No such thing as a “Geldmenge”

von weissgarnix am 24. Mai 2008

Auf vielfachen Wunsch, zum Ausdruck gebracht in diversen Kommentaren in diesem Blog und Forenbeiträgen anderswo, dann halt noch mal eine kleine Expedition in Sachen “Geldmenge”. Da soviele schlaue Leute in den Medien darüber schreiben, wie sie wächst und gedeiht, und jetzt offensichtlich in ihre Flegeljahre kommt und da ganz, ganz böse Sachen anstellt, machen wir uns halt mal auf die Suche nach ihr.

Meine Warnung vorweg, dass wir auf unserer Reise eher das sagenumwobene Einhorn oder den nicht weniger mystischen Pegasus antreffen werden, als sowas wie eine “Geldmenge”, wird zwar ziemlich sicher ungehört verhallen oder als “debitistischer” Nonsense abgetan werden. Aber wollen wir uns von derlei zu erwartenden Widrigkeiten nicht abhalten lassen, und den Dingen nichtsdestotrotz ein wenig auf den Grund gehen.

Fangen wir mal beim allerleichtesten an: dem Begriff “Geldmenge”. Was mit “Menge” bezeichnet wird, wissen wir noch aus der ersten Matheklasse, oder? Falls nicht, orientieren wir uns einfach an dem, was Wikipedia darunter versteht: “eine bestimmte Anzahl von Einheiten“.

Frage: trifft diese Definition auf unser Geld zu, so von wegen “Anzahl von Einheiten”? Nicht wirklich, oder? Man will für gewöhnlich nicht wissen, wieviele Hunderter man im Geldbörsel oder auf dem Konto hat, sondern über welche “Summe” man verfügen kann, nicht wahr? Halten wir also fest: “Geldmengen” gibt es alleine schon begrifflich gar nicht, sondern wenn überhaupt, dann gibt es nur “Geldsummen”. Jetzt werden einige einwenden, das ist nichts weiter als schöngeistige Spitzfindigkeit ohne praktische Bedeutung. Machen wir also weiter und stoßen zum Kern vor.

Geld entsteht, davon kann man sich in diversen Unterrichtsmaterialien für Erstklässler wie auch Fortgeschrittene der BuBa überzeugen, im Kreditprozess der Geschäftsbanken. Zumindest in der Praxis ist das so. Daneben gibt es natürlich auch noch Offenmarktgeschäfte und Repos und derlei Scherze, aber die müssen uns hier nicht weiter interessieren. Für unsere Zwecke interessiert der Normalfall, der da lautet: jemand nimmt sich bei der Bank Kredit auf, und die bucht ihm dafür auf sein Konto den entsprechenden Betrag als “Sichteinlagen”. Geld entsteht dabei immer als kompletter Buchungssatz, bestehend aus einem “Soll” und einem “Haben”. Der Kreditnehmer bucht “Bankguthaben”(Soll) an “Kreditverbindlichkeit”(Haben), und die Bank verbucht “Kreditforderung”(Soll) an “Verbindlichkeit aus Sichteinlagen”(Haben). Soweit klar? Gut.

Nun zieht unser freundlicher Kreditnehmer mit besagten Sichteinlagen los, und kauft sich was Hübsches. Einen Löwe-Flachbildschirmfernseher mit 4-fach-Dekoder und eingebautem Surroundsound in DTS und Dolby Digital vielleicht. Oder, wenn er Unternehmer ist, auch nur eine Maschine für seine Fabrik. Oder Rohstoffe. Oder Aktien an der Börse. Oder Gold fürs Schliessfach. Oder was auch immer sonst.

So, und weil tendenziell an jedem Werktag sehr viele Leute derart Kredit aufnehmen und damit irgendwas kaufen, kam irgendwann mal einer auf die Frage: “Wieviel ist denn das in Summe, was die Kreditnehmer da so aufgenommen haben?” Tja, und so wurde also dann mal die Summe über alle diese Kreditverhältnisse gebildet und zu Papier gebracht. Weil derjenige welche aber zu faul war, dieses Papier selber zu tippen, es statt dessen seiner in Mathematik eher unbeleckten Sekretärin zur Aufgabe machte, und ihr gleichzeitig auftrug, einen griffigen Titel für seinen Bericht zu finden, überschrieb die das Pamphlet mit “Geldmenge” statt “Geldsumme”. Sie wußte es halt nicht besser, die Arme, ihr kann man also kaum einen Vorwurf machen. Aber wie es halt oft so ist, wurde dieser gänzlich falsche Begriff dann über die Jahrzehnte und Jahrhunderte beibehalten, und wird auch heute noch häufig und gerne benutzt. Auch und vor allem von Leuten, die es deutlich besser wissen sollten.

