An diesem Wochenende überlegen sich die Banken wie sie ohne Gesichtsverlust – gewissermassen auf Augenhöhe – vor dem alten Herren namens Staat treten können. Das nennt sich Rekapitalisierung. Da hört man viel. Besonders aktiv ist Dr. Josef Ackermann. So warnt er vor der Reduzierung der Gehälter auf ein offenkundig indiskutables Gehalt in Höhe von 500.000 Euro im Jahr. Dann bekommt man nicht mehr die besten Talente, so seine Befürchtung. Diese These ist der Debatte wert. Die sogenannten “besten Talente” verlassen nämlich gerade wie die bekannten Nagetiere das sinkende Schiff. Eines dieser Talente war ohne Zweifel der Hedgefond Manager Andrew Lahde. Der hat heute einen bemerkenswerten Brief an seine Investoren geschrieben. Er will jetzt mit 37 Jahren – nach einem Leben der Mühsal kann man aber nicht sagen - in den nicht verdienten Ruhestand gehen. Er schreibt einen Brief an seine lieben Investoren. Wir zitieren den Bericht auf Bloomberg.
“Andrew Lahde, the hedge-fund manager who quit after posting an 870 percent gain last year, said farewell to clients in a letter that thanks stupid traders for making him rich and ends with a plea to legalize marijuana.
Lahde, head of Santa Monica, California-based Lahde Capital Management LLC, told investors last month he was returning their cash because the risk of using credit derivatives — his means of betting on the falling value of bonds and loans, including subprime mortgages – was too risky given the weakness of the banks he was trading with.
“I was in this game for money,” Lahde, 37, wrote in a two-page letter today in which he said he had come to hate the hedge-fund business. “The low-hanging fruit, i.e. idiots whose parents paid for prep school, Yale and then the Harvard MBA, was there for the taking. These people who were (often) truly not worthy of the education they received (or supposedly received) rose to the top of companies such as AIG, Bear Stearns and Lehman Brothers and all levels of our government.
“All of this behavior supporting the Aristocracy, only ended up making it easier for me to find people stupid enough to take the other sides of my trades. God Bless America.”
Andrew Lahde ist kein Held. Damit hier kein falscher Zungenschlag aufkommt. Die moralische Verkommenheit eines abgewirtschafteten Finanz- und Gesellschaftsmodells kommt in ihm zum Ausdruck. Er hat ihr, sicherlich ungewollt, ein Gesicht gegeben. Diese Aristokratie, die dumm genug war, ihm als Gegenpartei für seine Geschäfte zu dienen … . Darin kommt das Ressentiment des Aufsteigers zum Ausdruck. Seine Verachtung für eine Klasse, die abgehoben von der sozialen Wirklichkeit und ohne eigenes Verdienst, ihre Privilegien genossen hat. Und sich dafür noch gerne Elite nennen ließ. Die Kritik an den sozialen Verhältnissen in den USA – wie sie etwa Paul Krugman und viele andere Amerikaner formulierten – findet in diesem Brief seine historische Form.
Es ist durchaus vergleichbar mit der Delegitimierung der alten Nomenklatura im Ostblock vor dem Jahr 1990. Es war nicht nur die Mieleküche Erich Honeckers in Wandlitz empörend für die DDR Bürger. Es war vor allem die Doppelmoral der herrschenden Bürokraten und ihre geistige Beschränktheit. Die völlige Unfähigkeit, kombiniert mit dem eigenen Machtanspruch, brach der sogenannten Avantgarde der Arbeiterklasse das politische Genick. Der Machtverlust war erst besiegelt als sie ihre letzten Legitmationsressourcen verspielt hatten.
Genau das passiert dem Finanzkapitalismus mit diesem Brief. Er wird in Zukunft in vielen Geschichtsbüchern erscheinen. Selbst wer dann nichts von dieser Zeit wissen will, wird nach der Lektüre dieses Briefes trotzdem sehr viel darüber wissen. Er fängt die Athmosphäre eines Zeitalters ein.
Und zum Schluss noch eine Frage, Herr Ackermann. Zu welcher Gruppe gehören Sie? Zur Aristokratie oder zu den Aufsteigern?




















{ 84 Kommentare… einen eigenen schreiben }
Danke Herr Lübberding für den Brief, den Sie da einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Der besagt wirklich alles.
Gruß aus Frankfurt und Ihnen ein besonders schönes Wochenende,
B. Schülke
Ich persönlich hätte keine Probleme in Lahde einen Helden zu sehen (wenn es so was denn heute noch geben kann). Wenn endlich mal jemand, der das Spiel mitspielt und dazu noch ungemein erfolgreich mitspielt, aufsteht und Klartext redet, dann ist das schon aller Ehren wert.
Das ganze Problem ist doch, dass viel zu wenige so etwas tun sondern lieber still weiterkassieren.
“Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.” – Bertolt Brecht
Die ganze Geschichte dürfte in den usa noch einen besonderen Geschmack annehmen, wenn man bedenkt, dass die meisten Bürger mindestens eine Waffe zu Hause haben. Wenn also mal von Westen her, der Wind über den Atlantik einen blutigen Duft verstreut.
blutigen Duft verstreut…
Nur als Ergänzung: hier kann gibts den vollständigen Abschiedsbrief:
http://www.portfolio.com/views/blogs/daily-brief/2008/10/17/hedge-fund-manager-goodbye-and-f-you
So jetzt noch etwas Pfeffer in die Wunde:
Ackermann scheint gegenüber den Wallstreet-Haien geradezu bescheiden!
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,584916,00.html
dddd
Lynchen? Was soll das? Ich habe diesen Beitrag gelöscht, trotzdem ist die Auseinandersetzung damit wichtig. Wir leben in einer demokratischen Gesellschaft – und handeln nach Regeln, die erst das Leben erträglich machen. Der Rechtsstaat ist eine historische Errungenschaft – und er gilt auch für die Menschen, die sich nicht an seine Regeln gehalten haben. Das ist sein Sinn. Er bewahrt uns vor dem Hobbeschen Dschungel. Ich habe in den vergangenen Jahren Ackermann oft kritisiert. Aber ich nehme ihn in Schutz, wenn man ihm jemand sprichwörtlich an das Leder will. Es geht dabei nicht nur um Herrn Ackermann ad personam. Es geht um das Prinzip unseres Zusammenlebens. Also um uns alle.
In den USA wird man mit einem neuen Präsidenten einen Neuanfang versuchen – wie nach 1933 mit dem großen Roosevelt. Das wird ein schwieriger Weg, aber sie können es schaffen.
Und noch eins: Es wurde einmal der General de Gaulle gefragt: “Wann verhaften wir Sartre?” Er antwortete in der Art des absoluten Monarchen: “Einen Voltaire verhaftet man nicht!” Und das ist der Unterschied – etwa zwischen einer Diktatur wie im früheren Ostblock – und einem demokratischen Rechtsstaat. In einer Demokratie entscheidet nicht der Sonnenkönig über Verhaftungen. Und wenn er es trotzdem macht, kann man sich wehren. Ohne Zweifel: Die Demokratie ist bisweilen eine Regierungsform mit vielen Mängeln, aber es ist die beste, die ich kenne … . Und der Mensch ist eben ein Wesen mit Defiziten. Bisweilen sage ich zum Glück.
Ansonsten soll Herr Ackermann erkennen, dass es auch für ihn ein Leben nach der Deutschen Bank gibt. Ein Neuanfang nützt uns allen.
God Bless America. Diesen Satz hätte er weglassen sollen, für America ist es kein Problem aus ihm einen Bettler zu machen, damit er weiß, was er wirklich ist.
Ohne Zweifel: Die Demokratie ist bisweilen eine Regierungsform mit vielen Mängeln, aber es ist die beste, die ich kenne … . Im Prinzip ja. Nur daß es zwischen Demokratien Unterschiede gibt. Die BRD ist keine, sie ist inzwischen eine staatsfinanzierte Partei – Bonzenwirtschaft im Dienste multinationaler Konzerne. Die Schweiz ist eine Demokratie. Selbst die USA sind noch eine Demokratie. Aber wenn man über seine Verfassung nicht abstimmen darf, hört der Spaß auf. Die absolute Mehrheit fühlt sich als Deutsche, nicht als Europäer.
Muss ich Michael zustimmen. Die BRD hat, wie das geflügelte Wort besagt, “abgewirtschaftet” und ich sehe im Moment niemanden, der ihr im Sinn ihrer Gründungsväter Leben einhaucht. Dafür haben sich die Eliten zu sehr vom Rest der Gesellschaft abgekapselt.
Daher sollte man mit dem Begriffen Demokratie, Rechtstaat, usw. im Zusammenhang mit der BRD seit den 70er vorsichtig sein.
Gruss,
Coki
“… und ich sehe im Moment niemanden, der ihr im Sinn ihrer Gründungsväter Leben einhaucht.”
Und noch jemand, der flehend auf den weißen Ritter wartet, der vorbeikommen und für einen alles richten soll.
Entschuldige bitte meinen etwas scharfen Tonfall, aber niemand anderes als der Souverän einer Demokratie muss und kann ihr wieder Leben einhauchen. Der Souverän. Das sind zufälligerweise wir alle!
@Reinhard
der Souverän einer Demokratie muss und kann ihr wieder Leben einhauchen. Der Souverän. Ja, wenn er kann, gegen den Filz. Nicht umsonst dürfen z.B. in den USA Beamte keiner Partei angehören. Sie sind Staatsdiener. Und hier herrscht inzwischen Parteienfilz. Beamtendynastien sind entstanden. Sumpf. Da habe ich Zweifel an der demokratischen Lösung nach heutiger Lesart. Wäre natürlich dafür.
@Reinhard
Wie krank muß eine Gesellschaft sein, in der alle Beamte werden wollen ? Wie krank muß eine rentensüchtige Gesellschaft sein ? Sehr krank, wenn Sie mich fragen.
Michael,
“Ja, wenn er kann, gegen den Filz.”
Es ist so eine Sache mit dem Demokratieverständnis
- wenn die Situation der Mehrheit recht ist, dann muß man das aktzeptieren, auch wenn es einem persönlich nicht paßt.
Und der Mehrheit sind die Zustände doch recht, sonst würden sie doch wohl auf die Straße gehen.
Also, was nun?
Gruß Hanskarl
@fl
also, ein bisschen komplizierter ist das schon. Und auch nicht so einfach “rechtsstaatlich” zu begütigen:
Es war vor allem die Doppelmoral der herrschenden Bürokraten und ihre geistige Beschränktheit. Die völlige Unfähigkeit, kombiniert mit dem eigenen Machtanspruch, brach der sogenannten Avantgarde der Arbeiterklasse das politische Genick. Der Machtverlust war erst besiegelt als sie ihre letzten Legitmationsressourcen verspielt hatten.
Die Doppelmoral ist es in diesem Fall ganz sicher nicht. In diesem Punkt besteht eine innige Komplizenschaft zwischen Bürokraten/Bankern und dem Rest. Hätte Lahde diesen Brief geschrieben, ohne vorher richtig abgezockt zu haben – niemand hätte ihm Bedeutung beigemessen. Der Wohlstandsbürger ist die Doppelmoral in Person. Und er weiss das auch – aller geheuchelten Empörung zum Trotz. Es ist gerade die Folgenlosigkeit dieser Empörung, die das beweist.
Und Macht geht nicht automatisch mit der Legitimation verloren. Im Falle des Ostens war die Situation, dass es eine greifbare Alternative gab, nur eine Mauerhöhe und Grenzstreifenbreite entfernt. Diese Alternative fehlt heute, nicht intellektuell, aber politisch-sozial.
@ Reinhard
Das ist zwar schön geschrieben, aber sehr blauäugig und hat imho nix mit der Realität zu tun.
Lösen sie sich von dem Gedanken, das man in der Art des “Tellerwäscher zum Millionär” in gewachsenen Gesellschaften etwas bewegen vermag, wenn nicht die wirkliche Elite (die nur wenige Prozente der Bevölkerung sind, aber ein Großteil der Ressourcen derselben besitzt) dahinter steht. Und die interessiert sich nur für eines: Profit!
Wenn es profitabel ist, den H4-Empfänger durch einige Euros zu beruhigen, dann wird eine Erhöhung kommt. Wenn es nicht profitabel ist, dann nicht.
