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	<title>Kommentare zu: Die EZB stellt fest, dass sie verarscht wird</title>
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	<description>Wirtschaft, Politik und alles andere auch</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Sep 2010 12:49:36 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: !ll!</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2008/05/16/die-ezb-stellt-fest-dass-sie-verarscht-wird/#comment-26954</link>
		<dc:creator>!ll!</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2009 05:29:52 +0000</pubDate>
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		<description>@CLASSICMIND

Ihr Wort in Gotes Ohr, aber ist das nicht vieleicht ein klein wenig blauäugig ?? Ist es nicht auch ein wenig locker-flockig dahergesagt:

&quot;Niemand wird nach dem Ende des bereits begonnenen Weltwirtschaftskollaps die auf einfachen Grundrechenarten basierenden Sachverhalte leugnen können, dass die künstlich erzeugten Geldvolumina ( Zinses Zins etc.), mehr als nur einen Globus benötigen, um ihre reale Bedienung als Anlagekapital zu gewährleisten&quot;

In meinen Augen, in den Ihren wohl auch und in vielen vielen Augen der Ökonomen, Volkswirte und auch der Politiker ist das genau der Punkt. Letztgenannte stehen aber viel zu sehr unter dem Scheffel der Großfinanz und werden alles tun um da nicht weichen zu müssen. Sollte es wirklich soweit kommen, dass dieses viel zu hohe Kartenhaus zusammenstürzt, dann ist es immernoch die Großfinanz, die Machtelite hinter der Politik die am meisten von Reserven alá Gold etc.  zehren kann.
Der Normalbürger kann es sich derzeit einfach nicht leisten sein Erspartes umzuschichten. Das eigene Haus bleibt stehn, aber es wird nichtmehr möglich sein,  davon aus Einfluss zu nehmen auf die Geschicke.
Der Mensch ist böse ... sehen sies ein ...
homo homini lupus</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@CLASSICMIND</p>
<p>Ihr Wort in Gotes Ohr, aber ist das nicht vieleicht ein klein wenig blauäugig ?? Ist es nicht auch ein wenig locker-flockig dahergesagt:</p>
<p>&#8220;Niemand wird nach dem Ende des bereits begonnenen Weltwirtschaftskollaps die auf einfachen Grundrechenarten basierenden Sachverhalte leugnen können, dass die künstlich erzeugten Geldvolumina ( Zinses Zins etc.), mehr als nur einen Globus benötigen, um ihre reale Bedienung als Anlagekapital zu gewährleisten&#8221;</p>
<p>In meinen Augen, in den Ihren wohl auch und in vielen vielen Augen der Ökonomen, Volkswirte und auch der Politiker ist das genau der Punkt. Letztgenannte stehen aber viel zu sehr unter dem Scheffel der Großfinanz und werden alles tun um da nicht weichen zu müssen. Sollte es wirklich soweit kommen, dass dieses viel zu hohe Kartenhaus zusammenstürzt, dann ist es immernoch die Großfinanz, die Machtelite hinter der Politik die am meisten von Reserven alá Gold etc.  zehren kann.<br />
Der Normalbürger kann es sich derzeit einfach nicht leisten sein Erspartes umzuschichten. Das eigene Haus bleibt stehn, aber es wird nichtmehr möglich sein,  davon aus Einfluss zu nehmen auf die Geschicke.<br />
Der Mensch ist böse &#8230; sehen sies ein &#8230;<br />
homo homini lupus</p>
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	<item>
		<title>Von: CLASSICMIND</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2008/05/16/die-ezb-stellt-fest-dass-sie-verarscht-wird/#comment-16768</link>
		<dc:creator>CLASSICMIND</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 23:13:11 +0000</pubDate>
