben als die Bedienungsanleitung des Maserati zu kennen.

Aber wie bei allem die Ausnahme bestätig die Regel.Aber ich bin überzeugt das ein Konsum Wahn wie in den USA im alten Europa unmöglich ist.Bescheidenheit ist immer noch ein zu hohes Gut bei den meisten Europäern.Das ist zuindest meine beobachtung ob ihr etwas anders Wahrnehmt ich lasse mich gerne belehren.

36 EuroOptimist Oktober 24, 2008 um 08:46

@ f.lübberding
Ich stimme Ihner Grundthese zu, dass die Deutschen zu viel gespart und zu wenig selbst ausgegeben haben. Von dem vielen deutschen Geld, das in Island verdampft ist, wurde ein erheblicher Anteil durch zu geringe Löhne, zu geringen Konsum in Deutschland abgezweigt. Bitte keine Illusionen wie weiterhin in der Bilanz der BayernLB: die Kohle ist ganz weg!
Solche Steuerparadiese wie Island sind das direkte Ergebnis von Konflikten in Ländern wie Deutschland. Sie wurden mit Fluchtgeldern gedopt und dann den ausgemergelten Arbeitnehmern daheim als Vorbild vor die Nase gehalten: so gut kann es laufen, wenn Steuern und Abgaben niedrig sind! Konnte es natürlich nie überall, kann es nur für eine Weile in kleinen Volkswirtschaften, die von Fluchtgeldern aus großen Volkswirtschaften leben, das Modell Liechtenstein Die Verbreitung ist der unweigerliche Tod dieses Entwicklungsmodells, und der sieht so aus, wie wir es jetzt beobachten können. Nicht nur in Island, sondern auch in den baltischen und anderen osteuropäischen Staaten. More to come.

Aber hier kommt meine Kritik an Ihrem Helfersyndrom:
“Ansonsten muss man Island helfen.”
Warum? Island hat glänzend gelebt auf unsere Kosten. Island soll jetzt hübsch fein zusehen, wie es klarkommt. Island soll meinetwegen den Staatsbankrott erklären, seinen Gläubigern eine lange Nase machen und wieder vom Fischfang und den Geysiren leben. Die Gläubiger gucken dann in die Röhre. Islands Probleme sind riesig, aber es sind nicht meine, nicht einmal unbedingt die des einzelnen Isländers, sondern vor allem die der ausländischen Gläubiger.Und die können dem Isländer letztlich gar nichts mehr. Hilfe für Island bedeutet also vor allem Hilfe für die Gläubiger, möglichst auf Kosten derjenigen, die schon einmal “für Island” bezahlt haben: der deutschen Arbeiter und Angestellten. Das ist mein Verdacht gegenüber all diesen Rettungspaketen: es geht immer um die sozial verbrämte Rettung derjenigen, die schlauer sein wollten.

37 equityshark Oktober 24, 2008 um 09:13

@ Bitte an alle
kann mir bitte mal einer Lottospielen und Pferdewetten auf Basis weltanschaulicher Glaubenssätze oder auch mit Hilfe von VWL oder BWL Lehrsätzen erklären. Vielleicht lerne ich dann doch noch, dass es irgendwelche rational nachvollziehbare Gesetzmäßigkeiten gibt, welche ich bisher im Geschäft mit CDO, CDS etc. nicht erkannt habe – Danke

38 Georg H Oktober 24, 2008 um 09:13

Deutschland und vorn? Jede halbwegs ehrliche Statistik lässt dort stärkste Zweifel aufkommen.

Wieso soll eigendlich irgendwelches Edelmetall irgendwelchen Wert “haben”?

Im übrigen ist der Massai in der Steppe (und ein paar andere, die im “Marktmodell” nicht vorkommen) völlig unabhängig von dem Gewusel hier und wird das überleben.

39 EuroOptimist Oktober 24, 2008 um 09:18

@ Georg H
“Im übrigen ist der Massai in der Steppe (…) völlig unabhängig von dem Gewusel hier und wird das überleben.”
Ganz bestimmt, aber nicht unbedingt den Leoparden im Baum, der ihn schon eine Weile beobachtet.

40 Beate Oktober 24, 2008 um 09:32

an Forentourist

Ich wußte das Sarkozy vollkommen irrational handelt.
Sind wir doch gerade dabei, die Hochöfen im Ruhrgebiet zu demontieren und bei unserem größten Handelspartner Frankreich heimlich wieder aufzubauen.
Dem Land mit den hohen Mindestlöhnen. Und der niedrigen Wochenarbeitszeit.
Umgekehrt Japan, die bauen gerade dort Maschinen ab und hier auf.

41 ~ Halbgott ~ Oktober 24, 2008 um 09:43

@ equityshark (# 37)

= > … klar kann ich Dir das erklären. Du hast nicht den blassesten Schimmer, was “Geld” ist. Das ist das Problem.

= > … aber mach Dir nichts draus. Die Keynesianer und die Debitisten wissen’s auch nicht. Es ist auch nicht ganz einfach, dass muss man zugeben ;-)

(… vielleicht werden Sie es in der folgenden Katastrophe lernen, was Geld ist – und vor allem wie schlecht man OHNE Geld klarkommt, naachdem sie es nämlich kaputtgespielt haben … )

42 EuroOptimist Oktober 24, 2008 um 09:56

@ Halbgott
Jetzt hängen Sie aber mal Ihr Geld nicht so hoch auf. Es ist doch ganz einfach: Geld ist etwas, wovon alle glauben, man könne sich etwas damit kaufen. Mehr nicht.
Haben Sie übrigens eine Erklärung, warum Gold so abschmiert? Selbst ich hatte vermutet, dass jetzt seine große Zeit sein könnte. Es scheint aber seine besten Zeiten zunächst einmal hinter sich zu haben, so wie Öl und andere Sachwerte.

43 ~ Halbgott ~ Oktober 24, 2008 um 10:05

@ gojko (#38)

“Stimmt eigentlich nicht. Laut Heusingers Liste sind die Lohnstückkosten in Großbritannien und Italien höher. Beides sind G7-Länder, also schon “ökonomisch relevant”.”

=> … Ja. England und Italien sind nicht ganz irrelevant auf den Weltmärkten. Aber gewiss keine vergleichbare Konkurrenz zu Deutschland.

= > … Zudem:

#) … England … hat bekanntlich voll die Bubble-Economy gefahren. Voll auf die “Finanzindustrie” und das vollidiotische Demand-Side-Dudes-Konzept gesetzt … keynesiansisches Wunder-Wirtschaftswachstum mit “Krediten” aus der Notenpresse.

#) … Italien … hat bekanntlich voll von der Umstellung von der legendären italienischen Lira auf den vermeintlich eher DM-wertigen Euro profitiert. Die Berlusconi-Mafiosi haben die damit verbundene Chance erkannt und voll ausgenutzt. Sie haben das nun durch den Euro (und die mit ihm festgeschriebene Mithaftung der Deutschen ) ermöglichte Verschuldungspotenzial voll ausgenutzt … und sich obendrein tüchtig die Löhne erhöht (gilt im grunde für alle unsere europäischen Freunde … speziell die berühmten PIGS ).

=> … beide Länder werden mit besonders starken Wohlstandseinbussen bestraft werden … das ist sicher.

44 Frankie Bernankie Oktober 24, 2008 um 10:10

@ georg H

” Deutschland und vorn? Jede halbwegs ehrliche Statistik lässt dort stärkste Zweifel aufkommen.”

Welche jetzt? Das würde mich doch interessieren.