Das hat gar nix mit Souverän zu tun sondern knallharten Kalkül. Moral, Anstand, soziales Gewissen hört sich zwar im Fernsehen und im Film gut an, spielt aber auf der “Strasse” keine Rolle, ausser, um jemanden anderen etwas zu verkaufen.
Ich persönliche stimme lübberding vorbehaltlos zu, das eine Demokratie immer noch das “beste unter den schlechtesten Systemen” ist, ändert aber nichts daran, das gerade unsere BRD sehr Reparatur bedürftig ist. Da hilft es nicht, ein bischen Farbe an die Wand zu klaschen, sondern grundlegende Eckpfeiler müssen ernsthaft angepasst werden, sonst wird schon alleine die Energiekrise mit ihren ganzen Konsequenzen in den nächsten drei Legislaturperioden diese Gesellschaft an die Wand fahren.
Dieser Akt geht aber nicht ohne die Entscheidungsträger unter den Eliten. Da gibt es langfristig nur zwei Möglichkeiten:
a.) sie haben ein einsehen und packen mit an
oder
b.) wir werden französische Verhältnisse kriegen
Der erste Schritt muss von den Eliten kommen, denn sie haben schon lange den Souverän entmündigt (zusammen mit der Tatsache, das letztere es auch für etwas Geld zugelassen hat). Solange das nicht passiert, wird sich in der BRD auch nichts bewegen und das hat nichts mit dem “weissen Ritter” zu tun, sondern ist reines “Kalkül”.
Mein erster Schritt war schon vor ~20 Jahren von der kulturellen Dominanz des “Schneller, Weiter, Höher” zu lösen. Und genau das erwarte ich in den nächsten 10 Jahren auf breiter Front in der gesamten Gesellschaft.
Gruss,
Coki
@f.lübberding
Vorweg. Ich schätze deine Beiträge. Also nimm das nicht persönlich wir kennen uns schließlich nicht.
Aber WTF in welchen Wolkenkuckucksheim lebst du den ?
Die Systemtheoretisch korrekte Betrachtung wird durch die Lebenswirklichkeit völlig ad absurdum geführt und ist deshalb Sinn und zwecklos.
Und nein, bessere Ideen und Alternativen, umsetzbare wohlgemerkt, habe ich auch nicht.
Einen Traum, den ja.
Und was Ackerman angeht : Lies mal ein Buch namens Erntemond. Das dort beschriebene Verfahren der “Jagd” halte ich bei solchen Personen durchaus für diskussionswürdig.
Archaisch, aber fairer als die heutige Justiz auf alle Fälle.
Have fun
Otaku
Leider helfen nur archaische Methoden. Kommt runter von den Wolken.
Die Banker haben Leben auf dem Gewissen – wie viele Selbstmorde oder Familienmorde gibt es wegen der Finanzkrise? Man muß nur Zeitungen lesen.
Aber ne ist klar: der Ackerman macht nur seinen Job. Ich bin für die Einführung der Todestrafe.
@Coki
Die Demokratie ist meiner Ansicht nach nicht das beste unter den schlechen Systemen, sie ist definitiv das beste System. Nur es muß eben eine Demokratie sein.
@Hanskarl
Wir wollen mal lieber nicht hoffen, daß der Mob auf die Straße geht. Die, auch derzeitige Nummer, erst Mobbing Steuersünder Zumwinkel, jetzt schwarzes Schaf Ackermann, beides läuft unter Brot und Spiele.
Die Affen begreifen nicht ansatzweise was läuft. Dazu dient das Theater ja. Nur das es ein schlechter Einfall ist sich an seinen Bankern zu vergreifen, und Regierungen zu “vertrauen”. Bliebe für die Deutschen anzumerken, daß auf ganz genau diese Weise zwei Generationen ihr Hab und Gut verloren hatten. 1918 und 1945. Was hier läuft, ist ganz genau das selbe.
emokratie heißt, 49% hinten runterfallen zu lassen.
Das ist absolut unwirtschaftlich.
Die 49% werden gebraucht.
Joe’s Bank buhlt nicht umsonst um jeden Euro.
Nur die Fußtruppen aus der Politik hinken noch hinterher.
Ein Banker buhlt immer um JEDEN Pfennig, Cent oder was es sonst noch gibt. Sonst wäre er als Banker ungeeignet. Geld ist sein Beruf. Geld seiner Kunden, das es langfristig anzulegen gilt.
Die Politik hat keinen “Roten Faden”. Das ist ein erhebliches Problem. Der “Terrorkrieg” oder der “Klimawandel” sind keine Visionen. Wobei letzteres brauchbarer wäre.
Nein, 49 % werden nicht gebraucht, nur 20%, falls man globalisiert. Wenn aber nicht globalisiert wird, werden 90 % gebraucht. Bleibt die Frage zu beantworten, wollen wir ein anderes Geldsystem mit Globalisierung oder wollen wir unsere gewohnte Schlumperwirtschaft ohne Globalisierung ?
@Michael
Darüber kann man streiten, aber ich stehe auf dem Standpunkt das jede Zeit ihre eigenen Antworten (Systeme) hat und nicht immer war dies die Demokratie.
Im Moment fällt mir keine Gesellschaftstruktur ein, die in dieser einmaligen Gesamtsituation (Vernichtung der Menschheit auf Knopfdruck, BioWaffen, etc.) “perfekt” wäre. Aber ein wichtiges Manko des Aktuell befürworteten hat marktlöwe zurecht erwähnt.
Was für mich aber wichtiger ist, dieser Gesellschaft ist die “gesunde” Basis abhanden gekommen und das in einem inzwischen mehrere Generationen übergreifenden Prozess.
Gruss,
Coki
@Coki:
Ich weiß selber, dass es mit schönen Reden nicht getan ist.
Aber anstatt SELBER damit anzufangen, etwas gegen den jetzigen Zustand zu tun, wird immer nur rumgenölt, die Schlechtigkeit der Welt beklagt und das übliche “Jemand sollte was tun” abgesondert. Führt das dazu, etwas zu verbessern?
@Coki
Das ist wohl richtig. Ich sähe zwei kleine Länder nebenan. Dänemark und die Schweiz. Siehe da, auch über die Zeit, es funktioniert. Ich sehe auch Schweden und Norwegen. Ich sehe auch den Rest von €uropa. Und da gibt es Probleme. Es gibt ein funktionierendes skandinavisches Modell. Es gibt ein funktionierendes eidgenössisches Modell. Warum wollen wir mal nicht etwas von denen lernen, bei denen es besser als bei uns funktioniert ? Der Begriff Demokratie ist dehnbar. Ich würde ihn völlig sinnentfremdet als Zufriedenheit der Menschen auffassen. Nur das ist wichtig.
@ Frank Lübberding, Du bist ein Träumer.
Wir sind kein Rechtsstaat, wir sind keine Demokratie.
= > … Wir sind eine parteifeudalistisch verwaltete Lobbykratur.
Das bestätigen Dir oben die geschätzten Mit-Kommentatoren,
das bestätigt Dir auch der Präsidentschaftskandidat der Linken,
der sich übrigens als politisch-interessierter „Mann von der Strasse“, als Externer bezüglich des etablierten Systems der (Pseudo-)Eliten, bis jetzt angenehm von Schröders Gefälligkeits-Kandidatin für die Schildbürger-Partei-Deutschlands abhebt.
Du kritisierst den Victory-Joe Ackermann. Gut.
Er hat letztlich in der Tat nur seinen Job gemacht. Dieser bestand darin, das “free-lunch”-System des “Finanzkapitalismus” (wie Du es nennst) möglichst exzessiv auszunutzen. Vermutlich hat er sich dabei sogar an die im “Rechtsstaat” (wie Du es nennst) gültigen Gesetze gehalten.
Das “free-lunch”-System des “Finanzkapitalismus” bestand zunächst hauptsächlich darin, dass die Banken von Greenspan und Co. mit Liquidität hypertrophiert wurden (von den Demand-Side-Dudes wurde dieses stets ob der „segensreichen Wirkung in Richtung Vollbeschäftigung“ und des umfassenden Kapitalismusverständnisses beklatscht und nach mehr gejohlt).
Nur was nützt all das schöne Geld (meinetwegen für Debitisten auch “Kredit”), wenn man es nicht umsetzen darf ? Also musste die zweite Komponente des “free-lunch”-Systems darin bestehen, etwaige Hemmnisse für die renditestarke Einbringung des magischen Liquiditäts-Hebels in die Realwirtschaft wegzuschlagen.
Der Watchdog Staat, seine „Repräsentanten“, wurden mit ansehnlichen Knochen, letztlich aus dem Körper des Volksvermögens, gefüttert, vor allem aber mit der Befriedigung ihres pathologischen Geltungsbedürfnisses hörig gemacht. Nicht das man sich gewehrt hätte. Die engen Bande, etwa zwischen der Deutschen Bank und dem SPD-geführten Finanzministerium bestanden schon vor Asmussen. Denken wir an Caio Koch-Weser. Denken wir auch an die Vielzahl an Gesetzen, die vom „Genosse der Bosse“ insbesondere für die Finanzmafia wunschgemäss und maßgeschneidert angefertigt wurden. Denken wir aber auch an Ernst „Der Tanzbär“ Welteke. Ist es eigentlich Aufgabe der Bundesbank, die Kreditschöpfung der Geschäftsbanken scharf zu kontrollieren und im Zweifel sofort restriktiv zu regulieren, um eine systemische Finanzkrise unbedingt zu verhindern, lässt sich der Tanzbär mitsamt seiner Sippe von der Dresdner Bank zum Tanztee in’s Adlon einladen. Ekelhaft.
Wie kann man nur auf die perverse, ja menschenverachtende Idee kommen,, einen „Sozial“-„Demokraten“ zum Bundesbankpräsidenten zu ernennen ???
Nun, das ist eine rethorische Frage, wenn man den Charakter Gerhard Schröders verstanden hat. Des m.E. minderwertigkeitskomplexeüberkompensierenwollenden Machtfetischisten Schröder’s „Erfolgs“-Geheimnis bestand nicht zu letzt in der vorsätzlichen Gleichschaltung lebensnotwendiger Schutz-Instanzen einer Demokratie mit gefälligen Gewährsmännern.
War Schröders „Politik“ (wenn man es denn, in völliger Verkennung der Sachlage, als solche bezeichnen mag) in Bezug auf die normative Zielsetzung „Steigerung des Gemeinwohls“ von beispielloser Erfolglosigkeit gezeichnet, so war seine Aushöhlung der Aufsichtsorgane über den Finanzsektor umso „erfolgreicher“ – im verheerenden negativen Sinne.
Das jetzt von der Sozialistischen Einheitspartei im Reichstag, der Republik mit Staatsstreichtempo aufoktroierte „Rettungs-Pakets-Gesetz“ für die Raubbänker (und die kurzweilige Verlängerung des Machterhalts eben jener endphasigen SPD-CDU-Cliquen), ist der natürliche Höhepunkt eines langfristigen Verwesungsprozesses der „Eliten“-Moral. Die Raubbänker hatten leichtes Spiel. Die erforderlichen Politnutten hat man sich ja schon lange vorher hörig gemacht.
Wer wissen will, wo für die Politzombies der Hase lang läuft, muss sich nur das dreckige Grinsen heute in Pinocchio-Münte’s Gesicht anschauen. Krise ? I Wo !! … es läuft alles nach Plan. Der freut sich auf den Wahlkampf. Im Wahlvieh freut sich schon lange keiner mehr.
Was noch nicht jeder begriffen zu haben scheint ist aber folgendes:
Mit dem surrealen Bankrotteurs-Bailout mit dem fiktiven, erst noch zu erarbeitenden Volksvermögen ist der Gesellschaftsvertrag der Bundesrepublik Deutschland endgültig gegenstandslos geworden.
So oder so, 2009 ist das Jahr der Entscheidung.
Wenn wir die geistig und moralisch rückstandsfrei degenerierten Apparatschiks im nächsten Jahr nicht loswerden, werden sie uns endgültig versklaven und zu Grunde richten.
ich finde die Erläuterungen zum “Steuersystem” durchaus
horizonterweiterend
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
bitte mal 100 Minuten investieren und dann erst mit Kritik etc.
kommen
@LÜBBERDING & weisgarnix
macht es euch eigentlich freude, sich tag ein tag aus mit dem grauen in der welt zu beschäftigen? ist es nicht ermüdent ständig im morast zu wühlen und ist es nicht erschreckend, was dabei zutage ttritt??