Halten wir daher fest: es gibt also einen Bericht mit zwar falschem Titel, aber durchaus richtigem Inhalt, nämlich der Summe aller in einem Währungsraum bestehenden Kreditverhältnisse, zumindest derer, die von den so Berichtenden als “Geld” verstanden werden, also zB das Bargeld (als Schuld der Notenbank) und Sichteinlagen (als Schulden der Banken an das Publikum, welche wiederum aus ihrer Kreditvergabe an das Publikum resultieren), vulgo “M1″. Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass jegliches “Geld” als doppelter Buchungssatz entstanden ist, bestehend aus Soll und Haben, dann ist es logisch, dass nur die Aufsummierung einer Seite der Buchung, also entweder von Soll ODER Haben, überhaupt zu einer positiven Summe führt. Summiert man hingegen Soll und Haben, kann das immer nur zu einem Wert führen, nämlich NULL. Diesen Umstand kann man gut erkennen aus den Berichten der Bundesbank oder der EZB, in denen den jeweiligen “Geldmengen” (verstanden als “Haben” aus der Sicht der Banken) immer die entsprechenden Gegengrößen gegenübergestellt werden (aus der Sicht der Banken das “Soll”). Also zB in Bezug auf die Geldmenge M1 die Arten von Kreditforderungen (an Private, Unternehmer, Staat), aus denen sich die darin enthaltenen Sichteinlagen ergeben. Vereinfacht etwa so: Sichteinlagen in M1 10Mrd Euro, davon 2Mrd aus Krediten an Private Haushalte, 5Mrd an Unternehmen, 3Mrd an den Staat. Soweit klar? Bis hierhier haben wir noch keinerlei “anti-orthodoxe” Schlußfolgerungen gezogen, das sind alles geldtheoretische Trivialitäten und als solche auf den Websites von BuBa oder EZB nachvollziehbar.

Ab jetzt wird es aber spannend: wenn nun “Geld” als eine Seite eines doppelten Buchungssatzes aus der Verbuchung eines Kredits verstanden wird, und dementsprechend entweder als “Soll” oder als “Haben” (je nach Sichtweise, betraglich egal) ins Leben tritt, was passiert denn dann eigentlich bei der Tilgung eines derartigen Kredits? Buchhaltungserfahrene Leser werden aus dem Stehgreif antworten: derselbe Buchungssatz, mit dem Geld erzeugt wurde, wird jetzt entgegengesetzt gebucht. Also aus der Sicht der Bank der Geldeingang im “Soll” des Kontos “Verbindlichkeiten aus Sichteinlagen” und die Tilgung des Kredits als “Haben” im Konto “Kreditforderungen”. Technisch gesehen handelt es sich dabei um eine sogenannte “Bilanzverkürzung” der Bank, sie verringert also sowohl ihr Vermögen als auch ihre Verbindlichkeiten, sprich ihre Aktiv- wie auch ihre Passivseite. Damit wird Geld in selber Höhe tatsächlich auch “vernichtet”, und würden nicht zeitgleich neue Kredite wie oben vergeben werden, käme es in diesem Währungsraum tatsächlich zu einer vollständigen Schrumpfung der Geldmenge, in dem Ausmaß, in dem zuvor vergebene Kredite getilgt werden.

Mit dieser simplen Einsicht sollte es jetzt nicht schwierig sein, die einzelnen Punkte zu verbinden: wenn jeglicher Kauf die “Geldmenge” über die ursprüngliche Kreditverbuchung erhöht, und jegliche Tilgung eines Kredits selbige per entgegengesetztem Buchungsvorgang wieder reduziert, was kann dann in Summe nur zu einem “Wachstum der Geldmenge” führen, wie wir es in den letzten Jahrzehnten ja zweifellos gesehen haben, und zwar keineswegs in geringem Ausmaß? Die Netto-Neuvergabe von Krediten, oder? Um die Geldmenge am “wachsen” zu halten, müssen also unablässig deutlich mehr und höhere Kredite vergeben bzw. in Anspruch genommen, als gleichzeitig getilgt werden. Das ist das ganze Geheimnis des “Wachstums der Geldmenge”, sonst nichts.

Wer das mal verinnerlicht hat, der kann über metaphysischen Unsinn wie “Umlaufgeschwindigkeit des Geldes” und “Quantitätsgleichung” auch nur mehr herzhaft lachen. Denn was sollte da “umlaufen”? Und welche “Quantität” wäre geldseitig jemals anders, als güterseitig? Kredite werden ja nicht deshalb neu aufgenommen, um die daraus fliessenden Mittel auf dem Bankkonto liegen zu lassen, und sich zu freuen, dass man jetzt auch “Kredit hat”, also offensichtlich “kreditwürdig” ist. Sondern man will mit diesen Krediten ja vielmehr irgendwas kaufen, oder? Wie aber sollte sich dann aus jedem neuen Kredit, aus dem Geld entsteht, ein wachsendes Missverhältnis zwischen “Geld”- und “Gütermenge” ergeben können? Das eine kann nicht entstehen, ohne das andere. Notabene: vielleicht will man mittels neuem Kredit auch nur einen alten, bestehenden ablösen, OK, aber dann tritt ja netto kein neuer Kredit hinzu, die “Geldmenge” bliebe also konstant und würde auch in diesem Fall nicht wachsen.