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		<description>Die in den nächsten 2 Jahren eintretenden globalen Veränderungen im Weltfinanzsystem können, historisch betrachetet, mindestens als gleichbedeutund mit den Ereignissen der französische Revolution betrachtet werden. Hat man in den vergangenen Jahrhunderten die Gleichheit vor Gott und die Gleichheit vor dem Gesetz erlangt, wird nun die Gleichheit vor dem Geld erreicht werden. Konkret bedeutet dies, dass leistungslose Einkommen in Form von Spekulationsrenditen und Zinsgeschäften, wie im Zuge des herrschenden &quot;Ökonomischen-Absolutismus&quot;, überwunden  sein werden. Niemand wird nach dem Ende des bereits begonnenen Weltwirtschaftskollaps die auf einfachen Grundrechenarten basierenden Sachverhalte leugnen können, dass die künstlich erzeugten Geldvolumina ( Zinses Zins etc.), mehr als nur einen Globus benötigen, um ihre reale Bedienung als Anlagekapital zu gewährleisten. Die glückliche Tatsache, dass die Welt sich nicht mehr in ideologischen Machtblöcken gegenübersteht und somit ein entsprechendes Kriegsszenario als bewusstseineindämmendes Moment funktioniert, gibt uns allen die Vorraussetzungen für ein länger als 70 Jahre andauerndes Erinnerungsvermögen, um das Finanzsystem ein für allemal zu reformieren. Somit wird die Krise mit allen zu erbringenden Opfern ein tatsächlicher Garant für die hoffnungsvolle Weiterentwicklung der Menschheit zum Guten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die in den nächsten 2 Jahren eintretenden globalen Veränderungen im Weltfinanzsystem können, historisch betrachetet, mindestens als gleichbedeutund mit den Ereignissen der französische Revolution betrachtet werden. Hat man in den vergangenen Jahrhunderten die Gleichheit vor Gott und die Gleichheit vor dem Gesetz erlangt, wird nun die Gleichheit vor dem Geld erreicht werden. Konkret bedeutet dies, dass leistungslose Einkommen in Form von Spekulationsrenditen und Zinsgeschäften, wie im Zuge des herrschenden &#8220;Ökonomischen-Absolutismus&#8221;, überwunden  sein werden. Niemand wird nach dem Ende des bereits begonnenen Weltwirtschaftskollaps die auf einfachen Grundrechenarten basierenden Sachverhalte leugnen können, dass die künstlich erzeugten Geldvolumina ( Zinses Zins etc.), mehr als nur einen Globus benötigen, um ihre reale Bedienung als Anlagekapital zu gewährleisten. Die glückliche Tatsache, dass die Welt sich nicht mehr in ideologischen Machtblöcken gegenübersteht und somit ein entsprechendes Kriegsszenario als bewusstseineindämmendes Moment funktioniert, gibt uns allen die Vorraussetzungen für ein länger als 70 Jahre andauerndes Erinnerungsvermögen, um das Finanzsystem ein für allemal zu reformieren. Somit wird die Krise mit allen zu erbringenden Opfern ein tatsächlicher Garant für die hoffnungsvolle Weiterentwicklung der Menschheit zum Guten.</p>
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	<item>
		<title>Von: weissgarnix</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2008/05/16/die-ezb-stellt-fest-dass-sie-verarscht-wird/#comment-881</link>
		<dc:creator>weissgarnix</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 13:59:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.weissgarnix.de/?p=156#comment-881</guid>
		<description>@f.lübberding

Ich habe bekanntlich eine hohe Meinung von der Zinspolitik der EZB so far, halte diese aber - meinen konzeptionellen Überzeugungen entsprechend - für wenig relevant. Aber als &quot;Lender of last resort&quot;, für mich die wesentlich wichtigere Dimension des Zentralbankgeschäfts, hat sie glatt versagt, wenn Merschs Ausführungen auch nur in Teilen richtig sind.

Auch Buiter irrt sich an einer zentralen Stelle (meiner Meinung hat er seine Position in diversen nachfolgenden Beiträgen auch relativiert): die Behebung eines Solvenzrisikos in den Büchern einer Geschäfstbank ist nicht Bestandteil des &quot;Lending of last resort&quot;. Sondern lediglich das Liquiditätsrisiko ist es. Wenn Northern Rock daher mit erstklassigen Bonitäten bei der BoE angetanzt wäre, und die ihr die Refinanzierung verweigert hätte, dann ja, dann hätte die BoE als Zentralbank auf voller Linie versagt. Aber war das der Fall?