Dieser Herr Lahde ist aber vielleicht so schlau dann auch nicht! Man sollte ja nicht vergessen, daß für all diese Häuser, für die Farbe, die Steine, die Küchen, name it, Umsatzsteuer fällig wurde – eine Umsatzsteuer, die einen Krieg um strategisch wichtige Rohstoffe finanzierte. Hätten die Amis den rechtzeitig gewonnen, wäre alles in Butter, das iraqische und iranische Öl würde all die Defizite finanzieren, der Staat könnte die Immobilien weitgehend als bizarres Programm sozialen Wohnungsbaus stützen etc.
Hat nicht geklappt und das Scheitern bereichert jetzt ein paar Geier.
So eine Kriegsfinanzierung über den Konsum, mit Steuersenkungen zur Ankurbelung (!) ist schon ein interessanter Ansatz! Ob dies prinzipiell fumktionieren könnte, läßt sich hier nicht feststellen, weil dies einen rechtzeitigen Sieg voraussetzte, der ja nun nicht eingetroffen ist.
Herkömmlich hätten die Investmentbanken amerikanische Anleihen vertickt (,von denen es aber schon reichlich gab – China etc.). Und der kleine Joe in Oklahoma hätte 5 Dollar von seinem Taschengeld unter dem Jubel von Fox News bei der Bank dafür auf den Schalter gelegt und eine Freiheitsglocke läuten dürfen oder einem Plastik-Osama am Barte ziehen. – Auch dies hätte in eine finanzielle Katastrophe geführt.
Das Ende von Bretton Woods läßt sich sicher so wenig vom Vietnamkrieg trennen, wie die heutigen Zustände vom Iraqkrieg sich trennen lassen!
Dieses “Don’t mention the war”, welches überall gepflegt wird, ist einfach unseriös. Meine Meinung!
Mensch @~ Halbgott ~ lass es gut sein. Wozu ist ein Banker da ? Er will und muss Profit machen. Wenn er dazu ein paar Politblödis findet, stört ihn das niemals. Wenn die ihm ein paar zig-Steuermilliarden schenken, schon überhaupt nicht. Ganz einfach, es gibt kein wirkliches Problem. Der Angriff der Geldgeier gegen Westeuropa und die Eidgenossen, entfernter Skandinavien ist erst mal gescheitert. Mit Island haben sie einen unereheblichen Teilerfolg erzielt, die Lösung würde ich nie Rußland überlassen. Sonst käme Rußland definitiv zur EU. Die Frage ist nicht so winzig, wie es scheint. Ungarn ist keine Frage, klare Rettung. Polen würde ich gnadenlos, wie nichts anderes, opfern. Einer zahlt, aber das wären die Polen selbst.
Richtig, 2009 wird auch ein interessantes Jahr werden.
netter thread soweit – muss leider denen hier zustimmen , die sagen , dass die BRD keine demokratie mehr ist – den ganzen rest des thraeds haette ihr euch sparen koennen inklusive todesstrafe , wenn der “abschiedbrief” ganz veroeffentlicht und ganz gelesen worden waere, denn er ist recht vollstaendig. schade um die verpasste chance und danke fuer das link jsrn.
meine einschaetzung : der mann hat charakter und keine profilneurose . im gegensatz zu vielen anderen gings ihm ums geld und nicht um die macht , welche fuer wirklich freie menschen uninteressant ist. frei heisst : ich glaube an gar nichts, alles ist heilig – ich glaube an alles, nichts ist heilig.
schoenen sonntag
Der Bund schiesst bei der UBS 6 Milliarden Franken ein und die UBS wird im nächsten Frühling 7 Milliarden Franken Boni auszahlen. Das ist wohl der Gipfel der Frechheit.
Steuerstreik !!!
Wenn das alle tun, dann hat der Bank-Politfilz ausgedient.
Es geht auch ohne Steuern:
http://www.parteidervernunft.de/0-steuern-programm/
@michael
“Es gibt ein funktionierendes skandinavisches Modell.”
Sorry, Trottel.
Ich lebe ich Schweden. Hier funktioniert gar nix. Die Probleme werden nur zugekleistert.
Konsenssoße und und den Tisch kehren. Warte mal noch ein paar Jährchen längstens..
Otaku
ich und alle anderen
Macht mir das Spass im Morast zu wühlen? Machte Robert Koch die Suche nach Tuberkelbazillen Spass? Er wollte Menschen retten, keine Frage. Aber vor allem wollte er wissen wie die Tuberkulose funktioniert. Neugier ist das Stichwort. Warum ist etwas so wie es ist und kann es auch nicht anders sein? Wir leben in einer Zeit mit schnellen Veränderungen. Das ist doch aufregend. Besser als die verkrusteten Verhältnisse, die Bourdieu als “Einheitsdenken” kritisiert hatte. Es soll auch niemand glauben, diesen Prozeß steuern zu können. Er verläuft archaisch – und jeden Tag ändern sich die Bedingungen. Diese Erfahrung nach dem Oktober 1989 – also nach den Leipziger Demonstrationen – hat mich geprägt. Der Unterschied zwischen meiner Position und der der Skeptiker hier im Thread liegt hier: Ihr betrachtet – bisweilen ja mit guten Gründen – unser System als einen closed shop von “Eliten” aus Wirtschaft, Politik und Medien. Ihr bezweifelt Lernfähigkeit und unterstellt Interessenidentität. Tatsächlich lassen sich modern Gesellschaften nicht von oben steuern, sie sind selbststeuernd würde goodnight sagen, wenn er denn noch was sagen würde … . Daran war auch der Realsozialismus gescheitert – am Versuch der Steuerung aller sozialen Prozesse von oben.
Nur ein Beispiel: In der Politik wird immer der Opportunismus kritisiert. Tatsächlich muss Politik opportunistisch sein, wenn sie Veränderungen aufnehmen soll. Das Problem ist nur, wenn sie in ihren eigenen Wertesystemen beliebig wird – also das Gegenteil etwa von Friedrich Merz. Dem kam alles mögliche vorwerfen, nur nicht Beliebigkeit. Die Netzwerker in der SPD sollten sich die entsprechenden Passagen in Münteferings Rede von gestern aufmerksam anhören … . Die Politik wird also auf die Katastrophe reagieren – und die Finanzindustrie die Sache politisch ausbaden lassen. Man will mit diesen Versagern nicht mehr gerne gesehen werden. Das Gleiche gilt für die Realwirtschaft. Man soll bloß nicht glauben, dass dort die Ackermänner geliebt wurden … . Ob Erivan Haub heute in der Welt oder Thumann vom BDI – die hatten doch den Eindruck, dass hier der Schwanz namens Banken mit dem Hund namens Realwirtschaft wedelt. Und bisher konnten sie zwar von den Bankenzauber profitieren. Wer hat wohl in den hedgefonds investiert? Manche Unternehmer hatten sich ja schon selbst in Finanzinvestoren verwandelt … . Nur diese Gewinne haben sich wohl zum großen Teil in Luft aufgelöst. Das wird die Stimmung bei denen nicht gerade verbessern … . Also nicht voreilig einen Interessenidentität unterstellen.
Außerdem macht Ackermann alles, um den letzten Rest an Reputation zu verspielen. Lassen wir Herrn Sodanns warme Träume beiseite. Aber da zerstören die Finanzjongleure fast das Wirtschaftssystem – und was hat er zu sagen:
“Ackermann sieht zudem die Gefahr, dass die Finanzkrise den Gedanken der Marktwirtschaft und des freien Unternehmertums beschädigt. „Die Feinde der Freiheit und der Marktwirtschaft sehen jetzt ihre Stunde gekommen. Aber sie sollten sich nicht zu früh freuen. Die Marktwirtschaft hat aus Krisen immer gelernt und ist dadurch immer besser geworden.“
http://www.focus.de/politik/deutschland/deutsche-bank-chef-ackermann-nennt-sodann-kritik-ungeheuerlich_aid_341811.html
Freiheit als Freiheit zur Zerstörung der Lebensperspektiven von Millionen Menschen? Zudem meint er, die Banken hätten ja für einen großen Teil des Wohlstandes der letzten fünfzehn Jahre gesorgt. Da fragen sich viele unwillkürlich: Welchen Wohlstand meint er? Die 70 Mrd. $ Boni, die sich jetzt die “besten Talente” an der Wall Street noch unter den Nagel reißen wollen? Die von ihm propagierte Ideologie der Ungleichheit fällt ihm jetzt vor die Füße. Ackermann hat sich in Hochzeiten zum Symbol eines funktionierenden Modells machen lassen. Jetzt wird er zum Symbol des Versagens. Er sollte das endlich einsehen und unbelasteten Bankern das Feld überlassen. Denn Banken brauchen wir weiterhin. Herrn Ackermann nicht.
ja in Deutschland herrscht zum Teil himmelschreiende Ungleichheit und somit eine “feudalistische Demokratie” von der am ehesten die “Häuerzeilenbesitzer” profitieren. Früher wurde der Leibeigene zu Frondiensten gezwungen, heute ist er der kleine Mann auf komplexere Weise in diversen Abhängigkeiten verstrickt.
Die Arroganz des Kapitals ist zum kotzen.
Nur noch der Hinweis auf die Argumentation des geschätzten Kollegen Backhaus von der Bild Zeitung:
http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2008/10/19/standpunkt-backhaus.html
Ackermann habe natürlich nur Symbolpolitik gemacht und – welche Leistung – einen Fehler eingestanden.
Die Fast-Zerstörung unseres Wirtschaftssystems – bei noch nicht absehbaren Folgen – ein Fehler? Da schauen vergangene Woche alle in den Abgrund – und er will Symbole setzen. Ich habe nichts gegen Symbolpolitik. Es müssen nur die richtigen Symbole sein.
Der Rücktritt von Ackermann ändert nichts an unseren Problemen in den nächsten Monaten. Er übernimmt dann nur die Verantwortung für seine Arbeit in den vergangenen Jahren. Zerstörung unseres Wirtschaftssystems wird nicht das Ziel seiner Arbeit gewesen sein, so vermute ich wenigstens … . Wenn die Folgen des eigenen Handelns so gravierend sind, sollte er die Konsequenzen ziehen. Alles andere wäre tatsächlich ein Fehler.
Jörg
Nur zu den Häuserzeilenbesitzern. In vielen Innenstadtlagen müssen die sich an veränderte Marktbedingungen anpassen. Sinn Leffers hat Häuser geschlossen, weil die Vermieter unrealsitische Preisvorstellungen hatten. Der Marktmechanismus wird also hier durchaus Wirkungen entfalten.
Tatsächlich lassen sich modern Gesellschaften nicht von oben steuern, sie sind selbststeuernd würde goodnight sagen, wenn er denn noch was sagen würde … . Gewiß, so ist es. Aber die Wirtschaft einschließlich der übergebordeten Finanzwirtschaft bedingt eine Politik. Die hieß in den vergangenen 30 Jahren Neoliberalismus. Reagonomics, Thatcherismus, Agenda 2010. Ihr Scheitern tritt mit der Finanzkrise offen ans Tageslicht.
“Ich habe nichts gegen Symbolpolitik. Es müssen nur die richtigen Symbole sein. ”
http://farm3.static.flickr.com/2321/2954221540_30abf5f390.jpg
Keine Methode, keine Religion, kein Lehrer kann zur Wahrheit führen. Jeder ist für seinen Weg selbst verantwortlich.
Wenn jeder den Frieden mit seiner Welt macht gibt es mehr Frieden als wir uns vorstellen können.
Also habt mitleid mit einem Menschen der einen Kampf führt den er nicht gewinnen kann den gegen sich selbst er ist doch eine Mikrobe gefangen in zwängen.
Den Olymp erklommen um festzustellen das die Götter längst ausgezogen sind um durch die Wälder zu streifen.
Gefangen im nichts der Maschine.
Ob du die Hebel bedienst oder ein Rädchen bist du bist immer nur ein Teil der Maschine und nie du selbst.
Je höher du die Leiter erklimmst desto leerer wird es um dich und in dir.
Fianziell pleite sind doch fast alle Demokratien. Am Ende interessiert sich der Durchschnittsbürger doch nur für seinen (relativ zu den Menschen in seinem Umfeld) Lebensstandard.
