Wenn schon Bailout, dann nicht kleckern, sondern klotzen!

by weissgarnix on 18. September 2008

US Ökonom Kenneth Rogoff bringt es in der heutigen Financial Times schön auf den Punkt: was die USA bislang in der Rubrik “Bailout” so alles veranstaltet haben, von Bear Stearns zu AIG, von diversen Junkpapieren, die sich die FED als Kreditsicherheit andrehen liess, bis zu den Kosten für die Abwicklung von Fannie und Freddie, würde wohl summa summarum um die 200Mrd Dollar kosten, wenn die Dinge sich ab jetzt stabilisieren würden, und die Krise morgen vorbei wäre. Wird sie aber wohl eher nicht, daher sind diese 200Mrd Dollar mit Sicherheit zu niedrig. Wieviel wird’s dann kosten? Rogoff meint: “Bitte keine Bescheidenheit an der falschen Stelle: unter 1.000Mrd Dollar sollten wir es nicht geben, realistischerweise werden es aber wohl eher 2.000Mrd.” – Dazu meinen wir, die wir immer schon eine Vorliebe für numerische Ästhetik pflegten:”Warum nicht? Hauptsache, eine schöne, runde Zahl!”

Rogoffs Leitmotiv dabei ist, das System zu “fixen”. Frage ist natürlich, ob sich das überhaupt noch fixen läßt, aber nehmen wir mal mit ex-IMF-Vorturner Rogoff an, dem wäre so. Immerhin, so meint er, seien die USA schuldentechnisch auf der Welt noch immer der Einäugige unter lauter Blinden, da ginge als durchaus noch was:

“Es stimmt, dass die US Regierung sehr tiefe Geldtaschen hat. Die von privaten gehaltene US Staatsschuld belief sich gegen Ende 2007 auf unter 4.400Mrd Dollar, somit weniger als 32% des BIP. Das ist rund die Hälfte dessen, was die meisten europäischen Länder als Schulden ausweisen, und sogar noch weniger im Vergleich zu Japan.”

Und was die FED und das US Treasury bislang in Sachen Krisenbewältigung geleistet hätten, wäre ja alles schön und gut, wird aber aller Voraussicht nach noch nicht mal annähernd reichen:

“Die Möglichkeit ist groß, dass die aktuelle Krise auf die Unternehmensfinanzierung, die Konsumentenkredite und die Kommunalobligationen überschwappt. Trotz der entschiedenen Maßnahmen von FED und Treasury, wird daher der politische Druck für einen viel größeren Bail-out unwiderstehlich groß werden, zudem verstärkt durch die anhaltende Volatilität an den Finanzmärkten.”

Wie genau der Mega-Bailout aussehen wird, weiss zwar auch Rogoff nicht, aber eine gewisse Vorstellung davon hat er durchaus:

“Ab einem gewissen Punkt werden wir vermutlich eine Ausweitung der Einlagensicherung sehen, ähnlich dem, was in Großbritannien nach Northern Rock gemacht wurde. Und wahrscheinlich wird sich die Regierung auch eine Vorgehensweise einfallen lassen, wie man Überbrückungskredite an strauchelnde Unternehmen ausreichen kann, um die Liquidation ihrer Vermögenswerte effizienter abzuwickeln, obwohl das vermutlich eine deutlich kompliziertere Angelegenheit werden wird als in den 80er-Jahren, als die “Resolution Trust Corporation gegründet wurde, um die damalige Sparkassenkrise zu bewältigen.” 

Fairerweise verschweigt Herr Rogoff seinen amerikanischen Mitbürgern, zumindest denen, die regelmäßig die Financial Times lesen, nicht, was sie der Spaß langfristig kosten wird:

“Eine deutliche Ausweitung der Verschuldung wird enorme fiskalische Kosten für die USA verursachen, die letztlich das Wachstum über höhere Steuern und niedrigere Konsumausgaben belasten werden. Es wird sicherlich schwieriger für die USA werden, ihre militärische Dominanz aufrechtzuerhalten, die in der Vergangenheit einer der Stützen des Dollars war.
Das schrumpfende Finanzsystem wird darüberhinaus ein anderes Fundament der US Wirtschaft erschüttern, und es ist schwer vorstellbar, wie die Zentralbank einer Periode deutlich höherer Inflationsraten widerstehen wird können, stellen diese doch einen komfortablen Weg für die USA dar, den steigenden Kosten ihrer privaten und öffentlichen Schulden zu begegnen.”

