Die Medien sprechen von rund 35Mrd Euro, die jetzt aufgewendet werden müssten, um den Geschäftsbetrieb der Hypo Real Estate (HRX) kurzfristig aufrechterhalten zu können. Wir jedoch wagen einen kurzen Blick in die hinteren Seiten des jüngsten Quartalsberichts der HRX, um uns zu vergewissern, dass da noch ganz andere Summen als Risiko im Raum stehen: kurzfristig mindestens 184Mrd Euro!
Banken und Kreditinstituten schuldete die HRX per 30. Juni demnach imposante 128Mrd Euro, davon 43Mrd bereits fällig, sowie weitere 71Mrd im Laufe der nächsten 9 Monate.

Ihren Kunden schuldet die HRX auch ein paar Mark, nämlich runde 5Mrd, die aktuell fällig sind, sowie weitere 6Mrd Euro, die in den nächsten 9 Monaten fällig werden.

Und schließlich hat die HRE – wie jede andere smarte Bank in Zeiten wie diesen – natürlich auch einen Haufen Schulden in verbriefter Form: schlanke 20Mrd, die aktuell fällig sind, sowie weitere 39Mrd, die in den nächsten 9 Monaten zur Tilgung anstehen.

Wollen wir zum Abschluß also mal rekapitulieren:
- Stand heute fällig: 68Mrd Euro
- In den nächsten 9 Monaten fällig: 116Mrd Euro
- In den nächsten 5 Jahren fällig: 79Mrd Euro
- Danach fällig: 85Mrd Euro
- Summe: 350Mrd Euro
Wer die HRX per “Bailout” retten will, muß sich also zumindest mal darüber den Kopf zerbrechen, wo er kurzfristig 68Mrd Euro herbekommt, entweder über die Verwertung von Vermögenswerten (zu welchem Preis?) und/oder Refinanzierungsmaßnahmen (wer leiht der HRX jetzt noch was?). Und in den nächsten 9 Monaten das gleiche nochmal, für weitere 116Mrd. Hört sich nach einer ziemlichen “Herausforderung” für unsere “Retter” an, wenn ihr mich fragt.
Na, Peer, wie schau ma aus?















{ 57 Kommentare… Lesen Sie sie nachfolgend oder schreiben Sie einen }
{ 16 trackbacks }