Auch würde mich interessieren, ob es uns jetzt gut ( hohe Löhne, Forentourist ) oder schlecht geht ( gojko) . Gibts da schon eine Meinung?
Mir gehts wahrscheinlich zu gut. Seit 85 bin ich als BWLer unterwegs in der deutschen Wirtschaft, und seitdem heulen die Sirenen: die deutsche Wirtschaft ist bald nicht mehr wettbewerbsfähig, denn die Japaner (1985 ), die Portugiesen und Spanier ( 1986), die Koreaner ( 1988) , der Osten ( 1995 ) , die Chinesen ( 1999 ) , wieder der Osten ( 2004 ) , die machen bald alles viiiiiiel besser und billiger wie wir, D wird deindustrialisiert, alles aus, wir sind nicht mehr wettbewerbsfähig. Wir sind zwar Exportweltmeister, aber das zählt nicht, weil man sich einfach schlecht fühlen will, hab ich den Eindruck bei einigen hier.

45 Clovis Oktober 24, 2008 um 10:22

Guten Tag Herr Lübberding,

Ihre apologetischen Versuche zu sozialdemokratischen Planspielen erinnern an einen Fußballkommentator, der davon schwadroniert, dass wir mit einem Libero Europameister geworden wären.

Trotz aller verhersehbaren Tiraden des Teilnehmers “Halbgott” ist offensichtlich, dass Sie das unter Sozialdemokraten und Linken weit verbreitete Paradigma von der Wirtschaft als einem Nullsummenspiel in einem hohen Maße verinnerlicht haben. Der rote Faden Ihrer Argumentation zu diesem Beitrag weist genau diesen Denkfehler auf: man muss nur dem einen etwas wegnehmen und schon hat der andere mehr. Der ökonomischen Wirklichkeit wird aber viel eher die Vorstellung gerecht, dass die ganze Veranstaltung am Schluß eine positive oder eben auch negative Bilanz aufweist.

Konkret: Woher nehmen sie die Zuversicht, dass die Binnennachfrage in Deutschland größer gewesen wäre, wenn die deutsche Wirtschaft weniger produktiv und weniger exportorientiert gewesen wäre? Prozentual wäre das vielleicht sogar der Fall, aber absolut? Wäre es irgend jemandem besser gegangen?

Nebenbei, die Vorstellung, dass die Deutschen in den letzten Jahrzehnten so in grosso Modo ein hocharbeitsames und gleichzeitig asketisch sparendes Völkchen gewesen sein sollen, ist zwar eine Stilfigur, die sich bestens dazu eignet, von einem sozialdemokratische Politiker verwendet zu werden, um seiner Wählerklientel die Bäuche zu pinseln, dürfte aber mit der Realität so viel zu tun haben, wie der Gedanke, bei Nina Hagen handle es sich um eine hochvernünftige, deutsche Großintellektuelle.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit,
Clovis Sangrail

46 Nanuk Oktober 24, 2008 um 10:24

“Wir sind zwar Exportweltmeister, aber das zählt nicht, weil man sich einfach schlecht fühlen will, hab ich den Eindruck bei einigen hier.”

Das Problem ist das wir Exportweltmeister sind.

47 f.lübberding Oktober 24, 2008 um 10:26

Edicius und andere

“Aber mir missfällt durchaus auch bisweilen, dass die Argumentationen von FL von einer gewissen parteitaktischen Logik nicht frei sind.”

Also wenn ich parteitaktisch argumentieren würde, hätte ich mit Sicherheit über die Bayern-LB anders geschrieben – nämlich so unsinnig wie es etwa die SPD in Bayern macht. Huber sagte gestern absolut zurecht, dass ein bayerischer Finanzminister kaum für die Finanzkrise verantwortlich gemacht werden kann. Mich interessiert Parteitaktik gar nicht, sondern wie sich in Folge der Krise das Parteiensystem verändern wird.

Hier fängt der Dissens an, den ich spannend finde: Die meisten haben – wie der WI-ING – mit dem Parteiensystem komplett abgeschlossen. Sie sehen dort leblose Wahlkampfmaschinen, die dem entsprechen wie sie die “politsche Ökonomie” beschrieben hat: Unternehmer auf dem politischen Markt. Genau das ist auch das Problem der vergangenen 15 Jahre gewesen: Dass sich die politischen Strukturen den Marktstrukturen anpassten. So sah dann auch das Personal aus: Unideologisch (waren sie stolz darauf) – und ahnungslos. Flexibel und angepasst. Dazu die Bürokraten mit ihrer Verwaltungsexpertise, die nur deshalb Karriere machen können, weil sie im Gegensatz zum sonstigen Personal noch eine gewisse Kompetenz mitbringen: In der SPD stehen dafür die “Stones”. Ausnahmen waren rar. Dazu gehört ohne Zweifel Friedrich Merz, den ich durchaus schätze – und zwar für seinen klaren Standpunkt. Kein Weichei oder dieser Pudding, der gerade unter jungen Abgeordneten üblich geworden ist. Ausnahmen sind älter: Geißler, Blüm, Schreiner. Alle vier haben den Mut, Kontroversen zu erzeugen. Ich werde nie vergssen wie Blüm in Leipzig auf dem CDU Parteitag 2003 in Leipzig behandelt worden ist. Sich da hinzustellen und gegen den Zeitgeist zu argumentieren, gehört Mut.

In der SPD wird immer von der “diskussionsfreudigen Partei” geredet: Es gibt keinen größeren Unsinn. Da wird gar nicht mehr diskutiert. Wie sagte das Franz Walter so schön: Da streiten Cliquen miteinander. Man muss sich den Unterschied etwa zu den 70er Jahren ansehen: Die damalige Leistung war – etwa der SPD, aber das gilt auch für die anderen Parteien -, dass sie die gesellschaftlichen und politischen Kontroversen verarbeiteten. In der SPD etwa die Auseinandersetzung mit der APO. In der Union die Frustration der nationalen Rechten über die Ostpolitik. Heute finden diese Kontroversen nicht mehr in der SPD statt – oder in der CDU – sondern in Blogs oder sonstwo. Das heißt die Parteien agieren nur noch strategisch vor dem Hintergrund von Meinungs- und Stimmungsbildern. Sie fürchten sogar Kontroversen – weil dann ihr “Produkt” in Gefahr gerät. Mercedes will eben auch keine Debatte über die Qualität ihrer Autos. Nur produzieren Parteien keine Autos. Genau das vergißt auch immer Müntefering. Er wollte aus der SPD eine gut geschmierte Konsensmaschine machen – allerdings einen Konsens unter den eigenen Akteuren. Aber eben nicht die gesellschaftlichen und sozialen Konflikte in die SPD zu integrieren – und damit erst daraus eine funktionierende Partei. Ich will, dass die Parteien wieder diese Funktion erfüllen. Kurt Beck etwa, der von den Berliner Politikjournalisten systematisch fertig gemacht worden ist, hat dafür ein Sensorium. Nix mit Basta – sondern was denken die Leut… . Und worüber regen sie sich auf? Über den Provinzler, der lieber in Rheinland Pfalz zum Weinfest geht als im Berliner Dorf den Lebemann zu spielen. Und das war ja enorm wirkungsvoll. Überall hat man sich über Beck lustig gemacht – vor allem solche Leute, die sich ansonsten immer über die Mainstream Presse mokieren. Sie merkten gar nicht wie sie dieser Agitation auf den Leim gegangen sind. Was übrigens nicht heißt, Beck nicht kritisieren zu können. Aber er passte nicht zu dem politischen dress code dieser Berliner Politikdorf Kamarilla. Das war sein Problem.