Unser Kenneth ist natürlich kein Bödie und weiss um die Sensibilitäten des Auslands in Sachen US Schulden, daher entläßt er seine Landsleute und FT-Leser noch mit einem kleinen Stoßgebet in einen ungewissen Tag:

“Es ist sehr erfreulich, dass der Rest der Welt sein Vertrauen in die Fähigkeit der USA, seiner Probleme Herr zu werden, noch nicht verloren hat. Ansonsten wäre diese Finanzkrise bereits viel schlimmer.
Laßt uns hoffen, dass die politische und regulatorische Antwort auf die Krise dazu beiträgt, diesen Optimismus weiterhin aufrechtzuerhalten.”

Amen.

{ 41 comments… read them below or add one }

1 VolkswirtBLN 18. September 2008 um 10:41

Und was sagt uns das für die zukünftige Entwicklung des US-Dollars im Vergleich zu Euro und Yen???

;-)

2 weissgarnix 18. September 2008 um 10:43

@VolkswirtBLN

Langfristig nichts Gutes, kurzfristig glaube ich nach wie vor, dass der Dollar gegenüber dem Euro noch zulegen wird.

3 SUCRAM 18. September 2008 um 10:52

“Es ist sehr erfreulich, dass der Rest der Welt sein Vertrauen in die Fähigkeit der USA, seiner Probleme Herr zu werden, noch nicht verloren hat.”

Das wird auch schön durch die weltweit konzertierte Untertützungsaktion (des Dollars?) der Zentralbanken von gestern auf heute unterstrichen.

Gruss

4 Miesespeter 18. September 2008 um 11:02

Wie heisst es doch so schon im Propagandakurs: ‘Gebe eine kleine Wahrheit fuer eine grosse Luege….’

Auch hier wieder: eingestehen, was jeder nunmehr sehen kann. Dann der Bogen zum Gewuenschten. Allerdings wirkt es hier schon komisch. Ob das, was man gerade sieht, wohl wirklich Ausdruck dessen ist, dass die Welt optimistisches Vertrauen hat in die Faehigkeit der USA, die Probleme zu loesen…:)

Der Autor hinkt wie alle Spieler den Ereignissen muehsam und passiv reagierend hinterher: Klotzen statt Kleckern, 1000-2000 Mrd war gestern. Gestern hatte der Markt noch Glauben. Dieser Glauben geht mit Lehman unter. Jetzt hat er nur noch Angst.

Wie man nun den Glauben reanimieren will, uebersteigt meine Vorstellungskraft….

5 weissgarnix 18. September 2008 um 11:07

@Miesespeter

Nein, da sind noch massig “Glaube” und “Hoffnung” am Wirken, believe mir. Ich habe den 1987er-Crash hautnah und live miterlebt, das war eine völlig andere Story als das, was wir bislang in dieser Krise gesehen haben. Diejenigen, die jetzt schon was von “Panik” schreiben, haben daher meiner Meinung nach keine Ahnung.

6 Nanuk 18. September 2008 um 11:25

Amen!
ich shorte weiter T-notes ;)

7 Miesespeter 18. September 2008 um 11:32

@weissgarnix

Habe 1987 auch hautnah und live miterlebt, erinnere mich sogar noch an die fatale Uhrzeit, es war genau Freitag 21.30……

Gottseidank ist die Panik noch nicht da. So kann man sich nochmal positionieren. Aber sie ist nunmehr unausweichlich, und sie kann jetzt jeden Tag kommen.

