Meine Frau (Medizinerin) fragte mich gestern, als sich die Bankenkrise vor unseren Augen wort- und bildgewaltig auf CNBC live entfaltete, warum denn plötzlich all diese Traditionsbanken von der Bildfläche verschwinden, wie Lehman Brothers oder Merrill Lynch, wo die doch in 150 Jahren die Great Depression, den 11. September, die New Economy-Bubble und noch diverse andere gröbere Schwierigkeiten überstanden hatten?
Und weil ich den aussichtlosen Versuch, sie zum Lesen meiner Minsky-Trilogie oder ähnlicher Erklärungsansätze zu bewegen, gar nicht erst starten wollte, nahm ich Zuflucht bei einer extremen Reduktion von Keynes:
“Der Grund warum jetzt alle diese Banken über die Wupper gehen, ist simpel und einfach der, dass sie massenhaft Papiere gekauft haben, von denen sie gestern noch dachten, dass sie sehr profitabel sein würden, weil alle anderen auch dachten, dass diese Papiere sehr profitabel sein würden. Zwischenzeitlich haben aber alle ihre Meinung geändert, und daher stehen besagte Banken jetzt im Regen.”
Mein Frau blickte mich darauf etwas ungläubig an, liess es aber bewenden. Seit wir uns kennen, fragt sie sich ohnehin ständig, wie man mit dem, was ich beruflich so treibe, Geld verdienen kann.
Aber um die Wahrheit mal auf den Punkt zu bringen, genauso, wie ich es ihr beschrieben habe, sieht es aus: Lehman und Co. sind Geschichte, aufgrund eines schweren manisch-depressiven Anfalls unseres Wirtschaftssystems, das offensichtlich immer nur zwischen zwei Polen, “Euphorie” und “Panik”, hin- und herschalten kann, aber keinen Normalzustand dazwischen kennt. Zumindest nicht über einen längeren Zeitraum hinweg. Technische Einwände wie “erhöhte Ausfallsraten”, “verschlechterte Konjunkturdaten”, “hoher Ölpreis” oder gar “kriminelle Energie” zählen nicht: all diese Risikofaktoren waren auch vor und während des Booms bekannt. Es war jederman klar, dass die Konjunktur sich verschlechtern, der US Hausbesitzer sich überschulden, einzelne Banken sich verspekulieren, die FED die Zinsen dramatisch erhöhen, oder was auch immer sonst passieren könnte. Alleine: gejuckt hat es keinen. All dies wurde schlicht ausgeklammert, oder als unwichtig abgetan, weil es nicht ins Bild passte. Erfolgreiche Menschen haben den “Tunnelblick” heisst es … ja, aber das gilt eben nur solange sie erfolgreich sind. Danach sind sie nur noch “engstirnig”, “unbelehrbar” oder gar “kriminelle Betrüger”, wie es jetzt wieder häufiger in Blogs und Foren zu lesen ist.
Die Erwartungen treiben die Wirtschaft, und die Erwartungen sind hochgradig unsicher. Und das erzeugt genau jene Volatilität, die das System mal in stratosphärische Höhen treibt, um es unmittelbar danach in ozeanische Tiefen abstürzen zu lassen. Und ein solches System sollte man eventuell nicht unbeaufsichtigt lassen, zumindest nicht, wenn man sich gesellschaftlichen Wohlstand, Vollbeschäftigung, finanzielle Stabilität und all die schönen Dinge von seiner Wirtschaft erhofft.
Das ist – in aller Kürze – die Botschaft von Keynes’ “General Theory”, die leider bis heute weitgehend ungehört geblieben bzw. von Freund und Feind zu einer Karikatur ihrer selbst verstümmelt worden ist. Keynes feierte dieses Jahr 125-jähriges Geburtstagsjubiläum. Diese Krise samt all der bereits untergegangenen und noch untergehenden Banken sowie aller Kollateralschäden ist – so traurig es auch sein mag – ein würdiges Andenken an sein großes Werk.















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noch 10 Minuten, dann gehts rund in Flodder-Country (USA)
AIG chapter 11???
Wer biete mehr…
unter 2 $ in pre market…
@ weissgarnix
Sie schreiben:
” ..gar “kriminelle Betrüger”, wie es jetzt wieder häufiger in Blogs und Foren zu lesen ist.”
Das will ich so nicht stehen lassen – einige der besagten Herren sind nicht plötzlich jetzt kriminelle Betrüger, weil sie keinen Erfolg gehabt haben. Sie sind kriminelle Betrüger unabhängig davon, ob sie Erfolg hatten oder nicht.
Ich meine den Betrug nicht streng technisch im Sinne des Strafgesetzbuches (der Betrug mit seinem Tatbestandmerkmalen ist häufig schwer zu beweisen), wohl aber im Sinne des Werturteils, dass damit verbunden ist. Es macht für mich keinen grossen Unterschied, ob ich jemanden mit einer bewussten Täuschung in einen Irrtum versetze oder ob ich einen erkennbar vorhandenen Irrtum (z.B. die Beurteilung eines Papiers aufgrund eines systematisch unbrauchbaren Ratings) dazu nutze, jemanden zu einer für ihn nachteiligen Vermögensverfügung zu veranlassen.
Nach meiner Auffassung sind diese ganzen “Finanzinnovationen” Instrumente gewesen, die vor allem die Transparenz beseitigt haben, die sonst auf den Finanzmärkten angeblich herrscht und die es den Marktteilnehmern ermöglicht, Wert und Risiko abzuschätzen. So konnte die DB der IKB einen Milliardenschwindel aufhängen. Ich erinnere mich noch an Herrn Ackermann, der auf Frage von Illner im Fernsehen meinte, er werde doch seine Kollegen von anderen Bank nicht dadurch kränken, dass er sie über Risiken belehre, die mit den verkauften Papieren verbunden sein könnten.
Wenn Ackermann wegen der Pleiten in Detroit schon wusste, was für ein Müll die Subprime-Bündel sind, dann hat er die offenbar ahnungslose IKB in der Art eines Betrügers über den Tisch gezogen.
“Es war jederman klar, dass die Konjunktur sich verschlechtern, der US Hausbesitzer sich überschulden, einzelne Banken sich verspekulieren, die FED die Zinsen dramatisch erhöhen, oder was auch immer sonst passieren könnte.”
Du meinst, alle die das Gegenteil behauptet haben, haben bewusst gelogen?
@Hermann Keske
>Sie sind kriminelle Betrüger unabhängig davon, ob sie Erfolg hatten oder nicht.
Tut mir leid, aber das gilt nicht in der Welt, in der ich lebe. Hätte Ackermann zB die Deutsche aus allen Problemen weiterhin rausgehalten, dann wäre er in der Öffentlichkeit nach wie vor ein Superstar, der ringsum rumgereicht würde. “Seht’s her, ihr doofen Amis, über den Tisch ziehen habt ihr euch alle lassen, aber unserem Joe, nein, unserem Joe, dem kann sowas nicht passieren.” Aber so wie die Dinge nunmehr liegen, sind’s halt alle nur noch Arschlöcher, Betrüger, Kriminelle, oder was auch immer sonst, ganz nach aktuellem Zeitgeist.