Solche Debatten wie hier sollten in den Parteien stattfinden. Die Parteien müssen als Resonanzkörper der Gesellschaft wirken – und nicht zu Schröderschen Basta-Veranstaltungen verkommen. Wobei das Kuriose ja ist: Schröder hat nun wirklich komplett daneben gelegen mit seiner “Modernen Wirtschaftspolitik”. Dabei ist es mir völlig egal, ob man das in der CSU macht oder in der Linken. Das mag man alles nicht so sehen. Mich sogar für hoffnungslos naiv halten … aber: Es lohnt sich für eine funktionierende Parteiendemokratie zu kämpfen. Eine andere haben wir nämlich nicht … .

48 equityshark Oktober 24, 2008 um 10:27

@ Halbgott
klar habe ich nicht “nicht den blassesten Schimmer, was “Geld” ist.”, also erkläre mir doch bitte den Unterschied zwischen Glüksspiel und dem Geschäft mit CDO, CDS etc.

darfst auch darauf verzichten, deine Geld Weisheiten zu offenbaren, nur den angesprochen Unterschied hätte ich gerne gewusst ;-)

49 Christian Wagner Oktober 24, 2008 um 10:51

So isses, Respekt für diese Erkenntnis! Endlich hat sich das mal bei den BWL´ern und VWL´ern ins Denkzentrum durchgebrochen – das was die Gewerkschschaften und eher linksgerichteten Denkern schon seit Jahren vorgebracht wurde. Wir in Deutschland haben durch unseren Lohnverlust bzw- verzicht erst diese gewaltigen Gewinnsprünge ermöglicht (für ein paar wenige). Dieses vagabundierende Geld (silly money) musste dann wieder mit bester Rendite (man kriegt ja den Hals nicht voll) angelegt werden – dies aber natürlich nicht in Deutschland, sondern an so Bankstaaten wie USA und Island. Dort war man ja der Meinung, dass bloßes rumsitzen und bisschen mit dem Blackberry spielen einen sehr reich macht -gut, hat gestimmt, weil wir abgezockten deutsche Arbeitnehmer denen ihren Lebensstandard finanziert haben.

Ich sag´s gebetsmühlennartig: ich freu mich auf die nächste Bundestagswahl. Da wird es hoffentlich so einen gewaltigen Linksruck geben, dass Prof. Unsinn und seine Schar der neoliberalen Nichtsnutze Hören und Sehen vergehen wird.

50 tarzun Oktober 24, 2008 um 10:53

#Clovis

Ihre Zweifel, dass es sich bei Nina Hagen
um eine hochvernünftige Gorßintellektuelle handelt

sind verständlich, aber nur dann, wenn ich
annehme, dass Sie von sich selber ähnlich denken.

Die gute Frau mag zwar nicht politisch korrekt Argumentieren,
doch vertraut ich dieser Frau weit mehr als einem Schröder, einer Merkel oder gar dem Stäuble.

Und von Menschen die Gotteserscheinungen haben
und der größten Armee weltweit vorstehen
ganz ganz zu schweigen!!!

Achtung, Achtung,

Allemal sind mir Menschen, die ihre eigene
Meinung vertreten lieber, als Sprechpuppen.

Und das ist auch meine Kritik an diversen
Beiträgen in diesem Blogg:

Bla Bla Bla,

Finger zeig auf Den und auf Die aber nur nicht auf sich selber.

Und konkrete Maßnahmen, die jeder einzelne treffen
könnte werden hier nicht angesproch und damit
meine ich nicht Gold und Lebensmittel bunkern.

Wir (!) sollten uns auf der Strasse oder sonstwo
versammel (Versammlungsfreiheit!!!)
und dafür sorgen,

das wir nachhaltig Leben und Wirtschaften.

Wir sollten das bestehende politische System
zum Teufel jagen.

Wie und warum das gelte es gemeinschaftlich,
also demokratisch festzulegen.

Aber so wie ich es sehe,
werden die Meisten auch nach Börsen- Internet- und
Versammlungverbot

nach mit dem Finger auf solche Witzfiguren
wie Bush und Sakorzy zeigen.

Da halt ich mich lieber an Nina Hagen.

Tarzun

51 Nanuk Oktober 24, 2008 um 11:00

Naja Parteipolitik mach der Lübberding nun wirklich nicht…
Er mag ein hoffnungsloser Optimist sein aber Parteipolitik konnte ich hier nicht lesen.

Herr Lübberding malen sie das Blog doch rot an dann muss ich sowas nicht mehr lesen. ;)
Das ich nochmal als roter bezeichnet werde bzw rote Thesen vertrete…
Wunder gibt es immer wieder…
Am besten wir machen Chesterton zum Kommunisten Buddha tritt in die SPD ein und Thomas von Aquin wird Vorsitzender der Linkspartei…

52 f.lübberding Oktober 24, 2008 um 11:01

Clovis

“man muss nur dem einen etwas wegnehmen und schon hat der andere mehr”

Ein wichtiger Satz. Tatsächlich gibt es in der Linken – damit meine ich jetzt nicht die Partei diesen Namens – genau diese Neigung, die Umverteilung als eine reine Auseinandersetzung über den Anteil am Kuchen zu betrachten. Aber wie sah das in den vergangenen 30 Jahren aus? Es hat eine systematische Verschiebung in Richtung der höheren Einkomensgruppen und Vermögen gegeben. Das nennt man Vermarktlichung. Das ging nicht darum den Reichen etwas zu geben. Dahinter stand die Vorstellung mit dieser Verschiebung den Kuchen selber größer machen zu können. Das war das Versprechen der Neoliberalen – und hat eine enorme Attraktivität entfaltet. Der keynesianische Nachkriegskonsens ist nicht an einer Verschwörung gescheitert wie es uns Naomi Klein etwa erzählt. Völliger Unsinn. Das institutionelle Korsett war zusammengebrochen (Mancur Olson). Das beste Beispiel war Großbritannien in den 70er Jahren. Strukturkonservativismus: Und zwar der alten Torys genauso wie bei Labour. Damit hat Thatcher ab 1980 Schluss gemacht. Der Markt erzwang überfälligen Strukturwandel – und dafür brauchte man eine politische Revolution. Das hatte die Verschiebung in der Einkommens- und Vermögensverteilung zur Folge. Nur spätestens um die Jahrtausendwende wurde das Rad überdreht. Mittlerweile ist die ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung selber zum ökonomischen Hemmschuh geworden. Die Lohnentwicklung entsprach ja noch nicht einmal mehr der Produktivitätsentwicklung. Die Nachfrageseite kollabierte nur deshalb nicht, weil einige Länder Schulden machten … . Das überschüssige Kapital weicht wie es in Märkten üblich ist aus: In diesem Fall auf die Finanzmärkte mit den bekannten Konsequenzen. Zu wenig Umverteilung war also das Problem – und das konnte die Marktlogik nicht mehr kompensieren. Es gab ja bisweilen groteske Versuche über den Markt öffentliche Infrastrukturaufgaben zu regeln. Statt schlicht über Steuern. PPP ist nun komplett am Ende. Da wollte man sich mit der Kneifzange die Schuhe binden … . Am Ende kommt der Crash wie 1929.

Die Ungleichheit war also zum Wachstumskiller geworden – genauso wie die institutionellen Blockaden im GB der 70er Jahre.