In der hochspezialisierten Wirtschaft sind die meisten Menschen ausserhalb ihres Arbeitsplatzes und ohne Geld oder wenigstens Kredit hilflos wie kleine Kinder.
Die demokratische Politik ist gefangen im sozialstaatlichen Stimmenkauf. Der Wähler wählt am liebsten die Leute, die genauso ahnungslos sind, wie er selbst, und deshalb den selben Unsinn postulieren, wie er selbst. Und vom Sinn der Doppik hat fast niemand eine Ahnung. Nich einmal ein Großteil der Selbstständigen, die erst ihren Steuerberater fragen müssen, wie ihr Laden läuft.
Die Demokratien sind viel stärker pleite, als es die ausgewiesenen Staatsverschuldungsquoten ausweisen. Die Barwerte zukünftiger, versprochener Sozialleistungen, Subventionen ,Renten u. Pensionen übersteigen doch schon jetzt die zukünftige Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaften. Und die Verstrickungen der Politik mit der Finanzwirtschaft resultieren aus dem Irrglauben der ahnungslosen Politiker, die Banker seien in der Lage, all diese finanziellen Verpflichtungen durch Finanzmagie auflösen zu können. Und ich gehe davon aus, dass es in den Banken, anders als in den kameralistisch geprägten öffentlichen Verwaltungen, Fachleute gab und gibt, denen klar war und ist, dass die Barwerte zukünftiger Staatsversprechen viel höher sind, als die Barwerte zukünftiger BIP. Jedenfalls unter realistischen Annahmen. D
ass all diese Staatsverbindlichenkeiten jemals eingehalten werden können, ist doch nur unter Annahme völlig unrealistischer Wachstumsraten möglich. Wenn sich aber niemand den Wählern reinen Wein einschenken will (oder diese die Wahrheit gar nicht hören wollen), müssen halt exorbitante Wachstumsprognosen her. Da diese aber in einer Welt knapper Produktionsmittel nicht verwirklicht werden könne, müssen sie eben in der fiktiven Welt der Finazindustrie verwirklicht werden. Dass geht so lange gut, bis diese exponentiellen Wachstumsraten nach Befriedigung in der realen Welt verlangen.
Ich bin davon überzeugt, dass dem Konkurs der Finanzindustrie der finanzielle Konkurs der Demokratien folgt. Und danach folgt der Konkurs der Demokratie als Gesellschaftssystem. Der Ostblock ist nicht an seinen demokratischen Defiziten zerbrochen, sondern an seiner Unfähigkeit, seinen Bürgern einen im Vergleich mit seinen westl. Konkurrenten angemessenen Lebensstandard zu gewährleisten.
Bezeichnend für die Lage ist , dass jetzt viele halb- oder undemokratische Länder in der Konkursmasse des Westens auf Einkaufstour gehen. Denn in diesen Staaten konnten und können sich die Macheliten noch an ihrem Volk bereichern, ohne Wohlstandsversprechen für alle machen zu müssen.
Und ganz bestimmt hat sich kein Banker unmoralisch verhalten, weil er sein Bestes gegeben hat, bei dem Spiel so lange und so gut mit zu machen, wie es geht. Solange alles scheinbar gut ging, sind sie von Anlegern und Politikern hofiert worden.
Wer sich mutwillig ahnungslos gehalten hat, soll sich jetzt nicht über Verluste beklagen.
@Lübberding
die Marktbedingungen ändern aber am System nichts. Demokratie ohne Chancengleichheit ist nicht viel wert…je weniger Chancengleichheit vorliegt, desto weniger demokratisch gehts zu.
Mit welchem Recht darf mein erwähnter Häuserzeilenbesitzer sein Hab und Gut von Generation zu Generation weitervererben…in den meisten Fällen gar steigern und dann 2 Häuserzeilen vererben. Kapital ist magnetisch und wer ohne Kapital auf die Welt kommt hat es erheblich schwerer…von finanzieller Unabhängigkeit ganz zu schweigen.
Früher wurde Adel vererbt heute Geld/Vermögen…die Häuserzeile(n). Adelsrechte wurden weitgehend abgeschafft. Warum schafft man nicht die Erbrechte via 100% Erbschaftssteuer weitgehend ab?
Eine Gesellschaft wäre viel demokratischer wenn jeder mit einem Bankkonto von 0 auf die Welt käme. Nicht nur gerechter, auch effizienter, da sich dann alle anstrengen müssten.
>f. lübberding
Du bist ja auch ein Mensch! Deine letzten beiden Kommentare lassen mich eine gewisse Erregtheit bei dir fühlen. Das macht dich noch symphatischer.
Also, mal ganz grundsätzlich: Lasst Ackermann leben, auch wenn ich fast kotzen muss, wenn ich ihn sehe. Ich Träume aber davon, dass man diese professionellen Volksschädling auf Hartz IV setzt, lebenslänglich. Das wär doch eine äußerst humane Strafe für ihn – die Höchststrafe für solche Pfeifen.
Du bist ein politischer Optimist! Du glaubst an das demokratische System. Du hast damit grundsätzlich recht. Es bleibt dem Menschen, der Menschheit gar nichts anderes übrig, alles andere würde Repression, Gewalt, Depression, kurz Hoffnungslosigkeit bedeuten. Trotzdem lieber f. lübberding: Derzeit wächst ein gewaltiges Fragezeigen heran. Diese äußert sich in einer verstärkten Staatsverdrossenheit, einem gewaltigen Gefühl der Unzufriedenheit. Es ist zu einer riesigen Welle geworden, die man nur erkennen kann, wenn man das ganze von oben ansieht. Eine gewaltige Energie, die sich nicht vertreten sieht, von denen da oben. Warum? Weil immer mehr Menschen erkennen, dass wir keine wirkliche Demokratie mehr haben!! Die Demokratie ist eben doch zu einem Anhängsel von (globalen) Finanz- und Wirtschaftsinteressen geworden. Es findet seit ca. 20 Jahren eine schleichende Entmachtung, Verarmung und ein schleichender Abbau elementarer Rechte der Bürger statt (Europäisierung, gläserner Bürger, zwei Klassenmedizin, ökonomisierung der Altenentsorgung, Entsozialisierung und ökonomisierung des Zusammenseins, zunehmender Leistungsdruck auf allen Ebenen, Beschleunigung der Wahrnehmung u.a). Diese Krise wird die Politik nichts lehren. Schon jetzt tut die Finanzwelt alles, wie in der Vergangenheit, um ihre Interessen durchzusetzen. 500 000 Gehaltsbeschränkung? Blödsinn, niemals durchsetzbar. Die CDU wird dies, getrieben von Lobbyisten, verhindern. Glos ist schon vorgesprescht. Strengere Regeln für den Finanzmarkt? Natürlich wird es sie geben, aber niemals auf internationaler Ebene im effektiven Sinne. Zuviel Partikularinteressen von Nationen und Konzernen werden dies effektiv zu verhindern wissen. Die angeborene Gier der Finanzwirtschaft wurde und wird durch diese Krise lediglich etwas ausgebremst.
Im Kern geht es um Folgendes: Unser aller Denken ist weit überwiegend stark konsum- und geldorientiert. Unser Handel ist überwiegend auf möglichst viel und mehr ausgerichtet. Diese individuelle Triebfeder gepaart mit einer Vielzahl psychologischer Nuancen (Gier, Neid, Sucht, Statusdenken usw.), ist der Alterungsprozess und am Ende der Tod einer gerechten, ausgewogenen Demokratie. Diese Denke ermöglich zwar eine Innovation im technischen, wirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Bereich, sie ermöglicht exzellent wirtschaftliches Wachstum, sie lässt aber die Basis der Demokratie verkommen: Menschlichkeit, soziales Miteinander, Emotionalität, Gelassenheit, Entspanntheit, Muse, Betrachtung und Selbstreflexion. Am Ende liefert unsere kapitalistische Demokratie ein höchst paradoxes Ergebnis: Nämlich die Versklavung des Individiums, gefesselt entweder in Harz IV oder in einer rationalisierten Lebensmühle, die kaum noch Raum lässt für innere Freiheit.
Im Kern geht es demnach um Werte und die notwendige Zeit, damit sich diese entwickeln und festigen können. Unser Erziehungssystem verkommt zu einem Trainningssystem für zukünftige Leistungserbringer. Die westliche Welt unterliegt einer Massenhypnose, einer totalen Fixierung auf mehr Haben wollen. Solange dies der Fall ist, wird es niemals ein kontrolliertes Wirtschaften in der Welt geben, sondern wir werden einen steten Zerfall des nationeln und globalen humanen Miteinanders erleben.
Die Perversion unserer Konsumorientiertheit ist und wird an den Rändern der westlichen Welt, der demokratischen Systeme zu beobachten sein: Mehr und mehr Menschen werden in Armut, Hunger und Tod abgleiten. Ist ein System humaner geworden, wenn die Nation gesundet und Afrika mehr hungert denn je? Nein, wir beobachten hier nur nationalsozialistisches Denken im neuen Kleid gepaart mit gewaltigen Verdrängungsmechanismen.
Sehe ich es falsch, wenn ich behaupte, dass die Finanzindustrie eine Art Blutsauger ist, eine riesige Umverteilungsmaschinerie von unten nach oben, weil letztlich die breite Masse ausgesaugt und deren Lebensaft auf relativ wenige über Renditen konzentriert wird? Ist dieser Kurzbefund zu polemisch oder ist es zutreffend, dass jeder Gewinn der Finanzwirtschaft Energie ist, die der realen Lebenswelt der breiten Bevölkerungsschicht entzogen wurde?
Ein riesiges Fragezeichen steht über Deutschland und dem westlichen mehr und noch mehr Triebes. Warum sind wir die letzten 30 Jahre nicht glücklicher geworden? Wieso haben wir es nicht geschafft all den kollosalen Fortschrift auf der materiellen und finanzvirtuellen Ebene in Zufriedenheit umzuwandeln? Was ist los mit unserer aufgeklärten Welt? Was ist der Systemfehler Herr f. lübberding? Was muss die Politik tun, um ihn aufszuspüren und Strategien zu entwickeln? Wo ist die Journalie, welche dieses Thema puscht? Warum lässt es sich nicht wirklich dauerhaft in die Köpfe der Politik und des Volkes bringen. Wo hackt es? Wenn dein Optimismus im Hinblick auf unsere rissige Demokratie gerechtfertigt sein soll, muss du hier für dich um Antworten bemühen. Das ist meine Qual, aber ich habe nur sehr beschränkte Mittel. Das ist deine Qual, als Journalist, falls du einer bist. Die Qaul, sich immer wieder dieser Fragen bewusst zu werden und dann zu erkennen, wie schier unendlich und riesig die Aufgaben für uns sind, die sich aus den Antworten ergeben und dann zeigt sich, ob man im Wesen ein Optimist oder Pessimist ist. Nicht zu hoffen, wäre troslos.
Viel geschrieben, nichts korrigiert.
@f.lübberding: In #32 schreibst Du vom System und seinen Problemen, was ich auch voll und ganz unterschreibe. Dann gehst Du aber doch wieder auf die Fehler des Ackermännchens ein. Ich finde, das lenkt von den Aufgaben, die die Bürger jetzt haben, ab. Kein Wunder, daß einfache Gemüter wie dddd auf Lynchen als Lösung kommen, wenn die Schuld an den aktuellen Zuständen immer wieder personifiziert wird.
Aus meiner Sicht ist alles, was mit unserem Finanzsystem passiert ist, die Konsequenz der Regeln, die in diesem demokratischen System auf demokratische Weise aufgestellt wurden. Wenn das wählende Volk sich entscheidet, NICHT einzugreifen und die Macht an Einzelne abzugeben, ist das schließlich auch eine Entscheidung. Man denke an die gescheiterte Einführung der Volksabstimmung in Hamburg.
Das Ackermännchen hat die Stelle, die auszufüllen war, nach seinen Möglichkeiten und wohl auch im rechtlichen Rahmen wahrgenommen. Wenn das wahlberechtigte Volk jetzt meint, es bräuchte ihn als Fetisch, um durch Verbrennen die bösen Geister auszutreiben, dann hat es einfach nicht begriffen, wer hier wirklich die Macht und letztlich auch die Verantwortung hat. Nicht Ackermann, nicht Merkel, nicht Schröder.
Aber inzwischen tut sich ja auch schon was.