Zu allem anderen gebe ich Ihnen prinzipiell recht, aber wie gesagt: der Zeitgeist macht’s. Nicht lange her, da waren von “Securitisation” alle restlos begeistert …
@HRR
Nein, sie haben sich nur selbst was vorgemacht, die Wertung der einzelnen Parameter zu optimistisch gewichtet.
“Nein, sie haben sich nur selbst was vorgemacht, die Wertung der einzelnen Parameter zu optimistisch gewichtet.”
Idioten sag ich doch immer gierige Idioten…
oder wie heist es so schön
Gier frist Hirn…
“Tut mir leid, aber das gilt nicht in der Welt, in der ich lebe. Hätte Ackermann zB die Deutsche aus allen Problemen weiterhin rausgehalten, dann wäre er in der Öffentlichkeit nach wie vor ein Superstar, der ringsum rumgereicht würde.”
Völlig richtig, in dieser Welt muss man mitmachen. Wer nicht mitmachen will, der muss gehen. Ich bin gegangen und lebe jetzt nach meinem Massstab. Beides zusammen geht leider nicht.
“Völlig richtig, in dieser Welt muss man mitmachen. Wer nicht mitmachen will, der muss gehen. ”
und nur so kann man das System beenden einfach nicht mehr mitmachen…
Erinnert mich an den Spruch aus den 70ern. Stell dir vor es ist Krieg und niemand geht hin…
@Nanuk
Ja, klar aus Gier, bestimmt nicht aus Altruismus. Gier und Egomanie, wie immer …
@ weissgarnix
Das gilt nicht für die Welt, in der Sie leben – das will ich nicht bestreiten. Vielleicht liegt darin ein Teil des Problems. Die Maßstäbe sind verloren gegangen. Wenn ein ganzes Feld (nach Bourdieu) die Maßstäbe verloren hat, gibt es eben ganz besondere Katastrophen.
Joa ist aber so einfach…
Stell dir mal vor Morgen früh steht keiner auf und geht zur arbeit und jeder versucht alleine über die runden zu kommen…
“Jedermann sollte eine Kuh und drei Morgen Land verfügen können das Problem ist nicht das es zuviele Kapitalisten gibt sondern zuwenige”
Gilbert Keth Chesterton
und ich bin fest davon überzeugt das er recht hat…
Wie süß. Und jeder schnippelt sich seinen Gehirntumor alleine raus.
@tschill
Man merkt das du nicht verstanden hast was er damit meinte!
Das Bankensystem welches die Rahmenbedingungen zum ausüben dieser Gier immer weiter lockerte ist sicherlich Mitschuld an dem Desaster. Zocker und Inv.Banker dieser Spezies muss man an die ganz kurze Leine legen Allerdings wurden die klassischen Bänker immer mehr durch diese Zocker ersetzt und so lockerte man gemeinschaftlich über die gesammte Bankenbelegschaft hinweg die Leinen und damit auch die Stabilität. Und jetzt blässt ein vergleichweise schmaler Wind von Zweifeln, nicht etwa von schlechten Fundamentaldaten, die leider nur Pro/Kontra-Denker um. Witzigerweise kommt bei der klassischen Realwirtschaft wenig dieser Katastrophe an. Das erklärt auch in was für einer Parallelwelt das alles inzwischen abläuft. Da werden mal schnell wie bei Lehmanns geschätzte150 Millarden vernichtet und es ist nicht mal ein Haus umgefallen. Vermutlich haben Ratingagenturen ihre Mitarbeiter vorher der lokalen Lotoannahmestelle abgeworben.
mfg dreas
@Weissgarnix
Nenn mir doch bitte eine einzige Bank, die rein hypothetisch nicht pleite wäre !!! Was sagen denn Verschuldungsgrade von > 1000 % so aus ? Die Bank, die theoretisch nicht pleite wäre, gibt es nicht. Sie wären alle pleite von der ersten bis zur letzten. Genauso fast alle börsennotierten Unternehmen. Da sind wir bei den gaga Kursen. Alle Börsenkurse sind zu jeder Zeit gaga Kurse. Es kommt auf die Anzahl der Idioten an, und jeden Tag gibt es neue zu fangen. Das ist doch der Schwierigkeitsgrad. Wie bringt eine Bank den Trottel dazu sein Geld in irgendeiner Art langfristig “anzulegen” und macht ihm weis, er “gewänne” dabei noch was ? Das ist die hohe Kunst des Dummenfanges.
Und die derzeitige Hysterie gegen die Banken ist eher eine gezielte Konsolidierung. Lächerlich. Die verzinsten Schuldpapiere der Verbraucher haben doch Bestand. Nicht aber die Zertifikate u.a. genannten Wertpapiere auf den Emittenten, falls der absäuft. Es kann jeden einzelnen erwischen, falls sich nicht neue Idioten im Schneeballsystem finden. Glücklicherweise sind die aber zahlreich. Mal mehr, dann steigen die Kurse, mal weniger, dann fallen sie. Logischerweise füheren steigende Kurse zu immer mehr Idioten, bei dauerhaft fallenden endet die Flucht in einer Massenpanik, die Lemminge huppen über die Klippen. Eines ist sicher, die Bank, die irgendwelchen Knülchen Kredite gewährt oder aufschwatzt ist daran nicht schuld.
@ “Banken-Bulle”-Michael & Weissgarnix
… wenn ich das richtig mitgekriegt habe, ist …
Michael:
- Banken LONG!
- K+S SHORT!
WgnX:
-Banken SHORT bis SUPERSHORT!
- K+S LONG!
… wie wäre es mit ein paar kurzen/stichpunktartigen Argumenten … zur Entscheidungshilfe ?
Nein, die Shorts habe ich alle geschlossen. D.h. den Dollar bin ich gewissermassen Short, in Erwartung dessen, was die FED heute anzubieten hat.
K+S habe ich nicht, sondern meine Kinder. Die interessiert die Performance aber frühestens in 15 Jahren, daher sehe ich zwischenzeitlich Ausschläge eher relaxed …
Nanuk, Recht hast Du. Sah in Deinem Zusammenhang mehr nach Selbstversorgermentalität aus als nach Distributismus (bin auch als Nichtökonom lernfähig). Bezweifle aber (ebenfalls als Nichtökonom) die Durchführbarkeit der Idee, weil die Konzentrationsprozesse innerhalb einer profitorientierten Gesellschaft nicht außer Kraft gesetzt sind. Nicht zufällig hat sich die kapitalistische Warenproduktion im Verlauf der Industrialisierung durchgesetzt.
Aber zurück zum Thema.
@goodnight et. al. z.B. haaalbgoooTT
Will keinem was aufschwatzen, gaga.
Keine Entscheidungshilfe, gaga. Madam müßte wohl langsam auf deine Ölschorts statt des BMW einen Ferrari kriegen ? Oder hast du den Pfandleiher mit der Desert Eagle AE bequatscht ?