Ich gestehe aber zu, dass meine Sicht den aktuellen Konstellationen zufolge vielleicht ein wenig zu simplistisch ist: denn wenn eine &quot;failed bank&quot; heutztage so oder so beim Steuerzahler landet, wofür sollte dann die obige Unterscheidung noch gut sein? 

Und noch eines gestehe ich gerne zu: die Überzeugung, dass man alle Banken verstaatlichen sollte, reift in mir immer mehr. Wenn der Steuerzahler defacto immer für die Verluste geradestehen soll, dann erscheint es mir nur recht und billig, wenn er auch an den Gewinnen partizipiert. Und ich bin nun bestimmt kein Staatsfetischist, aber das, was hier abgeht, hat mit freier Wirtschaft ohnehin nichts mehr zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@f.lübberding</p>
<p>Ich habe bekanntlich eine hohe Meinung von der Zinspolitik der EZB so far, halte diese aber &#8211; meinen konzeptionellen Überzeugungen entsprechend &#8211; für wenig relevant. Aber als &#8220;Lender of last resort&#8221;, für mich die wesentlich wichtigere Dimension des Zentralbankgeschäfts, hat sie glatt versagt, wenn Merschs Ausführungen auch nur in Teilen richtig sind.</p>
<p>Auch Buiter irrt sich an einer zentralen Stelle (meiner Meinung hat er seine Position in diversen nachfolgenden Beiträgen auch relativiert): die Behebung eines Solvenzrisikos in den Büchern einer Geschäfstbank ist nicht Bestandteil des &#8220;Lending of last resort&#8221;. Sondern lediglich das Liquiditätsrisiko ist es. Wenn Northern Rock daher mit erstklassigen Bonitäten bei der BoE angetanzt wäre, und die ihr die Refinanzierung verweigert hätte, dann ja, dann hätte die BoE als Zentralbank auf voller Linie versagt. Aber war das der Fall?</p>
<p>Ich gestehe aber zu, dass meine Sicht den aktuellen Konstellationen zufolge vielleicht ein wenig zu simplistisch ist: denn wenn eine &#8220;failed bank&#8221; heutztage so oder so beim Steuerzahler landet, wofür sollte dann die obige Unterscheidung noch gut sein? </p>
<p>Und noch eines gestehe ich gerne zu: die Überzeugung, dass man alle Banken verstaatlichen sollte, reift in mir immer mehr. Wenn der Steuerzahler defacto immer für die Verluste geradestehen soll, dann erscheint es mir nur recht und billig, wenn er auch an den Gewinnen partizipiert. Und ich bin nun bestimmt kein Staatsfetischist, aber das, was hier abgeht, hat mit freier Wirtschaft ohnehin nichts mehr zu tun.</p>
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	<item>
		<title>Von: f.lübberding</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2008/05/16/die-ezb-stellt-fest-dass-sie-verarscht-wird/#comment-880</link>
		<dc:creator>f.lübberding</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 13:22:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.weissgarnix.de/?p=156#comment-880</guid>
		<description>Buiter hat doch schon vor Monaten erklärt, dass Northern Rock nur deshalb bankrott gegangen ist, weil sie keinen Zugang zur EZB hatten ... . Und Northern Rock war ja ein Opfer des eingefrorenen Interbankenmarktes gewesen - und nicht etwa des Kreditmülls in ihren Bilanzen. Wie hier auch schon erwähnt, hatte Evans-Pritchard im Telegraph über die spanischen Banken berichtet, die als einzige noch Immobilienkredite verbrieft haben ... . Natürlich um sie dann als Sicherheit bei der EZB einzureichen. Warum verbrieft man denn sonst noch Immobilienkredite? Nur was ist daran so aufregend - oder gar skandalös? Es ist eine etwas merkwürdige Argumentation ausgerechnet die Politik zu verdammen, die den Zusammenbruch der Finanzmärkte verhindert hat. Die EZB stellt Liquidität zur Verfügung, die ansonsten nicht mehr da ist. 