@H.K.Hammersen: Wieso soll Deiner Meinung nach die demokratische Gesellschaftsform verschwinden? Den Sprung vom Konkurs eines demokratischen Landes zum Verschwinden der Demokratie kann ich nicht nachvollziehen. Ein Konkurs eines Landes hat vielleicht eine Währungsreform zur Folge. Vielleicht auch die Enteignung von manchen Dingen, weil sie nach Meinung der Regierung in Staatshand besser aufgehoben sind. (Z.B. Wasserversorgung, Bahn.) Aber solche Schritte könnten meiner Meinung nach auch festigend auf die Demokratie wirken. Nach dem Motto: “Puh, ging ja gerade nochmal gut. Das nächste Mal passen wir aber alle besser auf!”
@joerg: Was würde denn passieren, wenn wir 100% Erbschaftssteuer hätten? Dann wäre ja früher oder später ALLES in Staatshand. So toll wäre das doch auch nicht, oder?
PS: Armer f.lübberding! Was der heute alles lesen muß!
Das demokratische System BRD geht dem Ende entgegen.
Ich bin in den 50er Jahren aufgewachsen, was hatten wir da für Debatten in der Schule, damals kam ja die Wiederbewaffnung! Und die Lügereien von Adenauer!
Was da abging ist heute undenkbar. Da käme ja der Verfassungsschutz nicht mehr aus der Schule heraus!
Ich sehe doch, wie die Freiheiten des Bürgers seit 1950 bis heute Stück um Stück beschränkt werden. Auch und überwiegend unter dem Einfluss diverser Zentralräte und der ausufernden, unkonntrollierten Justitz! Richter haben beinahe Narrenfreiheit! Es ist schade um die Väter des GG! Die rotieren sicher in ihren Gräbern.
Die heutige Generation ist zu bedauern!
Gruss
Otto
Jörg
Die Kritik ist berechtigt. Selbst viele Marktliberale plädieren für hohe Erbschaftssteuern, weil sie den Grundgedanken der Martkwirtschaft – eigene Leistung – in der Erbengeneration verletzt sehen. Der Mittelstand bewegt sich hier im Widerspruch. Es gab schon vor Jahren eine Untersuchung des NRW Finanzministeriums, dass kein Fall nachweisbar ist, wo die Erbschaftssteuer die Existenz des Unternehmens beendet hätte. Hier stehen zwei Wertesysteme gegeneinander: Der biologische Familiengedanke (Sicherung des Nachwuchses) und der bürgerliche Besitzindividualismus gegen die martkwirtschaftliche Logik. Aber das ist kein unlösbares Problem. Man braucht nur den politischen Willen.
Hammersen
Wir befinden uns in einem dramatischen Deleveragingprozeß – sprich Deflationierung. Viele der genannten Zahlungsverflichungen lösen sich gerade in Luft auf. Wir – und zwar weltweit – werden jetzt schon ärmer … . Die Annahmen aus der Vergangenheit werden also in Zukunft revidiert werden müssen. Es sei denn, die ZBs und der Staat entscheiden sich für die Monetarisierung des Mülls. Das seh ich aber immer noch nicht. Ein Zitat aus der FAZ, gerade gefunden:
“Dabei hat es auch erhebliche Nachteile, wenn eine Bank die staatlichen Hilfen ausschlägt. Das zeigt das Beispiel Deutsche Bank. Wie mehrere hochrangige Banker übereinstimmend berichten, hat Vorstandschef Ackermann in einer Videokonferenz mit mehr als 200 Führungskräften angekündigt, die Bilanz der Bank müsse jetzt kräftig “deleveraged” werden. Was er meint: In der Krise hat die Deutsche Bank Kredite, die sich schlecht weiterverkaufen ließen, auf die eigene Bilanz genommen. Jetzt nimmt sie kein Staatsgeld in Anspruch – und muss deshalb ihren Kreditbestand zurückfahren. “Ackermann will das Kreditvolumen um 30 bis 40 Prozent verringern”, berichtet ein Deutsche-Bank-Manager. Weil sich immer noch wenig Kredite weiterverkaufen ließen, spricht das für eine deutlich vorsichtigere Kreditvergabe in der Zukunft. “Es geht nicht um Rendite, sonders ums Überleben”, wird Ackermann von Teilnehmern der Videokonferenz zitiert.”
http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~EF7ADD82F7E7847D7A645F24C57E6738A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Wenn das alle Banken machen, haben wir den Credit-Crunch in der Realwirtschaft … . Nun können die Sparkassen etwa noch Kredite vergeben – allerdings werden die dann später von der Rezession getroffen. Nach meiner unbescheidenen Meinung geht es jetzt darum in diesem Deleveraging Prozeß die Strukturen unserer Realwirtschaft zu sichern – und über den winterlichen deflationären Schock in den nächsten Frühling zu kommen. Das bedeutet die temporäre Sozialisierung von Investitionen (Weissgarnix hat neulich ein entsprechendes Keynes Zitat gebracht …). Der Staat wird also einspringen müssen. Bisher sollte sein Handlungsspielraum möglichst weit eingeschränkt werden. Darum ging es bei der Debatte um die Staatsfinanzen – und nicht um den Quatsch Generationengerechtigkeit. Im übrigen sind die entsprechenden Bondzinsen zur Zeit auf einem beispiellos niedrigen Niveau … und wer die Staatsschuld fürchtet, kann die richtigen Steuern erhöhen. Also eben nicht wie in den vergangenen 30 Jahren (”Wettbewerbsfähigkeit” … ) die direkten Steuern zu senken, um die Durchschnittseinkommen über Verbrauchssteuern und Sozialabgaben entsprechend zu belasten.Und so den Staatseinfluss auf die volkswirtschaftlichen Kreisläufe zu reduzieren.
Also diese Debatten werden sich erledigt haben … .
Ansonsten lese ich interessante Sachen … und Ottos Hinweis auf die 50er Jahre ist ja wichtig. Damals waren Dinge möglich – etwa in der politischen Justiz – die wir uns heute nicht mehr vorstellen können. Aber das nur als Anmerkung.
Anregung an f. lübberding und wgn
Geab 28 liegt nun vor. Darin werden wieder mal einige Thesen aufgestellt. Ich finde die sind durchaus diskussionswürdig. Der größte Knaller: Nach Ansicht von denen, wird die USA im Sommer 2009 einen Staatsbankrott erleben! Die Geab-Leute haben in den letzten Jahren, die jetzige Finanzkrise kommen sehen. Ihre Prognosen sind nicht ganz treffsicher. Die große Linie aber, ging schon in die richtige Richtung. Es wäre doch mal interessant, unter dem “Was wäre wenn die USA pleite geht?”-Aspekt die WEiterentwicklung der globalen und europäischen Wirtschaft zudiskutieren. Das sollte doch einmal durchdacht werden, oder ? Schließlich explodieren die Schulden in den USA gerade, bei einer u.U. enorm noch anziehenden Rezession.
@ joerg # 39
Das ist Kommunismus pur.
Erbschaftsteuer und Schenkungssteuer sind das selbe. Wenn ich Ihnen mein Haus verschenken möchte können Sie aber nach Ihrem Modell das Eigentum nicht antreten weil es ja mit 100 % Erbschaftsteuer belastet ist; ich kann es also nur dem Staat steuerfrei schenken.
Erbschatsteuer ist immer eine konfiskatorische Steuer und ein intelligenter Mensch, der alles, was er erwirbt, dann dem Staat zu hinterlassen hat, wird sich in so einem Staatsgebilde nicht mehr aufhalten und eben auswandern.
Erbschaftsteuer, das ist was für Parasiten und Plünderer aber nichts für freiheitsliebende Menschen.
Ich zitiere mal eine Philosophin, aus deren wichtigem Werk ich mein Pseudonym abgeleitet habe (Wer ist John Galt?) aus meiner Sammlung “Leitsätze für Sozialisten”:
. . . Je höher entwickelt der Verstand, um so weiter vorausschauend die Planung. Der Kurzsichtige mag dem schnellen Profit nachjagen. Der Unternehmer, der Wolkenkratzer baut oder Fabriken leitet, muß auf lange Sicht kalkulieren. Er wird aber nicht zehn Jahre unprofitabler Arbeit der Entwicklung eines neuen Produktes widmen, wenn er weiß, daß legalisierte Verbrecherbanden darauf lauern, ihn auszuplündern, wenn seine Erfindung beginnt, Gewinne abzuwerfen. . . .
Ayn Rand
- amerik. Philosophin -
(1905 – 1982)
neben all der ideologischen Systemdiskussion und dem großen Moralisieren über Schuld und Sühne tut es gut, auch einmal ganz pragmatische Vorschläge zu lesen:
“die Finanzwirtschaft muss wieder der Realwirtschaft dienen. Im Koalitionsvertrag von CDU und SPD steht das noch anders.”
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,583325,00.html
@ Francisco d’Anconia
wie sonst wollen sie wenigstens etwas chancengleichheit einführen? was hat der spross oder gar enkel eines erfolgreichen menschen für ein recht ein leben ohne arbeit auf kosten der gesellschaft führen zu dürfen?
nein, zumindest unproduktives vermögen (geld/grund) muss gnadenlos abschöpft werden, wenn nicht in der ersten, dann wenigstens in der 2 Generation, sonst haben wir eine adelsgleiche unaufbrechbare Gesellschaftsstruktur.
Das hat nichts mit Kommunismus zu tun. Die erfolgreichen sollen sich sehr wohl bereichern dürfen.
@ Francisco d’Anconia
Lustig, dass Sie eine amerikanische Philosophin zitieren. Die Erbschaftsteuer ist in den USA – soweit ich weiß – wesentlich höher als bei uns. Übrigens mit der Chancengleichheit als Begründung.
Und Leute wie Waren Buffet haben wohl auch nicht vor ihr gesamtes Vermögen ihren Kindern zu vererben. Das sollen die Kinder nämlich mal schön selbst erwerben.
Also: Kommunismus? Oder Kapitalismus pur?
@ Fransixco d’Anconia # 45
Was Sie zu Jörg # 39 schreiben, ist nun Unsinn pur.
Was soll an der Erbschaftssteuer “kommunistisch” sein? Kommunismus ist die Kombination von Sozialismus (= Produktionsmittel in Staatshand) und Kollektivismus (=Planwirtschaft). So jedenfalls Hayek, der den Vorzug hat, insoweit einigermassen klare Begriffe zu verwenden.
Im Kommunismus braucht man keine Erbschafts- und Schenkungssteuer, weil es nichts gesellschaftlich Relevantes zu vererben oder zu verschenken gibt.
Wer – wie ich auch – für Startchancengleichheit eintritt, ist weder gegen das Eigentum an Produktionsmitteln noch ist er gegen einen Güteraustausch auf ganz und gar individueller Basis, “Markt” genannt. Er tritt auch nicht für absolute Gleichheit oder Egalitarismus ein, sondern will gerade, dass sich jeder nach seinen individuellen Fähigkeiten entwickeln und im Wettbewerb behaupten kann. Damit ist die Forderung nach Ergebnisgleichheit nicht verbunden – im Gegenteil, wenn jeder und nicht nur die Angehörigen einer kleinen Kaste sich nach ihren Möglichkeiten entwickeln können, werden wir sehr viel mehr unterschiedliche Verhältnisse schaffen und antreffen als dies in der aktuellen, schon eher wieder feudalen Gesellschaft der Fall ist.
Der Kommunismus-Vorwurf ist, von seiner Monotonie in der Diskussion ökonomischer Verhältniss abgesehen, sachlich völlig verfehlt. Er zeigt allenfalls, dass der Verwender eher feudalen als demokratisch-gerechten Vorstellungen von der Gesellschaftsordnung anhängt, wenn man nicht gleich Sozialdarwinismus annehmen will.
Das Zitat von Ayn Rand ist sehr erhellend. Die legalisierte Verbrecherbande gibt einen sehr guten Hinweis auf die Qualität dieser “Philosophin” des flachen Gedankens. Ich ziehe als “Philosophin” Hedwig Courths-Mahler vor. Sie ist nicht so monomanisch verblendet und auch längst nicht so elend langweilig.