Bin short K+S raus. Hab schon mal die Staubschutzkappen zur Bankenbären – Jagd vom Zielfernrohr genommen. Kann noch ein paar Tage oder Wochen dauern, bis ich zum Schuß komme. Keine Argumente, nur gaga.
weil die Konzentrationsprozesse innerhalb einer profitorientierten Gesellschaft nicht außer Kraft gesetzt sind
Joa weil die Rechtssprechung das begünstigt…
Wie ich hier schonmal erwähnte der Schiedsrichter ist mieserabel.
@Michael
>Nenn mir doch bitte eine einzige Bank, die rein hypothetisch nicht pleite wäre !!! Was sagen denn Verschuldungsgrade von > 1000 % so aus ?
Kann ich dir eine ganze Reihe solcher Banken nennen. Selbst meine Lieblingsbank, die Deutsche, steht theoretisch recht solide da …
Es bedarf nur einer klitzekleinen, für Außenstehende noch nicht mal richtig begreifbaren, Änderung in den IFRS, und schon sind Banken wie Deutsche, Goldman und Morgan Stanley wieder die Kings … daher ist es auch langfristig nicht ungefährlich, sie zu shorten, weil der IFRS arbeitet bereits emsig an einem “Review” der Mark-to-Market-Rules, und wenn da morgen oder nächste Woche eine Verlautbarung kommen sollte, wonach die entsprechenden Regelungen geändert werden (und dafür gibt’s eine recht starke Lobby, u.a. die EZB höchstselbst), dann gehen die Dinger durch die Decke …
Ich gehe eventuell die Deutsche oder Goldman Sachs kurz vor 20:00 nochmal long bis zum Rest der Session … weiss ich aber noch nicht genau.
@all
Die Raifeisenbanken stehen auch ganz gut da…
Da hab ich auch nen Tagesgeld Konto wenn es härter werden sollte…
Der Sozialismus geht regelmäßig daran zugrunde, dass die angeblich kollektivierten Gesellschaftsmitglieder mehr oder weniger heimlich individualistisch handeln und dadurch das System zum Einsturz bringen.
Die Marktwirtschaft fährt regelmäßig dadurch an die Wand, dass ihre angeblich individualisierten Mitglieder mehr oder weniger heimlich kollektiv handeln und beispielsweise auf Schneeballsysteme aufspringen, weil andere Individualisten damit schöne Gewinne eingefahren haben.
Kollektiv und Individuum sind eben beide unentrinnbare menschliche Realität. Die Spannung zwischen ihnen treibt die Geschichte an. Das Nirwana bleibt Utopie, das kollektive Nirwana der klassenlosen Gesellschaft ebenso wie das Wettbewerbsnirwana.
Solange sich die Banken auf den ihnen zugewiesenen Transformations-Prozess beschränken funktionierts ja auch gut. Siehe das Ranking diverser lokaler “Sparinstitute”.
Das Problem ist das excessive share holder value Denken & damit verbunden, die Options`- und Bonusprogramme der Manager, zu deutsch: die Gier nach mehr.
Wie sagte einst ein deut. Dichter: …und die Geister die ich rief, werd ich nun nicht mehr los.
@Hermann Keske
Nun, ich lebe ja nicht in meinem eigenen Universum, sondern eigentlich in der ganz “normalen” Welt. In selbiger sind die Maßstäbe aber generell abhanden gekommen, die sogenannten “Bedürfnisse” zum Großteil keine echten, sondern künstlich erzeugte.
Mit einem Wort: Ackermann und Co. zeigen uns nur im Extrem, was in unserer Gesellschaft alles falsch läuft. Und anstatt das zu erkennen, und die Dinge mal von Grund auf zu ändern, ziehen wir es vor, die Helden von gestern zu den Kriminellen von morgen zu machen, damit wir uns weiterhin einreden können, dass ja alles nur “eine Ausnahme” war, das “üble Machwerk von ein paar Kriminellen”. Wie meinte McCain gestern? “We’ll make sure this never happens again” … ja genau, und Kindleberger, Minsky, Keynes und noch eine ganze Menge mehr drehen sich ihren Gräbern um, und stöhnen “Scheisse, was wir geforscht, geschrieben und geredet haben, es war alles umsonst”.
Übrigens, als Nachtrag zu meinem letzten Kommentar: die Skepsis gegenüber den Banken ist keine reine Eigenart der Keynesianer, sondern kam auch bei einigen Monetaristen sehr deutlich zum Ausdruck, u.a. Henry Simons, einem der Begründer der Chicago School.
@weissgarnix
geistige Verwahrlosung
Hallo weissgarnix,
teilen Sie Ihrer Frau doch bitte mit, dass die Lehmänner alles versucht haben.
So geht dass Gerücht, dass die deutsche Dependance dieser seriösen Bank massenhaft Geld in Deutschland und anderswo eingesammelt und sehr, sehr gut verzinst hat. Natürlich nicht über 1,2 Mios pro Spender, denn das ist das Maximum, das der spendable deutsche Einlagensicherungsfonds garantiert.
Banker sind ganz clevere Menschen, die nur das Wohl ihrer Kunden im Auge haben.
Gruß
J.Kramer
Banker sind ganz clevere Menschen, die nur das Wohl ihrer Kunden im Auge haben. Jaaaaaa, nur der Ertragswinkel muss, wie bei der “Deutschen”, einfach stimmen. Seit Jahren nicht mehr so gelacht, habe tatsächlich Bankaktien.
Gut, ich bin einer von denen, der die Verantwortlichen der Krise mit solchen Worten belegt – aber ohne, dass ich die den Problemen zugrunde liegenden Blasenbildungen für richtig empfunden hätte. Was ich nicht begreife und wirklich für kriminell halte, ist der dreiste Umstieg von der New Economy Blase auf die Immobilienblase, teilweise mit den identischen Akteuren wie im deutschen Fall der Level One. Statt die Lehren zu ziehen und Geschichten wie Worldcom und Kabel New Media mitsamt der Rolle der Banken auszuarbeiten und eine Art Sicherungsmechanismus zu entwickeln, hat man nach dem 11. September 2001 zur Defizitfinanzierung der USA einfach der Geschichte ihren Lauf gelassen. Zeimal das gleiche Desaster innerhalb von 7 Jahren, nur in der zweiten Runde mit echten Folgen für alle: Was soll daran bitte gerecht sein? Mir persönlich ist es egal, ob jemand einbricht und mein Geld klaut, oder gewissenlose Zocker mit meinem Geld meines Staates gerettet werden müssen (kfw, BayLB, IBB you name it you get it). Es gibt keine Gesetze, solche Leute zu betrafen, und reichlich lasche Gerichte, und ich finde, das sollte man ändern. Ein wenig Existenzangst ist für solche Naturprallen immer ein guter Zügel für die Gier.
@Don Alphonso
Kein Problem. Es ist ein und dieselbe Blase. Es gibt auch keine Alternative dazu.