Meiner Meinung nach hat sich diese Woche ein fundamentaler Wechsel vollzogen; am letzten Wochenende war der letzte Augenblick, an welchem man haette klotzen koennen. Jetzt setzt sich die Meinung durch, dass man zu wenig zu spaet unternimmt (dahin weist ja auch der Artikel von Rogoff), und das untergraebt jede Hoffnung in kurzer Zeit. Wurden bis letzte Woche die diversen Bailouts noch als Anzeichen gefeiert, dass die Lage steuerbar ist, werden nun die demnaechst kommenden Manoever alle als unzureichend auseinandergenommen werden…..

Und wenn Lehman faellt, werden Geruechte ab sofort verstaerkt zu Abrufen der Einlagen bei den betreffenden Instituten fuehren…

Die Politik ist nicht ahead of the curve, das wird jetzt deutlich fuer jeden, wenn die Panik erst kommt, wird es kein Halten mehr geben. Und anders als 1987 oder 2000 sind es jetzt nicht irgendwelche Industriesektoren, die zusammengepreugelt werden, es ist das Finanzsystem, das Herz des ganzen Organismus. Und ich wuesste jetzt keinen Weg, wie die Spieler, die Lehman nicht halten konnten, jetzt diese Welle noch in den Griff kriegen koennten. Die Bereinigung ist faellig.

8 Fritz 18. September 2008 um 11:33

Völlig korrekt – wer 87 erlebt hat, der weiß daß es aktuell (noch) so gut wie keine Panik gibt. Ich halte auch die bisherigen Verluste des Dow und Dax für unkritisch.

9 VolkswirtBLN 18. September 2008 um 11:41

Echte Panik kann ich auch noch nicht ausmachen. Für ein paar Tage gab es die 2003 bei Privatanlegern beim Ausbruch des Irak-Kriesges.

Im Moment habe ich eher das Gefühl, dass so mancher Marktteilnehmer eher erstaunt ist über das aktuelle Geschehen sowie seine Unfähigkeit oder Willenlosigkeit, dass Wahrscheinliche und eher Unvermeidliche zu erkennen. Und der Rest schaut gespannt dem Feuerwerk zu, beim dem gerade so mancher Stern (engl. Star) der Investmentgemeinde hell leuchtend verglüht.

Wie sieht eigentlich das Finale dieses Feuerwerks aus??? Ich möchts eigentlich gar nicht wissen….

10 carpe diem 18. September 2008 um 11:44

Achtung mit der Panik.
Wenn wir die Situation der 80er in Japan heranziehen, ist dort der Yen auch nicht zum fiat money verkommen.
Das Gegenteil war der Fall. Die massive Re-patriierung der Japaner hat die Währung aufgewertet, statt sie nach der Logik der Akademiker zum Non Valeur werden zu lassen.
Das gleiche passiert meiner Meinung nach jetzt in den USA. Also nicht auf einen schwachen U$D setzen. Solange der gerade in Gang gesetzte Deleveraging Effekt der Banken seine Runden dreht, braucht man nicht auf einen Verfall des U$D spekulieren.
Kommt noch dazu dass kein Zentralbanker der Welt Interesse hat, dass die USA implodieren. Die werden den Überdruck schön langsam und dosiert aus dem System lassen. Auf eine plötzliche Kessel-Explosion zu setzen, scheint mir zu bearisch. Ich (obwohl ein ultra Bär) würd`erst dann drauf setzen zu beginnen, wenn die Treasuries mit hohen Volumina verkauft werden. Nur bislang hab`ich nichts dergleichen gesehen. Das Gegenteil ist der Fall, sie werden gekauft.

11 SUCRAM 18. September 2008 um 11:47

Oooch… die Abwicklung der Finanzwelt so wie wir sie noch kennen, wird dann schnell gehen: Die Vorbereitungen werden bereits getroffen: Die derzeitigen (und kommenden) Megafusionen der Banken werden dann den finalen Steckschuss erleichtern: Man wird dann nur noch einen einzigen benötigen. Erleichtert die Sache ungemein!

Gruss

12 Miesespeter 18. September 2008 um 11:53

Gerade die simultane Flucht in Tagesgeld und Gold zeigen, dass die Angst im Markt massiv ist…..man sucht nach der Sicherheit….aber diese ist weg…..