Man hätte sich zwar eine andere Krisenlösung vorstellen können - etwa die de facto bankrotten Banken tatsächlich insolvent gehen zu lassen, den Kreditmüll auf diese Weise aus der Bilanz zu entfernen, um die Banken anschließend zu rekapitalisieren. Das wäre aber nur durch die offene Verstaatlichung des gesamten Sektors möglich gewesen.  Das scheute man natürlich aus politischen Gründen.  Ackermann als ein Angestellter des Bundesfinanzministeriums mit B Eingruppierung wäre eine nette Perspektive gewesen ... . 

Das Interessante an dem FT Artikel ist nicht die von Weissgarnix unterstellte Inkompetenz. Ich habe neulich im Herdentrieb die Handlungsunfähigkeit der EZB heftig kritisiert, nur aus anderen Gründen: In diesem Fall halte ich die Kritik für unangemessen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die EZB nicht vorher gewusst haben soll, was sie alles als Sicherheit untergeschoben bekommen werden würde, wenn sie die Schleusen öffnet.

Das Interessante an dem FT Artikel ist für mich nur eins: Drückt er einen beginnenden Politkwechsel bei der EZB aus? Und wird sie in Zukunft die Zügel wieder fester anziehen? Also die Ansprüche an ihre Kreditvergabe hochsetzen. Das könnte für weite Teile der kollabierten Kreditmärke Konsequenzen haben. Denn es gibt viele Level 3 Zombies in den Bankenbilanzen. Das ist eine Folge des Krisenmanagements: Man traute sich nicht, sie sterben zu lassen, und konnte sie aber auch bis heute nicht reanimieren.  Es sind eben Scheintote, wo man immer noch die Hoffnung hat, sie zum Leben wieder zu erwecken. Also Marktbewertungen zu bekommen, selbst wenn diese nur einen Bruchteil des Nominalwertes sein sollten. Das könnte man dann mit Abschreibungen in den Griff bekommen. Wenn aber diese Wiederbelebung der Zombies selbst mit haitianischen Voodoo- Zauber nicht funktionieren sollte, wird sie die EZB - und das wäre die Konsequenz aus der Argumentation von Mersch - wohl in Zukunft nicht mehr als Sicherheit akzeptieren. Die Zombies also sterben lassen. Warum sonst das blödsinnige Getöse über australische Autokredite, die bei der EZB landen? Es wäre also als ein Hinweis für die sinkende Bereitschaft der EZB, die de facto Prolongierung des Kreditmüll via Sicherheit auf unbestimmte Zeit fortzusetzen. Versiegt aber diese Liquiditätsquelle, wird es für die Banken richtig spannend ... . Dann steht auf einmal wieder ein Zeitgenosse hinter Ackermanns Rücken und klopft ihm wenig wohlwollend auf die Schultern. Er hat dann verdammte Ähnlichkeit mit dem Monster des Herrn Bundespräsidenten ... . Mit Zombies haben die Banker natürlich weniger Probleme. Bisher haben sich ja die Herren Trichet, Mersch et altera  dieser putzigen Gesellen angenommen ... . 

Trichet könnte jetzt aber keine Lust mehr haben, mit den Zombies Haus und Bilanz zu teilen. Zwar liegen sie immerhin nicht in seinem Bett, aber wahrscheinlich verfolgen sie ihn bis in seine (Inflations-)träume. Es könnte dafür zwei Gründe geben. Der Erste wäre: Man kann sich jetzt einzelne Bankenpleiten erlauben, weil das systemische Risiko eines Zusammenbruch des Finanzsystems abgenommen hat. Der Zweite: Die Kollateralschäden dieser Liquiditätshilfen werden größer als der Nutzen einer Stabilisierung des Bankensystems. Unter anderem weil man eben doch eine Hausse in den Rohstoffmärkten erzeugt hat, die die gesamtwirtschaftliche Stabilität mehr bedrohen als es die Kreditkrise bisher konnte. Es ist ja schon interessant zu beobachten wie man sich zur Zeit abmüht ... Und diese Mühe nur für den Nachweis, es handele sich in diesen Märkten um keine Spekulationsblase ... . Es ginge alles mit rechten Dingen zu ... Die Pressteigerungen hätten realwirtschaftlich gute Gründe. 