Wir können natürlich wieder Silber- und Goldmark einführen, aber wirklich fortschrittsfördernd wäre das nicht. Nichts ist kriminell. Keine Panik, keine Unruhe, die Welt geht, wie immer, nicht unter. Hier ging es nur um den eigentlich nicht so wichtigen Streit der Aktien – Bullen und – Bären, im Augenblick führen die Bären, zum Jahresende könnten die Bullen aufholen, dann werden sie aber wohl eine Zeit lang ausgepfiffen. Das match wiederholt sich seit Jahrhunderten unter verschiedenen Namen.
@Nanuk:
“und nur so kann man das System beenden einfach nicht mehr mitmachen…”
Wenn das nur so einfach wäre. Machen wir doch mal folgendes Gedankenexperiment:
Angenommen, Joe Ackermann hätte eine Zeitmaschine im Keller stehen, mit der er sagen wir 5 Jahre in die Vergangenheit reist. Mit dem Wissen um den Schlamassel, der sich aus den Kreditderivaten ergeben hat, ist Joe nun fest entschlossen, sein Geldinstitut von diesem Giftmüll freizuhalten.
Leider sind seine Konkurrenten weniger idealistisch und fahren somit glänzende Renditen ein. Auf der nächsten Hauptversammlung wird Herr Ackermann rundgemacht wie ein Buslenker, warum denn die Renditen so viel schlechter wären als bei seinen Kollegen.
Selbst wenn Joe standhaft bleibt, hat er keine Chance: entweder wird er einfach abgesetzt oder aber der Kurs der Deutschen Bank halbiert sich – und die ersten Heuschrecken übernehmen.
Dieselbe Story könnte man über Herrn Sommer von der Telekom erzählen.
Ich denke, das Problem ist systemimmanent, da kann man nicht einfach “nicht mitmachen”.
Gruß, Gojko.
Wie man es nimmt: Ich war bei der NE ziemlich im Zentrum des Downturns und bin inzwischen der Ansicht, dass es nicht so cool ist, wenn 23-jährige erst mal Pillen einschmeissen, um den 12-Stunden-Tag durchzustehen und dann, wenn der Rausch vorbei ist, mit angebrochenem Studium und einer überteuerten Mietwohnung an ihrem Tablettenproblem laborieren. Momentan habe ich viel mit Älteren zu tun, die durch den grauen Kapitalmarkt geschädigt wurden (Berlinimmobilien etc., die deutschen Vorlaufer der subprime-Probleme), und ich muss wirklich sagen: So ein wenig realistische Betrachtung der Dinge und ehrliche Berichte und vor allem ein klares Regularium jenseits der de facto Prospektnichthaftung und lächerlicher Sträfchen bei Anlagebetrug, kurz, ein attraktiver Markt mit kalkulierbaren Risiken und geringen Nebenkosten, das wäre feine Sache. Börsenspielchen mögen ja ganz lustig sein und aktuell an ein Actionspiel erinnern, aber das ganze findet nicht im luftleeren Raum statt. Wer das system erhalten will, wird nicht umhinkommen, da etwas Dynamik rauszunehmen. Und den Gegensatz zwischen dem Brummifahrer mit seiner Verantwortung und dem Bankmitarbeiter mit seinen Boni zu schliesen. ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer auf einer Strasse sein möchte, auf der so kriminell gefährlich gefahren wird, wie die Finanzmärkte betrieben werden. Verantwortung wäre das Wort der Stunde, aber statt dessen wird versucht, die Verantwortung den Staaten draufzuhängen. Ist das gerecht?
“Ich denke, das Problem ist systemimmanent, da kann man nicht einfach “nicht mitmachen”.”
Klar kann man!
Die Volksbanken haben auch nicht mitgemacht.
Wenn das nicht gehen sollte sind wir in ein paar Jahren alle Toast!Aber zwischen können und handeln ist ein gigantischer Unterschied…
Es profitieren zu viele davon und vor allem die mächtigen Mitglieder unserer Gesellschaft darum ändert sich das nicht.
Die Konzentration von wirtschaftlicher Macht ist ein wirklich grosses Problem das sich mit dummheit und korruption in der Politik mischt.
Ich glaube auch nicht das wir Menschen das schaffen da rennst du bei mir offene Türen ein…
Aber der alte Keith hatte auch darauf einen passenden Satz parat
“Anstatt uns zu fragen, was wir mit den Armen machen sollen, sollten wir uns lieber fragen, was die Armen mit uns machen werden.”
In Deutschland haben die Armen irgendwann Sieg Heil gerufen!
@Nanuk:
Ich denke, problematisch ist vor allem, daß wir dazu neigen den schnellen Gewinn mitzunehmen und uns keine Gedanken zu machen, was daraus erwachsen könnte.
Selbst wenn man es wollte, wer kann schon sagen, welche Wirkungen die heutige Tat in etlichen Jahren hat? Niemand. Daher ist die Jagd nach der schnellen Mark gar nicht mal so unlogisch.
Und deshalb wird sich da auch nichts ändern, es sei denn man schafft klare Richtlinien.
Gruß, Gojko.
Die Bühne wechselt, das Stück ist immer dasselbe.
Ja, das verstehen viele nicht, dass immer dasselbe Stück aufgeführt wird und nur die Kulisse wechselt – weil sie es ja meistens nur einmal sehen.
Die HSBC Trinkaus Burkhard hatte heute auf ihrer Homepage eine nette Geschichte aus der “Wiener Zeitung” von 1875 (Leider ist die HP nur Kunden zugänglich und geschickten Leuten, die aber dann nicht kopieren können)
Es geht um die Immobilienkrise, die sich aus dem zu vielen Geld im Kreislauf nach den Gründerjahren entwickelte. Geschildert wird wie die Vorläufer der Baufinanzierer zu viele schlechte Kredite in ihren Büchern haben und einige deshalb Konkurs anmelden müssen. Dass der Staat, aus nationalen Gründen nur den grossen helfen sollte, die kleinen sich aber schon selber helfen müssten oder eben pleite gehen. Des weiteren, dass die “Börsenbüros” , also Investmentbanken, über fallende Kurse auch in den Strudel hineingezogen werden und viele schliessen müssten. Der Autor vertritt die Meinung, dass das ein normaler Selbst-reinigungsprozess der Wirtschaft sei und jeder eben selber sehen müsse wie weit in die Gier ins Risiko treibt.-
Das Originalwording könnte so heute in der Zeitung stehen.
Selbst wenn man es wollte, wer kann schon sagen, welche Wirkungen die heutige Tat in etlichen Jahren hat?
Da kann ich Hans Johnas empfehlen.
“Das schlimste anzunehmen ist Moralisches handeln für die Zukunft.”
Das liegt mir auch näher als der Bloch mit seinem Prinzip Hoffnung das gerade den Bach runterläuft…
Ich Persönlich würde lieber mit einem Pessimisten zum Mond fliegen als mit einem Optimisten.