53 Christian Wagner Oktober 24, 2008 um 11:17

@f.lübberding

So isses halt in unserer Gesellschaft, wir pendeln immer (und werden immer) von links nach rechts, und von rechts nach links pendeln. Zwischen 1989 und 2008 haben alle gemeint, alles was mit sozial und sozialistisch zu tun hat, hat abgedankt, nun könne sich der reine, unreglementiert Markt durchsetzen….die Saat wurde durch Reagan und Thatcher gesetzt. Nun kommt langsam, aber wirklich die Erkenntnis, dass dieser Weisheit nicht der letzte Schluss war.
Wir kämpfen nun an mehreren Fronten: immer noch dieser gewaltige Kreditberg, momentan rumort es ja bei den Währungen durch Rückabwicklung der Carry Trades. Als nächstes drohen die Staatsfonds, die ja immer noch gewaltige liquide Mittel haben und sich demnächst billigst bei uns Einkaufen können. Die interessiert auch nur die Rendite- mehr nicht.
Was können wir dagegen tun?

- Schnellstmöglich die Schotten dichtmachenn…Gesetz gegen den massiven Einsatz von Staatsfonds
- Carry Trades müssen massiv eingeschränkt werden
- Erhöhung der Einfuhrumsatzsteuer – man muss nicht alles aus China importieren
- Einführung von Mindestlöhnen über ALLE Branchen
- Steuererhöhungen, und zwar im Bereich der Einkünfte aus Kapitalvermögen – 25% ist lachhaft. Dafür aber Erhöhung des Freibetrages, sagen wir mal 10.000.
- Stärkere Überwachung des Kapitalverkehrs, damit so Herren wie Zumwinkel und Co nicht ihr Geld wieder steuerneutral ins Ausland verschieben könnnen.

54 EuroOptimist Oktober 24, 2008 um 11:41

Je weiter die Umverteilung von unten nach oben fortgeschritten war, umso wütender wurde das Geschrei über diejenigen, die immer nur umverteilen wollen, nämlich von oben nach unten. Der Kampf gegen die Sozialschmarotzer war die Begleitmusik zur Auspressung hart arbeitender und miserabelst bezahlter “Kräfte”. Frank Lübberding hat natürlich Recht, dass sich dieses System ökonomisch selbst untergraben musste, weil die dringend benötigte Nachfrage nur noch von hoffnungslosen Schuldenmachern kommen konnte, denen die “Leistungseliten” und die Sparer dann eben ihr Geld bereitwillig zur Verfügung gestellt haben. Dazu war natürlich ein Trick notwendig, denn einem Subprime-Nachbarn hätte man das Geld natürlich nie geliehen. Das war ja der “Leistungsschwache” oder der “Schmarotzer” den man verachtete und bekämpfen wollte. Der Trick ging so: das Geld ging an Leistungsschwache und Schmarotzer, die sich einen Anzug angezogen und Powerpoint Folien aufgelegt haben, oder in Länder, denen die Anzugträger im eigenen Interesse das Label “leistungsorientiert, liberal, marktorientiert” verliehen haben. Die haben es verraucht, was mich offen gesprochen, auch sehr amüsiert. Die Geschichte ist so prall, so abgründig, so drastisch, wie man sie tatsächlich nur in Märchenbüchern findet. “Des Kaisers neue Kleider” ist da fast schon zu dänisch-spröde.
Über eines sollte man sich aber im Klaren sein: der Hass der Beschämten und Düpierten, zu denen auch einige Wirtschaftsingenieure gehören dürften, könnte gewaltig werden und sich politisch auswirken. Der Hass richtet sich ja gegen viele, u.a. gegen die “Leistungsschwachen” und die “Linken” im eigenen Land und gegen Anzugsträger und gegen die Profiteure, die man im Ausland fleissig bedient hat. Fazit: wie haben mal wieder eine betrogene Mittelschicht in Deutschland, die nicht einsehen will, dass sie sich selbst betrogen hat, und deshalb auf Vergeltung sinnt.

55 f.lübberding Oktober 24, 2008 um 11:47

Eurooptimist

“Fazit: wie haben mal wieder eine betrogene Mittelschicht in Deutschland, die nicht einsehen will, dass sie sich selbst betrogen hat, und deshalb auf Vergeltung sinnt.”

Genau das ist meine Befürchtung. Der Selbstbetrug betrifft die Zerstörung von Weltbildern.

56 hyperinflation Oktober 24, 2008 um 12:01

Geld ist?

warum sollten nicht genügend menschen lieber papier in die hand nehmen anstelle von güldenem???

Für, die sich noch nicht ganz klar darüber sind, was dieses papier eigentlich ist nochmal eine zusammenfassung zum mitdenken.

Zunächst must du und alle anderen sich klar darüber werden, dass mehr als ein drittel aller schulden auf der welt direkte staatsschulden sind. rechnest du nun die indirekten staatsschulden dazu,d.h. rentenversprechen etc. sind es mehr als drei viertel.

und genau hier haben wir unser problem mit dem besten aller systeme, dem (debitistichen) kapitalismus mit eingegangenen schuldverhältnissen, die unter dem zwang von zeit und zinsen bedient,d.h. abgelöst werden müssen.

Im klartext, wenn diese schulden und verpflichtungen nicht auf null gesetzt werden,( durch bankrotterklärung) d.h. vernichtung der dagegen stehenden privaten guthaben, dann besteht der zwang zur erfüllung dieser kontraktschulden weiter und damit der zwang zur weiteren aufschuldung.

Die möglichkeit, staatliche schulden durch private übernahme dieser verpflichtungen wäre ein ausweg, ist aber aufgrund der bereits verfahrenen staatsfinanzen nicht mehr möglich.

Ich vermute mal, auch du würdest heute eine vermeintlich sichere staatsanleihe nicht gegen eine industrieanleihe tauschen wollen, weil diese mit erheblichen risiken behaftet ist. Dieses unternehmen muss sich jeden tag bewähren und reitet damit täglich auf der rasierklinge des eigenen bankrotts. ( und damit den verlust deiner anlage)

Sollte nun der staat theoretisch seine verschuldung und seine altschulden herunterfahren, so wird sofort folgendes problem sichtbar.
wo wären dann in dieser globalisierten verschuldeten welt noch gesunde unternehmen, die den staat als sicherer schuldner ersetzen

könnten??? (Bitte vorschläge)

Blieben als schuldner noch private haushalte, die anstelle des schuldners staat treten können??? natürlich nicht, weil diese ohnehin bereits so verschuldet oder wie jeder 4. haushalt bereits überschuldet sind.

Wer kommt noch in frage, die schulden des staates zu übernehmen???

Genau niemand, denn es gibt den 4. sicheren schuldner nicht, der den staat ersetzen könnte. ( es sei denn irendwelche mondmännchen als neue banker)

was bleibt???

eure befürchtung ist richtig… denn die lehre von meinem sehr verachteten freund maynard keynes wird befolgt werden müssen und lautete bekanntlich :

Der staat muss schulden machen, um der wirtschaft wieder auf die beine zu helfen. die die ezb und andere notenbanken halten sich bereits daran, denn das neue geld ist ausschließlich nur noch durch staatstitel gedeckt.der staat ist damit bereits teilweise der einzige kunde der ezb.

Na klingelt es???

unsere staaten sind endlich und heute bereits völlig überschuldet.

noch einmal zum mitschreiben ihr lieben gläubiger euer selbst.