So richtig wichtig ist die Erbschaftssteuer für das Gesamtaufkommen der Steuern in einem Staat nun wirklich nicht. Aber in einer Gesellschaft geht es auch immer darum, NACHHALTIGE Werte zu schaffen. Würde man 100% besteuern, würde kein Mensch auf die Idee kommen, langfristige Investitionen zu tätigen. Eine Gesellschaft würde von der Hand in den Mund leben, um es mal überspitzt auszudrücken. Langfristige Investitionen würde nur der Staat tätigen. Wollen wir alle in Bretterbuden sitzen, wie in den USA? (Nur ein kleines Beispiel für nicht nachhaltiges Wirtschaften). Ziel muss es sein, dass eine Investition so lange wie möglich einen Nutzwert abliefert. Auch nur dann kann diese auch mal Schwankungen in der Ertragslage abwerfen. Die Förderung dieses Verhalten muss schon im kleinsten Teil einer Gesellschaft anfangen und nicht von oben in Einzelprojekten umgesetzt werden. Das “Oben” bildet sich aber bekanntlich aus den einzelnen Teilnehmern. Haben diese das schon nicht gelernt, werden diese auch oben die falschen Entscheidungen treffen.
@Otto #42:
> > Ich sehe doch, wie die Freiheiten des Bürgers seit 1950 bis heute Stück um Stück beschränkt werden.
Ich bin auch in den 50-ern (biologisch) und 60-ern (politisch) aufgewachsen, kann aber in einem ganzheitlichen Sinne keine relative Einschränkung der Freiheitsrechte erkennen.
Im Gegenteil erscheint mir die Gesellschaft heute wesentlich pluralistischer als damals, und zu einem grossen Teil ist dies IMHO der Globalisierung nicht nur der Güter, sondern auch der Ideen, und einem ihrer wichtigsten Vehikel zu verdanken, nämlich dem Internet.
@bluedet (40)
wichtige, richtige fragen dabei – und die vielleicht wichtigste
“Was ist der Systemfehler?”
die antwort, oder zumindest relevante teile davon, liegt meiner meinung nach in einer ganz anderen ecke, die notorisch übersehen wird – in der menschlichen struktur selbst sowie ihren funktionsgesetzen.
der heutige und historische kapitalismus beruhen auf einer verheerend falschen und gefährlichen anthropologie, die zwangsläufig zu einer gesellschaftlichen agonie monströsesten ausmaßes führen wird.
ich empfehle zum thema:
http://www.freitag.de/2008/42/08421801.php
(das all jenen übrigens ins stammbuch, die ständig mit der “gier” als angeblicher anthropologischer konstante daherkommen)
und den ersten teil meiner kommentierten version des obigen artikels:
http://autismuskritik.twoday.net/stories/5261924/
(da geht´s dann auch genauer um das, was Sie als “diese Denke” bezeichnet haben – ich glaube nicht, dass ich Sie diesbezgl. mißverstanden habe, wenn ich das behaupte.)
#51
Ich bin zwar etwas jünger, aber nicht viel.
- “kann aber in einem ganzheitlichen Sinne keine relative Einschränkung der Freiheitsrechte erkennen.”
Handystandort-Ortung legal
Aussendung gefährlicher und manipulativer Mikrowellen legal
Zudröhnung mit absolutem Schwachsinn auf 100 TV-Kanälen vs. relativer Schwachsinn auf 3 Kanälen legal
Verschärfung von Haftstrafen legal
Telefonüberwachung praktisch legal
Gesetzes- und Verordnungen von einigen 1000 Seiten auf Millionen angewachsen
Krankenversicherung Pflicht ab 2009
Steuerverschärfung
Radio Frequency ID Chip Implementierung ab 2010 (vorgesehen)
Videoüberwachung
Datenauswertung deines Lebens durch Google
Du kannst doch heute keine Dachzigel mehr umlegen, ohne eine Baugenehmigung daür zu beantragen
Dieser ganze aufoktroierte Sicherheits-Schwachsinn/ -Wahnsinn, ob real oder virtuell läßt die Menschen erstarren.
Aber vielleicht bist Du acuh so einer wie ich:
Ich habe kein Handy
Telefoniere nur geschäftlich
TV nur wenn ein Nouvelle Vague Film läuft
der versucht nicht unangenehm aufzufallen (hi, hi)
der seine Dachziegel alle schon verlegt hat
der Stasi Schäuble für eine schwäbische Wurstsorte hält
und der ansonsten seine Informationen für den Geist aus Büchern
saugt, die nur noch sehr schwer zu bekommen sind.
Aber es gibt Hoffnung.
In den letzten 200 Jahren ist der Geist zur Materie “gelaufen” -
in drei Jahren wird die Materie zum Geist “laufen”. Vielleicht auch schon eher.
Das ist der bessere Weg. Der letzte Weg war wieder mal ein Irrweg.
———————
Menschen wir Ackermann können nur in einer bestimten Dimension denken.
Die können aufgrund ihrer Sozialisation nicht mehr ausbrechen aus ihren antrainierten Verhaltensreflexen.
Diese Individuen, die sich für die Krone gehalten haben, weil sie tagtäglich über virtuelle-Scheißhaus-Knete obwaltet haben,
sind jetzt völlig unfähig. Es geht eigentlich nur noch darum,
wie man für diese Fossilien den netten Arschtritt ausgestaltet.
Ihm wurde gesagt:
“Hör zu, Freund. Es gibt Probleme. Bring Deine Staats-Schnepfe dazu, dir und uns soviel Geld wie möglich zu geben, zu garantieren.. Mehr brauchst du nicht zu machen. Das ist Dein Job. Und immer gut drauf sein und lachen, natürlich. Be smart, you fucking bastard. Und dann geh in drei Teufels Namen.”
Die Diskussion empfinde ich langsam als zunehmend surrealistisch.
Der Patient, die sg. westlichen Demokratien mit dem Ihnen zugrunde liegenden Modell der sg. Marktwirtschaft, gerne auch mit dem Beinahmen sozial versehen, ist gerade unter Laut zu vernehmendem Geröchel verreckt.
Und anstatt sich um die Überlebenden zu kümmern stehen die Ärzte um die kalte Leiche und diskutieren die Art der Wiederbelebung, während langsam aber sicher der Gestank der Verwesung den Raum durchzieht…
Wir erleben gerade den Zusammenbruch eines kompletten Paradigmas, einem Umbruch von historischen Ausmassen.
Es sind völlig neue Ideen und Konzepte gefordert keine Modifikationen von alten bereits als ad absurdum bekannten Aufgüssen alten Tees.
Die Parameter die hier genannt werden stimmen ALLE nicht mehr.
Have fun
Otaku
@ H. Keske # 49
Wir haben ja schon vor Jahren die Klingen im FDP-Forum gekreuzt.
Nur weil Sie die Gedanken von Ayn Rand nicht verstanden haben, sagt das nicht das Geringste über ihre geistige Kapazität aus.
Die Professoren Douglas J. Den Uyl und Douglas b. Rasmussen haben Ayn Rands Lebenswerk sehr schön gewürdigt in deren Buch: “The Philosophic Thougt of Ayn Rand”
Hier noch ein Zitat aud der Rede von John Galt (aus dem Buch: “Wer ist John Galt?”)
Im Namen des Besten in euch, opfert diese Welt nicht jenen, die ihre schlechtesten Söhne sind.
Im Namen der Werte, die euch am Leben erhalten, lasst euer Bild vom Menschen nicht zerstören durch das Hässliche, Feige und Vernunftlose in jenen, die diesen Titel nicht verdient haben.
Vergesst nicht, dass der Mensch aufrecht geht, dass sein Verstand unbestechlich und sein Wille unbegrenzt ist.
Lasst den Helden in euch nicht untergehen in einer einsamen Sehnsucht nach einem Leben, das euch gehört, von dem ihr aber immer weiter entfernt wart. Prüft eueren Weg und den Sinn eueres Kampfes.
Die Welt, die ihr ersehnt, kann erobert werden, sie existiert, sie ist wirklich, sie ist möglich, sie gehört euch. Kämpft für den Wert euerer Persönlichkeit. Kämpft für die Tugend eueres Stolzes. Kämpft für das, was der Mensch ist: für seinen souveränen denkenden Verstand.
Kämpft mit der klaren Sicherheit und der absoluten Aufrichtigkeit eueres Wissens, dass euere Moral die Moral des Lebens ist und dass euer Kampf der Kampf um die Verwirklichung aller Werte, aller Größe, aller Güte und aller Freude ist, die auf dieser Erde möglich sind.“ – John Galt
Wenn das Einkommen unmittelbar
mit Arbeit verbunden wäre,
dann müssten die Maschinen
die meisten Einkommen erhalten.
Es ist aber so, dass die Menschen,
deren Arbeit sie übernehmen,
weiterhin ein Einkommen brauchen.
Teuer ist menschliche Arbeit, weil Menschen ein
Einkommen brauchen und weil auf ihre Arbeit
die Steuer erhoben wird.
Die Sklaven des Geldes versklaven andere
mit der Macht, die sie dem Geld geben.
Das Geld ist die Magd,
der Mensch die Königin.
Weil Maschinen keine Einkommen haben, ist ihre
Arbeit heute weitgehend steuerfrei – Schwarzarbeit.
@Hyperinflation:
> > Weil Maschinen keine Einkommen haben, ist ihre
Arbeit heute weitgehend steuerfrei – Schwarzarbeit.
Das kann ich so nicht erkennen. Deren Wertschöpfung wird IMHO im erweiterten Sinne unter den Steuern für Kapitaleinkünfte abgeschöpft.
Die Welt, die ihr ersehnt, kann erobert werden, sie existiert, sie ist wirklich, sie ist möglich, sie gehört euch. Kämpft für den Wert euerer Persönlichkeit. Kämpft für die Tugend eueres Stolzes. Kämpft für das, was der Mensch ist: für seinen souveränen denkenden Verstand.
Gegen wen kämpfen ausser gegen dich selbst…
“Ist dein Gegner besser als du, warum dann kämpfen? Ist er nicht so gut wie du, warum dann kämpfen? Ist er ebenbürtig, wird er verstehen, was du verstehst, und es wird keinen Kampf geben.”
Ein starker Geist muss nicht kämpfen.
Wäre es mit der Waschmaschine so weiter gegangen
wie bei den Friseuren, dann würde sie heute
40`000.- CHF kosten.
1964 2008
Friseur 3.50 40.-
Waschmaschine 3550.- 3195.-
Teuer ist menschliche Arbeit, weil Menschen ein
Einkommen brauchen und weil auf ihre Arbeit
die Steuer erhoben wird.
Der Kreis stellt die Wertschöpfung
– das Bruttoinlandsprodukt –
einer Volkswirtschaft dar. Die gesamte
Wertschöpfung teilt sich in einen Staatsund
einen Privatanteil.
Für die Einkommen, die der Staat zahlt, wäre die
Einführung eines Grundeinkommens nur eine
Änderung in der Buchhaltung. Denn das Geld für
diese Einkommen ist ja schon beim Staat.
«Steuern sind in einem Unternehmen
immer Kosten!»
«Bei den Lohnnebenkosten und den Einkommenssteuern
muss ich so tun, als würden das Unternehmen
und die Mitarbeiter sie zahlen. In Wirklichkeit
sind die Steuern in die Preise einkalkuliert. Der
Konsument zahlt sie, auch wenn er sie nicht sieht.»
Was bezahle ich, wenn ich einen Milchkaffee trinke?
Fast die Hälfte im Preis sind Steuern.
Würde die Steuer in einem Betrag und erst beim
Kauf erhoben, dann würde sichtbar werden, mit
wieviel Geld ich beim Kauf zum Staat beisteuere.
Nimmt man bei beiden nur die Kosten der
Wertschöpfung, ohne die heute darin versteckten
Steuern und setzt beiden den selben
Prozentsatz Konsumsteuer auf, dann würden
Produkte, die vorwiegend durch menschliche Arbeit
entstehen, weniger kosten und solche, die vorwiegend
von Maschinen hergestellt werden, mehr.
«Wenn die Steuer nur noch die Mehrwertsteuer
ist, wo bleibt denn dann der Steuerfreibetrag?
Ja, dann bekommt jeder für seine
Grundbedürfnisse die Mehrwertsteuer rückvergütet.
»
@Jörg und Franciso d’Anconia
Auch aus meiner Sicht wäre die 100%-Erbschaftssteuer eine Weiterentwicklung der Demokratie. Wir haben uns daran gewöhnt, dass Macht nicht vererbt werden sollte (obgleich das offensichtlich auch in Demokratien geschieht, sonst gäbe es ja keine Dynastien wie in verschiedenen demokratischen Republiken der Welt, aber die Kontrolle ist doch unbestritten effektiver als z.B. in Monarchien oder Diktaturen).