Und dann betont Herr Ackermann heute, dass die Kreditkrise ja fast vorbei und kaum Auswirkungen auf die Realwirtschaft habe. Dann gibt es für die EZB ja keinen Grund mehr, sich die Zombies aus dem Kreditmarkt ins Haus zu holen. Sie kann sie also sterben lassen. 

Ich bin mir nicht sicher, ob deren Tod dann wirklich die Folge von Inkompetenz wäre ... . Aber vielleicht irre ich mich auch. Und die Herren in der EZB sind einfach zu blöd ... .</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Buiter hat doch schon vor Monaten erklärt, dass Northern Rock nur deshalb bankrott gegangen ist, weil sie keinen Zugang zur EZB hatten &#8230; . Und Northern Rock war ja ein Opfer des eingefrorenen Interbankenmarktes gewesen &#8211; und nicht etwa des Kreditmülls in ihren Bilanzen. Wie hier auch schon erwähnt, hatte Evans-Pritchard im Telegraph über die spanischen Banken berichtet, die als einzige noch Immobilienkredite verbrieft haben &#8230; . Natürlich um sie dann als Sicherheit bei der EZB einzureichen. Warum verbrieft man denn sonst noch Immobilienkredite? Nur was ist daran so aufregend &#8211; oder gar skandalös? Es ist eine etwas merkwürdige Argumentation ausgerechnet die Politik zu verdammen, die den Zusammenbruch der Finanzmärkte verhindert hat. Die EZB stellt Liquidität zur Verfügung, die ansonsten nicht mehr da ist. </p>
<p>Man hätte sich zwar eine andere Krisenlösung vorstellen können &#8211; etwa die de facto bankrotten Banken tatsächlich insolvent gehen zu lassen, den Kreditmüll auf diese Weise aus der Bilanz zu entfernen, um die Banken anschließend zu rekapitalisieren. Das wäre aber nur durch die offene Verstaatlichung des gesamten Sektors möglich gewesen.  Das scheute man natürlich aus politischen Gründen.  Ackermann als ein Angestellter des Bundesfinanzministeriums mit B Eingruppierung wäre eine nette Perspektive gewesen &#8230; . </p>
<p>Das Interessante an dem FT Artikel ist nicht die von Weissgarnix unterstellte Inkompetenz. Ich habe neulich im Herdentrieb die Handlungsunfähigkeit der EZB heftig kritisiert, nur aus anderen Gründen: In diesem Fall halte ich die Kritik für unangemessen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die EZB nicht vorher gewusst haben soll, was sie alles als Sicherheit untergeschoben bekommen werden würde, wenn sie die Schleusen öffnet.</p>
<p>Das Interessante an dem FT Artikel ist für mich nur eins: Drückt er einen beginnenden Politkwechsel bei der EZB aus? Und wird sie in Zukunft die Zügel wieder fester anziehen? Also die Ansprüche an ihre Kreditvergabe hochsetzen. Das könnte für weite Teile der kollabierten Kreditmärke Konsequenzen haben. Denn es gibt viele Level 3 Zombies in den Bankenbilanzen. Das ist eine Folge des Krisenmanagements: Man traute sich nicht, sie sterben zu lassen, und konnte sie aber auch bis heute nicht reanimieren.  