Fast alles geld beruht auf die diskontierung von wertpapieren der öffentlichen hände oder aus derivaten daraus. dieser müll wird heute den notenbanken auf zeit gegen bares als sogenannte wertpapierpensionsgeschäfte angedient.

und jetzt komme ich zum punkt und zur erklärung, weil dein denkansatz falsch und dazu noch völlig überflüssig ist.

denn wenn theoretisch alle staatsschulden verschwinden würden, sei es durch tilgung oder wahrscheinlicher einen bankrott,würde auch die gesamte auf staatstitel vorhandene geldmenge verschwinden.

Schupp die wupp hätten wir diese wunderbaren bundesanleihen nicht mehr und natürlich auch die dagegen laufenden banknotierten noten, d.h. geld nicht mehr.

So ergreifend einfach ist wirtschaft. …

Den was folgern wir blitzschnell daraus???

richtig, wir werden den jetzigen zustand nicht nur erhalten, sondern durch erhöhungen der staatsschulden die dringend benötigte geldmenge erhöhen, weil wir weder eine wahlmöglichkeit noch ander solvente schuldner neben unserem herzigen staat haben.

So mein liebeen freunde, wo ich schon dabei bin, auch die nummer mit dem weginflationieren von staatsschulden ist leider ein unausrottbarer mythos.

Denn wenn ihr eure grundschulkenntnisse in mathe noch einmal bemüht, dann begreift ihr sofort, dass zum inflationieren der alten schulden immer neue und vor allem ,immer mehr gemacht werden müssen. im klartext, der staat kann seine schulden nur vergößern, niemals durch gezwundene mehrschulden seine schuld verkleinern.

dies können nur private, deren schulden zu lasten ihrer gläubiger mit sicherheit auf null gestellt werden. aber eben , wie wir gerade gelernt haben, hoffe ich zumindestens, auch die gagenstehenden guthaben. alles futch

bleibt als trost vielleich noch ein guter neuanfang völlig schuldenfrei und ohne guthaben..

57 EuroOptimist Oktober 24, 2008 um 12:10

@ hyperinflation, Halbgott, WI-Ing
“bleibt als trost vielleich noch ein guter neuanfang völlig schuldenfrei und ohne guthaben.”
In resignativen Momenten können Sie durchaus zu richtigen Schlüssen kommen. Das sehe ich genauso. In irgendeiner Form läuft es irgendwann darauf hinaus. Allerdings werden die gut vernetzten sich auch dabei gewiss einen Startvorteil herausholen.
.

58 Christian Wagner Oktober 24, 2008 um 12:20

@Eurooptimist

Wo hat sich die Mittelschicht selbst betrogen? Gut, gab paar Idioten, die ihr Geld gewinnmaximiert in Island angelegt haben, die ihr Haus über Yenkredite finanziert haben – meist die, die meinten aufgrund ihrer akademischen Ausbildung das Weltfinanzsystem zu ihren Gunsten verstanden zu haben.
Dagegen gab es aber auch jede Menge Leute, wie zB auch ich, die das bisschen, das nach Abzug für den Lebensunterhalt für die Familie über blieb in nen Bausparvertrag gesteckt hat, vielleicht hier und da mal – aber eher um den Spieltrieb zu befriedigen – paar Aktien gekauft hat….und ansonsten den Gürtel immer enger schnallen mussten – mein Gehalt zB kann ich nicht selbst erhöhen. Dann muss ich mir von so Platitüdenflachnasen wie den DIHK Präsidenten sagen lassen, dass wir zB alle selbst daran schuld sind, wenn unsere Arbeitsplätze abbgebaut werden, denn wir alle würden ja nur noch Billig kaufen. So ein Schwachsinn! Die meisten Leute KÖNNEN nicht anders, sie haben gar KEINE Wahl.
Darüber hinaus habe ich keine Lobby, die die Steuersätze für die Unternehmen und Reichen permanent senken, ich aber dagegen immer mehr in die kalte Progression rutsche. Ich habe auch keinerlei Mitbestimmungsrecht, wenn das Arbeitsrecht immer mehr ausgehölt wird. Ich habe dann auch keine Wahl bei der privaten Altersvorsorge , genannt Riester NEIN zu sagen, wenn dann im letzten Akt die Finanzindustrie obsiegt hat und mir eine solche Versicherung aufgezwungen wird. Noch habe ich die Wahl NEIN zu sagen – nur wie lange noch. Ich habe auch keine Wahl, dass es in Deutschland verschiedene Versicherungsgruppen gibt, nämlich solche, die per Zwang in der gesetzlichen Rentenversicherung sind, und solche, die sich hieraus verabschieden könnnen….wenn aber dann später die private Altersorge platzt – wie derzeit – sich dann wieder unter den Schirm der Gemeinschaft retten könnnen. Ich habe auch keine Wahl wenn es um das Thema Hedgefonds und dergleichen geht. Da hat der Finanzlobbieismus vollumfänglich gesiegt, weil unsere Lemminge im Bundestag, finanziert durch die Beirats- und Verwaltungsnebenjobs, der Meinung sind, wir MÜSSEN das so machen und nicht anders. Ne breite Diskussion findet nicht statt.
Vielmehr wird dann kolpotiert, dasss die Mittelschicht den Kampf gegen Unten und Oben aufgenommen hat. Falsch! Das behauptet vielleicht ein Teil der Mittelschicht, die wie oben angesprochen ihr Häusle über Yen-Kredite finanziert hat. Ich dagegen habe nur den Kampf nach oben aufgenommen (und ich behaupte mal, dass ich zur oberen Mittelschicht gehöre). Ein Treten nach unten kenn ich nicht für mich – im Gegenteil.
Ich kenne für mich keinen Selbstbetrug. Dass dieses derzeitige bestehende System vor dem Kollaps steht, war mir schon seit einigen Jahren klar – nur dagegen konnte ich nichts tun, wie Millionen andere auch. Die Musik wird von paar wenigen gemacht! Das war vor der franz. Revolution auch so…und so wird es hoffentlich wieder kommen. Dass dann leider alles von unten nach oben und umgekehrt gedreht wird und kein Stein mehr auf dem anderen bleibt ist leider so – nennt man auf neudeutsch collateral damage. Aber so isses nun mal, wir pendeln immer zwischen den Extremen – leider. Dafür haben es dann vielleicht meine Kinder oder deren Enkel wieder besser – bevor das Pendel wieder in die andere Richtung schwingt. Aber hier von Selbstbetrug zu schreiben halte ich gelinde gesagt für nen Witz!

59 Franciso d'Anconia Oktober 24, 2008 um 12:26

@ alle

Also das mit der Nationalökonomie ist doch gar nicht so kompliziert, wenn es schon Tucholsky ganz einfach erklären kann. :-)

http://www.textlog.de/tucholsky-nationaloekonomie.html

60 hyperinflation Oktober 24, 2008 um 12:31

alles imho!

was mir nicht ganz klar ist warum überall an den Symptomen herumgedocktert wird und keiner den Mut hat ganze Systeme (oder zumindest große Bereiche daraus) in Frage zu stellen?

Diesbzüglich auch unverständlich auch das es scheinbar nur um Kapitalismus/Sozialismus geht und sich keiner vorstellen kann das es da noch ganz andere Wege geben könnte?

Mir ist nicht bekannt in weit Ihr euch mit der Thematik Arbeit/Einkommen und die Besteuerrung von menschlicher Arbeit, welche sinnvoller Weise immer weniger wird, bereits beschäftigt haben.

Wenn das Einkommen unmittelbar mit Arbeit verbunden wäre,
dann müssten die Maschinen die meisten Einkommen erhalten.
Es ist aber so, dass die Menschen, deren Arbeit sie übernehmen,
weiterhin ein Einkommen brauchen.