@ weissgarnix
Ihre Euphorie für Keynes kann ich nicht teilen. Mir leuchtet da eher das Werk vom großen Henry Hazlitt ein: “Das Fiasko der Keynes’schen Wirtschaftslehre” (Fritz Knapp Verlag). (Originaltitel: The failure of the new economics – Princeton, New Jersey 1959.
sh. Vorwort: Hazlitts Buch bedeutet die endgültige und unwiderlegbare Zergliederung und Vernichtung des Keynesianismus, jenes dogmatischen Gebräus, das mehr als jede andere Ideologie (wenn wir Marxismus und Nationalsozialismus beiseite lassen) in unserer Generation Verwirrung anrichtete, vor allem unter den Lehrern der Wirtschaftswissenschaft. Man fragt sich, wie es möglich war, daß eine Sammlung verschwommener und oder sinnloser Definitionen, unzuverlässiger pseudomathematischer “Funktionen” und “Gleichungen”, willkürlich, den Tatsachen und der Logik widersprechender, rein demagogischer Behauptungen der gebildeten Oberschicht zweier Kontinente als eine geistige Umwälzung erschien. Wie läßt sich erklären, daß hervorragende amerikanische und europäische Autoren und Professoren, die für Freiheit und Ethik eintreten, für eine unwissenschaftliche Lehre, die Sparsamkeit als unsozial brandmarkt, dafür aber kollektivistische Zwangsmaßnahmen und Nationalisierungen, inflationistische Geldmanipulationen und ein Gewirr protektionistischer Kontrollen befüwortet, solche Empfänglichkeit zeigten? Volkswirtschaftler, die Politiker werden, hören auf volkswirtschaftlich zu denken. Dies ist, was Keynes und seinen Anhängern widerfuhr.
Vielleicht abschließend noch eine Erinnerung an http://www.swissam-consult.com/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=13 aus dem Jahre 2005. Die hatten es jedenfalls vorausgesehen und ich habe mich für meine Mandanten und mich danach gerichtet. Mir wäre es nicht im Träume eingefallen diesen amerikanischen Kapitalschrott zu kaufen.
Bei Google Finance hat am 18. Juli 2008 ein gewisser Reinhardt geschrieben:
“Crash is in September.”
yup
and the negative news that will move the market downward should occur
Sept 15
this organization below.. runs the show
http://www.legatus.org/public/index.asp
the money laundering occurs just prior to the pilgrimage to rome and
the checks are written during the pilgrimage and the checks clear by
September 14 and the negative news leaks out (something along the
lines of “insider trading on a mass scale at a major brokerage) then
they start crossing the “t”s and dotting the “i”s on Sarbanes-Oxley II
SOX II will certainly protect the working class’ nest-eggs fur sure!
http://finance.google.com/group/google.finance.983582/browse_thread/thread/aad550b590f931bf
KRASS!
Woher er diese Information wohl hatte?
gojko,
ein gutes Beispiel mit der Zeitmaschine. Ich würde ein Stück weitergehen: Hätte die Deutsche nicht ‘mitgespielt’, wäre sie mit den anderweitig generierten Milliarden im Vorbeigehen geschluckt worden.
Nanuk,
das Beispiel mit der Volksbank zieht nicht. Die Volksbanken sind kein Börsen-gelistetes Unternehmen, und sie können den Kleinkram der Privatkunden und der kleinen Unternehmen still vor sich hinverwalten, solange ihre Kostenstrukturen die Kunden nicht vertreiben. Man sollte sich aber keine Illusion machen: Die Volksbanken dürften ihr Überleben auch nur dem Filz der Lokalpolitik verdanken, wer also ‘Moral’ schreit, müsste hier mal konsequent reinleuchten.
Ich habe meiner Volksbank vor zehn Jahren den Rücken zugekehrt, weil sie in beamtenschneller Geschwindigkeit elektronisches Banking eingeführt hat. Und das bringt mich zu Deinem Äpfel-Birnen-Vergleich: Für eine deutsche Firma, die internationale Geschäfte abwickeln will, ist und war eine Volksbank noch nie ein Partnerinstitut. Da kannst Du gleich einen Kartoffelbauern mit Nestle vergleichen.
Wer im globalen Geschäft ‘spielen’ will oder muss, der ist in einem Haifischbecken, das von den angelsächsischen Banken bestimmt wird. Die SPD-Regierung mit Eichel hat Deutschland wohl den letzten Schubs in dieses Becken gegeben, als er die Entflechtung der deutschen Überkreuzbeteiligungen steuerfrei gestellt hat. Vielleicht hat die Regierung es damals versäumt, diese Maßnahme gleich regulatorisch gut abzusischern. Müntes Erwachen mit (Heu)Schrecken kam zu spät.
Gruß, Martin
@Francisco D’Anconia
Tut mir leid, aber auch sie beschreiben die Trivialvorstellung von Keynes, wie sie von den Herren Hicks, Hansen, Patinkin und Samuelson entworfen und an den Unis gelehrt wird. Das meiste, was wir heute unter dem Stichwort “Keynes” zu hören und zu lesen bekommen, ist eindeutig von Hicks-Hansen oder Patinkin, aber keineswegs vom alten John Maynard. In der General Theory gibt es zum Beispiel keine einzige mathematische Gleichung. Das IS-LM-Diagramm, das meistbekannte “keynesianische” Gleichungssystem stammt zu 100% von den o.g. 3 Herren.
Auch alles andere, das Sie da aufzählen, hat mit Keynes nicht das geringste zu tun. Bis auf die sogenannte “Sozialisierung der Investition”, sprich die Quasi-Verstaatlichung spezieller Wirtschaftszweige, deren Finanzierungserfordernisse extrem großer und langfristiger Natur sind, die ja. Aber das erklärt sich unmittelbar aus Keynes’ völlig zutreffender Analyse der instabilen Investitionsnachfrage und ihrer Auswirkungen auf die Beschäftigung.
Ich hege im Übrigen keine spontane “Euphorie” für Keynes, sondern beschäftige mich seit meinen austro-keynesianischen Uni-Tagen ab Mitte der 80er mit ihm. Keynes war DAS ökonomische Genie der letzten 200 Jahre, das steht für mich völlig außer Frage. Nur, wie das halt bei Genies immer so ist, es dauert eine Weile, bis sie verstanden werden. Keynes wurde bis heute nicht verstanden, zumindest von der breiten Masse der Ökonomen nicht, u.a. auch vielen von denen, die sich “Keynesianer” nennen.
@ Nanuk
“In Deutschland haben die Armen irgendwann Sieg Heil gerufen!”
Sie machen es sich aber sehr einfach.
@ Martin
“Wer im globalen Geschäft ’spielen’ will oder muss, der ist in einem Haifischbecken, das von den angelsächsischen Banken bestimmt wird.”
Nie waren die Chancen besser als heute, das zu ändern. Die angelsächsischen Banken liegen am Boden. Jetzt ist der Zeitpunkt, um eine kontinentaleuropäisch dominierte Rating-Agentur zu gründen, eine ebensolche Kreditkartenorganisation. Voranschreiten, wenn die anderen am Boden liegen! Dann geht es ohne Blutvergießen.
@Martin
“…Die Volksbanken dürften ihr Überleben auch nur dem Filz der Lokalpolitik verdanken,”
Welcher Filz jetzt genau ist es, der den Volksbanken das Überleben sichert? Wie schafft es die Lokalpolitik, Volks- und Raiffeisenbanken im Markt zum Überleben zu verhelfen, wie treibt sie die Kunden zu diesen Instituten?