‘Panik’ der Privatanleger kommt immer als virtuoser Schlusspunkt. Die Profis: Man leiht sich untereinander nichts mehr, und versucht, alles in Treasuries zu packen. Ist das keine Panik?

13 carpe diem 18. September 2008 um 11:57

Die Panik der Profis ist erst dann da, wenn die Treasuries verkauft werden.

14 Nanuk 18. September 2008 um 11:59

@carpe diem

Die massive Re-patriierung der Japaner hat die Währung aufgewertet, statt sie nach der Logik der Akademiker zum Non Valeur werden zu lassen.

Im Gegensatz zu den Amerikaner hatte die Japaner erspartes!!!!
Hast du zahlen wieviel Kapital die Amerikaner im Ausland haben?

15 weissgarnix 18. September 2008 um 12:01

@Nanuk

Ja, Unmengen. Lies mal hier:

http://www.weissgarnix.de/?p=124

16 Nanuk 18. September 2008 um 12:04

hmm dann sollte ich mir das mit den Treasury shorts nochmal überlegen…

17 carpe diem 18. September 2008 um 12:04

Leider, mit konkreten Zahlen kann ich nicht aufwarten.

18 Nanuk 18. September 2008 um 12:09

Und wieviel Ausländisches Kapital in den USA steht dem gegenüber???

19 weissgarnix 18. September 2008 um 12:19

@nanuk

Stand ultimo 2007:

US assets im Ausland: 17.640Mrd$
Auslandsassets in USA: 20.082Mrd$

Bei den US Auslandsassets machen Direktinvestitionen und Aktien den Löwenanteil aus, bei den Auslandsassets in USA entfällt der größte Anteil auf Kredite aller Art, inkl. Staats-, Firmen-, und Bankanleihen.

20 Nanuk 18. September 2008 um 12:35

Ok die USA sind doch Toast!!!

21 Nanuk 18. September 2008 um 12:37

Das wird sich durch die Re-patriierung noch verschlechtert haben…

22 idog 18. September 2008 um 12:43

hallo allerseits,

etwas off topic vielleicht aber im zusammenhang interessant fand ich diesen thread auf google finance , der vom juli bis heute laeuft , in dem jemand ( nennt sich reinhart) am 18 juli schon den 15. september als crash tag voraussagt und auch erklaert wie er darauf kommt – sehr strange – was haltet ihr davon ? bzw du wx ?
das link:
http://finance.google.com/group/google.finance.983582/browse_thread/thread/aad550b590f931bf

23 Nanuk 18. September 2008 um 12:56

@idog

Das Legatus ist aber ein Komischer Verein…

http://www.legatus.org/public/MemCriteria.asp

Executive Membership Criteria

http://farm4.static.flickr.com/3130/2850035605_c77b3efd84.jpg

24 f.lübberding 18. September 2008 um 12:59

idog

Es gibt auch jeden Samstag welche, die die Lottozahlen richtig vorhersagen … .

25 haaalbgooott 18. September 2008 um 13:01

=> o.k. , Jungs, … die Finanzmärkte habt ihr ja jetzt abgekaspert …

=> … hat sich auch schon mal jemand Gedanken um die Realwirtschaft gemacht ?

=> … VW bei 283 … habt ihr die Flucht in die Sachwerte alle in Form von neuen Golfs umgesetzt

26 OswaldSpengler 18. September 2008 um 13:02

Die Staatschulden der USA belaufen sich auf knapp 15 Billionen USD mit dem Fuck n´Funny Bailout insgesamt sind es wohl 50 Billionen USD.Wo steht denn geschrieben dass der Markt für Immos plötzlich eine Kehrwendung macht, jetzt mit Massenentlassungen ? Was wenn der Markt nochmal 50 % in die Knie geht.
Da spielen 2 Billionen USD keine Rolle mehr.

“Diejenigen, die jetzt schon was von “Panik” schreiben, haben daher meiner Meinung nach keine Ahnung.”

Natürlich nicht,was wir gestern erleben durften war ein kurzer Augenblick auf die wirkliche Situation.Von Panik sind wir weit entfernt.Die Muppets werden schon bald wieder den Tag retten.
Aber der Tag der keinem gleichen wird kommt.Roggoff und seine Hitman vom IMF gehören an die Laterne und nicht auf einen Stuhl.