Teuer ist menschliche Arbeit, weil Menschen ein Einkommen brauchen und weil auf ihre Arbeit die Steuer erhoben wird.

Die Initiative anderer ist es, von der ich etwas habe.
Initiative aber kann ich nicht kaufen, sondern nur ermöglichen!

Wir haben ja eine total absurde Situation:
Zum einen zuviel Geld und Produktionsüberkapazitäten
fast überall… Zum anderen eine riesige Arbeitslosigkeit und unglaublich viele ungelöste Aufgaben.

Es würde mich freuen Eure Meinung zu den Ansätzen von Götz Werner zu erfahren.
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen

http://www.kultkino.ch/uploads/films/Grundeinkommen_Film/grundeinkommen%20heft%20zum%20film.pdf

@WGN Gerne auch öffentlich via Homepage/Blog falls Sie darin unterstützenswerte Ansätze sehen.

Viele Fragen die evtl. reflexartig kommen sind z.B. hier gut angesprochen.

http://www.archiv-grundeinkommen.de/werner/Zwischenbilanz-zum-Grundeinkommen.pdf

Das Grundeinkommen würde Freiheit schaffen, das zu tun in der Welt, was nötig ist.

61 Nanuk Oktober 24, 2008 um 12:42

Ich würde gerne ein paar Kontrakte im S&P Future kaufen…

ups geht ja garnicht mehr…

http://farm4.static.flickr.com/3033/2968460747_de3516ebd1.jpg

62 ~ Halbgott ~ Oktober 25, 2008 um 16:12

@ Nanuk { 24.10.08 at 11:00 }

“Naja Parteipolitik mach der Lübberding nun wirklich nicht…
Er mag ein hoffnungsloser Optimist sein aber Parteipolitik konnte ich hier nicht lesen.”

= > So ? … keine Partei-politik ??

= > … merkwürdig, dass Frank L. gleich zwei Schmäh-Artikel über “Neoliberale” aus dem Bundesbank-Pflegeheim schreiben musste. Denn diese wären ja am Finanz-Desaster schuld.

= > … dass Schröder, seine Schröder-Sozis, Welteke, Eichel, Koch-Weser, Steinbrück, Asmussen, Matthäus-Meier usw … die politische Hauptschucld tragen, weil SIE an der Macht waren und die Deregulierung und die Umverteilungspolitik zugunsten der Finanzmafia betrieben haben … darüber schreibt er nicht.

= > … das ist SOZI-BETRIEBSBLINDHEIT übelster Sorte !!! Knallharte Desinformation ! … was sonst ?

= > … nicht das ich Tietmeyer oder Issing für geeignet hielte, für die anstehenden Währungsreformen (Ziel “Preisniveaustabilität” ist kein geegneter Indikator für die Geldpolitik) …

= > … aber ich glaube nicht aus das dem Sozen-Lager IRGENDEINER geeignet wäre. Oder vielleciht sollten wir mal aus dem Sozi-Lager jemanden nehmen, von denen, die die Gosche immer am weitesten aufreissen: wie währe es mit Frl. NAHLES ? … oder der Kader-Admiral selbst … Pinocchio-Münte ?? … oder eines von den Ober-Grossmäulern Struck & Stiegler :-) )) … die haben doch alle bestimmt VOLL AHNUNG von Wirtschaft … oder nicht ?

63 edicius Oktober 25, 2008 um 16:37

Lieber Halbgott,
in aller gebührenden Ehrfurcht & Anbetung:
Ob “sozi” oder “nicht-sozi” (wie nennt man die auf der anderen Seite des Spiegels kurz: “Unen”/”Unzen”/”Bonzen”?) das ist doch völlig wurscht. Und dass dich das so aufregt, weist dich nur als enttäuschten Anhänger aus, nicht aber als einen, der versucht, zum Kern vorzudringen. Oder glaubst du etwa, nur die “Sozen” seien lobby-hörig?
Verständlich ist die Empörung nur insofern als die Sozen immer (und immer noch) rhetorische Phrasen à la “soziale Gerechtigkeit” auf spezielle Kumpelart kultivieren, also einen deutlich höheren Hypokrisie-Quotienten aufweisen – während die Unionswähler (die Trottel!) immer dachten, dass der Chef ja immer noch mehr von Wirtschaft versteht als sie selber, er also auch immer genügend Krümel von seinem Tisch runterfallen lassen wird.
Jedenfalls stelle ich fest, so wie C.Wagner das richtig und aus eigener Erfahrung beschreibt, dass die Wut auch die Mittelschicht erreicht hat. Der erste, der dieser berechtigten Wut & Enttäuschung einen Kanal bietet, wird gewinnen. Und das werden nicht die Sozen sein, die kann man einfach vergessen, auch wenn Frank dann sehr traurig sein wird…

64 f.lübberding Oktober 26, 2008 um 08:43

WI-ING

Nur zur Info: Ich habe mich schon zu einem Zeitpunkt mit der SPD angelegt, da hast Du noch an den Grundzügen Deiner Theorie gebastelt. Mein Krach mit führenden Sozialdemokraten ist fast schon ein Merkmal meiner politischen Biografie … . Lese einfach einmal ein paar meiner älteren Buchrezensionen in der Taz. Etwa über die Bücher von Lafontaine, Galbraith, Suntum, James etc. . Oder höre die alten Radiobeiträge.

Mein Problem mit der SPD ist allerdings nicht das, was Du schreibst: Die waren nämlich gar nicht an der Macht, die waren nur an der Regierung. Darauf waren sie sogar stolz. Und zwar aus einem Grund: Sie – und hier die Netzwerker an erster Stelle – hatten diesen Vulgärliberalismus, den ihnen die Banken- und Industrielobby, die Wissenschaft, viele Medien (eben fast alle) vermittelten, als alternativlos übernommen. Das Problem mit der SPD sind nicht mediokre Figuren wie Asmussen: Mit dem und dem SPD Haushälter Schneider habe ich mich schon 2002 über die Frage “Staatsverschuldung” gestritten. Und war fassungslos, dass die beiden über Geld und Kredit in Volkswirtschaften ein Verständnis hatten wie ein Hausvater über die Haushaltskasse. Die wollten tatsächlich für zukünftige Generationen sparen. Dieser Unsinn war aber in allen Parteien – außer bei Lafontaine – zum unhinterfragten Dogma geworden. Und gegen den Wahn anzuschreiben, ist nicht immer lustig, glaube es mir … . Vor allem wenn man sich nicht hinter einem Pseudonym versteckt … .

Das Problem der SPD ist ihre ökonomische Inkompetenz – nicht ihre Korruptheit. Sie ließ es zu, dass die Vulgärliberalen die SPD programmatisch enteignen konnten. Sie opferte die Verteilungsgerechtigkeit – für solche Phrasen wie Chancengerechtigkeit. Damit fiel sie auf den wirtschaftswissenschaftlichen Stand vor 1929 zurück. Denn Verteilungsfragen sind einer der wesentlichen Elemente für einen funktionierenden Kapitalismus. Wer dagegen Konjunkturprogramme ideologisch als “Strohfeuer” denunuziert, hat über die Wirkungsmechanismen in modernen Ökonomien keine Ahnung. Der argumentiert wie Volkswirte vor Keynes. Das heißt nicht jedes Konjunkturprogramm für sinnvoll zu halten, aber man dokumentiert darin sein Grundverständnis: Den modernen Kapitalsimus nicht für Kapitalismus zu halten, sondern für eine Tauschwirtschaft mit dem allgemeinen Äquivalent namens Geld. Gleichzeitig tobte der sich auf den Weltfinanzmärkten aus – und dokumentierte welchen Sprengstoff hinter der Funktionslogik dieses allgemeinen Äquivalenz steckt. Wenn Müntefering im Zeit Interview am Donnerstag erklärt, er habe vor zwei Jahren noch nicht einmal gewusst, was ein Derivat ist, sagt das doch alles. Hier liegt der Hase im Pfeffer – und nirgendwo sonst. Die SPD handelte in einem ökonomischen Umfeld “Finanzkapitalismus”, das sie nicht verstanden haben, aber meinten sich dem anpassen zu müssen. Durch Übernahme der entsprechenden Ideologie. Man musste niemanden kaufen: Das war schlichte Ahnungslosigkeit.