That’s it. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. Und bevor jetzt ein paar enttäuschte “Österreicher” hier wütende Kommentare schreiben, von wegen was Mises, Menger und Böhm-Bawerk doch alles anderes geschrieben hätten: die Jungs bezogen sich großteils noch immer auf ein Goldgeld, bei dem tatsächlich sowas wie “Netto-Geld” vorhanden war. Insoferne machten aus ihrer Sichtweise Aussagen zu “Geldmengen” und deren Relation zu “Gütermengen” noch einigermaßen Sinn. Aber in unserem “fiat money”-System ist jegliche Geldmengenkonzeption, und alles was daraus an Schlußfolgerungen abgeleitet wird, nur eines: Bullshit.

Wer mag, ich habe hier auch schon mal auf ähnlich simple Weise dargelegt, warum die “Geldmengen” und deren Wachstum deshalb auch logischerweise nicht der Grund für die Inflation sein können. Jeder netto neu hinzutretende Kredit “kauft” und kann damit Nachfrage wie Preise erhöhen. Die bestehende Geldmenge hindoch kann nur noch “bezahlen”. Das ist aber kein inflationärer, sondern ein deflationärer Vorgang. Wer daher wissen will, wo die Reise in Sachen Inflation oder Deflation hingeht, darf nicht auf die Geldmengen schauen, sondern muß sich an der Nettoneukreditvergabe orientieren.

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1 Goldkueken Mai 24, 2008 um 15:01

Hallo. In der ganzen Darstellung fehlt doch noch der Punkt mit der Mindestreserve: ohne die gaebe es gar keine Grenzen, wieviel und zu welchen Koniditionen Banken Kredit vergeben. Ohne Mindestreservesatz waere es fuer eine Bank doch kein Risiko, ohne Sicherheiten einen Kredit zu sagen 0,1% Zinsen zu vergeben. Die Geldmenge wuerde so in kurzer Zeit explodieren, oder in Nettoneukreditvegabe ausgedrueckt: diese wuerde explodieren.
Das K.
Bin kein Banker sondern Mathematiker: als solcher kann ich bestaetigen, dass “Geldsumme” ein besserer Ausdruck fuer das gemeinte ware als “Geldmenge”.

2 weissgarnix Mai 24, 2008 um 15:23

@Goldküken

Die Mindestreserve kannst du dir vorstellen wie eine Art “Bremse” in der Neukreditvergabe. Wenn es der Zentralbank wirklich ernst damit wäre, diese zu dämpfen, bräuchte sie nur den Mindestreservesatz erhöhen. Tut sie aber bekanntlich nicht, nicht wahr? Anders zB die Chinesen.

3 Hellas Mai 24, 2008 um 15:58

@weissgarnix

Nachfrage zu Deinem letzten Satz bezüglich des inflationären bzw. deflationären Szenarios und der Nettoneukreditvergabe: Habe ich das Fazit richtig verstanden, dass die seit vielen Jahren explodierende Nettoneukreditvergabe ergo das Deflationsszenario ergibt? Muss ja eigentlich, denn wenn die Dominoreihe anfängt zu laufen und ein Kredit den anderen zum Platzen bringt, schrumpft das zur Verfügung stehende Geld und das ist – nach der Definition, die ich bislang am plausibelsten halte – Deflation, oder?

Noch eine andere Frage zum Dauerbrenner Inflation vs. Deflation: Wenn sich die ganzen Zentralbanken jetzt mit den Schrottpapieren vollsaugen, sie also den Banken abnehmen, dann hätte ich gedacht, müsste doch eigentlich eher eine Inflation rauskommen: Eine andere Chance auf Entschuldung haben die dann ja nicht mehr. Ist natürlich immer noch die Frage, ob die Zentralbanken überhaupt so viel Schrott aufnehmen können, wie nötig, um nicht doch die Blase zum Platzen zu bringen…. Womit wir wieder bei der Deflation wären.

Rätsel…..

Was meinst Du?

Ansonsten wieder mal: Dankbare Grüße für diesen wunderbaren Artikel!

Hellas

4 KII Mai 24, 2008 um 16:09

Wenn ich das richtig sehe, dann entspricht doch das Geldmengenwachstum der Nettoneukreditvergabe und damit ist doch das Geldmengenwachstum (oder Schrumpfung) wieder das entscheidende Kriterium? Oder gibt es einen Unterschied zwischen Geldmengenwachstum und Nettoneukreditvergabe?