Ich kann nicht erkennen, dass dann über kurz oder lang alles in den Händen des Staates wäre: Stiftungen, Schenkungen usw. wären probate Mittel, das Geld vor dem Erbschaftsfall weiter zu reichen. Und was als Erbschaftssteuer an den Staat fällt, wird ja über die Staatsausgaben in den privaten Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Da gäbe es sogar Spielraum für Steuersenkungen. Es würde sicher auch keine gesunde Firma bankrott gehen, denn solange Leute Geld haben, werden sich Anleger finden, die die Firma dem Staat abkaufen.
Wenn ich meine kleinen Meinungsumfragen in meiner Umgebung mache, muss ich leider konstatieren: Das Vererben von Eigentum wird wie vor 150 Jahren das Vererben von Macht als biologisch (oder gottgegebenes) Recht angesehen. Mein Zeithorizont für eine entsprechende Veränderung in der Rezeption eines demokratischen Systems liegt bei weit über 100 Jahren…
Franciso d’Anconias Argument der Auswanderung ist zwar richtig, gilt aber auch für Steuern – und das mag zwar ärgerlich sein, wenn man eine fundamentale Gerechtigkeit anstrebt, und kann auch durch fällige internationale Vereinbarungen geregelt werden, scheint mir aber ansonsten nicht weiter relevant. Wenn alle Milliardäre auf den Bahamas oder meinetwegen in der Schweiz leben, wären sie dennoch vom Rest der Welt abhängig. Sie brauchen z.B. Mitarbeiter, sie konsumieren mehr als sie selbst im Garten anbauen, sie halten Vermögen in allen möglichen Ländern der Welt, und nicht nur Papier, das in diesen Ländern verbleibt etc. Auch Monaco ist doch keine Gefahr für Frankreich oder Italien, Champagner und Ferraris werden ja nicht in Monaco produziert. Insofern gönne ich jedem, der sein Geld durch Witz und Fleiß erworben hat, sein gutes Auskommen. Kommunimus kann ich hier beim besten Willen nicht erkennen.
@otaku
In einem befruchtenden Diskurs werden die Gedanken geschärft, und Ideen, später auch Konzepte, reifen wie guter Wein: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Oder: Nach dem Einatmen muss man sich vor dem nächsten Atemzug Zeit zum Ausatmen nehmen.
US-Finanzhaie werfen sich noch 70 Mrd ein.
Na klar doch .Wofür sonst sollte denn der ganze Bankenrettungszirkus gut sein ?
@ d’Anconia # 54
Oh, diese weiteren Rand-Zitate hätten Sie mir auch ersparen können. Die tun mir schon ein bisschen weh, dieser heldenhafte Kampf der Besten gegen die, die den Titel Mensch nicht verdient haben oder gegen die schlechtesten Söhne, denen man die Welt nicht opfern darf, das hat was, was bei mir starkes Unbehagen auslöst. Immer fallen mir dabei die heldischen Besten ein, die Arno Breeker so beeindruckend kunstvoll modelliert hat in ihrem verewigten Kampf gegen die schlechtesten Söhne und anderes unwertes Leben und die Menschen, die gar keine sind.
Allerdings ist die Kombination der Darstellung des heldischen Lebens mit den legalisierten Verbrecherbanden (den Steuerbehörden) schon eine gute Charakterisierung einer philosophischen Arbeit, das kann man nicht leugnen.
Der Hinweis, ich hätte nicht verstanden, ist für öffentliche Diskussionen wenig hilfreich. Der Gegenzug heisst: Ich schon, Sie nicht – und der Diskussionsfortschritt ist gewaltig, oder?
Aber Sie sind auf einen Nebenkriegsschauplatz ausgewichen. Eigentlich wollten Sie doch noch erläutern, wieso die Erhebung von Erbschaftssteuer Kommunismus pur sei.
Die Verehrung des heldischen Herrenmenschen durch Ayn Rand kann man einstweilen zurückstellen.
@ Fransixco d’Anconia
Ayn Rand soll ja angeblich Alan Greenspan dazu ermuntert haben, sich den Wirtschaftswissenschaften zuzuwenden. Leider hat er ihren Rat befolgt.
Na ja, in einem freiheitlichen Land darf jeder seine Lieblingsphilosophen haben……..
PS: Könnten Sie mal den Zusammenhang zwischen Erbschaftssteuer, Parasiten, Plünderern und freiheitsliebenden Menschen erläutern?
@ Exit # 62
###Ayn Rand soll ja angeblich Alan Greenspan dazu ermuntert haben, sich den Wirtschaftswissenschaften zuzuwenden. Leider hat er ihren Rat befolgt.###
Das war 1966 und da durfte Greenspan noch sagen, was er wirklich dachte. Als Chef der Fed war er vollständig von der Hochfinanz der USA abhängig und er hat sich “eingegliedert” da ihm sein Leben lieb war. Daß danach seine Entscheidungen für die Mehrheit schlecht waren, liegt auf der Hand.
Aber zurück zu 1966. Ayn Rand hat im Objektivist (ihre philosophische Richtung wird mit Objektivismus bezeichnet) und auch in ihrem Buch: “Capitalism the unknown ideal” die Rede von Greenspan zu “Gold und wirtschaftliche Freiheit” abgeruckt. Die Rede ist u. a. zu finden bei: http://www.mises.de/texte/Greenspan/Gold/index.html – Sie lernen da jetzt einen ganz anderen Greenspan kennen, einen Mann ohne aufoktroyierten Zwang durch “gewisse Mächte”.
Zu Ihrer Frage des Zusammenhangs zwischen Erbschaftsteuern und Parasiten und Plünderern: Ganz einfach, das ist eine Steuer auf bereits hoch versteuerteserworbenes Vermögen. Hier wird also die Substanz allein auf Grund des Rechtsübergangs ohne, daß ein Umsatz oder eine Tätigkeit entstanden ist, noch einmal besteuert. Sie dürfen gerne anderer Meinung sein. Für mich ist das aber Parasitentum und Plünderei. Ich weiß, wie ich mich und meine Familie davor zu schützen habe. Sie dürfen es gerne dem Staat “in den Rachen werfen”, wenn Sie meinen, der Staat ginge vernünftig mit Steuergeldern um.
FdA
#Francisco d’Anconia
Der beste Mensch ist nicht der Beste.
Der Mensch ist der Beste.
Kommt darauf an, was er daraus macht – aber nicht als Bester.
Die Idealisten hängen ihre Gegner als Erste auf…
@Francisco d’Anconia
Zu Ihrer Frage des Zusammenhangs zwischen Erbschaftsteuern und Parasiten und Plünderern: Ganz einfach, das ist eine Steuer auf bereits hoch versteuerteserworbenes Vermögen.
Eine ziemlich dumme Annahme die Söhne von Olympia Siegern würden automatisch auch Olympia Sieger oder?Ist es doch gerade die Erbschaft und das Erbrecht das Vorhandene ungleichgewichte Zementiert.Ich geb ihnen mal einen Tip wir waren hier eigendlich schon weiter…
@Lebenslustig
Nein aber es wächst erheblich schneller wenn man es einmal ganz, ganz kurz schneidet……
Eswird hier IMHO immer noch von völlig falschen Parametern ausgegangen.
Annahme : Reduktion der Bevölkerung weltweit um 95 %. Wo ist dann das System das hier diskutiert wird ?
Eben.
Unrealistisch ?
Wenn Sie meinen, nur noch etwas Geduld…
Ach ja, kennt jemand zb. einen Chemiker der 30.000 verschieden Substanzen in div. Verdünnungen mischen und verschiedenen Drücken, Licht, und einigen weiteren tausenden Faktoren willkürlich aussetzen kann und dann vorher weis , was dabei raus kommt ?
Nein ?
Komisch.
Genau das machen wir derzeit mit den Weltmeeren…
Aber das geht ja bestimmt gut und wir investieren unser Geld lieber in ein Wirtschaftssystem oder überlegen uns wir wir mehr daraus machen, nicht wahr.
Geld lässt sich sicher gut trinken….
Have fun
Otaku
@Otaku
Ach das ist ja noch harmlos die Meere werden zb durch die höhere Temperatur Sauer das gab es schonmal als das grosse Sterben auf unserem Planeten einsetzte.Das war während des oberen Perm es gibt da so fiese Backterien die in sauren Gewässern Schwefelwasserstoffe absondern…
Das dumme ist nur das Schwefelwasserstoffe schwerer als Wasser sind und dann wenn die Meere gefüllt sind die dumme Angewohnheit haben sich blitzartig auf der Planetenoberfläche ausbreiten zu wollen.
Aber das währe ja nicht schlimm wenn da nicht das kleine Problem währe das Schwefelwasserstoffe zu den Giftigsten Gasen gehören die wir so auf unserem Planeten finden.
Dann hätte wir im vollem Bewustsein eine neue Evolotioniäre Linie losgetreten währe vieleicht auch das beste wenn ich mir so anschaue wie Homo Sapiens mit seinen Mitgeschöpfen und Angehörigen seiner Spezies umgeht.
Hauptsache wir haben Wettbewerb der uns doch so weit gebracht hat…
bisher haben sich die Entscheider noch nicht sehr um die Erkenntnisse dieses von mir geschätzten Blogg, gerissen. Zumindest kann ich nix erkennen.
Demokratie ist wie ein Mantel.
Bei modischer Weltsicht denkt man/frau, dass so ein Mäntelchen schick sei und es genüge Ihn umzuhängen, um dann ein besserer Mensch zu sein.
Die eigentliche Funktion eines Mantels ist es aber, sich vor diversen Umwelteinflüssen zu schützen, um sein Leben zu erhalten.
Mittels Schein läßt sich das Sein nicht wirklich verändern.
Das Ändern des Seiens muß aus innerem Antrieb erfolgen,
es muß aus einem individuellen Bedürfniss entspringen.
Das Gefühl des Unbehagens, lässt Menschen gerne mit Fingern
auf andere Zeitgenossen zeigen.
Das Gefühl der Angst bringt Menschen zum Handeln, Agieren.
Angst kann ich bei den meisten Zeigenossen keine Erkennen.
Aufgeregtes Geschwätz und mit dem Finger auf Andere zeigend.
Not macht den Menschen erfinderisch,
Not gibt es offensichtlich hierzu Lande keine.
Keine Menschen auf der Strasse, die auf Ihre Not aufmerksam
machen. Keine Menschen die für ihre Freiheit aufstehen.
Aber auf der Autobahn mit Vollgas dahinbrausen,
um dann am Flachbildschirm um 990.- die neuersten
Nachrichten der etwas entarteten Gesellschaft zu beschauen.
Ein Mantel soll getragen werden und nicht als
Sichtschutz vor einen vom Krebs zerfressenen Körper dienen.
Viel Zeit ist nicht mehr, meiner Meinung nach ist es schon 5 nach 12.
Aufstehen, Geld von der Bank abheben,
gegen Gesetze die die menschliche Freiheit und Würde
untergraben demonstrieren.
NAchbarschaftshilfe wird wieder in werden,
denn auf andere Strukturen ist kein Verlass mehr.
Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not, sagten mal
mein Großvater. Wie recht er hat und wie unrecht doch
zugleich.
Zweimal wurde schon in Österreich im letzten
Jahrhundert eine Währungsreform durchgeführt,
mit fatalen Ergbnissen für die damaligen Geldbesitzer.
Sachwerte ist ein heisser Tip, würd ich sagen.
(Danke Opa, für die Goldmünzen!)
Ein KFZ ist aber kein Sachwert,
auch wenn ich da in der Meinungsminderheit bin.
Apropos hohe Preise und Inflation.
Wenn Sie beim Öl nur kommen würden,
die wirklich hohen Preise!!!
Dann würden die Leute mal wirklich nur 80 fahren,
mal zu Fuß zum kleinen Lebensmittelhändler ums
Eck gehen, falls es ihn noch gibt.
Und würden die Ölpreise dauerhaft oben bleiben,
im Verhältnis zum Einkommen natürlich,
dann wäre das sehr günstig für normale Menschen,
die nicht der Bildungselite angehören.
Aber wer will das schon, sinkenden Lebensstandard,
keinen weissen Sandstrand im Jänner.