27 haaalbgooott 18. September 2008 um 13:13

“Aber der Tag der keinem gleichen wird kommt.”

=> … ja das sehe ich leider auch so.

… natürlich gibt es Alternativen zu den anarchistischen Chaos-Tagen:

a) … sozialistischer Totalitarismus

oder …

b) … faschistischer Totalitarismus

=> … die Nachfragedeppen, die mit ihrem hirnlosen Gemurkse am Staatshaushalt und an der Währung … den Liberalismus unterwandert und vergiftet haben … werden dann auch irgendwann erkennen und am eigenen Leib spüren, was sie angerichtet haben …

:-)

28 Unwissender 18. September 2008 um 14:28

“Die Regierung ist die einzige Institution, die ein perfektes Stück Papier nehmen kann, noble Worte darauf drucken kann und es damit auf perfekte Art wertlos macht.”

Ludwig Edler von Mises

29 ergo sum 18. September 2008 um 14:38

@ carpe diem (Nr.10):

Du hast recht. Die Länder, die auf den dicksten Dollarpaketen sitzen, legen keinen Wert darauf, dass er fällt, sondern sie legen ihr Geld jetzt in Amerika an. Die Einkaufswelle ist schon im Gange. Dubai kauft massiv in den USA, u.a. viele Hafenanlagen. China ist bereits mit 10% bei Morgan-Stanley eingestiegen. Japan baut Autofabriken in den USA. Saudi-Arabien kauft US-Hotels und Kanada erweitert laufend seine Kontrolle über kleinere, solide Banken, Eisenbahnen, Naturgasquellen, Pipelines und Versicherungsgesellschaften im Norden, Nordosten und den ganzen Südstaaten.

30 Ich 18. September 2008 um 15:02

Seh ich auch so wie Nanuk.
Der DAX wurde ja vor allem von Auslaendern auf 8000 Punkte letztes Jahr hochgetrieben. Deutsche waren da net seller (und das US Vermoegen ist zum erheblichen Teil in Europa).
Im 4. Quartal rechne ich aber damit, dass wir den Amis noch mal ordentlich was ausbezahlen, da wohl viele angesichts der Abgeltungssteuer doch noch in Aktien umsteigen duerften.

31 egghat 18. September 2008 um 15:48

Der Mega Bailout ist politisch nicht durchsetzbar. Man höre sich nur das Gejammer bei jedem Minibailout an … Unter ganz optimistischen Bedingungen macht ein neuer Präsident das. Aber ich glaube nicht daran.

Ich glaube übrigens auch nicht unbedingt daran, dass man das Finanzsystem retten muss. Das grundliegende Problem ist der Immobilienmarkt. Der muss stabilisiert werden. Und das können die Amis jetzt schön über die verstaatlichten Frannies machen. Sonderkonditionen für Erstkäufer, aber in richtig großem Stil. Von mir aus 2% Hypothekenzins. Dann kommen die Käufer schon wieder. Und die Preise hören auf zu fallen. Und damit stimmen die Werte in den Bilanzen wieder. Und wo sie nicht stimmen, gibt’s halt Strafe. Keine zu Ende gedachte Idee, nur ein Ansatz.

32 idog 18. September 2008 um 16:02

@ nanuk
klar – sehr merkwuerdig – kann an dieser religioesen mafia etwas dran sein als haupt manipulator der finanzmaerkte ?

@ f.lübberding
logisch – die tatsache , das er richtig lag ist nicht so erstaunlich wie die erklaerungen dazu – ich habe sonst noch nie irgendwo gelesen , dass es diese art von verflechtungen geben soll – wollte eher wissen ob hier dazu etwas bekannt ist – ihr seid aus der branche – und dieser “reinhardt” meint ja eine gewisse historische logik in seiner behauptung zeigen zu koennen. wie wird das eingeschaetzt von branchen-insidern – kann es uebergeordnete manipulationen dieser art geben. sind die aufgezaehlten sachverhalte bekannt? oder sogar anderweitig gesichert?