5 mylli Mai 24, 2008 um 17:09

“Wie aber sollte sich dann aus jedem neuen Kredit, aus dem Geld entsteht, ein wachsendes Missverhältnis zwischen “Geld”- und “Gütermenge” ergeben können? Das eine kann nicht entstehen, ohne das andere.”

–> Wenn mit Geld irgendwelche Derivate auf Derivate auf ABCs oder DEFs oder XYZs gekauft werden und anschließend die TLAs wieder als Sicherheiten verwendet werden, um neuen Kredit zu schöpfen und weitere TLAs zu kaufen, wo hat sich da an der Gütermenge was geändert?

Auch wenn ich kein Zinshasser bin, eine blöde Frage. Woher kommt das Geld für die Zinsen, wenn der Kredit getilgt wird? Vermutlich wieder aus neuem Kredit. Das ganze System kann ohne Konkurs oder andere Abschreibungen deswegen gar nicht runtergefahren werden, oder?

6 weissgarnix Mai 24, 2008 um 20:01

@Hellas

Die Neukreditvergabe per se ist inflationär. Bis zu dem Punkt, wo sie plötzlich ausbleibt, denn ab dann können bestehende Altschulden nicht mehr in toto (Tilgung und Zins) bedient werden, die Kreditpyramide kollabiert (deflationär). Der Kapitalismus funktioniert wie ein Kettenbrief, reisst er, dann ist für alle finito (Paul C. Martin).

7 weissgarnix Mai 24, 2008 um 20:05

@Hellas nochmal

Sorry, hatte ich vergessen: die Umfinanzierung der FED von diversen Schrottpapieren ist – wie ich gestern im FED-Artikel schon dargestellt habe – weitestgehend neutral, d.h. neue Kredite lösten dabei nur bereits bestehende ab. Zum Teil wurden damit den Banken wiederum Kreditvergabespielräume eröffnet (zB mit der TSLF und der Primary Dealers-Facility). In dem Ausmaß, wie die Banken diese Spielräume nutzen, wurden tatsächlich auch neue Kredite an das Publikum vergeben.

8 weissgarnix Mai 24, 2008 um 20:11

@KII

Wenn du so willst, obwohl das begrifflich natürlich nicht ganz korrekt ist, dann ist die Nettoneukreditvergabe der “Umsatz” und die Geldmenge ist der daraus resultierende “Forderungsbestand”.

Beide sind logischerweise verknüpft, aber die treibende Komponente ist eindeutig der Umsatz, insbesondere was Gegenwart und Zukunft betrifft. Der Forderungsbestand hingegen gibt nur Aufschluß über die Umsätze der Vergangenheit, und wieweit diese bezahlt wurden. Aus ihm wirst du aber keine Rückschlüsse auf aktuell im Markt verrechnete Preise erhalten, oder ob die Nachfrage wächst (und damit gegebenenfalls die Preise steigen). Das wirst du nur aus realisierten und noch nicht realsierten Umsätzen (=Aufträgen).

Ist wie gesagt kein exakter Vergleich, trifft es aber inhaltlich so einigermaßen.

9 weissgarnix Mai 24, 2008 um 20:18

@Mylli

Auch an dich: in den allermeisten Fällen handelt es sich bei derlei Geschichten um Umfinanzierungen, aber keine Neukredite. Insoferne hat sich dabei an der Gütermenge nichts geändert, aber an der (aggregierten) Geldmenge auch nicht. Die ganzen Verbriefungsarien à la CDOs und dergleichen waren per se reine Umfinanzierungen. Derivate sind teilweise Umfinanzierungen, teilweise überhaupt gar keine geld- oder kreditrelevanten Vorgänge, sondern “off-balance-sheet”. Wenn du zB Aktien im Portfolio hältst, und darauf jetzt Puts oder Calls verkaufst, dann ist diese Transaktion nur in Höhe der Stillhalterprämie geldrelevant, weil ich sie dir bezahle (= mir dafür einen Kredit aufnehme oder ein Guthaben entsprechend verringere) und du sie einstreichst (= damit Schulden tilgst oder ein Guthaben bildest).

10 weissgarnix Mai 24, 2008 um 20:29

@Mylli

Sorry, das hatte ich ebenfalls übersehen: ja, das Geld für Zinsen oder auch Gewinne kommt – gesamtwirtschaftlich gesehen – immer aus neuen Krediten, woher denn sonst?

Vgl. Marx, Das Kapital Band II “Wie holt der Kapitalist immer 600 Pfund aus der Zirkulation, wenn er beständig nur 500 [i.e. als Faktoreinkommen] hineingibt?

Auf Mikroebene können natürlich Zins- und Gewinnzahlungen auch aus bestehenden Krediten OHNE Neuverschuldung geleistet werden. Nur “klemmt” es dann bereits irgendwo anders im System, und auf aggregierter Ebene können die Zinsen eben nicht mehr vollständig verdient werden.