Als ein an derLokalpolitik Interessierter würde mich das jetzt schon en detail interessieren.
Oder ist das einfach nur mal so dahingesagt, weil man im Internet eh nichts belegen muss und es überhaupt scheissegal ist was man so ablässt, Hauptsache, ein schneidiger Blog-Beitrag wurde verfasst?
An dieser Stelle muß ich mal klar stellen: scheint noch einen großen M Martin zu geben, ich bin schon immer der kleine m martin und übernehme keine Haftung für derlei Aussagen, denen ich im übrigen nicht zustimme.
@Martin
“wäre sie mit den anderweitig generierten Milliarden im Vorbeigehen geschluckt worden.”
Das ist genau der Unfug den man überall gehört hat wir müssen mitmachen sonst…
Als Nation muss man garnichts wer hat denn die Hoheit in einem Staat Amerikanische Banken das glaubst auch nur du mir ist das Hemd näher als die Jacke und das wird den meisten so gehen.Womit wir wieder bei Korruption und den berühmten Think Tanks sind…
Als Beispiel nehme ich mal Schweden Piratebay und die WTO wenn sich Regierungen von so etwas beeindrucken lassen sind sie einfach nur dumm und feige.
Es wird Zeit für Europa aufzuwachen und ich meine damit nicht Imperialen grössenwahn sondern Selbstbehauptung.
Nach dem Zusammenbruch des Komunissmuss brauchen wir die Amerikaner nicht mehr!
Wir sagen dankeschön und aufwiedersehen.Wir können jetzt wieder selbst laufen.Wenn ihr mal hilfe braucht ruft an aber ansonsten kochen wir jetzt unsere eigene Suppe.
“will oder muss”
Wohl eher will womit wir wieder bei der Gier sind ich glaube nämlich nicht das es irgendeinen Zwang zur internationalisierung gibt… Die Welt ist nämlich keine Scheibe.
“Die Volksbanken dürften ihr Überleben auch nur dem Filz der Lokalpolitik verdanken, wer also ‘Moral’ schreit, müsste hier mal konsequent reinleuchten…”
Mir ist Lokaler Filz einfach lieber als Internationaler,
weil er sich besser Kontrolieren läst.Ausserdem Profitieren davon vor allem Lokale Unternehmen den Filz wird man nie abschaffen es ist nur einfach besser wenn der Filz in der Stadt bleibt.
Das man als Export Land eine Internationale Bank braucht ist klar.
“Die SPD-Regierung mit Eichel hat Deutschland wohl den letzten Schubs in dieses Becken gegeben, als er die Entflechtung der deutschen Überkreuzbeteiligungen steuerfrei gestellt hat.”
Weinen wir jetzt etwa der Deutschland AG nach…
Wie war das nochmal mit dem Zeitgeist und dem schnellen Altern…
Frankie Bernankie,
“Welcher Filz jetzt genau ist es, der den Volksbanken das Überleben sichert? Wie schafft es die Lokalpolitik, Volks- und Raiffeisenbanken im Markt zum Überleben zu verhelfen, wie treibt sie die Kunden zu diesen Instituten?
Als ein an derLokalpolitik Interessierter würde mich das jetzt schon en detail interessieren.”
Das Internet verhilft zu einer vor zehn+ Jahren noch unmöglichen Transparenz und Umlaufgeschwindigkeit von Information, insbesondere in der angelsächsischen Welt. Nur deshalb können wir hier eine Finanzkrise so zeitnah diskutieren.
Leider hat es das Internet noch nicht geschafft, dieselbe Transparenz auf Lokalfilzebene zu schaffen, oder anders gesagt: Wen interessieren schon die Vorgänge in Hintertupfingen? Und: Anders als in den USA mit ihrem Freedom of Information Act, hat es die Nutzung des deutschen Gegenstücks bisher nur auf wenige spektakuläre Anwendungsfälle gebracht. Deshalb: Keine schwarz auf weiß Fakten. Ich schreibe nur das, was sich in dreißig Jahren Beobachtung an Eindruck niedergeschlagen hat. Gedacht hatte ich beim ‘Filz’ an Finanzierung von Lokalprojekten, Zuschustern von Aufträgen, Beteiligungen, wie sie jeder kennt, wenn er mal in Gemeinderatssitzungen gesessen hat.
Gruß, Martin
Francisco d’Anconia schrieb als Zitat von Hazlitt:
“. . . . . .andere Ideologie (wenn wir Marxismus und Nationalsozialismus beiseite lassen) in unserer Generation Verwirrung anrichtete, vor allem unter den Lehrern der Wirtschaftswissenschaft. Man fragt sich, wie es möglich war, daß eine Sammlung verschwommener und oder sinnloser Definitionen, unzuverlässiger pseudomathematischer “Funktionen” und “Gleichungen”, willkürlich, den Tatsachen und der Logik widersprechender, rein demagogischer Behauptungen der gebildeten Oberschicht zweier Kontinente als eine geistige Umwälzung erschien. Wie läßt sich erklären, daß hervorragende amerikanische und europäische Autoren und Professoren, die für Freiheit und Ethik eintreten, für eine unwissenschaftliche Lehre. . . . “,
Das ist doch eine sehr gute Annäherung an den aktuellen Mainstream bei den Ökonomen, denke ich. Da haben wir doch alles beieinander. Die blosse Aneinanderreihung von “Verwirrung, verschwommene Definitionen, pseudomathematische Gleichungen, willkürliche und den Tatsachen widersprechende, demagogische Behauptungen” führt uns beim heiteren Beruferaten direkt zu Hans-Werner Sinn oder Thomas Straubhaar.
Und in der Tat, wie lässt sich erklären, dass ethische Menschen öffentlich für radikale Egomanie eintretem, wie sie Ayn Rand unter anderem mit ihrer Figur Francisco d’Anconia beschrieben hat. Man hätte das aktuelle Debakel wirklich vermeiden können.
@EuroOptimist:
Eine “kontinentaleuropäisch dominierte Rating-Agentur zu gründen”, und zwar in der Tradition von Bundesbank/EZB (also unabhängig von Politik und der Notwendigkeit Geld zu verdienen) das wäre ein genialer Schachzug.
Die Amis werden aber alles tun, um das zu verhindern.
Gruß, Gojko.
Nanuk,
“Das ist genau der Unfug den man überall gehört hat wir müssen mitmachen sonst…
Als Nation muss man garnichts wer hat denn die Hoheit in einem Staat Amerikanische Banken das glaubst auch nur du mir ist das Hemd näher als die Jacke und das wird den meisten so gehen.Womit wir wieder bei Korruption und den berühmten Think Tanks sind…”
Die ‘Nation’ hat schon gar nichts mehr zu sagen, wenn eine Deutsche Bank an der New Yorker Börse gelistet ist. In dem Moment hat sie bereits die Regeln der SEC akzeptiert. Sie kann sich nicht einmal mehr ohne weiteres delisten.