33 Nanuk 18. September 2008 um 16:13

“klar – sehr merkwuerdig – kann an dieser religioesen mafia etwas dran sein als haupt manipulator der finanzmaerkte ?”

Keine ahnung ist mir auch egal hauptsache ich verdiene etwas dran… :)

34 PM 18. September 2008 um 17:23

1. Die Kirche denkt in langen Zeiträumen.

2. Sie hat die Säkularisation bis heute nicht verwunden.

3. Ein Da Capo dieses Vorgangs weiß die “tote Hand” zu vemeiden. Marcinkus war der falsche Mann mit seinen Banco Ambrosia-Mätzchen.

4. Die Geschichten mit Calvi, Sidona & Cie. waren ohnehin kein Ruhmesblatt.

5. Niemand lernt schneller als die Kirche – auch wenn es für Laien so ausschaut, als sei sie eine lame duck und zu schnellen Reaktionen außerstande.

6. Im Gegenteil! Sie hat in Milano exzellente Geld- und Kapitalmarkt-Profis. Die geigen jedem Profi-Banker noch was vor.

7. Dreh- und Angelpunkt ist das OPUS DEI. Unterliegt keinerlei Meldepflichten gegenüber Börsenaufsichten, da Personenverband, der sich beliebig teilen kann.

Dieser Player wird völlig unterschätzt.

Alle werden noch staunen – da sie den Player hinterm Vorhang nicht handfest machen können.

8.

35 ergo sum 18. September 2008 um 23:28

@ egghat:

Der Megabailout wird kommen, und er wird bei weitem alles in den Schatten stellen, was bereits jetzt kritisiert wird. Die von Rogoff genannten Summen von Tausenden von Milliarden dürften wohl richtig liegen. Im Gegensatz zu dem “Resolution Trust” der 80er Jahre gibt es diesmal jedoch keine Sicherheiten.

36 verwirrter 19. September 2008 um 01:04

Hmmm ich blick nimmer durch , der dow fliegt nach oben trotz dieser Probleme ? will nun wirklich die usa alle schulden übernehmen ?

was heisst das korrekt ? vorallem für gold/silber bzw kackt ihnen nicht der dollar ab ^^ ? wenn nach dem zeug wieder alles ok ist ????? blick doch kein normaler mehr durch ^^

hab mein geld von der bank abgehoben , wollte gold/silber kaufen nun weiß ich gar nimmer was ich tun soll

außer eines , unseren medien kann man NULL vertrauen ….

37 Hellas 19. September 2008 um 07:10
38 Frankie Bernankie 19. September 2008 um 08:17

@verwirrter

“…außer eines , unseren medien kann man NULL vertrauen ”

Die sind auch nicht dazu da, daß man ihnen vertraut.
Medien sind dazu da, uns zu unterhalten. Und sie sollen uns das Gefühl verschaffen, man wäre nach ihrem Konsum klüger als vorher.

39 Quadrillion 19. September 2008 um 10:00

“Bei den US Auslandsassets machen Direktinvestitionen und Aktien den Löwenanteil aus, bei den Auslandsassets in USA entfällt der größte Anteil auf Kredite aller Art, inkl. Staats-, Firmen-, und Bankanleihen”

Nachdem die faulen Kredite identifiziert und “ausgelagert” wurden, können die Amis einfach die Rückzahlung dieser “Kredite aller Art, inkl. Staats-, Firmen- und Bankanleihen” verweigern. Es gibt hier keine Verrechnungspflicht mit den Direktinvestitionen und Aktien.

Dann kommt der “Amero” und alles beginnt wieder von vorne.

Ein gutes Geschäft für die amerikanischen Finanzhaie…

40 Stefan 20. September 2008 um 00:20
41 laie 3. Oktober 2008 um 14:34

ich tippe, der us dollar wird irrsinnigerweise, nach der annahme des bailouts, stärker werden. das hat alles nichts mit wirtschaftswissenschaft oder mathematik zu tun. Vielmehr ist es die Beschränktheit und die Angst der Menschen, wonach sich alles richtet.

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