11 I.I.Oblomow Mai 24, 2008 um 21:47

“Woher kommt das Geld für die Zinsen, wenn der Kredit getilgt wird?”

Ich nehm mal diese Frage als Ausgangspunkt, um etwas Estragon beizusteuern.

Nehmen wir mal an, ich gehe zum Autohaus mylli und suche mir ein schönes neues Auto aus, das ich gerne hätte, und zwar auf Kredit. Ich erhalte also vom freundlichen Autohändler mylli ein Auto und bin ihm dafür etwas schuldig – er hat mir eine Leistung erbracht (das Auto), aber meine Gegenleistung ist vorerst unbestimmt und die Leistungserbringung wird in die Zukunft verlegt.

Wie mißt man nun diese Schuld? Man könnte z. B. hergehen und auf einen Schuldschein schreiben: “Oblomow schuldet mylli 1 neues Auto plus 3 goldene Uhren (als Verzinsung), fällig in einem Jahr”. Macht man aber nicht.

So wie man Länge in Metern, Zeit in Sekunden, Masse in Kilogramm mißt, so mißt man auch Schuld in einer Einheit. Diese Einheit ist allerdings – im Gegensatz zu physikalischen Einheiten – etwas sehr abstraktes und hört auf solche Namen wie “USD”, “EUR”, “JPY” usw. Bei dem Autohandel steht also auf dem Schuldschein: “Oblomow schuldet dem Inhaber dieses Scheins 20.000 EUR plus 5% Zinsen, fällig in einem Jahr.”

Damit ist die Schuld in einer Einheit quantifiziert. Der Autohändler mylli könnte jetzt z. B. mit diesem Schuldschein zum Juwelier gehen und sich einen Diamantring zum Verkaufspreis von 20.000 EUR geben lassen. Als Gegenleistung gibt er dem Juwelier den Schuldschein vom Oblomow. Wenn der Juwelier den Schein akzeptiert, nennt man so einen Schuldschein umlauf- oder auch zessionsfähig. (Früher sagte man dazu auch Wechsel.)

Durch diese Übertragung hat Oblomow nunmehr beim Juwelier eine Schuld, deren Höhe 20.000 EUR plus 5%, fällig in einem Jahr, beträgt. Um sich zu entschulden, muß Oblomow dem Juwelier eine Leistung liefern, ihm etwas “verkaufen”, um seinen Schuldschein zurückzuerhalten. Oblomow muß also dem Juwelier etwas anbieten, das dieser haben möchte. Oblomow bietet ihm eine ganz seltene Briefmarke an, die der Juwelier schon immer haben wollte. Als Preis der Briefmarke einigen sich die beiden auf 21.000 EUR. Briefmarke und Schuldschein werden gegeneinander ausgetauscht und Oblomow ist schuldenfrei, er hat seine Schuld samt Zinsen getilgt (seinen zurückerhaltenen Schuldschein zerreißt er).

Der Clou an dieser ganzen Geschichte: Die Größe der abstrakten Schuldeinheit (“USD”, “EUR”, usw) wird bei jeder Transaktion von den Tauschpartnern neu definiert. Zuerst wird der (Schuld-)Wert eines Autos mit 20.000 EUR vereinbart, dann ein Diamantring mit 20.000 EUR, schließlich eine Briefmarke mit 21.000 EUR.

Unser Geld ist normierte, umlauffähig gemachte Schuld. Diese Normierung wird durch Zwischenschaltung eines Intermediärs (Geschäftsbanken, Zentralbank) erreicht.

Um nun zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Geld = Schuld. Zinsen vergrößern diese Schuld im Zeitablauf. Die Schuldtilgung einschließlich Zinsen erfolgt schlicht dadurch, daß etwas zu einem entsprechenden Preis verkauft wird.

12 I.I.Oblomow Mai 25, 2008 um 03:19

@ weissgarnix

“Umlaufgeschwindigkeit des Geldes”

So etwas läßt sich durchaus beobachten. Es ist die “Geschwindigkeit”, mit der Geld im Zuge des Tauschhandels als Zahlungsmittel von einem Nettogläubiger zum nächsten weitergereicht wird, bis das Geld schließlich bei einem Nettoschuldner landet.

Beispiel: Unternehmer A verschuldet sich, um von seinem Arbeiter B Arbeitsleistung zu erhalten – Geld (= Schuld = Kredit) erblickt das Licht der Welt, wird neu “geschöpft”. Unternehmer A wird dadurch zum Nettoschuldner (der Schuld auf seiner Haben-Seite steht die erhaltene Arbeitsleistung des Arbeiters B bzw. sonstige Werte, mit denen er haftet – z. B. sein verpfändetes Haus -, auf seiner Soll-Seite gegenüber); Arbeiter B wird zum Nettogläubiger (dem Geld auf seiner Soll-Seite stehen keinerlei Verbindlichkeiten auf seiner Haben-Seite gegenüber, nur Eigenkapital).