Wer darüber hinaus für die heimische Industrie amerikanisches Investmentkapital organisieren will, der muss auch dies unter amerikanischen Regeln tun, sonst geht die Kohle anderswohin – vor allem, wenn das Kapital Alternativen hat.
Wer die Aufarbeitung der Korruption bei Siemens verfolgt dürfte vollends deillusioniert sein, was den Durchgriff amerikanischer Anwälte auf ein deutsches Unternehmen angeht, das an der NYer Börse gelistet ist.
Man kann natürlich auch den Kopf in den Sand stecken.
Gruß, Martin
@EuroOptimist
Natürlich war das Populistisch…
“Die ‘Nation’ hat schon gar nichts mehr zu sagen, wenn eine Deutsche Bank an der New Yorker Börse gelistet ist. In dem Moment hat sie bereits die Regeln der SEC akzeptiert. Sie kann sich nicht einmal mehr ohne weiteres delisten.
Wer darüber hinaus für die heimische Industrie amerikanisches Investmentkapital organisieren will, der muss auch dies unter amerikanischen Regeln tun, sonst geht die Kohle anderswohin – vor allem, wenn das Kapital Alternativen hat.”
Was für ein unfug…
Glaub du ruhig weiter das internationale Märkte ohne Politik auskommen…
Um dir was zum Nachdenken zu geben warum reist bei bilateralen Gesprächen zwischen zwischen Politikern immer ein ganzer Tross von Wirtschaftsfuntionären mit.
Die Europäische Rating Argentur das währe allerdings ein Knaller…
Die Amis sind schon Klasse, dort wo die mehrheitseigner weltweit verteil sind, lässt man den Laden Pleite gehen (LEH).
Sobald es an den eigenen Kragen geht (AIG) wird unterstützt.
Sieht langsam nach Zentralwirtschaft in den USA aus (Immos & Versicherugen verstaatlicht), war das nicht was sie immer bekämpft haben.
Oder heisst es jetzt:
Der Kommunismus ist gut, solange ich an der Spitze bin.
mal kurz zurück vom Systemstreit zum Tagesgeschäft….
war’s das jetzt mit der Krise? Die Kurse steigen wieder – oder ist das nur ein Strohfeuer?
Was ist mit der Washington Mutual? Wird die auch von der FED gestützt werden, wenn sie fällt?
Wo steht der Dow Jones in 1 Woche? zum Ende des Jahres?
In 3 Jahren?
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601110&sid=azTRq.G2zU7g
Ja ja Martin mit grossem M…
So sieht Völkerverständigung aus…
“Ja ja Martin mit grossem M…
So sieht Völkerverständigung aus…”
Ja Nunuk, da hat die Allianz doch Glück, dass sie sich nicht ganz ins Haifischbecken stürzen darf.
Gruß, Martin
“Der Kommunismus ist gut, solange ich an der Spitze bin.”
Sie haben etwas verstanden. Sagen wir es so: “Wir Amerikaner können ganz schön heuchlerisch sein, wenn es nötig ist”. Lol!
@EuroOptimist
Die Amerikaner sind in meinen Augen schlicht pragmatisch. Wir sollten eventuell auch im Auge behalten, dass wir Europäer, zumindest soweit es Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und eine Reihe anderer Staaten betrifft, in Sachen “Bail-out” und “Sozialismus” den Amis bestimmt keine Lektionen erteilen, sondern eher vor der eigenen Türe kehren sollten. Im großen Unterschied zu deren jetzigen Vorhaben ging es bei uns jedoch nie wirklich um “Tod oder Leben”, sondern um im Grunde um reinen Populismus.
“Im großen Unterschied zu deren jetzigen Vorhaben ging es bei uns jedoch nie wirklich um “Tod oder Leben”, sondern um im Grunde um reinen Populismus.”
Wir rennen aber auch nicht durch die Welt und predigen die Freiheit der Märkte…
In Japan würde man sagen die Amerikaner verlieren ihr Gesicht…
@ weissgarnix
Ich habe nicht gesagt, dass wir besser sind, und bin auch sehr dafür, vor der eigenen Tür zu kehren und z.B. einen IKB-Untersuchungsausschuss einzusetzen (Mal wieder kneift die FDP, wenn es gilt). Wenn aber umgekehrt die Amerikaner nicht besser sind als wir, dann wird es Zeit, ihren Rezepten weniger hörig zu sein und für ein bisschen mehr Wettbewerb zu sorgen. Wir haben ja gesehen, wie das amerikanische Monopol zu wenig guten Ergebnissen geführt hat.
@Nanuk
Stimmt. Allerdings waren die Amis in Wahrheit nie wirklich große Anhänger freier Märkte, wenn es um sie selbst ging. Sie und ihre Agents, insbesondere der IMF, verstanden das libertäre Credo eigentlich fast immer nur im Bezug auf andere Länder.
@ weissgarnix zu # 47
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Damit haben Sie mir jetzt für die nächsten Monate eine Menge Prüfarbeit aufgelastet.
Allerdings: Wie Sie wissen bezog ich mich auf Henry Hazlitt’s “Das Fiasko der Keynes’schen Wirtschaftslehre” Hazlitt arbeitet das in 28 Kapiteln fein heraus, er bezog sich nicht nur auf die “General theory . . “
@EuroOptimist
Zustimmung. Aber man sieht ja, dass die Amis offensichtlich ihre Liebe für typisch europäische “Tugenden” entdeckt haben, auf diesem Weg muß man sie ja nicht in Grund und Boden kritisieren.
Und in der Not frisst der Teufel bekanntlich sowieso Fliegen …
@Francisco d’Anconia
Lesen Sie zu Keynes besser Hyman Minsky, Michael Kalecki oder Joan Robinson. Oder von mir aus einen der Berliner Monetärkeynesianer, Riese oder Stadermann.
Von allen anderen kriegen Sie nur seichtes Wischiwaschi geboten, welches in den seltensten Fällen wirklich von JMK kommt
@Mike
Wenn du fragen must tue nichts…
Wenn es das war wirst du das noch früh genug merken…
Ich glaube das war es noch nicht aber die Meinung kann sich in 3 Minuten schon wieder ändern!!!
@ Nanuk zu # 51
“Nach dem Zusammenbruch des Komunissmuss brauchen wir die Amerikaner nicht mehr!”
Ja, ich denke, wir sollten sie schon lange nicht mehr brauchen.
Dazu noch einige weitere Gründe:
http://video.google.com/videoplay?docid=-5352246495880531634&pr=goog-sl
Die dümmsten Bauern saßen mal wieder bei der KfW:
http://de.biz.yahoo.com/17092008/3/fehler-kfw-kredit-lehman-kurz-insolvenz.html
Man möchte weinen, wenn man sowas liest.