Sie haben das alles ganz freiwillig gemacht. Freiwillig und doch gezwungen: Denn in der SPD hatte man irgendwie das blöde Gefühl, dass diese Wende mit den eigenen Grundwerten nicht übereinstimmte.

In der Geschichte ist strategisches Handeln, wie es Verschwörungstheoretiker immer unterstellen, selten. Solche Versuche scheitern meistens an der Wirklichkeit. Zumeist dominiert fehlendes Wissen, falsche Lageeinschätzung, bisweilen auch schlichte Dummheit. Die Geschichte ist eine Ansammlung von Pleiten, Pech und Pannen.

Was ich allerdings zur Zeit hoffe. Ich bin ja der Vertreter der Hoffnung im Moment der Hoffnungslosigkeit: Auf einen Crashkurs in politischer Ökonomie bei den handelnden Akteuren. Auf eine steil ansteigende Lernkurve. Dann wird nichts besser, es wird dann nur weniger schlimm. Und das wäre die eigentliche politische Leistung.

65 f.lübberding Oktober 26, 2008 um 08:47

WI-ING

P.S Das waren keine Schmähartikel über die Bundesbank. Die sind die eigentlichen Verantwortlichen: Sie hat komplett versagt. und an der Spitze die Herren Tietmeyer und Issing. Denn wenn die gesagt hätten, dieser Finanzmarkt ist eine potentielle Katastrophe, hätte sich etwas geändert. Tatsächlich haben sie nur noch immer weiteren Sprengstoff deponiert. Nur damit das klar ist.

66 f.lübberding Oktober 26, 2008 um 08:52

Noch eins: Bin heute unterwegs. Kann also erst später antworten. Freue mich aber auf interessante und kritische Kommentare.

Gruss

f.lübberding

67 H. K. Hammersen Oktober 26, 2008 um 10:25

@f.lübberding

Die SPD ist vollkommen überflüssig. Sie ist verkommen zu einer Institution, die einigen ihrer Mitglieder durch Parteikarriere den sozialen Aufstieg ermöglicht. Sonst nichts. Nach dem Motto :wenn Du nicht mehr Arbeiter sein willst, werde Arbeiterführer. Die gesellschaftliche Klasse, die sie vorgibt zu repräsentieren, gibt es schon längst nicht mehr. Sie war zuletzt noch Repräsentantin des öffentlichen Dienstes. Seit aber durch die leeren Kassen auch hier nicht mehr viel zu verteilen ist, verliert sie auch diesen Rückhalt.
Schröder wollte diese Begrenzung aufheben, indem er in wirtschaftsnahen, bürgerlichen Kreisen auf Stimmenfang ging. Er hatte nur übersehen, daß diese bürgerliche Mitte gerade dabei ist, selber unter die Räder zu kommen und selbst nach staatlicher Umverteilung schreit. Und deshalb konkurriert selbst die CDU mittlerweile mit der Linkspartei.

Jahrzehnte wirtschaftlichen Wachstums sind in der BRD vergeudet worden. Anstatt die Einkommenszuwächse in die tatsächliche Vermögensbildung breiter Schichten zu investieren, sind sie zu staatlicher Umverteilungsmasse über die Aufblähung der öffentlichen Verwaltung in den Konsum geflossen. Und jetzt schreien gerade die (älteren) Generationen am lautesten nach dem Staat als Garanten ihres Lebensstandards, die die reichlich vorhandenen Chancen ihres Lebens nicht wirklich genutzt und die immer ungleichere Verteilung des Reichtums erzeugt haben.

Nicht die Gier der Reichen oder böse Mächte sind schuld. Sondern die Unwilligkeit, über die eigene Lebenszeit hinaus Verantwortung zu übernehmen.

68 Eclair Oktober 26, 2008 um 15:31

@ f.lübberding

Einfach mal nur ein Dankeschön für die Beiträge 47 und insbesondere 64 – von niemandem sonst (auch nicht vom genannten Franz Walter) liest man so auf den Punkt gebracht, woran es wirklich krankte und krankt in der SPD.

“Die SPD handelte in einem ökonomischen Umfeld “Finanzkapitalismus”, das sie nicht verstanden haben, aber meinten sich dem anpassen zu müssen. Durch Übernahme der entsprechenden Ideologie. Man musste niemanden kaufen: Das war schlichte Ahnungslosigkeit.”

Genau so ist es. Die SPD unter Schröder wusste es einfach nicht besser. Das ist letztlich keine Entschuldigung, aber es ändert doch die Beurteilung der Entwicklungen und die Einschätzung in der Frage, ob, wie Hammersen schreibt, “die SPD … vollkommen überflüssig [ist].”

“Sie haben das alles ganz freiwillig gemacht. Freiwillig und doch gezwungen: Denn in der SPD hatte man irgendwie das blöde Gefühl, dass diese Wende mit den eigenen Grundwerten nicht übereinstimmte.”

Was wohl damit zusammenhängen dürfte, dass die als Begründung für die Wende ins Felde geführte Argumentation ziemlich genau mit dem übereinstimmte, was die Bundesbank, die Mehrheit der Wirtschaftsweisen, die versammelten Wirtschaftsforschungsinstitute (mit Ausnahme des DIW bis etwa 2004) und die INSM seit Jahren herumtrompeteten. Und man sich in der SPD irgendwie erinnern konnte, dass diese Vereine noch nie Vertreter sozialdemokratischer Interessen gewesen waren (selbst Helmut Schmidt, der ja hier bereits der rechten Seite zugeordnet wird (z.B. edicius, #29) hat etwa die Politik der Bundesbank stets heftig kritisiert.) Es war wohl die medial befeuerte Dauerindoktrination mit den bekannten Positionen, die die Sozialdemokraten in Ihrer eigenen wirtschaftspolitischen Unbedarftheit schließlich den Schröderschen Kurs hat mitmachen lassen. Eine Alternative schien nicht (mehr) vorhanden, auch wegen Lafontaine:

“Dieser Unsinn war aber in allen Parteien – außer bei Lafontaine – zum unhinterfragten Dogma geworden.”

Auch das trifft zu, und es ist ein weiterer Grund, Lafontaine seinen feigen Abgang nach nicht einmal einem Jahr Regierungsverantwortung bis zum Sanktnimmerleinstag übel zu nehmen: Er hat damit nicht nur sich selbst diskreditiert, sondern bis heute alle makroökonomischen Argumente, die richtig sind, aber mit seinem Namen verbunden wurden und werden. Das sei doch “Lafontaine pur”, bekommt man dann nicht nur von politischen Kontrahenten, sondern eben gerade auch von Genossen (die selbst, s.o., von Makroökonomie keinen blassen Schimmer haben) regelmäßig in Debatten entgegnet. Wahlweise auch die Aufforderung, doch gleich zur Linkspartei zu gehen.