Es sind eben Scheintote, wo man immer noch die Hoffnung hat, sie zum Leben wieder zu erwecken. Also Marktbewertungen zu bekommen, selbst wenn diese nur einen Bruchteil des Nominalwertes sein sollten. Das könnte man dann mit Abschreibungen in den Griff bekommen. Wenn aber diese Wiederbelebung der Zombies selbst mit haitianischen Voodoo- Zauber nicht funktionieren sollte, wird sie die EZB &#8211; und das wäre die Konsequenz aus der Argumentation von Mersch &#8211; wohl in Zukunft nicht mehr als Sicherheit akzeptieren. Die Zombies also sterben lassen. Warum sonst das blödsinnige Getöse über australische Autokredite, die bei der EZB landen? Es wäre also als ein Hinweis für die sinkende Bereitschaft der EZB, die de facto Prolongierung des Kreditmüll via Sicherheit auf unbestimmte Zeit fortzusetzen. Versiegt aber diese Liquiditätsquelle, wird es für die Banken richtig spannend &#8230; . Dann steht auf einmal wieder ein Zeitgenosse hinter Ackermanns Rücken und klopft ihm wenig wohlwollend auf die Schultern. Er hat dann verdammte Ähnlichkeit mit dem Monster des Herrn Bundespräsidenten &#8230; . Mit Zombies haben die Banker natürlich weniger Probleme. Bisher haben sich ja die Herren Trichet, Mersch et altera  dieser putzigen Gesellen angenommen &#8230; . </p>
<p>Trichet könnte jetzt aber keine Lust mehr haben, mit den Zombies Haus und Bilanz zu teilen. Zwar liegen sie immerhin nicht in seinem Bett, aber wahrscheinlich verfolgen sie ihn bis in seine (Inflations-)träume. Es könnte dafür zwei Gründe geben. Der Erste wäre: Man kann sich jetzt einzelne Bankenpleiten erlauben, weil das systemische Risiko eines Zusammenbruch des Finanzsystems abgenommen hat. Der Zweite: Die Kollateralschäden dieser Liquiditätshilfen werden größer als der Nutzen einer Stabilisierung des Bankensystems. Unter anderem weil man eben doch eine Hausse in den Rohstoffmärkten erzeugt hat, die die gesamtwirtschaftliche Stabilität mehr bedrohen als es die Kreditkrise bisher konnte. Es ist ja schon interessant zu beobachten wie man sich zur Zeit abmüht &#8230; Und diese Mühe nur für den Nachweis, es handele sich in diesen Märkten um keine Spekulationsblase &#8230; . Es ginge alles mit rechten Dingen zu &#8230; Die Pressteigerungen hätten realwirtschaftlich gute Gründe. </p>
<p>Und dann betont Herr Ackermann heute, dass die Kreditkrise ja fast vorbei und kaum Auswirkungen auf die Realwirtschaft habe. Dann gibt es für die EZB ja keinen Grund mehr, sich die Zombies aus dem Kreditmarkt ins Haus zu holen. Sie kann sie also sterben lassen. </p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, ob deren Tod dann wirklich die Folge von Inkompetenz wäre &#8230; . Aber vielleicht irre ich mich auch. Und die Herren in der EZB sind einfach zu blöd &#8230; .</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Tom B</title>
		<link>http://www.weissgarnix.de/2008/05/16/die-ezb-stellt-fest-dass-sie-verarscht-wird/#comment-878</link>
		<dc:creator>Tom B</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 08:47:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.weissgarnix.de/?p=156#comment-878</guid>
		<description>Sehr interessante debatte

@knüppel aus dem sack
Das schöne an den survivalists ist ja, dass man an die besten mad max szenen denken muss, der direkte kampf mann gegen mann, und nur einer überlebt. etwa so wie manchmal auch in neukölln..
have a nice weekend!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr interessante debatte</p>
<p>@knüppel aus dem sack<br />
Das schöne an den survivalists ist ja, dass man an die besten mad max szenen denken muss, der direkte kampf mann gegen mann, und nur einer überlebt. etwa so wie manchmal auch in neukölln..<br />
have a nice weekend!</p>
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