Nun kauft sich Arbeiter B mit seinem Geld bei Bauer C ein paar landwirtschaftliche Produkte, z. B. Eier – Geld wechselt von Nettogläubiger zu Nettogläubiger. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis das Geld schließlich zu Unternehmer A zurückfindet, d. h. bis ein Nettogläubiger beim Nettoschuldner einkauft – Kredit = Schuld wird dabei getilgt, Geld vernichtet.

Die Zeitdauer einer solchen Rundreise des Geldes kann man dann als “Umlaufgeschwindigkeit” sehen?…

13 mylli Mai 25, 2008 um 09:01

@ weissgarnix

“in den allermeisten Fällen handelt es sich bei derlei Geschichten um Umfinanzierungen, aber keine Neukredite. Insoferne hat sich dabei an der Gütermenge nichts geändert, aber an der (aggregierten) Geldmenge auch nicht. ”

–> Dann brauchen wir uns um die 600 Billionen Dollar keine Sorgen machen, die an den Derivatemärkten so herumschwirren, weil es in Summe ja eigentlich 0 Dollar sind (alles nur sich gegenseitig aufhebende Kredite). Aber so ganz ist die Realwirtschaft ja leider doch nicht abgekoppelt von der virtuellen Fiat-Money-Finanzwirtschaft.

14 I.I.Oblomow Mai 25, 2008 um 09:27

“Die Mindestreserve kannst du dir vorstellen wie eine Art “Bremse” in der Neukreditvergabe.”

Eine Bremse, die nur sehr bedingt bremst (so wie die Eigenkapitalvorschriften). Denn schließlich kann man sich ja als Bank bilanzmäßig erleichtern, indem man Aktiva (z. B. Subprime-Kreditforderungen) ans Publikum verkauft. Oder mindestreservepflichtige Kurzfristeinlagen in nichtreservepflichtige Langfrist-Schuldverschreibungen tauscht. Natürlich braucht man dafür ein kaufwilliges Publikum. Solange dieses vorhanden ist, gibt es keine Bremse.

15 weissgarnix Mai 25, 2008 um 09:30

@Oblomow

Das stimmt zwar, aber dennoch: die Mindestreserve wäre ein Anknüpfungspunkt, wenn man die Kreditvergabe tatsächlich einschränken wollte. Milton Friedmann plädierte bekanntlich für einen Mindestreservesatz von 100%, was jegliche “Giralgeldschöpfung” der Banken gekillt hätte.

16 gojko Mai 25, 2008 um 12:16

Hallo Weissgarnix,

Dein “Grundlagenartikel” kommt mir wie gerufen. Ich muß nämlich bekennen: was Wirtschaft und speziell die Zusammenhänge im Großen betrifft, habe ich keine Ahnung.
Hätte ich aber gerne, denn es ist unbefriedigend, in einem Spiel mitzuspielen, dessen Regeln man nicht verstanden hat.
Aber, zur Sache:

1. Ob “Geldmenge” oder “Geldsumme” ist wirklich piepegal.

2. Ich nahm immer an, daß die Menge des Geldes auf die Menge der verfügbaren Waren oder Dienstleistungen abgebildet wird. Wenn es also durch den Fortschritt mehr Waren gibt, muß auch die Geldmenge steigen. Die Notenbank druckt dann mehr Geld, damit die Geldmenge wieder paßt. Allerdings ist mir unklar wie die Notenbank das Geld “an den Mann” bringt. Ich habe jedenfalls noch keine Überweisung von denen bekommen. Und die Sache mit dem Helikopter, ist ja wohl nur ein Spaß. Die müssen ja nicht nur das Geld in den Markt drücken, sondern auch dafür sorgen, daß es sich halbwegs gleichmäßig verteilt.

3. Warum soll es keinen “Geldumlauf” geben? Wenn sich Person A von B den Rasen mähen läßt, B dann mit dem Geld zum Bauern C marschiert um Gemüse zu kaufen und C dann von A eine Briefmarke kauft – dann läuft das Geld doch sehr wohl um.

4. Noch ne Frage: wenn man sich im Fernsehen Diskussionsrunden zu Wirtschaftsfragen ansieht, fordern die einen, man solle den Leuten mehr Geld geben, damit die einkaufen können. Wenn ein Unternehmer aber seinen Arbeitern mehr Geld gibt, damit der dann (im besten Falle) die Produkte des Unternehmers kaufen kann, dann beißt sich doch die Katze in den Schwanz, denn dann könnte der Unternehmer die Kohle ja gleich behalten(steuerfrei). Oder habe ich da was übersehen?

