Mo’ money, mo’ problems

by weissgarnix on 8. Oktober 2008

Der FT-Alphaville-Blog, offensichtlich auch ein Hort von nicht-mundtot-zu-kriegenden “Einlagensicherheitsleugnern”, präsentiert uns diesen erbaulichen Chart der CitiBank, der auch den Herren Ziesemer und Scheffler den kalten Schauer über den Rücken jagen sollte, nämlich das Bilanzvermögen diverser Großbanken in % des BIP ihres jeweiligen “Heimatlandes”.

Einlagen von Großbanken in % des BIP (Quelle: FT Alphaville)

Hier die gute Nachricht: Deutschland sieht dabei vergleichsweise gar nicht mal übel aus. Aber England und Frankreich? Und Island ist mittlerweile eh pleite. Un ob der Schweizer Franken tatsächlich noch als “Fluchtwährung” viel taugt? Also ich weiss nicht …

Dazu passend ein Song-Titel von US Rapper “Notorious B.I.G.”:

“Mo’ money, mo’ problems” 

 

{ 11 comments… read them below or add one }

1 SUCRAM 8. Oktober 2008 um 15:40

ODER: NO MONEY NO CRY…oder wars anders??

2 dreas 8. Oktober 2008 um 15:44

Und wie sagte Hummler so schön auf die Frage nach einem eidgenössischen Notfallplan:

Hummler: Es ist heikel. Die Schweiz ist im Vergleich zur UBS relativ klein. Wenn die
Bilanz der grössten Schweizer Bank 4,5 mal grösser ist als das Bruttoinlandprodukt
eines Landes, ist das schon substanziell. Mehr kann ich nicht sagen.

3 zeuge fabers 8. Oktober 2008 um 15:58

Ob das nicht eventuell ein gefundenes Fressen für die Regierungen der” Steuergerechtigkeitsfraktion” wie USA und BRD ist? Der Schweiz würde man bestimmt mal gerne eins überbraten.

4 staph.aureus 8. Oktober 2008 um 16:44

etwas off topic:

Wie geht es jetzt eigentlich mit Island weiter ?

Wird die Insel als Insolvenzmasse neuer Bundesstaat von USA/Russland/China ?
Oder antialkoholische Sommerfrische für Araber ?

Oder gibt´s Island bald meistbietend bei ebay:
1,2,3, ist eh vorbei…

5 Michael 8. Oktober 2008 um 16:45

Die “Liquiditätskrise” sollte doch darauf beruht haben, dass gewisse US-Banken ihre Forderungen weltweit geltend gemacht haben. Exakt wie Sommer 1931, damals ging erst eine österreichische Bank unter, ein paar Monate später war Deutschland pleite. Schlußfolgerung für heute: der Dollar kann nicht länger als Weltreservewährung akzeptiert werden. Es ist erforderlich einen synthetischen “Globo” als Währungskorb zu schaffen, in dem die Währungen frei floaten.

Es ist trivial, dass Banken im heutigen Geldsystem niemals “sicher” sein können. Sie waren es nie und könnten das auch nie sein. Was macht es, solange keiner Panik stiftet ? Es macht überhaupt nichts. Ich weiss es seit langem und mir war es immer Wurst. Zu der Darstellung oben stellt sich die Frage, wo die Gläubiger sitzen. Wenn die im eigenen Land ihre Schuldner haben kann nichts passieren. Das trifft wohl für einige der Zombies zu. Null Problemo.

6 EuroOptimist 8. Oktober 2008 um 18:47

“Ob das nicht eventuell ein gefundenes Fressen für die Regierungen der” Steuergerechtigkeitsfraktion” wie USA und BRD ist?”
So ist es. Zuerst war Liechtenstein dran, jetzt kann man “d’Schwyz wia a Fliegä vordruckche”.

7 Nixda 8. Oktober 2008 um 19:01

Früher haben doch alle gejammert, die Deutschen hätten keine Bank die von ihrer Größe her international mithalten könnte.

Seitdem haben sie wohl alle schwarze Schwäne gesehen.

8 deflationsgewinner 8. Oktober 2008 um 20:06

Eine dumme Frage hätte ich jetzt mal: :)

Wenn die Banken (fast alle) diese riesigen Verluste gemacht haben, dann muss es doch einige wenige die riesige Gewinne haben (nullsummenspiel!). Und diese müsste jetzt durch die Decke gehen, aber ich höre nichts davon.
Vielleicht sollte das Geld dort geholt werden, statt nun ganze Generationen der Bevölkerung von Ländern zu versklaven, oder wie soll Island das je bezahlen?

9 Christian 8. Oktober 2008 um 20:36

Na na. An der der Börse wird doch nicht der ganze Bestand gehandelt. Normalerweise nur ein paar % des Gesamtbestandes. Aber alle Halter der Papiere bewerten ihre Werte anhand der Börsenkurse (zumindest die meisten). Also kann man mit wenig realem Geld riesige reale Vermögen vernichten. Denn gekauft hat die Papiere, welche nicht gehandelt werden, durchaus jemand, für reales Geld. Wenn man jetzt noch Futures, etc. hinzuzählt, dann wirds noch viel schlimmer.
Also es müssen keinesfalls gleich hohe Gewinne irgendwo auflaufen. Wenn dem so wäre, hätten wir keine Probleme.

10 Caspar Hauser 8. Oktober 2008 um 23:57

Kurze Frage: warum heißt es “European Bank Assets” – Fanni und Freddie sind doch auch aufgelistet?

Unter der Annahme, dass es sich um eine globale Betrachtung handelt, ginge es nach diesem Chart den Amis sogar noch mit am besten. Dafür haben die ja noch ganz andere Probleme…

11 staph.aureus 10. Oktober 2008 um 14:53

s.o. :

Island bei ebay ab 99 cent

http://cgi.ebay.co.uk/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=320308801162

Hat aber lange gedauert, Leute !

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