“Ich bin ja der Vertreter der Hoffnung im Moment der Hoffnungslosigkeit: Auf einen Crashkurs in politischer Ökonomie bei den handelnden Akteuren.”

Bin auch von Natur aus Optimist, aber im Moment doch sehr skeptisch… Crashkurs wie – autodidaktisch? Oder wer soll den Kurs geben? Unsere volkswirtschaftlichen Fakultäten produzieren doch praktisch nur noch Mainstream-Ökonomen à la Asmussen. Entsprechend sieht es dann in den nachgelagerten Vereinen aus. Ich wüsste etwa aus dem Stehgreif keinen akzeptierten Volkswirten in Deutschland, der das Statement “Verteilungsfragen sind eines der wesentlichen Elemente für einen funktionierenden Kapitalismus” argumentieren könnte. Drum kann es auch nicht verwundern, dass sich Sozialdemokraten, wenn sie denn überhaupt noch mit Verteilungsfragen kommen, sich auf moralische Kategorien zurückziehen.

Und selbst wenn es die Möglichkeit des Lernens gibt, setzt es immer noch Bereitschaft voraus. Bei den drei derzeit führenden Sozialdemokraten (Münte und den Stones) handelt es sich aber genau um die Agenten der Agenda. Die müssten, bevor sie irgendwas lernen, ja erst einmal zugeben, dass ihre eigene Politik es war, die den Karren in die makroökonomische Einbahnstraße manövriert hat. Ich habe da eher den Eindruck, die haben andere Methoden für den Umgang mit der kognitiven Dissonanz.

Grüße

P.S. “In der Geschichte ist strategisches Handeln, wie es Verschwörungstheoretiker immer unterstellen, selten. [...] Zumeist dominiert fehlendes Wissen, falsche Lageeinschätzung, bisweilen auch schlichte Dummheit. Die Geschichte ist eine Ansammlung von Pleiten, Pech und Pannen.”

Auch das gut beobachtet. Es gibt kaum ein besseres Beispiel als die Anschläge vom 11. September, die in Amerika und weltweit von einer nicht unerheblichen Zahl von Menschen (in Deutschland ein Viertel der Bevölkerung) der amerikanischen Regierung angelastet werden. Das kann man wohl auch, aber eben nur in dem von Ihnen genannten Sinne (“fehlendes Wissen, falsche Lageeinschätzung, bisweilen auch schlichte Dummheit”).

69 spiritformoney Oktober 27, 2008 um 23:20

@68 eclair
Seien Sie bitte so gut und lesen Sie folgenden Artikel von Prof.Dr. Hamer und setzen Sie sich dann argumentativ damit auseinander (nicht mit Verschwörungstheorie kommen…):
http://www.goldseiten.de/content/kolumnen/artikel.php?storyid=611

Ich bin ein sehr interessierter Leser dieses bolgs und schätze die für mich meist sehr interessanten und differenzierten Beiträge der Teilnehmer.
Auch habe ich durchaus Verständnis dafür, dass, unter Berücksichtigung der Tatsache des sich verstärkenden Effektes, Informationen die zur Sorge Anlass geben eher vorsichtig beurteilt werden. Doch es ist mir auch Eines sehr deutlich bewußt: Ich lebe im Grossraum Stgt. und hier spielt die Autoindustrie eine dominierende Rolle. Nach meiner Einschätzung wird innerhalb von ca. 6 Monaten eine extreme Veränderung der wirtschaftlichen Situation eintreten und ich halte es für fair Menschen auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass es zumindest eine Zeitlang wichtig sein könnte auf den schlimmsten Fall (wirklicher Finanzcrash und Massenarbeitslosigkeit …) vorbereitet zu sein. Ich führe hier nicht aus was dies heißt – dafür gibt es kompetente Quellen.
Auch ist es wichtig sich vorzubereiten um nicht in Panik und Angst zu verfallen, dies sind schlechte Ratgeber in der Krise.

Bin gespannt auf Ihre Reaktion,

sfm
Kommentar von spiritformoney | 27.10.2008 | 22:48

70 ~ Halbgott ~ Oktober 29, 2008 um 00:34

@ Frank Lübberding

“P.S Das waren keine Schmähartikel über die Bundesbank. Die sind die eigentlichen Verantwortlichen: Sie hat komplett versagt. und an der Spitze die Herren Tietmeyer und Issing. Denn wenn die gesagt hätten, dieser Finanzmarkt ist eine potentielle Katastrophe, hätte sich etwas geändert. Tatsächlich haben sie nur noch immer weiteren Sprengstoff deponiert. Nur damit das klar ist.”

=> … natürlich stimme ich zu, dass die BuBa und die EZB versagt haben … STAATSVERSAGEN ! Sie hätten spätestes ab 2001 die Verschuldung der Banken nicht zulassen dürfen. Denn das die Überschuldung der klassische Untergang eines Währungssystems ist, hätte man in einem themenrelevanten Sachbuch nachlesen können.

Auch das die vom Wesen her keynesianische Geldpolitik der Amis regelmässig ins Desaster führt hätte man wissen müssen. Eine Absicherung gegen Greenspan & den CIA wäre möglich gewesen …

Das der Euro viel zu früh kam, darauf haben sachkundige Makroökonomen schon 1998 hingewiesen … aber die reudigen Politiker wusstens ja besser …

=> … Aber was ist mit Tanzbär Welteke (SPD) ?? … DER war Bundesbänker in Charge als die Katastrophe stattfand. Und SPD-Eichel und SPD-Steinbrück waren Im SPD-geführten F-Ministerium, oder ???

“Das Problem der SPD ist ihre ökonomische Inkompetenz – nicht ihre Korruptheit.”

=> … hier möchte ich widersprechen. Die Unter-Sozis sind ökonomisch völlig inkompetent (weiss ich aus unmittelbaren eigenen Erfahrungen … Stichwort SoziologiestudentInnen) … die Ober-Sozis … sind schwer korrumpiert.

Das ausgrechnet das Marionetten-Ensemble des Schröder-Netzwerkes als Konkursverwalter der Sozialdemokratie eingesetzt wurde … ist perfider historischer Zynismus !

( Aber eines kann man dem Lumpen-Pack mit Sicherheit nicht vorwerfen. Nämlich, dass sie “gespart” hätten! … Nein, DAS haben sie mit absoluter Sicherheit NICHT gemacht … ;-) … )

71 ~ Halbgott ~ Oktober 29, 2008 um 00:57

@equityshark

” klar habe ich nicht “nicht den blassesten Schimmer, was “Geld” ist.”, also erkläre mir doch bitte den Unterschied zwischen Glüksspiel und dem Geschäft mit CDO, CDS etc.”

= > … eben. Der Unterschied liegt nicht zwischen “Glücksspiel” und “Collateralized Debt Obligations” (usw.)

= > … sondern im Wesen von “GELD” und “KREDIT” !

= > … diese Produkte waren im wesentlichen GELD … und kein KREDIT (auch wenn “debt” draufsteht). Spielgeld war es , natürlich für Glücksspiele (und die Casino-Marge & Boni) … über-expansive Geldpolitik.

72 CHARLOTTEbe26 Januar 7, 2010 um 22:49

If you try to find place where you can buy term paper or buy research papers here is very first-class place for you about essays writing, which furnish examples and gives an chance to learn how make analysis . But this site is more elegant, and more considerate. So don’t be lazy and write your own or buy custom essay papers about this good post. Thanks.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

{ 2 trackbacks }