Zum AIG bail out:
Hier war schierer Zeitdruck am Werk, und auf Grund des absolut unkalkulierbaren Risikos, das einzig Richtige – im Moment. Diesen Laden konnten Sie nicht einfach so untergehen lassen: Ein Konkurs hätte die Asset-Abwertung in vielen, vielen Finanzinstitutionen der Welt bedeutet, mit unabsehbaren Folgen. Die Lehmann-Pleite war gut kontrollierbar – quasie ein kontrollierter Konkurs. AIG, mit ihren Milliarden an Derivaten hätte wahrscheinlich einen dermassen unkontrollierten Kollaps mit etlichen weiteren Pleiten, fire sales von Immobilien, etc ausgelöst, dass nur diese Verzweifelungsübernahme das gröbste ersteinmal! verhindern konnte. Das hat nichts mit “wo es um den eigenen Kragen geht” zu tun. Wir wollen in einer Kriese alle überleben..der letzte Urinstinkt, der uns bleibt. Und ich bin heilfroh, dass die Amis so pragmatisch sind und sich nicht von idealistischen Prinzipien wie ” freie Marktwirtschaft”, “Sozialismus” etc… leiten lassen, sondern einfach instinktiv das derzeit “Richtige” tun. die Karre ist im Dreck. Schauen wir, dass sie nicht noch weiter versinkt.
Ob sie das Zeug haben, den Karren irgendwann wieder herauszuzerren, steht auf einem ganz anderen Blatt.
“Wir wollen in einer Kriese alle überleben..der letzte Urinstinkt, der uns bleibt. Und ich bin heilfroh, dass die Amis so pragmatisch sind und sich nicht von idealistischen Prinzipien wie ” freie Marktwirtschaft”, “Sozialismus” etc… leiten lassen, sondern einfach instinktiv das derzeit “Richtige” tun. die Karre ist im Dreck. Schauen wir, dass sie nicht noch weiter versinkt.
Ob sie das Zeug haben, den Karren irgendwann wieder herauszuzerren, steht auf einem ganz anderen Blatt.”
Man rettet genau die Falschen!!!!
Man muss die Häuslebauer retten nicht die Finanziers.Alles was die Amerikaner bis jetzt gemacht haben hat es nur verschlimmert.
Man rettet keine Unternehmen man Rettet Menschen!!!
Kein Unternehmen auf diesem Planeten ist Überlebenswichtig!
Welche vorstellung von unserer Welt haben sie denn so vermessen zu sein zu glauben irgendein Unternehmen auf diesem Planeten würde ihr Überleben sichern.
@Nanuk
>Kein Unternehmen auf diesem Planeten ist Überlebenswichtig!
Doch Nanuk, kurzfristig gesehen ist das leider so. Das Gros der Menschheit lebt nicht in Autarkie, sonder von gesellschaftlicher Reproduktion. Und unser System der Reproduktion nennt sich Kapitalismus. Das kann man langfristig so oder so ändern, wenn man will, aber kurzfristig geht da gar nichts. In vielen Ländern hast du ohne “Unternehmen”, und zwar private Unternehmen, wohlgemerkt, noch nicht mal Trinkwasser, Strom oder Lebensmittel. Von medizinischer Versorgung ganz zu schweigen.
@Nanuk
“Man rettet genau die Falschen!!!!
Man muss die Häuslebauer retten nicht die Finanziers.Alles was die Amerikaner bis jetzt gemacht haben hat es nur verschlimmert.”
Na, da bin ich anderer Meinung. Hätte es uns so erwischt, wären wir wahrscheinlich noch immer dabei, über moralische Grundsätze zu diskutieren, während inzwischen der Karren bereits vollständig im Schlamm versunken wäre.
Wo man mit dem Retten anfängt und aufhört hängt vom Wirkungsgrad- und geschwindigkeit ab. Und gemünzt auf AIG war es die einzig mögliche Entscheidung, meiner bescheidenen Meinung nach.
“…zu glauben irgendein Unternehmen auf diesem Planeten würde ihr Überleben sichern.”
Nicht ein Einzelnes, aber ab einer gewissen Anzahl von ineinander verzahnter Einheiten schon… Leider leben wir nicht auf einer autarken Scholle und auch Sie hätte wahrscheinlich ein AIG Untergang mehr oder weniger direkt betroffen…. Das Wort überleben ist nicht unbedingt auf das Physische gemünzt gewesen…vielleicht auch etwas übertrieben..aber bekanntlich kann man oft nur mit Übertreibungen die Ernsthaftigkeit einer Lage sich klar machen.
In vielen Ländern hast du ohne “Unternehmen”, und zwar private Unternehmen, wohlgemerkt, noch nicht mal Trinkwasser, Strom oder Lebensmittel. Von medizinischer Versorgung ganz zu schweigen.
Ja aber ohne Geld sichern die garnichts…
Der Strom wird dir abgestellt wenn du nicht Zahlst…
Die die jetzt schreien schreien weil sie bedroht sind ich kann noch gute Geschäfte machen ohne Wallstreet und ohne Deutsche Bank usw
Das einzige was man benötig ist eine Institution um Geld Transaktionen durchzuführen und die Einlagen zu sichern.
Das müste man einführen und schwups kann der Rest über die Wupper gehen so lange die Währung stabil bleibt.
“Das Gros der Menschheit lebt nicht in Autarkie, sonder von gesellschaftlicher Reproduktion.”
Gesellschaftliche Reproduktion!!! There is no such thing as society!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Hallo, wgn,
zu den “austro-keynesianischen Uni-Tagen”: Mich würde Ihre Meinung zu den in den 80ern und heute an den österreichischen bzw. deutschen Unis lehrenden Ökonomen interessieren.
@ Hermann Keske # 53
Die guten Taten der Romanfigur des Francisco d’Anconia haben Sie offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen und wenn Sie die Philosophie Ayn Rands (Objektivismus) verstanden hätten, würden Sie nicht von radikaler Egomanie, sondern von produktivem Egoismus sprechen. Wenn Sie die Rede: “Hier spricht John Galt” nochmals aufmerksam lesen, dann können Sie auch erkennen, wo heutzutage die ethischen und moralischen Zerstörungen begründet sind.
Ayn Rand hat Ihre Philiosophie wie folgt zusammengefaßt
“ My philosophy, in essence,
is the concept of man as a heroic being,
with his own happiness as the moral purpose of his life,
with productive achievement as his noblest activity,
and reason as his only absolute.“
Ayn Rand
- amerik. Philosophin -
(1905 – 1982)
@Kürbiskernöl
Kenne mich da zu wenig aus, leider, weil ich diese Szene überhaupt nicht mehr verfolgt habe.
@EuroOptimist
>There is no such thing as society!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Also bei mir hier schon. Ich muß gottseidank die Brötchen nicht selber backen und die Busse nicht fahren, und erst die Latrinenabfuhr, puh, die erledigt gottseidank auch jemand anders …
>There is no such thing as society!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Maggie Thatcher, von der dieser Spruch stammt, hat ja auch nicht nur Vernünftiges gesagt.
@Weissgarnix
Nachtragsfrage (sorry, hätt ich auch beim 1. Posting gleich anschließen können): Welches der Unmengen an Büchern über die GT bzw. Keynes können Sie ruhigen Gewissens empfehlen (abgesehen davon, dass man natürlich auch das Original selbst lesen sollte, aber besser gute Sekundärliteratur verstanden als das Original nicht verstanden)?
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