Gruß, Gojko.
P.S.: das verlinkte PDF fand ich gut, nur der Ausspruch der Zentralbank “Ich kaufe die Aktien für 50 mit Geld in Höhe von 50, welches ich dadurch erzeuge, dass ich es gegen die Aktien von 50 ausgebe” war mir unverständlich.

17 webmax Mai 25, 2008 um 16:40

Summ summ summ, der große Fabulator hat wieder zugeschlagen – nix ahnend, daß er bei Laien auch Schaden anrichten kann damit?

18 webmax Mai 25, 2008 um 16:48

“Der Kapitalismus funktioniert wie ein Kettenbrief…” – oh No, Sir, sprachlich sehr unsauber bis falsch! Der geregelte Kapitalismus, der ähnlich wie bei der StVo dafür sorgt, daß auch die schwach oder gar nicht Motorisierten ihr Ziel ungefährdet erreichen, ist kein Kettenbrief, der ungeregelte ist pures “Recht des Stärkeren”.

Was richtig ist: Das Zinseszinssystem ist der zerstörerische “Kettenbrief”, weil es falsches Wachstum generiert und sich von BSP und Produktivitätsfortschritt stetig weiter entfernt.
D a s sollte endlich in der Schule gelehrt und in den Tslmud aufgenommen werden !

19 webmax Mai 25, 2008 um 16:56

Darauf kommt bestimmt bald wieder die -falsche – Replik, ohne Zinsen würde ja niemand Geld verleihen… Muß es auch gar nicht geben, wenn nämlich steuerbefreiende Investitionen mit Gewinnaussicht (aus Produktivität) möglich sind. Und falsche Investitionen (wie z. B. Angriffskriege!) mit dem hohen Verlust der eigenen finanziellen und persönlichen Freiheit bedroht sind – man muß dann plötzlich den Schaden des Siegers bezahlen… Zinsen – das sind die wahren Geiseln der Menschheit in monetären wirtschaftssystemen. (Oben muß es übrigens ” Talmud” heißen)

20 weissgarnix Mai 25, 2008 um 19:01

@webmax

Ich habe weder in diesem noch im nachfolgenden Beitrag auf Zinsen Bezug genommen. Worin besteht also jetzt deine Kritik?

Was die Unterscheidung zwischen “ungeregelten” und “geregelten” Kapitalismus betrifft, ist das ziemlich wurscht, weil beide brauchen für ihren Fortbestand ausreichend Nachschuldner. Die Frage ist lediglich, in welcher Art von Kapitalismus sich diese leichter finden lassen, und dazu gehen die Meinungen bekanntlich weit auseinander.

21 webmax Mai 25, 2008 um 19:15

Völlig falsche Sichtweise, lieber wgn: Wenn tatsächlich die Geldmenge ohne Einfluß auf Preise und Inflation wäre, wäre ja auch – im derzeitigen System – die Höhe des Zinssatzes nicht von Bedeutung für Investition undKonsumverhalten. Warum also dann die ständige Beobachtung und Bewertung diesee Größe?

Btw: Es gibt eine “Umlaufgeschwindigkeit”, die den Grad der Investitions-/Konsumneigung in einer Volkswirtschaft bezeichnen soll. Das Gegenteil ist “Hortung”: also Sparen und Rücklagenbildung, was aber nicht Entzug bei der Geldmenge bedeutet, sondern bei der sinnvollen Wachstumssteigerung (Produktivitätsfortschritt). Und bei der Kreditrückführung, was eben die Gefahr für den “Kettenbrief” darstellt…
Ich gebe gern zu, daß es hier für Durchblick einiger Zeit mit der Beschäftigung und auch einer gewissen Begabung( nämlich Dinge “einfach” zu sehen) bedarf; herkömmliches Scheuklappenstudium ist dagegen eher hinderlich, amüsant-rabulistisches Pointenformulieren ebenso… Und zu Deinem Einstieg: Die Welt ist voller ehemals falsch verwendeter Begriffe, die heute aber korrekte Aussagekraft besitzen. Und eine Menge “Äpfel” oder “Euro” sind gewiß verständlicher als eine Summe (im allgemeinen Sprachgebrauch sind das addierte Beträge).

22 webmax Mai 25, 2008 um 19:28

Dein Posting 27: Die Kritik besteht in Deiner imho falschen Verwendung von” Kettenbrief ” für das System Kapitalismus (statt richtig für das inhärente Zinseszinsystem).
Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, durch Privateigentum an Produktionsmitteln und frei Marktregulierung gekennzeichnet . Und insoweit auch ohne Zinsen sehr gut existenzfähig, wie Jahrhunderte in Europa ohne diese bewiesen haben.
Selbstverständlich ist eine philosopische, naturentlehnte Vorstellung von Werden und Vergehen im Sinne von ” Kettenbrief ” denkbar. Hier im Blog kann es uns aber doch nur um die negativen Auswirkungen des derzeitigen monetären Geschehens gehen, oder sehe ich das falsch?