Alleine die Vorstellung, im Winter bei unter 20 Grad Raumtemperatur.
Brrrr, da vergehen mir gleich diese Faxen wie demonstrieren.
Da brauchts eigentlich gar keine Anti Terrorgesetze.
Zumindest im Winter nicht.
LG,
Tarzun
@halbgott
Mit dem surrealen Bankrotteurs-Bailout mit dem fiktiven, erst noch zu erarbeitenden Volksvermögen ist der Gesellschaftsvertrag der Bundesrepublik Deutschland endgültig gegenstandslos geworden.
Eine interessante Bemerkung. Aber gründete dieser Gesellschaftvertrag nicht schon immer auf fiktivem, genauer: künftigem also zu erarbeiteten “Volksvermögen”?
Abgesehen davon: ich sehe das ähnlich. Fragt sich nur, wer die Partner eines künftigen Vertrages sein könnten.
Mal eine Frage:
Die Risiken werden doch gebündelt in ABS Papieren, deren Forderungs-Inhalt angeblich niemand genau bewerten kann.
Wie aber kann dann konkret eine Forderung gegenüber z.B. einem Häuslebauer geltend gemacht werden?
Gruß
@otaku (#66)
Diese Öko-Betroffenheitsleier höre ich seit mehr als 20 Jahren.
Nach meinen Beobachtungen funktioniert das Ökosystem der Erde jedoch im Großen und Ganzen wunderbar.
Man sollte seine Informationen eben nicht nur aus der Zeitung entnehmen, sondern einfach mal regelmäßig eine Jogging-Tour durch den Wald machen. Und ein wenig in der Welt herumreisen(nicht in 5-Sterne-Hotels) und persönliche Eindrücke sammeln.
Und solange die Herren Ökoforscher sich nicht mal drauf einigen können, ob die Erde sich nun aufheizt oder wir vielleicht doch eine Eiszeit kriegen, können mir ihre Meinungen gestohlen bleiben.
Gruß, Gojko.
Du bist einfach dumm.
Währst du es nicht hättest du oben auf den Link geklickt und dich mal kurz über meine unwerte Person informiert, wie und wo ich lebe.
Mächtig in die Scheiße gegriffen Freund und Kupferstecher.
Ich bin Tag für Tag mindestens 40 KM in der hier oben vorhandenen Restnatur unterwegs. Na ja, sind zu 98.9 % reine Holzplantagen, aber immer noch wesentlich besser als die ehemals demokratische Republik D.
Und weil wir gerade dabei sind: Leute die so dumm sind, und dann noch wieder die, zugegebenermaßen altmodische Netiquette verstoßen indem Sie keine Klarnamen oder verifizierbares Pseudonym nutzen, sind eigentlich nicht satisfaktionsfähig.
Und es geht nicht um Öko-Betroffenheitsleier.
Die Natur kommt blendend ohne uns zurecht, das ist nicht das Problem.
Das Problem ist das wir uns selbst umbringen und das ist doch etwas schade den es gibt noch 2 oder 3 nette Menschen auf diesem Planeten.
Was mich beunruhigt ist das Leute wie du, ohne Kenntnis wie man ganz alleine , nur auf sich selbst angewiesen, überlebt, ebenso wie die Banker, Krawattenfritzen und Ego Karrieristen, die ersten sein werden die es erwischt.
Das ist IMHO dann unter Evolution zu buchen. Du solltest ein Hirn haben, nutze es.
Leider ist deine Denke nur allzu typisch. Wir haben eben leider verlernt in Generationen zu denken. Immer schön egoistisch sein. Bis zum verrecken. Im Wortsinne.
Have fun
Otaku
@otaku
Ich war selbst schon in Schweden. Ist zugegebenermaßen schon eine Weile her, aber von Umwelt-GAU war da nichts zu sehen, eher im Gegenteil, die Natur dort ist große Klasse.
Daher frage ich mich, wie Du zu völlig falschen Schlüssen kommen kannst, wenn Du (nach eigenen Angaben) Dich oft in der Natur bewegst.
Solche Sätze wie “Das Problem ist das wir uns selbst umbringen” sind genau das, was mich so an den Grünen (meist mit eingebautem Heiligenschein) so nervt. Alles heillos übertrieben.
Gruß, Gojko.
Du bist auf die üblichen Touristenpropaganda reingefallen. Was du für Natur pur hältst sind Holzplantagen und hat nichts, aber auch rein gar nichts mit natürlichen Wäldern zu tun.
Es gibt in Schweden noch ganze 0,7 % natürlichen Wald. Das Durchschnittsalter des Waldes hier liegt bei unter 80 Jahren.
Bei der kurzen Vegetationsperiode ist das ein Witz. Monokulturen überall. Schweden muss Birkenholz aus Russland importieren, es gibt hier keine mehr, wachsen zu langsam..
Ich kann jetzt noch 10 Stunden weiterschreiben….
Das neuste ist das Sie hier jetzt wieder Cyanid zum Goldabbau einsetzen. In ganz Europa verboten hier erlaubt…
Der Beispiele gibt es viele, viele weitere, vom Uranabbau, über bleiverseuchte Flüsse und und und…
Du bestätigst meine These aufs feinste. Bitte informiere dich genau bevor du was sagst.
Und was das übertreiben angeht: Warte noch ein bisschen ab,
wenn du Glück hast darfst du noch den Preis für deinen Wohlstand zahlen. Deine Kinder und Enkel aber mit Sicherheit…
Wie war das nochmal mit dem Seerosenexempel ?
Think !!!!
Have fun
Otaku
Tja, das sind mal wieder unsere sog. Leistungsträger, die Elite, die unser einer immer vorpredigt, dass man ja bitte schön bis 70 zu arbeiten habe; es würde ja auch Spaß machen und man dürfe nicht sein Talent vergeuden, etc. pp….das Einzige, was mich wundert ist, dass es immer noch keine Revolte gibt, bei der solche Typen am Pranger stehen und mit faulen Eiern beworfen werden. Andere “Sanktionen” will ich hier gar nicht benennen, ohne mit dem StGB in Feinkontakt zu kommen.
Die Formel ist gefunden!
Man tut sich ja schwer mit der Bestimmung der angemessenen Vergütung von Bankvorständen. Aber nun hat uns die Citigroup doch ein Beispiel geliefert, wie man es machen könnte und sollte, um künftigen Neiddebatten den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Es ist ganz einfach und leicht zu begründen. Was ist eine Bank wert ohne ihr cleveres Management? Nichts – daran kann es ja keinen Zweifel geben. Deshalb zahlt man nun bei der Citigroup an das Management Boni, die in der Summe dem aktuellen Börsenwert des Unternehmens entsprechen, ungefähr 29,5 Mrd $. Da die Auszahlung dieser Summe die Bank insolvent machen würde, hat man vorher den Kollegen aus dem Finanzministerium informiert, dass die Citigroup knapp 30 Mrd $ braucht, damit grösserer Schaden von der Volkswirtschaft abgewendet werden kann. Schliesslich ist man ein bisschen verantwortlich auch für das allgemeine Wohlergehen. Der Minister, ökonomisch gebildet und auch schon mal mit einem Buch in Berührung gekommen, kennt seine Verantwortung seinen Schutzbefohlenen gegenüber und zahlt.
Bei uns wird es etwas komplizierter sein.
Es wird nicht genügen, den Finanzminister zu informieren und auf die baldige Fälligkeit der Forderung hinzuweisen. Man muss auch die Kanzlerin anrufen und ihr erklären, wie sie gerade wieder die Nation retten soll.
Aber Joe hat damit schon Erfahrung, er kriegt das schon hin.
> Mo
Ihr Beitrag ist nicht verpufft. Ich werde ihn mir nochmal in Ruhe zusammen mit den links ansehen. Komm allerdings erst am Mittwoch dazu.
“das Einzige, was mich wundert ist, dass es immer noch keine Revolte gibt, bei der solche Typen am Pranger stehen und mit faulen Eiern beworfen werden”
Weil der Druck noch nicht hoch genug ist. Und weil, wenn ich zumindest in meinem Bekanntenkreis mich umschaue, so wenig representativ das auch ist, man die Geduld hat auf nächstes Jahr zu warten, um dann bei der Bundestagswahl massiv CDU und SPD abzustrafen. Das heutige Äquivalent für Eier werfen und Pranger ist LINKS-Partei wählen, um den herrschenden Eliten so richtig Angst einzujagen. Ist etwas zivilisierter …
“das Einzige, was mich wundert ist, dass es immer noch keine Revolte gibt, bei der solche Typen am Pranger stehen und mit faulen Eiern beworfen werden”
Leider leben wir in einer Post-Utopischen Zeit. Für eine echte Revolte bräuchte man aber zumindest eine Idee wie es besser werden könnte. Wie man das System so ändern könnte, dass zumindest die berechtigte Hoffnung bestünde, das sich etwas ändert, besser wird. Die dazu notwendige Utopie gibt es schlichtweg nicht. Und klar man könnte jetzt alle Bankmanager und Politiker aufknüpfen. Nur glaubt jemand daran, dass sich dadurch etwas grundlegendes ändern würde, ausser, das wir einen Bürgerkrieg hätten? Ich fürchte nicht.
Und die Jugend verbringt ihre Zeit damit 12 Stunden am Tag für Schule oder Uni zu lernen, anstatt sich zu fragen was das was sie da auswendig lernen eigentlich bedeutet. Dazu fehlt ihnen schlicht die Zeit. Kein Vorwurf an sie dafür, nur eine Feststellung.
Wer wissen will wie sich unsere Gesellschaft entwickeln wird wenn wir keine Lösung finden dem empfehle ich eine Reise nach Mexiko…
http://www.focus.de/auto/unterhaltung/tid-11421/panzerfahrzeuge-die-angst-im-nacken_aid_323917.html
passt irgendwas bei der Prüfung nicht ?
abgesehen von Rächtschraibfählern?
diese Nachfrage braucht nicht veröffentlich werden,
aber die positive Prüfung meines Beitrags #81
würde mich freuen
mfG
???
Ihr Kommentar wird geprüft.
#79 Ist etwas zivilisierter …
und kann dann ganz übel werden wenn die Maske fällt
#80 another point of view?
direkt:
http://www.kultkino.ch/media_player_grundeinkommen/index.html
download:
http://www.kultkino.ch/grundeinkommen_forward/avi.html
und bitte erst mal vorbehaltslos wirken lassen welche Aspekte dort alle angesprochen werden. (Also keine Antworten vor 13:00 )
Keiner behauptet (außer den Sozialisten/Kommunisten) das perfekte System gefunden zu haben.
Und ganz wichtig wären halt konstruktive&kritische Anregungen zur weiterentwicklung eines völlig neuen Ansatztes bis hin zum möglichen Paradigmenwechsel
“Für eine echte Revolte bräuchte man aber zumindest eine Idee wie es besser werden könnte.”
Die gibt es. OpenSource, Mix Culture und andere Grassroot-Ansätze, die seit 10 Jahren immer größere Verbreitung finden, sind Ausdruck des Wunsches, abseits von monolithischen Strukturen und starren Ideologien einen besseren Weg zu finden. Fällt nur nicht so auf, gerade weil sie nicht zentralisiert sind und nicht mit plakativ einfacher Schwarz/Weiß-Malerei arbeiten. Und genau deswegen wird es auch keine “klassische” HoppHopp-Revolution geben, sondern einen allmählichen Wandel, der nachhaltig und langfristig sein wird, weil er eben nicht zentral von oben verordnet wird, sondern von unten kommt.
Vorraussetzung hierfür ist natürlich eine breitflächige Kommunikation zwischen allen Menschen, so dass sämtliche Kontroll- und Zensurmaßnahmen, die derzeit mit Terrorgefahr und KiPo begründet werden, zu nichts anderem dienen sollen, als diese uneingeschränkte Kommunikation zwischen allen Menschen zu unterbrechen. Menschen sollen sich nicht gegenseitig zuhören oder gar selber denken, sie sollen gefälligst das fressen, was ihnen die Obrigkeit vorwirft.
Alternativen und Ideen gibt es zu Haufe. Man muss nur ein wenig suchen. Und dabei mitmachen ist auch gar nicht so schwer. Es müssen keine Müllcontainer angezündet, keine Bahnhöfe gestürmt und auch keine Menschen an die Wand gestellt werden.