23 webmax Mai 25, 2008 um 19:38

Nochmal zur Verdeutlichung: Ein “gutes” kapitalistisches System – ohne Zinsdruck – braucht eben genau keine “zu suchenden Nachschuldner” ! Selbst schrumpfende Populationen können darin selbstbestimmt und nachfrageorientiert existieren, weil der falsche Wachstumsdruck fehlt und die Urschuld angepaßt zurückgeführt wird.

24 webmax Mai 25, 2008 um 20:40

@ karl marx

Nach meinem Verständnis ist der Begriff “Produktivitätszuwachs” volkswirtschaflich als eine effektivere, kostenkünstigere Produktion und daraus resultierend, mehr Verteilungsgewinn zu sehen, nicht als Steigerung des Ausstoßes (Umsatzsteigerung).

25 weissgarnix Mai 25, 2008 um 21:23

@webmax

Beim “Produktivitätsgewinn” gibt es nur 3 Möglichkeiten:

1. höherer Output bei gleichen Faktoreinkommen
2. gleicher Output bei niedrigeren Faktoreinkommen
3. höherer Output bei gleichen Faktoreinkommen, aber niedrigeren Absatzpreisen

1. und 2. werfen die Frage auf, wie angesichts der relativen Verringerung der Einkommen zum Output die Mehrmenge an Output abgesetzt werden kann
3. ist theoretisch denkbar, lag aber meines Wissens in jüngerer Zeit nicht einmal praktisch vor

26 webmax Mai 26, 2008 um 03:37

Hallo wgn,
ich denke, in Deinem Posting32 muß es Faktor k o s t e n heißen, wenn es Sinn ergeben soll in Sachen Produktivitäts z u w a c h s.

“Produktivitätszuwachs ist ein zentraler Begriff der Wachstumstheorie und beschreibt eine Steigerung des Outputs pro Inputeinheit, also eine positive Veränderung des Verhältnisses von Produktionsergebnis zu dem dafür eingesetzten Produktionsfaktoren (z.B. Arbeit & Kapital), im Zeitverlauf. Produktivitätszuwächse können unter Anderem durch effizientere Arbeitsabläufe, verbesserte Organisationsstrukturen, verbesserte Rahmenbedingungen des Staates, technischen Fortschritt im Allgemeinen sowie durch einen Mehreinsatz der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital entstehen.”

- Beim Grundübel Zins scheinst Du mir – verständlich – nicht folgen zu wollen ;-) )). Dies ist aber für Menschen mit Phantasie die interessantere, weil humanfriedenbringende Lösung. Es würde in einer zinsllosen Gesellschaft wieder real benötigte Leistung vergütet statt Blähungen jnd Scheingewinne umverteilt in die Taschen der Eliten.

27 tar Mai 30, 2008 um 13:45

hallo wgn,

und was sollte man im falle einer marktsättigung unternehmen, bei der 1. und 3. überhaupt nichts bringt.

schließlich möchte ich in 10 jahren nicht 20 autos halten müssen – ganz im sinne des wirtschaftswachstums und des produktivitätsfortschrittes.

28 weissgarnix Mai 30, 2008 um 14:15

@tar

Bei einer Marktsättigung hast du 2 Optionen:

1) “Überleben” (= konstanter Marktanteil bei sinkender Marktgröße) durch permanente Kostenreduktion, das wäre in meiner obigen Aufzählung Punkt 2.

2) Gewinnen von Marktanteilen durch Innovation

Viel mehr geht nicht.

29 I.I.Oblomow Juni 7, 2008 um 08:51

P.S.: Deshalb ja auch das Maastrichtkriterium mit Staatsverschuldung 60% vom BIP (oder so ähnlich) – damit die EZB voll werthaltige Staatsanleihen zum Ankauf bekommt. Im Sinne eines wertstabilen Geldes…

30 Mic Juni 21, 2008 um 14:07

Die Kommentare hier zeigen eins ganz eindeutig – nämlich, daß das Geldsystem (oberflächlich gesehen) “ganz einfach” ist, aber in Wahrheit viel mehr Tiefe besitzt. Das ist der Hütchentrick aus dem Fiat entsteht. Haben unsere Politiker es wohl durchschaut? Werden wir für immer blöd bleiben? ;-)

Schönes Wochenende

Mic

31 martin Juli 25, 2008 um 23:18

Jetzt habe ich fast einen Schluckauf/Schreikampf/psychopathische
Anwandlung oder ähnliches erlebt, auf den Goldseiten folgender
Titel: “Geldmengenwachstum verlangsamt sich”
Hey Gold-Fans, Ihr sagt doch immer,es gibt kein Geld, was soll
das also: Goldmenge, okay, aber – naja, was soll’s, Ihr begreift
das wohl nie….There is “No such thing as a ‘Geldmenge’” !…

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=7865

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